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^vi.-
^3 V
BIBLIOTHEK
DES
LITTERARISCHEN VEREINS
IN STUTTGART.
COl.
TUBINeEN.
ORDRUCKT Kür K08TI1I DBS LITTBRARI8€HKM TKaKINF.
1894.
PSOTECTOfi
DKS I.l rrEHARISCHEN VEREINS IN STUTTGART i
öEINE MAJESTÄT DEE KÖNIG.
Dr. H. Fischer, i>rofe
Kanzleirath Holler, u
b Tübitigeu.
UESELLSCHAFTSAUSSCHUSS :
TroteHsor Dr. Barack, oberbibliotheVar der univereitiits- und laiuie^-
hibliothek in 8traßbiirg.
hr. [^ech stein, professor an der Universität Rostock.
Professor Dr. Böhmer in Lichtentlial bei Baden.
Dr. Hertz, profesaor au der technischen liochschule München.
Bibliothekar Dr. Klüpfel in Tübingen.
Direktor Dr. 0. v. Klumpp in Stuttgart.
Dr. Martin, protessor an der Universität 8tra(iburg.
Dr. K. V. Maurer, profeseor an der Universität München.
Dr. Sievers, professor an der Universität Leipzig.
Dr. Strauch, professor an der Universität Halle.
Dr. Tobler, professor an der Universität ^Berlin.
Geheimer regierungerath Dr. VVattenbach, professor ander Univer-
sität Berlin.
HANS SACHS
HERAUSGEGEBEN
VON
A. V. KELLEB und E. GOETZE.
ZWEIUNDZWANZIGSTER BAND
HERAUSGEGEBEN VON E. GOETZE.
GEDRÜCKT FÜR DEN LITTERARISCHEN VEREIN IN STUTTGART
t0B1M6£M 1894.
f
>!!ÖEÖALTB|I.
DRUCK VON H. LAÜPP JR IN TÜBINGEN.
Dieser band enthält
1. alle diejenigen werke des Hans Sachs, die zu seinen leb-
zeiien zwar gedruckt, aber nicht in die Nürnberger folioaus-
gabe, die vorläge för band 1 bis 21 unserer Sammlung, auf-
genommen wurden,
2. alle diejenigen werke des dichters, welche, obwohl in seiner
handschrift erhalten, bisher überhaupt noch nicht gedruckt
oder nur vereinzelt veröffentlicht sind.
Die meistergeaänge bleiben auch hier noch ausgeschlossen.
Hans Sacht, XXU.
8
Allen liebhabern ewangeliacher warhait wünsch ich, Jo-
hannes Sachs, schuchmacher, gnad und fryd in Christo Jesu,
unserm herm.
Ir anserwelten in Christo, aller menigklich ist nnyerborgen
6 in teütscher nation, wie die Christiich gemain etwann lang
her vil jar durch mensch en-leer etlicher Sophisten abgefürt
ist worden von der warhafften freyhait des hailigen evange-
lium under das schwer joch des römischen bischofs , welcher
uns überladen hat mit vil gebotten und gesetzen, von welchen
10 uns doch Christus, unser ayniger leermayster, nicht gebotten,
noch geleert hat, sonder solch menschliche tradition verworffen.
Wann er spricht Matthey am xv. (9): Vergebens dienen sy
mir in menschen-gesetzen, und kürtzlich hernach (13. 14) : Alle
pflantzung, die got mein hymlischer vater, nit gepflantzet hat,
i3wirt außgereüt; lat sy faren die blinden blinden-layter! Und
solcher sprüch seind vil im evangeli wider die menschen- f find
und -gebot.
Aber wir als verirrte schäflein , solcher haylsamen leer
unbedacht und schier gantz vergessen , seynd gangen under
20 dem römischen joch mit schwerer müe und grossen schaden
ye lenger ye raer und hond dardurch das senfiFt joch Christi
*
1 Kmil Weller, Hans-Sachs-bibliogrAphie. Nürnberg 1868. s. 72 nr. I51a.
Hans Sachs ließ die Witteobergiscb naohtigall i. j. 1523 saerst mit dieser vor-
rede hinausgehen. Sie ist in alle eintelaasgaben oder nachdrucke aafgenommen
worden, in der Narnberger folioaasgabe steht aber nar das allegorische gedieht.
Sieh band 6, s. 368 bis 386. Vergl. Karl Pfuff, Denkmal Martin Lathers.
Reutlingen 1817. 8. s. 265 f. Waldemar Kawerau , Hans Sachs and die re-
formation. Halle 1889. (= Schriften des Vereins fUr reformationsgeschiohte.
Siebenter Jahrgang. Erstes stUok) 8. s. 27. Sprachlich erneuert: Karl Siegen,
Die wittenbergische Nachtigall, Die man jetst büret Überall. Jena 1883. 8.
s. 39 bis 41.
verlassen //welchps wm Christus, iinser säli^mncher, bevolheo
hat. rXui>r-.ist ikr ainig gelaiib in Christo^ welches? ist das
ainig Jj^öt^fch wi-rck, als Gbmtiis sagt Johannis am »echstea (29).
• .Zum andiO-n ist bey uns iintergÄngen die fnichtbur lieb
6 dtv^ ij(lch steil , in welcher doch allain ateet die erfülluiig des
•göWt gottes und der prophefcen , wie Christus spricht, der
•/•Jnuiid der warhiit, Matthey am sybenden (12). AIro sey wir
[Vallain peyniget gewe ti, die got iiye geliayi^eo,
.• noch gebotten hat, len erdieht und erfunden
10 haben.
Nach dem aber äch bötä regiment ar» gar
überhand gemiraaiec ^ger^ zu achreybeu Doctor
Martinus Luther wid lud mißbreüch des gayst-
liehen regiments, un er person, und das haylig
i& evangelium, das wor vor durch mf^iischen-leer
verdunckelt war) wi Brmischt au den tag ge-
geben, deshalb er v bez. Äijjmischeu bischüff
offt zu wideriMiÜen gedrungen v^i worden Yedonh i?«ir er ?il-
mal als ain unüberwundner (mit hailiger schrift) vor bekanter
20 warhait unwiderrutt't beliben. Dergleichen haben sich vil
doctores gegen im mit schreiben eingelegt, yedoch auch nichts
aul^gericht; wann die g()ttlich warhait ist in zu starck gewest,
sonder seynd sygloü an im worden.
Det^halb ist egemelter Doctor Martinus Luther in grossen
2r. beruff kommen gen allermeuigkliih und seyn leer angenommen
als t'vangelisch-Christlich und gut.
Narlimalü aber ist der römisch häuf verzweytelt an der
Überwindung mit disputieren und schreyben und wollen die
Christlich genuxyn under dem Wnnischen joch behalten mit
30 schmälien , le.stern , bannen, verbieten, verfolgen, verbrennen,
begwältigen, welche weyü doch ein böü ansehen hat und arg-
wenig ist ungerechter sach.
Nun von disen angezaygten stucken allen will ich in aiiier
suuil) ain kurt/e rrklerung thon dem gemainen man (solcher
j^ handlung unwissent) zu underweysen und leeren , darauf er
3 An iler seite steht auch Math. xj. b etiit.
müg erkennen die götlich warhait und dargegen die mensch-
lichen lugen, darinn wir gewandert haben.
Zum andern den, so die götlich warhait vor erkant haben,
die za ermanen der gütigen genad gottes, der uns so reych-
6 liehen mitgetaylt hat die Offenbarung des hayligen evangeliums
in disen leisten geferlichen zeytten, auff das sy im herrlich
dancksagen.
Zu dem dritten den, die solches wort gotes nit annemen,
sonder Terachten und zum tayl verfolgen, ob sy der barm-
10 hertzig got auch erleuchtet , das sy annemen das trostlich
evangelium und abliessen von dem falschen vertrawen, zu er-
langen die säligkeit mit iren selb erdichten wercken, in welchen
got kain gefallen hat, und lissen die eer der säligmachung
allain Christo, unserm herren, welches von got uns geben ist
16 zur weyähait und zur gerechtigkait und zur hailigung und
erlo&ung, wie Paulus zun Corinthern in der ei-sten epistel am
ersten capitel beschreibt (30), auff das also wir semptlich
mit ainander anhiengen dem ewigen aynigen wort gottes un-
vermischt und also wir ain schaffstall wurden nnsers hirten
^ Jesu Christ, des lebendigen gottes sun, von yetz au in ewig-
kait. Amen.
Disputation zwis
maclier, daritin da
l)Onus dies, küch
Sem per quies ! 00;
Uot danck buch! Wo ist der hörr?
EOohin.
Va' ist im sommerhanß, ich will im ruffeii. Herr, herr! der
schuchmacher ist da.
Chorherr.
A, beneveneritis, meister Hanns!
Schaster.
Deo gratias
1 Im ersten (verlorenen) spruohbuche, bl. 280 »Kin dialogus von dem kor-
herren< ; im j^eneralregister bl. 78 steht »Disputacion zwischen dem corherrn«.
Kinzeldruokü dieses und der nächsten drei stücko sieh in der bibliographie am
endo dieses bandes. Vorgl. Koinhold Köhler, Vier dialoge von Hans Sachs.
Weimar 1858. H Dazu Pfeiffers (Jormania 1859. Jahrg. IV, s. 9 7 bis 106:
K. L. Kochholz bo8j>richt zwei stellen; e. 117 bis 123: l'odor Beoh weist das
Rchwankeu in der Orthographie nach und bringt zu den anmerkungon orgänzungen
und weitere belegstellon. Frommann, Dio deutschen mundarten 1859. VI, 9.S.
Tranz Soliulthcips, Hans Sachs in seinem verh«iltnis8e zur retormation. Leipziger
diss. München 1879. Waldomar Kaweraus sohrift sieh oben s. 3 anmcrkung.
Eine englische Übersetzung obiger disputation von Anthony Skoloker, die 1.S48
in London erschien, bespricht Charles II. Herford, Studies in the literary rela-
tions of England and (Jermany in the sixteenth Century. Cambridge 1886. s. 51 f.
4 fehlt in den einzeldrucken.
Chorbarr.
Was? priDgt ir mir die pantoffel?
Sobnatar.
Ja. Ich gedacht, ir wert schon in die kirchen gangen.
^ Chorherr.
Neyn, ich byn hinden im sommerhauß gewest und han ab-
gedroschen.
Sohntter.
Wie? hond ir gedroschen?
10 Chorherr.
Ja, ich han mein horas gebeet und han almit meiner nachtigal
za essen geben.
Sohnster.
Herr, was band ir für ein nachtigall? Singt sy noch?
1* Chorherr.
O neyn, es ist zn spat im jare.
Sohaster.
Ich waiö einen schuchmacher , der hat ein nachtigall, die hat
erst angefangen zu singen.
20 Chorherr.
Ey, der teüffel hol den schuster mitsampt seiner nachtigall!
Wie hat er den allerheyligsten vatter, den babst, die heiligen väter
und uns wirdige herren außgeholhipt, wie ein holhypbub!
Schuster.
25 Ey herr, fart schon! er hat doch nur ewren gotzdienst, leei',
gebot und einkommen dem gmeinen mann angezeygt und nur siecht
obenuberhyn. Ist dann solches ewer wesen holhüppelwerck?
Chorherr.
Was geet es aber solchs unser wesen den tollen schuster aiie ?
3«) Sohaster.
Es steetExodi am xxiij. (ö): So du deines feindes esel unnder
dem last sihest ligen, nit laß in, sonder hilff im! Solt dünn ein
getaufft(?r Christ Ht^hjem bmder nit helffeu^ so er yu aecli ll^m in
der beschwert seyner gewiweD?
Seyt ir evaugelisi
Ja.
Er solt aber die geiatlioUen unnd geweichtten nit darein ge-
ö mengt hau, der t'si'lkopf, die wissen vor wol, was eiind ißt.
Seynd sy aber sl
du deinen bruder mm
deinen henden fodern-
10 sündigen brnder stral
diorkerr.
Habt ir nit gelesen im evangelio Matthey am vij. (1): Richtet
nit, so werdt ir nit gericht. Aber ir Lutherischen nenibt solche
sprüch nit zu hertzen, sucht [Bl. 2'] in auch nit nach; wann sy sein
wyder euch.
20 Sohaster.
Straffen unnd richten ist zweierley. Wir understeen uns nit
zu richten, welchs allein got zu-gehört, wie Paulus sagt zun Rö-
mern am xiiij. (4): Niemandt sei einem andern seinen knecht richten
u. s. w. , sonnder ermanen nnd straffen, wie got durch den pro-
26 pheten Esaiam am Iviij. spricht (1): Schrey, hör nit auff, erhöch
dein stym wie ein busaun zu verkünden meinem volck sein misse-
that tt. s. w.
Chorherr.
Es stet auch Exodi xxij (28) : Du solt den obern nit schmehen
30 in deinem volck.
Sohaster.
Wer ist dann der oberst im volck? Ists nit der keyser und
nachmals fürsten, graven mitsampt der ritterschafft und weltlicher
oberhant ?
9
Gborlierr.
Nein, der bapst ist ein vicarias Christi, damacli dy cardinäl,
bischove mitsampt dem gantzen geistlichen stand, von den stet in
geystlichen rechten, c. solite de majoritate et obedientia: Sie be-
» dewten die sonn, and der weltlich gewalt bedewt den mon. Deß-
halb ist der bapst vil mechtiger dann der keyser, welcher im sein
fuß küssen muß.
Soknater.
Ist der bapst ein solcher geweitiger herr, so ist er gewyßlich
10 kein stathalter Christi ; wann Christus spricht Joan. am xviij. (36) :
Mein reich ist nit von diser weit, nnd Joan. vj (15) floch Christus,
da man in znm könig machen wolt. Aach sprach Christas za seinen
jangem, Luce xxy (25 f.) : Die weltlichen könig herschen, and die
gewaltigen heist man gnedige herrn; ir aber nit also; der gröst
» andter euch sol sein wie der jungst and der fümemst wie der diener.
Deßhalb der bapst annd ir geystlichen seyt nar diener der Christ-
lichen gemein, wo ir anders aaß got seyt. Derhalb mag man each
wol straffen.
Ckorkarr.
90 Ey, der bapst and die seinen sein nit schuldig, gottes geboten
gehorsam zu sein, wie in geystlichen rechten stet, c. solite de
majoritate et obedientia. Aaß dem schlewst sich, das der bapst
kein Sünder ist, sonder der allerheyligist; derhalb ist er unstrafpar.
Solmster.
«6 Es spricht Joann. j. canonica. j (8) : Wer sagt, er sey on sünd,
der ist ein lagner. Deßhalb ist der bapst ein sünder oder lagner,
und nicht der allerheyligest, sonder zu straffen.
Chorlierr.
Ey lieber, unnd wenn der bapst so böß wer, das er unzelich
30 menschenn mit grossem hawffen [Bl. 3, bez. Aiij] zum teüffel füret,
dörst in doch nyemant straffen. Das stet geschriben in anserm
rechten, dis. xl. si papa. Wie gefeit euch das?
Sohatter.
Ey, so stet im evangelio Matthei xviij (15): So dein bruder
35 sündiget wider dich , so ge hin annd straff in zwischen dir und
im! Hört er dich, so hastu sein seel gewunnen. Ewssert sich der
bapst dann solchs heilsamen wercks?
3 gftDtS.
Cliorliern
Ist darin solcims brüderlich gestrafft also am tag außziigchrej^eiiu?
9elinttar.
Ey, es vdl^t weiter im texi (16 t] : Wo dich dein bmder nlt
6 hört, so nyni noch ein oder zwen eu dir, hört er dich uoch mt, ao
sags der geiiiciii, hurt er die gemein aiieh nit, so laßt in gen wie
ein heyden! Wie da.
Ey, lieber, was
10 schreyt, wie die boil
halten uns de? decrc
enu ir uns gleich lang aufi-
ans doch nicbta darati; wir
Es spriclit rhris ,) ; Wo man ench nit höret^
so schüttelt di.^ri stai m SU eiueni zeügnus, daß in
15 das reich gotti^'s nak Den von Sodonja nnd Go»
morra wirt es ireglicher sein am jüngsten gericht^ daim Bolchem
volck. Wie wirt c:^ eilch dann geen» so ir kein straf wolt annetuen?
Chorherr.
Nun ich gib das nach , wo es gelert verstendige leiit täten ;
20 aber den leyen zinipt es nicht.
Schuster.
vStraffet doch ein escl den propheten Dalaani, Numeri xxij (28 f.),
warumb solt dann nicht einem leyen zymen ein j^eystlichen zu
straften ? !
^^ Chorherr.
Einem schuster zympt mit leder und schwertz umbzugeen und
nicht mit der heyligenn schriftt.
Schuster.
Mit welclier heyliger g-eschrifft wolt irs beybringen einem ge-
30 tawrtten Christen, nit in der schritlY zu forschen, h'sen. schreiben?
Dann Christus sa^t Johannis v (39): Durchsucht die gschrifft, die
gibt zeügnus von mir. So spricht der psalmist j (1 und 2): Selig
ist der mann, der sich tag unnd nacht übet im gesetz des herren.
So schreibt l'etrus in der ersten epistel am iij. [U)\: Seindt alle
11
zeyt nrbittig zu verantwortnng yederman , der grandt fodert der
hoffhang, die in ench ist. So lert Paalus die Ephesier am vj. (17)
fechten wider den anlanff des teüffels mit dem wort gottis, welches
er ein schwert nennt. Herr, wie ward wir bestan, so wir nichts
5 in der geschrifft westen ? [Bl. 3'].
Chorherr.
Wie die gens am wetter.
Schuster.
Ir spot wol. Die jnden wissen ir gesetz und propheten frey
10 aoßwendig, sollenn dann wir Christen nit auch wissen das evange-
linm Jesa Christi, weliches ist die kraft gottes allen, die selig
sollen werden, wie Paulus j. Corinth. j. (24).
Chorherr.
Ja, ir solts wissen. Wie aber? Wie euch Christus heist Matth.
16 xxiij (2 f.) : Auf Moses stul hant sich gesetzt die schriftgelerten und
phariseyer. Alles nun, was sy euch sagen, das thut! Das bedeut
die täglichen predig. Hannd ir layen nit genug daran?
Sehiiflter.
Ey, es steet am selbenn ort Matthey am xxiij. (4) : Sie binden
20 swere unträgliche purden und legens dem menschen auff den hals.
Solche purden bedeuten on zweiffei und gewiß ewre menschen-ge-
bot, damit ir uns leyen dringt und zwingt und macht uns böß ge-
wissen. Warumb solt wir ewch dann volgenn?
Chorherr.
2b Wie wolt ir das mit schrifFt beweisen?
Schuster.
Christus spricht im gemelten capittel (13): *Wee ewch gleyßner
und heuchler, die ir das himmelreich zuschließt vor den menschen !
Ir geet nit hyneyn, und die hyneyn geen wellen, laßt ir nit liyneyn.
'° Chorherr.
Ey, solches hat Christus zu den priestern der Juden gesagt.
Umb unns priester ist es vll ein ander ding.
Schuster.
Ey, herr, ir handt ewch erst der phariseyer angenomen, die
12
auff dem stul Mosi sitzm u, s, w* , sani my m von twch priesti^ni
und mtinch ger^etlt. Wie dann war ist. Abo auch iet das von
ewch geredt; wann ewere werck geben gesEeügniis, dann ir freßt
der Witwen heÜBer. wie der teatt weiter (14) sagt. Herr, ir habt
5 ewch verstij:;en,
Py, pw, pa! Wi<
das graß wachsstMiiK
auB dem evangelicv, b
Cliorherr.
seheu so naüweiß^ ir hört
Biu Spruch oder zwm weißt
an mit*
Ey herr, znniet
Jcli ziini nit ; ubi
nit zu, mit der i^chrit
sagen^ ee gehört deu lejeu
Spricht doch Cliristus Matth. am vij. (15): Hut ewch vor den
falschen propheten , und Paulus zun Pliilippern am iij. (2): Secht
auf die hundt. So uns dann die schrift nit [Bl. 4] zimpt zu wissen,
wie sollen wir solche erkennen?
20 Chorherr.
Solchs gehört den bischoflfen zu, wie Paulus zu Tito j (9) : Er
sol scharpf straffen die verfürer.
Sohaster.
Ja, sy thuns aber nit, sonder das widerspil, wie am tage ist.
a& Chorherr.
Da laß man sy umb sorgen.
Sohaster.
Neyn, unns nit also! Wellen sy nit, so gepürt uns selbs dar-
nach zu schawen; wann keyner wirt des andern purde tragen.
30 Chorherr.
Ey lieber, sagt, was ir wolt: es gehört den leyen nit zu, mit
schrift umbzugan, wie Paulus sagt j. Corinth. vij (20): Ein yetlicher
13
wie yn der herr beruffen hat, so wandel er. Hört irs nun? Ir
hant vor schryfft begert.
Sohnster.
Ja, Paulas redt vom euserlichen stand nnd handlung, von
G knechten und freyen, wie am selben ort nnd capitel klar steet;
aber hie ist das wort gottes noch yederraan unverbotten zu hanndeln.
Chorherr.
Ey, hört ir nit? Ir müßt vor durch die heylig weich berufft
sein unnd darnach von der oberkeit erweit werden darzu, sonst
10 zymbt es euch nicht mit der heyligen schryfft umbzngan.
Sehnster.
Christus spricht Lnce an dem x. (2): Die ernd ist groß, aber
der arbeitter ist wenig; bit den berren der ernd, das er arbeitter
schick in seyn ernd. Derhalb muß der berufif nit euserlich, sonder
16 innerlich von got sein. Euserlich aber sint alle prediger beruffen,
die falschen gleich so wol als die gerechten.
Chorherr.
Ach, es ist narren werck mit eurem sagen.
Sohaster.
20 Euch ist wie den jungern, Luce au dem ix.; die verdroß, das
ein ander auch leuffel außtryb in dem namen Christi, Christus aber
sprach (50): Weret in nicht; dann wer nitwyder euch ist, der ist
mit euch. Derhalb wo ir recht Christen weret, solt ir euch von
hertzen frewen, das man auch leyen fünd, so die feintscliafft dyser
» weit auf sich laden umb des wort gottes willen.
Chorherr.
Was geet ewch aber not an?
Schaster.
Da han wir in der tautf dem teuffei und seinem reich wyder-
30 sagt; derhalb sein wir pflichtig wyder in und sein reich zu fechten
mit dem wort gottes und auch also darob zu wagen seynen leib,
eer und gut.
Chorherr.
Schawet ir leyen darfür, wie ir weyb und kindt ne[Hl. 4'|ret.
14
Sehiifiter* ^
Christus verpents Matthey am vj (3t f.) sprechend: Sorget
nicht, was ir essen und trincken noch anthnn wollet; uinb söliche
ding sorgen die heyden. Sticht von erst das reich gottes und sein
gerechtikeit, dii?e ding wenieo euch alles zu- fallen. Und Petras j.
cano. iiij (richiii^ V, 7); Werft alle ewre aorg anff den herreti;
dann er sorgt für euch. Auch Christus Matthei iiij {-i) : Der mensch
lebt nicht allein vom ümni yetzlichen wort^ das
durch den mundt got ■■
Last ewcli darat
Arbeiten soll wii
Job am V. (71 : Uer '
15 zum flug. Wir äiber
halb müg wir wol de
teil, Luce x (42).
M nit!
IS
ist, Genesis iij (19) nnd
7j\ ai^beiten, wie der yogei
sonder got vertrauen. Der-
utgen, welches ist der peste
Chorherr.
Wo wolts ir leyen gelernt haben ? Kau ewer mancher keynn
20 buchstaben !
Schaster.
Christus spricht Johannis am vj. (45): ^y werden all von got
gelert.
Chorherr.
25 Es muli kunst auch da seyn. Wofür wern die hohen schul?
Schaster.
Uflf welcher hohen schul ist Joannes gestanden , der so hoch
geschriben hat? (Im anfang was das wort, und das wort was bey
got u. s. vv., Joan. j). W\ir doch nur ein fischer, wie Marci j ( 19) steet.
30 Chorherr.
Lieber, diser hett den heiligen geist, wie Actuum am ij.
Schaster.
Steht doch Johelis ij (III, 1) : Und es so! geschehen in den
letzten tagen, spricht got, ich wil außgieüen von meinem geist auf
3& alles fleisch u. s. vv. Wie, wenn es von uns gesagt wer?
15
ChorlMrr.
Nein, es ist von den aposteln gesagt, wie Petrus anzeucht,
Äctnnm ij (17). Darnmb packt euch mit dem geist!
Schuster.
^ Christus spricht Joannis yij (38): Wer an mich glaubt (wie
die geschrifft sagt), von des leib werden fließen flüß des lebendigen
waßers. Das aber (spricht der evangelist v. 39) redt er von dem
heyligen geyst, welchen entpfahen solten, die an in glauben.
Chorherr.
10 Wie ? Ich main, ir stinckt nach Mantuano, dem ketzer mit dem
heyligen geyst.
Schuster.
Spricht doch Paulus j. Corinth. iij (16): Wisset ir nicht, das
ir der tempel gottes seyt, und der geyst gottes in euch wonet?
IS Und Galatas iiij (6) : Weyl ir dann kinder seindt, hat got gesandt
den geist in ewre hertzen, der schreyt: Abba, lieber vatter! und
\B\. 6, bez. B] Tito iij (5 f.) : Nach seiner barmhertzigkeit macht
er uns selig durch das badt der widergeburt und verneürung des
heyligen geysts, welchen er außgossen hat reichlich in uns. Und
»zun Römern viij (11): So nun der geist des, der Jesum von todten
anferweckt hat, in euch wonet.
Chorherr.
Ich empfind keines heiligen geyst in mir, ich und ir sein nit
darzu geadelt,
sö Schuster.
Warumb heyst ir dann die geystlichen, so ir den geyst gottes
nit band? Ir solt heyßen die geystlosen.
Chorherr.
Es sind ander leüt, weder ich und ir, die den geist gottes haben.
30 Schuster.
Ir dürfft nit umbsehen nach infein oder nach roten pyrreten;
got ist kein anseher der person, Actuuni x (34). p]s stet Esaie Ixvj
(2) : Der geist gottes wirt ruen auf eini zerknischten herzen.
Chorherr.
36 Zeygt mir ein!
*
8 eDtpbahen.
Es spricht mit mnden Worten Panha xun Römern viy (9) :
Wer Christus j^*^ist nit hat, der ist nit sein.
Chorherr.
ih «f» I
B 0 des armen geists, den ir Ltitherisehen baut! Ich glaub, er
sey kölsch wart/. Lieber, was tbut doch ewer heyüg^er g^ynt bey
euch? Ich glaub, r" ->^i.i-^äp *-^ «*. j -.--,j^|* man spürt in ye nyndert.
\ *
Clii'istus spric Ir solt ewer heyltumh nit
10 de» liunden geben r die »chweyn werfen , auff
das sy dieselbigen ittan*
Lieber, sehen j^ grobe wort vor mir atili-
zuziehen ?
Ey, lieber lierr^ Sörnt nit* es ist die heylig schrifft.
Chorherr.
Ja, ja, ja, ir Lutlierischen sagt vi! vom wort gottes und wert
docli nur ye lenger ye erger; ich spür an keinem kein besserung.
20 Schaster.
('hristus spricht Luce xvij (20 f.) : Das reich gottes kumt nit
euüerlicli oder mit auftmerken, das man möcht sprechen : Sich hie
oder da, sonder es ist innwendig in euch , das ist so vil : es stet
nit in eüÜerlichen wercken.
35 Chorherr.
Das spürt man an dem gotzdinst wol, ir bettet nicht und sucht
weder die kiicheu noch tagzeyt oder gar nichts mer. Ist dann
ein solchs reicli gottes in euch Lutherischen ? Ich glaub, es sey des
tewtfels reich.
30 Sohnster.
Ey, Cliristus sagt Joanuis iiij (21 f.): Es kumpt die zeyt und
ist schon yetzundt, das man weder auff disem berg noch zu Hieru-
salem den vatter wirt anbeten , sonder die warhaf[Bl. 5']tigen an-
beeter werden den vatter anbeeten im geist und in der warheit;
17
dann der vatter wil anch haben , die in also anbeeten ; wann got
ist ein geist, and die in anbeeten, die müssen in im geist und in
der warheit anbeten. Hiemit ligt darnider alles kirchen-geen und
ewT tagzeit and aach alles gebet nach der zal, welches on allen
6 geist and warheit, sonder vilmer nach stat and zal eüßerlich ver-
drossen and schlefferig gemurmelt wirt, davon Christas klagt sprechen t,
Matth. XV (8): Diß volck eret mich mit den lepsen, and ir hertz
ist weyt von mir.
Chorherr.
10 Spricht doch Christas Lace xviij (1): Ir solt on andterlaß
beeten.
Sohaster.
Ja das beeten im geist mag on anterlaß geschehen, aber ewr
vil beeten verwürflft Christas, Matth. vj (7) spricht: Ir solt nit vil
16 plappern !
Chorherr«
Liber, was ist das für ein gebeet oder gotßdinst im geyst and
in der warheit ? Leeret michs, so darff ich nymer gen motten und
mein horas nymer beeten.
20 Sohaster.
Lest das biechlein Martini Luthers von der christlichen frey-
heit, welches er dem bapst Leo x. zugeschickt hat, da tindt irs
kurtz beschriben.
Chorherr.
24 Ich wolt, das der Luther mit sauipt sein büchern verprent
wnrd! ich hab ir nye keins gelesen, und wil ir noch keins lesen.
Sehaster.
Ey, was arteilt ir dann?
Chorherr.
30 Wie, das ir den lieben heyligen auch nymer dinet'?
Schaster.
Christus spricht Matth. iiij (10): Du solt got, deinen herrn,
anbeeten und dem allein dienen!
Chorherr.
36 Ja, wir müssen aber fürsprechen haben bey got.
Bani 8«cba. XXII. 2
18
Seliasiar.
Es spricht Johannes j. canoni. j (II, 1) : Und ob yemandt sün-
diget, so haben wir einen fSrsprechen bey got, Jesnm Christam,
der gerecht ist, und derselb ist die yers5nnng für ewer sünd.
6 CliorlieiT.
Ja, liber ja, not bricht eysen. So euch ein handt entzwey
wer, ir würdt pald sant Wolflfgang anruflfen.
Sehnster.
Nein, Christus spricht Mattb. xj (28) : Enmpt her zu mir alle,
10 die ir müselig und beladen seyt, ich wil euch erquicken. Wo wolt
wir dann besser hil£f suchen? Ir haut abgötter auß den heyligen
gemacht und uns dardurch von Christo abgefürt.
Chorherr.
Ja, ir habts wol verglost. Wie, das ir Lutherischen nymer
10 fast? Lert eüchs der lutherische geist?
Selmster.
Fasten ist uns von got nit geboten, [Bl. 6, bez. By] sonder
frey gelassen. Christus spricht Matth. vj (17) : Wenn ir fasten
weit, so lat ewrem hawpt der salben nit gebrechen. Spricht nit:
so Ir solt oder must fasten ! wie unsere stieffvätter zu Rom thun.
Chorherr.
Ja, ir fastet aber gar nymmer!
Soliaster.
Ich glaub, rechtes fastens fasten die handtwerckßleüt mer, ob
26 sy gleich im tag viermal essen , dann alle münch , nunnen und
pfa£fen, die in dem gantzen teütschen landt sein. Es ist am tag,
ich mag nichts mer davon sagen.
Chorherr.
So schweygt, ich wil aber reden. Es leg am fasten das wenigst,
80 ir Lutherischen frest aber fleysch darzu am freytag. Das eüchs der
teü£fel gesegne!
Selmster.
Fleysch essen ist von got auch nit verbotten. Derhalb ist es
nit sünd, dann so weyt man die unwissenden schwachen nit ergert.
19
Christus spricht Matth. xv (17 f.): Was zum mnnd einget, venin-
reint den menschen nit, sonder was znm mandt anßgeht, vernnreint
den menschen, als arg gedenck: mort, eebruch, hnrerey, dibstal,
falsch zeügnns, lestemng. Und Paulus j. Corinth. x (25): Alles,
5 was auff dem fleischmarck fayl ist, das esset!
Chorherr.
Ir sagt, was ir weit, habt aber nit, was ir weit. Gut alte
gewonheit soll man nit verachten, die etwo drey- oder yier-hundert
jar haben gewert.
10 Sehaster.
Christus spricht Joannis am yierzehenden (6): Ich bin der
weg, die warheit und das leben. Er spricht aber nit : Ich bin die
gewonheit. Derhalb muß wir der warheit anhangen, welche das
wort gottes und gott selb ist, das bleybt ewig, Matth. xxiiij (3ö):
i» Aber gewonheit kumpt von menschen her , welch all lugner sein,
psalm cxv (11). Dammb ist gewonheit vergencklich.
Chorherr.
Lieber, sagt mir noch eins! Wie, das ir Lutherischen nymer
beicht? das ist noch vil ketzerischer.
so Schuster.
Da ist es von gott auch nit geboten, auch nit gemelt weder
im alten noch newen testament.
Chorherr.
Sprach doch Christus Luce xvij (14) : Get hin und zeygt euch
S6 den priestern u. s. w.
Sohoster«
Heist dann erzeygen beicht? Das ist mir seltzam teütsch, ir
must mirs höcher mit geschrifft beweysen. Solt so ein groß nöt-
tig und heylsam ding umb die ornbeicht sein, wie ir davon sagt,
»so mußt [Bl. 6'] es von not wegen klärer in der schrifFt verfastsein.
Chorherr.
Ey, wolt ir dann gar nichts thun, dann was von gott geboten
und in der schriflft verfaßt ist? Das ist ein eilende sach.
Schuster.
» Ich kan dasselbig nit erfüllen, wie Actuum xv (10). Was soll
ich dann erst mer auff mich laden?
2*
20
Cliorlierr.
Ey, es haben aber solche ding die heyligen vätter in den con-
ciliis geordent und bestetigt.
Seliaster.
ö Von wem hant sy den gewalt?
Chorherr.
Christas spricht Joannis xvj (12 f.): Ich hab ench noch vil zn
sagen ; aber ir künds yetzt nit tragen. Wann aber jhener, der geist
der warheit, kommen wirdt, der wirt ench in alle warheit leyten.
10 Hört, hie sindt die concilia von Christo eingesetzt.
Sohnster.
Ey, Christus spricht darvor Joannis xv (26) : Der tröster, der
heylig geyst, welchen mein vater senden wirt in meinem namen,
derselbig wirdt euch alles leeren und ench erindern alles des, das
15 ich ench gesagt hab. Hört, herr, er spricht nit, er werd ench new
ding leem, welches ich ench nit gesagt hab, sonder des, das ich
ench gesagt hab , würdt er ench erindern , erklären , anff das irs
recht verstet, wie Ichs gemaint hab. Also maint ers auch hernach,
da er spricht: Er würdt ench in alle warheit leyten.
so Chorherr.
So halt ir von keinem concilio?
Sehnster«
Ja, von dem, das die apostel zu Jerusalem hielten.
Chorherr.
25 Haben dann die apostel anch ein concilinm gehalten?
SeliQster.
Ja, hant ir ein bibel?
Chorherr.
Ja. Köchin, bring das groß alt buch heranß!
80 Köehio.
Herr, ist das?
Chorherr.
Ey nein, das ist das decretal; macnlir mirs nit!
21
K«0]|lB.
Herr, ist das?
Cliorlierr.
Ja, ker den stanb herab! Das dich der rit wasch! Wolan
» mejster Hans, wo stets?
Sokaster.
Sucht Actuum apostolomm xv!
Chorherr.
Sncht selb, ich bin nit vil darinn ambgangen, ich weyß wol
10 nutzere zu lesen.
Sehistor»
Secht da, herr!
Chorherr.
Köchin, merck Actnnm am xv. Ich wil darnach von wanders
15 wegen lesen, was die alten gesellen gntz gemacht haben.
Sehnster.
Ja, lest! Ir werdt finden, das man die pnrdt des alten gesetz
den Christen nit aufladen soll, ich geschweyg, das man yetzant
vil neuer gebot und fand erdencken und die Christen mit beschwert,
so darumb sein wir euch [Bl. 7, bez. Biy] nit schuldig zu hören.
Chorherr.
Spricht doch Christas Luce x (16) : Wer euch hört, der hört
mich; wer euch veracht, der verachtmich. Ist das nit klar genug?
Sohnster.
25 Ja, wann ir das evangelion und das wort gottes lautter saget,
80 soll wir euch hören, wie Christum selbs. Wo ir aber ewer
eygen fündt und gutgeduncken sagt, soll man euch gar nicht hören ;
wann Christas sagt Matth. xv (9): Vergeblich dienen sy mir, die-
weil sy leem solche leer, die menschen-gebot sindt, und weyter (13) :
30 Ein yede pflantz, die got, mein hymlischer vatter, nit pflantzet hat,
Wirt außgerewt.
Chorherr.
Seint dann die concilia auch menscheu-leer ?
22
SehMier.
Wann man im grnndt davon reden wil, so haben die concilia
mercklicher schaden zwen in der Christenheyt thon.
Chorherr.
B Welche? zeygt an!
Schuster.
Zum ersten die gebot, der on zal nnd maß ist, wie ir wist,
und — das noch böser ist — schyr alle mit dem bann bestet, nnd
doch der meyst teil in der schrifft nit gegrünt. Solche ewre ge-
10 bot hat man dann hoch auflfgeblassen nnd der menschen gewissen
darmit verstrickt nnd verwickelt, das sy den waren gottes-geboten
gleich geacht sint gewest nnd in fürgetzogen, dardnrch die gebot
gottes verechtlich bey den menschen gemacht. Solche letit hat
Panlns verkündiget mit iren geboten j. Timotheon. iiij (1 f.): Das
^B in den letzten zeyten werden etlich vom glanben abtretten und
anhangen den irrigen geystern nnd leem der teüfel, durch die, so
in gleyßnerey Ingenreder seind, nnd brantmal in irem gewissen
haben, und verbieten eelich zu werden und zu meyden die speyß,
die got geschaffen hat, zu uemen mit dancksagung den glaubigen
20 und denen, die dy warheit erkant haben.
Chorherr.
Wo ist das geschehen? Mit welchem gebot?
Sehiuiter«
Fleisch essen am freytag hat man für grösser sünd geacht,
26 dann eebrechen ; und so ein pfa£f ein recht eeweyb het gehabt, hat
man grösser sünd gehalten, dann so er ein huren oder zwo hett.
Chorherr.
Wol verstAU, spricht der Walch. Was ist dann der ander schad V
Sohnster.
80 Zum andern hat man vil newer gotzdinst angericht und gute
werck genennt, damit dann am allermeysten münch, nunnen und
pfaifen nmbgant, nnd ist doch [Bl. 7'] (wenn man auffs höchst dar-
von wil reden) eytel eüsserlich larvenwerck, darvon got nichts ge-
heyssen hat, und haben dardnrch (und wir sampt ine) die recht
36 christlichen guten werck verlassen, die uns got bevolhen hat.
23
Ckorherr.
Was sind dann recht christliche gute werck ?
Sehister.
Christas leret uns Matth. vij (12) : Alles, das ir weit, das euch
5 die menschen thnn, das thnt anch in, das ist das gantz gesetz und
Propheten. Und Matth. xxv (35 f.) leeret er uns den hungrigen
speysen, den durstigen drencken, den armen herbrigen, den nackenden
kleyden, den krancken heymsnchen, den gefangen trösten.
Chorherr.
10 Sind das allein christliche gutte werck eines gantz christlichen
lebens ?
Sehister.
Ja, ein recht christglaubiger , welcher widernmb geboren ist
aoß dem wasser und geyst, wie Joan. iij (8), dienet got allein im
u geyst und in der warheit, und seinem nägsten mit den wercken
der lieb. Das ist die summa eines christlichen wesen. Aber diso
werck geen gar in der still zu; da hecht man weder schilt, helben,
noch Wappen an. So mainen dann die werckheyligen, solche Christen
thnn gar nichts mer, so sy mit irem larvenwerck nymer umbgeent.
30 Chorherr.
Maint ir dann, unser singen und lesen geld nichts?
Sohnster.
Christus wirt ye sonst nichts federn von uns, dann die werck
der barmhertzigkeit im letzten urteil, Matth. xxv. Da werdt ir
S6 manch und pfaffen besteen , wie die Rincklerin : die ließ die oren
am pranger.
Chorherr«
Ir habts wol droflfen, geet zum offen und werrabt euch! Leret
euch Luther solch danttäding?
M Schuster.
Nein.
Chorherr.
Lieber, was halt ir vom Luther?
Schuster.
^ Ich halt in für ein christlichen lerer, welcher (ich acht) seindt
der apostel zeyt nye gewest ist.
24
Cliorlierr.
Lieber, was nutz hat er doch geschafft in der Christenheit?
SohoBter.
Da hat er ewer menschen-gebot, -leer, -f&nd und anffsatznng an
6 tag gebracht, nnd uns darvor gewarnet. Znm andern hat er uns
in die heyligen schrifft geweyset, darin wir erkennen, das wir alle
nndter der stind beschlossen nnd sänder seindt, Römern v. Znm
andern, das Christas nnser einige erlö[Bl. 8]sang ist, wie zun j. Co-
rinthern j., nnd dise zway stuck treybt die schrifft schyer durch
10 und durch. Darin erlernen wir, unser einige ho£fnung, glauben und
vertrawen in Christo zu setzen, welchs dann ist das recht götlich
werck zu der Seligkeit, wie Christus spricht Johannis am sechsten.
Chorherr.
Darf man keins wercks darzu ? Spricht doch Christus Matth. v.
16(16): Last ewer licht leuchten vor den menschen, das sy ewer
gutte werck sehen und ewem vatter im hymmel preysen.
Sohnster.
Paulus spricht Roman, v. (1) : Wir haltens , das der mensch
gerechtfertigt werd allein durch den glauben on znthuung der werck
20 des gesetz, und zun Römern am ersten (17) : Der gerecht wirdt seines
glauben leben.
Chorherr.
Spricht doch Jacobus ij (14): Der glaub on die werk isttodt.
Sohnster.
25 Ein rechter götlicher glaub der feyert nit, sonder bringt stets
gute frücht; dann Christus spricht Matthey am vij. (18): Ein guter
bawm kan kein böß frucht bringen. Aber solche gute werck ge-
schehen nicht den himmel zu verdienen, welchen uns Christus ver-
dient hat, auch nit auß forcht der helle zu entpfliehen, von der
30 uns Christas erlöst hat, auch nit umb eer ; wann alle eer soll man
gott geben, Matthey an dem vierdten, sonder auß götlicher lieb gott
zu einer dancksagung und dem nägsten zu nutz. Wolan, herr,
wie gefeit euch nun des Luthers frucht?
Chorherr.
S6 Ist er dann so gerecht, wie, das im dann so wenig gelerter
und mechtiger herrn anhangen ? Allein der grob, unverstendig hawff ?
25
Sehnsier.
Christo Meng weder Pilatus, Herodes, Caiphas, noch Annas
an, auch nit die phariseyer, sonder widerstunden im ; allein das ge-
mein volck hing im an. Darumb erfrewet sich Jesus im geist,
6 Lnce am zehenden, und sprach (21): Vatter, ich sag dirdanck, das
da diso ding hast verborgen vor den weysen diser weit und hast
sy geo£fenbart den kleinen.
Chorherr.
Ey lieber, der gemein hau£f gibt auch des weniger teyl dem
10 Lather recht.
Sohaster,
Das machen ewer lumpenprediger, die schreyen, es sey ketzerey,
und das on all geschrifiEt. Christus hat aber den kleinen hau£fen
[BL 8'] verkünt Matth. v. (richtig VU, 13) : Get ein durch die eng
15 pfort, wann die pfort ist weyt, und der weg breyt, der zu der
verdamnus füret; und ir sindt vil, die darauff wandeln ! und Matth. xxij
(14): Vil sint berufft, aber wenig sindt außerweit!
Chorherr.
Solch wort treiben ir im wirtzhawß, am marckt und uberal,
20 wie die narren, und gehört nit an solche ort.
Sohaster«
Christus sprach Matth. x (27): Was ich euch ins or sag, das
predigt au£f den dechem!
Chorherr.
26 Wann ich die warheit soll sagen, so halt ich den Luther für
den grösten ketzer, der sider Arrius zelten ist gewest, und ir seyt
sein nachvolger, an hawt und har entwicht, alß vil ewer ist, und
nichts guts ist in euch, nichts guts kurapt von euch. Wist irs nun ?
Den tittel gib ich dem Luther und euch zusam.
so Sohaster.
Da hat ir einmal eins erratten, wann nyemant ist gut, dann
got, Matth. xix (17); wann unser natur ist gar in uns verbost,
wie Gene, viij (21): Des menschen hertz ist zu boßheit geneyget
von jugent auff, welche man muß teglich mit dem kreütz dempffen,
36 das sy den geyst nit feil, wann sy let ir duck nit, obschon der
geyst durch den glauben gerechtfertiget ist, wann es stet Prover-
biorum xxiiij {MV}: Der gerecht feit im tag syben mal Deßhalb
bit wir all: Veigib uqm niiaer sclmlt, Matth, vj (12) uad Paulus
zun Römern am vij, (19): Das gut, das ich wil, thu icli nicht, son-
der das böß, JaB ich nit will» das thu ich, und icbreyt darnach
(24): 0 ich elender mensch, wer wirt mich erli>9en von dem leib
des tods? Zeyi;t ilamit an, das wir süuder sein biß in todt Seyt
ir aber on siind, ^^o werfft den ei'sten stein auff uns, Joann. vilj (7).
Ir seyt halt nr rjl gespayß; ich hoff aber,
10 man sol euch paUl i ^ m hilft doch sonät nichts.
Wie, wült ir m kn ? Es stet euch geistlichen
nit zu.
F
16 Warumb nitv . Ltica x^y (38) Ewey Schwert
eingesetzt, das geisti,^ «-- ,cb»
Scliaster.
Verbot doch Christus Petro, Matth. xxvj , [i'y2) und sprach:
Wer mit dem seh wert licht, wirt mit seh wert verderben.
Bo Chorherr.
Hilfft süß nit, so muß aber sauer helflfen; wann die ketzerey
hat groß uberhandt genomen, und ist hoche zeit darein zu [Bl. 9,
bez. CJ schlagen.
Schuster.
25 0 nein, sonder volgt dem rath Gamalielis, Actuum v (38 f.):
Ist die leer auß den menschen, wirt sy on alle schwertschleg fallen,
ist sy aber von got, so künt irs nit dempfen, auff das ir nit ge-
sehen werdt als die wider gott streitten wellen.
Chorherr,
30 Es wirt nit anders darauß.
Sohnster.
Wolan, herr, dein will geschech, Matth. an dem vj. (richtig x,
24) : Der junger ist nit über den meyster. Joan. xv (20) : Haben
sy mich vervolgt , sy weren euch auch vervolgen , und Luce vj
27
(22): Selig seyt ir, wann euch die menschen hassen, verwerffen
nnd schelten von meines namen wegen.
Chorherr.
Es Wirt maniger schweigen, der yetznndt schreyt.
5 Sohoster.
Christus, Matth. x (32) : Wer mich bekennet vor den menschen,
den wll ich bekennen vor meinem hymelischen vatter.
Chorherr«
Es Wirt Schweigens gelten oder hinder dem köpf hingeen.
10 Sohaster.
Christus Matth. x (28): Furcht die nicht, die ewch den leib
tödten, der seele künnen sy nicht thnn. 0 heiT got, hye wer gut
sterben von deines namens wegen.
Chorherr.
ib Es war verdienter Ion. Einen ketzer mag man nach dreyen
Warnungen hynrichten.
Sohaster.
Ir müßt uns vor zu ketzern machen und beweysen auB der
heiligen schrift.
ao Chorherr.
Das mügen wir gar leichtiglich thun.
Schuster.
Ey, so wirt got unser blut von ewern henden erfordern, das
ir uns (die armen schefiein Christi) so lang band verfüren lassen,
" und habt sovil prediger diser leer also lang mit disputieren un-
angefochten gelassen.
Chorherr.
Es wirt bald ; wir haben unser spech (alle predig) gut auff sy.
Sohaster.
M Ja ist das war? Ir erfült den spruch Matth. xxij (15 f.):
Und die phariseyer giengen hyn und hyelten radt, wie sy yn ver-
strickten in seynen Worten, und sandten zu im ir diener mit sanipt
des Herodes diener.
CliorbtiT.
Warum!) nit? Man muß die ketzer also erschleiclieii ;
sye seind lustig, das man sy darnach kolk
0 got, dyse prediger wolten uns all gern zu Christo ftirea, nj
raand außgenomitien. So wolt ir sj mit sampt uns gern zum hencke^
bymel auf uns feilen Luce ix.
Wißt ir nitj welches geistes
ine ist nicht kommen, [BL 9*]
ttder zu erhalten ij. Oürinth. xüj
»n Bit zu verderhen, sunder zu
füren. Ir wolt gen
Hört Christum, der
kinder ir seyiidt? I
lö der menschen seelen i
(10): Mir bat der 1
besserung.
Ey, wir wnlleu
i
Ey, fewer und »cn\vi?ri. reyuiut mch aber nit darzn^ sonder das
wort gottes zun Hebreern iiij (12), welches durchdringender Ist,
dann ein zvvyschneident schwert. Derhalb seyt ir anß got, so ver-
fechten eure leer und wessen mit dem wort gottes, welches ist die
30 kraft gottes, j. Corinth. j.
Chorherr.
Ja, es hilfft aber nichts.
Sohaster.
Ja, ir braucht sein nit; wann gottes ere sucht ir nit zu schützen,
26 Sünder euren gewalt, ere und reiclitumb. Darwyder ist das wort
gottes, darurab vervolgt irs, da leytz als mit einander.
Chorherr.
Ja, ir kündt nichts, dann die lewt außrichten. Wens herz vol
ist, so geet der mundt über, Luce vj (45).
30 Schaster.
Euch ist, wie Christus sagt, [jUc. vij (32) vergleicht den kin-
dern, die am marckt sitzen, ruffen : Wir haut euch pfiffen, und ir
liant nit tantzt; wir haut euch clagt und ir haut nit geweint.
Also auch ir; sagt man euch das wort gottes tröstlich, so verspot
35 irs, sagt man euchs ernstlich, so zürnt ir.
Ckorherr.
Wenn ir snngt als ein zeyslein, so macht ir mich nit anders.
Sohaster.
Ewer hertz ist verhert wie dem künig Pharaoni, Exodi vom
6 yij. byß ins xy. capitel, der weder wunder noch plag annam nnd
meinet ye, die kinder von Israel selten ziegel prennen, das er mit
seinem volck feyem mächt. Also anch ir halt ans, weil ir ans
halten mögt.
Chorherr.
10 Wett Fritz, es ist eins erraten.
Sohnster.
Ja, es dnnckt mich wol, euch sey wie dem falschen amptman,
Luce xvj (3) sprechent: Was sol ich thun? Mein herr nimpt das
ampt von mir; ich mag nit graben and schem mich za betlen.
i& Eben das selbig furcht ir geistlichen aach ; daramb hilft weder
straffen, noch vermanen an euch.
Chorherr.
Ey, wißt ir nicht, Christas spricht Joann. vj (44): Niemand
knmbt za mir, der vatter ziech in dann. Zeit bringt rosen: wer
«•weyß, welicher den andern bekert!?
Sohoster.
0 herr, die wort hör ich gern. Es steet Joann. xv (5): On
mich kündt ir nichts thun; und weiter (16): Ir haut mich nit er-
welet, ich han euch erwelet. Darumb ligt an uns nicht, got muß
« ans bekern [Bl. 10, bez. Cij]. Das wünsch ich euch allen von grundt
meines hertzen.
Chorherr.
Man leütet in chor. Köchin, lang den chorrock her! Wolan,
lieber meyster, ziecht hin im fryd! Es wirt leicht noch als gut.
30 Sehaster.
Ob got will! Wolan aide, der fryd sey mit euch, lieber herr,
band mir nichts verubel and verzeicht mir!
Chorherr.
Verzeich uns got unser sündt!
80
8e]iQit«r.
Amen.
Chorherr.
Secht nnr an, liebe köchin, wie reden die leyen so gar fref-
6 lieh gegen nns geweychten! Ich main, der teüffel sey in dem
schuster vernet; er hat mich in hamasch gejagt, und wer ich nit
80 wol gelert, er het mich anfif den esel gesetzt. Dammb wil ich
im nicht mer zu erbeiten geben, sonder dem Hans Zobel, der ist
ein gnts einfeltigs mendlin, macht nit vil wort mit der heiligen
10 schrifft und lutherischen ketzerey, wie dann den leyen nit zymlich
ist, noch gebürt mit iren Seelsorgern zu disputirn; wann es sagt
Salomon : Welcher ein einfeltig wandel fürt, der wandelt wol. Ey,
disen Spruch solt ich dem dollen schuster fürgeworffen han, so wer
er villeicht darob erstumbt.
15 KOohin.
0 herr, ich het ymer sorg, nachdem ir in mit der schrifft nit
überwinden kundt, ir wurdt in mit den pantoffel schlahen.
Chorherr.
Ich hab nur von der gemein ein aufrur besorgt, sonst wolt
20 ich im die pantoffel in sein antlitz geschroeist haben. Ym hets
Christus oder Paulus in dreyen tagen nit abgewischt, wiewol er
all sein vertrawen auff sy setzt.
KOohin.
Mich nymbt groß wunder, wie die leyen so geschickt werden.
26 Chorherr.
Wilt wissen, was macht? Man gibt umb die geistlickeit nichts
mer. Vorzeyten hett der heylig vatter, der bapst, und die bischoff
solchen, als der Luther und ander mer, die auff sein geygen pre-
digen, das predig-ampt auffgehebt nach lawt des geistlichen rechten,
30 und zu widerruffen benötiget, wie mit dem Joannes Huß zu Costentz
geschehen ist. Wenn man nnr die evangelischen prediger kundt
schweygen machen, so wärts alles gut. Aber wenn man sy heist
schweygen, so kummen sy und wellen mit dem bapst und bischoven
disputiern, welchs unerhört ist bey der weit, das einer mit dem
35 allerheyligisten wil disputiern, der nit genug[Bl. 10']sam und wirdig
ist mit seiner heyligkeit zu reden. Aber es wil besser werden.
81
WeoD die prediger nit wellen, so müssen sy schweygen, wiewol
sy santPanlns schrift fürziehen and wens sein schwere darzn betten,
so mnsten sy damider ligen, wens der heylig vatter bapst thun
wil, dann so mnsten die leyen auch geschweygen und wir worden
6 m nnsem wirden widerumb kommen.
KOohin.
Es war farwar, herr, gut; wann iederman veracht euch, wie
dann yetzont anch der schnster than hat.
Chorherr.
10 Vorzey ten het wir ein solchen inn bann verkündt ; aber yetzunt
mnssen wir von den leyen hören and lernen, wie die phariseyer
von Christo. Lieb köchin, ruf anserm calefactor, der list vil in
der bibel and villeicht der schrift baß bericht ist, dann ich. Er
maß mir von wnnderßwegen etlich sprach Sachen.
16 KOehin.
Heinrice, Heinrice, gee aa£f her zam herm I
Calefactor.
Wirdiger herr, was wolt ir?
Chorherr.
20 Unser schnster hat mich lang vexiert, and vil aaß der bibel
angezeigt, wie dann der Latherischen braach ist. Da mast im et-
lich capitel nachsachen, ob er gleich hab zugesagt, aaif das ich
in in der schritt fahen möcht.
Calefaetor.
tt Ir solt es pillich selbst wissen; ir hant lang dy geweychten
examiniern helffen.
Chorherr.
Ja, daselbs braucht man nur schulerische leer, was die menschen
haben geschriben und gemacht, und gar wenig das geistlich recht,
30 welches die heyligen fetter in den couciliis beschlossen haben.
Calefactor.
Es leg an dem nicht, das die vätter in conciliis beschlossen
nud die menschen, so nach in kommen sein, geschriben und ge-
balten haben, wo dieselben gesetz, 1er und schrifft auü dem wort
und geystgottes wemj wann die propbeten, apostel und eTeing^liiteit
sindt auch nierischeii geweat
Cborherr.
Ey, so haben sy anch irren müg-en; aber die Lutheriscbeu
wollen das iiit ghinbeti.
Cftleflictor.
Nein, wann Pe**
weyßsagung \\i\j
heyligen mmsrhi^ii
10 geyst. Und eben 6
die vil verdeHtlichi
Bedeut eben ewren g
fünd (ausserhalb d€
ir. Ja, es ht aber
lengst vergangen.
H j (21) : Es ißt noch ny kein
n herfrirbracbt , sonder die
;, getriben von dem heyligen
stras die falschen prophetlen,
bez. Ciijl ein werden fiiren,
den^ regel und alle menschen-
krmit ir yetz umbgeet.
dt, sonder uff die alten nnd
U&I«raotor,
(), ir thoien und trägs hertzens, zu glauben alle dem, das die
Propheten geredt haben ! Luce xxiiij (25).
20 Köchin.
Herr, heilit ewch den han nier kreygen ! von mir lydt irs nit.
Chorherr.
0 du lausiger bachant, wiltu mich auch rechtfertigen und
leeren? Hist auch dev Lutherischen böljwichter einer V Troll dich
2r. nur pald aulj dem hanÜ und komm nit wider, du unverschämtes
thyer !
Calefactor.
Es tliut euch and, das euch der schuster das rott piret ge-
schmächt hat. Laßt euchs nicht wundern ; wann im alten gesetz
30 hat got die hyrtten sein wort lassen verkünden. Also auch yetz
müssen euch phariseyer die scliuster leeren^ ja es werden ewch
noch die steyn in die oren schreyen. Aide, ich scheid mit wissen.
Köchin.
Euch geschieht recht. Mich wundert, das ir mit den groben
^0 filtzen reden mügt. Sy schonen weder ewer noch der heiligen weich.
38
Chorherr.
Ich wil mich nan wol vor in hütten ; verbrennts kind furcht
fewr. Wolan, ich wil in chor. So gee du an marckt, kauf ein
kraynwetvogel oder zwelf ! Es wirt nach essen meines gnedigen
^ herren caplan mit etlichen herren kommen und ein panget halten.
Trag die bibel anß der Stuben hynauß und sich, ob die stein und
würffei all im bretspil sein, und das wir ein frische karten oder
zwn haben!
Köchin.
10 Es soll sein. Herr, werdt ir von stund an nach dem umbgang
heimher geen?
Chorherr.
Ja, schaw dass essen bereidt sey.
1524.
« Paulus, PhiUpp. 3 (19):
Ir bauch ir got.
Uau« Sacht XXII.
84
Eyn gesprech von den scheinwercken der gayst-
lichen and iren gelflbdten, damit sy za verlesternng des Muts
Christi yermayuen selig za werden.
[Bl. 2, bez. Aijl Mflaoli.
5 Der frid sey mit ench, ir lieben brüder! Gebt ewer liailigs
almasen nmb gottes willen den armen brüdern zun Barfassen, die
liecht, darbey mir singen und lesen.
Peter.
Ich gib kaynem solchen starcken betler ychts, wann das betteln
10 ist verboten. Deut, xv (4) spricht gott : Kayn betler soll anter each
sein. Ich wil mein liecht wol haußarmen nachpawrn geben, die
arbaiten darbei.
Mflnoh.
Ich hör wol, ir seyt lutherisch.
15 Peter.
Nayn, sonder evangelisch.
Mflnoli.
Ey, so that auch, wie das evangeli lert, nemlich Matth. v (42) :
Yderman, der dich bitt, dem gib, und Luce vj (36): Seyt barm-
20 hertzig, wie ewer hymlischer vatter barmhertzig ist, und Lucexj
(41): Gebt almusen von ewer hab, so ist es euch alles rayn.
Hans.
Bruder Hainrich hat dich schon überwunden mit schrifft.
l Im erflten (verlorenen) spruohbuohe, bl. 292 »Ein dialogus von der e[r]-
gernus ?nd soheinweroken«. Sieh auch s. 6 anin. 4 fehlt in den einieldruoken.
I
35
Peter.
Ich bekenns, ich kan nit weytter. Eampt her, lieber brader
Hainrich, seht hyn ain pfennig nmb gotß willen nnd kauft euch
selber ain liecht nach ewerm sinn I
& Mflaoh.
Ey, beb fit mich got, ich darff kain gelt nemen, es helts mein
orden nicht innen.
HaBB«
Wer hat ewem orden gemacht?
10 Mflaeh.
Unser hailiger vatter Franciscns.
Hans.
Ist dann Franciscns ewer vatter? Spricht doch Christas Matth.
xzilj (9) : Niemant soll sich vatter haissen aoff erden ; dann ainer
15 ist ewer vater, der im hymel ist.
[BL2'] Hflaeh.
£y, das wissen wir wol ; er hat nns aber gelert wie ain frommer
vater sein kint.
Hans.
so So ist er ewer maister! Spricht doch Christus an gemeltem
capitel (10): Ir sölt euch nit lassen mayster nennen; dann ainer
ist ewer mayster, Christas. Auch spricht Christus Joan. xiiij (6):
Ich bin der weg, die warhait und das leben, und Joan. x (7) : Ich
bin die thür zu den schaffen; wer anderßwo einsteigt, der ist ain
2ft dieb nnd ain mörder.
Mfineli.
Ey, ir versteets nit recht! Er hat uns nit auß seinem aigen
kopff gelert, sonder all sein regel auß dem hailigen evangelio ge-
zogen.
30 Hans.
Wo steet dann im evangelio: Ir sölt kayn gelt nemen oder
anruren? Ich will euch wol das widerspill zaigen.
Mfinoh.
Wo?
36
Hani.
Matth. xvij (27) sprach Christus zu Petro: Gee hyn ans mör
nnd würff den angel anß, und der erst fisch, der auffer fürt, dem
wirsta im manl finden ain güldene müntz; die nimb und gibs für
5 dich und mich.
Mflneh.
Es steet aber Matth. vj (19) : Ir sölt euch nit schetz samein
anff erden, nnd weyter (24): Ir köndt nicht got dienen und dem
roammon, und Luce xij (15) : Hütet euch vor dem geitz, wann nie-
10 mandt lebt darvon, daß er voll genüge han an seinen gutem, und
Luce xviij (24) : Wie schwärlich werden die reychen in das reych
gottes khommen, nnd Matth. xix (21), Marci x (21), Luce xviij (22) :
Wiltn volkommen sein, so gee hyn, verkauff, was du hast und gib
es den armen, so wirstu ain schätz im hymmel samein, nnd kumb
15 und volg mir nach ! Da habt ir grnndt und ursach auß dem evan-
gelio unser willigen [Bl. 3, bez. Aiij] armut.
Hans.
Wol geredt! Halt ir Barfusser das?
Mflnoh.
ao Ja, wir nemen kain gelt, so han wir kains, weder wenig
noch vil.
Hans.
Ja, ir habt aber ausserhalb dem closter ewer einnemer und
außgeber, wie die fürsten, und samlet (under dem schein der willigen
26 armut) grosse schetz, und kauffet cardinälhüt umb vil tausent du-
caten, unnd pawet köstliche clöster wie die fürstenhewser, wie am
tag ist. Haist das nit schetz samlen, gelt nemen oder anrüren,
so waiß ich nit, wie ichs nennen soll.
Peter.
80 Es haist des geitz under dem hütlein gespilt.
Mflneh.
Ey lieber, es ist nit so hefFtig. Es ist war, wir haben Schaffner,
die lassen wir mit umbgeen, wir bekümmern uns aber gar nichs
mit dem gelt, und warten unsers gotßdiensts.
35 Hans.
Spricht doch Christus Matthei vj (21): Wo ewer schätz ist,
da ist auch ewer hertz. Derhalb ist ewer hertz im closter nit,
37
sonder etwan in aines bürgere hanß bey ewerm schätz; darumb
köndt ir got nit dienen, weil ir dem mammon dient mit dem hertzen.
Daranß volgt weytter, daß ir kain gnügen an ewern güttern habt,
wie dann Lnce idj (15) steet, sonder petlet and rasplet stets der
& weit gütter zasamen. Wie werdt ir dann in das reych gottes geen
durch ewer armut, der ir euch rümet?
Mftnoli.
Ey, liber mayster, wir verlassen das unser williglich, sölten
wir darnach nit wider von frummen leüten das hailig almusen nemen ?
w Peter.
Ja, ewer mancher verlest kaum ajrns gülden werdt und dritt
in ain pfründ, wol cc gülden werdt, [Bl. 3'] ist sein lebenlang mit
aller nottarfft versorget und waiß von kainer armut zu sagen,
sonder schneidt den armen Christen das prot vor dem mundt ab.
ik Petrus hat euch verkündt ij. Petri ij (13) : Sy füren ain zertlich
leben von ewer lieb, und zeren wol von dem ewern. Das haist ye
nit das sein verkaufen und den armen geben.
Hflneh.
Habt mir nicht in nbel, ir und ewers gleichen gebt uns nit
90 vU, sonder grosse herren und reiche bürger und kauflewt nören
uns von irem uberflaß.
Peter.
Ist gut; wo nemen es die selbigen? Allain bey uns: wir die
aylflPtausent mertrer müssens zalen, da sy uns betriegen, ubernötten,
w dringen, zwingen, daß oflft das pliit hernach möcht gan, da speisen
sy darnach euch heilosen vätter (hailige vätter soll ich sagen) mit,
die starck und faul seind, und selber wol arbeiten unnd andere
arme krancke Christen mit inen ernören möchten.
Hans.
30 Ja, wo ain christlich liebe in in were, wie Paulus schreibet ij.
Thessalo. iij (8): Wir haben nicht urabsunst das brot genommen
von yemant, sonder mit mühe und arbayt hab wir tag unnd nacht
gewürkt, auflf daß wir niemant undter euch beschwärlich würden.
Und weytter (10): Wer nit arbait, der soll nit essen.
S6 Hflnoh.
Stet nit j. Corinth. ix (13): Wissen ir nit, die im tempel
38
schafTen, die nören sich des tempels, and die des altars pflegen, die
geleben des altars?
Hans.
Es steet aber gleych im text hernach j. Corinth. ix (14): Also
ft hatt der herr bevolhen: die das evangelion verkündigen, sollen
sich vom evan[Bl. 4]gelio nören. Aber wie ir sagt, des tempels
und altars diener halben ist im alten testament im prauch gewesen,
wie Levit. vij, aber nun vergangen; wann im newen testament
haben wir kaynen leiplichen tempel von holtz und stayn, sonder
10 wir selbs seind der tempel gottes, wie j. Cor. iij (16): Wissent ir
nicht, daß ir der tempel gottes seyt und der gayst gottes in euch
wonet ? Derhalb dürffen wir kains tempelknechts mer. Anch haben
wir kainen altar zum opffer, derhalb dürffen wir kains altardieners
mer; wann Christus ist allain hoher priester, wie Hebreo. vy (27):
16 Der sich selb ain mal für uns geopffert hat. Derhalb dürffen wir
im newen testament nur diener, zu verkündigen das hailig evan-
gelion, darzu dann Christus seine jüngere außschicket. Marc!
ulti. (15): Qeet hyn in die gantze weit und predigt das evangeli
allen creaturn! Dieselben, maint Paulus, sollen darvon enthalten
20 werden; ir aber esset ewer brot in müssig-geen wider den willen
gottes. Gen. iij (19): Im schwaiß deines angesichts soltu niessen
dein brot.
Hflnoli.
Ey, verkündigen wir euch doch auch das evangelion ; derhalb,
26 wie Matth. x (10), ist ain arbaiter seins Ions wirdig.
Hans.
Ja, es seind ir undter euch, aber layder ye nit vil, die Christum
rayn predigen, sonst ligen ewer gantze clöster voll ob ainander,
und seyt weder gott, noch der weit nütz.
30 Mflneh«
Ich mayn, ir seyt unsinnig. Was thunt wir sunst tag und
nacht, dann daß wir got dienen?
Hans.
Ja; ir steckt vol gotßdienst undgu[Bl. 4']ter werck, und feilet
86 doch des allernöttigsten wercks, das Christas fodem wirt am letzten
16 B deiner.
39
ortayl, Matth. xxv (42), nemlich die werck der barmheitzigkayt.
Ich bin hnngericli gewest, and ir hant mich uit gespeiset u. s. w.
Mftneli.
Lieber, geben wir dann kain almnsen? Kommet morgen umb
6 mittag für unser closter, da wert ir ain hanffen armer lewt sehen,
die wir täglich speisen.
Peter.
Ja, ir gebt in speiß heranß, die ir nit mögt, and schüttet in
sappen and arbaiß, krawt and fischschappen andter ainander.
10 Scbämpt ir each nit, daß ir dem herren Christo ain söllich ge-
schlepper za essen gebt; wann er spricht Matthei xxv (30): Was
ir den minsten aaß meinen than habt, band ir mir selbe than.
Mflaoh.
Ja, ich bekens, nnser leiplich allmasen ist klain, aber die gaist-
16 liehen tröstnng tayln wir aaß, wer anser begert.
Peter.
Ja, ir geet wol gern za den kranckeo, man lonet each ewer
geng aach wol ; wo ir aber vergebens mit ainem geet nnd in tröstet,
steet sein sach gewißlich nit wol, darzu isset man nit wol von
ao ewem gatten werten.
Hans.
Es steet aber j. Joan. iij (17) : Wer diser weit gütter hatt
and sieht seinen brader not leyden unnd schleust sein hertz vor
im za, wie bleibt die lieb gottes in im? annd weitter (18): Meine
» kinder, last ans nit lieben mit werten , noch mit der zangen, son-
der mit der that and mit der warhait. Nun vermocht ir wol
manchen armen enthalten, ir geet aber vor den armen füruber, wie
der priester und levit bey dem verwundten füraber giengen, [Bl. 5,
bez. BJ Luc. x. Und wo nit wir weltlichen (von euch verachten
30 Samaritanern) in zu hilif kemen, so mästen sy ewrenthalb (wie der
arm bettler Lazarus vor des reychen maus hauß, Luce xvj.) ver-
schmachten.
HOnoh.
Wir haben warlich nichts zu gewalt, wir seind gaystlich per-
te Bonen , darumb spentten wir nur gaystliche gütter auß , und das
willigklich.
40
Peter.
Ja, ir spennt ewer vigilg, seelmessen aud alle ewer gotßdienst
miltiglich gnag auß, wie ich mein semel und mayster Hans seine
Schach, doch mit der andterschaidt : wer kaafft, der hatt. Unnd
6 precht ainer ewerm seckeldario v golden für ain opfer und feiet
umb ayn ort, er nem das gelt nit, keme mit im für recht: also
miltigklich gebt ir ewre gatte werck von euch.
MllDCll.
Behüt enchgot! Wir verlieren die zeit unnützlich da bey euch,
10 wir müssen weitter gan, da man uns etwas gibt.
Hang.
Lieber bruder Hainrich, sagt mir noch ayn wort!
Mflnoli.
Was ists?
i& Hans.
Haltent ir ewige keüschait, wie ir dann gelobt habt?
Mflnch.
Ja, warumb nit ? Wüsten wirs nit zu halten, wir gelobtens nit.
Hans.
so Spricht doch Christus Matth. xix (11): Das wort fasset aber
nit yederman, sonder den es geben ist. Da maynet ye Christas,
keusch zu leben stee nit in aygenem gewalt, sonder muß von got
geben werden.
Peter.
36 Irer keüschait werden die pewrin wol gewar, wann die münch
keß samein.
Mflnoh.
Wo habt irs in unserm orden erfaren?
Peter.
80 Ich mayn euch allain nit, sonder alle bettelmünch, die da keß
samein.
Httnoh. [61.5^]
Ja, wann schon ain unkrawt undter ainer so grossen versam-
lung ist, wie kann man den hauffen darnach urtailen.
41
Hans.
leh hab sorg ; ob ir each gleich der natürlichen werck enthalt,
besudelt ir each doch in andre nnzimliche wege.
Mftnoh.
6 Ja, da muß man das flaisch casteyen, und ist schir die gantz
regel ond Statut daraafT gericht, das flaisch zu dempffen.
Hans.
So ist durch Paulum von ewer regel und Statut gesagt j. Colo.
ij (20): Last euch nit fangen mit Satzungen, die wol haben ain
19 schein der weilihait durch selberwölte gaistlichait und demut und
durch daß sy des leybs nit verschonen und an das flaisch kain
kost wenden zu seiner notturfiFt.
Peter.
Von nötten seind die münch so mager und die pawem so
^ faist : die fasten nicht so vil, als die manch.
Hftneh.
Es ist nicht als umb das fasten zu thun, es seind unnser
casteynng mancherlay.
Peter.
» Lieber bruder Hainrich, erzelt uns ain tayl.
Mttnch.
Gern. Wir tragen unden nicht leines au , gürten uns mit
stricken unnd geen parfuß in zuschnitten schuhen. Wir tragen
auch kayn har auff dem kopff; wir baden auch nit unnser leben-
slang biß nach dem todt. Wir ligen auch auff kainer federn; wir
ziehen vns auch nit gar ab. So essen wir kaum halbe zeit flaisch,
und essen auß kaynem zin, und müssen ettliche zeit silentium
halten , das haist schweigen ; wir müssen auch alle tag wol ain
stund oder v im chor steen und knieen und alle nacht gen metten aufl".
» Peter.
So muß ich mit meinen knechten den gantzen tag arbaiten,
abel essen, [Bl. 6, bez. Dij] und legen uns offt kaum umb metten-
♦
& ds man. 6 d«mpffem. 17 nobit.
42
zeit nider; da singen mir dann meine kynder offt erst metten; ich
hab vil ain hertern orden dann ir.
Mttaeli.
Ja, wann ir da weret, wenn wir capitel halten, ward euch das
^ lachen wol vergeen, wenn ir die rotten hörten singen.
Peter.
Ir halten nit hynan mit den mtten ; ir macht nar ayn spigel-
fechten, es thut nichs.
Mflnoh.
10 So legt man aber ainen in die pressann nnd lest in versanssen.
Hans.
0 ir blinden, wie füret ir ainander in ewern ertichten nnhilf-
lichen menschen wercken.
Mftnoh.
^^ Spricht doch got: Mensch, hilff dir, so will ich dir aachhelffen.
Hans.
Wo steet das geschriben ? Also kumpt ir mit ertichten sprachen
herfiir. Das steet aber wol geschriben Osee xiij (9): 0 Israel, in
dir steet dein verderben, nnd in mir allain steet dein hilfT. Daramb
so hilfTt ewer gleißnerisch obeiß nit zur dempffung des flaischs ; wann
es steet Gen. vüj (21): Des menschen hertz ist von jugent anff
genaigt zur boßhait. Daramb steet Prover. xx (9): Wer mag
sprechen: Mein hertz ist rain? Nun habt ir essen, trincken und
schlaffen den nberfloß, and feyrent dennocht darzu, darvon sich
96 dann die eingepflantzt natar entzündet, wann das wort Gene, am i.
(28) und ix. (7) steet fest : Wachsset nnd meret euch ! Derhalb ist
(on sondere hohe gnad gotes) ewer hertz befleckt mit bösen prinnen-
den begyrden.
Mttnoh.
so Ey, so wir nur nit darein verwilligen, so verdienen wir mit
solchen anfechtungen.
Hans.
Ir spilent aber im hertzeu mit solchen gedanken, wie ayn katz
mit der meüß. Nun ist got ain erkündiger aller hertzen, [Bl. 6'|
*
2 b eingpfl&Ui.
43
wie Actaam j ( ): Derlialb ortaylt gotnach dem hertzen. Darumb
spricht Paul. j. Cor. y\i (9) : Es ist besser heyrathen, dann prinnen ;
and im selben capitel (28) : So ain junckfraw lieyrath, so sündiget
sy nit.
6 MftDeh.
Ja, wir haben aber ewige ketischait gelopt in onnser profeß
mitsaropt williger armnt annd hailiger gehorsam.
Hans.
Ir hört aber wol, ir halt ir nit volkommenlich. VVaramb habt
10 ir ain ander gelübdt aaff euch genommen und habt euch nit an
der tanff benagen lassen, darinn ir dem teüifel und alle seinem
gespenst widersaget habt?
Mftneh.
Ey, das ist die ander tauff, darinn man uns auch andere
ift namen geyt, da werden wir widerumb newe geboren.
Hans.
Spricht doch Paulus Ephe. iiij (5 f.) : Es ist ain herr , ain
glaub, ain tauff, ain got vatter unser aller. Derbalb ist ewer tanff
kain tanff, sonder ain ding, von menschen erticht, welche alle
» lugener seind , psal. cxv. Darumb geet ir auch mit menschlicher
lugenhafftiger weiß umb, halt keüschayt eben wie die armut. Ich
glawb, es sey mit ewer gehorsam auch also.
Hflnoh.
Wie? halt wir nicht volkommenlichen gehorsam? Es geet
^ unser kayner für das closter on erlawbnuß des wirdigen vatters
gardian.
Hans.
Ja, ir halt gehorsam in den dingen, die ir gern tut, aber et-
wan doch mit unwilligem hertzen gegen ewern obersten ; doch ist
M das nit die rechte gehorsam, so die schriflft von uns fodert. j. Pe-
tri ij (13): Seyt underthan aller menschlichen Ordnung urab des
herren willen, dem könig als dem obern u. s. w. und Rom. xiij (1):
Seyt under[Bl. 7, bez. C]than aller weltlichen oberkayt, unnd weytter
(7): So gebt yederman, was ir schuldig seit: dem schoß, dem das
36 schoß gebärt, dem zoll, dem der zoll gepürt. Und Matth. xxij (21):
Gebt dem kayser, was des kaysers ist, und gott, was gottes ist.
44
Von dieser ^elmisam aber, die gott will haben, imbt ir euch feyii
aiiLJj^^esclilayfft, niu] habt ain aygene erticht© gdiorsara ange-
nommeii, dariini ir frey äeyt von allem fronen, zehendten, rayß-
gelt, wacligelt, stewer^elt, zynßgelt, iehengelt, zoligelt, nngelt und
allen pürdeii, sü wir aJle brüderlbh ander ainander tragen.
Ey, wir seine! unnd auÖ der weit; derhalb
seiiid wir auch gefi liehen tribnten.
Von wenie?
\m dem allei Honorio dem iij- und vnm
kayser Frideriih de u Wölt ir LnthenscheD uns
erst re formier en ? ^
Es hatt aiii blin^^.. aou nuutru gefürt, wie Lttce vj (39): So
ain blinder den anndem f ärt ^ fallen sy nit bayde in die grnben?
Sagt mir ayns, warinn doch ewer gehorsam gegründt ist.
MöDoh.
20 In unser regel und Statut, wie sy dann von wort zu wort an-
gezaygt seind.
Hans.
Nun ist yc ewer rei>el und Statut niy- von kutten , idatten,
stricken, schuhen, flaisch meiden, schweigen, singen, lesen, metten-
2r, geen, chorsteen. bücken , knien und solchen eüsserlichen ertichten
wercken. Derhalb geet der spruch stracklj auff euch Matth. xv (9):
Vergeblich dienen sy mir, dievveyl sy leren solche lere, die nichts
dann menschen-gepot seind, und weytter (lo) : Alle | Bl. 1'] pfiantzen,
die got, mein himmlischer vatter, nit gepfiantzt hatt, werden auß-
30 gerewt.
Mttncb.
Seind dann solche unser gaistliche ubung nit gut?
Hans.
Nayn.
{, Mtinch.
Wie so?
4
45
Da hatt sy got nit gepoten, noch gehayssen.
Mttnoli.
£y, wir tbans aber gutter maynung gott za eeren.
ft Hans.
Gott lest im nichts gefallen, dann was er gehayssen hatt, wie
Levit. X (1. 2), da Aarons san Nadab und Abiha fewer in ir nepff
namen und weiten vor dem herren reüchern, da verprennet sy das
fewr des herren, daramb daß sy mit frembden fewr reüchern wolten,
10 das got nit gepoten het , und thättens doch auch gott zu eeren.
Nun seind ye ewer orden lautter frembder ertichter gotßdienst, im
schein außwendig heilig und gleissent, innwendig aber im grund
laatter wurmstichig unnd bedrieglich gespenst, wie Matth. xxiij
(27): Wee euch gleißnem und heüchlern, die ir seit wie die ge-
16 weisseten todtengräber , welche außwendig hübsch scheynen , inn-
wendig aber seind sy voll todtenpayn und unflats! Also auch ir:
außwendig scheinet ir frumb, inwendig aber seyt ir vol heüchlerey
und unthugent
Mftnoh.
» Ey lieber, warmit?
Hans.
Ir habt es wol zum tail gehört: ir haltet armut on mangel,
und keüschait, die besudelt ist, und gehorsam, die erticht ist.
Mflnoh.
tt Sagt, was ir wölt, wir haben ye den volkommen standt, dem
evangeli nach, Matth. xix (21) : Wiltu volkommen sein, so verkautf,
was du hast u. s. w.
Hans.
Ey, das muß gaistlich verstanden werden, also, daß wir unser
50 hofbung und trawen nit auif das irrdisch [Bl. 8, bez. Cij] setzen,
sonder allain auff got, wie Paulas beschreibt j. Cor. vij (29 f.):
Lieben brüder, die da weiber haben, die seyen, als betten sy kaine,
and die da kaufifen, als behielten sy es nicht, und die sich dieser
weit geprauchen, als prauchten sy ir nicht u. s. w. Das ist auch
»gut bey dem zu mercken: wir könden ye nit alle das unser ver-
lassen und münch werden. Wer wölt zuletzt koren pawenV Nun
46
müssen wir ye alle volkommen sein, soll wir in das reych gottes
kommen, wie Apocal. xxj (27) : Es wirt nichts unrayns hynein geen
in das hymmlisch Jerusalem.
Peter.
6 Ey, die observantzer haben ainen beyweg gefanden. Wenn
wir layen sterben wollen, so ziehen sy ainem ain grawe kntten
an, machen erst ain manch auß im, schern and baden in, so fürt
er dann als ain voller (ain volkommner soll ich sagen) gen hymmel,
wie ain knw inn ain meüßloch.
10 Hans.
Lieber bruder Hainrich, was hat euch in den orden pracht?
Mflnoh*
Daß ich selig werd, wie ans dann in der profeß verhaissen wirt.
Hans.
16 Hofft ir darch ewre münchwerk selig zn werden?
Mflnoh.
Ja. Was wölt ich sonst im closter thnn?
Hans.
Spricht doch Paulus Ephe. ij (8): Auß gnad seyt ir selig
20 worden durch den glauben , und das selbig nit auß euch ; es ist
gottes gab; und nit auß den wercken, auff daß sich niemant beriime.
Mflnoh.
Verhaist doch Christus an vi! enden die werck zu belonen,
wie Matth. XXV (XVI, 27) Lucevj, Joan. v und Paul. j. Cor. iij. (8).
s6 Hans.
Da nimpt man die werck für den glawben, darauß sy geflossen
seind. Daß ir es aber klarer versteet, daß got die werck [Bl. 8']
nit belonet, so höret Christum selbs Luce xvij (10) : Wann ir alles
than habt, was euch bevolhen ist, so sprecht: wir seind unnütz
80 knecht, wir haben gethan , das wir zu thun schuldig waren. Hie
hört ir, daß durch die rechtgeschaffen christlichen werck niemant
nichs verdient; wann es spricht Esa. Ixiiij (6): Unnser gerechtig-
kait ist als ain unrayn thuch ainer krancken frawen. Wie wölt
ir dann durch ewre selb ertichte aygennützige werck selig werden?
47
Petor.
Wie besteet ir nun mit ewer kaatTmanschatz , der each yil
übrig ist gewest za der seligkait, die ir nns yerkaafft habt?
Mtaeh.
i S5lt ich dann wissen, daß ich nit selig würd durch mein
clMerlich leben, ich wölt mein kntten an ain zäun hencken und
mit stayn darzu werffen.
Peter.
Ey, so geet auß dem notstall! Es steet ye Matthei xxj (31):
uDie huren unnd offenbaren sttnder werden euch vorgeen in dem
bymmelreydi.
Mflnoh.
0, ich bin nun alt, und kann nichts. Was wölt ich anfahen ! ?
Hans«
16 Ich will euch ain holtzhacken schencken, daß ir euch mit arbait
ernöret
Mflnoh.
Ich darff ir nit.
Hans.
» Wie so? da würdt ir erst rechte wäre armut empfinden, und
würdt euch die unkeüschayt vergeen , unnd erst recht gehorsam
werden yederman.
Mftnch.
Nayn, nayn! ich wayß besser im closter.
S6 Hans.
Ich hör wol, ir seyt der leüt, da Paulus von sagt j. Philip, iij
(18 f.) : Die feindt des creützs Christi , welcher endt ist das ver-
damnuß, unnd denen der pauch ain got ist! Also fiircht ir die
armut unnd habt sy doch gelobt, und pleibet über erkantnuß der
M war[Bl. 9, bez. Ciij]hait in dem irrthnmb.
Münch.
Ich höre zwar nit vil guts von den außgelanifnen müDchen
sagen, sonder wie sy schönen frawen nachgeent, und under x kaum
ainer gern arbayt, und popitzen sonst, ainer das, der ander jbens,
48
i
Dabey e:kri!tit«»a, mm gats m4m kBüoistficfct: die Tor In
olüsteru hat- ] .-tebl wie dk Meafif«!! flajOgen, di« leben Mn
he^vJ^^en wi^ !:. Ii»tt«f1i«toi, «ad ba^ea 4<idl «%m d&ft im b^rt^en
o:ethaii im ol-'^t^r, * i
10 Ich hub ibef tf^ a^g des el5«tem aufl
tiiiNvitz. mutwillen ■ r Welt m biisett) und docli
Nvidr^i II ivg u gel ^ a&g d«iEi gUnb^n g«en.
\\ as abt^r nit aub d 1» ^t mnät: Rom xiiij (^3).
Die selben tür*-n dl i, ir gwi^sen wirt sj aber
10 Ns ol anklagen . ge^ wiit m in todU-ndten nit
.labyndeii {»leiht^n. G i^ddM aber dmxh erkaal^
uu6 des wort -^»Etes mtnebtig m baltan erkennen
und mit treyetü sicberem gewii^n gteni auli dem ^Utidt ^ von
menschen eiu;^'<r>etzt. und dretten in den ständig von got eingesetzt,
2'» nemlich in die ehe, Gene, ij .2-4»: Drr man wirt vatter und matter
verlassen, und seinem weib anhangen, l'nnd welche sich also nüren
mit arbayt, darzu sy wie der tugel zum dugi geporen seiud,
Job. V, die selbigen kann Bl. 9' ich ye nit unrecht urtaylen.
MÜDch.
^ö Ich will ye nit herauLi, und ob saut Peter sprech, es wer nit
unrecht.
Hans.
Ir seyt eben der rechten ainer, darvon Esai. sagt vj (10) : Er
hat ire äugen verblendet und ire hertz verstocket, dati sy mit den
äugen nit sehen und mit den hertzen nit vernemen und sich be-
kerten, dali ich sy selig mecht.
Mttoch.
Ky lieber, seyn wir dann so in ainem getarlichen standt?
VVa für halt ir uns doch?
Hans.
Ich halt euch für die leüt, darvor uns Petrus warnet ij. Petr. ij
(li: Ks werd»-n lalsche lerer undter euch sein, die neben eintüreu
30
darmit sy <ic n afbsH sndiw Mlgcii : m r««iit frvr aJni tayls
sonst bösen -:-j.k«i ■aefc. Wfe kmam sj 4Mnm uo gntter giiisl
ant) den clnsr-m liritai laib»? |
49
werden verderbliche secteo, und verleücken des herren, der sy er-
kaufft hat, nnd weytter das gantz capitel sagt von ewer verfnmng.
Mftneh.
Lieber, das ist von ans nit gerecht. Wo verlangnen wir Christi,
& des herren?
Hans.
Ir verlangnen seiner erlösnng nnd selig-machnng , und wölt
euch dnrch ewere scheinwerck selig machen, and weiset andere
lewt anch von Christo anff ire aygene werck, die seligkait za er-
10 langen, and verkanfft symoneyischer weiß die gntten werck.
Mllnoh.
Ey lieber, ir seyt ans sanst feindt, daramb schmächt ir ans.
Hans«
Nain, bei meiner seel haill allain aoß brüderlicher lieb.
u Mftnch.
Lieber, seyt ir dann evangelisch? so dürft ir nit so spötlich
mit ums handeln, wann ir müst von yedem annützen wort rechen-
sciiairt geben am jangsten gericht, Matth. xij (36).
Hans.
20 Ir wölt die schrifft nit annemen, da sy von each sagt; daramb
mössen wir each mit ewer aygen that (welch an ir selb spötlich
nnd lecherlich ist) aberweisen, daß ir diejenigen seyt.
Mftnoh.
Wem ist [Bl. lOJ aber mit geholffen?
n Hans.
Each, ob ir euch (darch so vil anzeygang) doch ainmal selber
im grandt erkenten, wie ellendt, blind, hartselig lewt ir wert,
nnd nit also hochfertig mit dem gleißner im tempel, Matth. xviij,
ewre werck rümet, und darauff bochet selig zu werden, sonder
30 demütig mit dem offenbaren sünder sprecht: Gott, biß gnedig mir
armen sünder, und würdent erst recht gaistarm, Imngerich und
*
28 Dieses ciiat ist naeh Hans Sachsens andeutungen nicht richtig. Es
mUDie heißen: Lac. 18, 10 f. 30 mir] wir B.
Uaaa Sachs. XXII. 4
50
durstig nach der gerechtigkait gottes, Matth. v. (3. 6) ; dann würdt
ir erfiilt mit güttem, wie Luce j (53), das ist mit dem anerforsch-
lichen schätz Jesu Christi, Ephe. 1, 3 welches seind die tröstlichen
zusagung Christi, die würden euch erst wol-geschmack und ange-
6 nem werden. Darumb, lieber bruder Hainrich, was ich und mein
bruder Peter mit euch geredt haben, ist im besten (on allen neydt
und haß) geschehen. Wölt gott, es hettens alle münch gehört anß
allen orden, und bitten euch umb gottes willen, uns nit zu ver-
argen, ob wir etwas zu vil hart wider euch betten geredt.
10 Peter.
Seht hin, lieber bruder Hainrich, zway liechtl Und leset dar-
bei nit Scotum oder Bonaventuram, sonder die bibel! Etwan wirt
euch got auch erleuchten mit seinem götlichen wort, und habt uns
nichts in übel!
16 Mfinoh»
Nichts, lieben brtider. Ich will den dingen weitter nach-snchen.
Wir geen dahyn. Got sey mit euch!
Peter.
Amen.
20 Esaie lix (6):
Sy sollen auch von iren wercken nit bedeckt werden, und ire
werck seind unnütze werck.
Anno 1524.
3 1,] fehlt H. 11 Sethin B. 12 Beneuenturam B.
51
Em dialogns des Inhalt ein argnment der Römischen
wider das christlich heflfleio, deo geytz, aach ander offen-
lich laster n. s. w. betreffend.
[Bl. r] Dem achtparn Hans Odrer zu Preßla wünscht Hans
» Sachs genad und frid in Christo Jesu, nnserm lieben herren. Amen.
Geliebter bruder in dem herren, ich bin durch vilfaltig pit
unsers lieben mitbruders Ulrich Lauthi angelanget, dir zu dienen
mit der gab, so ich entpfangen hab, nach der leer 1. Petri 4 (10).
Auff das ich aber nicht wie der faul knecht (Matthei 25, 24 f.) er-
10 fnnden werdt, bin ich im zu willen worden mit einem dialogo, den
ich dir hiemit nberschick. Des Inhalt ist ein argnment, so unnsere
Römische mit hoher stimm außschreyen auff der cantzel und wo
sie räum haben, die ewangelischen leer zu lestern, fumemlich mit
dem verfluchten geytz, nachmals mit andern offenlichen lästern,
** welche noch (got erbarms !) in vollem schwanck bey uns geend von
den, so Christum noch nicht warhaiftig im geyst erkent haben, als
wer darumb die leer falsch. Mit disputieren und schreyben haben
sie wenig eer erlanget, noch vil weniger mit iren ungezelten hinder-
ducken, fallen nnn auff das sündig leben, welches ich hoff, werdt
:iokurtzer zeyt fallen durch den hall der ewangelischen pusann, wie
die statmaur Hiericho (JosueG). Alßdann haben sie nichts wider
uns, dann sie villeicht die hendt in dem christlichen plut waschen,
auff das die zall der mitbrüder, so umb des gottes-worts willen
erwürgt werden, erfült werdt (Apocalipsis 6), wie dann angefangen
** ist. Got sterck uns alle, in seinem wort zu verhanen biß anß
endt und selig-werden. Amen. Matthei 24.
Geben zu Nürnberg, am tag Michaelis, im 1524. jar.
Matthei 26 (41):
Der geyst ist willig, aber das fleysch ist schwach.
*
1 Im enten (verlorenen) spraehbaehe, bl. 304 »Ein dialogas von den
eloaterlewten Tiigereiuibt«. Vergl. s. 6 anm.
4*
52
[Bl. 2] Bomaniis.
Pax vobis, lieber Juncker Reicbenbarger !
Beiohenbiirffer.
Seyt mir got wilkamb za tausent malen, wirdiger yater Ro-
6 roannsl Ewer zukunfft in mein hauß bedeüt warlich ein schnee,
seyt ir mein hanß nun bey drey jaren gemiden habt. Was ge-
biet ir ?
Bomanns.
Zwar nit vil. Ich hab mit ench zn reden eines gescheifts halb,
10 vor dreyen jaren geschehen. Darinn seyt ir ein vormnndt.
Keichenbnrger.
Ich wolt fiirwar wenen, ir wöltet ewer klaydtder geytzigkait
(geystligkait soll ich sagen) hierinn bey mir abziehen, and wolt
ein Christ werden, seyt ir also nnversehens and eynig zn mir
16 hereinschleicht.
Bomanas.
Ich wil mein katten noch wol lenger tragen der miltigkait
halben, so ir newen ewangelischen übet and treybet nnder einander,
nnd ir seyt mir nar zn lieb darzn. WöIt euch sunst anders ant-
ao warten.
Reiohenbarger.
Sagt an, wirdiger yater, was ir wißt, yedoch diewarhait; be-
darfft mein nicht verschonen!
Bomaniis.
2B So schawt in Spiegel ewers hertzen, wierain irseyt desgeytz
halb, and nicht allain euch, sunder sehet an alle dise weit vom
minsten biß zu dem maisten, so findet irs alles nberschwembt mit
geytzigkayt, das Esaias wol war sagt am vj. capitel (?): Von dem
minsten biß zu dem maisten, all geend sie nach der geytzigkait.
30 Ir newen ewangelischen wendet aber ewer äugen allain anif ans
müuich und pfafien, sam seyen wir allain geytzig, und vergest die
weyl ewer selb darbey. Ir aber werdt mit uns nit entschuldigt,
Christus [ßl. 2'J spricht Luce am xiij (4 f.) : Maint ir, das die acht-
zehen, auff welche der thurn in Siloa viel und erschlug sie, seyen
36 schuldig für alle , die zu Jerusalem wonen ? Ich sag nain darzu ;
*
1 fehlt A. 9 geschefsts A.
53
soDder so ir euch nicht hessern, werdt ir all also amhkammen.
Daramh, ir lieben ewangelischen , thüt vor den palcken anß dem
aug, darnach das bechtlein anß ewers bruders ang (Matthei am vij. 5).
Keiohenbnrger*
6 Ey, wo hetriegen wir die leüt also geytzigklich, als ir geyst-
lichen ans eine lange zeyt her betrogen habt, als mit ablaß, bann,
opffer, vigil, seelmeß, gutten wercken, mit sampt den sacramenten,
die iruns nmbgelt verkaufft habt, das übrig mitbetlen nnd andern
alfentzen abgewannen.
10 Romanos.
Ey, so betrüget aber ir einander in kauflf-hendeln , gerichß-
hendeln, wacher and in samma durch und durch. Wer wil die
handtierung all erzelen, darinn der geytz regiert? Mir ist noch
an vergessen, was mir oflft in der beicht fürkummen ist, wenn ichs
16 reden dörfft.
Keiohenbnrger«
Wirdiger vater, sagt mirs beichtweyß hie ander der rosen!
Ich mag die warhait wol hören, wie pitter sie ist.
BomanuB.
so Von wannen knmbt das fürkauifen, als wein, getraydt und
saltz und alles, was man erdencken mag? Kumbt es nicht auß
dem geytz?
Beiohenbarger*
Ey, nicht redt also! Solt man bey gemainer stat nicht solche
25 leüt haben, wurdt es offt in theürungen, kriegßlenfften oder andern
nötten klain zu-geen. Stet nicht Proverbiorum vj (6 f.) : 0 dreger,
sihe zu der ameyssen und merck ire weg und lern die weyßhait,
sie bereytet [Bl. 3J ir speyß im snmmer und samlet im schnidt, das
sie eß.
so Bomanas.
Ich red nit von fürkauffen, da man nutz sucht einer gantzen
gemain und gleich einen zimlichen pfenning zu gewin nimbt, und
noch vil weniger, wo ein oberkeit fürkaufft und gemainen nutz
sucht, sunder allein red ich von den fürkaufFern von aygennutz
35 und gewinß halb, unnd dem fürkauifer layd wer, das nachmals
wein, getrayd, und anders wol geriet, frolocken in dem ungeratten
jar, verbergen den fürradt in der not, wo sie verhoffen, mer gelts
*
7 Seelmelß A.
54
daran zu erhalten. Von denen stet Proverbiomm xj (26) : Der da
verbirgt sein getrayd, der ist verflucht ander den völckem. Und
Lcvitici XXV (37) : Dn solt dem armen dein speyß nit mit nbersatz
aiiifthun. Und Deuteron, xxiij (19) : Dn solt an deinem bmder nicht
6 wuchern weder mit gelt, noch mit speyß, noch mit all dem, damit
man wuchern kan. Und Amos viij (4): Höret das, ir zerknischet
den armen und machet manglen die durfftigen der erdt, saget : So
der schnit vergeet, verkaufen wir die Ion, und den sabath wir
thün auif das getrayde, wir mindern die maß unud meren den
10 seckel und verkauffen die sprewer des getraids , das wir besitzen,
den durfftigen im silber. Und der herr schwur : Ich wirdt nit ver-
gessen aller irer werck biß anß endt.
Beiohenbargen
Fürkauffen in solcher maß ist nicht ein christlicher bandet, es
16 thu gleich, wer da wöl !
Romanns.
Auch regiert der geytz in geselschafftern , also das sie etlich
war zu hauff auffkauffen andern auß den henden und dann zu sich
bringen, als spetzerey [Bl. 3' | und was dann ir handel und gewerb
20 ist, machen damit ein auffschlag, wenn sie wollen, beschweren also
landt und leüt. Ist das gut ewangelisch?
Reiohenbarger.
Es ist auch unrecht ; wann alles, das ir wölt, das euch die leüt
thün, das thüt in auch widerumb (Matth. vij, 12).
25 Romanas.
Auch regieret der geytz mit böser war, schwort sie offt eim
mit gewalt ein, darob offt ein armer verdirbt; das ist verbotten
Leviticixix (11): Ir solt nit Stelen, liegen, noch felsclüich handeln
einer mit dem andern, und Ecclesia. xxxiiij (Sirach 34, 25) : Der
30 den armen betreügt, ist ein mau des pluts, und j. Thessalon, iiij
(6) : Niemant greyff zu wey t, noch vervorteyl sein bruder im handel ;
dann der herr ist ein rechcr über das alles. Wo bleyben dann
die, so gute war erst in irem gewalt felschen ? Ist das gut ewan-
gelisch ?
35 Reiohenbarger.
Ey, das seind unchristlich hendel. Es spricht Malachias j. (14):
Verflucht sey, der betrieglich handelt.
55
^onianas,
ir falscher wag, maß, zal, uber-
ybeii, ist verboten Levitici xix (15):
i iHi gericht mit elen, mit gewicht, mit
'Mormii xj (1): Ein triegliche wag ist
i II«:«' vj (38): Mit was maß ir meßt, wirt
>-«u. Ist solchs gut ewangelisch ?
Reichenbnrger.
.' liaißt es gut, was wider got und die lieb des nech-
Bomanas.
U'eyter regirt der geytz gewaltigklich unter den kauflfherren
iinl Verlegern, die da drucken ire arbeyter und stückwercker ;
wenn sie inen ir arbeyt und pfenwerdt [Bl. 4] bringen oder haim-
13 trafen, da tadeln sie in ir arbeyt auffs hinderst, dann steet der
ann arbeyter zitrent bey der thür mit geschloßnen henden , stil-
schweygent, auff das er des kanfifherren huld nit verlier, hat et-
wann vor gelt auff die arbeyt entlehent, alßdann rechent der kanff-
i»err mit im , wie er wil. Büst der arm sein aygen gelt ein zu
»seiner arbeyt, dann frewt sich der reich des guten wolflen kauffs,
maynt, er hab im recht gethan. Hört aber, was steet Levitici xxv
(U): Wenn du deinem nechsten verkauffst oder abkauffst, solt du
in nit schinden! Und Deuteron, xxiiij (14 f.): Nicht vervorteil den
Ion des benöttigten und armen , auff das er nicht den herrei^ über
tt dich anrtiff und sey dir sündt. Und Ecclesia. xxxiiij (25 f.) : Der
da vergeüst das plut und bedreügt den arbeyter, seind brüder,
and der da abnimbt das prot im schweyß, ist als der da tödt den
nechsten.
Belohenbnrger.
M Ir sagt aber nicht darbey, wie stoltz die arbeyter seind. So
man ir bedarff, kan man ins nicht genug bezalen und kan dan-
nocht niemant nichts von in bringen.
Bomanus.
Ir puchen kan nicht lang weren. Alßdann wirdts inen zwy-
ssfeltig eingedrenckt , so der handel steckt, oder im winter, so es
allenthalben klem ist, da müssen sie euch wolfayler geben. Im
snmmer habt ir im die haut abzogen, im winter saugt ir im das
marck auß den baiuen. Ist das gut ewangelisch, das die armen
also tag iiiid uaclit über üiid iiber arl>eyten und tidi doch des
hiingers mit weyb and kindt kaum erEeren mögen? Oedetickt ir
nit, got erliör das wek lagen , wie Exodi vj (5): fBl. 4'| leli hab
erhört das weklagen der kiiider Israel, die die Egiptier mit fronen
beschwerteu.
Relohenbnrger.
SölcheB srhiiidea hat mir mein lebenlanf nie gefallen j es bt
aller ding iinchriste"'««^'»
I Weyter rei^ier
gestalt ist oti 7.al,
pargelt ein war m
jar, muß man füt;
ewangelisch.
Ey lieher, der
gelt wol so vilj als
b wüchsBel, der so mancher
r geytz : verkauft einer ttmb
, ml luaü borgen ein halb
m mer geben, Diß ist nit
»r.
ne die wöyl mit dem paren
nßber gibt
Wie, wenn er so vü verlnr oder die haubtaamm gar? Darnmb
■jü wil man borgen, sol man on auffsatz borgen, wann es steet Matthei
am V. (12): Wer von dir borgen wil, von dem ker dich nicht!
Reichenbnrger.
Ich hör wol. Wenn einer von mir wölt borgen umb hundert
guldeft nnnd ich hets zu borgen, wer ichs im schuldig zu borgen ?
'^r. Nain, sunder allain bin ichs schuldig zur notturfft und nit zum
ubeilluß zu borgen. Also auch mit dem leyhen. Luce vj (35):
Leyhet, da ir nichts für hoffet! ist nur auff die notturfft des nechsten
und nit zum uberliuß. Solt man yedem leyhen nach seinem be-
geren , man fundt manchen schlüffel , vordert mer dann drey ge-
so wunnen mit spilen, brassen und anderm; also hulff man im darzu,
und wer wider got.
Bomanas.
Es mag villeicht also sein. Auch regiert der geytz im lehen
unerzelt mit vil auffsetzen, wann gewonlich sucht der lehen-herr
ir, seinen aygen nutz mit des armen | Bl. 5, bez. Bj schaden : da leycht
er böse müntz für gute, böse war liir gute, oder leicht ein summa
gelt ein jar umb ein gülden zwen hynüber, das ist ye w^ucher, es
n
1 1 regier A.
27 nichts? nicht A.
57
sey dann die schrifft falsch, Exodi xxij (25) : Wenn da gelt leichest
meinem volck, das arm ist, soltu dich nicht als ein wuchrer gegen
im halten nnd kainen wacher aaff in treyben. Und Levitici xxv
(35): Wenn dein brnder verarmet und abnimbt bey dir, solta in
5 aaifnemen nnd nit wacher von im nemen, noch za vil, sander solt
dich vor deinem got fürchten, anff das dein brnder neben dir leben
künne, dann da solt im dein gelt nicht anff wacher than.
Beiokenbarger.
Darff man dann kain liebang nemen für müe nnud arbeyt, so
10 man groß samma gelt aaßleicht, das der müe werd ist V
Romanas.
Es leydet sich weder schenck, trinckgelt oder wie mans nennen
mag, wann Christas spricht stracks Lace vj (35): Ir solt leyhen,
da ir nichts fdr hoffet, so wirdt ewer Ion groß sein and werdet
i^ kinder des alier-höchsten sein. Wil man aber dem sprach ein
nasen drehen, also: Man sol nit hoffen; gibt man aber die hanbt-
snmm nnd schencket etwas darneben, so mag mans nemen, so leit
aber der sprach hart am weg Ezechielis xviij (11 f.): Ein mann,
der da that die verflachten werck, der da leicht zam wacher und
» mer dann das haabtgat ein-nimbt, wirdt er dann leben, so er thut
die verflachten ding? Er wirt nit leben, er stirbt des todts and
bleybt sein stindt anff im, spricht der herr. Hie hört ir klerlich,
was aber das haabtgat eingenummen wirdt, es sey wenig oder
vil, die haabtsamm sey [Bl. 5'] groß oder klain, man geh im namen,
» wie man wöl, so steet die schrifft hie und haißt es wacher. Aber
dem leben oder zinßkauff auff weinberg, gerten, ecker, wisen, weide,
vischwasser, heüser, stedel oder wie solche ligende guter genant
werden, laß ich den titel und namen, den im der prophet Neemias
am V, capitel gibt. Der Rein wirt in nit abwüschen.
30 Reiohenbarger.
Es ist nicht weniger, ein grosser mißbrauch ist im lehen und
lay^^r seer eingerissen.
Romanas.
Ja, ye eingerissen, das der spruch redlich erfült ist zu unser
» zeyt Psalm, liiij (55, 12) : Es hört der wucher und betrug nit auff in
iren gassen. Diß aber alles geet über die armen, wie Proverbi-
orum am xxviij (8): Der da samelt die reichtumb mit wucher und
*
20 dem B. Köhler, die A.
alHo tag nfi
Hungers mit
nit, got erlh
erhört das
6 beschwerten.
Solche»
aller ding i
10 Weytei
gestalt ist
pargelt er
jar, miii
ewangrii
16
I
gelt
^10 antiPii. Darntiib
nij (12 f.): Uli hagt
t, und g<?yt2igklich
vergessen, spricht
ob deiner geytdg-
tt h im^ten kii, h^rot das
ÜiPB Sainarie, die fr that
lea armen, wie man dann
vom plut der armen.
l^e wftrhait ist zaatigeti-
in it den ar nt en m h n 1 di gern ,
in, waa sie habt^n, |B1. 6j
büisch?
ao W'
m recliien, ist Am unrecht?
j^saM '^'"'^ lobiye sunt Paulus das gericht
>^^^.jjj^ . ,\»rüith. vj. lind nicht unbillich,
j;^xa i*i^"*^ iu-^reet mit falschen zeugen,
:^at<!i;^a. >i^^ö» appelieren, das recht ver-
^ ^t-*{ :'r,van4tor, nyuimer gelt, nymmer
^"^ ^ ^ ^^^^a nzw v\>lleiu schwanck, da werden
^ ^^* ^ x.i*w»vv^ü i3ivi heelküclilein. Dise falsche
"^ ^ ^^^ i]t*«töi.iju HUI V. capitel (26 f.): Die
^>-. -^^'* "* ^ .. ^,^^*- tix.^*^':v. volok verborgen als die
litxi i^c^ kl oben zu fahen die mann.
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^j*,> :s: :r V.aub vol falsch. Darumb
5Jit^A^K> iv.i uboririengen bößlich n^pine
k*r xx-tNvou und richten nicht die
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„V K .l,i> urtail der armen. Haim-
^^i IVuiouM.. xxvij benedeyt got
I \ ;'o^....*h' sey, wer das recht des
>. tN*v^ N'.u^'t' und alles volk sage:
; .uu j:erichl umbzieben,
*^
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i-^< wvit iivUies Proverbiorum
59
am xxij (22): Nicht thn gewalt dem armen darumb, das er arm
ist , noch zerknisch den dnrfftigen vor gericht ; wann der herr
nrtailt sein sacli nnd peiniget , die [Bl. 6'] da haben peyniget
sein seel.
ft Reiohenbarger.
Wie mnß man dann mit den Schuldnern leben, das christlich
wer, es sey für schuld, wie sie genant mag werden?
Bomanu.
Es steet Deuteron, xxiiij (10 f.): Wenn du deinem bmder
10 borgest, soltu nit in sein hauß geen und im ein pfandt nemen,
sunder solt vor dem hauß steen, und der, dem du borgest, so! sein
pfandt herauß zu dir tragen. Ist er aber benöttigt, so soltu dich
nicht schlaffen legen ob seinem pfandt, sunder solt im sein pfandt
wider geben, ee die sunn undergeet, das er in seinem klayd schlaff
16 und gesegen dich. Das wirdt dir vor got, deinem herren, zu einer
gerechtigkait gerechnet werden. Und Esaie Iviij (6): Das ist das
fasten, das ich erweit hab: Löß auff die zusamenbindung, zerreiß
die schuld-zettel, laß die frey, die schwach seind. Und Ezechielis
xviij (7) : Widergib das pfandt dem Schuldner, nym nichts mit ge-
M walt. So ist das new gesetz allenthalb vol lieb, lieb, lieb.
Beichenbiirger«
Man findt aber vil böser zaler, die es wol hetten, dergleichen
vil trunckner pöltz, spiler, hurer, die also das ir unnütz on-werden
und schuldig seind, kan doch mit lieb noch gäten niemandt nichts
» von in bringen , liegen und vertrösten für nnd für , halten kain
glauben: sol maus dann nicht rechtlich erfordern?
Bomanus.
Ja, die sol die weltlich oberkait darzu halten ; wann sie tregt
das schwerdt zu räch der bösen, Roman, xiij. Ich sag allain von
so den armen, die ires nicht zu unnutz on-werden, sunder in kranck-
halt und ander Unfall arm seind worden. Und dannocht ßndt man
manchen geytz[Bl. 7Jwurm, ders nicht notturfftig ist nnd dannocht
einen armen von heüßlichen eren treybet. Von denen spricht
Micheasij(2 f.): Sie haben begert die ecker und haben sie gewal-
»tigklich genummen und die heüser beraubet. Darumb spricht der
herr: Ich gedenck böse ding über diß volck, und ir werdt ewer
heiß nicht darvon abnemen. Und Proverbiorum xiiij (31): Der da
peyniget den prestenhafftigen, der lestert seineu schöpffer. Weyter
f»
am xxij (IBj; ih-r da peiniget den armen, am er Bdii rddiüimb
liier, deiwirilt e& iretifin lieiu rekliem, luid er wirdt dnrfftig werden.
Diser spnieh lint umncheti UDbannhertxig4?n in büseea oder auffs
\venij4st seinen kindernj denn nach des alten lodt das gut v6r-
[. sehwiiult wie der reiff vom zäun , obgleich der alt karg im reicli-
tunib bleyltt f^lUm sein lebenlang, kratzt und schart eteets henm
mit oben ans:ezey^^fea stücken und ducken (wann der bauch der
{xeytzij^en ist iinersetHi^li PTnirftrhinrnm am jciy. (25) und braiiclit
doch der rpicbtiimb steet Sapientie V (8): Der
10 jreytzig \virdt nkhH \ der lieb hat die reichtnjub,
\Yirdt nit uemen di^ pM Amoa V (11): Dantmb
das ir habt hetrübel kembt von im der» erweiten
raub, ir i\ erdet ba Inen beöser und werdt nit
wonen darinnen, ir e aller! ieblicbaten Weinberg
H. und werdt nieht trlD ( iu, wie dann dem reicben
man geschach, Lnce »9 f.); Iß nnd triuck» liebe
seel, du has^t ein grof I jar, sejfrulicU! Grot sprach
aber: Du [BL 7'] m 'dl man deia seel von dir
fordern, und wes Wirui »tsm, aais qn berejt hast? Also g^eet es
20 (spricht ( Inistus), wer iin stihetz samelt und ist nicht reich in gtyl.
Daruinb spricht Christus Mattliei xvj (26) : Was hulffs den menschen,
das er die j^aiitz weit gevvuiin und lid doch schaden an seiner seel?
Auch steet Kcclesia. v [10) : Nicht wollest sorgsam sein in den
ungerechten reichtumbern , dann sie nützen dir nicht in dem tag
2& deiner begrebnüü und an dem tag der räch. Und Ezechielis vij
(11)), Sophonie J (18): Ir silber und ir golt mag sie nit helffen
am tag des zorns des herren. DarumV) , lieber Juncker Reichen-
V)urger, wer vi! besser, wie Proverbiorum xv (16) : Wenig mit der
tui'cht gottes dann vil schetz und unersetlich; wann es spricht
-0 Abacuck ij (9): Wee dem, der zusamen samlet die bösen geytzig-
kait, und Ecclesi X. (V): Nichts ist ubeltlietigers, dann dergeytzig,
nichts ist böser, dann lieb haben das gelt; wann der hat fall sein
seel! und (-hristus Luce xij (15) : Hütet euch vor dem geytz; wann
niemant lebt darvon, das er volle genüge hab an seinen gutem.
3. Reichenburger.
Kill waiiiaftter (4irist waiü wol, das er nur ein schaftner ist
über das zcytlicli gut und das man nichts mit im eingrebt, wie
Ecclesiastes v (U): Als er ist außgangen von dem leyb seiner
muter, also kert er wider unnd nimbt nichts mit im von seiner
-X-
7 dliokon C. ducken A.
61
arbeyt. Und j. Timothei yj (7): Wir haben nichts in die weit
bracht; daramb offenbar ist, wir werden nichts dranß bringen.
Derhalb ein warer Christ nicht sorgfeltig ist nmb das zeytiich, das
er vil schetz samel, wie [Bl. 8] Mattheivj (19), sunder wie j. Ti-
ß motb. vj (8): Wenn wir futer und deck haben, so laßt uns be-
nagen; dann die da reich werden wollen, die fallen in Versuchung
und strick und vil schedlicher lust, welche versencken den menschen
in verderben und verdamnüß. Warumb wölt dann ein rechtgläubiger
sich mit solchen von euch vor angezeygten stäcken und ducken be-
10 sudeln? Wo aber einem recht gewunnen gut zu-steet in erbfal,
heyrat oder mit gerechten kauffliendeln, solt dei^selbig darumb nicht
got anhangen mögen?
Romanas.
Christus spricht Matth. am vj. (21): Wo ewer schätz ist, da
16 ist auch ewer hertz, und (24): Niemant kan zwayen herren dienen.
Eintweder er wirt den einen hassen und den andern lieben. Ir
köndt nicht got dienen und dem reichtumb. Wann der samen des
wort gottes, so under die dömer der reichtumb feit, wirdt durch
sorgfeltigkait ersteckt, geet nie auff, das er frücht bring (Matth.
so xlij, 22). Darumb geet es hart zu, wie Christus spricht Matth. xix,
(23) Marci x, (23) Luce xviij (24): Wie schwerlich werden die
reichen ins reich gottes kummen ! Leichter ist, das ein cameel durch
ein nadelör gee!
Reichenbnrger.
» Es steet Marci x (24) mit den wortten: Wie schwer ist, das
die, so ir vertrawen in die reichtumb setzen, ins reich gottes kummen !
Also waren Abraham, Isaac, Jacob, David, Job und vil väter reicli,
setzten aber kain hoffnung darein. Ists nit noch möglich, das man
reich sey und doch das hertz nit auflf die reichtumb setz, wie
30 Paulus lert j. Corintli. vij (30 f.) : Die da kauifen, sollen thun als
behielten sieß nit, und die sich diser [Bi. 7'] weit gebrauchen, als
brauchten sie ir nit. Wo das hertz also frey ledig von den zeyt-
lichen gutem gelassen steet, sein Zuversicht in got und nit in die
guter setzt, im benügen leßt, nit geytzigklich darnach strebt, sunder
^ berayt ist sie zu lassen , wenn got wil , und sich sein christlichen
braucht gen den armen, wie Luc. xvj (9) : Macht euch freündt von
dem unrechten mammon, auff das sie euch, wenn ir darbet, in ir
ewige hätten nemen!
Bomanas.
<f> Ja, das gieng hyn solcher maß reich zu sein. Wo aber der
62
armen vergessen wirdt, snnder zu im zencht, wie vor gesagt, oder
aber die reiclitnmb verzert mit grossem bracht nnd wollnst des
leybs, wie der reich man (Lnce xvj, 20), herlich beklayd, aß und
tranck alltag scheinparlich , ließ den armen Lazamm manglen der
6 prösemlein, vor der thür sitzen elendt, zu solchen reichen wirt anch
in jener weit mit dem reichen man gesagt: Sun, gedenck, du hast
gutes entpfangen in disem leben, die armen aber böses. Nnn aber
werden die armen getrost, nnd dn aber wirst gepeiniget.
Reichenbarger.
10 Ey, man findt, got sey lob! vil reicher, seyt das wort gottes
also klar gepredigt wirdt, die hanßarmen und andern miltigklich
handtreichung thun, leyhen and geben.
Romanas.
0, die armen werden bey etlichen reichen sawr entpfangen, wie
16 Proverbioram xviij (23) : Der arm redt mit bittnngen , der reich
aber spricht hertigklich anß. Nnn steet j. Johannis iij (17) : Wer
diser weit gntter hat and sieht sein brader mangeln nnd schleust
sein hertz vor im za, wie bleibt die lieb gottes in im? Weyter
[Bl. 8, bez. C] am iiij (20) : Wer sein brader nit liebet, den er sieht,
20 wie kann er got lieben, den er nit sieht? Darbey spürt man, das
ir nur habt das e wangelisch wort nnd nicht die werck. Seyt man
die lieb so klain spürt, so seyt ir allain ein klingende schell, wie
euch Paulas nent j. Corinthiorum xiij (1).
Reich enbarger.
25 Sölt man yedem geben nach seinem beger, verließ sich mancher
darauff und lege auff der betlerey und arbeytet nit; sie seind nit
all notturiftig, die betlen. Darumb ist man in nit allen schnldig
zu geben; wann wer nit arbeyt, der sol nit essen, ij. Thessalon,
iij (10).
30 Romanos.
Welche also wol arbeyten mögen, thnnts aber nit, legen sich
auif den faulen bette! , die solt man straffen, das nit andei*e arme
ir entgelten müsteu. Yedoch seyt ir etwas den armen zu hert.
So ein armer etwann seltzamer zeyt wein trinckt (dem es villeicht
S5 auch not thut) , sprecht ir reichen dann : Was sol man armen
geben? sie verfressens, versauffens alls. Sollich außzug und der-
gleichen sucht allain der verborgen geytz im hertzen. Seyt ir nun
im geringsten nit trew , wer wil euch das merer vertrawen ?
68
(Luce xvj, 10). Darbey erkent man auch, das ir kinder diser weit
und nit kinder des Hechts seyt. Paulas haißt den geytz ein ab-
gdtterey, Ephes. v (5), und ist eben recht benent ; wann im dienen
nit allain die reichen an gutem, snnder allerley stendt. Secht wie
s pawren, hantwercksleüt so aygennützig seind, und zeucht yeder in
seinen sack und ist des neyden, hassen, rechten, fechten kain endt
bey in, wollen dann och t all [ßl. 9'] gut e wangelisch sein , und ist
alles yol geytz (wie vor geredt) vom minsten biß zum maisten, be-
darflf nit vil probierens, der täglich brauch zaigt es augenscheinlich
10 mit den new fünden , liegen , triegen , entragen , verraten , stelen,
rauben, morden, falsch spilen, sich selbs hencken, trencken, das
Paulus wol war sagt j. Timothei vj (10): Geytz ist ein wurtzel
alles Übels. Wie dunkt euch nun, lieber Juncker, ob ir layen wol
gleich Wasser mit uns geystlichen an einer Stangen trüget des geytz
16 halben ? Welcher under euch ist on sündt , der werif den ersten
stain auff uns (Johannis viij, 7).
Beichenburger.
Ich bekenn, das layder vil eigennütziger karger reichen under
uns seind, wie von euch angezaygt, dargegen aber auch gutte
M Christen , die uberschwal almusen geben in der stil , nit wie die
phariseer, das man vor busaun, sunder, wie Matthei vj (3), das
die linck handt nit waiß, was die recht thot. Darnach maynt ir
closterleüt, darumb das man euch nyramer vil geb, scbenck, stifft,
es geb niemandt kain almusen mer und sey den armen hert; die
«5 rechten armen klagen nicht, allain die faulen stertzer. Darumb
dürfft ir die ewangelischen leer nit mit dem geytz besudlen von
etlicher geytzwürm wegen, so mer haydnisch, dann christlich leben.
Wes das hertz vol ist, geet der mund über, Luce vj, (45) also ist
euch auch.
so Romanas.
Ich redt, wie ich waiß; wann ewer der maist tayl, die sich
ewangelisch rümen, ligen im geytz biß über die oren.
Beiohenbnrger.
Ich bin guter hoflfnung, [Bl. 9] das wort gottes werdt den
»geytz mit sampt bösen hendeln und offenlichen lästern zu boden
stossen mit der zeyt ; wann got spricht durch Esaiam Iv (10) : Als
der regen und schnee nidersteygt vom hymel und kert nit wider
dar, sunder begeüst die erdt und macht sie grünen und gibt den
*
9 bAoeh A. 10 finden A. 14 sianben A.
64
Samen dem seenden nnd das prot dem essenden : also ist mein wort,
das da anßgeet von meinem mundt. Es kert nit wider zu meinem
mundt, Sünder es wirt glücklich faren in all dem, darzu ich es
anßsende.
5 Bomanas.
Ir habt das wort gottes (wie irs nent) lang predigt; ich sich
aber noch kain enderang, dann wasir mit uns geystlichen mntwilt.
Reichenbarger.
Da thut es ancli am nötsten; wann euer lügenhafftige leer
10 und menschen-gebot haben zu hart eingewurtzelt. Da hat man
noch lang an außzureütten , und pflantzt allmit das lauter wort
gottes neben auff, got wirdt das gedeyen wol geben, wie j. Co-
rinth. iij (6) , wie auch Christus spricht Marci ü^ (31) : Wie der
geseet samen on alle zuthnnng des bawmans selber auffgeet, bringet
15 von ersten graß, darnach eher, darnach volkummen frücht des
waitzen, also auch dürff wir nit sorgen, wenn die frucht volg, wo
das ewangeli recht predigt wirt: sie kumbt von ir selbs.
Romanas.
So hör ich wol, man muß nur predigen: Grlaub, glaub! Lieb,
20 lieb ! und die hellisch gruntsup des geytz, eebruch und ander offen-
lich laster schweygen, die wider gottes gesetz täglich imschwanck
geend. Da wirt sich die falsch vernunfft fein außwick[BL 9']len
und ir sach gerecht glosiren. Got aber spricht durch Hieremiam Ij
(6): Nicht wollet schweygen irer missethat, wann die zeyt irer
25 räch ist von dem herren. Und durch Ezechielem xxij (1 f.) : Du
sun des menschen, urtailstn dann nit die stat der Sünden und
zaigest ir all ir verfluchte werck? So aber solchs geschech, glaub
ich, ewer wenig wurden herfür trotten mit Zacheo, Luce xix, und
sprechen (8): Sihe, herr, den halben tail meiner gütter gib ich
so den armen, und so ich einen betrogen hab, gib ichs vierfeltig wider.
Sander vil mer wurden ewer vil hinder sich trotten und sprechen :
Das ist ein harte red , wer mag die hören ? wie die junger (Jo-
hannis vj), wurdt vill eicht zu-letzt selber mit feüsten darein schlagen,
wo euch darnnder abgieng oder ewerschandt und laster vor aller-
35 menigklich an tag kern. Wol hört irs gern, weyl es über münich
und pfaffen geet, wie Herodes hört Johannem auch Christum predigen
und gehorcht im in vil Sachen. Do er im aber sein aygen misse-
that anzayget der Herodie halb, do must Johannes in kercker und
65
deo kopff yeriiern. Das schmecken auch ewer ewang^elisch prediger
und halten fein hinder dem herg.
Reiehenbnrger.
£y, vendecht! Es wirt mit der zeyt alls an tag kämmen; wann
& das gesetz gottes muß alweg neben dem ewangeli erklärt und an-
gezaigt werden, dem menschen sein boßhafftig hertz , welchs von
jogent anff zn boßhait genaigt ist, Grenesis am viij, erschrecken
nnd demütig zn machen, alßdann wirt er beging der gnad, so im
dorch Christum im ewangelio fiirgetragen und angebotten [Bl. 10,
10 bez. D] wirdt. Also macht das gesetz das hertz nit rechtfertig
vor got, snnder bereyt das hertz zn der rechtfertignng, das durch
das ewangelium geschieht. Das verendert das hertz mit einem
lebendigen vertrawen in Christo, wo got mit würkt, Coloss. y (5).
Alßdann volgen rechtgeschaffne frächt hernach.
16 Bomanns.
Der guten frücht spür ich noch kaine unter euch, sunder wo
es dem leyb wol thut, als nit beichten, fasten, beten, kirchengeen,
opfern , wallen und mit fleyschessen , auß den clöstern lanffen und
der gleichen ist im brauch, und über das bleybt ir unverschampt
Min vorigen haidnischen lästern, als geytz, eebruch, hurerey, feind-
schafft, auffrur, zom, zanck, neyd, haß, nachreden, mordt, untrew,
spilen, gotzlestem, zutrincken, sauffen, tantzen, hoffart, stechen,
rennen, ungehorsam. Auß disen fruchten man euch hayden und
nit Christen urtailet ; wann Christus spricht Matthei am vij (20) :
25 Hey iren fruchten solt ir sie erkennen.
Beichenbnrger«
Sie seind layder den wenigsten tail Christen, die sich schon
des ewangelion rnmen; wann der sprucli bleybt war, Matthei xxij
(14): Vil seind beruffen, wenig aber außerwölt. Dise haben nur
so ein gedichten won , auß fleysch und plut erschöpfft , und wenden
die ewangelischen freyhait zur lust und räum des fleysch, darvor
Paulus warnet (Galat. v), tretten also die edlen margariten ins
kot wie die schwein (Matthei vij), bleiben also in iren vorigen
haydnischen lästern ersnffen nnd verstockt, dem ewangelio zn grosser
ß Schmach und er[Bl. 10']gernüß. Mit der zeyt wirt aber gegen
solchen und andern der gleich gehandelt nach der leer Pauli j. Co-
rinth. v. Got erbarm sich ir und unser aller; wann wir seind alle
Bänder und ist kainer, der nicht sündigt, iij. Regum viij.
Habs 8«ohi. XXIl. 5
- 6«
Eamannft.
So hör ich wol, die reell t«n Ch riß tan leben aucli uit ow »iüiidd*
E ai üb enb arger.
Ja, es sU'i4 j. Joliünniüfi j (10): So wir sagen, wir haben kain
f> sündt, so verfieni wir nuB Belbs, und die warhelt ist nft in imi;
wann weil fley^cb und plal lebet, sucht es alle zßyt das seiu wider
den geyst, wit- Ua ^scb geinstet vvider den geyst
und den geyst wid dienet das creütz und leyden
zu. Wie j. TeLri fleyscli lejdet, der hört auf
10 von süncien. Auch iBwelte fallen zu s^eyUen in
äussere lastei", als (ij. Eegnni xj) niid Peirnin
in die verlaugnung \^ und kmubt inen doch alles
zu gut, w^erdi'n ni t dnrsti^ nacli gottes barm*
hertzigkait, schreyt tter, vergib uns unser scbnld
16 (Koni, viij lo), Mal tu Hlßdanu von got §renedig-
klich angenunuiien, tun (Lnce am xv), und fester
im glauben, dann ^ d auffsteeo wert für and für,
wie Proverbionini am xxliy (16): Der gerecht feit im tag siben
mal, biß doch cndtlich iin tedt der alt Adam, fleyscli niid plnt, gar
"-" untergeet; alBdann knmbt ein volkummen geistlich leben; des durif
wir hie mit nichte warten in dem leyb der sünden.
Romanas.
Ich hab sorg, lieber Juncker, [Bl. 11] wenig leüt nemen dise
leer der massen an, wie ir saget. Man spürt ye w'eder gotzdienst,
-■'' noch die werck der lieb u s. w.
Reichenbarger.
Ir saget ymmer spüren, spüren ! Wilit ir nicht, das reich gottes
kumbt nicht mit auffmercken, das man mücht sprechen: Sihe hie
oder da, sunder es ist inwendig im hertzen (Matthei am xvij).
5'^ l)er wäre gottes-dienst geet nicht mit eussern geberden : die waren
anbeter beten got im geyst und in der warhait an ( Johannis am iiij).
So geend die werck der lieb gegen den nechsten gantz einfeltig
in der stil on allen bracht. Derhalb mainen die werckheyligen, es
diene niemant got, wie zu der zeyt Helie (iij. Regum am xix),
:^r) maint auch , er dient allain dem w aren got in Israel , waren doch
wol siben-tausent, die ire knye nit vor dem abgot Baal gebogen
betten und got dienten. Also auch maint ir geystlosen, es besser
sich der haylsamen ewangelischen leer niemant, sey t die aufwendigen
67
sandt noch im schwanck geend, voraaß von den, die sich ewange-
lisch rümen, mit sampt andern weltkindern. Also muß es aber
geen : wie die Philistiner, Cananiter, Zidoniter, Hettiter unter Israel
wonten ( Judicnm iij), also muß gnt und böß nnder einander wonen ;
s got aber waiß die gotseligen auß der versuchnng zu lösen, die
gotlosen aber zam tag des gerichts zu peinigen, ij. Petri ij. Also
erhelt got die seinen in der boßbafftigen weit, wie die drey kinder
im feurigen offen (Danielis am iij), wachsen also under den [Bl. IT]
weltkindern auf, in der stil, veracht, verfolgt und verschmecht,
10 unachtsam wie die lilig under den dörnem (Canticorum ij) , der
weit gantz unbekant biß zu derzeyt der emt; alßdann werden die
weltkinder mitsampt dem unkraut ins fear geworfifen und die kinder
gottes mitsampt dem waitzen in die ewig schewren behalten.
Bomannt.
w Hört, hört, man leütet vesper! Wie sein wir in das gezenck
kummen? Mein furgenummen sach ist noch unaußgericht.
Beiehenburger.
Ir habt uns zwar gnug bestochen; ich glaub, seyt ir uns der
leer nicht sehenden kündet, so weit ir sie schmähen mit unserm
M sündigen leben.
Romanas.
Ey, so thüt euch des haydnischen leben ab (j. Petri am iiij),
lebet nach dem willen gottes christlich ! Alßdann spricht man : Dise
uewe leer ist auß got ; wann das volck wirdt gotselig darvon, wann
^ ein guter bäum kan ye kain böse fruclit bringen. Ein gutter
mensch bringt guts lierfür auß dem galten schätz seines hertzen
(Luce am vj. capitel 45).
Reiohenbarger.
Ir seyt übersichtig; secht nur in die höhe auff den grossen
* weltlichen hauflfen , der dann (wie vor) alle mal mit lesterlichen
Sünden herein-fert. Daran werdet ir dann gar starnblindt, falt
wider zu-ruck auif ewer zierliche gleißnerey, halt die für heylig.
Wo ir aber recht wolt , solt ir in die schrifft schawen , was got
geboten, verboten oder frey gelassen het. Wann ir durch gnad
»das ergrifft, alßdann wurdt ir der kutten und aller auffsetz nicht
hoch achten.
5*
Eonimii, im. 12]
Ich hab noch kain last zu. ewerai bftaffeii, wejl alsö ratzigs
und reüdigs 'hnclieinaiider geet. Wenn aber ein hyrt nii4 ein
schaffstal wuiilt, alßdanü wölt idi mein kutteii au zann Uencketi
und zum hauJtVn t retten. Es hat auch innat uooli ein griff, ist der
feel, ist es ncM'h hohe zByt,
O^I^L^-l.«
4
Ir seyt des vol lAgt E&aie am Ixv (2): Den
gantzen tag hah J ßgereckt zum volck, das im
10 nicht sagen lel5t. luii . Daramb scUawt, das ewer
liucht nit zu S]uil im i geachehe (Matthei am xxii|j).
Ein ander mal P mit wiaaan, lieber Juncker
Reiclienhurger. Ltpl
Amen.
Psalmo. j.
Selig ist der man, der sich tag und nacht übet im gesetz des
herrn. Er wirdt sein wie ein holtz, gepflantzt zu den Aussen der
üo Wasser, das da gibt sein frücht zu seiner zeyt.
n
69
Eyn gesprech eynes eYangellschen Christen mit einem
LatherischeD y darin der ergerlich wandet etlicher, die sich
lutherisch nennen, angezaigt und brflderlich gestrafft wirt.
[Bl. 2, bes. Aij] Hanf.
6 Grüß dich got, lieber bmder in Christo!
Peter.
Got danck dir, lieber bmder Hans? Wann geestn? Das ist
mir ein seltzamer gast in meinem hawß.
Hans.
10 Wolanff gen predig! Man hat das erst gelewt, nnd gib mir
almit mein büchlein wider von der christlichen freiheit! Hastns
aber deinem schweer, dem alten Eomanisten, gelesen?
Peter.
0 nayn!
15 Hans.
Wie so? Hat er sich noch nit bekeret?
Peter.
Ey, ich hab in, yetzt am freytag acht tag, gar anß der wiegen
geworfen.
>o Hans.
Warmit?
Peter.
Ey, da kam er unversehens zu mir, da assen wir eben an
einem kelbern praten. 0, wie hub der man an zu fluchen und
1 Im «raten (rerloreneo) spruohbaohe, bL 312 »Ein dialogna von dem
waeeher mgereimt«. Dm generftlregister giebt bl. 314 an und nennt es Das
getpreeh vom wueober. Vergl. s. 6 anni. 4 febit A.
70
schelten, sam betten wir einen ermört, wie dann alle Romanisten
thund. Seyther hat er kein wort zu mir geredt, ist nye in mein
hawß kommen.
ft Ey, ey, du hast unrecht daran than, so du weist, das dein
schweer evangelischer freyheit noch nnbericht ist.
Peter.
Wie? Ist dann fleisch essen sündt? Ich main, da heuchelst.
Knfft nit Christus das volck zu im, Matth. xv, und sprach (10 f.) :
10 Höret zu und vememptz! Was zum mundt eingeet, das vemn-
rainigt den menschen nit , und Luce x (8) : Wo ir in ein stat
kommet, da esset, was euch fiirgetragen wirt, und Joan. vüj (36) :
So euch der lun frey machet, so seyt ir recht frey, und Paul,
ij. Corinth. iij (17): Wo der geyst des herren ist, da ist freyheit,
16 und Roma, xiiij (14) : Ich weiß und bins gewiß in [Bl. 2'] dem
herren Jesu, daß an im selbs kein speiß unrayn ist, on dem der
es für unrayn rechnet, dem ists nnrain. Und zu Tito, j (15) : Dem
rainen ist alles rayn, den unrainen aber und unglawbigen ist alles
nnrain, wann unrayn ist baide ir synn und gewissen, und wider
20 Roman, xiiij (22) : Selig ist der, der im kayn gewissen macht über
dem, das er annimpt. Lieber, was sagstu zu disen Sprüchen?
Hans.
Du hast war: fleisch essen ist an im selber kain sünd, seyt
es von got frey und unverpoten ist. Paulus aber spricht j. Corinth. x
25 (23 f.) : Ich habs zwar alles macht, es ist aber nit alles nützlich;
ich hab es alles macht, es pessert aber nit alles. Niemant such,
das sein ist, sonder ain y etlicher, was eins andern ist. Und j. Co-
rinth. viij (9): Sehet zu, daß ewer freiheit nit werd zu ainem an-
stoß der schwachen. Und zun Römern xiiij (1 f.) : Den schwachen
so im glauben nempt auflf und verwirret die gewissen nicht. Einer
glaubt, er mög allerley essen ; welcher aber schwach ist, der isset
nur krawt, und weyter in dem capitel (21): Es ist vil pesser, du
essest kayn flaisch und drinckest kayn wein, aber das, daran sich
dein bruder stösset, ergert oder schwach wirt. Hastu den glawben,
86 80 hab in bey dir selb vor got.
Peter.
Es steet auch hyn wider j. Cor. x (29) : Warumb solt ich mein
33 da« C. dmü A.
71
fireihait lassen nrtailen von einer andern gewissen? Dann so ichs
mit dancksagnng nieß, was sölt ich dann verTestert werden ob dem,
dammb ich danck?
Hans.
5 Paulus [Bl. 3, bez. Aiij] spricht im text hernach (32) : Seyt
unanstössig baiden, Kriechen und den Juden und der gemein gottes,
gleich wie auch ich mich yederman, in allerlay gefeilig mach, und
säch nit, was mir, sonder was vilen zudreglich ist, das sy selig
werden.
10 Peter.
Ich ker mich nichts daran. Es stet Galatas v (1): So bestet
nun in der freyheyt, darmit uns Christus gefreyet hat, und lat euch
nicht widerumb in das knechtisch joch verknüpffen. Und Colosenn.
ij (16) : Lat euch nyemandt gewissen machen über speyß und tranck
u und über etlich tag. Und weiter (20) : Seyt ir dann nun gestorben
seyt mit Christo von den menschlichen Satzungen, was lat ir euch
dann fangen mit Satzungen , als wert ir lebendig , die da sagen :
du solt das nicht anrüeren, du solt das nicht essen noch trincken,
du solt das nicht anlegen! Und noch klerer j. Corinth. x (25):
»Alles, das auff dem fleischmarck fayl ist, das esset und forschet
nicht, zu verschonen der gewissen.
Hans,
Lieber, es volgt weitter im text j. Corinth. x (28): Wo aber
yemant würt zu euch sagen: diß ist götzenopffer (wie dann auch
25 unser ilaischmeyden götzenopffer ist, welches wir anß menschen-
gepot und nicht auß gottes-gepot meyden), spricht Paulus, so esset
nicht und verschonet der gewissen des, der es antzeücht. Und Ro-
ma, xüij (15): So aber dein bruder über deiner speiß betrübt wirt,
80 wandelst da schon nit nach der lieb. Lieber, verderb den nicht
»mit deiner [Bl. 3'] speyß, umb welches willen Christus gestorben
ist. Und j. Cor. viij (11 f.): Und wirt also ob deiner erkentnuß
der schwach bruder umbkomraen, umb welches willen Christus ge-
storben ist. Wenn ir aber also sündigt an den brüdern, und Schlacht
ir seh wachs gewissen, so sündigt ir an Christo. Darumb wenn
»die speiß mein bruder ergert, wölt ich nit flaisch essen ewiglich.
Wie gefallen dir diese sprüch von sant Paul?
Peter.
Was ist uns unser freyhait nütz, wenn wir ir nit prauchen
dürffen ?
Die ist iiriB so vll uüLä, ilaÜ wir wJBBen , daß nns alle speyß
unschedlich ist Aber timb der scliwacUen wükß s5ln wirs meiden,
wie Rom. xv il): Wir aber, die wir etarck sein, s?5Uea tragen d#r
ß Kcliwachen gepreciiHcbkait, und oickt aiD gefalleu aD uns selber
haben; waiiti e^ i^teet j. Gor. x (12); Wer sich lest duuckeo, er
stee, der scliaw, daß ea* nit fall, Ee eeind ewer (hab ich sarg) vil,
die Haysch ejjsen aiK ^-^ — ' ^ ^— sl, füi'witE oder wo Ulis t, und
seinddoch uiii^efrräm werden au ff die leUtj wancken
10 in iiem gewis^sen. ] , Rom. xiiij (23): Wer über
darüber wancken wi lat, der ist verdampt, dann
es geet nit awö den be? nicht aaß dem glauben
geet, das m äiindt.
if» Ach , lieber bru'
babilonisclieiy i^efend
cliristlichen fr^^yliait
[Bl. 4] geprancben?
lg' söln wir d an noch In der
Tönii^cben ketten, und unser
und allen stucken nit frey
Hans.
20 Lieber brnder Peter, hab gedult ! Paulns ij. Thessa. ij (8) spricht :
Per herr wirt in erwürgen mit dem gaist seines niunds und wirt
sein ain end machen. Darumb , lieber bruder, laß dir mit sampt
mir und uns allen benügen , daß unser gewissen frey und unver-
punden ist zu sölichen menschlichen auflfsatzungen , der seien hall
25 betreft'ent, und last uns fort solche und dergleichen pürd eüsserlich
mit unsern mitbrüdern williglich tragen, wie andere Statut und
bürgerlich sitten, wie Galat. v (0,2): Kyner trag des andern last,
so werd ir das gesatz Christi erfüllen.
Peter.
30 Ich hör wol, ich muß den alten weibern und mennern zu lieb
wider underschaid der speiß machen, die doch von Christo verworften
seind. Matth. xv (13): Eyn yetzliche pflantz , die got, mein hym-
lischer vater, nit gepflantzt hat, wirt außgerewt.
Hans.
35 Hör Paulum zun Römern am xiiij (17): Das reych gottes ist
nit essen noch trincken, sonder gerechtigkait, frid und frewd im
heiligen gaist, und j. Corinth. viij (8): Essen wir, so werden wir
nit besser; essen wir nicht, so werden wir nit weniger! Nun so
73
wir aber flaisch meiden zu verschonen unsers nechsten unwissenden
bmdere gewissen, alßdann geet solches meiden auß glaub und lieb,
und ist got gefellig, welches got vor ain grewel war.
Peter.
) So hör ich wol, ich muß wider ain gleißnerisch Romanist
werden und alle Ordnung und kramantz mit in halten.
Hanf.
Also, was ( Bl 4' 1 du on ergemuß deines nächsten kanst undter-
lassen, magstu wol thun. £s ist allayn on ergeninß willen des
10 nächsten zu thun. Derhalb thu, wie Paulus j. Cor. ix (19 f.): Wie-
wol ich frey bin von yederman, hab ich doch mich selbs zum
knecht gemacht, auff daß ich ir vil gewinn; den Juden bin ich
worden als ain Jud, den hayden als ain hayd , den schwachen als
ain schwacher, und bin yederman allerlay worden. Und ij. Co-
urinth. xij (11,29): Wer ist schwach, und ich werd nit schwach , und
wer wirt geergert, und ich prenne nicht? Also laß uns auch thun
nach dem gepot Christi, Joannis xi^j (34) : Ein new gepot gib ich
euch, daß ir euch underainander liebet, wie ich euch geliebt hab.
Darbey wirt yederman erkennen, daß ir meine jüngere seind.
M Hörstu, die lieb ist die recht prob aines Christen, und nicht das
flaischessen, wenn das können hund und katzen auch wol.
Peter.
Lieber, es hilft nichs an in; so wir ir gleich lang verschonen,
sye werden nur erger und verstockter ; darumb gilt es gleich, man
25 eß oder laß.
Hans.
Lieber bruder, wiltu ir nit verschonen, so schon doch das
evangeli und wort gottes, welches durch ewer flayschessen verlästert
und ketzerey gescholten wirt; wann das flaischessen ist dem ge-
30 mayn man schier der allergröst anstoß und ergemuß an der evan-
gelischen 1er. Got erleucht ire blinthait mit seinem götlichen wort !
Es ist an in erfüllt der spruch Pauli ij. Thessalo. ij (10 f.). Dar-
umb da sy [Bl. 5, bez. BJ die lieb der warhait nit haben anffge-
nommen, daß sy selig würden. Darumb wirt in got krefftig irthumb
35 senden, daß sy glawben der lügen, auflf daß gericht werden alle,
die der warhait nit glaubt haben.
*
1 Tnwieienden? ▼nwiasende A. 8 da? die A. 10 thu C. die A.
17 newe A.
Ks ist leiili I war, icb Imn wol naclipawm, ©o aineraia bifisen
Ilaisch an aiiu'm freitagr B?Jlt essan^ er n«m im grösser gewisaeti
darumb, dann so er alnen umb er und gut belüg oder bedrtig.
Hans,
Ach, liebrr h rüder, lo tbu so wöl nnd meid flfiyüch essen, oder
thu es ye gar Iniu" • - •• - geergcrt WL^rd.
Wolan, ich wl
1*^ in den wej^ schad
efi soweit nit be^itiutico, dafS
Wohin, \vi»]auf
lew& Am drill an die predig,
Ks ist erst das nein Bchweer kuiuptf redt In
if> an des evangeÜ haltjen !
Maister ülrieh. ^^^^
Got grülj euch, ir hitherischen levvt !
Hans.
Habt danck! Ir knnipt eben recht. Lieber ma3'ster Ulrich,
20 geet mit uns an unser predig !
Mayster Ulrich.
IcIj widt ec. dal) cwer prediger hing; vr ist ain ketzer.
Hans.
Ky, lieber nuiyster lUrich, wie so ?
25. Mayster Ulrich.
Da sagt mein ayden da, wenn erkumpt: Unser prediger sagt,
man dürft' nymmer beten, den hayligen dienen, fasten, beichten,
wallen, meli h('»ren, vigilg, seelmessen, jartag stift^en, aplaß lösen,
und sey kain gut werck zur seligkait nütz, un^l noch gröber possen,
30 darnach sich dann mein ayden mit sein gesellen helt. Er wayß
[Bl.o'l wol, was ich yetzund mayn.
14 kuopt A.
75
Hans.
£y Peter, Peter! dn thnst auch nnrecht daran, du nnd dein
gesellen fart mit solchen stncken heranß: das nnd das sagt nnser
Prediger, nnd sagt doch nit nrsach dabey, wie es ench der prediger
^ hat gesagt, nnd stürtzet die ainfeltigen lewt von der leer, die ver-
fluchen darnach die christlichen prediger nnd fliehen darnach sölliche
ir predig, daran sy den grnndt möchten hören, nnd verlestern das
hailig wort gottes, nnwissendt nnd sprechend: Ist das die newe
leer, so will ich in meinem alten glawben pleiben. Wer ist schuldig
18 daran? Allain ir nngehobleten knebel. Du aber, deins gleichen
wert mir holt oder feindt, gilt mir gleych; es ist ye not zn sagen.
Wann ir aber Christen werdt, so handlet ir christlich nnd saget
den unwissenden die tröstlichen wort von Chdsto, die ir von dem
prediger gehört het, nemlich daß der tod Christi sey das aynig
i& werck nnser erlösnng, nnd wie der hymmlisch vatter Christo allen
gewalt hab geben im hymel nnd anff erden. Denn Christum allain
s5ln wir hören: was er haist, söln wir thnn; was erverbewt, söln
wir lassen; was er frey last, hab niemant zu verpieten, weder im
hymmel noch anff erden, bey der seien hayl ! Und wenn ir solches
20 den lewten vorsagt , das möcht die hertzen der unwissenden er-
waichen, daß sy darnach auch an solche predig kemen, nnd hörten
selbs den grnndt, dardurch sy kemen zu warer erkandtnuß der
[Bl. 6, bez. Bij] warhayt gottes. So viel dann das ander menschen-
gesatz und ganckelwerck selber zu poden.
t5 Maister Ulrich.
Darvan hielt ich auch raer, wenn man von guten dingen sagt ;
ich hörs aber von den Lutherischen nit vil. Es kumpt ye ain
gantzer tisch vol Lutherischer herein zu meinem ayden, und hört
doch warlich ainer kain gut christlich wort von in. Da heben sy
^ an, münch und pfaffen außznrichten , es neme ain hundt nit ain
stuck brot von in, nnd welcher baß mag, der ist maister nnder in.
Darnmb Inst mich ir lutherische weyse gar nit.
Hans.
Peter, Peter, das ist wider die lieb des nächsten. Matth. vij
*^(12): Alles, das ir wölt, das euch die lewt thunt, das thunt auch
in hynwidemmb! Nun wölstu ye nicht, daß man dich also auß-
bleßniert; wann sy seind so blindt, armselig und verstockt, daß
♦
31 voB in B. von im A.
76
man billicher mitleiden mit in hett und got für sy bat, dann daß
man ir schand, laster nnd ongerechtigkait also aaßschreyt und
tischmerlin darvon saget.
Peter«
& Ey, dürfen sieß dann than, so müssen sieß von in sagen
lassen; es ist ye die warhayt.
Hans.
Ob es recht sey, hör Paulnm zun Römern y (1): 0 mensch,
du kanst dich nit entschuldigen, wer du bist, der da richtest; dann
10 warin du ayn andern richtest, verdampst du dich selbst, seytemal
du eben das selb thust. Verstee mit dem hertzen, darin da ain
andern richtest.
Peter.
liieber, sy han uns lang | Bl. 6'] am narrensayl umbher-gefürt;
ib wir wollen sy widenimb mit solcher maß bezalen, wie Apocalip. xviij
(6): Bezalt sy wider, wie sy euch hat bezalt, und machte ir zwi-
feltig nach iren wercken.
Hans«
Es steet aber Mattliei v (44): Liebet ewer feindt, benedeyet
20 die euch maledeyen, thunt wol denen, die euch hassen, bittet für
die euch belaydigen und vervolgen. Und j. Petri^ (3,8): Entlich
aber seyt besinnet, mitleidig, brüderlich, hertzlich, ^üntlich. Ver-
geltet nit böses mit bösem, nit Scheltwort mit Scheltwort, dargegen
benedeyet u. s. w.
26 Peter«
Söln wir dann lachen darzu, so maynten sy, uns were wol
darmit. Ich sich wol, es kumpt ain newes geschray über das ander,
wie man die Christen von des evangeli wegen stürmet, facht, ver-
prennet, verdreibt, die land verpewt in dem babilonischen reidi.
80 Hans.
Lieber brnder, das ist uns alles vor verkündt durch Christum,
wie es geen wirt. Liße Matthei x, Marci am x\j, Luce am x]g
und Joannis am xv : da findstu alle die vervolgung, so dann yetznndt
anfacht über die Christen zu geen.
36 Peter.
Es were aber schier besser, wir schlügen mit feüsten darein,
77
nach lawt des sprachs Apocal. xvüj (6 f.): Mit welchem kelch sy
each eingeschenckt hat (verstee die babilonisch hör), schenckt ir
zwifeltig ein, and wie vil sy sich herlich gemacht und gail gewesen
ist, so vil schenckt ir qnal nnd leiden ein.
s Hans.
0 nayn, es steet Dente : xxxg (35) : Die räch ist mein, spricht
[Bl. 7, bez. Biij] der herr, nnd Apoc. xiij (10) : Wer ins gefencknnß
fürt, der wirt ins gefencknnß geen; nnd wer mit dem schwert
tddtet, der muß mit dem schwert tödtet werden. Und Matth. xxvj
u (52): Wer mit dem schwert ficht, der wirt am schwert verderben.
Also wirt sy der herr wol finden, wie ij. Petri ij (12): In irem
würgen werden sy erwürgt werden! Darnmb sey dn zu-frid nnd
pleib in deiner christlichen gednlt. Luce vj (29): Wer dich aaff
ain backen schlecht, dem piet den andern anch dar; und wer dir
» den mantel nimpt, dem weer auch nit, daß er dir den rock neme.
Peter.
Wie? söln wir dann irer verfürischen driegerey recht geben?
Hans.
Nayn! Wo ir in under äugen seyt und sy die evangelischen
M warhait verlestem, da schweigt nit, sonder widerlegt in ire menschen-
geschwetz mit dem wort gottes, und handelt nichts wider sye mit
rumor oder geschray; wann das ist unrecht und dem gemaynen
man gantz ergerlich.
Peter.
» Ey hat doch Christus auch selbs von disen verfürischen wolflFen
verkündigt, und auch in irem abwesen, nemlich Matth. vij und xxiiij,
und Marci am xiij, Luce am xxj. Da hat saut Paul von in ge-
schriben j. Corinth. xv und ij. Cor. xj, Galat. v, Ephe. iiij, Philipp,
iij, Colo. ij, y. Thessa. y und J. Timothe. iiij und ij. Timo. ij, und
so der gleich sant Peter j. Petri. v und ij. Petri. ij und auch j. Jo-
annis üij und ij. Joan. j.
Hans.
Merck, das ist darumb, wie steet Rom. xv (4): [Bl. 7'] Was
uns fürgeschriben ist, das ist uns zur leer geschriben, auff daß
»wir durch gedult und trost der geschrifft hoffnung haben. Also
*
17 verfUrisoben K. verfürisebe A.
seind wir durch die ballig ^eschrifft ge warnet vor in nnd irer ver-
füning, auff dui> wir unser gewiss*!» in nit underwer^en sollen,
sonder aynig und allain dem nnwanrlelbaren wort g'ottes.
*
P#ter.
ß Warumb si lireyen dann unser prediger der g-aiällicliea falsche
verlürisclie leei, j^^otßdienst, göfwt und leben also aiifT der caiiUel
aiiLi? Desgleichen < l sein nachvolgeru adircilieti
vorgeiiielte stark s die cbriKtUche gemayn. Ist
es in recht, so ist
y
Ja, solches pr€ m gesclädit aiiß verpfiicUtar
cliristlicher lieh, d< iss^nden verfürten vokk TM
gut, auf daÜ sy ir liten von den geiuelten ver-
türern. Zu dem ai i äü gnt, ob got dordi sein
16 kretttig wurt aiii U i Paulum vor Damaseo, Ac-
tuuni ix, und aatS womeu at?Q i^uuuts scbäneiu Chriäti macbet
Wo aber söUidi |>i*edigen oder schreiben anß bößem gemüt und
nicht aulj christlicher liebe geet, so ist es unrecht und sünd, wie
nütz und not das werck an im selber ist, nach lawt des Spruchs
20 j. Cur. xiij (3): Wenn ich all mein iiab den armen gebe, und ließ
mein leip prennen , und het der lieb nicht, so were es rair nichts
nütz. Hiebei ist wol zu besorgen , wo ir hindter dem wein sitzt
und [Hl. S\ schendet miinch und ptatten. daß es nit auß christlicher
liebe, sonder auß ubernuit, neydt, haß oder auß böser gewonhait
2r. kunim, welches nachreden in der schrit!"t verpotten ist, nemlich
Ephesio. iiij (29): Last kain fawl geschwetz auß ewerm mund geen,
sonder was nütz ist zur besserung, da es not thut, und weiter (31):
Alle bitterkalt und grimm und zorn und geschray und lesterung
sey ferr von euch. Und Tito iij (2) : Erinner sy, daß sy niemaut
30 lestern , nicht hadern , gelindt sein , alle senfftmütigkait beweisen
gegen allen menschen. Und j. Pet. ij (1): So legt nun ab alle boß-
heit und all«' list und heüchlerey und haß und alles afterreden.
Peter.
Die keren sich dennocht nicht daran, man singt in süß oder
3:. bitter; die seind verstockt wie die phariseer.
12 ileiii K. dun A. 12 verfUrrten A. 31 j.| fehlt A.
79
Hans«
Ey, so laß «y geen wie die hayden, Matth. xviij, wann so ir
sy lang schendet, in flnchet, ist es niemant nütz, and ander lewt,
die bey euch sitzen and hören, die ergem sich daran, sprechen:
& Die Lutherischen können nichs, dann die gaistlichen schmähen, and
wollen sy hawen and stechen, wie kann dann etwas gats hindter
in und irer leer stecken? Es ist teüffels leer mit in, aud fliehen
aach fürbaß die evangelisch leer and pleiben in irem alten irrthumb.
Das ist die f rächt ewers nachredens. Daramb wiltn ain warhafter
id Christen sein, so meid es and verschon ander leüt daran. Zn dein
so wölt ir all, die ir each latherisch nennet, an dem frammen
man, dem Lather, ainen deckmantel ewer nnschicklikait Sachen,
und each seiner leer nit gemeß halten ; [Bl. 8'] dann obwol Lather
die christlichen freyhait za erledigang der armen gefangen gewissen
i^angezaigt, hat er doch daneben darch seine schriifteu nnd predig
meniglich gewarnt, wie er dann noch für and für that, sich vor
drieglichen, ergerlichen, anchristlichen handlangen zn hüten and
nit also dem evangelio and wort gottes zam nachtail mit der that
zn schwärmen nnd gleich den nnbesynten za rasen. Daramb ir
so each in diesen ewern angeschickten handlangen des christlichen
mans doctor Lathers, der es so gat christlich and getrewlich mayut,
za ainem Schandfleck nit billich gepraacht. Dann was christen-
lichen erbam gemüts, was gegrünten glawbens und vertrawens
mögen sich doch die behelffen, die mit aaßwendigen geperden, als
« die gaistlichen an irem leib, eer and gut zu verfolgen, dem nächsten
mit flaischessen und andern ergerlich zu sein, anfahen Christen zu
sein! Und da zaigen diese frucht an, daß der bäum gewißlich böß
mid faul ist, Matthei vij.
Mtister Ulrich.
w Ja, maister Hans, wann ir etwan da werent, wann die Lutherischen
bey ainander seind, und bringen ainen ander sich, der nit lutherisch
ist, da hörent ir, wie sy der lewt verschonen, ja hynder sich, da
halten sie faßnacht mit im und legen sich alle über in, der muß
\t Romanist, papist, gleißner und werckheilig sein, und reden im
^ so spötlich und hönisch zu, daß er under inen sitzt wie ain pfeiffer,
der den dantz ver[Bl. 9, bez. C]derbt hat, und waiß nit, in welche
ecken er sehen solL
*
16 meniglob A. 2b iren A. 34 werckheilig A.
0, ir groben rülUen, ewer Uertz aßlt &icli frewen (wo Ir anders
recht Christen wert), wo ir unwlsseTide lewt Hberkeiupt, daii ir Ifl
das wortgottes (daspftindt, das euch geben ist, MattU. XX?) brüder-
lich inittaylet: so fart ir zu und verapot sy.
Feter.
Lieber, sy vei
sich so ungeschickt
in dann darzu In^lft
Ach nayn, uml
und schwachen ge^
wont, ir kucheapre^
von auff ire erticht
16 vvort ir der schrifft
uarrendeding und s
B ia der scliriift and »teilen
; In ain karrtMi ; m maß man
ehonet der unwbsendeii
)eii des Worts gottea nit ge-
daranf gewisen, sonder dar-
Äuchüeiud unnütz und spot-
(4): Schampere wort und
li nit znr Bach reymet, ent-
, ungeystlich lose gesdiwetz
I
schla dich, und ij. 'i»iijv. *j v*"j"
entsclilahe dich ; «lauu es fodert vil zu ainem gotloseii wesen^ sonder»
wie Paulus Colo. iij (16): Last das wort gottes reichlich in euch
20 wonen in aller weißhait, und leret under ainander selbs!
Peter.
Lieber, es sein vil alter grawer menner, die rümen sich auch,
sy wissen das evangeli , aber sy legens nach ireni kopff auß, und
wenn maus im grund fragt, so versteen sy eben als vil im evan-
2& geli als ain kuwe im bretspill. Soll man ir nit spotten darzu und
sy straifen ?
Hans.
Hör Paulum j. [Hl. 9'] Tinio. v (If.j: Den ehesten schelt nicht,
sonder erman in als ain vatter, die jungen als die prüder, die alten
30 weiber als die inütter, die jungen als die Schwester. Merck, hie
hastu die weise, wie es als lieplich und holtselig muß undter-
wisen sein.
Peter.
Es seind aber etlich gaistpolster darundter, die lauflFen alle
35 kirchen auß und wollen got den hymmel mit iren wercken abkauffen,
und wenn man in von dem rechten gotßdienst sagt, so lecken sie
hyndten und t'orn auft", und kann niemaut mit inen naher kommen.
81
£y, da must in Iren irrthomb freüntlich anzaygen, wie Gal. vj
(I): Lieber prüder, so ain mensch in ainem laster begriffen wirt,
so strafft in mit senfftmütigem gaist, ir, die ir geistlich seyt.
5 Peter.
Ja, sy nemens nit an and sprechen, wir söln ans selber bey
der nasen nemen.
Hans.
Da knmpt heraaß, von dem ich stets sage : sie ergern sich an
loewerm rohen leben.
Peter.
Sollen wir dann ain gleißnerisch leben füren, wie die münch ?
Nayn, sonder ain leben wie die Christen, wie Paalas Rom. xiij
15(13): Last ans erbarlich wandeln, als am Hecht; nit in fressen and
saaffen, nicht in kamem and geilheit, nicht in hadern and eyffern.
ündEphe. iiij (1): Ich erman each, lieben brüder, daß ir wandelt,
wie sichs gepfirt ewerm bertiff, darinn ir berüffen seit, mit aller
demat, senfftmat and langkmat, and vertrag ayner dem andern in
»der lieb, und Paalas beschreibt die arsach Phil. [Bl. 10, bez. Cij]
ij (14 f.): That alles on mnrmalang and on verwirrang, aaff daß
ir seyt on dadel and laater and kinder gottes, ansträflich mitten
andter dem anschlachtigen and verkerten volck!
Peter.
25 Sie verachten aber die geschrifft and wollen ir alte gewonhait
halten. Sagt man in schwartz, so sagen sy weiß, sprechen, ob
die geschrifft in der bibel alle war sey, und wenn man in mit
höchstem fleiß christliche leer vorsagt, sprechen sy alsbaldt : Hastu
mein genß nit gesehen? Wer kann in dann schweigen darzu?
SA Hans.
Paalas schreibt ij. Timot. ij (24 f.) : Eyn kneclit des herren
soll nit zenckisch sein, sonder vetterlich gen yederraan, lernhafftig,
der die bösen tragen kann, der mit senfftmat straff die wider-
spenstigen, ob in got dermalains büß gebe, die warhait zu erkennen.
«Und j. Petri ij (15): Das ist der will gottes, daß ir mit wolthun
verstopfft die nnwissenhait der menschen, als die freyen, und nicht,
als hett ir die freihait zn ainem deckel der sünden.
Hänt 8achi. XXII. 0
Peter.
Lieber, sv JuacbeDö zu grob, sy geben böse wort an^
werlTen mit kelK€rljöi>ffeD nnder uns, tind so wir mt bjnwider bissen,
so schrieen ^y : Fro, Lie ge^ onneT!, bie gewnüneii ! Darumb igt no%
(laß man in dei) kolbeu auff den Bcbilt leg.
Hik&s.
Oho, wiltu Cl
Wort leyden. wie \
Pallium Rom. xij i
10 und maledeitt nich,
euch selber nit! H
senfftmut on alle ^
nicht also grob mi
stuck, darmic man
i"» der etwan stuist vi
weg gebirt es nar
den, die im anUa
nd leren und magst nit
oder den todt leiden? Merek
dio eacb vervolgen ; benedeiet
»t nlt böses mit bösem, rediet
auß christlicher lieb in aller
, soll 68 frucbt bringen, nnd
. Es ist aucb ain mercklich
r von der evaDgeliechen leer,
1 die leer aniiemen, aber den
l wort gottes, dergleichen äh
ketzer und das wort gottes
ketzerey. Du seyt ir aUayn sckuldig an mit ewerm flaiscbee&eiij
rumorn, droen» sehenden nnd lestern der geystlicben und dem
20 puchen und hadern und verachten der aynfeltigen, daß ir vil über
euch auüspeyen, wo sy euch sehen, dergleychen über ander framme
Christen, die nit wie ir, sonder dem evangeli Christi nachvolgen
und aynen christlichen wandel füren, wie sichs gebürt.
Peter.
25 Lieber, ist man uns feindt, das wissen wir vorhyn w^ol nnd
kennen sy auch wnl ; wir sein in aucii nit gar holt, und wenn
sichs begeh in ainem abreitten , wir w ölten gar schon reissen an-
ainander.
Hans.
?.o Awe, ist es umb die zeit, so merck ich wol, es ist nur vil
lieschraylj und wenig wollen um!) euch : hat ir die lieb des nechsten
nit, von nöten kennt man euch nit für junger (yhristi.
Wie so?
Peter.
Hans.
Es steet j. Joan. iij (l'l^f-): Wer nit lieb hat seinen prüder,
dei- i)leyl)t im tod, und wer seinen bruder hasset, der ist ain todt-
83
[Bl. 11, bez. Ciijjschleger. Und Joan. iiy (1 Joh. 4, 20): So yemant
spriclit, er lieb got, und hasset seinen brnder, der ist ain lägner.
Dann wer seinen brnder nit liebet, den er sieht, wie kann er got
lieben, den er nicht sieht? Darnmb furcht ich, lieber brnder Peter,
5 so du mit deiner rott feindtschafft dregst, ir haben den warhafftigen
Ghristenglanben nicht, den got würkt, Colos. ^, sonder ir haben
nor ain menschlichen gedichten glawben aoß flaisch nnd blnt.
Deßhalb anch all ewer gedancken, wort nnd werck seind flaisch
nnd blnt, nnd seind ench selber schedlich nnd nnnntz, nnd ander
10 leüten ergerlich, wenn flaischlich gesynnet sein ist ain feindschaift
wider got, spricht Panl. Rom. vi^ (8). Die aber der gaist gottes dreibet,
das seind die rechten kinder gottes, Rom. vi^ (14).
Peter.
Wie erkennt man sy aber?
16 Hans.
Allain an der lieb, wie Christus sagt Joan. am xiij (35): In
dem wirt man erkennen, daß ir meine jnngere seind, so ir ainander
lieb habt. Und j. Joan. iiij (7 f.): Ir lieben, last nns nnder ainan-
der lieb haben, dann die lieb ist von gott, nnd wer lieb hat, der
Mist von gott gepom nnd kennet gott; wer nit lieb hat, der kennet
got nicht, wann got ist die lieb, nnd wer in der lieb bleibt, der
pleibt in got nnd got in im. Derhalben mag ich woi zu ench
sagen, wie Christus zun Juden Joan. viij (39): Wenn ir Abraams
kinder weret, so thäteu ir die werck Abrae. Also auch ir: wenn
air evangelisch werent (wie ir rümet), so thäten ir die werck des
[Bl. ll'J evangeli, wann das evangelion ist ein wunsam frölich und
lieplich botschafft von Christo. Darumb wann ir auß dem evan-
geli gepom wert, so verkündet ir das evangeli ewern mitbrüdern
in Christo holtselig nnd mit aller ersarakait, und füret ain got-
30 seligen wandel, wie die aposteln, die so frenntlich gegen den leüten
handleten, wie man in iren geschichten durch alle capitel liset.
Darnmb, lieber brnder Peter, merck nur eben mein red umb gottes
willen, und sag es deinen mitbrüdern von mir, wiewol sy mich
ain hewchler und abtrinnigen haissen und halten werden. Da lygt
^ mir nit ain bar brait an , ich han ye die warhait gesagt , welche
dann allmal vervolgt muß werden von den gotlosen. Und wölt
got, daß es alle die gehört betten, die sich gut lutherisch nennen;
villeicht möcht in ir rnm geligeu und erst ain tail leren recht
evangelisch Christen zu werden.
84
Haisler Dlrieli.
Peter, wir dimckt dScU? Wenn maister Han» über dicli keine,
der köndt dich recht auffüesteln- Es ist ye aintnal war: wenn ir
Lutherischen ^i'dchen zücJitigen und unergerlkhcn wandet füret»
f» so hett ewer liM-r ain besiers ans eben Tor Tillen nißnscbeii j die eacb
yetzund ketzer iM^nnen, wurden euch Christen baiasen; tlie endt
yetzt fluchen, würden encb loben ; die euch jetzt ubel-reden» wiird<*u
euch wolsprecht'H j " . . * fliehen, würden encb hsiixn-
suchen, und die euc m, würden von[Bl. 12] euch
10 lernen. Aher mit de orn, pfaffenscli enden, hadern,
ver.spotten, venicbte Migen wandel babent Ir Ln-
therischen der eva Iber aia groes© veracbtang
gemacht.
i
15 Es lygt layiler lejcli unß alleu i^inen geigt
zu leben nach seine ! Man lewt daa drill: wrol-
auft" gen predig !
Maister UlrlDh.
Wohin! ir han mich gleicb Instig gemacht, ich will auch mit
'^0 t'iicii an ewer predig, ob icli ain gutter ('iirist möcht werden.
Das geh got !
Amen.
Hans.
Maister Ulrich.
25 Philippen, ij (1 f.) :
Liehen brüder, ist nun undcr euch irgent ain ermanung in
(.'hrislo, ist irgent ain trost der lieh, ist irgent ain gemainscbafft
des gaisls , ist irgent ain hertzlicli lieb und barmhertzigkait, so
erfüllet mein frewd, dal) ir aines muts und sins seyt, gleiche liebe
30 hallt; nichts thut durch zanck oder eitel eer, sonder durch dennit.
Achtet euch un<ler ainander solhs, ainer des andern obrister, und
ain vetzlicher scdie nit antl" das sein, sonder aut!" das des andern ist.
85
Das liedt Maria zart, verendert und christlich
corrigiert
0 Jesu zart,
Göttlicher art,
6 Ain roß on alle doren,
Du hast anß macht
Herwider pracht,
Das vor lang was verloreu
Durch Adams vall;
10 Dir wart die wal
Von got vatter versprochen;
Aof daß nit würd gerochen
Mein stind nnd schnld,
Erwarbstu huld;
16 Wenn kain trost ist,
Wo du nit bist
Barmhertzigkait erwerben :
Wer dich nit hat
Und dein genat,
20 Der muß ewigklich sterben.
2
0 Christe milt,
Du hast gestilt
Der altvätter verlangen,
25 Die jar unnd tag
♦
1 Im ersten (rerlorenen) meiBtergesangbuohe , bl. 325. Hier nach dem
foiioblatte: Emil WeHer, Uans-Saebs-bibliographie, nr. 135 = E. Vorgl. Philipp
Waekeroage], Das deutsche kirohenlied ron der ältesten seit bis lu anfang des
xtU. jahrhanderts. Dritter band. Leipzig 1870. s. 55 bis 56 und Albert Fr.
Wilh. Fischer, Kirohenlieder-lozicon. (iotha 1878. II. hälfte* s. 186a/b.
In wee und klag
Die vorhell hett timbfangeii,
Sentliclier not
Rüfften: 0 got,
Zureiß des liimmek pfärteii,
Und send uns, des wir warten,
Dan MesBiam,
eyn:
L dein
?erreren
elt;
mit
Btariij den liorren.
l>er Sünder trost auff erden^
Darum dich hat
2u Der ewig rath
Erwelet, mensch zu werdeu
Uns all zu hayl,
Darumb urthayl
Am jünj^sten tag wirst richten,
25 Die dir glawben, mit nicliten.
0 werde frucht,
Ali mein Zuflucht
Han ich zu dir,
Ich glawb, hast mir
80 Erworben ewig leben ;
In dich hoif ich
(xantz festigklich,
Weil du mir gnad thust geben.
0 Christe groß.
Du edle roß,
Güttig on allen enden,
Wie gar gütlich,
Herr, hastu mich
87
Wider zo dir lan wenden
Mit deinem wort;
Mein seel leid mort *
Bey den falschen propheten,
5 Die mich verfüret hetten
Anff mancherley
Ir gleißnerey,
Anff werck ich hofft
Und maynet offt
10 Genad mir za erwerben,
Verlisse dich:
0 herr, nit rieh
Mein nnwissent verderben.
5
16 0 Jesu feyn,
Dein wort gibt scheyn
Liecht klar als der carfanckel,
Es hilfft aoß pein
Den armen dein,
20 Die sitzen in der dnnckel;
Kain rw noch rast
Haben sy fast
Wol in der menschen lere:
Reich in dein wort mit gere,
2ö Hilff in dar-van
Auff rechte pan
und sy selb tröst,
Seyt du erlöst
Hast alle weit gemeyne,
so Das sy in dich
Hoffen aynich,
Nit in ir werck, unreyne.
0 Christe wert,
36 So dein wort kert
Von mir und sich derschaitte.
So kum zu mir,
I^eschütz mich scliir,
Auff daÜ mich nit verlaitte
88
Die meoBchen-ler
Die gleisBet ser
Wer kann ir list erkennen?
Sy thnt sich heillig nennen,
6 Ist doch entwicht
Und lebet nicht!
Allayn dein wort
Das ist der hört,
Darin das leben iste:
10 Da speyß mich mit,
Enzeäch mirs nit
Zu ewigklicher friste!
0 Jesu Christ,
16 War got du bist,
Inn dir ist kain gebrechen;
Es ist kain man,
Der mag und kan
Dein glory groß außsprechen.
30 Dein hohes lob
Schwebt ewig ob.
Dir ist als übergeben.
Was ye gewann das leben,
Alle creatur:
26 0 könig pur
Wens dar-zu kumpt.
Daß mein mundt stumpt,
Leiplich den tod muß leiden,
Dann hilff du mir,
30 Daß ich mit gyr
Inn deim wort mög abscheiden.
Hans Sachs, schuster. 1524.
27 Waokernagel mundt. E mut.
89
Das liedt Die fraw Yom hymmel verendert und
christlich corrigiert.
Christum von hymmel raff ich an
In dysen grossen nöten mein!
b Im gsetz ich mich verschuldet han
Zu leyden ewig helle peyn,
Gen deym vater:
0 Christe, ker
Sein zom von mir;
16 Mein Zuflucht ist allain zu dir,
Hilff, ee daß ich verzweyffel schir.
0 Christe, da mein beschirmer,
Da sun gottes and mensch so zart,
15 Mein gayst ist mir betrübet seer;
Wann sich reget mein sündig art.
Ich stee in angst,
Wie wol mir langst
Het wolgepyrt,
20 Bey dir zu suchen hilff mit gyrt.
So hatt mich menschen-leer verfyrt.
Daramb halt für, herr Jesu Christ,
Das mein gewissen mach mir reyn,
25 Seyt daß du mein versüner bist
Gen got deinem vatter allain.
*
1 Im ersten (verlorenen) metstergesangbacbe, bl. 327. Hier nach dem
folioblmtte: E. Weller, Hans-fc^acbs bibliograpbie, nr. 136. Vergl. Pb. Wacker-
nagel ü. S6 bis 57 und Albert Fischer, I. bälfte s. 76b.
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^^^^^^^^^H^H^^^^^^^^^^^^^H^^I
^H
Wanti ich trag doch ^^H
Mdn hoffDTUif nucli ^^|
Auf dein genad, ^^H
Das cretitz inn ^erlutt nn& mich lud , ^^H
5 Auf daß mein flayach dem gajat idt scliad. ^^|
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liaylaudt, ^^H
Uli
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Da
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10 Uni
tigklJch, ^H
Du
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Wi d glejfisen ay m^, ^^|
1. Uai
?or piejb frey. ^^H
■
Die heylig schlifft saget von dir,
Durch dich allalu kumb eilösuug;
Seyt nun kayn werck kan helffen mir,
►So stat zu dir all mein hoftnung.
Ayniger trost,
Hast mich erlost
Von aller not
Durch dein sterben unnd bittern todt,
Dir sey lob, eer, könig Sabaot.
Amen.
Hans Sachs, schiister. 1524.
91
Ein schone tagweyß, von dem wort gottes. In dem
thon : Wach anff meius hertzen schöne.
Wach aoff, meins hertzen schöne,
Dn christenliche schar,
5 Und hör das süß gethöne.
Das rain wort gottes klar,
Das yetzt so lieblich klinget,
Es lencht recht als der helle tag,
Dorch gott^ gut her-dringet.
10
Der Propheten weyssage
Hört man yetzt widemmb,
Die lang verborgen läge;
Das evangelinm
Man yetzt auch süßlich höret:
Da wirt manich gewissen frey,
Das vor war hart beschweret
Mit viel menschen-gesetzen
20 Mit -bannen und -gebot
Mit gelt-strick und seelnetzen :
Die werden yetzt zn spott,
Vor yederman zu schände,
Für eytel lüg und finsternüß
25 Durch alle teütsche lande.
♦
1 Im ersten (verloreoeD) meistergesangbnohe, bl. 328. Hier nach dein
einieldracke bei E. Weiler , Hans-Saohs-bibliographie nr. 139, 3. Vergl. Phil.
Wackeraagel, s. 57; Alb. Fischer, II. httlfte s. 314 bis 316, und Karl (ioedeke
und Jal. Tittmann, Liederbuch aus dem seohsehnten Jahrhundert. Leipzig 1867.
8. 8. 241 bis 243.
92
ChristaB vil botten sendet,
Die verkünden sein wort;
Ir vil werden geschendet,
Gefangen und ermort,
Die warhayt zu verstecken:
0 Christenhayt, du gottes-brawt,
Laß dich nit mit abschrecken!
10 Kaim gleyßner thu mer trawen,
Wie vil ir ymmer seind!
Vor menschen-leer hab grawen,
Wie gut sy ymmer scheint!
Glaub dem wort gots allein,
16 Darinn unns got verkündet hat
Den guten willen seine.
6
Dem wort gib dich gefangen!
Was es verbieten thut,
20 Nach dem hab kain verlangen;
Was es dich haist, ist gut.
Was es erlaubt, ist freye:
Wer anders lert, wie Paulus spricht,
Vermaledeyet seye!
Das wort dir wendet schmertzen
Für sündt unnd helle pein;
Gelaubstu im von hertzen,
Du wirst von sünden rein
30 Und von der helle erloste:
Es leret dich, allain Christus
Sey dein eyniger tröste.
8
Selig sey tag und stunde,
86 Darinn das götlich wort
Dir widerumb ist kuude.
Der seien höchster hört!
Nichts liebers sol dir werden,
Kain engel noch kain creatnr
In hymel noch anff erden!
0 christenhait, merck eben
Anf das war gottes-wort!
In im so ist das leben
Der Seelen hie nnd dort.
Wer darinn thut abscheyden,
Der lebet darinn ewigklich,
Bey Christo in den frenden.
1524.
94
Ein christlich
8 gTawsam dropn dos
I
nbejtl
onfi lobesame
zeyt,
sein werte
clieöQ *>rte
ifl JU&riJeh verküEden horte
In teütscher nation.
2
Die alt schlang, der satliane,
Der lüg: ^in vater ist,
15 Wölt das gern unterstane,
Verbot mit gschwindem list:
Das wort solt niemant sagen
Bey bann und lebens-ptliclit!
Ir viel ließ er verjagen,
20 Verbrennen und erschlagen;
Doch halff es alles nicht.
Krst thnt die zeen fast plecken
Der falsch satan auB nej'dt,
2r> Mit droen ab-zuschrecken
1 Im ersten (verlorenen) meistergesangbuchc, bl. 3 29. Das genoralregister
schreibt v. 3 »naiiien«. Hier gedruckt nach K. Weiler, Hans-Snch^-bibliographic
nr. 139, 4. Vorgl. Phil. Wackernagel, p. 58 bif 59 und Alb. Fischer, II. hÄlfte
s. ;a3.
95
Dich, werde christenheyt.
Doch bleyb in got bestane;
Wann er sorget für dich,
Spricht, wer dir layds ist thone,
Rür sein angapflfel ane,
Er ist dein hilff warlich.
Sich, wie halflf got, der herre.
Dem Israel darvon
10 Unnd ertrenckt in dem mere
Den könig Pharaon!
Hiericho die mnst fallen
Vor gottes yolck geschwin
Von der drometen schallen:
15 Also hilffet got allen,
Die vertrawen in in!
Anch die Midianiter
Thettem volck gottes not
30 Und die Amalakiter:
Israel rüflft zu got:
Gnedig sie got errette
Durch sein knecht Gedeon:
Da gottes volck dromette,
26 Ain hayd den andern tödte
Hundert- zwaintzig-tausent man.
6
Denck, wie offt got behüttet
Vor Saul den köng David,
30 Der nach seim leben wüttet;
Got in auch wol befrid
Vor seynem aygen sune,
Dem Schönen Absolon,
Der nach seim leben stune,
86 Auß seim reich er entrunne,
Darein doch wider-kam.
Merck auch, wie jrot halif streytteTj
Wider Jerobeam
Zu kmg Äbia !£©ytten,
Den er umbiegt albanif
Das er tut mocht entrinnefl :
er von liynn^,
Bcblug von Inen
neent todt.
i
!ff got kempffen
Dte wolt d€mpfFeii
ser summ,
:ausent moren
üreynenB vöick gottea an,
Do ergrimpl gotles zoren,
Das groß beer war verloren,
20 Ir kainei- iiit entrann.
9
Schaw, wie Uiet got errette
Den köng Ezecbiam,
Den aucb bedroet bette
26 Sennacbarib mit nani.
Der sein beer bett f<-estellet
Wider Jerusalem :
Dei- engel jz:ots ir teilet
Acbtzig-tansent gezellet
3u Und macbet in gezenh
10
Hör aucb, wie got thet kriegen
Für den köng Josapbat,
Do über in tbet zi'egen
3& Amon Moab: do bat
Das volck gottes giotj klagen,
In got het es sein trost:
97
Die hayden thet got plagen,
Thetten sich selbe erschlagen,
Gottes Yolck wardt erlost.
11
5 0 christenhait, merck eben.
Wie got sein feinde stürtzt.
Die wider sein volck streben!
Sein arm ist nit verktirtzt:
Er kan dich wol bewaren,
10 All dein har sind gezelt;
Laß nnr den sathan scharren,
Thu im wort gots verharren.
So bistn aaßerweltl
1524.
Hans Sachs. XXlI.
98
Das lied Yon der erkantnflß Christi. Im thon :
Kosina, wo war dein gestalt.
0 Christe, wo war dein gestÄlt
Bey bapst Silvesters leben
6 Do kayser Gonstantinns gwalt
Im über Rom thet geben?
Fürwar glaub ich,
Het der bapst dich
Durchs gnaden-liecht gesehen,
10 Er hett warleich
Das irdisch reich
Durch dein eer thun verschmehen.
2
Het Gracianus dich erkant,
ib Do er mit fleysch thet schreyben
Das bäbstisch recht, decret genant,
Römisch handtierung treyben,
So het er dir
Der gnaden zir
20 Für all ding zu-gemessen.
Mit der du hast
Durch geystes-glast
All Christen-hertz besessen.
26 Het kaiser Nero seiner zeyt
Erkennet dich der-gleychen.
Er het nit mordet so vil letit,
*
1 Im ersten (▼erlorenen) meittergesangbuehe, bl. 330. Hier gedruckt nach
E. Weller, Haos-Saohs-bibliogr. nr. 139, 5. Vergl. Phil. Waokemagel, g. 69
und Alb. Fischer, II. hälfte s. 136a.
99
Drangen von dir zu weychen,
Der-gleych yetzt vil!
Dmmb ich nit wil
Mich kaim menschen vertrewen:
Allain, herr, dein
Erkantnüß rain,
Die 8ol mich ewig frewen.
?♦
100
Im thon: Anna, dn anfencklich pist.
Ghriste, dn anfencklichen bist
Ain wurtzl unser seligkait;
Anß deinem todt gewachsen ist
5 Ein ewig-werend sicherhait
Zn dem vater,
Gen dem wir seer
Unns versanden teglichen:
0 son David,
10 Dn für nns trit,
Versün nns miltigklichenl
Ghriste, dn eyniger tröster
Aller betrübten hertzen,
15 Zn dir all Christen rüffen seer,
Das dn nns helffst anß schmertzen.
Der feinde streyt
Gen nns anß neyd
All tag gar listigkliclien :
80 0 snn David,
Dn für nns trit,
Hilff kempffen ritterliclien !
Ghriste, dn von götlichem stam,
26 Von got-vater geboren.
Der zn nnns her anff erden kam,
AnlBf das nicht wurd verloren
*
1 Im ersten (verlorenen) meistergesangbuche, bl. 330. Hier nach E. Weller
139, 0. Vergl. Phil. Wackernagel 8. f)9 und Alb. Fischer, I. bälfte s. 70b.
101
Wer in dich glanbt;
Des bist ein haubt
Aller christ-gelanbigeu :
0 snn David,
Du für ans tritl
Dir sey lob ewigklichen.
Im ton: Sai
Q
6 Q
V
8
d
a
h[ayliger] man.
ottea fron,
reysen ;
Üffet an,
reysen,
r
herrej
Haltt UUB auD not,
Dir aey ewi^ lob erel
Got-vater hat dir geben gwalt
In hymel und auff erde,
15 Sündt, todt, teüffel hastu gefalt,
Die hell hastu zerstörde.
Des hab wir fridt,
Sichern zu-trit
Zu got, dem vater herre;
20 Dein pitter todt
Halff uns auß not,
Dir se}' ewig lob, ere!
Die füll der gnad hastu on maß
2b Die schritft thut zeügknuß geben ;
Du bist leben, warhait unnd straß
Zu dem ewigen leben;
1 Im ersten (verlorenen) meistergoeangbuche, bl. 331. Hier naoh E. Weller,
nr. 13Ö, 7. Sieb auch nr. 81. Vergl. Phil. Wackernagel s. 59 bis 60 und
Alb. Fischer, I. hälfte, s. 7 2b.
103
Erschinst doch schlecht
Gleich ¥rie ein knecht,
Trägst imnser sünde schwere;
Dein pitter todt
Halff uns auß not.
Dir sey ewig lob, ere!
IM
Das lied: Ai'h
w gewalt, christlich
r
gcwtüt
^eii kreyU.
t das wurdt golalt,
O
ü
h
11
D ! paradeyli:
Dein gut wflrdt nftt von in gewendt,
Behendt verliiestü in den trost,
Do du sprachst zu Eva, Adara :
„Der sam des weybes euch erlost!"
Ach herr, vernym mein kläglich styui,
Straff mich auch nicht in deinem grym!
Das hertz in mir ist hart versert
Und gar beschwert
Mit aygner lieb und tleysches-lüst ;
•20 Gmüt, syn, vernuufft ist gantz verkert,
Das marck verzert
Gottes gesetz, das üben ist;
Kaiu lab ich hab, die mich enthalt,
Erkalt ist das gewissen mir:
2b llmb hilff ich gilft' zu dir, Christe,
Hilft", ee das ich verzw^eyff'el schir,
l Im ersten (verlorenen) meistorgesangbuohe , bl. 331. Hier nach Weiler,
nr. 139, 8. Vergl. Philipp Wackernagel, s. 60 bis 62 und Albert Fischer.
11. hälfte s. 154 f. 7 das] fehlt im eiiizeldruoke (E). 9 unghorsam.
E vngohorsam.
105
Seyt da bist der ist kommen her,
Za erquicken von ängsten schwer.
Cliri8t«8.
Sünder, dein wort erhör ich nicht!
6 Da thnst mit icht
Gottes willen nacht onde tag.
Dein hertz ist gantz in sündt verpflicht:
Bey böser frücht
Ain fanlen banm man kennen mag.
10 Die weit gefeit dir mit ir lost,
Umb sust, so bista nit auß got!
Dein lieb and trieb ist fleysch, verston:
Der Ion der sünde ist der todt:
Der gerecht der wirdt bhalten schwer,
15 Wo wil erscheynen der sonder?
Sftnder.
Eyniger herr, ich hof, dein göt
Urtayl mich nüt
So streng nach der gerechtigkeyt,
20 Seyt da kämest voller senftmüt,
Do son David,
Zo seligen nnns sündig leüt
Sprachst und der gsond kains artztes dai*ff !
Wie scharp£f halfst am creütz dem Schacher!
26 On dich warlich kain forsprech ist,
Do bist ye der eynig mitler,
Do gottes-lam, das zu uns kam
Und der gantzen weit sünd hyn-nam!
Christus.
30 Sünder, des hertzen ich beger.
Sonst nichtsen mer
Eain süsse wort oder person!
Wann warlich ye nicht ein yeder,
Der spricht : Herr, herr !
86 Wirdt in das reich der hymel gan:
Ir mondt all stondt mich eren ist,
*
14 der wirdt W. herr wirdt E. 33 walich E. 35 der der E.
^^^^^^^^H
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^H
it
^^^^^^1
IM
j
Doch ist ir
herlz von mir g&r we3rtl ^^H
Judas der
was mit Worten gut, ^^H
Sein mal und hert7. vol UaB imd neydt, ^^|
DeH Ijd er
ach und ungemacfa, ^^H
r. Mb aach Simon, dem ssanbrer, gschacb. ^^H
Sttnder.
■
Ob IC^ »läin liQ^i^ fllWi
^ejter pit ^^H
Und I
^^1
AlF di
m thet, ^^H
10 Seyt <
sanmmüt, ^^M
Da dr
^^M
Pauln
^^M
Ach l
n m dir, ^^M
Kiun
U mein hayll ^^M
ir. On di
[1 ^^H
Herr,
in todt zu tayl! ^^H
In
äiin
^^fl
Und konig »aui, die auiruen todt.
Christas.
20 Sünder, dich druckt der Sünden last
Und hast kain rast,
Ain rauschent plat dich jagen thut.
Mit got du uit zu rechten hast,
Ob er dich stost
25 Mit dem teüff'el in helle glut.
Der weg und steg zur hell ist weyt,
Vil leüt geent in, gantz ungezelt;
On zill ir vil beruffen seind,
Am end ir weng sind außerweit;
30 Wann got spricht: „Ich erbarme mich,
Wes ich mich erbarm ewigklich".
Sünder.
Freündtlicher hört! Got spricht, der herr.
Bald der sünder
35 Seüffzt, er sein sündt nit dencken wöl !
Wann got \\[\ nit den tode schwer
*
l ist] xist K. 20 .Sünden E.
107
Des sfinders mer
Sander sich ker, und leben sol.
Sich nun: Der snn verloren war,
Eombt her, bekent sein missethat;
6 Sich, hie ist die eebrecherin:
Treyb hin ir feindt and sy begnad!
Dasprachst: ,Elopfftan,eachwirtanff-than'
Aaff dein selbs wort ich mich verlanl
Christas.
10 Sander, meyn gnad wer dir geney^.
Wenn sich ereygt
Ein gantzer glaab aaff meine wort;
Mein güttig gnad würdt dir erzeygt.
Dann würdt geschweygt
15 Das gwissen and der seien mort:
Sander, noch leer dein lampen ist.
Dir prist noch des gelaabens öll;
Glaabsta mir na, das ich dir kandt
Gesandt machen dein arme seel,
10 So mag es sein, got wirckt allein,
Dnrch den glaaben das hertz wirdt rein.
Sllnder.
Ach herr, ich glaab aaff dein zasag,
Ydoch ich klag:
25 Hilf meinem angelaaben schwer!
Ein brechen ror nit gar zerschlag!
Von tag zn tag
Mir meinen schwachen glaaben mer!
Herr, na, wilta, so wirdt ich heyl,
30 Die weyl sanst niemant helffen kandt.
Herr, sprich in mich ein gnedigs wort,
Wirt fort mein krancke seel gesandt.
Erbarm dich mein, mein seel leyt pein,
Wirdt qaelt von einem geyst unrein.
S5 Christas.
0 Christ, groß ist deins glaubens krafft
2b uDgelauben W. vnglauben K.
Dir gschecli uach deinem glanbea ft-ey!
Acht ulclit, was menschen-leer etots klafft,
Sy ist lüghatt.
Voller betrag und gleyßnerey,
Ker umb, ich kiimbi leb uach lueim wart,
Lieb fort vor all ding gottea gut
Und y"*^ '^•* ^'"^ ^'^^ "■^"*'iaten dein,
Scy ri hyn im Md
Und I wirdt erg^
Dt^yn ite wer,
Lob
Das e
Erlöse
Mein
Das fi " "*
Und widerstreyttet aeim gebot:
Ich pii, üiiii iiil ilciu gts^ol voü iiiir,
Sunst wür dein senfftes joch mir schwer.
0 Christ, all frist im wort verhar,
!Meyd gar all menschen-gsetz und -leer.
Herr und got mein, das worte dein
Soll meiner füsse lucern sein.
109
Der 9 psalm Dayid hoch zv singen im ton: Con-
fltebor tibi domine in tote corde.
Ich wil dem herren sagen danck
Von ganzen meinem herzen,
5 Und wil erzelen von anfanck
Seine wnnder an scherzen.
Ich wil mich frayen, frolich sein
Und loben, herr, den namen dein,
Dw pist der alier-höchste.
10 2
Mein feind hast driehen hinter sich,
Sie sind zw rneck gefallen
Vnd sind vmb-kumen schnelliclich
Vor deim angsicht mit schallen. |bl. 109]
16 Mein recht vnd sach hast außgefnert
Auf deinem stuel, wie sich gepuert,
Dw pist ein rechter richter.
*
1 Die dreizehn psalmen enchienen im jähre 1526 bei Gatkneoht in Nürn-
berg \m einieldrucke. Damaeb bat sie Philipp Waokernagel, Das deutsche
kirebenlied von der ältesten teit bis sa anfang des 17. Jahrhunderts. Leipzig
1864. Dritter band, s. 62 bis 67 wiederabdrucken lassen. Nach Will-Nopitsch,
NUrnbergisobes gelehrten-lexieon VIII, s. 9 waren diese psalmen auch im En-
chiridion, Nürnberg 1527 enthalten; endlich hatte man sie auch im Nürnberger
^esangbuob : 864 geistliche psalmen. Nürnberg 1637. 8. aufgenommen. Hans
Sachs sehrieb sie in seinem 16 meistergesangbucbe nochmals nieder, »weil siec,
wie er sagt, »sonst in keinem puch verfasset sind, darmit sie auch nit ver-
gingen vnd gar verloren wurden, wie mir mit etlichen vorher geschehen ist«.
Nach dieser niederschrift, die seit November 1892 der Nürnberger Stadtbibliothek
gehört, gebe ich hier die psalmen. 1 Im sechsehnten meistergesangbuobe,
bl. 108' bis 109'. Vergl. band 18, s. 51. 2 A Confitebor tibi domine in
toto eorde] fehlt S. 6 A Deine. 16 A sitzst du geziert
wo
3
Olfi h&iden dw g^escUolten Imst
dÜ ninbraeht die götloaen,
Iren nanion verdiiget vaßt
Ewig mit Bclmjiden-moien,
Die icUwert des feinda haben ain ent^
Ire stet bastw nmb-gewent,
-kuiDeii.
Tfl
m
t ewiclicti
perejte,
f erterloti,
bdkella
; des armeii achnetss,
Ibttel er in gneu,
dnrcii-editet.
Darnmb werden hoffen auf dich
Die deinen namen kennen,
Wan dw verlest nit ewiclich
Die dich suechen mit drenen.
Lobet den herren zv Zion,
Verkündet den lewten sein thon,
Er fragt nach irem pluete.
6
Des armen gschray er nit vergist!
Sey mir genedig, herre,
Sich an mein ellent, wie das ist
Unter dem feint so schwere,
Der dw mich erhebst aus dem dot.
Des ich erheb dein preis, mein got,
Und mich erfrew deins hailes. [bl. 109'
Die haiden sint versuncken stez
35 Int grueb, die sie gmacht lietten.
32 S erfraw.
111
Ir faes ist gfangen in dem netz,
Das sie uns stellen detten,
Der herr ist pekant und schafb recht,
Der gotlos ist verstricket schlecht
6 Im werck seiner hent, sela.
8
Die gotlosen maesen gen hei
Keren mit irem wesen,
Got wirt des armen angefel
10 Nit also ganz yergesen.
Des armen ho£fnang, zvfersicht,
Die selbig wirt mit nichte nicht
Ewiglich sein verloren.
9
15 Ste anf, herr, das die menschen nicht
Uberhant-nemen auf erden,
Anf das all haiden fner gericht
Vor dir gerichtet werden.
Und setz in ainen lerer, her,
so Das die haiden erkennen mer.
Das sie sint menschen, sela.
Anno salutis 1526.
112
Der zeheiil
i
1
^ s
I
I
hoch m dngen.
im flo feri",
parmen ?
nembt ser,
armen ^
latwilkn iebt
, wie im üebt,
i in Itteste.
2 [bl 110]
10 Der geizig segnet selbert sich
Und lestert got gar sere,
Weil sein zoren get gwalticlich,
Fragt er nach nimant mere,
All sein anschleg die sint on got,
15 Deine gericht sint im ain spot,
Er handelt drutziklichen.
3
In seinem herzen er da spricht :
Mein reich get nicht zv griinde,
20 t]s wirt nit not haben, er dicht,
Vol fliieches ist sein munde.
Unter seinr zung ist nuie, arbeit,
Sitzt auf dei' lawer alle zeit,
Erwürgt die unschueldigen.
Seine äugen die haben acht
Auf den elenden havvffen,
1 AKi IC. l.l. 109'.
4 S sorr.
118
Er lawrt im verporgen zv nacht,
Wie ein leb thaet er strawffen,
Anf das er den elenden hetz
Und zewcbt in darnach in sein netz,
5 Wen er in hat erhaschet.
Den armen er feit, schlecht nnd kmembt,
Mit gwalt thaet er in pressen.
In seinem herzen er sich rnembt,
Sam hab sein got vergessen,
Des armen not gar alle-sant:
0 herr, ste anf, erheb dein hant,
Vergis nicht des eilenden.
6
Waromb lestert der gotlos got
Und spricht in seinem herzen,
Dw fragst nit nach der armen rot
Und schawst doch jamer, schmerzen, [bl. 110']
Das man dirs in dein hent geh anif,
Das Wirt anch thon der arme hanff,
Dw pist der waisen helffer.
Den arm des gotlosen zerprich.
Such seinen grimmen ymer,
85 So wirstw vinden schnelliclich
Sein gotlos wesen nymer.
Der herr ist ktinig ewicleich,
On ent, ewig so wert sein reich,
Die haiden wem amb-kumen.
so 8
0 herre got, dw hörest zw
Der elenden verlange,
Ir herz schreit zv dir spat und frw,
26 8 gotloch.
Hmbi Sftohi. XXU.
115
Der 11 psalm Davids hoch zw singen.
Ich traw auf got, den herren mein,
Was sprecht ir zv ineinr sele,
Sol fliegen wie ein fogelein
5 Auf ewre perge schnelle ?
Wan schawl die gotlosen alsant
Haben ir pogen aufgespant,
Legen ir pfeil auft sennen,
2
10 Zw schiessen im duncklen darmit
Die auffrichting von herzen,
Den grünt haben s verschonet nit,
Umbgerissen mit schmerzen.
Was sol der gerecht darzw thon ?
15 Der herr ist in seim tempel fron, [bl. lllj
Sein stuel ist in dem himel.
Seine aügen die sehen drawff
Und seine augen-liede
20 Prueffen der menschen-kinder lawif;
Auch merckt mit under-schiede
Den gerechten der got und herr,
Sein sei hast den gotlossen ser
Und der da freffel liebet.
über die gotlosen wirt er
Strick, feuer regen thone
Und wind, des ungewiters mer
MO 16, bl. 110'. 23 S serr. 24 S freffeliebet.
8*
116
EiD-Bchenckt er in zw lone.
Der herr hat lieb gerechtikeit,
Dammb das ir angsicht alzeit
Hie schawt anf das gerechte.
Anno salutis 1526.
117
Der 13 psalm.
Herr, wie lang wilt vergesseu mein
In meiner grosen note?
Wie lang verpirgst das antlitz dein?
Herr, wie lang sol ich gote
(Hie rat!) suechen pey meiner seel?
Wie lang sol mein herz leiden qael?
Mein feint thaet sich erheben.
10 Schaw and erhör mich, herr nnd got,
Und mein äugen erlencbte,
Das ich nit entschlaff in dem dot,
Das sich mein feint guet dewehte,
Das er mein mechtig worden sey,
15 Und sich mein Widersacher frey,
Das ich sey nmbgestosen. [bl. UT]
3
Herr, ich hoff aber auf dein guet,
Deins hails frewt sich mein herze,
so Durch Cristnm hastw mich pehuet
Vor ewiclichem schmerze,
Der fuer mich lied den pitern dot,
Des wil ich dir lobsingen, got,
Das dw mir hast geholfen.
26 Anno salutis 1526.
l MU 16, bl. 111. 23 got| fehlt 8.
118
Der 15 psalm.
Her, wer wirt won in deiner huet,
Auf deim heiligen perge?
Wer an wandel hat ein gemaet
Und thuet gerechte wercke
Und ret von herzen die warheit
Mit seiner znngen alle zeit,
Seim nechsten uit nach-redet.
10 Und seinem nechsten thuet kein leid
Und thuet kein schmach auf-pringeu
Wider sein nechsten alle zeit,
Veracht nit die geringen,
Meit die unduechtig sind im grüud.
15 Aber er eret alle stund
Die, so den herren fuerchten.
3
Und der da seinem nechsten schwert
Und darfon nicht thuet wencken,
20 Wer sein gelt nit mit wuecher mert
Und nembt auch nit geschencken
Über der unschueldigen pluet:
Wer dise ding von herzen thuet,
Der wirt ewig wol pleiben.
35 Anno salutis 1526.
MG 16, bl. 111'.
119
Der 30 psalm. [w. 112]
Herr got, ich wil erheben dich,
Wan dw hast mich erhaben,
I)w lest mein feind nit frewen sich,
Die mich ^awsam umb-gaben.
Herr, mein got, da ich schray zv dir,
Machstw mich hail nach deiner gir,
Dw faerst mich aus der hele.
10 Das leben hast pehalten mir.
Da die int gmeben faren.
Ir heilligen, lob singet ir,
Dem herren dancket gare
Zv dechtnus seiner heillikeit,
15 Den sein zoren wert kurze zeit;
Wan er hat luest zum leben.
Das wainen wert den abent lang,
Aber des morgens rume!
20 Da mirs wol ging, da sprach ich lang,
Ich pleib ewig darume;
Da dirs wol gtil, machst dw mich starck,
Aber da sich dein angsicht parck,
Do erschrack ich von herzen.
Mein herr, ich wil rueffen zv dir,
Dem herren wil ich flehen.
♦
1 MG 18, bl. 112. 23 S antgschioht.
ey mir gtieiKdi!
ilren^eu mlcb,
lleL kreuckefi. (M 113]
ich wider niich^
hl, (loff ich awt' dich,
ruetncn.
Aut got 80 wii ich holten tnon,
Was soll den Haisch mir schaden ?
l)e«rlich mein wort sie fecliten on,
Ir ;^eniiiet ist peladon.
Das sie mir iiebels tliun, daraiiff
Lawren und halten sie zv hawlT,
Haben acht auf mein fersen,
8
Auf das sie erhaschen mein sei,
Man hilft in ir undate:
(iot, stos solich lewt in die hei
Zorni;^ hinunter spate!
Zele mein tlucht und fasse auch
Meine zeher in deinen schlawch,
Den wern mein feint umbkeret.
Wen ich dich anrueflf in der not,
So sor}^ ich kein vertuemen ;
1 .M(; 10, bl. 112'.
128
Wan dw pist warhaftig mein got,
Gottes wort wil ich raemen.
Ich wil raemen des herren wort,
Auf got hofif ich und fuercht nit fort,
Was wil ain mensch mir thuneV
Ich hab geluebt dir dan, mein got.
Die ich mit danck pezale.
Wan dw hast mein sei von dem dot
Erettet nberale
Und mein faes vom schluepifen all tag,
Auf das ich frolich wandern mag [bl. 113']
Vor got im Hecht des lebens.
Anno salutis 1526.
124
Der 58 psalm.
Wörlt ir den nicht reden ein mal
Das warhaft und gerechte,
Und richten nach geliecher wal,
Ir menschen-kinder schlechte?
£wr herzen gent mit unrecht amb,
Ewr hent sint freffel und unfrumb,
Ganz nach gotloser arte.
Die gotlosen entpfrembden sich,
Von mueter-leib entpf äugen,
Die luegen-reder irren sich,
Ir wueten gleicht der schlangen.
Als die ater zv-stopft ir or.
Das sie des zawbrers stim nit hör,
Der sie kan wol peschweren.
Got, ir zen in dem maul zerprich,
Her, prich die packen-zene
20 Der jungen leben schnelliclich.
So werden sie vergene
Wie Wasser, das flew^set dahin!
Mit iren pfeillen ziellens in,
Aber sie werden feien.
25 4
Sie vergen, wie ein schneck verschmacht.
Wie ein unzeitig fruechte
1 MG 16, bl. 113'.
125
Eins weibes werden sie geacht,
Die son sie nit haimsnechte: [bl. 114]
£e man enr dorn spnert am stranch,
Wirt sie der zom hin-reissen ancb,
Weil sie sint frisch and jnnge.
Den Wirt sich frewen der gerecht,
Wen got solch räch im dnete,
und Wirt seinen gang paden schlecht
In des goüosen plnete,
Das die lewt werden sagen da:
Der ghrecht wirt sein geniesen ja,
Got ist richter anf erden.
Anno salatis 1526.
126
Der 124 psalm.
Wo der 'herre nit pey uns wer,
Also sag Israhele,
Wo niclit pey uns were der her,
6 Wan die menschen an zele
Setzen wider nns gwalticlich,
Sie verschlunden uns lebentig.
Wen ir zoren ergrimet.
2
10 So het das wasser nns erdrenckt
Die stramen nnser hasser,
unser sei het zw grund gesenckt,
Es weren hohe wasser
Über nnser sei gangen spat:
15 Gelobt sey got, der nns nit hat
Geben znm raub ir zenel
Entrunen so ist nnser sei [bl. 114']
Wie ein vogel on wissen
20 Einem listigen vogler schnei,
Der strick der ist zerissen,
Und wir sint frey, quid- ledig los,
Unser hilflf stet im herren plos.
Der gmacht hat himel, erden.
25 Anno salutis 1526.
1 MG Iß, bl. 114.
127
Der 127 psalm.
Wo das hauB nit pawet der herr,
So arbeitten umb-snnste
Alle, die daran pawen ferr;
Wo nit der herr darck güenste
Selber pewaren ist die stat
Dnrck sein pawnng, bnet nnd genat,
So wacbt nmbsnnst der wecbter.
10 Umb-snnst ist, das ir frwe anfstot
Und arbeit lang in schwere
Und esset das bartselig prot!
Den wem es gunt der berre,
Dem geit ers scblaffent sanft und lind^
15 Die erb vom berren sein die kind,
Der Ion die fmcbt des leibes.
Gleicb wie die pfeil sind in der bandt
Ains Stareken, thaet nicbt fliehen,
20 So sint die kinder allesandt,
Der berr muß sie selb ziehen;
Wol dem, der sein kocher vol bat!
Die werden nicht zv schänden spat,
Wens mit irn feinden reden, [bl. 115]
36 Anno salutis 1526.
1 MG 16, bl. 114'. 16 8 berrn. 21 maß] S Reib.
lerren reitil
loben,
IS leben mein,
t oben.
die fuerstjen niclit.
UeD-kind mit icbt,,
it helfen.
vo Wan sein gaist hat kain pleiben b!e,
Er mues ausfaren wider
Und kumen zv der erden ie,
Sein anschlej^ liegen nider :
Wol dem, des hilff got Jacobs ist,
ir» Wol dem, des hoffnung alle frist
Stet auf got, seinen herren,
Der himel, erd und auch das mer
Und alles was ist drinnen
Gemachet hat an alle schwer!
Er ist ob seraphinen
Und helt gelauben ewiclich,
Er schaffet recht wunderparlich
Dem, der hie unrecht leidet.
Der dem hungrigen gibt das prot,
Der herr löst die gefangen,
Der herr macht gescheut an spot
Die plinden mit verlangen.
MO 16, bl. 116.
129
Der her rieht auf so darch die feind
Alhie nider-geschlagen seind,
Der herr liebt die gerechten.
5 Der herr die frembdlingen pewart
Und peschnetzet die waisen,
Hebt anf die witwen allefart,
Stilt der gotlosen raysen.
Der herr ist känig ewicleich,
10 Got, ZV Zion weret dein reich
Für nnd fdr, hallelnja.
Anno 1526.
Uant Sacks. XXII.
^^^3
!
1
1
i
1
3
lami^ ^^M
in neweit Ikd ^^^|
[ dem fried ^^^|
tdnder Zioti ^^^B
g fron, ^^B
Mit paucken, harpfen spielen sie:
Der herr hat wol-gefallen
An seinem volck, er zieret die
Armen mit hail ob allen.
Die heilling sind frolich in er,
Iren hals got erhöhet ser,
Schwert sind in iren henden.
Zw neben untern haiden räch,
Straff pein völckern in landen,
20 Ir knng mit ketten pinden, ach!
Ir edlen mit fuspanden, |bl. 116]
Das sie an in tliund das gericht.
Wie gschrieben ist. Solch er verpflicht
Haben all sein heilligen!
'2b Anno sal litis 1526, am 30 tag Octobris.
1 M(J IC, bl. 115'.
131
Anslegnng der wunderlichen Weissagung Yon dem
papstam, wie es ihm bis an das ende der weit gehen soll.
Weil sich der bapst von got abwendt,
Anff gnt und weltlich regiment,
5 Zn blnt-vergiessen, krieg und streit,
Ist er kein hirt der Christenheit.
Der bapst offt mit dem keyser kempft,
Mit frembder herschafft yhn verdempft,
10 Als Friderich Barbarossa gschach
und manchem keiser anch hernach.
Der bapst wolt folgen gottes wort;
*
l Im sweiien (verloreDOD) sprnohbaohe, bl. 349 »Die propheiey Tom pabstam
149 yers«. Hugo TToIftein, Die reformation im spiegelbilde der dramatisehen
litteratar des secbtehoteo jahrbunderta. Halle 1886. s. 67: Der latberiscbe
pfarrer von St. LoreDi io Nürnberg, Aodrea« Oslander, ließ die aas dem 13.
Jahrhunderte stammeoden , nach seiner aussage im dortigen Kartbeuserkloster
aufgefundenen, in Wahrheit aber dem buche : Vaticinia Joachimi. Bononiae 1515.
4. entnommenen Weissagungen des Kalabreser mönches Joaohim über das papstum
ond seine geschieke mit yierieiligen, die holsscbnitte erklärenden Strophen von
Hans Sachs eisoheinen. Vergl. E. Weller, Hans-Sacbs-bibliographie s. 90 nr.
216 und s. 109 bis 114. W. Möller, Andreas Osiander. Elberfeld 1870. s. 97.
Jiek ond Heller, Beitrüge lur kunst- und literaturgesobiohte. s. 99. Luthers
brief an Georg Spalatin 1527 April 29: Luthers briefe, hg. von de Wette.
3 thl. Berlin 1827. s. 169. Stäudlins Arohiv fUr alte und neue kirchengesoh.
1826. s. 271 f. Die Urkunden darüber, wie es dem herausgeber, dem Verleger
and dem dichter erging, sind veröffentlicht im historisch-diplomatischen magazin
fQr das Vaterland und angrenzende gegenden. I. band. Nürnberg 1781. st. 3.
s. 344 f. nach dem ratsbuche M. 1525 bis 1527. fol. 256. 27. März 1527.
Vergl. auch Oscar Hase, Die Koberger. 2. aufl. Leipzig 1885. s. 245 f.
9*
182
Ihm wird gewert mit rhat und mort
Durch sein fnchslistig hoifgesind,
Darumb er bleibt verstockt und blind.
5 Der bapst der feht den keiser fein
Mit eydespflicht der krönung sein,
Macht yhn auch matt durch seinen ban,
Als er viel keisem hat gethan.
5
10 Der bapst macht viel gesetz und gpot
Zu halten bey ewigen todt —
Ding, die gott nit geheyssen hat,
Das kommet auß des teuffels radt.
6
Iß Darumb wonet bey dem bapst auch bey
Die grundtsup aller puberey;
Als-denn zu Rom sieht yderman
Zucht, eer und frumkeyt untergan.
20 Des bapsts vil kaysser han geschont;
Den er doch bößlich hat gelont,
Als kayser Friderich dem andren
Und ander mer, der ich nicht neu.
8
25 Dem babst all frumckeyt ist verschmecht:
Wer yhm gelt gibt, der ist gerecht,
Sey gleich maynaidig und trewloß,
Ym gibt er brieif und freiheyt groß.
9
30 Der babst hat mit dem sathan gmeyn
Reygirt durch das einsprechen seyn,
Und wer sein leere widerredt.
Der Wirt von yhm verjagt, getödt.
10
86 Der bapst rümpt sich, er sey geleich
138
Ein rechter erb znm romischen reich:
Ob es den adler schon verdries,
Mnß er yhm küssen doch seyn fües.
11
5 Der babst erhebt die schetz der weit
Mit ablas und aach Tnrcken-gelt,
Mit manchem fdndt nnd Simoney;
Der geltstrick sindt gar mangerley.
12
10 Auch herscht der babst durch seyne list
über viel königkreich, das wist!
Durch seyne knecht, Juristen gut,
Die halten yhm seyn reich yn hut.
13
15 Damit er sitzt yn grossem pracht,
Biß das seyn wirdt vor gott gedacht ;
Der mag seyn lioffart leyden nicht,
Verstost yhn heymlich durch seyn gricht.
14
20 Denn droet gott yhm durch seyn wort,
Der bäbstlich stul der werdt zerstört,
Als Paulus klerlich gibt nrkundt,
Gott werdt yhn dötten durch seyn mundt.
15
26 Das gschicht, so yhn gott greyflfet an
Mit seynem wort vor yderman,
Dena wirdt entdeckt seyn abentewer,
Das er eyn greul ist ungehewer.
16
80 Der babst veracbt der schrifft verstandt,
Reigirt mit gwalt seyn leut und landt
Gleich als eyn gwaltig weltlich herr,
Meynt, seyn verderben sey noch verr.
134
17
Er hat auch leut, die für yhn kenipffen,
Die gottis wort fast helffen dempfen;
Wo es sich ettwan hören lat,
5 Entstet eyn kampff ans satans rat.
18
Als nun kam die far-sehen zeyt,
Schickt gott auif yhn seyn wort gemeyt,
Ob dem ablas der kampff anfing
10 Vor aller weit yn offnem ring.
19
Das gotlich wort was kreiftig starck
Und decket aaif das babstumb arck
Mit günst etlicher stet and fürsten,
15 Die auch nach gottis wort was dürsten.
20
Das thet der heldt Martinas Luther,
Der macht das evangeli lauther,
All menschen-leer er gantz ab-hauth
20 Und selig spricht, der gott vertrawth.
21
Des wer der gemeyn man gern frey,
Beschwert durch bäbstlich schyuderey.
Das yhn gedruckt hat lange zeyt.
26 Dem babst nicht werdt die oberkeyt.
22
Deshalb der gmeyn man grymig ist;
Er kent noch paß des babstes list,
Seyn pratick, geytz, untrew und schult,
30 Gantz mechtig wechst seyn ungedult.
23
Noch wirdt die oberkeyt geplent,
*
5 W teufeis. 22 W gern. A geren. 24 W lange. A lang.
135
Die offen warheyt wurdt verprent
Zu Wörmbs aaff dem ersten tag,
Durch list der babst noch obe lag.
24
6 Vil klärer gottis wort anff-prach,
Enteckt dem babst gantz all seyn sach
So hell nnd lanter gantz und gar
Zu Nürnberg yn des reiches schar.
25
10 Des stet der babst ynn jamer groß;
Denn der vor wardt seyn hanßgenos,
Der fichtet itzt auch wider yhn,
Des fert seyn gwalt und macht do-hyn.
26
16 Denn hat des babstes reigiment
An eer und gut eyn grausam endt,
Des sitzt er hie yn angst und not.
Durch wens geschieht, das wayß nur gott.
27
20 Denn muß der babst seyn schnldt bekennen
Und sich eyn knecht der knechte nennen
Und lassen seynen gwalt der hert,
Die er vor malck, schandt und ermört.
28
25 Denn wirdt gott selber setzen eyn
Getrewe knecht seyner gemeyn,
Und wirdt sie stercken durch seyn geyst,
Das sie die wayden machen feyst.
29
so Die eeren wirdt die cristlich schar,
Seyt das sie Christum leren klar,
Den edlen hymelischen schätz,
On menschen-leer und all zusatz.
*
18 W geschieht. A gschioht. 26 W knecht. A knechte.
Bi^^l^^^V
^H
^H
Das wereii aol, biß CUristue kuni ^^H
Uud riditen wirdt bayd p5B uud frnm. ^^H
Dem wirdt der gwalt gmtx obergebt^o, ^^H
:i Eil dem wir ewig herscLeu werden. ^^|
*
Amen. ^^H
c
Uli hast gescliawt ^^H
f
iCb prawt, H
|Ö 1
at stet, H
i
tinterfeib H
i
d tinuntzei), ^M
1
d alfanlzeUf ^^
1
bat gctnaebt H
i« 1
hren pracbt ^^
1
sie betrogen, ^^^H
Sie alle yn yUr ntlz
gezogen V^^
Mit sampt all yhren nnterthonen,
Und wie sie nyemandt tliet verschonen
Mit schinden, schaben, liegen, trigen,
Mit pannen, tiuchen, morden, krigen,
Bili das der babst so hoch ist kumnien,
Ciantz aller herschafft ob-geschwnmmen
Mit reichtumb, gwalt und pracht furwar,
Und hat gewert so lange jar.
Auß der verhencknus gott, des herren,
Wurdt schon der babst erkent von ferreu,
WUrdt seyn falsch leer yhm anifgeruckt,
Würdt es doch wider nyder-druckt.
Wir plyeben stet yn seynen stricken,
Biß gott seyn heylsam wort thet schicken.
Das deckt erst auff seyn unreyn gifft,
Und wirdt probirt durch heylig schrifft
Seyn verfürung und falsche leer.
Darumb wer oren hab der höer,
Von lueg sich zu der warheyt keer!
Gott gebe besserung den seynen.
Letito zoile nur in der 2 ausgäbe.
187
Vorrede zum zweiten meistergesangbüche.
Genad und frid des herren Gristi sey mit uns allen alle zeit!
amen.
Nach dem, cristlicher lesser, das rein wortt gottes wideramb
6 pey ans Tentschen erschinen ist nnd die knnst des meistergesangs
got zw lob erfanden ist, so hab ich, Hans Sachs, angefangen mit
hilff gottes zw tichten nnd zw schreiben die nachfolgenden par in
dissem pächle got zw lob and zw aas-preittang seines heilsamen
wort, welches vor wie in andern pachern aach im meistergesang
10 wenig angefelscht gefanden wart. Welche folgende par aber den
meisten deil ans heilliger wiblischer schrift altz and neas testamentz
gemacht sint, and sint der par in der snm 135 and sint gesetzt in
37 thönen. Zw pehender anthericht han ich zway reigister in das
folgende pachle gestelt: das erst nach dem alfabet alle niaterj
15 folgender par znfinden; das ander aaf die par nnd die thön, wo
mau die suchen sol. Auch findestw binden darin etlich new thon
genotirt. Und solches püchlein hau ich angefangen anno salutis
1526 jar in die Johannis Baptiste und im 1528 jar wideruin in die
Johanis Baptiste volent. Gut- williger lesser, gib got die er! amen.
ao Laus deo.
1 Als ein beispiol der Torreden, die Ilans Sachs zu seinen meistorgesang-
büchern schrieb, stehe hier die erste der erbaltenen. Die späteren sind ahn-
lieh gehalten.
Die sieben prot.
In tlitii llion, wie mau des hiireu rock äiuget.
Marens sclirelbet am achten dar:
Als vil volckes pey Crislo war
5 Und LeteQ uicht zv össen,
Kiieft Jesus sein junger zv sicli
Und sprach: „Des volckes jamert mich.
Ürtjy dag sins hie gesessen:
|bl. 132] Wen sie uun nicht zw essen hon,
Und las ich sie UDgessen gou,
Sie werden schwach von note;
Wan etlich knwen »ind von ferr**.
Seio jnnger sprachen zv im: ^Herr,
la Wo nenien wir den prote,
Das wir sie speyeeu in der wüest,
Das in ir liunger wird gcpüest*' ?
Und Cristus sie da fraget,
Wie vil sie hetten protes all.
Sie sprachen: ^Sieben an der zaIPl
Cristns gepot nnd sagtet
Dem volck, zw legem auf die crd,
1 Im BGchzoliDien meist drgoFasgbuchc, bUlSl'. Einseldruek bei E. Weneri
II.-S*'bib1io£r. nr. 140. DaruAob PbiL WuckorDagal, Das ileutachi} kircbonned.
bftjid III, i« 70 bla TU K. a^odeke, DichtuDgen too H. S, I, i, 68 bii 7h
Vorgl. den «pruoh dea IL Sitchi, dor denselben atofT behAßdell, im bands 1»
t. 282 bif 283 und dAEu bund 31, 346,
139
Und nam die sieben prot so werd,
Und sie da benedeyet,
Prach sie und gabs den Jüngern sein,
Die legten fuer dem folck gemein;
Des wart ir herz erfrewet.
Aach war ain wenig fischlein hie,
Und Cristas benedeyet sie,
Hies füer-tragen der schare:
10 Sie assen all and wnrden sat,
Sein jünger hneben an der stat
Auf, was da üebrig wäre,
6
Prosen siben korb, solt verston!
16 Es waren pey 4000 mon.
An weib and anch an kinde,
Die Cristas da gespeyset hat.
£r lies sie von im an der stet
Und fner von in geschwinde.
Hort ZV, ir werden Cristen-lewt,
Was diese dürre wüest pedewt,
Darin wir hanger lieden:
Pedewt menschen-gesetz vürwar,
[bl. 132' I On frucht und allen droste gar,
Das gwissen zv pefriedeu.
8
Wen wir ligen in hungers-not
Und haben nit das gaistlich prot,
30 Verschmachen als die armen,
So kämet Cristas, unser herr,
Und jamert sich des volckes ser
Durch sein miltes erparmen.
118 jungem. 18 Wackeni. an] fehlt S. 23 W. Ijden. S leiden.
33 W. seer. S ferr.
HiC
^^^Q
^1
140
j
9
^1
Deu lest er uns fnrtrage» sciiun
Das beillig evangelion
Darch sein heillige jünger :
:. Üewten all cristlich prediger,
Die Qus speisen darcli cristlich ler
Filr den gaistlichen hnnger.
1
i
1 Wort pedewt.
H
la 1
j
1
1
1
lad aupBWt,
BH
B biteld.
er flcUueld,
>rben.
3
^n mjm wir gesetii
k
n glanbeo thon,
;i schon
3
lU. 1331
Durch den heilligen geiste,
Und prawchen uns der raiiien lieb
2u Gen den nechsten in steter ieb,
Wie uns got hat peweiste.
12
Sieben korb vol das übrig war,
Pedewtet gotes gnade dar,
25 Ubertiussig an zale,
Die er uns noch teglich peweist,
Gaistlich und leipliciien er speist
An leib und sei uns alle.
13
30 Virtawscnt man, die grose zal,
Pedeüt uns Cristen-menschen al,
Die Cristus deglich speyset
Mit seinem wort für hungers-not :
Cristus, dw^ himelisches prot,
35 Dein nam der sey gepreysset!
Anno sal litis 1529.
141
Die dnerckisch pelagernng der stat Wien.
In praeder Feitten thon.
Ir Cristen anserwelet,
Nun höret alt und jung,
5 Wie ench hie wirt erzelet
Die schwer pelegemng
Stat Wien in Ostereiche
Von dem dürckischen hund.
All stuck gar ordenleiche
10 Von tag ZV tag nnd stnnd.
Als man zeit dawsent jare
Fnnffhnndert, mercket wy,
Nenn-nnd-zwainzig fürware
16 Nach der gepurt Cristi
An sant Mathens-tage
Wart Wien, die stat, perent
Von dem Thuercken, in clage
Wart manig herz erkent.
Ein lerman wart geschlagen
Daus vor dem Stueben-dor:
Die huessem deten jagen
Unser renter darfor;
♦
1 Im ■eehtehnten meistergeeangbuehe, bl. 133 bis 137. Einzoldniek sieh
<ioedekefl grundriß, band 11, 8. 420. nr. 3l). Abgedruckt: Soltau, Ein huudert
historisebe Tolkslieder. Leipsig 1836. 8. 325 bis 335; darnach R. ▼. Liliencron,
Die bistorisoben Tolkslieder der Deutschen. Band 3. Leipzig 1867. nr. 414.
8. 5U bis 598. Vergl. Hans Sachs, band 2. 404 bis 418 und 17, 528 und
21, 368. 16 Der MatthäusUg ist der 21 September.
Ir neun pellebeo ataae,
Darüach die ilurckisclj r^t
Schltteg im Fraiizotien^liawse
Die armen lewt zw dot.
D&imacfi am andren tage,
[bl. 133'^ r* irent,
prent
md preitte
gewin,
i
i ing TDorgen
Kam aie stat Wien in sorgen,
Der Dürck sich sehen lies,
Mit drey hanffen zv felde
So legt er sich darfor
Vors Stueben-thor, ich melde,
Kerner-thor und Purcktor.
6
Den nechsten tag sich recten
Des Durcken Naßaren,
Das Wasser sie pelegten,
Das int stat nichs mocht gen;
Mit gschüetz thettens vür-rüecken ;
Darnach den andren tag
Verprentens die zwo prücken,
Pracht der stat Wien gros clag.
Am acht-und-zwainzing tage
Des nionaz nmb acht or
3r. Ein lernian wnrt gesciilage
E wart. S war. 22 E Purgthor. S prucktor.
143
Daus yor dem Eerner-thor:
Der Durcken war im streiten
Drey-hüDdert miter-gon
und auf der nnsem Seiten
6 Nicht mer den sieben mon.
8
Damach am driten tage
[bl. 134] Des monaz Octobris
Wart ain lerman, ich sage:
10 Die lanzknecht on vertris
Kunden die Dnercken jagen
Wol ans dem frawen-haus;
Der wurden vil erschlagen,
Es war ain wilder strans.
16 9
Das abgeprent gemewer
Stund noch in der vorstat,
Kam dem Durcken zw stewer,
Uns ZV grosem unrat;
20 Sein volck das lag darinen
Mit roren groß und klein
Und schuessen zv den zinen
Auf unser knecht hinein.
10
35 Die knecht theten sie zwacken,
Drieben sie von der weer
Mit iren halben hacken;
Zw in auch unser beer
Mit schiessen thet vil feler,
30 Verporgen lag ir rot
In gwelb und manchem keler,
Des lied die stat gros not.
11
Des monaz an dem sechsten
36 Schickt man zwelff fenlein knecht
21 8 proß.
^^H
■ In die vorstat am schwechsten, ^^^^^^^^^H
^^^^^^H
H Die selb zv stuermen schlecht; ^^^^^^^^H
^^^^^^H
■ Die gasBen wart zv enge, ^^^^^^^H
^^^^^^H
f Der lanzknecht wart zv vil, ^H
^^^^^^r
ti Da schos der Durcken menge ^^M
^^^^H
Zv in, wie zw aim ziel. ^^M
^^^H
^M
^^^^H
Docti wart in dem scliarmiietzel ^H
^^^^^H
Der feint hart hainigesiiecht, ^H
^^^^^H
10 Doch kunt man schaffen Inetzel; ^H
^^^^^^
In die knecht kam ein unecht: ^H
^
Vil knecht den gaist auf-gahen, ■
■
134'] Manch knecht und edelnian ■
Anch fielen in den graben, ■
^^B
15 Ir vil kamen darfon. H^
^^H
^1
^^^H
Nach dem der dlirckisch hanffen ^H
^^^H
Wolt umb die zehen or ^^M
^^^H
Ainen stnnn anlanffen; ^^M
^^^H
20 Dans vor dem Kerner-thor ^^M
^^^H
Und pey dem Stneben-dore ^^M
^^^H
Griefren sie grawsam on ; ^^M
^^^H
Der feint geschlagen wore ^^M
^^H
Und ruckt mit schand darfon. ^^M
^^H
^M
^^^1
Und den sibenden tage ^^M
^^^H
ümb zway nach miternackt ^^M
^^^H
Schlneg man lerman, ich sage, ^^M
^^^H
Ein schlacbt-ordnuDg gemacht; ^^M
^^^H
Bo Darin stnnd man lang weile, ^^M
^^^H
Der Thüerck wolt nit hinan, ^^|
^^^H
Doch etlicb dawsent pfeile ^^M
^^H
Thet als der sehne bergan. ^^M
^^H
^1
^^^H
»6 DeB monaz an dem nennden ^^|
^^^H
Zwischen aclit und nenn or ^^M
I
Da sach man van den feinden ^M
145
Ain zneg gern Schotten-thor;
Ein lerman wart geschlagen,
Man sach manch künen mon;
Die feint dorftens nit wagen,
6 Die Btat zv grewffen on.
16
Nach mitag nmb 4 nre
Die etatmawr pey sant Klar
An zwayen orten wnre
10 Gefeit, zersprenget gar,
Mit polver untergraben;
Da wart ain lerman gros,
[bl. 135] Der Dnrck wolt gst&ermet haben,
Vertrieb in mit geschos.
15 17
Am zehenden des mones
ümb vier nach mitemacht
Ein lerman wart on schönes:
Virzig knecht hetten acht
M Mit etlich Hispanischen
Fielen hinans allein,
Thetten im feld erwischen
Fünfif camel, fnertens rein.
18
S6 Auf diesen tag auch haben
Etlich unser lanzknecht
An der mawer im graben
Gar weislich ansgespecht
Etliche palver-thunen ;
80 Sie sanmpten sich nit lanck.
Mit gwerter hant gewnnen,
Des habens ymer danck.
19
Den ailften dag darnache
86 Des monaz nmb vir um
Ist das zimer und dache
Wol von dem Kemer-thum
Von dem schneten und knallen
Unsers geschätzes rot
Babs Sacht. XXII. 10
Eab anf die ert gefallen,
Sdtlueg etUcli knecht zv dot.
Nach ainr halben stund after
Wart erst aiu lerraan noch:
Voßi Karner-thor iietin klafter
Leg iocU
tat-mawer
1 feint;
in trawer,
ck Terdnt«
^eloflfen
[bl. 135^] üa on
Li
i ßton,
Der Dftrcken lagen nider
Pey dawsent an der zal,
Auf unser seit her-wider
20 Füuffzehen uberal.
22
Den zwelften tag wart palde
Nach zwayen ain lerman :
Der Dürck sein volck mit gwalde
25 Zum Sturm trieb hinon;
Mit kolben thet mans firmen,
Scblueg etlich gar zv dot,
Noch wolten sie nit stürmen,
Also peschüetzt uns got.
30 23
Darnach ain lerman wäre:
Der Dürck aber ain stüeck
Der statmawr pey sant Klare
Zersprenget durch sein düeck,
35 Lies ain stürm anlauffen,
Weiter sein iiail versuecht,
Idocli wart pald sein liawffen
Ueschlagen in die tiuecht.
147
24
Die statmawer lag nider
Vir-iind-yirzck klafter weit;
An den vier orten wider
ft Batechlnegen die hanptlewt;
Die lOcher man vermachte
Mit greben and polwerck,
Man arbeit tag nnd nachte
Der stat zv ainer sterck.
10 25
Aber ein lerman wäre:
Der Dürck eein volck mit gwalt
Auch drang zu stürmen gare,
[bl. 136] Aber sie wichen pald;
15 In ir ordnnng man schose,
Es kostet manchen mon;
Die hanptlewt es vertrose,
Das volck wolt nit hinon.
26
20 Den dreyzehenden tage
Wol umb die 8 stund
Ein lerman wart in clage:
Ein ratschlsig man erfand,
Dem Dürcken gnnmen waeren
26 Sechzehen than palver
Unter dem Kemer-tharen,
Den wolt zersprengen er.
27
Den virzehenden morgen
80 Wart aber ain lerman:
Umb sieben ar mit sorgen
Racket der Dürck hinon
Mit dreyen grosen hawfifen,
An diesem morgen frw
36 Ain Sturm an-zv-laufifen,
Doch woltens nit hin-zw.
10 ♦
148
28
Und nmb die ailften nre
Ein lerman wart vermengt:
Ein stück der maner wnere
6 Mit aim thüernlein zersprengt,
Und dnrch die selben lacken
Sprengt ein die dürckisch rot,
Die thet man kecklich packen,
Stach virthalb-handert dot.
10 29
In dem sint etlich knechte
Von ans gefallen naas
Zw dem Salztaren, sechte,
Und haben in dem strans
15 Dem Dürcken abgejaget
Ein pewt, wol 4 camel;
Sie waren anferzaget —
[bl. 136'] Got phüetz vor ongefell
30
20 Unser knecht sind aach kamen,
Haben dem Dürcken mer
Unter der parck genamen
Sechzehen than palver.
Die het er anter-graben
26 Und wolt dnrch falsche list
Die parck zersprenget haben;
Das doch farkamen ist.
31
Darnach der dürckisch hande
30 In diser nacht zv ent
Dorffer and was noch stände
Sambt seim leger verprent;
Damach sein ganzes here
Zog ab zwen ganzer tag,
86 West nichs zw gwinen mere.
Fei wart all sein anschlag.
*
b S thtterlein.
149
32
Was er den selben abent
Weibs-pild zv wegen pracht,
Mit den selben sie habent
5 Schentlich gethon die nacht,
Darnach die armen frawen
Hat die diranisch schar
All lebendig zerhawen,
Der doch ob dawsent war.
10 33
Den fnnfzehenden tage
Fing man in der schiltwach
Drey pöswicht, ich ench sage,
Die pekenten darnach^
16 Wie sie weiten anzünden
An ffinff orten die stat.
Das die feint stürmen künden;
Die man gefirteilt hat.
[bl. 137] 34
ao Den andern tag mit eren
Der Eacianer, wist,
Mit etlichen hnseren
Hinans-gefallen ist;
Acht Dürcken sie da fingen,
26 Grabatisch weib und mon
Deten sie im abtringen,
Pracht zway camel darfon.
35
Am achzehenden morgen
so Der Eacianer schwind
Rait aas nnd pracht aas sorgen
Vil paaren, weib and kind,
Dem Dürcken sy ab-drangen
Sechs camel, fich nnd ros,
4 S sebeo. 21 Haas Katiianer war einer der befehlshaber io Wien.
33 S verbessert sj ans er.
Fiinff TüTcken pracht gefangen,
Darzw ir ieehi ei-ickoi,
Also habt ir den handel
DiirckiBcher ubeltat,
Hit waB mordiacbein wandei
mt
mt
erachlagen^
verpraat
fefan^en
Bn»
n on
Jegnm Gristnm aHeinef
Das er pehuet all stnnd
Sein cristlicbe gemeine
Vor dem durckisclien liund.
Anno salutis 1529.
151
Ein lob des redlichen krieg-Yolck in der duerkischen
pelegruDg der stat Wien. In dem thon: Es kam ein alter
Schweizer gangen.
Wach auf, herz, sin und freyer mnet,
6 Hilff mir preysen die lanz>knecht gaet,
Ir riterliche date,
Pegangen itz in Ostereich
Zw Wien wol in der State / ja State.
10 Da der Thüerck drey leger fürwar
[bl. 148*] Schlaeg und die stat umbringet gar
Mit seinem grosen here
Pey zway-malhündert-dawsent mon
Mit hämisch und mit were / ja were.
16 3
So war der lanzknecht uberal
Pey achzig-dausent an der zal,
Hetten pey yirzig fannen,
Gen dem Dürcken ein klainer hauff
80 Von unferzachten mannen / ja mannen.
Die stat war an ir selb nit vest,
Doch detten die lanzknecht das pest
* »
1 Im seohsehnteD meistergesangbaohe, bl. 148 bis 140'. EiDieldruok : Eyn
lob der frammen LftDdQkneoht sn Wyen im tbon, Es kam ein alter SobweytEer
gegangen. Am ende: H. S. S. (Qr. Hofbibliothek in Darmstadt; nach freund-
iieber mitteilaog ron Dr. Adolf Schmidt 1887). 13 S dawlent. 14 E har-
niscb, bttehl5en, wöre. 17 E achtten. 22 E selber.
Mit polwercken und graben,
Sie pawteii alle tag und nacht»
Wae die hauptlewt an-gaben / ja gaben*
6 Graff Niclafl ?oö Salm pey in stou
Und war ir oberster baübtmon,
^ * uptlewtej
anschleg vÜ,
lesea hente / ja bewte.
; nnd nacbt kein rw^
letzet zw
ait graben,
reib und kind,
haben / ja baben.
Die lanzknecht betten künen muet,
Zw eretten das cristlich pluet,
Den Düercken woltens schlagen,
20 Die baubtlewt betten zw weren gnug,
Hort man die waibel sagen / ja sagen.
[bl. 149] 8
Doch fielen sie zwaymal hinaus
Und betten gar ain wüesten straus,
25 Mit dem Tuercken scharmuetzel.
Das war in als ein kueles taw,
Gab in zv schaffen lüetzel / ja lüetzel.
Der Thüerck die mawer unter-grueb,
30 Und vil pulver darunter schueb,
Und det die mawer sprengen
Fünff ort pey fünfzig klafter weit,
Liesen sie sich nit engen / ja engen.
5 S glaff. 5 E was bey. 14 E erwürgt er. 19 E woltens.
S wolten. 31 E maur lersprengen.
153
10
DeD Hispaniern gieb ich lob,
WareD gerecht in irer prob
Mit schissen von den zinen;
6 Wo sich ain Düerck nner plicken lies,
Ir knnst der wnrd er innen / ja innen.
11
Achzehen lerman mnstens hon.
Da sach man manchen knenen mon
10 Lawffen zv seinem fannen ;
Da sach man kain verzagten knecht
Unter vil dawsent mannen / ja mannen.
12
Weil man in der schlacht-ordnang ston,
15 So fing der Tüerck zv schiessen on.
Recht sam es schneyen weide.
Etliche dawsent flitschen-pfeil;
Noch stnndens ¥rie die helde / ja helde.
13
so Wan der Düerck drat ain stürmen on,
Sach man die frnmen lanzknecht ston,
Mit spis nnd helen-parten,
Mit kolben und gnetem geschüetz
Detten sein dapfer warten / ja warten.
S6 14
Herzog Philips, pfalz-graff am Rein,
[bl. 149'] Der wolt nur untern knechten sein
Mit vil riter und graffen
Und manchem gueten edelmon,
80 Die all gar dapfer draffen / ja draffen.
15
Die puechsenmaister ich loben thw:
So oft der Thüerck ruecket herzw,
*
2 B Bifpanifeheo. 6 ja iDDeo] fehlt 6. 1 4 E stond. 1 6 E wolte.
20 E starmen. 6 stürm. 29 E Wolt Dor vnDder den. 30 ja draffen] fehlt S.
Sein ordnang sie im drenteo
Und prachten seia voiok in dk fluecht,
Das sie sich wider weat^n / ja wenteii.
Als er drey stürm verloren hat,
Da zueg er flüechtig von der stal
jfi* «•u^«' «»^ ^^ACTAv ^Juinden.
D necht gros er,
£( len / peat&aden.
ÜJ
16 Si
»tat, errett.
erobert het»
Jen
Ib aiide kiiid,
/ ja lagen,
Des haben dk lanzknecht gros eer,
Doch aiiier und der ander mer
Dem Düercken ab-gewunen
Camel, tartschen und flitschenpfeil
Und auch vil pulver-tunen / ja tunen.
19
Ir preis get durch ganz deutsche land,
Mit in war die starck gottes-hand,
Hat in den sieg gegeben.
Ich wünsch dem riterlichen volck
Hie glueck, dort ewigs leben / ja leben.
2 E jin sein v. ind.
18 und dorl S vnder.
Anno salutis 1529.
*
15 E Gantz Teutschland vbersogen , ya sogen.
155
Die tttrckisch belegernng der etat Wien, mit sampt
seiner tyrannischen handlnng. Im MDXXIX jar.
Hört ZQ, nach dem gezelet wardt
Von des herrn Christi gebart
6 Vergangen fUnffzehen-handert jar
Und nennundzwentzig, das ist war,
Eben an sant Mattheus-tag
Erhob sich ein anmenschlich klag
In Oesterreych an manchem endt;
10 Wann Wien, die vorstat, wardt verbrendt
Von dem Türcken mit grosser samm,
In circkels-weyß gar amb and amb,
Mit raaben, prennen and mit mören:
Kläglich geschrey das kand man hören.
16 Das wert biß an den vierdten morgen,
Da kam stat Wien in grosse sorgen.
Wan der Törck kam mit grosser macht,
Za roß and faß er mit im bracht
Aaff drey-raal-hundert-taasent man ;
ao Aaff Wasser, landt rackt er hinan
Und legert vor der stat sich nider,
Za rings-weyß hinamb and herwider.
Aaff zwo meyl wegs umb die stat
Das läger wol gereychet hat,
25 Des Türcken nasseren sich regten,
Das wasser allenthalb belegten.
Das der stat nichts nit mocht za-gehn,
*
1 Im sweiten (rerloreneD) spraohbnohe, bl. 343 »Histori Die darekisoh pe-
legrnDg der stat wien 100 rers« ; das generalregister seist das seichen binsu,
daß dieser sprach im einieldraok aasgegeben war. Sieh E. Weller, H.-S.-bibliogr.
or. 209 ond Heinrich K&b de bo, Die diohtungen des Hans Sachs lur gescbiohte
der Stadt Wien. Wien 1878. s. 31 bis 34.
156
Des ward die stat in sorgen stehn.
Aüch brantens die zwo pmcken ab.
So hat der Türck auch ein vortrab
Etwan auff zwantzig-tausend pferdt,
b Darvon ward das gantz land beschwerdt.
Die man heist die streyffenden rott,
Die stachen auff dem feld zn todt,
Was sie ergriffen: jung nnd alt,
Tyrannisch war all ir gewalt.
10 Märck und dörffer habens verbrent,
Frawen nnd jnnckfrawen geschendt,
Zerhawt, gespist die kleyne kind,
Die männer hingeülret sind.
Mit solcher mörderey so sennß
16 Biß in das lendlein ob der Ennß
Gestreyffet gar on alle wer.
Auch ward vor dem tfirckischen beer
Geflohen in den Wiener wald
Vil frawen, beyde jung and alt,
20 Sie wnrden all an disem ort
Elend erhawen nnd ermord.
Also lag nnn das türckisch beer
Vor diser stat mit grosser weer,
Die gertens auch zu treyben ab.
26 Vil mancher lärmen sich begab;
Die knecht die fielen offt hinanß
und hielten mit den feinden stranß
Der Türck trat aach an manchen starni,
Doch hielten sich nach krieges-furm
80 Die lantzknecht redlich unverzagt.
Der Türck ward all-mal abgejagt
Mit dem geschütz nnd guter wer.
Doch schoß hinein das türckisch beer
Mit flitschen-pfeylen als der schnee,
36 Mit hacken und handtrhören mee.
Nach den geschichten sich begaben,
Der Türck die stat thet unter-graben,
Mit pulver zu-sprengt die stat-maur.
Erst stund die stat in grossem traur,
40 Dasselbig zu vil mal geschach;
Yedoch die bauptleut bald darnach
157
Verechantsten diese lücken n;
In der stat was kein rast noch rhn.
Ein Iftrmen nbem andern wardt,
Der Türck setzt zn der stat gar hart
6 Mit stürmen, graben tag nnd nacht
Die stat hielt gut Ordnung nnd wacht.
Die knecht in etlich pülver-tonnen
In dem stat-graben abgewnnnen.
Verreterey der Türck anrieht,
10 Da im anch mocht gelingen nicht,
Lnff er sn-letst ein starm an,
Sein Yolk aber wolt nicht hinan.
Da worden sie von seinen wäbeln
Getrieben mit knütteln nnd säbeln,
15 Des Volks ward ime vil verlorn.
Also der Türck mit grossem zom
Prach anff zn nacht and zoch darvon
Und zündet sein geleger an
Und alle dörffer anch hemmb,
10 Und fürt mit im ein grosse sam
Gefangner Christen, weyb nnd man,
Mit im in die Türekey darvon.
Also habt ir in kürtz den handel,
Des Türeken tyrannischen wandel.
Vi Damit er schröcklichen anlag
Stat Wien anff vier-und-zwentzig tag
Mit nnüberwindlichem schaden.
Yedoch anß göttlichen gnaden,
Hat er die stat nicht gar erobert.
M Wann, wo er die erst het erkobert,
Het es erst kost vil Christen-blats,
Gott aber war voran ir schütz,
Der nns fort-hin anch durch sein gut
Vor aller tyranney behüt. AMEN.
l ? ODf. E was.
158
Die piter leidenlos lieb.
Die lieb ist leydes anefang:
Es stehe gleich kartz oder lang,
So nympt sie trawrigen anßgang.
6 Eins morgens ich spacieren gieng,
E das der sonnen-glantz anfieng
Za schymern aber perg nnd thal.
Mein hertz ynn grossen frewden qaal,
Wann ich des Mayen wann darch-schawet;
10 Die blumlein waren fein betawet.
Dardurch wat ich yn einer wysn,
Die külen morgen- wintlein blysn;
Die sonnen-streyra künden her-glesten,
Die fögel sangen aaff den esten
15 In einem schönen grünen wald.
Za dem lent ich mich schnell and pald.
Für einen felß anmenschlich hoch
Ich faß für faß gemach hin-zoch.
Daranter sach ich sitzen ein
20 Frewleyn, gezieret hübsch and fein,
Bey einem jüngling wol-gestalt,
Der red war heymlich manigfalt.
Ich dacht: Ach, möcht mir werden hewt
Von yhrer frewd ein klaine pewt.
26 Ich hinterschlich heymlich das ort.
Das ich möcht hören alle wort,
1 Im xweiten (verlorenen) spruohbaohe, bl. 250 *Die pitter lieb 74 vers«.
Hier nach dem einseldruoke , der auch beim Itf schwanke all TorUge diente.
Vergl. Schnorrs arohiv 1881. II, 8. 58. Den entsprechenden meistergetang im
rosentone des Hans Sachs (MG 11, bl. 105 , gedruckt bei Karl Goedeke,
dicbtungeu von H. S. I, s. 277) sie band 21, 288 bis 290.
159
Und thet mich da genaw verstecken
Bey yhn ynn einer rosenhecken
Zn hören yhr frefindtliches sagen.
Da war es nichs dann pitters klagen,
6 Alls, was ich höret vor nnd nach.
Das frewlein zn dem jüngling sprach :
.Gesell, wie syh ich dich so selten?
Sag mir doch, wes maß ich entgelten?
Hab ich dir nit gnng trew gethan?*
10 Der jüngling fieng hinwyder an:
«Ich bin zu lieb dir gangen offt.
Das ich zasehen dich verhofft,
Dich doch lang nie ersehen hab.
Des dacht ich mir, ich wer schabab.
16 Derhalb mein hertz hat tag und nacht
In eyfer schwer nnd hart gewacht;
Villeicht hast einen andern da.**
,Ach, trawst da mir nit bessers za?''
Sprach sie, »waist doch meynn trewen mat;
so Ich han gewagt leyb, ehr nnd gat
Mit dir. Ist das von dir mein Ion?'
Der jüngling sprach : „Zart fraw, far schon !
Der argkwon bracht mich anff das gspor,
Seyt das ich dich nicht fand als vor
26 Gen mir freündtlich tag unde nacht.'*
Das frewleyn sprach: „Gesell, das macht,
Ich hab amb mich der klaflfer vil.
Die ans stet sehen auff das spil.
Ob ich dich bey dem tag vernymm
30 Oder ich hör zu nacht dein stymm,
So schreyt mein hertz yn leyden waffen;
[sp. 2] Vor sehnen kan ich dann nit schlaffen;
Auch sorg ich für dich über massen.
Dir geschech etwas auff der Strassen."
86 Er sprach : „Das war mir necht nicht weyt,
Es jaget mich umb metteu-zeyt
Mit blosser wehr ein gantzer hauff."
Das frewlein sprach: „Gesell, hör auff;
Du machest meines layds noch mehr,
40 Unglück reytt mich, wo ich hin-kehr.
Mein man wil mir auch nymmer trawen
w
Und tbat gar eben nuE mich «cbawen.''
Der Jüngling sprach: *Merckt es dein mau^
Erst bleyb icb nicht, ich wil dar- von.
Ee kostet mein und deinen lejb^.
Erst ward betrübt das» ^arte weyb.
Das wand yhr heod und sab ybn an.
Er nam urlanb und schyed dar-vou.
1 angst und sorgen
eb verborgen
und von sehnen,
' lieb nicht g^weneu.
161
Die zehen gebot, zn singen in dem thon: 0 herre
goty begnade mich.
6ot hat uns geben die gepot,
Das erst: solst glanben in ein gotl
6 Hie leer, das sich got eben
Dir hat zu aygen geben.
Danck im, o mensch, der gute sein,
Das er sich thnt annemen dein,
Ist dein erlöser woren
10 Vor dem ewigen zoren.
Hie klag dein schuld, das da so offt
In got nit trawt hast und gehofft,
Bit, das dein seel, hertz and gemüt
Vor nngelaaben werd behfit,
16 Sonder anff got traw feste.
Znm andren : solt den namen sein
Nit nennen unnütz und gemein.
Hie solt sein namen leren
20 AUeyn preysen und ehren.
0 mensch, danck hie deim schöpffer zart.
Der dir sein nam hat offenbart,
Das du in an magst rüffen.
Sein hilff darbey thust prüffen.
26 Hie klag, das du sein heyling nam
Hast braucht zu schweren, schandund schäm,
Bit got, das er dein hertze ker,
Das es sein namen preyß und eer
Hie und dort ewigklichen.
1 E. Weiler, BibUographie nr. 143. Phil. Waekernagel, s. 68 bis 69.
K. Goedeke, DSehtangen ron H. Sacha I, s. 60 bis 64.
Hau SMhe. XXII. 11
Ztim dritteD^ du die fejertag
Seit beyl%en nacb gottes sag.
Leer all weit pcheölt zerstören
und gotteä wort zu hören.
DaDck got hertzlieh an disera ort,
dn hey% wort,
ter gute
»mite.
nnnütz verpracht,
gar §fft veracht,
rediger send^
dt ¥0D uns wend,
ähttte.
I
hf^ mater eer!
Änü dem, o moDBcb, eo Djrm die leer:
Sey in in vil und wenig
Gehorsam, untertbenig.
Danck got, das er sorg für dich trüg,
Dnrch dein eitern dich auflferzüg,
Züchtigt, straffet und leret,
Dich speyset und erneret.
Klag, das du auch mit überlast
Dein eitern offt betrübet hast;
Bit der eitern und oberkeyt
Wolfart yetz und zu aller zeyt,
Auff das sie wol regiren.
Zum fünfften : du solt tödten nit.
Schaw, mensch, hie magstu leren mit.
Dem nechsten guust zu tragen,
Nit bschedigen, noch schlagen.
Danck got, das er so trewlich wacht,
Hat auff dich und all menschen acht.
Das keyns dem andern schade
Bey seinr straff und Ungnade.
Klag, das durch zoren, haß und neyd
163
Dem nechsten thetst offt hertzenleyd;
Bit, das er dir geb senfften mat,
Deym nechsten zu nutz und sn gut
Du auch im frid mOgst leben.
6 6
Zorn sechsten, so brich nit dein ee.
Mensch, anß dem lert dich got, yerstee!
Züchtig und keusch zu leben,
Kein ergemns zn geben.
10 Danck hie der trewen gottes-güt,
Die dir töchter nnd weib behüt,
Dnrch sein gepot nnd willen
Thnt er vil nnzncht stillen.
Klag, das da prachst an disem ort
16 Sein gpot mit dancken, werck und wort,
Bit, das got allen menschen geb,
Das man eelich nnd züchtig leb,
Schamhafft, wie framme Christen.
so Znm sibenden: nit Stelen solt.
Hie leer nnd hab dein nechsten holt,
Umb sein gut in nit treuge,
Verforteyl, noch ableuge.
Danck got, das er anch hab in hnt
S6 So väterlich dein hab and gat,
Thnt das mit straff verfechten
Vor allen angerechten.
Klag, das da offt den nechsten dein
Betrogen hast aach amb das sein,
80 Bit, das wacher, geitz and forkaaff
Bey aller weite höre aaff.
Das wir als Cristen handien.
8
Znm achten: kein falsch zeagnas gib
36 Wider deyn nechsten, leer aaß lieb
All falsch nachred za meyden,
Heachlen nnd ehr-abschneyden.
Danck got, das er auch für dein ehr
11*
164
Und dein gut gerücht sorget seer,
Eeyn falsche zung dir schade
Bey seyner nngenade.
Klag, das dein zung in pittem schmertz
6 Betrübet hat auch manig hertz;
Bit, das got gebe alt nnnd jung
Ein warhafftig haylsame zong,
Getrew und vol senfiFtmüte.
9
10 Zum nenndten: du deyns nechsten haoß
Solt nit begeren. Leer daraoß,
Nit zu haben begirde
Deyns nechsten Stands nnd wirde.
Danck got, das er dein ampt nnd stand
16 Trewlich erhelt in seyner band,
Die dir heymlich nach-stellen
Nicht in ein nnglück feilen.
Klag got, hastn heimlich verletzt
Deyns nechsten hanß, girlich nachgsetzt;
20 Bit got, das er dir geb ein mnt.
Das da begerst keyns frembden gut,
Laß dich an deym benügen.
10
Zum zehenden: frembd weib nnd kind,
26 Knecht, mayd, ochsen, esel nnd rind
Solt du gar nit begeren.
Nachstellen, noch geferen.
Danck got, das er auch sorgt fär dich,
Für weib, kind, knecht, mayd nnd das vich,
80 Das dirs niemand verhetze.
Abdring, stel, noch absetze.
Klag got, hastn dem nechsten dein
Begirlich entwendet das sein;
Bit eynen gnten geyst von got,
36 Zn wandlen in allem gepot
Nach seynem willen. Amen.
165
GlaübensbekenntiiiB.
Wir glanben all an eynen got,
Schöpfer hjmels und der erden,
Der sich zum vater geben hat,
6 Das wir seine kinder werden.
Er selb wil nns erneren,
Leib nnd seel anch wol bewaren.
Allem nnfal wil er weren,
Eeyn leid sol nns widerfaren;
10 Er sorget fOr nns, htit nnd wacht.
Es steet alles in seiner macht.
2
Wir glanben all an Jesnm Christ,
Seynen son, an nnsem harren,
15 Der eynig nnser heyland ist.
Durch den wir gezogen weren.
Das wir zu dem vatter knmmen
Und im glanben nnd vertrawen,
Kein werck mag nns darzn frnmen,
so Allein muß er nns erbawen,
Christns, gottes son, in seym nam
Werd wir behalten alle-sam.
Wir glanben all, das Jesus Christ,
26 Uns vom heyling geist erkoren,
On menschlich werck entpfangen ist
1 E. WeUer, H*ni-8aobi-bibUogr*phie nr. 143, dat «weite stQok. Pbil.
Wackernagol, i. 60 bi« 70. K. Goedeke, Dich langen Ton Hans Sachs. I, s. 64
by 68.
16&
Und von Maria geporen,
Der jonckfrawen, alleyne;
Das unser entpfencknns anff erde
Und nnser gepnrt onreyne
Durch in geraynigt werde,
Von der yerdamnns werd gefreyt
Durch sein milte barmhertzigkeyt.
Wir glauben all, das Jesus Christ
Für uns sey am creutz gestorben.
Unser versüner worden ist,
Gnad unser siind hat erworben,
Und ist worden auch begraben,
AbgesUgen zu der hellen,
Derhalb wir keyn feynd mer haben,
Der uns gwaltig künd quelen,
Weyl er uns punden hat sünd, hell und todt.
Bringen uns nit mer in ewig not
20 Wir glauben all, das Jesus Christ
Am dritten tag aufferstanden
Uns wider von den todten ist.
Das wir von der Sünden banden
Durch in werden auflferwecket,
26 Wandlen in eym newen leben.
Von Sünden werden abgeschrecket.
Uns im gentzlich ergeben.
Und auff diser erd wandlen fort
Alleyn nach seym heiligen wort.
80 6
Wir glauben all, das Jesus Christ
Sey gen hymel auffgefaren.
Da er ewig beym vatter ist
Und thut gnedigklich bewaren
86 All seyn gläubige Christen,
So sie hertzlich zu im schreyen
In not, vor irer feynde listen
Wil er sie bschützen und freyen.
167
Er hat allen gwalt in seyner hendt
In dem hymlischen regiment.
Wir glauben all, das Jesus Christ
6 Widemmb am jüngsten tage
Von dem hjmel zukfinfltig ist,
Zu richten on alle klage
Lebendig nnd anch die todten,
Den tenffel sampt allen bösen
10 Verdammen in helle note,
Und die gläubigen erlösen
Von allem nbel, angst nnd not,
Zu leben ewigklich mit got
8
16 V7ir glauben an den heyligen geist,
Der gotheyt die dritt persone,
Der uns mit sein genaden speißt
Und zfindt sein lieb in uns ane;
Er thut uns auch stercke geben,
so Der Bund feynd werden und meyden.
Zu füren ein christliches leben,
Tröstet uns in allem leyden,
Hilfft unser schwacheyt, würckt in uns
Den willn got-vatters und des suns.
35 9
Wir glaubn all, das der heylig geist
Regiere die christlich gmeyne.
Die man die christlich kirchen heist,
Ist ein gespons Christi reyne,
80 Versamlet alhie auff erden
In glauben, tauff und eynem sinne;
Niemand mag selig werden,
Wer nit beleybet darinne ;
Der ist verloren und kein glid
86 Christi dort in ewigem frid.
10
Wir glauben, durch den heyling geist
168
Die Band uns werden vergeben,
Wie ans denn GliristiiB selb verheist,
Weyl wir hie in disem leben
Täglich in yil sünde fallen,
6 Bald wir die hertzlich berewen,
So hilfft er ans aaß den allen,
Thnt den glanben vemewen;
Der Sünden bände er aafflöst,
Unser blödes gewissen tröst.
10 11
Wir glaaben, das der heylig geist
Uns anch aafferwecken werde
Am jüngsten tage aller-meist,
Wie man ans grab in die erde,
15 In eynem geistlichen leben
Uns hymlisch klarificieren
Und die ansterbligkeyt geben.
Von leiblichen begieren
Ledig and gar qait, nach dem elendt
M In der letzten gmeynen nrstendt.
12
Wir glaabn anch, das der heylig geist
Allen Christen dort werd geben
Darch den vatter and san gepreyßt
26 Ein ewig seliges leben,
In den hymelischen thronen,
Bey der aaüerwelten schare,
Das wir ewig gottes lob thönen:
Das ans solches widerfare,
80 Das helffe Christas allen Christen.
Wer das beger, der Sprech amen.
169
Des kaisers krigszng in Aphrica.
In prfieder Veiten thon.
[bl. 137'] Es hat sich anfgeschwangen
Der römisch adelar
5 Zw drost den seinen jnngen
Mit groser heres-schar,
Den Dflrcken an-zv-grewffien
In seinem aigen lant,
Der Dentschlant det dnrchstrewffen
10 Mit ranben, mort and prant.
Als man zeit fünfisehnndert
und faenff-ond-dreissig jar,
Da hat sich anf-gemandert
15 Der römisch adalar:
Earolns, der gros kaiser,
In aigener person,
Ein gewaltiger raiser,
Den krig zy fahen on.
so 3
Mai am ersten dage
Andrea Doria
Ankam auf meres-wage
Der stat Barcelona.
26 Da im entgegen-ginge
*
l Im seobsehnten meittergesangbaohe, bl. 187 bis 139. Vergl. dasa R ▼.
Lilieneron, Die historiiehen TolksUeder der Deatsohen. Vierier band. Leipzig 1869.
I. 121; femer band 3 des H. Sachs in dieser sammlnng s. 395 bis 399 and
dasa band 31, 8«7.
r
^^M
^^^^H KaiBerlich niayestat ^^^H
^^^^H Und erlicb entpttnge ^^^H
^^^^H Pia in sein herberg spat. ^^^H
^^^^1 ^^1
^^^^^H & Darnach am abent spate ^^
^^^^^H Hai milche» in der ^M
^^^^H Da bilt der kaiser ^H
^^^^H Mit ander herren vil ^M
^^^^H Zv dem krig ansgeschoBsen, ^M
^^^^^H 10 Und würt ain*helig da ^H
^^^^^P Von in allen peschlosen ^U
^^^^^k Ein zug in Apbrica. ^M
i^^^l 1
^^^^^^^P Das wnrt yerkändet palde ^^
^^^^^^H [bl 138] Darcb ganz Hispania, ^|
^^^^^^K Siel) rtiestet jung nnd aide ^M
^^^^^^M Zöin Kug in Aphrica : ^^
^^^^V^ Formten, lierrn und adel ^H
^^^^^L Zugem kaiser zw eer, ^M
^^^^^ «0 ^^ rugtting war kein zadel ^H
^^^^m ^^^ ander herschaft mer. ^M
^^^^^^K Vom kung von Portigale ^|
^^^^H Kam hin ein armada, ^H
^^^^H S6 Köstlich in groser ^M
^^^^^U ^^^ ^^^^ Barzeiona; ^H
^^^^^H Aus Malicha gar mechtig ^|
^^^^H Und von PeBchata,, ^M
^^^^^H Neapolis ser precbtig ^H
^^^^H 30 Kam vil krigschiffang da* ^M
^^^^^^H Aber pis in fauf hundert ^^^|
^^^^H Nauen nnd galeen ^^^|
^^^^H Und andre schiff gesnndert ^H
^^^^H 85 Sach mau gernestet sten ^M
^^^^^H Mit gungsamen vorate ^H
^^^^^H An prabant) tranck und speis, ^H
^^^^^^^^^I
171
Kaiserlich mayestate
Zw dinen auf die reis.
8
Zway-dawsent an der zale
6 Hnndert-und-neiuizig stfick
Gros pachsen nberale,
Dem her zv halten meck
Mit sampt hämisch nnd were,
Allee in nberflos
10 Zv ainem solchen here
Paide zv ros und faes.
9
Als das Volk kam zw-same,
ümh ain obersten pot,
16 Pald in sein hende name
Kaiserlich mayestat
Ein cmcifix nnd fiele
[hl. 138'] Nider auf seine knie,
Sprach: „Den ich habn wiele
ao Zw aim obersten hie.
10
Dem woU wir uns ergeben
Als obersten hauptmon,
Sol leib, er, guet und lehn
35 In aigener person.
So wil ich mit euch keren
Zw wasser und zv laut,
Cristen-glauben zv meren
Mit helden-dewrer haut.'
80 11
Juni den ersten tage
Das beer zv schifife drat,
Und sties von land, ich sage,
Kaiserlich mayestat,
86 Warfif auf Ire streitfannen
Pey neunzig oder mer:
Von unferzackten mannen
Sach man ain dapfer her.
Von vir-itQd-Yirzig:-dawBet
Darzw fdnffhiiiidert man,
Oemest, der kainem grawset
Mancherkj nacion:
PortigaliBch und gpani&eh,
knecht.
icken
iLmsUictL a» ^^lEcn wart,
Pracht erat zv-sam der-gleichen
[bl. 139] Ein mechtige herfart.
14
20 Und am sibenzehenden
Kaiserlich niayestat
Geluecklich wart zv-lenden
Pey Thunisj, der stat,
In Aphrica gelegen,
26 Zw grewffen an den krieg.
Got geb im seinen segen
Und kaiserlichen sieg.
15
Da er aigner persone
Aus-treten ist zv lant
Als ein grosmuetig mone,
Sein Schwert nam in die hant,
Das Cristen-pluet zv rechen
An dem Barbarossa,
Dem Durcken ab-zv-prechen
In ganzem Aphrica.
178
16
Darnach Constantinopel
Heimsnechen mit dem schwert,
Im wider-gelten dopel,
5 Wie er nns hat gewert.
6ot geh hall und gelnecke
Dem dewren kaiser frnmb,
Halt im genedig mecke,
Her im sein kaisertnmb!
10 17
Pey dem las ichs peleiben
Pis anf ein weiter pos
Und warhaftiges schreiben
Von diesem kaiser gros.
16 So pald im thnet gelingen,
So frew wir nns mit im
Und wollen weitter singen
Mit frewden-reicher stim.
Anno salutis 1535.
13 8 warhftftiei.
Von den
Ibl. 139
sieg in Aplirica,
IE tbon.
1 mngm
gelinge.
Dt jar
isätg
In Aphrica, ich sag,
2
Prach auf des kaisers beere
Und zog auf Thunis zw
Mit puchsen, hämisch, weere
In guter Ordnung frw,
Sich pey Thunis zv legen
Nahent fast auf drey meil.
In aber kam entgegen
Der feint in schnei er eil
Mit hundert-dawsent mannen
Und funfzig-dawsent da,
Geruest mit irn streitfannen ;
Mit im Barbarossa
In aigener persone
Versuchen wolt sein macht.
Den kaiser grewffen one,
Mit im thon ain feltschlacht.
l Im »cchxehnten meistergesangbuche,
vorige stück b. 169.
bl. 139 bis 141. Vergl. dazu das
175
Des sich paid heer entschlnssen,
Buesten sich zv der Schlacht,
Aaf ein-ander abschuessen,
Drangen zy-sam mit macht.
Das kaiserisch hantgschnetze
Die feint grawsam haimsnecht,
Worden sein gar nrdraetze
Und gaben pald die flnecht.
E sie kamen znm schlagen,
Etlich worden pewegt
Pey dem gschoetz sich zw wagen,
[bl. 140] Die worden all erlegt;
16 Drey pochsen man erobert.
So war der feinde macht
Recht wie der staob zerstobert:
Man legert sich die nacht
6
20 In güeter hoet ond wache
Vor feindes hinterlist.
Ser frae das heer anfprache,
In ordnong zogen ist,
Vermaint, wider zv schlagen,
15 Wo man der feind fond mer.
Da sach man kainen zagen
Im kaiserischen heer.
7
Barbarossa het wider
so Gsamelt sein floechtig beer,
Lies sich in das schlos nider
Und wolt ratschlagen mer,
Rait in die stat vor tage
Lies das schlos wol pesetzt,
86 Macht haimlich sein anschlage.
Ob es not würt zv-letzt.
176
8
Lies die camel peladen
Im schlos mit seinem schätz,
Ob-gleich die stat nem schaden,
5 Das er floch ans dem hatz.
Die Thfiercken in dem schlösse
Merckens, in det der grans
Sein nntrew sie vertrosse,
Der gröst dail fiel heraus.
10 9
Vil Christen lagen gfangen
Im schlos in einer klans;
Da die sach thet anlangen,
Da prachen sie heraas,
15 Und als die onferzagten
Die andren Düercken gmein
Sie ans dem schlos auch jackten,
Namens schlos gwaltig ein.
[bl. 140'] 10
ao Als wen der stat nnn keme
Barbarossa znmb schlos,
Der seinen flacht vememe,
War er in nnmnet gros.
Legt an die Cristen pite,
26 Und all sein hail versaecht:
Do das wolt helffen nite,
Gab er sich in die flaecht
11
Mit seim zerstrewten here
80 Anf Arigeri (wisl),
Und das kaiserisch here
Zag anf die stat Thünis;
Wan die Cristen froleichen
Hetten ansgstegt im schlos
86 Fenlein and vil warzeichen,
Dem kaiser schicktens pos.
18 ? D*. 8 Des.
177
12
Das her rackt zv der State,
Die sich nit weren wolt,
Do hilt der kaiser rate,
5 Die stat man plündern solt
Drey tag nnd anch nit mere.
Darnach zv miten-tag
Zog ein das kaisrisch here
Drey-nnd-zwainzg stand, (ich sag!)
10 13
Damach man plündert hate
Penante tag zy-letzt,
Kaiserlich mayestate
Hat wider eingesetzt
16 Den alten küng vertrieben,
Der sich gab in sein hnet
Und sich im hat verschrieben
Mit jerlichen tribuet.
14
20 Pey zwainzig-dawsent Cristen,
So der Dnerck gfangen hat,
Thet von ir gfencknns fristen
[bl. 141] Kaiserlich mayestat
An dem zehenden tage
26 Angnsti zv Thnnis,
Sas aaf das mer, (ich sage)
Fuer auf Neapolis.
16
Und mit fünfzig galeen
80 Andrea Dona
Lis auf dem mer sich sehen,
Pald nach zv-raysen da
Barbarossa, dem flaechting,
Ins reich Arigeri.
86 Got wol, das er in zuechtig
Umb sein tiraney hy.
9 8 swaioos.
Hjou 8«oh«. XXII. 12
ire
10
Also hat ob^eeleg^t,
Durch die ^ottas-geaad
Den Duercken uherkrieget
Kaie^rlich majeatat*
Des frewet sich firdleiehe
stendt,
I feicbe
r prBiidt
ftiier,
är füerst,
aiäer,
fcikeit döerst,
äiä und ere
Urtin, plüe nna scbeinpar wachs
Fort-hin und ymer mere,
Wünscht zu Nürnberg Hans Sachs.
Anno salutis 1535.
179
Der kriegszueg in Sophoier lant Im thon: Der
Daerck und der ist zornig wom.
Als man zeit fonfiEehnndert jar
Und sechsündreissig, das ist war,
6 Kaiser Earel der grose
Mit seinen füersten allensam
Ainen herzng peschlosse, ja peschlosse.
Wider den plntnrstigen band,
10 Ob er in stürzen mocbt zv grnnd,
Den dorckiscben tirannen,
Der die cbristenheit nberzewcbt
Jerlicb mit sein streitfanen, ja fannen.
15 Ans schrieb der kaiser Earolus
Nach krieges-volck zv ros und fues,
Versamlet ein gros here;
Vil deutsches adels macht sich dar
Zv faren aber mere, ja mere.
Der küng ans Franckreich sich aufmacht,
Ein gros krigfolck zv-samen pracht,
[bl. 144'] Vil in Sophoyer lande
Und rückt darnach auf Maylant zw,
26 Woltz pringen in sein hande, ja bände.
♦
1 Im seobMbDten meistergesaiigbaohe, bl. 144 bis 146'. E. Weiler, Hans-
laebi-bibliograpbie s. 69 nr. 112. K. ▼. Liliencron, Die bistoriscben rolkslieder
1er Deutfcben. Vierter band. Leipsig 1869. 8. 147 bis 149. 23 S Sopbyer.
12*
180
5
Pald der kaiser den list vemoin,
Do rneckt er hintersich gen Bom,
Dem pabst die nnpild klaget
über den künig von Franckreich;
Vom fried man lang ratschlaget, ratschlaget.
6
Alda kaiserlich mayestat
Ein kämpf frey angepoten hat
Dem künig ans Franckreiche,
Anf das nit so vil Cristenplnet
Vergossen würt 8chmechleiche,schmechleiche.
Wer ans in paiden gwün den sieg,
16 Das er darnach volent den krieg
Und nem ir paider here
Und züg darmit in die Dürckey,
Zv retten cristlich eere, ja ere.
8
20 All frid nnd daidnng war zv mat,
Derhalb kaiserlich mayestat
Hin anf Mayland zv-zohe;
Als der Franzos den gwalt vernam,
Zv-mck er eillent flöhe, ja flöhe.
t6 9
Damach Jnnj am driten tag
Anthoni de Leva, ich sag,
Schickt fünfze-dawsent knechte
Hin für Thnrin, die festen stat,
80 Und sie pelegert rechte, ja rechte.
10
Dergleich ist Carmangiola
Des margraffn von Saluza
Mit krigs-macht heim-gesnechte,
86 Darin Franzossen glegen warn,
Gaben daraus die flnechte, die fluechte.
181
11
Am zehenden Joig gar spat
[bl. 146] Da kam man für Fosan, die stat,
Die wart erst vest gepawen,
6 Da hetten sie getrieben ans
Paide kinder und frawen, ja frawen.
12
Drey-hnndert Franzosen fielen raus,
Anf zwo stund ward ein wilder strans,
10 Man trieb sie wider- nmben;
Die selbig nacht schanzt man hinzw,
Die pnechsen hört man pmmen, ja pmmen.
13
Die stat die machet ain vertrag:
15 Rett mans nit auf den zwölften tag,
Die stat woltens anf-geben,
Das mans lies zihen mit ir weer;
So is ergangen eben, ja eben.
14
20 Auch hat sich margraf von Saloz
Ergeben in des kaisers schnez
Mit paide lewt nnd lande,
Der des Franzosen hanptmon war,
Oberster lewtinande, lewtinande.
35 15
Auch der künig von Portugal
Der latt kriegschieflf in groser zal
Auf Marsilien füeren.
Da er den künig aus Franckreich
80 Das lebentig wirt rüeren, wirt rüeren.
16
Weil far auch Andre Doria
Geschyft hat in Marsilia;
• *
23 S Franeioeee.
182
Got geb in allen glüecke,
Auf das redlich gestraffet werd
All trewlos hinter-düecke, ja düecke.
17
5 Der gleich rüest man sich auf die reis
Mit krieges-raestnng, dranck und speis,
Dnrch das gepirg zv zihen
Mit sechzig-dausent ghräester mon,
Weil der Franzos thaet flihen, thnet flihen.
10 18
Herzog Ludwig, füerst zw Landzhnet,
I bl. 145'] Von Brandenburg zwen margrafen guet,
Pfalzgraf Philips pey Keine
Und ander welscher fiiersten vil
16 Zihen all mit hineine, hineine.
19
Der kaiser zewcht aigner person
Am neünzehenden Juli on;
Hilff got, das im müg glingen,
20 Pald wider kumen gute pos,
So wöl wir weiter singen, ja singen.
Anno 1536.
183
Vorrede zum Yierten sprnchbuche.
Weil alle irdische ding zergencklich seind, wie Petrarcha sagt,
wo die nicht gepessert und zwsamen-gehalten werden; aber das
Seneca, der ftram haid, haist das den schentlichsten schaden, der
^aas verwarlosikait knm: Solche zwen spmch haben mich, Hans
Sachsen, peweget, anf das auch nicht die langwirig arbeit meiner
gedieht verloren nnd zerstrewet würt, dis mein vierd pnch mit
sprächen zw yersamlen nnd zw schreiben mit aygner hant, ob es
vileicht den nach-knmen zw peßemng pehalten würt. Nnn helt
i<> dis gegenwertig 4 pnch innen 100 sttieck nnd materi, doch mancher-
lay art, nemlich: schriftlich, kampfgesprech, fasnachtspil, poetisch,
sitlich frey nnd gemain sprüech, histori, fabel nnd güet schwenck.
Weil aber dis pnch in kain ordnnng der materi gesetzt ist, snnder
ein itlich werck, pald es verfertigt, eingeschrieben, wie zw ent
IS eines iden die jarzal , monat nnd dag angehangen : derhalben hab
ich ein abtaillnng im reigister gestelt nnd igliche art der gedieht
zvsamen signirt. Die forder ziflfer pedewt die zal der vers eins
iden wercks, die hinter Ziffer pedent das plat, wo es zw finden sey.
und solches püch hab ich angefangen im 1539 jar am ersten tag
^Jannarj nnd das volent anno salutis im 1543 am 13 tag Aprilis,
meins alters im 49 jar. Und in diesem allen hab ich mit hohem
fleis gesnecht gottes er, das lob der tngent nnd straff der laster,
anch frend nnd frolikeit des nechsten, wie mir das alle werck
gezewgnus geben. Gottes sey die er ewiclich.
«
1 Dm erste der erhaltenen sproobbUoher ist das Tierte. Wie sohon das
beifpiel einer rorrede aas einem meistergesangbaebe , s. 137, seigt» bebandelte
Hans Saebs seine bandsebrifllieh gesammelten werke wie gedrackte bücber. Zn
dem anfange rergleiebe man den anfang der rorreden su den ersten beiden
foliobänden: band 1, 3 nnd band 6, 8.
184
Die muestemng zw Nflrmberg.
Als man zeit acht-and-dreisig jar
Der mindern zal, und als gleich war
Der zwaynndzwainzigiste tag
5 Novembris, als ich eben lag
[bl. 6] Zw Ftiert, als ich von Franckfnrt zneg
Und als die klainnr nenne schlneg,
Raist ich hinauf gen Nürmberg werz
Und kam zw eim ernstlichen scherz:
10 Zwischen Popenrewt und dem Dos
Fant ich ein hawffen lanzknecht gros
Gefiert in einr Schlachtordnung stan
In eim glied sieb-nnd-vierzig man.
Ir spies aufgreckt gleich einem wald,
16 Gar wolgemestet jung und ald
Mit hämisch und weer zw dem kriegen.
Darin sach ich fuenf fenlein fliegen
AI rot und weis fein nach-einander.
Die hacken-schuetzen allesander
20 Waren anghenckt zw paiden selten.
Die hawptlewt sach ich eillent reiten
Sambt den drabanten und waibeln lawffen
Hin-und-herwider umb den hawffen,
Pis alle sach wert recht pestelt,
26 Wie man die feint angreiffen weit.
Die drnmel lawt ergellen detten.
In dem erhört ich ein drometten:
Von ferren pey der stainen prucken
Sach ich ain raissig zewg her-ruecken
so Mit eim rennponer rot und weis,
All wol-staffirt nach adels preis.
*
1 Im vierten spruobbuohe, bl. 5' big 8. In diesem spräche gedenkt U. Sachs
des markgrafen Kasimir von Brandenburg, des vatera Ton Albreoht Aloibiades.
185
Der war etlich pfert und dreyhnndert,
Mancherley mestimg ansgesniidert,
Ein rott anders klait, den die ander,
Doch wolgemestet allesander
6 Mit pferden, hämisch und mit weer,
Zwelf ganz knereser oder meer
In federpneschen, schmnck nnd parren.
[b]. 6'] Ich dacht, des scherz ein ent zw harren,
Pis das sie kamen in die nech,
10 Das ich den zewg noch pas pesech.
Als sie dem fnesfolck nehen detten,
Sties der drometer in drometten,
Ein rewter-lerman : Dran, dran, dran!
Da fing der zewg zw rennen an.
15 In idem glied ir waren sieben,
Dapfer anf die schlacht-ordnnng drieben.
Der rewter oberster hanptman
Rent nach dem vortrab dapfer an.
Die knecht liesen ir spies pald nider.
20 Da went der raysig zewg sich wider.
In anf der seitten ein-zw-dringen,
Die knecht mit spiesen sie entpfingen.
In dem fingen die hacken-schuetzen
In dem ein flnegel an zw spmetzen,
S6 So lawt knallet nnd nngefaeg
Sam hagel, plitz nnd doner schlneg
Und wart ein fewr nnd gstanck von schwebel,
Ein schwarzer rawch gleich einem nebel,
Der-gleich einem gewnelck anfprach,
80 Das man nichs gehört noch gesach.
Den hanffn sie darnach hintn an-venten.
Die knecht ir spies gegen in wenten,
Sie thetten aber umhin-reitten,
Dem hanffen anf der andren seitten
86 Mit irem zewge ein-zw-prechen.
Die knecht waren anch grnest znm stechen,
Die hacken-schnetzen zw dem schiessen
In irem flnegel anch zw-pliessen,
[bl. 7] Das gleich das ertrich sich peweckt.
40 Der raisig zewg noch unerschreckt
Riet den hanffen widernmb an,
186
Der dapfer iinpeweget stau;
Uüd wo den hauffeii sie anspreugten»
Ir öpies sie gegn in nider-eeö^ten.
Der gleich die Imcken-schuetzeD scbosen
5 Mit lautem krach en und erdosen,
Das es eim doner-sclilag erhal.
Als nun der zewg zum dritten nml
Die schlacht-ordnung umbriteii het,
Der haiiflfea sieb zertrennen tliet,
10 Und machten ein feltordnnog mit,
Alle mal fuenf man in ein gut
Ir liaubtlewt rieten all vorher,
Auf die stat zw stund ir peger,
Hiuach der raisig zewg anch riet,
ib Allemal 3 pfert in eim gliet.
Ein gros volck stund und in zw-aach.
Unter den einen ich au-apracb
Zw sagen, wes dis kriegsfolck wer.
Da fing er an und safrt mir her,
20 Wie die von Nüernberg beten bewt
Gemuestert da ire kriegalewt.
Ich sprach: „Hat feintschaft diese stat?"
Er sprach zw mir: „Der margraf hat
Sich prawcht vil un pillicher stueck
26 Und durch prieff eim rat binterueck
Die gmein abfeliig w^öllen machen,
Hat aucli mit unfürstlieben saclien
Wegen gehembt auf frejer Strassen
[bl. 7'] On schneid, vil pürger fahen lasseo *
ao On alle ursach. Darnmb hat
8ampt der gemein ein erb er rat
Sich ainmnetjg entschlossen palt,
Gwalt zwfertreiben mit gewalt,
Und bat vier fenlein kriecht pestelt.
3& Den siiit bewt worden zw-gezelt
Die rotmatster der ganzen stat,
So man den snnst bat frne und spat
Mit den das faeuft fenlein aufgricht.'*
Ich sprach: »Sagt, lieber, wist ir nicht,
16 S Aliniit.
187
Wer ist der raissig zeng gewessen?''
Er sprach: ^Ein rat hat anserlesen
Etlich pnrger ans den geschlechten,
Die sTinst pfert halten sampt den knechten.
6 Der-gleichen vil reicher kawflewt,
Die haben sich gemest anf hewt
So dapfer auf den mnester-platz
Anf peger eines erbem ratz.
Der man gefunden het vil mer,
10 Die sich gemest betten zw er,
Eim erbem rat zw wolgefallen.
Ja, het ein rat pegert von allen
Purgem, ein mnestrang hewt zw halten
Zw ros nnd fues jungen und alten,
15 Das wer gehorsamlich geschehen.
Da best ein hawffen volcks gesehen
Von etlich dawsent ghmesten mannen
Sampt iren hanptlewten nnd fannen.
Obs gleich an einen ernst würt gen,
so Fünstns als redlich kriegslewt sten
In Scharmützel, stürm nnd streit
[bl. 8] Zw rettnng irer obrikeit."
Ich sprach: ,Danck hab ein erber rat,
Der die gemein in dieser stat
25 Hat so gehorsam und guetwillig!''
Er sprach : „Warnmb nicht? nnd das pillich,
Weil ein rat seiner nnterthonen
So vetterlichen thnet verschonen,
Hanthabt trewlich gemeinen nuetz
80 Und fürdert ir wolfart nnd gnetz,
Wer wolt den wider-spenstig sein?*
Ich sprach: »Weil rat nnd die gemein
So trewlich ob einander halten
In ainikait, ganz nnzerspalten,
85 So wünsch ich in von got gelueck,
Das in irr feint neidischen dneck
Zw argem nimer mer müeg schaden,
Und got wöll sie also pegnaden.
Das steter fried pey in erwachs
40 Mit ainikait. Das wünscht Hans Sachs.*
Anno salatifl 1539, am 13 tag Janaarj.
188
Die kflenen weiber der stat Argo.
Plntarchns thnet peschreiben
Ein that von knenen weiben
Aus Argo, der stat mechtig.
5 Als Cleomenes mechtig,
Ein künig der Spartoner
Anfwarf sein krieges-poner
Und die stat uberznege,
[bl. 13] Zw dot die purger schlnege,
10 Siebentawsent und mere.
Darnach mit seinem here
Er mcket fner die State,
Sie ein-zw-nemen spate.
Kein man war mer darinnen.
16 Die weiber keck von sinnen
Die Stator al verschlosen
Darnach wnrffen nnd scbosen
Zw den feinden an drawren
Eingweis von der statmawren.
20 Vil feinde da erlegten,
Und von der stat abschregten.
Demaratnm, der gleiche
Ein andren kiinig reiche.
Der anch ein dail ir State
25 Schon eingennmen hatte,
Sie wider hinaus schluegen.
Die feint mit schant abznegen.
Damach die frawen wilde
*
1 Im vierten spruohbaobe, bl. 12' bie 13^ MG 5, bl. 2' bii 3' Id d«r
spruohweis des Hans Saohs : Die kaenen weiber der etat argo >Plotarehaa thaet
peschreiben« 1538 September 15. Erweiterung sieh band 2, 144 und band 8, 726.
189
Aufrichteten ein pilde
Marti, dem got der streite,
Das pis auf unser zeite
Den frawen stet zw ere
5 Irer manlichen were.
Damach die eren-fmmen
Wider emender numen
Hin und wider im lande,
Ide nach irem stände,
10 Auf das Argos, ir State,
[b1. 13'] Wider mit recht und rate
Ordenlich wurt versehen.
Als das nun war geschehen.
So oft kam der jartage
16 Der feinde niderlage,
Wurt ein opfer gehalten
Von jungen und von alten
Paide von mon und frawen,
Gar wunderlich zw schawen:
so Die weiber durch ir tuegent
Mannes-klaider andruegent:
Schwert, mentel, huet und hosen.
Die mann als die weerlosen
Truegen frawen-gewande,
26 Geschlaiert in zw schände.
Derhalb die frawen laider
Noch tragen mannes-klaider,
Hosen, piret, hewsocken,
Weil sie auch unerschrocken
80 Uns mender haben pnnden,
Gfangen und überwunden,
Das wir in kawffen alles
Nach luest ires gefalles.
Anno Balatis 1539, am 30 tag Januarj.
[bl. 14]
Die
K
ennet
weibe,
fibe.
\ui »mm üotraaister plnemet
10 Gigi und sprach: „Mein frawen
Muestw plos, nackat schawen."
Giges thet das nicht geren,
Doch muest er in gevveren.
Zw nacht stelt er in spate
15 Heimlich in sein kemnate,
Da sich abzihen dette
Das weib und ging zw pette.
Da er all ir gelieder
Sach nackat und sich wider
20 Aus der kemnaten schicket.
Do in die fraw erplicket,
Der küngin hochgeporen
Det diese schmacheit hören.
Früe als die nacht sich endet,
25 Nach dem hofmaister sendet,
Sprach: „Seit dw in der neben
Mich nackat hast gesehen,
Zwen weg thw ich erzelen ;
*
1 Im vierten spruchbucho, bl. 13' bis 14'. Am 1 Ootober 1538 dichtete
II. Sachs die nuckat kUnigin in seiner spruchweise x^Iiibia das kllDickreiche«
(M(t 5, bl. b bis 6). l und 2 S 4 verbessert Lidia aus Libia.
191
Der ein thw dir erwelen!
Den künig mnest erschlahen,
Das künigreich entpfahen —
Oder mnest selbert sterben,
6 Eins grimen dotz verderben!'
[bl. 14'] Giges fiel ir zw fnese,
Pat ein gnediger pnese.
Sie sprach: ,Hie ist kein mitel;
Hie stet künglicher thitel,
10 Dein grimer dot dameben.'
Er sprach: „So ich mein leben
Wolt geren retten füeglich,
Wer es mir doch nnmüeglich.'
Sie sprach: »Folg meinem ratte,
16 Schleich heint in mein kemnatte
Und stel dich zw der rechten
In winckel, gleich wie nechten!
Wen der küng ist entschlaffen,
Kanstw mein schmacheit straffen.*^
so Also es sich verlieffe;
Palt der künig entschlieffe,
Pracht im die fraw ein degen,
Darmit Giges verwegen
Sein aigen herren döttet,
25 Darzw die arg in nöttet.
Die zw der ee er nume,
Pesas das künig-tame,
Wie im Apollo saget,
Der got, da er in fraget
so Zw Delphis in dem thempel.
Der histori exempel
Herodotus peschriebe
Von kurzer frawen-liebe.
Anno sal litis 1539, am 1 taj^r Febriiarj.
*
28 S appolo.
192
Gamma, das getrew weib.
Platarchns thaet peschreiben
In den dnrchlewchting weiben
Von Gamma, einer frawen,
6 Engelisch an-zw-schawen,
Mit tnegent nberschönet,
Fner alle weib gekrönet.
SinatuB was ir mone,
Ans Galacia schone;
10 Der einen vetren hette,
Welcher nachstellen dette,
Die fhiwen zw peschamen,
Sinorix war sein namen.
Die fraw war eren-frnme
16 Und sagt dem pnler thnme,
Weil ir herr het das leben,
Wolt sie ir herz ergeben
Eeins fremden mannes liebe.
Nach dem der eren-diebe
80 Im pnelen het kain glüecke,
Prancht er ein morders-stnecke :
Sein Vetren mit petrnege
Heimlich zw dode schlnege,
Warb darnach nmb die frawen,
86 Sie elich zw vertrawen.
1 Im vierten spraohbaohe, bl. 16 bis 16. Das leiste stüok Id dem vierten
meistergesaDgbuche , bl. 274' bis 275' in der spruohweiso des Hans Sachs ist:
Die Camma mit dem vatriob (Gamma raob iren herren nach dem generalregister)
»Plutarohos thuet peschreiben« 1538 Juni 26, gedrnokt sieh Weller» Hans-Saehs-
bibliographie nr. 113. Zu vergleiohen ist auch die ersählong in Eirehhofs
Wendunmut 3, 223 (Oesterley V, 100 f.).
193
Das weib thet sich pesprechen,
Irs herren dot zw rechen.
Und stelt sich senft nnd güetig
[bl. 15^] Gen diesem morder wfietig
5 Und zilt im zw dem trone
In den thempel Diane,
Und vor der gotin pilde
Die e peschliessen milde.
Er kam pestimter zeite,
10 Gamma het gift pereite
In einem köpf von golde,
Als ob sie opfren wolde.
Den halbtail dranck sie gare,
Eaicht fm das ander dare,
15 Das dmnck Sinorix anse
Frölich, an allen grawse.
Gamma sprach: „Gotin werde,
Des tags hab ich pegerde,
Heins herren dot zw rechen^.
so Und zw im wart sie sprechen:
„Dein pet wirt sein ein grabe,
Ein leich dein morgengabe'.
Palt in das gift wnrt nagen,
Sas er anf einen wagen,
26 Lies rennen perg nnd dale,
Pis er gros auf-geschwale.
Also der mörder starbe,
An leib nnd sei vertarbe.
Sie lag pis anf mitnachte
30 Und mit dem gifte fachte,
Pis das man ir entpote,
Sinorix der wer dote.
Erst ist die fraw verschieden
Frolich nnd wol-zw-friden
[bl. 16] In erenfestem trawen,
Ein ere aller frawen.
Anno salutis 1539, am 4 tag Februarj.
Baut SMhi. XXII. 13
[bl. 16']
h
Pfireo
BD.
Ble in eins nacbtz lies sebawen
Verwandlung irer frawen
In ein grose nachtewlen,
Wie sie ausflueg mit hewlen.
Apuleus erpate
Sein pulschaft an der State,
Ein fogel in zw machen.
Fotis sprach zw den Sachen
Coractores; die weile
Ergrieff sie in der eile
Die unrecht pnechs mit salben,
Sclimirt sein leib allenthalben.
Im wurt, als er det prueffen,
Hend uude fues zw hueffen.
Sein angsicht wart sich strecken.
Sein oren hoch aufrecken,
Hinden wuchs im ein schwänze.
Sein leib wurt harig ganze:
Sein ganz menschlich figure
Zw einem esel wure.
1 Im vierten spruohbuche, bl. 16 bis 17. Vergl. band 21, .357 die be-
morkuDgen zu band 2, 177. Der einzeldruck, den os nach dem register in S 5
gab, ist nicht erhalten.
195
Doch sein sin and vernonfte
Het er, and in zakanfte
Ein jar darch anglaecks-gwalte
Phielt er sein eslisch gstalte.
6 Darin erlied er schwere
Sorg, angst, not and gefere.
Schwer paerde maest er dragen
Und wart oft hart geschlagen.
Kam aach In gar vil hende,
10 Pis er doch an dem ende
Aß rote rosen wider,
Erlangt menschliche glider.
Der esel ist zw gleichen
Den armen and den reichen,
16 So ir pnelerey treiben
Mit maiden and eweiben,
Sint maetig, gail and gögel,
Düncken sich frey nachtfögel.
Wen sie sich recht peschawen,
M Sint sie darch ir falsch frawen
Paide an hawt and hare,
An sin and witzen gare
Zw laatren eseln worden
Im pnelerischen orden.
S6 Da dragens heimlich leiden,
[b1. 17] Ejffem, senen and meiden,
Menschlicher zaecht vergessen,
Pis das sie rosen essen,
Getrewer straff and lere.
so Wer sich daran nicht kere,
Der pleib mit andren pueben
Ein esel pis int grneben.
Anno salutis 1589, am 8 Februarj.
15 S paerey.
13 ■
[1)1. 17
j Teiche
che,
Ilse,
bolze,
fimde
*i ^ linde
10 Ein kneles pranlein clare,
Darin sich paden wäre
Diana, die götine,
Und ir sechs dienerine.
Der Jüngling stund zw schawen
i& Die nackaten junckfrawen.
Die götin das vertruesse
und den jungling pegusse
Mit dem claren prunwasser
Und sprach: „Gehin, dw nasser!
'I Sag, kanstw änderst jehen,
Wie dw mich hast gesehen!"
Palt sein menschlich figure
Zw einem hirßen wure
Mit schönen weiten hören.
25 Drawrig der hoch-geporen
Wart in dem wald umb-pirschen,
Aller gstalt gleich eira hirschen.
Palt in sein hunt ersahen,
Eilten sie in zw fahen,
1 Im vierten f>pruchbuche, bl.
inerkungen zu band 2, 173.
bis 18. Vergl. band 21, 356 die be-
197
Nachfolgten im von ferren,
Kennten nicht iren herren,
Pia in ein dieffe dingen.
Da deten in umbringen
i Sein aigene jaghonde,
PiBsen in dOtlich wunde
Und in darnider rissen
Und gar zw stuecken pissen.
Darfuer kunt in nicht fireyen
10 Sein sewfisen oder schreyen.
Also er elent starbe,
Von sein hunden vertarbe.
Der Acteon pedewte
All jeger und waidlewte,
16 So hetzen unde jagen,
All geferlikeit wagen,
Nach peren, schwein und hirschen
Weld, perg und dal durch-pirschen.
Die gottin thuet sie giesen,
90 Das sie ir sin Verliesen,
Verlassen menschling wandel
[bl. 18] Und haben iren handel
Nur mit den wilden tieren,
In weiden umb-riefieren.
S6 Den fressen sie ir hunde.
Wen ir guet get zw gründe
Mit solchem nnkost grose:
Fogel, jaghunt und rose,
Die alle von im fressen.
80 Die das nicht thnnt ermessen.
Werden gefressen gare:
E sis werden geware,
So ist ir pewtel lere,
Spricht Hans Sachs, schwmachere.
86 Anno ealatis 1589, am 12 tag Febraarj.
10 HO sohreyen. S ttreyeD. 16 ? geferlikeit. S gferlikeii. 21 S
üDdert handel in waodel. 22 ? handel. 8 wandel.
199
Ans dem urteil der g5te.
We that ir das gespote
Und an eim sträng sich hinge,
Das sie der schant entginge.
6 Die g5tter sich der armen
In gnad deten erparmen,
Verwandleten mit sinnen
Die firawen in ein spinnen.
Das sie pelieb pey leben
10 Und thet spinnen and weben
Mit ir kunstreichen hende.
So hat die gschicht ein ende.
Da sol man mercken inne:
Wem got yemunft und sinne
[bl. 19] Zw kuensten hat verliehen,
Das er hochmuet sol flihen
und keinen man verachten,
Sunder almal petrachten.
Das got noch sey im leben,
ao Der eim andren kau geben
Noch groser kunst, den ime;
Derhalb im auch nicht zime.
Seinen nechsten zw neiden,
Das er auch nicht mues leiden
26 Verachtung, schant und spote.
Wan es leit als an gote
Und ist als gottes-gabe.
Wie vil kuenst einer habe,
So sint sie doch nicht seine,
80 Sunder gottes alleine.
Dem sol er drum dancksagen
Und got die er heim-tragen.
Anno salatis 1539, am 19 tag Februarj.
18 8 alflUM.
200
Ein kampfgesprech zwischen Fawlkeit nnd Sorg.
Eins morgens frw vor tage
Ich angeschlaffen läge.
Ein daerres weib eindrate,
6 Stnent zw meiner petstate,
Die was fraw Sorg genenet,
Mit worden mich anrenet:
Fraw Sorg.
[bl. 19'] «Wiltw heint nicht aufwachen,
10 Schawen zw deinen Sachen,
Weib nnd kind zw emeren
Und deine reichtum meren
Durch emsige arbeite?
Auf, auf, auf! es ist zeite.*'
16 Fraw Fanlkeit.
Zw meim pet wart her-schleichen
Ein faistes weib der-gleichen ,
Die det fraw Sorgen straffen
Und sprach: „Ey, las in schlaffen
so Und ruen in dem petel
Wen er lang reichtum hete,
Kein rast noch rw darinnen,
Wer wolt reichtum gewinnen?"
♦
1 Im vierten spruohbache, bl. 19 big 20'. Vergl. MG 5, bl. 12' bis 13
in der sprach weise des Hans Sachs: Die fanlkeit ynd sorg »Ains morgens frw
yor tage« 1539 Januar 1 (gedraokt bei K. Goedeke, Dichtungen yon H. Sachs I,
8. 217; darnach Lütselberger-Frommann s. 60). Die erweiiernng des kämpf*
gespräohes, die wunderlicher weise als schwank beseiohnet ist, sieh band 17,
315 bis 318 and s. 534.
201
Fraw Borg»
Fraw Sorg die sprach in zoren:
,Ste auf 1 snnst pist verloren.
Wiltw der Fawlkeit hnlden,
5 So mnestw armnet dulden.
Faalkeit dregt auf dem mecke
Wol sechzgerley ungluecke.*'
Fraw Faalkeit.
Faalkeit sprach: «Fleach fraw Sorgen,
10 Schlaff mit rae alle morgen!
Maniger arbeit sere
und hat doch nichs dest mere.
Wem der herr gnnt sein speise,
Geit ers schlaffender weise.*'
16 Fraw Sorg.
[bl. 20] Sorg sprach: «Die fawlen hende
Verarmen an dem ende,
Emsig arbeit der-gleiche
Macht habhaftig and reiche,
so Darnm trag ein im sumer,
Das dw nicht leidest kamer
In deines alters wintert
Sorgfeltig spar hinhinter!<*
Fattlkeit.
2b Faalkeit sprach: „Gsel, merck eben!
Hie ist kein ewigs leben;
Dw pringst nicht mer darfone
Den rw, speis umb and one.
Wem weist dich hart peinigen?
80 Pleib in der rw stil ligen!"
Sorg.
Sorg sprach: „Folg meiner lere!
Wilt haben preis und ere, *
So ste auf zw deim handel,
36 Verlas der Faulkeit wandel,
Die dir raicht in dein hande
Laster, sunt and gros schände!'^
[bl. 20'
10 Ai
WaB mich fraw Sorg lang wecket,
Faulkeit mich wider decket;
Fraw Sorg micli heftig moßet,
B Fanlkeit mein zertiich schonet.
In diesem krieg und zanckeE
Zwitpeltiger geduncken
] age
den tage«
203
Des Ewlenspiegels thestament.
AIb Ewlenspiegel läge
Dot-kranck auf einem tage
und wart eim pfoffen peichten,
b Sein herze zw erleichten
Von seinen Sünden schwere,
Und als er peichtet here,
Der pfaff sprach: ^Lieber snne,
Dw hast gewnnen none
10 Mit schalkheit groses gelte
In aller weiter weite.
Ich rat, dw weist es schaffen
Mir and sünst armen pf äffen,
Das wir lesen seimessen,
16 Deiner sei nicht vergessen.'
Ewlenspigel der pider
Sprach: „Knmpt nach mitag wider;
Als-den wil ich euch schencken,
Darpey ir mein solt dencken."
30 Also der pfaff abschiede,
Frolich und wol-zw-friede.
Der kranck füelt nach dem handel
Mit menschen-kot ein kandel;
Dranf gelt strewet and stecket,
26 Den dreck allen verdecket,
Als ob die kandel schwere
Vol gaeter pfening were.
*
1 Im TJerten spnichbaohe, bl. 20' bis 21'. Oedmokt in den sftmtlioben
lebw&nken aU nr* 52. Vergl. MG 5, bl. 6 in der spraohweiie des Hans Sachs :
Des Ewlenspigels testameni »Als Ewlenspigel läge« 1538 Ootober 27. Qaelle:
Till Bulonspiegels 92 historie (Brannes nendmoke nr. 55/56, s. 141).
204
[bl. 21] Der pfaff kam nach mitage,
Da Ewlenspiegel läge.
Der sprach: «Herr, thüet ein grieffe.
Doch grewffet nicht zw dieffe
6 In diesen mein schätz tewer!
Was ir erhept, ist ewer.'
Der pfaff wolt yil erschnapen,
Thet in die kandel dapen
Und die hant gar peschisse,
10 Sie wider herans-risse
Kotig pis nbert knüebel
Und stanck gar leichnam-nebel.
Der pfaff sich segnet nnde
Recht wie ein pfefiffer stunde.
15 Der pfaff der sprach in zoren:
ySecht zw dem schalck and deren,
Wie er sich hat peflissen,
Petrogen nnd peschissen
Hat alle lant nnd stende,
so Das dreipt er auch am ende!*'
Ewlenspiegel sprach: ^Herre,
Ich warnet eäch doch ferre,
Nicht dieff ir grewffen solde.
Wart ir dem gelt so holde
26 Und fnrt zw dieff hineine,
So ist die schuld nicht meine.'
Hie-pey mercket pesünder
Coratores, formünder,
Das ir nicht grewft zw dieffe
[bl. 21'] In Siegel and in prieffe,
Gescheft and thestamente,
Das ir nicht auch die hente
Pescheist in fremdem gaete,
Das hart ankleben daete.
36 Anno salntis 1539, am 24 tag Februarj.
205
Der karg und milt.
Ein reicher man der wase
Ser geizig nbermase:
Wo er pey seinen jaren
6 Ein pfening knnt ersparen,
Den selben er anfhnebe,
In eim haffen ein-gmebe
In seiner hans-capellen
unter die altar-schellen
10 Und det nmb got erwerben,
Das er in nicht ließ sterben,
Pis er faelt durch die menig
[bl. 24] Sein hafen voler pfening.
Also in got geweret,
16 Was er pitlich pegeret:
Palt er ein pfening hette,
Er in in hafen dette
Und gmeb in wider eine
Hinter der frawen seine.
20 Palt er füelt seinen haffen,
Ist er im dot entschlaffen.
Die fraw sich kurz pesone,
Nom einen andren mone.
Der war ein junger frecher
26 Spiller und voller zecher.
Der selb den hafen fände
In der capellen gmnde.
Fro war der jung und pate
Got, das er früe und spate
♦
1 Im rierten spniohbaobe, bl. 23' bis 24'. Gedruckt in den 8&mtIioheD
chwäDkeo als or. 53. Die erweiterong »ieh band 17, 402 bis 405.
206
So lang im saus m5cbt lebea,
Pis er die pfeiiiag eben
Im bafen möeht verprasaen,
Verftpileii und vei^aseeD.
& Bein waib das auch nicht we&te.
Er achlemet hert und veate:
Wen sein peutel war aUBe,
" ~ " ' w hawse
ing-haffen
} gucht strafen,
lere —
trben ere,
€ alter,
taltetf
t cht gennsse,
[bl. 24'] Bschlpsse,
ttilre«,
Und er mnest darfon wandren.
Der ander es vertemet,
20 Verprasset und verschlemmet,
Vergeudnet und verschwentet,
Pis er in armuet entet;
Palt er es gar an-wnere,
In armuet darfon fuere.
25 Die paid feiten der strase
Der rechten mitel-mase.
Wem got ist reichtum geben,
Der sol auch darfon leben
Zw noturft, nüetz und eren,
30 Wie Salomon thuet leren :
Man pringt nicht mer darfane,
Dann essen umb und ane.
Anno sahitia 1539, am 17 tag Marcj.
1
207
Ein frag aines Sophisten nach glanb, lieb nnd hoffnnng.
Eins tags mich ein sophist
Fragt durch sein hinterlist,
Wo glawb, hoffiiang und lieb
6 Pein Lntaristen plieb,
Ob sie weren vertorben,
Entloffen oder gstorben.
Als er mich thet yexiren,
Dacht ich, mein dispntiren
10 Wer im nur ain gespöt,
Dammb ist mir von nOt
Auf sein spotliches fragen
Sein spotten nnd thet sagen:
,Die erst frag zw pedewten,
lö Der glanb ist pein kawflewten;
[bl. 48] Wo die im lant nmb-wandlen,
Sie nnr auf glawben handien,
Vorkawffen, porgen, stechen,
Ka^^'ffen, zalen nnd rechen.
20 Welch kawfman nicht helt glawben,
Dregt nicht lang mardren schawben.
Znm andren die hoffnnng.
Die want pey alt nnd jnng
Paide pey man nnd frawen,
30 Die in das perckwerck pawen;
Die hofifen all, aaf erden
Durch perckwerck reich zw werden:
1 Im yierten Bpruohbaohe, bL 47' bis 48'. Gedruckt in den sftmtlioheD
icbwinken alu nr. 67. Vorgl. MO 5, bl. 33 bis 34 in der spruchweise des
Hans Sachs: Der sophist mit glaub hoffnung vnd lieb »Ains tags mich ain so-
phittec 1539 Mai 31 (gedmokt bei Friedr. Gottfr. Wilh. Hertel, Ausführliche
mitiheilangen über die kOrslich in Zwickau aufgefundenen Handschriften des
Haas Sachs. Progr. Zwickau 1854. s. 33 f. nnd K, Goedeke, Dichtungen von
H. S. t, 8. 116). Die erweitemng sieh band 17, s. 382 bis 388, vergl. dasu
baod 30, 5«4.
r
^M
^^^^^^1 Vil gnckas sie verlegen ^^H
^^^^^H So in glueck stal entgegen, ^^M
^^^^^H Vil zwpues geben müessen, ^H
^^^^^H Vi! geltes mit ein pneseen; ^H
^^^^^H 6 Noch thüetz hofnung ernereo, ^H
^^^^^H Es werd sich pald verkeren. ^H
^^^^^^B Wen den ein gmeb wirt fdendig, ^^M
^^^^^M Mit Silber, erz anspüendig, ^H
^^^^^H Sich pald abschneidet wider, ■
^^^^^H 10 Noch leit hofnnng nicht nider, ^J
^^^^^H Wackt den Back an die rüebeD, ^H
^^^^^H Zw pawen die erzgrneben. ^H
^^^^^^^^^ Hoßniing weicht gar nicht ab, ^^M
^^^^^^^^^ Oft an l^H
^^^^^^^^H \b Zum driten auch die lieb V
^^^^^^^H Pein dnmckenpöken plieb^ 1
^^^^^^^H Feim pier oder petm wein, 1
^^^^^^^^^ Da sie stez sehen cken ^^M
^^^^^^M [bL4d'] Und thiieng einander pringeu ^^M
^^^^^^B so Mit jiichzen und mit singen, 1
^^^^^1 Jeder gtient seinem pnieder, ^H
^^^^^H Dag in im steck ein fueder, ^H
^^^^^H Das er ^H
^^^^^H Messen einander wol ^^|
^^^^^H üb Mit kandel und mit krausen; ^^M
^^^^^H Die lieb thtiet pey in bawsen. ^^M
^^^^^^m So einer tbüet undewen, ^^M
^^^^^^m Koch thüet in kainer sehe wen, ^^M
^^^^^^M Den köpf halten im zwen; ^^|
^^^^^H 30 Welcher nicht haini kan gen, ^^M
^^^^^H Die andren in haimftieren. ^^M
^^^^^H Da düt man die lieb gpüeren.^ ^^M
^^^^^H Als ich die antwort gab, ^^|
^^^^^H Do zog der sophist ab, ^^|
^^^^^B s& Gleich ainem nassen dachsen, ^^M
^^^^^^B Het sein pschaid von Hans Sachsen. ^^M
^^^^HK Anno flalutiB 15B9, am 1 tag Jalj. ^^M
^V 21 S gQn«L 34 S wider nb. 37 8 am 31 Juaj D« dttit gedkbl
^H oaoh einem Tom 20 Juni und Tor einem Tom 3 JuU etobt^ habe ioh 1 Jult gt-
^H tcbrieboD in der annehme, dftl^ 11. Snob« daroh dm dntum des tneltiergeiMgf
^B r»rl«itei bier f*lioh geiobrieben habe. ,
209
Ewlenspiegel auf dem henker-steg.
Ewlenspiegel vor jaren,
In schalckhait weit erfaren,
Eins mala gen Nüermberg zneg,
5 Sich abend zw-scblneg,
Flis sich in allen dingen,
Vil schalckhait zw yerpringen.
Eins nachtz er spehet aus,
Wie anter dem rathaüs
10 Schfletzen nnd statknecht wachten.
Dem ding wart er nach-drachten,
Nam in schalkait sein weg
Hinauf den hencker-steg.
Da prach er ab vier dillen
16 Und schlich hin in der stillen
Hin fner das rathans wider,
Hawt in das pflaster nider
Mit seiner alten plotzen
Und wart grölzen und kotzen
so Und flnecbt so nnpeschaiden.
Als ob er wer ain haiden.
[bl. 47] Als die wachter das hörtten.
Wie pald sie sich entpörtten
Mit hämisch, schwert nnd Stangen,
26 Den nachtraben zw fangen.
*
l Im Tierten spraohbaehOy bl. 46' bis 47'. Gedruckt in den sämtlioben
tebwftnken anter nr. 56. Vergl. MG 5, bl. 27 in der spniobweise des Hans
§teba: Der henokersteg »Ewlenspiget yor jaren« 1539 Mai 9 (gedr. bei Hans
SsehSy sein leben und seine dicbtang von E. K. J. LUtselberger. 2 aafl. bearb.
fOB Carl Frommana. NQrnberg 1891. s. 54). Qnelle: tili Enlenspiegels 32
bUtorie (Brannes nendrocke nr. 55/56 s. 49).
Haas Saoha. XXII. U
u
[\>14.T]
EwlcDspiegel wart lawßchen,
Ah me her waren rawscheo,
Ewlenapiegel war jung»
Het ein weitten vorapnaDg
Uod eillent die fliecht gab
Strax den fiachmarckt hinab
Und wart sich linden gehwencken
Hinämb pey den flaischpencken
üln auf den sewniarcki paM.
und die scharwachter ald
Nachfolgten seinem weg
Hin auf den hencker-steg,
Ba er üeber das loch
Neben am glenter kroch.
Da hawt in prttckeu er,
Schray: ,Ir poswicht, her, her!*
Also er sie aniietzt.
Kainer woll Bein der letzt
Und eilten in zw fahen»
Das loch sie iiebersahen,
Dardurch die alt gerümpften
Hinein die Pegnitz pfliimpften,
Darin muestens al paden,
Yder entpfing ein schaden,
Wurden pluetrüstig »er,
Vil verluren ir weer,
Spies, heoier und plechhawben
Dettens zwsamen klauben.
Solch scbalekhait die nachtraben
im abgeternet hahen.
Fliegen gleich den nachtewlen,
Geleich den woIfTen hewlen,
Mancberley nnfner üeben,
Reich und arme petrneben;
Doch we man sie erdappen,
Thüet das loch nach in schnappen,
Das kein nnfnr erwachs
Zw nacht. 80 spricht Haus Sachs,
Anno salotiä 1539, am 20 tag Jünj.
211
Der frnm ftterst Licnrgns, ein gesetzgeber der
Spartaner.
Ewsebins thnet sagen,
Wie das vor manchen tagen
5 Zw Sparta guebemirt
Licorgos, wol regirt.
Das Yolck het in dem land
Ghrob Sitten und verstand,
Das lert er mit gesetzen
10 Die laster anß-zw-hetzen,
[bl. 73] Zv pflanzen ein die tuegent
Pey alter und pey jagent.
Als das volck dis an-nam,
Wort es sitsam und zam.
15 Licurgns mit pescbaid
Nom von seim volck ein aid
Von jungen und von alten.
Seine gesetz zw halten,
Pis das er wider-kem
80 Von Apoline, dem
Er wolt ein opfer pringen,
Ratfragen von den dingen.
Anf das sein gsetz lebentig
Plieb ewiclich pestendig
26 Lies er sein regiment
Und zug in das ellent
Haimlich in Greta nider
Und kam nimermer wider.
Alda sein zeit vertrieb,
80 Willig im ellent plieb.
*
1 Im Tierteo •prachbaehe, bL 72'. Die erweiterung der historia sieh
bftod 7, 401 blB 404. QacUo: (iesta Romanorutu nr. 16V.
14*
r
212 ^^M
^^^^^H Als er wolt, ^^^^|
^^^^H Hiea er, man ^^^H
^^^^H Von pley ein serchlein klain, ^^^H
^^^^H Darin ^^^1
^^^^H b In das mer zw fersencken; ^^^|
^^^^H Wan er war noch gedencken, ^^^H
^^^^H Wen die Spartaner kernen, ^^^H
^^^^^■^ Sein gepain mit haim-nemen, g^^^^|
^^^^B) Wurden irer pfiiclit ^^^H
^^^^^H 10 Ledig nnd halten niebt ^^^^|
^^^^^H Der gäetz, er het geben ^^^^|
^^^^H Zw hail nienechlicben] leben. ^^^^^M
^^^^H Hie merck pey der liistorj ^^^^|
^^^^H [bl. 73'] Ganz labirdiger glorj ^^^H
^^^^^M ib Von diesem frumen baiden, ^^^^|
^^^^^V Der handlet so pescbaiden, ^^^H
^^^^1 Zug von gwalt, guet nnd eren, ^^^|
^^^^H Die dngent erneren, ^^^H
^^^^H Das volck lebet znecbtig, ^^^H
^^^^^1 so Demiietig, recbt nnd diiecbtig» ^^^H
^^^^H eim ^^^1
^^^^^1 In alle seinem liandel ^^^H
^^^^H Frum, trew, wariiaft nnd milde, ^^^H
^^^^H Das vor war grob nnd wilde. ^^^|
^^^^H ih Dw ^^^H
^^^^H Nem aticb unter die liant ^^^H
^^^^H Statut nnd policey, ^H
^^^^H Halt drob statbaft nnd frey, ^^^H
^^^^^H Alle laBter ans-treib, ^^^^|
^^^^H ao Anf daB die tnegent pleib, ^^^H
^^^^V Ein-wurzel nnd anfwachs ^^^|
^^^^^F Pey deim volck, wünscht Hans Sachs. ^^H
^^^K^ Anno aalutif 15ddj am 25 Decembris. ^^^^|
213
Der schnester mit dem rapen.
Angastns, der gros kaiser,
Ein gewaltiger raiser,
Als der kam ans der schlacht,
6 Wart im ein vogel pracht,
Der knnt den kaiser grüesen,
Mit werten fein dorch-süesen.
Den vogel det er kanffen.
Da pracht man im mit hawffen
10 Sitich nnd ander f5gel
Mit grüesen, frech nnd g9gel,
Anch pracht man im ein hatzen,
Die knnt grüesen und schwatzen.
Zw Bom ein schnester was,
16 Den die armnet pesas,
Der wolt gelt nber-kumen,
Het sich anch nnter-nnmen,
Er wolt ein jangen rappen,
Doch grob gleich einem drappen,
so Eeden nnd gmesen leren,
[bl. 97] Det grosen fleis vür-keren.
Ungschickt der yogel was,
Der 1er alzeit vergas,
Wie im wart vürgesprochen.
i6 Als das wert sieben wochen,
Sprach der schnester in zoren:
„Kost und müe ist verloren!"
Det sich des hart petrüeben;
*
1 Im rierteo fpraohbaobe, bl. 96' bis 97'. In den sttmtlieben sobwänken
üs BT. 59 gedrookt. Vergl. MO 5, bl. 73 bi« 74 in der spraobweise des Hans
Subi: Der tobneiter mit dem rappen »Augustus der gros kaiser« 1&40 April 16.
214
Idoch durch ^oses fieben
Pey dag und nacht zw dichten
Den rappen det abrichten,
Das er gar resch and rund
6 Den kaiser gräesen künd.
Als der kaiser riet ans,
Kam vür des schnesters hans,
Da sprach der rapp dorch-süesset:
«Kaiser, dw sey gegrüesetl^
10 Der kaiser sprach: ,Im sal
Da haimen aber al
Sint der grüeser mit hawfen,
Ich wil nnn kain mer kawSen!**
Da fielen an dem ort
16 Dem vogel ein die wort,
Die er gehöret het
Vom schaester, and aach ret
An all gefer and ssoren:
,Eo8t and müe ist verloren!*
so Als das der kaiser hört>
In wunder wart pedört
Er und lies ims gefallen
und katiffet in ob allen
Andren föglen gar tewer,
96 Kam dem schuester zw stewer.
[bl. 97'J Schreipt Plutarchus ganz dar.
Aus dem merckt man vurwar:
Wer ein kunst an dnet fangen,
Sol ir emsig anhangen,
80 Ob ers nit pald kan fassen,
Sol er sie drüm nit hassen.
Die kunst wechst auf eim reis,
Haist uebung, müe und fieis.
Addo salatis 1540, am 25 tag Aprilia.
215
Die hewehler.
In Plntarcho ich las,
Wie Stratonicns was
Pey den Adaritern,
5 Sach, wie die pnrg^r g^m
ümb sidi vil hewehler hetten,
Die in all hewchlen detten,
Ider het ein pesnndern.
Das tbet in haimlich wandern.
10 Als man nnn war gesessen
Spat neber das nachtessen,
Detten die hewehler schmiren,
Mit schmaich-worten sieh tieren.
Als das nachtmal bat ende,
16 Man anffstand, wnesch die hende.
Stratonicns anfing,
Anf seinen zehen ging
In dem sal hin und wider,
Lies seine angen nider
20 Zw seinen leisen driten
[bl. 66'] Wider sein gwonlicb siten.
Als man in nrsacb f^agt.
Er zw den pnrgem sagt:
,Icb hab ein schnellen gang
26 Geprancht mein lebenlang,
Aber mit meinen driten
Nem ich mich itz der sitten,
1 Im vierten spxaebbaehe, bl. 06 bis A7. Vergl. da« fünfte meistergesang-
baefa, bL 41' bif 42' in der fproebweise des Hans Sacbs: Der bencbler »In
plotarobo ieb läse« 1539 Desember 4. Meistergesang und spmobgediebt stimmen
fsoaa Oberein ; niebt einmal ein reimpaar bat der dicbter dem spmohe sagefUgt.
Das ich des abentz apet
Anf kainen hewcbler dret^
Der itz ain grose zal
Umbgent awf dieseia sal,
Die eacli reichen oacblauffeiif
FEehBchweDze zw yerkawffen.*
Wie wüert man sehen wunder,
Kern StratonicuB ander
Fürsten, herren und graven !
Wie ho ff] ich würt er straffen
Der henchler grose menge,
Welche sich mit gedrenge
ümb die hoffsueppen dringen,
Hewchlen in allen dingen!
Der-gleioli in allen Rtenden
Itziind, an allen enden
Thnnt sich die hewcbler meren,
Weil mans aueh helt in eren
Und sie anch fürher-zeucht,
Vür wäre freunt erlewcht.
Der waren f rennt sint weiig;
Das macht der hewcbler meng
Mit ichmaichlendem lieb- kosen,
üb gl ei eil unter der roaen
Ein warer frennt ein straft,
üngnenst er im selb schaft:
Es wil der mensch auf erden
Willig pe trogen werden j
Die warbeit er veracht,
80 Dem falschen lob nachtracbt,
Den liewchler geren hört
Und wirt dardnrch pedbrt,
Das er maint sein ein pfab,
So er kaum ist ein rab,
217
Der herzrerkerer pin ich genant
Und hab verkert das tewsche lant,
Wie man den spfiert id allem stant.
Vor wenig tagen als ich kom
6 Geriten ans Welschlant von Rom,
Als ich widerumh riet auf Fern,
Sach ich in dem gepirg unfern
Ein langen, grosen, starcken mon
Hintersich gegen mir hergon.
10 Ich erschrack, knnt im doch nit weichen.
Als er neher zw mir war schleichen,
War es an im verkeret gar:
Sein unterstes das ober war;
An sein armen het er die hosen,
15 Paid schenckel in die erbel gstosen;
Zwen hentschuech het er an sein fuesen.
Ich fing ein herz und thet in grnesen
Und fragt: „Guet gsel, von wanen her?"
, Vom Tewtschlant ins Welschlant, " sprach er,
M ^Darinen wil ich richten an.
Wie ich im Tewtschlant hab geton."
Ich sprach : „Was thest im Tentschlant lern? '
Er sprach: „All ding thet ich verkem;
Wan ich pin aller ding verkerer.^
36 Ich sprach: .Pistw der selb verherer?
Was hast verkert im deutschen laut?"*
Er sprach : ,Ich hab im gaistlichn stant
Pischoff verkert in weltlich füersten,
Mit krieg und pomp die aller-küersten.
1 Im Ti«rt0ii tj^mobbaoh«, bL 75' bis 77.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^H
^^^^^H
218 ^H
[bl. 76] Die weitling fnrsten thet ich weyen, ^^M
Probstey und pfründen zw verleyen; ^^H
Die piscliotf gotes wort darch-echteti, ^^H
Die weltling füersten es verfechten; ^^|
& Punt-gnosen hab ich inaiDs gmacht, ^^H
ZwiBpeltigkeit icb in ptitit pracht. ^^B
Der färbten schetz macht ich verseyen, ^^|
Das in pnrger imd pawren leyenj ^^|
Vil grecht macht ich am gricbt verliren, ^^^
10 Vil unrecht gwinen, triumphiren ; ^^M
Vil frumer würgt ich nmb nnschnld, ^^H
Vil poswicht pracht zw gnad und huld; ■
Klain dieb macht ich zw ga Igen- Schwengeln, 1
Gros dieb zw eren, gleich den engeln; ■
iD War trennt hab ich zw feinden gmacbt, ^^^H
Hewchler zw groser frenntschaft pracht, ^^H
Schmeichler an füersten-hoff gesetzt« ^^H
Herolt mit bnnden anß-gehetzt; ^^H
Hart arbeite r die macht ich arm, ^^H
30 Die feyrer setzt ich weich und wann; ^^^|
Vit armer hab icb gemacht reich, ^^H
Vil reicher arm der-geleich. ^^H
Die iajen pfriint in kloster kaofTen, ^^H
Die münicb weltlich herans-lanfen : ^^H
fifi Vil weltlich aehreiben, predtng nnd lern, ^^H
Vil gaiBtlich sich mit arbeit nem; ^^M
Lanzknecht sint terminirer worden, ^^|
Vil mfinich halten lanzknechz-orden; ^^M
Pitrger hab ich verkert in pawTen, ^^|
»0 Vil pawren pracht in die statmawreo. ^^H
Hantwercker zw kauflewtn verkert, ^^H
Vil purger hab ich bantwerck giert. ^^H
Vil Juden lies ich Crigten daw^Ten, «^^H
[bL 76'] Crisien icb wnebren lies mit häufen ; ^^H
i\ Vil pnebn hab ich zw beim geeret, ^^^|
Vil herrn zw pueben auch verkeret; ^^H
Vil hurn zw grosen fraweo gmacht, ^^H
Vil frawen nach zw bnren pracht; ^^H
Vil reicher sparn den armen gleich, ^^H
« T ZwiapeltfgkQit 6 Zwi^peUig, SO ? iteioh. S rvieb. ■
219
Vil armer prassn, als werens reich;
Vil Spanier gent in dewtschem schein,
Die Dentachen woln Spanier sein;
Die frawen mannes-klaider dragen,
6 Vil mender weiber-art nach-schlagen;
^ Vil weiber herren sind im hans,
Vil mender lassen pachen daos;
Elewt einander ranfii und schlagen,
Frembd lewt sich fridlich wol vertragen.
10 Gemainen nnetz den macht ich klain,
Den aignen nnetz gros nnd gemain;
Dnegent hab ich ans Tentschlant trieben,
Laster sint an der stat pelieben.
Also thet ich all ding verkeren,
M Das widerspil gewaltig neren,
Das ein iglicher dnrch mein list
Gar nicht wil sein, was er doch ist,
und nicht wil thnn, was im zw-stet,
Und etlichs, das es geren det,
M Ich zwischen zil nnd kngel knm.
Das ist in snma snmarnm
Mein gscheft nnd arbeit, wo ich pin.*'
Mit dem ging eillenz von mir hin
Der schedlich, verderblich anfiat,
86 Der vil nnglaecks gestiftet hat,
Das es itz also übel stet
Und get im Dentschlant, wie es get:
[bl. 77] Schir als verkert darch-ans im lant ;
Nichs ist mer in vorigem stant;
so Kem ein doter ins Tentschlant her.
Der vor sechzg jaren gstorben wer,
Er würt sich mit den fnessen gsegnen,
Thet noch so milt tawen nnd regnen
Gneter ordnnng und policey
S5 Und loblicher Statut darpey,
Der-gleich philosophischer schrift,
Zw raining das verkeret gift,
Der-gleich was man predigt nnd lert —
Noch pist, Tewtschlant, so gar verkert,
*
17 T er. 8 ef. 80 8 in int.
Verwechselt in all gueten etUBcken
Mit Bch^ntlich legterliclieü düeckeD.
Des ifit gar schwerlich zw pesorg6D,
Got wert Teütschlant hewt oder morgen
Von grünt auf darch aein räch verkeren,
Verwaeitn, verterben und verhereö*
Weil DaTid von got also lert*
Mit der kert,
Uud mi gnetf
Herr, |i mnet
Zw dir^
So wen art
Ider yo] ^,
Von gel mä Steg
Auf deii nem wortj
Auf daa dort
Ein um wachSi
Ganz m Sans Sachs,
Anno salutis 1539, am 27 tag Decembris.
221
In dem thon: Ich dag den tag nnd aücli die stund.
In gednld leid ich des dodes pond;
Dein rotter mund
Hat mich yerwnnd,
6 Ich wird nit gsnnd,
Dmm ent ich mein tag kurzer stund.
2
All mein hoffnnng get mir zv-rüeck;
In allem stüeck
10 Leid ich die drüeck,
Des dodes düeck:
Ich stirb eilend in dem nnglüeck.
3
0, was thnestw, dw harter dot,
16 Pringst mich in not
Durch dein gepot.
0 mündlein rot,
Ich stirb gewis, das clag ich got!
Anno salutis 1540, am 12 tag May.
*
1 Im aeebiebnten meittergefangbnche, bl. 97', hat H. Sacbs folgenden ein-
trag gemacht: Etliohe pnelieder, to ieb vor der leit etlichen gesellen zw dinst
gemacht, hab ieh aaeh hie swgeBohrieben , anf da» sie auch vnfer leren pleiben.
Darauf folgt das obenftehende als das erste. 19 1540 ist aus 1542 von
H. Sacba geftndert.
Der hungrig
sr mit der wißeL
ecbfl;
echs
ünstig.
srt*kiien@tig,
leh zwang,
Ef
In
Dr
Di
lu
Dl km
W ädidD
10 EIl TTioüi aarm wuii%.t,
Die pald den fuechs yerrnDnet,
Was sein gescheft da wer.
Der wisel antwort er:
„Der hunger hat mich zwangen,
16 In den keler gedrangen,
Mein palck fein auszwspicken."
Det auf die pachen plicken.
Die wiesei sprach : „Geraessen
Solt von den pachen essen!
20 Dest dich zw schwer peladen,
So kern es dir zw schaden;
Wan so der kellner kem,
[bl. 108] Im keler dich vernem,
So wer dein fluecht allain
25 Aus durch das löchlein klain,
Durch welches dw dich drangst,
In diesen keler zwangst.
Wer den dein leib gewachsen,
*
I Im vierten spruchbucho, bl. 107' bis 108'. (Jedruokt in den sümtliobun
gchwjlnken als nr. 60. Vergl. M(4 5, bl. 88 bis 89 in der spruchweise des
Hans Sachs: Der hungrig fuchs im ktiler mit der wisel »Es war ein duerer
fuchse* 1540 Miii 19.
22S
Gros, dölpet, nngelachsen,
Mit dem pachen dnrch-spicket,
GeÜEdstet und gedicket,
Das dw dar-for pestüendest,
6 Dardnrch nicht schlieffen küendest,
So güelt es dir dein leben
und müest dein aigens eben
Sampt dem fremden verliren.''
Der fuchs nach det vexiren,
10 Ein weng nach notorft aß
und ging wider sein stras:
Als uns das paech yür-geit
Natürlicher Weisheit.
Ans dem ein mensch merck eben,
16 Das er in seinem leben
Den geizhnnger abeis,
Nit heftig zer und reis,
Groß schetze zw gewinnen
Mit geizhnngrigen sinnen,
90 Das er sich nit peschwer.
Wan den aosgen sol er
Dnrch des dods enge pforten,
Plos nackat, wie er dorten
Im anfang wart geporen,
sö Da all schetz sint verloren.
Cristns Mathey spricht,
Das sechzehent pericht:
Was hüelff den menschen gelt,
[bl. 108'] Wan er gwüen die ganz weit,
80 Lied schaden an der sei?
Darnmb, o mensch, erwel.
Was dir got ist zw-füegen,
Des las dich sat genüegen!
So entrinst vil ungemachs
8b Hie und dort, wünscht Hans Sachs.
Anno salutis 1540, am 19 tag May.
224
Der zorn mit seiner gestalt und aigeischaft.
Den zoren Seneca abmalt«
Wo er eins menschen hat gewalt,
Wie er entBtel sein angesicht:
R Das vor war frenntlich nnd roslicht,
Wirt gelb nnd plaich, recht wie ein lefch
Und einem wilden diere p^leich;
Sein äugen schiegen wie ein schlang,
Und sieht sawer, diieckisch und sträng;
10 Der mund pidniet nnd vipert im,
GreuBÜch nnd schrecklich ist sein stim;
Die zen es auf einander peist,
Gleich einer vippernater pfeist;
Der zornig nit wol reden kan,
m Er stöst binden und vornen an,
Dae herz im klopft und aufgeschwilt,
Die Vernunft wird ungsttiem und wilt,
Entrüestet wirt all sein gemüet*
Darzw dobet all sein geplüet;
a& Im zitert auch sein ganzer leib,
Es sey gleich ein man oder weib.
[bl. lOD] Der zornig schlecht sein heut zwsam,
Auch wie er mit den zen grisgram,
Gen perg stroblen all seine bar,
•0 Uz lauft er pald hin nnde dar,
Wüerft sich umb wie ein ha wetz schweiß
Und wil nur imer schlagen drein.
Auch ist der zornig danb nnd plint,
Verschonet weder weib noch kint,
10 Freuntschaft noch gselschaft nit ansieht,
1 Im TiorUP ipmclibaob«* bl. 108' bii 109'. VergL b»tid 20, 41»& bis 4(»8.
225
Recht noch pillicheit acht er nicht,
Jagt von im tnegent und Weisheit
Und wüetet in nnsinikeit.
Und wen der zornig in der nech
6 Sich selbert in eim Spiegel sech,
So erschreck er ob seiner gstalt:
Noch ist heßlicher tawsentfalt
Sein inwendig sei und gemüet,
Da der zoren dobt nnde wüet:
10 Wen man das selbig sehen künd,
Kein dewffel man so heßlich fttnd.
Ich schweig, wen man grüntlich pedenckt
Den schaden, der am zoren henckt:
Die lewt er mit vil kranckheit plackt,
16 Macht schwintsüechtig, lam und condrackt,
Pringt vil nnratz, has und armnet
Vergewset auch vil menschen-plnet.
Dammb halt ider sich im zanm
Und las dem zoren kainen ranm!
20 Mit der vemnnft in erstlich zem,
£ das er nberhant im nem!
Welch man sein zoren nberwint,
Dem selben Weisheit nicht zerint.
[bl. 109'] Merckt pey des fhimen baiden 1er:
26 Ein mensch vom zoren sich abker,
Weil er so grosen schaden pringt,
Wo er ein menschen nberingt.
Dnrch zoren Ayax wuetig wart,
Erstach sich nnsiniger art.
80 Dammb schreipt Salomon gar plos:
Zoren met in eins narren scbos,
Von dem vil nnglnecks auferwachs.
So sprichet von Nürmberg Hans Sachs.
Anno salatifl 1540, am 80 tag May.
Haas Saoh«. XXII. 15
226
Der prneder ZwieffeL
Ein mönicli Zwiffel war genant,
Stacioniret im Welschlant,
Listig, verschlagen, schwind und mend,
6 Der alle menschen effen knend;
£am in ein stetlein, haist Zertal,
Sein zinst zw holen abermal.
Am santag frae sein predig macht.
Er het ein kostlich hailtnm pracht,
10 Ein fedren von sant Gabriel,
Die wolt er zw drost irer sei
Nach mitag zaigen zw der non,
Darzw seit kamen weib nnd mon.
Nun waren junger gsellen zwen
16 Des mtinichs laicherey versten,
Die schliechen in die herberg nein,
Zw Stelen im das bailtum sein.
Der münich ans zw gaste as;
Sein knecht dort in der kuechen sas
[bl. 110] Und pnelet amb des wirtes maid.
Ins münichs kamer kamens paid
Und fanden offen sein wat-sack,
Darin ein klaines ledlein Stack.
Da in seiden gewickelt ein
25 Lag ein schön sitich-federlein.
Das namen sie mit karzem rat
Und legten kolen in die stat.
1 Im Tierten sprnohbaohe, bl. 109' bis ILO'. Gedraokt in den sämtliohen
sobwHnken als nr. 61. Vergl. MG 5, bl. 114' bis 115' in der abenteoerweise
des Hans Foh: Der pnieder Zwieffel »Ein mUnich Zwiffel war Renant« 1540 Jani 22.
Die erweiterang sieb band 9, s. 420 bis 423. Quelle: Boooaocios decameron
6, 10 (aasg. von A. v. Keiler s. 399).
227
Als man nnii leatet zw der non,
Praeder Zwiffel macht sich auf pon,
Mit dem hailtom zw kirchen ging,
Ein genspredig darfan anfing,
6 Wie sant Gabriel het vorzet
Dise fedren zw Naßaret.
Als er das hailtnm non aufdeckt,
Fond er kolen darein gelegt.
Des er im anfang sich entsetzt,
10 Idoch fing er ein herz zwletzt
und haeb sein hent gen himel auf.
Sprach frölich zw des volckes häuf:
,£in anders hailtnm ich da hab.
Das ein heilliger apt mir gab.
16 Das sint die kolen, drob man spat
Sant Lorenzen gepraten hat.
Und welches ich pestreich darmit.
Das kan das jar verprinnen nit
Im fewer, das es nicht entpfint.
20 Enmbt her nnd opfert, lieben kint!''
Znhant zw pmeder Zwiefifel dmng
Mit kerzen-liechten alt nnd jung;
Ides ein pfening opfren det.
Er nam die kolen an der stet,
[bl. IW] Eim iglichen weib mit andacbt
Ein schwarz crenz anf den schlayer macht.
So scbwaist er in ir geltlich ab,
Schwarz kolen vür weis silber gab.
Was er in sagt, gelanptens als,
30 Darmit er füellet seinen hals.
Des ist Deatschlant mit diesem pranch
Lang zeit worden petrogen auch.
War sagt das alt Sprichwort gemein:
Die weit die wil petrogen sein.
35 Anno salutis 1540, am 22 tag .Tunj.
15-
228
Das gaist-peschweren.
Bocacios doet uns peschreiben
In der tagrais von listing weiben,
Wie zw Florenz ein verber sas,
6 Johannes Lotringer, der was
Einfeltig, fmm and schlecht darpey,
Ein gaister vol pockstenzlerej,
Het uberans ein schöne frawen,
Hies Thessa, det im schalcksperg hawen
10 Und gewan lieb in-praensticlich
Einen jüngling, hies Friderich,
Des sie gar manche nacht det warten
Vor der State in irem garten,
Darin sie hielt im samer hans;
16 Ir man gar selten kam hinaus.
Ain zaychen detz dem jüngling geben :
Anf eim pfall Stack pey den wein-reben
Ein esels-schedel ; wen der spat
Das mawl kert hinein zw der stat,
20 So solt er kamen mit pegir;
[bl. 111] ümbkert, so wer der man pey ir.
Eins tages het die fraw vernnmen,
Wie ir man gschefthalb nicht würt kamen;
Da priet sie ein gaeten capaan.
26 Ir man aber gewan ein laan.
Kam spat hinaas-gangen in garten,
Da die fraw thet irs paelen wartten.
Den capaanen ir malt verstiese
*
1 Im vierten apruchbaehe, bl. llC bis 111^ Gedruckt in den simtlichen
BohwHnken als nr. 62. Vergl. MG 5, bl. 115' bis 116' im rosentone des Hani
Sachs: Der ferber von Florenos »Pocaoins thaet vns peschreiben« 1540 Jon! 22.
Quelle: Boccaccios deeameron 7, l (ansg. von A. v. Keller s. 410).
Zw einem pfirsing-panm und hiese
Darzw thnn ayer and den wein,
Eain glüeck wolt pey der kirch weich sein;
Des esseis köpf sie auch vergasse,
6 Mit dem mann ein schlecht nachtmal ase.
Als sie sich nun legten zw pet,
Ir pnel kam und anklopfen det.
Die fraw erschrack, der mon hört klopfen,
Fregt, sie sprach zw im: „Allers-dropfen,
10 Das gspenst knmpt schir all pfinztag-nacht.
Vor forcht hab ich vil necht dorch-wacht,
Pis ich doch det ein segen leren.
Wolanf mit mir! ich wils peschweren."
Sie standen aaf, gingen herfüre.
16 Sie sprach, als sie kam za der tüere:
,0 mein Johannes, reisper dich,
Das das gespenst merck aigentlich.
Das ein manspild sej pey mir hinnen.*'
Forchtsam reispert sich der man inen.
so Die fraw fing an den heilling segen
Und sprach: ,Dw pöes gespenst al wegen,
Hast an der pfinztag-nacht dein ranm!
Ge hin anter dem pfirßing-panm,
Da wirstw tobisampto binden
85 und etlich cbacharilli finden
Und dein münd an den strosack setz!
[bl. 111'] Far hin mit gneter nacht zw-letz!
Las mich nnd mein Johannes schlaffen!"^
So kantz iren pnelen abschaffen.
80 Der nam die speis and scliliech darfan.
Hie-pey so merck ein iderman:
Wen sein fraw kan solch gaist pescbweren,
Sol er sie mit eim prüegel peren.
Anno salatis 1540, am 22 tag Junj.
*
26 S itrorosaek.
230
Die zwen petrognen pueler.
In der Btat Pistoya sase
Ein witfraw, die genennet wase
Francisca, doch der jar nit alt,
6 Von leib ganz engelisch geetalt.
Umb die pnelten zwen, Alexander
Der ein und Einnzo der ander,
Mit hoMren nnd potschaft-schicken,
Ir herz mit liebe zw verstricken.
10 Rainer es von dem andren west.
Die fraw war frnm nnd eren-vest,
Der pneler nicht abkamen künd,
Pis sie doch einen list erfand.
Stanadio, der pösest mon
16 und angeschaffenst von person.
Eins tags verschieden war mit dot.
Alexandro die fraw entpot,
Het er sie lieb, das er im grab
Dem dotten sein klaid zfiege ab
20 Und sich darein zam dotten leget,
Die langen nacht on forcht peweget.
Rinazo entpotz pey dem knecht,
[bl. 112] Het er sie lieb, das er ir precht
Den dotten man nmb mitemacht;
26 Det er das nit, das er naer tracht,
Ir maesig-ging in allen ecken.
*
1 Im vierten spraohbuche, bl. 111' bis 112\ Gedruckt in den sämtliohen
sohwänken als nr. 63. VergU MG 5, bl. 116' bis 117' im rosentone des Hans
Sachs: Die «wen petrognen pneler »In der stat pistoria sasec 1540 Jnni 23.
Quelle: Boccaccios deoameron 9, (ausg. von A. v. Keller s. 545). Die erwei-
terung sieb band 9, s. 424 bis 429 und band 20, s. 47 bis 63.
231
Wolt sie also allpaid abschrecken.
Alexandmm die pruenstig lieb
Zwnacht hin auf den kirchoff trieb,
Stieg ins grab zw dem doten man
6 Und legt sein doten-klaider an,
Legt sich neben in ein das grab,
Unmenschlich forcht in pald nmbgab.
Pald es nmb miternachte war,
Schlich Binnzo znm grabe dar
10 Und den deckel vom grabe rüeckt
Und sich mit forchten hinein-püeckt,
Alexandmm mit forcht nnd grans
Pey seinen füesen schlept heraus
Und wart in auf die achsel fassen,
16 Dmeg in hinein der frawen gassen.
Die fraw an einem fester stund,
Pey dem monschein sie sehen künd.
Wie mit dem doten er herzweg.
Nun angefer es sich zw-tmeg,
so Die Schergen da verporgen lagen.
Als sie sahen den dotten dragen,
Mit groser rumor auf in stiesen,
Gewappnet mit schwerten und spiesen,
Fueren in an mit werten scharff.
36 Den dotten man er von im warff,
Gleich einem grosen müelsack schwer;
Flihent anhueb zw lawflfen er;
Auch fuere auf der dotte man,
Ein andre gassen ein entran.
[bl. 112'] Die fraw kunt ir von herzen lachen,
Also mit den listigen sacheu
Irr pueler alle paid abkam.
Also ein fraw in zuecht und schäm
All pueler sol von ir abtreiben,
36 Thuet Jobann Bocacius schreiben.
Anno salatis 1540, am 28 tag Judj.
Die getrew grefiii mit dem gluenden eisen.
Kaiser Otho der erst mit Bamea
Het ein weib von kilticklicheni stamen.
Die-selb ein graven lieb gewan,
e Der doch nicht wider er wült tan,
11 it ir in dem epruech zw scherzen.
Da wurt sie im ganz feint von herzen,
Verklagt den graven in den dingen,
Wie er sie bet wollen not-z wiegen .
10 Der kaiser schnell ein urtail gab.
Sein haubet im zw schlagen ab.
Der graff pegert vor ans vertrawen
Zw reden mit seiner efrawen ;
MH kuerz eröffnet ir den grnnt:
16 Er wart enthaaptet zw der stnnt.
In kurzer zeit nach der geschieh te,
Als der kaiser sas zw gerichte,
Kam die grevin, fragt mit gefer,
Wes dodes einer schuldig wer,
so Der dötten lies ein man unschuldig,
Pegert ein urtail gar geduldig.
Otho antwort des graven frawen:
,Dem man sol man sein haupt abhawen."
Sie antwort: „Herr, dw pist der man!
ib Mein Herren hastw abgelon
On schuld, und hast deim weib gelaubet!**
[bl 114] Und zog herfüer das dotten-hanbet
I Im viortoD spruchbueha, bl. 113' bU 1 14'. Ver^L AlO &, bL 123'bii 134'
im rcwentone des H. Sacbi : Die getrew grefiii» mit dem gluenden ujfien >fiaif«r
Otbo dor ertt mil namen« 1640 Aoguit 19 und band 8, i. 107 bii 130. Zu
1, 233» l r. vergL den U3 achwuuk.
^^^^^^ü^^^ 233 ^^^^^^^^^^^1
^^^^^^^^H Und sprach : ^SeiD uDBchald zw peweisen, ^^H
^^^^^^^H Wil ich drageD das glüent eysen.^ ^^^|
^^^^^^^^H Als zw der g:ewonheit ^^^^|
^^^^^^^H Das gricht schuff ir zw dragen das, ^^|
^^^^^^^^ 5 Wie sich erpot zw den dingen. ^^H
^^^^^^H Sie hie« das glüent eissen pringen. ^^^
^^^^^H Der kaiser nberhart ersctirack, ^^M
^^^^^B Gros angst die lag im aaf dem oack, ^^M
^^^^^H Weil er selb urteil het gefellet. ^^M
^^^^^^U 10 Nach daidings-niitel er pald stellet, ^^H
^^^^^H Er-gab sieb der frawen in gnad. ^^M
^^^^^H Wo ir geschehen wer scbad, ^^M
^^^^^H Wolt er drifettig widerlegen ^^M
^^^^^H Und sein weib straffen attcb dargegen, ^^M
^^^^^H 16 FnrBten and berren sie aticb paten, ^^M
^^^^^M Er müeBt all ding ir widerstatten, ^^M
^^^^^1 Sie vom recbten dretten ab. ^^M
^^^^^H Die grefin es von henden gab ^^M
^^^^^^H Der ritterschaft, herren und fnersten, ^^H
^^^^^^H m Die all nach grechdkait was düersten, ^^H
^^^^^H Entlich wart In retten erkennet: ^^M
^^^^^^M Die kaiserin die würt verpreniiet, ^^H
^^^^^^B Die Yil inender gepnllet bet. ^^H
^^^^^H Die grevin er pegaben det ^^M
^^^^^V 26 Im lande mit vier gneten ^^M
^^^^^B Sampt allen renten nach dem pesten, ^^H
^^^^H^ Drej stüeck an» dem hie mercket wol: ^^^^1
^^^^^^^ Erstlichen, das ein richter sol ^^^^1
^^^^^^H Fleis nnd viirsichtikait nit sparen^ ^^^|
^^^^^^V so Ursach nnd nmbstent zw erfaren. ^^H
^^^^^H Ztim andren, weit man feischlich rieht, ^^M
^^^^^H Des Unschuld kumpt enilich ans licht. ^^M
^^^^^r Das drit: wer mit untre w wil elfen, ^^M
^V [bl, 114'] Das untre w thnet sein herren dreffen; ^^H
^^^^ 36 Gros schand mit schaden im erwachs ^^B
^^^^^^^ Vur sein nntrew, das wünscht Hans Sachs. ^^H
^^^^^^V Anno saluti« 1540, am 19 tag Äiigustj« ^^H
234
Der koch mit dem krannich.
Hort, zw Florenz ein ritter aas,
Der ein ser gueter waidmon was,
Deglich mit feder^piel umbging.
^ Eins tags er einen kr an ich fing,
Den er seim koch fleissig pefale
Zw p raten in zw dem na cht male
Dem ritter und sein edlen gesten.
Der koch peraitet nach dem pesten
IQ Den kranich^ mit wnerzen einpaist
Und priet in, er war jnng und faist.
Und gah ser ein lieblichen ruech,
Der das haus und die gaÜ diuxk-krtiech.
In dem des kochcB pnlschaft kam
16 Und pat den koch on alle scliam,
Ein diech vom krannicb ir zw Bchencken.
Er sprach : ,Mein herr der lies mich hencken ;
Ge hin, ich gieb dir kaines nit.»*
Sie sprach: ^Versagstw mir die plt,
ao So sey dein lieh pey mir schabab."
Vom krannich er ein diech ir gab.
Als man den krannich troeg zw diaeh,
Der herr wolt in zerlegen frisch,
Da het der kranich nnr ein diech,
a^ Da fordert er den koch fiir sich
Und fraget in ernstlicli der mer,
Wo das ain diech hinkamen wer.
♦
I Im vierten spru^^bboche, hl. H5* bii 110. Gedraokt in den 8&mtUob«D |
if3bvrftok«n «li or. <^4« V'ergL MG 5, bl l2&'bU126' im roaeotoDD do» H. ämohi ! |
Der koch mit dem kroDiob «Hort tv flor«»! ein riler Base« 1540 SepiflOiber h
Quölle: Boficacotop deCAmeron 6, i (suig fon A. v. K«Her ft. BB7). Di« er-
wftUeruDg aieb band tl, t. 474 bii 477,
235
Der koch west nicht, was er solt sagen
Und det sein angen unterschlagen,
Sprach : , Strenger herr, es ist nicht . . . nain,
Ir wist, ain krannch hat nor ein pain.*
6 Der ritter zomiclich wart jehen :
„Mainst, ich hab nie kein kranich gsehen?^
Der koch der sprach, es wer ie war,
[bl. 116] Er wolt die sach pe weisen dar.
Das ret der koch ans grosen sorgen.
10 Der riter sprach: „Das thne anf morgen!
Wen dw das nicht peweisen thuest.
Am nechsten paum dw hencken mnest.'*
Der koch die nacht lag nngeschlafen,
Forcht, sein herr würt in grimig straffen.
16 Fme riettens ans wasser zw stund.
Daran man almal kranich fünd.
Als sie dem wasser kamen nach,
Pey zwelff krenchen der koch ersach;
Ir ider stund anf einem paine.
20 Seim herren zaigt er sie gemaine,
Sprach: ,Itz mae^ ir die warheit sehen.''
Der herr rent zw-hin in der neben,
Warffsein hentanf, schray: „Hw! hahw!"
Und schreckt die krenich ans ir rw,
26 Ider noch ein fues färher-zweg,
Nach dreyen schrietten darfon flueg.
Der herr sprach: »Wer hat itzund war?"
Der koch der sprach erschluechzet gar:
„Herr, het ir nechten auch geschrien,
80 Noch ein fnes het herfüer thun zihen
Der praten krannch; ich hab kein schuld. '^
Durch die antwort erlangt er huld;
Der herr must seiner ainfalt lachen.
So wirt oft schimpf aus emstliug Sachen,
35 Da man pesorget gros gever.
So sprichet Hans Sachs, schuemacher.
Anno salutis 1540, am 1 tag Septembris.
236
Die drey frag Äristippi.
Kiinig: Dionisius fragt
Aristippnm, das er im sagt,
Was faerd reiflich es wer alhie
5 An den weisen pliilosophy
Vor andrem volck aus der gemain.
Pliitarchus sclireipt die antwort rain,
Wie Aristippus saget scbleclit:
»Wen auf erd all sitteu und recht
10 Wurden gentzlicheu abgeton,
So wuerde der gemaiue mon
Nach Beim sinn und nmetwillen leben,
Der sich sunst miies dem gsetz ergeben,
[bl. Iö4'] Aber alle pbilosophos
irk Die wurden nach der Weisheit plos
Ein leben fneren, fein und züecbtig,
Fridsam, frenntlich, ainig nnd duechtig
Und detten gar nicht wider er,
Ob-gleich kain gsetz wer niraer-raer«
M Des haben sie pillich das lob
Vor dem gemainen volcke grob***
Ari stipp um ein ander traget,
Das er den unterschaid im saget
Zwischen eim duegenthaften man
tö Und eim, der nie kein dogent gwan»
W^elicber doch der pessrer wer.
Dem-selbigen dem antwort er:
*
1 Im TieriflD «pmchbuoh«» bU 154 bis \bh* Am T JantiAr 1641 diehteto
B. Bmah9 in iolnom roaentono: Drey friig Arielipiil >KUmg Diooiilai fraget«
(MG ^f bl. 137 bis 13 7^), einen meiste rgenan g , der wörttiofa mit dam obigen
•pruohe UbereineUmmi. Erweiteriing aieb band 4^ s. llt bis 113,
237
,Pey away pferden neoi ewenplld,
Dä8 ain zam and das ander wiMt
Dag zam pferd ist zw prancben wol,
Warzw ein pferd man prauchen sol,
6 Aber das wild geit kainen nnetz,
I»t ungezempt und prawcht sein dnietz.
Also der man lest im kein ranm,
Wer die duegent hat zw eitn zaam;
Die leittet in zw allem guet,
10 Im uad den andren nuetzen daet.
Aber ein taegentloser knöpf
Der get nach seinem aignen köpf
Und all sein pe^ren nach-henget,
Dardnrch vil last er er terprenget,**
i& Zorn driten fragt man in der-gleichen,
Was unterschaid wer eim knenstreichen
Und einem groben ungelert.
Dem antwort dieser hodi-geert:
^Schick sie paid nackat in ein lant^
20 In paiden frembd nnd unpekant,
So wirstw des nnterschaids innen.
Der giert vil gueter freunt wirt tinnen :
So er aiif-lhnet der küeusten acliatz,
Wirt er pald haben gueten platz:
[b1. 155] Man wirt im gaenstig nnd liebhaben,
Eren, helffen nnd wolpegaben.
Der grobe dölp der wirt geplagt»
Verspot und aas dem lant verjagt,
Wärt vdr ein narren ghaltan werden
so Mit sein rinküenenden geperden.**
D erhalben merck, dw junger man,
Nem dich der kuenst nnd dnegent an,
Sa wirstw auch mit eren alten,
Von iderman auch wert- geh alten,
SA Anno salutifl 1541» am 8 tag Jannarj.
It ? get, S geli.
238
Ein arzney wider die hoffart.
Petrarcha wider die hoffart
Und irer hochmnetigen art
Geit uns ein haileam arzeney,
6 Wie hofifart zw vertreiben sey
Durch etliche recept nnd mitel,
Im hnndert-nnd-ailften capitel
Und spricht: Sag an, dw asch auf erden,
Wie kanst nnd magst hoffertig werden?
10 Wie kanstw dich erheben vast
Mit aller sünden-schweren last?
Wen dw dich gleich in dnegent nebtest,
Durch hoffart dw sie all petröebtest.
Got ist der hoffart heftig feint,
16 Als in Lucifero erscheint,
Der durch die hoffart ist gefallen.
Was plest dich auf in lastren allen,
Der an zal den stecken in dir:
Wort, werck, gedancken und pegir?
20 Welches aus allen wilt dich rüemen,
Dein hoffart zw schmüecken und pltiemen ?
Gedenck daran, das dw pist sterblich.
Am leib stetz abnemest verderblich;
Denck an dein ungewisen dot
86 Und an hnntertley angst und not,
Die dir haimlich alzeit nach-stelen,
[bl. 155' J Dich an leib, er und guet zw feilen!
Denck an der deinen feint nach-schleichen
Und auch an deiner freunt abeichen;
80 Denck an das hinfliegent gelüeck
l Im Tierten spruehboohe, bl. 155 bis 155'. Vergl. band 20, 49 S.
239
Denck des onfals auf deinem räeck!
Gedenck vergangner poser tage
Und füercht der znküenftigen plage;
Denck ongewiser Sicherheit;
5 Denck stetter widerwertikeit;
Denck, wie die hoffnnng alzeit zabelt,
In sorg and forcht auf- nnd ab-wabelt;
Denck an die plintheit deins gemäetz
Und an die schwacheit deins geplüetz,
10 An dansenterley kranckheit art,
Die all augenplick auf dich wart;
Denck an dein rachseliges herz
Denck an deins kalten neides schmerz;
Denck an dein schnöd geizigen mnet;
16 Denck an dein geil, nnkewsches plnet;
Denck an dein laeg, petmeg und list,
Darmit dw stetz nmbgeben pist;
Denck an al dein gewonhait schnöd;
Denck, wie dw seist an dnegent plöd;
90 Denck, das dw durch der hoffart pracht
Pey got nnd menschen pist veracht;
Denck, wer in hoffart dnt verharren,
Den helt der weis fner einen narren.
Salomon spricht, die hoffart schwer
26 Die ge vor dem verderben her.
Homems spricht, es sey anf erden
Eain ermer thier vol mit peschwerden,
Den der mensch, der zw aller zeit
Vol ist aller geprechlikait.
80 Derhalb, mensch, wo dw dis pedenckest,
Die schnöden hoffart dw pald krenckest.
Anno salutis 1541, am 9 tag Januarj.
240
Der trauin tunig Cresi Ton seinem siieE.
A\b Lidia, das kiinig-reich,
Küng Cresas gewalticleich
Kegirt, het er eins oaehtz ein tranin,
G Wie er unter eira aichenpanm
Sein eltateti Bun, der Äthis liiea,
Dnrch- stechen sach inrt einem spies.
Des dranms erschrack der künig seer.
Schickt sein sun nimer mit dem beer^
10 Sünder vermehelt im ein weib,
Mit zw eretten seinen leib,
Das er von keim feint wtiert erstochen.
Doch pegab sich nach etling wochen,
Das Ädrastus, eins knnigs snen,
ift Pey Oreso ein gelait gewnen ;
Wan er het gar vor kurzen tagen
Sein prneder irnwissent erschlagen.
Cresus gwan diesen lieb zw-letzt,
Seim snen in zw holfmaister setzt,
20 Das er in zueg in seiner jitgent
Auf manlikeit, Sitten und tuegent.
Dem künig kam potscbafb hinein,
Wie ein gros, wild-hawendes schwein
Wer pey dem gepirg Olimpo
ftB Und det fiecb und lewt schaden. Do
Verordnet der künig zw stund
Jeger, netz, rueden und jaghund.
1 Im vierteo pprnchbucbei bL 1&6 bii 156', Vergl. dien lobweinpftie Cr«ti
tm To^flnioB« UauE^ daohjieii >AI» Lidin da« künigreicfaec 1541 Jaouar 17 (^fO bp
b1. 141 h\s 142). Qaella: Herodot^ OberfletEt Ton UwroD. Honer. Augsburg l&Sft«
foL bl. 8' bif 10.
241
Sein sün wolt aach mit an die hetz ;
Der künig wert im das, zw-letz
Macht er sein träum im offenwar.
Das Athis doch verachtet gar,
5 Den künig mit werten petaabet,
Pis er zw hetzen im erlaubet.
Als man nnn hetzt den eber gros
und ringsweis zw im warff and schos,
Vil hnnde hawet er zw dot
[bl. 156'] Und wert sich grawsam in der not.
In dem der jnng helt Adrastns
Sein spies auch kreftig nach im schas.
Feit sein, draff des känigs san eben,
Das er fiel und endet sein leben.
16 Oreso kamen die drawring mer,
Nach dem sein waidwerg zog daher,
Frachten mit in die dotten-leich.
Mit ging Adrastus drawricleich
Und reckt dem künig auf paid hent,
20 Fat in zw richten an dem ent.
Auf das er mit im wuert verprenet.
Der künig sein unschueld erkennet,
Lies in quitledig ganz und gar.
Man zwrichtet die dotten-par
36 Mit knncklichem geschmueck und zierd,
Zw verprennen in er und wird.
Adrastus zw der leich hin-schlich
Und klaget die erpermiclich
Damach sein scbwert auch durch sich sties,
so Sich also mit verprennen lies,
Erzaigt sein warbaftige lieb.
Wie Herodotus das peschrieb.
Also diese zwen jüngling stürben
Durch fraidikeit und trew verturben.
Anno salutis 1541, am 17 tag Januarj.
Uftn« Sachi. XXI l. 16
242
Die gefencknus nnd wunderlich erlossung kflnig
Cresi.
Herodotas, der kriechisch weis,
Peschreipt die histori mit fleis,
6 Wie der lidisch künig Cresas
Und der persisch künig Cims
Ein feltschlacht detten in eim krieg.
Cims hin in Lidia zaeg,
Vnr Sardis, die hanptstat, sich schlaeg.
|bl. 157] Als .er mit listen die pezwnng,
Verpot er darnash alt nnd jnng,
Künig Cresam nit zw erschlahen,
Sünder frey lebentig zw fahen.
Als man Cresam gefencklich pracbt,
15 Wart ein gros scheitter-haaf gemacht,
Draaf lies er in mit ketten pinden
Sampt virzehen der edlen kinden.
Cresas der fing zw scbreyen on
Mit laater stim: „Selon, Selon!*
30 Als Ciras das bort, lies er fragen,
Seins schreyens im arsach zw sagen.
Cresas sprach: „Selon hat mir wäre
Gesaget vor manigem jare.
Da ich mich selig dawchte sein,
26 Sprach er, es wer selig allein,
Wer mit dod selig wer verscheiden.
Des schrey ich itzt in herzen-leiden,
*
1 Im Tierten sprnchbuohe, bl. 156' bis 157'. Vergl. Die gefeneknus dei
kttnig Crefi »Herodotas der krieohisch weise« in Hans Sachsens rosentone mit
gleiohem datum (MG 5, bl. 143' bis 144'). Quelle: Herodotas, ttbersetit von
Hieron. Boner. Augsburg 1535. fol. bl. 19 bis 20.
243
Nach-dem man das fewer anzflendet."
Als man Giro die ding verküendet,
Nachtrachtet diesen dingen er,
Wie kain gewalt pestendig wer,
6 Der sich nit endet aach mit schmerzen.
Des wnrt petrüebet er von herzen,
Das sterben solt der dewer man.
In dem das fewer hoch anfpran;
Er hies das fewer dempfen nider:
10 Mit wasser gos man darein wider.
Aber wie ser man darein gos,
Wart es doch also starck und gros
Und so gewalticlich angangen,
Das man kein rettnng knnt erlangen.
16 Als künig Cresas in dem fewer
Sach, das man rettet also tewer
Sein dot Gimm gerawen det
Und doch kain rettnng helffen det,
Wiefiel man holzes darfon zneg,
[bl. 157'] Das fewer hinter im anfschlneg,
Cresas pat mit wainenden aagen
Den got ApoUinem an langen:
,,Hab ich ein opfer geben dir,
Das dir gefeilig ist von mir,
26 So erret mich aaf diesen tag
Von diesem prant and dodes-plag!*^
Zahant hat sich vor allem volck
Am himel dar ein schwarze wolck
Erhaben mit eim schweren regen,
30 Dardarch das fewer ist erlegen.
So wart Cresas erlöst vom dot.
Also in aller angst and not
Sol aach ein Crist auf got fest hoflfen,
So stet der parmung pf orten offen.
Anno salutis 1541, am 19 tag Januarj.
*
17 Quelle: gerawen. S perawen. Vergl. band 21, 375 zu 3, 171, 24.
32 S appolinem.
16*
Ureyerley spi
htiim, so Crateg. der
sagt
i^et mit fieis
mSi der weis
ü&r hinterlegt,
dl im stegt,
raechfien im gleich,
A kuenaten^rdcli,
n kafn gelt,
10 Sünder ansdaillen aller weit.
Und würden aber seine kind
Grob, nnweis, wie esel und rind,
So solt er in das gelt den geben,
Sie derften sein zw irem leben,
16 Vennaint, ein ider weiser man
Im teglich gnueg gewinen kan
Und lebet gar messiger narung.
fbl. 178] Der grob aber het gar kein sparung,
Weil er nachhenget der pegirt,
20 IJnot unnüetz vil geltz an-wirt
Mit boifart, pracht, klaiden und pawen,
Mit fräs, spil, pfert und schönen frawen.
Zum andren det Grates vergleichen
Eim feigenpaum das gelt der reichen,
25 Der auf eim hohen felsen stuend.
Des fruecht kein mensch geniesen kuend,
A Ilain wurden zwtail den rappen,
Gayren, habicht, kraen und drappen —
1 Im vierten spruchbucho, bl. 177' bis 178'. Vergl. Drey ppruech Cratetis
vom gelt im ro^entone des 11. Sach« >Plutarcbu8 po/schreibet mit fleiae«
1541 April 24 (MO 5, bl. 175' bis 176').
245
Also wurd anch der reichen gelt
Selten zw tail in dieser weit
Den lewten, tngenthafb nnd fmm.
Ob sein gleich ist ein grose snm,
6 Thnent sis doch fleissiclich peschliesen^
Das sein weng fmmer lewt geniesen,
Snnder ir reichtam wirt zw tail
Pneben nnd schönen frawen gail,
Henchlem, schalcksnarren und dem lüegner,
10 Kriegslewten, raabem, dieb and drüegner;
Und raicht es gleich anf seine kind,
Mit der-gleich nnnüetzem hoffgsind
Thnent sie es anch schentlich umbringen
Und lernen das fortnna singen.
16 Aach stelt Grates des reichen lebens
£in register seines ansgebens;
Spricht : Schreib dem koch dreyhandert pfant,
Dem arzt ein ort vür seinen gsnnt;
Dem hewchler dreysig gnelden dewer,
90 Dem waren freant den rawch vom fewer;
Sechzig gnelden der bueren lieb,
Ein pfnnd dem philosopho gieb;
Dem jnristen hundert Schilling,
Dem Prediger zwainzig pfening;
[bl. 178'] Und dem gauckler achzehen groseben.
Dem armen las ein haller besehen.
Also der weis philosophus
Verspot der reichen üeberflus,
Die sie auf schnöde ding oft legen,
80 Und zaigt an ir karckheit dargegen
In den dingen zw nuetz und not
Gegen der weit und gegen got.
Derhalb wem got reichtum peschert,
Der prauch sie, wie der weisman lert,
36 Darfan im nuetz und er erwachs.
Das wünschet von Nürnberg Hans Sachs.
Anno salutis 1541, am 24 tag Aprilis.
30 ? laigt. 8 lewoht.
[bl. 179]
[erpaw.
I erneu tranm,
] rzelen kaum,
l ^Dtlich und wacker,
i gro&en ackar^
I Beben kändf
j anz zirckel*riind,
! grosan perek.
i ^kerwerek,
So aelzam tlsirlicn und wunderlich,
Wie ich erzelen wii gar sunderlich.
Erstlich sach ich ein mistwagen,
Gehawffet voller püecher gschlagen.
Darumben mit mistgablen war
Der gierten ser ein grose schar
In langen rocken, hohen pireten.
Die diesen mist abladen detten
Und strayten in auf alle ort.
Nach dem sach ich herzihen dort
Vier münich an eim grosen pflueg,
Ider ein sundre kuetten trueg;
Der pflueg der hing voller fuechs-schwentz,
Pater-noster und rosen-krenz
Pretzen, bering und fasten-speis.
Nach diesem pflueg drat her gar leis
Ein dicker, langer, schwarzer mon,
Geklait gleich einem curtisan.
Der seet aus vil aplas-prieff".
Die fielen in den acker diefl".
1 Im vierten spraohbuohe, bl. 178' bis 180'.
mehr naobzuweieeD.
Der einzeldruok ist niehi
247
Nach dem da zuegen her vier pfaffen
Ein egen, gros und üngeschaffen,
War asw-gericht mit abentewr,
Darauf war das ganz fegefewr,
6 Da man die sei röstet und priet.
Nach dem dawcht mich, wie pald geriet
Der Samen, im aagenplick flnechs
Ein wander-selzam draid anf-wnechs,
Der iedes het ein langen Stengel;
10 Zw Oberst daran hing ein Schwengel,
Dancht mich, gleich einem rotten pewtel,
üeberzogen mit einem hewtel.
Nach dem ich ein herlichen man
In einer drifach köstling kran
16 Sach nmb den acker dragen her.
Ich dacht, es wer der Jnpiter;
Wan wo der acker pracht kein frnecht,
Der mon so erschrecklichen flaecht.
Kam mit grawsamen donerschlegen,
M Das sich der acker thet pewegen
Und gleich vor forcht nnd angsten zitert.
Und wie er wolt, also es witert.
Als nun die frnecht det zeitig wem.
Da sach ich knmen in die em
a& Allerley sect, die alle wom
Kolbet, platet oder pschom;
Die ich das draid abschneiden sach,
Ir etlich die eherten nach
Und faertens zam auf einen plan —
[bl. 179'] 0, wie fieng sich ein dreschen an :
Die flegel in die hoch sie schwuDgen,
Pfennig, patzen und gaelden dangen,
Pis die pewtel al wurden 1er.
Nach dem kam erst ein hawff da-her:
36 Cardinel, pischoif, gros prelaten,
Die namen daler nnd dncaten.
Den probsten, epten und thamberen,
Den wnrt nach den der peste keren;
Den petel-münchen nnd dorff-pfaffen
*
4 d fegfewr.
248
Den waren nur die Imelseü pechaffen,
Die docli den paw betten verpracht
Mich daucht, des Sprichwort» ich gedacht:
In Wirt wie pawren-pferden gniessen,
A Die habern pawen nnd stro fressen.
Nach dem ide partbey zam sas,
Im acker fr5licb dranck und as,
Hetten von irer arbeit rw.
In dem da kam ein* belt darzw
10 In einer fraiding leben-haut,
Den ich für Hercnlem anscbawt«
Der in zw- wider nnd entgegen
Zerprach den ptineg sambt irer egen
Und er seet in gottes nanien
16 In den acker ein gueten samen^
Den alten ackerpaw verw liest.
Palt fner auf nnd war ser entrüest
Der gros hauff, stell im nach dem leben —
Noch thet er niehsen auf sie geben,
ao Er pawt für sich und irer lacht.
Im augenplick ich anterwacht
Und in mir selb gedacht: Nun achaw!
Das ist des pabstes ackerpaw:
Erstlich die Sophisten eindrangen»
3& Die nmesten diesen acker düngen
Mit menschen-ler, welche den ist
[bl 180] Vor got stinckent, wie kot nnd mist;
Darmtt sie alle weit peretten,
Vür gottes wort es rüemen detten
Bo Mit öuptiligen worten clueg.
Nach dem herzogen in dem pflneg
Die müncli mit irer gleisnerey,
Werckheiligen pockstenzlerey,
Mancherley supersticion,
3:> Machten ein schein dem gmainen mon,
Als ob das wer der recht gotxdinst.
Da Stift man klöster, rent und zinst
Nach dem kam erst der fmchtpar sam^
leb main des pabst aplas von Rom,
3 S porpraoht.
249
Der traeg vil geltz an mas and zal
In tentschem lant mit neberschwal.
Nach diesem het er anch dargegen
Das fegfewer, ein gaete egen,
6 Von dem wnechsen jarteg nnd pfrüent
Seimes, jarteg, darauf gegment.
Der babst war gar der irdisch got.
Er macht vil geltstrick nnd gepot;
Als, was er wolt, das macht er süent,
10 ümb gelt er es wider abküent.
In snma knrz: in aller weit
War all sein ding gericht auf gelt
Sampt allen seinen meßknechten,
Detten nor nach dem pewtel fechten,
16 Ganz selig nenntens, der in gab;
Wer das nit det, der war schabab.
Wer zw weit reden wolt darfon.
Der war den in dem schweren pon.
Lant nnd lewt theten sie peschwern,
30 Sie betten gar ein gnete ern;
Die pewtel habens sanbr ans-droschen,
Gelert der pfening, patzn nnd groschen,
Wie wol sis in angleich anstauten,
[bl. 180'] Darfon doch all prasten and gailten
2A Und verzertens im mäesigang.
Das selbig hat gewert so lang,
Das sie drey zipfel habn eingnnmen,
Wer doctor Martinas nit kamen
Den virden bettens erlangt, also
so Legn sie im pet and wir im stro.
Seit doctor Martinas bat gschrieben,
Hat er sie von dem acker drieben,
Zerprochen in ir pflneg and egen
Und predigt das wort gotz dargegen.
36 Darin hat nnser gwissen rw;
Des strick wir itz die pewtel zw;
Derhalb der babst mit seinem hawfen
Dnet also zäemen, wüetten and schnaaffen.
Het aber Martin Lneter giert,
*
5 S pfrünet. 23 S Tog. 25 ? venerteiu. S yertenis.
Das sich fr emet het gemert
und betten mer pewtel und deschen
Oebapt zw scUneideii und zw dreicheu.
So wer ketD glertrer man erstanden
In tentechen, nocli in weleeließ landen.
Got w51l all meosclien-ler und -
Äußrotten sambt irem geltnetz.
^^'^ -*-'" *^'^ in nns aufwache
ias wünscIitHann Sachs.
*S tag Maj.
251
Im thon: Mag ich nnglneck nit widerston.
Venös, wammb hastw mit schmerz
Mein senent herz
Mit deinem stral dnrch-dningen ?
6 Gen dir, die sich frenntlich erzaigt,
In lieb sich naigt,
Der ich dint nnpezwnngen
In zuecht und er,
Wie wol sie mer
[bl. 98] Mich frewd peranbt,
Hört und gelanbt
Den falsch, neidigen zongen.
Des pin worden ich armer knab
16 Pey ir schabab
In der zal der elenden.
Ein ander hat itz er und naetz,
Dem thuet sie guetz,
Wie wol ichs wol kunt wenden.
90 Wen nicht mein ger
So redlich wer
Und ir verschont,
Die mir doch lont
Mit ungnedigen henden.
26 3
Aber der falschen klaffer neit
Wirt mit der zeit
1 Im BMhiehnten meistergesangbaehOy bl. 91' bis 98. Vergl. s. 221 anm.
Die melodie sieh bei Fraos M. Böhme, Altdeutsches liederbuch. Leipiig 1877.
s. 747. 16 8 seabab.
Pezalt, die auf mich ftt^chen.
VeniiB, gib der, die ich nicht a&iiu.
Das sie erkenn,
Was sie an mir tliue prechen,
Acht Bein doch nit.
Doch ist mein pit,
Göttin der lieb,
rf^-^-t* t^%
iF rechen*
14 tag Jutij.
258
üisputacion zw Regenspnrg im 1541 jar.
Als ich eins nachtes lag
Und nachsäen dem reichstag,
Den man zw Begnsporg helt,
5 Darinen die zwispelt
Gaistlichr religion
Soln werden abgeton,
Anf das ainikait werd
Der cristenhait anf erd
10 Mit gnenst, willen nnd rat
Eaiserlichr mayestat:
Ich snn lang hin nnd her,
Was doch die nrsach wer,
Das diese zwo partey
15 In stüecken mancherley
Sich nit vergleichen ktienden.
Der sach thet ich nach-grüenden ;
Gedacht, wen man nit meer
Snechet, den gottes eer
20 Und auch der seien hail,
So würden paide tail
Pald knmen üeberain,
Wen paide tail alain
Liessen gotz wort die zeit
26 Sein ir ainig richtscheit.
*
1 Im vierten fpruchbaohe, bl. 193 bis 19ö'. Das regisler fllhrt den geist-
lieben spniob unter der Überscbrift auf: »Die gfenoknus der götlicben warheit«.
In der Nürnberger Stadtbibliothek, Will. I. nr. 248 ist der spruoh bandsohrift-
lieh aus späterer seit erhalten; darnach hat K. t. Lilienoron, Die historischen
Tolkslieder der Dent«chen yom 13 bis 16 jh. Leipsig 1869. Vierter band«
8. 161 bis 164 das stück TerOflfentlicht ; ich füge aus dieser handschrift die er-
kUrungen der allegorie binta. 1 S jars. 12 S herr.
254
[bl. 1«
fn dem ich dief entnuecket,
Wort iß ein schlaff gezoecket.
Zw mir kam Gemus
Uod sprach : „Wolsult; ich mna
Dir zaigen karzer zeit
Ein grase baiinUkeit,
Die dich etwas anficht. "
w^.^ **— -'-^ 'm geaicht
leckten gat,
shawt btneiu
im Bcheiu
isleht
ericht
schwara,
war&
I dran ;
^ I »tun
i«'raw Verltaa get'angen
20 An vil ketten, mit strängen
Augen und angsicht prüenstig,
Zerschlagen und pluetrüenstig ;
Ir har war als zerzawßet,
Zerrawffet und zeiinaußet,
26 In altem klaid, zerissen,
Zerflamet und zerschlissen.
Ir widerdail der hies
Die fraw Hipocrisis*
Der leib war schön verdeckt,
30 Mit pfaben-vedern psteckt;
Ir äugen winckten dieblich,
Ir angsicht aber lieblich
In ganz englischem glänz;
Hiuden het sie ein schwänz
:ib Von einem scorpion,
Mit dem hectz manchen mon ;
Den schwänz sie gnaw verparg.
Ich hört wol, das die arg
13 Am raode von WiU. : Kayser.
18. WiU.: Babi^t vnnJ sein hauff.
19 Will.: Verbum doy. 28 S Uip
255
Veritatem verclaget,
Vor Joyi hart versaget
Durch fraw Neqniciam,
Welche an aUe schäm
6 Vor Jovi thet das wort,
[bl. 194] Der sie gar fleissig hört.
Minerva in schneweis
Antwort mit hohem fleis
Veritate zw gnet
10 So gmntlich wolpehuet,
Das fraw Hipocrisis
Ein klain sich naigen lis,
Löst ir ein ketten anf.
Sich frewt der ganze hanf,
15 Maint, sie wnerd ledig werden.
Pald sach ich mit geferden
Bachnm nnd Venerem,
Der-gleichen Plntonem
Hinzwdretten mit dmetz,
io Aufsagten ir den schuetz,
Hilff, rat, guenst und peystant.
Pald ir unguenst entpfant
Hipocrisis, durch dtieck
Wich sie und kert den rüeck,
26 Lies Nequiciam fechten,
Fort handien in dem rechten.
Die alle ding verquent
Durch ire argument.
Verdecket und verplüeraet,
30 Ir sach schmüecket und rüemet.
In dem daucht mich, wie ein
Clar himelischer schein
Von Veritate prach,
Das man erkent und sach
sü Ir ainfald und unschueld.
Auch pewegt zw gedueld
Jovem die clar fraw Racio;
Aber fraw Adulacio
*
S Will.: Eekhins. 7 Will.: Pbiiippua Molanohtbonny. 17 Will.:
Woluity haererey vond reicbtbamb. 38 Will.: Hertxog Wilhelm [von Bayern J.
256
[bl. 194'] Im stetz in oren lag
Und macht manchen eintrag.
Neqnicia aach schlich
Und machet haimelich
5 Ein aufdringenden nebel
Von lauter pech nnd schwebel,
Das dieser himlisch glänz
Schir wart verplendet ganz.
Da wart Jnpiter plent,
10 Veritatem nimer kent.
Fraw Ignorancia
War auch gescheftig da
Und loff ser hin and dar,
Im gricht gewaltig war;
15 Macht all sach wanckelmüetig.
Derhalb Japiter güetig
Sas also gar verwirrt,
Wie im labrint verirrt,
Wart inerlich gepeinigt,
20 Het ser geren vereinigt
Die zwispelting partey,
Geren gelassen frey
Veritatem and spat
Saecht pey Satnmo rat,
86 Dem feintseligen alten,
Und wart es auch vurhalten
Dem mergot Neptano;
Verzog die sach also
Zw feien den sententz.
so In dem eyllent pehentz
Eindrat darch die saltüer
Mars, gewappnet, herfüer
In den götling orackel,
Und sein flamende fackel
85 Und ploses schwert er schtietet,
[bl. 195 1 Die versamlung zerüetet.
All handlang wart abgencklich,
*
b Will. : Lagen, Arglist vnd boß bradickhen. 10 8 Vertatem. 17 t Will,
verwirret : Terirret. S verirrt : verwirrt. 24 Will. : Pabst. 32 Will.;
Der TUrckh. 34 Will.: sein. S aeim.
257
Veritas plieb gefencklich;
Ir äugen wurden zehem.
Zw ir sich warden nehem
Fraw Facienda
6 Und fraw Justicia,
Drueckneten ir die äugen
Und drOsten sie on lawgen,
Got wüert sie selb erledigen,
Im widertail peschedigen.
10 Sie sprach : ,Ich war starck hoffen,
Mein gfencknus wüerd hie offen!'
Und wainet herzlich ser
le lenger und ie mer,
Das es gleich in dem sal
16 Oab einen widerhaL
Darob ich auferwacht
Und pey mir selb gedacht:
Erst wundert mich gar nicht,
Das nichs wirt ausgericht,
so Weil der ain dail allein
Sich suechet und das sein,
Eeichtum, gewalt und er,
Wolnest und anders mer.
Derhalb er das Hecht schewcht
26 Und in die finster krewcht
Durch mancherley auszüeg,
Pratic, argliest und lüeg,
Wie er sein dach müeg schmüecken,
Verdaiding und durch-drtiecken
80 Und die obrikait plent,
Pis got selb an dem ent
Durch sein himlische clarbeit
Sein wort, die heillig warheit,
Wunderpar wirt erledigen,
[bl. 195'] Öffenlich lassen predigen
Durch die ganz cristenheit,
' Das sie in ainikeit
Wider grüen, plüe und wachs
Und fruecht pring, wünscht Hans Sachs.
40 Anno salutis 1541, am 19 Junj.
HM« 8*cbt. XXII. 17
258
Die Yiererley t
die sieh dem menschen
[bl. 204'] wdsehem iaat,
^ rabdn wolt.
Iffechen aolt,
Brslorbeti heti,
• welscheo stet —
Der aoi nies Lüpms, war ein dieb,
10 Ein m5rder, vol huerischer lieb,
Ein Wucherer und puseran
Und der raerauber ein bawbtmon,
Ein drunckenpolz vol aller groben
Laster, das er in nit kunt loben —
15 Als der drat zw der dotten-par,
Da sprach er zw des volckes schar:
„Ich sol des dotten lob verjehen :
So mus es durch gleich nus geschehen :
Auf erden sint viererley thier;
20 Ides hat sein sundre munier.
Nach den sich all menschen vergleichen,
Die jungen, alten, arm und reichen.
Das erst thier ist nuetz in seim leben,
Thuet nach dem dot kein nutz mer geben ;
26 Das ander nuetzt im leben nicht,
Im dot vil guetz von im geschieht;
l Im vierten spruchbuobe , bl. 204 h\» 205. Darnach gedruckt in den
Bämtlioben fabeln und sohwänken als nr. 68. Die crweiterung sieh band 17,
8. 394 bis 3«8. Vergl. MG 5, bl. 207 bis 207' im rosentone des H. Sachs:
Die fior thier »Es war ein j)faff in welschem lant« 1 541 September 25, gedruckt
bei K. Goedoke, Dichtungen von H. Sachs I, s. 2N.
259
Das drit dir im leben and dot
Nntzt allzeit den menschen and got;
Das virde thier ist gar nit gaet
Im leben, dot, wie man im thnet.
6 Das erste tier das ist ein katz:
Im leben weichet maws nnd ratz
Vor ir ans hans, kaechen nnd stneben,
Dot wüerft man sie int schelmen-grneben.
Das ander thier das ist ein saw:
[bl. 205] Die hilfft zw kainem ackerpaw,
Geit auch kein millich, schmalz, noch wollen,
Und pald sie wirt dem dot pefollen,
So geit sie pratten, wnerst nnd speck.
In sülz nnd pfeffer guetten schleck
16 Und schmelzt das krawt mit irem pachen,
Darmit man schmirt die hangring rächen.
£in schaff ist das drit dier: im leben
Dnt milch, kes, schmalz nnd wollen geben.
Nach dem dot geit es flaisch nnd voll,
so Sein dermo zw den saitten hell
Und sein gepain zw messer-schalen ;
Wer möcht des tieres nnetz pezalen?
Ein wolff 80 ist das virde thier:
Bawbt, mort nnd stilet mit pegier,
26 Sein lebenlang ist er nur schad,
Fiech nnd lewt hat sein kein genad;
Stirbt er im sumer oder winter,
Wirt flaisch und pain dem schelmen-scbinter.
Weil nun der dot auch Lupus heist,
so Darpey sein nam clerlich ausweist,
Das er nichs nuetz was sein lebtag;
Derhalb ich in nit loben mag.
Er ist ein wolff auch in dem dot,
Nichs nuetz pey menschen und pey got.
35 Der halb nur mit dem schalck und pueben
Hinunter in die schelmen-grueben!"
Wen man sol loben nach seim sterben.
Der mus vor durch tugent erwerben.
Das sein lob nach seim dot aufwachs
io Und alzeit pleib, das wünscht Hans Sachs.
Anno salutis 1541, am 25 tag SeptembriB.
17*
Die dr
der pnelerin.
n bet ein weib,
el und leib.
überliuid,
maid zw-hand,
^w ir ketD,
^ tuad nach dein.
\ vii mannen,
1,«« ^^^ — ..ey haushanixeii.
iD EiDB^tnals aber niiib mite macht
Lag dise puelerin und wacht
Und höret den ain bannen kreen.
Zw irer maid so wart sie jeen:
„Sag mir, was hat der han gesungen?"
15 Wan sie kuut aller vogel zungen
Gar maisterlich und wol auslegen.
Die maid die det ir kunst pewegen
Und sprach wider zw irer frawen:
„Der han gesungen hat auf drawen,
20 Wie die traw in dem hause hin
Sey ein huer und eprecherin."
Die fraw wart zornig und det sagen :
„Ge pald und schneid im ab sein kragen!"
Frw sie dem han sein hals abschnit,
jr. Peraittet in und darnach prit.
Darnach sie paid zw-samen sassen
Und den han, irn warsager, assen.
1 Im vierten spruchbuche, bl. 206' bis 207'. (Gedruckt als 69 schwank.
Vergl. MG 5, bl. 212' bis 21.3': Die drey hanoen in der spruchweise des H. Sachs
»Ein reicher kaufman het ein weih« 1541 Ootober 23. Quelle: Paulis .«(chimpf
und erns»t nr. 9, vergl. dazu H. Oesterley s. 473.
261
Die ander nacht der 2 hon
Der fing auch lawt zw kreen on
[bl. 207] Im hawB mit also heller Btim.
Die fraw sprach zw der maid: ,Vemim,
6 Was dieser hailos hon thne kreen. '^
Die maid wart zw der frawen jeen :
„Er singt, es sey on schuld gestorben
Sein gsel, nmb die warheit verdorben
Hewt nmb der possen frawen willen.'
10 Sie sprach: ^pSo gehin ein der stillen
Und im anch seinen halß abschneid!"
Die maid ging hin nach dem pescheid,
Würgt auch den andren hon verporgen
Und priet in auf den andren morgen.
ift Der drite han nach diesen dingen
Fing nmb mitnacht anch an zw singen:
„Audi, vide et tace,
Vis vivere in pace!'*
Die fraw aber die maid det fragen,
so Was dieser drite han det sagen.
Die maid die sprach : „Der han thnt jehen,
Dw solt vil hören nnd vil sehen
Und solst denoch schweigen darzw,
Wilt änderst leben hie mit rw.*'
26 Die fraw die sprach: „Diesn weisen alten
Han wollen wir lenger pehalten.''
Die fabel zewget ans mit clarheit:
Wer noch der weit saget die warheit,
Der müest noch vil darob erleiden
80 Ungllmpf, ungnenst, hassen and neiden.
Wer aber itzund wol kan hewchlen,
Liebkosen, schmaichlen nnd vermewchlen,
Der ist noch wert pey aller weit
Und nberknmpt noch gnt and gelt.
[bl. 207'] Die warheit leit vil ungemachs;
Man ist ir gfer. Das clagt Hans Sachs.
Anno salutis 1541, am 23 tag Octobris.
37 Ug] fehlt 8.
263
Der ritter sau
' pfarrer zw Drnsafet
i
[bl. 223'] ]
i
i
i
eunet,
areii*
sßhicicet
10 Den meener, BChelch anplicket»
Fragt in ungstüem und wiid:
„Wo knmen hin die pild?"
Er antwort zw den dingen:
„Dem pfarrer mues ichs pringen,
16 Sein ofen mit zw haizen.''
Das thet den pfleger raizen,
Sprach : „Pring sant Jörgen gros
Zw mir rawf in das schlos!"
Pald in der mesner pracht,
20 Det der pfleger zw nacht
Vil löcher darein poren,
Sties sie vol pulvers voran.
Frw und e es wart tagen,
Mast in der mesner dragen
25 Rab in die kirchen wider,
Stelt in an sein stat nider.
Spat det der pfarer paden
1 Im vierten spruohbuohe , bl. 223 bin 224. Als 7 1 »ohwank gedruckt.
Erweiterung sieh band 17, s. 389 bis 393 und b. 535. Vergl. MÜ 5, bl. 217'
bis 218' in der spruchweis de» H. Sachs: Der ritter sant jorg »Ein alter pfaff
vormoseon« 154 1 Dezember 5.
268
Und het auch gest geladen.
Der pfarer sprach: ,Pring bald
Herein ein gotzen ald,
Das wir die stneben wermen!
6 Den w9l wir waidlich schwermen,
Essen, drincken and schreyen,
Grolzen, farzen and speyen.''
Der mesner lof zw nacht,
Den riter Jörgen pracht,
10 In ein den ofen schaeb.
Zw riechen er anhaeb.
Den pfarer het gefroren,
[bl. 224] Stont pey dem ofen foren
In seim weisen pad-kittel
16 Und wermet sich an mitel.
In dem das pild aa^ronn,
Und ging das pnlver an
Mit einem starcken knall:
Sant Jörg mit lawtem hall
so Ein-ritte darch den offen,
Das die gest all entloffen,
Und sties den pfarer nider,
Die kachel hin and wider
Hin in der stueben flnegen,
26 Die glasfenster auschlaegen,
Die stueben war vol funcken.
Alle frewd war ertruncken.
Der pfarer wart verzagt,
Maint, sant Jörg het in plagt,
80 Das er in het verprennet,
Sein süent dem folck pekennet,
Wolt ein walfart ausrichten.
Der pfleger wolt mit nichten.
Der pfarer must abtraben,
M Den spot zum schaden haben,
Man lacht seins ungemachs.
Spricht von Nürnberg Hans Sachs.
Anno salutis 1542, am 6 tag .Tanuarj.
Ob ein weiner
[bl. 224']
8ol nemen oder uit.
la er im sagt^
D gezem,
b im oem.
rßieli an taegetit,
t und ^santer jtigent,
einer frawen,
wis müss p&weii,
Tj
II
C
I
a
?.
Das er ergriefF mn bailos weib,
Isl pcBS6t\ das er ledig pleib.
Nembt er ein weib mit reichen gaben,
Mues er ir freunt zw herren haben;
Sie rüeckt ir guet im stetz herfüer,
Wüerft im den strosack oft füer tüer,
Sie hab in gmacht zw einem herren,
Veracht in pey nahen und ferren.
Suecht er im den ein arme aus,
So wil sie doch sein fraw im haws :
Er mues sie klaiden und rawstreichen,
Das sie auch ge geleich den reichen.
Nembt er im den ein schönes weib,
Holtselig und höflich von leib,
Als-den die eyffersuecht in reit;
Er mues ir hiieten alle zeit;
Wan es ist gar pös zw pehalten.
Was wolgefelt jungen und alten.
Nembt er den ein hesliche frawen.
So hat er selb ob ir ein grawen;
1 Im vierten spruchbuche, bl. 224 bis 225.
526 bis 531 und vergl. Uennania 1891. 36, 52.
Erweiterung sieh band 20,
265
Als-den reit sie die eyffersnecht,
Zeicht in vil pnlens und nnznecht,
Wo er ein weib nar thnet ansehen,
In all winckel thnetz im nach-spehen.
6 Ergrenft er den ein weib vernascht,
So stilt sie ab, was sie erhascht.
Ergrewft er den ein weib geschwetzig,
Die predigt im und ist aufsetzig.
Ergrewft er ein fawl weib, zw stund
10 Get sein haushalten gar zw grund.
Ergrewft er ein pös weib mit zoren.
So thuetz teglich im haus rumoren.
Nembt er von kind wegen ein weib.
Iß etwan unfruchtpar von leib;
15 Oder ob im geit kinder got,
So nembt sie also jung der dot,
[bl. 225] Oder werden im nngeratten,
Vol mit unzuecht und pösen datten.
Nembt er ein weib von woluestz wegen,
to Unfal, truebsal tuet in stetz fegen.
Schaut, schaden, kranckheit und armuet,
Das in herter peschweren thuet
Selbander mit der frawen sein,
Den ob er wer ainig allein.
26 Derhalben sol ein weiser man
Ein eweib meiden, wen er kan;
Sein Weisheit wirt mit ir erschlagen."^
Als man thet Diogenem fragen,
Wen ein man mocht hairaten wol,
so Sprach er: „Der jung verzihen sol;
Der alt sol sich sein gar enthalten.'^
Das sint die 1er der weisen alten.
Das man entrin vil ungemachs
Der frawen halb. So spricht Hans Sachs.
36 Anno salotis 1542, am 13 tag Januarj.
14 Iß == iflU = ist sie. Vergl. sohwank nr. 159 v. 15.
Der weis &
i
I
i
i mit seinem siieii,
I, der wei»,
et ein reis
mtn man,
ed«t on,
*awen het,
iwgBH det
[lach dreien tagen
ivmch sagen.
10 liHHßcli ein pilgrant er abriebt,
Der kaui und gagt frenibdt) gbboliiüiit,
Als wer er erst von Athen kiimen.
Die zwen in auf ein ort pald mimen;
Selon der fraget in der mer,
i& Ob nichs newes geschehen wer
Zw Athen, in seim vatterlant.
Der pilgram antwort in zwhant:
^ Nichs news wais ich zw sagen, wist!
Den : vor neun tagn gestorben ist
20 Ein jungling pey achzehen jaren,
In kuenst und tuegent hoch-erfaren,
Des vatter hat den höchsten preis
Für alle purger tugent-haft, weis,
Der doch itz nit inhaimisch war.
■2u Es volgten nach der dotten-par
Die purgerschaft und der senat
|bl. 22\)\ Und die gemain der ganzen stat,
1 Im vierten spruohbuohe, bl. 228^ bis 229^ An demselben tage dichtete
H. Sachs in seinem rosentone: Solon mit seinem sun (MG 5, bl. 232; gedr. bei
K. (loedeke, Dichtungen von H. Sachs. I, s. 131). Vergl. auch band 20, 234
uDd 526 = 71 fastnachspiel; dazu Germania 1891. 36, 52.
267
Waren all diesen jüngling klagen/
Selon war diesen pilgram fragen,
Wie sein vatter genennet wer;
Wan im wart sein herz also schwer,
5 Dacht, sein san wer vileicht gestorben,
Darch ein schwinde kranckheit verdorben.
Der pilgram war gerichtet ab,
Sprach: ,Sein nam ich vergessen hab.'
Selon in herzen-laid hart prennet,
10 Sprach: ,War der mon Selon genennet?''
Der pilgram sprach: „Ja, auf mein aidl*
Erst vil Selon in herzenlaid,
Schlaeg sein hawpt und fiel zw der erden
Mit neber-deglichen geperden:
ift Thaies, der weis, fing an zw lachen.
Sprach: » Solen, schaw, ans den Ursachen
Hab ich genomen kain eweib.
Das kain fmecht kem von meinem leib,
Des verlaest mich also det krencken,
so Wie dich, in drawrikeit versencken.
Doch ste auf, hab ein fröllch herz!
Die red sint alle nur ein scherz;
Dein snn lebet nnd ist gesnnt.
Ich hab dir mit enteckt den gmnt,
26 Weil dw lobest weib and die kinder.
Was schmerz nnd drtiebsal steck dar-hinder/
Plntarchns uns das gschicht peschrieb,
Zaigt an, wie durch der kinder lieb
Die eltren stetz in sorgen leben,
80 In kuemernus, anfechtung schweben:
Seint die kinder noch jung nnd klein,
Die sorg klein und vilfeltig sein;
Grose kinder pringen groß sorgen,
[bl. 229'] Sagt das alt Sprichwort unferporgen.
36 Mit den kindern die sorg auch wachs
le lenger mer, so spricht Hans Sachs.
Anno salati8 1542. am 21 tag Februarj an der fasnacht.
268
Jk
nj^nimlu
[bl. 237]
J I Ndrmberg kam,
I in mein kraui,
i ie flaiscliprneckeD,
J ich argncken
1 bell ganz
I mm glänz
% oi, deller nnd kandei*
iu (Ben handel,
Drat ich hin-ssw und grüest ein alten,
Pat in für iiebel nicht zw halten.
lliiib dis gesclimeidwerck ich in fragt,
Was hantvvercks wer. Der alte sagt:
r, Wis, das wir kaudelgieser sin ;
Wir machen aus dem claren zin
Kandel, pa wehet und auch glat,
Ausgstochen nach küenstlichem rat,
Mit pildwerck, geweclisen und plumen.
Die kandl mit rörn auch von uns kumen,
Schenckandl, darmit man fürstn dut schencken,
Auch lewchter, die man auf thuet hencken;
Schüssel, gschhigen und ungeschlagen,
Darin man thuet zw essen dragen;
Senftschüssl und schüesl mit ören,
So für kindpeterin gehören;
Dischdeler, pletz und grose platten.
Darauf man dregt wiltpret und pratten
Und auch die englischen paten,
l Im vierten spruohbucho, bl. 236' bis 238'. Zuerst gedruckt: Mitteilangen
aus dem germaii. Nationalmu^eum , bd. II, g. 73 bi? 82: Hans Sachs' Spruch-
gedichte von den Nürnberger Kaiidelgiesßorn.
269
Kandel, so auf drey föesen sten;
Gros stentner und auch zinen stüetzen,
Die man nur zw dem pier thaet nüetzen;
Geschrawft allerlay künstlich flaschen,
5 Ans den man mag den goder waschen;
Paecher, narmkapn, paechsen und parten,
Daraas ainr mag eins dmncks gewarten;
Salzfas, vergnldet nnd auch schlecht,
Salzfas, so man int küechen hecht.
10 Der kandel het ich schier vergessen,
Darmit man dnet den wein ansmessen;
Pecher, schüesel zw prantem wein.
Zw dem met künstlich schalen fein;
Auch pnechsen in die apodecken,
16 Daraas manch spezerey dnet schmecken;
Paechsen zw milchraum, schmalz und öll.
Darin all ding rain pleihen soll;
[bl. 237'] Die prennhüet nnd die schüeselring.
Pecher, scherben and kuepferling.
30 Aach pschlag wir manchen gieskalter,
0 kaenstlicher vil, den im alter.
Mit aychlen mancherley giesfas.
Zierlich geschmüecket, üeber das
Mach wir künstlich und wolpesunen
85 Vil luestiger springender prunen,
Die man schenckt in die lant von ferren ;
Auch mach vir-pad den grossen herren;
Auch pesclilag wir die kierchentüern
Sambt knöpfen, so darawf gepüern.
»0 So zirt unser hantwerck zw-mal
Gar manchen füersten disch und sal,
Ganze hewser, kloster und stet,
Das an dis hantwerck mangel het.
Unsers hantwercks im gsellen-schiesen
36 Thuet mancher guete schüetz geniesen,
So er ein fannen thuet eraichen.
Auf ides zin schlag wir ein zaichen:
Der stat wappen ein halben adler.
Finden die gschwornen einen dadler,
40 Der wirt gestraft mit hartem wände! ,
Auf das pey der stat pleib der handel
270
Mit giietein lob, wie vor vil jaren.
Ein rat ihml aach kain niüe nit sparen:
AU jar all uaister nembt in pflicbt,
Kain falsch arbeit zw maclien nicht,
ft Aiicb das ider raaister nicht meer,
Den in drey jarn ein Jungen leer.
[bl. 238] Der gleich mit ander vil gesetssen,
Das kainer tlme den andern letzen/
Ich fragt noch weitter diesen alten:
10 ^Wie timnH den ewer gsdlen haltten?''
Kr antwort mir: „Mein freunt^ so wißt,
Das es ein gschencktes hantwerck iet.
Ein wirtzhans haben sie gewnnen
Am fischpach dorten pey der Sunen.
ib Alda liabens schenck all vier wochen
Da leiden» kein palgeii, noch pochen;
Ider ninea von im thun sein degen.
Urten-nmister machens albegen;
Die fremden gselien doch darpey
u Seint an der schenck ganz urten-trey.
Und da ir hantwercks gwonheit halten,
Wie eß anf sie kiimbt von den alten.
Und welch gesell nicht kern ant schenck
Ans hochmuet, karckheit oder renck,
ä5 Der selbip: mues doch gleich wol eben
Wie ein ander ganz urtten geben.
Und solche ir hantwercks-gewonheit
Haltens in landen weit und preit,
In Peliam, Foln, Pumern und Prewsen,
m In Schwaben, Paiern, Sachsen und Rewsen.
Fald ein fremder gsell ist her-kumeu.
So wirt er frenntlich aufgenumen
Und zewcht zw einem maister ein,
Essen, drincken geit man im fein,
sa Und nach den nrten-maistern senl,
Den-selben er sein grues pekent,
Von welcher state er herknm.
Den schicket er nach arbeit unib.
fbl. 238'] Kan man kain arbait im auftreiben,
40 So thuet er du acht peim maister pleiben,
Morgens die urteu-ma ister in
271
Fneren auf ir herberig bin,
Da sie ein pfünt mit im verscbencken,
Aller gsellen in gnet zw dencken:
Darmit ist im gescbencket ans.
6 Den plaittens in znm tbor binaos;
Den zewcbt er hin in gottes segen.
Doch halttens streng darob albegen:
Wo ainer macht ein pöses stüeck
Oder praocht nnredliche düeck
10 Mit anfporgen und entragen
Oder onwarheit anf ain sagen,
Der wirt von jnngen und von alten
Veracht und nichs von im gehalten,
Das kainer nber virze dag
ift On nachtail pey im arbeiten mag.
Den kan er an keim ort nicht pleiben,
Man thnet in imer furpas dreiben,
Pis er sich stelt und gar vertregt.
Sein pnes und straff leid und erlegt,
90 Anf das die znecht und erbarkeit
Pey in erhalten werd alzeit."
Darmit ir mm gräen, plüe und wachs,
Das wünscht in von Nürmberg Hans Sachs.
Anno salutis 1542, am 4 tag Augnsti.
Lbl. 247']
Hör,
Wasc
Das 1
In go
Las e
Thw
Nit si
Mit II
diseli wUt easea,
Ist gesössent
I iö!
alten,
ssig: halten!
b schmatz,
'ot nicht plat2,
Das dw kaiD gschirr ümbstoeen thnest
Das prot schneid nicht an deiner pruest;
Das gscliniten prot oder den weck
Mit deinen henden nicht verdeck!
Auch prock nicht mit den zenen ein,
Und grewff auch für dein ort allein !
Thw nach keim schlecker-pißlein zwacken!
Spüel mit der zungen nicht dein packen !
Nem auch den löffel nit zw vol;
Wen dw dicli draitst, es stet nit wol.
(Treuff auch nach kainer speise her,
Fis dir dein muud sey worden 1er.
Red nicht mit vollem mund! Sey messig!
Sprw nicht umb dich! Sey nit zw gfressig.
Der letzt in der speis ob dem disch.
Zerschneid das flaisch und prich die lisch !
Und kew mit deinem mund verschlossen;
Schnarch nit durch die naß j>leich den rossen!
Thw nicht ecklen und geizig schlincken
Und wiscli den mund, e dw wilt drincken,
1 Iin viorten spruchbuche, bl. 24 7 bis 248. Sieh Moritz Geyer,
tijchiuohten. Programm. Altenbur;^ 188*2. 4. 8. 31.
Altdeutsche
278
Das dw nit schmalzig machst den wein.
Drinck sitlich und nicht hnest darein!
Thw auch nit grölzen oder kreisten!
Schüet dw dich nit, halt dich am weisten!
6 Füel kain glas mit dem andren nicht!
Wüer£f anch anf nimant dein gesicht,
Als ob dw merckest anf sein essen,
[bl. 248] Wer neben dir zw disch ist gsessen,
Den irr nit! meck nit auf der penck,
10 Das dw nicht machest ein gestenck.
Leg dich nit anf mit dein elpogen,
Lain dich nicht an, sitz fein geschmogen!
Dein faes las an dem disch nit gampem!
Und hüet dich auch vor allen schampem
16. Worten, glechter nnd fanthasey;
Meid nachred, zenck nnd polerey.
Thw dich anch an dem disch nicht schnewzen,
Das ander lewten nicht thw schewzen.
6e nicht nmbzawsen in der nasen;
90 Des zenstfierens solt dich anch masen;
Im köpf nnd part dich anch nit kraw !
Anch sol jnnckfraw, maid oder fraw
Nach kainem floch hinnnter-fischen.
Nimant sol sich ans dischdnch wischen.
55 Und palt das mal hat sein ansganck,
Den sag got haimlich lob nnd danck,
Der dir dein speise hat pescheret,
Aas vetterlicher hent generet.
Nach dem ste anf nnd wasch dein hent,
so Dich wider zw der arbeit went!
Nach gottes wort wandel alwegen,
So mert got speis nnd dranck mit segen.
Das dein narnng zw-nem und wachs,
Das wünscht nns von Närmberg Hans Sachs.
56 Anno salutis 1543, am 16 tag Aprilis.
9 ? nit rneok nit. MQ and nieok nit. S nit nieok aooh.
lUaa SAoha. XXII. 18
Ein warnuuj!;
den weltlichen stant
m gtaQt.
I Lf, eg ist zeit,
^ »rden seit;
I ist hei und glat,
i geeffet hat,
i gtlichen schain,
i Lorsam sein
Irna aiiee giawoen, w&s de leren,
Darmit detten ir schetz sie meren,
Weil ir pabst, pischoff, münich und pfaffen
So ueberfluessig thet verschaffen
Zw jardeg, pfründen und gotzdienst,
Zw pistum, closter rent und zinst,
Dardurch künckreich, stet, lewt und laut
Ist kumen in der gaistling haut,
Die daraws darnach niraer kamen.
Der-halb die alten gschlecht abnamen
Pey der pürgerschaft und dem adel,
Das es an guet leit grosen zadel,
Und wer das sein wil wider han,
Den thun sie ein den schweren pan.
Darmit Schreckens künig und füersten.
Derhalb wacht auf und last euch düersten
Nach rainer leer hailliger schrift!
Fliecht menschen-leer als herbes gift,
So wert ir rechte Cristen frum,
Pleibt pey laut, lewten und reichtum,
1 Im fünften spruohbuohe, bl. 8 bis 8'.
manung beneel narren des reiobs Stent.«
Im register aufgeführt: »ver-
275
Entget iren stricken und g^arnen.
[bl. 8'] Ich, Hennsl Narr, thw ench trewlich warnen.
Wie man den sagt vor alten dagen:
Kinder nnd narren warheit sagen.
Anno saluiis 1548, am 1 tag Maj.
18-
Vermanung de
neu tliempel-toiechtaii.
i thempel-kneeht!
et noch recht:
läoch lind pfaffen,
i iWBt hab erschaffen.
ffifch mit dem psehaid,
) n fretubde waid,
rerd ver§^ift
en aclinft,
10 Dm nit den recnten hirtten keBnen,
Thnet alle lncken in verennen!
So pleibens nnterthan und willich,
So habt ir von in schmalz und millich,
Und lassen sich willig und gern,
16 So oft ir wolt, melcken und schern,
Darzw auch gar metzgen und schinden.
Wie raöcht ir pessre scheflflein finden?
Wan ich sitz so in hoher macht,
In starckem reich, gwalt, pomp und pracht
20 über kaiser, künig und füersten.
Die in der weit sunst seint die kuersten.
Ob die uns gleich sehen ins spil,
Müesens doch darzw schweigen Stil
Und müesen durch die finger sehen,
[bl. 9] AI ding güetlich lassen geschehen.
Derhalben habt vor in kain schewch;
Ir kainer setzt sich wider ewch.
Wer aber das wolt unterstan,
Den det ich in den schweren pan;
30 Wolt er mit gwalt sich wider-setzen.
l Iiu fUnflen aprucbbuche, bl. 8' bis 9^
277
So thw ich ander an in hetzen,
Die in nberzihent pekriegen,
Den mnes er sich ducken nnd schmiegen,
Krewcht wider in schaffiBtal gnetwillich,
5 G^it dopelt wollen, kes nnd millich.
Wie wol Dewtschlant mir ist verkert
Dnrch Lnter, der änderst lert
Und nennet unser pastorey
Ein mördergrueb nnd schinterey.
10 Des sint etlich ffirsten nnd stet.
Den solche leer zw herzen get,
Wollen sich nimer scheren lassen;
Des pin ich drawrig nbermassen;
Mein gwalt nnd pann wirt gar veracht,
ift Vil pratica hab ich gemacht,
Die zwher-zihen mit dem har —
All ding ist worden offen-par.
Hoff, es wem etlich mein gelieder
Mit der eyseren metten wider
90 Das Dentschlant dreiben noch zw-mal
In nnsren römischen schafiFistal;
Und wirt uns dieser düeck geratten,
Erst weit wir metzgen, siedn and pratten.
Den doppelt melcken, schinden nnd schem
sft Und alles laids ergetzet wem,
[bl. 9'] Wiewol der prophet Ezechiel
Sagt: We euch, hirtten Israel,
Die ir euch habt gewaident als,
Das faist fräst ir in ewren hals,
80 Mit wollen klaidt ir ewch anfs pest.
Ir stächet ab das wolgemest.
Auf ir waidnen, ir gar nicht mercket.
Das schwache habt ir nit gestereket.
Auch habt ir nit gsucht das verlorn;
86 Ir habt geherscht in gwalt und zorn.
Des ist mein hert ellent zerstrewt.
Das ret er auf uns gaistlich lewt;
Solch daidung thnnt gar nit anfechten
Mich sampt all meinen tbempel-knechten.
40 Wen unser reich nur hie pestet,
Wer wais, wis in jem leben get!
Wir nenien bie die gueten ta^,
Bo lang uns das gedeyen mag.
Voigt uns hernach \ril ungemacUfi^
Ißt wol verdint. So spricht Hans Sach«.
Ätmo salutia 1543, tm 2 tag May.
279
Das sieben-hanptig pabstier Appocalipsis.
Schawt an das sieben-hanptig thier
Ganz eben der gstalt and mnnir,
Wie Johannes gesehen hat
6 Ein thier an des meres gestat,
Das het sieben ungleicher hawpt,
Was enlich dem pabstam (gelawbt!),
[bl. 10] Die waren all gekrönt pedewt:
Die platten der gaistlichen lewt;
10 Das thier das het anch zehen hom,
Dewt der gaistling gwalt nnd mmom;
Das thier dmeg gottes-lestemng,
Pedewt ir ferfürische znng;
Das thier ward eim pardel geleich,
16 Pedewt des pabst mördisches reich,
Das anch hinricht dnrch thiraney
Alles, was im entgegen sey.
Aach so het das thier peren-fües,
Dewt, das das ewangeli sües
ao Ist von dem pabstnm nntertretten,
Verschart, verdecket und zerknetten.
Das thier het aach eins leben schlnndt,
Pedewt des pabstam weitten mandt.
Den doch gar nie erfüllen datten
2b Aplas, balinm, noch anaten,
Pann, opfer, peicht, stift zw gotzdinst,
kant, lewt, küuigreich, rent und zinst,
Das es als hat in sich verschlnnden.
*
] Im fünften ■pniohboohe, bl. 9' bis 10. WahrMbeinlioh vene sa einem
bolt«ebnitt; der einteldniok , der nach dem register in S 5 vorhanden war, ist
nieht erhalten.
280
Das thier entpfing ein döüich wanden
Dewt, das doctor Martin hat gschrieben,
Das pabstnm dötlich wund gehieben
Mit dem otten des herren mnnd.
6 Got geb, das es gar ge zw gmnd
Und ewig nimer-mer aofwachs.
Das wünschet von Nürmberg Hans Sachs.
Anno salutis 1548, am 8 tag May.
281
Der peren-danz.
Die perea dreiberin spricht :
Den peren kan ich machen danzen
Mit wnnder-Belzamen cremanzen.
b Pald ich im den ring pring int nasen,
So fäer ich in mit mir all Strassen
Und mach mit im mein affenspil:
Er mns mir danzen, wie ich wil;
Ich kan in maisterlichen dreiben,
10 Das es gar mnes verschwiegen pleiben,
Nimant wissen, den idermon,
Wie wol ich pös nachtpawren hon,
Die mich oft aberlawt anschreyen.
Doch kan ich mich sein nit verzeyen;
16 Der peren-danz mir gäetlich thnet.
Ich hab darpey oft gaetten maet,
Macht mir mein snppen faist and gaet.
Der per klagt:
Ich armer per, was zeich ich mich,
30 Das ich also las dreiben mich?
Ich maes mein danz mir selbert pfeiffen.
Man thaet mir oft int wollen greiffen,
Rnpft and zapft mich abertag wol;
Ich maes es alles füllen fol,
26 Die ptiebin and die caplerin.
Darmit so get mein geltlich hin.
Also ge ich nmb in der prambs.
1 Im fQnften sprnohboohe, bl. 10' bis 11. Charles Sobweitser, Ktade sur
1a Tie et les oearres de Hans Saobs. Nanoy 1887. s. 443. Sämtliobe fabeln
and MbirftDke des U. S. nr. 72. Der einseldruek ist niobt erhalten.
|bl. U]
Wen hh ntin ansdanz und ^erhiimbB
Vnd worden ist mein pewttl ler»
Wirt icb Bchabab and gar anmer^
Und Wirt zum daazeii nimer dawgeo,
Den Wirt mich peisn der raweb int aw^en»
und iDneB darnacb an klaeo sangen.
Xr ».,*-- ^%^^ "- 3 ta^ May*
I
288
Pfeiffer nnd lantenschlagerin.
Der pfeiffer sprieht:
Ich pfeiff gar frisch das frolich wesen!
Weil ich gaet krona auBerlesen
b Mit mir heraws von Maylant pracht,
So schlem and pras ich tag und nacht
und halt dich frey, dw schönes weib,
Dw erfrewst mir das herz im leib;
In deinem dinst dien ich anf glüeck.
10 Dw schlechst zw-mal vil gneter stüeck;
Lieblich and frenntlich pistw mir,
Drum ich dich also schmück und zir;
Doch wenn ich nimer pfening hab,
So hab ich sorg, ich sey schabab
15 und mnes darnach pfeiffen darfuer:
Der strosack ligt mir vor der thner.
Die lawtensohlaherin spricht:
So kon ich wol Fortuna schlagen,
Mit dir ein freyes müetlein dragen,
20 Die quintsaitten dir lieblich dingen,
Pis ich das gelt von dir kan pringen,
Rock, schawben, klainat, speis und dranck.
Pald dein pewtel verlewst den klanck.
Das dir die saitn darin abspringen,
26 Kronen und patzen nimer klingen.
Mein lawten nimer zw psaitten hast:
Den wirstw ein unwerder gast,
Und wirt ganz haiser dir dein pfeiffen,
[bl. ll'J Denn thw ich zw eim andren greiffen;
Es thw dir gleich wol oder we.
So schlag ich dir das vacate.
*
l Im (ttoftan tpruohboohe, bl. 11 bis 11'. Die ttbenohrift nach dem ro-
guier, aaf s. 11 fehlt lie. Der einseldruok ist niobt erhalten.
Die zway liebhabenden mit dem dot.
01e Bwai HebliftbeDdeEi spreoheti:
0 giimer dot, wie kiiinbBt so pald!
Wir Bint der jar doch nit zw ald;
Wir sint noch unpereit zum sterben,
0 dot, las ans ein frist erberben
Und las ima notz zw zwainzig jar!
Den wöl wir nns peraiten gar
In ein pns fertig cristlich leben.
Dw finst der alten vil darneben,
Kranck und schwach^ petrüebt und gfangen,
Die aelbs nach dir haben verlangen,
Und dir nieffen in ireni schmerzen.
Wir »int ie noch zway junge herzen,
16 WHUen die weit noch helfen meren
Und stellen nach fruinklieit und eren.
Weich! thw auf dismal von tins kerenl
Der dot tntwort:
Wolauf, wolauf an meinen danz!
10 Helft ejllent, das der ray wert ganz;
Ich nem die jungen nnd die alten,
Die »chi>nen wie die nn gestalten,
Die gsunden, krancken, reich nnd armen ;
Ir kaines thue ich mich erparmen.
95 Auf erden ich nimantz verschon,
Frölich» trawrig, weih und raon,
1 Im mnlUv ipniohbiiobe , bl. 11' bii 12. D«r •iaieldniok itt llt(^ht «r^
haltAO. AefanHoh«!) boliMshnitt leigt dM er«t« bifttt in dorn tftmcue1bAtid«„
Xjlogr, lif der hertogf. bibltotbak in Uoth». Vergl. Hau» Saoht, bAoil 1»
285
Ir kainen ich nie nberlies;
Doch ist zeit und stund ongewis;
[bl. 12] Des solt ir euch haben vorsehen.
Itz thw ich nngewamet neben;
6 Ir solt mein gwart han vor vil tagen.
Euch hilft kein wainen, noch kein klagen
Ich mns enchs hüelzen glechter schlagen.
I
286
|1.1. 12'|
3 dodeB.
der latzten zeit,
n leben streit
mne^t die weit,
kCbt, dein guet and gelt,
r, weib nnd klud,
a und liaii&geBind,
rlikait tiud wird,
Alle pompj toflüait nnd drd,
All gschicklikait, Weisheit und kiienst,
All frölikeit, lieb, trew und guenst,
Alle kurz weil, frewd und woluest
Und dw hin fiier den richter muest,
Ein schwere rechenschaft im geben
Von wort und werck durch all dein leben.
Da hilft kain gab, noch procuriren,
Wo dw das urtail thuest verliren,
So mustw in ewige pein.
Das stel itz für die awgen dein.
Das dw seist dötlich und ganz sterblich,
Flaisch und pluet, irdisch und verderblich.
Wirstw deim letzten ent nach-grüenden,
So wirstw hüetten dich vor süenden,
Weil der weis spricht: Wen der mensch decht
Sein letzt, kein sunt er mer verprecht.
Derhalb, o mensch, zw got dich ker
Und nachfolg seiner heilling 1er!
Was er dich haist, das thw fürpas!
4
l Im fünften spruchbuohe, bl. 12 bis 12'. Der einzeldruok ist nicht mehr
nnohzuweiBen. Vergl. 11. Sachs, band 1, 8. 429 bi« 430.
287
Was er gepewt, das selbig lasl
Vertraw gottes zwsag allzeit,
So wirst ein kind der selikeit,
Da ewig frewd dir aoferwachs.
6 Wünscht nns von Nürenberg Hans Sachs.
Anno Balatif 1543, am 5 tag May.
b S Nürnberg.
288
Die Schlacht zwischen der kflngin Marie heer und
des herzogen von Cleve zwischen Zitart und Reflmnndf 1543 jar
am 24 tag Marcj geschehen.
Als der küngin Maria heer
6 Zw feld lag mit geschos und weer,
Zw roß auf acht-nnd-zwainzig-hondert,
On das fasfolck frey aasgesnndert.
Dargegn mit vir-and-zwainzig fannen
Das Clevisch heer mit grüesten mannen
10 Und darzw anf drey-dawsent pfert
Haben sie zw den feinden kert
Und liesen ir feltgschüetz abgon;
Der-gleich haben die andren thon.
Groß schaden laid der Clevisch hawfen,
16 Ir raysig thetten flüchtig zawfen,
Doch imer mit gewertter hant
Nach zw der stat, Zitart penant,
Da wnrdens drieben in ein mos.
Alda man in sie stach and schos.
20 Vil pferdt und adels schaden nam,
[bl. 13] Doch detten sie sich wider zam,
Pald die feint in ir leger rückten,
Die Clevischen wider nachdrückten
Und grieffen wider fraydig an,
26 Das fasfolck gab die flnecht darfan,
Verließen ir geschüetz im feld.
Erst die Clevischen obgemeld
Sich grimig an den feinden rächen,
1 Im fttnften sprach baeh e , bl. 12' bis 13. Vergl. R. ▼. LUienoron, Die
historisohen Tolkslieder der Deatschen. Vierter band. Leipsig 1860. i. 214
bis 216.
289
Den raissing zewg in die flucht stachen
und philten das feit in der Schlacht,
Der küngin gschütz zw handen pracht;
Anch grose pewt and vil gefangen
s In dieser schlacht zw gmnt seint gangen
Vil groser herm, hanptlewt nnd adel.
Anf paiden dailn fint man gros zadel
Pis anf anderhalb-dawsent mon
Un das man noch nit wissen kon.
» Also nnm diese schlacht ein ent.
Qot alle ding zum pesten went,
Anf das nach dem plntigen sieg
Fried werd gemacht anß diesem krieg,
£ weitter schad daraus erwachs.
b Das wünscht ans von Nürnberg Hans Sachs.
Anno salatis 1543, am 17 tag Maj.
Hmu Saohi. xxii.
19
290
[bi. 14'] Der frimi kaiser Anrelianiis.
AareliannB, der fram kaiser,
Der war ein glneckseliger raiser,
Zog mit Beim beer in Grecia,
5 Kam zw der hauptstat Thiana,
Fant sie peschlossen krefticleich,
Abgfallen vom römischen reich.
Awrelianns sprach in zoren:
„Wen die stat ist erobert woren,
10 Schwer ich pey meiner krön zw stttnd,
Das ich nit leben las ein hfind;
Weil sie on not ist abgefallen,
Wil ich sie straffen vor in allen.**
Der red wurden die kriegslewt fro,
16 Ein gaet pewt zw erlangen do.
In dieser stat ein parger sas,
Heradamon genennet was,
Der fiel heraus von der gemain,
Ftiegt sich zw dem kaiser allain,
20 Veretterlich die stat aufgab
Zw retten seinen leib und hab.
Pald man hinein-kam in die stat,
Der kaiser da gerichtet hat
Diesen veretter obgenant,
86 Welcher sein aigen vatterlant
Veratten het an alle schuld.
Die andren nam er in sein huld,
Und gar pey schwerer straff gepot,
Rain menschen mer zw schlagen dot,
*
1 Im fünften spruohbuohe, bl. 14' bis 15'. Die erweiterung sieh band 20,
8. 349 bis 353. Vergl. M6 6, bl. 10 im rosentone des Hans Sachs: AnrelianiiB
p«gnadet Thiana *Aurelianas der frum kaiser« 154S Juli II. 24 T Diesen.
$ Dieser.
291
[bl. 15] Anch nimant zw nemen sein gaet.
Die kriegslewt waren ungemnet,
Manien den kaiser an sein pünd,
Lebent zw lassen kainen hünd.
5 Der kaiser sprach: ^Des hapt ir macht,
Die hnnde all zw dode Schlacht,
Die menschen aber last all leben.
Die sich in gnad haben ergeben 1'
Also abzog er sein kriegslewt
10 Von irer plntürstigen pewt,
QtB,b anch dem veretter sein Ion
Als einem ganz trewlosen mon.
Wie Plntarchns das dar peschreibt.
Uns angenscheinlich mit einleibt,
15 Wie sich ein fürste halten sQl,
Wen er den preis erlangen w9l
Eines löblichen firamen forsten,
Den nach dem hail seins volcks sey dtiersten.
Ob gleich sein nnterthon auf erden
80 Anfrnerisch nnd abfellig werden,
Dreibt er mit in kain thiranney
Snnder pringt sie mit güet herpey,
Denckt, das er oft thon hab in allen,
Das in nit almal hab gefallen;
26 Anch helt er sein kriegslewt im zäum.
Lest in nicht allen mnet and ranm.
Sein volck zw plündern nnd zw plagen,
Zw verderben and zw erschlagen,
Straft anch nntrew und abeltat,
80 Wo er die fint in ainer stat.
An einem,; der sacht seinen naetz,
[bl. 15'] Helt also drewen schilt and schaetz.
Itz det solicher färsten not;
So sindz laider schir alle dot.
36 Got wöll ander fram fiirsten geben,
Den frnmen geben langes leben.
Das gmainer nntz wider aafwachs,
Wünscht ans von Nürenberg Hans Sachs.
Anno salntis 1543, am ll tag Juli.
♦
38 S Nürnberg.
19 ♦
Der mummer
e rOmisch fasaacht.
wol erkant
groser er,
r feste beer,
len edleo weiben,
thnet paschreiben
e zämaa
liuu UI13 ^«viuiu uvTii
3er einamen,
;o Kein man sie pey in driuen lieaeeo,
Detten die hewser wol peschliessen
Und zirten sie mit mangerlayen
Deppichen und mit grünen majen.
Darnach die gottin-opfer machten,
16 Die ganzen nacht sie schir durch-wachten
Mit freuden, saitenspil und singen,
Mit rayen und hoiflichen dingen.
Nun war ein edelman genent,
Clodinus, der in liebe prent
20 Gen Gay Juli Cesars frawen,
[bl. 16] Die engelisch war an-zw-schawen,
Hies Pompeya mit irem namen,
Prun auch in gleicher liebe flamen.
Doch mochten sie zw-sara nicht kuraen
2f) Vor groser huet der kewschen frumen,
Irr schwiger. Da gabens ir los
Zw diesem vest der göttin gros.
Clodinus nach der frawen pschaid
1 Im fünften »pruchbuche, bl. 15' bis 16'. Die erweiterung sieh band 20-
s. 368 bis 372. Verpl. MG 6, bl. 18 in der spruchweise des Hans Sachs*.
Clodiu» im weibflklaid »Bona ilea gonande^ 1543 Juli 'J 1 ?
298
Der leget an ein frawen-klaid
Und Bchmigt sich nach weiplicher art;
Wan er war schön nnd het kain pari.
Ein harpfen er anch mit im tmeg,
6 Kam in das hans nnd sich verschlneg,
Stilschweigent in ein winckel stnnd.
Als die fraw nit pald knmen knnd,
Schlich er haimlich das haws zw schanen.
In dem wart er von ainr jnnckfrawen
10 Angemutet mit ir zw singen;
Er aber thet sich von ir dringen.
Sie ret in an mit werten scharpfen,
Mit ir zw schlagen auf der harpfen.
Unwirs er sich von ir nmbent,
16 An seiner stim sie in erkent.
Sie loff, sagt den frawen die mer,
Wie das ein manspild pey in wer.
Die edlen frawen im nachsnechten
Mit Hecht und facklen nnd im flnechten,
90 Zw-letzt dettens in eim gmach hinden
In pey einer jnnckfrawen finden,
Die in den eingelassen het
Und irer frawen coplen thet.
Die frawen zngen in herfüer,
[bl. 16'] Stiesen in nans für die hansttier.
Nach dem ir frend nnd fest war aus,
Ein ide fraw ging haim zw hans,
Und dettens iren mendern clagen.
Frw detten Clodium verclagen
so Die zunftmaister als ein entpörer.
Der göttin dinst aufrur-zerstörer.
Zw-hant Julius von im sties
Pompeya, sein gmahel verlies.
Also durch diese mumerey,
86 Glaub ich, das anch aufkumen sey
Unser fasnacht-scheinpart-vermamen,
DarfoD vil solcher fruecht sint kumen.
Got geb, das solchs wider abachs.
Das wünschet von Nürmberg Hans Sachs.
40 Anno salntis 1543, am 20 tag Juli.
294
Die
t Virgiuea*
mm Rom,
a bieg mll aom
t t wart
aide,
gewalde.
\\i gab und scbenckeu,
erischen rencken;
10 . ^eugch und frain.
Da pstelt fir Marenni Clawdium,
Die junckfraw vor dem volcke allen
Als sein leib-aigne an-zw-fallen,
Im sie den haimlich pringen solt;
iB Und wer sich ir anemen wolt,
|bl. 17] Solt er zum richter appaliren,
Den wolt er im wol appaliren,
Das er sie mit recht möcht pehalten,
Verhies darumb etlich gelt dem alten.
20 Nach dem fiels an der poswicht arck
Als sein leib-aigne auf dem marck.
Die junckfraw fing an, waint und schrir.
Das man zw hilif solt kumen ir.
Das volck lof zw mit grosem wunder,
26 Auch kome ir freuntschaft pesunder
Mit Icilio, irm prewt-kam,
Legten sich darwider alsam,
Detten den richter darzw drengen,
Das er den rechtag det erlengen,
1 Im fünften «pruchbuche. bl. 16' bis 17'. Vcrgl. MG 6, hl. 24 im rosen-
tone des H. Sachs: Virginiatu erstach ir vater > Virginias ein herr zw rome«
1543 Juli 28 und die tragödia: Virginia ioi 2 bände, s. 3 bis 21.
295
Weil ir vatter nit anhaim war.
Als man etllent schickt nach im dar,
Kam er eillent am andren tag,
Verwandert sich ob der anclag.
» Sein dochter im die schentlich lieb
Endecket von dem alten dieb.
Was sich irenthalb het verloflfen,
Macht im den gantzen handel offen.
Als er mit ir drat für gericht,
10 Da klagt der alte pöesewicht
Die jnnckfraw an als sein leibaigen
On all zewgnns und war anzaigen.
Ir vatter stelet zewgen dar.
Das sie sein elich dochter war,
15 Von seiner gemahel geporen.
Sint all nnferhort abgschaft woren
[bl. 17'] Und Appins sprach vor gericht
Die jnnckfraw zw disem poswicht
Als ein flüchtig leib-aigne maid;
ao Der fürtz dahin. In herzen-laid
Ir vatter ob dem nrtail claget,
Drawrig zw seiner dochter saget:
„0 herzen-liebe dochter mein,
Ean ich dir nit pehilflich sein,
26 So wil ich doch enden dein schant.
Das dw nit kämest in die hant
Des poswichtz, der dich gert zw sehenden.
Darmit er mit sein aygen henden
Stach er ein messer durch ir herz.
80 Die jnnckfraw in dötlichem schmerz
Sanck nider, ir sei mit nnmuet
Ging aus mit irem keuschen pluet.
Die gmain geweckt wart zw aufruer,
Apius pald gefangen wur,
36 Der in dem kercker sich erhing,
Clawdius mit der flnecht entging.
Peschreibet Thittus Livius.
Daraus merckt man zw dem peschlus,
Das die zehen man wurden pald
*
30 S fttrost. 22 8 seiner Heben. 27 7 Des. 8 Der.
Äbgee^tzet von irem ^walt
Von wegen dieser echnMea dat,
Darpey man clerlicb wol verstftt:
Unrecliter gwalt mit poeben-siüecken
3oi man zeitliclien unterdrüecken,
Das kein Hranej daraus wacbg.
So spiicliet von Ntirmberg Hans Sachs.
28 tag Juli.
297
Das ay mit den grosen achzehen schänden.
Eins dages ich zw gaste was,
Da man frisch waiche ayer as.
Vor erbern gesten, wol-pekant,
5 Entpflng ich wol achzehen schand,
E wen ich as ein waiches ay.
War das nit nnfal mangerlay?
Mein erste schant ir mercken solt:
Als ich das ay aufmachen wolt,
10 Det ich ein straich drey oder vier.
Die ander schant sich nehet schier:
Das salz ich mit den flngren nnm
und salzet das ay nmadnm.
Die drit schant merckt: das ay war yol;
15 Als ichs wolt abersnppen wol,
Da draift der dotter mir in part.
Die virt schant: als ich wolt nach art
Essen und sprach: Gesegn mirs got!
Da het ich kain geschniten prot.
20 Die fünfte schant war nit die letzt:
Das ay ich vor mir nider setzt.
Die sechste schant was ein nnlaest.
Das ich das prot schnit an der pmest.
Die siebent schant: als ich nein-propft,
26 Das ay mir dnrch die finger dropft.
Die acht schant: von dem prot ich pis
Und in das ay es wider sties.
Die nennde schand war mir ein spot,
*
1 Im fQnfIeD spmohbaehe, b1. 18 bis 19. 73 schwank. Vergl. den meister-
gesang io der abenteoerweiie des Hans Fols: Die 18 sobant ob aim ay »Ains
Ugea ieh it gaste sasc 1543 August 7? (MG 6, bl. 29).
298
Wan mir zeran geschniten prot.
Da fand sich pald die zehent schand:
[bl. 18'] Das ay pehUt ich in der band
Und Bcbnit vom liegenden laib zainzig
6 Ein Bcbnitlein prottes oder zwainzig.
Die aylfte Bcbant macht mich nit frisch:
Das messer viel mir untern disch.
Die zwelft schant machet mir erst bais:
Ich pnckt mich darnach, det ein schais.
10 Die dreyzehent schant het värganck:
Im schrecken bneb ich auf und dranck.
Die vierzebent schant ich einamb:
Sties das ay mit dem ermel umb,
Das dischdach ich pedenet gar;
15 Iderman lacht, wer umb mich war.
Die faenfzehent schand mich erst fatzet:
Vor schäm ich in dem köpf mich kratzet.
Die sechzehent schand lag mir hart:
Als ich das ay zwsamen schart,
20 Stach ich dardnrch ein groses loch;
Da lachten alle menschen noch.
Die siebenzehent schant verstet:
Als ich das ay nun gessen het,
Nenn schnitten prot mir neberplieb.
26 Die achzehent schant ich auch drieb
Mit den lewsneglen ich das ay
Aaschart, ob mir wart ein geschray.
Hie-pey merck, wer zw dische sitz,
Das er prawch sein vemnnft nnd witz,
80 Das er eß in zuechtiger weis
Nach rechter art ein ide speis.
Wie man die selbig essen sol.
Hofzwecht am disch stet alzeit wol.
Auf das kain schand im daraus wachs.
36 Zuecht pringet er, so spricht Hans Sachs.
[bl. 19] Anno aalutis 1543, am 7 tag Augusti.
ß S alfte.
200
Der edel falck.
In Zento novella ich las,
Wie zw Florenz vor zeitten gas
Ein jung edelman, weit erkant,
6 Fridrich Alberigo genant,
Der in flamender liebe prent
Gen ainem edlen weib, genent
Giavanna, an guet ser reich,
An eren stet kewsch nnd lobleich.
10 Der edelman stach und tomirt
Zw lieb der frawen, lang hofirt,
Sie aber veracht all sein lieb
An irem herren trewlich plieb.
Ueberflaessig Fridrich ausgab,
16 Pis er verschwendet grose hab;
Fntlich yerpfendet all sein guet,
Zog auf ein sitz in aremuet,
Nichs, den ein edlen falcken het,
Darmit er deglich paisen thet
20 Und nert sich aus eim klainen garten,
[bl. 25'J Des er auch thet mit arbeit wartten.
Ir herr der starb, und sich pegab.
Der frawen sun, ein junger knab.
Wart schwerlich kranck pis in den dot,
36 Sprach: „Mueter, ich pit dich durch got,
*
1 Im fünften spraohbache, bl. 25 bis 27. Vergl. MG 6, bl. 30 im rosen-
toD« des Hftns Saobs: Alberigo mit dem faloken »In Cento nonella ioh lasec
1543 Angust 9, gedruekt bei Qoedeke, Diobtnngen von H. Sachs I, s. 137.
Quelle: Boeeaceios deoameron V, 9 (Keller, s. 363). Vergl. Herm. Varnhagen,
Longfellows tales of a wayside inn and ihre quellen. Berlin 1884. s. 8 f.
6 8 flamendender.
300
Hilf, dm lierr Fridrieliß falck mir werd,
So uembt ein eiit aM raein peßchwerd,'*
Die maeter dröBt im den zw pringen,
Kam zw herr Fridricli in den dingen
5 Der frewet sich irer zwkuntt,
Eutpting sie mit hoher ferminft;
Zum früemal det Bie sich selb laden;
Fro wart Fridrich irer genadeu,
Het doch weder wiltpret noch tiach,
10 Darinit er speiset seinen disch.
Armoet und nnglüeck det in walckenf
Er wuergt sein edlen, Lieben falcken,
Priet den und in zw dieche drueg,
Zerleget in höflich und klueg,
if. In mit der edlen frawen aa,
Die doch selb nictit west^ wag es bas.
Nach dem mal spracti die fraw naitsitten:
«Durch ewer lieb wil ich euch pitten
ümb ewren edlen falcken guel ;
ao Nach dem mein änn sich senen dnet,
Dotkranck, Wo ir im den wüert geben,
Erettet ir sein junges leben.*
Eerr Fridrich war mit angst pesessen:
„Den falcken/ sprach er, „hab wir gessen;
2B Die aller-liebst mein liebstes as:**
Die fraw gröslich verwundert das;
Kr zaigt ir des falcken gefieder,
Schieden sich paide drawrig wider,
[bl. 26] Nach drey dagen ir sune starb.
so Herr Fridrich umb die frawen warb;
Sie erkennet sein lieb und drew,
Het seiner armuet kein abschew,
Weil er was tugenthaft und frum,
Zw eim gemahel sie in num.
36 Drnmb ist nicht alle lieb verlorn;
Lieb hat oft lieb durch lieb geporn.
Das trewe lieb durch lieb aufwachs»
Das wünschet von Nürnberg Hans Sachs.
Anno salutis 1&48« am 9 tag Augusti.
301
Ein wnnderlich histori.
Petras zw Rom, eins pürgers snen,
Ein edle janckfraw lieb-gewon,
Die Angollella war genant.
6 In gleicher lieb sie gen im prant.
Der zw gemahel ir pegert,
Doch plieb der Jüngling angewert.
Als die hayrat nit ging von stat,
Die zway liebhabenden mit rat
10 Sich haimllch setzten anf zway ros,
Zw flihen sechs meil aaf ein schlos,
Da Petras het ein trewen alten
Freant, pey dem woltens hochzeit halten.
Als er nnn mit der janckfraw stolz
16 Einraitte dnrch ein finster holz,
Die mörder anf sie paide stiesen,
Den Jüngling pald abzihen hiesen.
Zw hencken in war ir peschaid.
Die janckfraw in dem herzenlaid
[bl. 26'] Entraitte in dem wald mit eil
On weg and stras aaf drey welsch meil.
On gfer die waltschüetzen herdrangen,
Lösten von den mörderii den jangen.
Der sas zw ros and rait lang aera,
26 Im holz aaf and ab mange kraem,
Baefifet and schray der janckfraw lang,
Pis nach der sanen antergang.
Aaf ein paam stieg er in den nötten,
*
1 Im fünften spraehbaehe, bl. 26 bia 27. Vergl. MG 6, bl. 55 im roaen-
tone des Hsna Sselu: Petros flooh mit seiner lieben »Petras eins pargers sun
SV rome« 1543 November 16. Quelle: Boccaccios decameron V, 3 (Keller, s. 327).
302
Zw erwartten der morgeiirötteii.
Pey dem monsichein sach er in we
Ein schar wollf lawffen durch den sehne,
Von den sein pfert wart dottMcb pissen.
Gefressen und stüeckweis anrissen .
Also plieb er in sorg und an^t.
Die junckfraw aber war vor langest
Im wald geflohen, gar verholn,
Zw einem mann, der prennet koln,
Pey dem sie die nacht herberg gert;
Der sie peherbergt und ir pfert.
Zw nacht ein hawfen ranber kora,
Ir pfert gesattelt palt vemom
Und fragten, wer da wer verporgen.
Die junckfraw scWof mit grosen sargen
In ein hayscboher gar allein;
Ein rauher stegt sein apies darein
Neben der junckfraw lincke pruest;
Das sie lied, darzw schweigen muest,
tu Zitrent, balb-dot die junckfraw Jag*
Die rauber wiclien gegen dag^
Nomen mit in der jnnckfraw ros.
Nach dem der koler auf ein schlos
Pelaittet sie, zw fuesen ging,
DrawfT man sie kent und wol entpfing.
Petrus war von der hirtten schar
Frw auch zum schloa gefueret dar
Gros wun und frewd heteo sie paide,
Verschwunden war ir herzenlaide^
Hochzeit betten sie frdlicb da.
Als uns sagt Cento novella.
Wer in der lieb wll sein ein ritter.
Der mues versuechen sües und pitter;
Lieb ist vol schmerz und nngemachs
Mit wenig frewd. So spricht Hans Sachs.
Anno aalutis 1548, ana 16 tag NoTembri«.
303
Der gros eyffrer.
In Cento novella man list,
Wie ein eyffirer gewesen ist,
Der het ein frawen, schön nnd zart,
5 Holtselig, frnm und gueter art,
Die er doch hilt in strenger hnet,
Wie noch manicher eyffrer dnet.
Auf ein hochfest sie peichten wolt.
Der eyffrer sagt, sie peichten solt
10 Peim coraltar seinem caplan.
Frw schlich er hin und leget on
Des pfaffen corock, zw petören
Sein frawen, selbert peicht zw hören,
Zw erfaren ir haimlikait.
16 Die fraw kam zw der früemes-zeit.
Kniet nider, irem man zw peichten,
Und kennet wol den ungeweichten
[bl. 27'] Und sprach ; „Herr, ich mich schneidig gieb,
Ich hab ein pfaffen haimlich lieb,
ao Der all nacht kämet in mein pet,
Kain schloß noch thüer im auch vorstet.''
Der eyffrer des erschrack von herzen,
Erst durch-drang in der eyffer-schmerzen,
Sprach: „Fraw, ir thuet gros unrecht mit*
25 Sie sprach: ^Ich kan sein lassen nit,
Er kumpt oft wider meinen willen."
Der eyffrer sprach: „Ich wil in stillen
Mit meim gepet in kurzen tagen.
*
1 Im fünften sprnehbnohe, bl. 27 bis 28. Als 74 schwank gedruckt.
Vergl. MG 0, bl. 56 im rosentone des Hans Sachs: Der eyffrer hört peioht »In
Cento noaeUa ioh laset 1543 November Irt und band 17, 29 bis 41 = 45
fastnaehtspieL
304 ^M
Den las idi encli mein schaeler fragea, ^^|
So eitpiet mir, wie es euch get." ^^M
Die fraw ächied ab, kam haim. Da ret ^^M
Der eyffrer zw nacht gar vermesseD, ^^M
A Wie er zw nacht müest aaseu essen, ^H
Darzw wuert er auch liegen ans, ^^|
Sie solt Yersperen wol das bans, ^^|
Die katnmer-thiier nnd auch die stiegen* ^^M
In ein wiiickel det er eich schmiegen ^H
to Und legt panzer nnd hämisch au, ^^|
Det in ein 5de kammer gan ^^M
finden am dennen und det wartten ^^M
Des pfaffen mit der hellenpartt^n. ^^M
Die fraw des mans eyffer peweget ^H
L^^^^^H it Und sich zw einem jüngling leget, ^^M
^^^^^1 Der zw ir »tieg neber das dach, ^H
^^^^^B Mit dem sie erst ir ee zw-prach, ^^M
^^^^^H Und macht war irs mannes mistrawen, ^^
^^^^^H Der forhin het ein frume frawen.
^^^^^^1 ao Frw schickt der eyffrer einen schiieler
^^^^^H Sam vom caplon, fragt, ob der pneler
^^^^H lhl2B] Pey ir gewest wer. Sie sprach: „Nein/'
^^^^^H Fro war der eyflferer, allein
^^^^^H Hüet darnach all nacht auf den pfafen.
^^^^^H ib Die fraw wart, was sie het 2W schaffen.
^^^^^^B Eins tags fragt sie der eyfferer,
^^^^^^ Wer doch der pfaff ir pulschaft wer.
^^^^^H Sie sprach: «Gleich dw, mein lieber mont
^^^^^1 In der peicht warstw mein caplou.
^^^^^H 10 Dw pist mein g waltig, wen dw wUt''
^^^^^H Da wart sein eyffergai^t gestilt,
^^^^^H Und det ir vürpas wol vertrawen,
^^^^^1 Da im erst not det auf-zw^schawen.
^^^^^^1 Des sas er als ein nasser dach»^
^^^^^^1 s6 On sin nnd witz. So spricht Hans Sachs.
^^^^^^B ÄQDo salutis 1543, am 16 tag Novembrig.
^^^V Tor]Nii.
305
Der seidenfaden.
Zw Florenz sas ein kawffman reich,
Der het ein frawen minicleich,
Die Sigismanda war genent.
i 6 In lieb gen einem jüngling prent,
1 Der selb hies Robertns mit namen.
Durch list sie oft zw nacht zam-kamen:
Sie pand an ir zehen ein faden.
Hing den nans für den kammerladen,
I 10 Der hinab auf die gassen hing.
Wen daran zneg der jüngeling.
Stund sie auf haimlich, schlich hinab.
Der-mas kam oft zw ir der knab.
Eins nachtz die fraw zw pald entschlief,
16 On gferd ir man den faden griefif,
[bl. 28'] Merckt den petrneg und pald aufstünde,
Den faden an sein zehen punde.
Der jüngling zog den faden daws;
Der man lof nab, rais auf das haus,
so Mit ploser weer zum knaben sprang
Und jagt im nach drey gassen lang.
Die fraw erwacht, vom gschray erschrecket,
Ir cuplerische maid auf-wecket.
Ein schauben ir verhaysen det,
26 Das sie sich leget an ir pet:
Ob der man kem und sie wüert schlagen,
Solt sie dultig stilschweigen t dragen.
*
t Im (Ünften spraohbaohe, bl. 28 bis 29. Als 75 schwank gedruckt. Wabr-
•cheinlieh hatte der meistergesang iin rosentone des H. Sachs mit dem anfangi«
▼erse «Zw florent gas ein kauffmon reiche« (MG 6, 98) wenn nicht die gleiche
form, so doeh denselben inhalt. 16 S die den.
Hans Sachs. XXII. 20
306
Die mait legt sich ins pette niden
In dem der lierr kam zornig wider.
Die maid mit fewsten wol durcli-schlaeg,
Peim har sie aus dem pette zue^,
Q Rais ir aus einen zopf mit har,
Zerkrelt sie nnten» awgen gar^
Fluecht ir ser and loif darmit aus,
Klopft pald an seiner schwieger haus,
Sagt, was ir docliter het pegangen.
m Sein Bchweger kamen auch eingangen,
Erschluchzt und drawrig ob der dat,
Gingen mit im zw hawse spat.
Da saÜ SigiöTuunda und eung
Auf irem sal and porten drung.
16 Er sagt: „Da sitzt die piiebisch huer.
Die heint hat gm acht ein scdcli anfruer,
Der ich ausrauft mit har den zopf,
Zerschlueg ir arme, lent und köpf
Und sie zerkrelt unter den awgen,
30 Auf das sie mir der dat nit lawgen-""
[bl. 29] Die fraw sprach ; ^Secht den follen zaptfen,
Ins haws kam er heint kain fuestaptieni
Hat etwan in aim taiber-haus
Diese unfuer gerichtet aus,
8ft Wie er vor oft hat thau der-gleicheiK
Seins haders iiut ir kain wari&eichen."
Als der man sach ir zopf und har,
Ir angsicht uuzwkrelet gar,
Stund er stilschweigent gleich eim stnmen,
so Sein scli wieger hueb vast an zw prumen,
Sein schweger wollen zawsen in,
Sein fraw fuer tler und spracli: „Get hin,
Last auf dis mal den narren pleiben."
Duet uns Bocacins peschreiben,
zb Auf das uns kein erplendung wachs
Durch frawen-list, wünscht uns Hans Sachs.
Anno salvitia 1544, am 15 tag Februari.
21 S eehprueh. 20 6 ttioBohweigent.
307
Bmtas, der gerecht Bömer, mit sein zwayen sünen.
Platarchas hat mit fleis peschrieben:
Als Tarqainias wart vertrieben
Von Rom durch sein gros wfieterey,
5 Standen im etlich parger pey
Von den edlen geschlechten gnet,
Die miteinander menschen-plnet
Druncken, ir rot zw-samen schwüre,
Sie weiten machen ein anfrure,
10 Den Senat erschlagen der-masen,
Den känig widemmb ein-lasen.
Und diese pnntnns wart gemacht
In einem öden hans zw nacht,
Darin ein knecht in peheltnns
16 Lag, der selb hies Vindfcius.
Der-selbig het von wort zw wort
Diesen anschlag haimlich gehört,
Der det herr Bublicolam kund
Der mörder aufmerischen pund;
so Der fiel ins haas gerüestet starck,
Fing die pöswicht, and auf dem marck
Wurdens gefüeret darch die meng;
Das römisch volck kam mit getreng.
Da lies er die pundprieff verlessen ;
26 Vindicins erzelt ir wessen.
Was er gehört het und gesehen,
[bl. 63] Der ganze senat det sich neben,
*
1 Im fünften sprnohbaobe, bl. 62' bis 63'. Von dem meistergesanj^e im
rosentone de« Hans Sachs: Bratus lest 2 sUn richten ist nur noch die anfangs-
seile bekannt: »Plntarchus hat nach long peschrieben«. Er stand im sechsten
(verlorenen) meistergesangbuohe, bl 177. 26 und| fohlt S.
20*
308
Die thetter stunden vor gericht,
Sclikigen nid er iv angeaiclit,
Standen scbweigeiit vor dem senat
Ätif die anclag ir misetat.
ft Der ajn piirgerniaister pesander^
Brutus, bet »elb zwen süen daründer.
Des wart verschont und wart pekeut»
Sie zw verschicken ins elent.
Des detten sich die alten naigen,
lu Sam zw parmnng gleicli darzw Schwaigen.
Brntns aber sein süeu paid fraget:
^Wen antwort ir, auf was raan claget?**
Zani dritten- mal sie schwiegen ped,
Brutas nmbkert sich nach der red
16 Zw dem liencker und den statknechten,
Sprach : „ Volzichtan mein süen das rechten !*
Die red verwundert iderraon.
Nach dem griffe ns die schergeo an ,
Punden mit stricken sie all paid,
ao Entplüsten von dem hals ir klaid
Und detten sie mit metten hawen.
Vor laid das volck nit mocht zw-schaweD ;
Ir vatter mit dapfrem gesiebt
Sach, wie sie wurden paid gericht
aö Mit der atreit-axte von dem leben,
Det kain zaichen des rlrawrens geben.
Nach dem Brutus vom marckt ab-drat,
Das volck entsetzt sich ab der that.
Die andren gfangen gegen-wertz
So Entpüngen widerumb ein herz^
Pegertten frist, sich zw pedeucken;
Ir frennt wolten aus gunst sich lencken
[bl. 6B'] Und wolten den gemainen man
Wider vom raarck ab lasen gon —
3ft Der veretter on alle räch.
Als Bnblicola das er-sach,
Er eillent hin nach Brnto sendet,
Der kam uud sprach: .Ich hab geendet
Das nrtail an den sünen mein;
2 ir] fettU G, 2ft 8 dflr drAwreni,
309
Die andren las ich ench allein
Nach pillikait ain nrtail feien.
Der gmain wil iche in ir hant Stelen.*
Nach der red wurden die pöswicht
5 Mit der axt all znm dot gericht.
Also wart das mort anterknmen.
Aber Vindicinm, dem fmmen,
Getrewen, leib-aigenen knecht
Schenckt man das edel pürger-recht,
10 Und das er darnach heyraten solt,
In welches geschlecht er nnr wolt.
Also man in vereret hat
Von wegen seiner trewen dat.
Also wo mon gemeinem nnetz
16 Helt so ernstlich nnd trewlich schnetz
Und weder freont noch feint verschonet,
Und auch so erlich den pelonet,
Wer den gemainen nnetz dut warnen
Vor dem anfisatz der feinde gamen,
90 Ein solch regiment sich mit eren
Kan weit anspraiten nnd sich meren,
Darfon gemainer nntz anf-wachs.
Das wünschet von Nürnberg Hans Sachs.
Anno salutis 1544, am 12 tag Juni.
17 ? den] fehlt 8. 23 Naoh dem regtster 88 verse; so viele hat die
hiiitoTie wirklich.
Das eilt Rom
m regirt,
üh stoläiirt,
gwaltig aufutini,
rächt und rum
ch seinem sin,
nit darin.
Lt veraclit,
i in verdacht.
Ein» tags RomtihiB aas Eoma
War pey dem mos, genant Capra,
Da er ein red det zum senat
Und zw der gmain der ganzen stat.
In dem erstanden ist geschwind
15 l^]in ser grawsamer stürme- wind,
Der himel mit wolcken sich decket,
Kill grewlicli wetter sich anstecket,
Doner und plitzen ungestüem,
Auch wurd es tinster uemaduem.
20 Die sun verparg den iren schein,
Audi fielen grose hagelstein.
Das ganz gmain folck Hoch in die stat;
|bl. 74'] AHain peim küng plieb der senat.
Als dies wetter ein ende nam,
25 Die gmain wider gelawffen kam,
Detten sorg füer den künig dragen
Und detten Üeissig nach im fragen.
Als in die gmain suecht uemaduem
*
1 lui fünften spriiehhuche , bl. 74 bis 75. ^'orgl. M(j 6, 205 im rosen-
totio dos llnns Sachs: I>as ont roinuli vAls roinuhis zv roin regiret^' 1&44 Juli 11.
Sieh auch band 20, 8. 179.
811
Und nicht fand, wart sie angestäem,
Sagten, im thempel Vülkano
So hetten in zwrissen do
Ans grimigem zoren die vetter
6 In dem finsteren grosen wetter.
Nnn war ein rather wol erkant,
Jnlins Procnlas genant,
Der-selb drat anf den marck da foren
Und hat dem folck ain aid geschworen:
10 Als er wer gangen durch ein walt,
Wer Bomnlos in schöner gstalt
In ainem kneris im erschinnen,
Frölich, „als ob er wolt von hinnen.
Sprach zw mir: Sag den Römern allen,
15 So hab es den göttren gefallen.
Das ich herab von himel kom
Und hab erpawet die stat Rom.
Nnn Wirt ich wider hingenumen
Und in die drön der götter knmen.
so Forthin that mich Qnirinnm nennen
Und mich als einen got pekennen !
Ein gnediger got wil ich sein
Rom, dem senat und ganzer gmein,
Halt ench nur ritterlich zw feld;
85 Ir wert herren der ganzen weld."
Nach dem die gmain gelaubet das.
Wart gestilt aller neid nnd has.
[bl. 75] Noch kan kain gschichtschreiber verjehen,
Wie Romnlo noch sey geschehen.
80 Pey der geschieht man wol erkent,
Wie mechtig gleich sey ein regent:
Wirt er doch durch den dot gestürzet,
Sein zeit augenplicklich abküerzet,
Des sint all Stent vol nngemachs,
35 Der dot pricht als. So spricht Hans Sachs.
Anno salutis 1544, am 11 tag Juli.
29 S gesehen. 35 8 pricha.
812
Der cleglich dot Pirami und der jmickfrawen Thisbis.
Thisbes eio edle janckfraw was,
Die io Babilonia sas,
Peschreibet ans Ovidias.
6 Nan war ein Jüngling Piramns
Im nechsten haws, etliche jar
Eindsweis mit ir aufzogen zwar,
Hetten kintlich lieb an-einander.
Als sie erwuchsen paidesander,
10 Wnechs inpnienstig ir paider lieb.
Thisbes doch hart verhüettet plieb
Von iren eltren in dem haus,
Die liesens nicht weit schwaiffen ans;
Doch fandens ein kluft zwischen peden
15 Hewsern, da sie zam mochten reden,
Da kamen sie zam alle tag
Mit sewfzeu nnd senlicher clag,
Auch ains dem andren durch die went
Drueckten gar freuntlich seine hent,
80 Einander puetten manchen kus.
[bl. 75'] Entlich sie machten ainen pschlus
Auf ainen dag, wie sie zw nacht,
E wen man das Stator zw-macht,
Woltens hinaus gen in den wald
26 Zw des küDgs Nini prunen kald.
Thisbes ein mantel schlneg umb sich.
Schlich aus zw dem thor haimelich,
Pey dem prunnen sie warttent plieb
Auf Piramum, ir herzen-lieb.
*
l Im fünften spruchbuobe, bl. 75 bis 76. Von dem entsprechenden meister-
gesange im rosentone de? H. Sachs: Piramus mit thisbe ist nur nooh die an-
fangszeile erhalten: »Thiswes ein edle junckfraw waso«. Da er im sechsten
(verlorenen) meistergofiaDgbuobe , bl. 206 stand, wird er wie viele andere darin
mit dem spruohgedicht zugleich entstanden sein.
813
In dem zum pninnen kam mit schnawden
Ein groser lebe durch die stawden,
Thiswes zum wald ein-flihen was,
Irs mantels peim pranen vergas,
6 Den der leb hin and wider sties,
Scherzent mit plnting mawl zwries.
Nach dem Pirarons kam anch dar
Und Sache pey dem monschein dar
Den mantel zw-rissen nnd plnetig;
10 Sein herz wart trawrig and anmaetig,
Vermaint, ein leb het sie zerissen,
Und kant sich änderst nit verwissen.
In unmnet zog er aaß sein schwert
Und setzet das ghaelz auf die erd
15 Und setzt die spitzen an sein herz,
Fiel darein mit pitterem schmerz.
Als Thisbes wider kam zum pninnen,
Hatt sie den jangeling gefonnen
An dem schwert noch dötlich zahlen
10 Mit echzen, seafzen, ellent krablen,
Umbgewalzelt in seinem plat.
Thiswes amfing in mit anmaet.
In käeset an sein plaichen round.
Als sie das trieb ein halbe stund,
[bl. 76] Sprach sie: „Herzlieb, hastw dein leben
• Von meiner lieb wegen auf-geben,
So gieb ich anch nmb dich das mein.''
Und sprach: „Thw auf die awgen dein!
Las mich mein letzte pit erwerben
80 Und sich dein Thiswes mit dir sterben!«
Sein dötlich awgen er auf-warff.
Da fiel sie an das schwert gar scharff,
Mit irem liebhaber verschied.
Also das falsch unglueck sie nied,
sft Macht irer lieb ein drawrig ent.
Pey der geschieht wirt dar erkent,
Das in der lieb das walzent glüeck
Noch teglich macht vil pöser stüeck,
Aus dem entstet vil ungemachs
40 Den liebhabenden, spricht Hans Sachs.
Anno salutis 1544, am 12 tag Juli.
B14
ch.
< fc ein wal tisch,
I n wonung friecb,
I chwarsee zm,
s f is aöfgen,
einen muiid
I iien wasser&ciiUuid,
i in 8icli fast,
\ itters plast
10 Di8 meer peweget also seer,
So hebt sich der fisch anf im raeer,
Die schieft mit ungstiiein uberpüerzt
Und sie in j^rund des meres stüerzt,
Und wen er an dem gründe stuert,
!•) Vil sant auf seim riieck mit aufüert;
Stet an ainer stat etlich jar
Mit gras und krawt verwachsen gar
In mas, sam er ein insel sey;
Wen die schiflewt kuraen herpey,
20 Vermainen, es sey vestes laut,
Und heften an ir schleif zwhant,
Das sie rue haben vor dem wint.
So-pald des fewers er entpfint,
Wen man im kochet anf dem riieck,
25 Ist sein art, das er sich den diieck
Mit schieff und lewten, sie versenck,
l Im fünften spruchbuohc , bl. 78 bis 78'. Im register dazu «teht: Des
wAlfisch natur. Die Herliner hüch. nr. 23 enthalt in der abenteuerweise dos
H. Folz : Cotu8 ein walßsch iCetiK-« zv deutsch ist ein walfisoh« mit dem datum
1544 September 11. Dieser nieistergesang HinnJ im souhsteu (verlorenen) meister-
gesHUgbucbe; bl. 253.
815
Fiech node lewt im meer ertrenck.
Wen der walfisch drey jar wirt alt,
Laicht er mit dem Balonen palt,
Eim groseo fisch, der sein mansrnet
5 Im in der laich verschneiden thnet,
[bl. 78'] Das er forthin all seine tag
Nimer-mer auch gelaichen mag;
Den duckt er sich in meres-gnind
Und wechst gröser zw aller stund:
10 Die weil er lebt, forthin kain mon
In leben tig gefangen kon.
Doch wen die fischer mercken, wue
Der walfisch stet in seiner rwe,
So samlen sie der schiff ein sum,
16 Halten umb die stet rings herum,
Den fahens an ein laut gesang
Mit fletten und der pfeiffen clang,
Das frewt in und steigt aus der tief,
Dan werffen sie aus einem schief
2ü £in eysen auf seins ruckens grat.
Das vil spiciger zencken hat.
So-pald das eysen in verwand,
Fert er ab in des meres gründ,
Welzt sich am poden schwericlich,
26 Reibt das scharpf eysen gar in sich,
Pis in das lebent flaisch hinein;
Den peist in das merwasser drein,
Gesalzen, das in frist und peist,
Sein wunden im aufschwelt und reist.
30 Den schwimbt er auf dem mere dot,
Dem folget nach der fischer rot
Mit sailen lanck und in zw-hant
Mit groser arbeit zewcht zw laut.
Sein gros ganz ungeleublich ist,
35 Wie man in Plinio das list,
Das er alle fisch neberwachs.
So sagt von Nürenberg Hans Sachs.
[bl. 79] Anno salutis 1544, am 11 tag Septembris.
37 S Naernberg.
816
Das mfinich- und pfaffen-jaid,
Nimant zw lieb noch Isid.
[bl. 109'] Eins nachtz lag ich in herttem schlaf,
Da ein seltzamer träum mich traf:
6 Mich daacht clerlich in gsichtes piltnns,
Wie ich wer in einr finstren wiltnns,
Die war nmbstelt mit garn and netzen,
Als ob man wilde schwein wolt hetzen.
Nach dem sach ich in ainer gmeft
10 Gar dieff in aines staines kluft
Die offen, fewer-glastig hell.
Nach dem hört ich ein lawt geschell
Von hunden, gar ein eutrisch jawchzen,
Vor dem wart mir gar nebel schawchzen,
15 Ein jeger-horen dimpper schal.
In dem ich dnrch ein dunckel tal
Mit grosem dös, echzen and schnawffen
Herlaaffen sach ein grosen hawffen
Müuich-kelnerin sampt den pfaffen
80 Und nach in eyllen angeschaffen
Jeger and hnnd, war alles schwarz,
Jagten sie gen der hei abarz.
Von den gejagten allen-samen
War ein clag, wainen and giisgramen.
25 Ir ains dails detten sich verstecken
Hin und herwider in den hecken.
Aus den ainer, wie vor gesagt.
Zw mir entron. Den ich doch fragt,
*
1 Im fünften Rpruchbuohe, bl. 109 bis 110'. Der eioaeldruok , der naeh
dem register vorhanden ^ar, ist nicht erbalten.
317
Warnmb man sie also det hetzen
Und in also hart zw det setzen,
Was sie doch nebels hetten thon.
Er antwort: „Wir namen uns on
6 Im schein ser groser heillikeit
Und lebten doch in dieser zeit
[bl. 110] Weltlicher, den selbert die weit
Und stelten geizig nach dem gelt,
Wiewol wir armnet haben gschwom,
10 Den layen hab wir däeckisch gschorn
Mit nnser selmes nnd gotzdinst,
Das sie stiften gnelt, rent nnd zinst,
Die wir mit neberflns pesassen
Und schier anf erd die reichsten wasen.
15 Am pet het wir der zipfel drey,
Anch so schwner wir kewscheit darpey;
Wie wir sie hielten, waistw wol,
Die weit ist schier exempel vol
Unser pneberey nnd nnznecht,
ao Wie wir nnferschembt und vemecht
Schier sitzen all an der nnee.
Der gleich in allem wolnest me
Mit essen, drincken nach dem pesten.
Wir hetten klöster wie die festen.
26 Anch schwur wir ghorsam, doch die zeit
Unterton kainer öbrikeit,
Schlaiften uns gar ans irer pflicht,
Aus ir stewr, gepot und gericht.
Mit unsrem schein und gleisnerey
so Rieht wir an sect und ketzerey,
Ferfürten das gmain volck der-masen,
Das es gottes wort hat verlasen
Und ist anghangen unsren lüegen,
Die wir nun nicht verfechten müegen,
86 So maus mit gottes wort haim-suecht.
Darumb geb wir also die fluecht
Itzund vor dem heiischen jeger,
Der unser uebel ist ancleger.*
[bl. IKy] Wer noch aus dem gaistlosen netz
*
11 T ranti f^hlt 8. 26 8 kainr.
318
Entrint nnd sich pegibt zw-letz
Auf gottes wort in wort nnd leben,
Dem wil got ain erlössnng geben
Dnrch Cristnm; vür als ungemachs
6 Znm newen jar wünscht nns Hans Sachs.
Anno salutis 1545, am 2 tag Janaari.
819
Der doctor im Yenus-perg.
Zw Florenz ein jung doctor sas,
Der an seins vatters erb reich was,
Doch arm an witz, knenst nnd verstaut,
r> Prangt her in köstlichem gewant.
Der het zwen maier zw nachtpawren,
Zwen spotf5gel, gar nasse lawren.
Eins tags malten sie in seim haws,
Sie waren schwencklich üeber-ans.
10 Der doctor fragt nmb newe mer,
Da sagtens im ain fabel her
Vom Venus-perg nnd schönen frawen,
Gar minniclich nnd schön zw schawen,
Aach wie sie alle zwen gemein
16 All pfinztag-necht fiieren darein.
Doctor Simon es alles glaubet,
Vor wunder gros schtiet er sein haubet,
Fat, das sie in zw diesem werck
Auch mit in in fraw Venus perck
20 Liessen faren, solch frewd zw haben ;
Paid wolt er sie reichlich pegaben.
Als die zwen merckten so geweitig
Den doctor so schlecht nnd ainfeltig,
Versagtens im sein doricht pit;
35 Er aber wolt ablassen nit,
Stelten sich, das zw thun ungern.
Nach vil pit dettens in gewern,
Sprachen, auf die nechst pfinztag- nacht
*
\ Im fünften tprvohbache, bl. 121 bis 12 1^ Gedraokt als 78 schwank.
Vergl. MO 7, 60 im rosentone des H. Sachs: Der doctor im Venusperg »Zw
flor«oes ein jung doetor laee« 1545 Februar 7. 9 Mü Waren geschwenokig.
320
Solt er sich schön klaiden mit pracht,
Sein rotten Scharlach legen on,
Auf nnser frawen kirchoff gon,
Aaf eim dotten-grab wartten schiere,
[b1. 121'J Pis kamen würt ein schwarzes tiere,
Doch miiest er haben zw dem scherz
Ein unerschrocken mannes-herz,
Wen das thier mit hewlen und pruemen
Wärt schröcklich auf den kirchoff kamen.
10 Wen es stilstüend von seinem lawff,
Solt er stilschweigent sitzen auff,
Das wüert in Venus-perg in dragen.
Der küearzt all ding thet zw-sagen.
Zw nacht der sewarzt schlich hinab,
16 Stund im kirchoff auf ein new grab.
Die zwen maier hetten erdicht
Ein visirlich thier zw-gericht,
Darin ainer, der ander foren
Gen künden, kamen mit rumoren
20 Auf den kirchoff, im thier verporgen.
Der doctor zitrent stund in sorgen,
Vermaint, das tier der dewffel wer.
Er krewzigt sich oft hin und her.
Entlich das thier vor im Stil stunde,
25 Verzagt er darauf sitzen künde.
Sie druegen hin mit grosem graus,
Stuerzten in in ein gmain sprachhaus.
Darin det er im dreck umzablen,
Pis er wider heraus det krablen,
so Kam stinckent haim von menschen-kot,
Erzogen het sein Scharlach rot.
Darumb sein fraw in det erzausen.
Narren mues man mit kolben lawsen;
Wan sie sint grob und ungelachsen.
35 Die 1er habt euch von Hans Sachsen.
Anno salutis 1545, am 7 tag Febroari.
18 MG sie paid binden vnd. 27 S Stuerozten in ein. 29 8 wider
heraus dot widor.
821
Der Ulisses mit den winden.
Als ülises mit seinem beer
Irr fuere auf dem wilden meer,
Als er ains tags gefaren kam
& An die Insel Eoliam,
Da künig Eolns genent
In-hielt das küncklich regiment,
Der war ain herr neber die wind
Und het zwelff ktinicklicber kind,
10 Hielt köstlich hoff mit grosem pracht,
Mit panckadiren tag and nacht.
Der ülisem höflich entpfing,
Fragt in von Troya aller ding.
Pey dem plieb Ulises zw hoff,
[bl. 124] Pis das ein ganz monat verloff.
Nach dem Dlisses in erpat,
Das er geb stewer, hilff und rat,
Das er kern in sein vatterlant.
Eolus mit gwaltiger haut
20 All ungesttieme wint verschlos
In ein oxenhawt, weit und gros,
Die er gar wol verknüepfet hat
Mit ainem starcken silbren drat.
AUain lies er den westen-wind
i& Ledig, das er gar senft und lind
Das schieff solt dreiben auff dem meer.
Ulises sas auf mit seim beer,
*
1 Im fanften tpraehbnehe, bl. 123' big 124'. Vergl. MO 7, bl. 67 in der
ab«nieiierweif H. Folien: Ulifos mit den winden »Als vlises mit seinem her«
1545 am atehermitwoch den 18 Ug Pebruari.
Uane Sftcha. XXII. 21
Nam nrlab and den schlawch entpfing
Und faer dahin frölicher ding.
Als er nun faer neun tag and nacht
Gelnecklich durch des windes macht
6 So nach, das er den rawch and prant
Aafgen sach in seim vatterlant,
ülisses legt sich an sein rw,
Schlaffent gingen sein awgen zw.
Sein knecht dachten in farwitz awch,
10 Ein schätz verporgen wer im schlawch,
Den im der künig het geschenckt,
Und kuäepften auf den schlawch verschrenckt.
Im awgenplick prastletten raus
Die wint mit ainem lawten saas,
15 Platzten in das meer ongestüemb,
Drieben gros wellen amadüemb,
Einfiel ein groses angewitter,
Das meer wuetet gar herb and pitter.
Im schrecken Ulises erwacht,
iM> Das schiff getrieben wart mit macht
Wider hin in Eoliam.
[bl. 124'J ülisses der stieg ans und kam
Gen hoff, als gleich der künig aß.
Dem fiel er zw fnes, klagt im das,
26 Sprach : „Weil ich schlief, haben mein knecht
Die winde ausgelasen, secht!
Ich pit umb weitter hilff und rat
Von ktiniclicher mayestat.*
Der künig antwort zorniclich:
30 „Götter und menschen hassen dich;
Weich pald! dw hast kain hilffe meer.«
Drieb aus Ulissem und sein beer.
Also schied er ab gar ellent.
Darmit die fabel hat ein ent.
85 Homerus, der poet, peschreibt
Darfon die untericht uns pleibt:
Wem got hie geit ein herrlich gab,
Das er die wol vor awgen hab,
Prawch der, auf das er nicht verlier
40 Die gab durch sein knechtlich pegier.
So er in wolüesten entschlieflf
323
In diesem jamer-mere diefT,
Dardarch mer ellent im erwachs
Durch sein fnrwitz. So spricht Hans Sachs.
Anno salatis 1545. am 18 tag Febroari.
1 S deiiem.
21'
Die zwo edlen
^on des glanbens wegen
erpreoL
[bl. 139] lieh geschiebt,
in antericht»
ft Niderlant.
er genant
00 edlein ataminea^
i mit Damen,
j 3 genentf
10 Paid sie gefangen worden sent,
Das sie anhingen gottes wort.
Thiranisch man mit in rumort;
Man fragt, was ir gelaube wer.
Da sagten sie von Cristo her,
16 Der wer ir hailant und ir drost,
Der sie het an dem creuz erlost.
Man fragt, obs widertawflfet wern;
Das detten sie lawtter erclern:
„Ein mal seint wir getawffet worden
20 Nach rechtem cristenlichem ordeu,
Wie Cristus selb pefolhen hat,
Wie Marci an dem letzten stat."
Weitter fragt man sie an dem ent,
Was sie hielten vom sacrament.
25 Die zwo junckfraw antworten fort:
„Solt wir nit glauben gottes wort,
Darmit er auf-setzt vor seim ent
Das heillig frone-sacrament
1 Im fünften spruchbuohe, bl. 138' bis 139'. Der einzeldruck, für den die
verso Hicherlich als erklürung zu einem holsschnitte gedichtet wurden, ist nioht
erhalten.
325
Sein warhaftigen leib nnd plnet
In prot und wein, uns alln zw gnet?'
Pald sie die wort hetten pekent,
Wart erstlich Maria verprent.
6 Die pett fiir ire feint zw got,
Pefalch ir sei in letzter not
Anf Cristns leiden an dies ent
[bl. 139'] Got, dem vatter, in seine hent.
Also gedolticlich verschied,
10 Die nun pey Cristo rnet im fried.
Die jnnge, Ursula genant,
Wart von dem thirannen gemant,
Sie solte widemeffen eben,
So mocht sie pleiben pey dem leben.
15 Sie sprach : ^Solt ich gotz wort verlawgen
ümbs zeitlich lebn vor gottes angen,
Dardnrch ich ewig mnest verterben,
Vil lieber wil ich zeitlich sterben,
Das ich ererb das ewig leben.'
20 Nach dem det man ein rat ir geben,
Sie solt doch pitten nmb das schwert;
Pey der öbrikait wärt sie gewert.
Dmmb wolt sie auch mit nichte werben,
Sander anch wie ir Schwester sterben.
S6 Nach dem so wnrt sie auch verprent,
Pefalch ir sei in gottes hent,
Doch ist ir kainer leib verprnnnen.
Gros wnuder die lewt drob gewunnen,
Das es die groß fraidikait mercket
80 Der zwayr junckfraw, von got gestercket.
Das sie frölich lieden den dot.
Lob sey dem almechtigen got,
Der sein wort wider düngen thuet
Mit der glaubigen martrer pluet !
85 Dardnrch sein wort grüen, plue und wachs
Und sein frucht pring, das wünscht Hans Sachs.
Anno salutis 1545, am 5 tag Juli.
[bi. 140] Der en
I
pidem zw Corphw in
den 24 tag Marcj.
oeklieh pfesclucbt,
hat perieht
teui gründ,
riffliche Urkunde
dem landt,
I ]hw genandt^
1 dieses jar
Den vier-und-zwainziög tag- vürwar
Marci, die dHt Bttind auf den tag
p]in gros iingewitter ich sag
Und ein erschrocklich erdpidera kumen,
Der gleich kein mensch vor hat vernumen,
16 Hewser und thüern so starck erschüet
Eingeworffen und gar zwrüet
Und gar gelegt zw ebnem gründ.
Der gleichen auch in dieser stund
Der erdpidem zw-rüettet hat
20 Sittuni, ein mechtige stat,
Das kain stain auf dem andren plieb,
So grawsam sein erschuettung trieb.
Was menschen auch ergriffen hat
Der ertpidm in der ganzen stat,
26 Die sint verfallen und verdorben,
Ir sint auf drey-dawsent gestorben
Und siebenhundert auf die stund.
Sich thet auch auf der erden gründ
Und wart grewlich heraus er-giesen,
1 Im fünften spruohbuche , bl. 140 bis 140'. 20 Vergl. H. Oesterley,
llist.-geogr. Wörterbuch de« dtsob. mittelalters ii. d. w.
327
Ein groser wasser-strom her-schiesseo,
Hat also die ganz stat darch-loffen.
[bl. 140'] Der gleich hat der ertpidem droffen
Ain grose stat in diesem lant,
6 Die Novapatre ist genant.
Da ist auch von den hewsern allen
Wol die zway dritail ein- gefallen,
Anch ein grose snm volcks erschlagen.
Noch hat ain wnnder sich zv-tragen:
10 Ein flissent wasser pey der stat,
Exromea, das selbig hat
Zw-rüeck geflossen nngeschieden,
Die weil gewert hat der erdpiden.
Dergleich von dieser stat nicht weit
15 Sint eingefallen zw der zeit
Zway hohe gepirg, starck nnd gros,
Die statmawr zw Lepanto plos
An zwayen ortten ein-gerissen.
Da haben mit angstlichem gwissen
so Cristen, Jaden nnd die Düercken
All angefangen pnes zw wüercken
Mit fasten, petten nnd casteyen,
Umb hilff zw got cleglich zw schreyen.
Das er des jamers macht ein ent.
26 Also die ding verloffen sent,
Ein ernsthaftige gottes-straf.
Uns aufzwwecken von dem schlaf
Der snnden zw ainr waren pus.
Das verleich uns der herr Cristus,
30 Uns armen sondern allen-samen.
Wer das peger, Sprech mit mir amen!
Anno salutis 1545, am 7 tag Juli.
328
Esop
ayeu krae».
[bl. 153'] i
i
i
echt
knedit,
on fenen
nmeii,
ich uicUt gaumen,
nl
Wer sieht zwo kraen flueck,
Dem dewten sie gros glueck,
Und ein kra uberal
Dewt unglueck und unfal."
Esopns ging hinaus;
Auf dem paum vor dem haus
Sach er zwo kraen sitzen ;
Er ging hinein, mit witzen
Sagt es dem herren on,
Der det auch heraus-gon,
Sach ein kraen allein
Und kert zornig hinein,
Det zw Esopo sagen:
„Pueb, schalcklistig, verschlagen,
Wanimb hast mir gelogen?*
„Die ain ist hin-geflogen,"
Sprach Esopus, „die weil
Ich herein-ging mit eil."
1 Im fünften spruchbucbo, bl. 153 bis 154. (lodruokt als 79 schwank.
Vergl. MG 7, bl. 275 in der 8()ruchwei8e (leg Hans Saobs : Esopas mit der
kraen »Dioweil Esopus schlechte« 154 5 September 10. Quelle: SteinhOwels
Aesop (hg. von Fl. Oesterley s. 51).
329
Xantas ergrimbt in zoren
Pot sein knechten da foren,
Esopam sie abzaegent
Und in mit raetten schluegent.
6 Der dagt hart sein unschnld,
Lied es mit Ungeduld.
In dem kam in palast
Ein knecht and Ined zw gast
Xantum zw dem nachtmal.
10 Erst claget sein nnfal
Esopas and det jehen:
[bl. 154] „Zwo kraen hab ich gsehen,
Ain zaichen alles gaetten,
So schlecht man mich mit raetten -
16 Und mein herr hat allaine
Gsehen der kraen aine,
Ain zaichen im zw schaden,
Und Wirt zw gast geladen!
Derhalb so ist das glaeck
80 Walzent, sinbel and flüeck.*'
Als Xantas zoren>hitzig
Hört diese antwort spitzig,
Det er zan knechten sagen:
,,Hört in pald aaf zv schlagen!^
26 Hernach angschlagen pliebe,
Wie er uns selb peschriebe.
Also auf ertereiche
Get es noch ungeleiche:
Aim ist nnfal pescheret,
80 Der ander wirt geeret;
Aim frewd, dem andren schmerzen;
Das Sprichwort sagt mit scherzen,
Das ainem wirt das haile,
Dem andren wirt das saile
36 Also ir idem wachs
Glueck odr fal, spricht Hans Sachs.
Anno salntis 1545, am 10 tag Septembris.
380
Die müeck mit der amais. Ein kampf-gesprech.
Ein amais und ein fliege
Die hetten ainen kriege
Die müeck fing an zw rüemen,
6 Sich zw loben und plüemen
[bl. 154'] Ir freyheit und gewald,
Die sie het manigfald
Sprach zw der amais reich:
„Mainst, dein lob sey mir gleich?
10 Dw wonest in der erden,
Durstig, vol mit peschwerden,
So flewg ich uberal
Umb in der füersten sal.
Dich nert ain waizen-koren,
16 Ich pin edel geporen,
Is künicliche speis,
Gekocht mit allem fleis,
Wilpret und köstlich fisch.
An des küniges disch
2u Drinck ich ans guelden schaln,
Rainfal ans den bocaln;
So sawgstw aus der erden
Die fewchte mit peschwerden
Pleibst stetz in der ainöd,
26 Erewchst auf der erden schnöd.
Mit fliegen ich durch-wander
1 Im fünften spruchbuobe, bl. 154 bis 155. Vergl. den meistergesang in
der spruohweise des Hans Sachs: Mueck luit der amais »Ein ameis Tnd ein
fliege« 1545 Juli 127 (MG 7, 212). Quelle: Steinböwels Aeiop nr. 37 (hg.
ron II. Oesterley s. 130V Erweiterung sieh in den fabeln und sohwinken
'^5. Nochmals kam II. Saohs auf den gegenständ band 17, 475.
381
Von aim haus in das ander:
All weit thw ich dnrch-Bchawen,
Und auch die schönen frawen
Anflewg ich mit verlangen,
5 Kues ir röslichte wangen
Leb roüesig, frewden-reich.
Dw pist mir angeleich.''
Die ameis sprach hin- wider:
,I)w »chant-fogel unpider,
10 ])w rüembst dich deiner schant;
Unwerd pist in dem lant,
Deinr zwknnft nimant geret.
[bl. 155] Von dir werden peschweret
Fiech nnd lewt mit nnwillen;
15 Dein muetwillen zw stillen,
Pist schedlich allenthalben,
Verterbst confect und salben.
Des thnet man dich vertammen;
Peitschen, wedel und schwamen,
so Darmit duet man dich schlagen
Erwürgen und verjagen.
Im Winter pistw nimer;
Ich aber lebe imer
Frölich, sicher und gsunde,
26 Emsig mit arbeit mnde,
Vil pesser den dw, flieg."
Darmit ent sich ir krieg
Thnet Esopus ansprechen.
Darmit stapft er die frechen,
80 Die sich ir schalckheit rüemen,
Ir laster lobent plüemen,
Frnm, redlich lewt verachten,
Die der tagent uach-drachten.
Die sich mit arbeit neren
85 In redlikait and eren.
Anno salutis 1545, am 11 tag Septembris.
[bl. 155'
Der 1
Ei]
Dl
Dt
Uli
Als
De
Ur
Diu
^eieret was.
ieb gewon,
n mon.
r in die aUt,
ewrin drat
groae iieb.
r auß im dHek
m Sprach: ,Ir pfaffen eeit Icarga htind.*
Er sprach: „Forder zw dieser stund!
Wilt ein stueck flaisch vom pachen mein,
Ein par schuech oder güertelein?"
Sie sprach: „Das hab ich vor aufs minst.
15 Wolt ir durch lieb mir thun ain dinst,
So schenckt mir pehemisch ain schock,
Das ich von Juden lös mein rock."
Er sprach: „Des wil ich sein verpflicht,
Doch hab des geltz ich pey mir nicht."
20 Sie sprach : „Get hin und pringet mir,
Wolt änderst pey mir schlaffen ir!"
Der pfaif sprach: „l^y, es würt zw lang!"
Sein korock von dem halse schwang
Und gab ir den die weil zw pfant;
2ö Spert in ain kestlein in zw-hant,
Ging mit dem pfarer in den stal.
*
1 Im fllnften »pruchbuche, bl. 155 bis 156. Gedruckt in den sämtlichen
Bcbwänken als nr. 80. Vergl. MG 7, bl. 284 in der abenteuerweise des Hans
FoU: Der pfarrer mit dem korrock »Ein pfaror auf eim dorfe sas« 1645 Sep-
tember 22. Quelle: Steinböwels Decameron 8, 2 (Keller s. 469). 22 MG
wUrt. S wer. 24 MG die. S ain.
388
Als dich ir fi^wd ent üeberal,
Da stund der pfarer wie ain plock
Und drawret ser nmb sein korock,
Drawt in zw lösen nimer-mer;
6 Die pawren opferten nicht seer,
Ging haim, erdacht ain liste schlecht,
Der nmbsnnst im sein corock precht,
Und schicket zw der pewerin
Sein schöeler nmb ain morser hin,
10 Er mfiest kochen auf etlich gest.
Die pewerin den schalck nit west
Und liech im iren mörser pald.
Als nnn haim-kam der pawer ald,
Der pfarer het sein spech. Als sas
[bl. 156] Der pawer an dem disch nnd as,
Schickt er den mörser im zw hans
Und hies im geben wider raus
Sein korock, den er ir zw pfant
Dmmb geben het zw drewer hant.
90 Die pewrin erschrack der geschieht,
Dorft doch des wider-sprechen nicht.
Der pawer ab der red erschrack.
Sprach zum weih: ,Dw zwnichter sack,
Mues der pfarer pfant geben dir?
26 Schant ich mein nicht, gelanb dw mir,
Ich wolt dich plewen, dw holzpock.
Schick pald dem herren sein korock!*'
Die pewrin schnürt zornig hinab
Und dem schüeler den korock gab
80 Und sprach: ^Sag deinem pfaffen gleich,
Meinn mörser ich im nimer leich.
Der dewffel im sein stempfei hol!^
Des lacht der pfaff, gedacht im wol.
List man mit list vertreiben mas,
S6 Schreibt Johannes Bocacins.
Anno salutis 1545, am 22 tag Septem bris.
24 8 pADt. 31 ? Meinn. S Meim.
Der krieg lier
[bl. 159']
Na
Df
W
Ai
ViF
vii
Eti
von Pran lisch WBig.
rt pericUt,
von Praußöchweig
h atizeig,
rembden namen
pracht zw-samen,
m »old verliies,
1 lie«
Kl Seins landB, daranß er war vertrieben,
Wie-wol es nicht darpey wer plieben,
Het nit gesamlet auch ain beer
Herzog Hans und der lantgraff mer,
Die niuesterten und gaben gelt,
ir. Schluegen pey Nortbeim sieb zw feit.
Octobris am ain-und-zwainzigisten
Unib miternaclit zuegens mit listen
Aus dem leger ganz stil vor tag,
Kamen, da berzog Hainrieb lag
•20 Pey Kalfelln in zw ueberfalln.
Sein wacbt drung man im ab vor alln.
Erst wurt ain lerman in seim beer.
Er scbickt drey fenlein ant lantweer,
Aber sie wurden abgetrieben,
i>r, Die becken wir aucb nider-bieben,
Pracbten aucb unser gscbuetz ins feit,
Darmit man berzog Hainrieb streit.
Das er gab gmecblicb bin die fluecbt.
l Im fünfton gpruohbuche, bl. 159 bis 160'. Vcrgl. U. v. LiUencron, Die
historischen Volkslieder iler Deutschen. Vierler band. Leipzig 1869. 8. 264 f.
20 Calefeld.
885
Weil man in aber hart haimsaecht
Mit dem geschnetz zw paiden seittn,
Da gab sein füesfolck erst ein weittn
Und zog stracks darfon mit dem dros.
6 Wiewol sein fyer gschwader zw ros
Hielten sich etwas lenger anf.
Aber der hacken- schüetzen hanf
[bl. 160] Drieb sie, and heftig in sie setzt,
Derhalb sie schickten an der letzt
10 Ein potschaft zw herzog Moritzen,
Zw handien in der sach mit witzen.
Darauf sich herzog Hainrich vor
Mit seinem suen Earel Victor
Gestelt hat ins lantgrafen bent,
ift Die wurden paide an dem ent
FOerstlicher gfencknns angennmen,
Ein gnette richtnng zw peknmen.
Anf Gandershaim sein volck bin-wich.
Schickten znm lantgraffn hinter sich
10 Etlich rottmalster und pefelchs-lewt.
Ob ir berr herzog Hainrich hewt
Sich geben het, wer gfangen wom,
So betten hart zwsamen gschworn
Die lanzknecht und die rewters-knaben,
25 Sie wolten ir pezalung haben.
Wider schickt man in diese pos,
Das sie zw fues und auch zw ros
Von spiesen rissen alle fannen
Und des nechsten tages von dannen
30 Selten zihen zertrennter weis,
Sunst würt man sie all machen preis.
Sie aber haben nicht geweit,
Ir raysig zeug hat sich gestelt
In ain Schlachtordnung zw dem hader.
36 Pald die lautgrefischen geschwader-
Rewtter ankamen an der letzt,
Wurt dem raissing zeug zv-gesetzt.
Darumb er sich hat pald ergeben,
Zw Stelen sich gen Cassel eben
[bl. 160] Auf den künfting sant Marteins-tag.
Die fuesknecht aber vor aim hag
336
Hetten ain fortail aingennmen,
Unser rewter sint hinter sie kamen
Und detten sie ^wältig nmbringen,
Vom holz in das weit feit zw dringen.
6 Da wnrden sie so hart geplagt,
Das sie erst haben zwgesagt,
Das sie ganzer sechs monat lang
Nicht dienen wolten nach aoßgang
Wider diese zwen lobling füersten,
10 Welche nach grechtikait was dnersten
Namen wider Schlösser nnd stet,
Die der feint geprant-schatzet het,
Herzog Hainrich und anch sein snn
Gen Cassel wart gefaeret nan.
16 Da Wirt erst vil haimlikait offen.
Also hat sich der krieg verloffen
Pisher, and kambt ein weittre pos,
Sie sey zw fnes oder zw ros,
Die wil ich each aach nit verhalten;
90 Anf dismal lassen wir got walten.
Anno salutifl 1545, am 13 tag Novembris.
7 ? Das. S Sas. 12 S geprant sohaohet. 20 8 wir«.
387
[bi. 186T Das sehön päd.
Eins abenz kam ich ungeladen,
Alda ich fand sechs frawen paden
und darzw auch zway klaine püeblein
6 In aim artlich klainen padstueblein.
Die fnenf ganz adelicher art,
Geliedmasiret schön nnd zart.
Die erst vor dem päd offen lecket
Ir prnestlein, weis und nnpedecket,
10 Die ander sich wuesch, die drit krawt
Ir milich-weise, linde hawt,
Die virt kempt ir goltfarbes har.
Nach dem nam ich der füenften war:
Ein adelich, jung, zarttes weib
ift Mit eim ganz wolgestalten leib,
Die knockt am poden und det krawen
Und waschen an der sechsten frawen,
Die war gefarmbt wie ain sewdrock,
Geranig wie ain anpeis-stock,
so Ir hawt war schön wie milch and pluet,
Das man darch kolsack drüecken duet,
Ir münd rot wie ain oflfen-herd,
Het zenlein wie ein ackerpferd,
Ir angen Stacken grieben vol,
26 Ir nasen war geputzet wol,
Gefurmet wie ein leschhorn.
Bot, prait und hanget ire orn,
Ir hals vol kröpf wie puterweck,
Ir pruestlein wie zwen pfeiflfen-seck ;
*
1 Im fUoften Bpruchbuohe, bl. 186' bis 187. Als 81 schwank gedruckt.
Der einxeldmek, der naob dem großen register in S 5 vorbanden war, ist nicht
erhalten. 18 7 sin] fehlt 8. 20 S milich. 28 S puterwerck.
Haas Sachs. XXII. 22
888
Auch hetz zwen packen wie ein pfeiffer
und kolbet finger wie ein Bchlewffer,
Ir arm gleich ainer wagen-nab,
Ir har golt-gelb gleich wie ein rab,
b Ir hintergstel wie ain Enzer wagen,
[bl. 187] Ire knie wie ain sew-magen;
Wie zwo pirstäetzen waren ir schenckel,
ünden am dicksten nmb den enckel,
Ir flies gefurmbt wie ein weschplewl,
10 Ir gsicht lieblich wie ain stockewl,
Ir hawt lind wie ein herin sack;
Gleich einem pock het sie ain gschmack
und pmmet wie ain alter per
Als, was man ir solt langen her.
16 Gleich ainem alten pferd sie kraist
Und ainer sew grolzet und faist,
Gleich eim misthawfen sie da sas.
Wie ain drecktar geformet was;
Auch sach ich gar vil spital-plümen
20 Herliegen nmb die alten mümen.
Dacht ich: Dw solst mit deinem leib
Aim wol erlaiden alle weih.
Also an nrlanb ich abschied
Und lies sie in dem päd mit fried.
Anno salutis 1545» am 1 tag Decembris.
839
Der edelmon mit dem narren nnd der warheit.
Ein edelmon vor manchem jar
Ein witib auf eim schlösse war,
Der-selb ain jungen narren het.
ft Wen der junckherr ausreitten thet,
Knecht nnde maid zwsamen sassen,
Das peste sie dmncken nnd assen.
Wen den der junckher kam zw hans,
Weil in der narr half zihen ans,
10 So sagt er dem junckherren an,
Was knecht und maid hetten gethon,
Wie sie zw-sam waren gesessen.
Was sie hetten druncken und gessen.
Als den der Juncker in spotweis
15 In aufruepft paide dranck nnd speis:
,Wie hat euch dis und Jens geschmecket?*
[bl. 189] Und all ir haimlikait aufdecket,
Sie darzw auch gar uebel schalt,
Das sich paid schempten jung und alt.
20 Zwsam sprachen die ubertretter:
«Unter uns mues sein ain veretter."
Also das los fiel auf den narren,
Über in machten sie ain karren.
Als der junckher wider ausrit,
36 Schlempten sie nach dem alten sit.
Der narr wie zw-vor pey in saß,
Auch mit in schlemet, dranck und aß.
*
1 Im ftnftan ipraebbaehe, bl. 188' bis 189'. Gedruckt als 82 schwank.
VergL MO 8, bl. 7 im roientoDe des (Jans Sachs: Der narr mit der warheit
»Ein edelmon vor manchem jare« 1545 December 10. Quelle: Pauli nr. 1
(H. Oeiterlejr f. 15 nnd 473). Vergl. band 9, s. 521 bis 523.
22 ♦
340
Darnach fürtens den narren nnden
In keller und mit stricken pnnden
In mueter-nackat an ein sewl.
Der narr hneb an ain gros gehewl.
5 Sein leib mit metten im dnrch-schwnngen,
Das im die Sirenen rott aa&pmngen.
So oft im ainer gab ein haw,
So sprach er zw dem narren: „Schaw,
Se, se, se! das ist die warheit,
]o Die dw dem jnnckhern sagst alzeit.
Das ist die warheit! se, se, se!*'
Der narr schray: ,Duet den also we
Die warhait, so wil ich nnn sagen
Eain warhait mer pey all mein tagen.''
15 Nach dem der junckher kam zw hans.
Als aber in der narr zog ans,
Sprach der herr: ,Sag die warheit an.
Was maid und knecht die weil hat than!
Sint sie nicht aber zam-gesessen,
90 Haimlich gesueffen und gefressen?*'
Pald der narr hört die warheit nennen,
Schrir er lawt: ,E lies ich mich prennen,
£ ich wolt sagen die warheit,
[bl. 189'] Die mir so pitter vor der zeit
26 Wort binden auf mein rueck geschrieben,
Die pnchstabn sind daranf noch plieben.'*
Der Juncker zog den narren ab,
Erst er im selb gelawben gab,
Sach auf seim rueck die rotten strimen,
80 Geschlagen mit ruetten und rimen.
Nach dem der narr legt auf den münd
Sein ünger und schwieg alle stund.
Verprentes kind forcht noch das fewer;
Also wie fert pleibt es noch hewer:
86 Wer alle warheit noch wolt sagen,
Der wärt auch hart mit ruetten gschlagen.
Das kain unratt daraus erwachs,
Ist schweigen guet, so spricht Hans Sachs.
Anno salutis 1545, am 10 tag Decembris.
841
Der karg abt.
Es was eins-mals ein karger abt.
Den kergsten münich er pegabt
Mit dem ambt der gastmaisterey,
6 Der prawcht sich karckheit mancherley:
Wer im kloster herbergen det,
Gar ein schmale nacht-zernng het.
Eins abentz spat ein Sprecher kam,
Der in dem kloster herberg nam;
10 Wan es gestift war die abtey,
Die armen zn herbergen frey.
Der karg gastmaister ob-perüert
Den gast in die hant-stueben füert
Darinnen war ain wäest gestenck.
15 Da muest er essen anf der penck,
Ein arme süpen er im gab,
Ein nngmacht krawt, darmit schabab.
[bl. 190] Darzw gab er im ain grob ju-ot,
Ein sawer pier im darzw pot;
20 Alda er in der finster sas,
Und an ain Hecht das nachtmal as,
Und die nacht anf der pencke lag,
Sttind auf, als es was heller tag.
Und dacht doch, wie dem gastmaister
26 Möcht guetter herberg dancken er.
In dem crewz-gang sach er den abt,
Dem er demüeticiichen gnabt,
*
1 Im fünften spraohbaohe , bl. 189' bis 190'. Gedruckt als 83 schwank.
Vergl. MG 8, bl. 15 in der abenteuenreise Hans Folzen: Der karg abt »Es
war ains mala ein karger abt« 1545 December 17. Quelle: Pauli nr. 60
(H. Oasterley s. 31 und 480). Vergl. band 9, 524 bis 526.
r
842 ^M
^^^^^H Sprach: „Ich danck ewren gnaden vast, ^H
^^^^^^ Das ir mich imwirdigen gast ^H
^^^^^^H So köstlich herber^t habt die nacht. ^H
^^^^^H Ewer gastmaister hat mich pracht ^H
^^^^^H & In aiii Bcliön gedeffelten sal, ^H
^^^^^H Darin äsen das nachtnml, ^^M
^^^^^H Assen weisprot, wiltpret nnd fisch^ ^^|
^^^^^H Dreyerley wein het wir zw disch. ^H
^^^^^^H Da schlempt wir pis auf metten-zeit ^^M
^^^^^H 10 Darnach war mir ein pett pereit, ^H
^^^^^H Als ob ain füerst Bolt liegen dron; ^^H
^^^^^H und als ich hewt l'rüe wolt darfon, ^^|
^^^^^H Gab er füenf patzen mir ^w echenck. ^H
^^^^^^H In eren ewer ich gedenck, ^^M
^^^^^H iB Wo ich zeuch in dem lant mein Btraa! ^H
^^^^^H In zwetff jaren lebt ich nie pasl^ ^H
^^^^^H Darmit zog hin der frnme gast. ^H
^^^^^^H Der abt wort des entruestet vast ^^M
^^^^^^m Und wurt dem gastmaister ser gram, ^H
^^^^^^B »0 Als man in das capittel kam, ^^M
^^^^^H Den gastmaister der abt anclagt ^H
^^^^^H Der ding, wie der gast het gesagt. ^H
^^^^^H Der gastmaister der langnet ser; ^H
^^^^^H In aber halif kain gegenweer; ^H
^^^^^H 86 Mit rnetten man in üebel hawt, ^H
^^^^^^B Das ampt im weitter nicht vertrawt ^^M
^^^^^H [bl. 190'] Und ain andren gastmaister setzt, ^H
^^^^^H Den er auch ser kercklich verhetzt. ^H
^^^^^H Daromb ist es arg: ^H
^^^^^^P 30 Wer reich ist und darpey doch karg ^^M
^^^^r Und des essens nimant vergan, ^^M
^^^H Der wird veracht von idermon, ^^M
^^^^^^ Freünt uude feinde in vexirt. ^^|
^^^^^ft Wer so zw aioem nerwotff wirt, ^^M
^^^^^H 36 Das er nit geren siebt, ^^M
^^^^^^B Dem-selben dest wiierser geschieht. ^^M
^^^^^^ Anno salutiB 1545, am 17 tag Decembris. ^H
848
Die epthesinmit der praech und dem jangen nttenlein.
Ein frawen-kloster war
In Lampartten vor jar,
Darin von edlem gtam,
6 LiBabeta mit nam,
Ein junges nünlein was.
Das het lieb nebermas
Ein jungen edelmon,
Der auch in liebe pron.
10 Doch ir lieb nit genossen;
Das nänlein war verschlossen.
Doch er ain sin erfand,
Zw ir ein-steigen künd
Pey der nacht one drawem
15 über die kloster-mawem
[bl. 206'] und pflag mit ir der lieb,
All nacht das-selbig trieb.
Eins nachtz die kloster-frawen
Waren haimlichen schawen
so Den Jüngling pey der nanen:
Gros eiffer sie gewunen.
Die eptesin sie weckten,
Den handel ir enteckten.
Wie das nüenlein im pette
26 Ein Jüngling pey im hette.
Die eptasin nngschlaffen
Lag auch pey einem pfaffen,
In zoren wart pewegt
1 Im fanften spruohbaehe, bl. 206 bis 207. 85 sohwank. Vergl. MQ 8,
bl. 32 bis 33 in der sprach weise des tJans Sachs: Die epthesin mit der praech
»Ein frawen eloster wäre« 1540 Januar 30. Quelle: Boccaccios decameron IX, 9
(Keller, 8. 551). Sieb auob Barkb. Waldis, Esop IV, 33 (Heinr. Kurts. 161).
344
Und eilleQt sieli anlegt^
Erwiacbt des pfaffen pruecli
Für ir schwarz weilkr-tncli
Und legt es auf ir Imabt
6 In der fingier (gelaabt!),
Ging eJUent unpesunen
Aufs sclilaßliatis mit den nnneD,
Dem niinlein für s^in scelleD.
;em pellen
kjH f die thiier,
^^^ are spüer.
^^^ liji capittel
^ä i Ir mittel
^V rawriclicheo,
^B| forcht erplichen.
» an-fner,
M , zeniclite hner,
r .. ^ l^ci III acht zw schant
Das closter in dem lant:"
so Das nünlein künd nicht lawgen,
Hueb drawrig auf sein äugen
Und det die pruech ersehen
[bl. 207] Auf irem haubt, det jehen:
„Fraw eptasiu, auf glauben!
2f> Die pendel der nacbthauben
Piud auf, die euch da foren
Hangen ueber die oren."
Die andren kloster-frawen
Detten all auf sie schawen,
30 Wurden gewar der pruech,
Die für ein weiller-tuech
Auf irra haubt lag. Der Sachen
Fingens all an zw lachen.
Die eptasin nauf-grieff
35 Und ersewfzet gar tieff,
Sprach: ^Kewsch sein ist unmüeglich.
Drumb mag ein ide füeglich
Ein aigen puelen haben."
Nach dem sie sich pegaben
40 All auf die pulerey,
Wart in erlaubet frev.
845
Dramb hört man noch von viln,
Das das convent mag spiln,
Wen der apt würffei legt:
Pocacins auslegt.
6 Drnmb, layen oder pfaffen,
Wer ander lewt wil straffen,
Der schaw, das er selb sey
Strafparer laster frey,
Das im sein schant nicht wachs
10 Daraus, das wünscht Hans Sachs.
Anno salutis 1546, am 30 tag Januari.
Der iz-kram.
Olli:
Her, liwenz kawflfen wöl!
Ein ,ji werden söL
h Fftll uttu - ?ch&cUwenz und gaet priUen,
OariDJt man mag die kyen stülen,
Das man sie mit den prilten laich
Und pstreichs mit den futscbscbwenzen waicb.
Der babst spricht:
lu Der gröste fuechschwanz zimet mir,
Weil ich die gaistlikeit regir,
Das ich im weltling: regiment
[bl. 211] Kaiser, künig und füersten plent.
Der oardinal spricht:
15 Heilliger vatter, ich ste dir pey.
Gar guetter fueclischwenz dörft ich drey,
Darmit ich im conciliiim
Erhalt das römische pabstum.
Der pischoff spricht:
20 Der fuechschwenz dörft ich auch wol fier,
Weil ich auch laut und lewt regier,
Auf das ich in meinem gewalt
Gaistlich und weltling stant pehalt.
1 Im fünften spruohbiiche , bl. 210' bis 212. Zuerst als cinzeldruck er-
i^chienen, der noch erhalten ist und in der bibliographie im nächsten bände bo-
ächrieben werden soll. 23 E weltlich ständt.
^1
^^r ^ ^^^^^^^^^1
^^^^p
■ Der tbumlier sprieht: ^^^^H
^^^^^^^^
Gebt mir, thnmliern, aücb ain faecbschwanz ! ^^H
^^^^^^H
Mein andacbt gibt gar klaiiien glänz. ^^H
^^^^^^^B
Mit dem fuechschwanz stel icb micb frum, ^^H
^^^^^^^^^H ^
Pis das icb erlang das pistnm« ^^M
^^^^^1
D«r etrfflelit-mllDtcli: ^^H
^^^^^^m
0 aines fncbscUwantz dorft icb wo], ^^|
^^^^^^^B
Wen icb dawB tbermioiren sol; ^^H
^^^^^^^m
Pauern nnd pewrin sint mir res, ^^H
^ 10
Wen ich samel ayer und kes. ^^M
^^^H
Der oartewser spriobt: ^^H
^^^^H
0 tbnet mir anch ein fnechsobwan^ geben ! ^^H
^^^^^B
Im schein ftier icb ain strenge« laben; ^^H
^^^^^B
Im berzen icb die weite trag: ^^H
^^^^^^H
Des fncbBcbwanz icb oit gratten mag. ^^H
^^^H
Der parfflser spricht: ^^H
^^^^B
Ein fuchschwanz det mir wolgepüereii ; ^^H
^^^^^H
leb aber darf kain gelt aiirüeren, ^H
^^^^^M
Da scbiiet icb dirs vom erbel rab, ^^M
^^^^^H
Das icb nur anch ein fncliscliwai^z bab. ^^|
^^^H
Der prediger-mtlnicb spricht: 1
^^^^P
Kremer, lan^; her der füchscbwenz drej ^^H
B^ [bl211]
Darmit icb müeg mein gleissnerey ^^|
^^^m
Schmüecken in allee werck und Worten, ^^H
^^^H
Pej den layen an allen ortten. ^^H
^^L^
Der hantwercksmon spricht: ^^H
^^^^H
Ir herrn, scbawt auf die pscbornen knabeti, ^^|
^^^^^M
Sie wollen alle fnechschwenz baben, ^^H
^^^^V
Darmit sie scbmaicblent qns petriegen, ^^H
^^^^P
Anf iren dant und pscbies uns piegen. ■
^H 4 E fo ttreitih j
mh laog. 5 B dfts Bittam erUng. t3 E ich Kan- ^^M
^Biwger Üben.
\ E trag ieh dtHsb die weit. 15 E^] Mein ruchsfiobvrAOtt ^^H
P^b leb finb keio folt. 30 Dar oiDzeldruck bringt die dem krümer in den ^^H
r mood gelegten ferse* die 8 nebon s. 346, 5 bii 8 giebt, erst iibcb 20. ^^^
^^^ S gteiiDOre^.
i
348
Der pnrgor npnohts
Pawer, sag, was retzt den dw?
Der pschoren hawff nempst deglich zw,
Narrt mit Beim fnechschwanz man und weib
» Drewgt nna nmb er, guet, sei nnd leib.
Der pawer spricht:
Ich denck des sprichwortz nnpetrogen:
Wen man gar zw hart spant den pogen,
So mues er von not-wegen prechen,
10 Der-gleicb mag icb von gaistliiig sprechen.
Das nttennlein spricht:
Hainz, hörst w, was der pawer spricht?
Nun pleib ich in meira closter nicht,
Wil baim zw meinen trennten wider»
16 E nnser orden falJ darnider.
Der narr spricht:
Dw thnest recht, niinnlein, mich verste!
Knmb in den orden, haist die e,
Den bat got sei her t ein -gesetzt.
•I Wer waiQ, wies noch wirt gen zw-letztl
Bar Hegeat nolprasder spricht:
Ach, warumb stöBtw mich darnider
und schlechst mich mit dem fnchBchwanz wider ?
Waist nicht, ich pin ain gaistlich mon;
ift Des pietw in dem schweren pon.
|bl. 212] Die obrikeit spricht:
Ach, dw hast nns lang mit petrogen,
Den fnechschwanz durch das raawl gezogen,
Mit hewchlerey pistw pesessen:
so Ich mu8 dir, wie dw hast gemessen.
Anno »aluti» 1&4(5, am 10 tag Febraari.
3 doglioh] E trufflich. 10 E Du* m%g ich von dfio.
849
Der zwainzig gdtter aigensehaft.
Demogorgo, der götter vatter,
Jupiter ist der höchst woltatter;
Lana zw nacht das ertrich fewcht,
6 Apollo ans den tag erlewcbt,
Cibela all götter gepar,
Pan erfünd die rorpfeiffen gar;
Diana ein göttin des jaides,
[bl. 217] Ceres ein göttin des gedraides;
10 Satnmns pringt laid. und ungfel,
Pinto ein richter ist zw hei,
Mercnrins der götter pot,
Jnno den schwangern hilft ans not,
H6rcnles wärgt der thier an zal,
15 Ynlcamns schmit die donerstral,
Mars ist ain got der krieges-heer,
Neptnnus ein got nebers meer.
Thetis anch die merwaser trieb,
Venus ein göttin ist der lieb,
20 Cnpido zänt die lieb alzeit,
Minerva göttin der Weisheit.
Die halten rat, wie sie in schaetz
Erhalten möchten gmainen nuetz,
Weil er ist kranck und döttlich wund,
25 Das er werd wider frisch und gsünd.
Anno salutia 1545, am 23 tag Marci.
1 Im fünften aprucbbaobe, bl. 216' bis 217. Der ein seid ruck , der nacb
dem grolSen register in S 5 vorbanden war, ist nicht erbalten. 5 ? erlewcht.
8 erlewcbtet. 24 er] feblt 8.
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gegen dem tirannen ^M
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Policrate zw
krl&^ßvt, H
Auf das er raocnt gesiegen,
Wollen sie helffen all
Zw des tirannen fall.
Solch ir pit und pegeren
16 Dettens nach leng ercleren
Mit weitlauft igen wortten
Zirlich an allen ortten
Nach rethorischer kuenst,
Das in aus lieb und guenst
20 Ein guetter abschid wuerd
Vom künig obperürt.
Solch ir oracion
Vor küniclichem tron
War zw lanck und vertrossen.
25 Der künig rais ein possen
[bl. 245] Der potschaft an den ortten
Mit nachfolgenden wortten:
„Ir habt gerett so lang.
1 Itu fünften spruohbuche, bl. 244' bis 245'. Vergl. den uieistergesaDg in
der epruchweiae des Hans Sachs: Die lang oracion »Cleomenes regiret« 1546 Juni 28
(MG 8, bl. 121 bis 122).
861
Web ir sa^ von anfting,
Deb hab ich schon vergessen.
Drnmb kan ich nicht ennessen,
Was ir fürpracht im mitel,
6 Weil mir feit anfangs-thitel.
Was aber ir zw-letz
Mir nach enrem gesetz
Nach leng hapt nntericht,
Das-selb gefeit mir nicht.
10 Drnmb wird ich das nit thon.
Sagts ewer herschaft onl''
Als er die antwort gab,
Schieden sie wider ab,
Dnt Plntarchns peschreiben.
16 Darmit dnt er nns dreiben,
Das wir in allen Sachen
Der wort zw vil nit machen
Weil mon doch saget rnnd,
Zw vil sey ungesund,
M Sünder mit kurzen wortten
Schliessen an allen ortten,
Verstentlich, deutsch und dar,
Notürftig, näetz und war,
Wie uns auch sagen thuet
» Das Sprichwort: kuerz und guet!
Auch in schreiben und dichten
Sei sich ain ider richten.
Ein gedieht kurz zw fassen,
Den ueberflus thw hassen.
80 Ein lang gschwetz ist unüetz,
Man Wirt sein gar urdrüetz,
[bl. 245'] Wie man sagt in eim possen :
Gar zw lang macht vertrossen.
Anno lalutis 1546, am 28 tag Juni.
352
Ein clagred Dewtschlandes und gesprech mit dem
getreweü Eckhart.
Als man zeit ftinfze hundert jar
Und secliB-aBii-virzig, gleich da war
& Ich in dem prachman ans-spaciren,
In einem griienen wald refieren.
In dem ich verr von mir vemim
Von ainem weib ein cleglich stim.
Als ob sie wer in kindes-nöiten
10 Oder eiD raörder sie walt dötten,
Die mich im herzen fliet erparmen.
Icli eillet zw dem gscliray der armen j
In dem sach ich ain dapfer weib
Erlicher gstalt, mit schwangrem leib,
i& Das want sein hent nnd rawft sein har.
Aach sach ich eillen zw ir dar
Ein waltprnder, den ich wol kant,
Der was der trew Eckhart genant
AIb der zw ir kam e wan ich,
20 Da schlich ich nnn nnd verparg mich
In ein gestewdig in der nech,
Zw b5reii ir paider gesprech.
Tr6W Eekbart.
Der trew Eckhart fing also an:
sr. ^Germania, wer hat dir than,
♦
l Im fünflao «prntihbuohe , b). 345' bis 24S'\ Der elnseldruck ^ d«Q diu
baoptragiitur in S & oicbt anxeigl, tflt erhalten. Nach dum oinzigen «seuipliira
hat K. 7. Liltoucrün, Di» hi«tort$cbeD f tilkslitider der Deutiob«D. Vierter batid.
Leipig t8A9. «. 290 bii .^01 dai lcAm(»rgQspräflb wieder gedraokt, N^cb dor
handiobrifl bat ea luerst verüffeotjiebt Carl Dreiobor in seinen Studien ku
lian» SiMibft. I. Derlin 18U0. ». OU bis lOö; vergl. daxu s. 47.
368
Das dw 80 gar deglichen schreist,
[bl. 246] Als ob dw hart penotigt seist?
Sag mir aaf trawen, was dir pricht.*'
Sermaaia«
6 Das weib sprach: ,,Ey, sichstw den nicht
Das gros wetter am himel sten,
Das alles üeber mich wirt gen,
Mir zw nnentlichem yerterben?''
lekhart.
10 Der Eckhart sprach: , Wer sint die herben,
Die sich an^^äomen wider dich?''
' Ctormania.
Das weih sprach: „0, es haben mich
Die heiischen flües gar nmbgeben,
15 Und der mich solt peschüetzen eben.
Der pegert mich selb zw zerstören.*'
SeUart.
Er sprach: ,Wer thnet sich den entpören
Wider dich nnd ist dir zwitrechtig?*
so Bermania.
Sie antwort: ,Der adler grosmechtig,
Der-selb sein klaen hat gewetzt,
All sein vermüegen daran setzt,
Als ob er mich gar wöl verdempfen.**
S5 Eckhart
Der Eckhart sprach : „ Wil mit dir kempfen
Der groß adlar? das glawb ich nicht,
Weil dw im forhin pist verpflicht
Gehorsarolich und unterthon,
so Auch trewlich helffen widerston
Den seinen feinden pis aufs pluet,
Darob gewagt leib, er und gnet
Nach pflichter schneid und denoch mer,
Im auch pewissen alle er,
[bl. 246'] Wie dem grosen adlar gepüert,
Hmm SMhs. XXII. 23
r
^H
^^^^^^H Das er aucli pey dir hat f^espiiert, ^^H
^^^^^H Warumb wolt er dich den pelaidigenV ^^|
^^^^^^H Drurnb glaab EJcht. den luegbafting daidigen, 1
^^^^^H Um der adlar wider dicli Cliw.^ ^^fl
^^^^^^H ^^1
^^^^^H Germania die sprach: „Hör zwi ^^|
^^^^^^H Es ist laider zv war, ^^|
^^^^^^H FyB hat ^eweret lange jar, ^^|
^^^^^H Das vil pratic gemacht sint worn, ^^H
^^^^^^H 10 Über mich bainiüch zam geücliworn, ^^|
^^^^^^H Doch offen wurden aller-DiaRen, ^^|
^^^^^^H Vergingen, wie die waser-plafien : ^^^
^^^^^^H Aher itzt wirt das redlein gon,*^ ^^^
^^^^^H ^^M
^^^^^H li Er sprach: „Was hast dem adler thou? 1
^^^^^H An tirsach er dir nichBcn ihuet, 1
^^^^^^H Wan er hat ain fridlichen mtiet ^^H
^^^^^^H Und ser ein freoBtliches gemüet/ ^^H
^^^^^^H ^1
^^^^^H 20 Sie sprach: ^Ich kenn sein trew und gtiet
^^^^^H Und wai8, das er vür sein person
^^^^^H Hir noch kain herlein rüeret an,
^^^^^H Wen nicht so ¥il verhetzer weren.""
^^^^H
^^^^^H 3fi Kr sprach : ^ Wer sinds ? das west ich gern.^
^^^^^H ^^M
^^^^^H Sie sprach: ^Die fledermena und ewlen 1
^^^^^H Detten sieli lang aeber mich mewlen; 1
^^^^^H Die nachttogel liali ich ernert 1
^^^^^H 1(1 Müeterlich, und reichlich verzert 1
^^^^^^H Mit dem faisten marck in dem lant, ■
^^^^^H In meiner schoä, mit meiner hant, 1
^^^^^H Die mich pillich sollen vertretten,
^^^^^H [hl. 247] In frid und ainikait pesietten,
^^^^^H iu Die r]clit€n mir s£w den unfried.^ i
855
Er sprach: ,Wammb? gieb des pescbied!*'
SennaBia«
Sie sprach: „PlOd ist das ir gesiebt.
5 Nun ist aafgangen mir ein licht,
Dnrchlewchtig, ganz bimlischer art,
Das schewen die nacbtfögel hart,
Dnerffen sich nirgent lassen plecken,
Nor in die finster sich verstecken.
10 Weil sie dis liecbt nit leiden müegen,
Haben sie mit listen and Ifiegen
Den grosen adlar hart gerayzet,
Wider mich armes weih verpaizet,
Als hintemeck dnrch triegerey,
15 Sam ich die aller-gotlost sey
Und sey das hei Hecht finstemas,
Das er ambtz halb es dempfen mües.
Des ist der adler hart ergrimbt,
Mich zw verderben starck fümimbt
80 Und erschüettet all sein gefieder
In seinem neste hin und wider
Grawsam, erschröcklich aber-mas.
So die nachtfögel sehen das,
Zihen sie den köpf aus der schlingen,
35 Sam ganz unschuldig in den dingen,
Und für mich selb den adlar pitten
Nach art der falschen schmaichler sitten,
Doch haimlich alles ir vermüegen
Dar-strecken dem adlar, zw-füegen
30 Mir und dem liecht solch tiranney.''
Eokhart.
„Ich glaub nit, das es also sey,"
[bl. 247'] Sprach Eckhart, „das der adlar ficht.
Zw dempfen dieses clare licht.
86 Es mues ein andre ursach sein!^
25 S deingen. 33 S ÜBoht.
2:V
366
Sie sprach : „Man machet ja ein schein,
Sam giieff der adler zw dem waffen,
Etlich nngehoräam zw straffen,
fi Das doch nicht ist der warhaft gmnd;
Snnder ich psorg, wen zw der stund
Der adiar die zwen leben leget,
Wert durch die nachtf5gel peweget
Er, und ander nrsach fdernem,
10 Darinit auch an die andren keni
und all verheret in gemein,
So sich frewen des liecbtes schein.
Dardnrch so würden hin nnd wider
Zw- rissen mir all meine glider,
!& Ausgemergelt und gar verderbt,
Entlich mein ganzer leib ersterbt
Wo dan solch unpill mir pegeget,
Würden mein hent und fnes peweget»
Zw suchen haim in irem gbews
90 Die ewleii nnd die fledermens,
Ir ßchwunckfedern auch aus-zv-mepffn.
Ein nachtpawr würd den andren xuepifn,
Auch wüerden die stet vol anfrur,
Spaltung, entpörnug nnd ujifuer:
16 Dardurch fielen gnel policey.
Auch mit raub, prant und mOrderey
So würd ich durchaus üeb er- laden,
Das ganz Tewtschlant im plnet maee p&den,
Und ich armes petruebtes weib
u Eint und mueter pey nander pleib.
[bl. 248] Schaw, dis mein elent ich pewein.
Ich pit dich durch die trewe dein,
Eckbart, kanstw, so gieb mir ratl
Gar kain verzwg die sach m*^r iiat,
a6 Die axt ligt an des panmes wuerz.**
Eokhart.
Der Eckhart sprach: „Mein rat ist kurz.
Ans dir kumbt selbert dieser schad.
Weil dir got aus milter genad
357
Erscheinen lest sein helles licht,
Hast doch darin gewandelt nicht,
Snnder nnr in der finstemnes,
In aller Sünden nberflos.
5 Dardnrch dw clerlich magst versten.
Das solch straff aeber dich mnes gen.
Die schuld darffst gehen nit dem licht. **
Sennania.
Das weih naigt nider ir angsicht,
10 Mit jamer nnd wainen dorch-prach
Und mit sewfzender kelen sprach:
yO Eckhart, deine wort sint war;
Ich lebet in der finster gar,
Wiewol das helle licht mir schin,
16 Das ich sewfzent pekennen pin.
Bat aber, was sol ich nnn thon?"
Sekhart.
Der Eckhart sprach : „Weib, rueff got an,
Hab rew und laid der Sünden rües!
30 Peker dich und ^wüerck frnecht der pues,
Wie Ninive, die sündig stat,
Dnrch pues genad erworben hat,
Heb dein herz auf zw got der-masen,
Got wirt sich noch erpitten lasen
85 Durch mitel, weg dir thun peystant.
[bl. 248'] Des adlers herz stet in seinr hant, *
Den kan er mit götlicher warheit
Erlewchten dnrch des Hechtes clarheit,
Das ers erkent aus götling gnadn,
30 Das er allen unwilln und schadn
Lest über die nachtfögel gen.
Pleib dw nur pey dem licht pesten;
So wirt dich got ie nit verlassn,
Zw helffen hat er gar vil strassn.
36 Wie seim volck Israel oft gschach,
Das nichs, den sterben vor im sach,
Doch wurden sein feint selb gestüerzt.
»
b Dardorah] S Dar.
S59
In aim frembden thon.
Venus, der lieb ain gOttin zart,
Nach liebes-art
Hastw verwnnd
[bl. 98'] Heins herzen gmnd
Durch rotten mund.
Derhalb so wacht
Itz tag and nacht
Mein herz und tracht
10 Mit schmerzen.
Wie ich möcht werden angenöm
Und neberköm
Der zarten gunst
15 In liebe-prunst.
Künt ich die kunst,
Kein mtie ich spart,
Mit ir ain fart
Nach liebes-art
to Zw scherzen.
Idoch faercht ich, es sey umb-sunst
Mein lieb und guenst,
Weil ich sie sich
26 So adelich.
Derhalb mues ich
♦
1 Im seebMhfiten meisiargesaDgbuohe , bl. 98 bis 98'. Sieh aniuerkung
oben aaf s. 221.
Äb-Ias&eö doch,
So leb ich noch
Der hofiiiiiDg hoch
Im hersen.
Anno domtnt 1546, am 31 tag Octobri&
361
Das eamelthier mit dem got Jovi.
Eb ging ein camel-thier
In des waldes refier.
Das sach anf einem wasen
6 Vier Btarcker ochsen grasen,
Hetten gar schöne hören.
Das camel-thier in zoren
Zw dem got Jovi kom,
Sich groser clag anom,
10 Sprach: ,Hömer hastw geben
Dem ochsen in seim leben,
Dem eberschwein lang zen,
Seim feint zw widersten.
[bl. 266] Und mich hastw peschaffen
16 Werloß on alle waffen.
Das ich gleich pin ein schand
Aller thier in dem land.
Dammb gib mir anch hörner,
Das ich grimer und zörner
20 Mein feint auch von mir stos,
Weil ich pin starck und gros."
Jupiter mit schmacheit
Hört die undanckparkeit,
Sprach er: „Dir hab ich geben
26 Ser lange jar zw leben,
Gros sterck, das dw magst drageii
Gros püerd in deinen dagen.
1 Im fttoften spniohbaebe, bl. 265' bis 266^ Gedruckt als nr. 87 in don
fchwilnkaD and fabeln. Vergl. MG 8, bl. 232 bis 233 in der spraohweiac des
Uant Sachs: Das eamel mit dem got Joai »Es ging ein camelthiere« 1546 No-
vember 17. Quelle : SteinhOwels Aesop, hg. von H. Oesterley nr. 121, s. 268.
Vergl. Burkh. Waldis I, 97 (anm. von ü. Kars s. 70).
Dinimb dieh halt auf erd
MeöBciiUch gecbldcht lieb und werd
Uod lett didi pej In wod€u
und k$kVift dich urab ¥il krönen.
Neiiibt dein neidischer muet
Das nlt 2W danck und guet,
So wil ich wider uemen •
Bt sehemei,''
!i ZQvm
►reu,
% rurpat stumpfet,
kumpfet,
färb,
darh,
ihanck ;
cks denck!*"
E bet.
D&<au.. pleibet:
Wem got alhie hat ^ebeu
L'o In dem zeitlichen leben
Er und guet nach seim stand
I bl. 2tUVj Aus vetterlicher hand,
Der 8ol got drumb dancksagen,
Nit stetz murren noch clagen
2ö Und ganz unwyrslich dewtten,
Wo er pey ander lewten
Sicht gröser er und guet,
Den er pesitzen thuet,
Auf das er durch sein neiden
30 Nicht entlich auch mues leiden,
Durch sein gros raurniuriren
Das sein auch thw verlieren
Mit nachrew, schaut und schaden,
Sunder danck gottes gnaden,
3, Der im soliche gab
Frey zw-geornet hab.
Auf das im daraus wachs
Frid und rw, wünscht Hans Sachs.
Anno salntiR 1546, am 17 tag Novembris.
♦
S l Mli luuriuuriren. S murinuren.
368
Der rapp mit den hennen.
Ein alter rapp war hnngers yol,
Der weste in des waldes hol
Liegen ein hongerprfinsting faechs.
6 Im rappen ein gedanck erwuechs,
Wie er zw hilff dem ftichsen köm
Und seinen tail anch darfon nOm.
Nun het der rapp durch seine list
Gespehet ans auf einem mist
10 Zwelff hennen, waren faist und guet.
Zw den er mit tmeglichem mnet
Flog und sprach in fi*eantlichem schein:
,6ot gmes euch, lieben Schwester mein,
Ich knm mit grosen frewden her,
16 Verkänd ench guete newe mer,
Das der fnechs, ewer gröster feint,
Sich hat zw pnes pekeret heint:
[bl. 267] Der euch erwuerget unde fräs,
Ist fort-hin nichs den laub und gras
20 Und wonet dort in einem klaus
Im walde in eim gottes-haus:
Da er in seiner kutten get,
Wie ein münich zw köre stet,
Vesper, complet und metten singt
2ö Und sein gepett zw got aufschwingt.
Dammb so kumet all mit mir
*
1 Im fOnften spruohbuobe, bl. 266' bis 267^ Gedruckt als nr. 88 in den
fmbelD and Mbwänken. Vergl. MG 8, bl. 233 bis 234 in der abenteuerweise
mftitter Hansen Folien: Der rapp mit den hennen >Kin alter rapp war bunger«
Tol« 1646 November 18. 7 MG nöm. S köm. 15 MG VerkUnd.
S Verkünde.
364
Und schawt dm wunder selbert ir!*
Der liennen «char ainfeltig was,
Glaubet dem rappen geozlich das,
Mit im hin- gingen auJi dem bof.
0 Da iu an gfer entgegen lof
Der hon, der war ir aller moa,
Dem zaigten sie ir kirchfart on,
Der Bpracb : „0, ir pedörter dn,
Wo wolt ir mit dem rappen hin?
u Kent ir nicht sein petrneg ttnd liat,
Dem gar nicht zw vertrawen ist?
Wist ir nit, der weis man spricht wol:
Kit dem or man schnell hören sol^
Doch mit dem herzen treg und taub
ib Sol man sein e, den man gelaub."^
Diese fabel dw in dem pnecb
Der natürlichen Weisheit suech.
Hieraus so 1er ein frnme fraw,
Das sie kainer schmaichterin traw,
2u Die ir vil guetz vorsagen ist,
Zw füeren sie von irem mist
Durch arglistige dtieck und renck,
Durch schm&ichierey, prieff öder schenck,
Auf das sie dardurch wert ferfdert
n Zw Sachen^ die sich nicht gepüert^
8o sie dem fnclisen wert zw tail,
[bL 267'] Listig, liungerprunsttg und gail,
Da sie verlier ir weiplich er,
Darfon die kuplerin sich ner.
äo Snnder halt sicli 2w irem man,
Thw nicht vil anspaciren gon,
Gar kainer kuplerin geh stat,
Snnder folg ires mannes rat.
Der kan ir halten trewen schuetz;
36 Des hat sie auch preis, er und nuetz.
Das weiplich er grün, plüe und wachs
Pey allen frawen, wünscht Haus Sachs.
Anno aaliitia 1546, am 18 tag Novembris-
865
Die Tippernater mit dem igel.
[bl. 267'] Eins mals ein vippernatter lag
In einer heck, die nmb mitag
Ein gedürneten igel sach,
6 Den sie mit werten frech an-sprach:
,Wer pist, der steckest so vol deren
Oben, nnden, binden nnd foren?''
Der igel antwort im an schew:
,Ich pin ein freunt, warhaft nnd trew.*'
10 Die natter sprach: »Wie kan das sein?
Ein trewer frennt der ist allein
Sües und lind mit werck nnd werten.
Nicht scharpff wie dw an allen orten."
Der igel sprach: „Ein frennt warhaft
16 Seines freundes nndnegent straft,
Sticht in ans trewem warem herzen;
Wan sein nnart pringt im aach schmerzen.
Als was im üebel an ist sten,
Lest er nicht ungestraft hin-gen,
20 Vor schant und schaden in yerhüet,
[bl. 268] Bainigt von laster sein gemüet.
Doch als mit mas, zil, zeit und stat:
Die war freuntschaft nit ubergat.
Ein hewchler thut gar nit der-gleichen,
25 Der kan den falcken schmaichlent streichen,
In alln dingn fuchschwenzen kon,
Es ste wol oder uebel on,
*
l Im fOnflen spruehbaohe , bl. 267' bis 268^ Gedrackt als nr. 89 dor
fabeln and fchwilDke. Vergl. MG 8, bl. 234 bis 235 in dem rosontone des
Hans Sachs : Der igel mit der Tippernater ^Eins mals ein vtpperoater läge«
1 bA6 NoTember 19 (gedr. bei LUtselberger-Frommann, Hans Sachs. Nürnberg 1891.
s. 66). Die erweitening dieser fabel s. band 9, 160 bis 163.
366
Lobt er es allea unter angen,
Hilft auch seim freunt liegen und laugen,
Hilft auch seine lastet verfechten,
Macht aas seim freünt ein ungerechten,
6 Tiiuet, sam halt er im trewen schuetz,
Suecht doch nur »einen aignen nuetz:
Er, gwalt^ knrzweil, huei oder kiinst
Oder der- gl eichen gäbe snnst.
Und palt solch naetzung hat ein ent,
\ü Der hewchler sich von danneo went
und prauchet darnach hinterüeck
Sein feintselige puebeü-stüeck :
Sein freunt unter die lewt auBdregt»
Im all sein haimlikait aufdegt,
i.'. Wie man sagt von den falschen katzen,
Die foren leckn und binden kratzen,
Wie die Sirenen süeslich singen »
In bertten schlaff die schifflewt dringen,
Darnach un^bkeren sie das »chiefT,
20 Der hewchler prawcht gleich diesen grieff :
Mit süesen wortlen sich lest hören,
Pia er sein frennde thw pedOren.
Auch wie der giftig scurpion
Erstlicben gar aenft lecken kon,
» Darnach erst mit dem schwänz vergilt«
Der-gleichen auch der hewchler stift:
Mit wort und wercken senftlicli lecket,
[bl 268'] Sein ent vol dötlichs gjftes stecket.
Derhalh der weis man saget frey,
m Des freundes wunden peser sey,
Den der kus sey von einem feint.
Ans dem uns gar clerlicb erscheint,
Des freundes straff nenn er ein wnnd,
Darfon wert sein gemtiet gesund;
3.S Des feindes kues vom Jndas new
Sey gnette wort an alle trew,
Dar-fan der mensch nur erger wer«!
In wort, gedancken und geperd,
Daraus im schaut und schaden wachs.
4ü Fliecht h«wchlerey! das rett Hans Sachs*
Annn ^alitiii4 IMO« am 19 tag Novenibrin.
367
£in wunderlicher dialogns und newe zeittnng.
Als mir egestern ein prieff meiner gescheft halben von Nörling
kam, fragt ich den potten neben andern nmb newe zeittnng. Wie
ich aber anhilt mit fragen, zaigt er mir ein wunderlich, vor un-
5 gehOrtte geschieht an und sprach: „Als ich den Novembris auf
Nörling des morgens zw-gangen, ist mir pegegent ein lang gerade
person mit langem prannen bar, einer Naßarenischen schaitel, mit
zwißletem part und schönen angen, der was herlicher gestalt, doch
aufgeschnerzt als ein wandrer. Der ging eillent als ein flüechtiger,
10 oft hinter sich schawent. Als aber ich neher zw im kam und in
recht pesach, da war es nnser hergot, den ich als-pald an seinem
parfnes-gen und praunem gestrickten rock erkennet. Da fasset ich
ain herz, naigt mich und gräeset in, nent in auch mit namen. Er
aber wincket mir zw schweigen und eylet nur fort. Da sprach ich
i& zw im:
Pot.
Her, wo wiltw so eyllent allein hin-gen?
Hergot.
In Egipten.
so Pot.
Herr, was wiltw in Egipten? Es regiret itz der soldan darin.
Her.
Pey dem pin ich sichrer, [bl. 271'] den initen im Deutschlant.
*
1 Im fünften iprnchbuobe, bl. 271 bis 274'. (Gedruckt in Sohnorrs Archiv
1882. 11, 60 bu A3. Vergl. Oustav Heide, beitrage zur gcsohiohte Nürnbergs
in dar reform»tion8seit« 1. Nürnberg im Sohroalkaldiüchen kriege: Historisches
Uischenbach. 6 folge. 11 Jahrgang. Leipxig 1891. s. 103. 2 ? von] fehlte.
b S hat die ailTor des monatstages nicht eingesetit.
368
Pot.
Wie körn das ? Dw pist nit all ain sicher, sun der am all ersieh ersten
tm Tewtäcbtant, da man itz dein heillig ewangali üffenüch predigt.
Her.
Ja, eben das ist die ursach meiner verfolgiing,
Pot.
AcL, mein herr, wer verfolgt dich? Ist doch der Tiierck itz
ein Zeitlang stil gewest, wer weit dich den verfolgen?
Her,
^^ Die hoben priester und forsten der Juden, hohen schriftgelertten
und phariseer, so niicb almal verfolget haben.
Pot.
Ach, mein berr, welcher gestalt, wie oder wen ? Solche als ist
niir armen potten verporgen,
ifi Her,
Pifltw den der frembling allain im Teutschlant, der diese ding
nit waia, wie oft die hohen priester und schriftgelerten mit ein
geratscbiagt haben lieber mieb^ doch almal ainer aufrnr im gemainen
fokk pesorget, wie in den vil haimiieber pratie über mich offen
ao war, auch ztiui tail aint prochen worden? Aber itz sint die hoben
pi-iester und schriftgelerten in der sinagog zw Drient gar ainig
worden und haben mich zumb dot verurtailt: pe&ser sey, Deutsch-
land Verderb, den das ir gwalt, macht nnd ßimoney gar sterb,
Derhalb hat der hoch priester [bl. 272] zw Rom , der mein Stat-
or« balter und apostel sich nent und den pewtel als mein schaiTner
dregt^ darin er versamelt bat (. sam mir und meinen armen jungem
zw gut.) das aplas-gelt, anaten, pallium nnd sant Peters Patri-
monium. In solchem ist der dewfel in in gefaren und ist mir zum
Judas worden, bat mich veratteu und nii gelt genumen, wie der
30 erst Judas, snnder sein peutel aufgetbon und dem römischen richter
Pilato eüicbe hundert-dawsent sllberling zw-gescbickt und mich
darmit zw crewzigen uebergeben. Er aber Pilatus wolt lang nit
urtail üeber mich feilen; wan sein fraw (verste! «ein gewiseen) nnd
n «ioHndar.
22 1 bttb«n| {»Uli 8.
369
etlich haimlicb jünger haben vil unrwe im schlaff von meinenthalben
gehabt, im anzaigt, mit dem nnschaldigen plnet nichs zw thnn
haben. Aber das anhalten der hohen priester und fürsten der Jnden
pewegten in, wo er disen ledig lls, wer er nicht ein freunt des
5 römischen pischoff. Anch schrir das gemain, anwissent payrisch
volck : Sein plnet ge aber nns and nnsre kinder ! welchs auch zum
tail an ganzn mit der zeit volendet wirt. Mit der-gleich anhalten,
troen and raizen hat Pilatus vervalligt, mich zw crewzigen, aaf
das im mein gestrickter rock (verste ! das [bl. 272'] Thentschlant)
10 erblich pleib. Der zog darauf ans dem regenspurgerischen Jerasalem
geraest mit den fürsten der hohen priester aber den pach,«die
Thonaw, mit vil Spaniern, Niderlendern and Deatschen, welche
doch pillicher aeber ir vatterlant soltn gewainet haben. Und Jadas
Iscariot ging vor-an mit den dinem der hohen priester, die Italiener
15 zw ros and faes. Und solchs geschach doch als im schein, sam
wolt der richter Pilatus etlich Gallier straffen und das opfer mit
irem plnet vermieschen. Mit solchem schein hat er vil lewt irr
gemacht. Als ich aber west, was mir zwkünftig was, stund ich
auf und ging in entgegen und sprach : Wen saechet ir ? Sie sagten :
90 Jesum von Naßaret. Da sprach ich : Ich pins. Da wichen sie zw-
rueck und fiUen ir vil tawsent unter die erden. Nach dem legten
sie haut an, mich zw fangen.
Pot.
Ach, mein herr, was thetten deine jünger darzw?
Her.
Es plieben ir nur drey pey mir, die andern aber waren pey
der nacht (. wie Nicodemus .) for forcht der Jnden pey mir gewest
und mich getrost.
Pot.
Was thetten aber die drey darzw in deiner gefencknus?
Her.
Petrus hieb dem Malchus das orlepplein ab. Aber ich wolt
[bl. 273] nit lenger gestaten zw fechten und hies in einstecken ;
wan in solcher meiner grosen not fert mein freunt zw, der mein
prot gegessen, dem ich alles guez vertrawet und verett mich dem
platgirigen ktinig Herodes nmb 30 sechsiscli silberling.
*
35 ? gegeacen] fehlt S. 36 Hindeutung auf kurfUrst Moritz von Saeh^on.
Haus Sachs. XXII. 24
tt
370
Herr, hastw roer den ainen Jadas?
Her.
Vor het icli unter 12 Jüngern ein Judas, itntnd hab ich 12 Judas
für ainen, die Kicli doch alle meine jünger rtiemeiL
Was thet dir ^
1
Er sendet seine
1^ schuldigen kinder pe;
wergischen Betbleem
und schaden der arm.
Als ich das veiinimep i y
aus den henden entgi
ir> dw mich siehst. Demaio pit icii
»
tt, and lies erwürgen die un-
fet ninb die grenz des Witten*
At, mit groser verwüestung
vil petrüebter ometer-hereen.
nien frey niiten am l^lperg
utstun und ersclilnchzet , wie
1, als ein lant-erfarnen , zaig
mir den nechsten weg auf Egipten zw; waü Pilatus und Herodes
sampt die hohenpriester werden nicht nach-lassen mich zw suechen
und wider zw creuzigen.
Pot.
20 Weil dein fluecht, mein herr, so eillent ist, weit ich mich etwan
in der necli verpergen.
[bl. 273'] Her.
Ja wohin ? Es sint perait so erschröckliche edickt und raandat
ausgangen im Nideiiant und anderswo pey acht und pon, pey prant
2^ und mort, mich nimant zw liawsen, hoffen, etzen, drencken, nennen
noch pekennen, darob das volck erschluchzet, mich idermon weitter
weisset; wan auch Petrus mein zum oftern mal mein verlaugnen
mocht, das er nicht sambt mit mir umb leib und guet kem.
Pot.
30 Herr, ich wolt mich zw den gaistlichen thon.
Zw welchen gaistlichen ?
Her.
Pot.
In den stift zw Mainz oder Wurzpurg oder ainen der-geleich.
371
Pey den wer ich als sicher als in dem hoff Anne oder Caiphe ;
wan die pischoff sint meine ergste feint von wegen des ewangeli.
Pot.
6 So wolt ich mich aber in die fürsten-kloster oder pettel-orden
thon, mich pey in erhalten, sam in einer speluncken verporgen liegen.
Her.
Ja freilich spelancken and mörders-grueben haben die Sadn-
zeer nnd Esseer ans meiner kirchen gemacht von wegen irs panchs
^^ ein kanfhans, darin sie ire gnete vermainte werck verkawffen, dar-
mit mein pitter leiden verlewgnen. Wie küent ich pey den lebentig
pleyben, so mich forhin teglich crenzigen?
Pot.
Wie dünckt dich, mein herr, aber umb etlich gros reichstet,
i& die deinem wort anhangen nnd dich [bl. 274] lieb , wert und wol
zw peschfitzen haben ein lange zeit vor den Juden?
Her.
0, ich vertraw mich inen nit; wan ich wais, was in inen
stecket. Wie hoch sie sich meines wortz ruemen mit dem mund,
*> so ist doch ir herz und leben weit von mir; wan sie in woluest
und aignem nuetz zw dieff versuncken sint. Derhalb wo ich mit
ernstlichem gewalt pey in gesuchet und verfolget wuert, ich in die
haut Pilati uebergeben werden, weil auch in vil steten die ehesten
im volck nit gar meines tails sint, derhalb ire reichtum meinent-
2« halb nit geren in gefar setzten. Der-gleich der gemain häuf ist
mir wol hitzig angehangen, weil ich sie mit freyheit speisse. Nun
aber die Verfolgung an-get umb meinen willen, fahen sie an law
und kalt zw werden. Der-halb ich gantz unsicher pey inen wer.
Derohalb wil ich mich widerumb in Egipten iverste! in der rech t-
w glaubigen herzen) verpergen, da ich am sichersten pin, weil sie
guet und plut ob mir wagen.
Pot.
Ach her, wo sint deine jünger, das sie dich also allein lassen
im elent irrgen?
29 7 mieb] fehlt S.
24*
372
Her.
Sie sint zerstrewet ein ider in dag eeioig. Aber palt nach
dem dot Pilati und Herodis wirt ich wid«r aufersten nach drejeii
tagen und meine jiitig^r wider veriam-[bl* 274'lmelii und in vorgen
in dem teutschen Galilea. Da werden den die holienpriester und
für8ten der Juden sehen, in wen sie gestoclien haben. Der frid
sey mit dir!
Mit dem wort^ a ig der herr eillentz vir mich
hin sein stras. Als angenplick wider nach im
umbsach, da war dev in nnd niclit mer da, Bolclis
erzelt mir der pot vi mit solieben ernstlichen g©-
perden, das ich di iigen war, des zv glauben.
Solche wunderparlic iiab ich euch im f>esten nit
verhalten wollen. D* it
Datum N^^renl
des
Decembris anno 1546.
4 ? mein] fahil &.
378
Yermonimg zw ainem statlich Dürckeii-zug an das
reich. In prader Veiten ton.
Her got in deinem reiche,
Im alier-höchsten tron,
6 Schaw an, wie grawsamleiche
Der Dürck fach wider on,
[bl. 141'| Verfolgt die Cristenheite
Mit gfencknas, mort und prant
Itznnd in dieser zeite
10 Durch das ganz Ungerlant.
Das land-folck leidet note
Pis an das Merher-land
Von der straiffenden rote,
16 Die alda hat verprant
Sibenzig dorffer mere
Und alles volck darin
On alle gegenwere
Ermört, geföret hin.
Und thnet stet fürpas streiffen
Im ganzen land heranff
Und ist noch weiter greiifen,
Und wo der gwaltig hauif
*
1 Im seehiebnUD meistergesangbuche, bl. 141 bis 144. Zuerst als einxel-
druek ersobieoeo: Emil Weller, Uanä-Saobs-bibliograpbie nr. 210 s. 88. Dar-
nacb gedruckt bei Körner, Uistorisobe Volkslieder. Stuttgart 1840. s. 141; dar-
nach bei R. T. Liliencron, Die historischen Tolkslieder der Deutschen. Vierter
band. Leipsig 1869. nr. 439. s. 50 bis 531. K. Cioedeke, Dichtungen von
Uans Sachs. I. Leipzig 1870. s. 73 bis 80.
374
Eyieüt heruach wnril drädies,
Ali er &Dcli vormkU tiftt
Peweifit mit liinier^öaekeii
Zv Wille vor der slat.
Wo der im laad «rabert
nifi liiLtilitM#ki. In äfnr ejt
erkob^rl,
äo b lil,
19 fltts I (hes lande
« iest
i t prande,
i mnest.
16 0 groem«*! kniser,
Karel di tin ndt nam,
Ein gewaltiger raiser
Von kaiseriiciiein stani,
Krzaip: kaiserlich mechte
L'u An dem dürckischen beer,
|hl. 112) Das die Cristen durch-echte,
Durch kaiserliche eer.
Erschwing das dein getider,
Dw dewrer adaler,
Durch des reiches gelieder;
Nach küener heldes-ger
Würff auf des reiches fannen,
Samel ein here gros
Mit auserwelten mannen.
Zw fues und auch zv ros.
Wach auf, dw heilige reiche,
Schaw diesen jamer an,
35 Wie der Dürck grawsamleiche
16 i: Karel. S Karl.
375
Verwüest die nngrisch krön!
Sey ainig onzertailet,
Grewflf dapfer zv der weer,
Ee dw went nbereylet
6 Von dem dürckischen beer.
8
0 dw löblicher ponde
In Schwabn, dw darzw,
Auf das der türckisch bände
10 Nicht weiter fressen thw.
Wan es ist hohe zeite,
Das man im kome pey;
On redit and pillikeite
Dreibt er gros tiranney.
16 9
Ir durchlewcbtigen fäersten
Ganz deutscher nacion,
Last euch nach eren däersten,
Pringt kaiserlicher krön
20 Ans earem fürstentame
Ein raising zeug zv feit,
Erlanget preis und mme
Vor got und vor der weit.
10
25 Ir lantherren und graten,
Secht, wie der Dürck gewint;
Grewft dapfer zv den waffen
[bl. 142'] Mit ewrem hoffgesindt,
Eumbt in das beer geritten
30 Zw kaiserlicher macht,
Das der Dürck werd pestritteii,
Erlegt mit groser schlacht.
11
0 strenge riterschafte
36 Ganz deutscher nacion,
Ueb riterliche krafte
An ungerischer krön;
PeHchuetK witwen und waifieu,
Als dir den zv-g«hört,
Der in des Diircken raiBeii
On £»1 worden ermört.
Ibl. 1431
Wadi anf, dw deutscher adel,
In mrMi atet nnd v^t^
de ssadei,
B pest;
wen
sn kind,
rliawen
n plind.
Ir pisd laten,
Bcliiclct wren dal] :
Getraid, voicit una dnckaten.
Dem CriBten-Yolck zv hail.
Hirten seit ir gesetzet
Der Cristenlichen hert,
Die wirt ser hart geletzet
Von des tirannen scliwert.
14
Ir reichstet all geleiche,
Nun schickt euch in das feld
Mit dem römischen reiche,
Mit gschos, pulver und zeit.
Das euer macht erscheine
Mit kaiserlichem heer
Mit fuesfolck und nit kleine :
P>werbet preis und eer!
15
Ir cristlichen regenten
Durch alle künig-reich
In gaistlich, weltlich stenten,
Was tristen sind geleich
Aus aller nacione,
377
Wie ir seyet genant,
Dem kaiser tbnet pey-stone
Am sog ins Ungerlant!
16
5 Frisch auf, ir rewters-knaben,
Manch wnnder-kfiener mon,
Last enre roslein traben
Mit kaiserlicher krön;
Thnet enre glennen prechen
10 Mit der dfirckiscben rot,
Thaet an den hnnden rechen
Manch nnschnldigen dot!
17
Wolanff, ir hanptlewt gnete,
16 Nemet vil lanzknecht on,
Fnrt sie mit freyem mnete
Zw kaiserlicher krön,
Und seit gnet anschleg machen
Pey nacht nnd anch pey tag,
so Fürsichtig in den Sachen,
Das man den Dürcken schlag.
18
Ir pnchsen-maister alle,
Nun rüest euch, es ist zeit,
26 Ins Ungerlant mit schalle
Zv Sturme und zv streit!
Last eure hanptstneck hören
Durch perg und dieffe dal,
Den Dürcken zv verstören,
30 Der sich regt abermal.
19
Ir freyen hacken-schüetzen,
Nun machet euch herpey,
♦
3 S sebretbt deatliob Ain. Vergi. bana li), b'M zu 136, 12. Weitere
beitpiele sieb band 4, 288, 5 dein: band ö, 231, 4 ir ein; faätnachtfpiol 13, 27
oeiDlieh; achwank 197, 84 ireiu.
[bl. US-
Last eaeh mm Doercken uatts«!!
Hit pnlver und mit pl€j;
Last euer haBt^chüet2 knellcii
Wöl in des Dürckefi beer.
Ob ir yn mocbt gefallen.
Erlangen preis and eer.
0
ledite,
^
da© feit.
\n um Kl
reclite
\
er well;
mrten
un
Leu äD
üßa lu""
fer wart^iii.
iB Ab ir
h^n.
Spftnt an, ir Hetzen pawreii,
Herwegen alle-sant,
Last euch kain müe nit dawren,
Zv füeren die profan t
Mit hämisch, wer und spisen !
Die wegen nutzt man mer:
Ein wagen-purg zv schiiesen
Umb das kaiserisch heer.
22
0 kaiserliches here,
Halt cristlich mas und zil:
Nit zv-trinck oder schwere
und hüet dich vor dem spil;
Kain frawen tliw nit sehenden,
Und neni nymand das sein;
Las dich kain geiz nit plenden,
Leb deines solds allein!
23
Und las got alles walten
Dem Cristen-volck zv schütz,
Und trewlich zv erhalten
879
Das reich und gpmainen nütz,
Und das deutsch vaterlande
[bl. 144] Zw retten in der not
AU von des Dürcken bände,
6 Und hoff allain zv got!
24
Und wirstw also leben
In dem dfirckischen krieg.
So Wirt got warlich geben
10 Dir riterlichen sig,
Für dich gewaltig streiten
In deiner grosen qnel,
Als er oft thet vor zeiten
Dem volck von Israhel.
u 25
Ir Cristen aaserkoren,
Bneft ainmüetig zy got,
Das er ablas sein zoren,
Helff nns ans aller not,
30 Verzeich nns sünd and schneide,
Die der plag arsach sen.
Geh ans genad and hnelde.
Nan sprecht alle amen!
Anno salutis 1542.
*
24 LilieDCroD seilt dM lied in das jabr 1632. Trotsdeiu daß 11. Sachs
gans deutlich and feit 1542 schreibt, scheint Lilienorons annähme richtig.
Uer 1 1 9 psalm im thon : Aeh, uaser vater* der d w pist
I
I
ii
U
D
0
la AI
At
ile, die
f Andlen Me^
Qe-sand,
äugen hani,
r aiod,
gottea^kind,
walten.
Limelreieh,
Dw t&Bt gapoten fleissicleich,
Deine gepot zv halten. - ^
15 0 got, das alles leben mein
Gerichtet würd nach gfallen dein,
Zv halten deine rechte!
Den w'urd ich nit zv schänden gon,
Wen ich ganz fleissig schawet on
20 Deine gepot gar schleclite.
So danck ich dir mit herzlikeit
Deine gerichte und warheit,
Die dw mich lerst mit masen.
Dan deine recht ich halten wil
'2b Mit deiner gnade in der stil.
Herr, thw mich nit verlassen!
B
Wo pessert sich ain jungling zart
vSein weg, den wo er sich pewart?
[ iiu .">ooh »ein» teil luei^tergo.-smgbuche, bl, 124' bis 125.
,l*ii»o^oi «oiso !«t;itl gütle.^, des herren.
4 Nach Haue
881
[bl. 125] Nach deinen werten allen
Hab ich von g^anzem herzen mein
Gesacht, o her got, las mich sein
Nit von dein g^poten fallen,
6 So hab ich doch die rede dein
Verporgen in mein herz hinein.
Das ich vor dir nit sünde.
Gebenedeit dw herre gotl
Ler mich dnrch dein gnet one spot,
10 Das ich dein recht verkünde.
Nun hab ich mit den lefzen mein
Alle gericht des mnndes dein
Pekenet und erzelet.
Im weg deiner zewgnns, o her,
Mit lost ZV wandlen hab ich mer
Den all reichtnm erwelet.
In deim pefelch red ich allein.
Wan menschen gsetz sint gar nit rein;
Ich schaw aaf deine pfade.
Nach deinem rechten Inest mich vil.
Dein wort ich nit verlassen wil.
Verleich mir dein genade.
Anno salutis 1547.
Drey
; Agesilaus.
I
I
i
I
leis,
pren,
ernireii,
Dlg
er-spenig.
ferr:
-selb Herr,
la Wie ein fatter fein liöd
H erseht nber seine kind
Mit straffen und mit Ionen
Pey seinen unterthonen."
|bl. 5] Vermaint, ein vatter trieb
15 Sein vetterliche lieb,
Das er ans trevveni nuiet
Sein kinden thet als guet.
Welch herr mit solchen trewen
Sein arm volck det erfrewen,
20 Das plieb unterthon pillig,
(lehorsam und guetwillig.
Ein redner det man preisen,
Das er sich thet peHeissen,
Von kurz und ringen Sachen
'2b Gros, lange red zw machen
Mit hoch-prechtigen Worten,
Weitschwayffig allen orten.
1 Im pechsten ?pruchbuche, bl. 4' bis :j'. Vergl. band 16, «. 309 bis 314
und 533 f. Das sechste spruchbuch hat K. Bech.otein in aeineoi Deutschen
Museum, n. f. 1862. bd. 1 s. 153 bis 11)2 beschrieben. Sieh Oermania 1879.
?. 40 7 f.
883
Der künig sagt darob:
,Den Bchnester ich nit lob,
Der klainen faesen plos
Schüch macht weit, lang and gros,
5 Sander den, der macht schlecht
Schaech, den faesen gerecht.*'
Vermaint, die red solt sein
Enrz and warhaft allein.
Dem handel gmes and gleich,
10 Nicht aaschwayffig, kanstreich,
Mit werten aberflüessig.
Lang red sind gar verträessig,
Mas thaet in allen dingen
Recht lob and ere pringen.
16 Aach so er höret rüemen
Die lewt, loben and plüemen,
Unmessig preis veijehen;
Oder, so er hört schmehen
Hinteraeck oder sehenden,
30 Verachten an den enden.
War das almal sein 1er:
„Man solt acht haben mer
[bl. 5'J Aaf der sitten und leben,
Die solchs detten vür- geben,
26 Den der, aaf die man claget
Oder das lob nach-saget.'^
Vermaint, lob oder schelten
Aus rechtem grund körn selten,
Sunder zw lieb und leid,
30 Aus has oder ans neid;
Oder aus gwonheit schnöd
Und der klafferey öd:
Wie ein sein affeckt dreibet.
Pluetarchus das peschreibet.
3. Anno salutis 1547, am 3 tag May.
Ein ganze ger
lircti-aag
im krieg,
Sil f efiief ,
»
B.
Hen-nnter-flraw.
Das herz
10 Mein lieb
ligt pey mein füesen,
mnes ich hart puesen,
10
Puelen, drincken und spil
Das lert der pewtel vil.
Lieb ueberwint und pint,
Maciit dol, daub, stum und plint.
8
Lieb peiniget die herzen
Mit unrw, sorg und schmerzen.
Lieb haben und nicht gniesen
Den dewffel möcht vertriesen.
I Im sechsten g|.ruob»)nchp. bl. 6' hi« 8'. Ver^l. S 11, bl. 276' bis 27R' :
buii.l TA mimI S i;{, hl. .ill bis .Sia = Schnorr-H Archiv 7, 21.
385
Eyifer, senen und meiden
Ist aller pneler leiden.
6 Geschemig pneln, parmherzig kriegen
[bl. 7J Mnes oft mit schant erliegen.
Jncken, pnlen and drincken vol
Thnt als ein klaine zeit nnr wol.
10
Was knmet in das drite herz,
Das pleipt nicht stil in ernst noch scherz.
Zway herz in lieb verporgen
16 Leben in lieb on sorgen.
Der mngriseli sohellen-kftnig.
Des därckischen honds pellen
Hencket mir an die schellen!
Sohellen-obermon.
90 Mich peinigt, armer Unger,
Lews, nntrew und der hnnger.
Sohellen-nnterfhiw.
Ich pin nngrischem gold
Vor pracht und klaidnng hold.
96 10
Des narren gwalt und glüeck
Zerplet im paach and rüeck.
Rüemen, troen and scharrn
so Sint drey stueck aines narrn.
■»
9 nar?] fehlt 8.
Uan« Sachi. XXU. 2b
SSÖ
8
Wer narren BtraflTeD wil,
Sciiaft im aeLb auraz ÜL
7
ü Wer mchts Terschweigea köö,
Ber ist ein döricht mm.
Q mmht hin
let nnd sin.
^* i
[bl. 7'| ichtacliadl
Hader und ^r som
16 Enet in der sehoB eins tont.
3
Zwen narren in eim haus
Zw vil ist ueberaus.
2
20 Ein narr mit seinen Sachen
Thuet ander zehen machen.
Der spanisch grüen kttnig:.
Mein reich grünt wie das gras,
Steck in krig, neid und has.
25 Orüen-obermon.
Spanier frech krigslew^t
Zallens oft mit der iiewt.
Grtten-anter-fraw.
Mein klaid, suptil und zart,
30 Ist nach spanischer art.
10
Geruech, gewalt und glüeck
Sint stez wanckel und fliieck.
1
■
887
9
Wie nenne nngerad
Pleibt groeer herren nngenad.
8
6 Gnete wort an trew
Das ist hewer nicht new.
7
Gereden and halten
War steiff pey den alten.
10 6
Schliten-fam nnd porschim
Thnet senfter, den tornim.
Saitenspil, wein and lachen
[bl. 8] Ghort zw frSlichen Sachen.
Rechten, kriegen nnd pawen
Hat manchen man gerawen.
so Herren-verhais nnd lerchen-gsang
Das lautet wol und wert nit lang.
Untrew nnd poses gelt
Fint man in aller weit.
2R Der tewtsoh aiohel-kttnig.
Mein reich ist aichen-fest,
Ich wer mich fremder gest.
Aiohel-obermon.
Ich pin hoch-tewtsch genant,
so Peschüetz mein vatterlant.
Geprenck, idtiuaeck und bufiart
Ut allezeit mdji art.
* Jafen, atedi«» and icbieteii
Kmt wÜ mit klaiiieEii gnjesen.
ad porg en
t sorgen.
n fraw
kte saw.
Neid, hag, liegea und sorn
16 Der dewfSel hat geponi.
Petein und gleisnerey
Nert sich mit simoney.
20 Faul, arm und vil zern
Geschieht nit lang mit ern.
fbl. 8'1 4
Lawgen, liegen und driegen
(libt hader, zanck und kriegen.
Schlemen, pueln und spil
Frist teglich geltes vil.
Grolzen, farzen und speyen vil
so Ist der sew saytenspil.
Anno salutis 1547, am 6 tag Ma>'.
889
Der Saclisen Ursprung.
Eins tags pat ich ein erenholt,
Das er mir grüentlich sagen solt
Den nrsprnng, wie doch wer erwachsen
6 Das mechtig, edel volck der Sachsen.
Er antwort mir, sprach: ,Pey den alten
Ist diese mainnng gar zerspalten;
[bl. 10] Ainer sagt änderst, den der ander.
Etlich sagen: Als Alexander
10 Der gros starb, haben sein kriegslewt
Weit ans in alle lant zerstrewt.
Die andern sagen, es sey ein mer,
Sie knmen von Denmerckem her.
Die dritten sagen von den mendem,
16 Sie knmen von den Engelendern.
Nun, es sey gleich recht, welches sey,
Sint sie doch ainhellig darpey,
Das dieses volck mit grosem heer
Sey gfaren ober das gros meer
20 Mit vir-und-zwainzig schiffen gros,
Mit hämisch, weer und dem geschos,
Und ankamen im deutschen lant
Ans ort, itz Staden ist genant,
In dem fines, itz die Elb genent,
2b Und stiegen an lant an dem ent,
Da sie mit kinden nnd mit weiben
In suecheten ein ort zw pleiben.
Als in Thüring ein künig sas,
Irminfridus genennet was,
so Der det mit seinem volck im lant
*
1 Im aecbsten spruobbucbe, bl. 9' bis 13.
390
r^eii gesten stArcken widerstant,
Das waren starck, gerade lewt,
Weis mit ^elb, laogem har zerstrewt,
Warffeii mit ata inen also ser
6 Und driebea ab der Dnernger heer.
Dninib Dentens die Dnernger allain
Sachsen, weil saxo haist ein stain.
Und raacbteti mit in ainen fried.
Das die Sachsen nach dem peschied
10 Plieben in iren scliiffn mit hawffen.
Doch mochtens kaufen und verkauffen
[bl, 10'] Mit den Diirugen doch hin und wider.
Doch nirgent sich zw lassen nlder,
Noch zw legem sich in dem lant.
16 Als ein zettlang plieb der anstant
In guetem iried, wiiert pey den Sachsen
Gras mangel und bnnger erwachsen.
Nun pegab sich, das ein jüngUng
Der Sachsen aus eim schiffe ging,
20 Sam spacirent bin auf dan lant.
Der drneg an ein gülden balspant.
Dem pegegnet ein dnergniech mon
Und ret spotweis den Sachsen on:
„Was dewt, das dein hungriger hals
litt Mit geld geschmüecket ist noch-mals?*
Der Sachs sprach: „Ich trags vondemhauffen,
Ob ich es etwan möcbt verkawflten.*
Der Düring sprach: ^Wie wiltus geben?*
Der Sachs sprach : ,E8 gilt mir gleich eben,
10 Was nmu mir gibt, das nem ich drurob.*
Der Düring ein list für sich nnmb:
^So wil ich dir des goldes wert/
Sprach er, ^pezalen mit der ert.«
Der Sachs hilt seinen geren auf;
w Also wart richtig dieser kauf:
Der Diirng schüet im der erden grund
Hinein^ so vil er dragen kond;
Der Sax im pald sein halspand gab.
Der Düring zog mit Ire w den ab,
Ducrgtri. 25 S goacbuiUooki. 30 ä DUrg.
Da8 er den Sachsen het petrogen
Der Sachs kam zw den schiffen zogen
Und sagt, was er gehandelt het;
Der ganz hanff in verspoten thet,
5 Das nmb golt het gekauft die ert.
Er aber sprach zw in: ,Ir wert
[bl. 11] Erst sehen meinen gneten kawff.*
Mit im drat ans der sechsisch hanff
Und strait das ertrich obgemelt
10- Ser weit ans anf ein groses feit
Mit einem klainen engen sieb,
Ein grosen zirckel felds ein-trieb,
Das sie als für das ir ein-znegen
Und pald darauf ir zeit anfschlaegen
16 Und sich zw felde legem wnem.
Nach dem die Dfiring das erfhern,
Ir potschaft zw in schicken detten,
Wammb den frid sie prochen betten
Und sich gelegert auf das lant.
so Die Sachsen sprachen: .Den anstant
Hab wir gehalten unzwranft,
Pis wir dis ertrich habn erkauft
Umb unser güldenes halspant.
Dmmb psitz wir das als unser lant.'^
26 Die Duemg sie aber uberzuegen,
On all Ordnung sich mit in scblnegeu;
Da aber die Sachsen oblagen.
Mit den sich darnach habn vertragen
Die Duemger, das die Sachsen plieben
80 In irem ertrich unfertrieben.
Also sasen paid dail in rw,
Pis sich kürzlichen trnege zw,
Das der künig aus Francken-lant,
Theodoricns war genant,
36 Der Düring künig uberwund
Und darnach den Sachsen vergund
Und in das lande übergab.
Das-selbig dailten sie dnrch-ab,
Das sie doch mit unrne pesassen;
(bl. irj Deglich sie angefochten wasen
Von iren nachtpawreii, den Frisen,
392
Von Normanern, von Jen und diesen;
Audi betten vi! krieg mit den Wenden,
Vil kempf mit rite Hieben henden,
Erweiterten pald ir lantdchaft
Im krig mit küner hetdes-kraft.,
Gewuiien auch mit starcker hant
Und pewanten ganz Engelant.
Die volck auch aer gelüecklich war,
Waren doch nngelaubig gar,
10 Driben ser gro« abgoterey
Und darzw ancb vil zauberey,
Hetten acht auf der vogel gsang,
Auf der pferd rubebeln nnd im gang
Und opferten auch jrem got
ift Merkuri menBchen-plote rot,
Auch wurden ire stet genent
Nach den abgotten^ noch pekent,
Ancb detten sie gros er im laut
Erlangen mit riterlicher baut.
m Künig Pippinnuß mit in krieget,
Da ider tail ein weil gesieget,
Da aber in der dot peschlns.
Nach im sein suu Carolas Magnus
Gleich nach Cristi gepnrt vurwar
20 Siebn-hundert-zway-und'sibenzig jar
Die Sachsen gwaltig ueberzneg
l^nd sich geluecklicb mit in schlneg,
Kriegt mit in wol auf dreissig jar,
Pia era macht untertlienig gar.
3« Zehen-dawsent mit weib nnd kind
In Hoch-Teutscblant versetzet sind.
Darfuer setzt Karolus Magnus
Francken ant Elb, den wasser-flns,
[hl. 12] Detz ir ubgotrey gar peraubeii
35 N5t sie zum danff nnd cri&tling glauben i
Stiit in vil pietum, pawt in stet,
Darfan ir lant aulbeinen det.
Wart in vil dingen reich und flueck,
8 ? »er. S g«i. 10 S abgotnij.
an «lor «eit« n&otigolmg«».
ly l>iaKor ver« hi ron H. Smeh»
393
Und regirten mit grosem gineck
Unter herzogen ser vil jar.
Witikind ir erster herzog war,
Dem znm wappen der kaiser milt
6 Gab ein weis pferd in rottem schilt.
Von gnetem gschlecht nnd altem stam
Ein herzog nach dem andren kam,
Pis in von kaiser Fridricb wner
Dem andren gegeben die kner.
10 Als man zelet zwelff-hnndert jar
Und acht-nnd-dreissig jar vnrwar,
Da herzog Albrecht war der erst.
Also das hans zw Sachsen herst
So wol, das anch ans in sint worn
15 Vier romischer kaiser erkom,
Nemlich Hainricns der erst,
Drey Otones, der ider herst
Lobirdiclich das kaisertam.
Des plfiet Sachsen in grosem mm,
20 Pis das kaiser Hainrich der vird
In dem romischen reich regierd.
Das hans Sachsen schwerlich pekrieget,
Den Sachsen oft hat angesieget,
Die in anch oft haben geschlagen,
36 Doch in hielt wenig sein zwsagen:
In gnetem frid dnrch sein amptlewt
Wurt das laut perawpt und gepewt
Und gros hochmnet im lant geüebt,
[bl. 12'] Dardarch der lanzfried wurd petrüebt ;
30 Das kaiserisch volck wiirt erstochen,
Sein Schlosser gestürmbt und zwprochen.
Als-den der kaiser wider zueg,
Das Sachsen-lant verhert nnd schlueg.
Und dieses wert zum fuenften mal,
35 Verderbt das lant vast üeberal.
Nach dem so hat das lant zw Sachsen
Widerumb grünet nnd gewachsen
Pis itz auf unser zeit vurwar
Fünfzehnndert achzehen jar,
40 Die- weil herzog Fridrich regiit,
Der frnme fuerst, und gubernirt
394
Zw Witenwerg in Saxeti*lant,
Boctor Martiö Lather genant
Wider an dag pracht gottes wort,
Welcheg lang lag an mancbem ort
t VertrUecket durch die menschen-ler,
Vertrug den pabst und pischoff ser
Anrichten vU pratic zwletzt,
Piß sie entlich haben verhetzt
Karoliim Qnintiini an die äach.sen,
10 Der mit krieg ist an sie gewachsen.
Doch ander arsach suecht zwletzt
Anch wurt herzog Moritz verhetzt,
An Bchuld aein aigen vatterlant
Angriff mit rauben, mort und prant
ir. Wider herzog Hans Friderich,
Der in erzogen het trewlich,
Als eim vettern sein lant vertrawt,
Der doch im schalcksperg hat gebaut.
Wie aber das als nem ein ent,
So Das alles stet in gottes hent.
[bl. 13 1 Also**, sprach er, „iiastw vernaraen
Des haus zw Sachsen erst herkumen
Aufs aller-kuerzt uber-sumirt.*
Den wünsch ich aus herzen-pegirt,
35 Das ir lob grün, pros, plne und wachs
Im römischen reich, wünscht Hans Sachs,
Anno salutifl 1547, am 18 tag Jnli.
S7 7 Juli. S Mbfqu
395
Die niderlag und gefencknns herzog Hans Fridrichs
zw Sachsen im 1547 jar.
Als man zeit fünfzehandert jar
Und sieben-ond-virzig fUrwar,
ü Am snntag nach sant Jörgen tag,
Als herzog Hans zw felde lag
Pej Meychsen und ein potscbaft hat,
Das kaiserliche majestat
Mit seim kriegsfolck im lande wer,
10 Hit sein retten ratschlaget er,
Mit seinem volck da zw vorüecken,
Prent hinter im ab die schiffprüecken,
Die er üebert Elb bei geschlagen,
Anf das man im nit nach känt jagen;
16 Raeckt an der Elb nab anf Mäelperg.
Des kaisers volck det üeber-zwerg
Von seim leger an die Elb straiffen
Und Bach die feint da jenset schwaifl'en.
Da detten sie mit halben hacken
20 Ubert Elb an-einander zwacken.
Als herzog Hans kamen die mer,
Des kaisers volck ankamen wer,
Als er im feld gleich predig hört,
Glaubt ers noch nit, vennaint entpört,
[bl. 13'] Etlicb straiffende rot da wem.
Als mer Spanier und huesern
*
1 Im 86ch8teii spruohbnohe, bl. 13 bis 14' [S]. Der einzeldruok , der im
nacbBteo bände beschrieben werden wird, erschien gleichseitig in Nürnberg [K|.
Nscb 8 zaerst gedruckt von R. Bechstein im Deutschen Museum 1862. n. f. 1,
s. 178 bis ISI. 2 jar] fehlt S. 11 E verrücken. 16 E Das Kayc^cr
volck. 19 ? detteo. SE detten?. 22 E Das kaisers volck.
Ibl, U]
Kamen aot Elb an» küiser« her,
Schosen mit felt^&chüeU nüeber
Nach dem der ganse Torsueg kam^
Erst herzog Haas den ernst Yeroam,
Eöest sieb auf Witeoberg zw fliehen
Und liea den droß vor-an-bin-zUien
Und etlich fuesfoick mit dem gschos;
Siebn gschwader rewler pliielt zw roR
Fey im und zehen fenlein kneeht.
10 Nach dem etlich Spanier schlecht
Scbwamen nackat am pawch und rüeckn,
Anf-zw- halten die prinnent priieckn^
Der etlich gar hin-aeber-6chwamen ^
In der Elb ir attch vil nmbkamen.
Defi füersten raising zeug der hat
Gebalten an der Elb gestat,
Das der abzaeg sicher geschech,
Etlich Spannier von der specb
Wider herüber siut geschwnmen.
Als kaiserlich mayestat vernumen
Hat gwis den fiie rötlichen abzuep:,
55w seinem gltieck sich auch zw-drueg,
Das ein pawer gefunden wnert,
Der durch die Elb zaigt einen fuert,
Den kayserlicli niayestat von weiten
Durch ringe pferde lies pereitten.
Nach dem schickt er auf dawsent pfert
üebert Elb durch de» fuert pewert.
Die zerstrewten Hieb auf dem laut.
Die doch pald wurden wider want,
Von raising an das wasser jagt;
Da wurt scharmüezelt unferzagt,
Doch wichen die Secheiöchen wider.
Also das gstat inhilten nider
Des kaisers zeug, zw-hant <ia wuert
Der ganz raissig zeug durcli den fuert
Gefüert üeber die Elb liinati.
Auch zog mit durch aigner person
tf*
7 üod] fehlt K.
3> t«ogl K Tuiok.
ii f»»obo>. 22 IC Jreitt. Iti E Üureb etlich Uu««m.
397
Die kaiserliche mayestat.
Nach dem man nach-geeillet hat
Den knerfüerstischen gar mit eyl,
Eraicht de etwas anf drey meil
6 Vom fort, dardnrch man üeber-kam
Vor einem wald, der haist mit nam
Die Locher haid, da machten pald
Die Sechsischen vor diesem wald
Ir schlachtrordnnng zw fns ond ros.
10 Die kaisrischen hetten kain gschos;
Das fnesfolck grieff an die haessern,
Paidail detten einander schem.
Nach dem der raisig zeng anch draff
Mit dem sechsischen zewg zw straff
16 Des obersten, und die hawptlewt
Pesorgetten der iren hewt,
Haben in dieser not der-masen
Das Yolck und den fnersten verlassen,
Sich mit dem raissing zeug gewent,
so Fluchtig durch ir knecht ordnnng grent,
Dardnrch sie ans der ordnnng kamen
Und gar erpermlich schaden namen.
Der raissig zeug doch in der flnecht
Wart auch gar ernstlich haimgesaecht,
36 Als volcks auf drey-dawsent erschlagen.
Auch thet man in dem wald erjagen
Auf redern etlich guet geschos,
Plündert wurd wegen und der dros.
[bl. 14'] Nicht weit von dieser niderlag
so Wurt erst ereilt vor ainem hag,
Welches der Scbweinart ist genent,
Herzog Hans, von viln angerent,
Da wert er sich, doch hart petrengt
Von seinen veinden ubermeiigt,
36 Wart er wunt in ein packen neben,
Wolt sich doch keim gefangen geben.
Den eim Deutschen, herr Thil von Drot,
Dem er zwen ring zw zeugnus pot.
*
25 B Oefangen geschossen vnd erschlagen. 26 thot] K der.
etlieb etlieh.
399
Ein new lied im thon : So wolt ich geren singen,
wen ich vor trawreo kflend. Die gfencknns herzog Hans.
Als fünfzehundert jare
Sieben-nnd-virzig wurdt
6 Gkzelet offenpare
Von des herren gepnrdt,
Snntag nach Sant Jörgen, ich meld,
Lag herzog Hans von Sachsen
Mit seinem volck zw feld
Pey Meichsen; als mit rate
Im aber nahet kam
Kaiserlich mayestate,
[bl. 120'] Sein abzneg er da nam
16 Anf ein stetlein, Müelperg genant,
und hat anch die schiffprncken
Hinter im ab-geprant.
Etlich ans kaisers here
20 Die haben umb-gestraift
Im lant mit irer were,
Pis an die Elb geschwaift,
Sahen genset der Elben-flns
Die cnrfüerstlicben hawffen
26 Paide zw roß nnd fus.
*
1 Im BechMhnten meiBtergesangboche, bl. 120 bis 122'. Vergl. R. ▼. Lilien-
cron. Die historiichen Volkslieder der Deutschen. Vierter band. Leipsig 1869.
s. 421 bis 423 nach dem einieldmcke. In diesem ist Hans Bawman von Kotten-
barg aaff der Taaber, yetsund Duco de Alba Trabant , als dichter genannt.
Sieh Scbnom Archiv 1882. 11, s. 54. 13 S kaiserlichlich.
3o pald mit halben liackari
Sübosseu paid dail zw-sam,
Tiiettan ein-ander zwacken.
In dem ancli neher kam
Der Vorzug nnd der gwaltig hatiff
uff.
«M
•ttomen
I
doch nit,
\
•komen
f
mit;
1
pr«diK hart.
1» i
Äiere,
1
zwstSrt.
6
Do thet er von im senden
Das gschüetz und anch den tros,
20 Thet zumb abzueg sich wenden.
Das kaiserisch geschos
Pracht man an der Eiben gestat,
[bl. 121] Und des kurfuersten zeuge
Sein gstat verlassen hat.
Ktlich Spanier schwumen
llber die Elb zw stund;
Etlich sind wider-kumen,
Etlich gingen zw gründ.
3(1 Dem kaisser wurd gwis kundschaft pracht,
Wie das der füerst abzuege
Mit seiner heres-macht.
Nach dem von ainem pawren
36 Im zaiget wurd ein fuerd
über die Elb an trawren ;
Als der perlten wuerd,
401
Kamen aber pey dausent pferd;
Doch wnrdens wider drieben
Ans waseer mit geferd.
9
6 Der iLaiserisch zeng sich stercket
und nber-Bchwemmen thet.
Als das der kaiser mercket,
Das sein volck ynnen-het
Jenset der Elb der feind gestat,
10 Der sechsisch hanff abznege,
Da het er schnellen rat.
10
Auf solch gewisse posse
Zwhant gefaeret würd
16 Der ganze zeng zy rosse
Hin dnrch der Eiben fürd ;
Anch kaiserliche mayestat
In aigener persone
Den fhert dnrch-riten hat
so 11
Und thet eillent nach-ruecken
Dem faersten von dem gstat.
[bl. 12 r] Nach dem man ain schiffpracken
Ubert Elb gschlagen hat,
S5 Dar-üeber man das gschtietz hat pracht,
Und das fuesfolck ist zogen
Sambt der Spanier macht.
12
Und wnrt das volck erennet
80 Drey meil vor ainem wald,
Die Locherhaid genennet.
Schlacht-ordnung macht er pald,
Het pey im zehen fenlein knecht
Und sieben gsch wader rewter,
86 Dem kaiser zschwach nnd schlecht.
7 d«r] fehlt S.
UMia ümehu. JLXll. 26
[bh 122 1
402
U
Die kängischen hneseren
ürieffen die fuesknecht an,
Thetten einander »cheren.
Nach dem die raising han
Des fäersten raising zeag an-gwent
Und beftig mit in draifen,
Doch wordene pald zertrent.
U
Erstlich gaben die flneehte
Die Oberst pefelcli-lewt,
leder sein vorteil suechte,
Sie forcliten irer hewt,
Verliesen da zv fues nnd ros
Den iren frumeii füersten
In seinen noten gros.
15
Ir raysig zeug der renel
In ir aigen fnesknecht,
Ir ordnnng in zertrenet;
l>eB gaben sie andi scblecht
Die iuecht, wie-wol als redlich lewt
Doch sich gar lang anf-liilten,
E sie Würden zerstrewt.
iß 16
Aach sind erst vil erlegen
Der raysing in der fiuecht,
Der dros, geHebtietz nnd wegen
Geplündert und ersuecht,
no Im holz ereilt nnd prets-gemacht.
Der Sachsen pey drey-dawi*ent
Sint plieben in der scblacbt.
17
Nit weit von der walstate
R6 Ein bolz, halst die Sdiweinard,
Man erst ereil let bäte
Herzag Hansj der auch ward
40S
Angriffen mit wenig der sein,
Der sich riterlich weret.
Doch war sein macht zv klein.
18
6 Wnrd in ein packen wunde
Und wnrd gar nbermengt,
Sich nit auf-halten künde,
Von vilen angesprengt,
Doch kaim sich gebn in sein hant,
10 Den nnr aim edlen Deutschen,
War Thill von Drott genant,
19
Dem er zwen seiner ringe
Zw ainer zengnus gab.
16 Nach dem man in gefinge.
Da füert man in hinab
Znm obersten duc de Alba;
Der kaiser sein pegeret;
Den pracht man in alda.
ao 20
Der faerst hneb auf sein angen,
Sprach: «Got, erparm dich mein!
Wo seint wir itz an laugen?*
[bl. 122'] Als er nun kam hinein,
26 Er nmb ain fürstlich gfencknns pat.
Der kaiser antwort wider:
„Ja, wie irs verdient hat."
21
Man gab in zw pewaren
so Dem maister de Campe.
Damach ist er gefaren
Auf ainem wagen do,
Da man im zw-geordnet hat
Spanische backen-schüetzen,
86 Sein huetten frne und spat.
16 ? Id. S im. 31 8 ergfaroD.
26'
4M
^
Auch willen
mjt im
gfangen ■
Etlich vom
adel sdD. ^
Also hat e^
ergangen.
& (iot selber sech darein,
Auf da« werd fried und aiuikeit
(Temacht im
deutschen lande
1
tieit,
tu
kban
i wort!
rgeben»
■?
nnd mort,
lewt nnde laiidl
tpi b(«.
gesamten.
Od
sein handl
Anno salatifl 1547.
405
Das poes weib Xanti.
Als Xantus het ein weib,
Ser poshaftig von leib,
Als sie ein-mal hin-lof,
5 Zw irem vatter schlof
[bl. 38] Und anf acht tag war ans,
Gar nimer weit zw hans,
Xantns lies sie hoch pitten.
Nach poser weiber Sitten
10 Sie alle pit abschlneg,
Faul nrsach sie aus-zneg.
Plieb also wider-spenig
Und gar nit ontertenig.
Des wnrt Xantns petmebet,
16 In nnninet sich vast nebet,
Ir abesen hart claget.
Esopns zw im saget:
9 Schweig und sey gneter ding!
Zw-wegen ich dir pring,
ao Das dein fraw widernra
Unpetten wider-knm/
Frw nam Esopns clueg
Vom herren geltz genneg
1 Im soobiten «pruohbuohe, bl. 15 bis 15' |S]. Denselben schwank schrieb
H. Ssehs auf bl. 37' bis 38' [S'J. Da er bei der Wiederholung das datutn des
entsprechenden meistorgesangea in seiner spracbweise darunter setste . können
wir annehmen, daß er diesen und nicht etwa ein konsept von S dabei zur vor-
läge hatte» Der moistergesang stand im neunten (verlorenen) meistergesaug-
bnehe, bl. 171, hatte die Überschrift: Xanti weib loff hin und begann: Als
ZADtafl het ain weihe; er ist am 3 Augast 1547 gedichtet. Die einsige ab-
sehrift, die Ton ihm erhalten ist (Dresdner handschrift M 5, s. 308), schließt
sieh freilich an einigen stellen an 8, an anderen an 8' an. 7 S' nit mer.
1 1 8' mer-saeg. 14 8' wart. 22 bis 405, I S' FrUe thet gen uiarok er lawffen.
Uud det geo marck bia-lauffen,
Mit allem rat ein-kanffen
Hüenr, gens^ danben und eoten,
Det darmft eylenU wenten
Hin in die gassen dar,
Da seine herren fraw war.
On-gfer ein knecht herauB
Ging aus m vatters haas.
Den det Esopus fragen:
^Mein freont, kanst mir nit eageo,
Ob kain wiltpret fall sej
Im bais, zw gasterey?
Xantns, mein herr, der alten,
Wirt morgen hochzeit halten
Mit einer andren frawen*
Das meniclich wirt »chawen/
Darmit ging er darfon.
Der bausknecht zaiget an
Dem weib Xanti die mer,
Ir herr verbayrat wer.
Palt sie das liört vor alio,
Uberloflf ir die galin
Und in grimigem zoren
Mit wnetigem rumoren
9« Kam sie binbaim geioffeii.
Fand gleicb die banst U er offen
Und drat zw Xanto dar,
Sprach: ^Ja, ja, ist das war?
Dir tjol kein weib zw frumen
äo lieber dein tbiiergscbwel kiimen,
Die-weil icb bab mein leben.*»
So tbetz im baos pekleben.
Welcb man ein poe weib bat,
Die biolauft frw und spat,
Der tbw des stüecks sieb remen,
Ein ander weib zw nemen,
t S* Vor! th«i mit rat, 3 6' Hüener. tKubn.
fftlW* 1^ S* ftticlom, 34 S' Mit ser groiftui.
84 6' frtle. 3» 6' d«r ttlkk.
4 S' l«ntoii. 8 g'
30 S' h*iiigiobw«K
407
Thw anft hochzeit ein-kawffen,
So Wirt sie selb haim-lawffen,
Farpiegen alle Strassen,
Kain weib ins haus zv lassen,
6 Das ir kein nnglneck wachse.
Den rat gibt im Hans Sachse.
Anno salotis 1547, am 5 tag Augasti.
*
4 S' Kaine im. 5 and S fohlen S'. 7 8' 3 Ug.
Irsji
Ei
\^
Kr
Dl
E
Dl
tt münicbi.
. ich der mer,
kern doch her*
ipten frej
leateney,
gen JÄreii
lei wareD.
wler praeder,
Dem leget der dewffel ein hieder,
10 Kam, sprach: Was pistw tür ein mon >
Er antwort : Ain ^aistlich person,
Von der weit genzlich abgescliiden :
[bl. 'M)\ All weltlich gscheft las ich zw-frieden.
Der dewflfel sprach : So raüest auch dw
15 Haben ein gaistlich klaid darzw,
Das man dich vor der weit müeg kennen
Und ein geistlich person zw-nennen.
1 )er prueder sprach : Wo find ich das ?
Der dewflfel sprach: Wart an der stras!
•jo Ein klaid wil ich dir morgen pringen,
Das dich zirt in geistlichen dingen.
Frw kam der dewflfel in zw quellen,
Pracht grabes tuechs auf zwainzig elen
Und schnit miten darein ein loch,
23 Hing ims an hals. Der prueder doch
♦
I Im sechsten luoistergeHungbuohe, bl. 3S^ bis 39'. Der meistergesang in
Hans Sachsens rosentone: Vrsprung des ersten münioh »Ein mttnich alt fragt
ich der mere« 1547 August 2b (MU 9, bl. 197) stimmt fast wort für wort
überein. Quelle: Johannes Agricola, Sybenhundert vnd fUnfftsig Sprichwörter.
1541. nr. 24. Die crweiterunj; des schwankes sieh band 9, 8. 458 bis 461 =
schwank nr. 243.
409
Das f5rder dail in armen trneg,
Das hinter tail er nach im zaeg.
Darmit phing er an heck und standen.
Der pmeder war schwitzen nnd schnanden,
6 Mnest sich ahl6sen imerzw:
Das klaid schaft im grose onrw.
Der denfel kam, den pmeder fraget
Vons klaids wegen. Der pmeder claget.
Da schüerzt er im das tnech hoch anf,
10 Fand ims mit ainer wid zw hanf:
Da wnrs ein knet mit weiten geren,
Der lens kunt er im nit mer weren.
Dammh pschar in der dewffel ganz,
Lies im seins bars ein schmalen kränz.
ib Nnn war die knet so weit nnd gros.
Der fanl pmeder wnr arheitlos.
Der dewffel sprach : Dw mnest dich neren,
Im müesigang dein zeit verzeren,
Zog im das hembt von seinem nack,
20 Macht im draus ein termanir-sack,
Der hinden und voren nab-hing;
Darmit er terminiren ging.
Als er nnn einem dorff kam nahen,
[bl. 39'] Als in die genshirten ersahen
36 In solich selzamer mnnier,
Maintens, es wer ein wildes thier,
Verliessen irer gense hauffen,
Detten flüchtig dem dorff zw-lauffen.
Als der prueder eilt zv der pfarr,
80 Da ersach in des dorfes farr
Undschray: Emw, emw! mit schall.
Da sageten die pauren all:
Das thyer das mues ein münich sein.
So kam der erst münich herein,
36 Vom dewffel peclaid nnd peschorn
und vom farren penamet wem."
Was möcbt den goetes von im wachsen?!
Wie man das höret von Hans Sachsen.
Anno salutis 1547. am 25 tag Aiigusti.
30 ? «hil fohlt 6.
410
Die drey löblii-hen pewriii.
16
Drey pawren saseü pey dem wein,
Iglicber lobt die frawen sein.
Der erst sprach : ^Mein fraw dtir und gsiind
Vertrit mir in meim haus ein Imnd
Mit irero gron, pellen nnd marren,
Thutz mit knechten und maiden scharren.
Mit den nachtpaum thnet sie sich ßchelten,
Zw-frid is mit im freunden selten.
Wer hin nnd wider für ist gen,
Thut sie auch pl ecken ire zen,
Und thnt mich selbert auch an-pellen,
Henckt mir anch an yil schampar-Echelleu,
Ich sey ein esel, narr und dropff.
Wen ich ir den ains gib an kopff,
So that'^ nach mir zwacken und peisseo«
Als wöls zw stueckeii mich zw-reissen.
Also sie mich angeknurrt und -schuawft.
Idocli kain hasden sie erlawft.
Wer sie noch so ranig und mager.
Ich wolt, das sie het der Iiuntschlager!^
Der ander sprach: „So ist mein weib
Gros, starck, grob und rüesseu von leib,
Sie vertrit mir zw haus ein ganl,
So woi mag zthen sie im maul
. 1 Itn iocbflleu rpruoht^uahis , ht. 41' bis 42.
Vergl. den moUtergwaog im
Drejr pjiuroo t&«ofi pey d«CQ
weioo« 1547 Ootobor U (M<; 9, b1. 374), g«dr. Woller, Uant-Snobf-biblio^rAphi«
nr. MD. l»er einftttMruok des s|iruohgedkbt.«i (WeUor nr. 37, S) «Ummt (tat
geafto mil d«ui druck« dta meiitttrgttüADges Dberein. Krw«iiBft iit dor fpniQh
buod 21| 0. 187 bi« IVK 2Q ^ WHgel. Vi»rgU fMluftobUpiolt, bdob. 7, i, V^I f.
411
Ans der kandel, stäetzen und flaschen,
Darmit Iren goder zw waschen,
Eain Eueg thuet sie mir anch versagen,
[bl. 42] Darzw thut sie anch geren tragen
6 Haimlich kües nnd anch leilach ans,
Die versetzt sie in dem wirtzhans,
Lest teglich füeren ir den plinden,
Ich kan ir nicht zemen noch pinden.
Wie-wol sie nit ist geren hay,
10 Liegtz doch geren lang in der stray.
Wen sie von der drenck haim thnt lenden,
So get sie oft heim an den wenden.
Tag onde nacht ist sie stetz vol
Und schewcht, wo man arbeiten sol.
16 Solt ich zw fnes gen diesen winter,
Wolt ich, es hetz der schelmen-schinter!**
Der drit sprach: «Gros nnd nngeschicket.
Dick, iaist am leib and wol durch-spicket,
So ist in meinem hans mein fraw.
20 Dammb darff ich snnst kainer saw,
Sie ist schlächtisch in allen Sachen:
Mit waschen, kochen nnd mit pachen.
Hoffen und schüessl liegt ungespnelt,
Sam hab ein saw darin geüelt.
26 Pfercht in die heffen anch darzw,
Hat vor den flöhen wenig rw.
Ungepet lieg ich vast al nacht.
Kein new gwaschn hembt sie mir nie pracht.
Sie grölzet, reispert, farzt and huest
80 Und ist ein rechter sappen-wnest.
Hüner nnd gens lests hnngers sterben,
Das flaisch erstincken and verderben.
Die zotten hencken ir ins maul:
Sie ist schlüchtisch, treg und raistfaul.
96 Allein zum nüsch so ist sie wacker,
Ich wolt, es het sie der fleischhacker!''
Addo salatis 1547, am 16 tag Octobris.
27 ? ich. 8 io. 31 E lests. 8 lees.
|bi 42'i Die Arn
Pnrgnnd. Das tirtail
— I
]| a ritter sas,
0 ' netd und ba«,
9 S af ein tag,
A ^praech und dag,
8f< ff-dawäent dueatßii ;
Fl f in 2way mcnaten.
Als m das gelt nan pracht d^m pdsen,
10 Iren herren darmit zw lösen,
Aus pos unzuchtiger pegir
Pegeret der poswicht von ir,
Auch vor ain nacht pey ir zv schlaffen,
Sunst wolt er in am leben straffen.
15 Die fraw erschrack, war eren-frum,
Im tueren fragt den man darum,
Wes sie sich irer er solt halten.
Ir wurt geantwort von dem alten :
^0 dw liebster gemahel mein,
•ju Kans ye und raags nit anders sein,
So thw dich in sein willen geben,
Das mir erettet wert mein leben. *^
Nach dem die nacht er pey ir lag.
Frw pald aufging der ander tag,
2[i liios ei* den alten riter aus.
Doch auf eim deppich vor dem haus
Lies er im abschlagen sein haubt,
In leib, er und gueter peraubt.
Die traw floch zum herzog, entron.
1 Im soohsten siiruchbuche, bl. 42' bis 43. Diu erweitorung sieh band 2,
8. 331 bis 334, dazu band 21, s. 365. Vergl. Kirchhofs wendunmuth A, 243.
418
Von Pnrgiind, zaigt im cleglich on,
Wie tiranisch gehandelt het
Der ritter. Nach dem schicken det
Der herzog and Ined in zv gast
5 In seinen fürstlichen palast.
Die fraw anch mit zw dische sas,
In lanter schwarz peklaidet was.
[bl. 43] Er det, sam het er ir nie gsehen.
Nach dem mal det der herzog jehen
10 Znm ritter: „Dieses frewlein schon
Ist ein witib nnd hat kaxn mon;
Der-gleichen hastw auch kein frawen.
Wir wollen dirs euch vertrawen."
Der red erschrack er, thet sich Schemen,
16 Sagt anf dis mal kein weih zv nemen.
Der herzog plickt in ernstlich on,
Sprach: ,Dw mnst sein der frawen mon,
Oder hast unser hnld verlorn/
Als er vermerckt des f&ersten zom,
flo Sein willen er anch darein gab,
Went doch sein äugen von ir ab.
Der fßrst sprach : ^Setz dich und verschreib
Dein hab und gueter disem weib;
Versiegel das mit deim petschir!''
26 Als der prieff wart volendet schier,
Da gab der fderst in gottes nam
Paide person elich zv-sam.
Palt er zw eren pracht die fraweu.
Lies er den köpf im auch abhaweu:
30 Der frawen wart sein hab und guet.
Als die kronica sagen thuet,
Gschach nach Cristi gepnrt vurwar
Virzehnndert und fünfzig jar;
Ein loblich urtail so war das.
86 Detten all fürsten solcher man,
So würt geent vil ungemachs.
So spricht von Nürenberg Hans Sachs.
Anno salutis 1547, am 19 tag OctobriH.
415
und dancht sich darin stolz,
Die wolff flohen gen holz.
Als er nach karzen tagen
Eim wolff lang nach det jagen
5 Und als der wolff nm-sach,
Das er im war so nach,
Forcht, das er in zw-ris.
Vor angst er sich peschis
Und det sich erst vast strecken
16 An ainer doren-hecken.
Dem wider in dem rencken
Die hondz-hawt det pehencken.
Der wolff der war omb-sehen
[bl. 44] und erplickt in der nehen
15 Da sten den plosen wider
Und platzet anf in nider
Und fragt in, wer er were,
,Ein wider,"* antwort ere.
,Waramb hast mich den jaget?'
so Sprach der wolff. Darauf saget
Der wider: ,Ich thet scherzen."
Der wolff sprach : „In meim herzen
Ean ich keim scherz zw-aigen!*^
Und det sein kot im zaigen;
36 Den wider waergt nnd fräs
Der wolf, zv räch in as.
Esopns mit den sacben
Warnt die nidem nnd schwachen,
Mit den starcken zw kriegen;
30 Wan ir truetz und petriegen
Nit lang wert ir vermessen,
Entlich Werdens gefressen.
Anno salutis 1547, am 21 tag Octobris.
17 und 18 reime, »as dem meiitergesAnge Übernommen.
Der spreclier mit dem rock.
Zw Straepurf^ war ein Sprecher,
Eio gneter foller zecher,
Was er des tagß gewone,
Das war zw nacht vertone.
Derbalb ging er zw-riflsea,
in gwentlich, alt, zerßchlissen,
Der doch was künstenreich.
Keiner war im Bunst gleich
10 Mit sprechen oder singen;
Mit vil höffJiichen dingen
Kunt er mit fichimpfling Sachen
|hl. 44'] Dem volck vil freuden machen.
Ein rat znm newen jare
16 Ein rock im schencken wäre,
Den er den nach den tagen
In solt zw eren tragen.
Den er zw danck anumb,
Macht ein lohf^pruch darniiih^
20 Den er oft hat gespreclien.
Und e verging vier wochen,
Det er den rock verkaufen,
Verspillen nnd versauffen,
AU das ein rat erfner^
m Es im verschmähen wiier,
Und forderten den Sprecher,
Den spiüer und weinzecher,
1 Im 8«4ibHt«n i^praebbiiotie, ti). 44 bli 46. ijeilruckt in den fab«li}
fohwAnkon nr. \iH. /.u V9Tg\. wire MG 9, bl. 30ß in rjer fpniehweii»
IL 8a<*ha ; Sprecher mit d^in rook »Zw gtrupurj: war ain fpreober« 1647
vviabtr &? Uie erwAiteriitig tkli baad 21, t, 20t bii 206«
417
Sprachen: ,Ein erber rate
Und gemain dieser State
Hat dich peklaidet feine
Von wegen der knnst deine.
& Wo hast den rock hin-thon?^
Da fing der Sprecher on:
^Ir herren, mich vemembt!
Der dat euch selbert scbembt,
Weil ir herren im rat
10 Straspnrg, die grosen stat,
Teglichen knnt verwalten,
Ennt doch den rock nit pbalten
Und habet mir in geben,
Der ich durch mein ganz leben
16 Nichs philt, wie möcht den graben
Rock ich den phalten haben?''
Pey diesen gneten schwencken
Ein weiser sol gedenken:
Wen er was haimlichs treget,
[bl. 45] Das in haimlichen neget,
Das doch haimlich so! pleiben
Vor mannen nnd vor weihen —
Wo er das thnet vertrawen,
Sagn mannen oder frawen,
26 Verpit ims, wie er wöll,
Er doch gwis wissen seil,
Das es im wirt auß-prechen,
Zw dem möcht man wol sprechen;
Die- weil dw dein anliegen
30 Seibert nicht hast verschwiegen,
Wie kunt ein ander schweigen,
Des die sach nit ist eygen?
Dmmb wilt ein ding still haben,
So thus in dein herz graben
35 Und thw das nimant clagen,
So kan es nimant sagen.
Das dir unglüeck «iraus wachs,
Spricht von Nürnberg Hans Sachs.
Anno salutis 1547, am 5 ta<7 Nov<*inhris.
Haus Sacht. XXII.
Der ritter ; i whöneo dOehteni.
4
mwi hüis past^
fr \ pal&frt^
' treidieii garten
kriay arten.
^ per stniKi,
Däilii muer iwi% n^b man fttnd.
10 Eins tags der kumg Karel ah
Jagt het dnrcb einen finstern walt,
Zw diesem ritter thet ein-keren,
M. 40' Der in entpling mit grosen eren.
Da er mit hohem fleis peschawet,
ir, Wie alle gmach waren durch-pawet;
Darob der künig het gros wunder.
Ein disch war im peraitet nnder
Eim auspraiten pamranzen-paum
In dem garten, in weiten ranm ;
20 Daran der künig frölich sas;
Der ritter zw disch dienen was.
In dem eindraten in den garten
Zwo jnnckfrawen mit schneweis zarten.
Durchsichtig weisen hemetlein,
25 Dardurch ir leib sam plos erschein,
Ganz engelisch gelidmasirt,
Mit gelb fliegendem har gezirt,
Wueten in weyer i>is zun prüesten
Und lischeten da zw wolüesten,
*
1 Im sf!ch-ifen spruclilturlu«. bl. 10 V)is 4 7. Die erweitoriin^ sieh han«! 20
419
Fingen etliche grose fisch,
Die wnrffens f&r des künigs disch,
Im gras zw schnalzen tind zw springen.
Änderst zw klaiden sie abgingen.
6 Nach dem kamen sie alle paid,
Ide in adelichem claid
Und tmegen mit höflichen züechten
Zwo schallen mit mancherley Mechten.
Nach dem standen sie zam gericht
10 Vor des küniges angesicht
Und also sües und lieplich snngen,
Gleich sam mit engelischen znngen.
Der alt künig sie paid anplicket
Und wart gen in paiden verstricket
u Mit in-prfinstiger starcker lieb,
Die in ie lenger vester trieb,
Das er oft kam sam aus genaden
[bl. 47] Zw diesem ritter angeladen.
Sein lieb kant er nit lenger tragen
to Und det es ainem graven clagen,
Er wolt dem framen ritter alt
Paid dOchter nemen mit gewalt.
Der graff das wideriet zw-hant,
Sprach: „Das wer ench ein grose schant.
26 überwint dieser liebe we!
Stewert paid jnnckfraw in die ee!
Das ist each ein mm, preis und er.*^
Der künig folgt der drewen 1er,
Verhairet die junckfraw all paid,
80 Doch rait er ans dem lant vor laid.
Pocacius peschreiben Ihaet.
Erliche lieb ent sich in guet.
Das daraus alles guet erwachs
Wünschet von Nürenberg Hans Sachs.
Anno aal litis 1547, am 17 tag Novembris.
27*
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b4 «» gfatem.
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& Er midk gewib.'
Dil insüel^ncliiiBoti!'
W, »jl M feil tkfmi
Wi wti wmgtämch,
Släc » aaden mdi^
) Nael Qoli der dot.
Der den sw etm gr&cera erpot;
1
Wo er in nein x« diesen sacUeJi,
Wolt er ein arzet aas im machen,
jhl. 47' j Das er wüert reich in kurzer zeit.
ir. r)ie gfaterschaft er im zw- seit.
Der dot hneb aus dem tauf das kind,
Lert sein gfatern die kunst geschwind
Und sprach : -Wen dw gestzveim krancken,
So hab nur auf mich dein gedancken!
20 Wen ich ste pe}' des krancken haubt,
So mues der kranck sterben ; (gelaubt ! )
Ste ich aber peis krancken füesen,
So müegt ir im sein kranckheit püesen."
Im dorff lag kranck ein reicher pawr,
25 Zw dem der arzt kam und sach säur.
Der kranck den arzt hies willig kumb,
Der sach pald nach seim gfatern umb,
1 Im sechyten «pruohbuche, bl. 47 bis 48. (iedruckt im Deutschen museuin
1802. n. f. 1, -. 1H2 bis 184 und in den fabeln und »chwänUeD nr. 99. Vergl.
M(i 9, bl. o40 im ro«entone des II. Sachs: Der pawor mit dem dot »Ein
pawer wolt gwinen nin fjfafernt 1547 Dezember 21? (irimm, Kinder- und haus-
iinirchon nr. 44, «limi bjin«l 'A, 70. .lacob Ayrer.« fastnucht^piel : Der baur mit
?einr j^futtcr todl.
421
Der dort peis krancken fliesen stund.
Der arzt sprach: .Wiltw werden gsund,
So g^b mir zwelff gülden zw Ion.*"
Er sprach: „Das wil ich geren thon.'
6 Pald er den krancken det gsund machen,
Wnrt er pememet in den Sachen.
Pald er ging zw eim krancken ein,
Sach er anf den gefatem sein :
SUind er peim haubt, der krancke starb,
10 Pein fliesen, gsnntheit er erwarb.
Nach im man schicket in die stet,
Vil geldes er verdienen det.
Als das weret anf zehen jar,
£om der gfater dot zw im dar
16 Zon hanpten, sprach: «Hört, gfater ir,
Macht ench palt auff, ir müst mit mir!''
Der arzt sprach : ,That mich nit verspeten,
Last mich ein vatter-unser petten!
Wen ich das gar ans-pettet hab,
to So wil ich mit euch schaiden ab.*
[bl. 48] Der dot sprach: «Das wil ich auch thon.^
Der arzet fing zw petten on,
Pet doch nit mer, den das erst wort.
Der arzt den dot west an dem ort
26 Und pet also daran sechs jar,
Das vatter-unser pet nie gar.
Der dot gar oft kam in sein haus,
Sprach: «Habt ir noch nit pettet aus?'*
Der in doch lenger noch aufzneg.
so Der dot zw-letzt praucht ein petrueg:
In eines krancken menschen gstalt
Legt er sich vur das hause palt
Und schray: „Her arzet, helflfet yr
Mit einem pater-noster mirl"
U6 Der arzt loff rab, spracli sein fiepet;
Der dot im pald sein hals umb-dret,
Sprach: «Nun hilft euch kain liste zwar.**
Darumb ist das alt Sprichwort war:
Kein krawt sey für den dot gewachsen,
io Wirt auch verschonen nit Hans Sachsen.
Anno salutis 1547, am 20 tag Novenibria.
422
Die YoUkiinim
an der plan
ander gotter, I
acbtz geselieu
[bl. 51] A
ändert jar
D
jar vnrwar,
» A»
gen Dec«tnbrig
W
ewis
In
on planeteo,
D
)eck da h«tt«n
S>
am flnnBioent,
\ti Die in der Bechsteii stund üch ent:
Kratlich der gnetlg Jupiter ' ^
Scbin ganz adelicher geper
(ranz tiigenthafter art und railt.
Gen im über das himlisch pilt
15 Venus, der lichte morgenstern,
Erglastet. Und von dem nit vern
Mercurius gab seinen schein.
Gen diesem legt sich schwerlich ein
Mars, der sich peruembt seiner art
20 Des kriegs und raubs mancher herfart,
Darin er het erlanget er,
Und über das rüempt er sich ser
Der hetz und jegeren vast gern,
Wie er gefeit het etlich pern,
•j.i Wer gfallen ubert perg hinein
Und gstochen etlich wilde seh wein.
Mercnrius pereter art
Hielt Martem stetigs widerpart,
Weil er in sach so hurt pewegt.
30 Hachus het in schir gar pedegt,
♦
I Im tjcchneii ?|»ruclibuohe, bl. 50' bi^ 51'.
423
Das Mars scbir gar stickftnster war.
Lana loff im entgegen gar
Und wincket Martern oft zv schweigen;
Er aber wolt sicli ir nit neigen,
5 Pis er entlich mit ir verschwand:
Stil wart es zv der selben stnnd.
[bl. 51'] Anf-ging Satnmns, der daerr alt.
Den nberzug anch Bachos palt,
Das er gab gar ein finstern schein,
10 Der det Mercuriam allein
Mit dem Bachum auch aberzihen.
Mercnrios zw-meck wart flihen,
Anf das er erhilt seinen schein.
Das ander gestirn als gemein
16 Wnrt von dem Bacho plaich niid duuckel,
Allein schin hell wie der carfunckel
Herr Jupiter, der erenfest.
Und Venus zart, die aller-pest.
Mit irm lieblichen gegen-schein
20 Jovi, irem gmahel allein.
Darmit nam an dem firmament
Die constellacio ein ent.
Got geb, das als glüeck draus erwachs!
Das wünschet von Nürnberg Hans Sachs.
26 Anno salutis 1547, am 27 tag Decembris.
14 ? geftirn. S gsiirn.
424
Die zweji pa(
tteukercker mit dem
»
k
I
Em
iwea psehantea
nupekanteu
i nach prot.
aucU die not.
dotten-kereker,
sr ander ein Mercker.
Eids nacntz macui^n sie ein peäcliaid,
10 Wie sie wollen sielen all paid,
Der Scliwab ein sack mit nüesen wolt
Stelen, aber der Mercker solt
Ein grosen faisten heniel Stelen,
Das im kercker wollen verhelen.
1 1(1. 52] Der Schwab kam mit den nüesen sein
Und setzt sieb auf die dotten-pein.
Klopft auf die nües, die-selben fräs
Und seines gsellen warten was.
On gferr süssen in dem wirtzbaus
•20 Zwen pauren, lebten in dem saus,
Der ain ret von grawsamen dingen,
Was die sei im painhaus pegingen,
1 Im sechsten spruchbucho, bl. 51' bis 52'. lieciruckt in den schwanken
als nr. 100. Vorgl. den ineisterge^ang in «lein langen tone Hopfgarlens : Die
pachanten ein ntampaney »Hort zw Krdfurt waren armer pachanten «wen«
1532 Februar 29, gedruckt bei Frdr. (Jottfried Wilh. Hertel, Handschriften von
Hans Sachs. Programm. Zwickau 1854. s. 34 bis 35. Nocliniala bearbeitete
H. Sachs den stoß' am 1 Januar 1548 in seinem rosentone fas^t wörtlich Uber-
ein.stimmend mit der obigen ^pruchform, Erweiterung sieh band 9, 8. 416 bis 419.
Quelle: Paulis schimpf und ernst nr. 82 (auög. von H. Oesterley «. 62 und 482);
sich auch II. Kurz, rollwagenbiichloin g. 211 /u nr. LVI.
425
Und machten oft ein gros gerümpel,
In dotten-painen ein gedüempel.
Der ander pawer zw im sprach:
«Der gaist ich nie kain h9rt noch sach.
6 Wiltw mich zw dem kercker dragen
Anf deinem rüeck, so wil ichs wagen.''
Auf seinem meck fast er den knollen,
Ein voller tmeg den andern vollen,
Und kamen zv dem kercker dar.
10 Der pachant nam der zwayer war,
Maint, sein gsell det den hemel pringen,
Und det von dotten-painen springen
Und sprach: „Pringstw den hemel frech?
Wuerff nider in, das ich in stech!*'
16 Gros forcht dnrch-ging den feilen pawm,
Warff nider vor des kerckers mawm
Sein gsellen, wolt lawifen darfon.
Nach im dappet der drnncken man,
Ergriff in pey dem kittel wider
20 Und rais in oben anf in nider.
Der pachant ans dem kercker dappet,
Auf das den hemel er erschnappet
Und schray den an: „Halt fest! halt fest!
Ich wil in stechen, ist das pest."
26 Den pawren wart vor angsten hais,
Das ider in die hosen schais,
Und foren paid auf von dem hawffeii,
Hueben von kreften an zv lawffen.
[bl. 52'J Der pachant maint, der hemel wer
so Entloffen im; an all gefer
Loff er nach, schrir mit heller stim :
„Dw pleibst, dw pleibst ! Halt, halt ! " mit grim.
Erst ider pawer waidlich loff,
Pis sie entroneii vom kirchoff
35 In das wirtzhaus, da sie pesimder
Erst sageten von grosem wunder,
Und sahen paid den dotten gleich,
Erschluchzt, erschrocken und ganz pleich.
*
15 MO Groe f. daroh ging. S Duroh f. war angst. 25 S haus. 31 S
«tum. 33 S wadlioh. 38 S Esobluobzt.
4se
Wer ?il litirch ffirwitas wU erfarwi.
Der phecht äw seilten in dem gareti,
Leit 55W dem gspöt vil ungemacJis
Durch sdnen varwitE, spricht Hans Bachs.
Anno «aliitii 1548, am 1 tag Januari.
427
Der maier mit dem thumbrobst zw Regenspurg.
Zw Regenspurg ein maier sas,
Der het ein weib, scliön nber-mas,
War docli an Iren eren Btet.
6 ümb die der thumprobst puelen thet
Und wolt ir virzig gnlden schaffen,
Das er ein nacht pey ir thet schlaffen.
Die fraw thet es dem man ansagen.
Der maier thet mit ir ratschlagen,
10 Wie sie das gelt zw wegen precht,
An eren doch plieb nngeschmecht.
Entlich da wart die glock gegossen
Mit ainem visirlichen possen.
Die malerin die schickt ir maid
16 Zw dem thnmprobst mit dem peschaid,
Ir man wer gangen nberfeld.
Der thnmprobst kam und p rächt das gelt
Und gab ir das und miten dacht,
Pey ir zw schlaffen die selb nacht,
ao Die fraw priet ein hun und sot fisch,
Hies den dumprobst sitzen zv disch.
Dem maier geben wart das los.
Der kam mit eim gepöller gros
Zw klopfen an sein aigen haus,
[bl. 70] Die fraw sprach : »Herr, mein man ist daus."
Er sprach: „0 fraw, wo sol ich hin?"
Sie sprach: »Herr, folget meinem sin
*
1 Im seohften spraohbaohe, bl. 6tt' bi» 70'. (iedruokt bei Charles Schweitzer,
Uanit S»«h8. NaDOj 1887. s. 436. In den sämtlichen eohwilnkon alä nr. 101.
Vergl. den meistergesang im rosentono des Uaos Sachs: Der maier mit dem
dumi^robst »Zw regenspurg ein maier sas« 1548 Januar 30, gedr. bei Schweitzer,
8. 434.
Und siecht euch miieUr-fiadiftI ab
Un4 stelet ettch nur pald htn&l)
Unter die pild In die wcrckstel
Und rmri each nit, ob gleich far*gat
Mein man mit gdnem w&feo wild.
So maint er, ir seit aadi ein pM,*
Das gBchadi. Sie det dem maier auf,
rekstal hinauf,
^ ol idi aim verkawAfen.-
st I 1 QHler dem bawffeji«
^Daa pi!d wer fein,
4 in gscliiiT allein;
'< ^r erbem frawen,
t-a» miclis rab-hawenf»
i& Eiit dm ding nur recken^
» liecht dran Bteoketi.'*
^ [ai peybel her.
Das er ims annaat. Da flncb der
Dnrabrobst, stiee etWi^h |»i1ti rlRrnider,
20 Loff nackat ans dem hanse wider,
Kam Racket zw seim haus geloffen,
Die thüer an als gefer fand offen.
Der raaler loff im hindenach
Und schrir imer: „Halt auf! und fach!''
25 Und klopfet an des thumprobst pforten
Und schrir hinauf mit diesen Worten :
„Mir ist ein pild entloffen rein."
Der dumbrobst schra\' : „Last das guet sein !
Ich wil euch hundert gülden schencken,
:io Und thuet der ding nit mer gedencken!"
[bl. 7M'J Der maier nam das geltlich an
Lud ging gar frewdenreich darfan.
So geit manch weib noch aim ain schlappen
Tnd henckt im an ein narren-kappen,
sb Daraus im schaut und schad erwachs
Mit scliant und schaden. Spricht Hans Sachs.
Anuo salutis 1548, am 3U tag Januari.
429
Die drey schalckhaftigen stndenten.
Drey Schreiber zogen uber-felt
Gar wolpeklaid, doch on pargelt,
Die kamen in ains pfaffen haus,
6 Der erst Student der thet sich ans:
Er wolt in pringen protz genneg
On gelt, mit seinen listen clueg.
Er ging bin anter die protpenck,
Kauft sechzig serael durch sein renck,
10 Sprach zv dem pueben: ,Ge mit mir,
Das mein herr zal die semel dir!''
Da loff des pecken pueb auch mit
Und west umb diese schalckheit nit.
Als sie kamen in dieffes kot,
15 Lies der Student fallen zway prot
Und sprach zum pueben: ,Lawff und hol
Zway andre prot! Zalt man dir wol."
Der pueb loff und zwo semel holt.
Die weil der Student darfon droit
20 Und sein gselen die semel pracht
Zw essen auf drey tag und nacht.
Der ander Student der ging frisch
*
1 Im sechsten sprnohboobe, bl. 70' bis 71'. Gedruckt: Charles Schweitzer,
Hans Sachs. Nancy 1887. s. 441 ; dann in den sämtlichen .«cbwänken als nr. 102.
Wahrscheinlich stimmte der moistergesang in der abentcuerweise des Hans Folz
▼OD demselben tage (MQ 10, bl. 13) mit dem obigen Spruche Ubereio. Ob
II. Saehf in des Römers gesangweise 1549 in der mitte September denselben
/toff nochmals behandelte (.MG tl, bl. 96), ist vorderhand nicht zu sagen.
Das 29 fastnachtspiel mit der Überschrift Die drey Studenten hat nur fünf
(»ersonen; demnach ist es tweifelhaft, ob es den gleichen inhalt hat. Vergl.
fa«tnaehtspiele aus dem 14 Jahrhundert ?. 127H.
430
An den fischmarck ^v bobn fia^-li,
Kmuft umb zw elf paUen fiBeba BchiF
[bl. 7!i Und spraeb ^am tscher: ^Kom mit mir
Zum bern», der dich auarichtet schon!**
b Füert in ms kloster saiit Haimroti.
Ein münch »as und lidrt peiebt darnacli;
Zw dem drat der stadent und sprach:
ir den fischer aus!
, iiscb zw haue.«
Itt • gpeicbtet pir,
üscber dar
nieder und mir peicht!^
^Das gelt berkichtl**
jDicb reit der gaiatN*
li balg in scbmaist.
ein halbes icbock
% in ein drock;
t i * erkeat:
Die ftsch pracbt darfon der Student.
20 Der drit stnedent nach wein ausging;
Zwo gros flascben er an sich hing.
Die ain flascben die triieg er 1er,
Die ander nam vol wassers er;
Haimlicb unter dem rock sie trueg
26 Und in eins wirtes keler zueg,
Hies im ein-messen zehen mas.
Und als nun war geschehen das,
Sprach er zum wirt: „Herr, get mit mir,
So wirt mein herr euch zalen schir!"
30 Er sprach: „Kaim ich nach gelt nach-ge;
Gieb mir mein wein herwider we!"
Zw-hant aber der nasse knab
Die flascben im mit wasser gab.
Die schuett er in das fas hinein,
35 Vermaint, es wer darin sein wein.
So pracbt der Student haim das dranck;
|bl. 11' \ Also verdint ir ider danck.
So gschicklikait oft helften thuet,
Das aber thuet int leng kain guet.
Anno sulutis 1548, am 30 tag Januari.
431
Der pfaff in der wolfsgrnebeii,
Ein edelman in Francken sas,
Der ein 8er gneter waidmon was.
Der het ein frawen, schön und zart,
5 Die mit eim pfaffen puelen wart,
Der all nacht dnrch das hinter thor
Ins schlos haimlich kam nmb zwejff or.
Das wart entlich der jnnckher innen
Und lies graben mit listing sinen
10 Ein wolfs-grueben hart aasen füer
Des schloses grose hintre tüer,
Pant zw eim koder draaf ein enten
Und det wider ins schlos sich wenten
Und ging schlaffen nach dem nachtmal
16 Und lies die frawen in dem sal.
Er stelt sich in ain kamerladen.
Da kam ein wolff, im selb zv schaden
Zw saechen da die narang sein,
Loff zv der enten, fiel hinein.
20 Die gnappert hüert vil wider nider
Und pedeckt die wolfs-grueben wider.
Als es nun war nmb miter-nacht,
Der pfaff sich anf die puelschaft macht,
Schlaich zw dem schlos geleich wie vor.
25 Als er kam zw dem hintern tor,
*
1 Im seohaien spruohbuche, bl. 71' bis 72'. Gedruckt in den sämtlichen
sehwäoken all nr. 103. Vergl. in Hann Sachsens rosentone: Der pfaff in der
wolfsgraeben »Ein edelman io Franoken suse« 1548 Februar 8 (M(i 10, bl. IH).
Denselben inbalt bat RosenplUts »prucb von der Wolfsgruben : Adelbert v. Keller,
KrsähloDgen aas altdeutschen handsohriften. Stuttgart 1856 (Litt, verein nr. 35)
9. 365 bis 371. 4 ? frawen. S fraw. 9 M(i lies«] fehlt S. 11 M(i
bat den vers, S läßt ihn aas. 15 S leis.
432
Da fiel er auch in die wolfs-fi^nieljen ;
Vor angst die har gen perg im staeben.
Die fraw lang wartet auf den pfaffen
Und tliet pald mii ir maid verBchafteit :
|bl. 72] „üe, lauff dw eillent liiiiden naus!
Scliaw, wen der pfaff docli kam zv bans!*
Die maid schlich binden nana vor allen,
Thet auch in die wolfs-gr neben fallen.
Ah die inaid aasen war so lang,
tu Da wurt der f'rawen haimÜch pang,
Dach^ der pfaff macht mit ir ein bawffen,
Haeb sich anf, wolt entgegen- iauffen,
Schild) binden nawR haimlich nnd stil
Und auch in die wolfsgrneben vi!.
16 Da wnrt in allen angst von herzen;
Ir freiid verkeret wart in schmerzen.
Ais der junckher das wilpret het,
Nach ir freuntschaft er schicken del
Und zaigt in an der frawen düeck.
io Die freunt erschracken ob dem stiieck»
Erpaten doch dem weih genaden.
Das ers hinlies au leibes-schaden.
Aber dem pfaffen nnpeschaiden
Lies er paide nierlein auß-schnatden,
tft Den aln lies er hencken an hals
Der maidj und den andren nach^mals
Lies er pey seinem pet aufhencken,
Ihift isein weih solt darpey pedencken»
Was unrechtz Bie da het gethon,
»ii Vnrpas der ding mtisig zw gon,
Wolt sie verliren nit ir leben.
So wurt idem sein Ion gegeben;
Wan neschlein das wil haben schlegj
Unglneck vil dings setzt in die schreg,
sn Wie es dem pfaffen bat ergangen,
Der in der wolfs-gruebn wart gefangen:
[bl. 72*] Sein freud ent sich mit lil iiiigmacbs.
Das gschjclit noch oft. So spricht Hans Sachs*
Anno »altitis 1548, am 8 tag Februari.
22 Mii l>jii>« S Ati« 31 MC* Liei nr p. m S Sio p, n. p«lfl.
4a8
Das pruedermnes.
Zw Leypzig im coleginm
Acht stndenten in ainer snm
Die pnrschten mit einander gleich.
6 Einer war arm, der ander reich,
Doch iglicher sein ko3t pezalt,
Einem gleich wie dem andren galt.
Ein altes weib das kochet in.
Non het ider ein psnndem sin,
10 Ainr aß gern dis, der ander das.
Also ir pnrsch zerspalten was.
Dmmb was in die alt köchin kocht,
Nit nngedadelt pleiben mocht.
Ains dages sie haimlichen fragt
ifi Den ain stndenten, das er sagt,
Was er doch geren essen wolt.
Der-selbig sagt zv ir, sie solt
Erbis kochen mit einem speck;
Das wer für in das pest geschleck.
20 Den andren fragt sie auch gethüerst,
Der sagt ir: „Kocht mir röselwnerst!'*
Der drit hies kochen sie ain hirs;
Dem virden war nach krebsen wirs;
Der ftinft wolt rostig hering hon;
S6 Der sechst zaigt payrisch raeben on;
Der sibent sprach: „Mir raorchen pacht!"
„Gelb kndeltteck!'* so wolt der acht.
*
1 Im »eehsten sprnchbaeh«, bl. 72' bis 78'. Gedruckt in den sümtliohen
sebwanken anter nr. 104. Vergl. den meistergesang in der abentonerweif>e des
Hans Foix: Das proodermnes >/w lei|isig im colegitnn« 1548 Februar 21
{MC, 10, bl. 39).
flaoa Sacba. XXII. 28
434
Das alte weib war liste vol,
Pracht auf ein tag: zvaamen wol
|bl. 73| Wiiersl, hirs, krebs, lieriog, erbei«» speck,
Morchen, rüebeft und kiidel- fleck.
ti Dai^ tbet sie in ein UatTeu zaiti
Und setzt es zw des fewers Hain,
Und das unter einander sot.
Es wart weder weis, schwarz, noch rot,
Sander ein wildes pruedermnes.
10 Das die Studenten hart vertrües,
Frag'ten, was sie da kochet l»et.
Das alte weib antworten iliet:
^Ich hab mit kochen euch gewert,
Was evver ider hat pegert,
ift Wie ich von ench perichlet piii.
Weil ir nit habt ein köpf und sin
Und in so vil part seit zerstrewt,
Habt kain nnler euch, der gepewt,
So raüest ir diesem pmedermnes
20 Pillicb essen zv straff und poes!"
So iß noch in gselschaft all frist,
Wo kain obrer noch Ordnung ist
Und kainer umb den andren gelt,
Da ist zeruettüng allezeit;
3Xi Ainer wil rot, der ander plah,
Der drite gelb, der virde grab,
Der fünfte schwarz, der sechste weis,
Und wirt f^leicb saui ein frosch-geschmeij^
Und wirt pey in vil mentrerey,
M Hewchleu, vit Spaltung und partey,
Ihirdurch ein gselschaft get zw grund.
Derhalb ist gnet zv aller stund,
Das man in gselschaft ornlicb leb
Und ainer umb den andern geb,
S6 £^]cl) wideri^penig zaig nimant:
|hl, 7H'| So bat ir gselwebaft langen pstant.
Das sie in ordnnng fein anfwachs,
Das wünscht aller gselscliaft Hans Sachs»
Anno »aluMs 1548, am 21 tag Febrnari.
4S5
Der arzet mit seiner stiffraneter.
Ein gmit aas in Holant,
Floreneius genant.
Dem het sein weib geporn
ft Ein schönen snn erkorn.
Als nun der-selbig war
Alt anf virzehen jar,
iSein rechte mneter starb.
Der graff nach dem erwarb
10 Ein edele jonckfrawen,
[bl. 86'] Det die elich yertrawen.
Die-selb dem snn feint wner
Und in nebel an-faer.
Als der graff merckt den neid,
16 Schickt er sein snn in leid
Gen Paris anf die schnei.
Da er der maister stnel
Pesas in kaensten frey,
Wart doctor der arzney,
20 Var all ander gerüembt,
Im ganzen lant geplüembt.
Nach kurz verschiuer zeit
Viel der graff in kranckheit.
Pald nach dem snn er schickt,
26 Auf das er in erquickt.
Pald der snn kam zw lant,
Da halff er im zw- haut,
Das er wart friscii nnd gsund.
Damach in kurzer stund
80 Kranck wart auch sein stifmueter.
♦
1 Im seehtUo spniehbocbo, bl. S6 bis 87. Sieb band 20, s. 363 bis 307.
28*
Der ?tt€r sprach: „Dw miet^r.
HUf ir auch darcb dein knmu
DiireU mein lieb, tr^w und gmnni^
Der i^uii sprach: ^Es im wormi
Meii) kunfet an ir verloren*
Der Vater antwort drat:
^Meln kranckheit sie gleich LaL
" " 1 arzney;
iieit frey!
thon,
iü »OD.''
ij dein aebmerz,
n lierss:
in tntwen;
in anechawen,
|hl. 87) föet,
4 erntet,
! dein haflTeti.
Drnmb hat hallsam antrofTcti
20 Mein arzney deinem leib.
Dargegen hat dein weib
Kain vertrawen zw mir.
Darzw steckt auch in ir
Auf mich neid, has und zoren.
'25 Derhalb ist gar verloren
Mein kunst, nit wuercken mag.
Derhalb ich es abschlag.
Suecli ir ein arzt pewert,
Des sie herzlicli pewert,
30 Zw dem sie trag ir guenst,
Der hiltf ir durch sein kuenst,
Das ir gsuntheit erwachs."
(lunst sterckt kunst, spriciit Hans Saclis
Anno salutis 154^, am 17 tag Marci.
^1 S ir kii('H.«t.
437
Die verloren jnnckfraw.
Zw Florenz ein jnnckfraw mit nom
Agnesa, znechtig und lobsam,
Schön und ganz adeliciier art —
b Umb die heftig gepnelet wart
Von Mingino, eim jüngling reich,
Und von Gianello der-gleich,
Ketten sie herzlieb alle peid,
Dmegen einander dotlich neid.
Mingino dem cnplet die maid,
10 Gianello het sein peschaid
Mit einem alten knecht im hans,
Der im rieht alle potschat't ans.
[bl. 87'] £in8 nachtes gab der knecht das los:
Gianello mit frewden gros
16 Zw reden kam mit der junckfrawen
Sambt zway gsellen, auf in zv schaweii.
Der-gleich kam Mingino selb-drit
Durch der maid hilff, das er auch mit
Der jnnckfraw ret aus herzeu-grnnd.
20 Und als ein dail den andren fund,
Von leder sie all seciise zwgen,
Auf einander stachen und schluegeu,
Machten im haus ein gros rumor,
Das wert fast auf ein halbe or,
25 Pis die Schergen gewappnet kumen
Sint und all sechs gfangen nuraen.
Früe zw herr Jacomino kamen
Der jüngling vetter paidesamen.
Zw erwaichen das sein gemüet,
30 Die sach zv vertragen in güet,
*
1 Im sechsten spraohbuobe, bl. 87 bis 88. Vergl. den meisterge^ang im
ro8«DtODe des Uads Sachs : Die verloren junckfraw »Zw Üorenx aiu junckfraw
lait Dome« 1548 April 7 (MG 10, bl. 106).
439
Das Interim.
Als ich pek&emert lag
Eins nachtes fiüe vor tag
Ob gottes Clären wort,
5 Weil gar nit gen wolt fort,
Das es gar wart erledigt,
Frey werden mödit gepredigt
Durcliaus im deutschen lant,
Snnder het widei*-staut
[bl. 116'] Vom gaistiichen geschwüerm
Durch gar mancherlej fiierm,
Pratic und listing posseu
Stez rigel underschossen,
So gotlos und nngstalt,
16 Das mirs herz drob erkalt,
Und raizten alle zeit
Die weltlich obrikeit,
Mit dem schwort drob zv kenipfeii,
Die warheit gar zw dempfen.
20 Aber da wirt im gwissen
Die obrikait gepissen,
Das sis mit got und ereii
Mit gwalt ie nit kau weren,
Und darflf es doch dermassen
26 Auch nit freyledig lassen
Vor den feinden des worz.
Drumb dacht ich mir des orz,
Wie das ein ent würt nemen.
In dem inwending gremen
30 Ich senfticlich entnüecket,
»
1 Im seobsten spruohbuobe, bl. 96 bis 100. Im register von S 6 (>teht :
Das iDtheriiD. Deshalb habe ich dieses gebräuobliohe goschlecht darüber gesetzt,
während hier 8 6 bietet: Der Interim. Sieh R. v. Liliencron, Die historisohen
Tolkslieder der Deutschen. Vierter band. Leipzig 1869. s. 457 f. Vergl. die
Allegorie aaf 8. 2&3 bis 257 mit den erklärungen. S hat <:. 442, 15 und 44^,
13 wie s. 254, 28 llipoorasis.
Wirt in ein Immn g^iedufl;
Mir «vdiin Gcniiis^
Sfrwii sw mir; ,Kitm, i^ m»
Dieb ttwa^ iuen a&keti
Il&^ min in kurz gmcAdtimL^
Hit im ich mich anf-mftclii.
Pej eiltel itiiftter nmdit
Md.
}l dort
ort
M hM^
img^ntifi,
5CI »w nitd srann iiDmesl%^
Ir wort niid wen:k war beilüf«
20 Ir angsicbt hell, and g^Ianz
Erlewcht den tempel ganz
Und gab himlischen rnech.
Die het ein offen paech
Liegen auf irer nchos,
25 Idoch ein ketten gros
Het sie an ainem fus.
Ich sprach: »0 Genius,
Wer ist die auserwelt,
Die man gefangen helt?"
30 Kr sprach: ..Das ist die warlieit
In so liimlisch^r clarheit,
Welche von got gesant
Ist dem hoch deutscheu lant.
Dem ist dis Hecht aufgangen. -
35 Ich sprach: .Wer helt gefangen
Das himelische pild '?
Wer ist so frech und wildV*
Da antwort Genius:
^Das-selb thuet Saturnus,
3y S D« selb.
441
Dw Kmnx Mat-fdig alt,
Ab alle recht mit gmwlt,
Au piter dotliai^ haa,
Die weil fraw Veritaa
i So dar lewchtet «ad Ainckelt»
Seia Mhein fai gar verdaaekelt
Sambt 8eim irrea geeUren;
Forditen aiit aw Yerlirea
bl. 97'] Baeham und VeDeren
10 Uad d«i got Platonem.
Schaw, das ist die ursaeh
So pitler streager räch.
Aber ob dieser gfenekana
Und unpilliehen aweaekaus
16 Veritate, der armeo,
Det Minervam erparmen.
Die pat Jovem im tron
Und zaigt ir unschald on.
Der-halb schiekt Jaj^ter
so Mercorium, das er
Macht ein conjnncion
Der gOtter in dem tron,
Die sitzen im ratschlag
Non schir anf jar and tag.
26 Nnn anf solchen sentenz
Letzten nrtails nnd enz
Wart itzond Veritas,
Wie vor in gleicher mas,
Hoft, sie werd nnpeschedigt
so Widernmb frey erledigt,
Oder mnes pleiben gfencklich
Wie vor in ketten zwencklich.
Der-gleich die ganze meng,
Die dw siehst mit getreng,
Hb Schawt als gen himel anf
Aller pianetten lanf,
Zw Jove pittn und hoffen,
£r werd in machen offen
Ein güetigen sentenz,
40 Thnn im vil reverenz.
Mit opfern in peguetigeu.
^^H l^^^^^^^^^l
H
^^^^^^^^^
Sich hU vor im demaetigen, ^H
^^^H
Thand im grose gelüebt, ^H
Daft er nur die petrüelit ^H
Venute w51 lösen ^H
^^^^^^H
Von Saiarno, dein pösen, ^^M
Von irer gfeucknus ketten.* ^H
Weil mr noch al$o reiteo, ^H
Schos Jupiter 2w tal ^H
Ein fewring doner-stral ^H
^^^^^H
Und zerscUmetert die pforteu ^^m
Des tewpeis an v\l orten. ^H
Des er^chrack alt und jung ^^|
Der ganzen verkam luiig ^H
Und manchen sewfzen IIa. ^H
i^^^^^H
Nach dem Hipocrisis ^H
Auf eim fliegenden trachen ^H
Mit gar preclitigen Sachen ^H
Schwang sich hinauf den tron ^H
Und stürzt gewaltig on ^^M
^^^^^^H
Veritate zw laid ^H
Ein lang vilferbig klaid, ^H
Das fraw Nequicia ^H
Mit aigner hande da ^^M
Het gspuneti und gestricket, ^H
^^^^^B
Zw-sam gnet und getlicket ^H
Aus alt verlegnem tttech. ^H
Das klaid gab aineu ruech, ^^|
Wie iawter pech und scliwebel; ^H
Sein gätenck macht gleich ain nehel; ^^|
^^^^^H
Doch wars verprembt ein wenig ^^B
Mit sües vergiften] henig. ^^|
Snnst det dai claid vol stecken ^^M
Unrainer mail und decken. ^H
Also fraw Veritas ^H
^^^^^^H
Trawrent utttnuetig gas ^H
'^^^H
Und gRUz entf erbet sich, ^^m
Ir liecht angslcht erplich; ^H
WaTi sie sas in dem rock ^^H
Gleich wie In ainein stock ^^M
^^^^^^H
Gefangen nnd ellent, ^^M
Knnt weder fues noch heut ^^M
443
Geregen, noch gerfieren.
In-wendig thet sie spüeren
Vil Bcharpfer liechel-zen,
Welche detten dnrchgen
6 Der warheit iren leib.
So sas das heillig weib
Mit heraen-laid erfüllet.
Ir angsicht wart verhüellet,
Das man sie kennet nimer.
10 Sie waint and sewfzet imer,
Weil sie war zwifach gfangen.
Nach dem mit hoffling prangen
Hipocrisis gleich thet,
Sam sis geledigt het
16 Dnrch ein gleich-messig mitel,
Gab im ein herling thitel
Mit hewchlerischer stim,
Nent das klaid: Interim.
Anf iren trachen nider
30 Sas nnd fuer da-hin wider
Und gleich vor frewden juchzt.
Die samlnng gar erschlnchzt
Kraftlos, forchtsam und mat,
West weder hilff noch rat.
26 Doch drat zw in alda
Fraw Penitencia
Sprach sam mit niigedult:
I hl. yOJ „An mir habt ir verschult,
Weil ir mich von euch triebet,
30 Die finstemus euch liebet.
In den siinden zv leben.
Darnmb hat euch got eben
Verdecket auch die warheit
Und ir himlische clarheit,
36 Der kainer wirdig was."
Doch dröstet Veritas
Ire peystender wert,
Sprach: „Himel und die ert
Die werden wol zergen,
40 Ich pleib ewig pesten.
Meiner gefenckuus paiit
w
444 ^^H
^^^^^^^B ^^^H
^^^^^^^^H Pey dem ^^^^1
^^^^^^^1 Der-selb nur ein spötter ^^^H
^^^^^^^^^ Der, tagten ^^^^|
^^^^^^^^M fr Marteni. plagen, ^^^^|
^^^^^^^H Fangen ^^^^|
^^^^^^^1 erküecken, ^^^|
^^^^^^^^1 Sein öchlahen isv scherben ^^^^|
^^^^^^^^1 ^^^^1
^^^^^^^1 Ml Drnmb wäerckt nur ^^^H
^^^^^^^H ^^^H
^^^^^^^H Wie ^^^^1
^^^^^^^B so gar wüetig, ^^^H
^^^^^^^H queleu ^^^H
^^^^^^^^H 16 Genius ^^^^|
^^^^^^^H alfio ^^^H
^^^^^^^^B ^^^^1
^^^^^^^H ^^^H
^^^^^^^P Machten eim tUoren, ^^^H
^ 20 ^^^^1
^^^^H [bl DD'] Auch war gew^iltig da. ^^^H
^^^^H Auch 60 ^^^^H
^^^^^H ^^^^^H
^^^^^H einem gnelden regen^ ^^^^^|
^^^^H 9« Das er gleicb ganx verwegen ^^^H
^^^^H In ^^^H
^^^^H Vnr gnet und pilügt. ^^^H
^^^^H Wer wai8, lang es wert?! ^^^|
^^^^^B eiidntng wirt ^^^H
^^^^^H üu Merck daß kaim erfarsl* ^^^|
^^^^H In dem der kriegdgot Mars ^H
^^^^^H Kfim vür des tenipeli« pforten, ^^
^^^^^f Das man at) allen orten
^ Von kriegt*folck bort ein prnemel,
^^^1 s:v Von roB8en ein getiiemel,
^^^1 FAn lermen und »pispreehen,
^^^1 Ha wen, ^ebieseu und stechen, ^^^^1
^^^1 IHs es im lueft erkracUt. ^^^^H
^^H In dem ich anferwacbt ^^^|
^^H ut Pal got, das er sein wort ^^^H
^^H Selb allem ort ^^^H
445
Genediclich erhalten,
Über uns lassen walten
Sein trew, lieb, gnnst nnd gnad,
Weil (loch wer lauder schad,
6 Anf menschen wer zw pawen,
Zw hoffen, noch zw trawen.
Weil sie all lüegner sein,
Sachen das ir allein.
Das er uns auch wolt geben,
10 Nach seinem wort zw leben.
Und ans das dar entecken.
Uns nicht lassen abschrecken
Verfolgong, creoz, noch leiden.
Uns anch vom wort nit scheiden
bl. \0Ü] Unser gwalt, er and gaet,
Sander pis anf das plaet
Frolich darin pestent.
Das ans nach dem elent
Ewig fread aaferwachs,
so Wünscht uns allen Hans SachB.
Anno salutis 1A48« am 21 tag Augusti.
Neun st!l(^(
entlieh die armnet.
ringen ^fe armnet:
p&weß thuet
(rose gepew,
It dttiwi untrew;
, de in fuereii,
I 5 anmiet riiereD.
I da»; anrler stüeck,
ba man lio ih anf das glue^k
[hl. 117'] Und v^agt ains nach dem andren drein;
Petrueg ist auch darin nit klein.
K ainer reich tum ist erwerben,
Dunt ir zehen darin verderben.
Das drit stüeck ist die alchaniey,
16 Darin ist gros petriegerey.
Die lantfarer die lewt ser plenden,
Grosen unkost daran zw wenden,
Verhaissen aim ain gülden perck,
Und ist doch lauter gauckel-werck ;
20 Wen man maint, das golt zv erhaschen,
So ist geraumet aim die daschen.
Das virde stüeck ist zanck und hader;
Den gwin hat palwirer und pader,
Das er im seine wunden hail,
•2b Richter und sclierg am andren dail:
Lemung, arztgeld, straff und die wandel
Verderben ain im hader-handel.
Das füenfte stüeck das ist das rechten,
Wer alle hendel aus wil fechten.
1 Im 9ßch9ton »prucbhuche, bl. 117 hi.s 1 IM. Die erweiterung sieh band 20.
»yy bin 504. :'. ? K or. S I<> «t. 14 S achainey.
447
Daran den pesten gwin den hat
Procnrator nnd adyocat,
Fneren in amb mit Ineg und listen,
Pis im leren pewtel und kisten.
ft Das sechst stueck wer wil jnncker sein,
Darzw doch ist sein gnet zw klein,
Preditig geschmnck nnd klaider dragen.
Mit pferden, knechten, hund nnd jagen,
Mit schliten-fam nnd mnmerey,
10 Mit pancketiren, allerley
Knrzweil, rennen, stechen, dnrniren.
Den Wirt hart nach der sunen frieren,
[bl. 118] Paelerey ist das siebent stüeck;
Darin ist mancherley nnglüeck,
16 Unrw, gefer, pedanpter sin,
Mit schenck nnd gab der kopplerin,
Der pnlschaft sch5ne klaider kaaffen;
Dardorch schleicht armnt ein mit hawffen.
Das achte stneck das ist das spil;
20 Do ist sorg und petriegens yil.
Spitzig, verschlagen, abgerüert.
Wem spil liebt, wirt heinein-gefiiert,
Das er verspilt gelt unde pfandt,
Das in den reit armuet nnd schandt.
95 Das nennde stneck ist dranckenheit:
Wem die liebt, wirt treg mit der zeit,
Nembt nicht allain ab an dem guet,
Snnder an vemnnft, sin nnd mnet
Und macht den leib schwach, kranck und mat.
so Darnmb so folg dw weisem rat!
Thw diese neun stüeck fleissig meiden,
Wiltw entlich nit armut leiden,
Daraus dir kumb vil ungemachs.
Die drewen ler gibt im Hans Sachs.
36 Anno saluiis 154^, am 18 taj? Octobrirt.
19 8 spile : rile, reime, am dem ineistergefiinge übernommen.
448
me keusch P*—
f
w„^ — :^ erstach sich selber.
I li ¥011 paitt und leil» —
ft I ir lierr,
I fur Qiirerr
M 1 DL palütti,
bimnier war anca Seitoä naa,
Tli3rqnlni, des künigei suo.
Als der inprünstig an war schawen
Lucreciam, die kewschen frawen.
1 ^ Wart er entzüent in strenger lieb.
Die in ie lenger, lierter trieb,
Kam in den weiller auf ein nacht.
Die fraw kains argen da gedacht,
Herbergt in kostlich überaus,
iu Als iderinan entschlieft im haus,
Stund er auf und schlich hairalich spat
Mit ploseni seh wert in ir kemnat
lud pegeret von ir der lieb.
Als er nun nngeweret plieb,
i. Da droet er ir mit dem schwert;
lud als er noch plieb ungewert,
■*
.. %ov'5At'!» *pnichbuche, bl. 119 bi^ 120. her Re^jenntAnd hat II. Saohnen
,.» k » r»*" *'^»<?r3^t in "1er tragödie: band 12, n. 3 bi» 14, dann in der
KV.. «vM M^uu );ctreuen heidnischen frauen : band 2, !>. 308; ferner iin
^>.s-».t^ ^''> ^*u^ch frau Lucrecia » Lucreciii da."« römisch wetbe« iin rosen-
. » S:*. >^ 1>IS Mai 16 (M(i 10, 156); endlieh in einem cinseldruoke :
.. K»;^. ».-^^ ur. 102. Vergi. (ie-^ta Komanoruin, hjj. von H. Oe.sierley
. , ... V v4 Kirchhofs Wendunniuth «i. r,.s.
449
Thet er anch mit troworten sprechen,
Wie er sie wolt im pet erstechen
Und iren hansknecht auch erschlagen,
Den zw ir legen und den sagen,
5 Er het sie fanden in der schant.
Erst sich ergab das weib zw-hant
Das sie m5cht Offioien ir nnscholde.
Mit scharpfer straff and nngedolde
Frwe sie nach irer Arenntschaft sent,
[bl. 120] Ir wainent all ir schmach pekent.
Sie drOsten sie mit senften werten ;
Sie aber antwort an den orten:
, Gelatine« herz-lieber mon,
Wie möchst ein liebe zw mir hon,
16 Weil ein frembt man vermailigt hat
Mit sein fnestapfen dein petstat?
Anf das aber in Rom, der State,
Kein fraw mit meiner misedate
Entschuldig sich weng oder vil,
so Mein straff ich mir selb geben wil."
Nnn het verporgen sie in laid
Ein messer nnter irem claid,
Das-selbig stach sie dnrch ir herz,
Sanck damider in dodes-sebmerz,
16 Gos ans ir kewsche sei im plaet.
Ir frenntschaft die sprach angemaet :
jDie schmach zv rechen ist vil pesserl*
Scbwuer ain aid auf ir pluetig messer,
Frachten den dotten leib gen Rom.
30 Die purgerscbaft znsamen-kom,
Den känig und sein sun vertrieben.
Hat Thitus Livius peschrieben.
Also verschied das raine weib
Mit keuschem gmüet, unschnlding leib,
36 Pleibt warer rainikeit ain Siegel,
Allen frawen ein erenspigel.
Daraus ir er und zucht erwachs
Vor allen schänden, spricht Hans Sachs.
Anno salutis 1548, am 22 tag Octobris.
8 S strapf. 32 Dio Mainzer bearbeitung des Livius, bl. 19' f. 37 S Dar.
Haas Sacht. XXII. 29
450
ra-danz.
[bl. \2V\
1
l
1
1
h
ielatam mit notn,
fchweich kom.
lle ?oI,
Q war in woL
cpfeuffen gtingen
die leckuchen*
det ich ersnechen
10 Und kam anf einen grünen plan,
Sach da vil alter pawren stan.
Miten darauf an ainer Stangen
Sach ich drey schöner clainat hangen:
Ein nasenfueter, pruech und kränz.
15 Da sagt man mir, ein nasentanz
Würt man auf diesem plon noch haben,
Drey gröst nasen würt man pegaben;
Die gröste naß den kränz gewin
Und würd den künig unter in,
20 Die ander gwün das nasenfuter,
Die drit die pruech ganz ungeraueter.
Da verzog ich in meinen sinen
Gewislich ein klainat zw gwinen,
Würt ich änderst nit künig gar.
2f» E ich verzog ein virtel dar,
Herdrungen panren und ir pasen
Un zal mit also grosen nasen,
*
1 Im sechsten spruchbucbe, bl. 121 bis 122. (Jedruckt als 106 schwank.
Vergl. M(f 10, bl. 209 Der naßentancz im roscntono des Hans Sachs »Ein dorff
halst Wondelptein mit nomo« 1548 Juli 2. Sieh auch band 5, s. 276 bis 278 =
89 scbwank und band 14, s. fiO bis 71 = 20 fastnachtspiel. 25 S viril.
451
Gleysent und rot knpfren und knögret,
Yol engerling, wimret and högret,
Packlet, hencket, lang, dick und kramb,
Harret, moncket, prait, plantsch, karz mmb,
6 Zincket, hacket, knorret and knoUet,
Drieckicht, vireckicht and droUet:
So anföeg, das ich aaf den tag
Danz and der clainat mich verwag.
In dem zwen sackpfeiffer aafpfiffen,
10 Einander sie znn nassen griffen
Paide die frawen and die man
Ungeferlich aaf zwainzg person,
Detten sich in dem rayen pleen,
[bl. 122] Daran ich meinen Inest det sehen.
16 In dem erhaeb sich ain gros schlagen
Am kagel-platz, die detten jagen
Einander her, in dem gedös
Wart ein gelaüf and gros gestös.
All liesen sie am rayen faren
so Und anch von leder znecken waren.
Da wart der nasentanz zerschellet,
Pis aaf den santag angestellet.
Mit dem der kirchtag het ein ent.
Also ich wider haimwartz went,
S6 Wil das paiden jungen and alten
Im aller-pesten nit verhalten,
Ob ainer anter uns hie wer
Auch wol penaset, das auch er
Noch kumen möcht an diesen tanz,
30 Ob er gewinnen möcht den kränz,
Zw nasen-könig wurt erweit,
Alln grosen nasen furgestelt,
Der fand auch hoffgesinds an zal
Im deutschen lande liberal,
86 Hie in der stat und jenset pachs.
So sprichet zv Nürnberg Hans Sachs.
Anno aalatis 1548, am 26 tag Octobris.
2 S eogerlich.
29»
452
Der zai
fax and Dlisi.
i
»<
14.
Laben
Dud wer
I
I
I «r>
Si _„_ und piter,
[bl. 122'] Der-gleich üliseö weia
Stelt auch darnach mit fleis,
Sie paid als die zwen küersten
Patten all krichisch füersten,
Das sie sein sollen richter,
16 Irer zwitracht als schlichter.
Ayax sein wort nun dete,
Idoch nit wol perete,
Wie-wol er mit der hande
Het dem krichischen lande
20 Groser that thun im kriege,
Den Ulises zum siege.
Ulises hoch-geeret,
Wolperet und geleret,
Auch vurpracht an den orten
26 Mit wolgezirten Worten
Sein weis anschleg und rete
Im krieg sambt seine dete.
So prechtig das vürleget,
1 Im sechsten spruohbucbe ,
der spruoh weise des Hans Saobs :
beide« 1548 Juli 20.
bl. 122 bis 123. Vergl. MO 10, bl. 237 in
Der dot Ayacis des beiden »Als Acbiles der
458
Die fursten all peweget,
Das sie ein nrtail gaben,
Das ülises solt haben
Achillis schilt nnd weer
5 Zw seinem lob nnd er.
Des sich Ayaz petrüebet,
In zoren sich selb tiebet,
Wnrt rasent nnd ganz wüetig,
Zerfieter sin nngüetig.
10 Der schände zw entpflihen,
Det er sein schwert anszihen
Und sich selbert erstach,
Sein schant mit schaden räch:
Sein plnet flos auf die erden.
16 Zvhant daraus det werden
Ein praune lüg, ist plieben;
[bl. 123] Darin stunden geschrieben
Y nnd a, zwen pnchstaben,
Drin wir sein namen haben.
so Ovidins peschreibet.
Ans dem die 1er uns pleibet
Erstlich, das vil vermag
Sterck des leibs nbertag,
Lant nnd lewt zw pezwingen,
36 In aignen gwalt zw pringen;
Idoch ist die Weisheit
Kunst und peredenheit
In loben und in straffen
Wol stercker, als die waffen,
80 Die menschen zw pekriegen.
Weil Weisheit thuet gesiegen,
Erhocht die lewt in eren.
Dmmb sol man fleissig leren,
Das gmainer nuetz aafwachs,
36 Das wünschet uns Hans Sachs.
Anno salutis 1548, am 28 tag Octobris.
33 8 vbertAge, aas dem meistergesang erhalten.
454
iQnicb.
I
ii, fsrad Ton leib,
6 frewd gewöEi;
:ronet ser
»r ie mer,
j n jüngliü^ ghrad
LieD-gwäü QBd iieL sein gros geuad
10 Und ging im gar oft zv gesicht.
Der Jüngling aber raercketz nicht,
Het kain acht auf die lieb der frawen.
[bl. 123'] Nun vvolt sie auch niraant vertrawen,
Den sie in potschaft het geschickt.
15 Die fraw den Jüngling oft erplickt
Sten pey einem münich uralde
In der kirchen. Zv dem sie palde
Ging, pat in, das er sie hört peicht.
Als sie nnn wol ir herz erleicht,
20 Hueb sie dem münich an zv sagen,
Wainent ob dem Jüngling zv clageu.
Wie er ir teglich nach thet stelen,
Sie an weiplicher er zw feien
Und zng herfuer ein gülden ring,
25 Sprach: „Den schickt mir der jüngeling.
Set hin und gebet im den wider!
1 Im pecheten spruchbuche, bl. 123 bis 124. Gedruckt als 107 schwank.
Von dem entsprochenden meistergesange in Hans Sachsens rosentone sind nur
Überschrift und anfangszoile bekannt, die bis auf den weiblichen aasgang über-
einstimmen. 3 S loibo aus dem meistergesango erhalten.
455
Der pnlerey pin ich zv pider."
Die fraw det im zwen marceU schencken,
Der sach gen dem jüngling zv dencken.
Als pald die fraw nur von im kam,
5 Den jongling er pald für sich nam
Und faer in an mit werten scharff,
Der frawen clage im entwarff.
Der jnngling west nichs von der sach,
Langnet. Der mtinich zv im sprach:
10 „Kenst den ring, den dw ir hast geben ?
Den nem wider !^ Darpey merckt eben
Der jüngling der schön frawen bald
Und pekennet sam halb sein schnl(],
Sprach, sie fert der lieb zv entlasen,
i& Nam den ring, ging frölich sein Strassen.
Nach dem die fraw kam, sprach: „0 herr.
Mein man ist aasgeritten ferr.
Da kam der jnngling heint zv nacht,
Stig anf ein panm zv mir mit macht,
20 Erwert ich mich sein; ich wüs sagen
Mein prndem, im sein hawt zerschlagen."
[bl. 124] Der münich sprach : «Schweigt mirzv gfallen !
Ich wil in straffen in dem allen.''
Die fraw stand anf and ging dahin.
26 Pald fordert der münich für in
Den jüngling, im nbel zv-rette,
£in eren-dieb in schelten dette,
Der zv nacht in die henser stieg,
Sagt im all ding. Der jnngling schwieg
so Und det zw nacht sich nit lang säumen,
Im garten an gemeltem paamen
Hinaaf-stig, sich ins fenster schwang,
Macht seiner lieb ain anefang
Mit der, die in het herzlich liebe.
85 Johannes Pocacius schriebe.
Das ans haimlicher lieb erwachs
Haimliche freud, das wünscht Hans Sachs.
Anno salatis 1548, am 30 tag Octobris.
Zi Booeaoeiof deeameron in der Übersetzung, die früher dem Ileior. Stoin-
httwel sagesebriebeo wurde, III, 3 (Keller s. 176).
456
Der kurz krieg mit dem winter.
HortI ains mala an sant Clemens-tag
Kam von dem winter ain absag,
Wie er pekriegen wolt das lant,
6 Pezwingen mit gwaltiger hant.
Sein Yortrab schickt er nnterwegen:
Wint, nebel, roiff nnd kalte regen.
Pald flohnet das folck in die gmeben
Erawt, payrisch, gelb nnd weise meben;
10 Die reben man mit ertrich deckt,
Das gwnerm sich in die erd versteckt.
Das volck raest sich zv gegen-wer
Wider den winter nnd sein her:
Fenster nnd offen man all flickt,
15 Die Btueben verstrich nnd verzwickt,
[bl. 124'] Die stuebtüer sie mit filz verschlnegen,
Die deckpet sie herfherer-znegen,
Pantoffel, pmstpelz and filzschw;
Die pawren fürten prenholz zw;
20 Die Zwilchen hosen all entlofen,
Schawbhnet nnd kittel sich verschlofen.
Das volck wapnet sich als erschrocken
In pelz, hantschnch, kappen nnd socken,
Zen-klappren, zitern war ir los,
25 Husch! was ir geschraye gros.
In ain färb sie all claidet wasen:
In plabe mewler, rote nasen.
♦
l Im seobflten spruohbuohe, bl. 124 bis 125. Qedraokt als 108 sebwaok.
Vorgl. MG lOy bl. 278 im roseotone des Hans Sachs: Der krig mit dem winter
»UOrt ains mals an sant Clemens taget 1548 Aagust 23 7 Sieh auch band 4,
s. 263 bis 266 = 50 schwank. 20 6 swlchen.
457
Der wioter kam mit groser u&acUt,
Mit kaltem luft in ainer nacht,
Uberfror weyer, pecli und se
Mit eis and warff ein grosen sehne
A Und tbet alle scbiffart verpietten.
Das volck wert sich und fuer aaf schliteu.
Der wlnter grieff sie grimig on ;
Erst müsten all kolhetfen dron.
Da war ein haizn and fewer-schöernf
10 Das in nicht hent und fiies erfrüern.
Und als die schladit nun weret lang,
Der Winter herter auf ßie trang.
Da gab das frostig her die lliicht,
Ides ein warme stueben s aecht,
16 Verkrucheu sich hinter den ofen;
Ir vil auf die peut hinaus-loffen^
Schnepalten, i&chlieffen auf dem eis,
Drieben aüerley narren- weis.
Der igHchem zw pewt ist woren
10 Driffent äugen and rote oreu.
Da schrieb das volck umb hilflf 2um glenzen,
Der kam hin in des landes grenzen
[bl. 125] Mit warmen löeften frw und spat,
Der wioter mit dem gfriie^t abdrat.
9& Die wirm det aas der erden spröden,
Die paum künden knöpfen und prosen ;
Pald kam zv hilf der liebte May
Mit plnmea, rossen mancherlay.
Doch det mit ainem kalten reilfen
90 Der winter noch ein-mal angreiffen;
Doch in die glanzent sun haimsucht-
Erst gab er aus dem lant die Üuecht
Doch droet er mit grosem prnmeu,
Er weit aufs jar herwid er- kamen,
w Mit im pringen vil ungemachs.
Vor dem hüet euch l so spricht Hans Sachs.
Anno aalutifl 1548, am 1 tag NoTembris.
Locht. V'ergK fAitDachtfpiele« bdoh. 7« ■. VI f.
458
Die kurz thabula Cebetis des menschlichen leben.
[bl 126']
Oebes plulosophas hat eben
Abgemalt das ganz meoschlicli leben
Anf ein daffel, aaf die eniwarff
Ein perg, darumb drey nmbkrais scharflf,
Die gingen M drey nnib einander,
Doch ainer hober, den der ander.
Der untei^t umbkraia het nin pforten,
Dardnrcb gingen aus allen orten
Völcker allerley nacion.
Im eingang stnnd ein alter mon,
Thet auf den höchsten krais in wincken,
Doch gab in ancli allen zw drincken
Fraw Pelrneg das dranck aigner lieb,
Das-selb sie in dem krais nmbtrieb,
Und wurden verfiirt auf dem pflaster
Durch die weiber allerlay laster:
Woluest, pegirt nnd geizikeit,
ünkewsch^ zoren, unmessikeit.
Ellich sich an das gliiecksrad hingen,
Verirt im ersten krais umbgingen,
Pia 8ie entlieh die laster schneben^
Zw fallen in der hartsel grneben.
Da schlueg anf sie Bchad, schant und schmerz,
Das wfirmlein nagt ir sei und herz,
Pia sie fraw Trew löst ans dem ort,
Fnrt sie zns andren kraises pfort.
Darunter sas zirlich pekieit
1 Im secbfteD fprucbbaobfl, bl. 12A bit 127« Ver|l. bttod 3, 75 bii tfl^
datti bAtid 17, 52H und 21^ 370. Sieh auch Goedeket gmodriD^ b&nd IIT,
I. 337, 22. 2),
459
Ein Araw, hies die menschlich Weisheit,
Die lies die hartseligen ein
In andern krais mit hellem schein,
Da dettens doch mesamer leben,
6 Detten den knnsten sich ergeben.
In weibs-gestalt waren alda
Gramatica, retorica,
Loica and astronomia,
Mnsica nnd philosophia,
10 Gosmographia nnd darpey
Die artlich knnste poetrey,
Ir vil in diesem nmbkreis plieben,
Ir zeit pis in ir ent vertiieben.
Der drit nmkrais het an dem ort
16 Dnrch hoche fels ein enge pfort.
Pestendikeit nnd messikeit
Standen darfor mit hilff pereit,
All den, so hinanf wollen steigen,
Dettens willige hilff erzeigen.
20 Welche sich hinanf-zihen liesen,
Kamen anf ein plümreiche wiesen
In driten krais, da sie zw stand
Sahen heramb gen zirckel-rand
All sitlich taegent in eim rayen,
26 In den plamen sich zv ermayen.
[bl. 127] Wer mit in herumb-ging und dönt,
Der wart in kurzer zeit gekrönt
Und lebt den selig durch die dnegent.
Mit dem gmel raizt der weis die jugent,
80 Zw flihen der laster unart,
Darin der mensch verdirbet hart,
Auf kanst und duegent sich zv geben,
Drin er in rne mag erlicb leben,
Da alle wolfart im erwachs
s5 Durch die duegent, das wünscht Hans Sachs.
Anno salatis 1548, am 5 tag Novembris.
9 S pbilosopia.
460
Die drey frawen mit dem porten»
Aof einem weg drey frawen frey
Fanden ein porteu alle drey.
Nun wolt ide den porten bon,
6 Die erst spracli: „Welche iren man
Am aller-sersten mag petören,
Der-selben sol der port gehören.*
Die ßacli war ecbleclit. Die erst baim-Heff,
Fand, das ir mon dort lag und schlief,
IQ Rnes nnd saffran sie im an-atraich
Und macht in allen schwarz nnd plaicb,
Weckt in, schray: ,0, ich pin vertorben ;
Mein lieber man, dw pigt gestorbeo/
Sie trag im ainen gpiegel dar.
15 Als er so plaich und dütlich war,
Schwig er und rett kain wort darwider;
Er het sieb erst geleget nider,
Die nacht war gsessen pey dem wein,
Sich Yol gesuffeu wie eia schweta.
20 Sie neet in ein : als es wolt dagen,
Word er in die kirchen getragen.
Die ander fraw.
[bL 127'] Die ander fraw ging haim zw-hand,
Iren man sie anch schlaffent fand,
2b Der nachtz stnedvol gewesen war.
Wie pald sie im ein platten schar,
Sprach: „Herr, stet aufl vor allen dingen
Dem Kunzen müst ir selmes singen/
1 fm techiteo iiyruobbaebt, bl IST bU 1S8. Oedruokt < 109 tobirank,
Vcffl. MG tO» bl. 308 im rofouton« dei Hans 6««bt: Drey frawen mil dem
|K>K«D »Auf einem weg drejr frawon f^eje« lb4$ fiopümbor 17« 34 S Irem.
461
Er sprach : «Ersiehst mich für ain pfaffen ?'
Sie sprach : «Herr, thnet nit lang nmb-gaffen 1 ^
Er grieff die platen anf dem köpf,
In sagrer ging der feile dropf,
6 Der platen halb nnkentlich war,
Legt sich an, ging aber altar.
Die drit firaw.
Die drite firaw anch haim-bin lieff,
Fand, das ir man vol war and schlieff.
10 Sie weckt in, spieb in paide hendt,
Strich im die aeber seine lendt,
Gleich sams die federn im abstrich:
„Dw foUe saw, wie hastw dich,*
Spracbs, „in klaidem geschwellet nider?
16 Ste anf, ge in die kirchen wider!
Dein nachtpawr Ennzen wirt man psingen."
Er sprach: „Was sagstw von den dingen?
Sei ich nacket int kirchen gon ?*
Sie sprach: «Hast doch dein klaider on,
so Dw folle saw, has nit abzogen. **
So ging der drit man hin petrogen.
Als man zw opfern anefing,
Der nackat anch gen opfer ging,
Doch ging er seines pewtels irr,
2u Er sacht, griff im selb an das gschirr.
Der pfaff sach dis nnd sprach: „Dw narr,
Gestw den nackat in die pfarr?*
Der nackat sprach : «Was machstw hie ?
Dw lernst doch kain puchstaben nie."
)!. 128] Der dot dieser närrischen Sachen
Fing anf der par lawt an zv lachen.
Der pfaff den nackatn pey der hant
Fürt, da er aach den doten fant.
All drey sie wider gingn zum wein.
86 Welcher frawen der port sei sein,
Gieb ich each, maister und geseien.
In der sach ein urtail zv feilen.
Anno salutis 1548, am 7 lag Novembris.
ukentkentlicb. 19 S kUder. 29 S lenst.
462
Ewlenspiegel auf dem saiL
Eulenspigel noch jung
Nach Mer sclxalkheii riing*
Der lert gen rmf deiii sail
ft Und paiid an das ain dail
In öeiner raueter haus,
Das ander ort heraus
Zueg er aeber die Sal,
An ainem panmen fat
10 Fand es an in der nehen,
Wolt sein künsl lassen sehen.
Da wart das volck mit hawffen
Dem affenspi! nach-lanffen.
Als er aul' dem sail ging,
15 Vil narren- weis anting*
Des wart Bein nmter inen
Und in dem hause dinen
Schnit sie im ab den strick,
Und in dem augenpMck
iQ Eulenspigel gar stumpfet
In die Sal herab-pfitimpfet.
Das wasäer tteff mit nam
Sdilueg ob im weit zwsam,
Und det wol drinen paden,
[bl. 128'J Das volck spot sein zum schaden,
Im gsegnet jung und alt
I Im idobiten tpruobbuch«, b|. 12B bis 120. <1odraeVi m.1« HO «obirAok.
Von dam meiitorgciftTige in der «pruohweite de« Uaiu Snobi , der wihrtobeia*
Ueh obig«ui «cbwanke cnttpriiob, iüt nur dte nnf/ing4K«Üti verbürgt: »Euieojpiegol
noch jung«« 1&48 September 27? (M(> 10, bl, 322); d&i geoeriLlreglBter hm
in der iirUri.iihJiiDg dttr sabwUnko die hotUglicbe llberBobrift weggeldiien Qoell«;
Kuleuspiegeta 3 und 4 hittorie tUrauoea nendrucke or. ftfi/66 f. 7 f.).
463
Sein päd gar frisch und kalt.
Als er nnn kroch heraas
Wie ein getawfte maus,
Mit gsdiray und gspöt die knaben
6 Das glait zv haus im gaben.
Das in haimlich vertros;
Ein dnck pey im peschlos.
Des andren tags anfing,
Anf dem sail wider ging,
10 Verhies ein stfieck zv machen,
Des iderman mfiest lachen.
Darzw ider knab eben
Sein lincken schnch mnst geben.
Zv-hant im ider pneb,
16 Sein lincken schnech darschneb.
Die fast er an ein schnaer,
Zv-letzt die zschneiden wner,
Warff die schnech all-zv-mal
Heraber in die Sal
80 Und schray: »Steig nein ein ider
Und hol sein schache wider l'^
Nach den sehnen die jnngen
Hin-ein das wasser spmngen,
Wurden irr in den schnchen,
25 Waren einander flachen;
Zv-letzt fielen sie gare
Ein-ander in das hare,
Rawften sich in dem wasser,
Pis sie waren driff-nasser.
80 Ewlenspigel verwegen
Det in ir päd gesegen,
Sprach: , Gester wars an mir,
Heut aber padet ir.*
Kroch von dem sail ins haus,
[bl. 129] So war sein fatzspil aus.
Er war ein gogelmon,
Der vil abeis fing an.
Anno salutis 1548, am 7 tag Novembris.
I 8 flUob. Vergl. faatnaohtspieie , bändoben 7, s. VI f. 12 S Darw.
17 S sneiden. 31 S im ir.
464
Eiilenspiegel i ksnarren im lant zw
m
* cotn
1^ aoff,
\ ^ . aspeis&en,
10 TUet im vi\ düeck peweiMen,
Wie man den spricht voraus:
Zwen narren in eim haus
Thunt in die leng kain guet.
So stund ir paider muet.
16 Nun het der küng vor tagen
Gar ser vil hören sagen,
Wie Eulenspigel wer
Kurzweilliger geper.
Darumb er sie all paid
20 In seinen sal pescheid,
Ir narren-weis zw seilen,
Und det auch zw in jehen :
„Welcher unter euch peden
Hie thun kon oder reden
26 Vor mir auf diesen tag,
Das im der ander mag
*
1 Im sechsten spruchbuoho, bl. 129 bis 129'. iiedruckt bei Charles Sohweitser,
Ktude sur la Vio et les OEuvrea do Hans Sachs. Nancy 1887. 8. 446 bis 447,
dann als 111 schwank. Vergl. MO 10, bl. 333 in der spruchweise des Hans Sachs:
Eulenspigel mit dem schalcksnarren >EuIenspiegel mit nome« 1548 Mai 9.
Quelle: Eulenspiegols 24 historio (Braunes neudruoko nr. 55/56 s. 55).
465
Nit nachthon gleich and eben,
Dem-selben wil ich geben
Warhaft pey meiner krön
[bl. 129'] Zwainzig gnelden zw Ion,
6 Darzw ein new hoff-klaid/
Pald rftesten sie sich paid
Ider sein schwenck zw treiben.
Das er m5cht maister pleiben.
Wen ainer krüembt das manl,
10 War der ander nit fanl
Und krfimbt sein manl herwider,
Und es macht da ein ieder
Mit gancklerey nnd springen,
ölpem, reimen nnd singen
16 Vil schwind, selzamer possen.
Man lacht, das man det hossen.
Ewlenspigel sich flais,
Ein hawffen nider-schais;
Darnach nam der ginöffel
10 Von seinem hnet ain löffel
Und den hanffen darmit
Frey von einander schnit
Und meft dem andren narren :
,Kam nnd thw nit lang harren,
36 Thw mir die leckerey
Nach!' Darmit fast er frey
Den halben dreck der-mas,
In mit dem löffel fräs.
Der ander narr entsessen
80 Den halbtail wolt nit fressen
Und scbanthalben entrnn.
Enlenspigel gewnn
Die küniclichen schenck.
Dnrch solche grobe schwenck
36 Det er sich lang erneren,
Er achtet kainer eren
Und wagt vil ongemachs.
Spricht von Nürnberg Hans Sachs.
[bl. 130] Anno salutis 1548, am 8 tag Novembris.
Haas dMha. XXII. 30
466
Die plaben littet
Scbwabeo, Payren und Francken
Detten vor jaren zancken^
Ider dail in den da^eti
b Die plaben liüet wolt tragen,
Vermaint, die andren zwen
Sollen ir niüesaig gen.
Wo zam-s dessen ir grenzen,
An kirchweicli oder <}enzen
lu Sich die drey pari zerdruegent,
Oft dot einander schinegent,
Detten ser grawsam wüeten
Ob diesen plaben hüeten.
£ina mala deten die alten
15 Pauren rat darob haken,
Mit einander pesclilnessen,
Von ideni dail auäscbuessen
Ein pauren zw den dingen,
SoHen ein nrtall pringen.
20 Zum kaifiser sie die senten,
Doch nit mit leren henten :
Der Franck pracht im anf glanben
Ein kötzeii vol wein-tranben,
Ein sack mit niiea der Schwabe,
a» Der Payer im zw gäbe
Ein schatf mit krawt det schencken,
Im pesten sein zv dencken«
Ider sein sach vnrpracht.
Der kaiser Irer lacht
50 Und det den groben gselen
Ein solich nrtaiZ feien,
1 Im soobstcn apmobbuebe, bl. 130 bia 131. Gedruckt ali MS sohwi,ii|t.
Von d«iii entiiprooheodori moiBtorgeiange in der gpruehveUe des HiDa 8ftohs iit
nur llberBobrin ticd snfüDgtteile erbaUon: t>ie plabcD hQet »Sefaw*heQ pftyrto
und frftDokim« I&48 M&i 107 (MU 10, bl. 334).
467
[bl. 130^ Sprach: ^ Welcher ans each treyen
Vor mir und meinen fireyen
Hie macht das grobest stüeck,
Der-selbig sol mit gltieck
6 Macht haben, nach den dagen
Die plaben hüet zw tragen,
Er nnd all sein lanzlewt!
Den andren ich yerpewt
Plab hüet zottet nnd stützet
10 Pey rot nestel ein düetzet!«
Nach dem peschide wider
Hocket der Franck pald nider
Und schais ein grosen hanffen.
Pald det der Schwab lanifen,
16 Elaint den dreck mit den henden
Weit aas an allen enden.
Nach dem der Payer kom,
Raspt den dreck wider zam.
Der vol kirskeren was,
so Den allen-samen fräs.
Der kaiser nrtail feilet
Und dem Payren zw-stellet
Als dem gröbsten, den plaben
Hüet macht zw dragen haben.
26 Dmmb wo noch in den tagen
Schwaben nnd Francken tragen
Ein zoticht plaben hnet,
Zw straff er dragen thnet
Zwelff rotter nestel drinen,
80 Wie wir das teglich finnen.
Aach die Pairen pekomen
An diesem ort den nomen,
Das mans Sew-payren nent,
Die weil er an dem ent
[bl. 131] Den leützdreck hat gefressen.
Das pleipt im nnfergessen
Pey Francken und den Schwaben,
Die im den namen gaben,
Ans dem vil nngemachs
40 Her-knmpt. So spricht Hans Sachs.
Anno ealatifl 1548, am 10 tag Novembria.
30*
468
Das haiB eyssen.
Ein weib laug iren man nmbtrieb,
Wie er het frembde weiber lieb
Gehabt on sie in seiner ee,
f. Der eyffer tliei ir also we.
Der man tliet sie mit worte« straffen,
On sie het er kain weib peaclilalfen,
Sie sprach : „Dörfst das haiB eisen tragen?*
(Ala der sit was vor alten dagen:
vo Wer an wolt zaigen sein nnsclinld,
Trueg das liais eyssen mit gednld;
Wen in das eisen nit det prennen,
Det man sein unschtild darpey kennen).
Sie macht ein eysen glüent-hais,
lü Legtz anf zwen stain miten in krats.
Die- weil het sieb geschickt der mon,
Im erbel het ein langen spon,
Den lies er boschen anf die hent,
Hneb auf das eisen, in nit prent,
io Und es heraus dem kraise trneg,
Den Span im erbel pald verschlnei?.
Lies die frawen schawen sein hent,
Das sie war frisch und unferprent.
Sie sprach : ^Erst merck ich, dw^ pist frum/
l Im soahsifln ipru«bbußbe,r bh 131 bia 133, Oinlriialil ala 11^ «obwuiiliJ
Vorgl. MQ 10, bl, 361 iui roaentoDo des llnn« 8*cbs: Da« h»t« ()j*«ti »Ein
fraw iren mon liing viflbtrlflbo« 154B November 1 und ftJitiiaebt spiel nr 3S
A y, KeWoT^ EttAMnnge^ au» aUfleutacbtm liarnJacbrinen ■, 94, 17, Alber
Kraoli, Dfinnmarckiscbe Chro&ik , boch 4, a. ixüij« s ccix. Jacqaea de VItrjJ
Exemplä edit. bj Crane. London lÖöO, *. 104; vergl, litil , 104, 22 MC
leiD, 8 ir.
469
[bl. 131'] Der man sagt zv ir widemm:
,Da8 hais eissen muBtw aach dragen,
Dein framckheit auch mit zw erfragen.*
Des erschrack hart and sagt das weib:
5 ,Dw pist mir lieber, den mein leib;
Darnmb der prob ich nit pedarff.**
Erst rett ers an mit wortten scharff:
„Dregstws nit, so kost es dein leben. **
Erst det das weib sich drein ergeben;
10 Doch patz: ,Las mir nach ainen mon,
Mit dem ich mich vergessen hon,
Schwacheit halb nit an dir gehalten.*
Er sprach : „Der dewffel mnes dein walten !
Idoch ja wol! es sey nmb den!*
16 Sie sprach : „Ach, las mir nach noch zwen !**
Erst rnmpft der mon darob die nasen,
Sprach: „Noch zwen sint dir nach-gelasen.*
Der man pracht her das glüent eisen.
Sie sprach : ^Mein man, ich wil dir weisen
30 Mein schätz, des ist wol sieben pfand.
Des war dir nie kain haller knnd,
Den-selben wil ich schencken dier,
Las mir der mender nach noch vier!*
Er sprach: „Noch vier man ich nach- las,
26 Nem das eysen and ge dein stras!
Kain daiding weiter ich anim.*
Als sie den man sach sträng and grim,
Da ging sie in den krais elent
Und nam das eyssen aaf die hent,
30 Das prent ir haat and har entzway,
Sie lies ein jemerlichen schray
Und lies das glüent eyssen fallen.
Also wart sie zw schant vor allen:
[bl. 132J Die irem man vertrawet nicht,
s6 War selb an hawt and har entwicht,
Von dem weib ist das Sprichwort plieben :
Dw pist der liebest mir nach sieben,
Wie mans noch fint jenset des pachs,
Der gleich herjeset. Spricht Hans Sachs.
40 Anno salutis 1548, am 11 tag Novembris.
470
Die kurz verjagt fraw Warheit.
Als ich ein jüugling war erwachsen,
Da ich wont zw Lübeck in Sachsen,
Thet mir die hitz eins tages we;
t Ich zog mich ab und pat im se>
Als ich frölich im se amschwom^
Ein wasser-trau pein fuesen nora
Mich und ruckt mich hinönier after
In <las Wasser auf zehen clafter
10 In ain palast, ganz zirckel-mnd,
Den ich kostlich gesch mucket fand,
Durch-siclitig von lauter cristallen,
Dardurch das wasser nit mocht fallen.
In der mit lag ein herrlich weib
1& In ainem pet^ ser schwach von leib
Vol plaber mal, versert und pliietig,
Echzent, sewfzent lag die nnmnetig.
Vor irem muiid het sie ein schlos
Von klarem golde, starck und gros.
ao Neben ir lag ir klaid zerissen,
Zerlumpet, kottig und zerschlissen.
Ich aber fragt das wasser- weih:
^Wer ist die gemartert van leib?"
Sie sprach: „Dis weib ist die fraw Warheit,
u Kenstw ir nit vor leugst? Kit clarheit
L im seobaUn «pruchbuobo , üL 132 bis 133. Der entiprecbcndo meittor-1
gemng im rosentoB« des llaui Sacbt : Fr«.« warbeii vegugt »AI« ieb ebjUng-j
Ung war orwaobnuD« (MG 10, b1. 378) tal wabr^choiDlieU an doniselbeD tage g«-
diehtoL Ell!« AasfUlirlioboro behandlung itieh ia band 3, f* 311; sieb datit
band 2}, t. 379 und C. WuUbor: Jabrb. d«a rerein» Ihr ad. tpraohrorf«bong
187V. 5, 173.
471
[bl. 132'] Ist sie von himl auf erden kamen,
Dem menschlichen geschlecbt zw framen;
Kam erstlich nit in die statmawren,
Vermaint, zv pleiben pey den paaren,
5 Die weren ainfeltig and recht;
Sie aber wart pey in verschmecht.
Von in entwich sie in die stat,
Da erhneb sich erst ir anrät:
Sie war anwert dem hantwercksman ;
10 Der kanfmon sach sie sawer on;
Die porger ir nit herberg gaben;
Die amptleat weiten ir nit haben.
Da drat sie in ring am gericht,
Da schfiet man ir in das angsicht
16 Dinten, det irs gar üeber-rennen,
Das man ir schir nit mer det kennen.
Da entron sie ins füersten festen,
Maint, zv hoff sein verwart am pesten;
Da war sie nar des adels spot.
so Da wart dis schlos von golde rot
Ir vürgeschlagen von den retten,
Und wart von in mit fliesen dretten.
Die Warheit entron in ein tempel,
Zw finden der warheit exempel.
S6 Pald ir die pfaffen wurden gwar,
Da zaegen sie sie pey dem har
Hin nnd her, krampten ir die nasen,
Mit banden sie aashetzen wasen.
Also mit gemartertem leib
30 Die weit umbtrieb das heillig weib,
Aaf ert het mer kein sichre stat.
Also sie durch der gotter rat
Nun holt unter dem wasser-haus
Und knmbt auf erd nit mer heraus,
[bl. 133] Baet da pis an den jüngsten tag.
Das sie all ire feint anclag,
Die ir thetten vil ungern achs
Auf erden hie." So spricht Hans Sachß.
Anno ealutis 1548, am 13 tag Novembris.
472
iiebm poseii aigeii^chaft poeser gesclsclmft.
Jm traiiiu sach ich ein weiplich piid.
Ein schön helmlin het auf die mild,
Die recht hant ir abghawen was,
6 Ein schlang auf irer lincken sas,
Die ir pitiet und niarck det ans-satigeu.
Audi war das weib geplenter angen,
Zwen flnegel bez» eins tracben furm»
Unter der gnertel wars ein wann,
lü Und sieb Iier durch die Inefte achwaniy,
Scblept nach an aiuer ketten lang
Vil Jüngling, die füert sie mit scb recken
In ain dieflf mos, lies darin stecken.
Den trauin ich aineni alten sagt,
ib Der legt in aus, als ich in fragt:
^Das weib pose gselschaft pedewt,
Die verfiieret vü junger lewt,
Im anfang sieb frenntlich erzaigt»
Zw frewd, woluest, knrzweil genaigt.
10 Der thut die jngent sich nacU-lencken
Und an p5se geeelscbaft bencken.
Die ander.
Znnib andren das heitnlin von eysen
Deut, das sich gselscbaft thnet pe weisen
2ö Gaetwillig, diusthaft, trew nud frunib,
Peystendig, standhaft umadumb,
I Im 96ob«ten »priiohbuche » bl. 133 bis 134, Vor^l. MG tO, b1. 387 tm
rosealnpo doi Kam Bachs: AigCDSchurt p<i<ier {^eaelichAfl »Im tmumb iAch leh
ein irei[)1iab pildo« 1546 Novomber 16. 8iob bmad 3^ 9. 344 bia 349 und
band 21, 3 SQ. 18 ? Im. S l>er. 26 ? Ei&ti.lbart, S dinitbrnft.
473
Zw halten ob einander fest,
[bl. 133'] Zw schfietz^ einander aufs pest.
Die 3.
Znmb driten die abghawen hend
6 Dewt, das geselschaft an dem end
Peweist kain rechte trewe dat,
Im schein doch ein ansehen hat.
Mit angendinst nnd schmaichelworten
Pleipt hewchlerey an allen orten.
10 Die 4.
Znmb virden dent die sawgent schlang
Den list nnd petrneg, der anhang
Der gselschaft, die ansaagen thaet
Dem ainfelting sein gelt nnd gnet,
16 Anch all sein haimlikeit nnd knnst.
Nit weiter raich ir lieb nnd gnenst,
Den so weit sie sein mag geniesen,
Wie das den teglich wirt erwiesen.
Die 6.
30 Znmb fnnften, das gselschaft ist pliat,
Irs aigen Schadens nit entpfint
Und ir verterben nit petracht;
Wer sie straft, ist pey ir veracht,
Thnet also in gselschaft verharren
26 Frech, toll und töricht gleich eim narren.
Die 6.
Znmb sechsten die flüegel eins tracheu
Dewt, das gselschaft zv posen Sachen
Ftirdert, füret, raizt und lockt,
30 Darin sie pleibet gar verstockt,
Aller pösen stneck ein zichpflaster
Von aim laster ins ander laster.
Die 7.
Znmb siebenden pedewt der schwänz
s6 Das ent poser geselschaft ganz :
Als armnet, schant, kranckheit und schaden,
J
474
Darinit manif^er wirt peladen,
[bl. 134j Drin die gselschaft lest stecken In,
Spot sain darzw und flewcht dahin;
Wan gneter gsellen in der not
ci Gent vir-niid-achzig auf ein tot.
Das nitoant unrat daraus wachs,
Daß wüBsdiet zw Nürnberg Hans Saelis,
Anno salutii 154tS, am lö tag Novembris.
475
Der kämpf zwischen dem got Ynlcano nnd Bacho.
Am firmament vor karzer zeit
Hetten zwen götter ainen streit:
Bachns mit dem Vülcano Btrit,
6 Welcher die doner-stralie schmit;
Wan sie hetten ein alten neid,
Japiter sie verhetzet peid.
Zw disem kampif Apollo lewcht
Und anch Lnna, die göttin fewcht.
10 Vnlcanns nach dem Bacho dapt,
Mit seinen zenen nach im schnapt
Und gab im manchen herten pis,
Und in gewaltig zv im ris,
Bachns gab im anch manchen straich.
16 Entlich Vnlcanns vor im waich,
Bachns zw-letzt im gar einloff
Und gar in den Vnlkannm schloff,
Vnlcanns wart gleich wie ein ploch,
[bl. 135'J Knnt weder fliegen, sten, noch gen,
20 Er lainet da nnd pleckt sein zen
Und war erlegen in dem kämpf.
Von im ging gleich ein ranch nnd dampf.
Und als er in der gotter tron
Sich aufmachet nnd wolt darfon,
26 Viel er mit seinem köpf dahin,
Zersties den göttern ir camin.
Der götter schar Vulcani lacht,
Jnpiter hueb in auf mit macht
♦
l Im seobsten »pruohbaohe» bl. 135 bi« 136. Vergl. MG 10, bl. 407 in
der abeDteaerweis des Hans Foli : Der kämpf zwischen Baoho vnJ Vulonno »Am
firmameDi for kuner seil« 1548 Dezember 29.
476
Auf Phaf^tontis wagen hoch.
Der gotter sdiar in triieg nnil zoch,
Pifi man Vulcanum praclit hineiü
In die schwarz donerschmiten seinj
6 Darin er von des Bachi plag
Ganz tnat nnd nneiitpiTitlich lag,
Ganz dunckel und sticktinster wuer,
Verlor sein glänz pis anf zwolff uer.
Na eil dem er sich purgiret wol
10 Ein pechscheffel gestrichen vol
In dreyen wnerffeu neberal,
Ein saw het daran ein guel mal.
Nach dem Vnlcanus der nothaft
Kam wider zw voriger kraft.
ih Pald er den got Bachuni ersach,
Er wider ans grimiger räch
Drat fi*aidig zv im anf den plon,
Mit kämpf in wider zv peston.
Die gotter wollen machen frid
20 Zwischen Bacliü nnd irem schmied,
Sie aber schweren alle paid
Kein frid zw halten ainen aid,
Snnder sie weiten pleiben heint
Und alinal abgesagte feint.
«6 So pald ein coninnction werd
[bK 136] In dem himel oder auf erd^
So wollen obgemelte zwen
Widerumb ainen kämpf peeten,
Jupiter das verhengt zv-letzt
80 Und sie noch paß zws amen -hetzt
In pey-sein alter gotter-schar.
Den geb got ein selig newa jar,
Das alle frewd pey in anf- wachs.
Pey in auch geren ist HaE« Sachs.
3& An 00 satütia 1548, am *2D tag Decembris.
12 7 diiTftn. 8 dran. 22 S «lii«ii. 23 S wolL 2i 6 mlmmr.
32 S novfiii.
477
In semem aigen thon.
Als ich im lant
Mir nnerkant
Ein jonckfraw fani,
6 Ganz schön and adelicher art,
Da mir mein herz
[bl. 99] In liebe-schmerz
On allen scherz
So yniclich entzündet wart.
10 Mit mfie ichs wagt
Und ir das sagt.
Ir milt und güet
Trost mir mein wund herz and gemüet.
16 Weil mein peger
So erlich wer
On all gefer,
Wer ich ir aach von herzen lieb,
Wo das allein
20 Möcht willig fein
Mit wissen sein
Paider freuntschaft. Darpey es plieb,
Weil haimlich e
Prechten nach-we,
26 Wie man das sech,
Deglich in aller weit geschech.
Erpitens guet
Sich frewen thaet
1 Im Becbsehnten roeistergevangbuche , bl. 98' biü 99. Vergl. anm. xu
a. 221.
478
Harz» sin and Tonet,
Und in drostticlier hoffnuiig lebt.
Nun pleibt es &til
FIs aaf daa zil
Und dafl got wiL
Der mit genaden ob uns scliwebt,
Das uns ghieck dreff,
D^ ich, dein F.^
Dir, iieraigs M.,
Pleib ewig lieb und angenem.
Anno «alutis 1548, am 22 tag Septem bris
479
Ein lobsprnech der stat Salzpnrg.
Von jagent aaf so het ich gnenst
Zw draeckerey, der lobling knenst,
Die ich lert in mein jnngen tagen
6 und ir pegirlich nach det fragen,
Dorch-wandert im Dentschlant vil stet,
Wo man draeckerey loben thet.
Als mir die knenst pas wart pekant,
Zog ich aach hin in Engelant;
10 Der-gleich in Franckreich an vertries,
Oen Leon and aach gen Paris,
Dieser kanst ich zw eren kom,
Aach in Italia gen Bom.
Nach dem ein krieg wart im Dentschlant,
16 Darinnen wart ich ein trabant.
Doch wart ich wand in diesem krieg.
Wiewol der kaiser gwan den sieg.
So het doch ich des kriegs genneg.
Da doch ein glaeck sich mir zw-tmeg
20 Von einem hochwirdigsten füersten,
Welchen aach was nach küensten düersten.
Der mich mit dyensten thet pegaben,
Füert mich darch Payern hin aas Schwaben
In sein haaptstat, Salzparg genant,
4t
1 Im seehaten spniehbuche, bl. 140 bis 143'. Die vier blätter hatte der
boebhandler Tb. Ackermann in Salsbnrg, jetzt in MUncben, facsimilieren lassen,
als die bandaobrift sieb in seinem besitxe befand. Hans Sachs benuttte als
qaelle Sebastian Münsters cosmographia. Basel 1544. fol. s. 781. Prof. H. F.
Wagner teilte mir (1882) mit, daß der lobspmch dem hersoge Ernst von Bayern,
dem administrator des ersbistnms Salxburg von 1540 bis 1544, gewidmet
worden wäre. 8 8 knnest.
480
Welche mir war gar onpekant.
Unter den pergen zog ich nein
Eto engen weg, das dancht mich Bein
Gar Beiz am, pis ich kam zum thor*
6 Da stund ein alter nion darfor,
Den pat ich mir zw sagen her,
Wie diese stat genennet wer^
[bl 140'] Die also in den pirgen leg.
Er antwort mir anf mein ftirtreg:
10 flSakpnrg so haist mit nam die stat,
Die gar ein alten Ursprung hat**
Ich pat in, das mir zw erclern.
Er sprach zw mir: „Von lierzen gern.
Setz dich ein weil nider zw mirl
i& Mit küerz wil ichs ercleren dir,
Wie das die Cronica in- hat.
Sakpnrg ist ein uralte stat,
Welche auch vor Cristi gepuert
Ursprüncklich angefangen wnert,
ao Die vorm gepirg ligt an dem ort,
Das den Norkawern hat zw-ghort.
Das volck, so im pirg wonen thet,
Thawrisci seinen namen het,
Schreiht Plinius der auserwelt,
sfi Doch itz zumb TentBchlant wirt gezelt.
Da etwan vor manigem jar
Papirins erleget war,
Der Römer, mit eim grosen heer,
Dar mit er thun wolt gegenweer
10 Den Sachsen and den Merckern allen,
Die windisch lant woltn überfallen.
Aber hernach etlichen jaren
Da wolten auch mit zwayen scharen
Das pirgfolck, Merck er und die Sachsen
ȧ Das welsche lant gar nngelachsen
Uberfalln, und das ain beer, schawl
Zog alda fner durch das Norckaw,
Doch wurden paide beer geschlagen
Von den Römern in kurzen tagen,
40 Das erst peini pirg pey dieser stat;
Das ander beer man darnach hat
^^^^481 ^^^^^^^^^1
An dem wasser der Etsch geschlagnen. ^^^^|
In paiden beeren nider-lagen ^^^H
Auf drey-mal-handert-dawsent iiion ^^M
[bl. 141]
ÜDd virzig-dawseDt. Darzw hon ^^M
5
Die E5mer der Dentacben gefangen ^^M
Hnndert-funfzig-tawgent entgangen, ^^M
Wie das auch Bchreibet Plinins. ^^M
Weitter leb dir ercleren mns: ^^|
Ab Joliüs, der erst römsch kaiser, ^^M
^1
Der well ein gwaltiger dordi-raiser, ^^M
Wolt an der Tbuimw zw sein zeitten ^^M
Die deuUchen völcker auch pestreitten, ^^M
Da lieg er auf den Ntinperg gros ^^M
Pawen das notbaft, werlich scblos, ^^^
^B
Darin die römisch riten^chafi ^^H
M5cht haben ein zwÜfiechl und kraft, ^^^
Darein und auch daraus zw fallen, ^^^H
Weil im dis ort gleich war vor aUen 4^^|
Gelegen, bei durchs pirg ein Strassen ^^^|
^M
In das Deutschland frey offner massen. ^^M
Welcbs scblos er Jnvavense nent ^^H
Nach dem wasser, das an dem ent ^^H
FQrflewst, Juvavus genent war. ^^|
Nach dem doch nber lange jar ^^M
^P
Man diese stat erst pawen det, ^^^^t
1
Jnvavia den namen bet, ^^^^|
Nach tentach Helffenpurg wart genant, ^^H
Doch itznnd Salzpurg weit erkant, ^^M
Die wart erpawen anf das pest ^^M
F
Kit sebnett, ibnernen und mawer fest, ^^M
Pawte nach haidnis ehern exeiupel ^^U
Irn gottern uierbelstainen tbempel, ^^M
Wie wir vor kurzer zeit noch bähen ^^M
Mancberley pildwercks aus-gegraben, ^^M
1
Der werck HercuUs, gmacbt mit 6eis ^^M
Von märbel-stain praun, rot und weis, ^^M
Das etwan vor zeitten verfuel. ^^M
Des war die stat ein künekliclir stnel, ^^M
Die etwan darin hüten hoff ^^M
30
^H Bs»
i nm^h^. xxir ^1 ^^M
482
[bl 141' I Gar scLeinparlicli. Vil zeit verlofT,
Das sie siunä in pluendem wesen,
Wie wir in der kroniea lesen,
Pift niRTi oacli Cristi ^eptirt zwar
6 Zelt virhmidert-und-funfzig jar,
Da mit den Hunis thet p^streitteu
Künig Alila zw seinen zeitten,
Vil groser gtet im teutselien laut
Klient zerstört mit aiort und prant,
lu Da wurt auch diese stat zerstört,
Das volck aast rieben und ermört.
Also lag diese stat vürwar
Oed anf hnDdert-und-dreissig jar,
Verwachsen mit panm, staudn nnd gstrews,
16 An alle wonung and gebews^
Pis ans Franckreicb, von kiinckliug stani
Rüprecbt, der beillig pischoflF, kam,
r*ef den Cristen-gelanben predigt,
Das volck von abgotrey erledigt,
10 Im Norcka nnd im Payerlant
Hersog Theodonera genant
Mit seini adel den glauben lert,
Vast all sein vokk zw got pekert.
Als nnn Rnpertns durch vil stet
96 Dem volck Cristum gepredigt het,
Kam anch gen Salzpnrg nach dem allen,
Fand sie verwiiestet und verfallen,
Doch die pequera geachtet hat
Zw ainer pischofflichen stat,
30 Da pat er den herzogen frnni
Umb die IVejheit nnd aigentom
Der öden stat. Als er ims gab.
Da lies Rnpertns ranmen ab
Holz nnd gestrews, alles ablmwen,
sft Sant Petters kirchen da-hin pawen
Mit biltf des payeriachen fiiersten,
[bL 142} Den anch nacli gottes er war däersteii;
Ist darzw anf-gerichtet worden
Ein closter Benedirkter orden.
2S S po(|Ujiii],
483
So wart die »Ukt g«pawet wider
TegHcheo nnd gemerei sider.
Dahin sant Enprecbt hat zvietzl
Den pischofflicbeD stuel gesetzt,
'» Da vier-ond-virzig jar regirt
Nach im sant Vital gqberoirt;
Nach dem VirgiliuB vertrawt
Den piKchofflichen thaem erpawt,
Saot Ruprecbtz leib darein pestat.
lÄ Nach dem pischoff Gebbardns hat
Die schJosser vemewt aasen und innen,
Die statmawer mit tbnern nnd zinneii
Pefestiget and wolgezirt,
Wie vor äugen gesehen wirt,
li Also/ sprach er, ^dw frerabder gast,
Hiemit Ursprung und anfan^ hast
Salxpurg, der pischofflicben stat,
Die grosslich anfgennmen hat
Mit enndern nnd gmainen gepewen
10 Thuet man» noch täglichen vernewen.
Ja, sechst innen das fürstlich gros,
Schön, wolerpawt und notfest scblos,
Auf gelling vels vor-ob-geoant,
Der-gleich nit vil sint ira Tewtsciilant,
ift Mit seinem weer und vorat innen,
Ge^irt mit vorweren nnd zinnen,
Das auch paide pey tag nnd nacht
Wirt fleiftsig pehiiet und pe wacht,
S^hst anch in der stat den Ancbbolt^
sö Darin den wonet der pischoff,
Mit seinen fürstlichen gemacbeu.
Dein herz wiiert dir vor frewden lachen,
Wie all ding darin ist ornirt ;
{Ul. 14^'] Der*gleich wie der thaem ist gezirt.
3S Da singt man all tagzeit an mitel,
Da ist ein erwirdigs capitel,
Alle thnmherren gar an dadel,
Doctores oder von dem adel.
Auch sint in der stat auf and nider
31^
484
IM.
Vil 8chi)ner liewser lijn und wider,
Welche erpawet eint von quader,
In-wendig geteffelt mit flader,
In die hoch auf-pawt mit drey geden,
n Mit vil g^welben und eysren leden,
Mit kalten kelern uod mit praoneQ.
Auch knmet in die stat gertinnen
Ein pach, den haiset man die Alben,
Den man kan schwellen allenthalben
10 In prnensten und in fewers-not*
Ich sprach zw im: ^Sag mir dnreli gol,
Wer regirt itzund das pistnm?^
Er antwort: ,Ernestus der fruni
Ans Payern, ein geporner füerBt,
ih Den nach tiiegent nnd eren tliuerst,
Der Ijelt hoff wie ein trewer vater,
Armen und reichen ein wol tater,
Hat auch all knnstner lieh nnd werd,
Ist ganz demuetiger geperd,
ao Znmb Med genaigt, an grosen pracht,
Der auf all ding hat selber acht,
Auf die kirchen nnd predig-stnel,
Auf den b^pital und auf die schnei,
Rieht an guet policey zw halten
a& Rat und ghricbt aufrecht zw verwalten,
Helt Witwen und den waisen schuetz,
Hantltabt trewlich gemaineu nuetz.*"
Ich sprach : „Selig ist dieae stat,
Die ein solchen regirer hat
30 Sag, was hat die etat vür ein handel?**
Er sprach: ,,E8 ist ein g^oaer wandel,
Ein namhaft und ein genge stras
143] Der TewtRchen, so an unterlas
Da wabern mit gwerbiger haut
SÄ Dnrch das gepürg in das Welsehlant
Und in andre lant hin und wider.
Derhalb legt man zw Salzpnrg nider
Vil kaufmans-war, gvvaltig nnd starck.
Auch ist da grose meß nnd marck
40 Ruperti mit kanffn und verkawflTen,
l*a ser vil kauflewt kumen zhawUeu.
485
Der-gleieh sie pawen mes and merck,
Da fint man mancherley hantwerck;
Anch gent die weiber nmadamb
In der Btat mit panm-wollen omb,
5 ZawBen, Bpinen und stenchlein weben
Und den Walhen zw kawffen geben :
Das volck fürt da ein erbem wandel.
Anch ist alda ein groser handel:
Vom Hella pringt man dar das salz,
10 Ans dem pirg pringt man keß und schmalz,
Aus dem Welschlant mancherley wein,
Vom Necker, Franckenlant and Rein;
Aach hat man da gnet kaltes pier.
Aach hat er amb der stat refier
u Vil weyer, se and pechlein frisch.
Drin man focht allerlay gaet fisch,
Aach in gepirgen verr und nahen
Ist vogel and wiltpret zw fahen,
Aach in den delem wan and waid.
20 Ans Fayren pringt man vil getraid,
Aach prot and flaisch, das ich dirs küerz
AUerley specerey and waerz
Fint man deglich in rechtem kaaff.
Derhalb die purgerschaft nembt auif
26 An er und gaet zimlicher narang,
Wie dw wirst haben in erfarung,
Wo dw ein Zeitlang hie wirst sein."
Ich danckt dem alten, ging hinein,
[bl. 143'] Peschawet die stat amadnm.
80 Da fand ich sama samanim
Mer gaetz and loblichs in der stat,
Den mir der alt anzaiget hat.
Da all ding war so wo! ornirt
Und so vürsichticlich regirt,
35 Das volck so ghorsam iintertenig
Und all ding nmb ein ringen pfening,
Gedacht ich mir, gleich da-zw-pleiben,
Die knnst der drueckerey zw treiben,
Dem hochwirdigsten forsten verpflicht.
40 Dem sey zw eren das gedieht
Sambt der gemain and ainem rat
486
Salipiirg, der pbcbofflichen atat.
Das iv lob, preis und ^ren wachiSf
Von hersen dag wünsoht ir E&oi Badift.
Anno ealutis 1549, am 9 tag Aprill«.
487
Etliche pritschen-gsang, in eim gsellenschissen zw
prawchen.
a. Erstlieli elm pdsMii solilletieB :
Wolaoff, wolauff zamb pritschen-gsang !
6 Ziecht ab die hüet, macht es nit lang!
Sey mir wilkamb, mein lieber echüetz!
Mich dnnckt, dein gschos sey gar kain nüetz.
Es sint ie schon zwen tag verloffen,
Und dw hast noch kaiu schaes getroffen;
10 Dmmb gwinstw das nechst nach der saw.
Wie sawer sehen mrt dein fraw!
Sie Wirt dir vil kiffarbeis kochen.
Sprich, es sey dir dein sennen prochen
Und sind dir zwen poltz worden zschossen.
16 Pehilff dich nnr mit solchen possen
Und nem nnr sties-holz in den mund;
Das ist vur die kiffarbeis gsund.
[bl. 144] Das dw am suesholz hast kain mengl,
Sehin nnd hab dir des ein stengl
20 Mit dieser meiner pritschen glat.
Hestw so oft droifen das plat,
Als oft ich dir dein gseß hab droffen,
So würstw auf das peste hoffen,
Werst haimzogen mit gnetem muet.
i6 Ste auf und nem also verguet!
b. Sin anders einem hantweroks-gesellen :
Hieher! helft retten trew und er!
Singt mit und schreyet alle seer!
Wir haben hie ein hant-wercks-gselln,
30 Der det sich zw den schätzen stein
*
I Im seobstoo spraobbnobe, bl. 143' bis 144'. (iedraokt sacrit im Deutsoheo
MuMum. Neae folge. Bd. 1. Ug. von Reich. Becbslein. 8. 252; dann ala
116 MhwMik.
488
Id disser schranckeD innern tkail
Un<i bei alda «mwlaffen fall.
Drumb wil ich im vor man und fraweii
Den kop^ vor seinem ars abh&wen.
jv Darini t gescliicht im nit unrecht.
Mich dauckt, dw seist ein nobis-knecht.
Ich wil dir pletzen die hosen dein,
Dastw hernach stest nimer rein.
Ich wil dein gses dir wol erschwi Deren,
lu Das die knöpflein darin erklingen.
Hoch heb ich auf and las leis nider.
Weil dw zuinb nechsten knmbst her wider.
So wil ich dir tiocli pa&ser messen.
Ich hoff, dw werst des nit vergessen.
i& Hab dir noch ains zv-letz, mein mon!
Mach dich pald auf, iind lauff darfon !
c. Ein anders auf ein pawren ;
Wolher, wolher und mn^et nnil
Wir lassen ansers pritschens nit;
äo W^an hie hab wir ein pawers-mon,
Drr thnet hinein zwn schüetzen »tan.
[bl. 144'] Darunib inaes er gepritschet wern,
Ich wil im alhie truecken schern
Mit der prätachen, sauber und wackeri
2h Auf seinem ars faren ssw ackei%
W'il im den liüudzhabern aus-treschen,
Vertreiben im darmit den besehen^
Wil prenien im int kerben seen,
Das gras im vor dem loch abmeen,
na Das im sein schelln in hosen klingen,
Wiltw mir kes nnd ayer pringen,
So wil ich lassen dich darfon.
Su hab dir disen plappart dron!
Und so dir noch ain also par!
« Morgen wil icb dich zaleii gar,
Wen dw mir pringst ayer and kes.
So dir zw-letz noch ain vürs gses!
Anno salutiä 1549, am 20 tag May.
A iS n, ka«QhL (so nbgekürit)*
r*hli 8, 8 kerrbeit.
S Dflobflt«!» tt^jL S tut* 28 7 iu»} 1
489
Der mesner mit dem rayger.
Hört zw ein wnnder-listing possn!
Ein mesner het ain raiger gschossn,
Den tmeg er seiner f^awen haim
6 Und pefalch ir in groser khaim,
In zwperaiten anf das past;
Den pfarer wolt er han zw gast.
Die fraw sich drob nit lang periet,
Den raiger peraitet and priet,
10 Des saeser wolgeschmacker mech
Das dorff ganz aberal dnrch-kraech.
Ir nachtpewrin kam in das bans,
Sprach : „ Was schmeckt so schön ueberans P'^
Als sie den raiger pratten sach:
16 „Las mich versnechen denl' sie sprach.
Die mesnerin sprach: „Vor meim mon
Thar ichs pey meinem aid nit thon/
Sie sprach: „Dw findst wol ein aasred.**
Nach dem sie eylent alle ped
20 Zw-samen in der küchen sasen,
Den raiger ganz nnd gar anf-frasen.
Nach der vesper den pfarer nam
Der mesner nnd mit haim-hin kam,
Degt den disch, zw der frawen sagt:
35 „Trag her!" Hin-wider sie in fragt:
[bl. 240] „Mein man, was sol ich tragen her?"
„Den hewting raiger!" saget er.
*
l Im sechsten spraohbacbe, bl. 239' bis 240'. Gedraokt als 117 schwank.
Vergl. MO 11, bl. 3 im rosentone des Hans Sachs: Der mesner mit dem raygor
»Utfri BW «in wnnderlisting possenc 1549 Ende Januar. Sieh Hagen, Gesammi-
abenteaer nr. 31 und vergl. band 9, 279. 17 ? meinem. 8 mein.
490
Sie sprach: ,Kain raiger gabst bewt mir.
Es bat leicht heint getramnet dir/
Der mesner drot der frawen fast»
Zog ab mit äcbaDden, nam sein gast
» Und fiieret in dabin zum wein
Und dut^liet ser der tVawen sein.
Die Eiebiieriü nber den hoff
Listig ZT ir nachtpewrin loff,
Sprach: ,Der raiger pringt mich in not;
10 Mein man mich halsen will zw dot.'
Ir nacbtpewrin sie droeten was,
Sprach: „Ich wil fiir ench leiden das,
Wil heint liegen in ewrein pet,
Weil ich ench hab darzw peret.**
iB Die sach war schlecht, sie legt sich iiider.
Nachts kam vom wein der mesner wider,
Vermaint, er fand Bein weib am pet,
Pey dem bar ers rawszihen det
Und det sie wol mit few^ten knüellen;
fo Die wittib knnt wainen und rüellen.
Als nun der mesner frw aafston,
Sang Bein weih frolich, sas und span.
Kr sprach : ,Gab ich des raigers dir'?*
Sie sprach; ,Kain laid thestw doch mir.'*
flft Er sprach: ,Zaichnet piat anteru angen.'
Als die fraw war noch stercker langen,
Peschantz der mesner ueberaL
Ala er fnnd gar kain plabes mal.
Sprach er: „Ntin glaub ich wol und eben,
K» Das ich dir hab kain raiger geben.
Verzeich mir das, ich pit dich drumb.*
Hill ei*8t sein weib warlmft «nd frumb.
[bl, 24{y] So wirt manch man mit listen dawbl,
So er all ding seim weib galaubt,
85 Auf das kein nachrew im erwachs,
So schaw er dranff, reit im Hans Sachs.
Anno saluiis 1550, am 6 tag Februari.
IK S NMfas.
491
Kflnig Artaxersis ungeraten stten.
Als Artaxerses sas
In Pereia und was
Mechtig im regiment,
5 Im alter sich erst went
Sein glaeck; pey seinen kinden
Thet sich vil nnratz finden.
Darios, sein snn, war
Zw herschen pränstig gar,
10 Wolt mit mördischen dingen
Den vater selb umbringen
Eins nachts in seinem pet.
Da in ergrewffen det
Der vater, lies in fangen.
16 Ein urtail ist ergangen
Dnrch die herren im lande,
Das man in gfencknus-pande
Dem sun an als verhelen
Abschneiden det sein kelen
so Mit eim schermesser pluetig;
Der vater wart onmaetig.
Ochns, der jängst sun, gleich
Aach stelet nach dem reich,
Der war frech und verwegen,
26 Ein junger, stolzer degen.
Idoch Arsanis gar
Sein ander prueder war
Frumb, Stil, freuntlich und guetig,
♦
1 Im seehtien spniehbaehe, bl. 240' bis 241'. Vergl. in der epniobweise
es Hao« Saobs: ArUxerxis ungeratner sun »Als Artaxerses sase« 164'^ Januar 24
MG 11, bL &). 12 MG oaehU. 8 Da«bs.
492
[bL 241) Dero vater gar anmuetlg,
SeiD gBprech oft mit iiu drieb
Und liet in herzlich lieb,
Ochum nit achtet er,
• Macht sein stolze geper.
Da forcbt Oclms, sein vater,
Der guetige woltater,
Arsonia noch Im leben
Das reich würt rieber-geben,
10 Darumb er in zw nachte
In seinem pet umbprachte.
Den man dot ftmd zw morgen.
Noch plieb dm mort verporge«.
Ochti!^ aber noch hett
ib Min prueder^ zw dem det
Er schicken gar mit listen,
Wolt er sein leben fristen,
Solt er (iihen ans nötten,
Der vater woU in dötten.
20 Ariaspis verzaget
ülaubet, wie man im saget»
West gar nit zw eDtrinnen
Mit verzweyffelten sinnen,
Im selb mit gift vergab,
»& Das er kam in das grab.
Da thet den vater dawren
Seiner »un dot in trawren,
Vil in kranckheit nnd starbe,
Vor herzenlaid verdarbe
so Erst in seim alter schwer,
Schreipt Ptntarchns. Da-her
Kumbt das Sprichwort verporgen:
Gros kinder groses sorgen.
Derhalb zeuchs in der jngent
ab Anf gottes-er nnd tnegent,
[bl. 241'] Dardnrch vil ungemachs
Entgestw, reit Hans Sachs.
Anno flalutis 1550» am 7 tag B^ebruari.
JA Mü g«r. 8 d*t.
493
Der pawer mit der dotzen.
Weil sant Fetter aaf erden ging,
Ein arme pewrin in entpfing
Zw herberg. Als er dranck and as
6 und frfie von ir abschaiden was,
Hies ers schmalz anspotem am morgen
und gab ir sein segen verporgen.
Sie Voigt sant Fetter, and gar pillich
Gos ins pneter-fas dicke millich
10 und pntert anß fast aaf drey stand.
Als sie das schmalz leateren knnd,
Alle geschirr sie faellen det
Mit schmalz, die sie im haase het.
Im dorff ein reiche pewrin war,
16 Die wart des in, kam zw ir dar.
Fragt, wo sie so vil schmalz het gnamen.
Sie sprach: „Sant Fetter ist her-knmen,
Der leret meinen ;nan im haas,
Das er mir schnit mein dotzen an&
so Und sod sie in aim kessel eben,
Die-selb hat so vil schmalze» geben/
Fro war die reich, eyllent haim-ging,
Erzelet irem man die ding.
Verwilligt sich gen irem mon,
26 Ir dotzen aach zv wagen dron,
*
I Im sechBten spnichboche, bl. 241' bis 242. Gedruckt als 118 tohwank.
'ergl. MG 11, bl. 19 im rosentone des Hans Sachs: Der paucr mit der doosen
Weil sant petter aaf erden ginge« 1549 Mars 13. Die Dresdner Hs. M 5
ehreibt in der Qberfohrift des meistargesanges manten statt dooten und giebt
. 494, 8 das reimwort mit anfangs-f. 5 S im. wais. 6 S sohmals. MG
.m. S aaf. 7 S sgen.
^p
^^^
V^B^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^I
n
^^^^^^^Bi^l
404 J
w
^^^H
Das sie vil achmalz möclil üeberknnien. ^^M
^^^^H
Den andren tag sie in fiiertiniitetj, ^H
^^^^H
Zw versuchen die abentewr. ^H
^^^^H
Die fraw schüert iin ein groses fewr, ^^
^^^^H
h
Setzt darueber ain kessel g^ros, ^J
■
|bl. 2421
Den sie eben vol wassers gos. ^H
Der mon ain messer von der plotzen ^1
Zog nnd aclinil aus seira weih die dotzen J
Und schmitzt sie in den kessel nein, ^^^
1
»0
Und mit einem kochlöffel fein ^H
Det er im kessel sie umbrüeren ^H
Und det das fewer waidüch scliüeren, ^H
Das pran mit tlamen zunter-rot, ^H
Pis das Wasser anf-ßtmdlet, sot. ^|
■
Iß
Idech die dotz kain schmalz wolt geben ^H
Weder nnden, oben, noch neben. ^H
Die fraw^ war kranck, doch schrirs pesuuder : J
„Dw narr, leg noch mer liolzes under!" ^^I
Der man ein pueschel reissig nam, ^H
[
ao
Legtz an, das gab ain grosen flam ^^M\
Und schlneg auf alle ort weit aus ^^M
Und zündet an das pawren-haus. ^^|
Df'r man er^ehrack t»h diesen dingen, ^^|
Dacht, die dotzen darfon zw pringen, ^^M
w
afi
Rais sie aus dem kessel nachmale, ^^M
Stralftz ueber «ein köpf an den hals, ^|
Loff nans und lialff le&chen das fewr. ^H
Der gnet man kam der kunst zw dewr: ^H
Wan als er nnnff-Htieg auf das dach, ^H
1
3«
Gos in die prunst, kam im so nach, ^H
Die dotz im au dem hals ein-dort, ^H
Sii'h zamen-rumpfet, zamen-schmort
Und erdrosslet den gueten mon ;
Das weih auch in dem haua verpron.
■
»r.
Also wer sich nit lest penaegeu,
Dem llmet gliieck vil ungluecks zw- fliegen,
Das im aus schuriden geiz erwachs. ^H
Dnimb last euch pnüegenl rett Hans Sachs. ^^
^H
^1
A
nno aalutis \h%i), am 7 tag Februarip J
^^B
MÜ viiglu««kg. 8 ftkrmet.
495
fbi. 242'i Die zwen gefattern mit dem zorn.
Ein man sein frawen schlaeg,
Pey dem bar sie nmbzneg,
Die schrir, als wer sie töret.
6 Als das ir gfater boret,
Da kam er zw-gelofTen,
Fand gleich die haastner ofifeu.
Er lofT ein durch den gattern
Und pat seinen gefatern,
10 Sein zoren im zw geben.
Der sprach: ,Ist mir nit eben.
Was dürft ir meines zorens,
Heins schlagens und mmorensV
Vil darff sein pas mein weibe,
16 Zw znchting iren leibe. '^
Der gfater lies nit ab :
, Versagt mir nit die gab!"^
Sprach er, „ich wil auch ^ereii
Euch ainer pit geweren.
20 Allain gebt itzand ir
Den euren zoren mir!'
Als er nan nit ablies,
Sein weib er von im sties,
Platzt seim gfatern ins bar
26 Und ries in nider gar,
Det in mit fewsten plewen,
1 Im sechsten spruohbaohe, bi. 242' bis 243. Vergl. MG 11, bl. 26 in
der sproohweise des Hans Sachs: Die zwen gefatern raafen »Ein man sein frawen
schlaege« 1549 Mftn 29. Sieh band 21, s. 230 bis 235. Die erweiterung ond
das 82 fiastnachtspiel. Qaelle: Der Kenner. Ausg. Ton 1549, fol. bl. 75, yon
A. L. Stiefel in Nürnberg entdeckt; sieh Germania 1B92. bd. 37 (n. r. 25) s. 228.
r
^M
^^^^^1 DaB sein pit det rewen. ^H
^^^^^1 Der gfater der lag unden, ^H
^^^^^H Mit straiclien ueberwnnden ^^M
^^^^^^H An alles widerfecbten ^^M
^^^^^M ^ Und pat sicli \M\g zum reebten, ^H
^^^^^H Nicbg minder in der gchlueg ^H
^^^^^^1 Und pej dem har anib-zueg, ^H
^^^^^B FiB die riaehtpaureii kamen ^Hl
^^^^^^H |bl. 243} Und in seioi gfater n namen. ^^1
^^^^^H 10 Der wol glirawft und geschlagen ^H
^^^^^1 Det es dem richter clagen, ^H
^^^^^H Zaigt im ritz, kritz und pewlen ^^M
^^^^^H Und det sich cleglicli mewlen. ^H
^^^^^H Der richter pschickt den detter, ^H
^^^^^H 15 Der forclit sich und kam speter. ^^M
^^^^^^1 Den det der richter fragen: ^J
^^^^^H ^Warnmb hast in gscblagen?*' ^H
^^^^^B Der sprach: Jcli seiilneg mein fravven : ^H
^^^^^M ^^ P^*- ^^ ^^^^ ^^^^ trawen, ^H
^ so Das ich im selber eben ^H
^^^H Solt meinen zoren geben. ^^M
^^^H Da lies ich vom weib ab, ^^1
^^^H Im meinen zoren gab.''
^^^1 Der richter tbet sein lachen^
^^^H a& Sprach: „Nichs kan ich draus machen,
^^^H Weil dw in selb mit sitten
^^^H T liest nmb sein zoren pitten.''
^^^1 Da det der gfater jehen ^H
^^^H ^Mir ist gleich recht geschehen! ^H
^^^H 94) Wen man fort nugefiieg ^H
^^^1 Ifleicli alle weiber schJüeg, J
^^^H Die auf der erden weren, ^J
^^^H Wolt ich nit mer pegeren ^H
^^^1 Der iren mender zoren. ^^|
^^^B 36 Des sey ein aid geschworen!^ ^^M
^^^m Anno iaiutia 1550, am 7 tag Februari, ^H
^^H 1 MG pit 3 leib. 14 Mii p«obkkL S forabt. ^H
497
Die gertnerin mit dem pock.
Ein ^rtner het ein firawen,
Die det im schalcksperg hawen.
Als der ging in die stat,
6 Ein-kanffen wolt mit rat,
[bl. 243'] Da kam ir jüngeling,
Den sie frenntlich entpfing.
Als der schimpf war am pesten
Und sie nit änderst westen,
10 Sie hetten erst angfangen,
Da kam der gertner gangen
Und klopfet an der thuer.
Der Jüngling het sein späer,
Des gertners wolt nit warten,
16 Sprang herab in den garten
Durch einen weitten laden
Heraber wol zwen gaden.
Das det der gertner sehen.
Zornig znm weib det jehen :
so „Dw sack, wer ist der jung.
Der rab in garten sprang?''
Das weib det listig jehen :
,Dw hast nit recht gesehen;
Unser pock is gewessen.
ib Den jagt ich mit dem pessen,
Der het mir thon ain schaden.
Der sprang nah dnrch den laden. ^
*
I Im fechsten sprucbbuche, bl. 243 bis 244. (iedruokt bei Charles Schweitzer,
Itode *ur ia Vie et les rKavro? de Hans Sachs. Nancy 18.^7. ». 44ü bis 44 1;
ann al* 120 schwank. Vergl. MG 11, bl. 27 in der spruchweise des Hans
aehs: Die gertnerin mit dem pock »Ein gertner het ein frawen« 1549 Marx 30,
edr. Schweitxer a. a. o. s. 438, und die dritte fabel des 74 fastnaohtspieles.
inelle: Der renner. Ausg. Ton 1549. ful. bl. 63. Sioh <tcrmania 1892. bd. 37^
Q. r. 25), 8. 225. 11 S gerner.
Hans .Sachs. XXII. 32
498
Der gertner sprach in Äoreu :
^Der het kain part, noch hören.
0er durch das fenster Sprung .
Es war aiii lecker juüg."*
'> Vm\ zucket sein spitzparteii,
Wolt lieber in im garten.
Die fraw mit werten gäetig
Sprach: ^ünsioig und wnetig
Wütw, mem man, mir werden,"
»0 Mit cleglichen geperden
Waineut umb sein hals fiel :
»Herzlieber luau, ich wil
Mein segen dir mit-daileu,
Dein wneten dir zw hauen.
ifi Leg auf die erd dich nider
[bl-244| Und Hier kains deiner glider!**
Der man in dem gezenck
Sich nider-legt auft penck.
Die fraw fing an den gegen :
1^0 „Las dich effen albegen,
Dw esel, narr nnd dropff!
Das hii-en in deim kopff
Wert tinsinig iin4 wiietig!
Das geh dir gol, der güetig!**
ih Das letzt wort; thetz lawt sagen,
Das ander stii verHchlagenr
Die weil entron der jung,
TTeber den zäun ansprung.
Nach dem der man aufstund,
310 Suecht. Da er nimant fnnd,
Dan »einen allen pock
Plctern an ain reben-stock,
Fat ers ah seiner frawen,
Det ir erst recht wol drawen.
iu Drumh spricht man: Frawen-Iist
Unueberwititlich ist
Und pringt vil «ngemachß
Manchem man. Spricht Han« Sachs.
Anno aalutis 1550» am 8 tag Kebruari*
I 8 gflrfinr. IH MiJ iLuft. S Auf.
33 S P*lt«r*.
499
Die spinn mit dem ziperlein.
ÜB kun getpreeh.
Die Bpin und anch der zipperlein
Kamen zwsamen in gemein,
5 Ides sein not dem andren sagt.
Der sipperMn.
Der sipperlein der spinen clagt,
Wie er ans eines panren haus
So schentlich wer getrieben ans,
|bl. 244'] Spracli: „Am pawren det icli mein prob;
Er war mir aber vil zw grob.
Ein knorren im rot auf-geschwelt,
Da maint er, er het in verpelt;
Schrot-kleyen legt er neber mich,
16 Verschont mein gar nit tmtzicHch;
Er Ined mist, ackert nnd anch set,
Er drasch, hackt holz, hauet nnd met;
Des nachtes lag er in der strew
Oder im stadel in dem hew,
20 Soff wasser, as nnr prey nnd krawt,
Er schwitzt nnd farzt, darob mir grawt;
Unlnestig wars bans neberal.
Derhalb ich mich vom panren stal."
Die spin.
35 Die spin sprach: ,.So wil ich hiuans,
Herberg nemen ins pawren haus.
Da ich anspannen wil mein netz
Vur ain loch, da ich im aufretz
Schnacken und müecken üeberal,
30 Der ich da und mit ueberschwal.
«
1 Im seehtten spraohbaohe, bl. 244 bis 245. Gedruckt als 121 schwank.
Vergl. MO II, bl. 33 in der abenteaerweise des Hans Folz: Zipperlein mit der
fpinoen >Eln spinn rnd auch der zipperlein« 1549 April 8, gedr. bei K. (loedeke,
Diehtungen Ton Hans Sachs. I. Leipsig 1883. s. 112.
32*
500
r>a ich wol sielier \mng vürwar,
Das man niicli in eira ganzen jar
Mit kainem pesen keret ab,
Da ich ain sichre woTiung hab.
b Ans aines pnrgers haus ich kiiinb.
Da man mir schir mein leben tiumb;
Wan der hansknecht und die bausmaid
Detten mir teglicli vil zw Jaid,
Zerissen mir als^ was ich apun,
10 Kanm ich oft i« ain loch entrun,
llilten das han^ sauber und rein,
Jaekten auB nniecken, gros und klain,
Das ich schir hungers ßtarb darin.
Darnmb ich ausgezogen pin,^
15 Ber sipperlein.
Zw der spiu sprach der laipperleiu:
[bL 24r>] „8o wil ich Jn die »tat hinein
In dieses reichen purgers haus,
Von dem dw pist gezogen aus.
ao Der mich zw im lockt aller- weis
Mit starckem dr.inck und gueter speis,
f>armit er sich fdelt teglidi vol,
Mit müesig-gen ist im auch wol,
Mit schlaffen, paden nnd seim weib:
Vi Er ist leispacheii an seim leib.
Ich wais, pald ich anrüere in,
So schickt er nach aim arzet hin,
Und anf ein seiden kües mich legi,
Mit hermleiii weis er uiich zv-degt,
BD Ist guete pislein imerzw.
8chaw! pey dem hab ich «rnete rw.*
Aus der fabel zway ding man lert;
Reichtum den zipperlein ernert,
Den armut doch alzeit auBtreib,
3f. Wie Frnnciscus Petrarcha «rhreib :
Will, des zipperlein» miiesig gan,
8o leb im lians wie ein arm maiL
Das im der zipperlein uit wachs.
Den trewen rat gibt im I^ans Sachs,
Anno salutiH 1550, um H iiig Februnri,
501
Honnlffus, der getrew kemerling des kflnigs aus
Lamparten.
Nach dem Aripertus gestarb,
Der Lamparter könig, erwarb
5 Gnndipertns, sein snn, die kroD,
Den Grimoaldas, der hauptmon,
Vereterlich erwüergt am sträng
Und sich mit gwalt ins küngreich drang.
Des künigs pmder er nach-stelt,
10 Partaris, das er in auch feit.
|bl. 215'] Der entpfloch im ins Ungerlant,
Da er gleich in dem ellent want,
Doch hört von Grimoaldo er,
Wie er ein gaetig künig wer,
15 Und schickt zw im amb ain gelaid.
Der künig schwuer ain herten aid,
Er solt frey sicher zw im kumeu.
Er kam, wart gnedig aufgenumen,
Gab im ein gros, köstliches hans.
20 Er ging peim künig ein and auH,
Wart doch pald hart ans neid versagt,
Hinterüeck peim künig verclagt.
Der künig glanpt der untrewn clag,
Macht ain pancket am andren tag
26 Und liies den jüngliiijr machen vol,
Sprach, darnach man in wüergen sol.
*
1 Im «eobsten »pruchbaohe, bl. 245 bi^ 24l'>. Von dctu ueiiitergusang im
rosentone des Hans Sachs: UnnuIfiTus, der trcw kouierlin;; »Nach dem Aripertus
gestarb«« ist nichts anderes erbalten. Kr stand M(> II, bl. 39, war also ver-
mutlieb J&49 April 15 gedichtet. Quelle: Alb. Krantz, Dennmärckische chrnuik,
TOD Eppendorff rerteutsobt, buch 3. cap. 26. bl. 142' bis 145. 3 S Aripetu^.
502
Der jung mit warnan^ wart gesclirecket,
Hunulffo er das mort entdecket,
Seim freunt, der Mes den schencken »ein
im Walser einacliencken vür wein,
ü Auf das er ruiecliter pleiben solt.
Darnach det Htinnlffti^*» sani woU
Er in <ler seiuen kaiuer nahen
Satnbt dem Jüngling swasBcr absclklaheri,
Und paiit im anf den nieck ein pet,
10 Sein angsicht im verhüellen det
Und det in darmit berans-jageii
Und in mit ainer t?aisel schlagen,
Mit Worten in ser schalt und sclimeelit,
Als wer es sein leib-aigner knecht»
i& Den er mit dem pet wolt ausenden,
Halflf im darmit ans seinen henden.
Partaris entron in Franckreieli.
Früe schickt nach im der kiinig gleich ;
Sein kemerling sprach, er sdiliefl^ noch.
30 Der künig^ wart erzüernet hoch
Und hies die kamertuer anfspringen,
[bl. 246] Partaris im gefencklich pringen.
Als nun Partaris nit wart fanden.
Da wart der kemerling gepiinden
26 Mit Hnnolffo ztimb künig paid
Gefuert, dem sagten^ allen pgchaid,
Wie sie dem iiiieltfen aus verderben.
Das hoffgaind schray; „Paid müessens sterben!*
Der kiinig sprach: „Das sol nit seinj
wi 8ie paid haben verdint allein
Ein lan, weil sie aus trew hant eben
Für iren herren gwagt ir leben."
Und in knechtj ros und zernng gab,
Fertigtz zw irem herren ab.
3i Ware trew mues freunt uud feind lieben,
Hat nn» Albertus Krantz penchrieben.
Das niilter Ion aus trew erwachs,
Das wünschet von Nürnberg Hans Sachs.
Anno sahiti» 1550* nui 8 tag Februaii.
508
Der uDgelnecklich kämpf ktlnig Colerns aus Nor-
wegen.
Als Collems regirt,
Norwegen gnebernirt,
5 Da ranbet anf dem mer
Horwendillns gar ser,
Stathalter in Itlant,
Mit gewaltiger hant.
Künig Collems frnmb
10 Het gros nnwillen dminb;
Das mer unsicher war,
Rnest ein armada dar
Mit gewappneter hent,
Das er an disem ent
[bl. 246'] Das mer zw machen sanher,
und saechet den meraaber
Gerüest ein lange zeit
Auf dem mer weit und preit,
Und doch in nirgent fund,
20 Mit fueg andreffen kund,
Das er im an der stet
Ein Schlacht geliffert het
Am pritanischen mer.
Collerus mit seim her
25 Ein schone insel fand,
Da stund er aus an lan<l
Und spacirt in dem wald
*
I Iin seohsten fpmehbache, bl. 246 bis 247. Vergl. den iiiui.stergo.sang
im sQßeo tone Sohillers: Kttnig Colerus keiDpfet ungluecklich *Als Colorud regirt ^
1549 Mai 8 (MG 11, bl. 63). Quelle: Alb. Krantz, Norwägiucbc cbronik, vun
Eppendorff verteottcht, buoh 1, cap. 8, s. 17 f. 19 M(i in] lehK S
[bl, 247 J
On allen liinterliaM
Und ancb am andren ort
Der iüsel, am scbiffport
Die ranber ang'efaren,
Auch ausgestanden waren.
Die zwen lierren apacirten,
Ainig im wald refirte»,
Draflfeij ainander on.
Ganz ainig man an man, ;
Kai n er den andren kennet.
Auf frag doch ider nennet
Sein nainen und wan lier
Und warum b er da wer.
HorwendUltis der sagt:
ib „Pi^tw so unferzagt
Und ze wehst aus, mich zw deuipfeii.
So wil ich mit dir kempfen
Ainig hte man und man
Auf diegem gruenen plon,"
ao Collerna sprach: ^Ja wol!
Docli der obsieger ao!
Sein feint erlich pegrabeu,"
Also sie paide liaben
Ein-ander griffen on
Die wunder-kiinen mon.
Sein Schwert der ranber scharff
Vast und sein scliilt hin-warff,
Dem frumen künig clueg
Sein schilt zw st ü ecken schlneg
80 Und in darnach entleibet.
Albertus Krantz peschreibet.
Der nugh recht oft gesiget,
Und der ghrecht unden lieget.
Hie und ienset de» paehn
30 tiöchichtz noch so, spricht Hans Saclns.
Anno üaluÜA 1550, am 9 tag Februan.
505
Der hoffertig kaiser Anrelianns in dem päd.
Gesta Romanornm mit nam
Sagt, als der kaiser herscbt zv Rom
Anrelianas, stolzer art,
6 Der sagt im herzen ans boffart,
Wie das kain ander got den er
In himel noch auf erden wer.
ümb den hochmnet det in got plagen :
Als er ains tags ansrait zw jagen
10 In groser hitz, er padet sich
In der Tieber, angenplicklich
Ein engel legt an sein gewand
Und setzt sich auf sein roß zv-hand,
Rait mit dem hoffgsind ans dem walt;
15 Wan er het ganz des kaisers gstalt
Und wart als der kaiser geeret.
Dem kaiser war sein gstalt verkeret;
Als der staig aus der Tieber plos,
Fand er weder gewant noch ros,
so Auch war hin-weck sein hoflfgesind.
Des erschrack der kaiser geschwind,
[bl. 247'] Nun lag darpey ein herren-hoff,
Zw dem der nackat kaiser loff
♦
l Im seohsUn spruchbuche, bi. 247 bis 248. Vergl. den ineif^tergesang
im roseotone des Hans Sachs: Aurelianus, der hoffortig, etraff »(Josta Komanorum
toit oome<' 1549 Juni 21 (MG 11, bl. 76), gedruckt bei K. (ioedoke, Dichtungen
TOD Hans Sftohs. Leipsig 1883. I, s. 275. Sieh auch band 13, bl. 110. Quelle:
die getchiehte tod JoTinianns Gesta Komanorum 59 (ausg. von H. Oesterley
i. 243 nr. 47). Neuerdings am ausführlichsten behandelt von H. Varnhagen,
Bio indiMhei mftrohen auf seiner Wanderung. Berlin 1882. 8. Nachträge da/u
gab der Terfasser in seiner schritt über Longfellows tnles of a waysidc inn und
ihre qnellen. Berlin 1884. s. 18 und 135.
506
Und an den herren da pegert,
Das man im liecli klaider und pfert.
Wie-wol er sich den k aiser nent,
Kain mensdi iin hofi in darf ü er keot.
h Der herr lie» in mit rueten Bcblageo
Und wider zw dein hoff aos-jageo,
Alß ob er ein spitzpnebe wer.
Eilletit lolT der nackat kaiser
Auf ein sclilos zw aim edlen g:rafen,
10 Der in auch nnerkani lies strafen.
Nach dem kert er in die stat Eom
und nackat f^r sein palast kom ;
Nimant in kennet der-geleicken.
Do etitpot er haimlich warzeicheu
iü Der kaißerin, die sagt die ding
Dem en^ej, der scliueff, das mau tiug
Den kaiger, lies mit rueten bawen
Im angesichte seiner frawen.
Nach dem jagt mau aus Rom in pald;
so Da lolf er nabet in airi wald,
Da ein frumer ainsidel aas,
Dem er zw fne&en fallen was,
Pekent sein sunt nnd misetat.
Der ainsidel got füer in pat,
9& Gwan sein gstalt in ir angsicbt paider.
Der ainnidel anlieb im klaider,
Darin er bin gen Rome k-nt»
Da alles hoffgesind in kent
Und thet im reverenz; zw-stund
id Der engel im paiast verschwund.
Da erkant AurelianUB,
Das im got bet ge^cbtckt die pna,
Weil er sein berze bet erbaben
In boffart ob den gottes-gabeu.
a.v Ans der gesdiicbt uns dar erscb^iint,
[bL 248J Das got der hoffart ist spinfei ni.
Wer sieb aufpaumet got zw- wider,
Den kan er plotzlicb stiierzen nider
In ellent, spot, als nugemachs.
io So saget von Nürnberg Hans Sachs.
Anno salutifl 155U, am 9 tag Februari*
&07
Die nenn lesterlichen stfleck aines mannes.
Man fint nenn lesterlicher st&eck,
Die ain man pringen in nnglaeck.
Das erst: wer sieh vast rümen thnet,
5 Hat ain liofTertig stolzen mnet,
Dem knmpt sein hochmnet selb zw schaden
Und thnet vil nngunst aaf sich laden.
Dai ander stteek.
Znmb andren: wer ist nnfertreglich,
10 Geren zancket nnd hadert deglich
Peim wein, vor rat und vor gericht,
Dem-selben man dem feiet nicht:
Er mnes sein pewtel oft anf-schliessen,
Riehter, scherg, pader sein geniesnen.
15 Das 3 stfleck.
Znmb driten: wer vortaillisch ist.
Pranchet vil tüeck nnd hinterlist
Durch seltzaii) pratic und finanz.
Rieht all ding auf sein alefanz,
90 Das die wag henck auf seinen tail,
Wüeift also vil lewt üebers saiK
Mit im hat nimant gern zu äcbaffeu,
*
1 Im sechsten spniehbache , bl. 248 h'ia H'j. (tedrockt aIf 122 >chiraDk.
er meistergeflaog im roflentooe da Han« Sachs : 9 le.^terlichen »tuck nin- uian«
Man find nenn lesterlicher stueeke« ist nicht erbalt-n. Da er aaf hl. 83 den
ften (rerlorenen) meistergesangbnehe« aufgeschrieben war, in er sicherlich im
ogoit 1549 gedichtet worden. So erklärt «ich auch, da6 iJas «iHtuin in S f,
Alt 9 Febraar gesehrieben ist 9 Aogu»t. Eine erweiterun'^ dos <>|iruch«4 sieh
and 20, ■. 505 bla &07. 11 S rorat. 22 8 zscbaffen.
Eb seyen layen oder pfaffen.
Das get sein band ei and gewiii
Mit seiner untrew aller hio.
ITm 4 sttteok.
6 Znmb vierden: wer mit hewchlerey
Soim iiecböten stetz dtit woneo pey
|bl. 24s J «* nzt in allem Bttieckj
ä ümh binterüeck —
et solich katien,
ti hiadea kratsseiu
ti * aach ist verlogeuj
Mit woiten üvariiaft nnd drogen,
Der vil 2 und wenig hell
1» Und äuf die iüeg sein datum Btelt,
Thuet sich selb in sein packen hawen,
Der inftn verleuBl glanbeii and trawen.
Das 6 stfleok.
Zum secbsten : wen die fawlkeit reit,
20 Das er der erbeit nit obleit,
Sunder get gereii umb fawlenzen,
I)en newen meren nacb-zv-scbwenzen,
Mit vögeln und scbiesen zum zil,
Der mues gwunens guetz haben vil.
25 Aber die armuet kumpt gewis
Gewapnet als ein starcker ris.
Das 7 stfleok.
Zum siebenden : welciier dut hawen
In dem schalcksperg mit schönen frawen,
3u Die nemen im sin unde muet,
Schwechen sei, leib, er und das guet,
Und let im selbert auf sein rüeck
Wol tawsenterley ungelueck.
19 S fawkeit.
509
Dm 8 ttte^
Znmb achten: wer anbecht dem spll,
Der Schaft im selb anrates vi],
Das im oft get aus seiner hant
6 Sein namng paide gelt and pfant,
Verzweyffelt sich dem dewffel gebn,
Nemen einander selb das lehn.
Das 9 stfteek.
Znm nechsten: wer sitzt pey dem wein
10 Tag nnde nacht, stetz vol wil sein,
[bl. 249] Anch Wirtschaft halten nach dem pesten
Und köstlich anf-dragen den gesten.
Der knmbt nmb sein gsnnt, gnet and hab
Und entlich an den pettel-stab.
15 Wer die nenn stück ist an im han.
Der ist vfirwar ein loser mon
Und Schaft im selb vil nngemachs.
So sprichet von Nürnberg Hans Sachs.
Anno saloiia 1550, am 9 tag Februari.
20 ? Febnutri. 8 Aogofti.
510
«I
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1*
Die
i
Sie
lanm
L«
üna
pey
det
Dreyer frawen ar ij'e Imwsmaid-
em Uclitmes-Ug
frawen clag
le drey.
mit wortten froy:
[ie i&t atüedranl;
ir Ins niawlj
em rookeu natzen
w wie die katzen.
10 Sie ist der aller-gr5st nnlnest.
Der aller-schlnechtischt sueppen-wuest ;
Get lier so riiesig und pesuedelt
In klaidern schwarz und gar zerhuedelt,
Ir hent weis als der kuechen-hert;
i& In der küechen ligtz an der ert,
Sara hab ein saw darin gewüellet,
Hefen und pfannen ungespüellet ;
Heflfen und krüeg sie mir zerpriciit,
Hat kain fleis auf kain arbeit nicht.
i>n Unib ir sciilüech tisch unörnlich leben
So wil ich ir hewt Urlaub geben."
Die ander fraw klagt.
Die ander fraw sprach zornicleich:
„Mein maid ist eben ewer gleich;
[bl. 249' I Wil ich wasser ins giesfas han,
♦
1 Im sechsten spruchbuche, bl. 249 bis 250. Gedruckt als 123 schwank.
Von dem entsprechenden ineij^tergosangc in dem rosentone des H. Sachs ist nur
die Überschrift und .-infangszeilo bekannt: 3 frawen clag vber ir maid »Ains-
mals frlie an dem lichtmes tage« 1549 September 10? (M(i 11, bl. 88). Die
orweiterung ?ieh band 5, m. 191 bis 193. 25 S geisfas.
511
So mne8 ichs selbert darein than.
Die stneben kertz, das gröst lestz liegen,
Schüet nur das kerich nntert stiegen,
und wen sie get nach wasser ans,
6 So schwatzt sis alles ans dem hans.
Das üaisch lestz nngefaimet sten.
Erstarren nnd oft nebergen,
Ains yerprent, das ander versalzen,
Etlichs nngsotn nnd nngeschmalzen.
10 Kitzgrab sint all ir sayffen-wesch ;
Mit kainer arbeit ist sie resch;
Ich mnes sie wie ain esel treiben,
Es sey mit fegen oder reiben;
Mein knecht liegen oft nngepet;
15 All wort sie mir anch wideret.
Drnmb wil ichs hewt für den ars schlagen
Mit der thäer nnd znmb hans aus-jagen.'^
Die drit firaw sagt.
Da sprach die drit fraw zw der andern:
so „So mnes mein maid hewt anch mit wandern ;
Kan hewer gleich als vil als vert.
Mit spinen ist sie nichsen wert:
Ains vertret, das ander verwnezelt,
Hanff, flachs nnd werck sie mir verpuezelt.
36 Das faist sie mir von sueppen nascht,
Und was schleckwercks sie mir erhascht
Von wein nnd pier, das hat verspilt,
An was sie air im schmalz abstilt.
Anch lanft sie nach den jungen knabeii.
so Drnmb mag ich ir nit lenger haben.
Ich wil ir geben iren Ion
Und lassen an den galgen gan."
Der peschlnes.
Also die frawen mancherley
36 Klagten üeber ir maid all drey.
[bl. 250] Nit wais ich, war es alles war;
Phieltens ie noch all drey ein jar.
*
9 8 vngüehraalcten.
Brnnib die «acd uit i^o lieftjg was,
Wie ein alt apncUwort saget das:
Weu ein fraw mnu niclm wais zw saßjen.
So tbuetz ueber ir liaiimnaid klagen;
Ist Bit hie und audi jeuset pache.
So saget von Nörnberg Hana Saehs.
Aar-- — luf-" itfiA ßoj IQ ^^g Februar!.
i
518
Der gnet montag.
Eins morgens Me zw pet ich lag,
Gedacht: Hewt ist gneter montag,
Da wil dem maister feyren ich.
6 In dem entschlieff ich senfticlich.
Im schlaff erschin mir ain gesicht,
Des inhaltz ich mit küerz pericht:
Ich sach gar seltzamer monier
Ein wnnder-groses, starckes dier,
10 Das det her anf sechß föesen gen,
Im mawl het es scharpff ewerzen,
Sein panch war als ein fürdrig fas.
Sein schwänz schebig nnd rendig was.
Ich erschrack und floch hin von im;
16 Da rett es mit menschlicher stim:
„Fiewch nit, hast mich doch ans genaden
Anf hewt frenntlich zu dir geladen;
Wan ich der gnete montag pin.
Wolanf ins wirtzhaus mit mir hin
20 Zw andern gsellen, die dein warten
Mit speis nnd dranck, wüerffel nnd karten!'
Ich sprach : „Wie pist so starck und kreftig ?"
Der gnet montag sprach : „Ich pin gscheftig
In merck nnd stetten uberal,
25 Die hantwercks-pursch mit ueberschwal
[bl. 2bO'] Hab ich all unter meinem fannen,
Der-gleich hersch ich vil hantwercks-mannen."
1 Im sechsten spruohbache, bl. 250 bis 251. Gedruckt als 124 schwank.
Vergl. den meistergetaDg in Hans Sachsens rosontone: Der gut montag >Ain9
Uge« fro sw pet ich lagec 1549 Oktober 9 (MG 11, bl. 117), gedr. bei Goedeke,
IHehtungOD von 11. S. I, s. 279. Die erweiterung «ieh band 9, s. 518 bis 52U.
Han« 8achs. XXII. -^3
514
Ich sprach : ,, Wie das dw hast Becha pain ?**
Er sprach: «Mein gang ist schwind allain,
Knm alle-raal üeber sechs tag;
Oft man micli nit austreiben mag
5 Hinein pis gar anf den mit-wocbn
Weder mit schelten noch mit pochn."
Ich sprach : ^Wie hast so scharpfe zen ?*
Er antwort: „Wo ich ein thw gen,
Vil ganzer pewtal ich zerkiffel;
ifl Vil zenck und heder ich an-drilfe!,
Vil ganzer karten ich zwreis,
Wnerffel und kegel ich zerpeis;
Auch peis ich manchen aus der stat,
Der ert«gs kain maister mer hat.*"
IG Ich sprach: „Wie ist so gros dein pauch?*
Er sprach : „0, da verschlini mein schlawch
Gelt, klaider, klainat und hawsrat,
Den werckzeug oft sampt der werckstat,
Hans nnd hoff, ecker und die wiessen
10 Thnt in meim pauch sich als verliessen.-
Ich sprach : „Wie ist deins Schwanzes wadel
Schebig nnd hat so manchen dadel?**
„Mir gneten montag*, er da sprach,
„Voigt stetz ein poeser samstag nach.
2f. Wer mein all wochen wartet ans,
Dem nistelt kain storcli auf sein hans.
Ich gueter niontag mach doli kupff,
Lere pewtel und volle kropff,
Die hent vertroasen und stüedlaul
m und dem maister ein hencket mawl,
Mach manche werckstat ler und Sd,
Hosen und rock schieter und plöd.*
leb erwacht nnd dem träum nach-son,
Stnnd auf, fing zw arbeiten on,
[bl. 251] Mit zw entgen vil ungemachs
Des.gueten montags, spricht Hans Sadis*
Anno «alutifl 1550, am 10 tag Februan,
515
Der pneler mit den sterbenden menschen abgeweisset.
Ein jfingling het ser lieb
und vil hoffirens trieb
ümb ein zart schöne frawen,
6 Die doch glauben und trawen
Hilt an irem eman,
Wolt wider er nit than.
Als nnn der jnnge knab
Gar nit wolt lassen ab,
10 Da sprach die fraw: ,Nem war!
Wen dw ein ganzes jar
Mir fleissig dinen wilt,
Wie ich dir den vürpilt,
Den wil ich dich geweren
16 Nach all deinem pegeren.**
Fro war der jüngeling,
Sprach: »Fraw, erzel die ding!
Es sey gleich, was es wolle.
Es doch geschehen solle.
20 Ein jarlang in deim dinst
Mich al2^it willig finst.*^
Die fraw sprach: „So heb an
Und thw ein jarlang gon,
Wo dw in kranckheit herben
S5 Waist lewt, so wollen sterben,
Und pleib pey irem ent
Und schaw an ir elent,
1 Im seebiten spraehbaohe, bl. 251 bU 261'. Oedraokt als 125 scbwank.
V«rgl. MG 11, bl. 118 im süßen tone Schillers: Der pueller mit den sterbenden
»Ein jangliog het ser liebe 1549 Oktober 8. Die erweiternng sieh band 20,
s. 377 bis 381.
33*
r
516
^^^^1 Wie sich ain ides halt,
^^^^H Fraw, inau, jung oder alt,
^^^^H In Beim letzten abscheiden,
^^^^H |bl. 2bV] In jamer, angst ind leiden,
^^^^^B & In truebsal und elent —
^^^^^H Wie ider nem sein ent.^
^^^^^H Nach dem der jüngeling
^^^^^H Zw alle» krancken ging,
^^^^^p Wo ers west in der etat,
^^^^^H 10 Nam war friie unde spat,
^^^^H Was angst ain ides leide
^^^^H In seim lezteTi abscheide.
^^^^^H Als nnn das ganze jar
^^^^H Umb und volendet war,
^^^^^1 16 Da ging er anf der fart
^^^^^H Hin zw der frawen zart,
^^^^^H Sprach: ,Fraw, nun kiint ir stillen
^^^^H Mit eren meinen willen.
^^^^H Nichs änderet ich peger,
^^^^^H ao Den was nnr erlich wer,
^^^^^H Den sama samarnm,
^^^^^H Auf das ich forthin frnm
^^^^^H Und crißteniich müeg leben,
^^^^^H Mich nimer-mer pegebeu
^^^^^^ « In der sündeu gefer.
^^^^^^^^ Wie vor war meiti peger.
^^^^^^^ Das hab ich, liebster pnel.
^^^^^B Gelert In deiner schnei:^
^^^^^^ Mit nrlanb schid von ir.
^^^P Bü Hin war sein pes pegir,
^^H Da er sach in dem dote
^^H So grose angst und note.
^^H Wer noch sein ent pedecht,
^^^1 Kain sunt nit mer verprecht,
^^^1 3& Den grenl als ungemacbs^
^^H Spricht von Nürnberg Hans Sachs.
^^H Anuo aalutiü 1550, am 11 tag Kehruari.
617
Der schnester mit seim knecht zw Ulm. Ein poß.
[bl. 252] Zw Ulm ain schnester sas,
Der gar ser neckisch was.
All sein knecht, die er het,
6 Gar vast yexiren det.
Darmit yil knecht vertrieb,
Das kainer pey im plieb.
Ein schneknecht wart des innen,
Anch von neckischen sinnen,
10 Der lies sich zw im setzen
Und wolt sich mit im wetzen.
Man fiiert in haim allein,
Der schnester kam vom wein.
Als man den disch wart decken,
16 Wolt er den schnknecht schrecken.
Die fraw ein krant her-tmeg.
Ins angsicht er sie schlneg
Mit vil Bcheltworten scharff.
Das krawt er nam nnd warff
20 Zw dem fenster hin-aas
Ant gassen vür das hans.
Wie pald der schneknecht kam,
Pey den vier zipfeln zam
Das dischdnech det er fassen,
26 Warff es auch nab ant gassen
Sambt dem dranck, kes und prot,
Lag als nnden im kot.
♦
1 Im ••obsten ipraohbnebe, bl. 251' bis 252'. Gedrockt als 126 sehwaDk.
Vergl. MQ 11, bl. 108 in der ipraobweise des Hans Sachs: Der sohnster mit
dorn koeebt »Zw Vlm ein sohusor sasec 1550 Januar 1. Die erweiterung sieh
band 17, •. 349 bis 354; daw t. 535.
H
Der schuester schtiiirt in an, ^H
Waramb er das het than. ^H
Er sprach : „Ich knnt ermeBBen, ^H
Wir wurden unden essen; ^H
a Weil ir das krawt warft nab, ^^
Ich das nach'gworfen bab."^ ^H
Der Qcbaester ninest sein lachen, ^H
Gab im recht in den Sachen, ^H
Kent sein man durch ein zäun. ^H
[bL 252'] Wie-wol er het ein lann : ^H
Dem schneknecht man ein pet ^H
Zw nacht peraiten thet. ^H
Darein legt er sich nider, ^H
Schlielf, pis er aufstund wider; ^H
16 Die ander nacht verlner ^H
^^^^^. Das kües, die drit nacht wuer ^H
^^^^^fe Der polster auch verloi'en, ^H
^^^^^H Das det dem schnknecht zoren.
^^^^^H Die virt nacht das deckpete
^^^^^H 10 Er anch verloren bete.
^^^^^1 Das federpet er nam,
^^^^^1 Mit nah int stuehen kam,
^^^^^H Sprach: «Maister^ seit zw- frieden!
^^^^^B Ich wil liegen herniedetif
^^^^^H aö Das ich den ganzen ta^
^^^^^H Des pettes hiieten uia^;
^^^^^1 Wan so mir würt verholen
^^^^^H Das federpet auch gstoleu,
^^^^^H So müest ich mich ancli scbmiegen,
^^^^^H SQ Gar auf dem strosack liegen.''
^^^^^H Der scbuester schwieg zw stunden;
^^^^^H Er het sein man gefunden.
^^^^^B Wer die lent thut vexiren,
^^^^^1 Den mues man ancb stnmpfiren,
^^^^^1 S5 Wie man spricht an der letz :
^^^^^H Wer knglen wil, auf-sez,
^^^^^H Das im kein nnrat wachs
^^^^^K Durch sein gspot. Spricht Hans Sachs.
^^^^^K Anno laluiia 15^0, am 12 tag Febraari.
519
Die drey frolichen döt.
Es sind drey frölich dot aaf erden,
Darob die lewt erfrewet werden;
Doch hat ir ider dot ein stfieck,
6 Wen das zwfelt mit nngeläeck,
[bl. 253] So feit die fread alle in pmnen.
Nnn hört nnd mercket wolpesnnnen!
Der erst ftro dot.
Der erst fro dot der ist eins pfaffen.
lu Wen er stirbet, so thaet er schaffen
Sein freunden all sein hab und gnet,
Die haben mit ain gneten muet,
Dreiben ans seinem gelt den schimel,
Es sey zv hell oder im himel.
16 Drift aber sie das nnglüeck an,
Das der pfaff hat sein gaet verthan
Mit hnnden, pferden, spil nnd pawen.
Mit schlemerey ond schönen frawen.
Die in haben gesogen aus,
ao Das nichs den armnet ist im haus.
Gar wenig hausratz und vil schulde —
Der dot pringt in gros ungedulde.
Der ander tro dot.
Der ander fro dot ist ain weibe,
S5 Alt und ungstalt, runzelt von leibe,
Die eyffert, prumpt, grant, zanckt und kift,
Tag und nacht an dem mane nift
*
1 Im flMhttoii ipnichbache, bl. 252' bis 253'. Oedrookt als 127 sobwank.
VorgL MO lly bl. 174 im roieotone des Hans Sachs: Die drey frölicben dot
>Ef sint 3 frölieh dod auf erden« 1550 Februar 10. Die er Weiterung sieh
bftttd 9, f. 400 bis 403. 15 8 Dirift. 16 der] fehlt S.
520
Und peylet wie ain ketteE-hund,
Lest im kain gueten tag: und stand.
So das alt weib der dot den streckt,
Des maus herz wirt in freud pewegt,
So er kumbt seins fegteafTels ab.
Pald ir ein Inind scbeist auf ir grab,
Nempt er iiii den wider ein junge,
Mit der lebt er frolich im Sprunge.
Hat aber die alt in geefft,
Hinter im gemaclit ein ge&che^,
MuB er erst iren freunden rechten,
Mit in daillen, zancken und fechten,
Das sie im den räumen das haus,
Erst ist dem schimpff der poden aus;
Wen im fiir pet die efcroseck werden,
Den flucht er ir unter der erden.
[bl. 25B'] Der 3 fröliob dot*
Der drit frölich dot, mag ich sprechen,
Der ist, wen man ein saw tliuet stechen,
äu So frewt sich das ganz hausgesind •
Herschaft, knecbt, raaid und auch die kind
St-ent darumb, warten auf die plasen,
Die hnud darpey ir freud nit lasen;
Der wüerst thuei man den nachtparn schicken,
26 Die sich in freud darmit erquicken.
Die freunt essen die grosen wüerst,
Darpey lescht mancher wol den dnerst.
Darnach mau yon kamen und pachen
Kan gar vil ficklecker-pisslein machen.
80 Schlecht aber zw das nnglüeck, wist!
Das die gstochen saw piinig ist,
So tbuet sieb der hausherr ir scheinen,
Und thuet sich umb sein geltlich gremen,
Gibt umb halb gelt wüerst, flaisch tind speck.
36 So feit den alle frend in dreck«
Mus das ganz jar vom weib vermessen
Vnr pachen-flaisch kifTarbeis essen.
Anno aalutiu 1550, am 13 tag Februar!.
fi buad] f«blt S. 11 er] fohtt 3. 32 T ir. 3 «tob* S4 S tnrUth.
521
fieimen in die drey pretspil.
Das erst:
Herodotus in Kriechen-lant
Erstlich das spil im pret erfant,
6 Welchem pretspil emsig oblag
Eayser Aagustus üeber tag,
Der-gleich anch kayser Clawdias
Lag ob dem pretspiel on vertrag,
Und wen er in der senften spet
10 Spaciret, so spilt er im pret
Und macht selb ein pnech vom pretspil.
Darin erzelet er soeptil
Nennerley spil im pret zw-mal :
Die schlechten pueff nnd pae£f-regal,
16 Die gegenpae£f und auch die laerz,
Das lang malst vor nnd anch das knerz,
[bl. 290'] Dicdac nnd das spil mit drey stainen,
Des zömleins thnet er nit vernainen.
Auf das ander spilpret:
20 Plato der weis spricht, menschlich leben
Vergleiche sich dem pretspil eben,
Da wünsch der spiler ghreumpte wüerff.
£nmpt den ein wnerff, des er nit düerfif,
So gibt er doch mit fleis die gab,
16 Das er ir knmpt an schaden ab.
Also im auch ein weiser mon
Zw seinr wolfart wol wünschen kon
Er, gwalt, knnst, gsnntheit und reichtum,
Ob gleich das widerspil im knm:
* l Im iMbiton spraohbache, bl. 290 bis 291. 8 S Lab. 14 Vergl.
band 31, 78, 7 I. 20 Vergl. band 4, s. 79 bis 81 mit Jen lesarten band 21,
I. 394.
Schant,&Ghinäch, armuet, ttetdund kranektieit.
In eolclier widerwertikeit
Kert er den mantel nach dem wint
Und in dem liebel ausfluecbt fint.
Daß der unfal im ringer wirt,
Weil er sieh mit vernnnft regirt.
Aaf dA8 dril ipiipret:
Wer in d* tpil wänsehet vil.
Der hat ,n pöse§ spit;
10 Es kumpi was eim geprist;
Der waerffel »eiDer maister ist.
Wer ira pret » ?t und verlewat,
Den es mit zorcii njt vertrewst,
f Der-äelb ist ain hort-frimier moii
li Oder den schalk wol pergen kau*
Wer in dem prettpil timet verlirii
Und den man thnet darzw vexirn
Und stiebet im darzw den gecken —
Das tliiiet als wol als bechel lecken.
20 Plint wüerffel und siebne gerad,
[bl. 291] Uebern krais, setzet ain ins päd,
Umb-schanz, gensen und paschen
Räumen penter, wetschger und daschen.
Anno sal litis 1550, am 21 tag Aprilis.
528
Ein klagred der nntergetretten fraw Gerechtikeit.
Wer hie vürge, fraw oder man.
Der Bchaw mich, fraw Ghrechtikait, an,
Wie mir mein angen sint geplent
5 Worden von gewaltiger hent,
und lieg alhie zw-sam-geschmnecket,
Von dem gewalt nntergetruecket,
Der mir gennmen hat mein schwort,
Darmit ich lange zeit auf ert
10 Peschüetzet hab lewt nnde lant.
Die posen straft ich mit der hant,
Die gueten aber ich pelonet,
Darin ich gar nimantz verschonet.
Ich hielt den herren wie den knecht;
16 Itz aber pin ich gar verschmecht.
Der gwalt thnet alles, was er wil,
Darzw so mues ich schweigen stil
und dar£f mich vor im nit geregen
Wie vor, mein hende an-zw-legen.
20 Derhalb es itz so uebel stet
Und get in der weit, wie es get:
Es get im schwanck die tirranney,
Petmeg, anf-setz und schinterey,
Das pewain ich mit groser clag.
26 Es ligt zw-drüemert mir mein wag,
Darmit ich den armen und reichen
In allen sacheu det vergleichen,
[bl. 291'] Ich gab aim iglichen das sein,
Es wer geleich gros oder klein.
so Da stund es wol auf ganzer erd;
*
1 Im ••obsUn spruohbacbe, bl. 291 bis 291'. Vergl. MG 11, 253 itn
roientone de« H. Saoba: Gewalt vnterdrit gerechtikeit »Eins naobts hat ich ain
lehweran traom« 1650 Mai 19.
524
Ich war Iderman lieb und ward»
KaiJäer, küoig, herzog und füereteD,
Det aU^nach gerachtikait düarsten,
Adel und pürger in den eteten
Mich alJe'gTOH vör awgen heten
Und riimeten sich alle mein,
Wolten all mein hoffgesind sein.
*" — d '■' Tich selben schmiegen,
haj yt den füesen liegea;
iet r nnterthoö,
mAin «.|itAr und mein krön,
a eglmeDt
LSt gar ein ent,
in aiuem tcbeia
ich rüemet mein,
nnd mechtig sey
-j i hewchlerey.
TJOCl r ghr^chte richter noch,
Der-Balh wirt mich wol rechen doch
20 In dem gericht am letzten tag,
Da kain gewalt mer lielffen mag
An den, die mir vil iingemachs
Auf erd detten. So spricht Hans Sachs.
Anno sal litis 1550, am 22 tag Aprilis.
525
£m klagred der Gerechtikait nber falsche Juristen.
Ich, die natürlich Ghrechtikeit,
Sitz am gericht zw aller zeit,
[bl. 292] Verhör all antwort und die klag
6 Und pewieg sie auf meiner wag
Nach gschribnem kaiserlichem recht,
Geleich dem herren wie dem knecht,
Und welcher dail den neberwieget
Mit warheit, der-selbig gesieget
10 Und erlangt von mir ain nrtail,
Im zw wolfart, gelüeck nnd hail.
Den andern thail, der mit gefert
Handelt, den straff ich mit dem schwert
Nach Ordnung, kaiserlichem rechten
16 Umb sein nnpillig widerfechten.
Das ist mein ampt und mein natur,
Wie-wol man malet mein fignr,
Wie das ich sitz an dem gericht
Mit halb geplentem angesicht,
so Welch plintheit ich mit ungedalt
Leid, weil ich hab daran kein schalt,
Sander nnr die falschen jaristen,
Die mit im schwinden, argen listen
Machen darch ir petriglich renck
26 Vil aoszüeg, aafzüeg and einklenck:
Ein pose sach so hofflich schmnecken,
Solt man die warheit darans draecken,
Der Zentner kaum ein qnintlein trüeg,
Das ander lauter liest and lüeg;
so Dar-mit sie machen ainen nebel,
1 Im seobtUn •praohbaeho, bl. 291' bu 292'.
526
Ein plabeti dnenst, gleich saiti vonscbwebel
Das ich Belb, die Gerechdkeit»
Geplendet wttl zw inajiclier zeit,
Das ich der warheit iiit mer kenn,
6 So fei ich üft ain urtail denn,
[bl. 292') Das der gerecbte unterlieget
Und der ungerecht obgesieget,
Da pin ich den unBchuldig an;
Es habns die falschn Juristen tban,
10 Welche nach den lielküechlein dappen,
StraiffeD mir an die oebel-kappen,
Das die wag gtn dem gelt sich naiget.
Dardüfch wirt den der arm gescliwaiget ;
Sein sigl und prieff ist vil zw leicht,
15 Die-weil sein daachen ist zw seicht,
Darmit hat der reich viirgezogen»
So ich, Ghrechtikait, pin pet regen ,
Geplendet woren an dein ort
Durch loica geplümpten wort,
īi Des wil ich alle falsch Juristen
Mit iren spitzfUendigen listen
Verclagen an dem jüngsten tag,
Da sie kain arglist helffen mag
Vor dem ailer-gerechtslen richter,
2ti Der aller herzen ist ain pBichter.
Weil sie hie dem Unschuld ing armen
Nit rechten li helfen mit erparmen,
So wirt sie got auch jener zeit
Ürtaillen on parraherzikeit,
*(i Weil sie haben auf erterich
Mit lüeg und list geplendet mich,
Daraus der arm vil ungemachs
Am ghrieht erlied. So spricht Hans Sachs.
Anno saluti« \hbO, am 22 tag Aprilia.
*
l\ S StrufTon. 19 S plümpton. 24 S g«reohitsen.
527
Der wnnderlicli Yerporgen tranm von den göttern.
[bl. 293] Eiiw nachts ich im October lag
G^Dz müed, weil ich den ganzen tag
Gerayset het an alle rw.
6 Pald gingen mir die äugen zw,
Und Bchlieff da-hin gar senft und leis.
Da kam mir väer in tranmes-weis,
Wie ich köm für ain alten sal,
GeuhmQcket kostlich neberal,
10 Darin das ganze firmament
Zirckelmnd ging an allem ent,
Daran den die sieben planeten
Und zaichen ire pildung betten,
Das doch sam alles lebent was.
16 Zw Oberst gar Satumns sas
In höchster kner und mayestat,
In ganz hoch-priesterling ornat,
Alt und ansehlich von person.
In dem det aus eim gwülcken gon
20 Oleich-sam ain himelisches pild
In weibes-gstalt, gar zart und mild.
Die sprach mit ausgestreckten armen :
ySatume, thw dich mein erparmen,
Weil dw ie pist der höchst planet,
25 Ambtz halb es dir pillich zw-stet,
Das dw mich schüetzt vür meine feint,
Welche sich haben zam vereint.
Mir meinklaid peschmutzt und zerschliessen,
Mein angsicht zerkratzt und zerissen,
80 Vermain, mich gar zw unterdrüecken
1 Im s«obiUa ipniobbuche, bl. 292' bis 294'. 21 S zart rain.
528
Mit vil düeckischeD pueben-stiiecken.
Der-halb thw meine feint abtreiben
Und las im Med mich pey dir pleiben!'
Darauf Satnrnos antwort gab:
[bl. 293'] „Die zwölf zaielien mties ich peclaiden,
Die mir verpunden sind mit aiden,
Zw erhalten den meinen tron.
Pey mir magstw kain schütz nit hon ;
Dein glänz gibt ain po&es aspeckt,
10 Darliinler vil verlerbens steckt
lieber die saturniscben kind.
Derhalb weich ans dem sal geschwind,
E Vulcanuö, der got, her-renn
Und dich sanipt deinem klaid verprenn.*
16 Nach dem das weibspild drawridich
Ans diesem hohen sal entwich.
Midi daucht im tranmb, ich folgt ir wider
In ainen sal> der stund ganz nider,
Doch wol geziret aller-masen,
jo Darin die fuerstling gaister sassen
In versamelter Ordnung.
Zw den da» himÜBch pild sich schwang,
Mit clag ir not in zaiget an.
So-pald sie het ir red gethon,
2fi Da wurden sie ir all genaiget,
Auch aller gneter wil erzaiget,
Zw'Sagten ir schuetz und gelaid,
Rainigten ir unsauber klaid,
Detten ir auch mit palsam salben
90 Ir wiind angesicht allent-halben.
Doch war das weibs-pild schwach und mat
Der straich^ die sie entp fangen hat,
Det die hergehenden gaist erparmen»
Hüten sie unter iren armen,
85 Pis das sie wider wart erquicket,
Ir glänz ie lenger, heller piicket^
Den sal gar sclieinparlicb erlewcht.
Das Hecht öaturnus grewlich scheucht;
[bl. 294' 1 Wan sein oberste region
40 Die wart verfinstert ser darfon.
Der-halb aus neid-hessiger art
529
Eilt irem schein ganz widerpart
und hUt gar Yil itelladon,
Den Bchein gar anazw-rewten thon.^
Als gar nichs halff, hatt er zwletzt
6 Den Jnpiter auf sie verhetzt.
Als oh ir heller schein der gnaden
Seim reich anch raichen wnert zw schaden.
Das gschaeh dareh Falsitatis thitel
Und des gottes Plntonis mitel,
10 Das herr Jnpiter der senftmüetig,
Welcher snnst ist von natnr gnetig,
Am firmament ganz war verpittert
Und gar schrocklich hagelt nnd witert
Und zw-letzt mit aim doner-stral
16 Draff der fürstlichen gaister sal,
Wie-wol der klainest dail hilt vest,
An dem weihspild detten das pest,
Der maistail doch ir hent ah-zaegen
Und sich hin in die winckel schmuegen.
so Erst wart das weibspild schwach und kranck,
Abkreftig zw der erden sanck,
Ir angesicht war gar erplichen,
Ir löblich gaist ainwarz gewichen.
Nach dem sie wainet iniclich,
26 Sprach: „Pin den gar verlassen ich?
Erst wart das weibspild schwach and kranck,
Abkreftig zw der erden sanck,
Ir angesicht war gar erplichen,
Ir löblich gaist ainwarz gewichen.
80 Nach dem sie wainet iniclich.
Sprach: ,Pin den gar verlassen ich?
Wirt ich denoch ewig pesten!
Himel und ort werden vergen,
Wie den got selber hat geret,
35 Aaf den allain mein hoffnung stet,
[bl. 294'] All forcht sei ich von mir abferren ;
Got ist ein herre aller herren,
Der Wirt mich wol erhalten mer
Zw seinem lob, rum, preis and er
40 On all menschlich hilff und peystant,
Schäetzen darch sein almechtig hant,
HMt SMht. XXII. ^
530 ^1
Das iDJch ancb all pforten der liden ^^|
Nit sollen druecken oder feleo, ^^|
NqcIi mir pescliüesBen meinen tnnnd*' ^^H
Im aagenptick das pild vergeh wund. ^^H
0 In dem ich pldtztich anf-erwaebt, ^^|
Da war es noch stickfinster nacht. ^^|
Ich lagf pedacht mich bin nnd her, ^^1
^,w« ^i- ..:-^._-t, pji^^ ^ß^ ^
I ib dem gesiebt.
i^ las West ich nicht.
M lag eeln bim
1 # .ch phantaeirn,
^ m ich selb pin,
,b vur ainen sin,
16 J tri r daraus wache. ■
bo Bpncnei von J lirnberg Hana SacUa, ^^B
Anno sahitifl 1550» atw 24 ta^' Aprüi«, ^^^
581
Der fliegent Icams.
Es peschreibet Ovidins
Von aim kflnstner, hies Dedalas,
Der in Creta, der insel, macht
6 Ein labrint-hans, gar hoch geacht
Dem mechtigen künig Minos,
Der im darnach sein weg peschlos
Wider haim in sein Vaterland.
Dedains ainen sin erfand
10 Und im zwen flüegel zw-pereit
Ans adlers-fedem lang und preit,
Det sie künstlich zw-sam verainen,
Die grösten ömlich nach den klainen.
Die klain anklaibet er mit wachs,
16 Die grossen heft er an mit flachs,
Und det mit rimen sie anpinden
Sein armen voren und auch binden.
Icaro, seinem sun, nempt war!
Macht er der flüegel auch ain par
20 Und sprach: ^Mein sun, folg meiner 1er!
Wen wir nun fliegen üeber raer
In unser vaterlande wider,
So fleug nit zw hoch noch zw nider,
Sunder pleib auf der raitel-stras!"
[bl. 297] Der sun seins vaters ler vergas
Schwang sich auf ans der wölken dueft
In die sphera der fewring loeft.
Darzw drieb in der hoffart stolz.
Da von der sunen hitz zerschmolz
80 Das wachs, ledig wart sein gefieder,
♦
1 Im Bflehiilen spruohbuohe , bl. 296' bis 297. 14 ? mit. 8 mioh.
27 S opera.
34*
S32
Das Icaras tierab-stöerzt wieder
Ins Hier, darinen er vertarb
Und meiner hoffart Ion erwarb.
Aua dem so nem ein man die 1er,
B So im got pe&ehert §^walt und er^
Reichtum, empter, wird oder knnst
't it angesig,
m hochmuet flieg,
|i| t abgestnerzt,
:elQeek verküersst.
^ lieg 2w ntder/
racbt ain ieder,
in dem mital
nnd seinem tliitel,
dem prawcb im latit,
'In nit ver&tant
Una nach »^i weisen inender 1er,
So plelpt er pey ^walt, gnet nnd er,
Das im ans der kainem erwachs
Neid noch Verachtung. Spricht Hans Sachs.
I
Anno salutis 1550, am 25 tag Aprilia.
588
£in kurz priamel zw einem gaistlichen sprnech.
Hail und genad wünsch ich euch allen!
Ans snnder gnnst nnd wolgefallen
Pin ich zw ench knmen herein.
6 Pit, wölt ein klaines stiller sein
und hören ain kurzes gedieht,
Ans heUliger schrift zw-gericht,
Der sol zw ainer gaistling speis.
Nnn hört nnd mercket auf mit fleis!
1 Im saehsten ipraehbaehe, bl. 801'. Diese priamel ateht nach einem ge-
dichte Tom 12 Juli 1550 nnd vor einem spraebe vom 28 Jali dess. jabres.
Gedraekt im DonUcheii mutenm (1862) N. f. bg. von R. Beehttein. bd. I, 8. 177.
534
Fama odor
terckeBt auf crdeu.i
•I
[bl. 306'J
dem Bcblaff eritüücket
tTaom verzüecket
ret miok
lebersich
Btlrnten himel,
t das gros gewimel
• shtz dnreU alle stender
'f irch alle lender,
to i . nadoo.
Sagt: „Nun wil icli dich sehen Ion,
Was das slerckst sey auf ganzer erden.
Ans dem magstw gepessert werden.**
Nach dem er zaiget mir ein weib,
15 Gar suptil, adelich von leib,
In rotter seiden, gar durch-sichtig,
Von perlein ein gepent gar wichtig,
Ir har golt-gelb ganz fliegen was;
Auf eim elephanten sie sas,
üo Gezeurapt mit ainer gülden ketten;
In der hant het sie ein drometten.
Den zäum dem elephanten lies
Sie und in die drometten plies,
Das es durch perg und tal erclang.
Der elephant mit dapfrem gang
Ging fuer sicli, drat all weite nider,
Nimant seiner sterck stunde wider:
I Im sechsten spruchhuche , bl 306 bis 307. Ob dor meistergesang im
rosentone des Hans Sachs M(i 11, bl. 281 denselben Inhalt hat, ist nicht sa
sagen, da nur die anfangszeile bekannt ist: »Ains mals ich in dem »chlaff
entniicket«. (Jedichtet wurde er kurz vorher, ungefähr am 5 Juni 1550. Vergl.
band 4, a. 161, daru band 21, s. 400 und band 7, a. 431.
585
Känig, faenten, ritter und knecht,
Aller art in menschlichem gschlecht,
Pnrger, pawer, fraw onde mon,
Laien und geweichte person,
5 Reich, arm, die alten sampt den jungen
Wurden von seiner sterck hindrungen;
Mit der sensen den grimen dot
Drat er auch nider in das kot.
Ich wundert mich ob dem gesichte,
10 Sprach: «Genius, o mich perichte,
Wer ist das weibspUd, das ich sich
Unterdretten so gwalticlich
Menschlich geschlecht durch alle land,
Das auch den dot selb ueberwand?'
15 Mir antwort Genius pehent:
,Fama, so ist das weib genent,
Das ghrüech paide pös oder guet;
Wie ider mensch hie leben thuet,
Pös oder frnm in seinen tagen,
so Also thuet man es von im sagen;
Darfüer hilft kain gewalt und macht,
Kain reichtum, adel oder pracht,
Kain zoren, schmaichlerey noch list.
Wie ider mensch hie leben ist,
M So ist er vom geruecht gefangen,
Pleibt im auch nach dem dot gefangen,
[bl. 307J Darumb, mein freunt, so halt dich wol !
Wilt, das man von dir sagen sol
Ein guetes lob, so muestw eben
30 Dem gleich fueren ain guetes leben,
Aufrichtig wie ein piderman.
Wirst w aber das-selb nit thon,
Lesterlich leben in anzüchte,
So volgt dir nach ein pos gerüechte
36 In dem leben und nach dem dot/
Darfor wöll uns pehüeten got!
Das uns kain pos geruech erwachs
Ans possen stüecken, wünscht Hans Sachs.
Anno salutis 1550, am 29 tag Juli.
Der reich
armen Laßaro.
j| rejctieri moHf
laidet wart
einwat Kartj
ille tag,
&re lag
h B LaBarus
^^ anf den fua;
lü Der pegert nur die prosara clein
Von dem disch des reichen allein
Nimant gab im die zw der stund.
Zw im aber kamen die hund
Und lecketen im sein geschwer,
[bl. 308'] Es pegab sich in kuerz aber,
Das der arm starb ellent und plos
Und wurt in Abrahames schos
Von den heilling engeis getragen.
Auch starb hernach in kuerzen tagen
20 Der reich, wart in die hei pegraben.
Da hat sein äugen aufgehaben
Der reich in dieser quäl grawsam
Und sach von ferne Abraham
Und Laßarum in seiner schos
25 Und schrir: „Vater Abraham gros,
Erparm dich mein! es ist genunck,
Sent Laßarum, das er eindunck
1 Im sechsten spruchbuche, bl. 308 bis 309'. Vergl. den ineisterge^ang
in Hans Snohsens bowertem ton: Der reich man mit dem laßaro »Lucas im
evangelionc 1540 Juni 17 (Mdl 5, bl. 111 bis 112). Eine andere behandlang
dieses IC capitels aus dem Lucas sieh band 1, s. 26tf bis 272.
6S7
In alii Wasser den finger sein
Und knele mir die znngen mein;
Ich leid gros qnal in dieser glnet.*'
Abraham sprach: ^Dw hast das gnet
5 Entpfttngen vor in deinem leben
Und LaSams das arg dameben:
Dammb so wirt er itz getrost,
Dw aber wirst in quäl gerOst.
Anch zwischen uns nnd euer gmeft
10 Pefestigt ist aln weite klneft,
Das kain dail zw dem andern kan."
Da sprach wider der reiche man :
9S0 pit ich, yater, dw wölst aus-
senden in meines vaters haus,
16 Darin hab ich föenff prfieder noch,
Auf das er sie anch warne doch.
Das sie nit kumen auch ain-mal
An disen ort in pein nnd quäl.*
Abraham sprach: »In iren stetten
90 Habens Mose und die prophetten,
[bl. 309] Las sie die hören allesam I""
Er sprach: „Nain, vater Abraham,
So ainer von den dotten köm,
Der-selbig wer in angenöm,
26 Das sie frum würden und pues detteu/
Er antwort: ,Wen sie die propheten
Und Mose wollen hören nicht,
So würdens auch glauben mit icht.
So imant von den dottn auffstündt
so Und in das wort gottes verküendt."
Also peschlos sein geleichnns
Unser hailant Jesus Cristus
Und thut uns trewlich darmit warnen.
Das wir uns in der reichtam garnen
36 Nit selber verstricken nnd fangen,
Das wir allem wolnest anhangen
Mit klaidung, grosem pomp und pracht
In freud und muetwil tag und nacht,
Mit köstlichem drincken und essen,
*
10 S Pefettent. 14 S vater.
I^^^^^^^Hl
^M
Dm armen gar darpey vergessen ^^H
ÜDd in iagaeo elleut verterben, ^^M
Wiö der reich man, das, so wir sterben, V
Wir nit auch kamen in die qaal, ^^B
&
Sander das wir nns akwmal ^^H
Anf erd herzUchen nas erparmen ^^|
Mit milter haatraycUung der armen, ^^M
>iir ii»a ^en wir iL^Qij mangeln dort, 1
des herren wort
u
hüetteo ein.
4
fuete werck allein,
t
drt rieraeu on,
} sint geton.
tngßten gericht
[bl. SW]
alten spricht:
nm Vater» reicli,
f
}| ewicleicb,
..Bh anferwaclm.
i/as gen uns goi alln, wünsche Hans Sachs.
Anno salutis 1550, am 31 tag Juli.
*
3 ? das. S auf.
&89
[bi. 9d^ Von der drnnckenheit. In aim pesundern thon.
ßachns, der got in Eriechenland,
Fund erstlich die wein-reben,
Wer im mit dinsten ist verwand,
6 Verendert er sein leben,
Das er lawt schreit,
Jachzt, grölzt and speit,
Kan nymer dewtsch gesprechen;
Er paelt and spilt,
10 Und wirt faechs-wilt,
Wil nar hawen nnd stechen.
Mit anfemanft sich rechen.
Wer mit Bacho thnrniren wil,
16 Kains rites nit verlawgen,
Der-selb nmes leiden kranckheit vil,
Pös schenckel, rinent awgen,
Ein dollen kopff,
Ein schwachen kropff,
ao Piaich antlitz, zitrent liende,
Gedechtnas kaerz
Und manchen stnerz
Von dem fieber elende,
Dem leben kurzes ende.
26 3
Wer Bacho zv hoff reiten thuet
Mit prassen und zv-sauffen,
1 Im ««ohsehnten meUtergesangbuobe , bl. 9^' bis 100. Sieh aomerkung
Mif f. 231.
Lbl. ICMJ
Dem lonet er mit aremiial,
VerpteDdeo und ^erkawtfan,
Mit scbnelden gros
Und klaidem plot,
Er kumbt von seiner liabe
Und Wirt elend,
Eaicht im int liend
^^^ -Stabe,
mbftbel
3 tag Octobrk.
« \
541
Clagspruech der stat Nürenberg ob der nnpillichen
schweren pelegrang margraff Albrechtz auno 1552.
Eins morgens ging ich in dem Mayen,
Mich zw erlaesten and erfrayen,
6 In ainem gräenen walt refieren
Und hört zw der fögel quintieren,
Ging also hin in ainra gedrecht.
In dem ich in dem wald erspecht
Ein weiten zirckel-randen plon,
10 Umb den der walt riugweis war goii.
Mitten dardarch ich fliessen sach
Anf gelbem sant ain schönen pach.
An dem sach ich sitzen allain
Anf ainem qaaderirten stain
16 Ein herlich, scheinparliches weib
Mit wolgeliedmasirtem leib,
Peclaid in ainem gnelden stüeck,
1 Im tiebenten (verlorenen) sprucbbuohe , bl. 289: »olaggesprecb der stat
NQroberg ob ir pelegerungc. Der sprueh ist jedoch in der handFchrift von
Hans Saohfl erhalten, da« einxige beispiel , daß er ein spruchgedicht^beflonders
geschrieben hatte. Freilich verdarb er sich hier nicht wie bei den anderen aolbst
den tuarkt; denn dies gedieht durfte ebenso wenig wie die himinelfahrt mark-
graf Albreehts gedruckt, konnte nur handcchriftlich verbreitet werden. Rudolph
Gen^e hat von der hioh. der kgl. bibliotbek in Berlin (mscr. germ. fol. 489)
tuersi naohricht gegeben in der nationatseitung 1885 nr. 594 vom 29 Oktober;
voilst&ndig hat er sie abgedruckt in seinem Hans Sachs. Leipzig 1894. s. 415 f.
Das papier ist das aus den spruchbnchem und meistergesangbUohern bekannte
mit dem wasserMieben der türme. Es ist aber so gebrochen, «liiU es 43 cm
hoeh und 10 cm breit liegt. Anf der rlickseite steht: «Hansen Sach.^ens »pruch
von der besohwerliehen belegerung der stat NUrmberg welches er mir den
3 Februari Anno 1&&S gesehenckt vnnd mich damit verehret hatt«. Die band
ist ausgMwh rieben, höchst gewandt, also nicht die eine;« handwerkers.
H
Mosirt mit ainem adlar flüeck, ^H
Ir lincke seilen dividiret, ^H
Mit Beiden rot und weis geziret ^H
Die 8a8 sewffzeDt petrüebt elent, ^H
e Het ir haupt in der liockeri bent. ^^M
Ah ich sie also trawrig gach, ^^M
Mit senfter st im ich sie ansprach, ^^M
Grnest sie und fraget, wer sie wer, ^H
^^^^^H.
Wie so trawrig wer ir geper. ^^H
10 Pald sie aaf-plicket, mich ersach, ^H
Mit haisera wainen sie dtirch-pracU. ^|
Das frewldiii. ^H
Und sprach: ^Pin ich dir unpekaut? ^H
Ich pin gewesi im ganzen lant ^H
16 Die naraliaftigate fraw vnrwar, ^^M
Im fried gesessen fuenfzig jar. ^H
Itz aber niicli dnrcb-ecbtet steiff ^H
Der wiietig nnd grimige greif ^^M
Paide mit raub, prant und auch inort, ^^M
utf Riugweis nmb mich an manchem ort. ^^M
Mein schmneck und klainat sint dahin, ^^M
Derhalb ich also trawrig pin ; ^^M
Mein angBt icl» nit anspreclien kon.« ^H
Der ^H
2b Ich sprach ; ^Was hast dem greifen tbon, ^J
Das er dir also hart zw- setzt?" ^H
Das frewldin. ^H
Sie sprach: ^Ich hab in nie verletzt, ^H
Sünder pewiesen alles guet. ^H
&0 Itz er mir args herwider thaet.'* ^H
^^^^^^^^H«
Der ^H
Ich sagt: ,An ursach kana nit sein.*! ^H
Das frewlBin. ^H
Sie sprach: „Die ursach ist allein ^H
3s Yileicht mein gelüeck und wolfart, ^H
^^^K
543
Das pewegt sein neidige art
Zw solchem unferdinten has.
Alseit er mir anisetEig was,
ünschnldig, wider got und recht,
[bl. 1'] ünpilUg, gantz nnfer-nrsecht
Pringt er mich its in diese angst,
Des ich zwar hab pesorget langst
Almal sein grollen, wol gemercketl''
Der alt.
10 Ich sprach : „Dw solst dich han gestercket,
Was im gehört zv widerstant,
Weil er ist mit gerüester hant
Ein lange zeit da ambgeschwaift
Und hat dein nechste grenz dnrch-straift.
u Das het dir warlich zw-gepäert!''
Bas frewlein.
Sie sprach: .Mich hat lalder verfdert
Sein sfies und schmaichelhaftig gift
Durch gnete wort und freuntlich schrift,
20 Darauf ich thet gar thörlich pawen.^
Der alt.
Ich sprach: ,Eaim feint ist zv vertrawen,
Vor-aus wo er in ander dat
Sein zwsag nit gehalten hat;
26 Ein feint helt sein anschleg verporgen,
Seinr duck maes man all stund pesorgen.
Des ist kain feint auch zv verachten,
Sunder man sol fürsichtig trachten,
Almal pey gneter Warnung sein."
80 Das firewlein.
Sie sprach: „0, wer der greiif allein
Geleich mit allen seinen jungen.
In die not het er mich nit trungen,
Het mir pald vor im gschaffet rw." *
86 Der alt.
Ich sprach: „Sag mir, wer hilft den zw
Solch grosser ungerechtikeit?^
644
Das frewlein.
Sie sprach : ^Sicli Uabeo zw der zeit
Zwsam verpnndeQ gleich und eben
Vil wilder thier nnd auch zwen leben.
s Der greuff und auch die krön der lügen,
Den grosen adlar zw verdilgen
Sambt all den, bo im hangen on.
Schaw! mit diesen ich vorhin hon
Verglichen mich und ganz vertragen.
III über das als vor kurzen tagen
Hat mich der greilf mit seinen klaen
Angrieffen, mich gar zw umblaen
Mit Schwert und fewr, thiiet das verlengen,
Das im die andren thier verbeugen.
10 Dar zw helflfen im nicht ämt minder
Ains datlä meiner leiplichen kinder,
Die ich hab tragen und erzogen,
Ernert, mein pruest haben gesogen,
Sint mein vereter in dem zenck,
io Zw opfern mich auf die flaischpenck
Sampt andern mein ghorsamen kinden,
Trewlos pegern zw überwinden.
Der nntrew kiiemeit mich erst vast.*
Der alt.
[bl. 2] Tch sprach: ,0 dw eilende, hast
Kain freunt, der dir in not zw- spring
Mir. hilff, e dir gar miseling
In dysser geterlichen not?"
Das frewleiD.
ao Sie sprach : ^0 nain, das clag ich got,
Ich pin verlassen und eilen t.
AI mein freant die sint abgewent
Von mir nnd jenem tail anhangen.
Des pin ich mit herzlaid umb fangen,
M Mit angst und iniclicbem trawren.*^
b B gkuff. Vergl. fiiatn»ohla])iele, biiob. 7^ t. VI f.
545
mr alt.
Ich sprach : .Hastw nit gnet nachtpawren,
Die in der not dir halten schntz?^
Das firewleia.
6 Sie sprach: «Ider snecht seinen natz;
Ob meim schaden nit hart erschrecken;
Sie lassen mich in prenten stecken,
Von den ich pessers het gehoft,
Weil ich in thet vil gnetes oft.
10 ItK yerpergens ir angesicht,
Hab hilff nnd trost von nimant nicht.
Ider sagt, hab gnueg mit im zschaffen."
Der alt.
Ich sprach : ,Grewft den nit zw den waffeu
15 Der gros adler, dich zv entschüetten
Ob des greaffen anpilling wüetten,
Weil dw dis leidst von seinen wegen ?^
Bas frewlein.
Sie sprach: „Der adler ist erlegen
20 Bin klain, der sich zw gegen-wer
Wol mostet and samlet ein lieer.
Es ist mir aber vil zv lang,
Der greyff thnet mir gros nber-trang.
Allain hab ich ain klaine sumb
36 Meiner kinder ghorsara and frunib,
Die lielffen mir noch halten schaez
Und hanthaben gemainen uaetz
On alle psoldang, gar amb sanst,
Aas laater trewe, lieb and gaenst.
so Die haben sich mir ^anz ergeben,
Pey den las ich anch leib und leben,
Wie-wol der ist gar vil zw wenig
Gen des greiffen unzelig nienig.
Schaw, diesen trost hab ich allain.''
86 Der alt.
Ich sprach: „Wo ain rat und geraain
Ist ains, das ist ein starcke mawren.
Hmm 8*ohi. XXII. 35
r
546
^^^^^H Derbatben las deio d^g uud drawren,
^^^^^H Die-weil deine kinder pey dir
^^^^^H Trewlirh pe&teii, wie dw sagst mir.
^^^^^K Derlialb sey keck und nit verzagt"
^^^^^H Dm frewldin.
^^^^^B Sie sprach: „Eb kumpt aber vil sag
^^^^^H Deglich al tag vtir meine oren.
^^^^^H Ich pin vil nacbred inen* woran,
^^^^^1 Darmit icli liaiiulicb angritfen wirt,
^^^^H in Van mein aigen kinden vexirt,
^^^^^H [bl. 2'\ Wie-wol ich spar kain tleis noch mne
^^^^^H On alle rw, spat nnde frwe
^^^^^H Mit hiläf und rat, wo ich nur kmi,
^^^^^H Und sol doch on danck vil iiacb-red Uon.
^^^^^^ iii Das-selb peschwert niicli liaiuilicli iiart.«"
^^^H Der
^^^^^H Ich sprach: «Der gmain man hat sein art
^^^^^H und plawdert on allen verstant.
^^^^^H Des las dir thon von m nit ant
^^^^^1 so Und thw geleich, sam hörstus nit.
^^^^^H Doch bab gut aufinercknng daniiit
^^^^^1 Und hab geduli zv tliser sceit!
^^^^H Kr^eig in alle freuntljkeit
^^^^^1 Paide mit worten und mit dat
^^^^^H 2b Üaruiit erheltzt dus frw und spat
^^^^^1 Vil nier, den durch die strengikeit'
^^^^^H Das
^^^^^H Sie sprach: „Das hab ich thon all zeit
^^^^^1 Und Um es its; auch noch vU mer.
^^^^^H so Doch ir vil wedr nach trew and er,
^^^^^H Pilh^keit oder nach rechten tregen,
^^^^^1 Sunder dückisch und gar verwegen
^^^^^H Mir vil dJDg ver-nnglimpfen dind,
^^^^^H Und das od all warbeit und gründ,
^^^^^H SR Ire prueder baimlich veraizen.
^^^^^H Wider mich zw iinglimpff verpaizen.
^^^^^ 12 ? all«. S «11. St 1 diMr- S airw.
647
Des ist mir schwerlich zv pesorgen
Aines auflawfis heut oder morgen
Pey mir unter mein aigen kinden."
Der alt.
6 Ich sprach: ,Wo sich dat ainer finden,
Der so Yermessen and geferlich,
Ffirsetzlich, so vergift and gerlich
Zw ainer anfrnr wolt vermonen,
Des ist gar nicht mer zv verschonen,
10 Sander greaff zv mit scharpifer straff!
Dw waist, man spricht: Ein readig schaff
Ein ganzen stal vol readig macht. '^
Das frewlein.
Sie sprach: ,Der-gIeich in sorgen wacht
16 Mein herz, weil ich hab so vil gest,
Es werde mir aach an der lest
Abgen an mancherley profant
Und was man sonst dar£f in der hant.
So kint and gest riete der mangel,
20 Wärt hecken sie der nndalt angel,
Erwecken pey in Widerwillen."
Der alt.
Ich sprach: „Das-selbig mastw stillen
Mit gaeter ordnang and der-gleichen,
25 Mit hilff des armen durch den reichen,
Priiederlich leben in deim haas,
Den aigen-natz gar treiben aas.
Wo aigner naetz in not regirt,
Die sach ie lenger erger wirt;
30 Hanger ist ein anwirser gast."
Das frewlein.
[bl. 3] Sie sprach: „Mein freiint, erstdw mich hast
In newe anfechtung gesetzt.
Ich furcht meinr austilgnng zw-letzt
86 Aas mancherley geferling Sachen.'*
7 T gerlich. Ö perlich. 13 H frewoin.
35»
548
Dor ftlt.
leb sprach : ^Tliw mit deim feint fried aiaaheii!
Pesser ist, ilw leidst noch ain schaden,
Den das dw noch werst überladen
r» Mit groseriE schaden auf deini riieck ;
Wan in deiu krieg hat das unglüeck
Grosen gwalt, tbuet Petrarcha jehen,
Ea igt die schanz pald nhersehen,
Drunl!^ iiaiidel iimb frid in der göeti"
to Bu frewleio.
Sie sprach : „Nach frid ringt mein gemüeL
0, ich wolt frid am liebsten hon !
Der feint mich aber mnetet on
So wnpillig nnd schwere ding-,
16 Das grössern schaden ieii entpling
Voll »olchem fried, den von dein krieg*
Derhalb in groöer angst icli lieg.
Ich psorg des grewfTen trueg nnd list»
Der kainer redlikait achten ist,
ifl Fflrcht mortfewer nnd veretrey,
Aufmer und liaimlieh inewterey.
Ander nnglueck nnd schwind aufselx;
Erschöpfet sint vil meiner schetz.
Auch mi>cht mir an der lez abgon
aft An profant und municion.
De» ist itznnd mein trawrig leben
Mit nnzal gferlikait nmb-geben,
Pin verlassen, an iiilff nnd rat.*
Oor alt.
ni> Ich «prarh : „Weil dich verlassen liat
Frennt nnd naciitpawm in deiner nut,
So liah dv*f dein /.wUnecht zw got»
Das sicli der-selb dein wöl erparmen,
Die-weil got der verlasen armen
nr, Ein gnediger erlöser ist,
Der prechen kan der feinde Hat,
Ein ring im legen kan Int nasen,
In wider haimfiieren sein strasen,
Wie den küug Nepueadnbzar/'
549
Sie sprach : ,Dw sagBt wol recht and war ;
Er iBt der ainig helffer wol,
Zw dem ich pillich fllhen sol
6 In meiner not. Doch nit dest minder
Laider ich und all meine kinder
Haben nns hart gen im yersüent.
Der-halben ob uns ist anzüent
Der pitter gottee-grimer-zoren.
10 Derhalb mein hoffhang ist verloren,
Es wert all mein flehen and pit
Von got genzlich erhöret nit;
Wan gros ist meiner sünden meng.
Sein hilff verzeacht sich in die leng,
16 Weil ich schon lang gepeten hab.*
[bl. 31 Der alt
Ich sprach: ,0 ft-ewlein, las nit ab
Zw pitten, sander pit erst ser
Und von dein sänden dich peker!
so Dw dich and dein kinder ergeben
In ein paesfertig cristlich leben.
Wie der känig zw Ninive.
Was geltz, ob dir got nit pey-ste!?
Er wais die rechten weil and zeit
»6 Und hilft durch sein parmherzikeit
Durch ein we^, dir itz anpekant;
Wan nnferkaerzet ist sein hant,
Hilft, wen sanst ist kain hilff nit mer,
Aaf das im pleib allain die er,
so Das er der ainig helffer sey.
Dramb raeff in an, sey sorgen- frey
Sambt allen deinen lieben kinden,
So wert ir seiner hilff entpfinden.
Weil er uns selb rueft zv sein gnaden,
36 Spricht: Kambt all, die ir seit peladen
Mit truebsal, ich wil euch erquicken/
«
2» ? Min. S dein. 29 ? Auf. S Dauf. 36 S truebsar.
Ba8 rrewieia peschl&wsL
Da det gar eenlieli mleli anpUckeu
Da» frowleio, sprach ; „Ach, Ion dir gut !
Wie hastw micb in meiöer not
So nberflüesaiclicb getröet.
Ich hoff 2w got, ich werd ttllM
grewling erbfeint,
lem mir meint;
Idü kindeu mein
i#«j ckpar sein,
deinem rat,
ond misedat
woi verschult,
m mit gedalt,
i meinen kinden;
;ait zw vinden
I m. iumm hau an t,
Als ganz erjsreuKQ in sein hant
Und mich pefelchen in sein schntz.
Der wirt des greiffn iinpilling tnitz
Durch sein gewalting arm zv-prechen
Und mich kurzer zeit an im rechen
Und mich, die ich pin gschlagen nider,
Genediclich aufrichten wider,
Das icii wider zv-nem und wachs."
Das wünscht zw Nttrenberg Hans Saciis.
Anno salutis 1552, am 16 tag Juni.
300 vers.
9 an der seito von Sachs nachgotragon.
551
Nachtrage nnd berichtigimgen.
Zum 17 bände.
220, 25 ? leumuth. A leunmuth. Demgemäß ist auch im register
XU yerbessem.
224, 19 hätte ich die form gfjgel, ebenso 225, 19 gefygel, die S
hat, in den tcxt aufnehmen sollen. Die herausgeber des vierten folio-
bandes kannten wie viele ältere formen so auch diese nicht mehr.
Vergl. Schmeller-Frommann , bayerisches Wörterbuch 2, sp. 835 und
Grimm, Wörterbuch 4, 1. If. sp. 2165.
274, 25 Damach ist die reimseile hinzuzufügen: Und meint, der
doren wer herauß.
Zum 20 bände.
501, 18 ? Lemung. A Lonnng. Vergl. band 22, 446, 26.
Zum 22 bände.
48, 13 lies : sflndt statt : sundt.
55, 25 Ecclesia. nicht eccleaiastes = prediger Sah, sondern eccleHiasti-
cns, predigerbuch = Jesus Sirach. So der name des buches Jesus Sirach
in der vulgata. Hans Sachs citiert nach ihr. Die worte finden sich
nicht in der griechischen Übersetzung (LXX) und so auch nicht in der
Lutherischen, nur die Itala hat sie und diese ist im buche Jesus Sirach
von Hieronymus unverändert in die vulgata herübergenommen worden.
Vergl. 8. 54, 29.
56, 2 ? erweren. Die drucke haben erneren. R. Köhlers erklarung
geht zurück auf die alte bedeutung von ernähren = heilen, retten.
Wir haben aber einen volkstümlichen dialog vor uns, in dem die
spräche der damaligen zeit nicht mit alten formen belastet wird.
Oberdem vergl. die stelle aus H. Sachs, band 9, s. 170, 16: Manch mann
mit grossr müh und arbeit Kan sich gar kümmerlich ernehrn, Mit weih
und kind hungers erwehrn. In Grimms wörterb. 3, 1053, wo diese
stelle angegeben ist, muß es heilen: 2, 4, 41«'.
185, 31 lies an-renten.
552
i
232 Quellen ?!ebaatian Franck, (^leruiftniiL« chronioon. Aug«!*»^
1538. fol. bl. 91 ^
289, 4 am ende fehlt punkt,
299 AuflffihrUcher behaüdelt Rudolf AnBcbati Boccaccios novelle
vom falken und ihre Verbreitung iö der litteratur im IS heft? der
Erlanger bpürli^^u eor engliscbfin pbilologie und vergleicheEideii littera-
turgeschichU. iilrlangen 1892, 8.
313, 34 V sich. S lie. Vergl band 2K 372 tu 3. V29, 17,
332, 20 liej : pr^ '
khineÜer-Frommann I. »p. 117.
icbdem er epmcL ge^ehriaben
i und schtoÜ die etidung ao an,
©r r in 1, vergaß aber das s
Ufill
338, 5 lies : ena
349, 15 liee Vu
355, 4 Haoä St
hatte, die anfangBb
daß sprod Uaravis v
wegzustreichen.
356, 29 komma
368, 17 lies : m\
405 anmetkung
den meiste rgeiung 1
dem datuin dts 3 Aogl
lies 406 stiitt 405,
452, 3 V Vor. 8 Von.
über dem i).
488, 10 ? erklingen. S klingen.
495, 16 : 17 S abe : gäbe, ebenso 20 : 21 S ire : mire. Beidemal
entstammen die formen mit weiblichem ausgange der meistersängerischen
vorläge. In der späteren spruchform band 21 , a. 231 sind sie ver-
schwunden.
et anmerkung ftlge ? htfueu.
m beweis dafür» d^B H, ^»dyi
f finde ich dftrm, dmü er iii«h
lern tomn tlioD. Letxte «ed!#
16 ? nun, S im (freilich ohne pnnkt
1
553
Zeittafel.
1523 Vorrede xor Wittonbergisofaen oaebtigAll s. 3.
1524 DiipaUtioa iwiiehen einem ofaorberren und scbaefamaober, darinn das wort
gottee und ein reobt Cbristlieb weten Terfoebten wirt s. 6.
1524 Bin gespreefa Ton den seheinwerlien der geistlieben and iren gelUbden s. 34.
1524 September 20 Ein dialogas, des inbalt: ein ergnment der Römisehen wider
dM efaristüeh faevflein, den geis betreffend s. 51.
1524 Ein geepreeb einet eTangelisoben Cbristen mit einem Latberisoben , darin
der ergerlieb wandel etlieber Latberiteben angeseigt wird s. 69.
1524 Dm lied Maria lart, rerendert and ebrietlicb oorrigiert s. 85.
1524 Da« lied IMe fraw Tom bymel rerendert and cbristlieb eorrigiert s. 89.
i 524 Ein teboDe tagweis Von dem wort gottes. In dem tone : Waoh auf, ineins
benen sefaflne s. 91.
1524 Bin ebristlleb lied wider das grausam droen des satans s. 94.
1524 Das lied Ton der erkantnnß Cbristi s. 98.
1524 Cbriste, du anfeneklioben bist s. 100.
1524 Cbritte, warer son gottes fron s. 102.
1524 Das lied: Japiter, bestw gewalt, obristliob verendert s. 104.
1526 Der 9 psalm Darid bocb su singen im ton: Cunfitebor tibi dumino s. 109.
1526 Der sebent psalm Darid, hoob zu singen s. 112.
1526 Der 11 pealm Davids boob su singen s. 115.
1526 Der 13 psalm s. 117.
1526 Der 15 pealm s. 118.
1526 Der 30 psalm s. 119.
1526 Der 43 psalm s. 121.
1526 Der 56 pealm s. 122.
1526 Der 58 psalm s. 124.
1526 Der 124 psalm s. 126.
1526 Der 127 psalm s. 127.
1526 Der 146 psalm s. 128.
1526 Oktober 30 Der 149 psalm s. 130.
1527 Anslegung der wunderlioben Weissagung von dem |ta|)stum s. 131.
1528 Jani 24 Vorrede sum sweiten meistergesangbuohe s. 137.
1529 Die sieben prot. In dem ton, wie man des herren rock singt s. 13K.
1529 Die daerokiseh pelagerung der stat Wien. In prueder Feitteo tbon s. 141.
1529 Em bb dg« redliofatto kddff&lok in der dmnhueh^n ]if<l«gnte£ der Mtl
Wien *, l&l.
1530 Di« tUrekiJeb pele^eraDg d«r lUl Wien i. Itb*
1530 Bio pitcr leidai^lDi 1i«b f. I5B.
1530 Die sehen gebot in d«m ton: 0 berro go^ beigDude mieh ». 16L
1530 Glaabensbekesiitriii i, l&b.
1535 Dci kaiterii kriegsiug in ApbrkiL. In prunddr Veilton tuti a« 1%^.
1535 Vao d«m kaie«r1lalieii ttjftg io At^hfie«» In f^fuder Foiten t«£i i« 171*
1536 Der kriegazuag i|oa : DtJi liuorok und der itt ton
vrarn s, 179> ■
1539 Jununr 13 Dk rg s, 184.
1539 Jiiiiiiar 30 Dlo t Argo s. ISS.
1539 Februar 1 Pb • Ü» e. 190.
1539 Ffibritar 4 Caq . IS2.
1539 Ffibniar h Üir t. 194^
1539 Febraar 1 2 Aq in *» lUft.
1539 Fiibruur 19 Am, tlnmu *. 19H.
1539 Ftibmar 23 Eii mi »ß Fnulketl mtd Biirg «. SU»'
1539 Februar 24 De Rt ». 2DS.
1539 Mär£ IT Dür karg DTt» «.,» ■, züli.
1539 Juni 20 Eulenspiegel auf dnoa b«aekorBt»^ i. 3Üt*.
1539 Juli 1 Ein frag eines Sophisten nach glaub, lieb und hoffoung 8. 207.
1539 Dexember 4 Die howchler s. 215.
1539 Dezember 25 Der frum fUerst Liourgus, ein gesetzgebor der Spartaner 8. 21
1539 Dezember 27 Der herzverkerer s. 217.
1540 April 25 Der sohuester mit dorn rapen s. 213.
1540 Mai 12 In geduld leid ich des dodes pund im ihon : loh olag den t^*
und auch die stund s. 221.
1540 Mai 19 Der hungrig fuchs im koler mit der wisol 8. 222.
1540 Mai 30 Dor zorn mit seiner gestalt und aigonsohaft 8. 224.
1540 Juni 22 Der prueder Zwioffel s. 226.
1540 Juni 22 Das gaist-pe?chweren .«. 228.
1540 Juni 23 Die zwen petrogen puler 8. 230.
1540 August 19 Die geticw grcfin mit dem gluenden eisen 8. 232.
1540 September 1 Der koch mit dem kranich s. 234.
ir>4l Januar 8 Die droy frag Aristippi a. 236.
1541 Januar 9 Ein arzney wider die hoffart 8. 238.
1541 Januar 17 Der träum kUnig Cretii von seinem sun s. 240.
1541 Januar 19 Die gefencknus und wunderlich erlosung kUnig Cresi 8. 242-
J54I April 24 Droierloy spruch vom reichtum , 8o Grates, der philo90{>**
sagt 8. 244.
1541 Mai 3 Des babstes aokerpaw s. 246.
1541 Juni 14 Venus, warumb hastw mit schmers im ton; Mag ich unglUck O**
widor?tou s. 251.
1541 Juni 19 Disputacion zw Kegenspurg im 1541 jar 8. 253.
555
1541 September 26 Die viererley thier auf erden, die sich dem mensehen ver-
gleichen t. 258.
1541 Oetober 23 Die drey bannen mit der paelerin 8. 260.
1542 Vermooang ivr ainem stAtlich DUrolcen-sog an das reiob. In prüder Veiten
ton B. 873.
1542 Janaar 6 Der ritter sant Jörg, den der pfarrer so Drosafeld verprennet s. 262.
1542 Janaar 18 Ob ein weiser man ein weib sol nemen oder nit s. 264.
1542 Februar 21 Der weis Selon von Athen mit seinem suen s. 266.
1542 August 4 Der Icandelgieser-sprnoh s. 268.
1543 April 13 Vorrede sum vierten spruchbuohe s. 183.
1543 April 16 Ein l&orse disch-sucht s. 272.
1543 Mai l Ein warnung Hennsl Narren den weltlichen stant vor dem gaist*
liehen stant s. 274.
1543 Mai 2 Vermanung des pabstes tu seinen tempelkneohten s. 276.
1543 Mai 3 Das sieben-hauplig pabstier Appooalipsis s. 279.
1543 Mai 3 Der peren-dani s. 281.
1543 Mai 4 PfeilTer und lautensoblegerin s. 283.
1543 Mai 4 Die tway liebhabenden mit dem dot s. 284.
1543 Mai 5 Ermanung des dodes s. 286.
1543 Mai 17 Die sohfacht «wischen der kUngin Marie beer und des hersogen
von Cleve «wischen Zitart und Heumnnd 1543 am 24 tag Marci s. 288.
1543 Juli 11 Der frum kaiser Aurelianus s. 200.
1543 Juli 20 Der mumerey anfang. Die rOmisoh fasnacht s. 292.
1543 Juli 28 Die kewsch ermört Virginea s. 294.
1543 Augast 7 Das ay mit den grosen aohsehen schänden s. 297.
1543 Augast 9 Der edel-falok s. 299.
1543 November 16 Ein wunderlich histori s. 301.
1543 November 16 Der gros eyffrer s. 303.
1544 Februar 15 Der seidenfaden s. 305.
1544 Juni 12 Brutus, der gerecht ROmer, mit sein twayen sUnen s. 307.
1544 Juli 11 Das ent Romuli, des ersten römischen künigs s. 310.
1544 Juli 12 Der oleglioh dot Pirami und der junckfrawen Thisbis s. 312.
1544 September 11 Der walfisch s. 314.
1545 Januar 2 Das mttnioh- und pfaffen-jaid, Nimant sw lieb noeh laid s. 316.
1545 Februar 7 Der doctor im Venusperg s. 319.
1545 Februar 18 Der Ulisses mit den winden s. 321.
1545 Juli 5 Die «wo edlen junckfrawn , von des glaubens wegen im Niderlant
verprent s. 324.
1545 Juli 7 Der ersohrocklioh erdpidem iw Corphw in Moria im 1545 jar, den
24 tag Marci s. 326.
1545 September 10 Esopus mit den iwayen kraen s. 328.
1545 September 11 Die mileok mit der ameis. Ein kampf-gespreoh s. 330.
1545 September 22 Der pfarrer mit dem korock s. 332.
1545 November 13 Der krieg hersog Uainrichs von Praunsehweig 9. 334.
1545 Deaember l Das schön päd s. 337.
556
1545 De«emb«r 10 D«r edelmon mit dem narren nnd dir irar1i«il i. 3S9.
1645 PeRember IT Der karg abl •. 341.
Ibi^ Januar liQ Die epthesin mit der prueob und dam jungeQ oßenUin s. SIS.
1&4A FebrtiHT 10 Der ra«<sb8ohweii«~krftm «. 346.
1646 (niobt 1&45) Min 23 Der tWAiniig fdtt«r aigeDsehaft t. 34d.
1^46 Juoi 2B Die Ung oracinn a, 3&0.
1546 Juli H Ein clagrod Oiswtxobl&ndfli und getpreoh EDtt dem getrewen Eck-
bart ». 352.
1546 Oktober 31 Venns, der lieb »in gntttn xari, In aim freiobden tboo ». 9^1*
1546 November 1? Da» eameUhier mit dem gol Jofi i. SOI.
1546 Norecnber 18 Der rapp mit den hennen s. 363.
154 6 November li< Die vippemaLer mit dem igel f, 365.
1546 Üeiembor 31 Ein wundorlioher dialoga« no^ nowe telttang a. 367
1547 Der tl9 psiitni im tbori : Ach, unter rwLer, d«r dw pi«t i. 3110.
1547 Mai 3 Dre/ 1er de« kUnig Ageiilau« «. 382.
1547 Kin new lied im tbon : :^o wolt ich geron fingen ^ wen ich vor
kUeud. Die gfenoknus beriog Han» s* 399»
154 7 Mai 6 Ein gnnx gereimbie karten durobaus «lle ptetter •* 384.
1547 Juli 18 Der Sa^ihsen ursprang «. 389.
1547 AugQBi 4 Die niderlag nnd gefeneknui hertog Uütie Fridiiebs »«
Im 1547 jar «. 395.
1547 Aaguet 5 Dae poea weib Xanii f. 405.
1547 AuguAt 35 Uriprang doi ersten mllnichs », 408*
1547 Oktober 16 Die drey Läbliehen pewrin e. 4111.
1547 Oktober 19 Die sweii rittor Ton Pnrgand, Dae urtail dea hertogen «. €1f,
1547 Oktober 21 Der wider mit dem wolH s. 414.
1547 November 5 Der ftprec?her mit dem reck e. 416.
1547 Nof-ember 17 Der ritter mit den twajen tohanett dOebtern i 418.
1547 Norember 20 Der pawer mit dem dot s, 420.
1547 Deieinber 27 Die rollkumenliob conitelifieion der pUnetteu uud «udvr
gotter^ iw Maideck eins naobtv gegeben worden ». 432.
154B Januar 1 Die iwen paebanten im dotteakeroker mit dem bcmel 9. 424*
1548 Januar 30 Der maier mit dorn thumbrobst sw Regeneptirg «. 437
1548 Januar 30 Die drey tohalokhartigea itudenten s. 430,
1548 Februar 8 Der pfaff in der wolfegrueben 5, 431.
1548 Februar 21 Das pruedermue« e. 433.
1548 Man 17 Der uriet mit aeiner stifTmueUr 8. 435*
I54H April 7 Die vorloron jünckfraw s. 437.
1548 Augiut 21 Dal Interim 0. 439.
1548 September 23 Als ieb im lant (in seinem aigeo tbon) a. 477.
1548 Okiober 18 Neun aiüeek die priogen entliob die armuel e. 440.
1548 Oktober 22 Die keutob Kömerin Lucrooia erstoob «iob aelber, ir er t«
reiten t. 44B.
1548 Oktober 36 Der kun nasen^dant s, 450.
154S Oktober 28 Der &anck iwiBoheo Ayax und iriiii s. 452.
{
657
U48 Oktober 30 D«r koplet manioli t. 454.
U48 Novembmr l Dor knn krieg nit dem winter •. 456.
1548 November 5 Die kora thebula Gebaut dei menschlioban loWeo s. 458.
1548 NoTember 7 Die drej frewen mit dem porten ii. 460.
1548 NoTomber 7 Ealenepiegel eof dem mII a. 462.
1548 November 8* Enlentpiegel mit dem sehelokunarren im lant xw Polen s. 464.
1548 NoTomber 10 Die plaben httet •. 466.
1548 November 11 Das hait eysien 0. 468.
1548 November 13 Die kars verjagt fraw Warheit s. 470.
1548 November 16 Die sieben posen aigenschaft poeser geselaebaft s. 472.
1548 Desember 39 Der kämpf swisehen dem got Vulcano und lUcbo •. 4 75.
1549 April 9 Ein lobspmefa der stat Salspurg s. 470.
1549 Mai 20 EUiehe pritsehea-gsang. In eim gflellensebiMen sw praaehen s. 487.
1550 Febmar 6 Der mesner mit dem rayger «. 489.
1550 Febmar 7 KOnig Artaxersis angeraten sQen s. 401.
1550 Febmar 7 Der pawer mit der dotien s. 493.
1550 Febmar 7 Die iwen gefattera mit dem lom r. 495.
1550 Febmar 8 Die gertnerin mit dem poek s. 497.
1550 Febmar 8 Die spinn mit dem liperlein ». 499.
1550 Febmar 8 Hanulffos, der getrew kemerling des kUntgs ans Laraparten s. 501.
1550 Febmar 9 Der ongelaeeklieh kämpf künig Celeras ans Norwegen s. 503.
1550 Febmar 9 Der hoffertig kalter Aurelianus in dem päd s. 505.
1550 Febmar 9 Die nenn lesterliebeo stueck aines mannes s. 507.
1550 Febmar 10 Dreyer frawen clag ueber ire hawsroaid 8. 510.
1550 Febmar 10 Der gnet montag s. 513.
1550 Febmar 11 Der pueler mit den sterbenden menschen abgeweiaset 9. 515.
1550 Febmar 12 Der sehnester mit seim knecht s. 517.
1550 Febmar 13 Die drey frOliehen dot s. 519.
1550 April 21 Reimen in die drey pretspil s. 521.
1550 April 22 Ein Iclagred der nntergetretten fraw Gerechtikeit s. 52.3.
1550 April 22 Ein klagred der (ierechtikeit über faifcbo jurit^ten 5«. 525.
1550 April 24 Der wanderlich verporgen träum 7on <l(*n göttern 9. 527.
1550 April 25 Der fliegent Icaras s. 531.
1550 Juli 20 7 Bin kurs priamel tw einem guistlichen spruech ». 5'{:^>.
1550 Juli 29 Fama oder gerUeoh, das sterckest auf erdon s. 534.
1550 Juli 31 Der reioh man mit dem armen Lal3aro s. 536.
1550 Oktober 3 Von dar dranckenheit. In aim pesundern thon ü. 539.
1552 Juni IC Claggesprech der stat NUrenberg üb der unpiilinheii ifcliweren
pelegrung margrafT Albrechtz anno «. 1552 s. 541.
.(
Register.
Abdrescben 7,
Abeie 463, 37.
Abferren 529, 36.
Abgeweisset, org, j
weissen.
Abkreftig 529, 21,
Abreiten 82, 27.
Abt, Der karg, Ml.
Abwäschen 57, 29,
Abweissen 515, 1. ^
Abwesen 77, 26. 40&|
Adam, Der alt, fi*>, 19.
Adeln 15, 24.
Aesopus (quelle) 405. 414.
Ati'ect 383, 33.
Atienspil 462, 13.
Afterreden 78, 32.
Agesilaus weis 382.
Agricola, Johannes (quelle) 408.
Ai sieh auch Ei.
Ay mit den gros 18 schänden 297.
Aichenfest 387, 20.
Ayden 74, 26. 30. 75, 28.
Ainhellig 170, 10. 389, 17.
Ainsidel 408, 7.
Alben, Die, 484, 8.
Aide 29, 31. 32, 32.
Alfanz 53, 9. 136, 13.
Allermenigklich 3, 4. 4, 25. 64, 34.
Almit 7, 11. 64, 11. 69, 11.
Als Achiles der held 452.
Als Artaxerses sus 491.
Als Collerus regirt 503.
Als der küngin Maria beer 288.
Als fünfzehundert jar 399.
Als ich eins nach tes \a^ 253.
i ich eine tags gen Niirmbefg
cana 208.
I tidia, d&» kilnigreich 240.
I man idt lüufehwuderfc j&r 352.
I mati zeit fUnfeehundert jur AM,
> Eoot Ullis 35 w Rom regirt 3J(I.
I UliäeK mit seinem bi^t^r S2L
I von Ätben Solon, der wein 2Bd,
i ^ntu9 het ein weib 4ü5«
™,ireg 65, 5,
Anateo 368, 27.
And tbun 32« 28, HG, 19.
Andriffeln 514, 10.
Anfencklichen 100, 2.
Angel, Der, 36, 3. 547, 20.
Angesiegen 532, 8.
Anhaim 295, 1.
Anlangen 51, 7.
Anliegen 417, 29.
Anlauft' 11, 3.
Anmuten 293, 10. 548, 13.
Anplärren 464, 8.
Anruffen sant Wolffgang 18, 7.
Anschnaufen 410, 18.
Anschnurren 410, 18.
Anspruch 412, 6.
Anwerden 59, 23. 30.
Arbaiß 39, 9.
Argwenig 4, 32.
Armada 170, 24. 503, 12.
Arrius 25, 26.
Artaxerxes 490.
Aschhoff in Salzburg 48:^, 29.
Aspeckt 422, 8. 528, 9.
Ater 124, 14.
559
Auf einem weg drey frawen frey 460.
Auffer 36, 3.
Auflauf 547, 2.
Aufinecken 80, 36.
Aufmerckung 546, 21.
Auft'nesteln 84. 3.
Aufrupfen 339, 15.
Anfror 547, 8.
Auffsatz 56, 20. 309, 19. 523, 23.
548, 22. '
Auffsaizung 24, 4. 72, 24.
Aufschwellen 315, 29.
Aufsetzig 543, 3.
Augustus, der gros kaiser 213.
Aurelianus, der frum kaiser 290.
Aurelianns, der hoffertig kaiser,
im päd 505.
Außbleßniereu 75, 36.
Außholhippen 7, 23.
Ausmergeln 356, 15.
Ausputern 493, 6. 10.
Außreuten 3, 15. 21, 31. 44, 29. 64,
11. 72, 33.
Außrichten 28, 28. 75. 30.
Ausschleifen, Sich, 44, 2.
Außschreien 10, 2. 9. 76, 2. 78, 5.
Ausschweifig 383, 10.
Außwicklen, Sich, 64, 22.
Außzug 62, 36.
Ayax 452.
B sieh auch P.
Kachant 32, 23.
Bachanten, Die zwen, im dotten-
kercker mit dem hemel 424.
Bachen 14, 11.
Bachus, der got in Krieehenland 359.
Päd, Das schön, 337.
Barcelona 169, 24.
Barbarossa 131,^10.
Parraung 308, 10.
Pawer mit dem dot 420.
Bawman 64, 14.
Bechtlein 53, 3.
Peclenen 298, 14.
Befrieden 95, 81. 189, 26.
Begaben 450, 17.
Begewältigen 4, 31.
Peheltnus 307, 14.
Pehend 187, 13.
Beibringen 10, 29.
Beiweg 46, 5.
Bekleben 406, 32.
Benamen 409, 36.
Penasen 451, 28.
Benedeyen 76, 19. 24. 82, 9.
Beneveneritis 6, 14.
Penötigen 353, 2.
Benügen 14, 11.
Benügen, Sich, lassen 61, 34. 72,
23. 164, 22.
Beredenheit 453, 27.
Berümen, Sich, 46, 21.
Bescheren, beschar 409, 13.
Peschis 347, 30.
Beschwert 8. 2.
Besichter 526, 25.
Besingen 461, 16.
Besinnet 76, 22.
Besteten 22, 8.
Betlerey 62, 26.
Betrieglich 45, 13. 54, 37.
Petstat 449, 16.
Bettel 62, 32.
Pewiegen 525, 5.
Pirstütze 338, 7.
Biß = sei 49, 30.
Bittung 62, 15.
Plecken 410, 11.
Plewen 495, 26.
Plind, einem den plinden fähren
lassen 411, 7.
Plümen 330, 5. 331, 31.
Bocacius duet uns beschreiben 228.
Boccaccio (quelle) 299. 301. 303.
305. 332. 343. 418. 454.
Bona dea, so war genant 292.
Bonaventura 50, 12.
Bonus dies 6, 5.
Brantschatzen 336, 12.
^^^^ 560 1
i^H ßrauclien m. gen 28, 24. 60, d. ai,
D sieb aucb T.
^^H 32. 36. 71, 38.
Daidigen 354, 3.
^B FrawcheQ, Sich, 186, 2-i.
Daidung 180, 20*
^m BreUpll 38. 7. 80, 25. 521.
Dancke = gedanoVe 163, 15.
^H ßrinnen, bran 494. i:).
Dant 347, 30.
^1 Pruech 343.
Danttäding 23, 29.
^H PruedennueB 438.
Dauben 41K», 33.
^^M BrutuB, der gerecht Römer, mit
Üechtnus 110,8. 119, 14.
^H sein zwftyen »Qnen 307.
Decretal 10, 11. 20, 3.3.
^1 Püberey 132, lf>.
DedaluB .^31, 3.
^H Piieler mit det3 sterbentlen menscheti
Demogorgo, der götter vatter 34£>.
^H abgeweiäaet 515.
Den peren kan ich machen danun
^B PufBch 433, IL
281.
^B Purschen 433, 4.
Den soren Seneca abmalt 224,
^m Bueaun 8, 26. 5t, 20.
Dennen 304, 12.
^H Busaunen 63. 21.
Deppich 412, 26.
^H Fliesen 138, 18.
Ilerschftitten 87, 36.
^H BüHen, In, rinnen tiO. 8.
üeventer, »tadt in Niderlant, 324,6.
^H Puterweek 337, 28.
Uialogii«, Ein wunderlicher und
newe zeittung 3fi7.
^H Calefactor 31, 12 lu o.
Dicdac 521, 17.
^H GameitMer mit dem got 3öy\ 36L
l>ie «pinn und auch der &ipper1än ~
^M Carfunckel 87, 17. 12;j, Itl.
499. 1
^B Caatejen 41, 5.
Dieweü Eaopu« achlechi 328, M
^H CaBteyung 41, 18.
Diuipper 316, 15. ■
^H CebeB phtlosopliUN bfti eben 458.
Oönen 459, 26. 1
^H CetuH SSW deutsch itit ein walliach
DörH «. tiirreo. ■
■
Doi, ort bei Fürth 184, 10. ■
^^1 Chorherr 6«
Döfl 316, 17. 1
^1 ChH^sten 79, 10.
DotEe 493. ^J
^M Chn\^tlicb«n 61, 35,
Orecktar 338, 18. ^H
^^m 0 1 ag i ed Dew t ach 1 a n 1 1 m u ii 1 1 get4 ] »r ech
Prey pawren Basen pey dam m^V
^^v mit den* getrewf^n Kckart 352,
410. M
^H Clagspruech der atat N ürenherg ob
Drey frölichen dot 519. ■
^H ir pelegernng 54 L
Drey 1er dea kilnig Ageailatw d8t.H
^H UleomeneH regirt 350.
Drey Schreiber zogen uber-felt 429. ■
^V Colenii«, kiinig auM Norwegen 503.
Drey er frawen dag lieber ir*» hawt* ■
H ' Complei 363, 24.
maid 510.
^H (Joncüiiim 20, 3. Ui 2t 25. 21,
Üre.^chen 7. 9.
^H
Dringen, Sicbj von einem 293, II,
^H ronfe<.>t 331, 17.
Drunckenheit, Von der, 539,
^^M Con^tellacion der phiiit^ten und
Üunckel, LHe. 87, 20.
^H ander götter 422.
Düngen 325. 33*
^^M CöBvent 345, 2.
Durchechten 110, 16. 114, 3.
^B Üopleii 2U'i, 23.
^p ^^^1
E sieh auch A.
Eins n achtes het ich einen träum ^^^^
Eckhart, Der getrewe 352»
^^H
Edelfalck. Der. 299.
Eins nachtz ich im October lag 527. ^^^H
Eüelmon mit dem narren und der
Eins nachts ich in dem nohlafi* ent- ^^^H
warheit 339,
nücket 534. ^^M
Effen 520» 9.
Eins nachtz lag ich in herttem ^^^|
Eher 64, 15,
schlaff 316. ^^M
Ejfer 159, 16, 385, 2.
Eins tages ich zw gaste was 297. ^^^H
Byfem 160. 10.
Eins tags pat ich ein erenbolt 389. ^^^^
Ejffrer, Der gros, 303*
Eintweder 61, 16. ^^H
Eigen 417, 32.
Elent, Das, S08, 8. ^^M
Ein alter pfaff vennedsen 262.
Enckel 338, 8. ^^H
Ein alter rapp war hungere vol SOS.
Enthalten 38, 19. 39, 27. ^^M
Ein amais und ein fliege 830.
Entnöcken 534, 2. ^^H
Ein pawer het ein hund 414.
Entragen 63, 10. ^^H
Ein pauer wolt gwinn ein gfatern
Entscbütten 545, 15. ^^H
420.
Entwicht an haut und har 25, 27. ^^^|
Ein dorü' haist Wendelstain mit
Enzerwagen 338, 5- Sieh s. 552, ^^H
nom 450.
Epthesin mit der pruech und dem ^^^H
Ein edelman in Francken saa 4^n.
jungen nünlein 343. ^^^|
Ein edelmon vor manchem jar339.
Erbfal 61, 10. ^^1
Ein frawenkloster war 343.
Erbfeint 550, 7. ^^M
Ein gertner het ein frawen 497.
Erpitten 321, 16. ^^H
Ein graff sae in Holant 485.
Erplendiing 306, 35. ^^1
Ein Jüngling het 8er lieb 515.
Erdpidem, Der ersch rock 1 ich , zw ^^^|
Ein münich alt fragt ich der mer
Corphw 326. ^^^H
408.
Ereygen 107, IL ^^M
Ein man sein fraweii achlueg 495.
Erfordern 59, 26. ^^H
Ein münich Zwiffel war genant 226.
Ergellen 184, 26. ^^H
Ein pfarer auf eim dortfe aas 332.
Erindern 20, 14. 17. ^^H
Ein reicher kaofman het ein weih
Erkobern 157, 30. ^^H
260.
Erlaiden 338, 22. ^^1
Ein ritter Baa in welchem land 418.
Erlaufen 410. 19. ^^1
Einklenck 525, 25.
Erlengen 294, 29. ^^H
Einkommen 7. 26.
Ermayen, Sieb, 459, 25. ^^^|
Einlegen, Sieh, 4. 2L
Emestua, biscbof von Salzburg ^^^H
Einleiben 291, 14.
^^M
Eins abentz kam ich ungeladen 337.
Errennen 401, 29. ^^|
, Eins mala ein vippernatfcer kg 365.
Erschleichen 28, 2. ^^^|
Eins mala früe an dem licbtmes*
Erstecken Gl, 19. ^^|
tag 510.
Erstummen 30, 14. ^^^|
Eins morgens früe zw pet ich lag
Ersuchen 402, 29. ^^H
513,
Ertag 514, 14. ^^H
Eins morgens ging ich in dem
Erweren, Sich, des hungers 56, 2. ^^^|
Mayen 54 L
Sieh a. 55 L ^H
Huia d««lii. XXII.
^^M
^^r^^^^^^^l
^^
Eb peschreibet OvidhiR 53L
Franciactis, Simct, 35, IL ^^^|
Es ging ein camel-tluer Mi).
Frelfel 124, 7. ^^M
Es aind docii seli^' alle, die 380*
Freyen 71, 12. 166. 38. ^H
Ea sind drey frölich dot auf erden
Fron 44, 3. 56. 4. ^^1
5id.
Froacbgeachmeis 434, 28. ^^H
Ea war ein duerer fuchs 222.
Fdchaebwenißen 365, 26. ^^B
Ea war ein pfatfin welsch em laut
FudiBscbwenzkram 345. H
258.
Fund 21. 19. 27. 63, 10. 133, 7. ■
Eb was ei Dam als ein karirer abt 341,
Fürdrig 513, 12. M
E»el, Auf den, setzen 30, 7.
Filrkauf 163. 30. ■
Eaelkopf 8. 5,
Filrsprecbe 17, 35. 18. 3. ■
b'm^m (quelle) 330. 36L 405,
Friert 184, 6. 401, 14. 19. ■
EsoptiH mit den zwayen kraen ;128.
Fue^tapfe 449. 16. ^^1
Eulen Spiegel mit nom 464.
^^H
Eulenapigel noch jung 462.
Gaden 484, 4. 497, 17. ■■
Eulenspiegel vor jaren 209.
Galee 170, 33. 177, 29. ^^
Eueebiui tbut sagen 211*
Gans, Wie die gena am wetter 11, 7. ■
Eusaern» Sieb, mit gen 9, ,^H,
Gardian 43, 26. M
Eütrifich 316, 13.
Gatter 495, 8. V
Examinieren 31, 26.
Ganckelwerek 75, 24.
Geprauchen m. gen. 72, 18. 79, 22.^
Faiiten 338, lÖ.
Gebrecben 18, 19. 522, 10. ■
Fftl 329, 36.
Gecken, Einem den g, stechend
Fama oder gerüeeb, das aterokeat
522, 18.
auf erden 534.
Gedilrnet 365, 4,
Farr, Der, 409, 30. 36.
Gefangen, geüng 403, 15. ^^i
Far «cbon 7, 25. 159, 22.
Gefriiat 455, 24. ^^H
Fateen 298, 16.
Gegenweer 342, 24. ^^M
Patwpil 463, 35.
Gebews 356, 19. ^^M
PegteufeJ 520, 5.
Gehorsam, Die, 43, 30. 44, l,\ "
Fert 340, 34. 455, 14.
45. 23.
Feuclite, Die, 330, 23.
Gehuek 313, 14. J
Feuchten 349, 4.
Geiatarm 49, 31. ^M
Fewerglastig 316, 11.
Geiütpolster 80, .34. ^H
Filtt 32, 35.
Geizigkeit 52, 12. 28 u. o. ^^
Finster, Die. 341, 20. 344, 5. 354,
Geiawurm 59, 32. 63, 27. M
9. 357, 13.
Gelaicben 315, 7. ^^^fl
Fiscbflcbuppen 39, 9.
Geleben 38, 2. ^^H
Flader 484, 3,
Gelffen 104, 25, W
Fleiecbhacker 411, 30.
Gelidmaairt 388, 18. 418, 26. V
Fleiachnuirck 19, 5. 71, 20.
Geligen 83, 38. 1
Flitacbenpfeil 154, 20. 156, 34,
Geling 4S3, 23. M
Flohnen 456, 8.
Geltlicb 520, 33, ■
Fraidig 414. 3.
Gemeyt 134, 8. H
Fraidigkeit 325, 29.
*
Geng 484, 32. ■
563
Gensen 521, 22.
Gepent 534, 17.
Gepew 483, 19.
Geprist, 3 sing, praes. von ge-
brechen 522, 10.
Geranig 337, 19.
Gerawen 387, 18.
Gerechtikeit, Frau, 523. 525.
Gereicht 58, 31.
Geren 331, 12.
Geren, Der, 409, 11.
Gerlich 547, 7.
Gertnerin mit dem pock 497.
Gernech 386, 32. 534.
Gesangrei 120, 9.
Ge8che£Pb 520, 10.
Geschell 316, 12.
Geschemig 385, 5.
Geschirr 428, 12. 461, 25.
Geschleck 433, 19.
Geschlepper 39, 10.
Geschmeis 434, 28.
Geschrift 10, 29. 31. 11, 5. 15,
6 u. 0.
Geschwader 335, 35. 401, 34.
Geschweigen 21, 18. 526, 13.
Geschwer 536, 9. 15.
Gesegnen 18, 81.
Gesiegen 453, 31. 525, 9.
Gespai 26, 9.
Gespons 94, 5.
Gspor, Das, 159, 23.
Gesprechen 539, 8.
Gesta Romanorum mit nam 505.
Gestewdig 352, 20.
Gestrews 482, 14.
Gethaerst 433, 20.
Gewalt, Der, 167, 1. 180, 23. 294,
7. 295, 1. 4.
Geweicht 8, 4. 10. 30, 5. 31, 25.
Gewentlich 416, 7.
Gewerbig 484, 34.
Gewissen, Die, 8, 2. 71, 2. 27.
Gexem 96, 30.
GezeugnuB 12, 3.
Gleissent 45, 12.
Gleißnerisch 73, 5.
Glenz 457, 21.
Glosiren 64, 23.
Glücksrad 458, 20.
Gogelman 463, 36.
Goltfarb 337, 12.
Gras wachsen hören 12, 7.
Griff 68, 5. 366, 20.
Gronen, granen 454, 6. 519, 26.
Qroßmechtigt 58, 31.
Gruntsup 64, 20. 132, 16.
Gutgeduncken 21, 27.
Guet montag 513.
Hader, plur. heder, 514, 10.
Halsen sw dot 490, 10.
Halten, Sich, mit gen. 10, 11.
Hamen 520, 28.
Handreichung 62, 12.
Hans Friedrich, herzog lu Sachsen
394. 395.
Hanthaben 484, 27. 545, 27.
Hantierung 53, 13. 98, 17.
Harnasoh, In, jagen 30, 6.
Hartsei 458. 23.
Hartselig 459, 2.
Haubtsomm 56, 19. 57, 16. 24.
Hausarm 34, 11. 62, 11.
Hausen, hoffen 370, 25.
Haimlenden 411. 11.
Hayschober 302, 14.
Hecken 547, 20.
Heil und genad wünsch ich euch
allen! 533.
Heyltumb 16, 9.
Heinrich, herzog von Braunschweig
334.
Heint 490, 2. 13.
Heiben 23, 18.
Helkuechlein 58, 26. 526, 10. Sieh
Grimm, Wörterbuch 4, II. sp. 1759
und Germania IV, 99 f.
Hellenparte 304, 13.
Hemetlein 418, 24.
36*
564
Heneket 451, 3.
Herbrigen 23, 7.
Herr domine 10, 7.
Her got in deinem reicae 373.
Herin 338, IL
Herotiotas, drr kriech i seh weis, 242.
Herodotiia in Kriechen-laut r>21.
Hefl€h 488. 27.
Hewer 387, 6.
Binder dem herg halten 65, 2.
Hinter dem köpf hingen 27, 9,
Binder «ich tretten 64, 3L
Hinderst, Aufsi 55, 15.
Hinhaiin 40t>, 25.
eintergestell 338, 5.
Hochfertig 49, 28.
Hoffen sieb battaen.
Holhipbub 7, 23.
Holbüper U), 10.
Holbüppelwerck 7, 27.
Holtuhacke 47, 15.
Homer (quelle) 321,
Bör, menncb, wen dw zu diseb wilt
essen 272.
Horas beten 7, II. 17, 19.
Hortl ain» mah an Hant Clemens-
tag 45B,
Hört nw ein wnnderlkting poseen
489.
Hort, zu Florenz ein riter sas 234,
flortfrum 521, 14.
Horwendillus , atfttthalter in Jiit-
Ittnd 503, Ü. 504, 14,
Hund, Ea neme ein^ ntt ein stück
brot von im 75, 30.
Hund, Wie ein, in ain karren 8ü, 8.
Handibabern austreaclien 488, 20.
Hnn^erprünstig 363, 4. 464, 27.
Huntschlager 410, 2L
Flnnulffus, der getrew kemerling
des künigs aus Lamparten 501.
Büß, Johannes, 30, 30.
Büea«iern 141, 23,
Hüilein, Unter dem, 30, 30,
I sieh ftEch Y,
Icarus, Der fliegent, 53 U
Ich, die natOrlich Ghrechtikeit 525.
Ich pfeiff jfar frisch da« frolich
wesen 283,
lebt, Mit, 105, 5. 537. 28.
lebe 140, 20.
hl Cento novella man liat S03.
In der stat Piatoja Baae 230.
In geduJd leid ich des dodea pund
221.
In Boch-Furgund ein ritter am 412,
In Plutarcbo ich laa 215,
In Zento novella ich las 29^,
Infel 15, 31,
lnnen*haben 401, 8.
Innen* werden 517, 8. 546, 8.
Interim 439.
ir herren, schawt auf, es ist seit 274.
Jaid 349, 8.
Jartag 74, 28.
Junckfrawn, Die »wo edlen, von
des glaubens wegen im Nider-
lantverprent 324.
Kaiser Otho der erst mit namen 232.
Karren, Ein k. über einen machen
339, 23.
Karte, Ein gan» gereimte. 384,
Kelbern 69, 24.
Kerbe 488, 28.
Kercklich 342, 28.
Ketzerkopf 82, 3.
Khaim 489, 5.
Kifen 519, 26.
Kitt'arbeis 487, 12. 17, 520, 37.
Kirchfart 364, 7.
Klaffen 108, 3.
Klaffer 159, 27. 160, 10.
Klagred der Gerech tikeit aber
falsche Juristen 525.
Klagred der ontergetretten frmw
Qerechtikeit 523.
Klarifieleren 168. 16.
I
4
565
KUose 176, 12.
Kkiniir 184, 7.
Klem 55, S6.
Klobe 58, 29.
Klopfen den Isymen 26, 10.
Knebel 75. 10.
KneditUeh 322, 40.
Knoeken 887, 16.
KnSgret 451, 1.
Knollei 451, 5.
Knöpfen 457, 26.
Knorret 451, 5.
Knfiellen 490, 19.
Kolbe 82, 5. 820, 88.
Kolben 28, 8.
Kolbet 388, 2.
KoleehwartB 16, 6.
Kra82a
KrajmweiTogel 88, 4.
Krauten 838, 15.
Kramants 78, 6.
Krawen 387, 10. 16.
Krejgen 82, 21.
Kritz 496, 12.
Ko, Yentehen so viel wie eine, im
brettspiel 80, 24.
Ko, Wie ein, in ein meußloch 46, 9.
Kuchenprediger 80, 13.
Kudelfieck 438, 27. 484, 4.
Kaearst 320, 13.
Kuglen, Wer k. wil, aufsez 518, 36.
Kumpfet 362, 12.
König Dionisiufl fragt 236.
Kuplet mönch 454.
Kuer 526, 16.
Kür, adj. 452, 12.
Koeris:311, 12.
Laich 815, 5.
Laichen 315, 3.
Lajmen, Den, klopffen 26, 10.
Langwirig 188, 6.
Last, Der, 7, 82.
Larrenwerck 22, 33. 28, 19.
Laßaras 536.
Laoer 819, 7.
Lauth, Ulrich, 51, 7.
Lantrairig 344, 9.
Leblich 529, 29.
Lecknchen, In die, spielen 450, 8.
Lehengelt 44, 4.
Leidenlos 158, 1.
Leinen, leines für leinenes 41, 22.
Lenden 411, 11.
Lenden, Sich, 158, 16.
Lepse 17, 7.
Lennan 141, 21. 142, 8. 334, 22 u. o.
Lemhaftig 81, 32.
Lest (les), An der, 547, 16. 548, 24.
Leosnagel 298, 26.
Liebnng 57, 9.
Lilig, lilg 67, 10. 452. 16.
Livias (quelle) 294. 448.
Locherhaid 401, 31.
Loica 459, 8. 526, 19.
Los geben 292, 26.
Lotterbube 48, 7.
Lucas im evangelion 536.
Lucern 108, 24.
Lueder, Ein, legen einem 408, D.
Lumpenprediger 25, 12.
Luerz 521, 16.
Lüsten 75, 32. 112, 8.
Luther, Martin, 4, 13. 24. 17, 21.
25. 23, 29. 33. 24, 33. 25, 10. 25.
29. 30, 28. 78, 7. 79, 12. 13. 21.
134, 17. 249, 28. 38. 394, 2.
Luthers schrifb von der christlichen
freiheit 17, 21. 69, IL
Luetzel 144, 10.
Maculiren 20, 33.
Maie 292, 13.
Mal 490, 28.
Maler mit dem thumbrobst zu
Regenspurg 427.
Maledeyen 76, 20. 82, 10.
Man fint neun lesterlicher stüeck
507.
Manspild 293, 17.
566 J
^ Mansrnet 315, 4.
Narren muß man mit kolben lawien ■
^H Mant^anoa 15, ID.
320. 33.
^1 Mmrcell 455, 2.
Narrenpad 386, 11. J
^H Margarite 65, B2.
Narrendeding 80, 16, ^^J
^1 Margraf 186, 23.
•
Narren werck Id, 18. ^H
^H Marren 410, 6.
Narrenseil 76, 14. ^H
^1 Ma6, Die, 76, 15.
Nasen, Ein. drehen 57, 15. ^^H
^H Mawlaßen fail haben 488, 2.
Nasendanz 450. H
^B Memeidig 132, 27.
Naaaeren 155, 25. ^^B
^H Meinen 550, 8*
Naue 170, 33, ^^M
^H Melcken 135, 2a.
Neeht 159^ 35. ^^1
^M MeDdlin 80, %.
Neckisch 517, 3. ^. ^^1
^H Meniclicb 406, 16.
Neidhesaig 528, 41. ^^1
^H MeßBchenföod S, 16. 24,
4. 32, 12.
Nerwolf 342, 34. ^^M
^M Mer, Die, 293, 16.
406, 19.
Neun lesterlichcn »tueck ainei
^1 408, 2.
matines 507. ■
Niehtp, Mit, nicht IH, 12. 325, 23, |
Niderlag und gefencknus herxog
^1 Merer, Das, 62, 38.
^H Mertrer 37. 21.
^H Meiner mit dem raiger
489.
llana Friedrichs zw 8achfien im n
■ Mette Ah 29. 42, 1.
1547 jar 395. M
^m Metten 17, IH.
Nider-achwellen, Sich, 461, 14. ■
^1 Mettenzeit 41, 32.
Nieten, Stob, vergl. 8. 552 lu ■
^H Metten^e«n 44, 24.
313. 34. ■
^H Mettenzeit 159, m. 342,
9.
Niesfien 38, 2L 71, % 1
^m Mewten, Sich. 354, 28. 496, la.
Nifen 519, 27. ^^^
^1 Min&t, Da«, 63, 8.
Nyndert 16, 7. ^^^|
^H Mir = wir 34, 7.
Nistein 514, 26. W
^H Montag, Der g:uet, 513.
Nobisknecht 488, 6. ^^J
^1 Morcben 433, 26, 434, 4
Nolprneder 348, 21. ^H
^m Mortfewcr 548. 20.
Not bricht eyBcn 18, 6. ^^1
^^M Mt1ck, Die, mit der amaia 330.
Notfest 483, 22. ^^M
^^M Mumerey 293, 34.
Not 13, 27, ^W
^1 Munoket 451, 4.
Nötieii, Von, 41, 14. 82, 32 ■
^H Münich 40ä
Notütall 47, 9. 1
^^B Hünich- tind pfatlenjaid
316,
Nun höret ain cleglich geschieht 324, 1
^H Murmeln 17, 6.
Nun h5ret zw ain new gedieht 334, |
^M Murret 451, 4.
Nun hört ein erschrocklich gc-
^^M Miirmulting 81, 21.
acbichi 326.
^^M Murniuriren 362, 3K
Nürnberg (1522-1523) 135, a ■
^m Mutwillen, tU 64, 7.
NüBch 411, 35. m
^H Nach dem Aripertu»« ge^tarb 501.
0 grimer dot, wie kumbst »o paldl
^H Nachgeben 10, 19.
284.
^M Nachred 546, 14.
0 menach, pedenck der letxten »eit
mß Nnhent lO, 15,
286.
1
567
Obdß 42, 20.
Obennberhin 7, 27.
Obecliaiit 8, 34.
Obcerranxer 46, 5.
Odrer, Hana, is Preßla 51, 4.
Ofen, Get mm, and wermbt euch
2a, 28.
Oradon, Die lang, 350.
Ornbeicht 19, 29.
Ort 40,6.
OTidios (qaelle) 312. 452. 531.
P sieh aach B.
Fache 332, 12. 520, 28.
Pachenflaisch 520, 37.
Paisen 299, 19.
Palliom 368, 27.
Panckadieren 321, 11.
Panget 83, 5.
Pantoffel 7, 2. 30, 17. 20.
Par 137, 7. 10.
Par, Die, 461, 31.
Part 434, 17.
Partey 434, 30.
Paschen 521, 22.
Pauli (qoelle) 339. 341.
Peilen 520, 1.
Pendel 344, 25.
Petrarcha 183, 2. 548, 7.
Petrarcha wider die boffart 238.
Petras zw Rom, eins pürgers siien
301.
Petschir 413, 24.
Pfaff in der Wolfsgruben 431.
Pfarer mit dem korock 832.
Pfeiffer, Wie ein, der den danz
▼erderbt hat 79, 35.
Pfenwerdt 55, 14. 346, 4.
l'finig 520, 31.
Pfinstag 319. 15. 28.
Pflichtig 13, 30.
Pfründ 37, 12.
Phantasim 530, 12.
E^rami, Der cleglich dot P. und
der junckfrawen Thisbis 312.
Piret 15, 31. 32, 28.
Plappern 17, 15.
Plast 314, 9.
Platten 460, 26. 461, 3. 5.
Pletien 488, 7.
Plinius (qaelle) 314.
Plotie 494. 7.
Pluntsch 451, 4.
Plutarchus (qaelle) 244. 290. 292.
307. 350. 382.
Plutarchus peschreibet mit fleis
244.
Plutarchus hat mit fleis peschrieben
307.
Poltz 59, 23.
Pomp 537. 37.
Popenrewt 184, 10.
Popitsen 47, 34.
Porten, Der, 306, 14. 460.
Posse, poß 74, 29. 401, 13. 517.
Prabant = proviant 170, 37.
Pracht 62, 2. 66, 33. 133, 15. 136^
15. 24. 321, 10.
Pran s. brinnen.
Pranger 23, 26.
Prastlen 322, 18.
Pratik 184, 29. 136, 12.
Predig 11, 17. 69, 10. 74, 12. 20.
75, 7. 21. 79, 15 u. o.
Preismachen 402, 80.
IVemen int kerben seen 488, 28.
Prente, Einen in prenten stecken
lassen 545, 7.
Pressaun 42, 10.
Prestenhaftig 59, 38.
Priamel zu einem gaistliohen
spruech 533.
Prist sieh brechen 107, 17.
Pritschengsang 487.
Procurator 58, 25.
Profant 547, 17. 548, 25.
Profeß 43, 6. 46, 13.
Prösemlein 62, 5.
Prosen 457, 26.
Prüffen 161, 24.
^^v^
w
568 1
^M Prumt 484, 10,
Küellen 490. 2. 1
^H Pranatig 491, 9.
Rültz 80. 2. ■
^H PBalmen, Dreizehn, 109 bis 180.
Ruprecht, biacbof von SaUburg i
^B Der 119 pBaim 380.
482, 17.
^m Pucheii 55, 34. 82. 20.
Rueeam 459, 4. J
^m PueffregAl 521, 14.
RüeBBen 410, 23. 1
^1 Puescbel AM, 19.
Rute, Die, singen hören 42, 5. H
^H PtirscbireD S87, IL
Rutzig 68, 2. ■
^m Pj, pw, pa 12, 7.
■
^H
Sachsen, Der, Ursprung 389. 1
^M QaeDei] 158, 8.
Sag 546, 6. ^J
^1 Quit 168, 19.
Sagrer 461, 4. ^^|
■ Qaitledig 241, 23.
Samaritaner 39, 30. ^^M
^H
Schabab 159, 14. 341, 17. 540, 9. ■
^m Klüger 489.
Schaffen 519, 10. 1
^M RaiDfa! 330, 2L
Schaffner 36, 32. 60, 36. M
^H Eaieer 169, 18. 290, 3.
Schalckl istig 328, 23. ^H
^1 EayßgeU. 44, 3.
Schampa dabin 540, 9. ^^^|
^1 Rauig 410, 20.
Scbamper 80, 15. ^^H
^H Rapp mit den Uennen 363,
Schampar-acbelle 410, 13. ^^|
^1 Recbtag 294, 29.
Schans 548, 8. ^^M
^m ReigiBter 183^ 16.
Beharren 335, 29. 411), 7. ^^M
^M ftaoplen 37, 4.
Schaube 305, 24. ^^|
^1 Ratfragen 310, 1.
8cbawbhueb 45i>. 21, ^^|
^M Raum 65, 31. 291, 26.
Schauchzen 316. 14. ^^V
^1 Rechten, Dm, 308, 16.
Schawt an dai sieben -hauptig thier 1
^1 Rechten, fechten 63, 6. 520. 11.
279. 1
^H Rechtfertig machen 65, 10.
Schebig 513, 13, 514, 22, J
^m Keif 60, 5.
Scheinparlich 62, 4. ^^H
^H Reimen in die drej pretapiel 521.
Scheitel, Die, 367« 7. ^^M
^1 Bein 57, 29,
Schetzen einen am geld 412. 7. V
^1 Kemen, Sich, 406, 35.
Schieter 514, 32. ^^
^H Rennponer 184, 30,
Schilt und schütz 291, 82. ^^M
■ Res 347, 9.
Scbimel treil>en 519, 13. ^^W
^1 Eeodig 68, a 513, 13. 547, IL
Schimpf, Dem s. ist der poden aus 1
^H Rincklmn, Die, 23, 25.
520, 14. M
^H Hiunen in buaen 60, 3.
Schinden ia5. 23. 136, 20. ^J
^m Rit, Das dich der, wa^h 21, 4.
Schleifen 457. 17. ^H
^m Rit» 496. 12.
Schlichter 452, 15. ^H
^^1 RorauHi Das ent R., des ereien
Schließen, Sich, 9, 22. ^H
^H römiflcben ktinig» 310.
Schluffel 56, 29. ^^1
^H Rose, Unter der rosen 53, 17.
Schmacbeit 361, 22. ^^M
^1 Röslicht 331, 5.
Schmecken 489, 18. ^^M
^M Roetig benng 433, 24.
SchmeiBen 30, 20. ^^|
^H Hufen m. dat. 6, IL 31, 12,
Bchnauden 4Ü9, 4. ^^B
&69
Schnee, Eaer tnkanfl bedeut ein,
52, 5«
Sdmit 53, 28. 54, &
Sehoß, Dae, 43, 34.
Sehaester mit seim knecht iw Ulm
517.
Sehwanck 58, 25. 64, 21. 67, 1.
Schweer 69, 12. 70, 6. 74, 14.
Sehweinard 402, 85.
Schwellen, Sich, 461, 14.
Schwencklicb 817, 9.
Schwerti 10, 26.
Schwiger 292, 26. 306, & 30.
Schwürmen 79, 19.
Scorpion 366, 23.
Scoios 50, 12.
Seekeldarios 40, 5.
Seelmesse 40, 2. 53, 7. 74, 28. 317, 11.
SeelneU 91, 21.
Seicht 332, 3.
Seidenfaden, Der, 305.
Seindt 23, 35.
Seit wolgedrOst, ir tempel-knecbt
276.
Seytemal 76, 10.
Seligen, yb. 105, 22.
Seltsam 69, 8.
Seneca 183, 4.
Ser, Am allersersien, 460, 6.
Sewant 320, 14.
Sider 25, 26. 483, 2.
Sieden, impf, sod 493, 20. 494, 14.
Sieglos 4, 23.
Silentium 41, 28.
Simoney 133, 7. 388, 18.
Simoneisch 49, 10.
Sinbel 329, 20.
Singen, Die raten, hören 42, 5.
Siecht obenuberhin 7, 27.
Sommerhaus 6, 11. 7, 6.
Sonnenstrejm 158, 13.
Spech 27, 28. 333, 14.
Speiben, praet. spieb 461, 10.
Sphera 531, 27.
Spigelfechten 42, 7.
Spinn mit dem sipperlein 499.
Spinfeint 506, 36.
Spitalblamen 338, 19.
Spotfogel 319, 7.
Sprachhans 320, 27.
Sprecher mit dem rock 416.
Stamblind 67, 31.
Stat 17, 5.
Stedel 57, 27.
Stempfei 833, 32.
Stertier 63, 25.
Steuchlein weben 485, 5.
Stewer, hilff ond rat 321, 17.
Stickfinster 423, 1. 530, 6.
Strawffen 118, 2.
Streitaxt 308, 25.
Strene 340, 6.
Strengikeit 546, 26.
Strimen 340, 29.
Stüokwerker 55, 13.
Staedfaal 514, 29.
Stnedvol 460, 25.
Stammen 88, 27.
Stampfet 362, 11.
Stumpfiren 518, 34.
Stupfen 331, 29.
Stueren 314, 14.
Süß, Hilft, nicht, so muß aber sauer
helfen 26, 21.
Süß, Man singt, oder bitter 78, 34.
T sieb auch D.
Tagzeit 16, 27. 17, 4.
Taiberhaus 30G, 23.
Tartscbe 154, 20.
Termanirsack 409, 20.
Terminiren 347, 8. 409, 22.
Tbar s. türren.
Theofrastum, den weisen, fragt 264.
Tbisbes ein edle junckfraw was 312.
Tbuem 483, 8. 34.
Thuembrobst 427.
Thuergeschwel 40G, 30.
Thurn 58, 16.
Tiscbmerlin 76, 3.
^^^^^^^1
Treglich 10, 16,
Unhiinich 42, 12. ^H
Tribut 44, 8.
ünlueeb 297, 22. ^H
Trügen = betrügen 163, 22.
Unecblacblig 81, 2d. ^H
Tueren 412, 16.
ÜBBtrafpar 9, 23. ^H
Türren 9, 3L 489, 17.
ünterkiimen 309, 6. ^H
üntenebt, Die, 322, 36. ^M
Uberhandt nehmen 26, 22, 111
, 16. ünterscbaid. Die, 40, 4. |^
112, 4.
untertreten 523, L H
Überkommen 80, 2.
üntrüglifh 11, 20. ■■
übermengen 408, 6.
Unterboten 13. 6. ^H
übernÖLen 37. 24.
Unverurseciit 543, 5. ^^M
[IberpurUen 314, 12.
Unwiderrutt 4, 20. ^H
Übersatz 54, 3.
ünwira 293. 14. 547, 30. U
überachnellen 55, 2.
ünwirelich 362, 25. 1^
Uber«cbwal 63, 20. 513, 25.
Unzerkrelet 306. 28. j
überaicblig 67, 29.
ünsimlich 41, 3. ^H
Ubersupp^n 297, 15.
ürbittig 11, 1. ^^M
Ubertag 453, 23.
ürdrfltz 351, 31. ^^M
übertrang 545, 23,
Ursprung des ersten mönichs 408. ^^^B
üliaes 452.
ürfitenclt 168, 20. B
üliBses mit den winden 321.
^M
üfm 517.
Venus, der lieb eingöittn Kart359. ^M
ümadPemb BIO. 19. 28. 322,
16. Ventis, wariimb hastw mit schmen ^H
Umbgang 33, lü.
■
ümbachani 521. 22.
Venueperg, Der dootor im. 319. ^H
^^^^nangeseben 4, 14.
^^^^ETnanatdasig 71, 6.
¥erbo8t 25, 32. ^^M
Verbrennte kind furcht fewr 38. % ^^H
' ünbetfacht 3, 19.
VerdamnuB, Das, 47, 27. ^^^|
ünpett^^n 405, 21.
Verdempfen 353, 24. ^^H
Unpider 331, 9,
Vereren 309, 12. ^^M
Unpild 180, 4.
Vertieren 66, 5. ^^M
ünchnstenlich 56, 8.
Vergift 547, 7. ^^H
Unduld 547, 20.
Vergloaen 16, 14. ^^^H
ünee 317, 21.
Verbetzer 354, 23. ^^M
Unfrnm 124, 7.
Verlawgen 325, 15. ^^H
Unfug 451, 7.
Verlengen 544, 13. ^^H
Uafiier 306, 24. 356, 24.
Verlenken 49, 1. ^^M
Ungefel 111, 1). 349, 10.
VerHessen, Sieb, 514, 20. T^l
Ungefueg 185, 25.
Vermailigen 449, 15. ^H
Ungegründt 72, U.
Veroioming zu ainem stattlichen '^^|
Ungebobelt 75, 10.
Diircken>2ug an das reich 373. ^^|
üngeletiblich 315. 34.
Vermiimen 2d3, 36. B
üngeU 44, 4.
Vernet 30, 6. ■
üngemnet 291, 2.
Vernewen 483. 11. 20. ■
üngesclmtfen 316, 20.
L _
Verpaisien 355, 13. 546, 36. .^^H
571
Verpindeo, Sich, 100, 8.
Veraizen 546, 35.
Verreren 86, 11.
Veretterlich 290, 20.
Versaassen 42, 10.
Verschlagen 456, 16.
Verschlagen, Sich, 293, 5.
Verschliefen, Sich, 456, 21.
Verschmecht 182, 25.
Verschonen 547, 9.
Versteigen, Sich, 12, 5.
Verstreichen 456, 15.
Versanden 549, 7.
Verubel 29, 32.
V^ernnglimpfen 546, 33.
Ver unreinen 19, 1. 2.
Verwarlosikait 183, 5.
Verwegen, Sich, 451, 8.
Verwilligen, Sich, 498, 24.
Verwissen, Sich, 313, 12.
Verziehen 450, 22. 25.
Verzwicken 456, 15.
Vexieren 12, 9. 31, 20. 342, 33.
517, 5. 518, 33. 546, 10.
Vigilg 40, 2. 53, 7. 74, 28.
Vicarius 9, 2.
Vippernater mit dem igel 365.
Virgineus, ein herr zw Rom 294.
Vogler 58, 29.
Vor wenig tagen als ich kom 217.
Vorhell 86, 2.
Vortail lisch 507, 16.
Vorwer 483, 26.
Vürpilden 515, 13.
Vürgang 293, 10.
Wachgelt 44, 4.
Wadel 514, 21.
WaflFen schreien 159, 31.
Waibel, Wäbel 157, 13. 184, 22.
Walch, Der, 22, 28. 485, 6.
Walfisch, Der, 314.
Wallen 74, 28.
Walstat 402, 34.
Wanckel 386, 33.
Wann 69, 7.
Wasen 361, 4.
Wasser mit einem an einer stangen
tragen 63, 14.
Webern 484, 34.
Wedel 331, 19.
Weich, Die, 13, 8. 32, 85.
Weier 418, 8.
Weil and zeit 549, 24.
Weil gelt, weil gelt, nimer gelt,
nimer procurator 58, 24.
Weil sant Petter anf erden ging
493.
Weillertuech 344, 3. 31.
Weißt 12, 8. Sieh auch Joachim
Mejer, Beiträge zur feststellung
des Schillerschen textes. Nürn-
berg 1858. s. 6 f.
Weitlaufkig 350, 16.
Weitschweifig 382, 27.
Weide 57, 26.
Welsch 301, 21.
Wer hie vürge, fraw oder man 523.
Werckheylig 28, 18. 66, 33. 79, 34.
Weschpleul 338, 9.
Wesen 7, 29. 23, 16. 28, 19.
Wetschger 521, 28.
Wett Fritz, es ist eins erraten 29, 10.
Wetzen, Sich, mit einem 517, 11.
Wid, Die, 409, 10.
Wider mit dem wolf 414.
Widerpart 422, 28. 529, 1.
Widersagen 13, 29. 43, 12.
Widerspenig 405, 12. 434, 36.
Widerspil 12, 24. 35, 32. 521, 29.
Widertawifet 324, 17.
Wiege, Ans der wiegen werfen,
69, 18.
Willig kumb einen heißen 420, 26.
Wirs, würs 342, 36. 433, 23.
Wissen, Ich scheid mit 32, 32. 68, 13.
Witib 839, 3. 413, 11. 490, 20.
Wol verstau 22, 28.
Wolauf, wolauff zum pritschen-
gsang 487.
^^■^^^^^^B'V
572 1
Wolfel 55, 20. 36.
Zipperlein mit der spinn 499. 1
Wol%Bog. Sant. anruffen 18, 7,
Zoro, Die «wen gefattern mit dem, M
Wolffeacbmack 60, L 489, 10.
495. ■
1 Wolle 82, 31,
Zw Ertfurt waren »wen pachanlctt ■
Wormba 135, 2.
424. 1
WyB und waid 485, 19.
Zw Florenss ein janckfmw mit nom ■
Wunderlich higtori 301.
437.
Wiinaam 83. 26.
Zw Floren» ein jung doctor «a« 317,
WnrmBtichig 45, 13.
Zw Florenz sasein kawffman reich
305. ■
Xantue 405.
Zw Floren« war ein edel weib 454. ■
Zw Leipzig im oolegium 433. 1
Y Bieh auch L
Zw liegenapurg ein maier aas 427.
Ychts 34, 9.
Zw Straspurg wareinaprecher416.
Yetzlicher 14, 8. 71, 32.
Zw Ulm ein schueBter si^ 517.
Zuaigen 415, 23. ^^^
Ziidel 170, 20. 880, 7.
Zugehören 12, 13. 21. 3L ^^1
ZaptTen 306. 21.
Zukunft 52, 5. 300, 5* ^^M
Zaun, Durch ein z. seinen man ZuneDnen 408» 17. ^^|
kennen 518, 9,
Zunicbt 333, 23. 344, 17. ^^||
Zehen t 44, 3,
Zunterroi 494, 13. ^^M
Zainiig 298, 4.
Zusammenruuipfen, Sich, 494, 32.
Zeyfllein 29, 2,
Zuaammenschmoren 494. 32. _
Zeit bringt rosen 29, 19.
Zuschnitten 41, 23. ■
Zerkiffeln TiH, 9.
Zwacken 410, 16. ■
Zerknißchen 54, 6. 58, 8. 59, 2.
Zwainsig götter aigeoschafi 340. 1
Zerknischt 15, 33,
Zwancksal 58, 8. 1
Zerkrellen 306, 6. 19.
Zwar 47, 82. 421, 27, ■
Zerschellen 451, 21.
Zwifeltig 76, 16. 77. 3. 1
Zoren thun 518, 18.
Zwilicb 456, 20. 1
Zömlein 521, 18.
Zwitrechtig 353, 19. 1
Ziegen 96, 34.
Zwißlet 367, 8. ^^M
Zincket 451, 5.
f
_J
578
ÜBERSICHT
fib«r di«
einnahmen und anggaben des litterarischen yereins
uB Utitn lerwalUigijihre im 1. Juoar 1893 bis 31. December 1893.
Elnnalimeii. ^ ^
A. Beste.
I. Eassenbestand am schlnsse des 43Bten verwal- I
tongsjahres 15796! 80
II. EnatzpoBten
IIL AktivanBStände
B. Laufendes.
I. Ffir yerwerthete ältere pnblicationen . . . 490
II. Aktienbeitrftge 6420
HI. Zinse ans zeitlichen anlehen 603
IV. Ersatsposten 24
V. Anßerordentliches
C. Vorempftnge von aktienbeitrilgen für die folgenden 1
yerwaltnng^jalire 120
1, 23454
Ausgaben.
A. Beste
B. Laufendes.
I. Allgemeine yerwaltungskosten , einschliesslich
der belohnnng des kassiers nnd des dieners
II. Besondere kosten der herausgäbe und der Ver-
sendung der Vereinsschriften
1. Honorare 1255
2. Druckkosten einschliesslich drnckpapier . .
3. Buchbinderkosten
4. Versendung
5. Provision der buchhändler
6. Außerordentliches
III. Zinsvergütung
IV. Abgang und nachlaß
C Vorauszahlungen
Somit kassenbestand am 31. December 1893
Anzahl der aktien im 44. verwaltungsjahre 329.
04
02
96
82
—
'~~
841
52
1255
38
4397
35
142
35
194
38
71
38
4
50
—
88
—
—
6907
74
16547
08
574
Neu eiDgetreteDB mitglieder Bind :
Herr Hugo Bloch in Berlin.
Herr dr. K. Burdach, jjrofessor in Halle.
Colmar: StadtbibliatheL
Herr dr. K. Dreicberj privatdoeent in Müaster.
Frankfurt: Freiberrl. Rothschildische offeutL Bibliothek.
Herr direkter dr. W, Heyd» oberbibliothekar in Stuttgart,
Herr Hermann Majer, buobbäodif^p in Stuttgart.
Herr dr. J. Minor, profesaor in en.
Herr dr. Aug, Saner, profesaor m Prag.
Herr dr. Erich Schmidt, professor in Berlin.
Toronto in Oanada; ünivörsitÄtsbibliothek.
Herr dr. K. Voretzßch, professor in Tübingen.
Herr dr. Georg Witkowski in Leipzig,
Tübingen den 8. April 1894,
Der kassier des litter arischen verdofi
kanzleiratb Roller.
Die riehtigkeit der rechnnng bezeugt
der rechnnngsr evident
oberamtspfleger Woerner.
BlßLlOTIilü
DES
LITTERARISCHEN VEREINS
IN STÜTTÜAKT.
CCII.
TUBINGEN.
OHIIRUCKT AU7 KOSTKIt DXS LlTTBRAttlftCUKM TERKIN».
1894.
Dr. H. Fischer, pro:
Kanzleirath Roller, uni?örB
PROTEGtOR
DKS LrrTEEÄEISCHEN VEREINS IN STUTTGART:
SEINE MAJESTÄT DER KÖNIG-
VEEWAl NG
ersitat Tnbiogen,
r in TübiDgen,
GESELLSCHAFTSAÜSSCHÜSS :
Professor Dr. Barack, oberbibliothekar der iiniversitäts- und landes-
bibliothek in Straßburg.
Dr. Bech stein, professor an der Universität Rostock.
Professor Dr. Böhmer in Lichtenthai bei Baden.
Dr. Hertz, professor an der technischen hochschule München.
Bibliothekar Dr. Klüpfel in Tübingen.
Direktor Dr. 0. v. Klumpp in Stuttgart.
Dr. Martin, professor an der Universität Straßburg.
Dr. K. V. Maurer, professor au der Universität München.
Dr. Sievers, professor an der Universität Leipzig.
Dr. Strauch, professor an der Universität Halle.
Dr. Tobler, professor an der Universität Berlin.
Geheimer regierungerath Dr. Wattenbach, professor ander Univer-
sität Berlin.
SCHRIFTEN
DES KÖLNER DOMSCHOLASTERS. SPÄTEREN
BISCHOFS VON PADERBORN UND KARDINAL
BISCHOFS VON S. SABINA
0 L I V E R U S
d
HERAUSGEGEBEN
VON
Dr. HOOGEWEG
KVfU ARCHIVAR IN HANNOYKR.
GKÜKÜCKT FÜE DEN LtTTEFlÄHtSGÜEN VEREIN IN STÜTTGAKT
fOfiJNGEN imA.
I
ALLE BBCHTB VOIIBEHALTKK,
DUUCK VON n. T.AUIM' JR IN TÜBINGEN.
Vorwort.
Der wünsch nach einer kritischen gesamiausgabe der
Schriften Olivers ist bereits mehrfach geäussert worden. Schon
1849 schrieb Joh. Fried. Böhmer (Regg. imp. 1198—1254
nro. 555): .Möchten doch diese zierden ihrer kirche und ihres
Landes in treuen, reinlichen und bequemen abdrücken durch
wQrdige nnd heimatliche band recht bald erneuert werden!^
und J. Ficker sagt (der h, Engelb. s. 251), dasa .eine korrekte
und zugängliche gesamtausgabe der Schriften Olivers des Ver-
fassers wie des inhalts wegen als eine ehrenpflicht für Rhein-
land und Westfalen erscheinen muss." Wenn nun auch keine
, heimatliche*^ hand sich an die aufgäbe gemacht hat, so ist
die arl>eit darum doch nicht mit geringerer liebe zur person
und Sache angefasst worden ; ob die hand eine , würdige" ge-
wesen und die ausgäbe der Schriften eine des Verfassers würdige
geworden ist, muss ich dem urteile der sachverständigen
überlassen.
Ueber die drucklegung ist in der einleitung zu den einzelnen
Schriften das nötige gesagt worden. Hier mag nur bemerkt
werden, dass die gesperrt gedruckten stellen in den nicht
selbständigen teilen der Schriften dasjenige bezeichnen, was
von Oliver selbst hinzugefügt worden ist, bez. was auf keine
bestimmte quelle zurückgeführt werden konnte. Die cursiv
gedruckten stellen sind wörtlich der Vulgata entnommen ; doch
ist in der Histor. de ortu Jerus. , die in ihrem ersten teile
fast überall wörtlich oder beinahe wörtlich mit der Vulgata
fibereinstimmt, diese Unterscheidung im druck nicht durchgeführt.
Ich kann wohl behaupten, dass in den Varianten druck-
fehler nicht vorhanden sind. Infolge der grösstmöglichsten
VI
Sorgfalt, beim lesen der korrektur, besondere der FariaDten,
habe ich auf ein (!) oder ein (sie!) verzichten zu können ge-
glaubt, will fiber hier doch darauf aufmerksam machen, daas
scheinbare druckfehler, wie 8. 209 zu z. 4 'assnltos' in Gg.
oder s. 2Ö5 zu z. 14 ^pheudoohristiania* statt 'pseudochrißtiaDis\
eben nur scheinbare aijid and thatsachlicb so wie angegeben
in der betreffenden hs» stehen.
Zum schlu89 verfehle ich nicht, allen den herrn und den
anstalteu^ welche durch rat oder Zusendung von hs«. die arbeit
Unterst litzt haben» insbesondere dem herrn direktor der prenssi-
schen staatj^archive excellenz von Sjbel, durch dessen gütige
vermittelung es mir möglich war, die meisten ausländischen
hss. an meinen Wohnorten perisönlich einzusehen, sowie herra
Professor IL Rijhricht in Berlin und herru prof, Ficker in
Innsbruck, die mich beide durch vielfache ausktanft und die
Überlassung der eigenen bez. für sie gemachten abschriften
und kollationen verschiedener hss, verpflichtet haben, meinen
aufrichtigen dank auch an dieser stelle auszusprechen.
Hannover, den 25. raai 1 894.
Dr. Hoogeweg.
vu
InhaltsObersicht.
Seite.
Vorwort V-VI
fönldtmig IX-CLXXXIII
Descriptio Terre sancte 1 — 24
Hitt. de orto Jerus. et eias variis eventibns 25^79
Bist, regum Terre sancte 80—158
Bist Damiatina 159—280
Anhang 280—282
Briefe 285—316
Beilagen 317—321
Regwter 323
IX
I. OliTers leben \
Am 1 Januar 1196 schlichtete der päpstliche legat kardinal-
priester Johann Yon s. Stephano einen kompetenzstreit zwischen
dem bistum Paderborn und dem kloster Helmarsh aasen zu
Minden in der wohnung des bischofs Thietmar. Unter der
reihe bischoflicher Zeugen wird auch ^magister Oliverus* ge-
nannt '. Es ist dies die älteste notiz, die wir über das leben
unseres antors haben. Es lässt sich als bestimmt annehmen,
dass Oliver damals mit anderen zeugen seiner partei sich nach
Minden begeben hatte , um an stelle des bischofs von Pader-
born die Sache seines bistums zu yertreten, dass er also schon
damals eines solchen ansehens unter den domherm sich er-
1 Von arbeiten über 01i?er mögen hier besonders hervorgehoben
werden Gelenius, Vindex libertatis (Colon. 1634) s. 72 ff. Tross, West-
falia 1825 stück 45, Junkmann, Kathol. Zeitschr. 1851 s. 99—129 und
205 — 30, Dirks, Noord Nederl. en de Kruistogten in De vrije Fries II
(1842) s. 221—4. Histoire littöraire de la France XVIII, s. 14 ff. Biisken-
Hnet, Bembrands Heimat, übers, v. Marie Mohr I, 8—40. Wybrands
in Moll en de Hoop-Scheffer, Studign en Bijdragen II, 27 ff. P. Meyer
in Bibl. de 1'^ des chart. 1877, 506- 7. Zarncke, Sitz.-Ber. der k. sächs.
Ges. der Wiss., phil.-hist. Kl. (1875) 138—148, Boogeweg in Westd.
Zeitsch. VII, 235—270, Deutsche Zeitschi. f. Gesch.- Wissensch. IV, 54—74,
Zeitschr. für Gesch. a. Altertumsk. Westfalens 46^ s. 92—122 mit den
regesten Olivers im anhange, Neues Archiv 16, 186—192. Ferner sind
%u nennen Wilken, Gesch. der Kreuzz. bd. 6. Röhricht, Beiträge zur
Gesch. der Krenzz. II, passim, Röhricht in Forschungen zur deutschen
Gesch. 16, 137 ff. u. a, sovne die reihe derjenij^en, die paderborner ge-
schichte behandeln, wie Schaten Annales Paderb. I, 698 ff.; Bessen,
Gesch. des Bistums Paderborn u. a. 2 Finke, Papsturk. Westfalens
8. 66 nro. 160. Es mag hier bemerkt werden, dass Oliver sich selbst
immer Olivems nennt, während er sonst Oliver us und Oliverius ge-
nannt wird.
J
eute, daas der biscliof iliii in einer so wichtigen angelegenbeit
mit einem kommissoriujn betmute. Es tritt nun an uns die
frage heran, wer dieser (Hiver gewesen und woher er stammte.
Der name Oliver iat in We^ätfalen und Niedersachsen
wiihrend des ganzen mittel alters nicht wieder nachzuweisen.
Die wenigstens in letzterem lande herrschende sitte, dass der
älteste Söhn (\f*n taufnamen seines väterlichen grossvaters und
der zweite oder dritte den namen des vaters erhielt, hätte einen
bestimmteren anhaltspnnkt dafür geben können, Oliver einer
familie zuzuweisen ; bei der vollständigen isoliertheit seines
namens aber ist uns hiefllr jede handhabe entzogen. Die
Spielerei, welche Schalen mit dem namen treibt, um Oliver
einer familie Ole zuzuschreiben, kann keinen wissenschaftlichen
wert beanspruchen. Ebenso ist da^ wappen, das Gelenius ihm
zuteilt, enthaltend zwei kreuzweise Über einander gelegte pferde-
füsse, sonst nicht bekannt und wohl ein phantasiestück dieses
Bchriftstellers, um so mehr, als der gebrauch eines persönlichen
siegeis mit dem angestammten familienwappen bei geistlichen
im 12, und anfange des 13, Jahrhunderts ganz imge wohnlich
ist '. Dagegen findet man den namen Oliver auffallend oft
in Flandern und Brabant^, wo der name allerdings aus der
beliebthoifc der person des Olivier, des sagenhaften gefährten
Karls des Grossen, erklärt werden kann; gerade bei den Chro-
nisten dieser gegend finden wir häufiger den vergleich tapferer
männer mit diesem recken '*. Wenn nun auch feststeht, dass
Westfalen vielfach Verbindungen mit den Niederlanden nnd
den gebieten des heutigen Belgien gehabt hat*, so gibt es
►I^P
1 Vergb die beraerkiing Wilmana an We«tt Urk.*Buch IV,
note 2. 2 z. b. de Soiet, Rec» des Chron. de FUndre 11, Ap]
dices 8. 8U OL de Skendeibeka, s. 818 0. de Hag, i. 829 0. de Soten-
gem, », 842 0, tie Timbeke; Gialeberti Cbron. Hanon. Mon. Germ. s».
XXL 8. 54;i 0. de Peresel» b, 579 0. de Maskelinb; Üesta sanct, ViUa-
riens. a a. o. XXV, s. 285 0. de Sombreß'e^ sämbliebe aas dem ende
des 12. Jahrhunderts. 3 z. b. Ueeta sanct. Villar. a, a. o. ». 229,
und Reinen Aanat in Moti. Germ. XYl, 668 vergleicht den grafen von
Loa mit Roland imd Olivier 4 Vergl, Wigands Archiv I, 4 a. 1. ff,
Krwflbnt werden mag auch .Tobanne« de Flandria, Bürger in NeuHadt
am Rübenberge 1283, vergb v. Hodenberg, Calenberger Ürk,-Bucb VI,
e, 45, nro, IJO*
i
och keinem anhalispunkt dafür, das Vaterland anseres Oliver
nach jenen entferuten gegendeti zu verlegen ; vielmehr spricht
manches dafQr, dass Üliver einmal einer adligen, sodann aber
loeh einer westfälischen oder allenfalls noch niedersächaischen
fjfttnilie angehört bat Wie wir sahen , tritt uns Oliver bei
seiner ersten erwähniing bereits im raanuesalter entgegen, als
magister und mitglied des paderborner domcapitek. Wie aber
sollte er anders domherr in Paderborn geworden sein, wenn
icht als zogling der dortigen domschnle ? Hier mrkten seit
140 nach einander Franco, Rein her, Meinrich, AUmann und
einrieb als Vorsteher der meinwerkschen schule, die dereinst
einen ruf weit über die grenzen der diözese hinaus genossen
hatte, E>a nun xu jener zeit noch ansschliesslich mitglieder
adliger familien und zwar nach geborene söhne zu den höheren
geistlichen stellen und besonders zu den doniprübenden zuge-
lassen wurden, und gerade die in einer bestimmten diözese an-
sässigen adhgen familien ein besonderes interesse daran hatten,
dadurch, dass sie ihre söhne mitglieder des domkapiiels werden
Hessen, einfluss auf die besetzung der höheren stellen und be-
sonders auf die ergebnisse der bischofswahl zu besitzen ^ so
gehorten die mitglieder des domkapitels auch meistens den
adligen familien der diözese an. Und aus diesem gründe
kfonen wir wohl auch Oliver einer der adligen familien der
oben bexeichneten gegend anschreiben. Das ausserordentliche
mMss von kenntnissen , das wir bei Üliver später finden und
das eine besondere lernbegier und leichte fassungsgabe vor-
aaasetxen läset, der durch sein ganzes leben hin bewährte und
hochgehaltene streng kirchliche Standpunkt lassen darauf
schliessen, dass nicht allein eine physische notwendigkeit, sonderu
thataachlich auch seine gemütsanlagen Oliver zu der geist-
lichen laufbahn geführt haben. So stand ihm durch seine
adlige gehurt und seine Zugehörigkeit zum donikapitel der weg
zu den höheren geistlichen ämtern offen. Doch nicht die« allein
«rar es , was ihn forderte ; seine gewiss bald hervortretende
und erkannte geistige begabung und der eifer diese auszubilden
und auszunutzen, scheinen ihn schnell über die anderen mit-
glieder des domkapitels hervorgehoben und ihm den feitel eines
magisters eingetragen zu haben — eines grades, womit man«
XII
bevor der besuch der mittelalterliclieu Universitäten mehr in
aufnähme kam» nor die gelehrtesten auszeichnete \ AI» solchen
finden wir ihn denn auch noch am 3» mai 1196 in Hameln
unter den zeuj^en, wekhe der entscheidung eines atreitea zwischen
dem erzbischof Adolf L von Köhi und dem kapitel zu Soest
über die wähl des propstes daselbst durch eme päpstliche
kominission beiwohnten ^.
Vier jähre später ist er bereits domscholaster in Pader-
born , also Vorsteher der dortigen domschule und lehrer der
theologischen Wissenschaften *•. Doch kann er nur kurze zeit
in dieser Stellung thätig gewesen sein» weil er im September 1201
bereits als domscholaster in Köln erscheint, ohne dass er da-
durch seiner Stellung als paderborner doniberr verlustig ge-
gangen war *. Welche gründe den erzbischof von Köln dazu
U^^wogeu haben , Oliver von Paderborn nach Köln zu berufen
entzieht sich unserer kenntnis, ditj atmuhme aber liegt wohl
am nächsten, dass der ruf der gelehrsamkeit und der fähigkeit
im unterrichten Oliver als am meisten befähigt für den lehr-
stuhl der kölner domschule habe erscheinen lassen.
Schon zur zeit Ottos von Freising war Köln die vorzög-
lichste stadt von ganz Frankreich und Üeutschland, was reich-
tum, pracht der gebaude, grosse und glänz anlangt ^, ,ln den
tagen der stauäschen kaiser/ sagt ein genauer kenner jener
zeit*, »war es das heilige Köln, das sich zu einer bedeutung
erhob, wie sie keine andere deutsche stadt erreicht hat. Kein
deutscher ffirst konnte sich messen mit der macht seiner erz-
bischöfe und weit ragte es hervor über die schwesterstädt©
nicht bloss an grosse und reichtum, sondern auch an einfluss
auf die entwickelnng der staatlichen und kirchlichen Verhält-
nisse, an bedeutung für kunst und Wissenschaft, für handel
1 Vpr}?K FoUhaflt^B ausf^abe der Chronik des Heinrich von Herford
8. VII note 5. 2 Seil>ertz, Urk.-Biich I, 8. 144 uro. 105. 3 Wilmans,
Weatf. Ürk.-Biuh HI, Additam. 8,70 nro. 84. 4 Böhmer, Acta imp.
ael. nro. 230, Böhmer- Ficker, Hegg. imp. V nro. 219. Schaten, Aonal.
Pitderboro. l «, 098. 5 Chron* Vll, 12, Mon. Germ. sa. XX, s. 253:
Hec civitas omnibus Gallie et Germanie iirbibus tarn divicüs quam edi-
ficiis, magnitndine ac decore siii preferenda cognoscitiir. 6 Ficker,
Engelbert der Heilige a. 2—3.
XIII
be
de
H
und gewerbe. Wenn irgendwo, so lag damals in Köln der
mittelpunkt deutschen lebens.* War es also schon eine aus-
zeicbnuDg, dass Oliver nach einer stadfc von so hoher bedeu-
toag berufen wurde, so war das noch um so mehr der fall,
wenn laaan bedenkt, dass er die stelle jenes bedeutenden scho-
lAstikus Rudolf auszufüllen gewürdigt wurde, der durch ge-
lehrsamkeit viele seiner zeit übertrotfen und auch an der
pariser schule unterrichtet hatte *.
An ' der spitze des erzbisfcunis Köln stand damaln graf
dolf von Altena. Der Zeitpunkt, in welchem Oliver Köln
betrat , fiel etwa zusammen mit demjenigen , in welchem das
deutsche reich seinen begabtesten und mächtigsten kaiser
Heinrich VL plötzlich verlor und durch die wähl Ol^^tos von
Braun schweig der lange streit um den besitz der deutschen
nigskrone begann, die nun fortan nicht mehr durch die erb-
blge erworben, sondern ora geld und gunst verbandelt werden
sollte. Adolf war fast der einzige, der dem kaiser Heinrich
das versprechen vorenthalten hatte, seinen söhn zum nach folger
zu erwählen , und er war auch einer der wenigen , die nach
der waU Friedrichs diesem die anerkenn ung verweigerten. Kr
trat auch der wähl Philipps entgegen und verhandelte mit
dem alten feinde der Staufen , Berthold von Zäli ringen , um
die kröne; nachdem sich aber die wähl dieses durch die er-
hebung Philipps zerschlagen hatte, wandte sich Adolf der wel-
üschen partei zu und krönte, von England beeinflusst, Otto
am 12. juli 1198 in Aachen, Damit gewann Otto in Kiitn
tmd am Niederrhein seine hauptstiltze , und es begann die
Prophezeiung des Caesarius von Heisterbach in erfüllnng zu
geheu, der da ausrief: „Jammere, Köln, über deine leiden, die
die schuld deines bischofs und die eigene Sündhaftigkeit über
dich bringen '.** Denn Köln und der Niederrhein wurden nun-
mehr der hauptscbauplatz des bürgerkrieges, den auch die ent-
eiduog des papstes für Otto von Braunschweig nichtbeendete.
1 Caeaariut, Dial. rairac J, 82,38, IV, 26. IX, 22. Rudolf ist noch
nacbweUbar, Ennen u. Kckertz » Quellen xiir Gesch. v. Köln H, 2,
2. 2 Vergl. für ^\a.^ folgende Ficker a. a o. uiul Winkel mann,
bilipp von St-hwaben und Otto von Braiinachweig. 3 Üial. mir,
30 (ed. Strange, Colon. 1851).
XIV
Es ist bekannt, wie Adolf später anfing die begünstig
Ottos zu berenen, wie er 1202 nfthe vor dem abfall von ihm
stand und erst lange vorhandlnngen zwischen beiden das Ver-
hältnis wenigstens äusserlicb wiederherstellten. Doch war das
vertruuen zu einander geschwunden und das gelöbnis Adolfe,
den könig niemals zu verlassen, gentigte so wenig, dass noch
die Stiftsgeistlichkeit, die edlen, dienstmanuen und börger von
Köln in ihrer gesamtheit schwören ninsst-en, den erzbischof
xum gehorsam gegen (h^n könig zu zwingen *. Dennoch er-
folgte bereits noveinber 1204 der tibergang Adolfs und einea
grossen teiles des niederrheinischen adels zur 'stau fischen partei;
doch blieb die grössere zahl der geistlichkeit auf Ottos seite«
zumal der papst Adolf für seinen abfall mit dem banne be-
legte, vor sich nach Hom lud und bei dessen nicht<-»rscheinen A
ihn för abgesetzt erklärte. Bruno von Sayn, propst von Bonn, ™
der an Adolfs stelle gewählte erzbischof von Köln, hatte ausser-
halb der stadt, die noch zu Otto hielt, fast gar keinen an-
hang ' , wenn auch die geistlich keit dem befehl des papstes
gemäss zu ihm hielt \ Bald entbrannte dann wieder der krieg
im erzstift, der mit der Unterwerfung Kölns unter Philipiis
herrschaft endete. Ottos sache war damit so gut wie verloren,
und gelbst Innocenz muaste ihre nnhaltsamkeit anerkennen.
Doch wenden wir uns von diesen wenig erquicklichen
fjolitisclien Verhältnissen, die allerdings erzbischof Adolf grössten-
teils verschuldet hatte, den internen des domkapitels zu.
Die domgeistlichkeit, welche Oliver in Köln antraf, lies»
allerdings manches zu wünschen übrig. Das allgemeine Übel
der zeit, dass die holten geistlichen stellen nicht nach be-
fähigung und Würdigkeit, sondern nach reichtum und vor-
nehmer geburt besetzt wurden % hatte auch hier vielfach die
I
i Winkel mann a, a. o. 1, s. 252. 2 a. a. o. 367. 3 Ficker 218,
Winkelmann *568t wonach rieh folgeade geiifcliche bei Adolf oacbweUen
laaaea: Dompropefc Engelbert, die pröpste Theoderich von s. Gereoo,
Tbeodericb von a. Andreas, Theodench von m, Kunibert und der abi
Gerhard von Xanten. 4 Caeaariu«, Homil. U, 97 läsut den Oliver
in einer predij^t in geifenwarfe mehrerer Archidiakoncn sagen: »Wenn
der Archidi&con seine pfarrei viaitiert und der pries ter nicht du« Credo
in Üenm versteht, wird er ^iofort für einen ketter erklÄrt, gibt er aber
i
XV
rweltliclmng des klerus mu aich greifen lassen, und Caesariug
n Heisterbach erwähnt eine reihe von männem , die ihre
ihe geistliche würde fieaser einem würdigeren hatten fiber-
koDDeo. Wir erinnern nor an jenen Gottfried ^ kanonich
n 8, Andreas, der als notorischer geizhalz nicht geld genug
isammen raffen konnte', und den ränkevoUen advokaten
einrieb Ratio oder Haitz , kanonich von Mariengreden ^ der
die grosite Terwirriing in das stift brachte * , oder an jenen
nngenannten jungen doraberrn, der, nachdem er seine kleider
verspielt hatte, halb nackt vor dem kloster Heisterbtich er-
achien und aufnähme erheischte; sein auFzag erregte zwar viel
I heben, aber sein Leichtsinn verscbloss ihm die klosterpforten '\
■Weniger anröchig, aber fiir einen domherrn höchst iinwflrdig
■rar auch die erscheinnng des kanonich Werinbohlus , eines
Lstadtoriginals vom reinsten wasser *. ** Die zahl dieser Hesse
sich dank des reichhaltigen dialogus des Caesarins von Heister-
bach leicht vermehren. Doch würde es verkehrt sein, wollte
I man dieser answßchse wegen über den ganzen klerns den stab
■Ärechen* Gerade Caesarins ist ey, der uns auch heispiele des
^Hpegenteils überliefert hat: neben diesen unwürdigen und Sonder-
lingen erscheint auch eine ganze reihe höchst achtiingswerter
Persönlichkeiten; der orden der Carmeliter, später der der
Franciskaner und Dominikaner trngen viel znr hebung des
religiösen lebens in Köln bei. Da war Ensfried, der dechant
I ¥on 8, Andreas, der trotz seiner lächerlichen eigen tu nilichkeiten
■wdoch ein vater der armen genannt werden koimte ^^ ferner der
^Bfcholastikns dersidben kirche Gottfried *^ und sein nach folger
im anit Reiner ', die später beide cisterciensermöncbe in Heister*
bach wnrden; dem domkapitel gehört'^ an Adolf graf von
Tecklenbnrg, cistercipuser in Knmp, spiiter bischot von Osna-
brück *^ sodann Philipp von i^ttirbiirg, ein schtller des scho-
Id, Bo i«t Blies gilt« Caea. war allerdinga auf die weltgelatlicbkeit
>lii gut KU sprechen. Vergl. A. Kaiifmnnn, Caesar, v. R. 8.62, Unkel
in Annal d, hieit. Ver, f. d- Niederrh, 34 e. 47.
1 DiaL Xr, 44; vergl. überhaupt Kaufiaanri 56 1f. 2 VI, 28.
3 1. II. 4 VI, 7. 5 VI, 4,5. XI, 27; vergl. überhaupt Junjtfmano
Ä. a- IK a. 105 ff. Ö I. 3. II, 17. IV, 49. 7 IV, 50. VI, 5. Vlü, 57,
1^, 47. 8 I, 22.
XVI
laatikös Rudolf und später abt des cistercienserkl osters Bonne»
Gottschalk von Volmesteiii, später möucb in Heister-
vaux
ri
bach und mit Caesarius eng befreundet ^^ sodann Hermann
abt von Himmerod, frnher dechant von 8, A])03teln in Köln,
ein mann von grosser gelehrsamkeit ^, um nicht zu vergessen
den donaprobst Engelbert grafen von Berg, den späteren erz-
bischof, der, wenn auch nicht besonders durch gelehrte biidung
hervorragend *, nicht weniger durch seine äussere erscheinung
als durch leutseligkeit und herzensgute anzog und fesselte.
Leider ist uns nichts darüber berichtet, wie Oliver in
diesem kreise wirkte und verkehrte. An geistiger anregung
hat es ihm gewiss nicht gefehlt. Der eindruck, den die gross-
Stadt und die grosse zahl tüchtiger persönlichkeiten auf Oliver I
gemacht haben, war tief und anhaltend. Noch fern im Orient,
als eine menge neuer eindrücke von allen seiten auf ihn ein-
stürmten, gedachte er freudigen herzens seiner freunde am
Rhein» und umgeben von den staunenerregenden wundern des
Pharaonen landes lobte ersieh sein Köln, die stadt der heiligen,
die in gärten wohnt unter den rosen der märtyrer, den lilien
der heiligen Jungfrauen tind den veilchen der bekenner ^
Fragen wir nun, wie die politische Stellung Olivers in
jener zeit gewesen ist, so können wir aus den wenigen uns
erhaltenen notizen den schluss zieheo, dass auch Oliver, wie
der grösate teil der kölner geistlichkeit, dem geböte des papstes
folgend sich zu Ottt; von Brannschweig hielt. Im jähre 1201
finden wir ihn noch bei Otto in Köln ' und 1203 ist er noch
in der Umgebung Adolfs nachweisbar'; doch war damals die
entscheidung noch nicht an ihn herangetreten , denn Adolf
hielt damals noch zu Otto, Wie seine stellnngnahme nach
1204 war, muss dahin gestellt bleiben, sichere Zeugnisse hier-
für liegen uns nicht vor. Da aber mit den wenigen aus-
nahmen, die wir oben erwähnten, die gesamte geistüchkeit zu
dem Weifen stand, den der papst ebenfalls noch begünstigte,
80 werden wir dies auch von Oliver annehmen können. Indes
♦
i U m 2 IX, 2. 3 VI, 3. 4 Ficker 55. 6 vergL
UiiL Dam. cap, 34. 6 Böhmer- Ficker, Regi^. imp. V, uro. 219,
7 Etjueu und Eckertz, Quellen 11^ G, uro. 5 uncj Lacomblet Urk.-Buch
11, 6; uro, 1», Sloet Oork.-Boek l, 412 nro. 403.
(
(
xvn
vielleichi hatte er nicht einmal mehr n5iig seinen politischen
standponkt klar darzulegen; ea ist nicht unmöglich, dasa er,
ak mit dem übertritt Adolfs zur stau fischen partei die ent-
scheidung auch an ihn herantrat, Köln und das deutsche reich
bereits verlassen und nach Frankreich sich begeben liatt^.
Es lassen sich verschiedene gründe anführen, die Oliver
nach Paris, wo wir ihn 1207 urkundlich nachweisen können,
geführt haben. Einmal kann es nur der wünsch gewesen sein,
an der damals schon sprichwörtlich berühmten schule in Paris
seine Studien fortzusetzen und seine kenutnisse zu erweitern,
wozu ihm KÖhi zufolge der andauernden kriegs wirren die
nötige gelegenheit nicht bieten konnte. Sodann aber kann
man auch annehmen, dass Oliver Paris berührt habe auf einer
reise nach dem südlichen Frankreich, wo er, wie wir unten
nachzuweisen versuchen werden, gegen die Albigenser das kreuz
gepredigt hat Wann Oliver in Paris angekommen und wie
lange er sich dort aufgehalten hat, können wir nicht sitgen.
Da wir seit 1203 keine nachricht über ihn haben, bis
wir ihn 1207 in Paris wiederfinden, er 1208 aber wieder in
Kohl ist, wie wir unten sehen werden, so bleibt wohl nur die
annähme übrig, dass Oliver während der jähre 1204/6 gegen
die Albigenser thätig gewesen ist und im jähre 1207 Paris
entweder schon zum zweiten male besuchte, nachdem er auf
der hinreise 1203/4 die stadt berührt hatte, oder ea bei seiner
rßckkehr aus dem südlichen Frankreich zum ersten male auf*
sachte und dann hier einen aufenthalt von etwa einem jähr
gemacht hat
Die Verhältnisse, welche Oliver auf der pariser schule vor-
fand , waren durchaus nicht die günstigsten, Das leben der
siudenten war ungebunden^ zügellos, ja unmoralisch ; wir kennen
es »ehr genau aus der Schilderung des Jakob von Vitry '.
Erst wenige jähre vor der ankunft Olivers war es zu einem
blutigen zusammenstoss zwischen Studenten und bürgern ge-
kommen , bei welchem ein lütticher archidiakou und einige
sieiner landsleute das leben verloren hatten *; und überhaupt
I HUt. des Crois. U, 6 bd Gmzot, Collect des Mem. XX 11, 292.
2 Vcrgl. hierfür und für diw folgende bes. Buditi87.ky, Die Univers. Pari«
Dod die fremden an deraeltien im raittelalter, Berlin 1B76.
Oliver. b
xvm
waren streitigUdleu nichi nur mit den bürgern nnrl der welt-
lichen obrigkeit, sondern nncb mit dem bischof nnd den päpst-
lichen legaten nichts nnge wo ho liebes. Trotzdem aber stand
die pariser schule aehon im zwölften Jahrhundert durch ihre
lehror vor der ganzen civiltsierten weit bewundert und gerülirat
du ' nnd konnte nach allen christlichen hindern schüler ent-
senden^ die in ihrer heimiit durch einen wo l begründeten ruf
von gelehrfiamkeit ihre Zeitgenossen überragten. Wissen wir
doch, das8 selbst Innocenz III. in Paris studiert hatt^ nnd mit
ihm gleichzeitig jener Robert von Cour^on, ein engländer von
gebnrt, der spliter als kardinalpriester zu den verschiedensten
politischen inissionen verwendet wurde und auch die gtatuten
der universitiit verfasste, und Stephan Langton, der spater be-
rühmte erzbischof von Canterbnry, Und werfen wir nocli
einen blick auf die reihen der deutschen, die mit Oliver gleich-
zeitig in Paris gelebt und studiert haben , so werden wir er-
staunen, welch' eine menge ausgezeichneter köpfe gerade da-
mals dort anzutreffen waren. Da finden wir den niagister
Ak^alon *, kanonich von s. Victor in Paris und späteren alit
des klosters Springirsbach im Trierscben^ dessen predigten uns
noch erhalten sind. Ferner war da der magdeburger domherr
graf Dietrich von Somerschenburg % nur vorübergehend finden
wir dort auch den utrecht^r kanonich Ger fach von Dinge,
einen geborenen friesen, der sich später in das kh^ster Heister-
bach zurückzog * ; abt Heinrich von Heisterbacb sodann , der
Oliver auf seinem zuge durch Friesland begleitete ^, Au« Köln
waren anwesend zwei des namens Heinrich, beide später mit-
glieder des dominikanerordens, der ältere lektor seines klosters
in Köln und begleiter Ludwigs IX. von Frankreich auf seinem
krenzzng nach Egypten, der jüngere seit 1224 prior seines
klostera in Köln. Ein freund und stndiengenosse des letzteren
war graf Jordan von Kberstein, der, ebenfalls mitglied des
predigerordens , 1222 nach dem tode des h. Doniinicus i&utn
general seines Ordens erwählt wurde. Auch Emo, der erste
I Caesar, sajort DiaL V^22: fona est totiiis sciftutiae et pntens divi-
naniiu scnplitranim. 2 Caeäiir. Dial. IV, 89. 3 Chron. Montis
Sereni Mon. Germ. a». XXMT, s. 2(«4. 4 niah \, 18. 5 Kawf-
mnBD. Caesar. ^. 21.
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abt des prumonatratenserktosters Witlewierum in Friesland
nnd intimer freund Olivers , hat wohl noch in jener zeit zu-
gleich mit seinen) bruder Addo in Paris den studien abgelegen.
In wie weit Oliver mit diesen seinen landsleuten und alten
bekannten in Paris verkehrt hat, entzieht sich unserer kennt-
nis. Da8s er aber dort freunde gefunden und mit diesen in-
timen Umgang gepflogen liat, wissen wir aus der aussage eines
Zeitgenossen , der ihn selbst in Paris gesehen und mit ihm
zusammengekommen ist. Dieser unterrichtet uns aber auch
zugleich darüber, dai?s Oliver mit den einflussreichsten persön-
lichkeiten der damaligen zeit, wie kardinal Kobert von Cotirg-on,
tji so nahe bezieh ungen getreten ist, dass er diese auch noch
in späteren jähren durch briefwechsel fortsetzen konnte ^
Dem einfluss dieses mannes ist es vielleicht auch zuzu-
dchrc^iben, dass papst (nnocenz IIL im j. 1207 unseren Scho-
lastik us neben dem dechanten und dem archidiacon von Paris
damit beauftragte , den streit eines kanonich von Reims und
des Remigiuskloster« wegen des altares von Lovois, Drienconrt
nnd Villars zn entscheiden '. In wie weit Oliver sich dieses
aufkrages entledigt hat, wissen wir nicht. Vielleicht aber
können wir annehmen, dass Oliver auf dieser reise nach Reims
auch dem berühmten kloster Pr^montrÄ einen besuch ab-
stattete, da wir nach der art und weise, wie er sich spiiter
ftlr den abt Enio von Wittewierum in Premontre verwandte,
folgern raQssen, dass er hier persönlich bekannt war.
Der aufeiithalt Olivers in Frankreirh bat auf sein ganz'^s
spateres b^b^n ^inen bedeutenden einHuss ausgeübt* Es fiel
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1 Ea geht tliea bervor aus dem briefe (nro. 2), den er van Fries-
Ijtml aua an den kardinal gesell neben bat und den uns der prediger
Odo von Oriton erhalten bat, der von Oliver aagt: 'quem Parisius vidi
laorlabib'ter convera^ri\ ver^l. Baur^au, NoUcea et extraits de quelques
mannscritd] de la Bibl. Nation. V, a. 169 tf. (Paria 1892). Es wurden
Obrigf*n« Ober die vorfalle in Friesland von Oliver noch andere gehU
liehe in Parts benachriditi^t , vergl. Rdatthe»s Paris. Cbron, in Man*
Gerni, 98.29 8.402: per ideni teminia ad predicationem magiairi Oliveri
in Alemannia apparuil omni populo crucifixüs in aere manifeHte, utide
Uttere sigiDate phirium prelatorum sig'illiii misse fuerunt nniversitaii
Pari«iace et in propatuto prelecte. 2 Potthast Ragg. pont. 3036.
Wir geben die Urkunde in den beila^i^en.
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dieser gerade in die zeit, als der kreiizzuj? von 1202/4 ein «o
schiefes ende genommen imd Imiocenz alle njittel in bewegang
setzte^ um seinen scheinbar verlorenen einflusä auf die leitung
und das ziel der kreuzztige wieder zu erlangen. Allerdings
war die zeit nach 1204 die muglichst ungünstigste für die
veniiistaltung eines neuen kreuzzuges , denn Deutschland ent-
kräftete sich in den kämpfen zwisc^hen Stanfer und Weifen
und Frankreich hatte mit der bekrieguug der ketzerischen
Albigenser an thun und dnrfte sieb fortwährend einer beun^
ruhignng durch England versehen. Dennoch wurde mit eifer
au der erreichnng eines neuen kreuzzuges gearbeitet Vorerst
allerdings lag das Zustandekommen noch in der ferne und
mancher gl au beoseifrige mann, dem das ziel zu weit abliegend
erschien, wandte sich nach dem südlichen Frankreich, um hier
im kämpfe oder in der predigt gegen die Albigenser seinem
gelöbde der krenzfahrt nachzukommen. Galten die Albigenser
doch vielfach für noch schlimmer als die Muhamedaner und
hatten doch viele der früheren päpste die kämpfe und predigten
gegen diese für gleichwertig erachtet mit denen gegen die
Araber und die heidnischen Preussen.
Indes so ganz sicher , wie schon öftc^^r behauptet wordi^n
ist * , ist das predigen Olivers gegen die Albigenser keines-
wegs, es läiäst sich ein direkter beweis dafür nicht anführen,
doch ergibt sich aus dem zusammentreffen mehrerer umstände,
die wir gleich berichten werden , wohl mit ziemlicher Sicher-
heit, daj^s (Hiver gegen die Albigenser gewirkt hat Junk-
mann ^ hat basonders auf eine stelle der Historia regum ^ hin-
gewiesen und war nicht abgeneigt hierin eine direkte an-
spielung Olivers auf seine thätigkeit im südlichen Frankreich
anzunehmen. Nimmt man eine andere stelle, an welcher
Oliver zweifellos von sich selbst sprielit * hinzu, so wird man
eine gewisse lihnlichkeit beider stellen nicht leugnen können:
bei beiden eine ganz bescheidene, kaum erkennbare andeutung
seiner person. Ein fernerer beleg für Olivere an Wesenheit im
*
1 £. b. Seibertz, Westf. Heitr. 11. 347. Hist lit da la France XVIII,
16, Hartzbeim, BibL Colon. (1747) s. 259* 2 Kathob ZeiUchr. I»
B, 107. 3 Hißt r^. cap. 114, 4 Hiat Dftui. cap, 73: qaidatn
autem de miaoribm etc*
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südlichen Frankreich ist aus dur bullt» Innocenz III. von 1208
ijanaar 30 hergeleitet worden, in welcher er den bischof von
.Getjf und den übt von Bonnevanx beauftragt dafür zu sorgen,
i dass der bischof von G renoble dem raagister Oliver die kirche
in Epernay zu ruhigem besitz öbergebe \
Wenn es nun auch nnwabrscb ein lieh erscheinen mochte»
der papst den kölner scholasticus in der Dauphine be-
gütert und das9 Oliver den wünsch verspürt haben soll sich
in diesen abgelegenen ort zurückzuziehen und abgeschieden
von der weit sein leben zu beschliesaen, nachdem er eine an-
' gesehene Stellung innegehabt und die gunst vieler eiTifluas-
reicher männer sich erworben hatte, so scheint dennoch ein
umstand ganz besonders dafür zu sprechen^ dass dieser luagister
Oliveni» eine person mit dem kölner domscholasticus ist, num-
lich der, dass Innocenz seinen auftrag ausser au den bischof
von Gent auch an den abt von Bonnevanx richtet; dieser abt
war eben gerade ein deutscher, jener Philipp von Ottirburg,
dessen wir schon oben gedachten als eine« mannes, der vor
jähren^ ehe er in den cistercienserorden trat, gleichzeitig mit
Oliver zu den kölner domherren gehörte '. Was liegt näher
als die annähme^ dass dieser Philipp, vielleicht von Oliver
darum angegangen, sich für diesen bei dem papste verwendet
und Innocenz deshalb auch den abt mit dem auftrage betraut
hat? Haben wir aber hierdurch fast die gew^issheit, dass
Innocenz gerade unseren Oliver mit den einkiinften der kirche
von Epernay beschenkte, so werden wir auch nicht umhin
können anzunehmen^ dass thatsächlich Oliver gegen die Älbi-
genser gewirkt hat, und zwar in einer weiae, die ihm den
dank des papstes eintrug. Denn es wird sich aus dem bis-
herigen leben Olivers, das ja im allgemeinen ziemlich klar vor
uns liegt, kaum etwas finden hissen, das den papst zu den
Worten seines Schreibens "meritum virtutis et gracie, quo di-
lectus filius magister Oliverius noscitur preminere** hätte Ver-
anlassung geben können. Wir dürfen aber auch nicht ver-
gessen, d888 nicht viel später als Oliver viele Deutsche gegen
1 Fotthait, Hegg. pont. 3296; wir geben die urkuncle in den b€i-
Ugen. 2 Er ist nach üallia Cbrist, I, 259 bis 1210 ab abt n^ichweisbar.
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die Alhigenser ausgezogen sind ^; wir erinnerD nur an Johann
von Xanten^, an den kölnt*r doinprobst späteren erabifichof
Engelbert von Berg ^ und den mainzer dorn seh ol aste r Konrad,
spateren bischof von Hildesbeim * als kreu/.prediger, und an
herzog Leopold von Oesterreicb, graf Adolf von Berg, Engel-
berts bruder, und graf Wilhelm von Jülich als kreuxfahrer *.
Ueber den ausgang des Streites nni die kirche in Epernay
erfalireu wir weiter nichts; raöglicli, dass Oliver freiwillig anf
die einkiinfte verzichtet hat. Wir finden ihn erst in Köln wieder,
wo er vielleicht noch zu lebzeiten des Bruno von Sayn, den
der papsfc gegen den abgesetzten Adolf von Altena als era-
bischof von Köln bestätigt hatte» eingetroffen ist Da Bruno
schon im sept^mber 1208 starb, ist es nicht ausgeschlossen,
dasß Oliver bei der wähl Dietrichs von Heinsberg zum erz-
bischof zugegen gewesen ist. Dieser Dietrich war vorher
propst zu den Aposteln in Köln gewesen und hatte während
der vergangenen jähre der wirren tren zu kaiser Otto gehalten.
Gleich einer der ersten handlungeu dieses neuen bischofs wohnte
Oliver bei , nämlich dem abschluss eines bnndnisses rait dem
herzog Heinrich von Lothringen *^ , das wolil nur eine er-
neuerung des bündnisses war, das erzbiscbof Adolf 1203 vor
seinem Übergang zur stau fischen partei mit demselben fflnsteu
gemacht hatte. Oliver hatte sich also nach seiner rück kehr
nach Köln wieder der welfenpartei angeschlossen.
Bald aber ander teu sich die Verhältnisse. Im november
1210 wurde kaiser Otto nach seinem einfall in Apnlien von
dem papste wegen treubruch in den bann getban. Wenig
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1 VergL Albert von Stade, Moo. Germ. $9. XVI, a. 355: nmlf.itudo
cruce itignniorum contra hereticos iq QalHani sunt profecti. 2 DiaL
VIT, 23. 3 Ficker, Engelbert s. 47. Es liegt kein grund: %n der
annähme vor, dass Olivers predigten auf Engelbert einen solchen ein-
flusß ausgeübt haben ^ dase ein unctschwung in Reiner gesinoung einge-
treten Bei^ wie Ley» Cöln. Kirchen -Gesch. «. 239 meint. 4 Winkel-
mann, Friedrich II» ». 370. 5 Darüber , dass Olirer im «Üdlichen
Frankreich mit dem h. Dominicus ausammengetroffen^ ja mit ihm be-
freundet gewesen ist (Böhmer-Ficker Reg» irop, Y, 1572, Eccard, Corp,
bist. H, Einl. Vl/Vll n. a.) iat nichts bekannt: wohl aber traf er dort
seinen freund Jacob von Vitry» Röhricht, Forsch, ». d. Geach. lö, a. 139,
d Bond lim, Ch arter boek der hert v. Gelder! l, b. 306,
XXIII
»liebt 111 DeiitÄchland verlur (Hta hierdurch bald steine aa-
bänger, die sich üun der stau fischen partei zuwatidteti und den
Jen Friedrich «ach Deiitächland riefen , damit er Ana erbe
väter in empfang nehme. Dietrich von Köln aber be-
wahrte auch jetzt noch Otto die treue. In folge de^Hen sprach
■der erzbischof von Main» kraft seiner vollmacht als päpstlicher
^at übiT ihn den bann aus, dem er dann 1212 die erklürung
abeetasang folgen üess. An seine stelle wurde nun —
änderbare wendung der Sachlage ! — jener mann wieder auf
Jen erzbischöf liehen stuhl gesetzt, der einst, weil er gegen den
yillen des papstes von Otto abgefallen war, eben diesen platz
rt*rluren hatte, Adolf von Altena. Diesem fiel die geistlich*
keit, bei der Dietrich wenig beliebt gewesen war, sofort zu,
lls er im mai ]212 nach Köln kam. Doch erreichte er dar-
durch vorerst wenig, denn die stadt blieb Dietrich und der
reifischen partei zugethan. Erst als* Otto mit seinem anhang
ei Boovines unterlegen war und Friedrich auf seineoi zweiten
Bge nach dem Niederrhein 1215 auch in Köln ohne schwert-
itrelch seinen einzug gehalten hatte, war der sieg der stanfischen
irtei xwcifelloa ; Otto verlor alle bedeutung.
Wie wir sahen hatte die kölner geistlichkeit schon vorher
eine Schwenkung der geainnung zu gunsten des jungen kaisers
gemacht ; wir werden dasselbe auch von Oliver annehmen
können, wenn uns auch nicht sicher überliefert ist, dass er
während der erwähnten unruhigen zeit in Köln selbst tliatig
gewesen ist. Wir finden ihn während der jähre 1209/13 aller-
dings im dienste der kölner kirche, aber die kurzen notizeu
lassen ods kein bild gewinnen von seiner eigentlichen thatig*
keit; nur vereinzelte Urkunden melden uns von seiner gegen-
wart bei wichtigeren angelegenheiten der stitter Köln und
Paderborn * , bis dann die aufforderung Innocenz HL, in der
kölner diozese das kreuz zu predigen und für das zustande-
1 Vergh die Urkunden Wilmana, Westf. f)rk.-Buch IV, a, 2$ nro. 35;
■« 29, uro. 39; s. 34, nro. 47; s. BB uro. 51; Ennen und Eckerts Quellen
II, 8. 44 nro. 39; Mittelrbein. Urk-Bucb lU, e. 5 nro. 4. In die 2eit
1209/13 gehört wohl auch die urk. , deren rege^ Picker, Flngelb^rb
». 282 nro. 30 gibt, in der auob Oliver aU ^euge genannt wird.
XXIV
kommet) eines ueuen kreuzziiges zu wirken , ihm ein anderes
feld für Beine thätigkdt ei'5ftnete.
Zu papst Iiiiiocenz IIL zeiteii waren l*ereits xwei kreuz-
Züge zustande gekommen, der eine war 1204 in Konstantiiiopel
beendigt worden, der andere, der kinderkreuzzug, hatte isine
schaar von kinderu dem tode und der schände preisgegeben;
für seine besonderen pUioe und bestrebungen , die befreiung
Jerusalems aua den bänden der nichtchristen , hatte Innocenz
garnichts erreicht- Im frühjahr 1213 ergingen nun wieder
riindschreiben an die gesamte Christenheit , die zur befreinng
dea h. grafjes aufforderten. Zu gleicher zeit stellte ein anderes
schreiben ' ein grosses laterankonzil für november 1215 in
aussieht, anf welchem neben den beratungen über die zu*
nehmende Opposition gegen die päpstliche kirche vor allem
auch beschlüsse über den neuen kreuzzug gefaset werden sollten.
Fast in allen dentschen kirchenprovinzen wurden vom
papste selbst die miinner bestimmt, welche die ihnen zuge-
fallene gegend als kreuzprediger durchziehen iiiul die sache
dea krenzÄUges im auftrage und im namen des ])apstes be-
treiben sollten. Für die kölner diözese waren es unser scbo-
lasticus und der bonner dechant, niagistia* Hermann, welche
von Innocenz selbst zu ihrem neuen amte bestellt wurden *•
Wir können ea uns hier versagen, Oliver auf seinem zuge als
krenzprediger dnrch Lüttich, Namur, Ürabant, Flandern^
Geldern , die diözese Utrecht und Friesland , wahrend der
Jahre 1214/15 zu folgen *. Er hat von seinen ausserordent-
lichen erfolgen, die er besonders in Frieslaud errang, einen
brief an den grafen von Namur und einen anderen an den
kardinal Robert von Coun^on gerichtet, die uns noch erhalten
sind * und uns einen schonen blick in sein wirken als kreuz-
prediger thun lassen. Die erfolge seiner thätigkeit geben
uns den besten beweis dafür, wie sehr Oliver dabei am platze
♦
1 Potthaat, Hegff, poot. 4706. 2 Ennen und Kckertx, Quelleti
II, 47 nro. 42, Potthast 4718. 4725,4727, 3 VergL die arbeit von
Hoogeweg, der kölner domsch. 0. ak kreuzprediger 1214/17, in der
Westd, Zeitachr. VH, s. 235—270 und die erwähnten arbeiten von Jnnk*
mann und Wybrands. 4 VergL Brief 1 und 2. Wegen anderer
briete in derlei b«n sache verg). oben 8. XIX, Anm. 1.
XXV
wftr lind ein wie ausserordentlich glüeklicber j^rilf* des papstes
die wsM gerade dieses mannes gewesen ist. Das volk der
^Friesen vergöttert« ihn ^eradezn , nachdem es ihn verstehen
gelernt hatte und seinen j,^edanken zu folgen vermochte. IHe
aaat, die er hier ausgestreut hatte, trug reichliche fruchte.
Aher er säte nicht nur für die hestrebnngen des papstes, er
säte zugleich auch für das neiibelebte stuniische kaisertuni.
Wie die meisten anderen kreuzprediger erhob auch er seine
stimme wie für die befreiung des 11 lande», so gegen den aus
der kirche ge^tossenen Weifen \
Aber nicht nur mit werten, auch mit der that wollte er
seinen eifer für die von ihm vertretene sache beweisen. Wahr-
scheinlich schon bahl nachdem er den päpstlichen befehl zur
predigt erhalten hatte, wird er selbst das kreuz gi^noniraen
haben. Bevor er aber sein gelöbde einloste, hatte er noch
einen auftrag seines erzbischofs oder wohl richtiger donikapitela
aunenführen.
Die zeit rückte heran , auf welche Innocenz das grosse
luterankonzil berufen hatte , jenes konzil , das seinesgleichen
bisher nicht gehabt hatte. »Der erdkreis schien in ihm ver-
körpert zu sein ^* Aus allen teilen des damals christlichen
Europa waren die patriarchen , metropoliten , bischöfe, äbte,
priesier, könige, fiirsten und abgeordnete der stildte erschienen,
um an dem konzil teil zu nehmen. In Köln speziell, das erst
im aogust desselben Jahres Friedrich seine thore geöffnet hatte
und wo Adolf von Altena, erst kurz vorher wieder eingesetzt,
noch mit Dietrich von Heinsberg um die erzbischötliche würde
striti, mochte die abwesenheit de» erzbischofs nicht vorteilhaft
erscheinen; an seine stelle wurde der domscholaster Oliver als
Vertreter des erzstiftt^ nach liom gesandt *. Vermutlich wird
er im august oder spätestens im September aufgebrochen sein ^
1 Hiat. reg. cap. 112, darnach Enio Mon. Germ. XX III, ». 474,
2 Winkeltnann a, a. o. II, b, 420. 3 IrmoceiiÄ hatte in dem »cbreiben
von 1213 april 19 bestimmt.; qtiod in vestm provinciü unu!) vel diio
de saffraganeis vateani epiacopis remanere pro Chrittiianitüti^ niinmieriis
exercendis et tarn Uli quam alüt qm canonica fort« prepeditlane de*
t^oti pertonaiiter venire nequiverint, idoneoB pro se dirigant renpon-
aaü«s* Man«!, Concilia XXU, 061. 4 Die zeit lä^st sich nach der
XXVI
Uobekcinni bhjibfc uns, iö welclier weise er auf dem koiixil
thätig gewesen ist, wie wir ja leider überhaupt wenig über
die art und weise der berafcutigeu unterrichtet sind und uns
im wesentlichen mit dem begnügen müssen , was uns als die
orgebnisse de« konzils überliefert worden ist \ Zweierlei war
es nach dem berufnngsscb reiben des papstes gewesen, was das
konzil veranlasst und dem papste besonders am her-Aen lag:
die reformation der kirche, mit der band in band ging die
beratung der mittel zur Unterdrückung der häresie, sodann
die befreinng des h. Lindes. Was den ersten teil anlangt, so
wurde dieser durch die siebenzig canones, die auf dem konzil
zusammengestellt wurden, wenigstens schriftlicb fixiert. In
bezng auf das h. land aber kam es zu den bestiramungen, die
Innocenz in seiner bu)le vom 14» dezember 1215 klar gelegt
hat ^^ in welclier die Privilegien der kreuzfabrer genau auge-
geben und der aufbruch auf den L jnni festgesetzt wird.
Am 30. november wurde das konzil geschlossen, die ver-
sammelten vater und forsten kehrten in ihre heimat zurück.
Wenn Oliver seinen weg direkt nach dem Niederrhein ge-
nommen hat, woran zu zweifeln kein grnnd vorhanden ist, so
wird er ungefähr um dieselbe zeit in Köln eingetroffen sein,
als die vom 8. Januar datierte Urkunde Innocenz IlL *, in der
der pa|>st sieb noch besonders an die kölner diozese wendet
und noch einmal Oliver und Johann von Xanten , der schon
könig Friedrich zur annähme des krenzes bewogen hatte, zu
kreuzpredigern für die kölner provinz bestellte. So können
wir denn auch annehmen, dass Oliver bei der am 29. februar
1216 im dorn des h. Petrus zu Köln erfolgten wähl des dorn-
propstes Engelbert grafen von Berg zum erzbischof sein© stimme
schon hat abgeben können. Mit dieser wähl wurde der lang-
jährige streit um den kölner bischofssitz aus der weit ge-
schafft. Keiner der beiden alten gegner, Adolf und Dietrich,
angäbe Beinera, Ännal. in Mon. Ger tu. ss. ISj 671, bestimmen, der von
Bicb sagt: feria »exta poat festum saricU Lambert! (sept. IB) exivit . .
ReneruB . , inirarit Komam Simonis et Jude (okt, 28), manaitque tbi
ueqne Priace (jan. 18) rediitqu^ in festo Mathie (febr, 2i).
1 Piine beetitnmiing «de magistris echolAstids* 8* Mansi a« a o«
s. 999. 2 Fatthast 5012. 3 Potthaat 6048.
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XXVII
erreichte nein ziel ; sie waren beide mit einer jährlichen rent«
abgefunden und der erzbischöfliche stuhl für erledigt erklärt
worden \
Da der nenerwahlte ara tage öeitier wähl infolge einer
eben überstAiidinien kranklieit noch sehr schwach war, so wird
i;r zn nächst noch in Köln ^**bliehen sein nnd sich cr^^t s|)äter
nach osUn anfgemacht haben, um vom könige die belehn nng
mit den regalien zu erhalten. Um dieselbe zeit wird sich
Oliver nach westen gewendet haben, um der an ihn ergangenen
aoffordernng de« papstes znr wiederaufnähme der krenzpredigt
nachzukommen. Bald nach ostem, das auf den 10. april fiel,
finden wir ihn in LQttich wieder, wo er schon sehnstlchtig von
sinnen getreuen erwartet wurde, die er znr annähme des kretizes
bewogen hatte, und denen viel daran lag, zu erfahren, was
daa gtoese konadl über den kreuzzug beschlossen hatte *. Was
Oliver ihnen bringen konnte, wird für sie kaum etwas neues
gewesen sein, da die päpstliche bulle vom 14. dezember vorigen
Jahres ihnen unterdes doch bekannt geworden s^in dürfte.
Wir verlieren sodann Oliver vorerst aus dem äuge, i^ein
rersch winden für uns während eines ganzen jabrcs zu einer
z«it, da in der kölner diözese wieder ruhe nnd ge<»rdnet* Ver-
hältnisse einzukehren begannen» lassen wohl die annähme be-
rechtigt erscheinen , dn^s Uliver während dieses Zeitraumes
seines amtes als kreuzprediger gewaltet und seine stimme noch
einmal erhoben hat behufs aufmunterung zur befrei nng des
heilig^i grahes '. Wohin speziell er aber gezogen und wo er
girpredigt hat, entzieht sich nnaert*r kenntnis.
So rückte denn der Zeitpunkt immer nälier, den Innocenz
xnm aufbrnch zum neuen kreuzzuge bestimmt hatte, und
schaaren mit dem kreuz geschmückter christuspilger begannen
zu Wasser und zu lande den hafen platzen des mittelländischen
meeres zuzuströmen. Unter ihnen befand sich auch Oliver,
Doch begleitete er nicht Jene schaaren, die er für das kreuz
gewannen hatte; diese zogen unter führung der grafen Wilhelm
1 FickeTf Engelbert s. 5d. 2 Vergl. Hoogeweg a. a* o. 269 f.
$ Ati« Biticleren gege&deD Deutschlaiida liegen nna bestimmte nachrichtea
über kl eu£pred igten vor, Ciiron. Urapcrg«, Mon. Germ« ss. 2^, a. U78.
A
I
xxvm
von Hollund und Geor^^ von Wied durch den atlantischen Ozean
und gelangten^ naciidt^ni sie noch manche heldenthut in Spanien
verrichtet hatten , ziemlich spät nach dem heiligen lande '.
Oliver dagej^en schlng den landweg ein nnd zog, wahrschein-
lich den Rhein hinauf nnd dem laufe der Rhone folgend, nach
Marseille *. Hier wird er sich dem meere anvertraut und im
juli oder august daa heilige land vielleicht in Alcka, dem
gewölnilichen landnngspnnkte der pilger dieses kreuzzuge^, be-
treten haben.
Es kann nun hier nicht unsere aufgäbe sein , Oliver bei
seiner an Wesenheit wahrend des kreuzzuges des königs Andreas
von Ungarn nnd bei seinen erlebnissen wahrend seines auf-
enthultes in Egjpten schritt für achritt zu verfolgen; er selbst ■
hat nnn in seiner Hisfc. Dam. geschildert, was er gesehen und
erlebt hat, und es mag genügen auf diese hinzuweisen* Nor
einige wenige punkte mögen hier erwähnung finden, die be-
sonders geeignet sind, seine persönliche bedeutsam k ei t ins
richtige licht zu rücken.
Die achtung und Verehrung, die das Friesenvolk in seiner
heimat Oliver entgegengebracht, bewahrte es ihm auch im
fernen osten. Nicht durch ihn selbst, davor bewahrte ihn
seine eigene bescheideuheit , aber von anderer seite ist uns
glaubhaft berichtet worden, dass Oliver der int-idlektnelle Ur-
heber jener grossartigen rnaschine gewesen ist ', welche die
Friesen erbauten nnd durch welche es gelang, den ketten türm,
der vor Damiette auf einer Niünsel errichtet war, zu fall zn
bringen. Alle waren erstaunt von dem werke, das auf Olivers
anleitung zu stände gekommen^ und hoch wie niedrig sprachen
unverhohlen ihre bewuuderung darüber ans *. Nur dann erst
wird man die grossartigkeit des planes und die ausserordent-
liche bedeutn ng des durch diesen plan erreichten vrirt^^iles
richtig beurteilen können, wenn man bedenkt, dass erst mit
dem falle des kettenturmes den Christen die möglichkeit ge-
geben wurde, an der stadt vorbeiziiknromen ohne einen feind
im rücken zu lassen, und erst damit ihnen gelegenheit gegel>eu
1 Röhricht in den Forschunj^en £ur d, Gesch. 16 b. 189 ff. 2 So
berichtet Albert von Stade, Mon. Germ. ss. 16, b. S56* d vergL die
be«chreibung Hist Dam. cap. 11. 4 a. a, o. cap. 12.
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XXIX
wurde an eine regelrechte belageriing der stadt zu denken.
Trotz dieses eminenten erfolges aber finden wir späterhin Oliver
nirgends derart in den Vordergrund gerückt, wie er es nach
seiner fahigkeit und seinen erfolgen wohl verdient hätte. Es
hat das wohl hauptsächlich darin seinen grnnd , dans bald
nach dem falle des turnies der grösste teil der Deutschen nnd
Friesen , letztere begleitet von einem enipfehlungöscb reiben
Olivers * , wieder die heimat aufsuchten und die hauptmasse
der kreuzfahrer aus kriegern der lateinischen rasse, besonders
aus Franzosen bestand, und bei der grossen eifersucht, mit der
die einzelnen natiunen einander l)eobachfceten, es für die
Deutschen, auch wenn sie eine hervorragendere geistliche oder
weltliche Stellung bekleideten als Oliver, sehr schwierig war,
bei irgend einer wichtigeren angelegeuheit das wort in die
wagscbaale zu werfen. Nur einmal noch wissen wir, dass
Oliver persönlich hervorgetreten ist. Als nämlich das beer
der Christen auf der Niliusel festsass und nicht hin noch her
wusste und die filhrer beratschlagten , ob man den rtlckxug
versuchen, es koat^ was es wolle, oder abwarten sollte^ bis
ersatz vom norden fjer eintraf, erhob auch Oliver seine stimme *
und riet zum bleiben, da bei einer verständigen Verteilung die
lebensmittel noch gut zwanzig tage reichen könnten. Wir
wissen^ dass er mit seinem rate nicht durchdrang, der rilck-
zug versucht wurde, aber raisslang, und damit dem ganzen
kriege jenes unglückliche ende bereitet wurde, das ganz Europa
Vüu wehklagen und wutausbrüchen wiederhallen liess.
Oliver hat sich aber nicht damit begnügt, sein kreuzzngs-
gelübde zu erflillen und in harter arbeit, soweit es sein geist-
licher stand mit sich brachte, gegen die feinde seines glaubens
zu kämpfen , er hat auch mit oifeneo äugen laud und leute
studiert und sich bemüht mit ihrem denken und lebeusgewohn-
heiten sich bekannt zu machen. Schon wahrend seines aufenthaltes
im heiligen lande, als ihn der weg in die gegend des Lii>anon
führte, nahm er gelegenheit mit den dort ansässigen Neopho-
riten in verkehr zu treten und ihre religiösen anschauungen
kennen zn lernen. Hier, so beriditet er *, wurde ihm von einem
1 vergl. Brief 4. 2 a. a. o* cap. 7S. 3 a. a. o. cap. 64.
XXX
alten der Neophoriteri berichtet, dftön sie die jönglinge im
weiber erst im dreissigsten lebenssjalire mit den religiösen
gesetzen bekannt machten. Befragt^ warum denn erst um
diese zeit? erwiederte der alte, weil die weiber vom teufel er-
schaffen seien. „Also iimarrat ihr bei eoren Umarmungen der
weiber den teufel?* fragte Oliver. Der alte schlich beschämt
von dannen die antworfc schuldig bleibend. Ebenso berichtet
nns Oliver über die religiösen ansichten der christlichen Nu hier,
der Georgianer,, Armenier, Nestorianer, Jakobiten und Hess
sich teilweise ihre gesetzes- oder religionsböcher verdolmetschen'.
Und wenn es auch nicht altniviel ist, was Oliver uns über
diese hinterlassen hat, so sind seine angaben doch fiir uns
von werL Oliver selbst war erstaunt, so viele christliche
sekten inmitten des Muhamedanismus vorzufinden, und er er-
klart sich dies in seiner weise: Gott hat sie selbst dorthin
gesetzt, damit die hartnackig der christlichen Wahrheit sich
versch liessenden anhanget* des Islam am tage des gerichtet
keine entschuldignng in der unbekanntschaft mit der christ-
lichen religion vorzubringen in der läge seien '.
Aber nicht nur für die religiösen ansichten, auch för das
gewöhnliche leben und treiben hatte Oliver interesse und wusste
durch fragen und eigene anschau ung sich hierin kenntnisse
EU verschaffen. 8ehr interessant ist in dieser hinsieht sein
bericht über die gewinnung des balsams, jenes berühmten
orientalischen parfums ". Und wie leicht können wir uns aus
seiner darstellung * ein bild machen von der proTinziab^tadt
Babylon^ dem egyptisclien, mit seinen engen Strassen im gegen-
aatz zu Kairo, der stadt der vornebinen und reichen mit ihren
herrlichen Strassen und pal eisten.
Noch eins darf nicht übergangen werden. Nachdem
Damiette in die Imnde der Christen gefallen war, finden wir
das beer der kreuzfabrer gar bald in einem kaum glaublichen
zustand von Verwahrlosung und deraorali^sation, der durch die
unthiitigkeit , zu welcher es sich selbst verurteilte, und durch
die s^^stematiscbe Opposition gegen die plane des cardinallegaten
Felagius, der auf einen vorstoss gegen das lager des sultans
1
I
I
1 cap. 63 imd 69. 2 cap. G9. 3 cap. 60,
4 cap. 59.
XXXI
oberhalb des Nils drang, immer neue nahrnng fand.
Oliver war eine zu streng kirchliche persönlichkeit, als das«
er sich der Opposition gegen den Stellvertreter des papstes
angeschloRsen hätte; die plane nnd absirhten des Pelagius
waren auch die seinigen nnd mnasten, wenigstens bald nach
dem falle der stadt, die jedes vernünftig denkenden menschen
sein '> denn jeder niiissie sich sagen, dass bei der bestürzung,
die sich der Sarrazenen nach dereroberung Damiettes bemächtigt
hatte, man das eisen schoueden niüsste, solange es heiss sei
nnd dass vor allem beachäftignng die gronse masae wieder
von der zügellosigkeit abbringen und zu einer brauchbaren
trtippe machen könnte. Hier war es sache der grossen und
besonders der gcistlicbkeit , das volk auf den weg der moral
und pflicht zurückzuführen und ilim ins gedächtuis zu ruTen,
warum man in Egypten verweile. Es galt, sie von den
, falschen Propheten* zu befreien und für die pliine des legaten
TAI gewinnen. Es war durchaus notwendig, dass trotz des
biihnes nnd Spottes, der von dem gewöhnlichen manne nicht
nar^ sondern auch von den gebildeteren den bestrebungen der
wohlmeinenden entgegengesetzt wurde, immer und immer
wieder der versuch gemacht wurde, sowohl von der geistlich-
keit wie von jedem, der es mit seinem kreuzzngsgelübde ernst
nahm, hier abhilfe zu scbnlfen und Ordnung und gehorsam
wiederherzustellen. Und trotz dieser arbeitsfüUe, die auch auf
Olivers schultern schwer lastete, hat dieser doch noch zeit
gefunden, seine vier hau pt werke, die Descriptio Terre sanrt4%
die Hif^toria de ortu Jerusalem, die Hisfcoria regum und,
wenigst-ens zum grössten teil, die Ilistoria Daraiatina in Egypten
herzustellen^; man kann tbatsiichlich behaupten, dass Olivers
schriftstellerische thätigkeit sich nie so gross und fruchtbar
gestaltet hat als gerade angesichts der traurigsten Vorgänge
im christlichen lager.
Oliver hatte mit grosser begeistern ng dtia kreuz sich an-
heften lassen, fühlte aber auch wie selten einer die Verant-
wortung, die er damit übernommen '• In all den grossen er-
1 vergh Hoogeweg in Mitteil, des Instituta IX, n, 43! und 445 ff.
2 Tergl. diw ü&bere bei den einzelnen «chriften weiter iiTjten. 3 vergl.
Bist. Dam. cap. 42.
XKxn
folgen, welche die cliriöten bis zur erobermig von Daniieite
und der eiiinalime von Tani8 errungen haben, erblickt er den
klaren Ijeweis dafür, dass das ganze nnteniehraen ein gott
wohlgefälliges werk sei. Um so melir aber hielt er sich auch
verpflichtet augzuhalteti bis zum scbiuss und nicht seinem ge-
lübde untreu zn werden — denn welche entscbuldigung wollen
jene vorbringen vor dem , der nicht bestoclieu und nicht ge-
täuscht werden kann , wenn sie die wohlthafcen gottea durch
die kirche zwar in empfang nehmen , aber dafür nicht ihre
Schuldigkeit thun , indem sie ihre gelübde gar nicht erfüllen
oder nicht die gelobte zeit ausharren? Dagegen welcher lohn
steht denen bevor, die da beitragen zur erföllung des wertes,
dass aus der ferne die nationen herbeiströmen werden und
aufrichten das zn boden geworfene Jerusalem ! Die hoSViung
auf gotteslohn allein hatte Oliver nach dem Orient geführt und
sie belebt ihn auch dann not-h, als die katastrophe hereinge-
brochen und Damiette unwiederbringlich verloren war *. Ist
auch alles eingebtisst, was zur baldigen befreinng Jerusalems
hätte beitragen können, so haben doch er und mit ihm viele
andere das kreuz auf sich genommen, vater und mutter, brnder
und Schwester, acker und huf verla^^sen und sind ausgezogen
zum heiligen kämpfe; darum haben sie auch das erbarmen
gottes verdient nnd^ obwohl sünder, die berechtigung zxi der
hoftnung erlangt, dass der gott, der sanflmtitig zürnt und in
ruhe urteilt, ihrer in liebe gedenken wird.
Dennoch scheint Oliver nicht zufrieden gewesen zu sein
mit den erfolgen, die er auf seiner pilgerfahrt erreicht hatte;
er hatte den wünsch mehr zu leisten und, soweit es in seinen
krilften stand, gut zu machen was verloren worden war. Und
aus diesem sinne liisst sich auch, zum teil wenigstens, erklären,
dass er, vermutlich in Akka, wohin er sich wie die meisten
grossen des heeres nach der Übergabe von Damiette an die
Sarrazenen begeben haben wird, den entschluss fasste, in briefen
an den sultan Al-Kamil und die gelehrten Egyptens diese von
der rein hei t seiner religion gegenüber dem Islaui zu übereengen
und für den übertritt zum Christen tu nie zu gewinnen *• Ihm
♦
l a, a. 0. CAp. 78, 2 Brief 5 ond 6.
I
I
xxxni
alfi geintlichem stanrl nur die geistige waffe zur Verfügung,
und sie bis zum letzten aogenblicke auszunutzen war sein be-
streben. Aber auch uocli ein anderer grund trieb ihn zu
diesen schreiben , weuigstens zu dem an den sultan ; er las^t
den grnnd deutlich in seinem briefe durchscheinen, es war das
gefühl der dankbarkeit gegen Al-Kamü, das ihn ergriöen hatte.
Weit davon entfernt, in dem feinde seines glanbens ein ehr-
und gewissenloses, verabscheuenswertes individunni zu erblicken,
ist er für dessen Vorzüge durchaus nicht blind. Die gross-
mut, mit der der sultan die gefangenen Christen behandelte,
erregte seine bewundern ng, und die dank barkeit erfüllte Oliver
derart, dass er sich zu einer Vergeltung, einem gegengeachenk
umsieht, und er bietet ihm das grösste und schönste, das er
finden kann : das ehriätentum , dessen ilin sein name ^ und
sein edler charakter schon wert mache. Ob die briefe an ihre
adresse gelangt sind, erfahren wir nicht, eine weitere Wirkung
haben sie jedenfalls nicht gehabt.
Die künde von dem Verlust von Damiette durchlief mit
blitzeSÄchnelie Europa ^ Tind erregte überall nicht sowohl niit-
leid mit den kreuzfahrern als vielmehr entrüstung über dieses
selbstverschuldete unheil der Christen. Man gab bereits viel-
fach überhaupt die hotfnung auf, dass es je gelingen iverde
das heilige bind den ungläubigen zu entreissen. Papst Honorius
war tief erschüttert» der kreuzzug hatte, wie kaum einer vor*
her unter geistlicher leitung gestanden, und nun dieses ende]
Trotzdem aber Hess er den miit keineswegs sinken und wandte
sich sofort der idee eines neuen krenzzuges zu, „um das un-
recht, das Christfls and dem christlichen namen angethan sei,
zu rächen '*, und drang mehr noch als bisher in kaiser Friedrich
dem kreuzxugsgelübde nachzukommen. Im niärz 1222 kam
er selbst mit ihm in Ferentino zusammen; der kaiser beschwor
l *Kenicl quod interpretatur coi)aun]inatu8\ wörtliche flbersetzung
von Malek-al-Kamib vergL, Rühriclit, Westdeutsche Zeitschr. X, a. 165
note 2b. 2 VergL für dus folgende bes Hoogewegf die Kreuspredigt
de« j&hres 1224 in der Deutsch. Zeitschr. für üeechichtswtBa. 4, s. 54 ff.
S Verg)' scbreibeo an Friedrich von Vi2i Ndt. Id hei Rodenherg» Epbt.
teleci. I, ISd.
Oliver. e
hier noch eiimial das gelühde und erhielt einen anf^chttb bini
24. Juni 1224.
Honorüis setzte grosse hoffnungen tmf dies versprechen,
das 8ein*^n hestrubmigen eint*n bedentemlen Vorschub leisten
miiBB^e, und begann nun, wie dereinst lonucenz, nach sämt-
lichen christlichen [ändern Eiiropaa die aufforderung zum neoen
krenzzng ergehen zu lassen. Nach allen richtungen hin eilten
die briete, in denen die privileLTien , pflichten und rechte der
krenztVihrer und du? besonderen heatirnniungen för die tbätig»
keit der ] Prediger klargelegt wurden. Für ganz Deutschland ■
hatte Htinorius den grafen Konrad von Ura(;h, kardinal bischof
von Porto und st. Rtifina, ersehen. Er wollte mit der ernennung
dieses angesehenen, einer den lachen adelsfaniilie entsprossauen
mannes Deutschland ganz besonders auszeichnen, weil .dieses
laud bisher gowohut gewesen sei hilie und Unterstützung zu
gewähren und auch jetzt wieder grosse hotfnnngen errege ^'»
Spezieller sind uns für die kirchenprovinzen Trier , Mainz,
Magdeburg, Besan^'on die nanien der von Honorius selbst be-
auftragten kreuzprediger noch erhalten, für Köln aber wird
uns sonderbarerweise keiner namhutt gemacht , obwohl uns
bestimmt überliefert ist, duss auch für die kölner kirchen-
provinz geistliche vom papste ernannt und in besonderen
schrei ben bestimmungen für sie ausdrücklich angegebeo worden
sind ^. Wenn uns aber auch keine bestimmten namen über-
liefert worden sind, so können wir doch daraus, dass zwei
männer das kreuz in der kölner provinz gepredigt haben, an-
nehmen, dass wenigstens diese beiden von Honorius einen auf-
trag erhalten hatten. Diese beiden aber sfnd der magister
Oliver und Johann von Xanten *.
Zunächst müssen wir uns nnn die frage vorlegen , wiw
aus (Jliver seit seinem abznge aus Egypten geworden ist.
Vermutlich hat er sich, wie wir oben schon .indeuteten, von
hier zunäc^hst nach Aklca begeben, wo er noch 1221 imlangie« ■
Von dort rauss Oliver sich direkt nach Deutschland auf den
1 Vergl. Rodenber^ a. u, o, 247. 2 Hoo)?eweg a. a. ö. hS und
61 note 4. 3 Seit 1222 abt in b. Trond, Caesar. Dial VI, 81. Hodeti-
berg 384, wonach er besonder« in Lüttich tbätig sein lollte. Näheres
ist nicht bekaoat«
1
1
XXXV
weg gemacht haben, denn am 16. Februar 1222 findpti wir
ihn bereits in Köln wieder \ wo er am aschermittwoch predig^te:
Ift die anffordernng zur kreuzpredigt noch nicht eingetroffen
"üein konnte* wird es nur eine fasten predigt gewesen sein. Wann
Oliver seine thätigkeit als kreiizprediger wied^-r aofgenoraraen
bat, wird nicht genauer übi^rliefert; doch können wir aus
einem briefe Olivers an den abt von Premoutre, der, wie wir
weiter unten sehen werden , spätesteus im April 1224 ge-
schrieben sein kann, ersehen, dass Oliver 1222/3 in Friesland
gewesen und mit Eruo im kloster Wittewierum zuaatnmenge-
koinmen ist , ein ergebnis , das um so wichtiger ist ^ als nns
für die zeit vom febnuir 1222 bis September 1223 jede nach-
ricbt fiber Oliver« aufenthult fehlt *,
Wahrscheinlich also hielt sich Oliver in l^Viesland auf,
als ihm die nach rieht von seiner wähl zum bischof von Pader-
born üherbracht wurde. Hier ' war am 28. inarz 1223 bischof
Bernhard IlL gestorben. Sein tud erforderte eine neuwabl
innerhalb dreier monate. Es war filjer von vorn herein wenig
anMtchi vorhanden, dass die wähl glatt verlaufen würde. Denn
der bereit« im 12. JiilirhnndtTt von der kiirie vielfach erhubene
Anspruch, die bisehofswahlen mit ausschluss des stiftsklerus
und des laienelementes allein auf das domkapitel zu beschränken,
hatte durch die bestimmungen des laterankonzils vom jähre 1215
I Kl Tolgt da9 diiraim, üws^ Caesar. Dial. X, 4!:)/50 von einem grossen
erdbeben berichtet und dabei beinerkt, dass Oliver in capite ieiunii in
KCdn gepredijft habe; da» erdbeben erei^^nete «ich 1222 (Chron. reg.
Colon, ed. Waitz s. 252); darnach w^ir Oliver am ascbermiftwoch, den
1*5, Februar 122*2 in Köln. 2 Ver^^L Brief 7: Cum ex mandafco
«ediJ» apoatob'cc Frisiam iierapfrarem etc. Den brief schrieb
Oliver aiu Paderboro ; wjlhrend seines aufenthaltes in Friesland 1214/15
bat OJiver den propat Fmo nicht kennen gelernt, weil dieser in Pr(f-
monir^ war (vergl. Wvbrands in 8. abhandl. über den (>iaU des Cae«.
V. HeiMterbach in Moll en de Hoop-Schefler, Stüdilo en Bijdraj^'en 2,
1, 48); ea bleibt luithin, da wir sonst über Oliveri aufenthalt hinläng-
lich nnierrichtet Bind, mir die annähme übrig, dassj Oliver 1222/3 in
Friesland gewesen ist, waa «ich mit seiner tbätigkeit als kreusprediger
und dem man^el weiterer nach richten Qber ihn gtit rt' rein igen lässt.
3 Vergl för daa folgende lloogeweg, Die Paderborner biachoPHwabl
vom jähre 1223 in der ZeiUchr. für lleacli, u. Altertumsk. Westfalens
46* t. Ö2 tf.
XXXVI
i
endlich recbtskraft erhalten. Damit wfir aber das aiisdchliess- ]
liehe Wahlrecht des dc>mka|>itels noch keineswegs zur allge-
meinen anerkennung gelangt. Der kterus wirkte auch ferner-
hin bei den bischofs wählen noch mit und der einfloss der
laien konnte so leicht nicht gebrochen werden. War dem
adel die direkte einmischong in die wähl auch entzogen , so
war sein einlluss doch noch bedeutend genug, dank dem um-
stände, dass die meiaten mitglieder des dorakapitels zu den
adligen familien des landes geborten. In Paderborn war es
die farailie von Brake), welche» einst den edelherm angeliöng,
schon im 12. Jahrhundert um äusserer vorteile willen unter
die minister ialen sich begeben hatte nnd einen bedeutenden
einfluss im stift besass. Einzelne ihrer mitglieder waren ohne
Unterbrechung unter den paderboroer domherrn anzutreffen.
Der kandidat für diese familie und ihren weiten anhange xa
dem z. b. die von Osdagessen , von Enenhus und von Oesede
gehörten , war Heinrich von Brake! , der zeitige propst von
Busdorf \ Aber auch irin erhalb des douikapitels hemchie
keine einigkeit, einige erklärten sich für Heinrich, andere für
Oliver. So war bei der wähl an einigkeit nicht zu denken,
doch scheinen bessere au«sichten von vornherein für Oliver
bestanden zu haben. Am festgesetzten Wahltage aber drangen
die von Brakel mit anhang in die kirche ein und verlangten
nicht nur beteiügung an der wähl , sondern auch die beob*
rtchtung eines alten (wie sie sagten) gewohnheitsrechtes , wo-
nach nicht nur der abt von Abdinghof, sondern auch der ganse
konvent von Busdorf bei der bisch ofswahl ihr Wahlrecht aus-
üben konnten. In dieser Zwangslage wurde die w^ahl vorge-
nommen. Sie ergab, dass die mehi-zahl sich für Oliver ent-
schieden hatte, sechs domkapitnlare, der abt von Abdinghof
und die raönche von Bosdorf aber für Heinrich von Brakel.
Beide parteieu liielten an der rechtmässigkeit der wähl ihres
kandidaten fest, Heinrich wandte sich an den erzbischof von ,
Mainz als den zuständigen inetropotitan , der ihn auch kon- H
firmierte, Oliver dagegen appellierte nach Rom an den pafiist. ™
Wir können wohl die weiteren Verhandlungen und unter-
1 Btigdorf und Abdinghof siad klöeler in der stadt Paderboro.
xxxvn
sttchtingen verschiedener päpstlicher komniissionen , die nuö
folgten, übergehen' und iius damit begnügen, einen blick
auf das ondresultat der fast ein jähr «ich hinziehenden ange-
legenheit zu werfen. Abt Albert von Abdinghof war der
erste, der genug moralifichen mut hesass, in Olivers gegen wart *
eine erklärung abzngeben, dass er nie das recht besea^^en hätte,
an der paderborner bischofswahl teilzunehmen. Ihm folgten
alsdann die Busdorfer, nachdem ihnen erwiesen war, dass die
bulle Uoelestin« IIL , in welcher dieser ihnen das recht der
teilnähme an der bischofswahl mit klaren worteu bestätigte,
eine grobe fälschung sei. So konnte denn der ausgang des
Streites nicht mehr zweifelhaft sein. Am 13. mai 1224 er-
folgte die erklärung der päpetücben kommission ^, in welcher
sie dem abt von Abdinghof und dem kapitel von Busdorf das
recht der mitwirkung bei der bischofswahl absprach und allein
dem domkapitel zugestand, Oliver war damit zwar der er-
wählte bischof von Paderborn, die ruhe aber noch lange nicht
hergestellt. Propst Heinrich, der sich bei der päpstlichen ent-
Scheidung nicht beruhigte und auch seinerseits die rechte eines
erwählten von Paderborn in auspruch nahm, entzog» da nr die
grössere macht und besonders die ritter auf seiner seite hatte,
der gegen partei einen grossen teil der einkünfte und ßng au,
das kirchengiit zu verschleudern. Eine dritte päpstliche kom-
mi^sion grifl* dann zu dem letzten ihr zu geböte stehenden
mittel und that Heinrich mit seinem anhange in den bann.
Heinrich verschwindet seitdem aus der geschieh te.
Oliver hatte den grosaten teil der zeit, während welcher
der prozesa schwebte, ausserhalb Paderborns zugebracht. So
finden wir ihn am IL September 1223 in Nordhausen bei
Heinrich VIL \ Bei dem hoftage, den der knnig hier abhielt,
1 YergL daa genauere Hoogeweg a. a. o. 2 Am 15. märz bet.
15. april, Wilman», Westf. Ürk.-Bocli III, nro» 122/i. 3 WiltDan«
a. a. o. nro. 128, 4 Ea kann unr Oliver gewesen sein, weil Bernbard
Atn 28- mär« schon gestorben war. Darnacb zu verbessern Winkelmann
Friedrich H, «. 427. In der nrkuntle aelbst (bei Huillard BrÖholles II.
771), wird kein name angegeben ; daRS Oliver hier unter der reibe der
aaderen epiicopuB genannt wird, obwohl er noch nicht einmal sicher
electuft war, kann wohl nicht so «ehr ins gewicht fallen*
xxxYin
hanfk-ilte es sich besonders um die ^efun gen nähme des konigs
Waldemar von Üäiiemarlc durch den grafen Heimricli Ton
Seil wenn. Dieser Heinrich hatte den kreuzzug nach Damiette
mitgemacht ^ nnd bei seiner rück kehr sein land durch eine
reihe von eigen mäclitigkeiten des königs geschwächt vorge-
funden *. Die Wiedererlangung der königlichen gnade hatte
Wahlenmr von so horten bedingungen abhängig geiDiicht, dass
Heinrich, erregt durch die unwürdige behandlung, sich /*uni
äussersten en Schlössen und den könig in seine gevviüt gebracht
hatte. Er schaute ihn in die gefnn genseh aft zum grafen Vul-
rad von Dannenherg. »Für Deutschland konnte diese Selbst-
hilfe eines kleinen grafen von noch grösserer bedeutang werden
als einst die gefangenschaft des englischen Richard. Dsis er-M
drückende ü berge wie lit der Däuen iin norden, das fas^t ebenso ^
sehr auf der grossjirtigen Persönlichkeit des königs als auf
der in überraschender weise wirksam gewordenen kriegerischen
kraft seines Volkes beruhte, niusst« sich in die natürlichen
schranken zurückweisen, das infolge des bürgerkrieges verlorene
reichsland (rechU der Elbe) zurückgewinnen lassen, wenn das
reicli die Verfügung iil^er den gefangenen bekam ^,* Kaiser
Friedrich erkannte die Wichtigkeit des eieignisses vollkuramen
an und auch Heinrich VIL wünschte die angelegen h ei t zu
gunsten des reiches verwertet /u sehen. So kam es denn ^u
jenem hottage hi Nortlhausen- Den l)emühnngeu des erzbischofs
Engelliert von Köln besonders gelang es, einen vertrag zwischen
dem reiche und dem grafen von Schwerin zu stände zu bringen*
Doch beruhigten sich die Dänen, die Albrecht von Orlamündc
zu ihrem reicbsverweser bestellt hatten, mit diesem vertrage
nicht und wandten sich an den papst Honorius. Dieser nun
ergrift" die partei des gefangenen und setzte sich mit dem
kaiser, Engelbert und dem graten in Verbindung, um die frei-
lassung Waidemars zu bewirken, da dieser, wenn auch nur
guir/. im geheimen, einen kreuzzug gelobt habe. Aber erst im
nächsten sommer waren die Verhandlungen so weit gediehen,
dass in dem vertrage vom 24. juli 1224 die freilaiisung des
1 Hist. F>am. cap. 4f». 2 Winkelmann a* a, o. 422 f, 3 Winkel-
Euann a, a. o« s< 4'J4.
I
XXXTX
konigs beschlossen wurde \uid die^e f^rfolgen sollte, sobald der
kaiser und die forsten hierzu ihre Zustimmung erteilt haben
würden. Der hierfür auf den September 1224 iu aussieht ge-
nommene füratentag zu Bardowiek * wurde denn aucli Michaelia
abgehalten. Unter den zahlreit-h erschienenen grossen des
nnches finden wir auch den reiclK^verweser Engelbert wieder
gegenwärtig. Audi Oliver, der erwählte von Paderborn^ war
atagegen ^. Die Verhandlungen scheiterten hier aber vollst'äTidig,
Die Dänen verwarfen die abmach uogen vom 4. juli und fuhren
davon. Öie büssten ihren Vertragsbruch im Januar 1225 iu
der vollständigen niederlage bei Mölln*
Indes wir sehen uns genötigt, noch einmal zum an fang
des jähre.« 1224 zurückzukehren. Während die angelegen hei ken
im norden TUiver beschäftigten, verlur er seine walil in Pader-
born nicht ans dem äuge itnd vergass er nichl, duss auch der
befebl des papstes zur übernähme der kreuzpredigt der aua-
führang noch harrte. Zwischen den beiden hoftageu in Nord-
hausen und Rardowiek finden wir ihn im märz und april in
Paderborn wieder, wo er die genogthuung erlebte, dass der
abt von Abdinghof und das kapitel von Bu.sdorf vor ihm er-
klärten, niemals ein recht der bet^^iligung an der hischnfswahl
beseesen zu haben. In diese zeit des aufenthalt^ in Paderborn
fallt auch die abfassung Jenes briefes, den er im interesse des
abte Emo von Witte wier um nach Premontre schrieb ^ ; wir
werden weiter unten im zusammenhange auf ihn üuröckkommen.
Nacbdeni er in Paderborn das für ihn güiistige ergehnis, das
vielleicht zum grossen teil seinen eigenen bemüh ungen zuzu-
schreiben i«t, erlangt hatte, wandte er sich nach dem westen,
uro die kreuzpredigt wieder aufzunehmen. Am 15. mai finden
wir ihn in Groningen wieder, wo er als alter bekannter vom
Volke mit grossem jubel empfangen wurde *. Von hier durch
mehrere kleine Ortschaften nach osteu ziehend gelangte er am
1. Juni nach Witte wier um oder Floridus hortus, dem pramon-
straienserkloster, welchem Emo vorstand. Hier feierte er auch
•
1 Sddlicb von Boitieiiburj(( am linken Eibufer. 2 Böhmer-
Ficker nro. 3492, Eoib v. Sclireckenslein, Forschungen 6 9. 381. 3
Brief uro. 7. 4 Daa geaauere a* Flcrogeweg, die Kreuipredigt im
jalire 1224 a. a. o.
iHBI
XL
das pfingstfest Es ist aysöerordentlich zu bedauern , dass
Emo, dem wir über diese Wanderung Olivers die eingehendsten
angaben verdanken, uns nichts davon überliefert hat, welchen
eindriick Oliver auf ihn und seine klosterbrOder gemacht hat.
Wenn es wahr ist, was wir oben vermoteten, dass Eiuo und
Oliver schon in Paris zusammen gewesen sind, wenn wir be-
denken , dass beide von grossem wissensdrange beseelt , beide
treue diener ihrer kirche und bis zu einem gewissen grade
wohl auch ähnliche Charaktere waren , so können sie nur in
einem angenehmen und anregenden verkehr bei einander ver-
weilt haben.
Am montag nach pfitigsten ging Oliver nach osten weiter,
überschritt die Ems und erreichte in Groothuisen den nörd-
lichsten und zugleich östlichsten punkt seiner Wanderung. Hier
kehrte er um , durchzog den Hiioesgoo und folgte von hier
einem rufe des päpstlichen legaten Konrad kardinalbischofs
von Porto zu einer Versammlung der bischöfe nach Köln. Be-
vor er sieb aber auf den weg machte , legte er seinen Ver-
tretern in einem schreiben noch einmal die kreuzpredigt ans
herz und gab den pries teru genaue verbal tongsmassregeln, die
er für die zeit seiner abwesenheit beobachtet wissen wollte ^
Konrad kam von Frankreich her, wohin ihn der auftrag
des papstes geführt hatte, um wegen der Albigenser mit dem
kouige zu verhandeln und einen frieden zwischen England und
Frankreich zu vermitteln, damit die kraft dieser Kinder ganz
für den bevorstel*enden kreuzziig verwenden werden könnte.
Von hier hatte er seinen weg nach Deutschland nehmend &U
erstes ziel seiner reise Köhi ersehen, da es sich wohl von selbst
verstand, dass er bei seinem eintritt in das deutsche reich den
erzbisch of Engelbert als reichsverweser in seiner residenz auf-
suchte. Konrads aufenthalt in Köln währte nur wenige tage.
Das konzil der bischöie , das neben den grossen politischen
fragen und besonders der gefangenuabme des dänenkonigs^
dem kreuzzug und anderen k i rch t i eben an gelegen hei ten gewidmet
sein sollte , fiel aus. Dennoch aber hatte Oliver gelegen heit
zu einer Unterredung mit dem päpstlichen legaien; es lag wohl
1 Briet Kro, 8.
XIÄ
auch kaum etwas nähere als dass der karrlinal, lier zrir be-
treibung dea kreazscugüs Dach Deutschland gekommen war, sich
Torerst in dieser angelegen heit mit den vum papste bestint inten
und bestell ien kreuzpredigern in Verbindung setzte. Bei einer
Unterredung zwischen Konrad und Oliver kam denn auch der
streit des abtes Emo mit dem pro pst Herdericus von Schild-
wolde zur spräche, zumal Emo schon froher in dieser sache
nn den kardinallegaten geschrieben, sich Ober Herderich bitter
beklagt und seine bestraf nng nachgesucht hatte. Auf Veran-
lassung Olivers schrieb ^ dann der legat auch von Zülpich aus
an den biscliof von Münster , in dessen diözese das kloster
Herderichs lag, und forderte ihn in nicht misszuverstehenden
Worten auf, derartige lente in die richtigen schranken zu weisen.
Oliver selbst aber schrieb von Köln aus einen brief an die
prälaten Frieslauds , in welchem er ihnen mitteilt , dass der
iandgraf von Thüringen, ein reicher, thatkraftiger und mächtiger
füri«t , das kreuz genommen habe und ein grosser teil hoher
und niederer dem beispiele gefolgt seien, dass die Dänen mit
der bremer und kolner diözese schifte ausröyteten und der
kaiser die Sarrazenen in Sizilien besiegt habe, was alles sie zu
beharrlichkeit und neuem eifer entflammen möge *.
Bald nachdem Konrad Köln verlassen hatte, wird auch
Oliver sich nach norden gewendet und die kreuzpredigt wieder
aufgenommen haben. Am 12. juli trefi'en wir ihn wieder
in Groningen, von wo er diesmal westlich ziehend Dokkuni
erreichte, den ort, an welchem er 1214 die grossartigen er-
folge erzielt hatte, und bis zum Boordiep vordrang. In Dokkum
sehlichtete er einen langjährigen streit zwischen den rittern
Thitard und Wigger zu gunsten des let/lern, für den auch
das Volk längst partei genommen hatte. Dadurch wtirde Thitard
aber derart aufgebracht, da^ss er den kreuzprediger, als dieser
auf dem rückweg nach Groningen war, mit bewaffneter mann-
>chaft überfiel, 01i\*er blieb unverletzt, aber einem edlen,
Elthetus von Midlestum, der schon das kreuz genommen hatte,
wurde von Thitard der köpf gespalten*
Oliver befand sich , ab diet^e blutthat geschah , auf dem
*
1 Den brief hat Emo überliefert. 2 Brief 9.
XLII
wege nach dem Emdergao^ wohin ihn schon mehrfach botea
gerufen hatten, daniit er auch hier die zwiatigkeiten uater dem
Volke beilege. Ob er den Emdergau aber erreicht hat, ent-
zieht sich unserer kenntuis; seine thätigkeit als kreuzprediger
scheint um diese zeit ihr ende erreicht zu haben. Bald finden
wir ihn wieder bei den hochpolitisclien angelegen hei ten be-
schäftigt^ auf die wir bereits oben näher eingegangen sind.
Bevor wir aber von Oliver als kreuzprediger abschi^
nehmen, müssen wir noch einen blick werfen auf den streit
zwischen Emo und Herdericus, dessen wir bereits oben mehr-
mals gedachten.
Dieser zwist reicht mit seinen anfangen in eine frühere
zeit zurück, kam aber 1223 erst offen zum ausbruch. Seine
hauptursache wird in dem benehmen des Herdericus zu suchen
sein» doch scheint nebenbei auch eine persönliche gereiztheit
des Euio g^gen Herdericus und desseu aufblühendes kloster,
welche in dessen darstelluug an mehreren stellen zum aua-
drnck kommt, mit im spiele gewesen zu sein K
Herdericus der propst des klosters Schildwolde, welches,
wie das Emos, in der münsterischen diözese gelegen war, hatte
in dem bischof Dietrich 11, von Münster einen gönner und
versah die stelle eines offizials desselben für Friesland*. Für
sein kloster hatte er iHe regel der pramonstratenser einge*
führt, es bisher aber versäumt, sich der patemität eines andern
unterzuordnen; er war acephalus ^ Von übermütigem, stolzem
Charakter, Hess er sich manches zu schulden kommen, was
I
1 £& hegen uns über diesen streit drei berichte vor, einmal der
bei weitem ausführlicbute bei Emo in seiner Chronik a. o. 500 ff„ der
aber sehr parteiisch gebalten und stellenweise in kaum verständlichem
latein abgefasst ist» ferner der in Menko» Fortsetzung der Chronik.
Emos, a. a. 0, 52G ff., der im wesentlichen eine kurEC wiedergäbe des
eriten iat und deshalb auch gan% zu iiogunsten des Herdericus aus-
RlUtj lind ein dritter, der kürzeste aber mehr zn Herdericus hinneigende
in den Gesta abbatum Orti s. Marie in Mon. Germ, ss. 23, 576 und La
der ausgäbe von Wybranda (Leeuwarden 1879) e. 151/153. 2 Der
westliche teil Friealands unterstand in kirchlicher hinsieht dem btsehof
von Utrecht. 3 Acephalüm, hoc est sine capite, conventum esse
non decet »agt Thomas Cantipr* im s, Bonum nniyers. de apibus I, 10
(ausgäbe Duaci lö27 S, 41).
I
XLIII
sich nicht mit
amte und seiner würde vertrug;
semem
öffnete nind schloss, so berichtet Emo , tlie kirchen mit dem
schlQssei der begierde und wnsste sich dadurch viel geld zu
Yerschaffeiu das er in ungeziemender weise verschwendete* Der
abt Ton Hamborn bei Duisburg , der in Friesland das arat
eines circator oder visitator des generalkapitels in Premontre
veroah^ hatte bereit« früher rlem propst Konrad von Preniontre
angezeigt, dass er dem Herdericus befohlen habe, sich inner-
halb vierzig tagen der paternitat eines klonters unterzuordnen.
Diese zeit war längst verstrichen, ohne dass Herdericus weitere
schritte gethan hatte, als Emo mit den drei äbten der frie-
sischen klöster Dokkum, Marienthal ^ und Marieiigarten * nach
Premontre kam. Hier wurde unter auderm auch die ange-
legenheit wegen des propstes von Scbildwolde zur spräche ge-
bracht, und propst Konrad beauftragte jene drei äbte, kraft
der vollmacht des generalkapitels Herdericus vor sich zu
zitieren imd bei strafe des bannes und der Suspension aufzu-
fordern^ sich noch vor Weihnachten 1*223 der paternität einer
der abteien in Friesland zu imt erstellen,
AU die drei äbte nach Friesland zurückgekehrt waren und
Herdericus mit ihrem auftrage bekannt machten, geriet dieser
in zoni, verfiel sofort auf Enio als den imstifter der ganzen
Sache und antwortete auf die zitationen der äbte damit, dass
er Erao nach Münster vor den biscbof berief. Dieser appellierte
nun zwar nach Rom, schickte aber doch seinen konventsbruder
Paulus nach Minister nnd liess durch diesen die appellation
erneuern,
Dnterdes verstrich aber die frist, welche die drei äbte
dem Herdericus gestellt hatten. Da er der anffordernng nicht
nachgekommen war , so erfolgte am 25. januar 1224 seine
exkommunikation, Herdericus appellierte nun seiner eits nach
Rom, schickte die Verkündigung des baones anf anraten des
bischofs von Münster nach Premontre und teilte dem propst
Konrad zugleich mit» dass er auf ersuchen des abtes von
*
1 VgL zQ dietem kioster Wy brande a. a, 0. 150 anm. 3
2 Wurde bereits 1128 durch den grafen Hermann von Kuik ge-
stiftet, li68 aber in die nähe von Cidenbor^ zwischen Waal und
Rbein verlegt, üeata abb. Ort a. Mar, bei Wjbrands 8. 32.
XLIV
Haniboni dein propst von Kappenberg * »einen gehorsam ao-
gezeigi habe ^ Zogfeich bat er, zwei oder drei verdaChtfreie
kute zu bestimmen , welche den wahren Sachverhalt nnter-
suchen sollten. Konrad belobt ihn deslialb und teilte ihm
mit, dass er die prÖpste von Klarhok^ und Varlar* zur näheren
kenntniasnabnie aufgefordert hätte.
Obwohl nun, so lange die appellation nach Kom schwebte,
nichta niiteniommen werden durfte , so setzte es Herdericus
dennoch bei dem biscbof von Münster dnrcb, dass dieser end-
lich Emo und sein ganzes kloster ebenfalls exkoniniunizierte
(niärz 2.) und zugleich verbot, mit ihnen in gedchäftlicben
verkehr zu treten '^. Das kloster Wittewierura musste hierunter
um so melir leiden, als seit der grossen Überschwemmung vom
jähre 1219 fast vi^r Jahre hintereinander die Überflutungen
durch das meer sich wiederholt hatten ^ und ein grosser mangel
an lebensmitteln herrsclite- Dantiii ausserdem die exkommuni-
katioTi des kiosters gegen die Privilegien und rechte des prä-
nionatratenserordena, dem es angehörte, erfolgt war, so appel-
lierte der prokurator Emos, Paulus, nach Köln. Zugleich
setzte Emo in einem schreiben an den propst Konrad von
Premontre die vortränge und die dadurch entstandenen schwie-
rigen Verhältnisse des kloster» auseinander und bat, die äbte
von Mariengarten und Dokkiuu mit der näheren Untersuchung
zn beauftragen; wenn diese die angelegenheiten so fanden,
wie Emo sie berichtet , möge er Herdericus bei strafe der
exkommunikation und Suspension anhalten , den dem kloster
Wittewierum zugefügten schaden zu ersetzen und die exkom-
munikation ötfentlich zurückzunehmen und zugleich dem bischof
•
1 Im regier ungflbQKirk Mnnater, unweit Hünea an der Lippe.
2 Wenn dieee an^^abe dea Herdericus der wuhrbeit entsprach, so muss
er es getban baben obne Jene drei äbte davon zu benacbrichiigen,
weil e« sonst unverstilndlich bleibt, wie «ie ihn in den bann than
konnten^ oder er thnfc es erat nach derexkommunikationt um sich dann
damit vor Konrad zu rechtfertigen. cS Bei lieda in regbez. Minden.
4 Bei Koesfetd, regbez. Münster. 5 Vielleicht gekört in diese zeit
auch die wegnähme des ckrisma.» des kiosters Wittewierum, worüber dch
Kmo a. 504 beschwert und waa Oliver in seinem brief hu K^onrad An«
deutet. 6 Vgl Menko a* o. 527 und Ubbo Kmmiui, Rer Frisiac
(Arnheraü 1605) o, 339 C, 349,
p
XLV
anbefehlen, seinem kloster die nustihung des gottesdienste^
wieder %n gestatten.
Diesen brief Ernas begleitete ein achreiben des inagisters
Oliver: er habe auf seinen wandeningeii durch Friesland so-
wohl Emo wie Herdericiis kennen gelernt, ersteren als einen
beim volke geachteten mann mit bestem leumuiid, den anderen
als einen habsüchtigen und seines amtes als bisehiifiicher offi-
sial und probst des kl osters wenig würdigen menschen« Seine
liebe ru dem Friesen volke und achtnng vor dera präraonstratenser-
orden veranlassten ihn zu der bitte , wenn die wunde dieses
mannes noch zu heilen sei ^ (lieiseii« zu thun , anderenfalls sie
mit dem Schwerte des geistes auszuschneiden, damit nicht auch
der gesunde teil in niitleidenschaft gezogen werde und das
ärgerniss weiter um sich greife, das, eine schwere gefahr für
die Seelen , besonders zu bedauern wäre bei dem ergebenen
imd zum gehorsam gegen den heiland der weit bereiten Friesen-
volke '.
Die appellation, welche Paulus im namen des Emo nach
Köln gerichtet hatte, beantwortete der domdechant und arcbi-
diakon Qozuin namens des kapitels dahin, daws er dem wunsclie
Einos entsprechend die äbte Sigehard von Mariengarten, Thiet-
WÄrd von Dokkum und J. von Nova ecclesia ^ mit der unter-
Buchung der sache beauftragt habe.
Am 1. mai fand in VVinjus im Ostergoo und in Dokkum
die Verhandlung statt. Diese ergab, dass die appellation Emos
seiner exkommunikatiun vorhergegangen sei. Demgeuiäss ent-
schied Gozwin in einem zweiten schreiben , dass die exkoni-
ninnikation Emos durch den biachof von Münster, sowie die
appellation an den erzbischof von Köln aufgehoben und die
ganze angelegenheit als auf dem Standpunkt stehend zu be-
trachten sei , auf welchem sie zur zeit der appellation Emos
und Berdericus nach Rom gewesen wäre, bis die entscheidung
des papstes einträfe.
Unterdes kehrte der böte aus Rom zurü*;k. Er brachte
drei briefe des papstes Honorius mit, datiert vom 8* april 1224.
*
\ Brief 7» 2 Nijkerk (Ooatdotageradeel » nach Wybranda,
Oestn 19, 123 unm.
XLVI
Der eine war ^^erichtet au den bischof von Münster, in welchem
er diesem brfjihl , falls er, wie Emo sich lieschwert hätte,
ohne griind und gegen die bestininningen des Allgemeinen
konzilca dieexkoniTuunikation j^egen jenen ansgesprochen hätte,
diese hinnen aelit tagen nach empfang des Schreibens aof/.u-
heben ; anderenfalls hatte er die iibte von Mariengarten, Dokkam
und den raagister von Nova ecclesia beauftragt, dem päpst-
lichen bt'fehle geltuTtg zu verschaffen. In dem zweiten schreiben
beauftragte Houarius die genannten geistlichen den bisrhof
zur hefnlgiing seiner befehle anzuhaben, und gebot in dem
dritten denselben beiden übten, die klage Emotä zu untersuchen
und zu entscheiden.
Der bisfhof von Münster wurde nun zu seiner recht-
fertignng nach Winjus und Dnkkuni zitiert. Als sein pro-
kuratdr sich hier w^idersetzlich zeigte, wurde über Dietrich
die exkotnninnikation ausgesprochen.
Nun kam um diese zeit der päpstliche legat kardinal-
bischot Konrad nach Köln. Da Oliver sich zu derselben »eit
dorthin begeben hutie, so wurden die angelegenheiten wegen
Herdericus aneh ln'r(ilirt und des kardinala Intervention nach-
gesncht. iJass Olivers bemühungcn von erfolg begleitet waren,
beweist der brief, welchen Konrad am 20. juni von Zülpich
aus an Dietrich von Münster richtete. Er forderte ihn darin
auf, den Herdericus davon abzuhalten, sich in händel einzu-
mischen, amlerenfalls er den äbten von Mariengarten, Dokknm
und Marienthal den auftrag gegeben hal>e, den Herdericu«
durch kirchliche strafen dazu zu zwingen, »Uebrigens wundere
ich mich, dass du einen aotcheu offizial hast«, schiiesst der
brief. Unter dem 21. juni übergibt er von Bonn aus den
drei übten die vollmacht.
HerdericMS widersetzte sich wiederum den IjefehJen der
vom päpstlichen legaten eingesetzten kummission und wurde
neuerdings exkommuniziert, Ueber den bischof Dietrich und
seinen prokurataren sollte der bann im September öffentlich
verhängt werden. Doch stiess man hierbei auf hindernisse,
indetn der propst Geiko von Farmesum, ein verwandter des
llerdericusl, zwei dekane von Loppersiim und andere den
l Die Ueijta abb. ürti a. Miirie a. o nennen üin avnn
XLVTI
proknrator der drei abte, Sibrand \ an der verktindigunia: des
Bannes verhindern wollten* Faat wäre es zu thätlkli keilen
gekommen ; da finigte man sich denn doch noch und am
19, September wurde zwischen Emo eiiit^r- umi dem biscbof
aud Herderictis andererseits zu Loppersnm ein friedens- und
freundschaftsbündüis geschlossen.
Damit war die sache aber noch nicht endgiiltig beigelegt.
Doch Hegt der schlusa dieser unerqnicklichen angelegenheit
ausserhalb des rahmens nnserer darstellung, wpil Oliver wie
Emo weiterhin daran nicht mt*hr beteiligt sind. Krwälint sei
nur noch, dassaufdem generalkapitel in Preniontre, zu welchem
auch Herdericus b»f rufen war, die sache zur Verhandlung kam.
Da letzterer aber nicht erschien, erhielt iler bisohof von Monster
den bet'ehl, diesen sofort zu «ntlanf^en , zumal dessen Stellung
als oftizial nicht mit dem erlass des papstes vom 22. jnni
1222^ vereinbar sei: Herdericuj^ aber erhielt die weisnng,
vor der nächsten Quatlragesima sich der paternität von Harn-
bom oder Varlar zu unterstellen und vor pfingsfcen persönlich
in Premontr*^ zu erscheinen, nm sich wegen seines ausbleiben»
zn rechtfertigen.
Der bischof füj^te sich den befehlen, Herdericus aber trotzte
weiter und zog den hass des volkea dergestalt auf sich , dass
ei zu blutigen febden ffam. Das kloster Schildwolde wurde
verbrannt^ die reliquien geraubt und der probst selbst rettete
sich nur mit naühe durch die flucht l'^rst später gelang es
dem bischot Dietrich , die erregten gemüter der Friesen zu
besänftigen und ein beide parteien befriedigendes überein-
kommen zu erzielen. Am 3L märz 1225 kehrte Herdericus
in sein kloster zurück.
Werfen wir nun noch einen blick auf diesen zweiten
aufenthalt Olivers in Friesland , so werden wir uns im ull-
gemeiueu des eindrucks nicht entwehren können, dass er gegen
den ersten doch bedeutend zurücksteht. Bei deju ersten auf-
entimite ging ein fri^^cberer zng durch die ganze saclie; das
1 Er wurde «ptter ablt von ManengarLen; Oeata a. a. o. 2 Quo-
circa . , . inhibemiM, ne quia<)uam ve«tniiu (acil.ord, Praeoionatr*) in
pertractandi^ alienis cs^mu presumat existei« procunttor. Kmo a,o, 506.
I
xLvra
Frieseiivolk war bisher noch mit keinem kreuzprediger zii*
sammengetrotten, Oliver war der erate gewesen, der hier för
den heiligen krieg wirkte, das Volk strömte ihm scharenweise
zu, Olivers weg war ein trininphzug. Anders das zweite
mal. Jetzt traten mehrere nngünstige nrastände zusammeDt
die dem imternehmen hinderlich sein mussten. Der reiz der
neubeit war dahin und konnte keine anziehnngskraft mehr
ausüben. Wassersnot mehrere jähre hintereinander \ welche die
ernte vielfach vernichiete ynt] auch menschenleben forderte,
und in deren gefolge hungersnot oder wenigstens teoerung.
alles das war nicht dazu angethan, die begeisterung für ferne
kriege zu entflammen; die meisten mnssten ihr angenmerk auf
die häuslichen angelegenheiten richten und zusehen, wie die
not der familie zu lindern und das erbe der väter wieder
ertragreicher zu machen sei. Dazu kamen denn noch die II
fehden unter dem volke im osten und w^esten, und wir erfahren
nicht, dass es selbst Oliver gelungen wäre ihrer herr zu
werden. Die unbeugsamkeit des friesischen Charakters und
vor altem das recht der blutrache, dem die Frieden noch gana( J
und gar ergeben waren *, gab den fehden immer neue nah- ^
rung, und leider war, wie wir aahen , selbst die geistlichkeit
nicht immer und Überall so durchdrungen von der idee des
gotteafriedens, der ein steter begleiterdes krenzpredigers sein
sollte* dass Oliver die stütze an ihr hätte haben können, die
er erwarten durfte '. Wenn trotz aller dieser misslichen um-
stände, die das amt Olivers wesentlich erscli werten und den
erfolg zweifelhaft mach ton, Oliver dennoch mit seinem erfolge
zufrieden war und diese Zufriedenheit auch aussprach * , so
werden wir nicht umhin können , auch diesen aafenthalt im
1 Sett der grossen Qut von 1219 vier
Menko, a. a, o. a« 527» Ubbo Emmiuo Eer.
B. 339 Ü'., 349: Oliyenna in Frtaiam rediit
clade vix tunccaptit erigere incipientem.
de apil^us (Duaci 1617) üb. \\, cap. 1, nov.
nictit vergeaaen werden, dass Emo, der prior
von Lopperaum und Fariuesura allein 2000
sammelt hatten« Emo a. a, o. s. [»11.
7390, Finke ». 153 uro. 325.
jähre hintereinander « Tgl.
Fria. bist (Arnbemii 1605)
ex aqnarnm ac tempestatum
2 Vgl. Thomaa Canttpnit.
15. 3 Doch darf Auoh
von Fei wert und die dek^oe
mark nnter den reichen ge-
4 Vgl. Brief 7. Potthaai
XLIX
Friesenlande und seine thätigkeit als kreuzprediger während
des Jahres 1224 als eine gro»se leistung anzuerkennen, welcher,
da die erscheinungen am himmel, die den abergliiuben nnd die
Phantasie des voJkes aufreizten, diesmal nicht zu geböte
standen , allein der beredsamkeit und dem eifer des kreuz-
predigers zugeschrieben werden müssen.
Erst im fröhjahr 1225 war der prozees wegen der pader-
bomer bischofswahl endgiltig zum austrag gekommen; am
7. april bestätigt papst Honorius IIL Oliver als bischof von
Paderborn, unter demselben datum teilte er dies dem kardinal-
legaten Konrad von Porto und dem erzbischoF Engelbert von
Köln mit der aufforderung mit, den propst Heinrich von Bus-
dorf, der exkommnoiziert worden w^ar, zur restitution zu ver-
anlassen *. Ebenso befahl er in einem schreibeu von demselben
tage den edlen und ministerialen des stiftSi dem neuen bischof
den treueid zu leisten •*
So war Oliver denn erwählter und bestätigter bischof von
Paderborn. Es erübrigte nur noch, dass er vom kaiser die
regalien empfing. Oliver scheint hiermit nicht lange gezögert
und sich bald nach der [läpstlichen bestätigung auf den weg
nach Italien gemacht zu haben. Am 28. juli finden wir ihn
in San Germano bei Friedrich IL, wo der kaiser am 22.
eingetroffen war und am 25. in einer Unterredung mit den
kardinalen Pelagius von Alhuno und Gualo von S. Martin sich
znm kreuzzug neuerdings verpflichtet und versprochen hatte,
ihn im august anzutreten. Unter den zahlreichen zeugen
dieser Vereinbarung befand sich eine reihe deutscher fürsten und
sizilischer grossen, unter den erstereu Bernhard vuo Horstmar
ab bevollmächtigter des erzbischofs von Köln, die herzöge von
Oeaterreich imd Kärnten, die bischofe von Bamberg, Regens-
burg, Merseburg und andere. Bis zum 28, ist Oliver in der
Umgebung des kaisers nuch nadiweisbur ^, und zwischen dem
25, nnd 28. hat er auch die regalien vom kaiser erhalten.
Da aber für die erlangmig dieser kaiserlichen gnade eine
grossere summe zu erlegen war» sah sich Oliver genötigt,
♦
1 FiDke ft a. o. 154 nro. 32G. 2 n a. o. 327, PotthaBt 7391.
a Böhmer-Ficker 1571 und 1572.
OUver. ll
d
öamens des paiierborner domkapitels 65 mark in silber sich
von dem praeceptor des deutschen ordeos iu Atlemannien,
Heiiirieli Hoter, zu leihen *.
Von der thätigkeii Olivers als bischof von Paderborn ist
ims nichts bekatmt; die kurae zeit seines pontifikates , sowie
seine abwesenheit von der diözese haben ihn zu einem ge-
deihlichen wirken für diese nicht kommen lassend Nur eine
einzige Urkunde lässt uns eine schwache Wirksamkeit Olivers
für sein bistimi erkennen , auf sein bitten nämlich gewährte
papsi Honorius allen besuchern der paderborner domkirche
am Jahrestage ihrer eiuweihiing einen vierzigtägigen ablass •.
Da die Urkunde in Hieti ausgestellt ist , so wird Oliver von
San Germano sich hierher zum papste begeben haben , viel-
leicht auf dessen Veranlassung , da Hauorius ihn eben noch
zu grösserem auserselien hatte. Am 18. septeraber nämlich
unterzeichnet Oliver eine päpstliche bulle für Padua bereits
in seiner eigenschaft als kardinalbischof von S, Sabina*. Wir
müssen deshalb annehmen, dass noch im august oder spätestens
in der ersten hälfte des september 1225 Olivers ernenn uug
zum kardinal erfolgt ist. Am 27, september zeigte Honorius
dem paderborner domkapitel diese ernenunng an und forderte
sie zur neu wähl auf^
Da Friedrich IL iu Sau Germano sich verpflichtet hatte^
erst im august 1227 den kreuzzug anzutreten, so hatte er
noch zeit, sich neben den Vorbereitungen zu diesem auch
den italienischen angelegen heiten zuzuwenden, unterdes er-
♦
1 WiVmans 116 uro. 175, Böhiuer-Ficker 1571 a; wegen der ßchwierijif-
keiten bei der rückznhlung vgl. Wilmaos nro. 175. 2 Die angäbe
des Gobelinua Persona, Cosmodrom. böi Meibom, s«. renGerm. I, ». 277.
Eiöeiifjrinu8j Catal test» veriL UJ und nach ilmen Schaten, Ann. Pader-
born* ad a. 1224, dasB Oliver in diesem jjihre eine aynode in Paderborn
abgehalten und ituf dieaor .»conauetudinea ex iure et patruiu decretis
somptas* in einem bliebe verdni^^t hftbe (vgl. auch Hefele-KaÖpQer,
KonKiliengesch. V, 988) ist nun wobt ditrcb Finke, Konzilieattudien
8. 51 endgültig widerlegt. 3 Gobelin bei Meibom a. a. o. i, 282
sagt: ^ad inetantiam Bernbardi qiiarti episcopi Paderborn*. Jedenfalls
Verwechslung mit Oliver, y^h Finke, Papst^Urk, Westf. b. 156 nro. 332
4 Pottbaat 747ä. 5 Pinke a. a. o. 156 nro. 33li, vgl, Wilmans
a. &' Q. 96 nro. 141 Anm« 2.
folgte auch seine verheiratiiog mit Isabella , der erbin des
konigreichs Jerusalem, welche die Verpflichtung des kaisers
zum kreuzzug noch verstärken musste; denn nocli war das
erbe seiner gemahlin zum weitaus grössten teile im besitz der
Sarrazenen , und es musste fortan eine ehrensacbe Friedrichs
werden , seinem königstitel auch eine wirkliche grundlage zu
schaffen.
Bald nach dem vertrage von San Germaiio traten aber
wieder Spannungen zwischen dem kaiser und der kurie ein,
die in der b^etzang erledigter bistümer und abteieii in den
italienidchen erhläiidem durch den papst ohne nachgesuchte
Zustimmung des landeshemi ihren grund hatten, unter den
gesandten , die in dieser angelegen heit zwischen dem kaiser
und dem pa])ste hin- und hergingen , befand sich auch der
kardinal Oliver, der im januar 1226 zum kaiser nach Apnlien
gesandt wnrde ', Eine annährung der beiden streitenden
mächte ist auch durch Oliver nicht erzielt wurden und war
bei der Zähigkeit der parteien durch eine blosse Unterredung
wohl auch kaum zu erreichen. Dagegen aber äusserte der
kaiser Oliver gegenüber seine iibsicht im dem termine für den
kreuzKug auf august 1227 festzuhalten und hat dieser absieht
auch in einem schreiben» das er von Salerno aus am L februar
wohl zweifellos auf Veranlassung des kardinals Oliver an die
Friesen gerichtet hat, ausdruck gegeben *, Er spricht ihnen
hierin seine volle anerkenn nng für ihre früheren thaten , be-
sonders vor Damiette, aus, und *rroiahnt sie, sich mit einer
flotte dem bevorstehenden kreuzzuge anzysehliessen, denn sie
seien geffirchtet von den Volker m ^ deren erde das blut der
friesischen märtyrer gerötet hatte.
l Ryccardt de S, <ierniano Annal. in Rlon. Germ. i^s. 13, b, 345:
.Hoocnui papA OHvenum tiatione . » . . . ad eccle^iaiu Haricti Vjncentii
aBsumpiatn electnm ad impenitorem in Apuüa mittit'^. Die ganze stelle
in der li«. M lückenhaft und die worte 'ad — assumptiim' erganaun/^
UgbeUu (wa5 aber nnrichUg, vgl, Winkel mann 9. 249 unm. 3). Zu be-
dftaem ist hier ganz besondere die lücke, welche, wenn vielleicht anch
nur mit *AIeTnannam' oder Tbeutonicnm' zu ergänzen , ebeosogtit uns
noch einen be«timiDteren anhaltspunkt für Olivers Heimat hätte geben
können. 2 Bohmer-Ficker 1594.
Ln
Hiermit schliessen für uns die nachrichten über Oliver
als kardinal ond als mensch ab. Noch sind uns von ihm er-
halten ein brief an den auch als kreuzprediger bekannten
Würzburger domherrn Salomoii ', in welchem er sich über die
ausschreitungen mancher kreuzprediger beklagt, sowie eine
anzahl von bullen der päpste Honorius IIL und Gregor IX.,
die Oliver mit unterschrieben hat ', Die letzte die^r, für das
Schottenkloster in Wien bestimmt, ist datiert von Änagni 1227
august 9. I
Am 18. September fand unter Gregor IX. die erste kardinals-
erhebung statt und bei dieser gelegenheit wurde bereits magister
Johann Halgrin , früher dechant in Ämiens , zum kardinal-
bischof von S, Sabina ernannt*, Oliver muss demnach zwischen
dem 9. august und dem 18. september 1227 gestorben sein *.
Sein grab fand er in italienischer erde.
n. Die Handschriften.
I. Die handschriften der descriptio Terre sancte.
Von handschriften der descriptio liegt uns nur eine vor»
die den namen Olivers tragt. Sie beruht in der grossherz.
hofbibliothek in Darmstadt und ist, obwohl sie erst dem 15.
Jahrhundert angehörti doch sur gruudlage der ausgäbe gemacht
worden, weil sie die einzige ist, die das werk als das des
scholastera bezeichnet. Diese hs., welche ausser der descriptio
auch noch die bist regum und die bist. Damiat. enthält, be-
zeichnen wir mit D, Das n ältere hierüber wird unter den
hss. der bist. Dam. gesagt werden.
1 Brief 10, üeber Salomon vgl. Winkel mann s. 224 aoin. 3.
2 Poithaat 7541, 7568 und 7B95 (Lateran), 7^bO, 7051, 7994, 8003 und
8004 (Äna^iii), S Winkel mann s. 54<>. 4 Damit würde die
angäbe Roaenmeyera in Trosa, Weatfalia (1825) 11, st. 4 s. 5ü» dass
Oliver am ^. september 1227 geatorben ut, übereinstirauaen ; wober er
die»e nacbricbt bat« ist mir nicht erficht] ich, dn. Schaten, Ann, Pader-
born. I, 708p den nosenmeyer zitiert, nichts davon sagt. EnUtchieden
unrichtig aber ist desselben angäbe, dasa er in Paderborn geatorben
iat Ebenso unbegründet die angäbe sa. rer. Prus«. V. «.17, daaa Oliver
jJedenfalU vor dem 19. märs 1227 starbV
um
Um nun aber den flüchtigen und fehlerhaften text von
D richtig zu stellen, haben wir noch einige hss* des sogen.
Eugesippns-FretellutJ und des sogen, Inoominatus VI (Pseudo-
Beda) herangezogen \ die abweichun^en dieser aber nur dann
anter die Varianten aufgenommen, wenn sie zur richtigste! lung
es t**xtes etwas beitrugen, die rein stilistischen abweichungen
so nicht berücksichtigt. Benutzt werden von diesen folgende:
1, Hs, der konigl. PauJinischen bibliothek in Münster i.
W. uro 269*, pergamentha» aus dem anfang des 13. jähr-
hunderte, 26,8 cm hoch und 17,7 cm breit. Die seite ist in
der mitte in zwei kolumnen gespalten : die zahl der zeilen jeder
ite, die zwischen linien stehen, schwankt zwischen 32 und
7. Die band ist deutlich und korrekt Uel>er inhalt und
Herkunft der hs. gibt eine gleichzeitige bemerk ung der ersten
ite anskunft: *Liber sanctissirae Dei genetricis Marie virginis
et sanctorum Cosme, Daoiiani et Simonis prophete monasterü
in Leisborne' ordinis sancte Benedicti. In isto volumine
ooatioentnr snbscripti libri: Penitentiarins Roberti, De situ
Terre sancte^ Diese uotiz wiederholt sich auf dem vorletzten
blatte in folgender fassung : 'Liber sanctorum Cosme, Damiani
Symeoui« j>rophete in Lisbom , Penitentiarius Roberti, De
situ Terre sancte'. Doch ist ihr inhalt mit dieser angäbe noch
nicht erschöpft V Der uns interessierende teil beginnt mit
dem 50. blatte und trägt die Überschrift: *De situ terre Jhero-
aolimitane et incolis eins'. Er ist eine kompilation aus ver-
schiedenen bestandteilen , die pich leicht als solche erkennen
lassen und uns zum teil auch als selbständige stÜcke hand-
achriftlich Überliefert sind. Für uns kommt nur der erflte
Eteil in betracht (fol. 50/56)* Wir bezeichnen die hs, mit X,
2, Hs. des dorag}"mna.siuras zu Magdeburg nro. 178,
ha, des 13. Jahrhunderts, soweit sie für uns in betracht kommt,
|[eiozelnes auch aus dem 12* und 14. jahrhimdert) , meist
religiösen inhalts; sie enthält foL 73777'' den sogen. Innomi-
♦
1 Vgl. die zviaamnjeiiatenuDg der haa, dieser bei Köbricht, Biblio^r,
gBOgr. Palaeflt. b. 33 f and 85. 2 Ygl. Joe. Ständer, Cafcaloj^u«
Chirograph orum in regio bibL Paul. Monaat. «. 48. 3 Lieabora,
.kr. Beckam pror. Weatfalen. 4 Das genauere fgl. Neues Arehir 16»
UV
natus VI, (Pseudo-Beda) und bepiint : 'Volentes midiie noticiam
terre Jlierosolimitane suniant initium a Chebroü' etc., scbluss:
'earaque Antoiiiam vocaviL Explicit.* Doch folgen darauf noch
einige bemerkungen über Jerusalem und seine nächste Um-
gebung. Die hs., 20,5 cm hoch und 15 cm breit ist äusserst
klein, aber deutlich und sauber geschrieben^ wenngleich nicht
frei von flüchtigkt*iten und jiuglassnngen, 38 Zeilen auf jeder
Seite. Wir bezeichnen sie mit U.
Diese beiden hss. liefera im wesentlichen denselben text
mit fast ausschliesslich stilistischen abweichnngen. Einen weit
ausführlicheren dagegen hat
3, Ha. der königl, bibliothek in Berlin, Msc. lat quart.
291 ans dem 14. Jahrhundert. Das näliere über diese vgl.
unter den hss. der bist, de ortu Jerusalem. Wir bezeichnen
sie mit J.
I
n, Die handsclirifien der Mistoria de ortu Jerusalem*
1. Hs. der konigL bibliothek in Berlin, Msc, lat quart.
291, Diese hs., von uns mit J signiert, welche für sämtliche
schritten Olivers mit ausnähme der briefe in betracht kommt,
ist ein sammelband von verschiedenen banden aus dem aufang
des 14. Jahrhunderts geschrieben , 22 cm hoch und 15,5 cai
breit und enthält auf der ersten seite die worte *Fratrum
Capncinoruni Montia angelorum * 1637/ Ihren inhalt bildet
zunächst eine HJronicn Martiniana de summis pontificibus et
imperatoribus\ die fol, 1 — 4V einnimmt Hieran schliesst sich
fol 42' eine kur7.e gescliichte der reiche Israel und Juda, deren
anfang fehlt und die am ende mit der erwähnimg Chosrus
und Muhameds in wenigen satzen auf Gottfried von Bouillon
übergeht Es folgt hierauf fol. 43' bis iSV Olivers historia
de ortu Jerusalem ohne Überschrift und ohne den verfiasser
namhaft zu machen* Indes ist das werk nicht ganz vollständig
erhalten. Wie aus den aus acht perg am entblättern bestehenden
und am unteren rande gezählten lagen hervorgeht, fehlen
zwischen dem 60, und 61. blatte zwei blätter. Diese lücke
können vrir ausfüllen durch die Wolfen bütteler hs. , auf die
1 Engel «berg ist ein kapaKtnermäntierkloBter im Spesöart
m
m
wir sogleich genauer eingehen werden. Dieser teil des codex
isi im wesentlichen korrekt, mit ziemlich groseen aber nahe
aneinander gerückten biichstaben, im dorchschnitt mit 35 Zeilen
auf der seite geschrieben und bildet die grundlage unserer
ausgäbe die^^er schrift Olivers. Von derselben hand schlieast
sich hieran fol. 61' ein Verzeichnis der patriarchen von Jeru-
salem, darauf noch auf derselben seite der sogen. Eiigesippus-
Fretellus, ein brief mit der adresse: *Venerando in Christo
patri et dorniuo Heriberto Dei gracia Olomecenensi episcopo
Ruobertus Fretellus eadem gracia Anthyocheuus archidiaconus' ',
Nach einer einleituug beginnt die eigentliche beschreibung
des h. landes mit den werten : 'Vertam etiam stihim nostrum
aumens initium a Cbebron^ que est Ebron^ etc. Sie schliesst
foL 66' mit den Worten : ^Qiiod autem habes, hoc tibi do*,
d. h. s. 17 unserer ansgabe, entsprechend den Worten: ^quia
toium quod habuit dederat*. Dieses stück der hs. haben wir
zur vergleichung der descriptio wie sie D. liefert mit heran-
gezogen. Hieran schliesst sich eine kooipilation über Muha-
med und die Sarrazenen , die am an fang zum gross ten teile
auf Haymarus Miinachus (Jacobi de Vitriaco lib. III bei
Bongars Gesta Dei 1^ s. 1125 ff.) zurückgeht, dann aber aus
verschiedenen quellen schöpfte. So finden wir foL 68' die worte :
*Hic (näml. Honorius IlL) de latere suo* etc. entnommen dem
achluaskapitel der bist* regum bis zu deren ende. Fol. 68*
tragt ein abschnitt die Überschrift : *Juraineutum .soldani^ Er
enthält die stelle der bist. E^am. cap. 79; *Ponens manum
dextram . . . dicunt se non teneri*. Ferner findet sich fol.
GSVöS"" der ganze passus der bist. Dam. cap. 24 : 'Anno gracie
CCXIX regina civitatum . . . firmissirae custodiunt\ ün-
iittelbar hieran schliesst sich ein abschnitt *De diatinctione
balsami et confectione et: ubi inventtur'. Dieser enthält bist.
Dara. cap, 60: 'Inter Kayrum et Babylonem . . . Chrisiiano«
Sarracenos ministroa*. UnabhUngig von dieser konipilation
d von einer anderen, dem ende des 14. jabrhundertjs ange-
rigen hand folgt dann foL 77' noch das aus der bist. Dam.
«
l Vjifl. Röhricht a. a. o. 8. 35. wo der nftme dea biachoft von OlmüfcK
iitig mit Heiimch statt wie oben mit Herbert angegeben wird.
LVl
cap. 6J /69 genommene stück: 'Infra Kairum spaciuoi . . . iosnla
prescripta* und *Ä Babylone superius . . . se valeant exctIsare^
Was hierauf in dem codex folgt, ist für uns von keiner be-
dentung. Doch habon wir niclit unterlassen können, die ane
der hiat. reg, und bist Dam. genommenen stücke dieser hs,
bei der vergleiehung der hss. mit heranzuziehen und die
Varianten zu verzeichnen.
2. Handschrift der herzogl. bibliothek in Wolfenbüitel,
sign, 30, 5. Aug. foK, cod. membr. dea 13. Jahrhunderts, 32 em
hoch und 22 cni breit, durcbgänig iu zwei spalten schon ge-
schrieben mit 45 Zeilen iu jeder. Auf der ersten zeile oben
finden sich die worte: 'Ego Widekindns canonicus et chor-
episcopus sancti öereonis ' hunc librum legavi ecciesie sanctt
Pautaleouis pro remedio auime mce\ eine nofciz, die sich viel-
leicht nur auf den ersten teil der hs: *De sanctitate meritorum
et gloria miraculorum beati Karoli magni ad honorem et
laudem nominis Dei* bezieht Auf diese schrift folgt foL
65''/128' die historia JherosoL des Jakob von Vitry (L oiid
2, buch). Hieran schliesst »ich foL 129V133' die historia de
ortu Jei'uaalem. Eine abschrift dieses stückes, die herr pro*
fessor dr. Ficker i. j. 1850 an ort und stelle gemacht hat,
wurde mir von diesem freundlichst zur Verfügung gestellt.
Kicker hielt dieses stück für Olivers werk *, wozu er nach
der vorangestellten einleitung berechtigt war. Da es uns nun
gelungen ist, in J das vollständige werk zu entdecken, er-
sehen wir, dass das iu unserer hs. enthaltene stÜck nur ein
magerer auszug aus dem werke Olivers ist» deu wahrscheinlich
der in der einleitung genannte Theodericus selbst verfertigt
hat. Nach seiner eigenen angäbe ist er selbst im heiligen
lande gewesen; doch ist es mir nicht gelungen, eine weitere
spur von ihm zu finden. Diese Einleitung lautet: *0ranibu8
sancte et individue trinitatis cultoribus et precipue benignis-
1 Widefcind ht 1235/47 ak eolcher nachweisbar (raitteüung de« herrn
gell, arch.rat Harlesa in Dasseldorf). 2 Ficker, Engelbert der heilige
B. 251; er vermutet nur, dRsa TbeotlericuB das werk .vielleicht hat
kürzen laa8en^ Zeit-schr. für öeacb. u. Altertumskunde Westf« 13, 8.290.
Ebert dagegen legte die sebrift dem Theodericus aelbst bei , Petts
Archiv Vil, ». 1,
I
LVII
simi domiiii nostri Jhesit Christi dilpctoribus Thiodericus
omnium tarn inonftchorura quam Cliristianorum peripsima sie
in hac fragili vita passiooibus Christi commutiicare , ni ei in
perpetuam feliciter mereantur conregfiare. Ea qoe de locis
sazictis, in quibiis sciJicet Salvator nosW corporalem preseiiciani
exhibens eae beate hiimanifcatis atqiie nostre redeinptionia
officia sive misteria ioplevit, que vel ipsi visu cognuviraus
vel aliorum relatu veraci didiciraiis, scedulia et apicibus anno-
tare curavimus, »t d&sideriis eoniiii, qui eiira corporali gresau
illuc sequi non posaunt, in decluratione eoruiii, qtie visa
nequeoüt attingere, vel anditu percipiaoti pro posse satis-
faciamii9. Hoc auiem studio idcirco nog deaudasse lector omnia
agnoscat, nt ex hac ipsa lectione sive oarratione Christum in
memoria Sem per discat habere et eum in memoria retinens
studeat amare, amando ei, qui pro m pa^sus est, compaciatuff
compaciens eius desiderio accendatiir, desiderio ipsiua accensus
a peccatis absolvatur, a peccatis absulutus graciam ipsius
cDD^equatur, graciam ipsius consecutus regnura Celeste adipis-
catur, quod ipse conferre diguetur, qui cum Patre et Spiritu
sancto vi\it et regnat Dens per omnia secula seculorum.
Amen'* Die unmittelbar darauf folgenden Worte einer anderen
fast gleichzeitigen hand bezeichnen das werk geradezu als
einen auszug ans dem Olivers: *Huiu8 prefaciuncnle subsequen-
tem narrationem invenies plenarie in libro hystorie magistri
Oliven primo scolastici Colouiensis postmodura cardinalis
effectit qui siuain historiara de orto Jherusalera et eius variin
eventibus a tempore Abrahe nsqiie ad captionem Damiate et
eins restitutionem sub soldano Kernel factam teraporibus
Priderici imperatorts texendo perstringit^ Es folgt sodann
von der ersten band der auszog ans Olivers werk: *Summe
potens Pater , . . detentara expugoavit' nnd unten am rande
fol- 133', während die seite fast unbesi*hrieben ist, die ein-
leitnng der hist. regum: 'Altissimus super onaniquamque
gentetn , . . diutiiis detinendam*. Die hs. hat för uns den wert,
einmal an« ihr den titel des werken Olivers kennen zn lernen,
sodann durch sie eine kontroüe von J wenigstens för die
wörtlich herö hergenommenen stellen zu haben, feraer und
bauptdächlidi, die oben erwähnte lacke in J durch sie aus-
Lvm
f(illeii zu können, wenn auch onr in der gedrängten kün^,
wie sie sie uns bietet. Wir hezeiclinen die hs, mit 0*
III. Die liandschrifteu der Historia regntn.
Von dieser sind uns zwei handschriften bekannt gew« irden,
L die bereits erwähnte ha. D der darmstadter hofbiblio-
thek, die aber die bist, reg. nnr bis zum schluss des cap, 106
enthält und nach den Worten *victoriosus obtinuit' nur noch ■
hinzufügt : *Sic rivitas saiictti i>eceatis nostris exigentibus per- m
niansit in pafceatate paganorum. Hanc hist^riam cnni magoa
still brevitat^ compilavit magister Oliverua scolasticus Colo-
niensis apod Damiatani et hanc que sequitür (näml. die bist.
Dam,) anno Tiiillesimo ducentesinio decimo nono', II
2, Handschriften der königlicben bibliotbek in Hannover
sign* XXX VII, 1807. Sie enthält die ganze bist, regum und
wird von uns mit H bezeichnet. Da H wie D auch die bist.
Dam, enthalten , so folgt das nähere ober sie weiter unten
unter den hss. der bist Dam.
3, mag hier noch 0 erwähnt werden, die, wie wir oben
bemerkten, die einleitung der bist. reg. enthält, und ■
4, J fiir die oben bezeichneten stücke der bist, regum.
IV« Die handschnfteu der Histaria Damiatina, ■
Die hiat. Dam. ist nicht ein von vorherein plan massig
angelegtes werk, sondern ans zwei brieten zusammeügeaetaeti
die Oliver aus Egypten nach Köln schrieb und daun, wie wir
8ehen werden, durch iortaetzungen nnd Überarbeitung in drei
verschiedenen redaktionen in die endgültige form gebracht
worden* Danach teilen wir die handachriften in folgende klasaeu : ■
a) Die handschriften des ersten briefes. "
Solche sind nns nicht erhalten, denn der erste selbständige
brief, den Oliver ans Egypten schrieb, gelangte in dieser form
nicht in die hist I^auL und ist deslmlb unter die einzelnen
briefe eingereiht (uro. 3), ebenso dessen hs. unter die der
einzelnen briefe (W), Die überarbeitete form aber iat uns nur
in den hss* der ersten redaktion erhalten und wird unter diesen
besprochen werden.
LIX
'
b) Die handschriften des zweiten briefes.
Dieser brief föhrt die ereignisse in Egypteti bis zum 5. noveniber
1218 und wird bald darauf geschrieben sein. Von ihm be-
giizen wir folgende handschriften :
1, Leyflen, Universitätsbibliothek, Voss. cod. lat nro. 13
in 4^ ', ein samnielband aus dem ende des 13, spätestens
aoEang des li, Jahrhunderts. Der brief, der die Überschrift
tragt: 'Oliverü epistola ad Engelbertum archiepiscopnm Colo-
nieiiflem de obsidione Damiat6\ ist in kleiner gedrängter schritt
ahne jeden absatz geschrieben und nimmt nur acht volle Seiten
and sechs reihen der neunten in ansprach. Hie seite ist in
zwei kolumuen geteilt, jede mit 39 Zeilen. Die h«. ist zwar
nicht unschön , aber äusserst inkorrekt und fehlerhaft und
macht den eindruck als ob der Schreiber seine vorläge niclit
gut lesen konnte und auch nicht besonders viel latein ver-
stand, denn es fiuden sich neben irrtümem wie 'gladii* für
*galeeS ^quorum' für *eqnorum' auch locken von ein bis zwei
Wörtern, die nur zum teil später ausgefüllt wurden. Wir be-
zeichnen sie mit L.
2, Paris, nationalbibliothek lat. uro. 4861 *, aus dem 13*
jalirhundert, ein starker band, 29^5 cm hoch und 23 cm
breit, der mit Euaebius beginnt und u. a* auch die Continuatio
Prosperi und Chron. Sigiberti Gembl enthält Pol 121^123"
befindet sich Olivers brief. Die schrift ist schön und deutlich,
jede Seite in zwei kohimnen geteilt, enthält 42 zeilen, ausser
der lezten , die nur 40 zeilen aufweist Eine überschritt bat
der brief nicht, die adresse ist auch nur angedeutet : 'Oliverus
E. arcbiepiscopo Coloniensi\ und der schluss bricht mit den
Worten ab: 'Letare provincia Coloniensis^ Wir bezeichnen
die hs. mit N.
3, Rom, vatikaniBches archiv , bibliothek der königin
Christine nro* 572 (olim 13;^!*) ', aus der zweiten hälfte des
13. Jahrhunderts, 24 cm hoch und 4,5 cm breit Sie ist ein
^ammelband und enthält unter andern auch die von Hagen-
1 Vgl Peru Archiv Vll 137, 2 Vgl PerU Archiv VII, b.50.
üuch crwÄhnt von Kiant, Arcliives de Tor* lat. 11, 137 als .Epistola ad
ßfigelbertum'. 3 PerU Archiv XII, e. 294.
LX
ineyer herau^gegebeaee Gesta Fraucorum '. Das letzte stück
dieser sainralung bildet Olivers brief, der s, 69' ohne weitere
f^berschrift mit der vollen adresse beginnt und 14 volle selten
mit 28 bez. 29, 29, 31, 31, 30, 30, 30, 80, 29, 29, 30,
30, 31 imd die 15. mit acht zeilen eiimiinmt und in grossen.
fetten bnchstaben geschrieben ist. Doch macht die schrift,
da die zeilen nicht gleichmüäsi^ von einander abstehen nnd
aoc.b nicht inimpr parallel laufen, keinen schönen eindruck. i
Eine band des 17. Jahrhunderts hat auf den oberen rand der ■
t>9. Seite gesetzt: 'Ex bibliotheca Pauli Petavii 8eüatori8^
Wir bezeichnen sie mit R.
4, Rom , vatikauiscbes archiv, bibliothek der konigia
Christine nro. 563 *, handschrift aus dem ende des 13. jähr-
hunderts, 29,5 cm hoch und 21,5 cm breit. Obwohl die hs.
ganz heterogene stücke enthält, ist sie doch von einer band
geschriebenf mit ausnähme von blatt l und 14, die aus irgend
welchem gründe später erneuert wurden, S, 207' beginnt die
'Epistola Oliveri cjuomodo capta fuit Damiata a GhristiaDts'
und reicht bis foL 220. Dieser brief bildet den letzten teü
der hK Er beginnt mit einer schnnen initiale, an denen die
hs. überhunpt reich ist, nnd ist klein aber deutlich geschrieben,
zwei kolumnen auf jeder Seite, jede spalte mit 42 Zeilen, ohne
korrektur und fast ohne Schreibfehler. Aus änsseren wie inneren
gründen ist diese hs. als die beste der uns von diesem briefe
erhaltenen anzusehen. Wir bezfichnen sie mit V» _[_
5. Hierzu muss auch gerechnet werden die bereits oben
unter IV a erwähnte hs. W, weil sie nur mit forUassung
der adresise diesen brief ohne weitere Vermittlung an den ersten
schobj sodass von einer weiteren redaktiooellen Überarbeitung
nicht die rede sein kann. Die Varianten dieser hs. verdanke
ich anch berrn profeasor dr. Ficker, die noch mit dem drucke
dieses briefes bei Waüz, Chron. reg. Colon, s. 330/7 ver-
glichen wurden. ■
6. Paris, nationalbibliothek nro. 5136*,
des 16, Jahrhunderts iu foL , 30 cm hoch
papierhandsch rift
und 21 cm breit
1 Vgl. Hagenmeyars anagabe (Beidelb«rg 189Ü) s« 95, 2 Perti
Arübiv XU, 8. 292, S a. a. o. VIT, s. 56, auch erwähnt Archives
de rorient lat. I!, s, 138.
LXI
Bie tragt aaf dem zweiten blatte die notiz ^ex veteri codice
Victorino*, und enthalt allein den brief Olivers, der 17 und
eine halbe seite umfasst, bezeichnet: 'Oliverii epistola ad
Engelbertum archiepiscopum Coloniensem de captu Daniiata
et eis quae vidit in Oriente^ Die ha. ist scbaii in der neueren
Orthographie (ae und oe statt e, fast immer Hiero&olima n. s,
wj) geschrieben und scheint nach der akschrift kollationiert
zn sein, da teil» am rande teib im texte von derselben liand
besserungen nnd nachtrage vorgenommen worden sind ; den-
noch sind einige Unrichtigkeiten, wie poendtentiam statt pote-
statem, specialiter für spiritualiter u, a. stehen geblieben.
Mit den anderen hss, dieses briefes verglichen nähert sich
diese mehr V und N als den anderen^ ohne aber direkt auf
eine iran beiden xurilckzugehen* Die Varianten wurden mir
von henm professor dr, Koliricht in Berlin freundlichst zur
verfllgung gestellt, und nach dessen vorgange bezeichnen wir
die ha. mit C.
7. Paris, nationalbibliothek cod- lat. nro. 4955 fol. 88/91.
handflchrift des 14. Jahrhunderts in fol. '. Die an ort und
stelle vorgenommene koUationierung hat herr professor Röh-
richt, der die hs. mit B bezeichnet, mir gütigst ZAir Verfügung
gestellt. Wir bezeichnen dieae hs. mit E,
8. Klosterneuburg, Stiftsbibliothek nro, 791 foL 90/95,
enthält eine äusserst Stichtig geschriebene hs. dieses briefes.
Sie i«t eine pergamenthandachrift des 13, jahrhonders. Nähere
angaben waren aus Klosterneuburg nicht zu erhalten. Was
den t«xt betrifft, so zeigt dieser nicht unwesentliche ah-
weichungen gegen die vor hergenannten hsa., sodass mau hier
schon eine fremde Ciberarbeitung annehmen kann. Eine von
herrn dr. Uhlirz verfertigte abschritt dieser hs. wurde mir
ebenfalls von herrn professor Röhricht bereitwilligst überlassen;
nach »einem vurj^ange bezeichnen wir diese hs. mit Cl.
Es sind sodann noch drei bsä. benutzt worden, die eine
groppe für sich ausmachen und deshalb hier zusammen ge-
nannt werden mögen. Alle drei enthalten den brief in einer
von dem texte der bbher genannten hss. vielfach abweichenden
*
1 VgU Perta Archiv VII, 53 und Archires de TOnenl lat, II, a. 187.
l
LXII
I
ftbemrbeikung, stimmen zwar öfbers mit Cl überein, haben aber
sonst mit dieser lis., die im übrigen nach ganz anf der grund-
lage der vorliergenarmteii steht, nichts geraein. Die beiden
zuerst zu nennenden ^ebeii ausserdem den uns hier allein
interessierenden teil als fortsetznng des von Köhricht in seinen
Qninti belli sacri Script min. s. 29/42 unter dem titel GesisL
crocigerornoi Rhenanornni nach den beiden zunächst folgen-
den liBS., und von Waitz in seiner Chronica regia Colon ienais
B. 339/348 nur nach der ersten hs. veröffentlich t-en abschnittes,
während die dritte unseren brief allein in dem mit deu beiden
anderen übereinstimmenden texte enthält.
9. Leyden, Universitätsbibliothek Vossian. nro. 95 in fol.,
cod. nieuibn et ehartuc. Am 15. jahrhnnderts \ 29,5 cm hoch
und 19,5 cm breit, in zwei spalten auf der aeite geschrieben,
jede spalte zvi 38/43 Zeilen. Die schrift ist unschön und ziem-
lich nachräasig. Die rubrizierte Überschrift de» ganzen lautet: I
'bn'ipit relatio Jheroaolimitanu patriarche Romano pontifici
de transraarinis principibns 8alahadino eiiam Sephedino et de
variis eventibus Chriatianorum et preliis contra perüdem
gentern Sarracenorum', Hierauf folgt mit unwesentlichen
abweichungen das bei Bongars, Gesta Dei I, s, 1125/26 zeile
29 gedruckte stück: 'Dominus pajm Innocentius . . . triginta
milia Sarracenati\ alsdann das von Röhricht und von Waiti
veröffentlichte stück^ de^ssen wir r»ben gedachten. Von diesen
beiden stücken kommt das erste für uns überhaupt nicht in
betracht", das zweite stÜck können wir übergehen, weil wir ee
hierbei nicht mit einer hs. des ersten briefes Olivers zu thun
haben, sondern mit einer benutznng und Verarbeitung in etwa
derselben weise, wie wir sie auch bei den Annale» Colonienses
beobachten können. Erst der folgende teil, fol. 7^ spalte 2
beginnend, der den zweiten brief Olivera in der oben ange-
gebenen weise enthält und ihn ohne weitere Unterbrechung
mit einer roten initiale an das vorhergehende schiebt, ist
bei der folgenden ausgäbe benutzt und mit Vo bezeichnet
worden.
!
I
1 Vgl Peru Archiv VII, 136*
ichungen ^ur D, Gesch« XVI, a. 153.
2 Vgl« Röhricht in den For-
Lxm
semern vorgange
10. London, British museum, Buniey uro, 351 enthält
hier in betracbt kommende stiick s. 221/240. Der cod.
mcinbr. in fol. gehört dem ende de8 13. jahrhiindeits an uml
tat hervorragend dmitlich und schön geschrieben. Die Seiten
sind in der mitte in zwei spalten geteilt und enthalten 32 oder
33 Zeilen. FÜese hs. hat fioh rieht zu seiner ausgäbe der Gesta
crucigerorum Rhenanoruni a. a. o. , sowie in seiner ausgäbe
der briefe Olivers im zehnten bände der Westdeutschen Zeit-
schrift benutzt, und wir bezeichnen nach
diese hs. mit Bb.
11. Rom, vatikanische bibliotbek, cod. reg. Christine
uro. 547, cod. niembr. aus dem ende des 14. Jahrhunderts,
37 cm hoch und 27 cm breit, die Seiten in der mitte in je
xwei kolumnen geteilt, jede zu öü zeilen. Dris ganze zerfallt
in artikel. Der 48. artikel beginnt: 'Quadragesiinns octavus
artieulus de bellis et tempestatibus et alii.s, que ante Damiatam
obsrdionis tempore contigerunt, habet qiiatuor conclusiones,
prima de duplici hello , . ., secunda de mirabiii inundatioue
marid , . . iercia de morbo incurabili et nave perforata . . ,
qnarta de decem Thetitonicis, qni ponteui frangentes quatnor
naves hoßtium addnxenjut; quautuöi igitur ad primuni de
daplici hello dicit idem in eodem: Post captam turrira' etc.
Hier also, auf foL 73^ zweite spalte, fünfte zeile von unten
beginnt das hier in frage kommende stück der hs., und endigt
mit foL 76% zweite spalte, siebente zeile von oben K Diese
ha, ^Tirde für berrn prof. Röhricht an ort und stelle ver-
glichen, und dieser hat mir die kollation freundlichst zur Ver-
fügung gestellt. Wir bezeichnen diese ha. mit K.
c. Die handschr i f teil der ersten redaktion.
1. Zeitz, bibliothek des stiftsgymuasiums uro. 1^ ein dicker
p^rgamentcodex des 13. Jahrhunderts * , 28 cm. hoch und
19,5 cm breit. Er enthält die chrünik iWs Kckehard von
Aora und fol. 228V237'' eiTien teil der bist. Dam. unter dem
^^tel; 'de magnificencia dextere virtutis Dei opusculum Öliveri';
^■rischen fol. 230 und 231 aber ist fol. 226, das noch die
1 Freundliche mitteilung des herrn prof. dr. Fri^en«burg in Rom.
Pertz Archiv VllI, a. 705.
Lxrv
Chronik Eckehards enthält, fälschlich zwischengebundeD. Die
hs. schliesst, am schlusse allerdings mit bedeutenden lücken
gegenüber dem abgeschlossenen texte, mit den worten: ^oportuno
recedere non valeant', d, h. mit cap. 40. Die schrift ist groas
und klar, vierzig Zeilen auf der seite, aber oft flüchtig und
mit auslassungen ; zwei bald auf einander folgende gleiche
oder ähnliche worte der vorläge liessen das ange des schreihera
fast regelmäsaig irre gehen und verursachten den vyegfaJI des
zwischen ihnen stehenden pass,su8. Eine andere gleichzeitige
band hat den stoff in eine einleitniig und zwölf kapitel ge-
teilt und durch rote Überschriften kenntlich gemacht. Nach
der bist. Dam» folgt die bei Eccard corp. bist. 11, 1451/4
nach dieser hs. gedruckte abhandlung ^de rege David filii
regis Johanni8\ Auf dem zweiten blatte des ganzen rase
findet sich die notiz: Über chronicanun per conipeudium vel
summa sancte Marie in Poaaugia, passagium Terra sancte
anno Domini MCCXVII*, und auf dem vorletzten blatte unten:
Miber sancte Marie in Posovia' , welche die herkuaft der hs.
aus dem kloster Posan darthun ; vgL auch die einleitung der
ausgäbe von Kckebard in den Mon, Germ. ss. VI, Wir be-
zeichnen die hs, mit Z.
2, Cambridge, Universitätsbibliothek , Ft L 25 nro. 4 *,
pergamentbaadschrift des 13. Jahrhunderts, 27 cm hoch and
18,5 cm breit. Die hs. ist ein codex miscelL und enthalt die
bist. Dam. fuh 65/71''. Die seite ist in der mitte in zwei
kolumnen ges])alten und liniert Die aeite enthält bis m
42 Zeilen, »o das die scluift ziemlich klein und zusammen-
gedrückt ist. Trotzdem aber iät sie deutlich und mit Sorg-
falt gemacht. Auslassungen und Schreibfehler finden sich
nur sehr selt<in. Von einer sehr ahnlichen band ist eine ein-
teilung dee ganzen in kapitel gemMht und mit roter tinte
die inhaltsangabun Ober die einzelnen abschnitte gesetzt worden.
Die Zählung der kapitel hört allerdings schon mit ^capitulum
quintum' auf, die inhaltsangaben sind aber bis zum Schlüsse
durchgeführt. Der an fang eines jeden kapitels zeigt eine nicht
\
1 Vgl. Hardy, descriptive catal, of materiab . . , to the bistorj
of Great ßritatD and Ireland 111, 59.
LXV
ohne geachmack hergestellte in mehrereo färben ausgefdhrfce
initiale. Wir bezeichnen diese handschrift, die übrigens Thomas
Gale benutzt hat bei seiner ausgäbe der „Hist. cuptioriis
Damietae'*, mit F.
3, London, hacdsclirift der Society of Gray's Ina nro. 14.
Diese hs. ist ein sammelband in foL und enthält auch drucke
neben der hs. * Der hier in betracht kommende teil der hs.,
dem 13. Jahrhundert angehörend, beginnt foL 108 und reicht
bis foh 113. Die blätter sind kleiner als die übrigen der hss.
namlieh 26/27 cm hoch und 18/19 cm breit. Die Schrift mt
äusserst korrekt und zeigt nur gegen das ende einige flüchtig-
keit ; sie lauft über die ganze seite hin , von denen eine jede
47 Zeilen hat; sowohl die einzehien zeilen wie die einzelnen
buchstaben sind scharf an einander gerückt. Auffallend ist,
dass ausser des pnnkt kein interponktionszeichen angewendet
wird. Wir bezeichnen diese ha. mit C
4. Hierher gehört auch die ha. der königl. Universitäts-
bibliothek in Upsala sign, C. 53, cod. chartac. des 14. viel-
leicht schon des 15. Jahrhunderts, in 4°, 20 cm hoch und
15 cra breit, mit nicht schöner aber doch deutlicher schrift,
im durchschnitt 27/28 zeilen auf der seite. Diese hs. nimmt
eine eigentümliche stellang zu den drei vorhergehenden ein
und könnte ebenso zu der gruppe P M gerechnet werden, in-
sofern sie den text in Zusammenhang mit einem teil der
lielatio des Haymarüs Monachns bringt; sie gehört aber hier-
her, weil sie den text der zweiten redaktion bietet, was an-
fang und ende betrifft. Der abschnitt der hs., der auch die
bist. Dam. enthalt, beginnt s. 58 und endigt s. Uö"", wo er
mitten im satze abbricht. Sie beginnt mit dem werke: 'Terra
JerosoHraiUna in centro mundi . . . litieram Sarracenicaro et
valde corruptara habent\ das Thomas in den Sitzungsberichten
der k. bayr. akademie der Wissenschaften 1865, II, s. 141/160
herausg^eben hat, und in kürzerer fassnng Neumami in der
österr viertel jah rasch rift für kath. theoL 1866 s. 211 ff. als
Innominatus V, Daran schlieast sich s. 64 unmittelbar der
1 Vgl, Gatalogae of tbe ancient m^^c. beloniafing to the lioaourable
societj of Graj*a hin (London 18ä9) a. 12 H.
OUtct. Ö
L
LXVl
atifang des fälschlich dem Jakob von Vitry zugeschriebenen
Stückes: *Terra saxi^ta seruper . . . breviter dicamuä' (bat.
*perstringenduiii est*), gedreckt Eccard, Corpus bist. II, s. 1349.
Nach die.seu einleitenden wortt-n kommt dann ein kurzer be-
rieht ober kaiser Eracüus, unter dem sich Mnhamed erhob,
darauf setzt s. 67 gleich mit 1098 (wie die hs. unrichtig statt I
1095 sagt) der bericht der Gesta Francorum expugnan-
tium Hierusiilem (gedr. Bongars, tiesta Dei 1, s. 561) ein.
Es folgt nun die geschichte des ersten kreiizzuges , die teils
auf der genannten quelle , teils auf des Anonjrnus Ge^ta
Francorum (ed. Hagenmeyer, z. b, cap. 4 fast ganz), teik und
hauptsächlich aber auf Uoberti Monachi bist, Hieros. (bei
Bougars a. a. o. s. RO if.) beruht, S. 88 — 93 folgt sodann eine
kurze geschichte der konige des h* landes, wofür eine besondere
quelle nicht festgestellt werden konnte, bis auf den kreuzzug
Heinrichs 1197, Eß heisst dann weiter: fliis diebus bone
memorie dominus papa Innocentius illius nominis tercius
Iionmnam regehat eccteaiam, qui desiderium bonuna habens de
introducenda milicia in terram promissionis viros opioionis
clare raagistrum Conradum scholasticum Maguntinum ac
magistruni Conradum de Merchpurch ' in opus ewnugelii crucisi
in Teutonia destiuavit. Qui opus sibi iniunctum exequentesi
devote et assignatia sibi provinciis multos verbo exbortaiionia
tam ex clero quam populo ad iter Jeroaolimitanum provoca-
verunt. Ipse etiaiu dominus papa egressus de urbe cum eidem
opere instaret in partiljue Tuscie apud arbem Perusiuam diem
clausit extremum. Hie in diebus suis scire volleos' u, s. w.
Es folgt nun, allerdings mit stilistischen abweichungen und
Zusätzen die Kelatio de§ Hayniarus Monachus bis; 'valet auiem
annuatim XXX niilia bisanciorum^ (= *et plus valent isti
redditus quam quadraginta mille Saracenati* bei Bongars a.
a. o. 1126), Von besonderen Zusätzen dienes Stückes mögen
erwiibnt werden s. ÖS"": 'Iste prefatus Melchisedech (so die
hs, für Noradinus) iam adultus et potens quando fuimus Accon
promisit se confederari Cbristianis per intern uncios, quos
1 Dieaer i«t ala kreu^prediger niebt bekannt und jedenfaUs eine
persoa mit dem »cholaater Koiirad, vgL Winkelmann a. a. o. s, 38 Dote4.
LXVII
vidimus, et dicebat se velle fieri ChriÄtianurn, si terrara Egipti,
sunm scilicet patrimoiiium, per noa optinere potuisset; con fide-
bat enim de se ^ quod sancta terra Jerusalem per eum ad
pristinum statum sancte ecclesie presentaretiir. Ad huius rei
promisse arjjfumeütum venit ad dos in obaydione Damyate
civitatis Egypti. Qai predictus Melchisedecb obsedit Damas-
cuin et expiif^navit Yconium et se totiim Dpposuit fnitriietibus,
Qaod audiens Coradiu rex Jerusalem, unde dicendum est beu!
nedcimus quo spiritu, montem Thabor cum duobus mtltbys
armatorum delevit fuuditua et accessit ad defenaioiiem Damasci
desperans iitruuiiiue aervare*. Ferner s. 95 über den tod des
Saphadinus: 'Perveiiit autem rumor ad nos, quod idem Sapha-
diQUS nimio dolore occopatiLs de adventu Cbristiaiiorura iu
Egyptum et obsidioiie Damyate barbam sibimet miguibus
aTellens i uteri it'. Von dem verrat des ersteren ist sonst iiichtn
bekannt und äaphadinus starb erst nach der einnalime vou
Damiette durch die Christen. Nach diesem der Rflatio des
Haymarus genorameueo stelle folgt dann s, 95'' die bist. Dam,
mit fortlassung des Prooemium, bis zum schluss des cap. 40,
a. 115* der hs. Hieran schliessen sich noch geographisclie
bemerkungen über Egypten, die wieder aus der llelatit» (s. 1128
bei BoDgars) genommen sind. Dieser eben beschriebene ganze
teil der hs* ist iu 102 kapitel geteilt, die am rande mit roter
tinte vernierkt werden. Die bist. Dam. beginnt mit cap, 61
uud schliesst mitten in cap, 90. Die hs. selbst hat aber hier-
mit noch nicht das ende erreicht. Obwohl das folgende nichte
mit der bist. Dam. Olivers zu tbun hat, wollen wir doch
auch diesem näher treten , weil es nicht ohne interesse für
den krenzzug von Damiette ist. Nach einem längeren ab-
achniti über Muhamed und die religiösen ansichten der Araber
kommt die hs. s. 120* mit cap. XClX wieder zum kreuzzuge.
Im jähre 1221 am 1. juli', brach das beer, ^cum in castris
^fere per duos menaes quiescerent et nil dignum memoria
agerent*, nach dem söden auf, begleitet von 1700 schiffen.
In wenigen sätzen wird dann der zog und die eiuschliesaung
*
1 Nicht g^niL ^enaii , vgL floo^ewe^f krenzzog von Damiette a.
a. o. V 430.
Lxvm
ier Christen auf der nilinsel Äbgethan. Die bedingungen
der siiltan den Christen stellte und welche diese aonahmen,
waren folgende: *ut sibi Damiata redderetur et ipse lignum
Domini . . . cnra capHvis Christianis qiii XXX annis iu regno
Babilonis et Daraasci teueren tun restitneret*. Die Christen
stellten zwanzig geissein , darunter deu päpstlichen legalen,
den könig Johann , den herzog von Baiern und den grafen
Heinrich von Schwerin, Dieser letztere wird von keiner anderen
quelle als geissei genannt, immerhin kann er aber unt^r den
anderen gewesen sein. Darauf wnrde Daraiette wieder heraus-
gegeben ^ac Johanni regi lignum Domini restitiiitur' ! Die
pilger begaben sich nach Akka. 4bi etiam tunc Fridericus
conies de Brenen Akkon veuiens inoritur ac multi alii* '. Der
kaiser empfing die botschaft von dem Verluste von Daraiette
in Sicilien und teilte sie dem papste mit Dieser, schon da-
von unterrichtet, beschied den kaiser nach fcJan Gerraano *.
Hier trafen sich beide und ^mnlta de casn Damyate ac aliis
snnt tractata^ ; zugleich wurde auch auf Martin nach Verona
ein allgemeiner hoftiig berufen. Dieser fiel aus 'propter dis-
cordiam lioraanam*, dennoch kamen nach Verona der ett-
bischof Albert von Magdeburg, der herzog von Oesterreich,
dann konig Johann von Jerusalem mit dem patriarcben. Da
weder kaiser noch papst erschien , begaben sich Job an n und
Hermann von Salza nach Rom, wo durch ihre bemühnngen
der friede hergestellt wurde. Hier würde nun auch auf Mies
domioica Exurge * , ♦ que tunc celebratur quarto Kalendas
Marcii* (foL 12U)^ eine neue ziiaammenkunft nach Veroli
verabredet Bei dieser Zusammenkunft fand die Verlobung
Friedrichs mit laabella, der tochter königs Johannes von
Jerusalem statt und wurde die fahrt nach dem h. lande auf
Johann Baptist in zwei jähren beschlossen. Es folgen sodann
1 Die nachricht vom tode Friedrichs von Brebaa ist richtig« xgh
E. b. Uhron. Moot Seren. Mon. Germ. 23 a» 199. 2 V^erwechslung
mit Veroli, vgl. Böhmer-Ficker Regif. icop. V, 1384 b. H Sonntag
Esaurge fiel 1228 thatsächlich auf den 26. föbraar ; Böhmer-Ficker
1454 a gehen keioen bestimmten iai? für diese suaammenknnft, die
übrigens niebt in Veroli, eondern in Ferentino stattfand.
I
I
I
LXIX
ben über dass grosse erdbeben in der Lombiirdei und
weitere »tücke , die auf die geschichte der kreiizzüge keinen
bezug haben. Wir bezeichnen die hs. mit 6g.
Auf einige besonderheiten der hss. Z nnd Gg werden wir
unten bei der Untersuchung über die entstehung der bist,
L Dam. noch naher einzugehen haben.
^^ d. Die band Schriften der zweiten redaktion.
^^ 1. Ädmont, bibliothek der benediktinerabtei , nro. 40P,
cod. mejnbr. des 15. vielleicht nach ende des 14. Jahrhunderts,
L^22 cm hoch und 16 cm breit. Die schrift Ist abgesehen von
^Jeinigen nicht zahlreichen Schreibfehler sehr korrekt , in zwei
kolumnen, jede spalte zu 38 zeilen und zwischen linien ge-
schrieben, die ebenfalls in der mitte geteilt sind. Die ersten
31 blätter umfassen den 'libellus de descriptiooe Terre sancte'
des Bnrchardus de Monte Sion, mit blatt 32 beginnt von der-
selben band die bist. Dam. ohne weitere Überschrift mit einer
geschmackvollen roten und blauen initiale. Der text reicht bis
8, 45, die zur hälfte frei bleibt, bis zu den Worten des cap. 43;
*et adventura ipsius nunciante8\ Wir bezeichnen sie mit A.
2, Darmstadt, grossherzogliche hofbibliothek, nro. 231 ',
papierhandschrift des 15. jahrhonders, 21,5 cm breit und
29,5 cm hoch, codex miscelh Er beginnt mit der Überschrift
^Cronica brevis raagistri Oliveri de Terra ,«ancta et recupera-
tione sius et amissione^, worauf zunächst (fol. 1/13) eine be-
acbreibung des h. Isndes , die wir bereits oben erwähnten,
darauf bis fol* 29 die bist. reg. bis zum ende des cap, 62,
worüber da« nähere bei der behandlung der bist. reg. gesagt
wird; darauf folgt mit grosser roter initiale beginnend die
hist. Dam, die mit der dritten zeile auf fol. 43' schliesat
h^nd zwar mit den Worten des cap. 53 : 'Snstinuerumt Sarra-
^B^^i^* Hieran schliesst sich, aber ohne äussere unterscheidungs-
r zeichen , bis foL 44' ein kurzer bericht über das ende des
krenzzuges von Damiette, der, wie wir sehen werden^ nicht von
Wer herrührt* Wir geben diesen schluss als Appendix s. 280/2.
1 Pert« Arohiv X. a. 639. 2 a- a. o. XIII, a. 593, WalLher,
Bettr^« sur näheren keantDis der grosah. hofbibltothek in Darmstadt,
a. 142 ond Neue Beiträge, a. 95,
LXX
Nach einem einfachen absatze folgt sodann mit
roter initiale beginnend der brief kaiser Friedrichs II. an den
fmpst vom 18. märz 1229 (tber die erwerbung Jernsaleiiis und
das übereinkommen mit den Sarrazenen '. Die sclirift selbst
ist deutlich und ohne viele abkürzungeu geschrieben , aber
durch liederlichkeit nnd niangel an lesefertigkeit des »b-
scbreibers arg entstellt. Fehler wie 'nihil* ffir *in hoc\ *mnne-
rensis' für *nivernensisS ,in indiani' für 'numidiani\ ,in illam'
für ,nnllum\ ^niisericordiam^ ftir 'dominam' (in den gewöhn-
lichen abkiirziviigsforraen 'miam' und *dnam') mögen zur ver-
anschaulichnng der Schreibweise genannt werden. Doch können
sie meist nicht irreführen. Aoch auslasaungen kommen ror,
aber nicht häufig. Wir bezeichnen die hs. mit D,
c, Handschriften der dritten redaktion.
L Hannover, königliche bibliothek, sign, XXXVII, 1807 *.
Diese handschrift, die den ganzen text der bist. reg. und der
bist Dam. in der letzten redaktion^ also in der form enthält,
in der der Verfasser sie endgültig gebracht hat, ist unserer
atiBgabe zu gründe gelegt worden. Sie stammt aus dem I3b
Jahrhundert nnd ist schon und mit unverkennbarer mühe ge-
schrieben. Sie ist 19 cm hoch und 12 cm breit. Die erste
Seite des ersten blattes ist frei und enthält ausser der stgn&tur
nnd dem Stempel der bibliothek die bemerk ung von der band
des 18. jahrhnnderts: *utrumque libellum edidit Eccard tum. IL
corp. bist, 1355 et 1397', Die zweite seile enthalt oben in
roter tinte die Überschrift: *Incipit historia regum Terre sancte,
quam nmgister Olivems Colon iensis scolasticus in obsidione
Daniiate apnt Egyptura corapilavit*, darunter von der band
Rottendorfs: 4iber Berahardi Rottendorf J. D. M. DC. XXXV*.
Mit dem zweiten blatte beginnt der text der bist. reg. , der
bis zur zweiten seite des ti4. blattes reicht. Auf derselben
Seite folgt dann noch in roter tinte der titel der bist. Dam:
*lncipit hjstoria Damiatena, cui magister Olivems preeedentis
et huius operis compilator et sancte crucis predic^tor inter-
I
1 Vgl. Btihraer-Ficker Reg.imp. V. nro. 1738, 2 Per ts Archiv
Vlll, 8, 682, üeber die friilicren Schicksale der hs. vpjL die einleiiiing
Eccards und Schalen, ädq. Paderborn, ad a» 1223.
LXXI
non dubitator'. Blatt 65/135 sodann enthalten die
►am. Die blätter sind im ganzen in 17 lagen zu je
acht blättern geteilt und unten auf der seite jedes achten
lattes fortlaufend mit römischen Ziffern uummeriert. Beim
in binden nnd beschneiden der Ls. wnrde diese Zählung aber
mim teil abgeachnitten. Von der achten läge fehU. rluB letzte,
bei der 17. das erste blatt. Die seite enthält fast dorch-
gängig 23 Zeilen, sinkt aber auch bis auf 19; die achrift wird
dann entsprechend grösser. Unterbrochen wird die achrift nur
selten durch absätze. Diese wurden meistens dadurch kennt-
lich gemacht, dass der Schreiber das oder die letzten worte
de« scbUessenden absatzes an das ende der zeile setzte, den
vor diesen Worten leer bleibenden ranni mit den ersten Worten
de9 nächstea abschnittes ansftlllte und diesen selbst mit einer
roten initiale kenntlich machte. Nur da, wo der rest des
schliessenden absatzes mehr als die hlilfte der reihe ausmachte,
wurde meistens die heute übliche art angewendet Diese ab-
sätze, die man für eine einteihing des textes in kapitel an-
sehen kann, sind im nachfolgenden drucke nicht berücksichtigt,
B eijie kapiteleinteilung nach ihnen den heutigen gei)ftogen-
iten nicht entspricht Es lassen sich in dieser hs* ausser
der hand des Schreibers noch zwei weitere bände erkennen,
die beide mit der ursprünglichen gleichzeitig sind. Beide
lassen sich deutlich von einander da unterscheiden, wo sie am
rande stehen, öehr schwer, zuweilen garoicht, wenn sie zwischen
den Zeilen stehen, weil sie dann äusserst klein und gedriingt
ffind. Die erste dieser beiden bände benutzt eine dimklere
tinte, die aber, sob«ild die feder leerer wird, erblasst und
van der der ursprünglichen und der dritten nicht zu unter-
scheiden ist. Diese beiden bände, die wir mit '2 H* und 3 H^
bezeichnen, ergänzen einzelne worter wie ganze satze, lösen
abkürzungen auf, verbessern einzelne buchstaben (z. b* wird
1 höher hinaufgezogen, die schleifte an e geschlossen), trennen
zu nahe an einander gerückte worte durch einen vertikalen
;rich and dergL Jedenfalb kann man erkennen , dass nach
Vollendung der hs, diese von zwei anderen Schreibern einer
durchsieht unterzogen wurde, und es ist durchaus nicht un-
möglich, dass wir in dieser hs. eine unter der aufsieht des
LXXU
abschrift der hist
ind
I
(bischofs?) Oliver vorgeunmaiene
hbt Dam. vor uns huben. Wir bezeichnen diese h«. mit H.
2» Nordkirchen (kreis Lüdinghausen in Westfalen), archiv
des herrn grafen \\ Pleiten berg -Este rhazy ' ; die hs. ist ein folio-
band nnd enthält die bist. reg. und bist. Daai. Sie ist ganz
von der band Rottendorffs geschrieben und hat den tifceh
*01iveri cardinalis Sabini olim Paderbornensis episcopi ei
scholaatici Colon iensis historia Terrae sanctae, nunc dem um e
membranis antiqnissimis integre eruta et publicis ngibus emiasEt
cum antea vix decima eins pars prodiisset , opera et studio
Bernhardi Rotteudarphi D.*; eine andere band Iiat dazugesetzt:
*qui et subbreves notas adiecit^ Da diese hs. eine absehrifi
von H ist, so haben wir sie bei der ausgäbe nicht weiter be-
rücksichiigt. Sie nnd nicht H liegt übrigens auch dem drucke
Eccards zu gründe \ Sie enthält ausser der bist. reg. and
der bist. Dam, auch noch die reisebeschreibung des Ludolf
von Sudbcni.
Ausser den bisher genannten hsa. sind noch folgende l:>e-
nutzt worden:
1. Leipzig, universitätsbibliotkek, nro. 214*, pergament-
codex ans der ersten hälfte des 13. Jahrhunderts in 8?, 15,2 cm
hoch und 10 cm breit, mit 28 zeilen auf der seite, klein,
aber im ganzen korrekt geschrieben. Neben der band des
Schreibers finden sich noch im texte nachtrage einer zweiten ■
und dritten band, so dass anzunehmen ist, dass die erste einige f
ihr unleserliche worte aualies nnd diese später nachgetragen
wurden, Die erstfj und zweite band sind sehr ähnlich, letztere
aber spitzer nnd länger und drängt die bucbstaben mehr zu-
sammen. Die dritte dagegen, die wohl nur die sieben ein
halb ersten Zeilen auf s, 40' (d. h. die worte cnius supra
mentionem fecimns* . * valetinferre cap. 70) geschriebeu hat, fällt
durch den runderen duktus und die verscbnörkelung der bucb-
staben und besonders der abkürznngszeicben auf. Der text
der bist. Dam. füllt s. 1/44'' vollständig , enthält auch die
1 V|^l. Tro98 in PerU Archi? VI, a. 36. 2 Vgl. deasec vor-
beraerkiiDj^en zu band II des corp. bist, unter VI, VIL 3 Erw&bnt
ParU Archiv VI, a. 215 als bietona exp^ditionis Ghriatianonim anno
1217 in Termm sanctam factae obne angäbe des aators.
I
Lxxin
W
briefe ¥on AI-Kamil und die gelehrteo und bricht mit den
Worten cap. 79 : *quos soldanus elegit, legatus^ rex Jerusalem,
diix* ab. Der reat ist herausgerissen. Die aiiordnung des
t6xi€3 aber ist auch eine andere. Die beiden briefe an den
sultän und die gelehrten finden wir nicbt an der h teile wie
in H, sondern sofort nach den worten ^damna sustiniiermit
Sarrac€ni^ oder cap. 53, d. h. gerade an der stelle, an welcher
iD D der fremde zusatz beginnt oder wo in D die darstellung
Olirers abbricht» Kerner fehlt in dieser hs, ausser den sämt-
lichen stücken, die wir auch in Z vermissen, der ganze passus
^Mense Novenibri* bis 'adducens copiosam^ , d, h. cap, 54.
Wir kommen des näheren hierauf weiter unten am ende der
jiiat. Dam. zu sprechen. Unsere bezeichnung für die hs, ist B.
Es erübrigt nun noch zwei zusammengehörige hss. näher
I zu betrachten. Bevor wir dies ab«r thun, musa folgendes
^Vorausgeschickt werden. Ein teil der bist. Dam. (cap. 1/44)
BKfit schon früh der Relaiio tripartita des Haymarus Monachus
I angesetzt worden und diese zosammenstelhmg erschien dann
bei Gretser und Bongars als drittes buch der bist- oriental.
I des Jakob von Vitr?. Zarncke ' hat nun schon zur genüge
dargetban, da«s Jakob selbst mit dieser Zusammenstellung nichts
zu thun hat und der Vorwurf des pkgiates, den ihm Wilman« "
ini] Potthast ' machen, durchaus ungerecht ist. Es sind nun aber
eils von mir selbst, teils an ort und stelle sämtliche lateinische
>dice8, die Röhricht* von Jakobs histor, Orient, aufzählt,
lit ausnähme derer^ welche in den betreffenden handscbriften-
tatalogen hinreichend beschrieben sind , untersucht worden *,
lud es ist nicht ein einziger aufgefunden worden, der mehr
al8 die beiden ersten b lieber Jakobs enthalten hätte. Ebenso
haben die Codices des Hajoiarus Monachus, die zugleich auch
die bist. Dam. enthalten, keinen anhaltspunkt dafür geliefert,
1 Sitzungabericht der k, fläch», gea. der wisaensch » phiL-hiat, klasse,
"1875, «. 138/148. 2 Pertz Archiv X. 213 f, 3 Bibliotfa. medii
äeri T, 383 b, 472 b, 4 Biblioth. geogr. Palaeat a. 48/9. 5 Von
einigen, wie Montchal, Valencia, Tournay u, a. blieb die antwort aus;
doch können diese wenigen den nbrigeti gegenüber wohl nicht in die
wagschale fallen.
LXXIV
dass Jakob von Vitry irgend etwas mit die9er Titgatnmen-
stelUin^ zu timn hat« Es bleibt also Zarnckes ansieht, dasR
erst durch die drucke die Verwirrung entstanden sei, vollständig
bestehen. Von dieser zusaiumensteilong liegen uns nun folgende
hss. für die hist. Dam. vor:
1. Hs. der nationalbibliothek in Paris, cod. lat. 16 079
(Sorbonne 897) \ cod, membr. des 13. Jahrhunderts, 26 cm
hoch und 18 cm breit, Dieschrift ist klein und nicht schon,
aber doch deutlich, zwei spalten auf der seite, jede mit durch-
schnittlich 45/47 zuilen. Die hs. enthält foL 1/39^ die bist
JernsoL d^^s Jakob von Vitry, darauf fol, 40/56' dessen bist.
Occidental. Alsdann bleiben anderthalb spalten leer and dann
erst f(>l^t der abschnitt: 'Anno Domini MCi'Hl dominus papa
Innocenyjus bone memone volens scire* etc. Auf der zweiten
spalte fol. 59' beginnt die bist. Dam., die sich unmittelbar
nach einem einfaclien absatze an das vorhergehende anschliesst.
Der text rtncht bis fol. 68^ erste spalte und schliefst mit den
Worten: *^cepit in via inaris\ d. h. mit cap. 44. Wir bezeichoen
die hs. mit P.
2. Hs. der königl. hof- und Staatsbibliothek in München,
cod. lat. nro. 180, schönes msc. des 16. jalirhitnderts, in rotem
leder mit goldschnitt und goldpressung gebunden, foHo, 33 cm
hoch und 22 cm breit, mit 31 Zeilen auf der seite in grosser
und dentiicher scbrift geschrieben. Sie enthält die bist. Hieros,
des Jakob von Vitry, und zwar reicht das erste buch, dem der
prolog und die kapitelübersicht vorausgeschickt sind , bis foL
150^ Auf der röckseite von fol 150 folgt sodann die kapitel-
übersicht des zweiten bnclies, das foL 151"^ beginnt und fol.
209^ mit den worten schliesst: *quemadraodum Salomon ait:
Sicnt pulvis'. Während diese beiden bücher als ein ganzes
erscheinen nnd auch äusserlich sich sofort als solches erkenn-
bar machen, folgt dann nach freilassung yon etwa fttnf aechetel
des fol. 209* erst fo!. 210 der abschnitt: 'Dominus papa Inno-
centius* etc. Es steht also auch hier das uns angehende stück
in gar keinem Zusammenhang mit Jakobs von Vitry bist, orient.
Der text der bist. Dam. beginnt fol. 217' in der fünften zeile
I
I
l Fertz Archiv VII, a. 58, Archive» de rorient latin !l, i. 143.
LXXV
von noteo nach einem gewöhnlichen absatz nach *u3corem%
wie bei Boogars, Wir bezeichoeti die hs mit M.^
Zu diesen beiden hsa. nun finden wir mehrere zusriize^ die
aos in keiner anderen begegnen. Wir wollen sie hier im
zusammenhange betrachten und werden finden, dass sie sämt-
liche nicht von Oliver herrühren. Der erste ziisatz findet sich
CÄp. 3. Die stelle ist in P und M gleichraässig inkorrekt im
aosdnick und zeigt eine genane bekanntsdiaft mit den Unter-
handlungen der grossen über die frage des bleibens oder des
rückzuge.H. Fast unmittelbar vorher aber sagt Oliver, dass er
die 'coDsilia principum* nicht kenne. Die stelle ist also
fremder Zusatz. Die beiden folgenden stellen finden sich cap. 10.
Die erstere steht in direktem gegen»atz zu Oliver, denn wäh-
rend dieser berichtet, dass bei dem übergange von Akka nach
Egypten ein teil des heeres vorauseilte und unter führung des
grafen von Saarbrücken in Egypten landete, stellen P M die
Sache so dar , als wäre der graf von Saarbrücken unter den
35unick bleibenden gewesen und von diesen zum 'capitaneus*
erwählt worden. Diese nach rieht ist schon de^ihalb unwahr-
scheiDlich, weil unter den vorerst noch in Akka bleibenden
sich auch der könig von Jerusalenj und der herzog von Oester-
reich befanden und deshalb die wähl eines grafen zum ober*
anführer kaum glaubhaft erseheint. Olivers Angabe ist aber
auch sonst verbürgt. Die andere stelle dieses kapitels betrift't
die tötnng eines der Sarazenen durch den Friesen und erscheint
ihrem ganzen Inhalte nach mehr als eine verstüoimelung des
texte« Olivers denn als zus^atz. In einer kleinigkeit weichen
P M aber von Oliver doch ab. Nach P M tötete der Friese
den Araber *dum luderet", also gleichsam unabsichtlich oder
ziifallig, nach Oliver dagegen tauschte der Friese den feind»
indem er ao that als spiele er nur, um ihn heranzulocken.
Die nächsten beiden stellen gehören cap. 22 an. Die
erste weist ein mehr nicht nur Oliver, sondern auch den anderen
quellen gegenüber auf. Dass die Christen uach dem Übergänge
über den Nil bei dem stürm gegen dietore der stadt 120 menschen
1 Diese bt. hat wohl Gret«er vorgelegen, der nach einem 'codex
bibHothecae Bavariae* drackt.
LXXVI
töteten, berichtet ähnlich das Frag, provinc. *, aber die ver-
gebliche Verfolgung des fliehendem heeres der Sarrai^enen durch
den könig von Jerusalem, die Hospitaliter und den graf von
Nevers , sowie die erfolgreiche durch die beiden letzteren
erwäluit sonst keine quelle. Die richtigkeit dieser angaben lüsst
sich deshalb nicht kontrollieren, Oliver berichtet nur von
der eroberung der ziiröckgelaasenen zelte ^ waffen und schiffe
und tritt wohl auch in einen gewissen gegensatz zu P M« da
er sofort von der 'desidia et inertia^ spricht, der sich die
Christen gleich nach dem Übergänge über den Nil ergabea.
Da aber zwischen den beiden von P M erwähnten Verfolgungen
der feinde immerhin eine gewisse zeit vergangen sein mnss^
so kann man sich den ansdruck Olivers nur dann recht er-
klären, wenn man annimmt, dass er von jenem nachsetzen der
feinde nichts weiss. Die stelle in P M macht allerdings auch
fast den eindruck, als sollte sie zur Verherrlichung de« grafen
von Nevers oder der Haspitaliter dienen, und die worte *cura
quibusdam ex nostris^ lassen sich schwer anders verstehen, als
dafis der urheber dieser stelle hiermit seine speziellen lands-
leute (oder Ordensbrüder?) meint; denn fasst man das ^nostri*
im sinne von *ch ristliches beer*, wie es immer bei Oliver ge-
braucht wird, so ist der ganze ausdruck nichtssagend und ein
vager zusatz. Auch wollen wir nicht unerwähnt lassen, dass
die Worte ,Hos fugat — fngans* ein distichon bilden; bei
Oliver finden wir aber nirgends einen vers ausser an jener
stelle der bist, reg., cap. 99, wo er seiner vorige folgt.
Die zweite stelle von cap. 22 macht sich sofort als ein-
Bchiebsel dadurch kenntlich , dass sie die unmittelbar vorher-
gehenden worte: ^et sie per gyrum firmiter ohsessa est civi-
taias* an ihrem ende noch einmal bringt, und die eben genau
erzählte teilung des heeres und erbanung der brücke in der
bedeutend kürzeren fassung Olivers wiederholt» Der zusatz
rührt also nicht nur von fremder band her, sondern ist auch
äusserst flüchtig hineingeschoben.
Ein weiterer zusatz von P M findet sich cap. 27. Auch
I
I
I
►
I Bei Röhricht:
i(M) getötete an.
Quinti belli «acr, scrip, min. § 9, es gibt aber ]
Lzxvn
fÖr ihn findet sich in keiner anderen quelle eine kontrolle;
Beine ricbtigkeit mass dahin gestellt bleiben. Auch einen be-
stimmten grund ^egeii die autorschaft Olivers kann man nicht
beibringen, wenn man nicht den ungeschickten stil imd den
mit den anderen stellen allerdings gemeinsamen «instand gelten
lassen will, dass die stelle sich in keiner der selbstiindigen
tiss« der hist. Dam. findet.
V. Die haodschriften der einzelneu briefe.
Wir verstehen hierimter nur diejenigen briefe» welche
ater nicht in die hist. Dam, aufgenommen worden sind,
hmen also den in den hsa. L R N V C E Cl erhaltenen brief,
TOn dem bereits oben die rede gewesen ist , aus. Es bleiben
uns dann nur fünf briefe übrig, die uns handschriftlich über-
liefert worden sind, nämlich :
1 a) der brief an den grafen von Naninr (1), der in einem
^^odex aus dem anfang des 13. Jahrhunderts in der königL
^Bibliothek zu Brüssel nro. 9290' erhalten ist und in diesem
^B*^^ Bethmann entdeckt wurde*
b) der brief an den kardinal Robert von Cour^on (2),
, erbalten in cod. lat. 16 506 fol 282 col 4 saec. XIIl der
^ nationalbibliothek in Paris, in einer predigt des Odo von Ceriton'.
c) der erste brief aus Egypten, bald nach dem 24, angust
1218 geschrieben, liegt in seiner ursprünglichen form nur in
dem cod. Gud. 131 der herzoglichen bibliothek in Wolfen-
bQttel Yor*. Es ist ein cod. miscell. des 13. Jahrhunderts, im
anfang und weiterhin noch dreimal geiieichnet als 'liber sancti
Pantaleonis Colonie\ und enthält unseren brief fol. 5/9 von
deutlicher band in zwei kolumnen auf jeder seite geschrieben.
Von diesem briefe hat mir herr professor dr. Ficker seine im
n
1 Peii* Arcliiv 8 ». 527» Catal, cod. hagiogr. bibl, reg. ßruxell 2»
P, 2S9. 2 Vgl. Neaea Archiv 18, s. 713, 3 Vgl. Zarncke in
den üitsungsbericbten der k. aächs* geaelL üev wisaetiach. phiL-hist,
kL 1875 8. 139 ff. uüä Ficker, Zeitacbr. für gesch. und altert Weatf. 13,
s. 289/290, Ea mag hier erwähnt werden, dass cod, Gud. 232 in Wolfeo-
bOttel nicht, wie Ebert in Perfca Archiv 6» a. 22 aagt, aus eineoi alten
rnftc, abgeschrieben worden ist, sondern aus dem druck bei Bongar«,
tt&d deshalb hier nicht verwendet wurde.
Lxxvm
jähre 1850 gemachte abschrit't in zuvorkommender weise zur
Verfügung gestellt, wofür ihm um so mehr dank gebührt, uls
einer bitte um Zusendung der hß. wie 0 von der herzoglichen
bibliothek nicht entsprochen werden konnte. Wir bezeiohDen
die hs. mit W.
d) der brief an den syltan von Egypten (5). Dieser
liegt uns in drei hss, vor:
1. Hs. der Leipziger univeraität-sbibliothek, von nns mit
B bezeichnet, fol 25731\
2. He. der kgl, bibliothek in Hannover, H, s. 215/23L
3. Tournay, stadtbibliothek, nro. 135 ^ hs. dea 13. Jahr-
hunderts in 4*^, enthält den brief s. 36737". Ich habe diese
hs. nur benutzen können nach den Varianten , die Rdhricht ■
in seiner ausgäbe der briefe Otivers iii der westdeutschen Zeit-
schrift X, ö. 195/202 gibt Für ihn hat herr dr. Louis Petit
in Brüsöet die kollationierung besorgt. Nach Röhrichts Vor-
gang bezeichnen wir die hsr, mit T,
e) der brief an die gelehrten Egyptens (6) ist uns er
halten in
L B s. 31V35 und
2. H 8, 231/24r^
Die unter uro. 7, 8 und 9 abgedruckten briefe liegen
uns zwar auch haudschriftli«*h vor, aber nicht in selb-
ständigen niHC. , sondern nur in den beiden hss. der cbrooik
des Enio, und es inüg hierfür genügen, auf die ausgäbe dieser
Mon. Germ, bist as. XXI II hinzuweisen. Nro. 4 und 10
sind jetzt nur noch nach iütereu drucken bekannt und nach
diesen wiedergegeben, worüber das nähere bei den drucken
gesagt werden wird.
IIL Die Descriptio Terre sancte.
Der titel dieser schrift ist uns nirgends überliefert worden ;
wir hüben ihn selbst gewählt nach analogie ähnlicher arbeiteo
l Fertz archiv 7, a. 561. 2 Nro. 5 und 8 Buden sieh auch
in der Nordkirdiener h«., die aber ala abachrift von H iinberQcksichtigt
bleiben konnte.
LXXIX
aus etwa derselben zeit. Von der thaUache, «lass OÜver eine
beachreibuDg des h. landes angefertigt hat, haben wir nur
durch die hs. D gewissheit *, die uns das werk direkt als das
Uiivers bezeich r. et und es dessen bist. reg. und bist. Dam.
Toranstellt Und m ist in der that auch leicht erklärlieh,
dass Oliver das bedörfnis gefühlt hat der darstelluog der ge-
schichte des h. Landes, die er selbst von Adam bis auf seine
zeit verfasste, auch eine beschreibung desselben hinzuzufügen.
Diese arbeit hat Oliver sich allerdings nicht sehr schwer ge-
macht; Jfir seine zwecke genügte ihm der sog, Kugesippus-
Freteilus ^ Dieser hat, wie Titus Tobler in der einleitung
am seinem Theodericua bemerkt, ein „alte^ kompendium**, das
durch eine gan7,e reihe von werken derselben art sich hindurch-
zieht, einfach abgeschrieben und mit unwesentlichen an- und
ausätzen versehen. Wenn wir aber die art und weise berück-
sichtigen, mit der die mittelalterlichen Schreiber zu werke
gingen, wie diese willkürlich hinzusetzten und wegliessen, so
werden wir die ansieht Toblers nur sehr eingeschränkt gelten
laaseü und annehmen können, daas wir in dem Eugesippus-
Fretellus im wesentlichen das ^alte kompendiuni " vor uns haben.
Eine hs. dieises alten komjieDdiüms hat nun auch Oliver
zar grundlage seiner beschreibung gemacht und zwar so, dasa
er wohl einiges wegliess, im wesentlichen aber nichts hinzu-
gefügt hat ^ Es ist dies umsomehr zu beduiieni, als er seihst
eine reihe der Ortschaften, die er in seiner descriptio berührt,
mit eigenen äugen gesehen hat und sie auch in den ersten
kapiteln der hisL Dam. namentlich aufführte. Er hätte hier
die beste gelegenheit gehabt sein ausgezeichnetes talent für
*
1 Vgl. Jan genauere in meiner abhandliin>f im Neuen Archiv 16,
186 ff. 2 Gedr t, b BahiäEius-MmiFi, Miöcell. I, 435/9. Leo Allatius,
Sufiiuxxs s. 104/120; vgl. aucli Röhricht* BibUoth. geogr. Palfieat s, 22
»ro. 78. 3 Waa daü alter der vorläge OliTera betrifft, so gibt e«
hiefdr keinen anhaUspunkt. Bei erwühtiung der tore Jerusiilemii machea
die meifften autoren zu dem weeitore den susatz: *ex qua parte liberata
fait urbs'. Dieser zuuatz fehlt bei Oliver s. 13, doch darf man hieraus
dnrchuus keinen «chluHs auf das atter der hs., die Olirer benutzte,
machen» denn b. 13 tierkhtet Oliver Ober die ernchtung der kirche an
der itelle den brunnen$i, bei dem Christum mit der Samariterin sprach;
dieM kirche aber ij§i zwiischeu 1150 und 1170 erbaut,
LXXX
die beschreib iing von örtlichkeiten , das er z. b. in der be-
Schreibung des pilgerschlosses in der bist. Dam. cap. 6 be-
te ytidet, auszunutzen. Er hat es nicht gethan , and so leidet
denu seine descriptio auch an all den fehlem seiner vorläge;
rlie darstellung ist knapp und einförmig und kann uns nicht
fes-sein.
Wenn wir mm auf das Verhältnis der arbeit Olivers sq
seiner vorläge genauer eingehen , so möasen wir hierbei «a-
nächst berücksichtigen, dass die Untersuchungen über den
sogen. Fretellus und das »alte kompendiura" noch vieles iinkhir
gelassen haben trotz der gediegenen arbeiten eines Tobler,
Laurent, Neninaun u* s. w., nnd ferner aut^h, dass die band-
sehrift, in welcher allein uns die arbeit Olivers als solche
erbalten ist, wie wir sahen durch flüchtigkeit und Unkenntnis
des Schreibers arg entstellt ist» Wir werden also mit vor-
sieht zu werke gehen mClssen, wenn wir die eine oder andere
abweichung mit bestimm theit Oliver zuschreiben wollen.
Zweifellos echt oliverisch aber sind nun die einleituag,
die er in diesem werke in derselben weise wie den drei folgen-
den vorsetzte, und der schlusa, in welchem er das über den
Oelberg im wesentlichen schon vorher gesagte rekapitulierend
zu der ansieht kommt , dass dieser berg wegen seiner viel-
fachen bezieh ungen zu Christus besonders der Verehrung
wert sei, zu jenem Christus^ dessen gebobe zu halten pflicht
aller menschen sei, die dereinst durch ihn gerettet werden
wollen. Der schluss zeigt in einzelnen partien eine nicht zu
verkennende ahnlichkeit mit einem passus der bist. Dam.
Er mag angeführt werden :
I
I
Descr. 8. 23
loca, que Salvator noster
corporali dignatus eat per-
luü^trare presentia.
Hia. Dam. cap. 2
toca in quibus mirabilia Sal-
vator iioater operari dignatus
corporali presentia cum ho-
minibus conversatus,
Soduun kann als eine besondere eigentümlichkeit Olivers
bezeichnet werden , dass er mehr fach die wen düng *Et nota
quod* anwendet, wo seine vorläge ihm wohl zweifelloa den
reinen text lieferte; vgl, z. b. s. 7: *Et nota qnod est Arphat
urbs Damasci*, dagegen die anderen : * Arphat est urbs l)aDla8ci^
i
I
i^
LXXXI
Ziemlich sicher köoneii wir eine absichtliche ändemng
de» textes der vorläge an folgender stelle erkennen, an der
D trotz der ab weichung doch einen im wesentlichen reinen
und guten text bietet:
Descr. 8* 19
in qua se affligat et per
portam orientalem, id est per
Christum, qui est verus oriens,
digne sanctam Jherusalem in-
troeat et celesti Sjtoq, id est
stola immortalitatis decoratus
cum eo perpetuo maneat*
X fol. 54\ U 76'
in qua se videlicet affligat per
poriam orientalem digne in-
troiturus sancfcam Jherusalem
id est per Christum» qui est
verua oriens^ celestem Sjon,
id est stolam iocnnditatis
decoraturus (decorandus X) et
cum eo perpetuo regnaturus.
Ebenso lassen sich mit einiger Sicherheit einige kdrziingen
der vorläge nachweisen. Es mögen besonders hervorgehoben
werden ;
Descr. 20
In Golgatha, quod est Calva-
I rie locus , dictum eo , qoia
^■calirari solebant, id est damp-
X 55, U 76^
Golgatha, que est Calvarie
locus, exutum tunica, feile et
acetuni potatum, crocis pati-
bulo auspensum neci dede-
runt, locus inquam Calvarie
dictus eo quod in eo excalvari
id est dampnari rei soleiit.
und gleich darauf:
Descr. 21
ftpoetolorum eorda
fluncto inflamuiavit
X 55% ü 77'
spiritu apostolorum corda suorum
inflammaiiteni remisit spiri-
tum paracljtum.
Eine anderung des sinnes wurde hierdurch zugleich ver-
ursaebt in folgender stelle :
X 56^ U 77'
eo quod ibi nioreplangentiura
circuissent funera Jacob filii
eiös gensque sim referentes
eum de Egypto in Ebron*
Von Umstellungen kann nur eine mit beatimmtheit auf Oliver
irückgeführt werden, nämlich s. 12/U die stelle: *Sed nota,
Descr. 23
eo qood ibi more plan gentium
circueuntes filii Jacob funera
sua et eius gentis deferebant.
LXXXIl
quod miliario a Nazarefcli cijntra meridiem — disparoitv Die^se
stelle findet sich sowohl in X U \ne auch bei den aodereu
autoreii nämlich schon früher, s. 11 der Descsr., nach den
Worten : *mfttri sue miuistrare*, wohin sie allerdings auch ge-
hört. Von den anderen geringen ab weich nngen dieser art,
wo es sich nur um die reihenfolge der angaben Über einen
bestimmten ort handelt, kann man absehen, weil hierin auch
hei den anderen autoren, die auf derselben grundlage bernhen,
nicht Überall ühereinstinimunjr vorhanden ist» Dagegen wird
bei der volla tändigen Verwirrung der angaben Über die Zer-
störung des tempels in Jernsalem s. 16, wie sie D bietet, die
schuld kaum Oliver beizumessen seiu, sondern dem abschreiber.
Der richtige text ist in den Varianten gegeben , so dass hier
eine nel*eneinanderstellnng nicht nötig ist.
Wesentliche zusütze hat Oliver zu seiner vorläge, wie be*
reits oben bemerkt wurde, nicht gemacht. Hervorgehoben
werden mögen die worte s. 10 *que est flos flonim' als be-
zeichnung der h. Jungfrau und s. 13 'pergentibus filiis Israel^
die sich sonst nicht werden nachweisen lassen *. Deutlich aber
können wir zwei zusatze unterscheiden, die nicht aus der vor-
läge, sondern aus einer anderen quelle geschöpft sind, nämlich
einmal die stelle s. 6, die in D verstümmelt also lautet; *In
Phenicia sunt iste civitates; Äccon, Tyrus, Sarepia Sjdonis,
Baraht, Gybelet, Phenicum nobilissima metropolis*. Da nun M
aber die worte 4^henicum nobilissima metropolis* sieb nur anf ™
Tyrus beziehen, in den anderen quellen aber auch nur steht:
*Fhenicia, in qua Sors, id est Tyrus, Phenicum nobilissima
metropolis' , so werden wir wohl nicht irre gehen mit der
annähme, dass hier der schreiber von D, veranlasst wahr-
scheinlich durch eine randnotiz seiner vorhige, die hier Qicht
hingehorigen worte in den text aufnahm. — För die Ver-
wertung einer randnotiz spricht noch deutlicher der andere
hier zu erwähnende zusatz aus anderer quelle, nämlich s. 10/U :
*Non est urbs Accaron, quam quilibet estimat Accon; illa
Philistea, Ptolomaida dicitur ista*. Diese worte, welche übrigens
\
1 Die stelle Ne lectori etc. s. IG 6nd6b aicb Oberallp gehört also
nicht Oliver eigentümlich zu.
Lxxxm
«wei Hexameter bilden, finden sich in keiner der herangezogenen
qaelleii. Es kommt dazu , äuBs sie sich nicht auf Nazareth
beziehen , wozu sie aber gesetzt sind , sondern auf das erst
spüter genannte Accon» Es lasst sich wühl mit gewisah eit
aooehmen, dass hier eine randnotiz in D hineingearbeitet
worden ist, und zwar an der verkehrten stelle.
Was nun die abf aasnngszeit dieser schnflt betrifft,
ao gibt sie selbst einen bestimmten anhalts]jinikt hiefür nicht.
Wenn man nun erwägt, dass die bist, de ortu Jerns., wie wir
weiter unten sehen werden, nach dem november 1219 verfasst
worden ist^ diese aber die bekanu tschaft mit dem , alten
kompendium '^ dadurch beweist, dass sie mehrmals stellen aus
ihr herüber nimmt, so könnte man daraus den achluss ziehen,
dass unsere schrift vor der bist, de ortu Jerus. verfasst worden
ist. Andererseits aber wird man kaum fehl gehen, anzunehmen,
dass Oliver, nachdeui er einmal den entschliiss zur kreuzfahrt
gefasst und das gelübde abgelegt hatte, selbst das be<Uirfnis
füblte, sich mit dem lande, dem sein ziel galt, genauer be-
kannt zu machen und zu diesem zwecke das jedenfalls sehr
verbreitete alte kompendium benutzt hat; er kannte es also
schon bevor er den ersten brief aus Egypten schrieb. Aber
der Entschlnss, eine heschreibung des h. landes der geschiebte
dieses vorzusetzen, kann doch erst in ihm gereift sein, als
micli der entscbluss zur dai-steüung der geschieh te des h, landes
in ihm fest stand. Die zeit, die er zur fertigstellung dieses
Werkes brauchte^ wird jedenfalls nur eine sehr kui-ze gewesen
seiii, da es sich für ihn wesentlich darum handelte, seine vor-
lüge wortlich wiederzugeben und mit einleitung und schluss
^bi versehen. Vielleicht können wir die lange zeit der un-
^Biätigkeit des christlichen heeres nach dem fall von Damiette,
^BL h, das jähr 1220 genauer als den Zeitabschnitt ansehen,
in welcher unsere schrift entstand,
Ihr wert ist nach dem gesagten gering , dennoch wird
auch diese ausgäbe für die genauere Untersuchung der be-
Schreibungen des h, laudes, die auf dem „alten kompendium"
ruhen, vielleicht etwas beitragen konuen. — Es nn^^ noch
wähnt werden, dass zur feststelluog des textes und zur er-
rnng einzelner stellen ausser den beschreibungen von Robin-
LXXXIV
son, Tobler u. a. besonders folgende iextaiiBgaben lieranges&ngeEi
worden sind :
T o b l e r , Theoderici libellus de locis sanctis,
de Vo g ü e\ lea eglises de la Terra sainte,
Laurent, Quatuor peregriiiatores,
N e u ra a n n in der Oesterr. Vierteljahrsschrift für kathoT
Thetjlogie 1868 s, 404 C imd
Johann von W ü r z b u r g bei Pez , thesaur. aoecd.
Qov, tom. I, pars 3 s, 530 fL
IV, Die Historia de ortn Jeruealem et eins
variis eveetibus.
Wie wir oben bei der besprechung der hss. der bist, de
ortu sahen, kannte jener uobekannte Theodericus, dem wir
anch den titel dieses werkes verdanken, eine daratellung der
geschieh te Jerusalems dnrcli Oliver von Adam bis zum Ver-
lust von Daraiette 1221, und auch Albericns Triüm fortiuni
sagt in seiner Chronik ' zum jahra 1223: 'Hucusqtie magister
0]ivf*rns perduxit historiani süam Jerosoliniitanam i n cipiens
eara ab anno creati mundi*. Dass das vorliegende
werk nun thatsachlich das Olivers ist, dafür geben ans den
unwiderlegbaren beweis der in 0 erhaltene anszug, den Theo-
dericus ans Olivers schrift verfasst hat, sodann aber auch
zwei in der bist de ortu gemachten bemerkungen des Ver-
fassers selbst. Cap. 87 nämlich weist Oliver selbst auf die
bist. Dam. hin: ^sicut plenius persecuti sunms in historia
Damiatena capitiüo Non minori miraculo' , d, h. cap. 40, so-
dann heisst es am Schlüsse des ganzen werkes: *sicut in se-
quenti lihro plenius ostenditur* , womit unzweideutig auf die
bist, reg* hingewiesen wird.
Wann und wo aber nun hat Oliver dieses werk verfaest?
Auch hierfür haben wir einige sichere hinweise. Die oben
erwähnte stelle des cap. 87 , welche die bist. Dam. erwähnt,
lässt erkennen, dass die schrift nach dem november 1219 ent-
standen ist, in welchem monate die eroberung von Tanis, von
1 Uon. Germ. es. 23^ a. 913.
LXXXV
der cap. 40 der hist. Dam. handelt, stattfand. Dass die bist.
de ortti aber aucb uocb in Egjpten verfasfit worden ist, geht
wohl eben so sicher aus der bemerkimg cap. 3 hervor : *astro-
logiam . ., qua hodie abutuotar (Egyptii) degenerantes in
maibematicaoi, in qua nsque in bodiernnm dieni fatura se
investigare putant** Wir können infolge dieser stellen wohl
mit Sicherheit behaupten , dass das vorliegende werk in jener
zeit entstanden ist, in welcher das beer der Christen in nichts*
thun versunken dasasa, bis es aus diesem herausgerissen wurde,
oacbdem es dem päpstlichen legaten gelungen war, den vor-
I marsch gegen das befestigte lager des sultans in Äl-Mansura
durchzusetzen, d. h. in der zeit vom februar 1220 bis juli 1221,
also gerade in derselben zeit^ in welche auch die entstehung
der descriptio anzusetzen sein dürfte und in der die hist. reg.
wirklich entstand. — Die historia de ortu ist eine gedrängte
darstellnng der geschieh te von Jerusalem oder richtiger der
|i Juden von der erschaffung der weit bis zur eroberung Jeru-
Isalf^nis durch Titus. Hieran schlieast sich ein ganz dürftig
gehaltener katalog der römischen, dann, seit Konstantin, der
griechischen kaiser bis auf Justiniao, in dessen zeit das imperium
auf den franken Pipin übertragen wurde. Es folgt dann noch
die nackte aufzählung der deutschen kaiser bis Heinrich V,,
unter welchem Gottfried von Bouillon Jerusalem den bänden
der Sarrazenen wieder entriss. So hat Oliver allerdings den
anscbluss an sein folgendes werk, die hist. reg., gefunden,
I aber waa er geben wollte, eine geschiebte Jerusalems, bat er
nicht zu stände bringen können aus man gel an quellen. Es
klafft eine lücke von etwa tausend jähren , die er nicht aus-
zufüllen vermochte; die geschieh te Jerusalems bricht mit
dem jähre 70 thatsächlich schon ab.
Die baupt quellen für seine arbeit sind die histo-
rischen bOcher des alten testaments und des
Petrus Commestor historia scolastica'. Da auch
Petrus in seinem buche einen grossen teil der von im be-
handelten Schriften des alten testaments fast wortlich hinüber -
nahm und bald dieser^ bald Oliver sich mehr an den Wortlaut
der Vulgata anlehnt, so ist es sehr schwer, bestimmt anzu-
1 Benutzt wurde die ausgäbe Fang 1518.
L
1
geben, wo Oliver thataächlicli aus P(3trus schöpfte und wo er
auf die bibel selbst zurückging. Im allgemeinen aber kann
man sagen, dass alle nicht aus der bibel genommenen znthat^n
(soweit sie nicht den unten zu nennenden quellen angeboren)
aus Petrus geschöpft sind und dass bei wiedergäbe des rein
historischen Oliver beide benutzt hat und zwar derart, dass er
die nachrichten wesentlich kürzte, also nicht alles brachte, waa
Petnis aus der bibel abs^chrieb, daför aber seinen text mit
Zitaten aus den propbeten, besonders den grossen , und dem
Ecclesiasticus belebte. Nach dem Schlüsse der bücher der
k6nige bis zum beginn der geschichte der Maccabäer, d, h,
cap. 85/105 ist Oliver vollständig von Petrus Comniestor ab-
hängig, die geschichte der Maccabäer aber (bis cap. 108) hat
er unabhängig von der bist, seolast. aus der Vulgata excerpirt
und nur wenige unbedeutende sätze aus jener aufgenommen,
wie z. b. cap. 106 die auflösimg des hebräischen datums in
das römische. Was dann folgt, ist wieder reiner auszug aus
Petrus, den er bis cap, 121, bis zum tode des kaisers Claudius,
benutzen konnte. Die fortsetzung von cap. 122 bis zum schlnaa
ist sodann einem kaiserkataloge entnommen, der in seinem
ersten teile auf Hieronymus bezw. Paulus üiaronns zorfirk-
geht, wie die vielfach wörtliche Übereinstimmung Olivers mit
diesen beweist. Es ist bei der menge teils mehr teils weniger
von einander und von den genannten autoren abhängiger
kaiserkataloge, die wir besitzen, und bei der unendhchen kurze
Olivers , der eigentlich nur die nackten regierungsjahre an-
einander reiht, nicht möglich gewesen, einen bestimmten katalog
bezvv, einen Schriftsteller, der diesen benutzte, mit bestimmt-
heit heranszufinden.
Neben diesen drei quellen aber benutzte Oliver noch ab
vierte eine Descriptio Terrae sanctae, vermutlich die
eigene; von den hier in betracht kommenden stellen finden
wir z, b, cap, 6 und 9 ftist wörtlich in seiner descriptio ■
wieder, und ebenso werden die nicht aus Conimestor genommenen
stellen cap. 3: (Sichern) ^nunc autem Neapolis dicitur*, cap. 23:
(Thesbes) -unde Heljas Thesbitea fuit', und cap. 64: (An-
tiochia) ^que et prins Reblata* der eigen*»n descriptio entnommen
sein; wir finden die stellen alle in ihr wieder.
«
l
LXXXVU
:
Ausser einigen unbedeuteiiclen zasätzen, wie cap. 65, 77,
80, 83, 92 und 97 sind es besonders folgende, die wir wohl
zweifeltos als nicht auf eine bestimmte quelle zn rückgehend,
sondern als wirkliches eigen tum Olivers betrachten können:
die einleitung; cap. 2 die stellen über die patriarchen und
Lotb; cap. 33 der zusatz zu Samuel Wir sanctus et pcrfectns
coram Doniino et omni populo* ; cap. 39 tai Daniel ,sed in hac
pace . . . . sustinuit* ; cap. 83 das zitat aus Jerem. 36,30;
cap. 87 der verweis auf bist. Dam. cap, 40; cap. 89 einmal
der znsatz Über Daniel 'Dominus dedit Danieli scientiara et
disciplinam, intelligeatiam et visionem sompniorura*, ferner die
bemerkung, mit der er die ansieht des Gregorius Über die
guten engel widerlegt *Sed qnomodo .... intelligentia' , und
der geographische zusatz: *Hoc autem de . . . ., ab aqoilone
Syriam, a meridie Egyptum habet' ; cap. 99 über die gefangene
familie und die schätze des Darios : H|ye omnia iuxta raorem
Persanira ferebantur ad castra*, und cap. 102 die erkliirung des
Wortes Panareton 4d est plenura virtutibns, vocat a pan quod
est^iotun], et ares quod est virtus\ die, wenn sie richtig wäre,
den glauben erwecken könnte , als hätte Oliver kenotniase in
der griechischen spräche besessen , obwohl es ja nicht aus-
geschlossen i«t, dass er einige worte im Orient erlernt hat.
diese stellen, an sich nicht viel bedeutender als die nicht
anders erwähnten in cap. 65, 77 u. s. w., können wir wohl
unbedenklich Oliver seihst zuschreiben, ohne für sie eine be-
sondere quelle in anspruch zu nehmen. Wir werden etwas
ähnliches unten bei der Untersuchung der hist, reg* wieder-
finden.
Es bleiben alsdann nur zwei stellen übrig, die anders-
woher genommen sein müssen, deren urspnmg aber festzustellen
nicht gelungen ist. Es ist das einmal der in der hs. sehr
ent($teUte passns liber den tod des Jugurtha cap, 111. Bei
Petrus Commestor hist div. VII findet sich nur: *His tempo-
rtbus Jugurta contra Romanos dimicaUvS a Marco (vielmebr
Mario) et Silla captus est* , und es wäre nicht unmöglich,
dass die Oliver vorliegende hs. der hist, scolast. hier einen
weiteren text gehabt hat als diejenige, welche dem Pariser
drucke zu gründe liegt; dem könnte allerdings der umstand
LXKXVm
widersprechen , dass sonst die bemerkongea Conimestors ober
römische geschichte sich im weseritlicheii mit Hieronyuius bezw,
Paulus Diaconus decken, eraterer ^ aber den Jugtirtha im kerker
sterben, und nicht wie Oliver, vom Tarpeischen feken gestürzt
werden lässt» letzterer ^ seinen tod gar nicht erwähnt Die
andere stelle ist die Über dea tod des Pontius Pilatus cap. 121.
Commeator lässt Pilatus nach Lyon verbannt werden, und ist
deshalb nicht Olivers quelle. Dass Pilatus getrieben von
gewiss ensbissen durch Selbstmord endigte, wird auch sonst
berichtet und von einigen sogar mit starkem anklang an die
Worte Olivers, Es mag hier Orosius ^, der aus Rufinus schöpft,
neben Oliver gestellt werden:
Oliver cap. 121
Pilatus autem^ qui in Salva-
torem iniqui indicis functus
est officio, temporibus Gaii
tautis ac talibus rnalorum
cladibus cruciatus est, ut
propria manu se transver-
berana nefariam viiam vi
abiecisse referatur.
Orosius
Pilatus antem, qui sententiam
damnationis inChristnm dixe-
rat^ postqnam plurimas se-
ditiones in Hierosolymis ex-
cepitac fecit, tantiainrogante
Gaio angoribns coartatus est,
ut sna se transverberans manu
rnalorum compendium mortis
celeritate quesierit.
Ks ergibt sich hieraus, dass Oliver eine auch aoust be-
nutzte quelle vorgelegen hat ; dennoch aber gelang es nicht,
diese stelle mit Sicherheit einem bestimmten autor zuzuweisen.
Nehmen wir an, dass diese beiden stellen ein und dem-
selben uns nicht bekannten autor entnommen sind , so haben
wir fünf quellen, auf welchen Oliver seine bist, de ortu Jeru-
salem aufbaut: die bibel, Petrus Commestors histar. scolast.,
seine descriptio Terre sancte, einen kaiserkatalog und eiue
unbekannte quelle. Er selbst nennt allerdings noch als queUe
Nicolaos Daraascenus (cap. 3), Josephus (cap. 3, 22, 41, 56, 57,
72, 89, 99, 104, 108), Hieronymus, d, h. den bibelin terpreten,
nicht den Chronisten (cap. 35, 89), Epiphanias (cap. 77, 88, 89),
Gregorius (cap. 89), eine *alia historia* (cap. 36, vgl. auch 69) ;
♦
1 Euaebii Chron. ed. Alfr. Öcböne H s. 131. 2 Moo. Germ,
bist. auct. antiq. 11, s. 82. 3 Historia adversus paganos ed. Zange-
meiiter, Corpus Bciiptor. eccles, latin. V, s. 445/6.
LXXXIX
indess bat Oliver alle diese stellen nebst angäbe der quellen aus der
hintor. sccJast. genommen und nitht die autoren seihst Ijenutzt,
ein verfahren, das er mit vielen mittelalterlicben schriftstelfern
teilt und das ihm den verwiirf des plagiates nicht znziehen kann.
So werden wir denn nach dem gesaj^ten nicht umhin
könnet], das urteil, welches schon Kicker ^ Über die liisfeor. de
orta Jerusalem gefällt hat, nämlich dass sie „eine hochs^t
dürftige erzählung der geschichte des h. landes bis zum ersten
kreuzzng* ist, zu iinteri?chreiben , trotzdem wir nicht den
auszug des Theodericus^ der Ficker allein vorlag» sondern daa
vollständige werk vor nns haben.
V, Die Historia reguin Terre sancte,
§ L Die qiK^len der historia rcguin.
^f Die bist. reg. beruht in ihrem ersten teile, d* h. bis
~ zum ende des cap, 24 auf der historia Jherosaljmitana des
Fu Icher von Chart res*, ja stellt sich im wesentlichen
als ein auszug aus derselben dar. Indess bennt^te Oliver nicht
das ganze werk Fulchers, wie es im Recueil uns gedruckt vor-
liegt, sondern nur einen teil. Die geschichte Jerusalems ist
nänilich von Fulcher in mehreren abschnitten geschrieben * ;
der erste reichte bis zum Jahre 1105, bis zur niederlage der
Sarrazenen bei Ramiah nnd deren flotte bei Jaffa, Diesen
abschnitt benutzte als selbständige arbeit Bartolph de Nangeio
in seinen Gesta Francornm Jhernsalem expugnantium *. Später
■^ setzte Fulcher seine arbeit fort und führte sie bis zur eroberung
I^F fon Tjrrus 1124. In dieser form liegt die bist. Jheros, noch
I in einer reibe von hss. vor, von denen eine Bongars in seiner
ausgäbe benutzte. Eine solche bis 1124 reichende hs. des
Werke« Fulchers lag auch Oliver vor bei seiner bearbeitnng
1 Zeitschr. für gesch. und altertumskiinde Wesiralens 13, h. 290.
2 Gedrückt Bong^ars Geata Ijei per Fraricos lid. 1, s. S81/440, tlann bei
Dachetae, bist Francor, ^criptores ßd. 4 , s. 816 ff., Migne Patrob
CDfB. 155, ». 821 tf„ 2uleizt im Recneil des bist, des croisades, bist.
occid. toni, 3» a. 310 ff.; ich aitiere nach letzterer ausgäbe. 3 Vgl.
dtePr^fiice im Recueil a. a. a., s. XX VH C ■* Gedrnckt Recueil
».a. 0., a. 491/54a.
der liist regr. Die zweite fortsetzuog bis zum jähre 1127
kau nie Oliver nicht. Hieraus ergiebt sich zugleich die obci»
für das ende der beniitzuiig Fulchers angegebene stelle. Was
dann folgt, entnahm Oliver anderen autoren, die wir weit-r
unten genauer betrachten werden. Verweilen wir vorerst bei
der benut^nng Fölchera.
Dieselbe hebt sofort an, nachdem Oliver nach der ein*
leitung, die er Reibständig und unabhängig hergestellt hat,
in die eigentliche darstellyng der geschichte eintritt. Die
benutzung selbst geschah in der weise, dass Oliver die worte
Fulchers mehr oder weniger wörtlich wiedergab, oder indem
er , besonders wo Fnlcher ihm zu genau oder weitschweifig
war, einen längeren passus durchlas und diesen dann in selb-
Btändiger weise zur darstellung brachte.
Bei der ersten art können wir genau verfolgen, dass trotz
sonst wörtlicher wiedergäbe der darstellung Fulchers Oliver
doch oft einzehie Änderungen des textes absichtlich vornahm;
meist sind es nur kleinigkeiten, die aber doch sofort auffallen.
So findet man 'Christiani* für ^exercitus noster' des Pulcher,
^terga dederunt' für *fugerunt* 'infideles' oder 'AUofili' für
'Sarraceni* ; um genauere beispiele anzuführen , verweise ich
auf folgende stellen gleich im ersten cap, der hist. reg. Fuleher
(I, 6, s. 327): 'imprudenter . , . cum raro agmine vadens^
Oliver: 'incaute cum paucia iter agens' ; Fuleher: *cum tnulta
gente* . Oliver: *cum geiite phirima* ; Fuleher: ^transierunt*,
Oliver: 'profecti sur)t^
Die Übereinstimmung findet sich aber nicht nur bei den
thatsäc blichen berichten, sondern auch da, wo Oliver ein ge-
samturteil abzugeben oder eine moralische betrachtung oder
dergl einzustreuen scheint — denn in Wahrheit entnahm er
sie aus Fuleher. Ein beispiel möge hier folgen:
I
Fuleher n, 3, s, 378
Opusenim est omnibus inimi-
eos haben tibus . ,, ut frequen-
tissime illos enixe coerceaut,
quatinus cert amini» tedio vel
vi superent vel ad pacis pac-
tionem pertrahant
Oliver cap. 8.
Sciebat enim inimicos haben-
tibüs requiem uon esse dan- M
dam eis, ut vel tedio cer- "
taminis vi superentur vel
ad pacis compendium citius
pertrahantur.
geeignet ,
beDutzQüg 2U veranschuulicheo.
Es bleibt hierbei aber nicht ausi^eschlosaeB, dass Oliver mitten
in eiDC in seiner weise wörtlich ans Fnlcber genommene stelle
eiDe solche aus einem späteren kapitel Fulchers ebenfalls wörtlich
einschiebt; ich verweise hierfür anf cap. 9. In diesem entnahm
er die angaben über die flucht des königs aas Fulcher 11, 19,
d. 401, nur dieworte 'cum nno tantnni milite et armigero suo*
schob er mitten in seinen t-ext ein aus Fulcher II, 20, a. 402.
Ebenso yerbält es sich cap. 1 1 mit den Worten * VI. KaL Septem bris\
die er aus Fulcher II, 33, s. 415 der aus II, 32, s. 413/14
genommenen erzählung einverleibte. Zuweilen aber lief ihm
bei der wörtlichen wiedergäbe Fnlchers auch ein lesefehler
unter. Hierzu möchte ich rechnen cap. 17 *io pretorio* (wie
sämtliche handschriften hss. der bist, reg, haben) för das *in
preterito anno* des Fulcher II, 53, s. 429, obwohl auch die
leseart Olivers einen sinn gibt; ferner gehört wohl auch hier-
her, wenn Oliver gleich darauf sagt: 'Turci . . audientes regem
Jerusalem in terram suam venisse* , wahrend es bei Fulcher
U , 54 , 8, 430 heisst : Vum g e ri t e m nostram remeasse
com pe rissen t*. — Eine auffallende nachlassigkeit bekundet
Oliver in demselben cap. mit den worten 'ut superius dictum
est*, denn darüber, dass Mandulfus auf Veranlassung des Dolde-
quinns ermordet w*orden sei, worauf er mit obigen worten
hinweist, findet sich bei ihm vorher nichts erwähnt, wohl aber
weist Fnlcher an derselben stelle (II, 53, s. 429) mit den
Worten *üt superius legitur* auf seineu berichfc von der er-
mordung des Mandultus hin. Viel leicht aber thut man hier
doch besser, obigen lesefehler wie diese nachlassigkeit dadurch
zu beseitigen , das» man mit Fulcher liest 4ii preterito ut
fluperius dictum est anno* und die Verweisung auf das früher
gesagte auf die zeit best im raimg bezieht.
Es darf indes nicht unerwähnt bleiben, dass Oliver viel-
fach auch vollständig wörtlich Fulcher zitiert; ich verw^eise
hierfflr beispielsweise auf die beschreibung der quelle Siloah
(cap. 6, Fulcher I, 26, s. 356) und den zug des könig Balduiu
nach dem roten meere (cap. 18, Fulcher II, 57, s. 432).
Die zweite art der benutzung besteht, wie wir oben be-
XCII
merkten, darin, dass Oliver einen grösseren passus Fulchers
durchlas und dann nach eigenem erm^sen wiedergab. Hierbei
lassen sich noch zwei verschiedene manieren unterscheiden,
indem Oliver einmal unter wesentlicher beibehaltung der worfce
Fu Ichers seine eigene darstelluog komponierte, (»der indem er
mit höchst geringen anklängen an Fnlchers werte die be-
treäTeuden abschnitte selbständig and frei bearbeitete«
Um bei der ersten dieser benutznngarten zu bleiben, so
würde es zu weit ttihren, wollte man sie durch nebeneinander*
stellen der einschlägigen abschnitte deutlich machen ; es wird
genügen, auf folgende stellen zu verweisen : cap. 2 *hic oranc«*
bis 'coadunati sunt^ nach Fulcher 1, 6, s* 328 ; cap. 5 'An-
tiocheni vero* bis *intercepit Christian os* nach Fulcher I, 15/16,
s, 340/341; cap. 22 nach Fulcher 111, 8/11, s. 445/448, u. a.
Die art und weise, mit der er unter benutzung der worte
Fulchers seinen text herstellte, ist natürlich je nach dem in-
halte und der darstellungs weise Fukhers sehr mannigfaltig.
So verwandelt er cap. 7 die direkten werte, die die Babylonier
beim ansbruch des krieges gesagt haben sollen: 'Eamns et
capianvus Jherusalem cum Francis in ea clausis, quibus Omnibus
interemptis eradanms illud sepulchrum tam eibi preciosura • .'
(Fulcher I, 31, s. 3G3) in die indirekte rede: \ , . qui paulo
ante comrainati fnerant, se Jerosolimitanos oranes interfecturos
et sepulchrum gloriosum dissipatnros'. Fulcher lässt U, 31,
B. 412/413 den patriarchen von Jerusalem redend auftreten und
in direkter rede dem klerus die Vorschriften über fasten und
Viettibungen erteilen. Oliver (cap. 11 j übernahm einen teil
dieser rede wörtlich , lässt die worte aber nicht gesprochen
werden, sondern benutzt sie zur darstellung von thatsachen,
indem er den klerus sofort das thnn lasst, wozu bei Fulcher
der Patriarch erst rat. Aehnlich verhält es sich cap. 5, wo
Oliver das datum des auszuges der Christen 'IV, Kai. Julü* and
die art und weise desselben als etwas thatsach liebes berichtet,
während in seiner quelle, Fnleher 1, 22, s, 348, erst von den
beratsch lagungen, wann und wie der auszug geschehen solle,
die rede ist — Wo Fulcher stellen aus der bibel wörtlich
zitiert, übemahra sie Oliver entweder wörtlich % oder er ver-
I
I
1 1. b. cap 9 extr. 'Equiia enim etc* aus Prov. 21, 31.
xcm
arbeitete den bibeltext in seine daratellung imd zwar dergestalt,
dasa, würde man ?on Fulcher nicht auf die spur geführt werden,
man das biblische xitat kaiioi erkennen würde. Z, b. cap. 2
bei der erzablung von der wunderersciieinung, die Oliver sonst
aogut wie wörtlich aus Fulcher, I, 8, s. 330 entnahm, zitiert
letzterer die stelle Sap. 4, 7: 'Justus qua morte preoccupatus
fuerit, in refrigerio erit*; Oliver macht daraus: *In ho€ mira-
colo refrigerium instorum evidenter apparnit, quac^umque morte
fuissent occapati^ — Es ist eine eigentümlichkeit Fulchers,
am ende eines bestimmten abschnittes das vorhergehende in
einige hexameter ziisamraenxu fassen ; zuweilen enthalten die
verse aber nur das datum , einige male werden sie als 'Epi-
taphium^ bezeichnet. Auch diese verse benutzte Oliver zur her-
stellnng seines textes, und zwar indem er sie entweder wörtlich
übernahm wie cap, 8: *Ad caput hoc anni post captam contigit
urbem*; erst wenn man die quelle (Fulcher I, 36, s, 370)
kennte kann man sich die geschraubte ansdrucksweise erklären,
oder indem er sie als prosa in seinen text verarbeitete, wie
ebenfalls cap. 8 *hec civitas tarris Straten ia fuit appellati*,
nach Fulcher II, 9, s. 390: *Cnm Stratonia turrem eic dictam
cepimus urbem*, oder cap, 19, wo die nanien der städte, die
konig Balduin I. während seiner regierung erobert hatte, dem
^Epitaphium regis Baldiiini^ bei Fulcher 11, 64, s. 437 ent-
nommen sind. Fa8t regelmässig ist letzteres der fall bei den
datnmsangaben , die Fulcher ausser in Hexametern auch noch
in einer besonderen art ' der berechnung zu geben beliebt.
Hier nun musste Oliver, der nur den Julian ischen kaleuder in
der bist. reg. benutzt, die daten uui rechnen. Einige stimmen
mit F'ulcher überein, wie *niense Junio* in cap. 16 mit Fulcher
II, 49, 8. 426, andere dagegen weichen sehr stark ab , wie
cap. 10, wo Oliver ab datum der eroberung von Akka *VIL
Idus Mai' oder mai 9. , Fulcher aber den 26. mai angibt ^
(II, 25, s. 408), und cap. 17 sagt Oliver: 'Acta sunt hec circa
finem Aaguati', wo die angaben Fulchers II, 54, s. 431 den
1 Vgh Beciieil a. a. o., u. 370 note b und s, 350 note a. 2 Daa
richtige datum der einnnlime von Akka aber ist der 26. luai.» ver^L
Ekkehard, HieroBol. cap, XXKIU, a. 285 der auBgabe von Hagen mejrer.
XCIV
13. septemtier crgebGii. Diese stelle fehlt aber noch in D, ist
also wohl erst später hinzugekommen.
Die andere art dieser benutzungs weise besteht, wie wir oben
sagten, darin, daas Oliver mit ganz geringen anklängen an die
Worte Fnlchers die ji^eschichte selbständig und frei darstellte.
Hierfür gibt ein heispiel cap. 7\ dm nur eine freie bearbeitung
viH) Fnlcherl, 30/31 ist» Einzelne ausdrücke wie : ^ascenderunt
arborum cacuniina*, ^e longe spectantes' stammen aus Falcher;
?gl. desgl. c^p. 4 schlnss mit Pulcher I, 14, a. 338: cap. 5 I
*Vaniis etc.' bis MJhnatianos' mit I, 16» s. 342; cap. 9 *lUi
autem* bia zum scbluss mit II, 21, s. 403/6, u. a, um des
genaueren auf diese bennt/Aingsart einzugehen , so verfuhr
Oliver da, wo der text der vorläge för seine zwecke zu weit- I
lünfig war, in der weise, wie man es wohl auch heute noch
machen würde , um lange episoden mit wenigen Worten tu
erledigen. So thiit er die genaueren angaben Fulchers I, 6,
8. 328 über die verschiedenen wege, die die kreuzfahrer ein-
schlugen, um sich endlich vor Nicäa zu vereinigen, cap, 2 mit
den Worten *per diversa loca venientes* ab, — Cap< 5 gegen
das ende gibt er die zahl der emire auf 29 an, bei Falcher
I, 21, s, 347 werden diese namentlich aufgeführt, und aiwar
geben fünf hss, 29 und zwei 30 naraen: Oliver zählte also
nach und fus.ste sich kurz durch einfache angäbe der anzahl.
Fulcher gibt II, II, s. 392 Ü'. eine direkte anrede des kunigs
Balduin und berichtet darauf von einzelnen kühnen thaien
desselben ; diese angaben sind der grund zu den Worten Olivers
cap. 8: 'post exhorhitionem regis, qui erat consolator opti mos
ac bellator durissimus/
Dass bei dieser art von benutzung Oliver nicht immer
mit der nötigen Sorgfalt verfuhr und sich deshalb eine ganze
reihe grosserer und kleinerer versehen einschlichen oder in
folge der kürze die darstelluug zuweilen der nötigen klarheit
entbehrt, kann kaum auü'aHen. So ist cap. 8 bei der be^
Schreibung der kämpfe nicht alles genau wiedergegeben, denn
während in dem ersten kämpfe Balduin nach Oliver 'non sine
gravi dispendio et iucommodo suornm* siegt, sagt Fulcher II, 2,
s. 374: 'de noatris vero cjnator milites vitam amißernnk^ Die
kürze Olivers lässt nicht erkennen, dass der zug, in dem jene
I
I
1
I
xcv
kämpfe stattfanden, mehrere tage in ansprucli nahm, und Ter*
mindert wesentlich die gefahren ^ in denen Balduin und sein
beer schwebte, sowie die mühe, die sie hatten nni durch-
zn kommen. — Wenn ferner Oliver cap. 17 sagt (an der bereite
oben erwähnten stelle) : 'Tiirci . . . , audientes, regem in ternim
TOftm venisse, irruerunt improvisi*, so kann es den anschein
haben, als oh der könig aus dem hinterhalt überfallen wurden
sei; davon ist aber hei Fulcher nicht die rede ; vgl. 11, 54,
8, 430. — Ein offenbares versehen Olivers finden wir cap. 4,
wie folgende Gegenüberstellung deutlich macht:
Fulcher l, 13, s. 337 If. Oliver n. a. o.
Est illa (Edessa) in Mesopo- (Edessa) • . que est in Meso-
pothainia Syrie viginti fere
miliaribus ab Antioc hia di-
stans.
K
thamia S3'rie trans tliinien
Eophraten viginti fere mili-
ariis^ et ab Antiochia distans
quasi centum vel paulo phis.
Oliver verwechselte also die entfern uog Edessas vom
Euphrat mit der von Antiochia, — Cap» 8 liisst Oliver den
konig *latmnculos in cavernia latiantes' angreifen » während
die betreffende stelle bei Fulcher 11^ 4, 8. 379 lautet: \ . . in-
venimus villas, ubi Sarraceni, incole regionis iilius^ in cavernis
propter nos se occultaverant . . . Erant quidam ex iis latriinculi\
Eh war also durchaus nicht nur raubgesindel, das sich in den
bohlen verborgen hielt und dem der zug des kouigä galt, —
Cap. 21 liisst sich folgendes versehen nachweisen. Oliver sagt:
*Rex antem Jerusalem cum p a t r i a r c h a , qui crucem do-
tninicam portabat, , • . pugnavit cura Sarracenis etc.* Fulcher
III, 4, s. 442 dagegen berichtet, dass die boten, welche Roger
mn hilfe an den könig sandte, diesen Viucto secum patriarcha
cum crnce dominica* auf einem zuge gegen Damaskus antrafen.
Der könig gab darauf dies nnteriielimen auf und zog Roger
zti hilfe ^ducens secum Cesariensem epiacopumS qui
crucem dominicam in hello postea contra hostes optinie por-
tavit\ — Cap. 10 iuit, verlegt Oliver die mondünsternis in
den mai, wahrend Fulcher II, 40, s, 434 berichtet, dass im
mai ein heuschreckenschwarui das land heimsuchte, und im
1 Sali heifisea aretiiepi»oopiim.
XCVI
I
folgenden kapitel von der im juni stattgehabten mondfinstemis
redet. - Bedeutender ist das versehen Olivers cap. 24. Er
sagt hier von der flotte der Veneter : 'minorem partem versns
Joppen, maiorem vero in pelagua altios* (näuil. luiserunt). ■
Vergleichen wir hiermit die stelle bei Fulcher III, 20, s. 452: m
*nnam navigii sui partem, in qua ipse dux erat, versus Joppen
eraisit, alteram vero partem in altius pelagiig tnisit . * . Nostri
autem . > . aliani navigii partem potiorem et postremam,
in qua predictus dux erat, exspectaotes etc* Darnach war
der nach Joppe dirigierte teil der flotte der grössere, der auf
das hohe meer geschickte der kleinere. Oliver dreht das Ver-
hältnis gerade um. — Erwiihnt mag auch nocli folgende stelle
werden* Fulcher II, 33, 8. 414/5 sagt: 'Adhuc erat ante
Joppen classis na^ium Babiloniorum, qni lam aliqnamdiu illic
expectaverant scire ciipientes, qoomodo et quaudo tarn per
mare quam per terram nos omnes et urbes maritimas de-
atruerent\ Der grund des Wartens , den Fulcher angibt , ist
ein sehr besonnener :* die flotte wollte im geeigneten momenie
in die handhing des landheeres eingreifen und mit diesem dann
genieinsjuu operieren, Aeusserst matt und nach ihrer quelle
anch nii'ht richtig i^ind dagegen die worte Olivers cAp. 11 :
'Adhuc classis Babilonica morabatur ante Joppen cladem
Christianorum exspectans, ut captivos et spolia tidelium de-
fer^et^ Das hätte anch das laiidheer besorgen können. —
Als abweichnng von Fulcher und deshalb als mirichtigkeit
Olivers muss auch erwähnt werden ^ dass letzterer Gottfried
von Bouillon sofort 'in regem Jerosolimitanonim^ (cap. 7)
gewühlt werden lässt, während Fulcher Gottfried nie 'rex'
nennt, sondern immer Mux^ ^
Wenn wir die dargelegten arten der benutzung Fukhers
im äuge behalten , so können wir das gesamte material der
hist. reguni bis zu der eingangs dieses paragraphen angeführten
stelle auf die historia JherosoL Pulchera zurückführen. Nur
folgende stellen Hessen sich nicht in dieser quelle vorfinden :
cap. 7 init. das datum ftir die wähl Gottfrieds von Bouillon zum
«
1 Kleinere abwdcbtiDgen » betonderü in den zahleoaDgaben Ober-
gehe ich. du gerade hierin durch die abschreiber JLiini6r ^iet gesCIndigt
worden ist.
I
xnvn
yköiiig von Jerusalem*, das ausserdem nicht einmal richtig
mit •qtiinto decimo Kalend, Augusti^ d, i. juli 18. angegeben
wird* : wahrscheinlich liegt bei Oliver eine verwechslong mit
dem todestage Gottfrieds vor, den er cap. 8 richtig mit demselben
datnm angibt ; ferner cap. 8 zu dem namen der stadt Ramula
der znsatz ,que est Ramatha^ Letzteren konnte Oliver wohl
leicht aus eigener kenntnis hinzufügen , zumal wenn er seine
'Descriptio terre sancte^ bereits hergeötellt hatte; doch konnte
ihm wohl aach das alte testament hierfür quelle sein. — Wenn
Fülcher II, 31, 9. 413 sagt: ^nec infantes genetricum ubera
snxenint» donec fame vexati plora^erunt^ Oliver cap, 11 aber
sagt: *nec infantes snxerunt ubera, donec fame vexati clamarent
ad Do min u m\ so ist dieser zusatz, weil von Säuglingen die
rede ist, nichtssagend,
Werfen wir noch einen blick auf diejenigen stellen Fulchera,
die Oliver absichtlich überging. Es sind diei^ hauptsacliiich
folgende*: Fulcher I, 5, s. 325 ff. der streit des Wibert von
Ravenna mit dem papste: I^ 7, s. 329 der zug des heeres,
bei dem Fulcher persönlich zugegen war , durch Italien und
Griechenland; 1, 18, s. 344 die aoffindung der h. lanze; 11, 25,
8. 352 ff. der marsch der kreuzfahrer von Äntiochia bia Jeru-
salem; 11, 7, 8. 384 Tankred in Äntiochia; U, 10, s. 390
einsetzung des erzbiscbofs von Cäsarea, vergeblicher zug der
Christen nach liamlah ; U , 27, s. 409 die befreiung des ge-
fangenen erzbiscbofs von Cäsarea ; II, 28, s. 410 der streit
Balduius und Tankreds ; II, 30, s» 411 der sieg Tankreds bei
Artah april 11U5; II, 37, s. 417 die reise des patriarclien
nach Rom; 11, 41, s. 420 das blntbad in Tripolis; II, 45,
8, 423 der zog Balduins und Tankreds gegen die Türken ;
IL, 58/59, s. 433 geographische exkurse über die Hü8?^e Oyon
und Euphrat und die entlassnng der konigin Adelheid; III,
22/2(i die befreiung Baldtiins und des grafen von Edessa aus
der haft und des konigs zweite gefangennähme, sowie der
Wechsel der Statthalter des königs.
I üeber andere abweichende dAten vgl. oben s. XOIU. 2 Aus-
laaamig wie z. h, I, 23^ ^- 350, die dei briefe^ der fürsten an den papat,
Gbergebe ich als aelhatverständlicli,
OIlTer. g
xcvni
Man kann axis diesen stellen leicht ersehen , dass OHvcr
keinen tendenziösen absichten bei der fortlassung dieser stellen
folgte, sondern dass für ihn der wansch nach kiirze und der
grnndsatz massgebend war ^ alles möglichat auszuscbUe^^n^
was nicht unmittelbar mit der gescbichte , d. h. mit den
Icriegeriscbeii thaten der könige des h. landes in zosammen- ■
hang steht. Er überging deshalb thnnlichst alles, was sich
auf die anderen christlichen Staaten des Orients und deren
regenten oder auf die geistlichen Würdenträger der lünder
bezieht. Nur die auslassnng von II, 41 , s. 420 könnte eine
tendenziöse absieht verraten, denn dew blntbad in der eben
eroberten stadt Tripolis fand statt gegen das versprechen des
königs, das leben der einwohner zu schonen. Wir kOunen ,
aber einen ahn liehen fall einer auslassimg zu cap* G ver-
zeichnen. In I) findet sich am Schlüsse des cap. folgender
in«H beseitigter (und deshalb auch bei Eccard fehlender)
Zusatz: 'Antiochia capta postquam per quatuor menses homines
et equi reqnie et edulio refecti sunt , per Syriam interiorein
profecti loca maritima pertransierunt quidam de oiaioribus,
qni Jherosolimam videre desiderabaut et terniinos eius dilntsfei
inter qnos precipui erant Buaomndus et Raimundus comiieft,
aliis in partibus Autiochie moram facientibus; aed toter
eitndnm alicjuando fame graviter aflligebantur in tantum ^ ut
htimanis carnibus Sarracenorum veacerentur'. Die stelle ist
gegenüber der Fulcbers I, 24, «. 352 *. , , , Dicere perhorreo,
qnod pleriqne nostrum famis rabie nimis veJEati abscidebant
de natibus Sarracenorum iam ibi mortuorum frustra , qiie,
coquebant et nmndebant etc.' schon gemildert, in H blieb m^
ganz fort. In beiden auslassungen Olivers haben wir es aller*-
dings mit nnfcerdrllckungen zu gunsten der Christen zu thun,
aber waren beide stellen notwendig in eioem konipendium wie
die bist, regum ? Ich glaube mau kann hierin ebensowenig
tendenz sehen wie in dem übergehen der nicbt immer er»
qnicklichen Verhältnisse der könige zu ihren gemahlinnen.
Angaben der art hätten die grenze, die Oliver sich gezogen,
überschritten.
Bevor wir zu den anderen quellen Olivers übergehen, sei
noch erwähnt, dass er selbst an keiner stelle seinen gewähre-
XC5IX
iw
mann namhaft macht. Nur an einer stelle, cap. 5, weist er
mii den Worten ^sicut accepiraiis ab assertoribus veritatis' auf
seine quelle hin. Es geht hieraus wenigstens das hervor, daas
Oliver seine quelle schätzte , und wir werden ihm nicht ab-
sprechen k5niien ^ das« die wähl seiner quelle eine glückliche,
wajB ihren wert, und eine geschickte, was Olivers speziellen
zweck anbelangt, gewesen ist. Die anderen stellen» an denen
er scheinbar auf andere quellen verweist (cap. 6 *Iegimus in
chronicisS cap, 8 gegen das ende ^faina refert', cap. 11. *re-
feruntur*, cap 18 *legitur' und ^dicitiir', cap. 24 'dicuntur*)
fand er in den betreffenden stellen mit denselben oder ähn-
lichen warten bei Vulcher vor.
Sobald die benutzung Fulchers anfliört, beginnnt die de«
ithelm von Tyrus\ und zwar mit dessen über XIII«
DiBB buch hebt an mit einer genauen beschreibung von Tyrua,
die Oliver sofort seiner unmittelbar an die ans Fulcher ge-
nommenen Worte ^Quod pactum executi sunt XV, Kai. Marcii*
anknüpfenden beschreibung die.ser stadt zu gründe legt.
Wilhelms geschieh ts werk ist unendlich viel reichhaltiger
als das Fnlchers, Wollte Oliver es dennoch für seine zwecke
nutzbar machen und dabei docli eine zum vorhergehenden im
richtigen Verhältnis stehende forteetzung liefern, so war eine
viel bedeutendere kiirzung erforderlich an dem , was er gab,
wie auch eine viel engere wähl notwendig von dem, was er
geben wollte^ Die benutzungsarteu, die wir bei Fulcher kennen
gelernt haben, finden sich auch hier wieder, doch ist die zu-
Istzterwähnte : diejenige, das« Oliver grössere partien durchlas
mrnA dann mit grosserer oder geringerer beibehaltung des
Wortlautes die darstellung im we-sentlichen selbständig schuf,
die vorherrschende.
Die wörtliche übernähme ganzer partien ans Wilhelms ge-
schichte bewegt sich in ganz bestimmten grenzen. Einmal
nämlich sind es kulturhistorische und geographische angaben,
fBr die Oliver ja auch in seiner bist. Dam, ein besonderes
interease verrät, und die ihn auch hier angezogen haben mögen;
nahm er ja auch in cap. 6 die beschreibung der quelle Siloah
l Ich xitiere aacb der aii8gal>e Im Recueil tom. I.
g*
wörtlich ans Fdlcher herüber (vgl z. b. cap. 65). Ferner
gehören hierher seine berichte über die angelef^enheiten von
Egypten. Diese werden im Verhältnis zum ganzen zu genau
wiedergegeben und nicht nur die knlturgeschichtlichen und
geographischen, sondern auch die politischen angelegenheiteo
grossenteils wörtlich übernommen (vgl cap. 35, 55/57, 60),
Es lässt sich denken , dasa die geographie und geschieh t^
des landen, dem der kreuzzug galt, an dem er persönlich teil
nahnif fQr Oliver ein besonderes Interesse haben musste^ so*
wie, dass ein genaueres eingehen auf jene mit rücksicht auf
die bist. Dam. ihm wünschenswert erscheinen mochte.
Sehen wir von dergleichen stellen ab, so bleibt für sämt-
liche übrigen die obea angegebene benutzungaart fast allein
im gebrauch. Dass trotz der dorchgüngig bedeutenden kürzung
doch einzelne sätze wörtlich mit hinübergenommen wurden,
bleibt hierbei nicht ausgeachlossen. In derselben weise wie ■
bei der benutzimg Fulchers können wir auch hier in solchen
Sätzen, und, wenngleich weit seltener, in den wörtlich über-
nommenen griisseren partien, absichtliche wortändernngen be-
obachten. Beispielsweise mögen angeführt werden : cap* 35
gegen das ende ().: latenterS W. 14, 9, s. 618: 'occulte*; 0,
cap* 37 mitte: 'reversus invenit civitatem*, W, 14, 29, s. 651:
rediens reperit'; 0. cap. 48: *äb illo autem tempore\ W. 17, 12,
8. 779 : ^ab ea itaqiie die* ; (). cap» 50 : 'conteraptis spolii8\
W, 17, 20, 8. 794: *spretis spoHis; 0. cap. 62: 'asserunt autem
antiqui', W, 20, 19, s. 975: iraditur autem a senioribus* ; und ■
aus der grösseren stelle cap. 50 nach W. 19,20, s. 914/15:
0. iocum tenens' W. Vicem tenens^ ; O. ; ^prorimum successorem
habuit\ W.: *successorem statim posfc »e habuit*; 0.: *plns
strennuus*, W-: 'magis strennuus*; CK: ^usque in hodiemum
diem', W.: ^usque in presentem diem* : vgl ebenso cap* 65 den
passue über Ninive mit W, 21, 8, s. 1017.
Im übrigen tinden wir auch hier die eigentümlich keiten
in der wiedergäbe der vorläge wieder, die wir bei Fulcher
kennen gelernt haben. Die gewissenhaftigkeit, mit der W.
zu werke ging, lies ihn überall erkundigungen einziehen, um
der Wahrheit auf den griind zu kämmen, (lelang es ihm
nicht, die sich widersprechenden bericht*^ zu vereinigen, m
M
ffihrt er sie samtliche an, gewöhnlich mit eioer angäbe dar-
über, welchen er für den richtigen oder wahrscheinlichen hält*
OÜTer greift in solchen fallen dt*n von W, als deo wahrachein-
liohsien bezeichneten bericht heraus und stellt diesen sofort
als thatsache bin, setzt also sogleich aU unumstosslich hin, wa»
W. noch ^zweifelhaft läast So x. b* cap* 59 , wo Oliver den
könig den angriff auf Pelusium ohne weiteres aus habsucht
unternehmen lasst; vgl dagegen W, 20, 5» s. 948 ff,
Eme andere t>ei Fulchern benüt>sung in ähnlicher weise
bemerkte eigen tümlichkeit ergibt sich an« der Schilderung der
natar der wüste in cap. 53. Oliver benutzte zur Schilderung
der naturerscheinnngen hier teilweise (denn VV, hat hier reine
j<chiiderung) den bericht W/s 19, 16, s. 908 über die
speziellen erlebnisse und gefahren des beere« des Syracunus
beim darchzug durch die wüste.
W. 13, 4, s, 560 ff, sagt; 'Et Philustratus in Indicis et
Pboenicibus historüs dicit ; . . . . Post eum (Nabochodonosor)
vero Alexander Macedo continuavit eani solo et continuatani
violenter occupavit', Oliver übernimmt cap. 25 die worte,
die W, au« Philcistratus anführt, in seint? eigene darstelluiig
und führt erst später Philostratns namentlich an ohne auf
dessen worte b+r^ng zu nehmen,
Cap. 73 finden wir dieselbe erschein ung wie wir sie auch
bei Pulcher bemerkt haben, indem Oliver die von W, wört-
lich zitierte stelle der bibel Qen, 32, 10 in seinem t-exfc ver-
arbeitet. Die stelle der hibal lautet: *ln baculo moo transivi
Jr»rdanem istnm et nunc regrt^ior cum duabus turmis'. Da-
gegen Oliver; . . . 'Vadum Jacob, a quo ipse de Mesnjio-
thamia r e d i e n s cum duabus t ti r m i s nuncios ad fratrem
misit'.
Wenn Oliver längere partien des werkes W/s durchlas
und dann seinen text formulierte, so kann es nicht auffallen,
dass wir bei Oliver inmitten der aus einem kapitel des W,
(genommenen darstelluug eines ereignisses notizen finden , die
wir bei W. in einem späteren oder früheren kapitel suchen
inüEseu. So werden cap» 37 im ersten teile mitten in die aus
W. 14, 25 genommene darsfeellung die worte : *que castrensibus
erant rara' aus 14. 26, b. 645 eingeschoben. In cap. 52, das
Cü
ganz aus W. 19, 10/11 genommen ist, werden die worte
^aonunm tribufenm ex pacto percipiens* und ^principe uiilitie
Noradini* aus 19, 5, s. 589 bez. 592 eingefügt Der schlnss-
passus in cap. 59 von 'cui successit* an entspricht W. 20, 11,
8. 958/959^ nur die worte 'Calipha duos filios Savar perinii
iussit* stanuiien aus W, 20» 10, s. 957. Ebendo wird cap. 57
der nanie der insel 'Mehalech' aus W, 19, 23 genommen, wäh-
rend alles andere aus 19, 22 stuuimi. Desgleichen sind cap. 77
die worte ^secesserant ad niodicum , ut eventnm rerum cog-
noscerent e^identius* bei W. 22,13 zu finden, während das
übrige ans 22, 12 genoranaen ist. Die zahl der beispiele hier
kann leicht vermehrt werden.
So reiht sich denn bei Oliver mit strenger einhaltung tJcr
reilienfolge, wie sie ihm W. bietet, erzühhing an erzählung:
nirgends eine spur davon , dass nebenher eine andere quelle
eingesehen wurde. So weit ihm das werk W/s vorlag, d. h,
in derselben gestalt wie noch heute bis zum jähre 1183, stellt
sich deshalb die bist. reg. als ein magerer auszug aus Wil-
helm von Tyrus dar. Nur einmal unterbricht er die reihen-
folge, nämlich cap. 30, wo er mitten in die erzahlang der
aas W, 13, 18/21 genommenen kriegerischen ereignisse die aus
13, 2 entlehnte geographische beschreibung von Syrien ein*
schiebt Mit dem ende des cap. 89 , dessen Schlussworte der
praefacio des 23. buches W/s entnommen sind , schlieest die
benutaung dieaea Werkes ab.
Da W. ihm ein so bedeutendes material bot, so war, wie
wir schon oben bemerkten, es nötig, dass Oliver in der kCiizong
noch bedeutend weiter ging als bei Fulcher L Nicht nur alles,
was nicht unmittelbar zur kriegsgeschichte der könige gehört,
mussie fortbleiben, also alle angaben über die geistlichen an-
gelegenheiten , die in Konatantinopel , des Abendlandes, die
Charakteristiken, verwandtschaftlichen Verhältnisse derregenten-
häuser und dergl. , sondern es war notwendig, auch manchen
nicht gerade folgeschweren kriegszug der könige oder der
feinde fallen zu lassen, AuÖallen muss es aber dennoch, dass
1 Wie weit die kilrzun^ getit. mag' beweisen, da
hälffce des cap. 50, dem 18. buche des W. entspricht.
die sweiie
cm
Olirer cap. 46 am acbluss bei der aufzählimg der in PtolomaLä
Fersammeltea grossen die von W. 17,1 an erster steile ge-
nannten deutschen weglasst, und ebenso, dass er cap. 62 die
ermordung dea erzbischot's Thomas von Canterbury berichtet*
Der bei Fulcher streng eingehaltene grnndsatz wird also dnrch-
brochen. Nimmt man hinzu , was oben über die kultur-
geschichtlichen und die egyptischen angaben gesagt worden
isfc, so wird man nicht umhin können zu behaupten^ daas bei
der aaswahl des ihm von W, gebotenen stoffea für Oliver
nicht mehr ein fester grnndsatz, sondern persönliche neigung,
ja willkflr massgebend gewesen sind.
Wenn wir bei der benutzung Folchers, wo es sich in der
regel nur um die zusammenzieh uug eines einzelnen kapitels
handelte, bemerken konnten, dass Oliver nicht immer mit der
nötigen Sorgfalt verfuhr und ihm Unrichtigkeiten unterliefen,
8<> wird das noch weniger auffallen können bei der benutzung
W/s, wo es meistens galt, den inhalfc mehrerer kapitel auf
einmal kurz zusammenzufassen. In der that können wir eine
ganze reihe solcher un rieb tigk ei ten feststellen. So gibt Oliver
cap. 28 die zahl der feinde überhaupt auf 15000 an, während
W. 13, 16, s. 579 allein von ebensoviel feindlichen reitern
spricht. Cap. 38 gebraucht Oliver zweimal den ausdruck
^Anti(^benus et Edessenus comites% während W. beide male
richtiger *Änt- princeps et Ede^a. comes' sagt ^ Wenigstens
ungenau ist der ausdruck Olivers ebenda Tripolitanum comitem
et quos in proximo prelio cuperat, libertati restitueret* , denu
wenn W, 14,29, s. 651 sagt: *comes Tripolitauua restituitur
et cum eo captivorura maxima multitudo*, so braucht man
dabei nicht an alle kurz vorher gefangenen denken, Cap. 41
findet sich eine auffallende flüclitigkeit in der angäbe des
todestages des königs Fulco, W. 15, 27 s. 702 sagt nämlich,
daas der könig nach dem nnfaU auf der jagd *triduo . , pro-
traxit vitam; quarta demum die, Idibus videlicefc Novembris , .
ultimum clausit diem*; Oliver dagegen macht hieraus 'HL Idus
Novembris^ '. Cap, 65 Ist die bemerkung Olivers , dass der
*
I 1 Allerdings sagt Oliver immer comea Antiocbenua. 2 Man
! könnte allerdings auch annehmen^ daas OhVer das datum aus W. 16,3,
I a* 707 nahm, wo letzterer auch sagt 'quarto Idui Novembris'r
snbndeB Narredi 11 von seinen eigenen untergebenen seines iandes
beraubt wurde, zum mindesten ungenau; der eigentliche 'ex*
heredator^ war Saladin selbst, ribwohl allerdings die leute des
Sohnes des Noreddin jenem zufielen und die erobenmg des lande»
erleichterten (vgl. W* 21, 6, 1015), Wenigstens eine bedenk-
liche änderuug Olivers ist es, wenn er cap, 68 sagt: *de
peditibus panci (cecidernnt) reapectu adverse partis* während
W, 21, 23, s. 1044: *pedit68 vero ad certuin quem nos ignora-
mus niimerum'. Oap. 73 berichtet Oliver von einer niederlage
des königs, die ihn beinahe in gefangenschaft brachte , und
fährt dann fort: *Men8e sequeuti^ etc, Die^e wurte entnahm
er aas dem eingang des 28, cap, des 21, buches des W. Er
Übersah aber hierbei , dass in seiner quelle diese worte sich
auf die unmittelbar vorher von W, berichtete im niai voll-
führte belagerung der n^u i'rrichteten feste (von der Oliver
auch vorher spricht) beziehen. Die niederlage des kÖnigs aber
fällt in den apriL Der 'mensis sequens' ist demnach bei W,
der juni, bei Oliver der mai. Hätte Oliver genauer zugesehen,
so hätte er die unrichtigen worte ^mense sequenti* leicht dnrch
ein *postea* oder dergl. ersetzen können. In demselben capitel
spricht Oliver von ^^mandus inilitie Templi rnagister*; der
mann heisst aber nach W. 21,29, s, 1057. *Odo de sancto
Amando^ Unrichtig ist es auch, wenn Oliver cap. 82 »agt,
*, . tautas contraxit copias, quod Mussule dominus ipsi resistere
Mn valebat^ denn nach W. 22.20, s. 1103 hatte Saladin
sfine vorteilu allein der bestech ung zu verdanken. Die grosste
Uüchtigkeit aber fiudet sich cap. 84 — vorausgesetzt, dass die
stelle nicht verdorben ist — in den werten HJuo cognito
Salrtdinus .... noluenmt attemptare*. Denn hier dreht Oliver
die geschieh te gerade um ; nicht die Araber, sondern die Christen
lagerten in einem sehr geschützten orte^ sodass die ersteren
von einem angriff auf die Christen abstanden. Davon, dass
die Christen das lager der feinde nicht angreifen wollten,
sagt W. 22,26/27 nichts; er spricht überhaupt nur von den
thaten der feinde. Die anschuldigung Olivers gegen Quido
ißt deshalb auch nicht erklärlich und auf W. nicht zurück-
zuführen. Nicht direkt dem Oliver zur last legen wollen wir
folgende stelle cap, 30: *Dicuntur . . . cecidisse . . , . pedites
i
I
cv
octoginta sex^ Die stelle bei W, 13. 18, s. 585 lautet: *ced-
disse de pedibus vero octoginta. Sic ergo etc.* Es kann hier
bereit« der Schreiber der hs. des W. ^ die Oliver vorgelebten
hat. aus dem *ßic* ein 'eex* gemacht haben. Auf die vou W»
nicht unwesentlich abweichenden angaben über die Assas^inen
cap. 63 kommen wir weiter unten des genaueren zurück K
Fast noch zahlreicher als die Unrichtigkeiten und fltlchtig-
keiten sind die Unklarheiten, die durch das aoslaäsen
ganzer capitel und allzustarke zusammenziehen verursacht
worden sind. Es würde Oliver zu weit geführt haben, hätte
er seinem leser auskunft über die fragen geben wollen: Wer
iftt Sauguinus oder Siracnniis oder Savar ? Er hätte dabei zu
genau auf die arabische geschichte eingehen müssen. Der
pa«8ii8 cap. 33 'Boanumdus innior rebus suis cum duce Apulie
rontpositis etc.* wird erst klar ans W. 13,21, s. 588, ebenso
cap, 35 der gm nd des heimlichen herbei rufens des Rai-
mund aus England aus W. 14, 9, s. 610. Cap. 37 hätte Oliver
bemerken müssen , dass der ^Raimundus comes Tripolitanns'
der söhn des Pontius ist. Auch der schhiss von cap. 38 bleibt
unklar, besonders ersieht niati aus Oliver nicht, daüis der comes
Edessenufi ea selbst war, der den tumult in Antioc hia erregte
und daun eine zweideutige rolle spielend zum griechischen
kaiser eilte, um ihn zuerst von der onzufriedenheit der bürger
in kenntnis zu setzen und zu warnen (vgl. W. 15, 3/4). Cap. 44
bei der erzahlung des unglücklichen zuges nach ßostnim er-
sieht man nicht, dass die worte *Nam hoates . . , iaculantes*
sich auf den hinmarsch , das folgende auf fleii rückniarsch
bezieht; vielmehr scheint Oliver nur vom rückmarsch zu
sprechen (vgl. W. 16, 10/11). Cap, 50 werden die worte
Olivers *rex . • odio sue paupertatis* erst klar , wenn man
W, 18, II, 8. 836/7 liest: der könig Hess einen feindlichen
angriff auf die friedlich ('impetrata prius domini regia gracia')
1 Dieten Unrichtigkeiten gegeotiber mag hier eine stelle angeführt
werden, an der Oliver seine quelle Ferbesaert oder wenigstens genauer
ati diese i«t; cap. 60: 'caatra locantes inter Hoviuni et lacura% wäh-
rend W. 20, 15, 8. 964 sagt: 'inter urbem et mare castrametati sunt'
Damit kann nur der see Menzaleh ueroeint sein, Oliver Änderte hier
wohl nach eigener anflcbauiing abaicbtlichl
CVI
weidenden Araber machen und zwar weil ilin -nerc gravatus
alieno et inultis obligatus debitis* nach der beute gelUsteie.
Auch cap» 74 ist nicht alles in Ordnung, denn einmal wnrde
die sarrezeniache flotte überhaupt nicht daran Terhindert, dem
Christen zu schaden (vgl. W. 22, 3, 8. 1065), godann aber
wurde sie nicht gehindert *propter foedus, quod Saladinus cum
coraite (näniL TripoHtano) iani inierat' ; denn dieses bündnis
wurde erst später geschlossen, VV, a. a. o. berichtet vielmehr,
dass die flotte wegen des Vertrages Saladins mit dem könige
Berytlius schonte, aber dann die insel Aradus angriff.
Auch Wiederholungen haben sich bei Oliver eingeschlichen,
die ebenfalls auf W, zurückzuführen sind, W. mederholt sich
oft, wenn auch nur in kleinigkeiten , gewöhnlicb um einen
unterbrochenen hericht kurz zu rekapitulieren und dadurch
dem folgenden die nötige klarheit zu geben, Oliver nahm
die.se an zwei stellen mit hinüber, Cap. 65 sagt er: ^Saladinus
, . . consilio providus, milita strennuns, liberalitate precipuus';
schon cap» 59 aber heisst es : 'Saladinus miles streun uns et
ultra modura libera^l8^ Der ersten stelle entspricht W* 21» 6,
s, 1013: ^Erat enim (Saladinus) vir consilio providns , armis
strennuus, supra nioduni liberalisS der zweiten W, 20,11,
8. 958: *vir acris ingenii, armis strennuus, et supra modum
liberalis', — Cap. 78 sagt Oliver: 'Bostrum nietropolis est stta
in Arabia, urbs vetus', und schon cap. 44: 'Est autem Bostnim
prime ' Ärabie metropolis, quod alio nomine Buthsereth dicitur\
und cap. 31 : 'Sunt etiam partes Sjrie utraque Arabia, prima, ■
cuius metropol is ' est Bostrum etc.* Entsprechend heisat es bei
W. 13, 2, 8. 558 wörtlich wie Oliver cap. 31, und W, 16,8,
8. 715 : ^Est autem Bostrum primae Arabiae metropolis, qume
hodie . . . Bussereth dicitur^ Noch mag hier bemerkt werden,
dass der ausdruck Olivers cap. 78 'Mon.<§ Regalis in tertia
(Arabia)*, nicht aus einer der beiden oben angeführten stellen
WJs stammt, sonderu nachgeholt ist aus W, 16,6, s, 713,
wo es heisst: *Deinde Syriam Sobal, quae est tertia Arabia,
quae hodie vulgo dicitur terra Montis ßegalis*.
1 So let zu leaen für das 'Petreae* dea Eccard.
wie Eccard, 'meiropolis cujus'»
2 Die b88, haben,
cvn
Wenn wir nun auf grundlage des gesagten den text der
liist* regum mit dem W/s vergleichen, so haben wir im wesent-
chen für alles, was Ohver vom 25. bis zum schluss des 89.
iptielfi berichtet, die quellen gefiinden. Als selbständige
Brkangeu beas. zusatse Olivers können wir innerhalb dieses
bnittes nur folgende verzeichnen. Wir teilen sie in zwei
ruppen, die eine begreift besondere ausdrücke, die ihrer eigen-
iümlichkeii wegen als besonderes geistiges eigentum Olivers
erwähnt werden mögen, die andere ornftissi die thatsächlichen
znsätze, die teils aus der phantasie» teils aus der eigenen
kenninis Olivers — keine aber aus einer anderen quelle —
entsprungen sind. Zur ersten gruppe zählen wir jene kurzen
Charakteristiken, die Oliver nicht aus W. entlehnt, sondern
WOB den von ihm berichteten t baten sich täelbst herleitet
(etwas ähnliches konnten wir bei Kulcher bemerken), so z. b,
cap. 60 zu Magelducas der zusatz 'virum industriuni in huius-
modi negocii«i exercitatnm' ; ähnlich cap. 87 zu RüimunJ grafen
von Tripolis: 'strennuum et magnanimum^ \ Schon die gleich-
formigkeit und einfachheit dieser angaben machen die annähme
einer besonderen quelle unnütig. Ich mochte hierbei gleich
die stelle cap. 25 bei der beschreibung von Tyrus erwähnen:
'Huius civitatis opulentia . . . puniri meruit*. W. berichtet
allerdings auch von dt^m reichtum und der Üppigkeit der stadt,
aber einen direkten anhaltspunkt fflr diesen kausalen Zu-
sammenhang von reichtum, luxus^ sünde und strafe wird man
bei W, nicht finden. Eine ähnliche Wendung aber finden wir
in der hist. Dam. cap. 32 über Daraiette: 'Delitiis effluxit in
culpa, (>ereffluxit in gehenna, sed una hora venit eius iudiciumS
Vollständig selbständig ist der anfang des cap. 59 : 'Niilla
potentia . , . consilio' und cap, 73: *vitantes Scyllam ceciderunt
in Charjbdim*, ein ausdruck, der sich cap. 97 ' wiederholt.
Zur zweiten gruppe gehören folgende stellen; cap. 25:
die erbauung einer bürg bei Tyrus durch den konig Johann
von Jerusalem; diese ist zwischen 1211/16 anzusetzen, konnte
> von W. noch nicht berichtet werden. Kurz vorher bereichert
1 Das spätere verhalten des grafen rechtfertigt dieses günstige
urteil Icetaeswega ; 0. berichtet allerdings nichts von dessen böndDis mit
Saladin gegen könig Veit 2 'Inter Bcyllam et Cbarjbdiin poaiti'.
Oliver die aus W. genommenen stellen des l^zechiel, Josephttfi
\u 8, w, über Tyrua durch die äelbständige erwähnung des
JesaiaH, Cu|K 31 j^clialfcet er hinter ^Nazarefch' die wort« ein
*que ainiiliter et ipsn iiietropolis est*. Ganz selbständig ist der
xusatz cap. 48 zu Harench : ^qnam usque in hodiernniQ diem
recuperare non valuit ChristianitaeS dagegen sind die gldcb
folgenden wf>rte *qnas usque in hodiernum diem Sarraceni
detinent* tum \V, 17, 17, s. 789 genommen: *• , , qaaruni ec-
clesirt« etiuni nunc infidelitas detinet et gentilis auperstido,*
— Nicht wesentlich , aber doch Oliver eigen ist der pasgim
cap. 50 extr.: 'in horrure etiam carceris incliisus peuitendi
spacinni habnit*. Wenn dies nun wühl auch das Schicksal dea
forsten von Antiochia gewesen nein wird, so sagt W. 18, 28,
s, 809 doch nur: *captu9 est et compedihus religatus Halapiam
cum aliis couraptivis spectacnluni l'actus populis infidelibuti , .
dednctu« est*, — Eigentum Olivers oder wenigstens unabhängig
von \V. iat auch cap. 54 die bemerkung, dass die stadt Babylon
in Egypten eine gründung des Cambyses sei. Dieselbe notiz
findet sich aber auch in seiner bist de ortu cap, 92. — Cap. 60
können die Worte *inetn>politaniim Thaneos^ nicht aus W. be-
legt werden , doch ist diese stelle überhaupt locken haft und
nur rait hilfe des W, zu verbessern. Auch die bald folgende
stelle ist, wenn richtig, wenigstens sehr frei wiedei^^ebeo,
ich meine den passua : *Paimarum caseos rodebant pro alt-
mentis eis utentesS Zugrunde liegen kann hierbei nur die
stelle W, 20, 16, s. 9Ö7 : *Graeci . , . quaerebant . . * quandam
teneritudinem, luide ramis hnmor vivalis luinistratur esui quo-
danmiodo habilem*. Da hier von der bolagerung von Damiette
die rede ist, so bleibt nicht ausgeschlossen, dass Oliver Vor-
gänge ans den jähren 1218/1220 mit dem (vielleicht nicht
genau gelesenen) bericht VV.'s vermischte. Der oben von
Oliver angeführte spezielle fall wird während des kreuzzugi»
nach l>amiette allerdings nirgends berichtet, dennoch mag er M
immerhin vorgekommen sein , da die Christen während der ■
helagernng vielfach hunger litten \ — Woher Oliver cap. 65
den Saladin 'ignobili genere' nennen kann, ist nicht ersichtlich.
#
1 Sollte für caseos etwa caiias (biMt) au iesea aeinV
CIX
[itchtiger^ aber auch nicht aus W. stammend sind die worte
cap, 83: '. . Alapie, que sola sibi deerai de Noradini dominio',
Dpiin W, sagt nur 22,24, s. 1113: 'nihil iividiiis ab initio
dtii principaius aifectaverat (Haiadinus) , quam nt Halaiiiam
qnwn tocins regni robur sibi modo quocunqye vindicaret*. —
Die bedeutendste ab weich ang von W, findet sich aber cap. 63
in dem exkurs über die Hassassinen. Hier sind die angaben
\\ pueritia . , . seculari' und *qnem subditi * , . indignati» von
Oliver ganz selbständig wiedergegeben, und der passus 'Ali-
quando dixerunt , . , in vincula* weicht in den wesentlichen
punkten von W. ab (vgl W. 20, 29, s. 995/997). Dass hier-
bei Oliver aber neben W\, von dem z. b. die stelle 'Hi autem
. . . preficinnt* wortlich übernommen ist, seine eigenen kennt-
niase verwertet, kann man schon daraus seh Hessen, dass er in
der bist. Dam. cap. 35 ebenfalls einen exkturs über die Has-
sassinen einschiebt ; er hat tiber diese also persönlich nadi-
richten eingezogen.
Sehen wir die selbständigen stellen noch einmal an, so
werden wir von allen behaupten können, dasa sie keiner be-
stimmten quelle entnommen sind , sondern entweder, wie die
aus der bibel und die geographischen , Oliver bekannt sein
mussten, da er geistlicher war und seine heachreibung des h.
landes bereits geplant, wenn nicht schon fertig hatte, als er
die bist, regum schrieb * , oder , wie die Egypten und die
HüssaBsinen betreffenden, ihm durch personliche erkundigungen
bekannt geworden waren. Die benutzuug einer anderen quelle-
neben W, bleibt dennoch ausgeschlossen.
Wie den Falclier, so nennt auch den W. üliver nirgends
als seine quelle. Die oft wiederkehrenden ausdrücke 'dicuntur*,
'diciteir\ selbst die Seridica relHtio^ in cap. 08 (vgl. W. 21, 23,
s. 1043) kann ujuo allir? an den betreffenden stellen bei W.
wiederfinden. Sie deuten deshalb nicht auf W* hin.
Sf» haben wir denn bis zum ende des cap, B9 die be-
outxung des Wilhelm von Tyrus deutlich verfolgen können.
Oliver selbst macht an diesem punkte eine pause, als wollte
er einen neuen abschnitt beginnen und diesen mit einer eigenen
l Vgl. da« über die abfasaungäzeit der deacnplio getiagte s. LXXXMI,
I
einleitung versehen. Er klagt ober die ai etliche verkomnien-'
heit der cbristen im Orient, die die strafe gottes gerodezu
her» II sf ordern ; diese sei denn mich nicht ausgeblieben*
Trotz dieser scheinbaren einleitung zu einem neuen ab-
schnitt der historia regum, die eigentlich keinen rechten zweck
hat, wenn nicht den, auf die kataetrophe von Hiittin vorzu-
bereiten, und die vielleicht den schein erwecken konnte, als
höre hiermit die beniitzung fremd t^n materials auf und sei das
waa folgt unmittelbar der feder des scholasters entflosseUv
bhnbt die art der darstellung dieselbe gedningte wie früher.
Es mag ihm wirklich ernst gewesen sein mit der klage am
ende des cap. 89 : ,de ceiero materia memoria digna deficit*,
wir wollen es annehmen^ selbst wenn wir sehen, dass dieser
wie der folgende päis8us der praefatio des 23. buchea des
Wilhelm von Tyrus entnommen ist. Später ist es ihm aber
jedenfalls gelungen, eine, ja sogar mehrere quellen aufzufinden«
die ihm das material f(ir die Fortsetzung der bist. reg. in
derselben bequemen weise zur Verfügung stellten , wie bisher
Fn Icher und Wilhelm. Die quellen selbst allerdings, die Oliver
benutzte, kennen wir nicht, ebensowenig deren Verfasser; aber
da Oliver nicht der einzige ist, der diese für uns verlorenen
(|ueUen benutzt hat, so ist es nicht schwer, die gemeinsamff
quelle dieser zu erkennen. Schon L. Streit ^ hat darauf hia"-
gewiesen, dtiss die dfirstelhmg Olivers in vielen punkten ein^
auffallende ähnlichkeit mit der der fortsetzung des Wilhelm
von Tyrus, der sog, Eetoire de Eracles * zeigt. Leider liegt
oine kritische ausgfibe von L'Estoire, wie wir sie för die
quellen zur deutschen geschiclite in den musterhaften Monu-
menta GermaniMe historica besitzen, nicht vor, auch fehlt ea
bisher an eingehenden quellenkritischen Untersuchungen über
dies volurainr>se werk. Das wenige, was die neuesten heraus-
geber in der Preface mitteilen, beschränkt sich kurz auf
folgendes: L*Estotre liegt in zwei redaktionen vor, von denen ■
die eine im orient, die andere im occident verfasst ist. Die
«
1 De rflrum tmosraariannun qiit Ouilelinum Tyrium exeepisse
fertur Oallico aiictore specimen commentAtto bistorica Bcdpsit Lodov,
Streit, Grjphi^vvaldiae 18t>i. 2 Recaeil des faiat. den croisades
hietor. occid. kern 11, Paria 1B59»
I
CXI
fraiere, auf die es hier allein ankommt« lässt drei verschiedene
abaehxiitte unteracheiden, den ersten, der die jähre 1183/1229
amfsMt, den zweiten 1229/48 und den dritten 1248/77. Dieser
efsto abscboitt ist wieder in einer weiteren und einer engeren
fftssting erhalten. Die weitere fassuiig enthält wenige ab*
«michnngen in den handschriften A (bibliotli. nationale nro. 8316)
ond B (biblioth, nationale 8314), in D (Lyon 732 und 815)
dagegen für die jähre 1183/1197, also gerade für die zeit, die
ans hier beschäftigen soll, sehr bedeutende Varianten. D kann
in Cypern geschrieben sein und zwar Tor 1267, in welchem
jabre Antiochia in die bände der Araber fiel.
Zu ähnlichen resultaten kommt Mas Latrie in seiner ab-
handlang über die ibrts«tzer des Wilhelm von Tyrus '. Auch
er unterscheidet eine fortsetzung in Europa von einer im orient
gmOocbten* Die erste ausgäbe (wenn man diesen ausdruck
gehranchen darf) der französischen gesch lebte Wilhelms er-
achibO in Europa in der mitte des 13. Jahrhunderts, bald nach
dem krenzzug»^ Friedrichs II. ; der autor der grossen redaktion
gehört nach Syrien, spezieller nach Cypern. Die zweite epoche
der fortsetzer umfasst die bis 1261 reichenden handschriften,
die dritte die bis 1275, die vierte die bis 1291. Zu den hand-
schriften der dritten epoche gehört auch die Lyoner , in der
ausgäbe der akademie mit D bezeichnete, ebenso auch die dei
Qasloii V. Noailles, die Martene und Durand Ampi. coUecL V,
& S81 ff. veröffentlicht haben. Beide weichen für die für
uns in bet rächt kommende zeit, his 1197, trotz teil weiser fast
wörtlicher Übereinstimmung doch sehr von einander ab; leider
hat e« Ma» Latrie dennoch unterlassen , niiher auf D einzu-
gehen , »o dam wir auch seiner abband lung für unsere
zwecke nicht« crspriesslicbes entnehmen können. Wir müssen
uns also darauf beschranken , die bist. reg. Olivers mit
der Variante D des Kecueil zu vergleichen und ee zu-
künftigen unt^fHuehungen tiberlassen, mehr kbirheit in die
rerschiedenen handschriften der fortaetz^er der gesch ich te Wil*
*
1 Eaaoi de Classification des continuateur« de l*hiatoire des crol-
lade« de GuülantDe de Tyr, in Inbl. de l'^cole des Charten, sör. 5, t, I,
s. 38 oiid 140, a«cb »einer ausgäbe dea Kruoul <Pftriii 1871) angehängt.
heims von Tyrus zu bringen, wobei allerdings ein haupt-
erfordernis wäre, mehrere bishur noch nicht bekannte band*
Schriften zti findeo, welche nicht mir die fortsetzung Wilhelms
selbst, sondern auch die werke jener Schriftsteller enthalten
müssien, die mehreren dieser fortaetzungen zu gründe liegen*
Nehmen wir gleich die ergebniase vorweg, welche eine genaue
vergleichung von yEstpire mit Oliver ergibt, so sind es
folgende: L die direkte benutzung der Estoire durch Oliver
ist ausgeschlossen f weil einmal diese jünger ist als des dcho- ■
tasters werk, sodann Oliver an einzelnen stellen das richtigere
gibt, wo der Übersetzer seine vorläge missverstand. Die hand-
schrift D ist es im wesentlichen, die die gemeinsame qaeile fast
wortgetreu übersetzt hat und die deshalb für die vergleichung
mit der bist, reg. fast ausschliesslich herangezogen werden
muas, 2. Oliver hat neben der gemeinsamen quelle auch noch
andere benutzt. Bei diesem letzten punkte mnss allerdings
im äuge behalten werden, dass die geraeinBame quelle selb-
ständig uns nicht mehr vorliegt nod dass es deshalb nicht
ausgeschlossen ist, dass Oliver dies oder jenes dieser entnahm,
was der Übersetzer überging. Doch beschranken sich diese
abweichungen auf kleinigkeiten und solche berichte, die Ob'viir
vor L* Estoire voraus hat. Wo dieselben ereignisse in beiden
abweichend berichtet werden , wie %. b, der tod Friedrich
Barbarossas, kann man nicht umhin, die benutzung weiterer
quellen anzunehmen. Immerhin muss auch beachtet werden,
dass Oliver für die uns im folgenden beschäftigende periode
bereits Zettgenosse ist und in einem alter stand , dan ihn (be-
fähigte, an den angelegeuheiten im morgenlande reges persön-
liches interease zu nehmen, und dass die kün&e der darstell ung
in der bist, reg. das auffinden einer bestimmten qaeile viel-
fach geradezu unmöglich macht.
Wenden wir uns nun zu der darstellung Olivers selbst,
lim uns über die frage gerecht zu werden, in wie weit Oliver
die mit L'E^toire gemeinsame quelle benutzt hat und welche
andere hilfsmittel ihm noch zu geböte gestanden haben , um
dann zugleich durch den vergleich mit anderen, von ihm nicht
benutztet! autoreu ein urteil ober den wert des von ihm ge-
botenen erlangen zu können. Da nimmt nun gleich der
I
I
1 ge- J
erste I
CXIII
bericht Olivers eine eigentüraliche Stellung ein. Oliver sagt,
daas nach dem tode des juegen königs von Jertisaletn, Bal-
duins V. (t 1186), der rat der oieisten grossen dahin ging,
daas die erbio der kröne, Sybilla, die Schwester des konigs
Balduin IV., sich von ihrem geraahl Guido von Lösignan sollte
scheiden lassen , ^quia Wido inutilis esse videbakur regno*.
Oliver berührt sich in dem ersten teile mit Roger von Hoveden ^
und Benedict von Peterborongh ^, die ebenfalls berichten, dass
der Patriarch, die Templer und Hospitaliter lieber für eine
trennung der ehe Sybillas von Ouido waren und es am liebsten
gesehen hätten, wenn sie den grafen Raimund von Tripolis
geheiratet hätte. Der grund ftir das verlangen nach ehe-
8cheidiing war nach Benedict aber der, dass die grossen daran
anstoea nahmen, dass 'licet Guido probus in armis inveniatur,
tarnen DOn erat par illi (seit. Sybille) in nobilitate parentum,
et dicebant, quod non decebat illam, que faerat filia regis
Balduini, uliquem habere marittim nisi qui de nobitisaima
regum prosapia natns fuissetS So ganz unfähig, wie Oliver
meint, war Guido nun aber doch nicht, indes mag es immer-
hin richtig sein, dass auch die untaiiglichkeit des grafen von
Lusignan als gruad vorgeschoben worden ist in dieser an-
gelegenheit, in der es für jede partei galt, die wahren gründe,
d. h. die rein persönlichen , zu verbergen. EigentCimlich ist
Oliver auch die angäbe, dass der tempelmeister Gerhard von
Bidaforte ^ sich gegen die ehescheidung ausgesprochen habe,
immerhin aber hat diese nachricht eine gewisse Wahrschein-
lichkeit für sich, denn dieser Gerhard war ein grosser feiud
des grafen von Tripolis * und musste deshalb besonders empfind-
hch berührt werden , wenn gerade dieser Raimund an erster
ätelle als ersatz für Guido vorgeschlagen wurde. Eine genaue
quelle för Olivers darstellung können wir nicht angeben, doch
entspricht sie im wesentlichen den berichten anderer . die in
den einzelbeiten alle von einander stark abweichen.
1 Ausgab« von Stubbs in den Her. Britann. scrjptores or Chronicles
ajsd Memorials etc. London 18&9, II, B15. 2 Aiiegabe von Stubbe
in den. tammhing I, 353. B Ändere Formen seines namens bei
Rdfariobt» Beiträge zur Gesch. der Kreutzüge I, s, IGO anm. 14, 4
Vgl, Wilken. Geich. der Kreuzzüge 3, abt. 2, s. 250.
Oliver kommt dann zunächst zu dem Überfall der karawan?!
durch Rainald von Ohdtillon und den dadurch veranlassten i
kriegsziig Saladins. Diese stalle zeigt schon die intime Yer-
wandtschaft mit L'Estoire; wir wollen sie hier folgen lassen:
Oliver cap- 91
Raitialdus etiatn , . . carvanam
mercatornm venientena ex
Egypto spoliavit. Comqn«* m
rex a Saladino super hoc 1
cooveniretar , et rex prin-
cipem moneret , ut ablaia
restitiieret, respondit, se cum
Sarracenis irengam habere
nolle.
L'Estoire s. 34
Li princea (R«naut) monta
tantost a cheval et ala , . .
et prist cele carevane . . .
Qimnt Saladin oit dire, qne
li princes Renaus avoit prise
la carevane . » » il manda
tantost ses messages an noveau
roi requerant la carevane , . •
Li rois Guis manda au prince
Renaut que il rendist a Sa-
ladin la carevane , . . 11 re-
spondi, que il nen rendeit
point > . . et que il n'avoit
point de trives as Sarrasinz.
Die 7000 *electi*, mit denen Saladius söhn Malek*al-afdal
gegen Akka zog, bestätigen L'Estoire 40, sowie Itinerariiim
peregrin. ^ und Radulf Coggeshale *, die übrigen Zahlenangabe)
stimmen in fast keiner quelle f1 herein '. Doch findet aich
L'Estoire keine bemerkung darüber^ dass der anblick der ge-
fangen aus Nazareth weggeführten weiber und kinder die
nächste veraulasauug scu dem unklugen angriff des tempel-
meisters gab. Auch wird der ort, den Oliver in Überein-
stimmung mit Hugo^ mit 'Casale Roberti' bezeichnet, in der
weise genau in L^Estoire nicht angegeben , um so genauer
aber das datum : *le premier jor de mai* , wodurch Olivere
angäbe 'in principio Maii* ihre bestätigung findet*,
•
1 Itinerarium peregrinorum et gesia regis Richftrdi, ausgäbe voti
Stubbs 'm obengenannter «ammlun^ s. 7. 2 Bei Marlene n. Durand«
AmpliBgima collectio V, 548, 3 Vgl. Röhricht^ Beiträge xur Gesch, der
KreoEzQge I« 170 note 26. 4 Hu^oniä chronic, continuat. in Mon.
Germ, m, XXJ^ a. 476, vgl. hierzu und über die Uge des Ca^ale Robert!
Röhricht a. a. o. note 24, 5 Auch Coggeebale a. a, o. 551 gibt
den L mal an,
I
cxv
Was Oliver darauf Ober den tod des tempelmeisters Ger-
hard berichtet, wird ebenfalls durch andere quellen bestätigt,
gehört aber erst in das jähr 1189. Oliver vertritt die ansieht,
daas Gerhard 4nter Accon et casale Acconenis episcopi^ \ ge-
&llen sei und stimmt hierin mit mehreren quellen überein,
während andere, besonders die arabischen berichten, dass Gerhard
gefekngen genommen und von Saladin darauf als eidbrüchiger,
der geschworen hätte, nicht wieder gegen ihn zu kämpfen,
niedergemacht worden sei ^.
Am 4. juli 1187 wurde das christliche beer durch Saladin
bei Uattin vernichtet und der könig Guido in die gefangen-
achaft abgeführt. In rascher folge fielen darauf die vor-
nehmsten festen der Christen in die band des siegers. Oliver
hält bei der aufisählung dieser die chronologische reihenfolge
nicht genau inne, denn Tiberias war bereits am tage vor der
Schlacht in die bände der Sarrazenen gefallen, Tyrus belagerte
Saladin einmal im juli 1187 vergeblich, sodann am ende des-
selben Jahres, während Karak und Schaubek erst am ende des
folgenden Jahres übergeben wurden. Ebenso fiel zuerst Sidon
(juli 29.) und dann Berythus (aug. 6.), Askalon endlich, das
Oliver jenen voran stellt, wurde erst oktbr. 5. gegen das ver-
sprechen der freilassung des königs ausgeliefert '. Auffallen
mnsB es allerdings, dass Oliver nichts von der eroberung
Jerusalems durch die Sarrazenen erwähnt.
Die beschreibung der belagerung von Akka, welche durch
die der züge Friedrich Barbarossas und der könige von Frank-
reich und England in mehrere abschnitte zerrissen wird , ist
wie das vorhergehende möglichst kurz gehalten. Was Oliver
berichtet, gibt im wesentlichen wenig anlass zu ausstellungen,
um so weniger, als die von Oliver berichteten thatsachen nur
«ehr geringfügig sind. Am meisten abzuweichen scheint Oliver
in den Zahlenangaben, bei denen in den quellen Überein-
stimmung ja fast nie gefunden wird. Seinen 600 rittem des
*
1 Benedict JI, 94 sagt: inter Acrain et casale epiecopi. L'Estoire
130 nennt keinen bestimmten ort. 2 Vgl. Röhricht, die belagerunj?
Ton Akka in den Forschungen 16, s. 494. 3 Vgl. das genauere in
der eingebenden arbeit Röhrichts, die kämpfe Saladins mit den Christen
in seinen Beiträgen 1, s. 112 ff.
CXVI
köTiigs Guido stehen z. b. 700 des Itinerar. ' entgegen ^ wah-
rend L'Eatoire keine bestimmte zahl angibt Wenn dann die
foljyfenden worte wenig mehr als phrasen sind und anf keine
bestimmte (|ueiie hindeuten, ist bei der beschreibung von der
landung des grafen Jakob von Avesnes die ähnUchkeit der
darstellung mit L*Estoire nicht zu verkennen:
L'Estoire 127 Oliver cap. 97
Nastre Seignor . . envoia un . . aupervenit in aiixilio op-
gentil home d'Outre mer qui portuno classic quinquaginta
avoit nom Jaque de Aveine vel plurium cogonnm ab
et L coques en sa conpaignie
et plus; par quei nus ne doit
douter que Den nVust envoie
celui secors en confort a
ceaiix ^ qui se fierent en sa
misericorde.
aquilone navigans cum viro
nobili Jacobe de Avennia,
linde nnlli fidelium veni:
potest in dubium , quin AI
tissimos tale aoxilium con
tidentibua in ipso trau)
miserit.
Hierbei mag noch besonders die Übereinstimmung in der^
zahl der schiMe Jakobs bervorgehobeu werden, zumal es schw
fallen dürfte in einer der besseren quellen Überhaupt eine be-
stimmte angäbe hierüber zu finden. In derselben weise stimmt
denn auch der schlusa von cap, 97, die befestigung des lageni
der Christen, die angriffe Saladina und derer, die in der stadt
waren, die bemerkung über den Zuwachs, den das christliche
beer dnrch die ankunft der grossen aus dem abendlande er-
fuhr, mit L'Estoire 128 überein. Die Hungersnot, die während
der langen belagerung eintrat, die in folge dieser sich breit
machende Unzufriedenheit besonders des fussvolkes, das der
reiterei feigheit vorwarf und endlich ohne deren Unterstützung .
gegen den willen der grossen des her res das lager Saladins ■
angriff, und die entsetzliche niederla^e, die ihm die Sarrazenen >
bereiteten (cap. 102, 1190 juli 25), alles das entspricht voll-
ständig der darstellung, die wir L'Estoire 150/1 finden. Es'
tritt die Übereinstimmung noch deutlicher liervor, wenn man
diese beiden darstellungen mit den abweichenden anderer i
* I
I Itinerar. 61 aagti Eraot milites eepting^enti , erant et alii plut |
ex omni natione Christiana collecti, sed , , tion proraus vA ooTein tnilia
rabar numeratum excrevit.
CXVII
n vergleicht, wie 2. b* des Itinerar. 40, Dieses läsut
Saladin nichfc ^ flucht heuchelnd'* ' sich zur flckzi eben, Bondern
durch die plötzlichkeit des angriff es überrascht zurückweichen,
bis er erkannte, dasa er es mit ungeordnetem, ohne führet
kämpfendem fussvolk zu thun hätte.
Die landung des königs von Frankreich, die Oliver an
diese anglückliche scb lacht nur mit *Tandem' anknüpft, er-
folgte erat 1191 april 13. Die geringen erfolge, die Philipp
Aognst errajig, übergeht Oliver mit wenigen worten ^. Erst
nach der landung des konigs von England sah Saladin ein,
so berichtet Oliver, dass er die siadt nicht entsetzen könne,
und fing er an mit den Christen zu unterhandeln. Die be-
dingungen der übergäbe von Akka, wie sie Oliver angibt,
entsprechen wortlich denen bei L'Estoire 173; beide stehen
deshalb in gleichem Verhältnis zu den berichten der anderen
schriftfiteller, die wieder unter sich sehr abweichen ', Es ist
deshalb auch nicht mehr auffallend, wenn Oliver für die nieder-
metzelang der arabischen gefangenen durch Richard Löwenherz
keinen anderen ^rund angibt als denjenigen, den wir auch
L'Estoire 178 finden, nämlich die wut das königs über die nicht-
auslieferung des heiligen kreuzes durch Süladin * , und wenn
Oliver in Übereinstimmung mit L'Estoirei74 die Übergabe der
Stadt an die Christen fälschlich in den juni statt in den joli
verlegt (cap. 104).
Die nun folgenden ereigniase im orient stehen in engem
raaammenhang mit dem kreuzzuge Richards von England
und sollen dashalb auch im Zusammenhang mit diesem be-
sprochen werden- Bevor wir aber hierzu übergehen , wollen
wir dem berichte Olivers über den kreuzzug Friedrich Bar-
baioasas näher treten.
Als die knnde fön der niederlage der Christen im heiligen
lande nach Rtjm kam, no erzählt Oliver, wurde papst Urban III.
von solchem schmerz ergriffen ; dass er den geist aufgab ^.
*
l Oliver: 81 mu lato metu^ L'Estoire 150: 1I lor vuida la harberge.
t Die beftcbiesAung der turris maledicta auch L*Eatoire 157, 3 Vgl.
die suMmxDenfltellnng bei Wilken a. a. 0. 4, b. 360 note 112. 4
S. Wniua a. a. 0. a. 382 (f., Kugler, Gescli. der Kreuzzilge. 8. 241.
t Die Daehricht von dem fall iTerasalema (2^ okiober} konnte Urban
licht mehr erbalten haben, wie T5€he> Heinrich VI. 8, 85 tiacbgewiesen
cx\nu
Nact dem tode seines nachfolgera Gregors VIII. wurde
Clemem IIL zum papst gewählt Dieser nahm die kreuz*
predigteu sofort wieder auf und entsandte überallhin seine
boten. Alle diese kurzen notizen befinden sich in vollständiger
Übereinstimmung mit L'Estoire, und zwar tritt hier ätum ersten
male die übereinstimmang mit der Variante D klar hervor;
denn die erste hälfbe des von Oliver berichteten , über den
papst Wechsel , findet sich s. 6Ö , die andere hälfte , über die
entsendung der kreuzprediger, s. 145.
Im niiigefülil für das unglück der kirche gottes nahm
auch kaiser Friedrich L das kreuz and mit ihm sein söhn
Friedrich und viele fürsten des reiches \ Wie wir nun schon
in den früheren teilen der hist. reg. zu beobachten gelegenhei
hatten, kommt es Oliver zunächst auf die Schilderung der
ereignisse im heiligen lande i^elbst an. Es kann daher nicht
auffallen, dass von dem kreuzzug Friedrichs, der ja äasserst
kurz gehalten ist, der zug des kaisers von der heimat bis nach
Konstantinopel mit den fünf Worten abgethan wird: 'per
Ungariam profectus venit Greciam'. TrotÄ dieser kürze ist
die gleichmässigkeit des berichtes Olivers mit dem von L*Estoire
unverkennbar. Schon Streit^ hat auf diese stelle aufmerksam
gemacht; sie möge hier folgen:
L'Estoire 131
Detlens ce qne il sieges esteit
devant Acre, Fedric li granz
empereres fist son apareil de
venir par berre et amena avec
Ini moiilt de chevaliers d'Ale-
maigne, et grant avoir aporta
et granz richeces, si conie il
aferoit a la corone emperiaL
II passa par Hongrie en
Oliver cap. 98
Frethericus imperator magni-
ficnm, prout imperialem deoe-
bat coronam, trahens secntn
upparatiimet bellorumcopiam
per Ungariam profectus venit
in Greciam, aed Man n e I im-
perator Constantinopolit&DQS
trän si tum ipsius per terram
äuani irapedire conabatnr.
I
hat, obwohl es vielfach berichtet wird. Oliver ist also wohl korrekt,
weDD er sagt» das« die kande von der »clades', d. h. der schlacht bei
Hattin den tod des papstee (oder wenigsten« die Terschlimmenuig leio^
zustandeB) veranla^ate. Dasselbe gilt von L*Estoire, da« den fall Jem-
nalems erst später (05) berichtet 1 Vgl. hiein li'Estoire Hö-j
2 a. a. 0. 8. 60.
CXIX
Romanie. Li empererea de
Cofitantinople se efforca moult
dnrement qoe H devant dit
empereres ne passasi par sa
terre.
In derselben weise gleichmässig ist dann auch die dar-
stellung der gefangen nähme dt^s bischofs Hermaon von Münster
und der anderen kaiaerlichen gesandten, de8 friedensschlnases und
des aberganges über den Hellespont. Hier fallt allerdings auf,
dass Oliver richtig ^Eilespontum* sagt, während L'Estoire un-
neJitig dafür *Negrepont^ schreibt und dasg anderseits Oliver den
gi'iechidchen kaiser regelmässig Manuel statt Jsaak nennt, wäh-
rend L'Estoire in diesem ganzen passus keinen bestimmten
namen anführt Können wir hieran.s schon vermuten, da^s
Olirer ffir den kreuzzng Friedrichs neben der mit L'Estoire
genieinsamen quelle auch noch andere herangezogen hat, so
werden wir weiter onten diese Vermutung zur gewissheit
erbeben können.
Die reihenfolge der nächstfolgenden berichte ist wie tiber-
all so auch hier genau dieselbe wie bei L'Estoire. Der sultau
von Iconium sucht dem kaiser den weg zu verlegen , dieser
aber zieht eine andere straase. Das beer leidet sehr durch
banger und durst in der einöde, bis es nach schweren Ver-
lusten an Vieh in eine fruchtbare ebene gelangt. Der schtacht
von Phiiomelium wird , wie auch in L*Estoire , mit keinem
Worte gedacht, es folgt sogleich der Bericht von der einnähme
von Iconium, das von sümpfen eingeschlossen nur dadurch
erreicht werden kann , dass man mit den auf den boden ge-
breiteten schildern und panzern für die pferde passierbare
Wege schafft. Die sßmpfe hatte, wie Oliver cap. 99 sagt,
*Tiolentia nimbi moliverat\ ein zuaatz, den yEstoire nicht
aufweist t der aber an sich nicht falsch ist, da wir aus anderen
quellen ersehen \ dass vor der einnähme der stadt in der nacht
sich ein heftiges gewitter entlud. Im folgenden aber finden
wir Oliver im direkten gegensatz zu KEstoire; denn als es
zur Schlacht kam, befehligte nach Oliver der söhn des kaisers,
m
1 Vgl. Ansbert in Font«8 rer. Auatr. 5, a. 72.
cxx
Friedrich von Schwaben, den vortrab, der kaiser selbst die
nachhut, walirend bei L'Estoire 133 das Verhältnis f^erade
umgekehrt ist '.
Oliver kommt darauf, genau wie yEstoire, zur eroberung
der Stadt Iconium nnd den frieden zwischen dem kaiser und
dem snltan. Die Araber bieten den Deutschen pferde, zng-
vieh, lebensniittel und andere nützliche Sachen zum verkauf
an. Oliver berichtet, dass die Deutschen das dargebotene
^precio competenti^ bezahlten^ und wenn man daneben diefl
angäbe in L'Estoire 134 cap. 23 stellt, so können die worte "
Olivers in keiner weisse anstössig erscheinen. Es konamt nun
aber dazu, dass L'Estoire im folgenden kapitel berichtet, die
Dentschen hätten das gekaufte nicht nur nicht bezahlt, sondern
auch diejenigen^ die die bezahl ung verlangten , getötet. Der ■
Bultan beschwerte sich deahalli beitn kaiser, und dieser erstattete ^
einiges wieder, aber nicht aUes. Deshalb lies der suU^ri seine
leute aufsitzen und verfolgte die Deutschen. Streit' neigt zu J
der ansieht, dms diesen passns wie ähnliches der Verfasser von ■
L'Estoire selbständig hinzugefügt hat. Dagegen sagt Chroost ':
^Aus einer sehr begreiflichen tendenz unterdrückt OH venu»
diese nachricht seiner vorläge und sagt nur, dass die Deutschen
auf jenem markte pferde und zugvieh 'pretio competeuti^ ge-
kauft hätten*. Man muss doch wohl der ansieht Streits bei-
pflichten und zwar aus folgendem gründe : das 23, eapitel von
L'Estoire schliesst mit den worten: *8i que nos gens * se
refreschirent d eve et de viandes et de chevaucheures et d'autree
1 Ne^h Ansbert a. a. o. ». 67 befi^hligte der kaiser in der schlachi
alleii], Efl mag hierbei erwäbnt werde», dass beide bat* der bist, reg^,
H und D, gegen Eccards druck lesen; 'viriliter epreia Turcoruin
nmltitudine*. Sinngemässer und den worten in L'Estoire 133: *il de«-
eonfirenfc le «odan' entfip rechen der ist *Biiperftta\ 2 a. a. o. a» 61/2.
^ Tageno, Ansbert und tiie hiat. peregr. (Graz 1892) s. 163 note 2.
4 Man kann nicbt, wie Streit a> a. o» auf das ,nos gens* irgend welobeo
wert legen , und besonders daraus nicbt scbliessen , das» der TerfoiMsr
von L'Estoire ilamit anaechhesslicb seine landsleute meint. Ausdrücke
wie 'nostri, exercilna noster* werden von den christlichen Schriftstellern
sehr oft einfach ftircbrtsten im gegentiatz 2u den Sarrazenen gebraucht,
so auch bei Oliver z. b. cap. 104 : «nostris urbem . . ingredientibas*,
nämlich das eroberte Akka.
d
CXXI
choses, qui lor estoient beaoing* Ce fa fait el mois de jiiignet\
Die ausdrucksweise , besonders das am schluss hinzugefügte
datam, laüsen doch wohl klar erkennen, dass der Verfasser die
marktangelegenheiten damit für erledigt ansieht, er hatte
darüber weiter nichta zu berichten. Erat im folgenden kapitel
muBS der Verfasser noch einmal ausholen , um nach den ein-
leitenden Worten : *0r orres qtie ü Aleman faiaDieot en Tour-
quie' die geschichte von der Unredlichkeit der Deutschen zu
berichten. Lassen wir die bei Oliver fehlende stelle in L'Estoire
fort, so achliessen sich unmittelbar mit den worten : *Li erapereres
s*eD aloit' etc., genau entsprechend den worten Olivers: 'Im-
perator «cceptis' etc. die beiden berichte wieder zusammen imd
gehen in der bekannten weise weiter. Man kann also wohl
wirklich annehmen, dass die betreffende stelle späterer zusatz
ist and Oliver nicht vorlag; will man aber an eine Unter-
drückung der stelle glauben , so ist der unterdriicki^r sicher
nicht in der person des scholasters zu suchen, sondern in der
des Verfassers der gemeinsamen quelle von L'Estoire und der
List, reg,, denn wenn Oliver die stelle über die Unredlichkeiten
der Deutschen " in seiner vorläge fand , warum sollte er sie
tendenziös unterdrücken, da er ja aus dem schlechten benehmen
der Deutschen auf dem kreuzzug von 1197 durchaus keinen
hehl macht?"
Trotz bündnis und geissein unterlassen die Sarrazenan
die feindseligkeiten gegen die weiterziehenden kreuzfahrer nicht,
so dass Friedrich sich endlich entschloss, einen teil der geissein
niedermachen zu lassen ^ Im übrigen aber griff er selbst
nicht an und verbot auch den seinigen jede attake auf die
feinde. In allen diesen punkten erscheint dieselbe überein-
1 Die übrigen» auch sonat verbür^fi ist ; vgl. Chroiist a. a. o. 103,
2 Vgl cap. 109. 3 Nach Ibu-Älatßir bei Reinaud , Extraits 509
wurden die geissein in fesseln gelegt, von ihnen starb ein teil m der
gefan genschaft, ein anderer kaufte sieb loa. Vgl. auch Riezler, der
krenajtiig FriedrichB I, in Forschungen t. d. Gesch. 10, n. 65 und 129.
fJeber rer*chiedene Zahlenangaben der geisaeln vgl. Ansbert in Font.
reir. Auatr 5, 69 und die forfs. der chronik des Otto v. Freising Mon.
Qetm* SS. 20t 320; dagegen geben die ann. Hediol in Mon. Germ.
M, IS/Shl auch 24 an.
CXXII
Stimmung mit L'Estoire wie in den früheren pariien; nur eine
an sich unwesentliche abweichung mag hier erwähnt werden.
L'Estoire 136 sagt: *^si qne il n'en avoient repos ne de nuit,
ne de jor, par itel peine et par itel soffraite v^indrent il en
la terre d'Ennenie; ilec furent il a 3eur et a repos', Oliver
dagegen sagt cap. 99: *per dies multos requieni non habebant
nisi noctibus^ rjuibus per sollicitudinem excubiarum recreati
rpiievenint aliquantuhim*.
Der im folgenden genannte begleiter des kaisers Friedrich,
der bischof von Würzburg, dessen Verdienste um die aafrecht'-
erhaltimg der ruhe, der ordnnng und dea mutes unter den
deutschen kreuzfahrern auch von anderer Seite anerkannt wird ',
wird von Oliver in derselben weise charakterisiert wie L'Estoire
136, dennoch hat Oliver auch hier wieder vor L'Estoire die
anführung eines besimmten namens voraus; er nennt ihn aber
unrichtig Sigelogus statt Gottfried, Jedenfalls liegt hier eine
Verwechselung vor mit jenem Siglous, der erst seit 1194
mai 19. als kanzler erscheint, aber nicht hischof, sondern
propst von Würzburg gewessn ist*.
Was nun den bericht Olivers über den tod Friedrichs
betrüfl, so hat schon Kiezler* darauf aufmerksam gemacht,
dass Oliver mit der angäbe, daaa Friedrich 'depositis vestibua
nudus trananatare conabatur* und hierbei ertrank, ganz ver-
einzelt dasteht *, aber zugleich auch durch seine eingehende
Untersuchung dargethan, daas diese angäbe falsch ist. Und
in der that hat Olivers bericht mit dem in L'Estoire nichts
gemein, als vielleicht die anfangsworte:
L^Estoirc 137 Oliver cap. 99
El tens d'este, quant li solaus Tempus erat estivum etc.
est plus chauz etc.
Wenn wir das gleich folgende ansehen, so sind die worte
^ , . erat estivum, quo sole ienente Leonem
Julius ardebat . . /
*
) Vgl, Arnoldi chron. Slavor. in Mon. Germ, »s, 21, 175 and Aue-
bert a. a. o. 5, 72 u, a, 2 Vgl Töche, Heinrich VI, 224 note 3*
3 a* a. o. 126 f. 4 Aaa Oliver übernahm diesen beriebt Menko in
a. Frietenchronik, Mon. Germ, b«, 23, 581*: Fridericaa ad loca pervenit
Armenie. et ibi specie delectatiia torentis nudtxs tranare cooabatiir ibi-
qae diem clauait extreninro menae Augu«to die dominier.
CXXUI
I
ebenso ^armorum pcadere pressas^ auch wohl noch ^transikirtis
erat* * unverkennbare daktjlen. Ferner fallen sofort die aus-
drücke auf: ^gravatuö — delectakis* , *poris — corporis —
caions*. Die daktylen wie die reime weisen wohl mit Sicher-
heit darauf hin, daas hier leoninische hexameieT zu gründe
liegen, die Oliver in den text verarbeitet hat; vielleicht haben
wir es mit einem gedieht, einer elegie oder einigen deok-
Tersen über den tod des kaisers zu tbun ^ etwa der art , wie
ii^ Bieder in seiner erwähnten abhandtung Über den krenzzug
Friedrichs L abdruckt ', Diese verse hat denn Oliver in der-
selben weise» wie wir das oben bei der benutznng Fulchers
sahen , in seioe prosa hineingearbeitet ^ mit teilweiser bei-
behaltung der worte der vorläge. Wenn wir dies , wie doch
wohl möglich^ für sicher erachten, dann werden wir die über-
eJnstimmung der anfangswarte der darstelfung OÜvers mit
L'Estoire bei der sonstigen Verschiedenheit beider auch nur
als eine zufallige ansprechen dürfen. Wir können also für
den krenzzug Friedrichs ein verarbeiten mehrerer quellen zu
einem ganzen bei Oliver deutlich erkennen* Die ansieht von
Stubbs aber, dass Oliver teilweise das Itineran benutzt bat',
ist, soweit sie den krenzzug kaiser Fnedrichs betrifft, bereits
Ton Karl Fischer widerlegt worden und es mag genügen, auf
diese arbeit hinzuweisen *.
Unmittelbar aber nach dem bericht Über den tod des
kaisers ist Oliver wieder zu seiner hauptquelle, der mit L'Estüire
gemeinsamen, zurückgekehrt, denn übereinstinimend mit L'Es-
toire * verlegte er den tod Friedrichs auf einen sonntag im
august, während Friedrich am 10. juni, allerdings an einem
Sonntage, verunglückte. Auch die klage über den unglücks-
schlagf der die Christenheit durch Friedrichs tod getroffen, die
zitierte bibelstelle (Eccli* 32,1), die kleine episode, die als
beispiel für den edelmut und die berablassung des kaisers
1 Wobei entweder 'traiu' aU kürze oder das i aU \hn^e behandelt
re; dergleichen unregelmäasigkeiten Bnden aicb m mittelalterlichen
aber sehr oft. 2 a. a. o. 126. 3 In der introduction
•eiaer »asf^be des Itin., a. LXXX. 4 Ge^h. des Kreassuges Frie-
l^dmhs L, Leipsi^ 1870, 5 139 ; par un dimancbo, qui estoifc li quart
yr d'itoet; der 4. augiut 1190 war nber ein »onnabend.
i.
i
CXXIV
dienen sol!^ das alles schliesst sich eng an L'Estoire 139 an.
Zwar übergeht Oliver die nachricht von dem begräbnii^
Friedrichs in Antiochia» findet eich dann aber mit dem bericht
über die weiteren Schicksale der deutschen krenzfahrer bi*
zum tode Friedrichs von Schwaben wieder ganz im einklang
mit L'Estoire.
So können wir nach dem gesagten den wert der dar^
Stellung des kretiZÄiij^es Barbarossas in der bist reg- nicht
hoch aaschlagen. Was Oliver bietet ist klar und deatlich
aber auch so gedrängt, dass ea gegenüber den anderen
ausführlicheren Überlieferungen als quelle kaum in betracht
kommen kann,
Später als kaiser Friedrich traten der französische könig
Philipp August und könig Richard von England den kreuz-
zug au (cap. 06). Als die aufforderungen zu neuen rüstungen
gegen die ungläubigen ergingen , tagen Philipp August und
Heinrich IL, der vater Eichards, im kriege gegen einander.
Bei Chateau-roux standen sich die heere gegenüber , als die
fcreuzeaboten de^ papstes erschienen und einen Waffenstillstand
zu stände brachten. Aber erst im folgenden jähre, 1188, er-
folgte die besprechung zwischen üisors und Trie, in folge der
der alte hader beigelegt wurde und beide könige das kreuz
nahmen. Heinrich IL war es aber nicht mehr beschieden sein
gelübde zu erfüllen ; an seine stelle trat sein söhn Richard,
der seinem vater in der regierung folgte *.
Richard erledigte auf dem zuge von England nach dem
heiligen lande noch zwei angelegen hei ten, die nicht direkt mit
seinem kreuzzug in Verbindung standen , die in Sizilien und
die in Cypern. In Sizilien zwang er Tankred von Leoce, der
die wahre erbin des reiches , Kons tanze, des trones beraubt
und sich selbst desselben bemächtigt hatte, die witwe dea
1 Eb ist nicht ^anK genau, wenn Oliver cap. 96 sagt, dass nur
Bwei ißhne HeinrichB tl. dem vater im tode voraungegangen wareo;
thatsachhcii waren es drei, Wilhelm (f 1156)* Heinrich (f U83) und Oait-
fried (t 1186)» vgl, die atammtafel bei Ptinli, liesch, von England,
band 3> Da Wilhelm aber nur zwei jähre alt wurde» ist das versehea
Olivers nicht allEUgToas, _
konigs Wilhelm von Sizilien, Johanna, eine Schwester Richards,
freizugeben und ihr für eine beträcbtliche summe geldes ihre
atmpr liehe ab^.ukaafen.
Während Philipp August von Italien direkt nach dem
heiligen lande fuhr und nach der landung beim ^verfluchten
türm* * vor Äkka sein lager aufschlug, kam Kicbard zunächst
nach Cypem, wohin ein stürm auch seine neue braut, die
tochter ^ des kdnigs von Navarra, und seine Schwester Johanna,
die verwitwete königin von Sizilien, verschlagen hatte,
PDie darstellung der bisher notierten begeben hei ten stimmt
mit der in yEstoire 155 ff, wiederum tiberein, doch ist Oliver
zn kurz, als dass man einen genaueren anklang der worte im
einzelnen angeben könnte '.
Bevor wir nun auf das folgende näher eingehen, wollen
wir una daran erinnere, dass Stubbs , wie oben gesagt, be-
hauptet hat, Oliver habe das itinerar. bei der darstellung des
kreozzoges Richards benutzt. Wir werden sehen, daas diese
behauptung ebenso unhaltbar ist wie dieselbe betreff^^ dea
kreuzznges Friederich Barbarossas und dass wie im vorher-
gehenden so auch hier die mit L'Estoire gemeinsame quelle
i allein Oliver vorgelegen hat
^H Die darstellung der ereignisse auf Cypern weicht in
^HOaehreren punkten von der des Itin. nicht unwesentlich ab.
^rZwar der name des herrschers der insel Kirsacus statt Isaak
findet aich auch Itin. 183, das ihn Cursac nennt * ; Oliver er-
zählt dann aber, dass Kirsacus den befehl gegeben habe^ die
gefangenen insassen dreier gestrandeter pilgerschiffe zu ent-
I Die 'tiirri» maledicta* soll nach Itin. 75 daher den Damen haben,
well 'argentei, qnibu» Dominum Judas proditor vendidlfc, ibi fücii fuigse
licuntur'. 2 Oliver sagt richtig; die tochter <3ea königw von Na-
Varra, während L'Kstoire 15(i «ie eine achweater desselben nennt, vgl»
Pauli a. a. o. 3.215 f. 3 Eine atelle nur mag hier deahÄlb ange-
führt werden, weil »ie eine richtigatellun^ des teitea der bist, reg, er-
geben kann. Oliver cap, 100 aagt: *Rex Anglie . . . ac<repta pecunia
pro donatione etc.* L'Eetoire aagt an der betreifenden atelle (155) :
'Quant le roi Eichart ot receu doti roi Tancre l*avoir doa doaire* etc.
E« wird deshalb wohl *dotatione' aUtt 'donatione* za lesen sein, ob-
wohl die beiden hss. der hiat. reg, daa letitere haben, 4 Auch
L*lutaire nennt ihn Kjr 8ac.
CXXVI
haiipten. Als sie zur richtgtätte geführt wurden, sei ein
Normanne, ein ^satelles KirsaciS auf einem pferde herange-
sprengt und habe den *lictores' ira namen des kaisers befohlen,
die hinrichtimg eiwzii stellen ; zugleich riet er den Christen tnr
flucht. Der Normanne aber büsste dies 'exemplum caritatis*
mit dem tode. Wie ganz anders Itin. 185 E Als die Christen
aus dem gewahrsam zum tode geführt wurden, waren sie schon
unwillig und versuchten , ubwobJ waffenlos , sich zu wider-
setzen* Da findet plötzlich einer von ihnen, Roger von Harekiirt,
ein pferd, schwingt sich hinauf und sprengt in den hänfen
der insulaner hinein. Obwohl eben *inermes* genannt, haben
die Christen plötzlich doch drei bogen bei sich 4n8ciis indi-
gems\ mit denen sie den anatßrmendeu nicht geringe rerUiste
beibringen. Ein Normanne Wilhelmus de Bosco schoss mit
unfehlbarer Sicherheit einen pfeil nach dem anderen unter die
feinde und zerstreute sie. Der 'Normanne* spielt also auch
im Itiner, eine rolle, aber wie verschieden ist sie von der bei
Oliver I Eine abhängigkeit des einen berichtes vom anderen
wird wohl niemand behaupten wollen. Vergleichen wir aber
Olivers darstelhmg mit derjenigen, die L'Estoire 161/2 gibt,
so tritt die vollständige Übereinstimmung sofort vor die aogen.
Nur der gemeinplatz Olivers cap. 103: *Caritatis * . . narratio,
hat kein pendant in L'Estoire, ist aber auch thatsachlicfa ohne
belang und mag immerhin von Oliver eingeschoben worden sein.
Dasselbe gilt vom folgenden. Richard landet auf Cjpera
und beginnt sofort den krieg gegen Kirsacus. Hier könnte
eine ähnliehkeifc der ansdrucksweise die annähme der benutznng
des Itiner. durch Oliver unterstützen ;
Itiner. 193 OHver cap, 103
fugit et ipse (seil Kirsacus) ad montana confugit (sciL
in montana. Kirsacus).
Aber gehen wir auf die ereignisse selbst näher ein. 01i?er
berichtet; konig Richard sehlug den kaiser bei der landung
zu Wasser und gleich darauf zu lande, eroberte alsdann das
^eastrnm Scelingis' und nahm in ihm des kaisers tochter ge-
fangen, besiegte diesen dann zwischen Faniagusta uud Niecisia
und fing ihn darauf in dem 'castrum BufFavent' \ womit die
1 Nord Ost lieb ?od Nicoaia.
cxxvn
uoterwerfung der ganzen inael vollendet war. Das Itiner.
188 ff, dagegen berichtet zunächst von den niederlagen des
kaisers beim landtingsplatze Richards^ dann von eint^r weiteren
an einem nicht naher bezeichneten f>rte, jedenfalls aber in der
D^he von Limasol, und von der flucht des kaisers nach Nicosia.
inen kommt dann zunächst auf die hochzeit Richards mit
erengaria und den friedensschlnss zwischen dem konige von
, England und Kirsacus zu sprechen, den der letztere durch
^■peine feige flocht wieder zunichte machte; dies fehlt bei Oliver.
^B)aranf aber erzählt Itiner. von der uiederlage de» kaisers hei
^Pamagusta nnd kommt dann erst zur belagern ng der bürgen.
' Auch hierbei finden sich noch abweichungen von Oliver. Nach
Hdem Itiner. teilte Richard sein beer in drei teile, den ober-
^ftefehl über die eine abteilung übergab er dem kunige Guido
^«»ix JeruBalem, der kurz zuvor hilfe flehend nach Cypern ge-
^kommen war. Dieser, nicht Richard, eroberte darauf die bürg
Chenoes, in welcher er die tochter des kaisers gefangen nahm \
arpater Didimus*; dem könig Richard blieb allein die er-
^Kberung von *Buffeventum* vorbehalten. Nach dem Itiner.
^Bng aber Richard keineswegs in diesem kastell den kaiser,
^nieser hielt sich vielmehr während des falles von BuÖavent
in der bürg Candaira' auf, von wo aus er an Richard boten
schickte und sich ihm unterwarf.
Schon diese Verschiedenheit der darstell ung schliesst jede
annähme einer bentitzung des Itiner. durch Oliver aus, zumal
wenn man sich vergegenwärtigt, wie eng Oliver sich an seine
früheren quellen, Fulcher und Wilhelm von Tyrus, anschloss,
I und nach der Übereinstimmung mit L^Entoire zu urteilen
^■och an die mit dieser gemeinsamen quelle angeschlossen haben
^muss. Wir kennen nun aber auch zweifellos die wahre quelle
u
^V 1 Alao das Scalingis den OHver. Stubbs erklärt ea mit Ghyrna,
^MTfti aber nicht richttj^; e9 ist das heutige Kerinia, das alte Keräaniti,
^BgL Mas Latrie in den Archivea des miftsions Bcient. et litter. 1850,
^^ 173* Nach Benedict H. 167 und Boveden III, 110 nahm allerdinga
^^ichard dieses kastei), nicht Guido. 2 Audimo nach Stubba. caat-
run» 8. Hilarii oder Dien d'ttinour nach Mas Latrie, bist, de Chypre If,
%, 2, note, 3 Veratilnitnelung des oanieiw «.Andreas? vgl. Itiner,
m und Wilken a. a. o. 4, 212, note 27.
CXXVOI
Olivers für die kämpfe Ricbards in üypern : eben jene
L'Estoire gemeinsame quelle, die uns, wie oben, so auch in
diesem falJe die Variante D erhalten hat, Oliver und L'Estoire
schliesüea sich für diese partie so eng aneinander an ^ dass
man den einen bericht für die Übersetzung des andern halten
könnte. Und hier finden wir denn auch die Übereinstimmung
an jener oben zitirten stelle» welche die Verwandtschaft Oliver»
mit dem Itiner. verraten könnte:
L^Estc»ire 105 Oliver cap. 103
Kyr Sac s'en fuy as mon- ad montana confugit (sciL
taignes. KirBaous).
Die einsdge ab weich ung besteht in der Namensform der
bürg, welche Oliver Scelingis nennt, während sie bei L^Esiotre
in übereinstimnmng mit Itiner. Chermes heisst \
Nach der Unterwerfung von Cypern machte sich koiiig
Richard nach dem heiligen lande auf, in welchem er dea
8. juni 1191 landete*. Am tage vorher war es ihm noch
gelungen » ein grosses arabisches schiff, voll von menschen und
kriegsgeniten^ im meere zu versenken. Seiner thätigkeit wührend
der belagerung von Akka haben wir bereits oben gedacht.
Sobald die stadt gefallen war, unternahm Richard seinen
kriegszug nach dem süden , während Philipp Augast von
Frankreich die heimreise autrat. Nach dem Übergang über
den ^fluviua Districti^ ^ erfolgte die erste bedeutende schlaeht
1 Jedenfallä urnns auch in L'Bstoire Cherines gelesen werdeo,
2 Nach Itiner. 2t l proximo «abbato ante festtim b. Barnabe aposi.
L'Estoire und Oliver geben keia bestimmtes daiam. 3 L'Efltoire
182 var D: *le flura doix destreit'. Hiermit ist wohl der von Itiner. 259
^Eocketailie' genannte flu&a gemeint, den Stabbs mit dem Nar Fat^k
identißdrt. Wenn man die entfernung des letiteren von dem kütell
Districtum betracbtet, so ist e» wohl klar, dass bei Oliver besw. seiner
vorläge eine namensverwecbslung vorliegt. Der *Bav. Distr* ist sontt
nicht Ell belegen, war aber wohl sicher nur ein anderer name des »og*
krokodilsflueses , der nach Itin. :256 am 80. august überschritten wurde
(bei Benedict II, 191 tiuv. Cesareae, bei L'tistoire l38 fliim de Cajfa»
genannt), das gebt aus der läge dea Busses hervor. Diesen aber kann
Oliver nicht gemeint haben, weil er liingst überschritten war; er meint
den südlicheren Rochetailie, legt ihm aber den namen des nördlicher
fliessenden krok od il »Busses oder tiasfles von Caesatea irrtümlich bei.
CXXIX
bei dem ^Casale bubalorum' \ in der die Sarrazeoei) wohl
geschlagen wurden, Richard aber den verlust des treulichen
grafen Jakob von ÄFesnes zu beklagen hatte
Auch dieser pasöus steht in vollständiger Übereinstimmung
mit L'Estoire und zwar wiederum mit dem berichte in Variante
D ^. Hierauf aber wird das verhältnia Olivers zir L'Estoire
ein anderes. Da die französische geschieh te auf ihre quellen
hin bii^ber nicht genauer untersucht worden ist , so muss es
dabin gestellt bleiben, ob Oliver der gemeinsamen quelle treu
bleibt und L'Estoire zur benntzung anderer übergeht oder ob
das umgekehrte der fall ist oder endlich , ob die bisher ge-
meinsame quelle für die folgenden partien überhaupt versagte
und beide zu anderen hilfsmitteln greifen miissten. L'Estoire
kommt in der Variante D, die hier allein zu berücksichtigen
isi, zunächst auf den plan Richards ^ Jerusalem zu belagern^
auf das wiederaufgeben dieses planes und die treuDung des
französischen heeres unter herzog Hugo von Burgmid von dem
englischen, geht dann des näheren auf die cyprischen ange-
legenheiten ein und berichtet von denjenigen im heiligen lunde,
die der eimordung des markgrafen Konrad von Montferrat
vorausgingen ; erst dann wieder wendet sie sich zu den kämpfen
Kicbards gegen die Sarrazenen, Von alle dem findet sich bei
Oliver cap* 105 nur ganz kurz die trennung der beiden beere
erwähnt, ohne dass ein bestimmter grond dafür angegeben
wird, L'Estoire 194 ff. berichtet alsdann von der belagerung
Ton Joppe durch Saladin , die dieser auf die nachriclit hin
unternahm, das» Richard nach Akka gegangen sei. Als dieser
hiervon künde erhielt, beschlo«s er sofort den entsatz von
Joppe, Er selbst fuhr zu schiffe dahin , während die reiterei
*
1 In der nähe von Arsuf, der stadt« nach welcher diese seh lacht
giew5hnlich genanDi wird; L'lvatoire a. a. o. r casal que Ton nome des
BoQes* VgL Röhricht in der Zeitachr, de« deut, PaL-Ver. X, 209. 248, 279.
2 E» muf^ hier darauf hiDt^ewieaen werden, das^ L'Estoire var. D, 8. 182
•a^t: *le rei comanda a deapleier san orätlambe*, Oliver cap, 1(J5: 'Rex
draconem, quo pro vexillo utebatur, explicari iiissit*. Die Oriflamme
aber war die reichafahne der Franzosen, eigentlich die kirchenfahne der
abiei des h. Dionysiust Bier scheint der französische übereeUer etwas
willkürlich vorgejafangen zu aein, während Oliver seiner vorlade treu
folgte.
OUver. I
cxxx
4
den landweg wählte. SalAdiii hatte sclioa die stadt bis mi
die bürg eingeuommen und der regt der Christen, der in diese
geflüchtet war, hatte bereits den biechof Radiilf von Bethlehem
und Alberich von Keims zum siiltan geschickt, um wegen der
Übergabe zu verhumJeln, als die ankuoft des englischen königs
gemeldet wurde. Daranfhin machten die Sarrazenen den letzten
versuch, die bürg in ihre gewalt zu bringen ; er gelang, und
die besatzung sollte in die gefangen sc haffc abgeführt werden,
als Richard herbei kam und sie rettete. Nach heissem kämpfe
innerhalb der stadt inussten die Sarrazenen auch diese räumen.
Der kurze her ich t, deo Oliver cap* 106 von diesen kämpfen
um Joppe gibt, stimmt in den einzelheiten mit dem in y Estoire
öberein. Nur ist Oliver b**sser unterrichtet, wenn er statt
des 'Randoulf levesque de Bethleem' , den L*E3toire 194 als
gesandten der insussen der bürg an Saladin nennt, deo Patri-
archen von Jerusalem anführt, der allerdings auch Uadulfu^
hiess K Ferner findet der satz Olivers : *ünde propter horrorem
et feto rem cada verum castra metatus est extra muros* in
I/Estoire keine bestätiguog. Eine übereinstimmuDg in der
ansdriicks weise aber kann auch nicht einmal in kleinigkeiten
nachgewiesen werden.
Das hierauf folgende „märchen*' von dem versuch doB
sultans, den könig Richard gefangen zu nehmen, indem er
ihm ein hartmäuliges pferd zum geschenk macht, das ihn bei
der benutzung in die reihen der Araber tragen sollte, steht in
der form, wie es Oliver erzählt, einzig da*. Anch weias
L'Efttoire nichts von einer weiteren schlacht , in folge der
Saladin gezwungen wurde, bis zum ,Casale de piano* ^ sich
zurückzuziehen. Erst hierauf erwähnt L'Estoire 197 den Über-
fall der karawane durch könig Richard bei der *Cisterna rubea^ *
•
1 Nach Itiner. 40'2 *tiuper creatns' pr stirbt 1193; ?g1. Rtaat» Hay-
mari mouachi de ex|i Accone Über tei rast, p. XXXVIL 2 Wilken
a. a, 0. 4^ 556, Vgl. L'Estoire 1^5 und die erzählang bei Iperius, Chron.
H. Bertini unter dem oamen *Pas8UB Salaümi' bei Martine t tbesaur.
anecd. *J, 678 und Itioer. 419. 3 Vgl. VEsione lf)6 , die den ort
ChaHtel des Plain» Dennt, Uiner. Caatellum de planis, der heutige Jaiur
öatlieb von Joppe, m. auch WiJken a. a. o. 4, 546. 4 UEstoire 197:
Ciifterne roge, Itiner. : Cisterna rotunda, wo2ii Stubbi a. a. o. 383 u. ju
sagt : It ia talletl by Johii of Ojteiiedes fol lo wing ii Mi. of Ualph of
CXXXI
und darauf die eroberung von Darum \ emgoisse, welche
OÜTer chronologisch richtig schoo vor der befreiung Joppes
durch Richard berichtet; hat. Den frieden , den der englische
kömg mit dem sultan achloas^ erwähnt Oliver cap> 106 nur
als ^generalis treuga* ohne auf die eiD^elneii bedingungen
genauer einzugehen, Dieöe stelle wie die folgenden anj^aben
über die gef an genschaft ded englischen königs in Deutschland
sind zu kurz, aU dass ein genauer vergleich mit einer be-
stimmten quelle möglich wäre, doch mag erwähnt werden,
dass die summe des lösegeldes Kichards von Oliver auf
200 000 mark angegeben wird und er hierin mit L'Estotre
var. D 201 übereinstimmt*:
Oliver wendet sich hierauf zunächst zu den deutschen
angelegen hei ten und berichtet kurz von dem zuge Heinrichs VL
nach Sizilien und seiner krunung durch papst Cölestin IK.
So gedrängt diese angaben sind , kann die Übereinstimmung
mit L'Estoire 213/4 var. D nicht übersehen werden. Sobald
dann Oliver zu der darstellung des kreuzzuges übergeht, tritt
das frühere Verhältnis noch klarer vor äugen. Er spricht
von der ^secunda expeditio transmarina* entsprechend yEstoire
216: *Et ce fu la seconde muete de ciaux d'AIemaigue' und
würde btii der aufzählung der kreuzfahrer mit L'Estoire
vollständig übereinstimmen, wenn bei dieser stelle dem fran-
zösischen Übersetzer nicht ein fehler untergelaufen wäre.
Setzen wir beide stellen hier neben einander :
L^Estoire var. D 216
En cele muete fu le legat
de lygliae de liome, Conrat
l'arcevesques de Mayence, et
le chanc«lier Gonrat dou
Oliver cap. 108
. . in qua fuerunt . . Con-
rad us Muguntine sedis arcbi-
epi^copuß et sancte ecclesie
Komane cardinalls, Conrad us
Coggeitial *rnbea eistet na* and by Matbew Paris 'turbata cisieroa*.
H^^vedea llf 182 neunt keiueo namen , Benedict erwähnt den über fall
gar nicht, l Nach tiioer. 3i>5 fiel Üurum in vier tagen, freitag
Yor pfiogsien (mai 22.)* die bnv^ ernt am tollenden ta^e. 2 Nach
dem vertrage des kaiaer« mit Hichard* dt^n Boveden LII, 2)5 f» mitteilt^
betrug das lüsegeld 150000 m. dlber , davon sollten 100 000 bei der
freilawung gezahlt und für den reut geissein gettellt werden. Vgl,
aoeh Töcbe, Heinrich VL, s. 290 f.
^^
cxxxu
imperialis aule cancellarias,
Henricus comes PalatinuB,
Henricns diix Brabaniie et
pliires alii , qui ccingreej-ati
apud Accoii marescalcum fece-
rinit HeDricum de Caladin
iusticiariiim Optimum, ducetn
autem Brabantie, virmii stre-
it uum, uiodestutii et castum,
eapitaiieuni elegenuit.
palaii? euipereal , Henri le
conte paladin» Henri le duc
t\e Bn'ilumt et de maina
aufcres msi^s . . . Ensi com
ils ariverent en Äccre , il
firent de Henri de P, caleüdin
oiareschau de tout Tost et le
duc de Breibant maistre
jnstisier por ce qiie Von diseit,
qu'il esteit preudonie et chas-
tes et hons justisiers.
Zweifellos ist die stelle wie Oliver sie gibt, die richtige,
L'Estoire dagegen warf einmal die worte *iiisticiar, opt.* zum
herzog von Brabant, sodann aber war ihr das wort 'calendin*
unklar, wie es denn auch den heraiiagebern unklar geblieben
ist. ^Calendin' aber erkennen wir in dem 'Caladin^ des
Oliver wieder, es heisst also nichts weiter als Kalden, und
wenn L'Estoire 'Henri de P. calendin* schreibt, so beweist
dies, dass in ihrer vftrlage auch ^Henricuui de P, (et) Calendin*
gestanden hat, Heinrich also mit seinen beiden namen :
V. Pappenheini-Kalden ' genannt worden ist.
Diese stelle ist aber auch zugleich die letzte, die die
Übereinstimmung Olivers mit L'Estoire darthut. Waö Oliver
weiterhin von diesem kreuzzug berichtet , hat auf keine be-
stimmte quelle zurückgeführt werden können und weicht von
anderen berichten teilweise auch ab. Für die erzählung Oliver»,
dass die Christen auf dem zöge von Akka nach Bairut von
den Sarrazenen, die die berge besetzt hatten, durch stein wo rfe
und geschosse hart belästigt wurden, ist mir in keiner der
besseren quellen eine bestätiguug aufgestossen. Die berichte
über die einnähme von Bairut gehen überhaupt sehr aus-
einander * und so kann denn auch bei Oliver die öberein-
stinimung mit einem anderen autor nicht erwieöen werden.
Seine darstellung ist aber wenig überzeugend, denn es wäre
*
1 Dies ?eriiiutet «chon Streit a. a. o. 37. Wegen der zwei fei» ob
Hein rieh von Kai den wirklich an dieaetn kreusziig teilnahm, s. Röh riebt
beitrage 2, s. 854. 2 VgL Wilkeii a. a. o. 5, a, 35/38.
loch ein anverzeihliclier leiclitsiiin der Sarrazenen gewesen,
wenn sie wirklich ^corumiiniter' die bur^ der 8tadfc verlassen
hätten, nur *ad classem (nämlich der Christen) consideraridam
et numerandam*. Sicher verhielt es sich so wie L'Estoire 225
var. D. und andere autoren berichten, dass die besatznng sich
den Christen entgegenstellte.
Die darstellLing der belagernng der unweit von Tyrus
gelegenen bürg Turon, jetzt Tibnin, entspricht in den wesent-
lichsten punkten den sonstigen Überlieferungen ^ E.s ist aber
•laicht verbürgt und auch unwahrscheinlich, dass die nachricht
Ivan dem am 27. September 1197 erfolgten tode Heinrichs VL
iie entßchliessungen der Christen, besonders der Deutschen vor
ruron bestimmt habe; vielmehr war die künde schon viel früher,
Idcher noch im jabre 1197 nach Palästina gekouiuien ". Der
pchleunige abzug der Christen von Tui'on am 2, februar 1198
erfolgte vielmehr, wie das Oliver auch angibt, auf die nach-
richt von dem heranrücken eines arabischen heeres unter
Al-Adil, und , wie wir aus anderer quelle wissen *, von dem
abzug des kanzlers Konrad mit anderen grossen nach Tyrus,
Iweil man in diesem abzuge verrat witterte.
I Hiermit schliesst eigentlich die geschichte der könige des
keiligeu landes, die in dem zuletzt betrachteten teil kaum noch
|K> genannt werden kann; denn ausser dem tode des königs
Beinrich von der Champagne (cap. 107) berichtet Oliver über
diesen nichts und die nach folger Ämalrichs werden garnicht
mehr erwähnt- Des kreuzzuges von 1204 wird nur ganz kurz,
^Jes kinderkreuzzuges gar nicht gedacht. Vielmehr gibt Oliver,
^Bm folgenden nur einen kurzen öberblick über die bauptsäch-
^Kchsten ereignisse zur zeit Innocenz II 1.^ um dadurch die alles
^Einfassende macht dieses papstea darzuthnn. Der bericht von
(der wiederaufnähme der krenzpredigfcen zur zeit dieses papstes
^kid die erwahnung de.s laterankouzils 1215^ das den neuen
^^reuzzug vorbereiten sollte^ den aber erst der nachfolger
Innocenz' ins werk setzen konnte, leiten dann erst wieder zur
^K 1 Vgl die dartt^llnns bei Röhricht» beitrage 2, 212 IT. — Wenn
Oliver Turon 'in terra Zabulon et Naphtalim* liegen Usst, ao trifft das
nur bei Zahalon zu, 2 Vgl. Arnold v. Lübeck in Mon. üerm.
21p 926 und Geat episch BaLberst in Mon. Germ. ss. 23, 112.
CXXXIV
geschii^lite der kreiizzu^e über, die Oliver in seioem haupi-
werke, der geschichte des kreiizzuges von Damiette, wiVder
aufiiiiiimt
Wenden wir uns imn zu den einzelheiten dieses letzten
teiles der hisL reg. Sie sind kurz gehalten wie alle-s frühere
und hissen den Verfasser nirgends persönlich hervortreten.
Oliver kninnit zunächnt anf die doppelwahl Philipps von
Schwaben und Otto» von Brannscbweig ' zu sprechen. Des
letzteren erhebung befürwortete besonders erzbicichof Adolf
von Kohl'» Philipp fiel durch den pfalzgrafen Otto von
Witteisbach , den wieder der rächende arm des marschalls
Heinrich von Kalden erreichte', Otto, jetzt ohne nebenbuhler,
wurde von Innocenz zum kaiser gekrönt. Bald aber verdarb
er es mit dem papste^ indem er das Patrimnninm und Apiilien
feindlieh aiigriü', nnd wnrde in den bann gethan *. Aber auch
sonst wusate Innocenz den hochmut der grossen »u Kugeln.
So zwang er konig Philipp Angnst Ton Frankreich, seine
verstossene gemahlin, die j;chwe9t**r des königs von Dänemark,
wieder aufzunehmen und die 'tentouica\ d. h, die iocbter des
her/.ogs von Merau , zu entlassen. König Johann von Eng-
land, der sich dem piipste bei der besetznng des erzbischöf-
lichen Stuhles von Cauterbfiry wiedersetzte , wurde von ihm
durch interdikt und bann derartig gedeniütigt , das9 er sein
reich vom papste zu leben nahm.
Auch das Christentum wurde zur zeit Innocenz III. weiter
ausgebreitet. Die Liven, Esthen, Letten und Preusseu wurden
für das christentlium gewonnen. Obwohl die beidenbekehrung
schon früher hier begonnen hatte, so wurde ein fester grund des
Christentums thata'achlich doch erst zur zeit Innocenz HL ge-
legt; wir brauchen nur an den livländischen bischof Albert
nnd den cisterziensermönch Christian ans dem kloster Oüva
bei Danzig zu erinnern ** Zu dem kapitel der erweiterung der
herrschaft des Christentums* t>der richiiger der katholischen
kirche rechnet Oliver auch den kreuzzug vom jähre 12^)4.
I Oliver oennt ihn coraefl Pictaviensis. 2 Vgl. Wiokelmanti,
Philipp V. Schwaben und Otto von liraimschweig f, 51/57. 3 a. a.
o. 477. 4 a. a. o. 212. 5 Vgl. Sc^iemann , HussUnd » Palen
und Livland 2, 8, 6 fit.
^11
In der richtigen erkenntnis, daas dieser krieg von chriskn
gegea Christen nicht als ein kreuzzug betrachtet werden kann,
fiiSijt OlivLT ilm als einen kämpf anf^ durch den die päpstliche
macht ober die ^schismatisch*;!!* Giiechen ausgedehnt wurde.
Er steht ihm auf einer stufe mit den AlbigeTiserkriegen, die
»nch mit dem siege des papstthiimes endigten (cap, 114*).
Die wenigen Worte, mit denen Oliver diese kämpfe im
fttiillichen Frankreich berührt, geben zu weiteren ausstellungen
:€inen anhiss. Kbenso sind auch die folgenden bemerknngen
her die kämpfe gegen die Araber in Spanien im wesentlichen
einwandfrei. Der Emir-al-Mumenim oder beherrscher von
Cartbagena, dessen name Muhamed-ben-Nasser war *, war ein
äcbtiger fürst, dem eine riesige menge kriegsvolk zur ver-
gung stand. Ob die angäbe Olivers auf Wahrheit beruht,
9 dieser Muhamed schmäliscbrifteu an die Christenheit er-
ond sie zum kämpfe gegen sich herausforderte, kann mit
immtheit nicht gesagt werden. Es scheinen aber doch
lerartige gerüchte damals verbreitet gewesen zu sein, denn
auch Cäsarius von Heiaterbacb berichtet ^, dass der Araber
dem papste Tnnocenz habe ansagen lassen, er werde in der
halle von sL l^:•ter in Rom einen pferdestall errichten und auf
der kirche seine fahne aufpflanzen. Der nnermüdlichen thätig-
keit Innocenz IIL gelang es auch für diese kämpfe die beere
der christlichen Staaten, besonders Frankreichs, Italiens und
Deutschlands aufzubieten. An krieger ans England aber, die
Oliver hier auch erwähnt, kann wohl kaum gedacht werden.
bgesehen davon , dass dieser in anderen quellen nicht ge-
bebt wird, ist deren an Wesenheit auch deshalb unwahrschein-
h , weil der englische kÖnig Johann ohne land mit dem
pste damals im streite big und er wie sein land mit jnter-
ikt und bann belegt waren. Als Sammelplatz der christlichen
re wird richtig Toledo angegeben ; ebenso entspricht es
1 Ea iät diese stelle beim tat worden , um die an Wesenheit Olivera
im tüdbcfaen Frankreich alt predigtet gegen die Albij;fen«er zu beweisen,
vg], hierüber das nähere oben e. XX ff. Ueber diesen kreuzzug' bea.
Hiant, Tnnocent III, PhiK de Suabe et Bonif. dt^ Monferrat in Eevue
des quest histor. 1875, 2 V^l Hurter, Innocenz IIL, band 2, s, 377,
ilogUB lairac X, 21, 9. 303 der ausgäbe von Strange.
CXXXVl
I
L
di?r Wahrheit, dass herzog Leopold von Oesterreich deo zug
nach Spanien angetreten hat aber zur euischeiduu^i^chlachl
zu spät kam ^ Nach der erober ung von Galatrava kam es
aus gründen, die verschieden angegeben werden *, lum Zwie-
spalt im christlichen beere und viele, besonders die Franzosen ^
trat*^n den rnckzug an. Dennoch gelang es den vereinigten
königen von Custttien , Navarra und Aragonien den feind an
dem von Oliver richtig angegebenen tage, dem 16. juli 1212,
zu sehlagen. Es ist die« die ent^stheidende schlacht bei Naves
de Tolosa, die der herrschaft der Araber in Spanien den
todejsstoss versetzte. Von Oliver wird der ort der sehlacbt
Portiis genannt, und auch diese bezeichnnng hat ihre be-
rechtigung, wenn es auch nicht möglich ist, die genaue läge
diese« berges auxugeben. Der erzbischof Arnold von Nar-
bonne nämlich, der an diesem kriegsziige teil nahm und ihn
in einem briete an die zum kapitel versammelten äbte seines
Ordens beschrieben bat*, sagt ebenfalla: *ad radicess niootiä, ■
qui dicitur Portns de Munadel*, Noch genauer rait Oliver
stimmt überein der bericht der üerengaria, der tochter des
köuigs Älfons von Castilien, an ihre schwester Blanka, Lud-
wigs von Frankreich gemahlin **, welche sagt: 'cepit (Alphonsus)
transire Portum*.
Als die letzte grosse that des papstes Innocenz wird von
Oliver das laterankonzil vom november 1215 angegeben. Hier
wurde unter andern auch über den schütz des h. landes und
einen neuen grossen kreuzzng beratschlagt und dessen terniin
festgesetzt. lo der zahl, die Oliver ron den bei diesem konzit
anwesenden bischöfen auf 413 angibt, ist wohl nur ein
Schreibfehler Olivers zu vermuten, da die anderen hauptsäcb-
I Vgl. Annal Gotiwiceas. in Mon. öerm. sp. 9, 602, Chron. re^.
Colon, ed. Waitz «.233. Fiacher . Gesch. von KloaUrneuburg K 79.
2 Hurter a. a, o* a. 440, Alber; Tr. tont in Moti. Germ, ss, 23, 894
und der briei' dm kÖDi^s von Caatilien an den pap*t bei Halusius,
Innoc, episL lib. XV, nro, 182. 3 VgK den briet" dea königt von
Caatiiien a. a. o. 4 Nicht an den papst» wie Harter a. a* o, «, 439
«ftgt, gedr» Gaüia Cbriat. VI, inatr. 53. Vgl. auch Job. Uelhorn, die
Chronik dea Emo und Menko, Göttinger Diaaert., «.61 ff,, der Übrig
nickt erkannte, dass Emo diesen ganzen pasaiia aus Oliver nn
5 Gedr. bei Martene et Durand, Thesaur, nov* anecdot. 1, 826^828.
i
liebsten quellen^ die, wahrscheinlich auf einen offiziellen bericht
zarQckgehend, in diesen angaben wörtlich mit einander über-
einstimmen, alle nnr 412 angebend Bevor indes der terniin
zum aufbruch herankam, starb Innocenz und erat seinem
nmchfolger Honorius IlL war es beschieden, den eingeleiteten
kreozzog ins werk zu setzen*
g 2. Die abfassuugszeit der historia regum.
^V In jedem der beiden mannskripte , die uns von der bist.
^Beg. erbalten sind, finden wir eine angäbe über zeit und ort
^^er entstehnng derselben, einmal zu anfang der hs. H, in der
I es heisst: *incipit hiatoria regum Terre sancte, quam magiater
Oliveras Colouiensis scolasticus in obsidione Damiate apud
Egjptnra cotnpilavit\ sodann am ende der hs, D: *hanc hia-
toriam cum magna «tili brev^itate compüavit magister Oliverua
scolasticus Coloniensis apud Damiatum et haue que sequitur
(nicuL die bist. Dam.) anno millesimo dncentesinio decimo
Doüo\ In beiden finden wir mit bestinimtheit ausgesprochen,
da#ii die bist, reg, in Egypten während der belagern ng ?on
Damiette entstanden ist , in D wird mit derselben bestimmt-
heit das Jahr 1219 als abfassungszeit angegeben. Prüfen wir,
wie es mit der richtigkeit dieser angaben bestellt ist.
lü der bist. reg. selbst finden sich nur zwei stellen, ans
denen sich ein anhaltspunkt ffir ihre abfassungszeit herleiten
liesse, Cap. 24 bei der beschreib ung der befestigungswerke
von Tyrua, die sonst ganz ans Wilhelm von Tjrns XIII, 5
genommen ist, macht Oliver folgenden selbständigen zusatz:
*öbi rex Johanne« modernis iemporibos eastrnm construiit
t-n-gium quatoor tnrribus .... ornatnm\ Du diese befesti-
jruugen aber spätestens im jähre 1216 angelegt wurden*, so
kounen wir hieraus keinen weiteren schluss ziehen als den,
*
1 Reineri chron. in Moo. Germ. bs. 16, t. 074, Albert von
o» 8. 356, CbFOn. LTraperg. in Mon. Germ, si. 23, a. 378,
^Jljcric, Tr. fönt, a* ft. o. s. 903. q* a V^\. WiukelmiiTjn, Gesch, Kaiser
Friedrich» IL» b. Iö5 beilage III Biesen fehler nahm übrigen» auch
icboD Emo in s. cbronik hinüber, Mon. Germ. m. 23, b. 475 and die
'nj.^^re Hochniei«terchronik bb, rer, Prusiic. V, «. 57. 2 Vgl. oben
IL
CXXXVÜI
dass Oliver die hist. reg. vor antritt seiner Icri^nzftihrt nicht
gnaiacht hat.
Die zweite stelle befindet sich cap. H» Bei der beschreibuog
der um^e^end von Jerusalem sagt Oliver : 'propter loci de-
structionem plnra de situ eins describere non valemus nee
audeoius*. Es ist diese stelle um so bezeichnender, irenn
wir bedenken, dass der f^anze vorhergehende und nachfolgende
pa-ssus wrirtlieli ans Fuleher XXVI ^ s. 355 genommen ist
lind die oben zitierte stelle absichtlich von Oliver in dieser
weise umgeändert worden ist; auch Fuleher nämlich macht
an derselben stelle diese einschraukung, der grund aber, den
er dafür anführt» ist ein wesentlich anderer. Er sagt: *Nec
valeo nee audeo recitare res tarn sanctissimas, qae ioibi
habentur, nee in aliquo auditoris falsai«, sed secundum dicta
quoruudani in aniorem et honorem Dei bec tantilla in memoriani
coUegi**
Die endgiltige Zerstörung Jerusalemg aber erfolgte im
miirz 1219 durch Ai^Mnazzam oder Coradinus *. Wenn wir
nun l»edenken, da«ö die oben zitierte stelle der hist, reg. noch
dem ersten viertel de« werkes angehört, so werden wir den
anfatig deis jabres 121 D als den frühesten termin für den be-
ginn der abfassnng der hist. reg, ansetzen können.
Für die zeit, in weither die bist reg. abgeschlossen wurde,
geben uns zwei allerdings verschiedene anhalt^punkie die
handschriften D nnd IL Indem ich für die einzelbeiten auf
die narhf(dgen«le jibhandlung üi>er die entstehung der hist
IhiUL hinweise, soll hier nur bemerkt wenlen, dass D mit Ä
die zweite redaktion der hist l>am. darstellt und die ereigniase
bis zum august 1220 fuhrt Diese handschrift enthält aber
bereits die bist reg,, allerdings noch nicht vollständig, sondern
nur bis zum schluss von cap. 106, Hieraus folgt, dass der teil
der hist. reg,, der t^ich nachweisbar auf andere quellen stät7.t
und dem eigenthcli allein nur der titel einer geschieht^ der
könige des heiligen landes zukommt, im august 1220 fertig
*
1 Vgl. HcK)gewej^» kreuzaug von Damiette io den Mitteil, de« In-
Btitiitfl band 9 s, 256. Im lierbst 1220 zerstörte Al-Mua*«am wa« noch
übrij? geblieben wa,r, a. a, o, s. 425; doch kann dietes ereignia, wie
wir »eben werden^ aicbt in frage kommen.
CXXXIX
vorlag. Wenn wir also auch nicht ganz genau die notiz in
D als richtig erweisen können, dass gerade 1219 die bist reg.
entstanden sei, so erhellt ans dem gesagten doch, dass ihr
bei weitem grösserer teil in Ägypten verfas.st ist und dass
1219 and die erste half te 1220 der Zeitabschnitt ist, innerhalb
daasen sie geschrieben worden ist.
Der letzte teil der hiat reg.» von csijx 107 ab bis zum
schluss, fiir den sich bestimmte quellen nicht nach weisen lassen '
und der wohl auch selbständiges eigentnm Olivers ist, liegt
uns nnr in H vor Sie ist also erst mit der letzten , dritten
redaktion bis zu ihrem jetzigen Abschlüsse gefüly-t worden,
in der absieht, sie da enden zu lassen, wo die bist* Dam. be-
^nut. Wann das geschehen, darüber finden wir in der hist.
reg. selbst keinen ai)halt8}Knnkt Die hinzuffigung des Schlusses
gleichzeitig mit der dritten redaktitm der hist. Dam, würde
uacb dem weiter unten gesagten spätestens auf den somnier
1222 hinweisen, also auf eine zeit, in welcher Oliver bereits
wietler in Deutschland weilte.
So können wir denn auch in der hist. reg. eine do|ipelte
bearbeitnng unterscheiden, die eine^ in Egyptt^n gemachte, die
fa^t ausschliesslich auf henntzten quellen beruht , und eine
zweite mit einer fortset^ung versehene, die in Deutschland
vorgenommen wurde. Eine ausgiebige redaktionelle thätigkeit
in dem vorhandenen stücke bei der zweiten Überarbeitung
aber, wie wir sie bei der bist Dam. nachweisen werden, können
wir hier nicht feststellen; die zweite redaktion der hist. reg.
scheint sich ausschliesslich auf die fortsetznng beschrankt zu
haben '.
l Bi« auf eine kleine stelle am anfaog, a, oben «. CXXXll. 2 Eine
^nstfi^e Mtelle könnte vielleicht dai^ gegenteil beweisen. Am Bchluss des
capu 5 nämlich bat D, das dat wori 'Amen' fortiä^st« einen suemtz
(vj^l. fi. 89 de« texte«), der ans Fidcher XXTV 352 entnommen ist. Die
fftelle haben wir bereits oben s, XCVUT angeführt und gesehen, das« aie
gegen Fulcber schon gemildert wurde und in H gunz ausfiel; ea ist
nicht unmöglicb, dasi Oliver apäter die stelle gan« atricb ; immerhin
«ber kann auch ein versehen de« acbreibera von H vorliegen^
CXL
i
VL Die llistoria Daraiatina,
Es soll im folgenden der veräiich gemacht werden an
gruiid einer genauen Untersuchung die oben verzeichneten
hs8. die allmrihliche entstehung der hist. Dam. nnd das Ver-
hältnis der hss, zu einander klar zu legen,
Wir haben gesehen^ dass Oliver, nachdem er wahrend der
jähre 1214/17 mit ebenso grossem eiler wie erfolge dan kreot
im nordwestlichen Deotachland gepredigt hatte \ im früh-
jahre 1217 sich selbst aufmachte, um das heilige land zu
erreichen. Im juIi oder spütestens aagust wird er in Akka •
gelandet sein. In der folgezeit kamen noch mehr kreuzfabrerH
dorthin und im oktoher traf der könig Amlreas von Ungarn
ein , nach welchem die nun folgenden expeditionen auch der
kreuzzng des königs von Ungarn genannt werden *. Oliver
nahm an diesem teih Andreas verliess anfang des Jahres 1218
wieder das h. land, die anderen grossen aber setzten nach
Egypten hin(iber, um Dam leite zu belagern, Ihre erste beiden- ■
that vollbrachten die kreuzfahrer hier durch die erobeningfl
des * ketten tu rmesV, der zum schütze der stadt auf einer Xil- "
insel erhunt war. Er fiel am 24. august 1218, ßleich darauf
nun schrieb Oliver den ersten brief an den erzbischof
Ellgelbert imd die geistlichen von Köln, in dem er ihnen das
bisher erlebte mitteilt. Dieser brief liegt uns in seiner ur-
ütprüujTlichen Fassung nur in der hs, W vor ', Die noch
erhaltene adresse gibt uns Oliver als den Verfasser und das
domkapitel von Köln als den adreasaten zu erkennen. Dieser
erste brief muss seiner abfassungszeit nach in das ende
august oder den anfang des September 1218 ge-
setzt werden, M
Am 5, november 1219 wurde Dainiette von den kreuz- ■[
fabrern erobert. Bald darauf wird Oliver das frobe ereignia
1 Vgl Hoo^weg, der kölner domacholaater Oliver ale krenzprediger
1214/17. in der WeatdeuUchen Zeitschr. 7, 235/270 und vorn da« leben.
2 Vgl. Jli'ihricht, Beiträge zur Ge«ch. der KreuM. 2, 233 ff. und Forach,
ssur d, Gesch. 16, U2/i48, 3 Brief uro. 8 dieser atisgube.
i
CXLI
nsLch Europa gemeldet haben : d e r z w e i t e b r i e f. Er scheint,
wie dies schon der bedeutnng seines Inhaltes eiitapricht^ schnell
Verbreitung gefunden zu hiihen und lie^^t uns auch in einer
ftUzaU von sieben öelbstandigeu liss. (1j N li V C E Cl) vor.
Ausser N, da'? die adresse und den schluas nur andeutet, ent-
halten diese alle den ganzen brief mit vollständiger adresse
und dem oft zitierten schluss mit dem loKspruch anf die stadt
Köln , und es bedarf keines weiteren beweises , dass wir in
diesen has. den text des ursprünglichen zweiten briefes Olivers
vor uns haben. Er fülirt die ereignisse bis zum n. n oveniber
1219 und ist balrl darauf geschrieben.
Die hss, selbst zeigen uns nnn ziemlich klar die art und
weise, wie allmählich auf grund diei^er beiden briefe die bist.
Dam. erwachsen ist.
Bald wurden zunächst diese beiden briefe zu einem ganzen
vereinigt. Zwei verschiedene arten dieser Vereinigung können
wir genau unterscheiden, die eine, welche, jedenfalls ganz un-
abhängig von Oliver, mit fortlassung der adrc^^se des zweiten
briefes diesen unmittelbar an den ersten schob und so zu einem
ganzen verband (W ^), die andere 5^ F ti, welche bereits plan-
voll beide briefe zu einem ganzen machte und mit einem
b€dQnderen ^Proemiom' versah , in welchem sich der autor
nicht mehr speziell nach Köln wendet, sondeni 'omuibus urtho-
|doxis' schreibt. Zugleich wurden nun aber bei Z F G auch
wo durchgreifende textiinderongen vürgenonimen, dass wir von
einer Überarbeitung spreciieu können, die augenscheinlich zu
dem 55^ecke gemacht worden ist, eine darstellnng der ereignisse
des kreuzzuges des ungarischen königs und des nach Uamiette
bia zur eroberung der stadt zu geben*, (L redaktion).
1 Die Vermutung Zamckes (Ueber Olivera hiat Dam. etc* in den
bericbten über die verhandle der k. säclis. gea. der wiss, phiL-hiat,
kltLsse 1875p 6. 14Ö), dass diese zusammenstellunor auf eigene liand m
Köln gemacht worden iafc, erscheint durchaus nicht zweifelhaft , da W
mebrmalB ala früher im besitz des Pantaleonsklostera in K^Sln befind-
lich beieichnet wird ; dass W aber dasselbe exemplar sei« das der ver-
fasser der Ann. Colon, max. (in Mon. Germ. bs. !7, 830 JT.) benutzte,
widerlegt schon Waitz, Chron, reg. Colon, p. XXUL 2 üeber eine
dritte art der Vereinigung vgl. unten bei der ha. Gg.
L
CXLH
Vergleichen wir den ersten brief in der fassung W mit
der in Z F G, so fioden wir, dass bei vielfacher beibehaltung
des Wortlautes von W der brief doch eine durchgängige Um-
arbeitung erfahren hat. Schon äuaserlichkeiteo, wie die Um-
wandlung des präsena oder futur in das perfekt und die der
ersten person in die dritte, wo von den kreuzfahrern über-
haupt die rede ist (einige einzehie subjektive bemerkungeu
Olivers bleiben stehen, wie ^Credimus autem' etc. (cap. 3j wo
W noch *opinor' hat] lassen die Überarbeitung erkennen '*
Sodann aber sind die angaben von Z F G durchweg genauer,
schon in der datier ung; es fehlen aber in W auch die ge-
naueren angaben über die anwesenden (cap. 1) und das wenig
gute benehmen der Baiern bei der landung im b. lande. Der
passus über die bekehrung gefangener Sarrazenenkiuder findet
sich in W am ende des 'primn^i equitatus*, in Z F G am schluss
des *8ecundus equitatus' zusammenfassend. Dagegen weiss W
zu berichten, dass der dritte zog 'propter mopiam lignorum
et vestimentorum pennriam' abgebrochen wurde und dass die
Templer während des baues des Castrum filii Dei durch einen
angriff des sultans belästigt worden seien
', eine angäbe^ die
1 Wenn wir den text von W mit dem der Anoal. CoL mai* ver-
glekhen, so können wir in der that wokl behauptea, das« wir in W
den uraprünglichen text de« briefea Olivers vor ima hftben. Bs könoen
nur Äwei stellen der Vermutung räum geben^ daas in W der anpröng-
liche text gekürst sei. Die eine ist die bemerkun;^, dass der könig von
Ungarn das h. land verltess 'Ticet mntta supplicatio patriarcbe et aü-
oruni fruatra regi facta precesserit' (in der zweiten redaktion indes gibt
OÜTTer nicht nur auch dies an, wenn auch mit anderen Worten, sondern
setzt auch nach hinzu, tlass er 'excomiuunicatue cum sua »equela abiit'
cap. 5). Die zweite «teile ist die über die läge und befestigimg der
Stadt. Indes wenn wir bedenken, dass W überall mehr bietet als die
Ann. (abgesehen von den stellen, die sieb sofort als aus einer andereu
quelle geschöpft erkeriEen hissen), «o werden wir wohl auch behaupten
können^ dass in VV^ keine systeniatiscbe kürzung, sonilero« wo in W
etwas fehlt, ein verseben des Schreibers vorliegt. Deshalb aber möelite
ich die stelle über die läge der stadt auch lieber einer andertän qoeUe
7.U weisen and es bliebe denn nur die oben zitierte als ausl&ssung von
VV übrig. 2 Soldanus cum multitudme Sarracenorum hoc castrum
aggrediens. ut inicia munitionum deatrueret vel oecuparet, virtute AI-
tiasirai repulsus recessit (s. 29 i).
CXLIII
iD sämtlichen anderen hss. fortblieb und durch die Worte
^rrore divino ipsos (sc, increduloa) fugante' ersetzt wird.
Eis fehlt in W ferner die beoaerkung, dass das nieerw asser an
der Nilmöodung nicht salzig sei, was die kreuÄtahrer für ein
wunder hielten, sowie die über die mondfinsternis.
Wichtiger indes als das gewagte ist das fehlen des ganzen
passns cap. 7/9 in W. lo W schliesst sich an die beschreibung
des pilgerschlosses unmittelbar der satz an: 'Anno graeie 1218
etc,* Diese ganze in W fehlende stelle kennzeichnet sich aber
sofort als ein späterer nachtrag. Er enthält nichts, was sich
recht eigentlich auf die expedition in Egypten bezieht, sondern
erzahlt vielmehr von den kreuzpredigten Olivers in Friesland
uod den Schicksalen, welche die friesische flotte bei der um-
segelung der iberischen halbinsel und den kämpfen in Portugal
gehabt hat. Dass Oliver diese ereignisne, an denen er ja
teils mittelbar teils unmittelbar perstmlich beteilgt war, der
nach weit erhalten wollte, kann man ihm nicht verargen, dass
er sie aber nicht in einem briefe aus Egypten nach Köln
geschrieben hat, wo man mit den Vorgängen in Friesland
hinlänglich bekannt geworden war, ist zweifellos, denn wie
wunderlich würde sich das ausgenommen haben 1 Als späterer
Zusatz aber ist die erzäblung volLständig am platze, schon um
das *applicare ceperunt' des folgenden capitels deutlich zu
maehen. Der bericht über diese landuug wird in W äusserst
kurz abgemacht und dann sofort zu dem von der emberung
des ketten tu rmea geschritten.
Koch drei angaben von W müssen wir erwähnen, weil
sieh diese weder in den späteren l)earbeituogen der bist. Dam.
nocJi sonst in einer quelle wiederfinilen. Einmal berichtet
tiämlich W, dass man den hioinielfahrtstag (mai 24.) als den
tug der überfahrt von Akka nach Fgvjiten bestimmt hatte,
und fährt dann fnrt (s, 292): *Unde accidit, iit in ascensione
Douiini ... ex insperato vigititi tres coggones subsequentes
applic4irent\ Ea kann hiermit keine andere flotte gemeint
sein, ab der unter den grafen von Holland und Wied in
Spanien zurückgebliebene rest der friesischen flotte, deren
erster tail bereits am 26, april gelandet war*.
*
] Vgl. Hoogeweg, der kreiusug vod Üiimiette in den Mitteilungen
CXLIV
Neu und ebenfaUs nnr in W * vorfindlich ist die i
dass es den Christen gelang, vor der einnähme des
an diesem vorWi einige schiffe stnunaufwärts zu ziehen *.
Einen grösöeren nutzen scheint man daraus allerdings nicht
gezogen zu haben.
Die dritte stelle ist folgende Über die Zerstörung der
brücke, welche den kettenturm mit der stadt verband (s. 293):
*Sed benedictus Altissinius . . , per mergulnra, qui nocturno
hibore snb iitjuis fnnes fiindanientu iHtntis retinentes sagarit-er
incidit, ponteni versus turrini dissolvit*. Auch von diesi^m
ereignia weiss keine andere quelle zn erzählen, ond es ist nicht
unmöglich , dass hier eine Verwechslung der h alteketten der
Schiffbrücke mit jener kette oder jenen ketten vorliegt , die
sich vom türm nach der stadt hinzogen nnd den Nil flSr
schiite absperrten '. Diese wurden allerdings erst nach der
erobern ng des turmes zerstört. Von der brücke aber berichtet
Oliver in den späteren Überarbeitungen, *quud crebris machi^
narnm ictibus pona pro magna parte destructiiB fuit* (cap. 1
extr.), wodurch denn jener irrtum beseitigt worden wäre.
Der erste brief endet in \V mit der angäbe der Kahl der
gefangenen und dem atisdruck der hoffnung, die die Christen
anf die Uneinigkeit der Araber setzen. Daran schliesst sich
unmittelbar der zweite brief an mit den werten : *Post captam
siquidem turrim*. Es fehlt also in W das ganze cap* 16,
Vielleicht noch deutlicher nh an der oben erwähnten grösseren
lücke von W erkennen wir hier den spateren nach trag, die
zielbewusste Überarbeitung, Denn was enthält cap. 16 ? den
abzng eines teiles der Friesen und Deutschen und die namen
der aus Europa neu ankommenden krenzfahrer. Der abzug
der Friesen aber erfolgte in der zweiten halfte des sep-
i
des inatitatB 8, 190. Wir tiaben hiermit alao eine treffliche erg&iiiiiiig|
zu dem bericht, den zuerst Höhricht in den Forschungen lt>, 148 C
Ferößenilicht hat^ der über mit der angäbe, dasa die flotte in der nacht
vom 22» zum 23. april bei Siailien von einem heftigen gewitter über-
fallen wurde, abbricht, 1 Von hier gin^ er in die Aon. CoL max.
über (a, a. o. s. 833). 2 Sed preter apem . , . per parteni «Irei,
que est inter turrim et terram versns castra miütie Chrittiane, guleide
aursum ducte sunt (a. 292). 3 Vgl Hoogewe^ a. a. o. «. 196.
CXLV
ftr ' » die ankanft dea legat«n und der anderen grossen
ebenfalls noch im September'; diese benierkun gen konnten
noch in dem ersten briete (W) gestanden haben, wenn er
ende September, alao etwa vier bis fönf wochen nach der er-
obenmg des kettenttirnies geschrieben worden wäre. Indes
die bemerknng, da^s üfiebrere der neuangekommenen ^vordem
Übergang über den Nil*, andere an der pest starben, ferner
die notiz über die rückkehr des herzogs von Nevers und den
tod mehrerer grossen des heeres beweisen den späteren znsatz,
enn der Übergang erfolgte erst den 5. febr. 1219, die pest
ch aus im dezember 1218, der tod dea grafen von La
che ond die rückkehr des hemogs von Nevers erfolgten
erst am IL auguat, und der graf von Bar starb den
18, augnsfc 1219».
Es ist dies also ein zusatz, der seinem inhalfce nach erst
twa ein jähr nach der abfassnng des ersten briefes hinzu-
ekommcn sein kann.
Indes Z F G geben noch nicht alle jene namen , welche
Kt cap. 16 enthält, denn die stelle 'et cnm ipso princeps
>manus, postmodora Biird egalen sis episcopns, qui etc., Ande-
ivensis, Mantimnns, Hnmanus et Salpensis episcopi* fehlt
in diesen drei hss. Der t^xt, wie wir ihn geben, ist der von
die hss. PÄD haben ihn im wesentlichen ebenso , nur
ßtzen diese drei die worte 'posimodiiin , . Salp. ep.* » die bei
Z F G fehlen , hinter 'Robertus simiüter*. Bei sonst wört-
licher Übereinstimmung mit P nnd D hat A nnn einen kleinen,
|ber höchst bezeichnenden zusatz. Die svorte lanten nämlich
A folgendermassen r *e t cum ipso princeps Romanus,
Binde mag. Robertos etc. . . Robertna similiter et cnm ipso
•inceps llomanus, postraodum etc/ Wir haben hier
:)ch deutlich den beweis, dass die ganze stelle *postraodum
. Satp. episcopi^ nachgetragen wurde und zwar am rande
ine ein besonderes Zeichen, wohin sie gehört. So gelangte
ie denn in einigen (P D) später, bei einigeu (A) früher in
«
1 Du« empftihlangSEch reiben , das Oliver den abziehenden Fneseti
mitgab. i«t datiert fom 14. «epteraber, vgl. den brief uro, 4, 2
ioogewe*? a, a. a a. 205. 3 Vgl. Job. v. Tiilbia bei Roli rieht,
Juioti belli sacri Script, min. &. 131.
rl
CXLVI
den text, und A nahm aionlos das 'et cum ipso pr. Rom/
doppelt herüber. Der fassung von PÄD entspricht ira wesient-
liehen der druck bei Gale (F) , nur haben wir hier noch eine
weitere interpolation /-u vermerken. Genauer betrachtet macht
sich dieser znsatz^ der fast nur namen von Engländern enthält,
sogleich als ein englischer kenntlich, vielleicht gehört er dem
Schreiber von F selbst *. Wir werden unten bei Z etwas
ähnliches kennen lernen.
Der zweite brief der uns selbständig in LNRVCECI
überliefert ist, beginnt mit den Worten 'Sapiens corde' (cap* 17)
und endigt mit dem bericht über die einnähme von Damiette.
Den von L N R V C E Gl * Überlieferten schluss mit der an-
rede an Köln behält Z bei. Doch schliesst Z und ebenso F
und G damit noch nicht ab ; vielmehr wurde noch der passQB
cap. 37 und 38 über den zustand innerhalb der eroberten
Stadt und die Verteilung der beute hinzugefügt. £s folgt so*
dann noch der bericht ober die eroberung von Tanis (1219
nov, 23.) oder c^p- 40, mit dessen seht öss Worten *recedere non
valent' denn auch Z F 6 abschüessen. Gerade der umstand
nun^ dasB wir in Z den selbständigen schluss des zweiten
brief e43 noch wiederfinden (sein fehlen in F 6 kann nicht auf»
fallen, geschweige denn etwas ausmachen], lässt erkennen, dass
wir in der ersten redaktian noch nicht eine allseitig durch-
gearbeitete darstellung des bisher ei^hlten vor uns haben.
Auch die fortsetzmig, d. h. alles seit cap. 35 hinzugefügte,
steht nur noch in einem lockeren Zusammenhang mit dem
1 Auch eine reine ausser licbkeit kannte für den nach trag sprechen;
Z nilmlicb» da« biaber nur die form 'Dauiiata* f^ebraucht hat, »etxt IQ
den Worten 'apiid Dam, diem clauserunt extremaiii\ eudi ersten male
die form *D&inietha% die Z seitdem bis 8um schlüge beibehält. M&a
könnte hferin die Zusammengehörigkeit des susatses cap. 16 mit d«m
zweiten briefc und den getneiosamen anscbluss an das Torhergehenda
wenigstens für Z erkennen. 2 N deutet adresse wie scblasa nar
an: 'Oliverus E, archiepiacopo Colonienai' and 'Letare provincia Colo-
niensiü'. Ebenso tUUt in F und G der »chluas gans fort. Bei allen
dreien kann das nicht wunder nehmen, denn er konnte, da er speiiell
an Köln gerichtet ist, fUr den nicht rheinlitndiachen »obreibcr kein
Interesse haben.
cxLvn
vorigen und macht de» eindnick mehr des angesetzten als
einer dnrcbgearbeiteten fortaekzung.
Wenn nun der zweite brief, wie der achluss wohl beweist,
noch unmittelbar unter dem eindrock des freudigen ereignisseß
der eroberung von Daraiette geschrieben ist, so ist diese
erste redaktion nicht viel spater , wie es scheint noch
ende des jähr es 12 1 9 vorgenommen. Denn das letzte
darin berichtete ereignis ist noch die eroberung von Tanis,
Bevor wir in der Untersuchung über die entstehiing der
hiH. Dam. fortfahren, mögen hier noch einige beraerknngen
liber Z und B und Gg eingeschoben werden. Es handelt sich
hierbei zimachst um fünf Z B eigentümliche »teilen. Es sind
dies folgende:
1* Zu cap, 10 liest man in Z B : ^elegerunt sibi capitaneum
comitem Siraonem de Sareponte*. Der vorname fehlt in
aamtlichen anderen hss*, aber er ist richtig.
2. In cap. 21 heisst es in Z B: 'pauciores autem viri
quAm decem de gente predtcta cum fratre quo dam doeius
entonicorum contra oranem fortitudinem Babyloniornra
pontem ascendentes »pectante multitudine . . . et . . , extollente
fregertint eundera. Sarraceni vero pnntem tuen volentes iaculis
et lapidibui^ armati accurrerunt. Frater vero predictus dnmns
Tentonice celeriter primis veuientibus ad se duobus insignitis
croceis bameriis occurrit et qnalis fuit experimeiito crudeli
i|)sis comprobavit. Nam unum dire vulneris lesione sauciatum
fngere fecit, alterum diu resistentem mutuis conflictationibus
tandem lassatuni stravit et de ponte armis oneratum in fluvium
precipit^vit exanimem. Fracto denique pontem et receptia
quatuor navibus^ super quas pons fundahis erat^ reversi sunt
cum triumpho etc/ Die gesperrten worte und der ganze
passuB von *Sarraceni vero* bis zum scMubb sind ein znsatz
von Z B. Die richtigkeilr dieser ausätze lässt sich nicht
kontrollieren.
3, Unter den bei dem unglücklichen zuge ins innere am
20. angust 1219 gefangenen nua^hen Z B folgenden zusatz
(cap. 29): 'Hex vero cum Templariis Walthero Berch-
toldo de BrabantiaS Vgl. hierzu Röhricht, die Deutschen
im h. Lande (Innsbruck 1894) s. 9^«
^mk
oxLvni
4. Gleich darauf heiast es in Z B : 'Nee eraslt sioe damno
domus Teutoniconira sancte Marie, qaaiaor enim
occisi aunt, und etwas später ebenda fassen
5. Z B nach den worten *8oldano i»resentantes' die verliwte
der Christen also zusammen: *per omnia autem computati (!)
Qiille Christianos peditnm ilia die perdidimiis et centum milites*.
Da der unter nro. 1 vermerkte zusatz kein sehr wesent-
licher ist und bei den vier anderen stellen es sich um xuaatze
zum zweiten briefe handelt, aber siiratliclie diesen allein ent-
haltende hm. ebensowenig wie A, D und H jene stellen von
Z B auiweisen, so haben wir es zweifellos mit fremden ein»
schiebseln zu thun und es bleibt demnach ausgeschlossen, dass
diese zusätze in der zweiten redaktion gestanden haben und ■
in den folgenden wieder anagefallen sind. Die zweite und
vierte stelle zeigen deutlich eine genauere kenntnis mit den
erlebnissen der deutsch-ardena-ritter vor Damiette (die richtig-
keit der angaben vorausgesetzt), die dritte ist unsicher* und
die fünfte wegen der runden zahlen 1000 und 100 wenigstens
bedenklich und in der auadrucks weise inkurrekt.
Was nun die hi^, Qg betrifft, so haben wir oben bemerkt,
das» sie den text der zweiten redaktion enthält, was anfang
und ende betrifft. Im einzelnen aber nimmt sie doch eine
ganz eigentümliche Stellung ein/ Sie enthält nämlich den text
bis cap. 16, d. h, bis zun» beginne des zweiten briefes 'Sapietta
corde* in fast wörtlicher Übereinstimmung mit Z B F G ; vrir
können nur cap, 3 bei dem zuge gegen den berg Thabor
folgenden selbständigen zusatz bemerken, dass nämlich nicht
könig Johann den erair tötet, sondern „Radolfus de Klecwri
miles Saxonieus", eine Persönlichkeit, die sonst nirgends genannt
wird und deren uame jedenfalls auch verstümmelt ist, und
femer wird cap. 5 hei der erwähn ung der bürg in Caesarea
die bemerkung hinzugefügt: *ibi etiam homines dacis Austrie
leonem interfecerunt^ und ebenda zur bürg Districtam gesagt,
dass sie |,vulgariter Stroit dicitur*, was in sofern interessant
ist, als uns hierdurch die vulgäre form des burgnamena er*
\ Andere lehr abweichefide zahlen bei Haogeweg, Der Krenxsng
von Damieiie a, a. o,, band 9« a, 270 anm. 3. 'I Röhricht a. a. o.
Htöc
I «rn
halten ist ^ Einige lucken gegen die anderen hss. , wie dan
fehlen des ganzen cap. 7 und das nichterwähnen des erz-
bischofs von lleiins und des bi.schofg von Limoges cap. 10
mag nebenher erwähnt werden. Die fortsetzung in Gg aber,
der brief 'Sapiens corde^ zunächst, lehnt sieh durebans an CI
an, das, wie wir oben bemerkten, bereits eine Überarbeitung
dieses briefes zeigt. In einzelnen ab weich ungen von Gl, wie
cap. 22 und 24 , nähert sich ßg sogar der Schreibweise der
noch mehr überarbeiteten Vo K Bu, Von Zusätzen findet sich
ausser geringeren wie cap. 25 und 32 nur ein bedeutenderer
cap. 40 Über die krokodile , und dieser Zusatz ist genommen
aus der Relatio des Haymarus Monachus (Bongars Gesta Dei
s. 1127), der quelle von Gg für die früheren abschnitte. Femer
aber weicht Gg auch noch dadurch von den anderen hss. der
ersten redaktion ab, als in ihr nicht nur cap. 35 und 36 wie
bei Z B fehlen, sondern auch noch cap. 37/39. Dennoch
müssen %vir annehmen, dass dem kompilator von Gg auch dan
,ek cap. 37/39 Torgelegen hat. Ende von cap. 33 nämlich,
1 wo von der anzahl der während der belagerung innerhalb der
^^tadt gestorbenen die rede ist und die anderen hss. überein-
^Bbaimend 30 000 angeben , macht Gg plötzlich einen spruug
^Ki cap. 37, das sonst bei ihm fehlt, und berichtet von den
^nier erwähnten 80 000 toten und 300 vornehmen gefangenen.
Es wird sich diese Zusammenstellung des textes in Gg nur so
erklären lassen ^ dass der kompilator , der ja , wie wir oben
^HaheUf stücke der verschiedensten quellen zusammenschiebt,
PHiiie ha. der ersten redaktion (gleich Z F G) vor sich gehabt
hat und die^e bis cap. 16 benutzte, alsdann die fortsetzung in
dieser fallen Hess und dafür eine Gl verwandte heranzog; dann aber
muss er wieder zur ersten zurückgekehrt sein und sie bis zum
acfalusse benutzt haben, woraus sich das genieinsanae ende ergab.
Wir kehren nun zu der Untersuchung der bist. Dam.
I wieder zurück.
Die folgende handschriftengruppe wird repräsentiert durch
A * ttnd D, die wir hier gleich von vornherein als zweite
l Jedenfalla aus dem franzöainchen detroit entstanden. 2 Zu
A gehört auch P M die nor etwa ein dutsend Keilen weiter reichen,
iowohl in der ha, wie in dem druck bei Bongars a. a, o. und Gretser
CL
redftktian bezeichnen wollen. Durchgängig macht sich in
dieser redaktion die beaaemde oder ändernde haud bemerkbar.
Ich will indes keinen grossen wert legen auf die ahweichungen
in den Wortstellungen und in eiuzehien Worten, denn wir
können aus dem vergleich der bss. L N R V C E Cl genügend
erkennen, dass die nbschreiber oft willkürlich änderten. Selbst
aus den fällen, wo Z F G einig sind, kann man nicht viel
schliessen, wie z. b. cap. 11: Z F G: 'anchoris herebat fix*
(sciL navis)\ dagegen A D und auch HP: 'anchoram habe-
bat fixam^ Die verwechalung der gewöhnlichen abkürzung
von 'habebat* und ^herebat* war sehr naheliegend, aber die
Übereinstimmung in der durch sie bedingten ander ung der
konstniktion ist auftallend. Dagegen kann man wohl die
hoüimng auf eine genaue erkenn tu is der redaktionellen arbeit
in stilistischer hinsieht aufgeben , wenn man folgende stelle
betrachtet {cap. 10) :
Z 6
ludicta fuit col-
lectio navigantiuni
apud C a s t r u m
f i U i D e i.
F
Indicta fuit coUec-
tio navig. apud
Castrum pere-
g r i n o r u m.
A D
Ind. fuit coli, nav,
apud Castrum
f ilii D ei, quod
peregrinorum
d i c i t u r.
Sicher aber können wir die arbeit der zweiten redaktion
verfolgen bei den Zusätzen* So fehlt in Z F G noch die be-
merkung (cap. 6) : ^Altitudo (nämlich der m&uertürme dos
castells Districtum) paulatim asceudens celsitudincm promunc-
torii transgreditur^ eine Ijemerkung, die erst hinzugesetzt
werden konnte , als die türme fertig waren. Ebenso ist die
stelle über die religion der Araber (cap, 24) : ^Sed passioneni
et mortem divinam , « . , prevaluit* erst in A D zu finden, also
ein Zusatz der zweiten redaktion ; desgleichen fehlt in Z F G
die notiz über die sclieDkungen, welche der herzog iron Oester*
reich bei seiner heinjkehr und der graf von Chester an dit
zurückbleibenden kreuzfahrer machten , wenigstens teilwei
a, a, 0. Da P M aber überhaupt nicht reine abschrifi, toiidero Ober-
arbeitung aind , so können wir sie hier im weBentlicben ausser acht
lassen.
cu
i.
iiärniteh der ganze passiis ^et Castro Templariorum , * . , firma-
mentum^ (cap. 26 *)*
In A D wurde nwn aber auch der äiisaerst geschraubte
achloss des zweiten briefes weäentlich geküi^t.
Mehr aber noch als aus dem getagten erkennt man die
eite redaktion aus den grosseren am Schlüsse der ersten
redaktion planvoll eingeschobenen stücken. Zu diesen gehört
einmal cap. 35/36, in welchen auf die zeit vor der eroberung
der Stadt zurückgegriffen wird und kulturgeschichtliche und
historische angaben gemacht werden, die nicht eigentlich auf
die geschichte unseres kreuzzuges bezug haben ; ferner cap. 39,
dies holt noch nach, was bereits in der ersten redaktion hätte
gesagt werden können , wenn diese einige monate später ge-
naaeht worden wäre: die Umwandlung der muhamedanischen
Stadt in eine christliche und die beschreibung der moschee
Hahameds.
Nun wurde aber A D zugleich auch fortgesetzt. Bei
dieser fortAetzung könnte es den anschein haben ^ als ob A
und D nicht zusammengehörten , sondern D wieder eine be-
sondere weitere redaktiuo gegenüber A darstelle, denn der
schluss beider hss. ist nicht derselbe. Doch ist dein nicht so.
Was nämlich A als fortsetzung bietet, ist äusserst wenig,
denn die hs, schliefst bereits mit den Worten des cap, 43
,adventum ipsius annunciantes*^. Es sind also besonders die
religiös-moralischen ausein an de raetzungen in cap. 42, die den
Inhalt der fortsetzung ausmachen. Es lag ja an sich nahe,
an dieser stelle , d. h. nach der eroberung von Daniiette und
dem vollständigen besitzergreifen der stadt, nach der Säuberung
Fon den spuren der belagerung und der einführ ung de^ Christen-
tumes in die stadt, still zu stehen und noch einmal auf das
erreichte ^rtlckzuschauen , um hieraus nicht nur selbst neue
boffDung zu schöpfen, sondern auch den anderen die be-
rechtigung zu solcher darzuthun und mut zu sprechen, und
gerade solclie gedanken sind es , die in jener stelle , cap. 42
1 Dei graf ron Cbester trat am L aogust 1220 die beimkebr an
TgL die Annal. Dunatap. bei Röhricht » Teatim« niinara s, 65. Es wird
allerdtngB von diesem nicht herichl^t, dass er die gedcheoke b^i seiner
beimJtefar machte.
CLII
zum atisdruck kommen. Oliver erinnert an Jie ^luoflici tenii^
mirabiliii\ die geschehen seien seit dem eintreffen der Christen
in Egypten trotz deren unthätigkeit und un Würdigkeit, und
zieht daraus den schlusa , dasn es bis zur evidenz erwiesen
sei, *hanc peregrinationem sanctam Deo gratani esae". Hieran
knüpft er die ermahnimg zur teilnalirae am kreuzzuge, zumal
noch 80 viele vorhanden seien ^ welche das gelübde abgelegt
aber noch nicht erfüllt hätten, oder welche armut und Schwach-
heit erheuchelnd sich deoi zuge fern hielten; sie mögen be*
denken, wie sie dereinst vor gottes gericht bestehen und ihre
seele retten können. .Aber tröste dich Jerusalem, denn es
steht geschrieben, dass die völker von weit her zu dir kommen,
in dir anbeten und sich über deinen frieden freuen werden*.
Es liegt wohl auf der band, dass die hiazufugung dieser
allgemeineü gedanken verbunden mit den nächtigen und
ander ungen, die wir oben erwähnten, nicht als eine besondere
redaktionelle Überarbeitung aufgefasst werden kann. Daxu
kommt, dass P und die dauiifc verwandte hs, M nur etwa ein
dutz^d Zeilen weiter reichen und mit dem schluss von cap. 44
abscbliessen. Das ende von P M an dieser stelle aber beweist H
fast noch deutlicher als der schluss von A, dass die hss, ohne '
eigentlichen schluss abbrechen ; denn der schluss von Ä fallt
mitten in die aufzäblung der neu ankommenden pilger und
P M schliessen mit der erwähnnng der ankunft des grafeu
Mattheua von Apulien und schneidet die fortsetzung, welche
die an die ankunft dieses geknüpften erwartungen schildert,
rund ab. Man kann also wohl behaupten, dass der text d»
vorläge von A weiter gereicht hat, als der von A und zwar
bis daliin, wo D schliesst, d. h, bis zum cap. 53 incK Da
der jetzige zustand von A die annähme ausschlieast , dass in
der hs. selbst etwas abhanden gekommen ist, so werden wir
annehmen können, dass der Schreiber von A aus irgend welchen
gründen seine vorläge nicht vollständig abgeschrieben hat und
dass thatsächlich A und D dieselbe redaktion repräsentieren.
Einen weiteren beleg für diese annähme können wir auch
darin finden, dass der text von D, abgesehen von den fehlem,
die wir schon oben bei der beschreibung der hss* erwiLbuten,
mit dem von A in einer wunderbaren weise selbst in kleinig-
CLIU
keiiefi Gbereinstimiiit \ m diisa mna fast versucht «ein könnt«,
an die direkte abschrift von D aus A zu glaiibeiu Dem ist
indes nicht so. Dies beweist »chon die stelle in cap. 29 :
*I>i68 illa dies tribulationis nostre fiiit et increpatioDis iliviiie\
tie in A feWt» aber in D (und H) sich findet. In A wird
liese stelle wohl nur dnrcb ein versehen des Schreibers jius-
^gefaUen sein, ihr fehlen aber beweist, dass A und l) in direktt-ra
zu^inimenhange nicht stehen. Es mag hier gleich noch eine
stelle aus D erwähnt werden, die eiTizig dasteht und in der
darch D uns erhaltenen form in keiner anderen hs* wieder-
icuiinden ist; cap* 29 nämlich heißst e« :
■^tex Johannes de Jeru- Milites et equites de Kraneia
^■lalem et milites de Francia secnlares etc,
^■leculares etc.
Da der zusatz von D sich in keiner anderen hs. findet,
besonders nicht in den den zweiten brief allein enthaltenden,
so können wir wohl annehmen, dass die Worte *rex Joh. de
Jerus.^ auf irgend eine weise in D gelangt sind und nicht
von Oliver herrühren.
Die fortsetzung der bist. Dam. erfolgte nun mit der
rweiten redaktion in einer anderen weise als bisher. Es ist
näinlich nicht möglich, bis zum Schlüsse der hiiit. Dum* weitere
«EUUEelne nach Köln gerichtete briefe nachzuweisen ; vielmehr
ijit das folgende sogleich als reine darstettung niedergesch rieben
und muss auch als solche aufgefaüst werden. Bezeichnet ja
Oliver selbst seine arbeit n^inraehr »als libellum' (cap. 70).
Auch in dieser fortsetzung der bist. Dam. werden wir noch
eine weitere dritte redaktion erkennen können, die durch
H vertreten wird.
Doch bleiben wir zunächst bei der fortsetzung der zweiten
redaktion, wie sie D enthalt. Diese führt die bist, Dam. bis
an das ende des ganzen kreuzzuges^ bis zur räiimung Egyptens.
IihU^s nur das stück cap. 45 bis 53 einschliesslich zeigt die
l Die kleine aniahl von abweicbuogeii im text könnea nicht in
betracht kommen, denn fa«t regelmässig findet sich in diesen stellen
eine der beiden leaearten in H wieder, ein beweiü, daas wir hierbei mit
der Willkür des schreiben von A oder D asu rechten haben.
^U^
CLIV
wörtliche Übereinstimmung mit H, was dann folgt ist volh
kommen selbständig und unabhängig von H und g e b o r t ,
um dies hier gleich vorweg zu nebmen, nicht Oliver an.
In ziemlicher kürze berichtet dieser fremde Zusatz * von dem
aufbrach des heeres zum vorstoss gegen das lager Al-Kami)s
bis zum abzug der einzelnen iiationen aus Egypten. Es folgt
in D hinter diesem paasus gleichsam als zum vorhergehenden
gehörig der brief kaiser Friedrichs IL an den papst über
seinen einzug in Jerusalem ^ Es hat allerdings auf den ersten
blick den anachein^ als ob Oliver der Verfasser jenes Stückes
sei, und in der that Hesse sich manches dafür anführen. So
kann nicht geleugnet werden , dass die a usd ruck s weise Ähn-
lichkeit mit der Olivers zeigt, wie gleich zu anfang der auch
in der historia regum gebrauchte ansdruck ,inter Scjllam et
Charybdim ** * und der bei Oliver öfters wiederkehrende ^gratiarum
actiones referre*. Ferner kommen D wie H zuletzt zu dem
ergebniB, dass der ausgang des kreuzzuges genan genommen
kein gar so schlimmer gewesen , und dass es eigentlich von
vornherein schon so vorgesehen nnd doch auch besser sei, dass
Damiette wieder in den besitz der Sarrazenen kam, und H
wie D knüpfen daran die religiöse nntzanwendung, dass das
göttliche erbarmen doch alles zum besten geführt habe. Diese
gleichartige behandhmg des stoffes kann nicht auffallen , in
ihr stimmen die geistlichen schriftsteiler (und der autor des
Schlusses von D ist auch geistlicher) der zeit alle Überein.
A.U8 demselben gründe kann es nicht befremden , wenn beide
autoren die rettong der Christen aus der Überschwemmung als
ein wunder ansehen zum beweise, dass gott nicht den tod des
Sünders will, sondern dass er busse thue *, Das ihnen beiden
gemeinsame lob der grossmut des sultans teilen sie mit anderen
gleichzeitigen autoren ^.
♦
1 Wir geben diesen abachiaitt als Appendix nach dem toxt der
bist. Dam, unten b. 280. 2 Vgl Bölimer-F'kker, Eeg. imp. V, nro.
1738. Gedruckt Winkelmaon AcU imp, 493 und Huillard-Dr^h. Uf. »8.
3 VgK hi«t reg. cap. 73: vitantea Scjllam ceciderunt in Charybdim, ond
cap. 97: inter Scyllam;et Cbarybdini posifci, 4 Oliver «agt cap. 78:
'DeuH non vuU perire suam creaturam, sed retractans co^tat^ ne penitus
qui abiectua est pereatV D zitiert ££ecbiel 33, 11 : Nolo mortem peocatorum,
sed ut magis convertatur et Tirat*. 5 Vgl. die gesch. der patri-
CLV
I
Indes was entschieden gegen die autorschaft Olivers spricht,
ist die vollständig abweichende darstellungaweise der ereignisae.
Wenn der aut<jr von D sagt, dass *qaidam filii Belial sub
falsa religione Christiane tidei dolose^ die kreuzfahr^r zum zuge
in das innere des landes verleitet hätten, so ist das ein hieb,
der nur nach dem päpstlichen legaten gericlitet sein kann,
und dem deshalb Oliver nicht gethan hat; denn wir ersehen
aus cap. 45, dass 01i?er das vorgehen des legaten entschieden
billigte und die weltlichen grossen der trägheit und Unbe-
sonnenheit schilt* Wenn der autur von D dann sagt, dass
die krenzfahrer sich durch diese belialssuhne wirklich ver-
fahren lieasen ^sperantes quod res üeret a doniino Deo\ so
soll dadurch entweder die anspielung auf den legaten noch
deutlicher hervortreten oder — wenn das nicht der fall ist —
so ist das die auffassung einet Schreibers, der nicht auf der
geistigen hohe Olivers steht.
Aber auch in einzelheiten weichen die berichte ab. Es
ist nicht richtig, wenn D behauptet, der sultan sei auf utn*
wegen aus seinem lager bei Al-Manaura nach Damiette zu
geeilt und habe zwischen der stadt und den Christen ein lager
ait%e8chlagenf um diese von der stadt abzuschneiden; vielmehr
liem er nur die ufer des Nil besetzen und schiffe im äusse
versenken. Auch waren es nicht die Sarrazenen , die die
friedensunterliandliingen, welche zum abschluss führten *, an-
knüpften, sondern die Christen. Es mag bei der kürze der
darstellung von D nicht in betraoht kommen , daas D nichts
von der ausHeferung des einen teiles des h. kreuzes und der
gefangenen berichtet
Die auch kulturhistorisch wichtige und interessante Schilde-
rung Olivers über die friedensvurhandlungen und den schwur
des Sultans AUKaroil machen ganz den eindruck, als ob Oliver
wenigstens beim abschluss des friedens persönlich zugegen
gew^en sei^ was an sich auch sehr wohl denkbar, da er, wie
arehen bei Reioaud, Extrait« s, 53, L^Eetoire a, a, o. 363 C, ucid be-
iondan Rdb riebt, Beiträge I, s. 68/9, 1 Äl-Kamil hatte den cbriaieTi
aUletditig« schon vorher bedingmngeti eo einem friedenaacbluiis ange-
boten, die die Christen aber verwRifen (cap. 71), doch weiss D von
diesen niehis.
CLVI
er selbst suj:(t V» als die ver/.weifl«m^ der chrisieii, in ihrer
isoliertheit auf der Niiinsel , den hühepunkt erreicht hatte,
auch seine stimme bei der frage in die wagschale legte, ob
iiifiii bleiben und eraatz abwarten oder den rückziig versuchen
solltR, Wenn aber Oliver an den Verhandlungen der grossen
peraüolicli beteiligt war, dann wiegen seine angaben ums«
schwerer und lassen es ausgeschlossen, dass darstellungen wie
in D, die von Olivers schildening in der auffassung und in
den tbatsachen abweichen, von ihm herrühren,
Wer der Verfasser jenes Schlusses in D ist, entzieht sich
unserer kenntnis ; jedenfalls ist der schluss schon ziemlich froh
an (divers werk herangetreten.
Gehen wir nun zu dem Oliver gehörigen zusatze
über, der bis zum schluas von cap. 53 reicht, so tritt die
frage an uns heran, wann Oliver die fortsetzung hinzugefügt
hat. Der bericht in D beginnt mit dem seit dem eintreffen des
grafen Matthäus von Apulien (juli 1220) von dem päpstlichen
legaten gefassten entschlnas, das lager, welches der saltan
oberhalb von Daniiette am Nil aufgeschlagen hatte, anzu-
greifen. Die reibe reien , die sich an den versuchen der ver- ■
wirklich nng dieses planes zwischen dem legaten mit seinem
anhange und der gegenpartei knüpften, machen neben den
berichten Ober die ereignisse in Palästina den Inhalt der fort-
Satzung von D aus. Das nichtsthun, dem sich das beer vor
Daniiette seit dem februar 1220 hingegeben hatte, blieb wah-
rend des ganzen sommers dieses Jahres unverändert und endigte
ja auch erst im juli 1221, nachdem es dem legaten gelungen
war, seinen plan durchzusetzen. Das letzte in D berichtigte
ereigniß gehört dem november 1220 an: die am 22, novemb«
in Rom erfolgte krönung kaiaer Friedrichs enthält D noch
nicht. Hieraus erhalten wir einen nnhaltspunkt für die ab-
fasaimgszeit, einen bestimmteren gibt es nicht; wir können
deshalb nur annehmen, dass Oliver die unfreiwillige mnsse
vor Damiette dazu benutzt hat, die ereignisse von zeit zu zeit
i
1 Cap. 73. Ernennt sich nicht, sondern sa^t nur: 'Quidam autem
de minoribufl, qui vidit et audivit heo et riidi etilo led Vdraci de*
scrippit' etc.
CLvn
in Beinern werke oocbzuiragen und das« er aus irgend welchen
Ursachen I die sich unserer kenntnia entziehen, vielleicht nur
lediglich wegen mangel an etoff, seit dem november 1220
keine nachtragung mehr gemacbt hat. Deshalb ist auch das
ende von D wohl ein rein zufälliges. Die ereignisse, welche
sieh seit dem juli 1221 abspielten ^ hinderten ihn alsdann an
jeder weiteren arbeit, denn mitte juli 1221 begann das beer
der Christen den marsch nilauf warte, um das lager Al-Kaniils
anzugreifen, am 24. gebot ihm der nach osten entsandte arm
des Nil halt und die Christen Kassen fest. Am 26, august
wurde der rückzug angetreten und am 30, sahen sieh die
chrisien genötigt, durch einen friedensschluös mit den Sarra-
zenen sich dem g'änÄlichen untergärige zu entziehen. Am
8* Eeptember hielten die Sarrazenen wieder ihren einziig in
Damiette, dos tags zuvor die Christen geräumt hatten , und
gleich darauf schifften sich die pilger teils nach Akka, teils
direkt nach Europa ein. Auch Oliver wird sich nach Akka
begeben haben. Es liegt auf der band, dass während dieser
zeit Oliver keine gelegenheit finden konnte, an seinem werke
weiter zu arbeiten, wenigstens nicht, es in die uns in H vor-
li^ende form äu bringen. Treten wir H näher, so werden
wir aufschluss darüber erhalten, wie, wo und wann Oliver
diese letzte dritte redaktion vorgeoommen hat.
In H haben wir die vollständig abgeschlossene geschichte
der kreuzzQge von Gottfried von Bouillon bis zum jähre 1222
Tor uns in der form und dem umfange, wie sie Oliver ge-
wünscht zu haben scheint. Es muss als ein glücklicher zu fall
bezeichnet werden, dass uns diese abachliesaende redaktion in
einer sauberen, sorgfältigen und zugleich alten hs. überliefert
worden ist. Sic enthält auch die historia regum und führt
diese bis zum laterankonzil vom jähre 1215, also bis zu den
bestrebungen um den kreuzzug von Damiette, und mit der
erwähnung der entaendung des päpstlichen legaten Pelagius
4ii transmarinas partes* schon mitten in den kreuzzug hinein,
Sie schliesst die bist, reg. also eng an die bist. Dam. an,
welche jetzt nicht nur bis zum eigentlichen sclilusse des kreuz-
Koges geführt, sondern auch noch bis zum november 1222
fortgesetzt wurde und durch die eiugeschalteten kulturge-
CLvra
schichtUchen und ethnographischen Schilderungen ', sowie dnrch
die wiedergäbe der briefe Olivers an den snltan und die schrifl-
gelehrten Egypteus ein weiteres als rein kreuzzngBgeschicht-
liches interesse beanspruchen darf.
In H zuerst findet sich auch die einteihmg des Stoffes
in kapitel. Die anfange dieser sind durch rote initialen oder
durch G- und §-ahn liehe zeichen am rande kenntlich gemacht.
Allerdings entspricht die einteüung nicht dem heutigen ge-
schmack, und schon Eccard, der sie im wesentlichen beibehielt,
sah sich genötigt, mehrfach von ihr abzuweichen.
Da wir in H die kopie eines gewissenhaften Schreibers
vor uns haben (allerdings passieren auch ihm versehen , die
aber durch vergleichung mit den früheren redaktionen leicht
als solche erkannt und verbessert werden können), so können
wir die redaktionelle arbeit in H sicher verfolgen. In dieser
dritten redaktiou wurde noch einmal die revision des ganxen
textes vorgenommen. So bemerken wir denn äusserst oft die
Umwandlung bisher gebrauchter ausdrücke in synonyme; ich
verweise nur auf cap. 21 extr. :
D«
H
EtsicutSaniaon pluresfitra* Et aicut Samson plures oc-
vit moriens quam vivens ci d i t moriens quam an tea
etc. vivus etc.
ferner auf cap, 24: D*: *ut enim in Alcorano Scripten}
h a b e n t\ H : *ut enim in Alcorano scriptum e s t' ; auf cap, 35 :
0 A : ^purior aqua p e r t r a n s i t\ H : *purior aqua d e f 1 u x i t',
und auf cap. 40: D^: *cocodriUos • . , invenimus et inter-
fecimus', H:^ cocodrillos ,.. invenimus et occidimus'*.
1 Man könnte uuch vermuten» das« dieie scbildernn gen (also lie-
sonder« uap. 60/69) schon in E^jpten während der langen seit der
nntbättglceit de^ beerea auegearbeitet und später dem ganzen einver-
leibt worden seien. 2 Und alle anderen hstt.^ soweit sie Qberbatipl
in betracht kommen können. 3 Auf die Umwandlung eines In D A
noch bcOndlicben präsena oder futur in ein perfekt oder iniperfekt
will ich keinen besonderen wert legen, denn cup. 34 findet sieb wieder
'ediücat', wo D 'edißcavit' bat, und mehrere andere priUentia sind ohne
guten grund atehen geblieben, wie cap, 37 'reserrantur*, cap, 39
*edificatar* und Veservatur* . cap. 84 *tt««ftrunt* und *referani\ ii. a.
Aendeningen der oben angefahrten art laaaen sieh auch in der bist.
CLa
Aber nicht nur in einzelnen worten, sondern in ganzen
Ratzen können wir die ändernde, ich will nicht sagen immer
besdernde band dar letzten redaktion bemerken, wobei zuweilen
zugleich der sinn geändert oder ein zusatz gemacht wird ^ ;
z. b. bei folgendem passus cap, 45;
D
Rupinus . . . quem catholicos
in Tharso civitate potenter
obsedit [et . , , finivit fehlt].
Cavens iuniori filie Leonis,
cai . . . , fidelitatem. [Der
rest fehlt].
I
vero
Ebenso cap. 53:
D
De caatri autem defensoribua
naulti snnt sauciati^ sed nuUus
mortous preter unnni.
Dagegen können wir wohl die that^iache^ dass cap, 52 D
die Worte *circa principium Octobris' gleich hinter *ad salin as*
setzt und nach Vintellexit* wiederholt, auf die flttchtigkeit dva
Schreibers von D zurückführen, und stellen wie cap. 28:
H
Rupinus , . . quem catholicos
. . in Tharso civitate potenter
obsedit, et comprebeneus et
incarceratus ibidem vitam
finirit Favens autem
luniore filie Leonia, cui ....
fidelitatem , catholicos tem-
pore niotlico poät defunctus
est.
H
De castri autem defensoribus
ninlti sauciati, pauci
defuncti sunt.
D
et
et sie deprehensuni est
veraciter intellectum etc.
oder folgende periode cap, 27:
D
Sarraceui aiqnidem intra me-
nia nostra fractis munitioni bus
ligneis equitum et peditum
ades ordiaaverunt.
H
et sie veraciter deprehensiira
est.
H
Sarraceni aiquidem nostris
fractis munitioni bvis ligneis
equitum et peditum acies
ordinaverunt.
re^, verfolgen, tlocli tntliseD die meisteii stellen in dieser zweifelhaft
bleiben» weil nor der vergleich mit D möglich ht 1 Von giöuseren
BttiA tzen in H h% mir für die früheren partim keiner aiirgefallei),
denn die stelle cap. 45 'nee tu nie o per coniiteui .... competentem*,
die in D noch fehltp 6ndet sich in B ; e« liei^t hier aUo eine lücke in D vor
CLX
oder rap. 6 die Umwandlung von 'septuaginta quatnorS vn^
iille anderen hss. haben , in *aexaginta tres^ ohne bedenken
dem Schreiber von H znr last legen. Diesem ist auch ziiza-
sch reiben das fehlen einzelner worte in H , wie cap, 6: *et I
alins murns brevior inventiis est\ oder ebenda: ^eqnites "
arniati per gradus ascendere possiint*, oder cap. 19: *iii
vigilia sancti Andree apostoli media nocte intumnertint
fluctus', u- a.
Wenn wir nnn der frage nach dem ort itnd der zeit der
entstelmng dieser letzten redaktion näher treten wollen, m\
müssen wir nos zunächst die persönlichen Schicksale Olivers]
seit der rückgabe von Damiette an die Araber vergegen-
Wiirtigen, Wir 4>rthen , dass ain 8. September die Sarrazenen
wieder ihren einzug in Damiette gehalten hatten, nachdem
tags zuvor die stadt von den Christen war geräumt worden.
Die kreuzfahrer zogen teils direkt nach Europa in die heimat, '
teils begaben sie sich, wie der päpstliche legat, nach Akka,
Ist aucli Oliver von Egjpteii zunächst nach Akka gefahren,
so kann sein aufenthalt an diesem orte nur ein äusserst kurzer
gewesen sein. Er muss nämlich noch im herbste 1221 nach
Europa Übergesetzt sein, da die schiff fahrt während des wintera M
mlite und er am 16» februar 1222 nachweislich ' bereits in ■
Köln anwesend ist Daraus ergibt sich aber wohl mit Sicher-
heit, da.ss Oliver die letzte band an seine bist Dam. nicht
mehr im orient, sondern in Europa, vermutlich in seinem
früheren aufenthaltsorte Küln gelegt hat.
Sehen wir uns nun die fortsetzung von H bis znn» Schlüsse
genauer an, so muss es zunächst sofort auffallen, daaa die
beiden briefe, die Oliver an den sultan Al-Kamil resp. an die
schriftgelehrten in Egypten geschrieben hat, innerhalb der ^
darstell ung der angelegenheiten im morgen lande stehen. Die
erklär ung hierfür lässt sich wohl am einfachsten in der an-
nähme fiudeu , dass alles in cap. 83 ff. enthaltene späterer!
njK:btrag sei und dass die eigeutltche bist. Dam. mit dem
briefe an die schriftgelehrteE abschloss» oder, vielleicht besser,
«
1 Ich verweise hierfür des genaueren anf ffoogewe^. die kreni-
predigt des jähre« 1224 in der Deutschen Zeitschr. fOr Geschicht«-
wiaiensclmft IV, b, 63 ff- nnd vorn b. XXXIV ff.
CLXI
mit cap- 81, und dass in letzterem falle die briete gleichsam
als an hang der bist. Dam. hinzugefügt worden seien. Diese
annähme wird aber zur gewissheit, wenn wir auf einem anderen
Wege zu demselben ziele gelangen. Werfen wir eineo blick
auf B, dem wir weiter unten noch näher treten werden. Hier
werden die beiden briefe an Al-Kamil und die schriftgelehrten
bereits nach cap, 53, d. h, also gerade an der stelle einge-
fügt, bei der D ohne den fremden zusatz, also die zweite
redaktion, endigt. Es ist dies sehr bezeichnend und wichtig
für die entsteh nngsart des ganzen. Diese briefe hat demnach,
wie es ja der ganzen Sachlage entspricht , Oliver bereits in
Egypten oder während seines kurzen aufenthaltes in Äkka
geschrieben und in Europa selbständig der öffentlichkeit tiber-
geben ', Darauf erfolgte denn zunächst die Veröffentlichung
des stQckes cap* 55/81 als seihständiges ganze mit einer
eigenen einleitung (vgl, den anfang von cap. 55). Dieses stück
reiht sich denn auch in B unmittelbar an die briefe an. Es
fehlt in B aber cap. 54, und es ist doch woh! wahrscheinlich,
daas dieses mit der letzten Überarbeitung nachgetragen wurde
und zugleich den kitt lieferte, der da^ selbständig bearbeitete
stück cap. 55/81 mit der früheren redaktion (D) zu einem
ganzen vereinigte. Bei dieser Überarbeitung werden denn wohl
auch die redaktionellen änderungen in den frühereu teilen
stattgefunden haben und ergab es sich von seibat, dass die
briele an Al-Kamil und die schriftgelehrten an den schluss
des ganzen, d. h» hinter cap. 81 traten.
Um es also noch einmal kurz zusammenzufiissen : Wir
können innerhalb der dritten redaktion bis zum schluss von
1 Oliver konnte hierbei »ehr gnt den bestimmten zweck verfolgen,
suuäcbat Beine landsleiite über die reltgion der Araber und doa ver-
bältni« den muhamedanisraue tum cbrietentum aufzulilären. Bezaubert
von der grossmut, die Al-Kamil den cbriaten in deren unglücklichen
läge erwies, mochte ihm der veranch lohnend erscheinen, zu beweiseD,
diM entgegen den falschen, meiat ja geradezu fdrchterlicben voratel-
langen, die die Christen des abendlandes vom islam hatten , der Mu*
hamedaner auch nach seiner religion zu einer chriatüchen band hing
and chriatlichen denkweise doch nicht ganz iinfUhig sei, und dass es
deshalb der mühe doch wohl wert sein könnte ausser mit dem Schwerte
auch mit geistigen waä'en die feinde des glaubens zu bekämpfen.
Uüver. l
cap* 81 uoierscbeiden 1) besondere ausgäbe der briefe an Al-
Kamil und die gelehrten von Ei^ypten, 2) besondere anagabe
von Ciip, 55/81, 3) zusamDienfiigung von 2) und 1) mit dar
zweiteo redaktion und hinznfügung von cap, 54.
Dies letztere nmss, vfie sich aus dem nach folgenden er^
gibt, noch im Sommer 12 22 geschehen sein.
Im laufe des Jahres 1222 ist die künde von den ereig-
nissen in Armenien zu Oliver ge^lriingen, vielleicht durch
leute, die in Akka geblieben waren und die nuchrichten mit
nach hause brachton, und er fügte das, was er hörte, in
cap, 83 und 84 noch hinzu* Er schliesst eap. 84 mit dem ■
Vorsatz, auch die weiteren ereignisse zu verfolgen : *Su[>er
oninem igitur laudem tuam («eil. Dei) qiiantum valef) et quantum
dederis adiciendo prnsequar sequentiaV. Die worte lassen aich
kaum anders versahen ak dahin, dass Oliver, nachdem ihm
noch aüdere ereignisse berichtet waren , nun auch diei*e noch
hinzufügen will und sich dazu dieses Überganges bedient.
Sie setzen eine zeitliche lücke zwischen dem aufzeichnen von
cap, 84 und dem von cap. 85 voraus.
In cap. 85 setzt Oliver seine geschichte bis zum uovember
1222 fort; das zuletzt erwähnte datum ist die berufung des
hoftages nach Verona durch kaiser Friedrich II, auf Martini.
Wir können demnach deutlich unterscheiden einmal die fort-
setzung der hiat. Dam. (bis cap. 81) d. h. die aufzeicbnung
dessen, was Oliver selbst erlebt hat, die, wie oben dargeihan,
wieder in drei verschiedene abteilungen sich scheidet , und
einen anhang (cap. 83 — 85) d, h- die stückweisen aufzeichnungen
von dem, was Oliver nachträglich auf berichte anderer hin*
hinzufügte.
Wenn wir nun annehmen, dass Oliver die ereignisse von
cap. 85 bald nach der zeit, in welche sie fallen, verzeichnete
— dafür konnte der umstand sprechen , dass Oliver nichts
davon erwähnt, dass der nach Veroua berufene hoftag aus-
fiel ' — und mit dem beginn des Jahres 1223 die bist Dam.
in der uns vorliegenden gestalt der öffentlichkeit übergab,
dann braucht man vielleicht keinen allzugros^en unstoss daran
I
I
i
1 BöbiTier-Ficker Eeg, imp. V, 1409 b.
cLxin
I
oehmen, wenn Albericus in seiner chronik suni jähre 12 23
aagl: ^Hacasque magister Oliver us perdiixii historiam snam
Jeroaolimitanam* *♦ Es ist also nicht notwendig anzunehmen,
dass die obige bemerkong Albericha darauf hinweise, dass
Oliver sein werk noch bis zum Jahre 1223 fortgesetzt habe.
In der ihat wird Oliver keine weitere bemerk ungen seiner
bist. Dam. hinziigeftigt haben. Seine wähl zum bischof von
Paderborn brachte ihm auch bald einen neuen Wirkungskreis
und führte seine Thätigkeit auf ein anderes gebiet.
Es mögen hier noch einige beraerkungen tlber die hs. B
folgen, die ihrer eigenartigkeit wegen ein besonderes interesae
beanspruchen kann, B enthält iiiichst H den grössten teil des
textes der bist. Dam., ihre entstebung aber ist völlig nnab-
faängig von der redaktionellen fcliatigkeit des Verfassern, Sie
ist, ähnlich wie W, eine von anderer seite vorgenommene
susammenstellung einzelner textabschnitte ohne durchgreifende
redaktion. Die hs, zeigt in jeder hinsieht die Verwandtschaft
mit Z, seibat in kleinigkeiten ; alle auslassungen und zuslitze
IQ Z finden sich, wie wir oben sahen, anch hier; abweichungen
von dessen angaben sind leicht als unanfnierkaamkeiteo der
resp. abschreiber erkennbar und an sich geringfügig. Dem-
nach fehlt also in B (abgesehen von kleineren) die ganze
partie „Ante captionera*^ bis , publice pronmlgavit" (cap. 35/36)
und cap. 39, Dennoch ist eine direkte benutzung der einen
hs, durch die andere ausgeschlossen, wenngleich ihre indirekte
Verwandtschaft nicht wird geleugnet werden könneiL Z hat
wohl nie weiter gereicht als in der vorliegenden form, aber
eine schwesterhs, von Z muss es gewesen sein, die die grund-
lage von B bildet. Wir können dies wohl schon daraus
schliessen, dass, soweit Z reicht, B in Übereinstimmung mit Z
die form 'Daraieta' oder 'Daniietba* zeigt, dann aber sofort zu
der form 'Damiata* übergebt. Ferner sprechen dafür einige
Z und B gemeinsame grobe missverständnisse ; einige beispiele
mögen folgen: cap. 9 haben Z B: *in villa Bedom Frisie
Meounay*, wo letzteres wohl der name der villa in *Bedom Fr,*
in soll; richtig mit H: 'mense Maio*; cap, 10 haben in dem
l Mon. Germ. «a. 2Z, h^ 9ia.
CLXnr
pasans *pauci» navibus de proTrincüs' Z wie B ^tameti* ftlr
*navibus^ ; cap. 38 haben beide Hribocco' för *trabucci* , und
cap. 40 macheu aus den Worten 'estate difficilis est adeo* beide :
^est autem adeo difficilis^ Mehr noch fallen ins gewicht die
zosätze von Z, über die wir oben gehandelt haben, und die
sich sämtliche in B wiederfinden.
Dagegen beweisen zahlreiche anslassuugen in B, die sich
in Z finden, und umgekehrt, dass ein direkter Zusammenhang
beider nicht besteht.
Wo Z abbricht, fährt B ohne jedes äussere UDierkmal,
ohne absatz weiter fort bis zu der stelle, an welcher
D aufhört, um dann, wie wir gesehen, mit törtlassung von
cap* 54 sofort die briefe an den sultan und die schriftgelehrten
im wesentlichen in der in H uns überlieierten form daran zu
schliessen* Dann nimmt B die ensahluDg wieder auf mit den
Worten „Incipiaui et complebo dicit Doniinus* (cap. 55) und
führte sie wahrscheinlich bis zum schlußse des 81. cap. In-
des ist uns der schluss nicht erhalten, vielmehr bricht sie mit
den Worten des cap. 79 (gegen das ende) ^ . soldanus elegit,
legatuB, rex Jerusalem» duK . .* ab. Der zustand der hs. be-
weist , dass hinter diesen worten mehrere lagen pergament
herausgerissen sind, und zwar so viele, dass, wenn B wirklich
bis zum schlösse des cap. 85 gereicht haben sollte, doch noch
anderes handschriftüches material mit dem schluss der bist.
Dam. abhanden gekommen ist.
Die entstehung dieser hs. scheint demnach klar zu sein*
Eine mit Z verwandte hs. bildete den ersten ansatz, an den
nach der folge des erscheinens zunächst die fortsetzung der
zweiten redaktion (D),' durch den Schreiber angefügt wurde.
1 Dbjs diese redaktion und nicht etwa eine a ödere (H) benutit
wurde, zeigen die aowobl in B wie in D fehlenden etellen : cap, 45;
*Eodem fere temjHjre — extremuni', *et eonaprehensus — finivHS und
*Cfttholica» — delunctu» eat* ; cap. 47 : ♦presertim quia Hiivius iam crevit* ;
ferner die auffallende {Ibereingtimmung von V und B in folgendes
stellen: cap* 46: 'multitudo in via' für 'nimia* in H, und cap. 48;
*propter v e 1 o c i t a t e m c u r a u » et inopiam aqiiarum*, wo die ge-
sperrten Worte in H fehlen ; cap, 49: D B: *deferebant versus Damiatem*,
H: * versus Dam. afferebant* ; cap. 52 haben D B: 'vineas deatm^it*,
I
I
CLXV
der iDdea Dicht bemerkte, daas bereits in den früheren teilen
Zusätze gemacht worden waren, sodann die briefe und endlich
der selbständig veröflFentlichte teil cap. 54/81. Die entatehung
ist also eine rein äusserliche , mechauiBche. Wohl möglich,
dass die vorläge von B, wenn sie erhalten wäre, verschiedene
hande zeigen würde, vielleicht vier, für jede der oben genannten
abschnitte eine; vielleicht waren die einzelnen abscbnitte auch
noch getrennt durch die hs. anderer werke; B hätte sie dann
herausgenommen tmd zu dem vorliegenden ganzen vereinigt.
Doch sind das eben nur Vermutungen, für die ein beweis nicht
erbracht werden kann.
In B haben wir die einzige hs. , die uns für die letzten
teile der bist. Dam. und, zusammen mit T, für die beiden
briefe an den sultAu und die schriftgelehrten eine kontroUe
von H gestattet. Das günstige urteil, das wir bereits oben
L-Hber H ausgesproclien haben , wird dadurch bestätigt. Es
»sind keine textverbesserungen von belang, die durch einen
vergleich von B mit H erzielt werden '. Sicher können wir
eine lücke in H nachweisen, nämlich cap. 74, wo die betreffende
stelle in B lautet : *Porro unus de cogonibus , . nimis elongatiis
a cogone legati undique circumdatus hostilibus galeis immer-
gens onam ex eis in profundum post [B hat per] longam
defensionem combuatus consumavit agonistas. Captus es:
scalandrns legati multa bona* etc. In H fehlen die wortet
*undique — legati^; die beiden bald aufeinander folgenden
legati* haben das äuge des Schreibers irregeleitet. — Weniger
sicher, aber doch höchst wahrscheinlich ist es, dass auch in
dem briefe an den sultan (s. 306) in H hinter den worten
.novissiraa provideres* folgender in B enthaltener passus aus-
gefallen ist: *Deos unus ac solus est sine ullius consortio
pot-ealatis, qui in trinitatis unitate tocius mundi gubemat
«
H : *vastsvit*i und ebenda D B : 'pomerium* für da« ♦ortum pomiferum*
in H, u. a. ID. 1 Es mögen hervorgehoben werden folgende
stellen: in dem brief an die seh nftgel ehrten (s. 309) hat B: ignotua
nobia per nomen proprium prophetft in partu Virginia eiuadem', wo in
]B in partu' getilgt und die worte 'virg. eiusdem^ timgestellt werden;
•benda i, 811: H: 'ductus autera ad Pilatum* mit nach 'aulem' ge-
tilgtem 'pontifex^ B: *ductus ante pontificen et Pilatum*,
CLXVI
Imperium sopra omiiam magnittidinBmf quam possit hnma
estiraatio comprehendere^ —
Die bist. Dam. ist eine der hauptfiachlichsten quellen för
die geschicbte des fünften kreurzuges. SiDd wir auch durch
andere zeitgenössische achriftst eller und teilnehmer des kreuz-
zuges in einzelnen punkten genauer nnierrichtefc als durch
Oliver, so gibt es doch kaum ein zweites werk, das sich an klar-
heit der darsteUung und Zuverlässigkeit mit ihm messen kann,
Oliver seihst sagt, dass 'quod vidimus et audivimua et intellexi*
mus, Bcribimue absqne falsitatis amniixtione S und bekundet
später ^, dass er Vrudi stilo sed veraci descripsit', was er gesehen
und gehört hat. Und es ist wahr, nirgends kann man ihm be-
wusste entstellung der Wahrheit zu gunsten einer partei oder
einer bestimmten persöolichkeit nachweisen; einzelne irrtümer
sind auch ihm, wii^ wir sahen, untergelaufen, aber nirgends finden
wir gröbere Verstösse. Selbst seine Parteinahme für den päpst-
lichen legaten, die übrigen» niemals stark in den Vordergrund
geschoben wird, lie^s ihn nicht ungerecht gegen dessen gegner
werden, Ueberhanpt tritt er mit seinem urteil selten scbarf
hervor, und wenn, dann doch fast regelmiissig vun seinem
Standpunkt als geistlicher aus, nicht als politiker oder partei-
mann ^
Seihst gegen die anhänger des Islam ist er nicht in der
weise thöricht eingenoninien, wie die meisten seiner Zeitgenossen.
Er hat sich mit den religiösen anscbauungen der Muhamedaner
im wesentlichen vertraut gemacht, und wenn er auch an das
märchen von dem apostatischen mönch Sergius glaubt, der
dem ungebildeten Muhamed der erste ratgeher gewesen ist, so
sind seine sonstigen anslassungen über den islam doch ruhig
und sachlich und ohne Voreingenommenheit ^. Er findet im
islam noch manches, da« mit dem christenthume ähnlicnkeit
liat ; mancher gute grundgedanke sei vorhanden, nur die falsche
auffassung verblende die leute, sie seien deshalb auch besser
häretiker uls Sarrazenen zu nennen ; aber die falsche benennung
überwiege nun einmal \ Dennoch würde man wohl kaum
1 Vgl. das proemiuin.
cap, 28 über die Geuuener
2 Cap 78. 3 Das schftrfiite wohl
4 Beaonderd cap, 24. 5 a. a. o-
cLXvn
vorausBetzen dürfen, dass der isiam für Oliver auf einer stufe
stehe mit den christlichen sekten, die er im Orient vorfand
und auch anführt V Wir haben aber oben in seiner vita be-
reits gesehen, wie er die edlen charakteraeiten seiner glaubenB-
feinde wohl zu würdigen versteht; wir werden nirgends in
einer «einer schriften einen pasKus ausfindig machen können,
in welchem er, wie oft die Schriftsteller dieses und anderer
kreuzzöge, die Miihamedaner aus angeborener oder durch ihren
glauben ihnen anerzogener hiiiterlist, perfidie und Schlechtig-
keit handelnd auftreten lässt. Der sultan Al-Ädil allerdings
^sepultns est in infemo*. aber nicht weil er Muharaedaner ist,
sondern weil er seine briuler und verwandten ihrer angeerbten
reiche beraubt hat '.
Mit dieser duldsamkeit gegenüber andersgläubigen band
in band geht auch eine gesunde auffassung anderer Verhält-
nisse, durch die Oliver bei seiner sonst streng kirchlichen
richtung man könnte fast sagen seiner zeit vorausgeeilt ist
Wir haben bereits an anderer stelle * des genaueren aus-
geführt, dass Oliver nie daran würde gezweifelt haben, dass
gott wunder wirken kann und auch wirkt, wenn er e« ffir
angebracht hälL Selbst von jenem krassen Wunderglauben ,
wie ihn seine zeit mit sich brachte, war er nicht frei. Um
so mehr müssen wir uns wuntlem^ dass er jene mondfinsternis,
die beim ersten betreten des egyp tischen landes durch die
Christen stattfand, nicht sofort als ein den kreuzfahrem ge-
gebenes sichtbares zeichen von dem fall des ^halbmondes'*
auffasste. Allerdings sagt er, dass die Christen die mond-
finstemis in gutem sinne für sich auslegten, „weil die Sarra-
zenen der zu- und abnähme des mondes grosse kraft zuschreiben",
dass das ereignis aber sonH „aus natürlichen gründen" ein-
trete V Es dürfte niclit leicht seiu, einen zweiten Schriftsteller
der zeit, und zumal einen geistlichen, zu finden, der in dieser
unbefangenen weise Ober das ereiguis geurteilt hätte.
Im übrigen aber gebt durch die ganze bist. Dam» die
auffaasung hindurch, dass der ganze kreuzzug ein gotteswerk
l Cap. 62 ff. 2 Cap. 18,
8. 257 f. 4 Cap. 10,
3 Weflideatsche Zeiischr. 7,
Bei, eine von goU gewollte und deshalb auch von ihm be-
günstigte handlung. Diese idee verlädst ihn keinen augenblick.
Aber dieser gott verlangt dafür auch von jedem seine Schuldig-
keit in wort und that. Und so lange die Christen sich ehrbar
und gottes fürchtig betrugen , konnte gott wohl, eben weil er
sie liebte, sie der prüfuog uoierziehen, wie einst Jonas und
den apoatel Paulus , und er that es auch durch die grosse
Sturmflut und diu pest im beere * ; und er weiss dann auch
7,u belohnen und mit gutem zu vergelten; fast poetisch kann
Oliver berichten , wie in der höchsten not beim angriff auf
den kettenturm „durch die thräuen der gläubigen das feuer
der feinde erstickt wurde" *, und fast unblutig wurde Damiette
erobert und obendrein noch Tanis den Christen ganz unerwartet
geschenkt. Aber undank , der sich besonders in lauheit im
handeln äussert^ wird auch bestraft. Und gerade hierin hat
Oliver öfters gelegenheit genommen, die kreuzfahrer zu t-adelu,
die statt die mühsaleu zu erdulden , die die übernähme des
kreuzes ihnen auferlegt, lieber ^procumbentes ad terram ore
pleno de babundantiu temporalium bibernnt' ", Schon nach
dem falle des kettenturmes waren es besonders ^principe« M
nostri' \ welche die bestürzuug der Sarrazeneu nicht ausnutzten^ fl
sondern in unthatigkeit versanken. Trotzdem noch gibt ihnen
gott den wunderbaren rückzug der feinde , der den unge-
hinderten Übergang über den Nil gestattete. Aber endlich
folgte doch die strafe in jener bedeutenden niederlage vom
29. august, durch die das beer eine reihe tapferer manner und M
guter ratgeber eiubüsste. »Aber die strafe war noch klein "
im vergleich mit der schuld" *. Sofort indes macht gott,
der nicht im zorne ausharrt, wieder von seinem erbarmen
gebrauch und veranlasst den sultan zu friedensverhandlungen,
während derer den Christen gelegenheit gegeben ist , sich zu
erholen und wieder kräfte zu sammeln«
So unterlässt Oliver bei keinem grösseren ereiguis, wenn
es für die Christen günstig ausfiel, die grossmut und liebe
gottes hervorzuheben, wenn ungünstig, es als gottes strafe
1 Cap, 19 er. 2 Gap. 13. 3 Gap. 5. 4 Cap. 15.
5 Gap. 29.
CLXIX
oder pröfung anzusehen. Selbst der verlüst von Damiette,
80 schwer auch die hierdurch über die kreuzfahrer verliaogte
strafe war, beweist doch auch wieder nur das tinversiechbare
erbarmen gottes, den 'naturalis foiis booitatis*, indem die dem
untergange schon geweihten wunderbar errettet werden und
einen frieden erlangen, wie er unter den obwaltenden Ver-
hältnissen günstiger garnicht gedacht werden konnte. Denn
für eine stadt, die die Christen überdies wegen der zu ge-
ringen dauerhaftigkeit des egyptischen getreides doch nicht
lange hätten halten können, haben sie das verlorene stück des
heiligen krenzes und viele tausend gefangene wiederbekommen ',
Der grand, warum Damiette wieder so schnell in die bände
der ungläubigen Überging, ist Oliver auch keinen augeiiblick
zweifelhaft * : durch seine üppige , eitele und aufrührerische
art schon war es gotfe und den menschen wenig angenehm ;
es kam nun noch dazu der undauk der Christen, mit dem sie
selbst die Juden und die heidnischen Römer übertrafen, denn
diese opferten nach der gewonnenen schlacht dem Apollo einen
goldenen miachkrug^ jene nach dem siege über die Madianiter
ihrem gotte kostbare gerate, aber die Christen haben bei der
Verteilung der beute, obwohl jede alte frau und jedes kind
über zehn jähre bedacht wurde, Christus von der beschenkung
ausgeschlossen und den zehnten ihm nicht entrichtet — ganz
»bgeflehen davon, dass bei der Verteilung der tore und türme
der Btadt' jenem volke, das am meisten bei der belagerung
Damiettea sich ausgezeichnet hat, den Friesen, kein oder doch
nur ein ganz verächtlicher anteil zufiel.
Trotzdem die bist. Dam. zu verschiedenen Zeiten entstanden
und aus verschiedenen stücken zusammengesetzt ist, leidet sie
doch nicht, wie man vermuten könnte, an Unebenheiten,
wiederhol an gen oder widersprochen. Einen Widerspruch konnte
man wohl in dem urteil über Damiette nach der eroberung
und bei dem Verluste finden; denn nach dem Übergänge in
den besitz der Christen ist es die *inclita in regnis, famosa
multnm* ^ nach dem Verluste die *bestia*, welche ^regressa est
in latibalam suum, in antro suo moratur' *. Indess darf man
1 Cap. 80. 2 C»p. 82. 3 Cap. 39. 4 Cap. 33. 5 Cap. 82,
CLXX
hier wohl nicht zu streng urteilen und ranss erwägen , dfl
die erste stelle unter dem eindruck des freudigen ereignissee
geschrieben ist, die andere unter dem drucke der immerhin
beschämenden niederlage.
Schon Olivers Zeitgenossen haben der bist. Dam. viel
beaclitnng erwiesen und anch später ist sie gewürdigt und
viel benutzt worden. Und sie verdient es auch nicht nur durch
ihren inhali ^ sondern auch durch ihre art der darstellung
Die uusdrucks weise versteigt sich zwar an den stellen» an
welchen Oliver pathetisch wird, zu einer unendlichen geschraabt-
heit V, ist sonst aber korrekt und klar. Sein latein ist natQr-
lieh nicht klassisch, sondern das der zeit, durchwebt von
ausdriicken aus der Vulgata, steht aber doch hoch über dem
der meisten seiner Zeitgenossen, Man merkt, dass es ihm
leicht aus der feder floss, dass er lateinisch dachte und nicht ■
mühsam ans seiner muttersprache übersetzte. Deshalb ist sein |
ansdruck glatt und eine verfehlte konstruktion ' selten, die
form des ausdrucks mannigfach^ gewandt, ja elegant*. Er
verschmäht es, seine darstellung durch redende peraonen zu
bidebeu; er benutzt statt dessen ein mittel, für das wir ihm viel ■
dankbarer .sein müssen : er flicht in seine darstellung scenen
aus dem leben und die religiösen ansichteu der bewoho^r der
länder ein, in denen er verweilte und weiss hierdurch mehr
und besseres zu bieten , als mancher zeitgenössische schrift- i
steiler durch erfundene reden und gespräche.
VIL Die briefc.
Zu dieser Sammlung wurden nur diejenigen briefe ge-
rechnet, die uns als solche erhalten und nicht .später in die
hist. Dam. hineingearbeitet worden sind. Eb konnte also
der von Röhricht* mit uro. IV bezeichnete brief hier aus-
fallen, weil dieser als ein wesentlicher teil der bist. Dam.
bereits mit dieser untersucht und gedruckt ist (cap. 17/34).
*
1 Vgl. z. b. cap. 34 und 42 iuit. 2 Eine solche »* b. c*p. 6.
3 Vgl. Ä, b, die beachreibung der borg cap. 6 und des kämpf es cap. IS*
4 Köh rieht, die briefe des kölner »cholÄsi. Oliver in der Westdeutschen
Zeitachrift X, s. 161/208.
CLXXI
1. Den brief an den f^rafen ?on Namiir schrieb
Oliver Ton Friesland aus bald nach den ereignissen, die er in
diesem mitteilt , d. h, im juni 1214. Der brief ist gerichtet
an den grafen Peter ?on Courtenay und seine ge mahl in Jo-
lanta ^ nnd berichtet die wunder nnd die gro^sartigen erfolge,
die Oliver in Friesland errungen hat, und sehliesst mit dem
wünsche, dass das unternehmen, für das Oliver thäiig sei und
dem der graf sich auch bereits angescbloasen hätte, vom er-
folge begleitet sein möge. Der brief hat deshalb noch ein
besonderes interesse, weil er una in manche eiuÄelheiteii ein-
weiht, die Oliver (tnid ähnlich wie er wohl die meisten anderen,
da ja alle nach bestimmten päpstlichen Verordnungen ver-
fuhren) bei seiner krenzpredigt beobachtete.
2. Der zweite brief, ebenfalls noch ans dem Friesen-
lande im juni 1214 geschrieben, ist au den kardinatpriester
Robert von Cour^on, der damals in Paris war, gerichtet und
hat ausser seinem inhalte auch noch insofern wert für uns,
ab wir aus ihm ersehen, dass Oliver zu dieser einflussreichen
persdnlickeit in nahe beziehungen getreten ist. Was seinen
in halt anlangt, so deckt er sich teilweise wörtlich mit dem
dee vorhergehenden. Er ist uns überliefert in einer predigt des
Odo von Ceriton, worin ihn B. Haureau fand und herausgab.
Odo schickt dem briefe die wnrfce voraus : 'Magister < tlindorius,
quem Parisius vidi laudabiliter conversare, magistro Uoberto
tnnc sancti Stephani in Celio monte cardinali scripsit in hiinc
modom^
3. Den dritten brief hat Oliver von Egy]»ten aus
an den erzbischof und den klerus von Kuhi geschrieben und
1 Indem ich des näheren auf meine arbeit : der kölner dotnacholaater
Oliver ali kreuÄprediger 1214/17 in der Weitdeufe«chen Zeitschr. VO,
2SS/270 verweise, map? hier bemerkt werden, dass der jjraf Peter nach
der aiigabe Olivers doch ftchon daskrens genommen hatte, denn in dem
tftUe des briefes : 'qnoninm ad tnilitiam Jesu Christi vobis salubriter
et Terre sanct« tit fiperamus ntiliter signati estis' bezieht sich daB
'Qt «peramus' nur auf uliliter. Es wird übrig'ens als teilnehmer am
kreaxxng" nur ein g^raf Heinrich von Namnr genannt, vgl. Eöhricht,
Beiträge TI, a. 371, die Deutachen im h, l. b, 109. Vgl, »onst aucb hiat
Ihm. cap, 9, Caea. Heiaterb. DiaL mir, (ed. Strange) X, 37 (Röhricht Te*t.
min. 101), Homihael, 119, Mtgne, PatroL hit. UCXVIK 238, nro, 109-
cLXxn
berichtet hierii] die ereignisse vom 3. november 1217 bis ende
august 1218 ; bald darauf, ende august oder anfaüg September
1218 wird der brief denn auch abgefasst worden sein, wie
wir bereÜB oben sahen. Vielleicht thiit man am besten, an-
zunehmen, dass er gleichzeitig abgegangen ist mit
4. dem vierten briefe, den Oliver vor Damiette
1218 September 14. datiert hat. Diesen richtete er an diej
geistlichkeit und die ratsleute in Friesland und lobt in ihm
die friesischen kreuzfahrer wegen der tapferkeit, aufopferung
und treue, die sie vor Damiette erwiesen hätten, und bittet, sie
freundlich aufzunehmen. Dieses schreiben wurde begleitet von
einem des patriarchen von Jerusalem an die äbte von Klarcamp,
Mariengarten und Dokkum ^
5. Der fünfte brief ist an den sultan von Egypten
gerichtet und^ wie sich aus dem itinerar Olivers mit gewiss-
heit ergibt ^, noch im September 1221 geschrieben» Der zweck
dieses briefes ist kein geringerer als der, den sultan von seinem
falschen glauben abzubringen und der christlichen religion
zuzuführen , und ihn zur herausgäbe des heiligen landea zu
bewegen. Was den genaueren inhalt und die anläge des
briefes betrifft, so genügt es, auf die erschöpfenden Vorbe-
merkungen Köhrichts in seiner ausgäbe der briefe* hinzu-
weisen.
fi. Gleichzeitig mit dem vorigen entstand der sechste
brief*, mit welchem Oliver sich an die Moctores Egypti*
wendet, um ihnen den beweis für die göttlichkeit Christi und
seiner lehre zu erbringen. Im übrigen verweise ich auch fürl
diesen brief auf Röhricht s. 168.
7. In dem siebenten briefe, der nach dem oben
8. XXXIX gesagten in den märz 1224 zu setzen ist, bittet Oliver
den abt Konrad von Premontre, gegen den propat Herdericfa
1 Gedr. HämconluH. Frisiii s. 138/9. Sohotanus, Bist, vao Vriei-
land, anctent Stukkea b. 11, v. Mieria^ Groot Charterb, der Gr. v. Hol-
land T, 8. 176/7t SchwartÄenberg Plac- eo Charterb, v. VriesL l, 87.
2 Vgl. Hoogeweg: Die Krenzpredtgt des Jahres 1224 in Deutsch Zeit-
Qchriffc für geflcbichUwiss. IV« s. 64 und vorn a. XXXH, Rabricht, Regg,
regni Hiero«ol nro* 947. 3 a* a. o, a, 105/8. 4 Regg. reg«
HieroB, nro, 948.
CLXXIII
Ton Sehildwolde, der dnrcli seinen lebenswandel allgemein
ärgemig errege, mit den kirchlichen strafen vorzugehen.
8» In dem achten briefe teilt Oliver den geist-
lichen in Friesknd mit, dass er nach dem von dem kardinal-
legaten Konrad nach Köln berufenen konzil zu reisen beab-
sichtige ond empfiehlt ihnen die kreuzziigsangelegenheiten.
Da das konzil auf den 7, juni 1224 berufen war, werden wir
den brief auf ende mai ansetzen können ^
9. Der nennte brief» geschrieben zwischen dem
2. juni und 12. jnli 1224', ist an das gesamte Friesland
gerichtet nnd enthält die mitteilimg, dass der landgraf von
Thüringen, die Dänen und die bremer dioceae das kreuz ge-
nommen und der kaiser die Sarrazenen in Sizilien besiegt habe*.
10. Den zehnten brief richtete der kardinal Oliver
an den auch als kreuzprediger bekannten doniherrn Salomon *
und beklagt in ihm die auasch reitungen mancher krenzprediger.
VIII, Benutzung der schrifteil Olivers durch gleich-
zeitige und spätere autoren,
L Benutzer der historia regum.
Weitere Verbreitung haben nur die hisUjria regiini und
die biätoria Damiatina gefimdeo und vod diesen beiden wieder
bei weitem die grossere die bist. Dam. Während die letztere,
wie wir sehen werden, 8chriftsteUern der verschiedensten
europäischen kultiirstaaten vorgelegen hat, scheint die bist,
reg. nur in dem lande eine weitere verbreitimg gefunden zu
haben, in dem OHver wohl am meisten geachtet und am besten
gekannt war, nämlich den Niederlanden und spezieller Fries-
land. Es ist nur gelungen drei quellen ausfindig zu machen,
die die bist, reg. benutzten, und zwar:
^^
1 Vgl. Hoogewe«^, Paderborner bifichofswahl v. jalir 1223 in (Weatf,)
ZeiUchr. für Gesch. und Altertumskunde, 46*, a. 118, WinkelmanD,
Fnedrich II, 1, s. 224/5. v. Mieriä, Groot Cbarterb. I, e, 169 ^^etzt ihn
«»richtig ina jähr 1216 und Dirks in De vrije Fries II, b. 293 in«
jähr 1223. 2 Winkel mann a. a. o. ; Hoogeweg a.. el. o. 3 Winkel-
mmn a. a. o. 206/10, 5S7^d. 4 Winkelmann a. a. o. 224, Mon.
Gem. Epiat. I, 172/3 nro. 253.
CLXXIV
1. E mo in seiner chronik, gedruckt Mon. Germ, ss, XXIII.
Dieser hab s. 473/475 den ganzen passiis Über die ereigniBse
unter der regiening des papstes Innocenz III. von den Worten
*Innocentiu8 papa^ qui succeasit Celestino* bis *obdormivit io
Domino' (cap. 112/116) wörtlich hinUbergenommen.
2. Meuko, Emo!5 fortsetzer, gedrückt ebenda. Dieser
entnahm a. 539 die atelle *Innoeentius papa qai — maxime
contritiunis' und knrz vorher den bericht über den tod Frie-
drich Barbarossas, me wir bereits oben gesehen haben.
3. Die jüngere hoc h ni eiste rchron i k, gedr. ss,
rer< Prussic. band V. Diese entnahm der bist. reg. mehrere
einzelne notizen, nämlich den bericht über den tod des königa
Fnlko 1143 ans cap. 41, die wähl Anialricbs zum könige 117J
aus cap. 51 nnd Über die krankheit seines aohnes Balduin und
dessen Vormund Raimund graf von Tripolis cap. Ü4, über die
Sündhaftigkeit der Christen im Orient cap. 90, und den tod
ürbans III. und die wähl Clemens IlL cap, 94, sowie den
grössten teil der nachrichten über die kreiizfahrt und den tod
Friedrichs L nnd den zog der deutschen pilger nach Akka
cap. 98/99 ; ferner den bericht über die eroberung von Akka,
die mitwirkung des englischen imd französischen köoigs hierbei
und über den tod des gnifen Philipp von Flandern cap. 104/5,
die namen der kreuzfahrer des Jahres 1196 und ihre Zusammen-
kunft bei Akka cap. 108, sowie endlich den bericht Über die
beryfung des konzils zum noveinber 1215 und den auf dieserti
beratenen neuen krenzzng, cap, lü6.
2. Uemitzer der hisloria Üamiatina.
Die historia Damiatina wurde ihrem werte nach sehr bald
erkannt um! fand weite Verbreitung; von gleichseitigen wie I
späteren Schriftstellern ist sie fleissig benutzt worden. Es
kann nun hier nicht unsere aufgäbe sein, ein volbtändig um-
fassendes bild zu geben von der ganzen reihe von quellen-
werken, die teils mehr, teils weniger aus Oliver geschöpft
haben, noch viel weniger diejenigen heranzuziehen, die die
hist Dam. aas dritter band kennen gelernt imd benutzt haben,
denn es würde eine solclie Untersuchung einen aufwand von
I
CLXXV
mühe und zeit beanspruchen, der iti keinem Verhältnis stände
zo dem wissenschaftlichen nutzen, der daraus erzielt werden
würde. Nur die hedciitenderen und direkt auf Oliver zurück-
gehenden sollen hier aufgezählt werden K
1. Von den in Dentse bland entstandenen qnellen sind
es folgende:
a) Chronica regia Colonienses (Annales maximi
(Jolonienses) entnahm in der conti nuatio tercia einen grossen
teil der hist Dam., bat aber doch einige nicht unwesentliche
Zusätze gemacht Es genügt, auf die ausgäbe von 6. Waitz,
Hannover 1880, hinzuweisen, in der s. 246/50 die ans Oliver
geschöpften stellen und die »elbständigen zuthaten durch den
druck unterschieden werden» VgL auch R-ohricht, Testimonia
s- U7 ff.
b) G e s t a c r u c i g e r o r u m R h e n a n o r u ni , veröffent-
licht von Waitz a, a. o. s. 339/348 und 330/339 nach dem
codex in Leyden Vossian. 95 saec, XV und von Röb rieht,
Quinti belli sacri scriptores minores (Genevae 1879) s. 29/56
nach diesem codex und dem in London, Britt. Mus. Bnmaj
351 saec. Xill. Diesen haben der in VV erhaltene brief und
der zweite: *Post captam siquideni tnrrim* vorgelegen,
c) Caesariua von Heisterbach hat in seinem Dia-
logns miraculorum (ed. J. Strange 1851) dist. X cap. 37/39
den bericht Olivers (iber die wunder bei seiner kreuzpredigt
in Friesland aus der bist* Dam. cap. 9 übernomiuen und in
1 Ich verweise für diese zusammenstelluni^ vor alleai auf die treff-
liebe auagttbe von Röhricht ^ Testimonia mioora de quinto bello sacro,
GeneViie 1882, und bemerke» daas noch eine grosse fülle von benutÄern,
die biiber nicht gedruckt und bekannt sind, vorhanden »ind, wie diei
die b«* J 0 Bu Vo E Gg beweisen. Au«aerdem macht mich herr pro-
f6«8or dr. Friedensbnrg^, Vorsteher des königl. preussiscben historischen
instituta in Rom darauf iiufmerkdam, das« Cod. Vat, 3851 fol. U/H einen
kr^uszugäbertcht entbillt^ der ein anszugaua der hiat. Dtini. zn sein scheint.
Anfang und weiterhin mehrere längere und kürzere stücke stinimeo
mit dem druck bei Eccard wörtHch überein j die bauptsnche aber i«t
lebt gekfittt, wie iichon der geringe umfang erkennen läast. Ferner
Yerwei»e ich auf den L i b e r b e 11 o r u m D o m i n i in Mac. in Rom,
VUilcft]), Reg. Christ, 547, der eine allgemeine geschieh te derkrenzzöge
oithÄlt «nd für den fünften u. a. Olivera brief an Engelbert benatzt,
Vgl. Archive« de l*Orient latin h s. 290 ff.
CLXXVI
aocii
iber- 1
seinen Homiliae (ed. J. A. Coppenstein 1615) I» 119 das ni
cap. 38/39 berichtete wiederholt. — Denselbea abschnitt der _
hist. Dam. übernahm auch ^
d) das Chronieoii Sampetrinum, ausgäbe toq
Stübel in den Geschieh tsquellen der Provinz Sachsen L es hat
s. 58/68 cap. 9, sodann cap. 1/32 zwar gekürzt, aber doch
sonst wörtlich der bist. Dam* entnommen.
e) Job. Rothe, Diiringsche Chronik, herausgeg.
R. V, Liliencron (Thüringische Geschicbtsquellen III) über
setzte das cap, 9 der bist. Dam. s. 340/41, macht aber aus
Sutherhuseii ein »Sandirshusen in Doringen*, M
f) Johannes Herold, Coiitinuatio belli sacri, herau«- ■
gegeben Basel 1549, benutzte nach Röhricht Testira, 201 die
bist. Dam, neben anderen quellen, jedoch nicht nach art der
älteren atitoren , sondern durch Überarbeitung ; indes ist in
seinem cap. Vlll dit* benutzung der bist. Dam. für die an-
gelegenheiten nach der eroberung der stadt nicht zu verkenneiL
2* Von niederländischen quellen sind zu nennen :
a) J o h a n n e s L o n g u s , Chronicon s. Bertini , Mon,
Germ. ss. 25, s. 831 hat ebenfalls cap. 9 der bist. Dam. be-
nutzt, kürzte es aber wegentlich.
b) Die G e s t a F r i s i o r u m , herausgegeben in Werken
uitgeg. door het Friesche Genootschapp 1853* Sie berahen
zum grössten teil auf der bist. Dam,, vermehren ihren inhalt
aber durch friesische Überlieferungen.
c) Die jüngere hochmeiaterchronik, Script Rer.
Prussic. V, 8, 59 ff, benutzte m ihrem prolog neben Peter
V. Duisburg die bist. Dam. Was sich in ihr nicht auf dieae
stützt, entbehrt der Wahrheit»
d) Worperns in seinem Chronicon Prisiae (ed. Societas
Frisiftca, Leovardiael847) benutztt» lib.IU, cap. 19/21, s. 139/145
bist Dam. cap. 9/12 und cap. 18 fl'. mit starker zusammen-
Ziehung.
e) Ubbo Emmius, Kerum Frisicarum histor. (Amhem
1605) legt seinem bericht über den krenzzng von Damiette
bis zur eroberung der stadt (s. 301/336) den bericht Olivers
zu gründe, doch so, dass er ihn nicht wortlich abschreibt,
sondern überarbeitet. S. 337 nennt er Oliver selbst als seine
I
I
CLXXVII
qaelie. Dagegen sind die atelleri, die Ubbo s, 350/1 aus dea
briefen Olivere an führt, nicht diesen selbst, sondern der chronik
Emos entnommen.
3, Von den in Frankreich eotstandenen quellen ;
a) Robertus Abolant, Chronol. Altisiodorensis, gedr.
Recueil des bist, de la France 18, hat 3. 283 und 287/90
die hiat* Dam. zum grossen teil abgeschrieben, allerdings mit
Umstellungen.
b) Alhericus Trinm Fontiiim entnahm in seiner
chronik, Mon. Germ, ss, 23 s. 935 zom jähre 1234 die stelle
über die Maroni ten aus cap. 61 der bist Dam.
c) Vincentins Beluacensis in seinem Speculnm
historiale (ed. Diiaci 1624) hat s. 1260/5 cap. 1/44 der bist
Dam. fast vollständig übernommen. Durch ihn ist dann Olivers
Schrift von vielen deutschen autoren , wie Detmar, Heinrich
von Herford, Hermann Corner und mehreren ausländischen
benutzt worden, die wir hier füglich Übergehen können.
d) Fragment um provinciale de captione
D a m i a t e , gedn Röhricht Script, min. s, 169 ft% weist mehr-
fach anklänge an die bist. Dam» auf, doch muss es zweifelhaft
bleiben, ob es diese selbst benutzt hat; vielmehr wird essein
material vor Damiette von Oliver seihst erhalten haben , vgl.
Hohricht a. a. o. s. XXXIX.
4* Von englischen autoren sind zu erwähnen:
ä) Roger von Wendower (ed. Coxe, London 1842)
entnahm IV, s. 7/62 aus der bist Dam. cap. 1/40, fügte aber
einzelnes bei.
b) Matbeus Paris, histor. Anglica minor folgte sonst
Roger, benutzte aber doch auch die hist. Dara* selbständig,
vgl. z. b. II, s- 232 in der ausgäbe von Madden, London 1806.
c) N i CO 1 a u s T r i v et in s. Chronicon (ed. Hog, London
1845). Ich verweise hierfür auf Röhricht Testim, s. 67 f.
5. Von italienischen quellen sind es :
a) Bernard US Thesaorarius bei Muratori, Script.
rer. Ital. VH, s. 828/39; vgl. hierzu die einleitung von Mas
Lfttne zu seiner ansgabe des Emoul.
b)Ptoloiueus Luccensis bei Muratori a.a.O. V, 8.1129,
der die berichte Olivers und des Vincenz von Beauvais kürzte.
OUvcr. tn
CLXXVIII
c) Pipiiiiis bei Muratori a. a, o, IX, cap, 186/205 be-
nutzte OHver, sonst ErnonL
d ) M a r i n n S a n u d o , Secreia fideliam bei Bongan,
Uesta Dei 11, s. 207 cap, VI entnahm den bericht über die
wunder in Friesland aus cap. 9 der bist. Dam. nnd mehreres
von dem folgenden, wie cap, 24, 35, aber wohl durch ver-
mittelöDg des Vine. Beluac.
Ferner ist zu erwähnen das werk jenes unbekannten,
der die relatio des Hajmarus Mcmachm an Innocenz II [* mit
einem teile der bist Dam. verband nnd dessen werk als das
dritte buch der bist, orient, des Jakob von Vitry in einigen
drucken vorliegt, worüber das nähere oben bei den hand-
schritten gesagt ist
Darsteller des 17. und der folgenden Jahrhunderte, die
auf (Hiver fassen, können wohl hier übergangen werden.
3, Benutzer der einzeloen briefe.
Von den einzelnen briefen scheint mir der in W ent-
haltene erste brief Olivers aus Fjgypten selbständig benntxt ]
worden zu sein'; es Hegen uns hierfür vor:
L Chronica reg. Colon. (AnnaL Colon, max.) 8. 242/5 I
in der ausgäbe von Waitz, die ihn fast ganz herübernahm.
2. Die Gesta cru cigerorum Rhenanorum, wie
wir oben bei den beuutzem der bist Dam. sahen.
3, Paulus P n t e o ! a n u s , Satyrica, recens. 11 in Raynaldi
Annal. eccles. I ad a. 1217 benutzte ebenfalls den in W er-
haltenen brief, das andere durch Marino Sanudo aus V^incenz
von Beauvais.
IX. Die älteren drücke.
Von der descriptio Terre sancte liegt uns in
der fassung, in welcher sie uns Oliver hinterlassen hat, und
unter seinem namen kein druck vor. Da aber Olivers be-i
1 Die von Röhricht m seiner auegabe der briefe Olivera in der |
Westdeutschen Zeitscbr. X, a. 163 note II angefahrten autoren geben
do^h sämtliche aof hist. Dam. cap. 9 surück und nicht auf den brief
an den grafen von Namur.
CLXXIX
Schreibung lediglich eine Wiederholung des Eygesippas-Fretellns
tft, so können wir die drucke der arbeit dieses, sowie der dea
wog, Innominatus VI. zu den bisherigen dru*!ken dieser schrift
des scholasters rechnen. Doch können wir wohl von einer
aufäblung dieser hier absehen und ana damit begnügen, auf
die znaanamenstellung von Röhricht, Biblioth. geogr. Palaest,
g. 34 und 35 zu verweisen.
Die historia de orio Jerusalem ist bisher
nicht gedruckt worden.
Die historia regum Terre sancte liegt nur
vor in dem mangelhaften drucke bei Eceard , Corpus histor.
mediae aevi (Leipzig 1723) II, s. 1355/96, Er druckte nach
dem Nordkirchener codex, der aus H abgeschrieben ist
Von der historia Damiatina erwähnt einen in-
cunabeldrtick Ebeling, deutsche bisehöfe bis «um ende des 16,
Jahrhunderts 11^ s* 349 , wonach sie „besonders aber voller
fehler in Köln 1490 *" gedruckt worden sein solL Alle nach-
forschungen nach di&^^em drucke sind erfolglos geblieben. Die
vollständige bist Dam. liegt uns bisher nur in einem
drucke vor, ebenfalls bei Eceard a. a, o. a. 1397/1450. Da-
gegen sind teile derselben teils selbständig, teils in Verbindung
mit anderen Schriften gedruckt worden. Zu den selbständig
herausgegebenen stücken gehört der zweite brief, den Oliver im
november 1219 von Egypten ausschrieb, beginnend: 'Sapiens
corde\ und der uns auch in einer reihe von has. selbständig
vorliegt. Dieser brief ist gedruckt * :
1. Bongars, Gesta Dei per Francos (Haooviae 1611) I,
8. 1185/92, ohne angäbe, woher das msc. stammt, nach dem
er druckt,
2. Gelenius, Vindex libertatis eccies., Colon, Agripp. 1633,
8, 329/339.
3. Waitz in seiner ausgäbe der Chron. reg. Colon. (Hannov.
1880) 8. 330/39 mit fortlassung der einleitung und des Schlusses,
nach W, Vo und den drucken bei Eceard und (ielenius.
4. Röhricht in Westdeutsche Zeitschr. (1891) X, s, 175
mit dem ganzen kritischen apparat.
1 Eijje öberseizuTig die»es briefea in Troaa' Westfalia 1825 at, 41/48.
CLXXX
Ferner gehören hierzu die drucke, die wir als solclie der
ersten redaktiim bezeichnen können und die, abgesehen von
den auch in den hss. fehlenden stücken, wovon oben gesprochen
Avorden ist, die ganze bist. Dam* cap. 1/40 enthalten :
1. Th. Gale, Historiae Britannicae scriptores (Oxford 1691)
II, s. 435 — 452 unter dem titel : Historia captionis Damiet'e.
Dieser ausgäbe liegt cod. F zu gründe,
2 J, A. Giles, London 184G, unter dem mehrfach irrigen
titel: Incerti scriptoris narratio de rebus in bello sacro anno
1217/18 gestis, primum edidit ex unico codice. Dieser druck
beruht auf nisc. G ',
Wie wir oben sahen, ist ein grosses stück der hist. Dam.
mit der Relatio tripartita des Flaymarus Monachus verbanden
und unter dem titel eines dritten buches der histor. orientalis
des Jacob von Vftry gedruckt worden, und zwar cap. 1/44,
L Jacob Gretser, De saocta crnce (Ingolstadii 1608),
Mantiss. s. 283/91, und Opera III (Ratisb. 1734) Mant s. 7/12,
nach dem Münchener cod. M*
2. Bongars, Gesta Dei per Francos (Hanoriae 1611) 1,
s. 1129/45 nach dem cod. der national bibliothek in Paris
lat. 16 079 (Sorbonne 897), unser R
Zum schluss mag noch erwähnt werden, dass der zweite
aus Egypten geschriebene brief 'Sapiens corde* nach der Über-
arbeitung wie er uns in Bn und Vo vorliegt, gedruckt worden
ist von Röhricht, Qiiinti belli sacri scriptores minores (Genevae
1879) 8. 42/50 als fort^etzung der Gesta cnieigeroruiü Rb^
nanorum.
Die drucke der einzelnen briefe.
Bevor wir zu den einzelnen briefen übergehen, mag hier
vorweg die gesamt ausgäbe der brief e Olivers von H. Röhricht
in der Westileutschen Zeit-schrift X, s. 161/208 genannt werden.
Röhricht gibt nicht nur die von uns publizierten briefe l und
1 Kbenso unrichtig erkljirt Potthast, biblioth, medii aevi I, 389» den
GalfriduÄ *le Vino salvo für den Verfasser, dem er darum SSÖ** auch
wirklich eine hietoria Ckvptionia Damiete zuschreibt, die bei Gale ge-
druckt »ein aoll.
I
I
CLXXXI
8/10 *, sondern auch noch den zweiten aus Egypten ge-
hriebenen brief: ^Sapiens corde etc.*, der spätor in extenso
in die bist. Damiat. übergegangen ist und deshalb von uns im
ZQsamnienbang mit dieser gedruckt wurde, liöhricht benutzte
bei seiner ausgäbe nicht nur die früheren drucke und alle er-
reichbaren hsÄ, , aondem hat dieser auch eine einleitung vor-
^ ausgeschickt, in der er in seiner langst bekannten gründlichkeit
und gelehrtheit die nötigen sachlichen erläiiterungen gibt.
Diese kritische gesain tausgabe kommt also för alle briefe in
betracht und mrd nicht erat speziell bei jedem einzelnen wieder-
holt werden.
I L Der erate brief liegt gedruckt vor:
1, Martene, Amplissima coHectio I (Paris 1724), s. 1115/0,
ruach einem msc. s?. Laurentii Leodiensis *h Hieraus eutiiahui ihn
I 2. Migne, Patrologia latina band 117 (1855) s. 238 nru, 199
mit angäbe seiner quelle. Ebenso gibt ihn nach Martene wieder
3 Wybrands in seiner abhandlung über Caesariua von
Heisterbach in Moll en de Hoop-Scheffer, Studien en Bijdragen II
(1871) s. 106/7. Doch fehlt hier der schliiss von ^In gente
auiem illa'' an.
4. Bock in Lersch, Niederrhein. Jahrbuch 1 (1843) s. 98/101.
Bock hat, wie er sagt» den brief in der brüsaeler hs.
entdeckt und druckt ihn sehr fehlerhaft hier ab mit gegeu-
Oberatellung der betreffenden stelle der bist. Dam. cap. 9.
Dieser kannte also den druck bei Martene nicht. Ebenso
scheint er Bethmann ood Weiland entgangen zu sein, da in
dem gleichzunenuenden drucke Bt4hmaun dem briefe vorsetzt:
*repperi in codice vitas sanctorum conti nenti saec. XII acripto
in monasterio s. Laurentii prope Leodium, nunc Bruxell. 9290*,
E« ist dies also dieselbe hs., die Bock vorlag.
5* Monuni* Germ. bist. ss. 23 s. 473/4 uote 9 gibt den
brief Weiland bei gelegeuheit der herausgäbe der chronik
des Emo wieder nach einer abschrift Bethnumns nach der
irOsseler hs.
II. Der brief an kardinal Robert von Couryon, der teil-
1 2 wur<ie erat nach dieser auagabe gefunden. ^ Dieser ist
idenUscb mit dem cod. 92^ der brüsaekr biblioibek.
CLXXXII
wßise übereinstimmt mit der ersten hälfte von 1, wurde von^
Haiir'kii in emer predigt des Odo von Ceriton in einer pariser
hs. aufgefunden und von diesem gedruckt in seinen Notices
et extraits de quelques mannscrits latins de la bibl, nation* V,
8. 169/170, Paris 1892.
III. Der dritte brief, Olivers erster brief aus Egjpten, ist
nach der Wolfen büttler Jis. ausser bei Röhricht nur noch
gedruckt von Waitz in seiner ausgäbe der Chrouica regia
Coloniens. (ss. rer. öerm. ex Mon. Germ. hiat. recusi, Hanno v.
1880) 8. 324/330.
IV. Der brief von 1218 September 14. liegt in folgenden
drucken vor:
1. Hamconius, Frieia (Franekarae 1620) s. 128.
2. Worperi Chronicon Frisiae (ed. Societas Frisiaca, Leo-
vardiae 1847) I, s. 146.
3. Schotanus, histor. van Vriesland (Franeker, 1658)
auctent. stukken s. 11. Hieraus entnahm ihn
4. van Mieria, Groot Charterboek der graavenvan Holland
(Leyden 1753) s. 176.
5. Schwartzenberg , Placaat- en Charterboek van Vries-
land (Leeuwarden 1768) I, s. 86/7.
V und VI. Der brief an den sultan und der an die
achriftgelehrten von Egjpten sind bisher nur gedruckt im
zusammenhange mit der ausgäbe der ganzen bist. Dam. bei
Eccard a. a, o. s. 1439/45 bez. 1445;9.
VII, VIII und IX, Diese sind uns nur dadurch Ober-
liefert, dass Emo sie in seine chronik aufnahm. Sie liegen
uns deshalb auch fast nur in den ausgaben der chronik Emos
vor, und zwar;
VIL 1. Anton. Matthaeus, Analecta veteris aevi (Lugdun.
Batav. 1699 in 8**), zweite ausgäbe besorgt von Ilarkenroht
(Hag. Comit. 1738 in 4"^), editf II, U, s. 71.
2. Hugo, sacr. antiquit. monum. (Stivagii 1725
in foL) I, s. 475 ; Hugo wiederholte den druck des Matthaeus.
3. H. 0. Feith und G. Acker Stratiugh in: Worken
uitgegeven doorhet hii^tor. genootachap te Utrecht, nieuwe re
uro. 4 (Utrecht 1866 in 8^) s. 96 f.
4. Monum. Germ, bist a. a, o. s« 502/3«
CLXXXIII
Vni. 1. Matkhaeos a. a. o. ed. I tom. III s. 94; ed. II
tom. II 8. 65.
2. Hugo a. a. o. s. 472.
3. Feith und Stratin gh a. a. o. s. 87/8.
4. Mon. Germ. a. a. o. s. 499. Ausserdem aber auch
5. van Mieris a. a. o. s. 169 zum jähr 1216.
6. Schwartzenberg a. a. o. s. 86 desgleichen.
IX. 1. Matthaeus a. a. o. ed. I tom. III s. 94, ed. II
tom II 8. 65.
2. Hugo a. a. o. s. 472.
3. Feith und Acker Stratingh a. a. o. s. 88/9.
4. Monum. Germ. a. a. o. s. 499.
5. y. Mieris a. a. o. s. 169, und nach ihm
6. Schwartzenberg a. a. o. s. 86 setzen den brief
beide ins jähr 1216.
X. Der zehnte brief liegt uns nur in einem drucke vor,
ohne angäbe, woher er genommen ist, bei Schannat, Yindemiae
litterariae (Fulda und Leipzig 1727 in fol.) s. 195 uro. XXXIII.
I.
Descriptio Terre sancte.
OllTtr.
TD ex r^um, Dominus dominantium , Pater de celis quando Apoe. 19, i<
Yoluit filium SQum veruin Deum incamari, matrem eius
pariasimain preparavit, que esset ab omni macula penitus aliena
et omni virtnte plenissima, terram etiam ei dolcissimam desti-
6 narit, que dicitnr lacte et mele defluere, ut in ea visibiliter
meret yeros Dens et veros homo, donec omnem hominem
tenientem in hunc mundom secum traheret ad gloriam, de qua
parenteB nostri diabolo suadente prevaricati ceciderunt. Et qui
▼oluerit scire ciyitates et terminos, quos iste filius Dei in
10 mnltis et diversis miraculis predicando perambulavit, hoc scri-
ptum sepius rel^^t et memorie commendet.
Primo ab Hebron incipiamus. Hebron olim metropolis Phi-
listinonim et habitaculum Oigantum in tribu Juda, civitas
sacerdotalis et fugitivorum. Hebron sita fuit in agro illo, in
uqno sununus dispositor patrem nostrum Adam plasmavit et
iospiravit. Hebron Gariatarba dicitur \ quod Sarracenice " so-
nat ciyitas quatuor, cariath civitas, arba quatuor, eo quod illi
qnatuor patres reverendissimi in spelunca dnplici consepulti
foernnt, scilicet Adam, Abraham, Isaac et Jacob, et eorum
* qnatuor oxores Eva, Sara, Rebecca et Lya. Est autem Hebron
ioxta Vallem sita lacrimarum ; Vallis lacrimarum dicta est eo,
qnod centum annis in ea luxit Adam filium suum Abel. In
qua etiam Hebron Adam monitus ab angelo cognovit uxorem
8oam, ex qua genuit filium suum Seth, de cuius tribu Christus
*
1 D toti op. Buperscr. : Cronica brevis magistri Oliveri de Terra
taacta et recnperatione eins et amissione. 13 Gigantium D. 15 dispen-
lator D. 16 Garitharbe XU. 17 carra D. 22 in ea om. D.
23 postea Adam U. Evam uxorem suam XJ. 24 tribu cuius U.
* Tergl. Jos. 14, 15. ' vielmehr hebraice.
I
ortuB est« Sei'ußdo miliario ab Hebron est nepultura (joib, ne-
potis Abrahe, In Hebron est ager qiiidani, cuius gleba est
rubea, qiie ab incolis effodittir et comeditur et per Egjptüm
veualis ducitiir, que pro Bpecie (iptinia venditur. Predictus uger
in quantiim late et profunde foditnr, in tantnin Dei dis|Mi9i-
tione anna tinito reintegratu« reperitur. Juxta UebniD eti
mons Mambre, ad radicem cuius est therebiDttis illa^ que Dieps^
vocatur, id est ylex aut quercua, iuxta quam per multum tem-
poris tnaiisit Abrabam, sub qua quideui tres angelos vidit et
unnm aiioravit bospitioque snacepit, ibvit et pavit. üiide prima
credendi via est dicta. Ylex predicta ex tunc usque ad tempus
Theodosii imperatoria testante Jeronimo animi esse dilatarai
£t ex illa hec fuisse perhibetur^ que in presenti a presentib
illie videtur et cara tenetur, que licet arida tarnen medicabile
probatum esse dicitar» Quod si equitans aliqui8 de ea par-
taverit, animal snom non infunditur * quamdiu secum detuleiit.
In Hebron primuiu applicoerunt se exploratores Terre pro*
oiisaionis, Caleph et Josne et eorum socii deceoi. In Hebron
regnavit David septem annis et dinudio. Deciitio miliario ab
Hebron est Lacus Asfaitidie contra orieutem, qui et Mare mor-
tuum dicitur, vere mortniim, quia nichil vivum recipit, et Mare
diaboli dicitur, quia eins instinctii quatuor ille mi.^errime cm- M
tates Sodoma et Gomorra, Seboim et Adama perseverantes in ■
turpitndine sua igne sulhireo concremate in lacum illnm mib-
verae sunt. Supra lacnni in accubitn Judee eet Segor, qae
1 oriunduß Xü. 2 habetur XU. glebe cuiug Xü. 3 et Codi-
tur D. 4 aaportatur U, portatur J. que om. D. carissima XU, kik
risaimts J. emitor XÜJ, 7 terebintua D. dups Xi drips U. dipi« X
8 secuB XUJ. per om, B. II edenda D. 14 medicabilia tamett eme 1
probatur in hoc XU» medicabilia eaae perTiibetur in hoc J. 17 primo D. '
ae om. D. 2Q locna D. Alfaltilie D, om, XJ, 21 vere rnn. D
23 Sebaini D, Seboin U. 25 sabmerse DU. ambitu D.
* 'Sarraceni dicuat eam dirp* sagt Order, de Foro Jalü bei Launmt,
Quatuor peregr. cap. 46« 5. Tobler, Theodonei libeUus de loc sanct.
8, 211 aucht in dem worte diileb oder dulb, das im arabiachen eiche
bedeutet; vergl. auch NeuraanD, Drei mittelalt. Pilgerscbr, in Oe^terr
Quartalflchr. für kath. Theul 18ß8 b. 406. " Ueber die krankheit der i
pferde infunditus s, Tobler a, a, o. ft. 212.
5
et Balezoara dicitur, quinta de civitatibus illis, sed precibus
Loth de subversione servata est, que usque nunc ostenditur.
In exita Segor uxor Loth in salis effigiem mutata est, cuius
adhuc apparent vestigia. Supra ripam predicti maris multum
s alnminis et catanii ' ab incolis reperitur et ex maris bitumine
extrahitur et colligitur, quod Judaicum ^ appellatur ab incolis;
Segor autem a compatriotis opidura palme vocatur. Super
Asfaltidis Lacam in descensu Arabie Carnaini ' est spelunca
in monte Mohabitarum, in qua Balac filius Beor^ divinum
10 adduxit Balaam ad maledicendum filiis Israel, qui propter ve-
hementem impetum Israel vocatur ^. Lacus Asfaltidis Judeam
dividit et Arabiam. Arabia tempore filiorum Israel solitudo
erat, id est deserta terra, invia et inaquosa, in ea quidem
Dominos eos detinuit quadraginta annis pluens manna ad man-
i&ducandam aqua de petra producta. In Arabia sunt castra
filiorum Israel et est locus in deserto, qui Helim dicitur, in
quo sunt duodecim fontes aquarum et septuaginta palme ", quas
de Mari rubro exeuntes reppererunt. In Arabia est vallis
Hoysi, in qua percussit bis silicem et fluxerunt aque, de qui-
^ bos illa predia irrigantur adhuc. In Arabia est mens Synai,
ubi Dominus dedit Moysi legem proprio digito scriptam in
tabulis lapideis. In Arabia precessit filios Israel columpna
*
1 Baaozara D, Balazoara X, Balegoza J. 5 catannii X, katumii U,
chatraDum J. bimmine D, bithumine J, ex mari bitumen X. 7 a com.
patriotis om. D. 8 Alfaltidis DXJ. Caynnaim X, Gamam U, Char-
naim J. 9 Balaac D, Balath J. divini D. 10 et ad D. qui [etiani
J] propter preruptum vebemens excisus vocatur XUJ. 11 Locus Alfal-
tidii iste lacns Judeam D. 18 quoque U. 14 ante quadragintn
delet qnag D. 17 decem XU. Ixxii X. 20 rigatur patria X» irri-
gatur patria U. 21 legem superscr. rubro atramento D. 22 tabula
lapidea D.
* Gemeint ist nach Tobler a. a. o. s. *214 dan arabische kattran
oder koiträn. * Der Anonymus bei Neuiuann a. a. o. s. 407 «a^t
gluten Judaicum, was keine unserer hss. bietet. ^ Astaroth Karnaim,
Tcrgl. Order, a. a. o. 56, 1. • Nicht Balac, sondern Balaam war der
•obn Beors, yergl. Num. 22, 5. * Diese stelle ist verstümmelt, vergl.
die Varianten. " Die zahlen stimmen überein mit Theodoricus bei
Tobler 8. 75 auch mit Johann v. Würzburg bei Pez, thesaur. anecd.
I, 8. 8. 502.
6
ignis per noctem et niibes vallavit eos per diem. Ibidem mjnt
quadraginta mansiones liliorum Israel; ibidem est raons Oreb,
ubi lequiescit Aaron. In Arabia est mens Abarim , in quo
Dominus Moyseii sepelivit eius nunquam appareiite tumtilo.
ft In Arabia est Mons regalis castrum habens rmmitissimmu,
quod Balduinus primus rex Fraiicorum * iu Jherusalern ad tute»
lam regni firmavit et Christianis tofcam illam regionem sub-
iiigavit. Arabia iungitur Ydumee in confinibus Boatron '♦
Ydiimeu terra Dainasci est; Ydmuea tarnen siib Syria est, Da-
10 e^ascus quidem capiit Syrie dicitur. Ydumeam et Pheniciam
dividit Libanos. In Phenicia sont iste civitates : Accon, Tyrus,
Sarepta Sydonis, Barnht, Gvbelet Tyrus Phenicum nobilis-
sima nietropolia, que Christoni perambulantena maritim am, nt
Syri asserunt^ recipere nolnit, que et divina testante pagin«
i& maltos niartires Deo reddidit; et nota, qnod ante Tyriira e»t
lapis marmoreua, super quem sedit Jhesus, illesua a tempore
Cbristi iisque ad expulaionem gentium de nrbe, aed postea de-
fraiidatus est Francis necnon Veneticis ". Snpra vero residnum
lapidis fundata est ecclesia in honorem sancti Salvatoris. Or-
ao tavo niiliario a Tyro contra orientem supra mare 8arphet,
»ir, i<«ic. IT que Sarepta est Sydoniorum, in qua quondam babitavit Helyas
propheta et in ea resascitavit filium vidue. Sexto miliario a J
Sarpbet Sydou, ex qua Dydo, que Carthaginem constrtixit tiiH
Africa. Sexto decimo miliario a Sydon Beritbns, qua quedam^
ftß yconia Salvatoris nostri * non multum post passioneni eius aj
1 illog vallavit eos D* 2 Or Xü. 3 Abarin X, Abaunim J.|
6 primus om. DJ, ttitelam] iacuna in D, ad taendum regmim XUiJ
8 ante Ydumee delet ydom D. Bestrion D, Boston J. 10 Fenici&m DJ
11 Fenicia D. Accon-Gybelet om. XÜJ. 12 Tyrui om- D. 14 Syrii D.
16 marm.] addunt XÜJ; haat modicua. iließus- Christi om. D, »d*
dunt XUJ. 17 gentium om. D; pfeutilium J. 18 detruncatua X, defun';
datus J. Franccifl D* 20 Serphat X, Sarphen ü, Sarpon J. 21 Sido-I
nie Xtl. 23 Sarphen D, Sarpbat X, Sarphen U, äarpon J. CarU-l
ginem D, que conatruxit AÖVicam U. stniiit D. 24 AflfVica DJ
BerittuBum D» ßeriDthns X, BirethuB V*
* Im jähre 1115, vergl Wilken Ge«ch- d. Krea«Küge 2, ä. 402. ancli j
Hiet reg. cap. 18. ' Bosra. * Die Venetianer eroberten 1124 Tyro«,]
* Ueber dieses bitd vergl, Robmj^on» Palaeetina 3, a, 727.
quibusdam Judeis ridiculuse crucifixa ßangiiinem prodiixit et
aqnam. Unde miilti in vero crucifixo baptizati crediderunt- ;
iniciinque ex illo liquore pemocti eratit ei qnacunque infirmi-
ite gravarentur sanati sunt. Et nota, quod est Ärphat urbs
Damasci. Damascos in Syria est, de qua historia: Caput SijfWy
jverenda metropolis in ea. Damascuii] vero ccmstrüxit Eljasar
ervuB Abrahe in agro» in quo Abel occisus est. Damascum
iDbabitavü Esau« qui et Seyr dicitur, id est pilosus, dicitnr
eliajn Edom , id est iiibeus. Ab Edora tota terra Tdumea
w vocattir, de qua in Psalmo : In Ydumf^mn naieudam calciamen-
ium metitn. Est autem Edom vocata, unde propheta: Quis
ett isUu qui venu de Edom etc. Est aatem qiiedani pars ilHiis
terre Hus, ex qua beatus Job, que et Sueta dicitur, de qua
Baldad Suites. In qua etiam Theraao * metropolis, ex qua
ift Eliphaz Tbemaiiites^ in qua etiam Naaman ' opidum, a quo
Sophar Naaniathites, hü tres consolatores Job. In Yduraee
finibus secundo miliario a Jordan e fluvius Jaboch, quo trans-
vodato Jacobf cum a Mesopothamia rediret^ luctatus est cum
angelo, qui de Jacob tuutavit ei nomen in Israel In Vdumea
st nians Seyr', sub quo Daoiascus. Secundo miliario a Da-
est loctis, in quo Christus Sau lo apparuit dicens: Säule
juh* etc. In Damasco baptizavit Saulum Ananias nonien ei
Imponens Paulus, De muris Damasci diraissus est in sporta;
et nota, quod ad radicem Libani oriuntur fluvii Pharphar et
«^ Albaua Damasci. Montem * Libani et planiciera Archados Al-
bana trausfluit mari magtio se copulans finibus illis, in quibus
beatus Eusfchachius ab uxore sua privatus et a filiis desolat us
^ *
2 Tero] secundo D. baptizati om. D. 3 quicunque D. 5 captt D.
ante etiam delet est D. Edom id est oni. D. Edon D. 11 Edon D.
ocata om. D. 13 huiua D. Suetam D. 14 Baldasuitea D 15 Eli-
täh D. Temanites B. 16 Naamantite« D. in t^m. J>. 17 Jacob DXU,
Jnboth J. transnttto DX. 18 Jacob oin. D. Meaopotamea D, 19 in
om, D. Ydotnea D. 20 Sephi D. 25 Abbuna U. et] per D. et
Albana D, 26 transfluiint D. a mari D« se inTicem D. copnlatis B.
iüiuB D.
j««i. es. 1
* Ueber Stieta and Tbeman s. RobinBon. Falaeat B, 126 f. und
Tobler a. a, o 229, ^ Naema. ' es-Schera, vergU RoMnaon,
Neuere bibl. forsch, 573 ff., 632. * Die in D Teratümmelte etelle nach
den anderen Hba, verbessert.
8
rece«sit; Phar|ihar per Syriani tendit Amtiochiaza labens se-
CU8 muros eius. In Antiochia sedit beatus Petras apostolos
Septem annis pontificali decoratus infula. Ad radicem Libani
orituitiir Jor et DaQt iH^ döo fonfces, de qnibus Jordanis con-
c. ticitur sub moiitibua Golboe, in quo Christus a Johanne pre-
Cursore eius tertio lapide ab Jericho baptizatus est. In illo
' "' ö loco vox Patris audita est : Hie ist fiUu^ meus etc. Ad * r*-
diceui Libftoi civitas Paneas sita est, id est Beiinas, que etiuu
Cesarea Philippi dicitur. Et nota quod u moiitibus Gelboe
10 iisqiie ad Lacnm Asfaltidis est vallis, per quam Jordanis labi-
tur; et illa vallis dicitur Gortus*, Aiilon \ quod Hebraictttti
vocabulum est ^ qoia grandis et ram])e8tri8 est* Ex utraque
parte vallatur montibus continuis a Libatio usque ad desertum
Pharan \ Dividit autem Jordanis Galileam et Ydumeam et
jfe terranj Bostruu, Et ut>ta, quod Jordanis descendens interpre-
tatun Dan fere ab ortu suo anbterraneum ducit gur^item us-
que Medan * planiriem illam , in qua patenter satis suum re*
niittit foras akeum. Planicies illa Medan vocatur eo quod
Dan in illa medius est; Sarracenice quidem sonai planicies
ao illa Medan» Latine voratiir Forum, eo quod intrante estate in-
numerabilis omiiia secum deferens venalia ibi convenit popn-
lu9 Parthorum et Arabuni ingens multitudo ad tuendum popu*
lum et ad pascendos greges suos in pascuis illis per totam
estatem demoratur. Dan se reddens in fluvium Suetara pera*
aft ^rat, in qua pjramis beati Job superstes adhuc a regibus et
2 eiuaj Edikte X. 4 duo J vero D. 6 ein» om. D. 7 a mouU
(jelboe ad radicea D. 8 Lj)mm D. 10 Alfalfeidh DXU. 11 Garo« D,
GorthuB U. Äulon otu, D.
17 Meddam ÜJ. mittit D.
20 Meddam U , Mtidan J,
23 paacendum D. illius D.
ante regibus delet tob D.
15 BoBtrum D, Bosram XJ. deseeosuä XUJ.
IS Meda X, Meddam ÜJ. 10 pl^tea XÜJ.
21 ibi om. D, 22 Francorum D,
24 Sau tarn U. 25 peragit D. Qnoeig J«
' Die Worte A moate Grelboe ia D sind wol dem niksbftea saixe
entnommen und vergessen getilgt zu werden " el-Ghör, ' Aolon iit
griechiBch , nicht liebrÄisch , Eobinson Neuere bibl. Forsch, 438 Bai ,
Job. V. Würaburg a. a. o. 505 feblt dieser aats. * Paraa,
Num. 10. 12 ff., Robinson. Palaeatina 3, 160. * De Vogüö, les i
de la terre sainte b. 422 biilt Medan für den plat« westlich von Bastaft,
gonanni Ard^eS'Suk ,Ia plaine du marche* i vergl. Tobler a. a. o. 236^
9
getitibos solemnis babetnr Dan contra Galileara gentium se
obliquans snb nrbe Cedar secas niedicabilia balnea loca plana
traDsflueoa Jor copulatur. Jor haut longe a Paneas iacum
reddit ex se, postea mare Galilee surait initium inter Beth-
fi saidam et Capharnaum. A Bethsaida Petrus et Andreas, Jo-
hannes ei Jacobua Alphei fuenint iiati. Quarto * miliario a
Bethsaida est CorozaiD, in qua outrietur Antichristns ^ sedutior
orbis, unde illud Ve tibi Bethsaida, Ve tibi Üoroiain. Quinto >»•"••• "• '»
miliario a Corozain est Oedar ^, excellentissima illa civitaa, de
Liqua in Päälmo: Cuw JmhiitDtiifnus Cedur etc. Cedar tenebre ?•.«».»
interpretatur. Capharnaum in dextro capite maris sita est,
ivita« centtirionis, cuiua öliurn in ea sanavit Dominus, de qno
itiam ait: Nau inmmUtntum fidetti in laraeL [n Capharnaum «*<»»»'«» ••;
mnlta signa fecit Deus docena in synagoga. Capharnaum filia
^ pnlcherrima interpretatiir vel filia pulchritudinis * , que nobis
sanctam ecclesiani i^ignificat; ad quam qtii de Libano descen-
dnnt» id est de candore virtutom, ab ea et in ea lucidiores
redduntur. Secundo miliario a Capharnaum de&census montis
^illitis \ in quo Dominus sermonem fecit ad turba« docens apo-
^Btolos duos, in quo et leprosum curavit. Miliario a descensu
Uhus est locus, in quo Dominus pavit quinque milia hominuni
de quinque panibus et dunbua piscibus. Unde locus ille Menaa^
vocatur quasi locus refectionis. Cui subiacet locus ille, in quo
Christus post resyrrectiooem discipulis suis apparuit comedens
■tptiin eia partem piscis assi, supra mare^ quod Dominus sicco
1 habetur corr. ex habebat ur D. 2 medicabllia apineti plana XUJ.
;i aotem D. a Paa-l apyarena D. 4 iiostea unde D. 5 Üetaaida D.
Bebtaaidain Ü. Capharneum XU. Betsaida D 6 L[iiinto DX. miliari D.
7 et est D* Con^xaim D, Corozaim Xü. 8 Coroaaim D. quiotct-Co-
rozain om* D. 9 ar in Cedar in rasura D, 10 in tenebria XU, om. .h
11 Capharneum U. 15 pakritudinis D. nobie om. D, 16 sanctas
ecctesias D. qmdeiii D, cum qui U. Lybauo D. 17 aacendiint D,
descendit U. et ab ea igne D. 22 panibuä addit al. man. in marg. D.
m
* Quarto hat auch der Anou. bei Vogi^e a. a. o. 422 und der bei
umann a, a. o. b. 423; Job. von Wöraburg 505 hat aexto Uesefehler?).
VergL Tobler, Jerusalem 588. * Vergl, Raumer, Palaest 216,
• Vergl. Bobinaon a a. o. 486 note 1 und 530. '' Der /Herg der
Seligkeit', wo ChriBtus die bergpredigt hielt, jetzt Kurftn Hattin» vergl.
Robinson, Palaeatina 3^ 486. * VergL RobinBon a. a, o. 486 note 1 und 530.
10
pede perambulavit, cum circa qiiartam vigiliam noctiB Petro
et Andree piscatoribus apparait, ubi etiain Petro supra mare
! üiiMii, 14, n nd eom ire voletiti et mergenti Domioiis aifc: 3[otUre fidd,
quart duhitasttY übi et alia vice discipiilis suis periclttaniibos
mare quietum reddiriit. In sinistro capite maris, montis in
coQcavo Genezareth Iacu8 auram ' generan», quod adhuc ab illic
presentibna sentitar. Hec aiitem regio Galilea gentiuin, in
tribu tameo Zabiilon et Neptalim. In soperioribus Galilee
«huiua et ille civitatea faeruni, quas rex Salomon Irani regi
Tyri amico siio conceasit. Secundo miliario a Genezareib Mag*
da] um opidum , a quo Maria Magdalena. SecuDdo miliario a
Magdalo civitas Ginareth *, que Tiberias dicitur a Tiberio ce-
Bare cognominata , quam in iuventute sua Jhesue frequentarc
solebat. Quarto railiario a Tiberiade contra meridiera Dothaim \
iu quo fratres Josepb greges suos i>ascebant, repperierunt Jo-
seph, quem et ibi Hismnhelitis babeotes odio vendiderunt
Quart€ miliarin a Tiberiade Bethulia ci?itas, in qua Jndit
pro gente salvaiMla satis constanter interfecit Olofernem in ob-
sidione urbis. Decimo ^ miliario a Tiberiade est civitas Nnzareth
Galilee, civitas propria Salvatoria eo quod iu ea nutritus fuerat*
Nazaretli iuterpretatur virgultura vel flos et non sine causa,
cum in ea flos ortus sit, ex cnius fructu omne seciilum reple-
tum est, scilicet virgn Maria, que est flos florum *, cai angelus
in eadem civitate filium Altissimi nascitoruni nunciavit diceiis:
uc. », sa AvVy JUariu, grati4i pkmi etc. De Nazareth dictum fuit: Ä
joKuM NoMareth potmt alitpiid boni esse; non * est urbs Accaiün,
#
2 Andree] aliia D, 6 contanige D. Nassaret D. ab om. D.
illis D. 8 tarnen] Dan D. 12 Cinarath D. ante qne delet et D.
13 ce«,] opido D. 14 Tyberiade D. 15 Josep D, 19 doodeoimo J.
Tyberiade D. 25 fuit dictum coiivertit in dictum fuit D.
' Vergl. Laurent zu Orderic. X, 6 s. 147« * Jetzt Kinneretk, ut
nicht Tiberias, sondern liegt nördlich davon , vergh Laurent », a. o.
* lieber Dothaim und Bethulia vergh RobiDBOn. Neue bibL Forich. 448.
* Duodecinio haben auch die Anon. bei Neumann 426 und Vogü^ 423,
dagegen unsere bss. ausser J alle decimo. ^ *Que eat Bos flontm'
scheint ein eigener zusatz OliTers zu sein; die worte finden sich tooiil
nirgenda. * »Non — divitur ista' sind ebenfalls ein anderswoher g^
nommener zusatz Olivers. Die worte bildeten wol ursprünglich eine
randnotiz und hätten eigentlich erst naoh 'Accon' eingefügt weirdea
müssen. Sie bilden übrigens zwei hexameter»
20
quam quilibet estimat Accon. lila Philistea, Piolomaida dkifcur
lata. Secundo a Nazareth miliario Sephoris ctriias in via, que
iucii Acc^ii, ex qua Anna mater Marie Christi nutrix. tjyarto
miliario a Nazareth, »ecnndo a Sephnri est Ghana Galilee contra
firientem, de qua Philippns et Nathanael, in qua puer Jhesiis
mm raatre sna disciimbens in nuptiis aquam in vinum con-
^ertit. In Nazareth labitur eiiguus foas *, ex quo in pueritia
aesus haurire solebat et inde matri sue miniatrare. Quarto "
illiano a Nazareth contra orientem est nions Tbabor. in quo
ranafiguratus e^t Jhesus presentibns apostolie Fetro, Johanne
Jaeobo, coraraque Moyse et Helia, ibique vox patris audita
li: Hie est filias tmas diUctus etc, qnod et Petro, Johanni mmui, i?,
Jacobo vetnit ne qood vidissent alicui revelarent, douec
ilius hominis a mortuis resurgerei Ubi et Petrus: Domine
7num est nos hie esse, Secundo miliario a Thabor contra tbuu •
^rientem est mons Hermon* In descensu moutis Thabor ob- a«». i«, ü
riabat Abrahe revertenti a cede Amalech Melchisedech ^ qui
Sem, filias Noe, sacerdos et rex Saleni, preaentans ei panem
"et vintim , quod Ggurat altare Cliristi siib gratia. Hecundo
liliario a Thabor Naym civitas, ad cuius portam Jhesua re-
titoit rite filium ndue« Supra Naym eat mens Endor', ad
cutiis radiceui supra torrentem Cadumim, qui et torreus Cyaon,
ooQsiUo Debbore prophetiase Barac, filiua Abinoe, devicit Ydn- .
meoB. Quinto miliario a Naym Jezrahel civitas, que et Zaraym,
tex qua Jezabel impiissima regina fuit, que abstulit vineam n
*
l Ptholomaida D. 4 8ephora D. 5 Natanael D, 8 inde] sibi D.
•exto D. 11 Helya D. IS vetuit om. D. 16 descenda fh 17 ubi
obTiabat D, 20 secundo-civitas am. D. 22 Cadumin D, Cadumüm X,
Chftdaiium J. Siaon D. 28 Delbre D. Aoion DX, Amor J. 24 Je*
sJÜie D. Caraim D. 25 in qua D, Jezahel D.
' Die 'Quelle der Juagrrau\ vergl, Eobiaaon, Palaett. 3, 424 ff.;
Orderic. bei Laurent 146: fan<! Gabrielia. ^ ^Quarto* geben auch die
Aboh. bei Neumann 426 und Vog-üe 423. * Eudor ist ein dorf» kein
berg« ¥ergl. Robinson Palaeatina 3, 468 f.. wird aber wahracheinlich
infolge einer angäbe des ^alten komx'^^diuMi*^ sebi- ofl als mona be-
aeichnet» vergl. Tbeod. bei Tobler 103, Thietmar, (ausgäbe v. Laurent
1867) fl. 5, Anon. bei Vogfte 423, bei Neumann 427, Job. v, Würiburg
488« dagegen bei Burcbard. de monte Sion VI, 8 (bei Laurent« Quatuor
^6t«g. 47) vijla, Order, bei Laurent a, a, o. VI, 1 nennt ea vicnm grandem.
Naboth , qiie i.4mm pro iiupurtuiiitate sua de sumtuo palatii
soi precipitaka mteriit. Cuius * piramis superstes videtnr. Jaxta
Jezmhel cuinpiLs Magedo, in quo rex Josias a rege Samiirie*
subactus occubnit, deiöde translatus est in Syoii et sepultus.
I*rimo miliario a Jezrahel montes Gelboe, in quibus dimicati-
I lUM, altes Saul et Jonathas subacti ceciderunt. ünde David: Net*
ros nrc ptuvia vmund super vos, Secundo miliario a Gelboe
contra Orientem Scytho[M»lis civiia», Galile«^ metropulis. que tl
Bethsau, id est doirins soHs vel ciyitas, super ciiios muros sns-
lü penderunt c^mt ^auL Sexto miliario a Jezrahel Geaiinnm *
opidiiiii illod est» a quo cepit Samaria. Deciruo rniliariu a
Oemino Samaria^ que et Sebasten et Augusta ab Äugusio ce-
aare dicfca, in qua »epiiltus fuit paranvuiphus ille precursor Do-
mini, Johannes baptista \ ab Horotit; dewdlatuß * et tranalattit*
Iß traus Jordanem iuxta Lacum Asfaltidis iu castello Maceronta
u diäcipulis suis sepultus est iiiter Heliseum et Abdiam. As-
sumptum exinde corpus postea u Juliano Apostata concrematnm
fuisse pprhibetur datin vento einer ibus 8ed absque capite, quod
antea translatum fnerat Alexandrie, posfcea Constantinopolini,
a<> ad ultimum in Galliam iu pagu Pittavieusi, et absque indice,
quo ?enieutem Chriatum ad baptismuni indicaverat dicena: Eccr
I, w üffitus Dtn etc. Indicem detulit secum beata virgo Tecia int«*
Alpes ibiqne in maxima veneratione tenetur in ecclesia Moria-
nensi *, Et Samaria est nomen iirbis et patrie, Sed nota,
1 Äolio D, 2 super sepes 0, 3 Jezahel D. Maiedo DX, 5 b
qaibua bis scrib, D. 8 Scitopolis D, Galilee metropolin Qeroeahel D.
9 Bersarn D. aalia D, pania U, 10 quinto CJJ, uno X. Gerosahel Ih
13 paraninruB D. ille] et 0. 14 ab eodem D. decoUutua tmii»
(citraJ) Jordanem iuxta lacani ÄRpbaltidia io castello Macberunta «.Mace-
rODtaX) a diecipulie suis inde trunslatuB Sebasten ibique sepaUtw XÜJ.
15 AlfaÜidiß DX. Äfaltidis ü. 20 Galileam D. 24 Moriaöenai D, Moria-
cenbi Xü, patriarijhatus D.
' Vergl. hierzu Laurent äu Thietmar 21 anm, 240- * *Samarie*
auch Theoder. 97, Auon. bei VogQö 424, bei Neumann 427 a a., dennoch
rnuas es hei&aen ^Egypti\ wie auch Burch. de moote Sion Vll« S; vergU
IV. Reg. 2X 29. * Djennin, das alte Ginaea. ^ S. Robinson«
Pttlaest 8, 369. ' D gibt hier den verstümmelten text; vergL di«
Varianten, die mit den anderen herangezogenen quellen aberein«itimm«n.
* Maurienae, ?ergh die note bei Neumann 429, wonach auch die Hei-
lige Tygria gebeiasen haben soü, obwol die quellen ime TecIa
13
(juod miliario a Nazaretli CAmint meridiem est locu«, qui saltus •
TocatoT, ex quo puerum JhesuDi precipitare voliiernnt iuvenea,
sed ab eis in momenio disparuit. ijuarto miliario a St^bastea
Neapolis est, que et Sychera a Sycheni patre ^ Hemor Donii-
ft nata est, inter Dan et Bethel posita; a Sychem voeata est
terra illa Sychera. A Sychera fuit Hemor, qiii Dinam filiam <
Jacob rapuit fioibus illis perambulantem. In Sychem vero re-
lata fücTiint ot^^a Joseph pergentibus * filiis Israel ex Egypto.
In Sychem iuxta fontem fabricavit Jeroboam aureos vitulos "'"•«. i»J
to duoR, qiios fecit adorari a tribubu.s, quas secum de Jherusalem
adduxerat Unum ex hiis posuit in Dan, alium in BetheL
Sychem urbem illani delevenint filii Jacob, Hemor quoque
remerunt dolentes de adulterio Dine sororis sue, Sychem
iia diebus Neapolis dicitnr, id est nova civitas. Sychar ante
^'chem iuxta predium, quod dedit Jacob filio suo Joseph, in
lO funs Jacob, qui et put^us dicitnr, super quem ewangeli-
tns est Jhesus fessus in itinere sedisse et serraonem habuisse
m Samantana dicitur. Ibi nunc ecclesia constttuta est ^.
lixta Sychera therebiutus illa est , sub qua Jacob abscondit **••*• •*
fdt>la in BetheL Miliario uno a Sychem Lii/a civitaa est, in
cjita per multi temporis »patium habitavit Abraham , ubi et
acob, dorniien« i^calam celura taugen tem ad caput suum vidit
gelosque ascendentes per eam et descendeiites. Statim evigi-
.as ait: Quam terribilLs est locus etc. Erigensque lapidem *'"•'"• *']
titulum fuudensque oleum desuper appellayit nomen illiiis
l toiliario secQndo D. saltaaj preoipitiom XJ^ precipiam ö. 4 Sy-
che D. 6 Hemon E^ Hernion J» 8 revelata D. ante faeriant delet est D.
I- "- ^©ntibuu-Israel om. XUJ. 12 Emon D, 13 ante Dine delet
nte« D. 14 Neapolim D. Sychar ante in mansit Sicbem D,
^aeep D, 18 conatmitur XÜJ. 2u Lusa D. 21 Abraham ubi
m, D. 22 Jacob ubi D. viditque angelos quoque D, 24 vigi-
D. quam om, D, 25 qua om. D.
• ▼©rgl. Thietmar 3 anm. 32 o. Laurent, C^uat. pereg. 47, anm. 294.
» Yielmebr filio, wie auch Orderic. XIU. , v**rgl Gen. 34, 2. ^ Die
Worte pergentibus ülüs Israel finden sich nur in D. sind vielleicht zu*
eatz Oliver«. * Die kirche boII zwischen 1150 untl 1170 erbaut sein,
lobler. Theoder 170. Pas |)raeBena construitur, ist in unsere hßs. ebenso
gedankenlos hinübergenomnieit wie hei dem Äaon. bei Neumanii 430
a, ft. Oliver Änderte sinngein&a^.
14
Bethel , quod priiis Liiza appellabatiir '. In Bethel precepto
Domiai voluit immolare Domino Abraham filium aüum Isaac
Est aiitem Bethel collateralis mous Qarizim respiciens moTitem
üebal ad orietitem. Vigesimo miliario a Sychem, qaarto a
Jherusalem via, que ducit Uiospoliiii , mens Sylo et civittd
Rama ^, ubi archa testamenti et tabernaculum Doiuiai ab ad*
ventu filiorura Israel mansenint iisque ad tempora Samodis
prophete et regis DavicL Vigesimo quart-o miliario a Sjchem,
sexfco decimo miliario ab Diospoli , sexto decimo ab Hebroo.
quart^i decimo ^ a Jericho, qiiarto a Bethlehem, sexto decimo
a Bersabee, vigesimo quarto ab Ascaloaa totidemqiie a Joppe
Jherusalem sanctisaima Judee metropolis civitas, que et Syon,
Tu w, a de qua dictum est: (rloriosa dida sunt de ie, dviUi^ etc., qoe
etiam Ilelia dicitur ab Helio Adriano, qui eam congtruxH.
Bethlehem, civitaa Jude, domus panis i«terpret«tur, que et
Elfraia dicittir« nee sioe causa, quia de flore Nazareno pn>-
cessit in ea fructus vite de virgine Maria, id est filiua Dei
vivi Jhestis Christtm^ qui panis est angelorum, totius mundi
vita. In Bethlehem iuxta locum nativitatis iu presepio fiiife
fenum , in quo virgo latitiivit iufantem Jbesum. Unde |.ter
prophetam : Voif novit bos pos.si'sstnrm suum etc» Fenum istnd
postea ab Helena regina Rome delatiim fuit et honeste recon-
dituni in ecclesia aancte Marie matoris. Miliario uno a Beth-
lehem refulsit stella pastoribus nato Domino eis apparente an-
Lu«. t, 14 gelo et dicente: Glona in cax'clsis Deo, In Bethlehem ao?a
Stella diice venenmt tres reges ab Oriente adorare natum Jhesum
presentantes ei mystica mimera, aunim, thua et mirram. In
Bethlehem eiusque finibus lussit Herodes decoUari innocente^.
1 qui D, 2 noluit D. 3 Garozim D, 4 Tebal D. muliario P.
5 Dyaspolim D. 7 a-dTeotu Domitii iliornm D^ 9 deeimo ona. D.
Aapoliui D. Ebron D. 10 XHl. JCl. Betlehem D. U Betsaida D.
Aascalona D. Jope D, 15 Bethleem D. 16 Eufrata D. 20 iac-
tavit D. 22 Rome om. D. 24 BeOieleem D. 25 Bethleem D*
iiova om. B. 28 Bethleem D. iimocentes om. D.
» Vergl. Judic, 1, 22-23. * üeber Rama vergL Robinson, P»-
laeatbia 2, *ih% f, ^^ Hier B^rhwanketi die lesearten zwischen 13 and
H; Job. V. Würsburg 490 wol nur auB Teraehen 'decimo\
15
Qaaito miliario a Bethlehem contra meridiem ecclesia abbatis
Karioth ^ nbi et ipso transeunte de hoc mundo monachi eins,
quibns pios pastor prefuerat, cum eo pariter agonizavernnt,
quod a Deo devote prescierant, eo quod pater eorum pius ex-
ft titerat, nee post eum vivere yolebant eins amore ferventes,
singulonim quorum compagines in ecclesia predicta videri possunt
illo modo, quo se habuerunt in desolatione patris eorum ago-
nizaotes; translati sunt postea in Jherusalem. In Bethlehem
infra basilicam haut longe a presepio Domini requiescit beatus
10 Jeronymus; Paula quidem et Eustochium, quibus Jeronjmus
prefmi, similiter in Bethlehem sepulte quiescunt. Miliario uno
a Bethlehem via, que ducit Jherusalem, Kabrata * locus est,
in quo com Benjamin peperisset Rachel occubuit, ibique a viro
suo Jacob tnmulata quiescit, cnius tumulo superposuit dnode-
ift cim lapides non modicos in testamento filiorum Israel, et cuius
adhac piramis a transeuntibns videtur. Jherusalem Judee
glorioaa metropolis iuxta philosophos in medio mundi sita est
Regnavit autem in ea David annis triginta tribus et dimidio.
Est qnidem in Jherusalem mons Moria, super quem videns
*^ David angelum percutientem gladio evaginato, quo populum u.n^.t
Dei graviter cedebat, timens, ne in se et urbem ulcisceretur,
pro populo pronns in terram corruit vere peniteus graviterque
86 affligens, a Domino exauditus veniam meruit. De David
ait Dominus: Invmi virum sectindum cor meum. In monte'^^'^^",'^
^ Moria regnante David äorebat area Oman Jebusei ^ , a quo
ipse David eam emere volebat ad construendam donium Dei,
eo qnod ab eo misericordiam consecutus fuerat et quia angelus
1 Bethleem D. beati XUJ. 2 Paristoch D, Earitoht U. ubi
om. D. eins id est quibas D. 3 prius D. 4 prescierunt X, pe-
tierant J. 7 desolationem D. 8 in om. D. Bethleem D. 9 aut D.
10 JeroDimias D. Eustocbia D. 11 scripsit XU, scribit J. ßethleem D.
11 Betlehem D. 12 Gabra et lacuna D, Kabrata J, Eapraia U, Ke-
blata U. 13 cum saperscr. D. 17 gloriose D. 18 vit superscr. D.
19 est ibi qnidem D. 25 fulgebat aurea urna Gebusei D. 26 eam
om. D. constitaendam D.
> VergL hierüber Tobler, Jerusalem 2, 525 f., auch 509—29. - Heute
Kabbet B&hll, vergl. Robinson Palaest. 1 , 363. ' Vergl. IL Reg.
24, 16 ff. Q. I. Paral. 21, 15 ff.
Domiai ei parcens in iüo restiterat loco ; sed ' vetituni fuit «i
a Domino, quia vir aaugiiimim fuit Eirpensas, quas prepara-
verat, Salomoni filio suo, cui a Doiuinu concedebattir, tradidtt,
quatenus ipse domum Deo construeret, Edificavit Domino in
ea rex Salomon templum Bethel et altare. quod edificarit in-
ID. R#t «* comparabiii ßumptu petens a Domino, quod quicunque de qna-
cunque re iusta confliiereTit * ad eum, in eo exaudiri mererentnr,
quod concessuiii ei fuerat; ergo domus Domini domus consiüi,
ii^Iflud autem postea pro iucontinentia populi et principis ei-
i(* a^joliavit Nabochodonoaor per Nabuzardan principem cocorum
tempore Sedechie regia. Paulo post quidam Pharao templam
delevit et iirbem, Ne lectori videatur absurdum enumerare, sub
quibus et a quiboa destructioue« et restructionea primi et se*
cinidi et tertii templi extiteruut, hoc de presenti sufficiat. Sub
iö quo et H quo principe restitütum sit, fere ignoratur. Quidam *
dicunt sub imperatore Constantinopolitano propter Lignuoi quod
de preliii triumphans attulerat, alii a Jnstiniano Augusto,
alii a quodara imperatore Metuphis Egypti , alii ab Helena
matre Constautmi reedificatuin fuisse perhibent pro reverenfcia
sancte crucis ab ea reperte, alii ab Eraclio imperatore pro re-
1 eztiterat D. emit quidem , sed vetitum fuit ei a Domino , ne
intromitteret se iode XÜJ. 3 concedabattir D. 4 edificium Domino
etc rex Salomon D. 5 Betel D, id c«t Retbel XÜJ. dedica^it XÜJ.
7 coneulerent eum XÜJ. 10 NabogodonoaoT D. Nabutzad&n D.
ootborum J^ exercitoa X. II antea quidem J, paulo-urbem om. X.
14 templi om. D. aub a quo et quo D. 16 Hgnutii om* D. hie paffnu is
XÜJ: Quidetn enim asserunt (oin. J), sub Coiistantino imperatore ab
Helena matre »ua reediÜcatom fai»Be (perhibent J) ]»ro reverentia &aocte
crucia ab ea reperte, alii ab Eraclio imperatore pro reverentia ligni,
quod de Perside triumphans retalerat, alii a Justiniano Auf^usto, alii
a quodam imperatore (ammiratore J) Memphis Egypti pro reverentia
Aiaquebir (AUaqnibre U) AlTachiber J id est snmmidei. IT ante
AogUBto delet imperatore D, 19 perhibetur D.
* Diese stelle scheint verfitünimelt zu aein^ obwol sie auch ao soeH
einen sinn gibt. " Diese Abweichung von der sonstigen leeeartlvergL
variant.) ist deshalb unangebracht, weil das hierauf sich besiebetide
'ergO'ConBilü' nicht veratandlkh ist. ^ In dieser stelle sind die
xelnen angaben sonderbar durcheinander geworfen^ den richtigen
mit dem auch die anderen quellen übereinstimmen, geben die Ya
VergL im übrigen Tobler Theoder, 194.
verentia Allachiber lA est sammi Dsi. Et nota, quod in hoc
templo die octavo natalis 8ui puer Jhesus circumcisus e»t,
caixiä preputiuni ^ ab aogelo de celis Carolo magno re^ pre-
seDtaium est et ab eo delaium Aquisgrani^ post eqiiidem
* » Carolo calvo tmnslatum in Äquitaniara in pago Pictaviensi
apiid Carodura ^ in eccle^ia » quam ibi in honorem Salvatoris
sancti constnixit et regia bonis arapliasimis siib monachali
religione locupletavit , qaod extunc nsque modo solempniter
veneratur. In templo illo puer Jhesus a matre aiia presenta-
10 tu8 est et receptus a beato Symeone dicente : 0 Ihrmiite lumen * "« »»
ad repdaiumem etc. Nunc dimiUis etc. De templo illo enientes
et veudentes eiecit Jheöus. In templo illo liberavit adulteram
ab aecusantibiKs diceos: Qui sint- pecmto est etc. In templo ^r«* «
illo landarit munns panpercule, quod in gazofilaeio posuerat,
litt «joia totum quod habuit dederat. In templo illo dnm morare-
tur Jherusalem docebat Jiideos. Super pionacutum templi Jhe-
I Bnni diabülus statuit temptans euin et dicens: Si filma Bei es w-nb.*. «
I etc. De templo illo fuit precipitatns beatus Jacobus priraus
1 pontifex in Jherusalem. In templo illo nuociatum fuit ab an-
I» gelo Zacbarie natale filii sui Johannis baptiste. Inter templum
et altare Zacharias tilius Barachie occnbuit , super quod in
I Tcteri Testamento sacrificare solebant tnrtures et columbas,
^Hfinod a Sarrac«ni3 postea mutatum est in orolog^ium. Per
^Hbpecto^am portam illias templi tran»iens Petru» cum Johanne *
claudum ambulare fecit in nomine Jhesn Christi, In Jhern-
salem est probatica piscina*, quam certo tempore movt*re so- •
lebai anffelus Domini ; quieunquc aniem infirmus descendebat
post moiionem aque aut prior iritraJmf^ sanus fiebai, a quacutn-
*
1 Et Dota-venerattir om. J. quod om. D. 2 circumsciauB D. 3 Ca-
rolo D- 4 düatum D. poat] est D. 5 Camlo D. 6 Caraesiam D,
Karogiuiu X, Carrosium ü. 12 in teiuplo'peccato est om. J. 16 pi-
Dom D, 17 et superscr. D- 23 in orolojj^um om. D. 24 Johanne]
fteqaantar in XU : respondii patenti eleniosinanim : Quod habeo hoe trado,
in J: respondit petenti elemoainam ab eis qai ab utero matri» baiulaba-
tnr: Quod aatem habeo hoc tibi do. — ^itm msc. J*
« Verjr!- Robinson Palaeatina 2, 288. Tobler Golgatha 73, * Yergl
Acta Sanctorum l, ». 4. ' Die anderen quellen fahren hier fort;
respondit petenti elemOBinan) . qai clandns ab utero matriB baiolabat:
Qaod aatem habeo. hoc tibi do. * VcrgL Robinaon« Palaest. 2, 136 tf.
Ollwn, 2
I
(^ infirmücUe tenehntur, Probaton Grece, Latine pecuHaris
dicitur eo qiiod in aacrificiis solebant intas abluere extera pe-
cudum. Erat qoippe rubea ex bostiis, que ibi imiuolabaiitor.
Ante probaiicam pmcinam languidum sanaWi Jhesiis diceos a:
ToUe grabiitum tunm d vaäe etc. In medio Jherusaleio siisd-
tavit Jhesus puellant. Et nota^ cjuod sub Salomonis regia in
accubitu Syon et valle Josaphat natatoria Syloe facta fait, ad
•' ' quam misit Dominua ceciira Üluminatiim, ut in ea lavaret ocii-
lo8 ßiios. Abiit et lavit et vidifc. Unde 8y loe Missus inter-
10 pretatur. Syloe secandiim traditionem Syrorum ex aileottt)
dieitnr eo quod gurgitem ciim silentio diicit snbterranetmi.
Jüxta Syloe est quercus Rop^el ', sub qua beatus Ysaias re-
quiescit. In valle tlosaphat beatus Jacobus sepultus fuit et
mde tratislatos Constantinopotim. \n valle Josaphat snb acuta
IQ piramide rex Josaphat tumulatua fuit. Secnndo niiliario a
Jherusalem via» que ducit Sychem, mons est öabaath ^ in tribu
Beniannn. Miliario utio ab Jherusalem in accubitu montis
Oliveti contra Äsfaltidem Bethaoia est; coUateralis montis Oli*
veti mons Offensionis, dividit aiiteni eos via, que ducit de Jo-
2ö saphat per Betpbage Betbaniam '. Dictus est mens OffensioDig
eo quod rex Salomon imposuit ydolum Moloch adorans eom.
Bethauiii oppidum est, in quo Symon leprosns sepe Jheauni
hospitem recepit, et devote ei rainistrabat Maria Bethnnie
rigans tacrimis pedes Jbesu suisque crinibus tergens et uDguens
2fe unguento suoruni obtiniiit veniam peccatoriim- Bethanie Mariam
et Marthani laudavit Jhesus, Marthani * ministrando Mariam
Boücitando. Bethanie lacrimis et precibus motus Jhesus fratrem
I
4
1 pecüUare D. 2 extrema D, viacera X. S bestiia D. munda-
bautur X. 6 in accubitu suo Syon D. 10 Syriomm D, ex Sylo
manare dicitur X. 16 Galaat D. 17 in bis Bcribit D, acubilu D.
18 Alfaltidis D. 19 de om. DX. 20 ßetaniam D, 22 opidmn D.
29 et Martha addit XU. 24 et unguens om. D. 26 Martham mini-
Btrando solicitam. Mariam ia verbia eius attentam XO,
* Vielmebr fons, vergl Robinaon, Palaeet 2, 141 ff., TobTer. Jeru-
salem 2, 208 CT. ^ Heute nschebft'a, a. Laurent zu Orderia 48, 1.
' Ueber das unricbtige dieser angäbe vergl. Robinson a. a, o. Z\%
* Die stelle ist ganx entgtellt, die yar. gibt in QbereinetimmiJiig mit <
übrigen quellen das richtige.
M
eanim Lazarum in monumento iam quatridnanum vite reatituit *.
Bethania domus obediencie iiiterpretatiir, Betphage, qui et vi-
; culus sacerdotum» domus bucce vel oiaxillarum , raona Oliveti
mons crismatiä vel sacrificaüoiiis, vallis Josaphat iiidicü vallis,
» Jberuäalem viaio pacis , Syon specnlatio vel speculum. Per
hiitic trainitem aseendit Jhesus Jherusalem sedens snper asinara
die qua celebratiir ramis palmarum, Sic quisque catholicus
snb obedientia angeli stimmt consilii debet ascendere et adire
I sacerdotum presentiam, qui Dei verba nirainant, ut ab iis
p<> corrigatur et iostniatur et eorum doctrina et consilio subire
Taleat vaUeui iudicii, id est contritiouem sane compnnctinnis,
in qaa se affligat et per portam orientalem, id est per Christo m,
qui eat verus oriens , digoe sanctam Jherusalem iotroeat et
celesti Syon, id pst stola iinraortalitatis decorat us cum eo per-
ift petuo maneat In monte Syon lavit Christas pedes discipu-
Innim suorum ^ dans ei« paneni id est Ciirpus smim ad man-
ducandum et vinum id est sanguinem snnra ad bibeodiim, qnod
est viaticum nostre redemptionis. In monte Syon supra pec-
^kis Domini in cena recubuit beatus Johannes de fönte sapientie
potans; ibi in cena ait Jfiesus: qui metmm es! in mensa hie
I n$e tradiiurtis est, Ciii Judas: Numquid ego sum. Domine ? wmxth. m, t§
Jhesus dixit: Tu dixiHti, A sinistro raontis Syon super agrum
peregrinonim, qui et Ageldemach, id est ager sanguinis, secua
viara, qne ducit EftVata^ mons Gihon est vicinus, in quo rex
mm fialomon regnavit et suscepit dyadema '. In accubitu montia
T Oliveti contra orientem trans Cedrou iactu kpidis Jesaemani
(oravit Jhasus Christus ad Patrem dicens : Putet* si ficri polest i«*«ti. i«, •»
1 eorura D. in om. D. 2 Betfage D. 7 die] de D, 8 incedere X,
incendere ü, 12 id est-orienB om. ü, 13 dignam D. 14 iocundi-
j Utis XU. 24 que ducife viam D. Eufratam D, Syon D, Gion X.
Oyon ü. 25 regium diadema su'icepit 0, acubiiu D. 26 Jesao-
mam D, 27 ad auperscr. D.
H
* Vergl hierzu Job. v. WQrzbarg a a o. 510, der zwiBcben der
Martha eoror Lazari und der Martha peccatrix unterscheidet. * Hier
fehlt wohl der Paasus: dicena eis: Sic facite in meam com memo ratio -
nein. Monte Syon cenavit cum diacipulia suia Jheaus dans etc. , der
»ich hei allen anderen autoren findet. ^ Die var. gibt auch hier das
sidlltige, da in der Yutg. nur an dieser stelle Gihon in bezug auf 8a-
erwahnt wird Uli, Reg. l, 33, 88, 45).
2 *
20
etc, Ubi ex kimore carnis sutlorem fiidit quasi sangnineio.
!»u 40, 40 ibi j^it Petro: Non potutafi una httra vußikirtt nuicumf Iterum
discipulis: Dorntite iam d requit\mit\ et tertio: Fi>/t7<i/« W
oraie etc. Deiiide Jessemani re^reasus est. Judast aotem tra*
s ditor ille recepto iam pretio festinaüs ad id ♦ quod de Jhena
Jodeis spopoiiderat, deJit Signum cohorti, quod qnetiicumqoe
osculatus esset tenerent. Quem caguitum sub fraudis osculo
vinctura dueunt in Syon in Pjlati pretorium, nuncupatum
ip, m Orece lithostmtos, Hebraiee Gabindha, Ibi et Petrus eum ter _
10 negavit. Übi audito gallo remioiscens verbi Jhesu vere pe- I
iiituit eum flevitque amare fugiens in caveniara, que modo
gallicautus dicitur, vulgariter Galilea * , via, que descendtt de
Syon in Josaphut sub porta montis 8yon, In nionte Syon
Jhesuä opprobriis nimis afflictus, Terberibus cesus, cachinnis
ift derisns crucem suam baiulaus PUati iu»su, Judeorum impnlsa.
In Golgatha, quod est Calvarie locus^ dictum eo, quia calvari
solebant id est dampnari solebaut latrones. Calvarie dam in
cruce peuderetur hoatia muiidi latroni pendenti aij dexterniu
et veuiani petenti stolam immurtalitatis promisit ; crucis in
fto patibulo perforatus lancea aanguinem emisit et aquara ezstil-
lavit, unde aperti sunt oculi Longini, qui eum lancea per-
cusserat. Sub loco Calvarie ad dextram in introitu ecclesie
eat locus*, in quo Joseph a Pylato corpus Jhesu impetraiit
et sublatuni de cruce lavit, venerandam carnem liquoribus at-
t7, ftBque aromatibus condivit, uwolvii sf/iiäonfi mttuthi haut longe
aepelivit in orto in monumento, quod sibi uov^um in rupe ex-
euderat. Inde descendit ad in fernes ad redimendos homines,
inde resurrexit verua leo de tribu iluda morte subacta. Ibi et
angelus Domini sacria miilieribus apparuit iam ab ostio monn*
80 menti lapide revoluto Jhesumque resurrexisse a mortuis nun-
♦
2 item D. 4 Geesemaiii D. 6 Bpospondit D. dederat D«
7 teneretiir D. 9 llcoatratos D, Utostratos X, licotostros Ü, ÖoU
gatha DX, Grabata U, 11 caveam Xü, 14 cachimis D, 22 loco
om. 0. 23 JoBep D. 24 levavit, antea delet )a?it D. 25 tyno-
done D. aut D; 26 ortum D. 28 ßubiacta D. 29 hostio Ü.
30 que om, D,
' Vetgl Tobler, Tbeoder, 200 ff,
844 ft;
YergU Tobler, Golgatk»
Sl
it : Tite', dicüe dlseipfilis nus et Päro* Sab loco Calvarie ?
m capite eccleaie ab Helena regina crux Domini inTenta est.
Seciindo miliario a Jberosalem crevit arbor illa digotsBima, in
qua ille leo vems pependit, qiii raorte sua mortem delevit, vi-
♦ tarn mnndn reparavit ünde propheta: 0 mors, ero mors iua u*** 13,
etc. Locus, inquaiD, qui modo carcer dicitur, in passioive Christi
catDpestris erat, sed in eo moram babuit, quanidiu machina-
batur ei crncis suapeTidium ; in eo qnideiu ^ raanifestavit se
DomiBQaf cum rediret ab in fern is» Eadeni die declioante iam
*« ad ?esperam daobus discipulis appamit red*>antibiis Eotropo-
lim ^ , id eat Emaua oppidom , sexto miliario a Jherusaleni,
quem et ibidem cognoverunt in fractione panis retineiido ip-
sam bospitem. In monte Syon appamit apostnlis omnibua oc-
tavo die palpanda vulnera sua prebnit, cui Thomas: Domifmn j^h. i^i
1^ msius. In Galilea aecus mare et in man discipulis ter appa*
mit, Qnadragesimo die in raonie, Oliveti susceptus a nube
lüftnibas erectis celos ascendit, Quinquagesimo die, que nobis
tubilenm annunm id est etemam vitam vel libertatem signat,
apostolornm corda spiritu sancto inflammavit. In monte Syon
t> David rex et Salomon aliique reges Jherosoloraitani quiescuni
Ante portam Jherusalem, que respicit occasum ^, saxis obrutus
beatnB Stephanns prothomartir * occubnit, iode translatua in
Bvon et sepultus inter Nichodemum et Abibon, postea Con-
stantinopolim, ad ultimum Rome beato Laurentio contumulatua
s eat. Ante portam Jherusalem iuxta lacum, que respicit me-
ridiem ^, cav^ea illa, in qua leo qnidam inssu Dei omnipotentig
martiram fere duodecim milia snb Cosdroe perempta * una
«
S arbor om* D. 5 tntindi V). 7 sed] et D. 11 Endropolim 3f,
EleuteropoUiD ü. opidiim D, 13 omn.] abgque Thoma addunt XU-
15 rex D. 18 annuin DU. 21 adduot SU: qua parte liberata fuit
utbs. 25 qui D. 27 miu-am D. miliaribüö custode ü» perempto D.
' XU fügen hier binzu: alio loco, wa« auch bei Job* v. Würzbarg
fehlte vergL Order, bei Laurent 16, 4 und den Anon. bei de VogÜ^ 427.
' Zu lesen ist Eleu theropolis, wie auch Job. v. Würzburg 518, Adod. bei
de Voi;^Öö 428, eine auch aonst nachweisbare verwecbselnng mit Nico-
polis» vergl Tobler Jerua. 2» 536 flF.» 543 ff,; de Vogöö a. a. o.: Beit-
Djebrin» t. Röbinfton Palaeat 2, 659 und 625. * Das tor von Beth-
lehem oder Jaffa oder pilgerto, Robinson Palaeatina 2, 19* * Ro-
biüBon Palaestina l, 402. * Da« Zionstor, vergl Tobler, Jemaalem
2, 181 ff. " Im jähre 614, Bobinson a. a, 0. 2, 284.
nocte detulit; und« cameriuna leonis dicitur. Sexto miliario a
.Therusaleni cootra merirltetii via, que ducit Ramatha, mon»
Modin ' , ex qiio Mathathiaa pater Macbabeorum, in quo se*
pulti sunt Octavo railiario a Modin via, que ducit Joppen,
b Lidda, qiie et Diospolis dicitiir, in qua corpus beati Georii »e-
piiltum füisse narratur. Miliario a Bamatha, tertio miliario
a Bethlehem Thecua" oppidum iilad, ex quo Arnos propheta,
qui ibi sepultus fuit. Quarto miliario a ^rherusalem contra
auström oppidum illud ', in quo morabatur Zacharias tunc tem-
io poris, cum mater Jhesu festioans iam babens in utero fiUum
Dei venit ad salutandum Elizabeth cognatam suam iam gra-
vidani de Johanne fiiio suo, qui et ibi Datus tuiase perhibetur.
Qnarto decimo miliario a Jherusalem Jericho^ ex qua Raab
meretrix, que hospitata fuit quatuor exploratores filiorom !«•
»6 rael, celavit, fovit et pavit ; ex qua Zacheus, qui statura pll-
sillus audienB Jhesum partes illas perambulantem sycoraorum
arborem ascendit, ut et Deum videret et cum eo loquereturae
iudicana et petens veniam; ex qua piieri, qui Heliseuni Jhero-
*■*«•'*" solimaru ascendentem deriaerunt: Ascende calvii efcc, Secondo
äo lapide ab Jericho ad siniatram desertnm, quod Quarentena*
vocatiir, in quo Christus Jhesus quadraginta dierum totidem-
que auctium ieiuriium complevit eumque esurientem diabolas
M.iti.. 4, fl ijji temptavit dicens : Die, ut lapides isli pauof fiauL Secundo
miliario a Quarentena mons excekus ille» in quo iternm Jhe-
iMd. 0 snm temptavit dicens: Hec omnia tibi dabo eic, Sub Quaren-
tena fontis illius rivulus °, quem beatus üeliaeus eius sterili*
tate sanata reddidit potabitem. Ante Jericho secus viam cecus
Ltt«. !•. sa ineudicans audiens, quod Jhesus trausiret, exclaiuarit : Jkem
fili Davidy miseren^ nuri etc. Qui illuminari meruit tarn ex-
•*** terius quam interius. Tertio lapide ab Jericho, duobus niilia-
ribiis ab Jordane Bethagla ^, quod interpretatur locus giri,
4
I
1 c&TerQtun] X, 5 Dispolis D. 6 miliario a Ramatha om. X«
7 Retlehera D. Tecua D. opidum D, 8 » om, D. 9 opidum D.
13 tercio U. 15 et lavit D. 19 descende D. 26 fODS iUe D
31 B«ttagla D.
* HobinBon a. a. o. 408.
a. RobiDBon a. a. o. 3, 193.
Äin cfl -Sultan» a. a. o. 528.
^ Vergl. Robinion a. a, o. 408.
* Robinson Palaestina 2, 552.
* Robiason a, a. o. 510 ff.
28
eo qaod ibi more plangentium circaeuntes filii Jacob funera
siia et eius gentis deferebant. Engadi ' in tribu Juda, ubi
abflGondit se Da?id in solitudine, que est in aulone Jericho,
hoc est in regione illa campestri, de qua sapra diximas. Vo-
& catnr aatem locus ille pergrandis Judeorum. Engadi iuxta <^»(- >•
Hare mortuum est, unde balsamum afferri solebat et oriri,
inde yinee Engadi nancupantur. Octavo miliario a Nazareth
contra Carmelum Gayn mons, ad radices cuius iuxta fontem
Lamech parens Noe sagitta sua pereniit Gayn arcuique suo
10 maledixit *. Unde furore repletus et ira ait: Occidi virum in <>•«•«>
vulnus meum et adolescentem in livoreni meum. De Cain enim
Dominus dixit : Omnis gut occiderit Cain^ septuplum ptmietur. oen. 4,
Tertio miliario a Cayn mons Garmeli, de quo in Ganticis:
Collum^ tuum Carmelus, in quo per multum teraporis conver- c«nt.T.
>A sari Yoluit Helias eiusque discipulus cum eo, beatus Heliseus.
Sexto decimo miliario a monte Carmeli contra meridiem Gesa-
res Palestina metropolis, ex qua Cornelius centurio, quem in
ea baptizavit Petrus et consecravit episcopum. Nota, quod
inter sacra loca, que Salvator noster corporali dignatus est
so perlnstrare presentia^, montem Oliveti preclara veneratione
dignum dicimus, in quo cum disci))ulis Judeorum declinando
insidias sepe cessisse et eis vite dinoscitur mandata tradidisse,
et in eo post resurrectionem suam cum carnis substantia celos
ascendisse. In eodem montis oraculo est cripta subterranea, in qua
85 de templo Domini facta predicatione sua veniens cum Maria
matre sua et cum discipulis post solis occasum ad hospitium
declinabat et dormiens pausabat. Iuxta euudem dominice as-
*
1 cireuisBent funera Jacob filii eius gensque sua referentes eum do
Egypto in Ebron XU. 6 opobalsamum XU. 7 nuncupatur D.
8 Caini D. 9 Lamech sagitta sua perforavit Cain arcuque suo duce X,
Lamech patris Noe sagitta sua peremit Cain arcuque ducem suum U.
11 und 12 Eain D. 13 Caim D. 14 Carraeliis D. 24 ante sub-
terranea delet est D.
» Vergl. Robinson, Palaest. 2, 432 tf., 446. » Die stelle ist nicht
korrekt, vergl. die var., Laurent zu ßurchard. VII, 2 s. 49, Anon. bei
Vogü^ 431, Joh. V. Würzburg 500. ' Cant. 7, 5 steht *caput\ die be-
nutzten quellen haben alle 'Collum'. * Vergl. die fast wörtlich über-
einstimmende stelle in Hist. Dam. cap. 2.
u
censionis locum ad australem plagam est capella, in qua domi-
nicam orationem äpoetolos doeoit, per quam omneB sialvantar
in Christo fidelefi, qni man data apostolornm custodiuni et ioxta
ipsorum vitam cum debita derotiooe servant, Qai fidem btiic
scripto adhibere Qoluerit, naara transeat et rideat et rerius
intelligat, que presens littera non declarat
1 ad locum aUHtr&lfim Ti1ji0A.fn D.
II.
Historia de ortu Jerusalem et
eins variis eyentibns.
27
Summe potens Pater luniinum per summe aapieutem Filium
in summe benifi^o Spiritu sancto, quem nou externe pepu-
lenmt fingere cause materie fluctuantis opus, verum insita
summi forma boni livore carens, angelicam creavit naturam
6 et humanam communicare volens creature sue beatitudinis eterne
dmtias. Porro signaculum similitudinis, plenus sapientia, per- £>. n, :
fectus decore in deliciis paradysi superioris impatiens in ima
corniit cum angeiis suis apostaticis, qui non servaverunt suum jud« t
prineipatum, sed dereliquerunt suum domicilium cruciandus
10 etemaliter. Homo etiam ad imaginem et similitudinem Dei o«»- <> '
factus et in deliciis paradysi collocatus propter precepti trans- e«. »,
gressionem humiliatus est in loco afflictionis ad manducandum p*- »«>
panem doloris.
1. Cayn, qui in fratris sanguine simplicis et innocentis
16 stimulatus invidia terram fedavit, exul et profugus mercedem
iniquitatis sue recepit ab eo, cuius oculis nuda et aperta sunt Hebr. 4,
omnia. Lamech, qui Cayn interfecit Dei statutum violans et
bigamiam primo introducens, punitus est septuagies septies in
IxxTÜ. animabus, que de sua generatione perierunt in diluvio
so salyis viii. per archam ; cataclismus spurcicias aeris et terre
purgavit. Cham deridens pudenda patris, quem Dominus ho- oen. i
norare precepit, in generatione filioruni maledictionem accepit.
Gygantes propter presumptionem operis elevati contra morem
humani laboris confusionem meruerunt labiorum , lateris et
*
8 mateme J. 11 transgressionem superscr. J. 17 statutum in
marg. J. 18 paganima J. 20 cathacliimus J.
28
bythiiminis abusi materia, moventes ab Oriente pedea
in eampiiTii terre Setinaar,
^- 2, De terra Sennaar egressas est Assur, queai Nemrotl
vi expulit de terra illa et turre» que ipsius erat iure heredi*
& tario. Ab hoc Amur Chaldea et Aasyria dicta est et regnam
Assyrioriim unde egressum est, qiiod teiupore Sanieb proari
Abrahe factimi est regouiD. In ciiius diebuti Belas Nemro-
thites rex Babyloiiis intravit Assyriara, eed parum obtinuit in
ea. Quo iMortuo NyniiB filius eius totam obtinuit Assyriam
10 et civitateiii capat regni Nyiiiven appellavnt, Nemrüth primus
«Ol» domiiiari cepit post düuvium, unde robustus venator hominutn
coram Deo essie cepit. Porro degenerans populusa
cultu siii creatoris creaturam tollere cepitw ünde
Dominus eligens sibi populnm pecnliarera ex omnibus nationi-
is»T hus terre vocavit Abraham de terra Chaldeonim. Cui et »e-
mini eins post euni dedit terram sanctificatam, qne est
egregia iiiter omnes terras alias, a quo de sc en-
der unt patriarche. Et quoniam Abraham, Ysaac
et Jacob voluntati divine per omnia subiecti fn-
erniit, Dominns se Dominum Abrahe, Tsaac et
Jacob specialiter appellavit. Econtra Sodomite
i». »s et Gomorrei cum finitimis civitatibua homines pes-
simi Detim ignorantes exfornicati et abenntes post
carnem alteram facti sunt in exemplum ignis
^ eterni. Nampropter ignem turpissime libidinia
et fetoris igne perierunt et salphure. Jnsttia
aiitemLoth cum filiabus suis ednctus est per an*
g e 1 II m.
3. Abraham moxtuo patre in Aram ^ intravit terram Cha-
ao naan et venit ad Sychem, qiie corriipte Sychar sepe vocÄtor,
nunc aotem Neapolis dicitiir, et ad vallem illustrem,
ubi Dominus promisit ei et semin i eius* Postea habitarit in
Damasco» unde usque in hodiernum diera nomen eius gloriosnm
recolitur. In Damasco et vicus ostenditur, qui dicitur hi
w tatio Abrahe, de quo NycholaQß Damascenus ait. Abral
7 Nemrote« J. 10 capud J. 22 phiBitimia J,
* Haran, vergfK Gen< 11« 81,
regua^it in Datnasco veniens de Ur Chaldeortira, qi^e est super
Babjlonem. Ä Dumasco filio Kljezer procuratore clomus Abrahe
dicunt fore conditam, Abraham orta fame venit in Egyptum/'
ubi astrologiam Egyptios docuit, qua hodie abiituotör degeneran-
A tee in mathematicam. in qua iiaque in hodiernuin diem fiitura
se investigare putant. Abraham profectus de Egypto decendit
in canvallem Mainbre iuxta Hebron. Abraham primus dicitur
decimas dediase, Abel primus priraitias. Dedit auteai decimas
Melehisedech regi Salera, que Solima dicebatur, pnstea Jheru-
10 salem , quam aecundum Josephe m Mtjlchisedech editicavit, in
qua primus Leobius regnavit. Abraham de Cethura genuit
liberos \4,, qiii ab Ysaae divisi sunt et se Sarracenos a Tioniine
libere appellaverunt. IJui obtinueruni Trachonitidem et l^hemeen
regiones. Ex quibus natu« est Äser, a quo Assyria * dicta est.
.16 Ab alio filio Cethure noraine Surim Syriam dicunt appellatam.
4. Tempore Abrahe murtuus est Nynus, cuius uxor Semi-
ramis cupidine regnandi uui filioruui uupsit, qui Babylonem
arapliavit. Ivegnum Assyriorura exortum est anno Saruch xxv^
qiii fuit proavus Abrahe, et cucurrit usque ad annum octa-
K» vutn Ozye regis Jude per annoa raille et ccii., per reges xxxvii,
usqae ad Sardanapalura, qui primus invenit pulvinaria, post-
I quam translatum est ad Medos.
5. Eo anno, quo Kebet-ca peperit gern el los, exortum est
regnum Argivorum sub loaco patre Ysidis primo rege, et cu»
I carrit usque ad annum duodecimiim Debbora et Banich iudi-
cuiD Israel, dnravit usque ad ultiuium Acrisiura per reges xiiii.
et annos dlxiiii. Ferseus interfecit Acrisium ei transtulit reg-
num apud Mychenas.
6. Sub monte Seyr Damascus est. Ydumea terra est Da-
I flUÄScenorum, nam Esau habitavit Damascum. Theman raetro-
polis est Ydumee, unde Elyphaz Theraanitea. Bosra in finibua
est Ydnraee et Arabie. Libanus dividit Ydumeam et Pheni-
6 se investigare 86 putant J, 16 cuiaa saperscr. J. 21 pul-
miaaria J. 25 Delboia .1. 27 corr. e Perseaa J. 29 morte J.
>t.Cioim.öoii.
4.1
' Vielmehr wie bei Cömm. au leaen: Mer tk quo Africai obigea
auch im widersprach mit cap. 2^
, la, t«
', Com,
^ -^j
so
^•Ix. Com,
^w. n
ciam, in ciiius radice oriiintur Albana et Farfar fliientes secii«
Antiochiam*
7. Abraham in temptatione inventus est fidelis. Ideo
ioreiuran«^» Dominus dedit illi gloriam in gente saa, creacere
K««i.M,si«-4 illum quasi terre cumukm et ut Stellas exaltare semen eius;
•. i. o. n et Ysaac eodem fecit modo propter Abraham patrem ipsius:
conservavit ilü hominea raisericordi© invenientes gratiam in
conspectu omnis carnis.
8. Jacob fugiena Esau iacuit sab domo iarta Loxani. A
10 Yeboseie, qui ci?itaten] ibi construxerant, dicta est Laza, id
est nux vel amigdahia, quia, cum priran fuiidan]ent4i iac^rent
ibi, radix amigdalina dicitur ibi fuisse reperta, vel forsitan
ideo, quia bamm arborura copia fuit illic.
' 9. Esay vocatus est Edom, a qao postea regio dicta est
Iß YJiimea; nam Edom hebraice fulviim dicitur, quia lentjcula,
pni qua vf'ndidit primogenita sua, fulva est; proprio nomtiie
dicttis est Esau. Sed (püa pilosus erat^ appetlatus est Seiron '
.... capillatura vocatur,
»r»4o 10. Jacob diu exul per xx. anrioa, quibus servivit, die
to noctuque estu urgebatur et gelu, fugiebatfque] sompnns ab oculis
eins. Qui inter xii. filios privilegio amoria Joseph dttexit,
qiiein fratres aui stinmlo invidie exagitati vendiderunt io Egyp-
tum. Ipse vero po§t multas temptationes secundiis a rege
sublimatus bonuin pro raalo fratribns suis reddidit ditüns eos
ȧ in Egypto. Sed post multa tempora posteritas eorom io ser-
vitutem red acta, postquam surrexit rex, qui Joseph non noWt,
clamavit ad Dominum. Quibus divinitas non defnit, sed per
ducem et sacerdotein ipsos premittens multiplices plagas in
forti manu de Servitute luti et lateris misericorditer ednxit
so per dilectura Domino et hominibna Moysen, quem magnificavit
•♦»«f-in tinjore intmicürum et in verbis suis raonstra placavit, Ex-
celsum fecit Aaron fratrem auum et induit eum stola glorie,
Corona anrea snper mitram eius expressa aigoo sanctitatia et
gloria honoris: opus virtutis, desideria oculonim ornata; non
1 Abana J. 2 Anthiochiain J. 5 ut om. J 2l privilegio
in marg. J. 38 expresso J» et om, »K
' SeiroD i«t fraglich; hier fehlen einige wortd vergL Uescriptio a. 7
81
est indutuf; illa aliquis alienigena, sed iilii ipstus soll et ne-
potes eins, Complevit nianns eias Muyses et xmxii illütn oleo
sancto. Factum est illi testauienttim eterniini et semini eins
sicQt dies cell. Contra illum alieni steternnt et propter ifi\^-
• diani circnnidedenint in deserto homines, qui erant cum Da-
than et Abyron et rongregatio Chore in iracundia. Vidit
Dominus Deus et non placuit ei et constimpti sunt in impetu
iracundie, et consumpsit illos in flamma ignis et addidit Aaron
gloriam. Murmurabat popuks pro labore vie et egressus eat»«"»
i<> ignis in ira Doniini et devoravit extrem am partem castronim
et illos, qui longo retro erant: aed ad oratiunera Moyai ab-
Borptns est ignis, Modum plage pro desiderio carnium non
determinatnr in libro Moyai, sed in Psalniia invenitur, qiiod "••• "-"'
fuerit ignig; item alibi pro murmuratione percussi sunt ab
1* ignitia aerpentibus. Post acceptam legem in dispositione ange- '^«•^ *'
loram et DOtitiam iinius Dei ydololatriam exercnerunt et in de-
«erto ducentes choroa sicut scriptum est: Sedit populas man- »*'>*i- »«. « »•
ducare et bibere et surrexenint ludere. Et irutuä Mojses, post-
qnam causam apud Deum egerat pro transgressoribus suppli-
ao cando, Dei causam ag^'bat in populo et congregans filioa Levi
ibat de porta ad portam per medium caatrornra cedendo reos
criminis presertim jdololatrie aiictores fratribus ac natis et pro-
]dmis nequacjuam parcendo; et hec facientes consecraverunt
L rasnns suas Domino ; et cecideruut tria niilia boniinum in die
p» ilta. Post hec fomicati sunt cum filiabus Madiau et cecide-
mnt una die viginti tria milia. Phynees titiua Eleazari tertius ^="'**»'
in gloria, qui stans in reverentia geutis, in bonitate et alacri-
täte anime sue placuit Domino et hominibus; ideo statuit ilH
testamentnm pacis et principem aanctorum ac gentis sue, ut
«•Bit illi et semini eius sacerdotii dignitaa in eternum. Per eum
ceedavit qnaasatio^ quando coeuntem Juden m cum Madianitide
ptigione viriliter perfodit, Murrauravit Maria soror Aaron et**"« ***«•
percnssa est lepra, (^ u i d ra o r o r e x e m p 1 i a ? Omnes qui nh«. u, n
namerati sunt ab exitii de Egypto a xx. annis et supra mor-
9$ tax sunt in deserto prepter Caleph et Yosue, et in tantum
multipliciter Deum oifenderunt, ut, cum ascendere vellent con-
5 circumdeniat J. 6 et congrjetom* J. iracuüdiara J. 11 et
oxa. J. abeortna J. 16 idolatriam J. 22 Idolatrie J. 28 sie J.
32
ira hoskes, Dominus misericorditer premonivit eos per Möjsen:
1*. i« »Non ascendatis, iion enim est Dominum vobiscum, ne cormatis
coram inimicis vestris gladio.* Nichilomious ascenderunt et
a «, ja corruerunt. Ipsi rectores Moyses et Aaron, qiiia non sancti-
fl ficüverimt Dominum coram filiis Israel ad aquas contradictio-
nis, Terram [vromissionis non sunt ingressi,
K«d. i«, iir. 11, Fortiä in belle Jhesua Nave suecessor Moyai, qni fnii
magnns secunduni nomen simm^ maximus in salutem eleeto-
rum Dei expngnare insnrgentea bestes, nt conöequeretar bere-
ditateni Israel. Quis ante illuni sie re&titit? N am bostea Do-
minus ip^e percussit. Filii Israel sicco pede iranseuntes Jor-
danem capta Jhericlio propter reatum Achor * per anathematis
furtinn niissi a Josne, iit expugnarent Hay. terga veriernnt
hostibus et trnncaverunt de civitate prosilienies ex eis xxx?i.
viros. Kt ait Dominus ad Josue : ,Non poterü Israel stare
ante bostetü suos nee ero cum eis, donec conteratur reus.* Ib-
venientes ergo eapot Achor per soriem, qoi furatus fueTat de
anatheiuate Jheri€hü, communiter euni lapidaverunt ossa eius
comburectes. Postmodum victores pergentes contra Haj civi-
tateni snccenderunt eam et omnes viros eins interfecerunt, xiu
milia bominum.
12. Ko tempore regnavit in Jheruaalem Adonyzech, qui
interpretatur dominus iustus; nam Melcbisedech aonat regem
<} instnm. ünnc fugavit Josue cum aliis qnatuor regiboa, qoi ,
2ö obsederuni Gabaon conMeratam filiis Israel, et percusseroDt
eos usque ad interitioneiu populi eornm, Ipsua etiam reges*
latitautes in speluncis extractos interfici inssit et super quin-
que gtipites snspendi. 8nb * Ezechia addite sunt diei tantum
X* bore, in bac pngna die^ imus ad orationem Yosue, quando
»0 sol et luna steternnt spacio nnins diei. Regem quoque Mace*
don^ et regem Lempna interfecerunt, Lacfais etiam oivitatem
captam in ore gladii percufesit. Item regem Ga^e cnm suo
populo intereniit, Eglon etiam civitatem percussit in ora gla-
1 premunivit J,
geates om. J.
10 aatem J. 17 capad J. etossaJ. 19 per-
' Vielraebr Achan im tale Achor, vergL Jos. cap. 7. Derselbe
fehler Eist Dam. cap. 88. ' YergL Jaai. 38, 8. " Maoeda citid
Lebna beisaeu die orte in der Valg,
Jo«ul7
dii, Kbron siniiliter cum rege suq. Sic fecit Üabir et regi
illitis aliasque urbes cum habitatoribus suis iuxta mandatuni
Douiini uno irapetu contrivit, qiiia Domious Dens fuit ciou
illn propter ipsinö obedientiam, Percii^sik insuper Jabin re-
IV gern Asor cum regibas et populo niulto iiimiä äicut arena, que
est in Htore maris^ virtute divioa^ ciii servivit corde perfecto
et opiimo, vastans omiiem circa regionem terram, sed nee etati
Dec sexui pepercit Post hec traiistulit tabernaculum cum omni
omata suo de Galgala io Sylo et quie^at terra a preliis. Et
10 divisit Josue Terratii proniissionia filiis Israel in funiculo dis-
tributionis» Evolute» aiitem tempore multo convocavit popu-
Idoi in Sichern et allocntua est cum optimis exhortatioiiibuH,
ut tuxta mandatom DomiEi ambularent., inyocavit tempus sue
resolntionis instare, et percussit populus fedus cum Domino in
16 tUa die. Post hec mortiiua est Josue, cum esset c. et x. aimorum.
13, In diebus Yosue Pheaix et Cathmus a Thebis Egyp-
tiorum in Syriam profecti in regiooe Tyri et Sidonis regna-
verunt, sed Cathmo in Greciam abeunte Phenix remanait, a
quo Phenicia regio illa fuit appellata.
■• 14. Post mortem Josue consultus DomiiiiiSj quis preces- • ••"■•»■^i
sarus esset populum ad preiiam, respondit: „Judas", id est
tribus Juda, et creditur Caleph precessisse populum, qmi tarnen
propter brevitateui temporis nee rectoribtis nee iudicibua aii-
numeratur, Descenderuntque Juda et Symeon in Bezech et
^t percusBerunt in ea x, milia virornm comprehenderuntqueAdoay-
bezech, dominum videlicet Bezech, preciderunt ei summitates
iininuum ac pedura^ sicut ipse fecerat ante IxxiiJ regibus, qui
precisis suinmitatibus manuutn ac pedum coUegerunt micas
mh mensa eius liogentea. Deinde filii Juda expngoa verunt
salem et ceperunt eaui et percusserunt eam in ore gladii
tes incendio civitatem. Abiit autem Judas cum Symoiie
cepitqoe Judas Gazam cum finibus 8uis Ascalonem atqueAcca-
ron. Postea habitavit Yebuseus cum filiis Benyamin in Jhe-
rusalem. Alie simiüter tribus in sorbe sua parcente-sque habi-
4 LabiD J. 16 ChatinuB J. conr. e Tlielis .L 17 Thjri J,
Sydoni« J, 20 qoia J* 32 Aschalonam J, Äccharon J,
1 OllTtr.
Nach der Vuln^, a, a. o. nur 70.
34
Juill«. »
P«tr. Colli
6
P«lr. Com.
Jod, A
U
tatoribii« terre et redij^entes in tribotuiij irritum fecenint pac-
tum Daraini, C|Uod angelus Dommi posimodum impemvit ei«
io Loco flentiom.
15. Pro€edente tempore surrexeriint alii, qui non nove-
runt Dominum^ sed eo proiecto serviemnt Baal, et Deuni, qai
salvavit eo8, ad iraciindiain provocavernnt. Quapropter tra-
didit eos Dominus io manus regis Mesopothamie et Syrie, cui
servierunt viii. annis. Et claraavennit ad Dominura, qui flexu?«
misericordia conatituit eis iudices et suscitavit eis Uberatorem
Othoniet fratrem Calepli, qui puguayit adversus ChusaD Rasa*
thftim et oppreÄsit eum, eiluitqoe terra ad tempus.
16. In diebiis Othoniel Cathmus regüa?it Thebis et By-
thinia condita est a Phenice*
17. Addiderunt auteni filii Israel facere inalum coram
Domino, qm confortavit contra eos Eglon regem Moab, cui
servierunt decem et octo anuis. Transiens enira Jordanem enim
rhirdanem percussit Israel et posuit ydola in Galgalia et fecit
sibi dominum in urbe palmaruni^ in Jtericho. Item clamave-
runt ad Dominum et suscita\^t eis salvatorem Aj^och ' 61iam
Gera, qui portavit munera Eglon regi carissimo et quasi ha-
bens verbum ^ecretum ad ipsura exdusis omnibus Ferrum quod
absconderat in dextro femore infixit in veutrera eius valde et
clausis diligenter ostiis per posticum exiliit et congregans filioa
larael ad vada Jordan is Moabitas volentes transire percusae*
runt circiter x. railia. Et qnievit teiTa IxxX. annia, et mor-
tuus est Ayotb. De Phiiisteis autem volentibus lutrare t^rram
Samgar interfecit de. vomere nno et defendit Israel.
18. In diebns Ayoth ('yrene condita est in Libya. Per*
seus Gorgonem occidit, qui pnlchritudine ^ spectabjres aaos
mentis impotes reddidit^
19. Mortno Ayoth addiderunt filii Israel facere malum
coram Domino. XJnde tradidit eos in manus Yabin regis Cha-
naan, ijui habnit duceni exercitna Sysaranijet oppressit tilios
*
7 Mesopotamie J. 12 Cathinus J. 23 bostüs J. poai J,
2& Ixx J. 26 volentes .T. 27 8angar J. 28 in om. .T* Lybiü J*
20 Goirgoriem J. 33 B/Baran et in raaura J.
* Aod in der Yulg. ^ Vielmehr deforniitate oder dergl. zu er>
warten: aber auch bei Petr. Com. wie oben.
1
I
35
4DMiid per XX« annos. Deinde clamavenini ad Dominun], Porro
Debbora prophetisBa cum viro suo Lapidoth ibat ad prelium.
Econtra Sysara congregavit exercitum iiiagnum niniis ad tor-
rentem Cyson. Baruch autem descendente Thabor iji prelium
% Debbora remansit orans. Et fiigatus est Sysara cum uDiverna
multitudine stia, quem Jahel uior Aber Cynei auscepit fugien-
iem et abst-ondit sitieutem. £t cum pust potum laciis iaeeret
soporatus, illi dormieDti clavurn ferreuni per utrumque tem-
piis fortiter irapingeu« affixit terra» poetmodum subsequens
10 mortuum invenit.
20, Eo tempore regimen defecit apiid Argos et trans-
latam est in Mycenas,
21. Appoj^uerunt adhuc facere malimi filii Israel eoram
Domino et tradidit eos in inanus Madian vii. aonis. Quibus
!• snrsum vociferantibus propitia dWinita» dedit propugnatoren]
Rede<mem. Hie ii^ssu Oei trecentos tau tum» qui lambueruut
aquam ut canes, idoneos duxit ad preliuai et cum ein virtute
celesti multitudiueui Mediaoitarum fugavit et vicit. Nam in
se ipeoö hostiliter conversi mutuis vuliieribus ceciderunt. Et
w» oecisi sunt dno reges Madian Oreb et Zeb. Ip8e autem per-
Sf^utui* est Zeb et Salmana, quos campreliensos interfecit iani
eesis de exercitu cxx. milibtiB. Et quievit terra per xl. annos,
quibus prefuit Gedeou.
22* Set'undtuu Joseph um Tyrtis eodem tempore condita
«* est ante templum Salomonicum aniiis ducentis xl
23. Mortuü Oedeone, qui et Jerobaal, viri Sychem sibi
regem Abymelech fecemut, qui interfecit Ixx. fratres siios super
lapidem unum excepto loathan, qui abscondittis fuit. [Si que-
ritur,]' quomodo ergo Saul dicitur primos rex fuisse in
^ brael, dici pntest» quf>d propter universale Israel dicitur Saal
primae; Abymelech autem super unam civitatem regnavit vi*
delieet auper Sychimitas. Hie cum obsedisäet oppidum Thes-
bet. u n d e H e l i a s T h e s b i t e s fuit, et ignem turri nite-
retur apponere, mutier desuper stuns fragmen mole proiecit
«Tud. T«
Petr. Oo«a.
Jnd. n
P«tr. Co«!.
Jud.fl
2 und h Delbora
J. 8 tympua J,
16 trecentia J,
24 TyroB
eodem in raaara J.
2b Satnonicum J.
32 opidjim J.
33 turri in
marg. J»
^ Die ergänzung nach Petr. Com. a. a.
36
super Caput eiu» ei e^tterebravit eum. Post hunc ludieaiit'
Israel Thola in Samir viginti quatuor annis.
•, *. «., 10 24* Eo tempore Priaiiiua Laomedontis filiüs regnarii in
Troya.
jadi«. 10-1» 25* Post Tholam Yair Galaadites iudicavit Israel. Ser- '
vientes jdolis traditi sunt in nianus Phylistiim et Amon et 1
affltcti 8unt vehementer xiii. annis. Glamaotibus durum re-
sponsum dedit Duminus. Üoluit tarnen super miseriis eoruin,
et factus est Yepte Galaadites filius niulieris meretricis propii-
10 gnator eorum et percnssit Yepte Amon plaga magna uimis.
Et iudicavit Yepte Israel septem annis et mortuus ©st. Post
Yepte regnuvit Israel Abessan Bethleemites. Post Abeesan
Ayon * Zabulonites iudicavit Israel x* annis.
26, Eodem tempore regnavit Agamemnon Athen is, Menev
16 laus Lacedenione. Eo tempore Hercules Bamujis st- inieeit
propter morbi quo laborabat impatientiam, Eo tempore Ale- ,
xander Helenam rapuit, bellnni decenale Hurrexit, Memnou et^
• *. "16 Amazones Priarao tulerunt auxilium. Huins anno tereio capta
est Troya. Eodem tempore regnavit Eneas in Ytalia tribus aimU. j
juiii«. tic 27, Kursus filii Israel peccaverunt contra Dominum et'
tradidit eos in manus Philistinornm xL annis. Quibus suppli*
cantibus suscitavit Sampsooem robore corporis fortem nimifl^
qui variis modis l*hiIisteos molestavit et dampnificavit Tandem
dolo mulieris perditus plures stravit moriens quam vivua. El
iudicavit Israel xx. annis.
28. Sampsonis tempore Aschanius secuudns rex Latinua
Albam condidit.
In«. 17 ir. 29. Ab illo tempore, quo mortuus est Sampson« cum Is-
rael graviter niniis ottenderet oculos maiestatis divine, tradidit
ao eos Dominus in mantis Chananeorum, qui abstulernnt Jude
Ascalonera et Accaron et mnltas urbes in campestribus et ipftoa
jiidi«. 90 Danitas expnisos in montea confugere eompnlerunt. Post hec
aa
Fplr, üaiit,
Jh>L II
2 Sanir J. 5 addit aU man. in infer marg. J: xxü tknnia, qoi
rtiliqait ixx. filioß, quos fedt principea auper xxx. civitateü ; [pjost hec
filii Israhel. Eo tempore Carthago condita fuiase dicitur. 12 Bcthoe-
luiteB J. 17 Meuon J. 3 t Aschal onera J. ipaas .L 32 Daviiai J.
* B. i. Ahialon der Vialg. Es fehlt nach diesem Abdan. der acht
jähre richter war, Jud. 12, 13—14.
i
rlum est belloiu inter filios Israel et Benyatnita^ propter iixo-
rem Levithe, quam tiir}>iter interfecerunt Gabaonite hostes na-
tura pessiöii* Tunc fere deleta fuit tribus Benyamia, nam
de. remanserunt vivi, qui sedemnt in petra Renion. Tunc vox
fi in Yia audifa est ploratus et ululatus.
30. Post Sampsonem iudicavit filios Israel Hely sacerdos,
catus filii inique agentea scandalizaverunt populiim. Quos pater
quidem monuit, aed non arguit neqiie castigavit ut debuit
Unde populo in bello fugato et eapta archa occisisqne dnobus
10 fratribuB Ofni et Fhjnees Hely cadenu retro de aelJa fractis
cervicibus exspiravit. Hely iudicavit Israhel xL annis.
31. In diebns Hely fuit tercius rex Latinus Silvias Postu- **?*l:^°r*
miis, filius Enee et Lavin ie, a quo deinceps Latini reges Silvii
denominati sunt Hunc Aschanius heredern dereliqiiit adhiic
16 parvulo filio sno Julo^ a quo Juliorum faniilia ariginem traxit
et nomen.
82. Phylistiim propter plagaoi, quam sustinueruut, trans- i ««r. •
misernnt a se archani Domini, quam trahebaut vacce in Beth-
sames in tribu Neptalim. Archa Domini facta fuit in deserto
«i> et raovebatur vel requievit in tabernaculo; tempore Josue
fuit in Galgala, de Oalgala transtutit eam in Sylo, post cap-
livitatem eins in Cariathiarim , Saul eam tranätulit in Mas-
phat, post in Nobe, de Nobe in Gabaa, postea David eam in
suburbio Jheruöalem posuit in domum Obethedon, de domo Öbeth-
M edoD in JhBru.salemf Salomon postea locavit eam in templo.
33. Poöt Hely Samuel iudicavit populum, vir sanctua
et perfectus coram Domino et omni populo, cuius
filii declinaverunt post avaritiam , acceperunt munera et per- i K*f. «
verterunt iudicia. Unde populus petiit regem, quem Domin ua
M dedit eis in ira.
34, Saul bonum habuit principium et fuit propugnator i u«ff. ia
«trenn »JUS, liberavit Yabey Galaad de tyranuide Naas Amonite.
In principio regni sui prophetavit, postniodum recedens a Do*
mino reprobatuB est et traditus in montibua Oelboe in manua
15 Philiatüm cum Yonatha filio fugato populo*
I
2 natura J.
vive S. Siliiu J.
5 inraJ. 8 quidam J.
22 CariathariEi J.
12 Postimas J. 13 La-
38
1 B»«. 10
14 R»K. a
|'9tr. Qon.
S6
11 iioir^ fl
35. Samuel adhuc vivente Säule, quem proiecii Dotnin
vivens in Bethleem David filiuDi Ysai unxit ia regeni, in qt
directus est Spiritus Domini, et prophetavit et extunc secnn-
duiü Jerouimum cepit psalmos psallere. Cum leonibns lusitj
iquasi cum aguis, iu ursis similiter fecit in iuventute »ua, oc-
cidit Gygantem et abstulit opprobrium de gente. Fugientej
vero David persecutoreiu Saul mortuus est Samuel et fleireruntj
eum commuDiter tilii Israel sinj^uli tamquani proprium Iu-
geiites et sepelierunt eum in Ramatba.
36. In diebus illis apud Latinos quartus regnavit Silvios
Eneas filius Postumi, sed alia historia ponit [quartumj Silriuinj
Latinum fratrem Postumi et quiiitum Silvinm Eneam.
37. Eo tempore fiierunt Gad propheta et Abyathar« re-
gnavit autem Saul Samuele vivente xviii* ai^nis et post nior-
teiu eius diiobus annis. Facta est longa coucertatio iuter do- 1
mum Da\^d et domum Saul, David proficiens et semper sej
ipso robustior, domus Saul decrescens cnttidie, David in Om-
nibus beÜis Victor exstitit contra allopbilos, tandem coDstituius '
est rex 3Uper oinneui popuhiui. Poist hec in ^rhemsalem as*
cendit coUecto exercitu, quem tenebat Jebuaeus^ et obtinnitj
areem expulstis omnibus Jebuseis preter Oman,
SS, Notandum, quod Jherusalem usque ad Melchisedech
ditebatur Yebus, a quo dicta est Solem« posiea a David dicta
est Jebusalem, deinde mutata b in r Jberusalem quasi munita
Salem; ieru hebraice munitio souat. Tandem a Balomone dicta
est Jherijsoüma quasi munitio Salomonie, per sincopam«
39, David adduxit archam in Jherusalem et data est etj
pax ab hostibus suis. Sed in bac pace iemporis ama-
ritudo amarissima fuit. Cum enira esset in otio,
de otio venit ad respectum, de respectu ad coo-
cupiscentia, de concupiscentia ada<'tum adulte-
rii, factus proditor sui militis t^t homicida. Sed
postulans a Domino veniam gratiam inveaiii
quia translatum est ab eo peccatum euum. Ve-^M
rumtamen in domo propria penani peccati niulti*^^
p li ci te r s us t in u i t. Nam fiiius tiuus Ammou sororet
1
priatn Thattiar oppressit faciens rem fedain nimi» in Jlieru-
salem. Quem Absaloiii int^rfecit vinclicans aorori« f»pprobriiiin.
Absalom reguare volens iosurresdt contra patrem et exire de
capite regni nudis pedibu» coe^t. Hunc pendeniem per ca-
b pillos Joab interfecit in luctum et plancium patris dicentis:
«Absalom fili mi^ fili mi, Abaalom, qub rnichi det, ui ego mo- n itov, la^
riar pro te?* Postmodtim elatus niiiijeravit populum, pro u in«^
cuius delicto plebs pimita est pestilentia gravi. Da\*id adhiic
vivens filium hu um Salanioiiem regem eoiistitiiit et murtuus
10 in 8eiie<!tute bona aepultii« est in civitate David maguificid
sumptibiH, cum regnaaset xl. annis. Sab eo prophetaveruni m'itä^'
6ad , Nathan ei Asaph* CJuasi adeps separatus a carne, sie ecd. u. i
Dayid a filiis Israel.
40. In diebns illius David Karthago eondita est a Tha- ^|",%;if",'
n ledone * Tyrio , vel , iit vnlunt quidam, ab eins filia Didone.
Quintus rex Latinus rex Silviim Latinus.
41. Post David aurrexit filius eius aensatus Salomon, qiü ni ti»f. i
imperavit in diebus illis. Cui subiecit Dominus omnes hostes,
Qtii conutruxit ilhid famosissimum tempbmi Doraini et domum
3«> regiam , item domum regine et domurii saltiii*, iosuper alia
multa edificia edificavit iu Jhemsalem magnificans regniim^
et inipletus est quasi flumen sapientia, in louge lateque divul-E«*i.*7.i«-
gatum ei^t nomen eius et erat dilectus in pace sua, in canti-
lenis et proverbiis , in (.-omparutionibus et interpretationibns,
s» divitiis et magnificentia precessit omnes reges , qui ante
ipgum fuerunt. Cuius fama reginara Austri invitavit, ut m R,«7itt^
veniat in JhernRalem, et considerans omuia, de quibus fama
diralgante multa didicerat, non habebat ultra spem. Po«t ""^^ *J^*»-
incnrvavit SaloraoD femora sua mulieribus et posuit ma-
eiilam in gloriam suaiu. Finem habuit Sak»raon cum patribus
sois* Regnarit atitem super Israel xl. annis, priusquam pr*J- ,ir;f^, „ i
▼aricaretur: si vero omnes anni computantur, secundnm Jo-
seph um regnavit anni» Ixxx.
42* In diebus illius Sil vius Alba Silvii £nee filius aextus .. «. q. x?
rex Latinus.
43. Mortuo Halomoue Jeroboam, qui fiigerat in Egyptum, m r*«. u
m
14 Kartago J. 15 Dadoue J.
' CalGedone nach Fetr, Com.
40
III R*f. tfl
?0T0ff8US venit in Sycheiii et ctrni omni populu et. uiultituJim»
Iflrsel, qui vocaveruiit enm, venit ad Roboam filium Salomunis
volens servire filio domini sui, qui paululuin immmuisset de
gravi iugo> qiiod Saloraon imposuerat eis. Roboam vero spreto
consilio seniomm Sadoch et aliorum principinn patris sui se-
cutiis est consiliurn iunioruin et duram dedit responsaai diceus:
[». t. o,u.ii ^ Pater meus cecidit vos flagellis, ego oedam tos scorpionibus*»
flagello videlicet nodoso. Et indignat-us populiis respoadit:
,Que nobis pars in David aut qutj hereditas in filio Vsai?''
Roboam igttur misit Ädurani et lapidavernnt eum et eonsti*
tueruat decem tribug super se regem Jeroboam. Roboam vero
timens fugit in Jhenisalem. Forro Judaa et Benvaniin secuti
8unt Koboam et adiunxerunt se eis Levite propter templonif
quod erat in Jherijsaleni. Tunc divisa est mouarchia regui
16 Hebreornra in duu regna, nee amplius rediit ad auitatem. At
propter raultitudinein regnnm x. tribunm appellatnm est regnnm
Israel, alterum dictum est Jnda propter diguitatem regie tri-
bus. Timens antem Jeroboam, ne popolas ascenderet ter in
anno in iherusaleni, conntruxit duo fana in excelsis« uniim in
au Dan, alterum in Betbel, in iitroque ponens viiulum aareum.
liili««. 11.» Et dixit popnlo : ^Hii sunt Dil, qni eduxemnt te de terra
Egypti.*" Mortims est autem Jeroboam, cum regnasset urii.
ivatff.if.io annis. Judas etiam peccavit coram Doniino et fecit sibi aras^
lu. Roff. H statuas et lucos super excelsa, et offensiis Dominus suäcitarit
contra Jndam Sej^ach regem Egypti, qui ingressus Jhenisalem
sub s\)e pacis rupto federe diripuit thesauros domus Domini
et domus regie et scuta aurea, que fecit rex Salomon, pro
quibns fecit Roboam scuta enea. Mortuus est Roboam, posi-
quauj regnavit in Jherusalem xviii. annis, et sepultus est
civitate David.
44. In diebu« Roboam septimu» Latinus rex fuit Si Iritis
Äthia * sive Silvias EgriciuB^ Sub Roboam Semeyas prophetaviL
ju Bef. u 45. Post Roboam regnavit in Jherusalem filias eius Abya
et regnavit super Juda tribus annis in Jherusalem et amba-
b secatuBqae J.
oelsifl om. J,
6 et om. J. 10 igitur poatea addit J, 19 ex-
* Achia bei Petr. Com* (Atbiß bei Hieron). ' Egyptiii» bei Petr. Com.
i
uvu m Omnibus pec^:ati» putns 8Ui. \*}t niortini»
iDestimabilem vick^riam, quam habnit de Jeroboam, et Bepulins
eilt in civitat« David.
4ti. Poflt Abyam filiiis eius Aza super Judam xl. annbi"«'»t.is4un
^ et UDO reguavit iu Jberusaleni et fecit rectum coram Domino,
sicüt David pater eius, Abstulit effeminatos de terra, purga-
vit universas sordes ydolorum, confregit turpisainiuni simiiin-
criiin niatris sue et combussit illud in torrente Cedron ; sed
excelsa non abstulit Bellum autero erat inter Axa et Baasa
jo regem Israel amnibus diebus eorum, late Baana iusidiatua >"»<"»■ »*»=«
fuit Nadap filio Jeroboam iurta verbum Haye * Sylonitis, qnando
uxor Jeroboam dissiraufato vultu et habita veuit ad eundem
prophetam consulere ipsum super egritiidine filii sui Abye.
47* Begnavit autem Baasa in Thersa xxiiii. annis. Azsl u r*tmu i»
lÄ decimo anno regui sui percussit Zaram regem Ethyopie cum
ijifinito exercitu irruentem in terram Juda plaga magna. Cui
redennti de victoria occurrit Azaria^ propbeta dicens, victoriam
a Domino sibi datam, qoia legitima eins servavit. Tunc scripsit
Aza in omnem provinciam, ut onine^^ legitima diligenter ob-
n» :i^rvarent Porro Hyeu propbeta arguit Baasa snper malifciam h*«.!»,!
$iia, propter quod occidit prophetam. Et mortuu« est Baasa ■
et sepuUus in Thersa nomine Heia * vigesimo .sexto auno regni
Olli. Aza etinm regnavit super Israel duobus annis. Quem "i it»f • »«p »
percussit Zambri aervus suus et omnem domum Baasa iuxta
F verbum Hyeu prophete. Mortuus est Aza et sepultus in civi-
teiH Üavid^ et regnavit Josaphat filius eius pro eo.
regü
mun
I
s
48. Sub Aza fiiit octavus rex Latinus Silviua Capis. m*'kJi^"*M
49. Zambri, qui dominum auum temulentum iu ter fecit, m k»*. t«
regnavit pro eo interea vii. diebus. Qui timeiis pelli sue do-
tnum regia in succeudit et se ipsum in ipsa combussit et tnor-
tuii« est in peccatis suis sicut Jerolioam, Tune divisu« est
populus, una pars constituit sibi regem Tbebiii, altera pars
Ambri, et dnravit hec contentio tribus annis et amplius, et
interfectus Tbebni trecesimo primo anno Aza regia Juda, et
15 regnavit Ämbri in Thersa vii. ' annis,
7 Bimulachmm J. 12 et om. J,
42
IfUi inoriiiB, in quo erat civitn« Marenii et im(Ki8iiit ei nouten
Sanmria et reparavit eam et in ea posnit sedem rejifni, que
j)rius erat iii Thersa, Et fecit Ambri raalum coram Dominn
»uper omnes, qui ante ipsimi fuerant. Mortuus est Hutem et
sepiiltus in Samaria, et regnavit pro eo Achab filiiis eias anoo
XXX ° viii*^ Ase regis Juda,
^ 50. Regnavit aiitem Achab super Israel xiii. annis. Ute
pessinios erat et dnxit uxorenj nequisdniam Yezabel. Istt* pri-
muis iu Öamaria editicavit fanum et ultare Baal et adoravit eum.
|jiiB«ff.io^ 51, In rliebus huius Ahyel * reedificavit Jericho, et cum
poneret fnndanienta mortnns e^t et filiiis eius Abyra primo-
genitus, et cnni Quiraret portas mortnus est Segab novissitnus
''?««/ i^» eius, iuxta iinprecatiunem Yosue. Snrrexit Hellas propbeka
quasi ignk, et yerbum illius qnasi facula ardebat, qui iuduxit
Ȁ famem et irritantes illum invidia sua paiici facti annt, non
poterant enirn sustinere precepta Dfimini. Verbo Domini cou*
tinuit celum; amplificatiiä est in mirabitibu"« suis, et quis pot-
est «imiliter gloriari tibi , qni aiistulisti mort?ium ab inferis
de Sorte mortis in verbu D<)miT)i, qui audis in Syna iudicium
20 et in Horeb iudicia defensionia, qni receptus es in turbine ignis,
iit i<»g, ir in currn equoruni igneornm? In diebus Achab clausuni est
celum inxta verbnm Helye prophete* Et querebat Achab aai-
inam Helye, qni iuxta precejita Üoniini fugit et latuit iu tor-
rente Garith, qui egt contra Jordanem. Cni corvi deferebant
a& panem et carnes mane et ves|)ere, bibebat antem de torrente.
Porro siccato torrente venit Helyat* Sareptaui, ubi pavit eum
urkJiri^ ni ulier vidua» cuius filinm niortuura suscitavit; tradunt Hebrei,
pnerum hunc fuiase Yonani prophetan]- Yezabel prophetas
Domini iuterfecit Abdias procurator domus regie abscondit
30 Centn ni prophetas, in dnabus spelnncis quinquageuo», quo« p*-
: Hitf. 16 vit pane et aqua. Post tertium annnra ariditatia et famiä He-
lyas ae ostendit regi et interfecti« auuiibus prophetis Baal in
nionte Carnieli ascendit nubea de mari et data est pluvia de
in Ä«». 1» eelo. Helyas autem tiraens conimnnicationem Yezabel fugit
«
10 fi alia man. superBcr. J.
om, *1. 19 eorde .1. audiati J.
15 miraatea J.
20 Oreb J.
payefacti J. 17 quiH
25 panem om. J.
* Hiel in der Valg. a. a. o. M.
48
iD ßersabee ac Bolus intravit deseriuiiu Ubi dormienieni ex-
citavii angeliis dicens^ ut comederei et biberet. In fortitiidino
aateiu cibi illiiis ibat xK diebim et xi. noctibus usque ad mun-
teni Dei Horeb* Deinde misit eum Doiiiiiiu« de spelunca in
Ä Damaacum, ubi unxit Äzahel regem super Syriam et Hyeu
regem super Israel^ et Heh'seum filium Raphat unxit prophe-
iaiu. Isti tres procedente tempore int^erfecerunt ydololatra« de
Urael. Ueljas rero Heljäeum iavenit arantem ei posuit pal-
liuiu suuoi super eum et cuntiuuo prophetavit, aecutusque est
lö Uelyam et ministravit ei. Porro Benadab rex Syrie obsedit
Samariam cum xxxii. regibus. Cumqiie tiaieret Achab ujius
propheta, quem über non noiniuat, qui tarnen creditur fuisse
Mychea«, dixit regi : „Et tradam nmnem multitudinem haue
in man um tuam per pedissequoö proviuciarum tnarum, tu au-
iem eria dux,* Et egressus est rex cum pueris principum
fuga¥ii[que] Syros bibentes in ümbraculia, quos perciissit plaga
magna. Anuo revoluto veuit Benadab in Affech , que est in
campestribus, et dixit unus vir Dei ad Achab : i,Quia dixerunt
Svri: Dominus moutium est Dominus et mm Dominus vallinm»
Iradam eos in manus tuas, '^ Ideoque commisso prelio fugavit
Benadab et percussa sunt c. niilia peditum, reliqui fugerunt
in civitatem Affet^h ceciditque murus super eos. Acbab auteni
pepercit Benadab et percussit fedus cum eu. Cui dixit My-
cheas propheta: «Quia dimisisti virom bla^pbemum dignum
moTte^ erii auima tua pro anima illius.'' Quem iratus rex
miait in carcerem in Samariara, Vezabel autem Naboth virum
iustum, qui noluit commutare vineam in ortnm olerum^ inter-
fici iasrit. Dixit autem Helyas ad Achab: ^Occidiati, insu per
et poasedisti*, ei coraminatus est regi gravia. Uude rex ti-
mens indutus est in sacco et se humiliavit coram Dnnnnn.
ideoque pena ipaius dilata e«t in dies filii sui.
52. Jösaphat rex Juda accepit uxorem fi lio suu Yoram
Kliam Achab et YezabeL Et propter hanc affin itafcem ivit
C11S3 exercitu suo in auxilium Achab contra Ramoth Galaad,
Sagitta Tero incerta missa percussit Achab et mortuus est et
Jll K*«' fl
Petr, 0*lM. ]_
4 Or«b J.
14 manu tua J.
7 idolatras -L
16 SyrioB J.
11 xxzii J.
29 et om. J,
12 qui om. J.
J
44
i'«ii'. Com.
III B9g, in
sbpultiis in SaiDHria et, linxtjruut caneis saDguinem eiiT8 iniU
verbimi prnphete. Et re^iiavit filius eius pro eo Ozochiais,
Jüsaphat ttüibolavit in via patris sui Aaa invitauR popitlufn
ad legem Moysi servandaiii. Porro Ammonite, Moabite et
Arabes irnierunt in Jiideam circa Engaddi, qiiod Jahaziel pro-
plieta filius Zacharie confortavit dicens : ^0 Jiida et Jheru-
salem, Molite timere, cras egrediemini et Dominua erit vobi«-
cam,'* Esyjressus aiitem Josaphat perciissit hostes et fugavii.
Deinceps babuit cor rectnra c^jram Domino, verumtameu ex-
celsa non abstulit. Mortuus est autem Josaphat et sepaltuä
est in civitate David, cum regnasset annis xxv- Et regnavit
pro eo filius eius Yoram.
53. Sub Yosaphat nonus Latinus rex fnit Silviua Carpen-
tus, decimus Silvios Tjberinus, qoi priu» Albula dicebatur \
iß undecimua Silviua Agrippa.
54. Ochozias filiuä Achab regnavit in Samaria duobus
annis anibulans in viis patris et matris sue, Qui decidit per
cancellos domus sue misitque tres quinquagenos nnum poet
aliiim vücare Helyam, qni Redens in raonte, duobns igiie oon-
2'> sumptis ad supplicationeni Abdie descendit predixitque r^
mortem suam, Ei rnortuiis est regnavitque frater eins Voraxit
pro eo. Tunc equivocati fuerunt rex Israel et rex Juda, et
affines.
ia,«t-i7 55. In Heljseo oompletus est Spiritus Helye^ qai io die*
sö bus suis non pertimuit principem, et potentia nemo vicit il-
lum; nee auperavit illuui verbom aliquod, mortuura propheta-
vit corpus eius; operatus est mirabilia in vita sua. In am-
nibus istis uon penituit pupiüus et non cessavit popalos a pec-
catis suis, dum abiecti sunt a terra et dispersi in amnem ter-
so ram et relicta est gens perpauca. Factum est, ut Helvas et
**•». t MelyseUH venirent ad Jordaneui. Percussit autem Helyas pallio
suti aqua« Jordan is et divise sunt et transierunt ambo per sic-
»
5 Ahyel J. IH Silv.] üliiia J. U Abala J. 16 Ochoxiae corr.
ex O»ochiaä J. 25 corr. e pertinuit J.
' Der fehler aus Petr. Com. abernomtnen, vergl dagegen Uieron.:
Tiberin^a, . . a qao et Quv^iua appeUatua est Tiboris, qui prtus Albola
dieebatur (ed Alf. Schöae ü b. 69)»
4&
cum, datoqne duplici apirifcii Helyatio per türbiiiem ciirni igßeo
cendit Helyas in celam sanans a oiorfce aquas Jliericontinas
sierilitate. Inde ascendeus in Bethel xlii. piieris irridetiti-
cum maledixit in nomine Dotnini; xnuie duo nrsi egreesi
sftltn laceraverunt eos, Yoram regnavit in Samaria xii. iv lui . ■ '
inia. Cui rex Muub negavit tributum, quod solvere con-
atit. Contra quem Yoram et Yosaphat asceodentes cum de-
aqua in deserto Ydnmee, consulueriint Helyaeum. Qiii
liOfl est digiiatus resprmdere regi Israel ydololatre. Sed reversiis
I *<» ad vultum Yosaphat regia Jude dixit: ^Facite cina alveum
torreniift fossas, et fossa habundabit aqua,** In^uper predixit
Tictariam, quam habituri erant de rege Moab. Victus itaque
L^pex Moab fugit ad civitatem ^iiani regiam, in qua desperans
^Horam omnibuä obtulit filiuni suuni, qui regnaturus erat post
^Hum, in holochaustiiDi, ut Dens eum liberaret. Reges autem
^Bidenteä ho«' factum ex humaiia compassione recesserunt ab eo.
^BSodem tempore Helyseus mulieri vidue, uxori Abdye prophete iv
defuncii, C4>ntulit habundantiam olei, ut satisfaceret creditori
E^e viveret de reliquo. Alii etiara iiiulieri promiait 61ium, qui
nrescens uiortuns est ac suscitatus ab Helyseo. Qui eiiam
amaritadinem colocynthidarum duicoravit cum farina. De pani-
buä etiam priroitiarum ac xxx. panibus ordeaceis cum fruniento
novo in pera sibi aliato c, homiiies saciavit, et super fy it. Mun- »^
I davit a lepra Naaman 8yruui, quem Yezi et semini eius im-
^berpeiuum dedit. In Jordanis fundo ferrum lapsum ad manu- '^ **■•'* i
^Birium natare fecit ac liguo coniongi. Insidias secretiAsimas
^B^i Israel indicavit ünde rex Syrie commotus misit exer-
^Bitum nocte in Dothaym, Quod sciens tielyaeus ait puero
f 800 timenti ; ,Noli timere. plures vobiscimi Runt quam cum
^^Uis," Quo orante puer vidit montem plenum equis et eurri-
^Hm^ ignitis circa Helyseum. Oravit etiam, ut bestes percute-
^Hmtttr eecitate. Quibus ait: ,Non est via hee nee cavitas;
^^foqnimini me, ut ostendara vobia viruni, quem queritis." Et
doxit illos in äamariam. Tunc aperti sunt oculi eorum, dixit-
{iS6 qae rex Israel Helyseo: ^Percutiam eos?^* respoiidit: ,Non»
quia non cepisti eos gladio tuo ; sed pone panem et aquara
9 jrdolatre J. reverituB vultum J. 11 fosaas J. corr. ex habua-
Jare J. 15 eam um* J, 21 conc>qaiDitidtirum i. 22 ordau^is J,
46
r«tr. Qom
IV 8««. U
^H ITC
rV Ha». 2J1
I
coram eis et dimitte eos. * Et apposita est eis cibornm rojrit
magna, et posfcea dimiäsi sunt in pace.
56. Benadab rex Syrie obaedit Bamariam factaque Fama
vere , . , pars Htercoris colunibe m, v. argeut^iB *. Quadam di*»
clamabat mvdier post regem , . . mulier hec dixit michi: .Coiiie-
damuH hodie filiiiin tuum^ cras meuiii, comestoqih* iiiöci* *•••
abscondit aimin, Tunc rex scidit vestioienta sua et appariiit
cilidiim, quo iiidutus erat, et cominalus Helysei capitis abci-
sionem. Quod ispiritiifc« revelavit prophete et iusgit clandi ui^tium
et indicavit coDatum regi» senibus, qui cum ipso sedebant, ot
alt: ^Hec dicit DoDiitius: In hoc tempore cras Diodius farine
uno statere erit et dno modü ordei stat-ere iino.* Et sie fac-
tum est, quia Doniiniis imraisit t^rrorem Syris; et relictis ca-
stris fii^ernnt. Post hec inteÜigens Benadab rex Syrie, quod
Dominus eiim fugaverat noii homo, re^^ersuR Damascnm egro-
tavit. Azah♦^l autem missus in occursiiiii Helysei accepto ab
et» respiioso tulit strangiilam infiiditque atjuam et expandit
super faciem regis et mortnu« est. .losephus* aperte dicit, quod
Azahel strangukvit regem Benadab et regnavit pru eo.
57. Yoram filius Josaphat regnavit in Jherusalem riii.
annis et fecit nialum coram Domino coiisilio iixori» sne i*ecii-
tiis domiiioa alieiios. Unde Araber irruantes in Judam vasta-
verunt provinciani et domos regiaü, uxores regia abduxeninU
tilios occiderunt preter Azayaru^ iie promissio Domini faeta
David evacuaretiir. Tandem ipse Yoram mortnne est egritn-
dine cronica et sepnltus in ci vi täte David, non tam**n nt att
.hisephus in sepiilcbro patrnm »uoriim, sed privatum babuit tu-
niulum sine regalibusexequiis, et regna\dt Achazias sive Asaria«
filius eins pro eo,
58. Hnnc regem et reliquog iisque ad Oscyam pretermittii
Malheur. Viginti^ duoruni aTunrrnm erat Achazias cum re-
8 erat post deletum est J.
Bl quatuor J. erat om. J.
9 hoatium J. 13 castris in marg. J.
^ Die stelle ist lückenhaft, wol zu le^en : ventmdata pars Bteroorit
coluiubttTum V. argenteis, nach IV Reg, 6, 25; ebenso k\w folgende
vergl, a. a. o. 25 — 28, ^ Vielmehr tri^intai aber wie oben auch
Fetr. Com.
47
gnare cepisset et uno anno regnavit in Jheruaalem ambulans
in via sni ayi Achab. Abiitque cum Yoram filio Achab avun-
Gcdo sno ad preliandum contra Azahel regem in Ramoth Ga-
laud. Ubi Ynlneratiia Yoram relicto exercitu sub Yehu priu-
6 dpe militie descendit in Jezrahel pro cura corporali. Dixit iv fu«.
aatem Dominus per Helyseum ad Yehu: ,Unxi te regem super
Israel et percuties domum Achaz domini tui, ut ulciscar sangui-
nem servorum meorum prophetarnm de manu Yezabel, quam
oomedent canes in agro Yezrahel.^ Yehu ergo Yoram inter-
10 fedt in agro Naboth et Azachiam regem Jude fugientem vul-
neravit. Qni fugit in Magedo et mortuus est ibi. Quem tu-
leront in Jherusalem et sepelierunt in civitate David. Yezabel
qaoqne precipitatam de turri per eunuchoa canes comederunt
preter calvariam capitis et pedes et summitates manuum. Jus- iv r«^.
16 sit Yehn Ixz. filios Achab decapitari et onmes, qui erant de
domo sua et in Samaria et in Jezrahel, et uuiversos optimates
eins et natos. Utiliter etiam simulans se velle adorare Baal
congr^aTit omnes prophetas Baal et omnes sacerdotes, servos
etiam cum tota familia. Qui convenerunt alacriter et com-
so muniter. Cum essent omnes cou^^regati in fano, ita ut uuUus
reus ydololatrie deesset nuUusque invitus adesset, onmes inter-
fecit^ &num etiam combussit cum statua Baal. Interfecit etiam
Ixxii. fratres Achazie regis Jude, non tarnen recessit a viis
Jeroboam. Et mortuus est Yehu postquam regnavit xxviii.
u annis et sepultus est in Samaria, et regnavit pro eo filius eins
Yoaz vel Yohahez vel Joachaz.
59. Athalia vero mater Achazie interfecit omne senieu iv tug. i
regium cupiens ipsa regnare. Erat autem Jozaba soror Achazie
ex patre, uxor Yorade ' summi sacerdotis. Que fu rata est
«> Yoas filium Achazie et nutrivit eum in domo Domini vii. an-
nis, postea coronaverunt puerum in regem et eiecta Athalia
extra templum interfecerunt eani, pej)igitque Jorada fedus inter
r^em et populum. Regnavit autem Yoba in Jherusalem xl. iv Kog. i
annis et fecit rectum coram Domino omnibus diebus Yorade
16 sacerdotis, cuius consilio multa bona disposuit Yoas et obser-
♦
7 domum bis scribit .1. 21 Idolatrie J. 24 xxv. J. 34 rectum
in maig. J.
* In der Ynlg. Jojada.
vari statuit, Fecit Piiim destrui dorn um Baal» qaam feL-erat
rür.i. 54 Athalia, et niuiaa doiiius Domini reparavit Sed niortuo Jo-
rade fecit maliim corain Domino sicnt rex Israel et misit I>o-
Tiimus ad Yoa8 Zachariam prophetam ßliuni Jorade, iit ipsum
fN et alios rednrgneret, quem lapidantes interfecerunt, Iddrca
tradidit Dommiis Judeos in maiius Syroruni. Öervi aotem
Yoas interfeceruiit eum. £t regnavit Amazias filius eius pro
IV luSriT eo. Omnes filü Zacharie cum eo lapidati 8unt preter iinnni
ptHsimum, qui post enm dictum est Zacharias,
m %i (K). In diebiis Joas diiodecimus rex Latinus fuit Sütios
Areinulus, qui presidiuiii Älbaiiürum iuter montes, ubi nunc
lloma est, posiüt, Huius filius fuit Julias, proavus Julii Pro*
cub\ qui cum Komulo commigrans Romain fundavit Jnliam
genteiM.
' Kr« in Gl. Anno vigesimo tarcio Yuas regia Juda regnavit Yoa-
chajs filius Yehu super Israel xvii. aniiis et ambulavit in riia
Jeroboam, et iratus Dominus dedit Israel in manas Äsahd
regia Syrie. Mortuiis est autem Joachaz et »epiiltus eet in
Saniaria, regnavit filius eins [Joas] pro eo anno xxxrii*' Yoax
m regisJuda; xvii. annis regnant super Israel ambulans in viia
Jerf)))oam. Et egrotanti Helyseo ilixit : „ l*ater mi , currus
Israel et auriga eius. ** Kex autem ad mandaturn Helysei aperta
fenestra iecit sagittam ad orientera et ait Helyseus; »Sagitta
Domini contra Sjriam." Postea iussit eum aagitta percatere
»ri terram. Qui percussit ter, cum debuisset percutere septies.
Unde postea ter vicit Syroa, sed non percusj^it eos usqiie lu)
internitioiH m. Post mortem Helyaei quidam sepelientes mor-
tuum quendam cum videreiit latriinculos, proiecerunt cadaver
in sepulcruoi Helysei. Qiiod cum tangeret ossa prophete^ re-
80 vixit et stetit super pedes suos.
IV tut «^ 62. Amasias filius Yoas regnavit in Jherusalem xxix. an-
nis. iini fecit rectum coram Domino, sed postmodnm adoravit
ydola. Hiatus |)rovocavit contra se Yoas regem Israel, »ed in
hello fugiente Juda a facie Israel comprehensus est Amasias
6 STrionim J. 7 eos J. 9 addit al. man. ia marg.: eiuun
Zachariam iiit^^remptum J. 16 xviii. J. 19 aaao coir. ex anma J.
xxxviii" J. 25 terraajj ter J, 29 aepulehruui J.
49
di com in in ati 18 est ei mortem^ nisi rtHlderet Jhernsalem. Qua
tradita internipit mttrum a porta Ephraym, que dicitiir porta
rallis, usque ad portam anguli ccc. cubitis ei tiilit auriitn et
argentum ac vasa, que inventa sunt in domo Domini et in
ft thesaom regis. Facta est coniuratio contra Amasiam, qui
fngiens comprehensus est ac interfectns ac aepultus in civitate
Dayid, et constituerunt regem filiuni Ozyam,
63. Sub Amasia tercius decimus rex Latinum 8ilviua Aven-
tinos, qui ei nionti, qni nunc pars iirliis est, nomen dedii
64» Mortuo Yoas rege iäiaei regnavit Jeroboam filius eiua
pro eo xli. anno anibulans in viis Jeroboam. Ipae restitnit
terminos Israel ab introitu Emath ueque ad Mare solitudinia,
Iqnod est Mare mortuum, Emath Antiochia, que et prius
Reblatha. Hunc regem arguit Arnos propheta super ma-
6 licia saa et predixit everaionem domus Jeroboam: ^Hec dicit
Dominus: Consurgam auper domum Jeroboam in gladio**, et
nirsum: ^Venit finis super populum meum Israel." Hunc pla-
sia afflixit Amasias sacerdos, tandem üliua auus Ozyas ipsum
per tempora transfixit. Mortims est Jeroboam et regnavit
filius eius pro eo Zacharias,
66. Azarias, qui est Ozyas, regnant in Jherusatem lii.
annis et fecit quod placitum erat coram Domino, veruai tarnen
pxcelsa non abstulit. Hie usurpavit sibi officium sacerdottim
indutus stola pontificali in festo propitiationis, ut poneret in-
c«nsum Domirjo in templo. Et facto terre motu ipse lepra
percussus est in facie» Sub Oxya rege Juda et Jeroboam rege
Israel cepit prophetare Ysaias de Betlilemoth \ item Ozee de
tribu Isachar, qui propheta vit contra x. tribus, imrum de dna-
bus loqiiens prennnciavit bistorialiter Judeos in ultimo tem-
pore ad Christum redituros, et tercium diem dorainice resur-
rectionis predixit. Hie in terra sua sepultus placita quiete
dormiTÜ Sub ei&dem prophetavit Vohel de tribu Roben na-
tu» in agro Bethornu, qui de.scripsit terram duarum tribmim
eroca, bruco, locusta, rubigine va^tandam, predixit etiam effu-
sionem Spiritus sancti super ser?os et ancillas Dei, quod com-
*
3 cupitiB J. 19 tympora J.
IV K«v. 1«
%. •. ü, au
fatr. Coaa.
IV Ke«. Ifi
Petr (Jum.
IV K*f. 21
' Nach Petr, Com. war Ose© in üethlemoth geboren.
OUtct. 4
i^^^xi
pletum e**t in die Pen thecos teil. VA hie in lietljuroii in pm-e
morkiiiß est et sepultus, Sub eisdem regibus prophetavit iVb-
dyas, ut quid am tmdunt, sed secundum Hebreoa verius osteji-
ditur, quod ante eos propbetavit Nam ruortuus ante Hely-
seum; relicta eiuR per conBÜium Helysei ti berat» est a credi-
toribus uleo superhabmidante, Fuit aiitem de terra Sjchem
de agro Kethania qiiiti€|iiagenuhus ille^ cui pepercit Helyas
d e 8 c e n d e ns de v e r t ic e m o n t is. Qui relicto rej^is ob»e-
qiiitj discipulu.s Helye factus est. Cniiia sepulchrum usque in
i<^ bodienuim diem eimi mausoleo Üelysei et Johannis bapfcistei
[in Sebasie] babetiir in veneratioue. Sub Jeroboam rege I«-
rael prophetavit Jonas filius vidue Saraptaoe, qoi post reditnm
Ninive tempore faiois assumpta matre gentium incola factus j
est. Nam erubuit esäe in terra sua dicens: ^^Si aiiTeretur op*
1* prnbriiim meum eo quod proplietans contra Niniven inendEXJ
9UIU repertus*^ ^ Farne aiitem traiisacta rediens in terram Juda
sepeiivit matrem siiam iuxta balanum Debbore, Hie predixit
sigmim eversionis Jherusaleni. Mortuus vero aejiultu» est in
sepnkhro unius iudicis Israel Cuius sepulchrum monstratur
^^ in una urbiiim in vinculo iuxta Sephor.
ivjNtf. «1* 66, Snb Ozya rege quas^i terniinata est monarchia A.SST- i
riorum, nam Sanlanapallu.s ultimnsi nionarchus victus ab Ar-
bace rege Medonnü semetipsuni creniavit. Tanc Arbaces ino- j
narchiani ad Medos tranntulit spe, nondum re; hoc enim fedt
*ft Darius occasione Balthasar; faerunt tarnen reges Aasyrie, sed
non adeo potentes, usque ad subversioneni Ninive, quam pro-
phetavit Naym.
*■■-"• ^* 07. Latinus rex decimiia (pjartus Silviua Procas, postquem^
quintna decinjus Silvias AmnüiKS,
IV »OS Iß 68. Zacharias filius Jeroboam regnavit super Israel vi i
mensibns et fecit maliini coram Domino, et percusait eum ?>el-
Inm filins Jabes et regnavit pro eo. Et translatuni est re-
gnuni Israel de domo Jbeu in generatioueui quartam iuxta j
verbuin Domini. Regnavit autem Selltim uno meuse in Sa-
10 manaoleo J» 12 Sareptin© J 17 Delbore J. 30 ?ii J.
84 generatione .T.
' Die Stelle li&det äi^h niulit bei Jona, &btsrbaapi lücbt m der Valg.
lans^ Dam Maiiacheii filiiis Gaddi de Tbersa percusi^it eum iti
Samaria et regnavit pro eo x. anriis ambulang in \*iis Jero-
boain* Mortims est autem Manacheii et regnavit Phaceia pro
eo anno quinquagedimo 0/ye regis Jiida, et duobiis annia re-
gnavit Israel. Nam Phacee, filius Romelie, cyliarchiis eius,
interfecit enm in Samaria in convivio cum K viris, et regnavit
L pro eo anno uno.
^V 69. In diebus Pfaaceo Tegtaphalassar rex Assur aacendit
^^n Israel. Ambiguum est, an iat-e t'uerit Phul an atius* Qui
10 vastavit onmem regionem tranmnrdaiiem et t^aptivas duxh duH8
tribii0 Rüben et 6ad et dimidiani tribum Manasse. Vastans
uoque (lalileam ac de tribu Zabulon et Xeptalim multos
uiit secum in Assyrioß, qui puterant diinidie tribiii comparari.
nde sepe legi tu r^ quod tres tribus captivaverit ; et hoc fuit
itiimi captivitatis decem tribu um. Porro 0/,ee filius Heia
ierfecit Pbacee et regnavit pro eo.
70. Anno secuudo Pbacee regnavit Vöathati filius Ozie
Jherusalem xvi. annis et fecit bonom coram Domino, ve-
mtanien excelsa non abstulit. Ipse editicavit portani domus
oniini ^ublimissiniam, qunm quidam putant turrim gregis^
que iji Actibijs aposttdorum appellatur speciosa, ab Hebreis
porta Joathan \ Hec sola remansit in eversione facta per Chal-
deoa. Hie devicit Ammonitat^ et tributarios fecit. In diebus
Imina Rasyn rex Syrie et Phacee filius Romelie rex Israel ce-
» perunt infestare regnum Juda. Sub hiis exorsus est prophe-
^B^iki^ Naum de Ekhfsi de tribu Symeon contra Niniven dicena:
^I^Hec dicit Dominus ad Niniven: .»Exterminabo te, nequaquam
progredientes de te imperabunt mundo'*'; quam quidam dicunt
a rege Medorum tempore Josie, alii per terre motum
paludem inundantem, que ipisam circunidedit. Hie librnm
am scripsit post captivitatem x. tribuum sub Ezechia^ dum
'aataretnr ab A.ssyriis terra Jtida, Qui riioiiuus in pa^e a^-
ultus est in terra sua. 8ub Joathan vidit Ysaiaa Dominum
IV Ke«,
S Phac<] addit falso J : fLliuä eius. 8 Degtaphalaeser J. 17 Jo-
J. 2ö Belcheai J. 28 quia J.
* Tgl Act. apost. 3, 2.
ch bei Naum 2, 13.
' Nur der erste teil dieser stelle findet
4*
TV B*f . 18
I
: m 1
Pctr. Com.
IV R«f, 1
sedeiiteiii super siAum excelsum et Serciphiiii nitrndavit Iftbi»
eius*. Sub t-odem exoi-jsua est pniphetare Mycheas, Mortuuä
eflt rex Juda Joathan et sepultua est in dvitate David et re-
gnavit pro eo Achaz filiys eius.
71. Sub Joathaii Eomiilus et Hamua generanttur ex m
72. Anno xvii, Phacee regis Israel regnavit Achaz
Jhenisalem xvi. annis ambulans in via regum in Israel Insuper
tiliuni SU um traiecit per igueni secanduni jdola gentium. Al-
tare etiam eneum, qnod erat coram Domino in templo, de loco
suo transtiilit et posoit illnd ex latere altaris Damasci preci-
piens ürie sacerduti, quod super iÜud offerei omne sacrificiuni.
Luterem quoqne et mare eneiim dispOHuit et alia mnlta in
templo per vertu Asceodennit autem Rasyii rex Sjrie et Pha-
cee rex Israel in Jherusalem et obsederunt eani, et, ut ait
Joseph U8, coDgreasus cum eis Achaz vnctus est et occisua est
lilius eius Zacharias multaque milia cum eo. Ac secundo ob-
sederunt Jherusalem. Cumque timeret Achaz, confortavit eam
Yaaias dicens, ne timeret a duabus caudia tycionum fumigan-
tium ^. Noluit autem Achaz petere signum a Domino , sed
implorsrit auxilium regis Assyriorum Teglaphalassar. Qni in-
trayii Syriam et cepit Damasciim et ab obsidione redeuntem
Kasyn interfecit, Damascenos autem transtulit in Cyrenen,
que est versus Ethiopiam; alia Cyrene est in AfricÄ. Post
hec mortmis est Achaz et sepultus est in civit^te Dav^id, ei
regnavit pro eo filius eius Ezechias.
73. Sub Achaz Koma condita est in nionte Palatino xi, Ka-
lendas Mali a geraellis Reuio et Romulo. Anno ab urbe con-
dita terciü Remo rastro paatorali occisus a Fabio diice Komuli.
74. Anno xii^ Achaz regia Juda regnavit Ozee super h-
rael novem annis fecitque malum coram Domino. Contra hnor
ascendit Salmanassar rex As.syrioruni et factus est ei Ozee tri-
butarius, Pbstmodum cum deprehendisset» quod rebellare ni-
teretur Ozee, obsedit eum et vinctum niisit in carcerera ob»e-
22 et om. J. 24 AflHca J. 80 xwV
32 SalmuD. rex om, J. Aaajriam J.
vol mit Petr. Com. %u lesen: ex Marie et Tlia.
SS
ditque Samariani iribus annis Qua capta tranMtiilit Israel m
Assyrios Septem tribus, que renianserant, et posnit eos iuxt-a
fluvinm Gozan ultra montes Medoruni et Persarum, In prima
captivitate trium tribuom dicitor eaptivatus fuisse Tbobias et iTliat!
mansit in Ninive, vel forte com rege Ozee diictus est in Ni-
nive. Porro rex Assyriorutn de diversis regionibiis addiixit
colonos in Samariam, et cum essent de diversis regiünibiis
queqne gens ydoltuB suum portavit secum. Sed omnes priüs
^■vocati sant Chuthei a flumiiie Chutha *; Greci dixerunt Sa-
^BDariias, qui in ewaiigelio ^^aniaritani appellantur, Jndeos ap-
[ pellabant Jacobiiaa quasi supplatitatores Israel. Cumque re-
nissent in terram Israel^ immia^it in eoß Dominns leoues, qiii
iuterfecerunt eos^ quia ignorabant legitima terre Dei viventis*
Et misit eis rex iiuiim de aacerdotibus^ qiii h^ibitabat in BetheL
luo docente sascepenmt circimicisionem et legitima Dei Israel .
ichilominns deofs suos colebant in excelsis. Ünde cum He-
eis bene essent, appellabant eos fratres suos, qnando male,
uegabant se aliquid commune habere cum eis.
75, Anno tercio Ozee regis Lrael regnavit Ezechias in '^ **•»•
» Jhemsalem viginti novem annis. Qui convocatis sacerdotibus " *'•««•
et Levitis aperuit templum cultimi Dei et legitima legis redu-
cens vasa templi reparavit et fecit Phase, qnod non potuit ^*^"**'
facere auo tempore, quia ncmdum erant purificati. Hie dissi-
paTit excelsa, contrivit statuas^ luc^js saccendit, confregit «er*
^ pentes propter superstitionem populi. In diebus eins ascendit^«^ **• '
Sennacherib et mi.sit Rabyaeem, qui sustulit man um auam con-
tra populum Domini et extulit manum suam in vSyon» et au-
perbua factus est in sua potentia. Tunc mota sunt corda et
maDua ipaorum quasi parturientia mulieris et invocav^runt Do-
lo minum niiseric4)rdem et extendentes maous suaa extulerunt ad
celiinL Et aanctus Dominus audivit orationem eorum cito;
n est commemoratu« peccatorurn illorum neque dedit illoa
imicifi suis, sed purgavit illos in manu Ysaie sancti propbete,
ecit castrum Assyrionim et contrivit illos angelus Domini
Ixxx?. milibus. Nam fecit Ezechiaa quod placuit Domino »^ "«**
2 TemanBerunt J, 26 Raphacem J. 35 m* c. Ixxxv. milibua J.
* Died widerspricht lY Heg. 17, 24.
17 Kity. 310
Petr. Com.
IT lUf. «1
IV Auf, 11
«. •* Ov tS
so
2 fmnh 31
ft fortiter ivit in viii daniini David jmtris sui, cjuaui miin-
davit Uli Ysaias propbeta Domini magiius et fidelis in ooii-
specUi Dei. In diebus ipaixis retro rediit «ol et addidit regt
ntani, ßpiritu magno \idit ultinm et consolatu« est lageivtee in
Sjon, usque in seinpiternum ostendit futura et abscondiia ante»
quam venireDt Fosi Ezecbiam vel ante eum Qon fuit similisei
de regibiis Jiidea, (piod intelligitur de loiraculorum magDitudine*
76, Secuadus a Komolo Niinia Pompilius regnavit yd
senes consuleote« reipublice Senatoren appellavit. Hie primtis
cangiariktm militibus dedit, Idem imperiali largitione in sui
promotione Jaiiuarium et Febniarium anno addidit.
77. Post Ezechiatn regnavit iMaTiasöes filius eins Iv. anats;.
Hie contrarius fuit omnibus booia operibiis patris sui, ydolula-
triam reditxit et fultum Dei elirainare penitns stnduit, ponens
ydühmi in templo Doniini. Ariolos, augurtis, pbytones et hani-
spice8 multiplicavit. Cumque arguerent euoi propbete missi
a Domino^ netuini erirnm parcebat, sed platea<9 Jherusalem
sanguiiie prophetarnm purpiiravit et alionim innocentiim, do-
nee inipleret Jheru8«Jem usque ad os, Ysaiam quoqiie avum
maternum aeeuiKlum Hebreos, secutidum alios affinem soce-
ruiD fidelem, circa piseinam Syloe serra lignea per niedium
secari fecit. Qui cmti in principio secationis angiistiareiur.
peÜit sibi dari aquam , ui biberet. Que cum ei tiegaretar«
Doniinns de snblimi iiiiait aqyam in os eins et exspiravit ; oec
tarnen carnitices destiterunt a secatione. Üb haue miäsionem
contirniatum est uomen Syloe, quod interpretatur iiiif<isii>i \ Et
non sepelierutit enm in aepnlchro propbetarum, sed sub quercu
in huius niiraciili memoriam. In huiiis etiam facti ingem me-
moriam aqne Syloe non ingiter, sed in certis horis ebulliuDt ;
qne videlicet clvibas habundabat, bostibus negabatur ad ora-
tionem Ysaie, ut ait Epiphatiins. Propter predicta scelera mi-
ftit Dominus ad versus Mu nassen regem Babvlonioruin, qui de-
populatus est Judeam et in dolo captum Manassen traxit in
Babylonem et variis cruciatibns afflictiira misit in carcerem.
8 Fupüio J.
IB fdolatriam J.
lü imperialem largitionem J. w bus ecrib. J*
* Vgl. dagegen oben Deacr. ü. 18t
s&
Potr. Com.
IV ÜB«, n I
F«ir. Com* t
ubi penitentiam egit. Et. miHertu^ est I>oDiinu>i. libenivit eum
et resittuit regno. Ubi desiructa ydololatria et revocato populo
ad cultum l)ei vi tarn egit beatam. Morttiiis aiitem sepaltus
est in borto domus sne , et regnavit Amon fitius eius pro
i eo duobus aDDis in Jheriisalem.
78. In diebus ManaÄse sjbilla Eraailua ' claruit in Samo,
uode et Samia dicta est, et tercius Itomanorom rex Tolhis
Hostiliug. Hie primns ret/um Ronianorym pnrpiira et fascibus
usua est, Addito monte Celio ampliavit urbeni*
ü 79. Amon fecit uialum corauj Domino sicut pater eins, iv luf, m
Qaem ser?i interfecernnt in domo sua, qnos in Tindictam per-
cnssit |K)pübis, Et regnavit filini^ eins Yosias pro eo xxxi** anno»
80. Memoria Yosie in conipositione odoris facta opus pig-
mentarii, in omni ore quasi mel dnicorabitur memoria eins,
P^ at rniidca in convivo vini. Ipse est directus divinitni^ in peni-
teutiain populi et tulit abhominationes impietatis. Et güber-
navit ad Dominum cor ipsin« et in diebus peccatoruni corro-
boravJt pietatem. Preter David et Ezechiam et Yosiam omn*^
rogeii peccatum commisennit, VoMias noii declinavit ad dex-
^ teram neque ad sinistrum, sed insticiairi coluit tarnquani anime
sue tnedicinam in unaquaque causa, renovavit ab ydololatria
popnlum et scrutabator df»nios, ne quid latent*^r remaneret bu-
spectora, reparavit teniplum |»reponens hnic operi Helchiam sa-
cerdotera magnum et Amasiam et Saphan scribam, et facta est
hueparatio temf>li fideliter et itidilate. Anno xiii^ rugni Yosie
^^exoraus est pruphetare Yeremias filiiis Heichic de sacerdofcibuö
Anathot in terra Benyamin, tercio ab urbe miliarioi et pro-
pht^tavit u.sque [ad eversionemj urbis xl. annis et nno preter
l^iliud tempus, quo in Egypto prophetavit et Tanis. Fecit Yo
P|wa^ Phase in Jherusalem convocatis ad illud etiani liliis Is-
rael, qui etfiigerant captivitatem ; nt^u enini factum tale Phase
m diebiis iudicum. In diebus eins ascendit Plmrau Nechao rex
Egypti contra regem As^yrioruni, Descendit autem Yosias in
2 idolatria J. 4 orto J, 7 Tullius J. 9 adito J. U dnU
corabitur a1* mau* in marg. addli .L 15 ut] in J. 21 idolatria J.
24 Sopham J* 25 regni in marg. J. 28 una J. 29 Tbaniu J.
Vielmehr Erofila« wie Petr. Com. und Bieron.
ft« tu o* Mi '
IV ||«g. «I
r»lr. Cii«.
m^ «. o. 97
occLii'8uiii &MS prohiUens, ne trausitnQi haberet j»6r Jud^aiiL
,r-t. iw, qI perciisöus est a sagittariis in *mnipo Maiedo. Et plaDxe-
runt eum incousolabiliter Juda et Jherusalem et maxime Jere-
mifts, qui superscripsit eius exequiis Threnos lamentabiles: »Quo-
modo sedet sola civitas plena popuW; relatug est enim m
JheruBalem et sepultus in mausoko patrum suorum in pace
pecto ris.
8L In diebus Yosie qnartus Romauorum rex Ancus Mar-
I cius Nunie nefTOs ex Elia, Adventinum et Jauiculum urbi ad-
^H 10 dlidit. Sapra mare sexio |decimo] miliario Ostiam coudidit
^B Quintüä liomaüoriim rex Tarqiiioitis Priscns, qai circum Kome
^P edificavit, muros et capitolium exatruxit.
* *,o,3i8 82. Reliquit Yostas tres filios, Elyachim, qai et Yeco-
Iiiias S primogenitum xxv. annorum, medium autem Yoachat^
ra].«»iaqui Sellum diotus e^t, xiii, aonorum^ ierciuä Matbaniam eir-
citer viii. annorum '. Tulit ergo populus medium Yoachat et
congtituit eum regem pro patre suo, Qui tribus menaibas tan-
tum regnavit in Jheruäalem. Nam, ut dicit ParalipomenoD,
veniens Nechao rex Egypti in Jherusalem amovit eum et im-
10 posuit mulctam terra c, talentornm argenti et unum auri et
constitiiit regem pro eo fratrem eius progenitum Elyacbim.
quem fecit sibi tributarium et mutato Domine vocavit eum
Yoachim, ut mutatio nominis signum esset subiectionis, et du-
xit secum Yoachat in dolo quasi honoratunis eum iu Egypto,
MÄ Nam cum venisset in Ri-blatha, vinxit eum et ligatum mistt
in carcerem in Egypto. Yoachim xi. anois regnavit in Jhefu-
aalem et fecit nmluui coram Domino. Cumqiie arguerei eum
Urias propheta, morte pesaima interfecit eum.
»!^:Ü*S»* 83. Anno quarbo regni Yoachim cepit regnare Nabocho-
90 dono3or rex Babylonis, qui ncto rege Egypti tulit omnia que
eius erant a rivo Egypti uaque ad fluraen Euf raten. Anno
(|iiarto regni Yoachim Yeremias projiheta prophetice mala pre-
dixit, que futura erant soper Jherusalem et regem eius per
6 manseolo L 9 Laniculum J« 10 Hoetiam J. 19 ama?it J.
ZV* J. S2 pröphetia J*
' Joakim, vgl. IV Reg. 23« 84, Jeobonia Esther 2, 5. ' Vgl da-
gegen II Paml ö6, 9 und lY Reg. 24, 17, oben aber wdrtUcli nach
Xabuchodoncmor, In anno octavo Yoachim asceiidit Nubucho- [•^:2*i
doDOfior in Judeani et depopulatua est eam. Tunc Recabite ne-
cessitate compulsi, qui habitabaot in tabernaculis^ intraverunt
Jherusaletu, et ait Dominus ad Jeremiam ': »Die habitatoribua
* Jherusalem : Hec dielt Dominus: Ntimquid non accipietis disci-
plinam, ut obediatis michi ut Ilecabite patri sno?** Porro cum
aacendiäset Nabuchodonosor Jherusalem, cepit Yoachim et li-
gavit enm et traxit secum in Babylonem et nobil»?8 cum eo.
In itinere vero iniposuit sibi tribiitum et remisit eum in Jhe-
3« ra$alem, obsides vero traxit secuni de semine regio Danielem
et tres pueros. Et servivit ei Yoachim tribus annis. Postea
sperans in rege Egypti negavit ei tributum. Ascenden« ergo
rex Babylon iö in Jherusalem sab federe pacis intravit eam,
sed Mem non serTavit, sed iuvenes quof^dam fortissinios oc-
i& cidit una cum rege Yoachim, quem etiam ante muros proici
iaasit ioxta verbum Jeremie propbete*: ^Cadaver
eitis proicietur ad escum per diem et ad gelu
per noctem.'^ Et conatituit Nabochodonosor filium eiuä
regem Yoachim equivwiim* patri, qui tribus m#?nsibus et x.
jo diebu» regnavit Timens enim Nabucbodonosor, ne tilius nie-
mor necis paterne adhereret regi Egypti rediens obsedit Jhe-
rusalem ^ sed ad votem Jeremie egressus est Yoachim cum
matre et omni domo sua et principibus; et suscepit eos rex
Babylonis tollenaque univerwa vasa aurea de domo Domini
ttft et domo regia et quasi duo milia transtulit in Babylonem.
^^oter quos erat Mardocfaeus et Ezechiel adhuc iuvenis de ge-
^ftere sacerdotum. hti quia ^ponte se tradiderunt, dicti sunt
proprie transmigratio Jude. Alii, qui per violentiam tracti
sunt, dicuntnr captivitas Jude.
-» 84. Porro Nabuchodonosor conatituit regem in Jherusa- Iy%^T
lern patruom Joachim Mathaniam, ut serriret ei aub tributo
terpofiita rehgione iurisiurandi, et mutato nomine v*K"Hvit
m Sedechiam, Qui xi. anuis regnavit in Jherusalem et fecit
8 ßabilem J. 10 Joachim .Techoniam equiTOcam patri J.
rloa J. 25 x. J. Babiletn J.
24 Ba^
Joakim, der andere Joachin.
' Nicht richtig, denn eiaer
*. «. Or i3
■ ftr O. 44
IV K«f. iA
Tob. 1 IT.
r»tr. Com.
Tob.
malufji coniiB Uimiiriü. Qiiint«^ anno traiismigrunütiie^
chim cepit prophetare Ezechiel in Babylone. Sedecbias trans-
gresBus est iuaiurandtim, uiide NabnchodoDOsor obsedii Jheru'!
salem. Sed audiens, tpiod rex Egypti coiigrpjfÄret exercitara
quasi soluturns obsidionem, recessit a JherusaletD in oceursuxo
ei US, et remisit Nabuchodonoeor Nabuzardari et principea ex-»
ercituft eius, qiii obsederunt Jberusalem. Et orta est famet
adeo naagna ^ ut mulieres comederent parvulos 8uos ad men-
sunmi palmi, ut legitiir io Threnis Jeremie*. Diideciiuo anna
regni Sedechie quarto meiise aperta est ci^itaa ; rex ei omoesfl
viri bellatores circa mediam noctem fiigenmt. Quoe persecuti
,sunt Babylnnii et comprehenderunt regem io campo solitudinis
Jerichontine et diixerunt ad Naiiuchodonosor in lieblaiha. Quii
lucutu« est cum eo iudicium, lilios fc»iuH occidit ante oculos tfioa
eftbditque oculos eius et vinctumduxit in Babylonem» Nabusanlan
Mutem incendit domuiu Domini et dorn um regis et omnes do-
mos in Jheruyaleni ac iDiiros in circuitu destruxit et tulit Jere
miam de vestibulo carceria et iiixta niandatnm regis fecit ei uk
proplieta voluit et prefecit Godnliam, ut preeaset pauperibus,
Elegit autem Jeremias eaa« inter reliquias popnli cum Banich;
n a ui p r o p 0 s i t o s i b i g a u d i o elegit a f f 1 i c t i o n e m,
Rediit Hutem Nabiizardan traheiis secum captivitatem in Bä-
bvlonem, Porro cum Nabuchodoiiosor Uabytonem tntrArei
cum triumpho et in corivivio recnmberet hilariter bibens de
vmU Domini, fecit addoci Sedecbiam et elaucnlo innait, ui
daretur ei potus laxativus; ooram omuibus ignominiose laxA-
tua reductus in carcerem nimia afflictus dolore post pauoos
dies mortuus est, sed regio honore aepultua. In diebus Sede-
chie factum est exterminiiim regni Judeorum, et habuit ex-i
ordium quinta etas.
85. In tempore captivitatis huius sextns rex Homanomiiv*
öervins nobilis [captive filius] tres tnontes urbi addidit C^i-
rinalem, Esciünum, Viminalera.
86. Thobias ex tribu Neptalim fmt et cum ceteri ad<H
1
1
i
9 Trenis J. 11 fu^erimt J. 12 Babilonii J. 18 ReblaU J.
iixtraret in marg. J. 29 extennineuin J. 3S Viminalem om, J.j
Thren. 2. 20.
59
raren t vituloa aureos, quo« fecerat »leroboam ipse asceiidebat
in Jherusalera, ut adoraret Dominum Israel. A pueritia bonis
operibus exercifcatus ex uxore timoratu genuit filmm timora-
tutn Thübiam, Et quoiiiam acceptus est DomiDO^ probatus
ft est cecitate ocalonim. Cuias filiiim Kaphael duxit in Kages
civitatem Medonim et reduxit incolumera niediciiiam prestans
Thobie ad restitutindum visnm, copulans feticiter Saram filiam
Ragiteliä adolescenti, CjUi^m dueebat.
87. Godolias habitavit in Masphat et respondennit pre-
Jo fecto Ohaldeorum pro rdiqiiiis populi. Hjsmael autem vir
malignus de setnine regio, qui de obaidione Jherusalem fuge-
rat ad regem AmniOQÜariim, in dolo interfecit Üodoliam, Turic
omnes reliquie contra consiliuni Jeremie vnm uxoribiis et par-
vülis et nni versa substantia descenderiiiit in Egyptuii» et Jere-
1^ mias cum eis. Quem lapidaverunt in Tani.s, sicnt pleniu»
persecuti sumus in hiatoria Damiatena capitulo
No n mi n o r i m i r a c u I o etc, ' Post mortem Jeremie Na-
buchodonosor descendit in Egyptum et CKicidit regem qui titnc
erat et alium substituit. Et deuuo Judeoa duxit in captivi-
s«? tat**ni Babyionicain. Haue captivitafcem reliquianini predixit
Escechiel in <jhaidea. Ab hac ultima captivitate quid am nume-
rant Ixx. annos usque ad secundum annum Marii filii Ystaspis.
88. Ezechiel propheta de terra Cysare fiiit filitm Bn/J de
genere sacerdotum. Hie Babylonem durtus est cum Joachim
üij et matre eins, cum Datiiele et tribus pueris. Hie habitabEit
iiixta fltwium Chobar, ubi vidit Vision ea. Pacta^jue est manus
Domini super eiim et adduxit eum in spiritu in terram Israel
super nmntem excelsnm et ostendit descriptionem civitatis et
templi. Porro in Chaldea inter captivoa iudieavit transgres-
34» sores legis et precipue qnosdam ex ti-ibu Dan et Gad, qiiod
contra Doniinuin committerent impia legis perseqnendo custo-
des, et ut dicit Epiphanios i'ecit contra eos prodigium magnnm,
quia filii eornm et nni versa pecnra eoriim a serpentibiis pe-
rierunt, et predixit, quod tribus ilie non reverterentur ad pro-
3B pria. Quem exacerbati traxernnt cum eqnis per crepidinera
IV JUff. »».
Petr. Cx.i!
15 Thaniaa J. 22 Ytapis J. 30 legis super acr. J.
8. Eist Dam. oftp. 4^.
60
D«n^ 1,11
J>«1l* 4
fctr. Cum
^
Pulr. Com
,tfii3Coniin fH excerebratiiiu sep^lieriaii eum in agro Madian \i\
■epulchro Sera et Arphaxai in spelunca daplici. In cuitu
similitiidinem Abraham in Ebron sepulchrum Sare c<»iiip(isaii
Duplex dicitur eo quod camerata fuit.
89. Prophetavit etiam io Chaldea I>aniel^ qui secimdom
Josepliuni et Epyplianium de seniine regio Jade fuit, secan*
dum Septuaginta de tribu Levi. Natiis erat in Bethoron su*
periore. Adeo c-aatns fuit, ut a contribulibus suis spado repu-
taretur. Librutii etiam eius Jeronimus transtulit ad petitio-
nem Paule et Eustochii cum magna difficultate« quia Chal-
daiciä litteris scriptus erat. Et nota, quod alii prophetanmi
lüDge ante cnptivitatem duarum tribuum prophetaverunt, nt
Ysaiafl et Oaee, alii ea imminente et dum fieret, ut Jeremia«
et Ezechias, alii infra eain, ut Abacuc et Daniel^ alü post eam,
ut Aggeus et Zacharias. Dominus d ed i t D a n i e 1 i seien-
tiam et disciplinam, intelligentiam et yiaionem
s 0 m p n i o r u m. Prima visio de sonipnio regia Nabnchodo-
nosor, quod fngit ab eo. Sed Spiritus sanctns ostendit Da-
niel i tum in temptatione de statua grandi et terribili. Secanda
visio, qiüa vidit rex in fornace quartiim tiimilem filio [)ei.
Rex autem eductos de fornace pueros videns intactos ab igne,
etiam .saraballa immntata dixit: «Non est alius Doniiaas, qui
ita possit salvare,*^ Tercia irisio Kabuchodonosor de arbore
erecta in celum, quam interpretatns est Daniel, et scripsit in-
terseren» epistolam regis, quam scripsit universo regno, [>o«t-
quam restitutus est regno, et cum vellet Daoielem fac«re co-
heredera filiorum suornra, respondit: «Absit a me, qnia pa-
trura hereditatem in circumcisorum donis inheream,* Nalni*
chodonosor^ mortno patre suo, qui magnus Nabuchodonoaor
dicebatur, obsedit Tynam tribus annis et x. meusibus. Isle
magnitudine actuuni et forti todine dicitur Herculem superii89e.
Quarta visio Danielis de bestiis» que quatuor regna de^ignaot^
videücet Assyriorum, Medorum, Greoorum et RomaiM)rum^
Quinta Yisio Danietis, quam ndit in Helam regione in Sxmä
civitate, que est metropoüs Helumitarum, qne in Judith ?o-
catur Ecbbatbanis, ubi vidit arietem unnm stantem ante pa
17 aompno J, 30 TjrruQ J.
ludern habentem corniiH exc^lsa, «t^d umiui excelsuis reliquu:
hie est Cyrua potentior Dario. Post hec vidit hircum venien-
tem ab occidente: hie est Alexander Macedo, qui efferatus fuit
in arietem, et mutilavit duo comua eius, cjuia vicit Dariiim
• 0k duo regna ei abfitulit. Sexta visio^ qae qnarta est in Da-
niele, sed Jeronimus qoartam vocat in prologo Abacuc, nbi
Balthasar sedens in eonvivio in Babylone vidit articiilos scri-
benies in pariete: ;,Mane, techel, phares', quod sonat: nurae-
rag, appensio^ di^isio, qoia numeravit Dominus regnuni Bal-
10 thasar et complevit illud, apjiensuni fuit etiam in statera» di-
visum fuit r^ntim et datum Peraia ac Medis. Eadeni nocte
cApta est Babylon per Cynim et Darium et Balthasar '. Sep-
tima visio, quia vidit Darius Danielem sedentem in lacu
inier leones, quod emnii aui procuravernnt dantes consilium,
11 ui daretur edictum) ne qua petüio fieret infra xxx. die^ nisi
& rege; sed Daniel oravit Dominum celi et regem regum,
Octava visio, ubi Gabriel archangelua teiigit Danielem orantem
in tempore sacrificii et indicavit ei liberatiouera jK)puli spiri-
tualem futuram per Christum , et computavit ebdomadas ad-
dens de restitutione niurorum Jherusalem, adicieos de pas-
arione Christi et quod ceaaaret unctio Christo adveniente et
dnce fainro ridelic^t Vespasiano, de defectii etiam hostie et
sacrificii nsque ad consumnaationem mundi, et qnod Judei ex-
terminarentur a finibus Judee. Nona visio, quaiido vidit super
«* fluvinm, qui est Tigris, virum vestituui lineis vestibus et cinc-
tum zona aurea et sernio eius quasi vox niultitudinis loquen-
tia^ et territis qui cum Daniele erant ei lugientibus ipse ce-
ddii in faciem suam, et confortabat eum vir, qui loquebatur
cum ipso dicens, principem Persaruni ac Grecoruni restitisse
•* sibi et se non habuisse adiutorem nisi Michaelem principem
Hebreorura, Hos duos principes dicit Jeronimus malos angelos
fuisse, Gregorius bonos. Sed quomodo contenduni
b 0 n i? p a c e m summa ni t e ii e n t. S c i e n d n m e r g a,
2 hyrcom J.
25 Tygri« J.
3 aquiloae J^ 18 quam J. 20 addiciena J.
' Wöl AH lesen mit Petr. Com.
G«««it ei Darius in regBum.
interfefitns est Battba^ar et sui-
Da«, «
I>AD, 9
PmU. Com.
62
quod cooieocio bonorum angelorum nichil aliad
est qiiatu divine voluntaiis explorafcio, victoriA
9m.ii divine roltintaiiB intelligen tia. Vir autem, qoi lo*
qtiebatur, Danieli osqtie ad Alexandrum magiiutii aii: .^^nrj^et
» rex fortis et faciet quod placuerit ei, et cum stetwt, cont^
retnr regnum eiua ei diTidetar in qoatnor vent<is celt,^ De
regno Egjpti et Syrie tau tum pri»aeqaitur Daniela, qtiia gub
'jS/JT' biis aftlicius est populus I>ei vicissim. lii Kgjrpio post Ale-
xandruui reguayit Ptiilometis Lagi filiuB, a quo sequentes reg^
10 Ptolumei dicii sunt, Egyptus autem eai Poat regnavit Ptolo-
meus Pbiladelphus, post Ptoloniens Euergetes« post Ptolomeos
Phibpator, poet Ptotomeus Epiphanes. In Macedonia poet
Alexandruni r^^avit Philippus, qui et Arrideu«, frater Ale-
xaudri, qui est ad occidenteni. Antigonus post Alexandruni
ifi regnavit ad septentrionem. In Syria et .^uperioribus loeis, qui
sunt ad orieutetn, post Alexandrum retjjnavit Seleucus, post
Antiochu.H Sother, a quo successores Antiochi dicti sunt, poet
Antiochus Tbeos \ f»oat Antiocbus magnus, post Antiochud
Epyphane*^^ De hiiö prosequitur vir loquens ad Dunielent.
^ Hoc autem de quatuor ventis secandum totina
orbis siium dicimus; qui enim in Jui]ea est« ab
£ir*i*^»"taquilone Syria m, a meridie Egyp tum habet, Apud
Hebreos non habetur Susanne historia ' nee jmnus trinm po«*
rorum^ nee IMis draeonisque tabula; transtulit tarnen Jero-
niiuus et usitatur apud Latinos, idcirco quasi no-
tani pertrauBioius. Abacuc [mortoua est et »epnltu^ .
in agro proprio aolus. Porro de Daniele) * quantum super*-!
vixerit post reditum populi in Judeam nescinius, defunctu^
autem et sepultus in spelunca regali so\n& cum gloria* Abacuc^l
qui tulit prandium Danieli in Babylonein, fuit de tribu Sy-|
meon. Hie erat incola in terra I^^rael, descendentibus vertj |
reliquis inde iu Egyptum quiLsi peregrinabatur in terra sua,j
ein Oätendit Dominus adveniuin Cliri8ti^: ,Si moram fecerit
U Energetes J. 29 et aepultuH in marg. J,
S5
' Hier fehlen Seleucua U und HI, wie auch bei Petr, Com. » gibtl
88 niclit; Syrien wurde unter Antiochus d, Gr, römische ProTiiUL'
" Dan. 13 u. U. * Dan. 3, 52-90. '^ Die ergäniung nach P^tr,
Com. a. a, o. ' Abai:. 2, H«
exp^ctii euoi, quirt veuiet. ** Ultimo gcnptsit cmiticuiu : Dtimiue
audivi.
90, Mortuo Dario Medo Cyras monarchiarii teiiiiit orieii-
tis. Cuiu9 seclem posuit apiid Persas, licet regniini Merloruiii
» maiiis et honorab]liui$ fuerit. in primo anno regni huius su-
sciiavit Doiuinus spiritum eiuj*, ut daret licentiam redeundi
iu Judeam oiimibus Judeis, qui eraut in universo regno ipmiis,
et reedificaudi domum UomtQi in Jherusaleni. Excitatug auteui
fuit per vrrl>a Üonjini dicentis per Ysaiani : Cyro etc. '. Za-
^9 cLariaä vero natus in Clialdea iani prophetabat. Igitnr tercio
anao Cyri egresai sunt de Babylone sub duce Zorobabel et
Jhesu magno sacerdote, adhortantibos eos ZacbanF proplit?ia
et Aggeo iuvene, Fiierunt autetn de Judeis xlii. milia ccc. Ix*
exceptis parvuHs et aacilli» [etj hominibtiH promiscui generis.
I» Bemisit autem rex vasa, que asporfabat Nabucliodono^or de
Jherusalem qtiinque tnilia quadringeuta. Ascendenmt et qui-
dam cum eis dicentes, se esse de genere sacerdotali, cumque
lUererent scripturas geneabigie stie et non invenirent, recepti
in Israel, sed reiecti a sacerdotio reversi sunt in Jhern-
em et civitates Jude. Porru congregatus est. pupulus quasi
wnuB iu Jherusalem et editicantes attare colIcKaverunt illud
»r bases sua»^ olferentes super illud altare hülochauata Do-
n(* , feceruntque sollempnitateuj tabemaculoruuL Anno ae-
cmido tnense secuodo iecerunt fundamenta templi. Venientes
M Saniarite dixeriint eis: „Edificeraus vobi.scum , quia ita nos
*»riiuus Dominum sicut et voa". Et reaporHleruiit duces Israel:
omniuneest nobis et vobis adorare Domiuumi sed non donium
ediiicare, boc enim tantum rex Cyrns precepit^. tndignati
Samaritani corruperunt pecunia multos finitimos, ut im-
dirent opus, ignonifite tanjeu Cyro. Principes ergo in tau-
tum impedierunt, quod io triginta annis, quibus Cyrus reg-
vit, non erexit murns templi uisi usque a<l apodiaiitniHUi.
rua vero tranngressus Araxeu a regina MaBttagetliarum victuH
fl»i et occisus.
n. II. u. la 1
Dhü. ift
h anno in marg. J. 6 redenntibas .T. 13 xlv, et ccc. Ix. mi-
J. 19 milia] et J. quadrafn^ta J. 83 Arexen J.
Uai. 44. ^.
64
91. In di^bus Cyri srptimiis rex Ffoinftnonim Tarquiumt
Super bus causa Tarquini filii iunioris, qoi Lueretiatii corrupit,
a regno est expulsus. Hie cogitavit tormentorum genera, nn- |
cula, metalla, taureas, fustes, laniioas, carceres, corapedes, ca-
thenas, exilia.
92. Mortuo Cyro successit lilius Garobyses, qui apud Es-
dram Arthaxerxes dicitur vel Assverus, in hisioria Judith Nabu-
chodonosor appellatur. Isfe principibus terre Judeoe accusantibns
ediücfttionein pot*?iiter interdixit per epistolas. Timc inter-
mifüsum est opus Dei in Jberusalem usque ad seeundam anriniu
[Darii], i^ub Cambyse factum est, quod in historia Judith
legitiir. Hanc tarn quam usitatam et notam per-
''ÄST trän 8 im US. Hanc Nycena sjnodus in numero sanctaram
scriptiiraniTn recepit. Cambyses ingressus Egyptum ^astavit
IQ eani et edificavit Babylon, que est in Egypto, Cumque re-
verteretur ab Egypto, egrotavit et ferebatur cervicibos regaiu
et niortiius est in Daniasco.
*.*.<»»« 98. Post Carabysem nnus de tu. Magis, qui iudicabant
regnura Fersaruin^ Erineides nomine, regnuni Persarum dolose
20 obtiimit Qui cum past vii. menses regni moreretnr, substitnii
sibi fratreni iuvenem elegantem forma* quem mentitus est esse]
Mergin * filium Cyri, fratreoi Cambysea. Quem alii Magi de-'
prehendentes non esse verum berede ui , occiderunt eara , cum
regnasset per aunnm tanttim* Et f actus est rex Penarnm
2ft unns de vii. Magis, Dar ins filiiis Ystaspis« cui familiaria erat
*. *. o, 3 ZorobabeL ünde fiducialiter aggressus est edificare teoiplam
Aggeo et Zacharia exhortantibus populum , qui predtcabant
Dominum offensum esse, quia habitabant in domibus laqueatis,
cum dorn US Domini esset desoiata, Hie Daiins cum duceret !
30 noctem [insomnis], proposuit cnbiculariie suis questionem, qm
de tribns fortiiis esset, rex, mulier, viniim? Zorobabel auteinJ
qui tunc aii'uit, niulieretn fortiorem censuit esse rege et Fino;-
super hec omnia veritatem fortissimam asserüit, quia immuta*
bilis est et sempiterna, Unde obtinuit a rege ^ ut vasa, que J
6 u. 14 CambiBe J. 7 vel dicitur J, hjstoria J, 11 Cam-
biae J. 18 Cambisem J. 22 CambUe J. 25 Itaapia J. 30 ?
bam in marg« legi non poteat .1. 32 et om. J.
' Smerdis nach Herodot
remanserant, retnitterentur et ediiicatjo fcempli procederet. Sic
edificatum est templiiin Ixvi. anDia, Et mortiiiis est Ag^eu»
et sepultus iuxta sacerdotuui nioniinieutiim. Coiivenientibim
autem filiis Israel dedicaverunt templiim inensp Martio, Hec
* e«t gecanda dedicatio templi univerealis. Et mortiius est Za-
cfaaria^ id eenectate bona ac sepyltus inxta Aggeum.
94. Rome post exactos reges primi cdiisules esse cepenint,
*fi vix usque ad decimum quin tum lapidem Roma tenebat Im-
perium. Deinde tribuni plebis et doctores et rursum cori8ule><
10 rempnblicam traxerunt usque ad Juli um Cesarem.
95, Post Darium Xerxes auccesaii Hie recepit Egyptum,
que a patre defecerat, et Greciara vastavii Princepa sacerdo-
tum Elyachim fuifc filius Jhesii. Tunc erat in Jndea cura
rerum gerendarura penes saeerdotes, qui prius aub iudicibiis
1» et regibua ftierat.
9ß. Post hec Ärthaxerxea, qui et LoDgimanus dictas est,
re^am Persarum obtinuit. Esdras Äaroaita legem succeiisani
a Chaldeis reparayit. Post hec Neemias pincerna regis accepta
licentia rediit in Jhenisalem et reparavit porta» ac murosj ci»
2« Titatis labore et vigilantia multa, iina enira manu ponebant
lapides, altera tenebant gladios contra iropetiim ioipedientiuiii
opus Dei. Insu per orta est fames in terra et accipiebant pe-
ctmiani ad usuram, übligabant et vendebant posseamones, filios
et filias venundabuni in servos. Nocte quarta surgebant ad
*fi orationes, Post raultoa labores mortuus est Neemias vir be-
nignus et sepultiia iuxta muruitj, quem conatmxerat.
07. Pofft Artbaxerxem regnant Xerxea duobus oien.sibiis,
poat quem Sogdianus vii,, post quem Dariua cognomento Nothua,
sub quo figvptas recessit a Persia. Poat hunc Arthaxerxea,
i cognominatus est Mnenion, Darii et Parisatidis liliua. Hie
Hebreis dicitur Asaverus. Sub hoc hist(jria Hester scripta
est« quam velut notam pertransimus. Post Ass verum
regnarit Arthaxerxes, qui Ochus dictus est. Hie misit Vago-
sum * prefectum univeraia regioiiibus trans flumen Eufiratis.
Petr. Oom.
M>t, AW. IM
Petr. C«in.
16 Arthaxerses J, 26 sepaltaa in marg, J. 27 Arthaxeu i.
J, 28 SegdaauA J. 29 Arthaxes J» 30 Mennon J.
66
Sumraus autrem pontifex erat Johannes, cuius frater Jhesus hi
pontificatum aspirabat. ünde Vagoso se reddidit familiärem.
De cuius potentiii presnmens provocavit Johonneiü f ratrein
suura in fceraplo, et in eodeni loco occisus est a Johanne Jhesoä.
Ex hoc commotus i>refectiig ingressus teinphim apoliavit ilhid.
Deinde mortuo Joiianne succesait ei filins suus Jadus in sacer^
dotium, et iinposuit prefeckis Vagosos itenirn ministris templi
tributa, a quibus per interventiim Esdre absolut! fuerant*
Ochiis itenini siibiiigavit sibi Egypturn Neetanabo in Ethyo-
piam expulao. Foat Ochmii regnavit filius eiua Arsaoias, j^K»t
Arsaniiim filius eiua Darios. Hie prefecit regionibiis trän*
fluraen Saraballani * de genere Cutheorum, ex quibus Samarite
descenderunt. Erat autem Jado frater Mana8S69 nomine ad
poiitificatun] anhelans, propter quod Ysatfaam filiam Saraball«'
duxit nxorem, imirafjiip Tiiinistraret in sacerdotio indignati Jhe-
rosolimite iubebant eum recedere ab uxore aut non introire ad
sacrifieium, ideoque Manasaes cum uxore traustnlit se ad so*
cerum , qui pollicitiis est ei , quod edificaret ei teniplom ad
instar Jherosolimorum in monte Garizim^ quod fieri non po-
äö tuit absque licentia regis.
•■ * *•* » 98. Eo tempore Manlius Torquatus conaul Romanomni
filium suum virgis cesum seciiri percussit, quia contra Impe-
rium cousulum cum hostibus pngnaverat
»-•,0.4 99» Per idem tempus Pbilippus rex Macedonum per ic-
26 sidias peremptu8 est a Pausania trahente genu.s ab Ore^st*». Cui
siucces.sit filius eins Alexander vicesimum agens annum. Qui
volens ohtinere Syriam transulit Hellespontum. Contra quem
congregati duces Darii, quos super Granicum fluvinm expug-
navit Tunc Darios omni virtute sua congregat.a transivit Eu-
3ft fraten et Tanrum, montem Oilicie, et victus est Dariuj^ ab
Ali^xandro et fugit amissa maire et uxore et filio totaque snp-
pellectile, ijue omnia iuxta moreni Persarum fere-
bantur ad castra. Ex tunc Alexander cepit aspirare ad
monarcbtam [Orientis] et intrans Smam obtinuit Damas)cucu.<
36 subiugataque Sydone obsedit Tyrum* Tunc Saraballa adhe«
9 Necanabo J. 21 Maüiuß J. 25 Horeate J. Cmofl J, 28 susoesril JJ
* Sanaballat in der Vulg.
67
rena Alexandro siudiose cepit edificare teinplom et altare, quod
permangit usque ad de&tructionem per liomanos^ et conatituit
Manasjseii j^ontificem, sicut ei promiserat, Alexander vero con-
tinciata Tjjo terre cepit eam. Qua vastata Gazam obsedit et cepit.
& Cum adiret Jhenisalem^ Jadus tejupore sacrificü in^tructue a
Domino stola pontificali soüempniter iiidatns cum sacerdoti-
biifl ac Levitis iegitimis stolis vestiti« curaque caterva obviam
venit Alexandro. Qui intueDs pontificem stola poniificali in-
silbern et seper cydarim laniinam auream, in qua scriptum
»ö erat nomen Domini , descendit de equo et accedens ad eutii
Domen Domini adoravit ac pontificem cum ammiratione mul-
ionitn veneratus est. Per snmpnum euim ei Dominus in tali
figura apparuit, cum adhuc esset in Lycia ci vi täte Grecie con-
stitutus, et narravit sompnuni* Et intcreaaus iirbera sacriti-
i* cavit in templo Domini celi spcunduui östensionem sacerdoti«,
templum donis adornavit ac Judeis niiiltam übertatem tribuit,
et p<.)stulatus a Samaritii^, ut templum eorum in Garizim bo-
noraret, diatulit hoc facere usque ad reditum. Camque ve-
nisäet Alexander ad Caspios montes, misernnt ad eum filii
» captivitatis x. tribuum postulantes, iit em educeret. Qui iu-
tellecta causa^ quod »cilicet Dominum oflFenderant, oravii Do-
minnm Israel, ut eos firmius incbnieret. Et aecessernnt ad
m invicem prempta montium et factns est locus immeabilis;
regredientur tarnen circa finem. Josephns ait: ,Quid facturua
säest Deus pro fideli , si pro infideli tantum fecit!* Cunique
rediret Alexander in Babylonem sumpto veneno usum lingue
amisit. Quatiior antetn habuit successoras in regno, de qui-
bus supra dictum est in Daniele, Mortnus auteni cum esset
XXX. duoruni annorum, et xii. aunis regnavit. Unde xii.
m AlexandriiiB dicitur edificasse pro numero annorum regni sui.
100. Post Alexandfum re^navit in Egypto Ptolomeus 80-
ther» Qui ascendens in Jberusalem die sabhati sciens ea die
Judeos arma non motiuos sub simulatione sacriticii Deo nullo
contradicente iutravib, niultos de Ju<lea ei Garizim trahena
i» captivos in Egyptum red iit et venditioni exponens eos a ne-
10 Domini in in arg. J. 12 ei diiperscr. J.
ex adoravit .1. 28 mortuo J.
16 adomarit corr.
L
F«tr. CuiD.
•. n* o, n
»r.
gotiatoribus iiationum (iistracti sunt et. dispersi, et per lianc
captivitatem, licet non fuerit generalis, ditfosius diäpersi sunt
in iiationibus. Unde in Actibus apostolonim legitur, conve-
nisse Jiideos in Jherusalem ex omui natione, qne sub celo est,
Jado pOTititici successit Symon iustua, cui succesait frater eins
Eleazarus pro Oiiyu tilio Symonis adhuc panrnlo.
101. Post Ptulomeum Sother regnavit in Egypto Phila-
delplius studiüsus et libronim cupidu&. Qui misit iu Jberii-
salem iid sumnmm sacerdoteni pro lege Dei digito scripta iti
Grecuni eloquinm transferenda. Et missi sunt Ixxii.^ quortmi
translatio Septnaginta niaiicupatur, quia .sacra scriptura mino-
rem iiumerum non eomputai Quos cum honore remisit Pto-
lomeuB preter ya8a transDiitiens in templum mensam aiiream
gemmis nupttalibus ^ insignitam. Post Fhiladeipbum regnavit
frater eins Ftolomeus Euergetes^ qnod sonat revectioneoi, qaia
deo8, quos Cambyses transtii lernt in Persas, revexit in Egypiimt
102. Judeorom pontifex Onyaa Symonis iusti filins, cni
successit filins Ana, snb quo Jhesus Syraoh Librnm aapientie
compowsuit, qui dicitur Ecclesiasticus*, quem [Greci vocant]
Panarethon, id est pleiium virtutibna, vocat a pan,
q u od est t o t u ni et a r e s , q u o d est v i t u 8. Et predicÜ
Symonis in eo fecit mentioneni *.
103. Eo tempore c. xl. ferme niilia Gallorum a llomanb
sunt cesa.
104. Post Euergeten regnavit filius eius Philopator, post
quem Ptoloniena Epiphunes, post quem Ptolomeus, quem vicit
rex Syrie Antioelnis magnus et Judeam sibi subiugavit. Pon-
tifex Judeorum Onyaa magnus. Huius senteutia delata est ait
Runianus et niissi sunt ad eum Scipio Nasica et Scipio Afri-
canus, a qno acceperunt iusiuranduni, insuper ubstdem Autio-
chum Epiphanem ita per|>etunm, quod numquaui rediret*. An-
tiochüs auteui uccisus est iu Persidt», ut dicitur a sacerdotiboa
Nanee. Post Antiochum magnum regnarit in Syria filius eius
14 Philadelfum J. 26 Epyphanes J. 29 Vasica J Affrica*
naa J. 30 u. 33 Anthiochum J. :i2 Aatbiochue J.
* So die ha, für ,irapreoia1>ilibu8' des Petr, Com. ^ Liber 8a-
pientioe und Ecclea. sind tttikanntHch nicht dasselbe werk, "^ £cde«.
60
maior 8e)euctis peesitiius sed iiiers. Pontifex Jiideorum Onyas,
Sub hoc misit Seleiiciis niincium Helyodonim in Jherusaleni,
ut spoliaret commune erarium templi. Quo in^-esso templnm
cjccidertint eum duo iiivenes; videtiir Joseph tis velte augelos
6 fiiisse in similitudiue homioom. De hoc in sectindo libro Ma-
chabeorum * pleniiia coutiuetur.
105. Audiens Antiochus Epiphanes mortem patris et in-
ertiam fratris clam Romara egressns venit in Syriara benignum
8e Omnibus et nmnificuni se omnibus exliibuit et strennuum
10 in rebus agendis contra hoates. Unde Epiphanea, id est illu-
stris, appellatns est. Sed fratre mortuo regniim adepkus ini-
qnitatem insitam apemit. Tone Judei filii Belial siirrexeriint
I in Jherusalem et fecerunt abhoraiuationes gentium , quod in
1 libro Machabeonim legitur. Infra bienniura persecutionis huiiis
ii&Tisi sunt in aere quadraginta diebus conflictus eqiiitum.
I 106, De Müdiu modico rico Judee fuit sacerdos filius Jo-
haunis Mathathias, qui accinctus zel« legis cum quinque filiis
86 njurum oppoeuit pro domo Domini. Isti legalem obser-
vantiam publice professi defensores fratrum suoriim pro patriis
50 legibus piigiiaverunfc viriliter. Judas patre mortuo successit,
qni percussii Apollouiiim diicem Syrie venientem cum virtute
magna* Deinde vicit Seron ducem inferioris Syrie. Tnnc
egreasuB est Antiochus de Emath, quam reparavit, profectus
in Persidem relicto Lysia ad devastationem fcerre sanctificate
« et destrurtiofiem Jherasalem. Judas vero de exercitu Öorgie
multoa occidit. Tiuic ascenderunt in Jhernsalera et mundave-
runt »ancta et enceniatiim est templntn xxv. die necembris*.
De hac dedicatione dictum est in ewangelio: Kfe facta sunt
cenia in Jberosolimis et hiemps erat. Et statnerunt .Tudam
rammnm sacerdotem, qni constrnxit muros et turres in dr-
coitn civitatis; arcem tarnen pret^idii nondnm obtinuit. Pnstea
igna^it contra Timotheum ducera filiorum Amraou, quem
icit et fngavit Symou frater eins pugnavit in Galilea et
tri Vit gentes, et perserufcus est visqtie ad portiim Ptoloniai-
«
2 Elyodorum J. 3 templo J. 7 u. 23 Anthiochua J. 32 Thy-
rootheum J. 34 portam J.
I Hwh, S
* n Blac. 3. ^' menBis Catleii 1 Mach, 4, 59.
di8^ et item castra Ptolt^niaidis fugerant a fadt* Jode, et ocri-
deratit ex eis viü. milia.
iifanii. a 107^ Mortuo Antlocho Epiphane regnavit pro eo filins
eius Eupator, qiü obsedit Jherusalem ei iniit fedas cum Ju-
a deis, iuravitque rex et principes eius et intravit iDonteni Sjoü.
Videns autem munitionem loci rupit fedus et iusiuranduin et
deatruxit murum.
iM*«i,, 7 108. Eo tempore exiit Demetrius Seleuci filias ab urbe
Homa asceiiditqiie in civitates iiiaritiinas et regnavit ibi. Hic
lü constituit Alchimum Bummum sacerdotem mittens Bachidem
cum eo, qui dolose nuiUa mala Judeis intuleruot, Posiea mi-
Sit rex Nichanorem, qui ascendit lu Jherusalera et iuravii, nisi
traderent ei Judaiu, in reditu locum everteret. Quem rece-
dentem secutus est, ei commiserunt prelium et contrits sunt
i& ca^tra Ntchauoris et cecidit ipse primus. Dexieram autem
eiiis^ qnam süperbe exteoderat^ suspeuderuni contra Jherust-
inuh, <i lern, Qiiod audiens Deirietrius misii itejrum Bachidem ei Al-
chimum cum eo; ceciditque Judas iu prelio et ceteri fuge-
runt. Fratrea aritem eius redimenies corpus uobile sepelierant
tio in Modin» et elegerunt Jonathan in ducem sibi Filii autem
Jambri percuBserunt Johauiieni, quem vindicavit Jonathas et
Symon interficientes multos iu iiltione sanguinis fratrum, De-
inde commiserunt cum Bacbide prelium super ripam Jordanis
et verterunt eum in fugam occidentes miiltos de suis; et re-
*ib diit Bachides ad regem* Alchimus autem percus8U8 paralivi
I umi». 10 mortuna est et quievit in terra. Eo tempore Alexander filius
Epiphauis occupavit Ptoloraaidem et regnavit in ea. Oui Jo-
nathas ferebat ayxilium. Victus est antem Demetrius ab
Alexandro et cecidit. Uui l^tolomeus rex Egypti dedit filiam
3ü suam Cleopatram uxorem, et convenernnt duo rege» apud
Ptoloniaidera, ubi Yooathas in venu gratiam in ocalis eomm,
nbi et magnilicatus est induiiis pnrpura. Post hec venit De-
metrins filins Demetrii de Cretha ei niisit Apollonium provo-
care Yonatlian, Qni pugnavii cum eo ei versi sunt in fugatu
36 equiies Apollonii, quos insecutus Yonathas in A^otum, ubi
3 Antyocho J. Ephiphfine J, 10 Alchinum J, 17 audiens ia
niar(?» pro dfleto autem J, 18 fiigierunt J. 2Q Modtm J. 27 Ephi-
phaaeB J. ai Ftolomaidam J.
d iDceiiflii et fanuiTi cnm civitate. Dnde Alexmider magnus
onoravit eum. Post multiplices triiimphos dolo Tryphonis
Yonathas ingresssits Ptolumaideni cum mille tautum viris com-
prehensuB et a civibtid ligatus est, et omoes, qui cum eo erant,
B interfecerunt Et planxit omnis terra Yonathan putana eum
mortuum esse, et dixeriint Symoni : „Tu esto dux noster.'
Trjphon autem occidit Yonathan et filios eiys, qoos posiula-
Terat obsides» Symon vero misit et sepelivit Yonathan in Mo-
din. Tryphon antem ocxridit Antiochum adoleawntem in dolo
Äregnavit pro eo in Asia. Forro Symon ascendens in Jhe-
salem accepit arcem et mnodairit eam. Et sihiit terra cunctis i M^cb, i«
^bus Synionis* Ptolomeus autem filius Abobi constitutus i «"*•. i«
dax in campo Jhericho in dolo occidit in convivio, quod eis
preparaverat, Symonem et duos filios reddens mala pro bonis;
' »s urorem etiam cum duobns minoribus filiia vinculavit. Niin-
ciata autem sunt Johaoni, que facta sunt. Qui festinavit oc-
I oupare Jherusalem et occidit eos, qiii venerant occupare ac
^Bberdere eum, et factum» f?st princeps sacerdotuni post patrem
^HnuiB. Uic Johannes devictis Hyrcanis et Hyrcanus cogno- ^;*i,*;
^^bioatus est. Quem Josephus in tribiis commeiidat: in reli-
gione sacerdotii, streu nuitate ducatus et quia vir proplieta fuit.
109. Pnat hec Antioclnis Ponticns rex Syrie Jheruealem
obsedit. ijuam ob rem aperiiit Hyrranus duos locnloa de octo
circurastantibus sepulchrum [>avid \ de quibus dedit trecenta
36 talenta Antioch*>, ut ab obsidioee recuderet. Hie constituit
|)rimua xeiiodochia pauperuni in JherusaleuL Captiim Sama-
riam solo equavit, quam poat [llerodeaj inataurans Sebasten
dixit. Qni moriens Aristobolo primogenito adhuc parvulo
^^uxorem suam disertissiniam regno prefecit.
P^ HO. Aristoboliis impaciens regni matrem cnm tnbua filiis
' incarceravit et Antigonuni fratrem, quem diligebat, secundnm
h^ ae constituit tmposaitque sibi dyadenia, et restitutuni et
1 magnifice legendiira? 3 Ptolomaidam J* 4 et] e«t 7 u, *J
Trifon J. 9 Anthiocbum J* 10 Aaya f. 12 Abybi J. 25 An*
thiocho J. 26 xcenodoxia J 27 eqnitavit 31 Anthigomim J,
Vgl. liierzu Petr, Com III Fteg. H: Circa tunmlnm «idb (David)
rit äulomon VII L loeulod the«aurorum, quoram unum poat mitle tre-
Ktiios anaoa aperuit Hircanus pontifex.
72
regmim Judee. Fluxerimt autein a Sedechia, sub ipio inter-
ruptum tuerat regnum« anni quadringenti Ixxt. et niemse» treSf
vel a r«ditu de captivitate Babvloais« Nee tarnen regnant
Aristoboltjö nisi per antuim» eo quod farae matrem peremerai
ft in vinculis. Infcerfecit etiam Antigonuin fratrem suum propter
falaam suspicicmem, quia rediens a Galilea in decore armoratn
f», 0. rt suoi-um ingressus est in Jhenisaleni. Mortao aiitem Aristo-
bo!o, quia non habuifc prolem, tres fratres minore-s soluti sunt
irinculia. Alexander, qiii modestior ceteris sperabatur, rex coq-
stitutuö fratrem suuni occidit, quia aspirare ad regnum vide-
batur, tertiiim private vivere coegit. Hie adeo nequissimos
füit, quod in viii. annis circiter l[v.J milia seniorum iDter-
fecit, quia facinora eius dete:*tabantur, et in plaieis Jherusa-
lern suspendit octingento« viros uxoratos «xoresque eorum et
»& liberos necavit. Hie xxxviii" anno etatis sue mortuus est
Duos reliquit fiHog, Hyrcanum et Aristoboluin.
111, Ulis temporibus Jugnrta quia Adherba-
lem et Hyempsalem amicos Romano ram interfe-
cit, diu contra RomanoK dimicans a Mario %i
äulla captus ac Rütiiam dactus de Tarpeia rupe '
preeipitatns est
a,» 112. Hyrcanus et Aristobolus congreesi sunt in campis
«Jberochootinis, ubi victus Hyrcanus fugit in JheruBaleiru Tan-
dem in hanc concardiam redierunt fratres, ut Aristobolus re-
26 gnaret. Postmoduoi Hyreauus implaravit auxilium Arethe
regia Arabuin , qui regnavit in Petra. Hie Dolleet<^i exercitu
venit in Judeaui et obsedit Jherusalem , quam salvit Scaurus
liomanorum diix, Missuä est a Romanis Pompeius, qui audieu»
hSi!'d°Trö dissenaionem fratrum manu valida veniens Aristobolam in
ao custodia coUocavit et obsedifc Jherusialeni, et orta est in urbe
diasensio, sed ope fautorum Hyrcani Pom peius urbem intravit
et septentrionalem plagaiu aggeribus implevit Et irroentes
Roraani profanavemnt teiupUim et equos in porticibua ataba-
laverunt. Ob quam rem traditur de cetero nuaquam pngnasse
sa Pompeiuni, quin victuti foret, qui httctenna fuerat fortunatis-
3 BabilaniB J. 5 Anthigonum J. 17 Jug.] triginta, in marg. ri-
ginti J. Tribaleni J. 18 Hyemalem J. 27 Scanius J. 31 Pom*
peiuB om. J.
IS- Mtmius autem templurii nicbil inde abstulit, sed miin-
dari iiissit a sordibiis. Cumcjoe iiiipoasiHsset JherosoHtimis tri-
biiinm, Hyrcano pontitice dei:larato Aristobolum captivnm du-
xit duosque filio» Alexaiidrum et Äiitigonum. Alexander autem
* elapRUB rediit. Post hec missua a Romanis (TabiniLis j^entem
Judeonim in quinque conventus divisit qyasi per pentarchias
Judee frangens superbiara, En tempore Antipater famiharia
Gabinio et Marco Antonio rliiiit uxorem nepteni re^is Ara-
bum, que Cypris vocabatur. Qu! susiuHt ex ea quatnor filios
10 et filiam, primogenitus fuit Phaselus, secimdus Herodes, qui
I dictns est Ascalonit^, tercius Josipptis, quartus Feroraa; filia
dicta est Saloma.
113, E(i tempore factum est discidiura inter Elomanos-
pro Pompeio et Julio Ceaare et preliym in EmathiaV ciii
15 interfuerunt Antipater et Judei sub Pompeio. Mortuo Pom-
peio Antiqater ad clientelam Cesaris se contiilit, qui in obsi-
dione Pelusii atrennne geaait. Hie Herodes filium suum 6a-
lilee prefecit, qui terram ilkm interfectia latronibus pacavit cum
8UO principe. Ea tempestate dolo Bruti et Cassii Cesar nc-
*> cisus fnit, cum per triennium et menees vii, tenuisset princi-
patum. Fuerat aul:em imperatum a Roraulo süb regibus annis
diicentis seiagmta, post sub consulibu» res acta est annis qua-
dringentis xHiii. Corpus Cesaris tumnlatum est super co-
InmpDam solidam, que Julia dicta est. Julius Cesar epistolam
■t«ec**perat iiidicera sue mortis antequaoi intraret i*apitolium,
qne in manu defuncti inventa est nondum aperta. Die se-
quenti apparuerunt soles tres in Oriente, qui paulatira in uniim
corpus solare redacti sunt, significautes , quod notitia fcrini
Dei et unius toti orbi futura imniinebat»
114. Herodes uxorem habnit Dosidein ignobilem, de qua
suscepit Antipatrera. Superdyxit Mari»mnem neptem Hj^rcani,
«Miiiis etiam amore circumcidit c*e et factus est pro.selitus, Ale-
xandritm genuit et Aristobolum öx ea, Archelaum ex Matheca
f.
4 Anthygoaum J, 5 Gabinus J. 6 patriarchas J. 8 Gabino J.
Aotbonio J* 11 Aacaloiioaita J, tercius Joaippua in loarg. J. 17 pre-
Ui J* 31 Marmnem ,h 83 Matbera J.
Pbarftaluj kt gemeint
Saniarittde, Herodem Antipas tetrarcham «t Philippuni
Cleopatra Jherosoliniitide.
115. Post hec auxilio regis Parthorum Antonio Roinam
reverso Antigonua Jherasalem expu^navit et in foro dimicatam
est iiiter Antigonum et Hyrcanum. Sed tan dem arbitrio rt^B
Parthorum res commissa est Hyrcanus in via a Partliis coofi-
prf»hensu8 est, quem Antigonus auriculis truncayit, ne nintatifi
rebus ce leb rare (losset.
IIG. Hero<!es profectua est tioniam et in regem coronaiui
Augusto et Antonio hiiic inde asaistentibua et in capitoliuni
magnifice ductus, Rever8us Herodes cum duobus principibug Ro-
manis ubsistenteAntigonn, tjöi regnum tenebat, obsederunt Jhe-
rusatem ; sed pro byemis asperitate et victun inopia ab obsidiont'
recesserunt. Eo tempore Antonius aniore Cleopatre tenebatur,
cui adhesit Herndes* Antonius autem misit Sosyum cum He-
rode ac exercitu Rouianoram, qui nbaidentes Jherusalem v. raen-
sibus sexto eam ceperunt nulli parcentes etati contra volanta-
tem Herodis. Canique spoiiare teuiplum vellent et prophan&re,
Berodes se supplicando apposuit de suis facultatibus promtt-
tens et solvens mercedera. Sosyus ergo aurea Corona Deo di-
cata eaptum Antigonnm ad Autüniuin duxit, quem securi per-
cussit, et cunfinuatiim est reguuni Herodi. £t tranalatum est
regnum Jude ad alienigenam imminente Christi adventu. He-
rodes uxoreni suam Mariamuem propter suspicionem adulterii
dimisit, unde postuiodum iucousolabiliter doliiii.
117, Post hec coraniissum est prelium apud Accium, cni
noii interfuit llerodes, qui missua est ab Antonio contra re-
gem Arabura. Victo autem in eode'm prelio Antonio et mor-
tuo Herodes depnsito re^aü habitu venit ad Augustum et di-
«erfciasime ac prudenter locutus veoit in ipsius gratiam ei An-
giiMto jii Egyptuu» properanti aqiiaruui et utensilium c^ipiam
rninistravii cum auiiuiratione exwcitus Homani. önde regnum
ipsius ampliatura est oi adiectis Ythuree et Trachoniiidis r*?-
gione cum aliis maritimi« iisqiie ad Pirgiim Stratonis ^ Hie
1 tetnirchij *L 3 u. 10 Anthouio J, 7 u. 12 Anthygono ^. 14
n. 15 Antboniua J. 21 Anthygonum J. 27 qui um, .1, 27 u, "^
Anthonio J. 28 Pünlio J. 33 Drachonitidifl J. 34 Pirgo J,
* Turrifl StratioDid oder Caesarea Palaentma*
n
liirima constnixit in honore Augysti, edißcavit' etiam in Ä8-
ealone domnm re«fiam ei deinceps agnominatns est Ascalonita,
Natione enim Ydumeiis fait ex patre, Ärabs vero ex iiiatre;
vel proprie dictus est Äscalonita, avus enim eiua, qui et He-
rodes, et Ascalonita fiiit natione, cuius filium Antipatrem ra-
Roerunt parvnlnm latranes Ydomei, unde Ydumeus dictii8 est.
118. Fint in diebus Herodis aacerdos quidam et cetera lbb. i,
titnine Zacharias* Missus est angelus Gabriel in civitat«iB *'''*^' ^' *« «^i
falilee, cui nomeri Nazareth ad Mariain irirginem desponsataiu
Joseph etc. In diebus illis exiit edictuni a Cesare Äugusto, ^ad, i«.^
ut describeretur um versus orbis etc. Voluit enim Aiigiistue
«cire Dumernni re^ioimm subiectariim Romano imperio. Item
119. Ht^rodes aytein cum de morte puerorom disponeret^KJr'^vi^"""
I per epistolam citatiis est a Cesare Aiigiiato, ut veniret [Ro-
Munain] responsuros filiis suig, qui enrn accusabant. Sed com-
P^positione facta inter ipaum et filioa reversiis occidit piieros
a bimatu et infra, qui erant in Betbleem et in omnibns finibos »•"»».«, i
eius. Ipse autem, qui multo» orbaverat filiis suis, miserabilins ^"j*;* ^^^
urbatus est pmpriis. Xam per astuoiam Äiitipatris, quem ge-
10 nnit ex Doside, tactum e»t, ut filioa Mariamiie» Alexandnmi
et Aristobolum interfici iuberet. Dein de Antipatrem, qiii causa
■Brnterne necis exstiterat, missis spiculatoribus interemit .^t Ar- *
^Bhelaum regni scripsit .succeasorem ita tarnen, quod ab Augosto
BIbiisciperet diadema. Post exactis quinque diebu« moj'tnns est
Äd Herödes in aliis fortunatissimus , in domegticis infelicissinius.
Archelaus in novitate regni sui circiter novem milia in Jhe- •
rusalem oceidit, quia cyliarchum suum in seditione vnlnerave-
rajat Deinde Romam profectus est cum testibiis uUime vo-
luntatis paterne. Secntna e.st etiam enm (lerodes Antipas ad-
%i> ducens secum oratorem, cnius patrocinio cum fratre de r»*gno
disceptaret. Augustua accitis maioribns Romanis partibiis pro-
?<eijuendi tx>piam dedit. Tandem de t^onsilio aenatus Angiistus »
luonarchiam dirisit, mediaui jmrteni Judeam sciticet et Vdu-
meam tradeus Archeiao 8nb nomine tetrarchie, reliqnam par-
»$ t^m in duas dirisit tetrarchias; in parton Herodis tetrarchie
2 Aschalonem J. 2, 4 u. r» AÄchalotiHa J. 5 qui et Aec. J.
12 deeaat in S duu folia; quac »toquaniur sumpta sunt ex 0 foL 132 eeq.
19 Antipatri O. 20 Mariannes 0.
•, •. u. U
«. tt. o. U
Act. »ti. 1
«. m, 9. «0
SO
M. A, u, 0S
ib
cessit regiu trans flunieii et Gnlilea, Yturea verti et Trachon
et Aiiranitis Philippo destinaia sunt. Archelaiis crebro acca»
satus apud Cesarem missua est Vieniiam in exiliuto^ et de fini-
biiR eins facta est provinda, ad quam procurator missiiö est
a Cesare,
120* Mortuus est Äugu^tus cum regnasset annis quin-
qiiaginta septem » mensibus vi., diebiis deceui. Cai snccessit
tercius iiii]>erator Tiberius iixoris eins Julie filius, qui Vale-
rium procura torem misit [in Judeam]« llic queatum repatunei
pietatem sacerdotiuui publice veudidit, Qui post alio8 Cay-
phara posuit sacerdoiem. Huic procoratori successit Pontius
Pylatuö missus a Tiberio, siib quo Herodes in honorem Ti-
berii Tiberiadem constnixit,
121. Salvätor njuudi et gluria mortuus est et resurrexit
anuo xviiii" Tiberii Cesaris, prucuriiture Judei' Puntio Pylato,
preside Syrie Vitellio. Py latus aiitem, qui in Salva-
torem iniqui iudicis fuuctus est officio, tempo-
ribu8 Gaii tantis ac talibus malorum cladiboti
cruciatus est, iit propria manu se traosverberaiia
nefariam vitam vi iibiecisse referatur, Post miiltaa
corj>orale8 iniuriae, unas efustinuerunt apo<>toli a Jadeis, qaia
virtute magna reddebaut testimouium resurrectionis domini
nostri Jhesu Christi, lapidatus est Stephauus, et misit Herodes
rex rnanus, nt affligeret rjuasdaui de ecclesia, occidit autem
Jaeobum fratrem JobaimiB gladio. Non fuit iste Herodea
tetrarcha, quia non fuit ille rex, sed fuit Herodes Agrippa^ ■
vir magnaninma et bellicoaus, sed pauperrimus, nepos Herodis
tetrarche, frater uxoris eius Herodiadis. Fuit enim filius Ari-
stoboli filii magni Herodis et ipsa filia eiusdem. Qui veniena
Rouiam familiarilMtr luagna adiunxit se Gaio, qui quartua fuit
imperatHr RomauorunK Uaius autem mortuo PhiIip[>o tetrar-
cha Iturt*e et Trachouitidis re^ionis, mortuo similiter Litsania,
defuncto tetrarcha Abiliue, utramque tetrarchiam huic Herodi
contulit et impuBuit ei diadenia et sublitnatum in regem misit
in Judeam. Postmodum misit in exiliuui Herodem tetrar-
I
(
2 Aucanitej^ 0.
15 Thyberii O,
3 aput O, 8 Thiberiufl 0. 12 Thiberio 0.
h
f^
r
cham et adiecit ei tetrarchiam Galilee. Procedente tempore
iTit**rfe€to Gaio suhstitiitus est qiiiiitos iT]Qj)pratnr Clandiiis, qui
eoütulit ei qiiartam tetrarchiam Judeam, quaui procura verat
E^latmi. Ute incarceravit Petrum, quem angelue ediixit.
122, Mortuo Claudio, qui regnavit annis xiiii., successit
Nero pessiums imperator aextus, qui regnavit anuia xiiii, 8ub
quo coronati sunt Petrus et Paulus. Post hone Galba, Otto,
Vitellius, omnes anno i. Post Vespasianus, qui relicto filio
Tyto in Judea Roniani rediit. Exceptus maguifice belli facein
extulit Florus preliumqne inter Komanoa et Judeos accendit,
unde Tytus obsedit Jherusalem et conclusit in ea multitudinera
popuJi promisciü sexus innumerabilcjui in sollempnitate Pa-
schali, quando de toto regno Jhenisalem ascenderant, in vin-
dictam mortis Salvatoris. Hanc obsidionem et captionera Jhe-
rnsalem eiuaqne destructioneni ac Judaici popiili iuBtissimam
cladem eleganter et plenarie descripsit Josephus hiatoriograplius.
123. Post hec siirrexerunt iruperatores Christianitatis per-
seeotores, Domitianus scilicet f rater Tyti, qui iniperavit annis
XV, et mensibus vi. et a senatu occisus est. Post quem Nerva
TegTDavit anuuin unum mense« vi. ', post quem Traianus regnavit
annis xiüi, po8t quem Adriaruis annis xxi.. An ton in üb annum
tiniim, item Antonintis annis xviiii, , Comniodus annia xiii.,
Elius Pertinax annum unum, Severtis anni« xviii., Antoninus
cognomento Caracalla Sereri filiua annis vii, Macriuaa annum
anum, Marcus Äurelius Antoninua annis iiii,, Aurelius Ale-
xander annis xxii., Maximinus annia trihus, Gordianus annis
vi., Philippus cum Pbiüppo filio auo annis vii., Decius annum
et menses vi., Gallus cum Volusiano filio annis ii. et menses
iiii., Valerianus cum filio Galieno annis xv,, Claudius annum i.
menses vüii., AurelianuÄ annis v. mensibuö vi,, Tacitus men-
sibus vi. Quo apud Pontum occiao obfcinoit Florian ua regnum
diebn'^ Ixxxxvii., et hie apud Tharsiim occiditur. Probua an-
UJü vi. mensibus iiii., Carus cum tiliis Carino et Numeriano
annis ii. , Diocletianus cum Herculio Maximiano anni^<$ xx.
ai Ponto 0. 32 sie 0.
U Erculio 0.
* Im folgenden Bind viele Irrtümer in den regieröiigßjaliren ; wir
geben die zahlen der hs , ohne die Unrichtigkeiten OLiver ader deseeu
vorläge zur last 2U l^en.
78
Tercio anno persecationis, quo et ConstanhiuR nhiit, Maxii
nu8 et Sevents » Galerio Maximiano Cesarps facti sunt Ab
anno persecutionis quarto Maxentiu» llerculii Maximiani filiu»
Roiiie Auji^nstus appellatun Canstantinus Constantii tiliua fide
& Christi percepta regnavit annis xxx. mensibus vi, Ciiius tnater
Helena Jherosolimam reparatain ab Helio Adriaiio regniiiiiqQe
Jndee populavjt habitatoribas Grecis. Constantins cum Con-
stantino et Cbnstante fratribus regnavit annis xxiiii. mensi-
bus V. {iiebus xiii., JulianuH apostata annis v. itietisibuä riii.^
to ValentiniaDns cum fratre Valente annis xi,, Valens cum Gm-
tiano et Valentiniauo Valentiniani fratris sui filiis annis iiii,,
Gratianus cum frittre Valentiniauo annis vi., Theodosius Gra-
tiani iilius annis xni., Zeno anuis xvi., Anastasius annis xvüi.,
»luatinns senior annis viii., Jnstinianus Jtistini ex sorore nepos
16 annis xxxviii., Justinus minor annis xi., Tiberiue Constantinus
annis vii., Manricius anuis xxi., Foeas annis viii., EracliQS
annis xxxi» Hie Cosdroe rege Persarum occiso crucera domi-
nicara cum triumpho et gloria reportavit in Jbernsalem. Nee
innlto tempore post tervente heresi Maehometina, que dumt
2« hell ! usque in preüenteni diem, capta est a Barracenis ci?ita»
sancta et fere qiiadnngeutis viginti annis ab eis deienta est
Kraclio successit Heracler)uafl, qui cum matre sua Martina re-
gnavit annid duobus, Constantinns tilins £raclii mensibus fl,
Constantins tilins Constantini annis xxviii., Constantinns fiüos
2.1 Constantiui suy»erioris annis xxvii*, Jtistinianus filius minor
Constantini annis vi.
124. Üeinde tnvnslatuni est imperiüni ad Frant-os. Pippi-
nus regnavit annis xxvii., Karolns anuis xvii., Ftppinus »ti
Ivrirlomannus annis x., Pippinus anuis xvii,, Karolus et Karlo-
30 mann US annis iiii. , deinde Karlomanuns solus. Pippinns rex
filins Angisi annis xxv., Karolus filius eins annis rxv., Pippi-
nus fiüiis eiuH annis xxvii. Karolus niagnus Iilius eius primas
ex regibus Francorum imperator, regnavit anuis xlüi. Lude-
wicus filius eius imperavit annis xxvi. , item Ludewicus filius
35 Lndewici annis v. , Karolus patruus eins annis vi,, Amulfus
annis xiii.^ Ludewicus ülius eius annis x. Cunradus annis x.
17 xxvi. 0. 22 Kraclonas O, 24 ConatantiuB] GonstanÜnoa 0.
79
125. Imperium transfertur ad Tbeutonicos. Henricus rex
Saxonicofl primos regnavit annis xviii., Otto magnus filius eius
annis xxxviii., Otto rufus filius eius annis xviii., item Otto
annis xvii. Henricus ii. pius imperator annis xxii., Cunradus
annis xiiii, Henricus iii. filius eius annis xxviii., Henricus filius
eins annis iii., item Henricus v. annis xxx. Huius tempore
anno videlicet gracie millesimo nonagesimo vi®. Godefridus
dnx com multitndine signatorum Jherosolimam profectus civi-
tatem sanctam a Sarracenis multo tempore detentam expugna-
vit, sicut in sequenti libro plenius ostenditur.
♦
6 Henriciu ▼. ostenditur inveninntor etiam in J. 10 sicut — osten-
ditur om. O.
III.
Historia regum Terre sancte.
OttTtr.
^
83
Incipit historia regum Terre sancte, quam
magister Oli verus Coloniensis scolasticus in ob-
sidione Damiate apud Egyptum compilavit.
Incipit proemium, Altissimus super unam-
6 qaamqne gentem posuit custodem. Pars autem
Dei Israel facta est manifesta: Dominus en im <>**<'• ^'
elegit Syon Israel in possessioneni sibi; urbeni
perfecti decoris, gaudium universe terre sepa-
ravit Dobis in hereditatem suam cum regno lac-
lotiset mellis, quod adeo cultui suo specialiter
appropriavit; nam diligit portas Syon super om^ pmi. »,
nia tahernacula Jacob, ut nee Judeos transgres-
sores legis nee Sarracenos spurcitiis suis terram
inquinantes nee Christianos prov ocantes oculos i»*i.s,8
IS maiestatis eins diu sustineret in ea. Nam Baby-
Ioniis ipsam tradidit vastandam, deinde Romanis
in capite su o penitus destruendam, postmodum
Sarracenis occupandam ac duitius detinendam.
1. Cum autem pro peccatis suis recepisset
20 dupplicia, anno ab incarnatione m® Ixxxxv** ür- '<>9*
bano papa secundo Ch ristianismum regente, qui
apud Alverniam* inClaromonte raense Novembri ^*»^-
1 Incipit — compilavit atrameato rubro in alter, pag. primi folii
2 H, incipit — proemium om. OD. hystoria H. 6 Domini 0. Israel
om. D. 7 elegit om. D. 11 adpropriavit 0, appropiavit D. 12 le-
gis transgressores OD. 13 Sarracenis H. suis om. H. 15 sue 1).
Babiloniis ODH. 16 tradidit ipsam D. demum 0. 17 penitus in
capile 8U0 OD. 21 papa corr. e paparum (?) H. secundo om. D.
chrifltianissimo D. regnante D. 22 Alvernam in daro monte, in
marg. man. saec. xvii: Leg.: apud Alverniam in Claro monte D.
^ AuTergne.
0*
trecGntoriim patrurü congregavit coticiliani,
predicatio crucia sumpait exordium. Milites
aiitem Christi estate proxima iter arripueraot
per Bu Igariam et G reci am, quo min duces et prin*
1096 cipes secundnm seciili dignitateni Tu er mit Adi-
rai. 1, « marus Podiensis ^ episcopiis, öodefridu>? dux LotariDgie, Hugo
MagnuSf Robertos conies Norman nie^ Robertos comes Flandiie, ■
Raimutidiis comes Provincie^ Boaminidüs et miilti alii barones,
vui.il ü Petrus heremila exhortator optimus et indivisus comes lidelb-
10 aimus, Hugo Magiuis * frater Phüippi regia Fraiioorum in-
caut^ cum paucis iter agens apud Üiiratium captus est et ua-
qiie ad imperatorem Constantiuopolitanum d actus. Godefridas
dux per Uugariam cum geute pluriuaa profectus est. Räi-
io»Ä uiimdus comes Provincie et episcopus Podieneia cum Gotis ©t
IS Wascoaibiis per Dalmatiam profecti sunt, Petrus heremita per
Bulgariam.
Fat, I. e 2. Meuse Octobri Robertua , Willehelmi regis Anglorum
filius, comes Normamiie cum comite Blesensi * Stephano et
Anglicia, Britannis et Nonimuuis iter arripuiL Hii oraues
80 apud Niceam urbem per di versa loca venientes in unum ex-
FuL I, « ercitum coadimati sunt. Res digna memoria in huiu^miodi
vie caaibus aptid Bnmdusium accidit. Dum enim una navis
prope litus periclitaretur inter ceteras et ferme quadriiigenti
peregrini submergereutur, super nudas scapulas quoruodaoi
SA mortuorum abstiaciis vewtibus signa crncis videbantur. In hoc
»•i^.*»7 miraculo refrigerium iiistorum evidenter apparuit, qiiacumque
morte fuissent occupatio
i^iK t, 10 'S. Christianorum exercitus apud Niceara cougregatus ad ,
4 et Gretiam om. H, quomm secundam dignitatem prindpaa le-
cuti D, post dignitatem del, secuti H. 8 Remundu» D. Buamciii
duB D* II Dum tum H. 12 Constaiititiuni re>?eai Ü. 13 R«i
inundua D. 14 Gotlis D. 15 Diilnjaticam H peregrinaii D
18 Blesenae H. 20 Vicenam D, 21 roemorie corr. e memoria H.
22 vie corr. e via H. r in ßrudusinüi «uperacr. D. accepit D. 24 un
das H, inter oudas et scapulaa superBcr. inter H. 25 Inveiueban
tur D, 26 niultorum 0. 28 Nicenani D.
^ Puj. ' Hugo graf von Vennandois« der ifiweite sobn könig
Heinrich« L von Frankreich. ^ von Bloia.
I
85
sexies centena milia computabütnr. Compnaitis auteni instnt- iö»t
mentis bellicis et erectis contra civitateni* fjiiarn Tiirci tene-
bant, ac obsidione per cjuinque ebdomadas protelata. itnperator
Grecie callide de pa^e cum defensoribus urbia tractavit Con-
ft ditionibus autem compositis introire fecit Grecos Latinis ex-
clusis et ad placitiim simiii de thesaiiris imperatoris rjuedam
distribiitio facta fuit tara capitaneis quam aliis bellatoribna.
I 4. Urbe dedita ' profecti sant milites Cbristi A ntiochiam ; »*"''
L^iSed inter eundirm a Ttircis mnUas siistiniieninfc ag^reBsiooea
pi et insidias« daoipinticati pltirimum ab eis et dampiiific^nteä eos,
inopiam victualiöra freqy enter perpesai nichilonlious processe-
runt. Balduinus autem coraes, germaniis Godefridi diicis, ab ^»^ *» »*
exercitu di verteil» ausu magno Tharsiim Cilicie virtute cepit
armorum, et reÜctis in ea custodibus versus Eufraten proces-
I 1» Sit, comprehendens castru plurima. Cum(|ue de ipsius virtute
fama clarior iouge lateque diffooderetur, princep.H Edesse civi-
tatis, <|ue est in Mesopothaoiia Syrie viginti fere miliaribus ab Pau n »♦
Antiocbia distans, duiicioö ad eum destiuavit Hic heredem
li ex 8e natiim iion habuit, ideoque ad tutelam siie civitatis pre-
OT&tum ducem vocavit in vita äociuuif post mortem heredem
I dUttrnm, Cives autem Edesse oderant eum et interemptu
priori domino Balduino snbditi fuerurit»
5. Mense Octobri pervenerunt Franci Antiochiam Syrie et paL*^^a
inventts in flumine Ferro aliquot navibus fectruet inde pon-
» tem. Antiocheni vero metuentefi obaidionem miserunt ad regem
Persidis auxilium postulantcs ab eo» Interea coticives suos
j Chriätian€i8, Grecos, Sjr08 et Anneiios iuterfecerunt plorimos,
I capita mortuomm extra muros iactautes ad ignomiuiam Chri-
L (Atiani nominis, Porro railiiea Christiani victum aibi qnerentes
piproviüciam vastahant in circuitu cum sui capitis pericolo et
»
1 aexcies H. 2 Thurci D. 5 intua ire D. 9 Thurcii D.
10 eofidem D. 11 nicKomiBus H. 12 BatduinuB D. 15 compre-
hendit D. 16 u 21 Kdime E. 17 Syrie om. D, Sirie H 18 Hic — ha-
buit am. D. 21 oderat D. 22 Baldewino D. 23 Sirie DH. 24 Ferro
om. D. 25 Antioceni H, 27 Syrioa D, Syros eorr. o SürioB H. Ar-
menioe D, Ännenoa corr. ex Armeiiioa H. 28 truncatorum D. nomi-
nijB Chris tiani D, 29 Christ i D,
* Nicea fiel am 19 Juli.
86
^tm—n truncatione iiHiltoruiiL Cum autein obsiidionis inromratKloi«
proteliiretiir, ituputiiiiteö dampna que sustinebant et pericuU
suis peccati^ nuilierea oiunes etiam eonitigatas separaverunt a
castris, ne contaminarentur diutids per libidinis apurcitias. Com«
tjiit! vastutis oimiibiis in circuitu tVimes invalesceret et tarn
pauperes quam divites opprinierct, equos, uiulos et asinos, ca-
nes etiam comederunt et mures, inauper bestianiiii coria den-
tibiis terebant. InveiH^rata mm computnierant teotoria, ideo-
que miilti celo tegebantnr umbraciilis carentea, pluvias et fri-
gora, ventos et calores sine tabenmculorum defensione tolera-
|^»i. i, IQ ballt Uude multi huiusmodi cedeiites incotumodis ab obsi-
diane tani aspera se removerimt claiu vel per occasiones. Ste-
phaous comes Beluacensis ^ in Franfiam rediit pridie captiums
üivitatis in obprobriom sui sernpiternum. Varius nt fieri solet
i& erat aasultus vel diraicationis eventus; nimc uostroa, nunc ad-
versarios intorfecit gladios. Fluriiiuis etiam vorago multos
, »r ititercepit Christiaiiüs* Cum autem Patri Inminum coniplacait
laborem consnmmari, sii-ut accepiiutis ab as^ertrirtbas
veritatis, cuidam Turco dixit Dominus: «Impero tibi^ iit
20 Antiochiam reddas Christianis.** lUe vero miratiis aUocutionem
silentio texit visioneni. Iternni apparuit Christus enndem ser-
nianem repetens et addidit: „ Egu aiim Christus, qni tibi hoc
impern.* Tlle, cui hec dicta sunt, dominum sniim priocipem
Äntiochenum adiit visionem aperiens. Cui respondit incredu-
26 Iuö: „Nutiquid fantasmati vis obedire?*' At ille siluit^ Cui
tertio apparuit D(jioinus dicens: ^Cur nou exples quod iusai?
NoQ est hevsitandum tibi, uam qui hoc impero dominus sum
virtutimi." Tiircus quod iusanm fuerat arapliua non dissirnu-
lafit, et filio proprio obside dato domiiio Boamundo nocte
♦
3 etiam omnes H. 4 itiaa in äpuiLitiaä in rasura H 7 eüam
et marea comedebant D. 8 lerebanlur H. 10 tolerabator D.
15 asulttia D. 16 r m interfecit ^uperacr. H. multos superscr. E.
17 complaciiit Patri luminum D. 18 in asaeasoribua D 19 Tburoo Ü.
20 locationem D. 22 addens D. Christus ego sum D, 24 Anthio-
chenum D, Antiocenum H. apperiens D. 25 fantasmatis D. 26 iu«-
«ieti D. 27 sum oin. Ü» '2Ö Thuronua D, Tu rebus H. 29 e in
obside in ras. D, Baamundo D,
Vitilmehr Bleaensia coroes.
8T
i^Uttdam per scaUis de cordis fuctas viginti de clientiilis Chri-
kstianorum per muri fastigiiim Fidmisit, qui porta velocius aperta
Christianos intromiserunt. Interiiii per fiines iam quadraginta
uiilites ascenderant, qui sexagiiita tri um turriuni ciistodes iii-
I ft teremerunt* Tuoc omnes alta voce clainabant : ^Deus hoc
vult, Deua hoc vult.*' .Sune fiiiem noctis aurora dabat, qiiando
lieriidia in castrum fu^ientibiis civitas capta faiL Ammiratns j.,«! n
atitetn Antiocheiius Anxiatus ^ nomine a quodam plebeio de
Armenia capite triincatiis est. Acta sunt hec anno millesiiiio p„i. i. is
la nonagesiiuo octavo. Fnrro die sequenti post iirbem capfcam Pui. r in
venit exercitus Persarum sub principe tniütie < 'orba^at. Sed
quia victores nostri oiuHeribns alienis abuai sunt, permisit Do-
minus in ira sua sexaginta fere mUia Turcoruui |ier eastrum
sublime a parte rupis urbein introire. Pater autem, qui lüiseri- ^•u^. ». w
|»C(>rdie recordatur €um iratns fuerit, immissn terrore subito re-
I gredi fecit eosdem, qui longius non prügreäsi civitatem obse-
derimt. Seil Dens cousohitionis jier dericuin fugientem mari-
davit, ut aiuut, militibus suis in htinc loodum : „Matria mee
precibus jiropiciabor vobis, peniteiitiaiu agitr salutis medici-
»0 nnm.' Indixeruui ergo triduum ieiunium cum urationibus et »'«u
I elemosinis mandantes hostibu» per Petrum heremitaiu, ut ab
urbe recederent vel sequeuti die bellum exspectarent, nisi forte
I per pauciores de utroque exercitu dirnicare vellent et pars vic-
I trix absque contradictione possideret Antiochiain* Pc*rse de
MtWa multitudine et nostrorum imbeciliitat-e presertim in equo-
r rnra acie confisi oblate conditioni coutradixeruut, l^stimabatur
eoiro Harracenoruuj exercitus equitum et peditum ad trecenfca
milia, inter quos numerabantur ammirati viginti novem, Ago-
I niste Christi in solo Christo spem ponentes iiii. Kalendas lulii *j,l;
ja egreesi sunt ad prelium, sacerdotes amicfci vestibua albi» fleutes
3 fenestras D. 4 quadraginta D. trium auperacr. D. 5 Deus
Deus hoc vult D. 7 fugientibu* in castria f>. 8 plebeo D. 9 anno
inc*irnationij8 Domitii D. 11 militie om. D. Corban H. 13 mira D,
Thurcoruni D, 14 Deu« H, 15 timore D. 16 non ora D. 18 mo-
dum corr. e mantium H. 22 expectarent D. 24 eonditione 1).
26 confici D. 27 enim om. H. vel T! 28 numeraljantnr om» D.
30 egreaei corr. ex ingreRBi H. bellum D.
' AoxianUB bei Fukhüi-,
et nrante^ seqiiebaiitnr armatoj*. Hugo Magnus et Rohertos
Norman 11 US et conies FlandreBsis in aeie prima processeront,
dux Godefridus cum Teutonicis et Lotaringis in secunda, epi-
scüpus Podieiisis in tertia cum Haimondo comite^ Wasconibtis
et cuEi Proviucialibus; extremam aciem duxit Boamnndas.
Post modicaiu defensionem terga dederunt hostes tentoria cum
manubiis victoribus relinquent^is purante Domino nostro, ciii
est honor et gloria, virtiis et potentia, triumphus et im|>eriiim.
Amen.
6. Anno gracie milleaimo mmagesimo nono mense Junio
septiiua die meiiais vallata est .Terusalein obsidione Christia*
norura fontibus, rivis^ et silvis pluriraum iudigeas, Nam fons
Siloa quanium est iactus lapidis a civitate distans quandoque ttio-
dicas quandoque largas aquas soletex se emittere, qui sub monte
Syou in Jecursione tofrentis Cedrou bnimali tempore per vallem
Josaphat defluere consuevit, ab occasu turriui habet Daviticam
ex utroqye latere siipplentem civitatis niurum^ monteiu Syon a
meridie, ad orientem montem Oliveti mille passibus ab urbe
distantem. Propter loci destr uctiou e m pliira de
situ eiu9 describere non valemns nee audemus. Tem-
pi um düminiciim in magna veueratioue servant Sarraeeni, uln
legem suam libentius quam alibi recitare solent. Hanc urbeDi
Helios Adrianua Imperator quondam mirifice decoraTit/plateAS
ei 08 et vicos decenter exornana , de cuius nomine uüm Elia
fuK u sr dicta fuit. Ad hanc expygnandam fideles scalas composiierunt
2 ac D. 3 Theotonicis D. Lotriagia D. 4 Pomereuais D.
5 cum om. D, superscr; H. poatreiDum D. aciem om. D. Boamundufl D.
7 maaibua D. nostro om. D. 9 amen om. D» et addii D: AntiochiA capta
pofttquam per quatuor menses homines et eqai reqaie et edalio refecü
ftant, per Sjriam interiorem profecti lüca maritima pertransierunt qai-
daiii da nuiioribuBf qai Jheroaoiimain videre deaiderabant et tenninot
eiui dilatarer inter qtios (erant del. D) precipui erant Bnamumdut et
Roimuadus comites, aliia in partibus Antiochie moram facienUbus. Sed
iuter (iter D) eundum aliquiindo fame gravitei' affligebautur io tantum
(iaterini D), nt Imm&nis caraibiiB Sarracenorum veacerentur [FuK 24, 352]»
10 1 in mill. Baperecn H. Junii D. 11 die septima D. meaiis om. D<
13 Sylo D quantus D. 14 ex se solet aquaa D. 15 vallatn H.
16 habet turriai D. 19 plarinia D 20 valemus nee om. D. 21 in
om. D, 22 e^olebant D. 23 Elius D, h postea addit H. plateas ei
viooff eiua D* 24 exornana oorr. ex exo rannt H. i in nomine anperscr. H.
I
1
I
et machinus et arietes cum Castro Hjßrneo, et diu luultiimque
laborantes cum assiiltibus p^ricolosis tandeoi aji|ilicatione castri
coriia contecti muros potenter ascendf^riint et civitate rapta *
feria sexta nee etati pepercerunfc oec sexui. Siipra SnlomoBis
» templnm, qnod Sarraceni fuj^ientes aacenderimt, decem fere
milia decollata fnisse legimiiB m cronicis. Post s trägem tan-
inm domum, quam quilibet de victoribiis prior occiipavit, ex
condicto tenuit cum maniibiis ibidem repertis. In illa ver«
violenta direptione Arabes, Turci ac Et!no|>es fere quingenti
löfle receperuni in tnrri David, qui reüctia omnibus per coiidi-
iionetn dimissi sunt vivi et liberi ac in Ascalonem per con-
dactum transmissi» Inventa est eo tempore parttenla dominice
cmcis multis aonis in f|Uüdain loco secret<j diligenter abscon-
dita demonstrante Syro, qui cum patre sao reverenter eara in
15 aurea theca secretius reservavit lucomparabilts iste thesaurus
ad templum cum magna delatus est solempnitate.
7, Qu in fco decimo Kaien das Au|^nsti* post
urbem captam Godefridus dux propter generis ex-
tcellentiam et miiitie strennnitateua ac morum elegantiam in
regem Jerosolimitauum eligitur. Porro rex Babylnnis con-
gregata miiltitudine bellum cum victoribus inire disposuit vel
eos in civitate concludere. Nostn vero constantia tidei di?i-
nitus armati contra Aacaioneni acies direxerunt preferentes
Texillum ligni dominici, iibi comprehensa fnit non modica preda
«de bobug, camelis, ovibns et capris. Postniodum diligenter
consideranteB, quod impediraeutu pugnaturis tale hierum fore
1 et om, B. et superscr. H. et om. D. 3 contexti D. pari-
ter D» civitate om D. 4 feria eexta auperscr. H. pepercenint
auperscr. H. 5 quoqae D. 6 in croniciB om., aed lacnna D. 8 ma-
nibuB D, manubibiia * bu auperacr. H, 9 directione TK Tburci D.
11 relicti D. Aaachalotjem D, 13 tempore et loco D. libsconrlita
corr, ex ascodita H. 14 qui 80])er8cr. H 15 arprcTitea D, 16 tem-
plum Domifii D, solemnitate D. 18 dux om. D. per D 20 Babi-
I loois DH 21 cum victoribua urbis D. i im ire »uperscr H 23 Aecha-
. lonem D 24 ante li^ni del. dominice D. dominice crucia D, ut D
21» ei OTibna D, as in ovibue in ras. H.
' Freitag d. 15 juli. ' Der tag der wähl Gottfrieds ßteht nicht
fest, vgl. Hagenmejer, Geata Franc* b. 478 note 12, WahrB^heinlich
verwechü^elt 0. hier den tag der w^bl mit dem todeHiag. vgL unten cap. 8.
I
Juli 1»
Pal. 1. BO
-1101 |iüssei, pnblicu preceperiiiit eilicto i<u\i libertati diuiitti capti
II. «1 iwiiis avjimalia, Que cum errareiit circa catholica castra a d
tri9 et a BinistriH qua^i minarentur ex industria, hosies a looge
speciilaiit**s harn Ines esse repntabant* OrdinatLs autem aciebüs
& et liinc iiide sidversuiu st* coiicurreiitibus modico tempori» in-
tervttllo siJÄm siiain in fu^a posuerunt Babjlonii. Nee pro»
fuit multis nrborum ascendisse cacymiiia, f|ui sagittis percusKi
cornierunt ad terram ; et sie uoanimifcer tiigientes nosstros lii-
lures fi^cerunt in ilivisioue ine^tiiDabiliura spoliorum, Pauci
lö Chrifltiani babente^ aiixiliuni de c-elo oiiilta milia perfidorum
contriveruDt, «jni paulo ante camminati fuerant^ se Jerosoli-
mitiiiifjs oriines interfecturos et «epulehnim gloriosum dissipa-
r.u, i. n fji^pQg 1^ P(jQ^ jjj^jj^, victoriani Robertus coines Normaonie et
Roberto?* cuiües Flandrie CniistHntirio|Hdim sunt profecti.
8* Anno revölutt» deeittio quinto Kaieadas Aiigusti mor-
tiHis est rex Oodefridus. Ad^ capiit hoc anni post captam
^^ contigit urbem. Et substitutus est frater eius gerinanus ßal-
^"^ duinns }u)st captivitatem Hoamundi a Tiirci's. Haldninus Jero-
i^mu j, t-isolimia iter arripiens insidias deprehondit Sarracenorum non
v<> lunge a Beritbo iuxta mare via publiea, ubi meatus est artis-
Hiiijiis «ed inevitabilis conmieantibns. Ibi sexajLrinta arioati
centum milibiis transitum probibere possiint Hüne taineii
b>cnm Baldninns virilifeer evasit cesis et fugatis bostibas non
sine gravi dispendio et in com modo suorum. Nani cum im-
possibilis esset transitns per aiignstas t'ances, qua^ observabant
perfidi» regressus est dux ad loca pbma siraiilata faga, ubi
]>ngnavit cum |>ersequentibus et virtute divina vicit captivis et
spoliis plynuuim ditatas. linde propb^r baue incred ibi lern
victoriam barbari, qni iirbes niaritimas tenebaut Sidouem, Ty-
rum et Accon, timore percuaai et aiuicitia contra nosinns si-
mnlata victnalia miseruni Oppidnm aiiteni Caypbas Tancredua
<> fugam V. Babilonii DH.
IH rapod H. 18 Bua-
19 rein-ebetidit D. 20 Be-
27 acspol. Ü, 28 in-
rathülicoruiu l). et D
15 deciiuü üuperrtcr, H,
jtmndi D, Tbuicia DH. Jlienisaleni 0.
ruto D. aUi^öimus D. 2B Bälde winus D,
äO percwki D.
nostrifl D
» Sclilaoht bei Ascalon d, 12 augaat.
urbem bikle» ei tum heiLameter.
Die Worte Ad oaput —
iam tenebat. Porro Jerosoliinite regi siio alacriter occurre- n«i
rnnt apud Joppen, übi rex litreviter commoratus profectiis puK t *
est coDtru Ascalonem ; sciebät enioi inimkos habentibus re- vuut.n
qtiiem non esse dandaui eis, iit ve\ tediu certaiiiinist vi siipe-
rentur vei ad pacis compendiiini citiuis pertrahnotur. De Asca- rui. «, *
lone procedens exercitus latrunculos in cavernis latitantes igne
Greco acci^nso ad üstiuin caverne violeiiter exire coiiipellabat.
Postm<»diim in Arabiani secesserunt transeiiotes patriarcharum
fc8eptllchra, ubi coFpora eorym ^lorifise conditn siuit, ab urbe
Jerosolima quasi miliaribös C|iiatiJordecira distantia. Ind*? vene-
riinfc in vallem, ubi lacns est maj^ims, quem Mare Mortmim
appellant, c|nia nicbÜ vivrt in po; adeo satsiis est, ut nee bo-
niinibus net^ inmentis sit pokabilis. Ab aquilonali parte flu-
vium habet Jordanicimi» ab aiistro niiUum habet exituni. Deinde »^"^ t^«
16 processern nt ad vallem uberrimam, in qua Moyses l>omitiu
iubente siliceni bis percussit *, unde foas erupit, qui rivubim
facit adeo curreiitibim aquis habuudautem, iit molendinuio
impellere valeat Postmodum per Bethlehem et sepulehruni
Racheiis regressi ^niit in Jerusalem ad regem conuianduin ^"UÄ, o
ao in basilica beate Marie apud Hethlehem nativiiatis l*omini
die; nee amplitia quam trecentos inilites habebaut preter pe-
dites, qui Jerusalem, Joppeu et Uamulam, q ii e est Rama-
tha, ac Cayphas oppidum custodiebant, Protegente auteni
ipsos Altiasimo int^r tot milia persecutonim Domino servie- t ».i », i
gebaut. VfHid portum Laodicenaem classig Jenuensiuui et Ita-
lorum Iriemabat, (|ue verno terap<*re navigaus applicuit Joppen,
quorum anxilio rex obsedtt oppiduiu Arauth \ quod deditum »^^^ ^i
¥
1 porro om. D. JherosoUmtte D. 2 coramotus D, 4 vel vi
rfepar>irentuc D. 5 AacaloDa D. 7 hostium DU. coiupellabant DH,
10 Jbei'OsöHma D. 12 vocant D. est om, D. qu<Td D. 13 aqui-
lonari L), 15 quo D. 18 Betlehera D. 19 Jhemsalem D post
coronandum dcl. H.; ad regem co. 20 sancte D apud Bethlehem
om» D. <lie Domini D, 22 Jherusaleiu D RanuBlam D 23 Ra*
toata D, 24 eois D persequatoviiiu H. 25 LaodiosenKetij l), Ludi-
censem Fl, eiiHiuni m Jenuynsium in rii8. H» Jenuea&is D, 26 hje-
mabat D. Jopen 0. 27 possedit H. opidum D. Aaaubt D, Ärisuph H,
' Numeri 20» 1 1 . ' Nicht Äadod südlich von Joppe, sondern Ar-
8uph nördlich von Joppe.
ufti-1 est ipsi sine sanjLCtiini« iiupt^iista. lileiii rippidum Godefridus
dtix obsederat ante, nee tune capere potuit, nam turris lignea
farinsecus adhesii muro, quam ascendentes nosiri bellatores
et suo pondere deprimentes corrüerunt ex ea fere centum viri
prorsiis iiisaiiabiliter leßi* Aliqiiantos etiam Sarraceni com-
preheodenint vivos, quoa in fonspectu omniiim appensos in
cruce sagittis interfecermit, alios in servituteTii red^ntes. In
ijppido prescripto i>*x Baldiiiuus presidinm coUocans statim
Osareara Palestiiie obsedit^ quam ausü mirifico per dcalas as-
cendentes vi compreheudenint arniata feria sexia ; ammiratum
urbis et archadiuiii \ episeopyni perfide ^eutis , cum multis
aliis in ea cepit anno millesimo cente^imo primo. Hec civitas
Turris Stratonis fnit appellata, Post hec cM>ngregati soüt Ba-
bylon ii, quorom numerus suppiitabatnr nd undecim milia eqiii-
tmn et viginti milia peditutn ; milites autem Christiaivi fae-
runt dncenti qiiadrai^itita, pedites vero nongenti, qui sequente«
vexillnni crucis et Omnipotetiti se fideliter commendantes p<)fli
exhortatiouem regis» qni erat consolat^)r optimus ac bellator
diUTssimus, prelium cum ßabjloiiiis inienmt; et post s trägem
mntuam victi [>er armatos fidei fugerunt increduH, Fama re-
fert, de equitibns et pt^ditibus quinque mtlia fiiisse pereiupta
cum principe müitie Babylonis, Ceciderimt de üostris septua-
ginta milites, sed pedifcea multo plurea, tu. Idus Septembris.
9, Anno miJlesimo centesimo secundo congregati suat
apnd Asealooem Babylonii, ut Christian ismnm omiiino destrue*
rent, viginfci milia equitum et d«^cein milia peditum exoeptis
clientarÜB, qui camelo^ et asinos onustos minabant. Erant
enim illo tempore in Joppe niilites exspectantes pa^sagiam et
■#
1 opidurn D. 2 poterat tunc capere D. 3 quem D. 6 apen-
809 D. 8 opido 0. BaldewinuB D. 9 Ce«ariam D Paleatinaiu D.
10 feria in rasura H. lacuna D. sexta] vi B. 11 per in perfide in
marg po^^tea addit H. 13 appellata fuit D 14 Babilonü DH.
compiitabEitur D. luilitnm D. 16 noaagint» D. 19 Babilonicis D,
Babilotiiis ü. 20 fugierunt DH. 22 Babilonis DH. 24 anno
Olli. D. 25 Babilonii DH. omni modo D^ n in n« superscr. H.
26 militeB plurimi D expectantes D.
' Falchi^r a. a. u sagt .- . . episcopuui , quod arcbadium prenomi-
iiant« W02U dor herausg, bemerkt: iuridicus, qui iuri dieendo preerat,
qui etiam lingua iMjrum ^t^adiuit'' appellatur«
Sopt. T
1102
Ful, % 15
i
eqnis carentes^ quoniani in anno pretf^rito, cum per Rottmiiiam
peregre Jerosolimam per^erent, eqiios et omnia qiiü habebant
amiserani ibidem. Puerunt autem in iilo (^xf^rcitu Willehel- f*»!«. «
mus PictaveBßis comes et Stepbanus oomes lllesensis, Hugo
* Magnus et Rairaundus comes Provincie, Stephanus comes Bur-
gundie, quos Sciliman Turcus, cui pridem Franci Niceam ar*
bem abatuierant, tli^spersit et confiidit ititerficieiis ampliiia quam
centum milia equitum et peditum preter illoe, qui per alias
vias ^radientes periculum mortis evaseriint. In illa confu-
10 £iione Fraiieorum amissis omnibus que habebat comes Piota*
veosis vix pedester evasit Alii autem pt-r Antiochiam iiaque
Tortossm venientes, quam tiinc Sarraceni teuebaot^ urbem ip- J^«'»*»«»
sam potenter obtiniierLmt. Forro rex Baldiiinu8 venientibus
occnrrit ad meatum valiis anguste * prope Berithum, precavens
ift diligenter, ne Sarraceni preorcupantes viarum an^ustias trän-
situm impedirent. Sane regressns rex contra multitudinem Ba-
bjloniorum exercitu suo nondum coadunato vel ordiuat** impe-
tuüse oiinis processit existiinans pauciores esse quam inveniret
in discrimine. Uude conclusiis a multitudine cesis et fugatis
«« Ulli» fiigit Ramulam. In qua concludi periculosum exiatimans
maluit alibi mori quam in ea vüiter intereipi, Unde assumptiB
(fuinque comitibus, qui tarnen ab adversariis reteuti sunt» cum fui. i, «>'
iino tantnra niilite et armigero suo per luontaua fugit Interim Paut^it,
manns hostilis arcera Hamulensem violenter obfcinuit, captivos I
n in ea partim occidens, partim secum traliens. Ubi occisi sunt
Stephan US Blesensi« corae>^ et Stepbanus comes Burgnndie. liex f«!, a, so
autem Arsuth" poat multa pericula pervenit vivus et com Hn-
gone de Tyberiade veniente cum octoginta militibns sub venire
t^
8 amiserunt D , amiaerant corr ex amisit H. Wilhelmag D.
G Thurctw DH. Nicenain D. 8 illos corr. ex illaa H. 10 ?i in
Pictaviensia guperacr. H, 11 aiitera om, D. 12 Corc^oeam D,
13 BaldewiiiiM D, 14 Eierittum D. 15 diligenter precavens D.
16 Babiloaicorum D, Babilonionim H, 18 exiatimans corr. ex esi-
fttimantea <?)IH. invenirefc corr» ex invenirent H. 11» fugitivis D.
8uia om. D. 22 ad in adversariis auperacr. H, 25 eis D. 27 Ar-
soht^D, Äaart H. 28 qnadragmta ix 0.
Fulcber a. a. o. a. S99 sagt: calUa angustuui, ^ Vgl, oben
91 acte 2«
Prov. »1. si
IQ
Uni 9
Jnppicis festiDabat et niittens in JerusÄlem invocabat auxilinm.
Uli auteni, qm se diacrimiiii coramittentes iter tLgf^resm sunt,
occursiT perfidorum plurinjura tlanipnificati vix pervenerunt in
Joppen. Unde rex properabat cornmittere preliiim ma^is quam
tibsidiouem et machinarum preparameiita in civitate diudua
exspeciare. Uiide accidit, iit opitulanie divina gratia qni
priiis hostibus fcerga dcderat m hoc prelio victor trinmpbaret,
mm in Tnultitiidine vel buniana fortitüdine, sed de celo auxi-
tiutii accipien^ optimuiu. Etiuus nüm preparatur ad diem
heiii Ihnmtus mäetn saluttnn trihuü,
10. Anno milleBimo ceiitesimo tertio rex Accon obsedit
ne€ eam cepit, sed anno revointo tempore verno gente sna
con^regata cum Jennensibtis, qui septuaginta naves rostratas
babebaiit, per viü:iiiti dies comnioratns redditam sibi sascepit
nrhooi vii. Idiis Mai\ Eodeni anno ooninu>ti sunt Parihi
et Medi et qui habitant Mef^opotbamiam ad Cbristianos per-
dendo8, et prelio commisso cum eis iuxta Racha victi sunt
übristiani et am plins quam in anterioribust bellis temporaliter
coiifusi. Nam in illo prelio capti fuerunt Balduinus cotnes
Edessenns et Gosceiinus cirm archiepiscopo eiasdem loci. Boa-
mnnd ns antem et Täneredus per avia et de via fugientes eva-
senoit vi vi; multi alii tine beatu uiigraverunt ad Dominum
exemplo illius*, qui apud Antiochiam non susfeinena jiudire blaa-
femiani contra nonien Jhesii Christi vir tute sancti Spiritas ar-
matns dirto contradixit et facto. Niim eqtmra calcaribn» pun-
gens aßtantibus dixit: ,Si qui» vestruni iu paradido cenare
desiderat, mecum veniat et mecum prandeat,* Mox lancea
vibrata inter hostinm milia se raergens primuin obviantem
sibi interfecit et s tat im interemptus occubnit,
) Jopitiä D. Jherusaletn D, 2 iigreaai H. 3 iji] Qsque D;
ante in delere videtur us H. 6 inde D. oppitulante H. 7 aiehi)
pro in büc D. 8 magna D, 9 oportüniim D. 12 eam] tunc D.
vemo tempore D. 18 nueiiaibua qui in raaiira H, 15 urbem aasce*
pit r>. eodem anno om. B. Parti D. 16 et om, D. 19 Baldewi-
nus D. iO Goflelmim H. Buamnndus D> 21 avia et om. D.
22 Tiri I). 24 blaaphemia D, 2ö et facto contradixit D, 26 aati*
slentibus IK desiderat ceiiare D. 27 nunc interveniat ot D.
^ Vielmehr den26tnat, vgl. Ekkebard, HierosoU 3.285 (ed, Ha^o-
mejer), * Naralich Paulus, vgl Act, ap. 14
11, Anno niillesimo ceiitemni<i quinto rex Babylonis ox-
ercitiuii suum Äscalonem iiiiäit ad preliandum contra C!iri&tia-
nos, qiios rex cuadunatis pauciis i|U08 habuit exspectavit apud
.loppen, et mittens festinanter iiuncioa in JeniaAlem ad pa-
t triarcham et clerum orationes tieri devotüs pustutavit in tante
ne€€83itati8 articulo. Qui affligentes auiraas siias obsecrationi-
bus et elemosinis studiosissime vacabant niidis pedibus pro-
ceaöionaliter fjradientes per loca sancta die domiiiica usque ad
horatn nonam non giistaiite^ cibum nee iiifantes suxernnt nbera,
10 donec fame vexati clamarent, Patria rclia cum biis, qiios ad-
ducere poiuit, apud Ramiilani coniönctiis est regi baiulans cni-
cem dominicam. Milites noHtri fueriint qiiingenti preter alios
equites, pedites ad duo niilia coraputabantur ; Sarraceni vero
[ledites et equites eatimabantor ad qnindecim milia, Inter hos
ißcomtnissom est preliinm. CbristianManiabant: ^Christus vin-
cit, Christus regöät, Ohristii;* imperat, * In hoc bdlo regis
apparuit atrennuitas, qtii sublato signo proprio de manti ciiius-
dam militis cum pancis occurrit in Joppen, quia pars Sarra-
cenorum illuc directa fuerat ciritatem comprehendena; qiiibiifl
1» confectis rediens ad muUitiidiiieni pugnaiitiunj fiigavit hostes
et vicit. Ubi cecidit Jemelimiich animiratus dives, alter re-
tentaa est vivii§, quatoor autem milia perfidoruiu referuntur
occissa fuisse, vi, Kai. Sk^ptembris, Victores iure belli taher-
nacula cum manubiis fugientiuin occupavenint hilariter. Per
w legem siiani ioravenint hoste.s crucis, se Krancos fiigere nolle,
sed postmodöm maluenmt periuriam iiicurrere quam mortis
periculum subire. Adhuc classis Babylon ica morabatur ante
Joppen cladem Christianorum exspectana, ut captivos et
1 Babilonis DH. 2 ABcbalonem D, Aflcaloaam B, '3 expecta-
▼ÜB. apud om, H. 4 iiuntiatn D. in in rasiira H, Jherusalein D.
^ devoiaa fieri D. postulalmt D. 6 «uas nudiB pedibiis D. 7 va-
cabant conf. e vocabant IL 9 ga.stajites vagiendf) D. 10 ciamareul
ad Dominum H. patriarcha vero L^ ediicere D. 14 et aupetftcr, U.
16 t in regnat postea addit H. IH incuirit D. in om. D, 19 il-
lic D, illuc corr; ex Ühid H. comprehendere H. 20 a liiultitudine H.
21 Jemeieraucb D, Jemelimuhc H. 22 perfidorum in illo discri-
rnine D. 23 interi'ecta D. victorea vero J). 24 cum om. D.
manibue D. 27 penculain mortifl D Babilonica DH, 28 expec-
Pul. t. ni ]
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9 p o I i a f i <i e 1 i Ulli d e f e r r e t; »ed cum rex capnt Jemeli-
much iactari precepisii?iet, intelligentem siie gentis confuaionem
in portus Tyri et Sidonis seceaserunt; sed cum regredi nite-
rentur in Egjptnm, vi tempestatis compulsi portubus nostris
inferebantur iiolentes, de quibus viginti quinque naves Sarra-
cenis plenas retinuerunt oosiri.
12. Anno iuili«?simo centesimo sexto conietee apparuii
Eodem anno Hugo de Tyberiiide contra Damasceuos bellavit,
sed bis repulsus ab eis tertio victores superavit ducentos ex
eis oecidens ac totideni eorum equos retinens. Postmodum
cum Baldnino rejj;e in expeditionetn profectus ictu sagitte per-
ciisaUvS occubuit. Sequenti anno fioamyndus de Galliis regres*
aus civitatem Duratium obaedit cum multitudine magna fere
per annimi, quam tauien capere nun potuit. Sed inito federe
eura imperatörp CunstaritHlopolitano rediit in ApuUain : maior
auteni pars exercitus eins Jerosolimam processit,
13. Anno njillesimo centesimo nono Christi Tripolim ob-
sederuiit, ubi disi-ortlia crevit iiit^r Bertrandum Raimundi eo-
mitis tilium et Wiliebelmum Jordanem cognatiim ipsins; sed
Willehelm US casu nobia incerto ictu aagitte ciam nocte per-
rnasus iiiteriiL Ädveniente ergo rege Baldnino ad supplican-
duui Jenuensibua, ut citra inare moram facerent prolixiureDi,
Tripoll tani defensorea obsidionis incommodo nimis aogustati
sub pactione vite Tripolim dedidenint mense Junio '.
14. Anna millesimo centesimo decimo rex Balduinua Be-
rithuui obaedit eamque potenter cepit mense Aprili *. Post
1 deferrent D. capud R 2 Jemeliraucb D. 3 Sjdonis B. wdj
et D, sed et H. 4 Egiptura DE. portibas D. 5 naves quinque D.
7 cometa D. 8 Hugo magnus D. 9 ab eis ab eis D. trecentot H.
10 1 in eis iuperacr. H. 11 Baldewino D, expeditione D» exspeditio-
nem H. 1*2 BaamunduB D, i:i Duriitiam H. obobsedit D. 15 Ap-
puliatn H. 18 Bertramuiu D. Raimunduoi D. 19 WilbeLmum D.
Jordaaem om. D» corr. e JordaDiem H. 20 Willelmiia D, 21 vero D,
Haldewino D. 22 Jeauensibu? corr. e JenuieoBibus H» JenaenBibaB ftd
äupplicandum D. tnare äuparser. H. 25 BaldevinuB D. 26 Beii*
tum D- que oai. D. ter cepit in raaura H, accepitD,
hec rege regre«sso in Jertisaleni applicuerunt Norrenses cum
classe quinqim^nta qninque naviuiD^ qDonim anxilio rex ab-
aedit Sidonein a terra, NoiTenses vero a mari. ürbs autem
BP defeodere nequiens se regi tradidit mense Decembri,
5 15. Anno millesimo centesimo nndecimo rex Balduinus
obsedii Tyrum, qiie Sorh Hehraice dicitiin übi doas tnrres
ligneas fieri fecit, sed Tyri duas emioentiores erexenint ligneas,
de quibas igtieni anper inferiores proicientes coinbusserunt
illas. Et sie }»o8t obsidioiieni quatoor mensiiim rex Accon re-
1© greasus est infeirto negotio. Sequenti anno requievit terra
Christian omm a bellis.
16. Änn<» millesimo centesimo tertio decimo facta est
eclipsis solis mense Martio luna vicesima octa?a. Estate se-
qaenti congregati sunt Turci trans Eufraten Jeroaolimoniin
ifi partes adituri et circoeuntes mare Galilee per terram Zahn Ion
et Neptalim in insnia qnadani inter Jor et Dan congedenrnt
procnrantes insidias Christiania: et cum rex illo tenderet, vi-
dens quingentos fere Turcos ex insidiis ernmpentes incursum
in eos fieri iussit, qnos duo milia Turcorum de insidiis pro-
ü deuntiuin repnlerunt. Fugifc rex vexillo sun perdtto, fngit et
patriarcfaa. Ubi triginta de melioribus militibus perdidiraus^
pedites vero mille dncentos, mense Jnnio. 8arraceni sublato
regis ientorio et nianubii8 plurimis vastando terras processe-
runt, Sychera vel Sichimam, quam nrbem Neapolim dicimns,
96 obtinaenint. Quibus adiuncti Arabes et Ascalonite cum hiis,
qui montana tenuerunt, loca culta vastarunt usqne ad ante-
raurale Jerusalem. Interea vero xv, ^ Kai. Augusti et v, Idiis
Aügusti terre raotne factns est, primo media nocte, secundo
«
1 Jbemaalem D, Norenses H. II Sydotieiti D, terra in raBura H,
?ero D. b ßaldewinua D, Baldmnug H, 6 Ebraice D, 10 fecto
ncgotto in ras. H. 13 Martii D, »«ptima D 14 Thurci DH. Eu-
fraten corr. ex Eufratem H 17 procuranrunteß H. 18 Thurco« Dil.
erumpere D. 19 Tburcorum r>H. 20 reppnleiuut H. et superacr, H.
21 perdiderunt D. 22 peditos D, mille ora DH. treten toa D.
23 manibu8 D. 24 Sychyitiam D. orbem quam D* MeapoUm D,
diciua D, diutins H, 25 Aflcbalonite B. 26 vastant D, ad om. D.
^7 Jhemsalem I> ?ero ooi. D. v. x, H. et — Augusti om. D, IduH]
.1. B. 28 prima D. media om. D*
' Die Änderungen in den daten nach Fubher u. a. o.
OUtct. 7
Pol. I; il
Aug. 9
Apod I>amasatiD est taieretnpti» Miuidiilfua
Smirwtem>^ dives ei polens ioler Turcoa, qui
ChrätiaEiiis intulermi. Anno sequenti maltitudo
im AB« AmUm caierYsItm ebullieiis Terram pro*
tempore veno, ddnde terre moltn arbes
inteHecit a pftrtibci? Antiocfaeius asque ad
EfifintctL
17. Aaho iiiiHf«imr» eenimnio qainlo decimo Torci inter
Anliodiaiii ei VmmMßtßtm eoDsederoDt. Dnde Doldequinas'
it pfiocep« DmmasoeDorüiii mehiens TiDdictam pro morte Mao*
dolfi, qmem in prelorio, sicat soperius dictom esi, oonseaserai
Unae penmi, cmii rege Bclduino et Rog^ero prmcipe Anlio-
cJmso fMw vaüL Qaod intelligeDtes Torci simulaia fugm de-
IsliMriitit in cafwiik. iDierim Ascalomle cum claiee Babj-
u kmicm Joppeo olMedenmi per terram et mare vexantes Chri-
rtiaDOB coBi acmits, qaas attttleranL Sed oicfail proficieotes in
«.M primo Tel secQiido eocatn recessenmi dampnificati, Parro
Turci^ quos delituisse commemoraTimus« aodieDtes r e^em J e-
rosalem in terrem suam Tenisae, irraerunt im*
M profiai dampna plarima Cbristianis inferendo.
Quod etun nanciatam esaet AntiocheiiiB, ooiiimiserunt cum m
pugnam et fagüntes eos iria milia de namero ipsorum dicun*
iur occidiase preter captivoa ei apolia , quorum preciom esti-
manini ad tria milia bisantiorum. Acta sunt hec circa
fi nem A ugqs ti,
18. Eodem anno rex Balduinus profectua in Arabiam edi-
ficavit munitiooem, quam Kegale castrutn ' nominavit, non
•
1 mttiremptTis est D, 2 aiceario D, sicario corr. e Biccario H*
Thurcoa T)H, c iQperecr. U. 4 Bjnn D* 6 Anthiochenis D, Antio*
cenis H. 8 sexto DU» decimo auperscr. H. congregati sunt Thor^i D,
Tbarci corr. e Thurai H. 9 Antbiochiam D. Dodelquinus D. 1 1 Man-
dufi D, 12 Baldewino 0* Rotbgero D, Rogero oorr. e Rofiferoia H
Anthiocheno IK 13 Tburci DU. 14 Ascbalonite D, Aacolonlte ü.
r^abilanica DH. 16 sed om D. 17 vel in D. 18 Ihui^i DH.
njerooraviiöuä D. 19 JeroBOlomitaDum D. rediitse D. 21 Anthia>
cbeniü D. 24 ad oiq. B. tribus rnüibue D, a in milia ia raa H
biBantenorum D. Acta — Augmeti om. D. 25 Batdewinua D.
» Toghtekin. * Gewöhnlich Moni regalis genannt, oder Scbau-
S6
bek, »tUllich vom Todieii Meer.
longe a Mari Rubro, quod distat a Jeru^aieui quasi dienim
qaatuor itinere, et ponens ibi presidiiim anno seqoeiiti rever-
siis fiiit ad illud visitanduni cum ducentis fere niilitibiiB pro-
cedens. Inde studio videndi Mare Rubmiii veiiit ad civitatem
f* Helim ' secus litua eiusdem maris, uhi popiilus Israeli ticiia
maDsionem quoadam babuisse legitiir. Hoc mare Rubrum
dicittir eo qnod saburra et kpUli rubri sunt in fimdo, uode
intnentibus rubrum apparet; sed infusum vasi iamqn am aliud
mare apparet ürapidum et albuoi. Dicunt illud ab oceano
10 deriTan et quasi linguara erumpere et usque ad Helim versus
I septentrionem protrahi, ubi finem facit non lon^e a monte
Synai^ secl quantum potest eque» uno die proficisci, A Rubre
vero Mari vel ab Helim uiemorata usque ad Eiare magnum,
quo ab Joppe vel A^calone öive Gaza versus Damiath i>ergi-
'* tur, iter dierum quatuor vel quinque equitis ambulatione per-
gentes estimaut. Quo sinu inter hec duo maria cingitur
E}i[7ptu8 tota, Numidia etiam atque Ethiopia, quam Creoii,
fluvius paradisif (jui et Nilus, circuire dicitur.
kl 9. Anno millesimo centesinio decimo septtmo mense
_ Maio ' facta est eclipsia hine cum terre motu magno. Visa
sunt et alia portenta, que mors magnorum virorum »ubsecuta
fuit. Mortuus est Paschalis papa mense Junuario, Balduiuua ^
rex Jerusalem cum patriarcha Jerosoliraitauo et iraperator
Constan tinopol itauus Alexis. Obiit autem Balduinus anno
35 millesimo centeairao decimo octavo, qui Accon, Ärsutb, Cesa-
ream, Benthura» Sidonem, Tripolim recuperavit et alia multa
*
l Jhemaalem D, 3 müibua ü. 4 inde] de D. 6 quondam man-
sionem D. 7 gaburra dicitur D. 9 limpidtiin et album apparet D.
dicitui' D. occeano D. 10 qnaai — erumpere et om, B, U pro-
trai H. 12 equua H. proficere D. 13 vero om. D* H a D
Aschalofie D. Dameath D. 16 ainii om. I). 17 Egiptus D]{. Num.j
in Yndia D. 18 u in ins superscr. H. 19 seito D. 20 Magi D.
elipsb D. 21 subsequuUi H, 2'J fuit] e^t D. Januarii 1>. Bälde-
wiiiuß D. 23 Jheroaolimitanu» D. .Tberusalem D. 24 AHejda D.
Baldewiimg D. 25 AsBurtb H. 26 Berittum D Sjdoiiem D.
' Elim, vgl. ExoduB 15,27. * Ftilcher a. a, o, bat Juni ^ König
Balduin stirbt April 1118, ebenso der patrijurcb Arnuir, papat Pascha-
lifl IL im Januar, kaiaer Alexiue im August.
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digna memoria gessit. äepeliernni autem eiMii in Qolgatha
iuxta ducem öodefridum germanum siium corpore rerepto
processionaliter a JerosolimitL^ in die Palruarnm ^
20. Snb8tituiu8 est autem regi defimeto Kalduinus roniefl
Edeasenus, cognatus ipsius^ unanimiter electus et die Pasche
consecratus. Contra quem exercitum coadunaverunt Babylonii
in estimatione quindecim railium equitum et viginti milium
peditum, qnibns stildanus EJatiiasci Doldeqninus venit in ad*
iiitoriuni. Classic etiain Pabylonica per mare navigans acoes-
sit. Hiiä Omnibus rex tiOTUs occurrit ultra civit^t^m Philisti*
norum Azotimi* et coUocatis e regione liinc inde tentoriis, cum
per tres fere menses differetnr bellum, tandem absque con-
gresau recesserimt abinvicem.
21. Anno millesimo centesirao decimo nono Rogerus prin-
ceps AntioclieniiK cum gente hiuu conimittens prelium contra
Turcos interemptus cecidit et de Antiochenis septem milia sunt
occisa, de Turcis vero nee etiam viginti. Princeps iste male
vivendo iram Dei contra &e provocavit. Adulter euim im-
pndens erat. Exheredavit etiam tUium Boamnndi dotninnm
suum cum matre ßua commorantem in Apulia. Nobile^ soi
tempore pacis luxui vacabant, et qiiia ee averterunt a Domioo,
traditi sunt in captivitatem et mortem. Rex autem Jerusalem
cum patriarcha * , qni crucem dominicara portabat, transito
Jordan e cum Tripolitano comite et auxiliatoribus Edessenis
congregatis etiam Antiochenis, quos mors vel captivitas reli-
querat, pugnavit cum Sarracenis iuxta oppidum Sardanicum
Habens milites septingentos , Turci vero viginti miliä. Sed
i
1 memorie D. autem om- D. 3 proc] iJiter a et 1 raaura H. Jhe*
rotolimitanifi H. 4 rege D. Baldewinus D, 6 Babilonü DH, 7 dno-
decim L>. miliutn om. D , com e milia H. 9 enlm D. 10 omni*
bu» peractis D. 12 deferretur DH. 15 Annochenii« D. 16 Tbur*
CO» DH. AöthiocbexiiB D. 17 occisi D. Thurcis D, nee etiam om. D.
viginti milia D. 19 Huamundi D. 20 commorante H. AppnliaH
8UO D. 22 Jerosolimitantifl D, 24 Jordane corr. ex Jordiinu H-
25 autem l). Antbiocbenis D. 26 Sarracemü in riis. H (»pidam D.
Sardanium D. 27 Thurci DH. vero om. D.
» April 7.
von Caesarea.
' Asdod.
Nacli Fulcber a. a. o. der ersbttebof
101
ttiite Gouflictiitii quidam Tiircus claiuabAi diceiia: «Cur vo8
Franci desipitis? Qiiare in vaniim laboratia? Pauci miilti-
iudini uostre resistere non valeids; Deus vester vo.'^ dereliquit,
quia leges vestras estis transgresai nee fidem nee veritaiem
6 inTioem servatis." Bellum istud graFisainium erat et anceps
diu fuerat, donec opitulante virtute divina fugerunt perfidi,
Rex per doos dies campuni tenoit victorie. Antiocheuun pa-
irtarcha obviain procedens i^aluiifere cruci ac victorioso populo
laud^ Altissiipo sicut decuit persolvit com letitia. Summa
j« potestas baue victoriam dedit meose Augusto, crux triumphalis
Jerosolimam relata fuit ciim tripodio. Kex autem moram &-
cieiis vacantem principatum Antiochie sine fraude cepit.
22. Anno niilleHimo ceutesimo vigesiino rex Balduinus
secandus inferentes frumentutn vel ordeum «ive leguniina per
ift portat» Jerusalem ab omni exactioee prudenter ab^olvit sive
Cbristiani sint sive Sarraceni. Hemisit instiper mercedem mo-
diationis consnetiidinariam *, Mense Junio, cum iteruai An-
tiochenis diacrimeo imniineret, miserunt pro rege. Qui ad-
Teniens cum cmce saucta absque ^ravi congressu Turcos fii-
MMmvit et io eadeni civitate moram fecit coiiipetentem.
^^pi 23. AoJio aequeuti rex congregaTit exereitum contra Da-
inascenos, qui auxiliatores Arabes haben tea partes Tiberiadis
vaatabant Caius adventu procu! audito ad propria remearunt
Sarraceni. Bex autem caatrum, qiiod Jarras noniinant, ad Bo-
rnen tum nostris edificatum obsedit, cepit et destruiit. Poat-
CDuduui anno proximo Antiocheni plurimum a Turcis coartati
regis iuYocaverunt auxilium, qui sine mora veuiena cum miüe
l Thurcus DH. dicens om, D. hob D, 2 decipitfs D. laboratia
coTT- e laboramtifl H. 5 erit D. 6 fuerat] victoria D. 7 An*
thiochenos D, 8 victrici DH. 10 Aagusti D. U Jlierosolimam D,
Jerosolomam H, 12 iaceutem DH. Antbioclienura D» Antioehie corr.
ex Antioche H. euscepit D. 13 Baldewinuft \\ 15 Jherusftlem D.
ai^e ChiiaUani aivc Sarraceni «int D, 17 moderationis D. Junii D.
18 Anthiocheoii D. 19 congresBU gravi D. 22 Tyberiadis D.
23 devaitabant D. 26 Annocheni D. Tbarcis DH.
* Vgl Elöhricht, Reg^. re^. Hieros. b, *21 , nro» 91. modiatio er-
klärt Ducange mit pettsio fnimentaria pro quo Übet modio annonae.
Pal. 1. •
. .1, 11
102
iisa
Fitt. i, 14
si ducentis ecjiiitibiie pretfii* globutii peditum decem milia fiigarit
Alofilorum.
24, Anna millesimo ct^ntesitiio vigesimo tertio na^gave-
nmt ad Terram promissiotiis Veueti cum classe viginti e^ntom
r. navium maiorum et miDoriiiii beltaiorutn instrumentis bellicis
Pul. t, lA sagaciter munita. Cum viginti qainqne milibuB ariDatorum
r«i. «, 16 dtcontiir adveiiinse per Mothoeeni et Hhodum. Eodem anno
captus est rex Balduiniis a Balach Tiirc^ , qiii ante Goöceli-
uum et CTaleramnuni ceperat. Eustachins auteqn vir strennuns
to et honeatys, qoi Cesaream tentiit et Sidonem, electus est in
capitaneum et propugnatorem Christiaiionini tempore capti?i-
*i tati« regio, Nam menae Maio Babylonii cum bipertito exer*
>,iT citu, terrestri videlicet et marino, iiruenint in Joppen cum
tormentis vebenieotisHimis, telis etiam et lapidibns. Moliere^
i(^ aotera civitatis defensoribiis aquam prebent-es et lapides ami-
niculum attulerunt defatigatis et auxilium. Nam pauci fue-
ruut in civitate coiiclufli et classis Babylonicomin octoginta
navium vehementer eos artavit, Muros in circuitu ceperont
hostes ettbdere, et si moram fecissent, prociil dubio civitas aiit
so vi c«pta tunc fuisset aut dedita. Porro rumor, qui Christia*
norum nundavit adventum, Sarraeeiios se retrahere coegit
s, 18 Apud Azotum commissum est belhmi, in quo fugati sunt ei
occisi Babylonii et relicta sunt ChriBtianis spolia multa, ca-
meli quadringenti, aaini quingenti, tentoria cum varia suppel-
if> lectili; de sedecim milibus sex milia sunt interempta, de noa-
Fui. a, w tris pauci* Post hanc victoriam dux Venetorum Ptolomaidem
applicuit et certificatus de victoria Christianoruni per»ecutnfl
l decem] viginii D. 2 AHofitorum D. 4 centum viginti D. '
5 bellatoribus D. 7 Eoduni DH. 8 BaldewinuB D, BalduTiniu B.
Thiir<M) D. antea D. QoBelmum H. 9 Eofragias D. 10 Ceta-
riam D, Ceaaream corr. e Coeaream H. Sydonem D. 13 Maö U*
ßabilonii DH. H etiam om, D. lapidibus corr. e lapidee U 15 am-
miniculum H, post aminic. del. preberuiit D. 17 Babilonicorum DH
20 tunc om. D, fuisset corr. e fuiseeBt H. 21 retinare D, 22 fu-
gati et occisi sunt D. 23 Babilonii DH. 24 quadringeti R sup-
pellectile H. 2& qoindeclm D. quinque H. interempti D. 26 Piho- j
lomaidam D, Plitolomaidam U, 27 triumpbo [i. persequutuB H.
1 Im Februar.
est Babyloüios per niare et bifaria iiavigatione suos divisit, uiä-^
minorem ^ partem versus Joppen, maiorem vero in pelagos
alÜDs, nt Sarraceni vids a longe velis putarent esse pt^regri'
nos a parte Cypri ad Terram proniissionis tendeötea. Unde
Babjlonii naves sibi victBiores iiivaserunt quasi iam captas.
Veneti vero metu simulato protraxerunt conflictum, donec cum
sociia navibns hostiles naves io circuitu concluderent. Ibi
aangois paganurum eifusus est phirimus, capte stitit naves opi-
bus onuste. Deinde cum ultra Ascalonem vit^tores procede-
> rent , obvias habuerunt decem naves lignamina deferentes ad
componendas machiDas. Ilias cepeniDt cum auro et argento
jmc variis aromatibus, qoe deferebant, et sie quasdam secum
traxernnt integras, alias concremantes. Hiis ita gestis incole fhi-Tw-w
Terre promissionis condixeruiit cum duce Veuetorum Tyruni
obsidere* Quod pactum executi sunt xv. KaL Marcii, F«t>r. le
25, Sane Tyrus est civitas valde famoaa in corde niaris * w. t, i«. 4
Sita, olim insuk, postmodura per obsidionem Alexandri regis
Macedonum conti uuata in cinerem ab eo est redacta, Hec ci-^ '*'■**•*
vitas quondam a negotiatoribns Irequentabatur plurimnm, opi-
' bus dictabatur ioimeusis, quam alloquitur Ezechiel propheta:
JEcce ego miducam etc. ; et onus ipsius prophetiee mttZl m! t
id escribit Ysaias*, uec eias obliviacitur Josephus * nee
Pliilostratus. Huius civitatis opnlentia peperit h
luxum, lux US peccata multiplicavitf unde se- ^
ipias puniri meruit Propter scopulorum quihus cingitur w. t. u,*
ambitum ignorantibus eius situm aditus occurrit periculosas.
Ab Oriente muro clauditur triplici cum turribua derisis et cel-
sis nee multum abinvicem distantibus; nam ab illa parte adi-
\ BmbilonioB DH. bif.] i in bi aupenicr, H. diviait Äuoa Ü, 5 Ba*
bÜoöü DH. invaaenmt eaii D* 6 stiranlato D. 7 8uid D. con-
closertint D, concluderent corr. e comcluderent H. 9 hoouste H.
A«eha1anem D, 10 obviaB habuerunt om. D. 11 et ceperunt illa« D.
13 itaque [>, 14 Tirum H. V* obaydere tX 18 eodem D. est
om* 0, sQperscr. FL 20 ba in tlicfcabatur «uperacr. H 21 prophe-
tiit H. 23 opulenta D. 26 additu« D. 27 celBis wo densiB D,
' Ueber die gegenteilige dar«tellung Fulchere b. die einleitung.
' Vgl. Ezech, 27. 3. ' laai. cap. 23. * VgJ. Antiq. VMI, cap. 5
und eap. 13, IX, 14.
104
1
iiw tus vBi et introitns ud terram. A parte vero septeniriook
portiis civifcatid interior iiiter turree gerainas habet ostiuoi iu&«
ineiiia, ubi* rex JohanneB moderuii« temporibtis
castrum coiiatruxit egregium qua tiior tu r r i bog
& altia Vttlde oiiinituni ac palacio regali decenter
arnatiiti], Nayibus portum ingredientibus tutelam presiat
insulci marii^ estnm fmngens, quem solus ?entus aquilooans
tijülestare solet et pro suis viribus concutere.
26, In hoc portu Veneti classem suam locaverunt in tuto.
10 Confugeraot in hanc urbem plurimi de civitatibus et oppidis^
que Christian i vi vel per deditionem obtinerunt iaexpugnabi-
liter se munitos credeutes prupter naturalem et artificialeoi
w, T. II, t>Tjri mtmitianem. Hec civitas quanto fuit delicatior, quatido
nee liberum habuit egressum nee niercatorum utilem aw^e^*-
lö sum, tanto citius det'atigata molestiis et incoiumodia hüstium \
supervenientium maturato consilio de pace tractavit et exitiL ■
~ f. la. n Nam castelhHu ligneum, quod altius erexeriant nostri cum tor*
mentis machiüarum, cives terriiit et continuis periculis vexare
non ceasaviL Dux nichilaminus Venetorum cum suis in^tni-
w mentin requiem uegavit afflictid. Cives e contrario genus omne
defensiüuis excogitantes ac componetites quantumcumque pote-
r. t«, fl rant nostris intulerunt molestiam. Interim Ascalooite Jero-
soUmitis ac Joppicis latenter et patenter insidias et dampna
non diatulenmt inferre, sed malicia ipsorum compensata fuit
, M, » a custodibiiB munitionum per captivos et occ'isos, Tyrii cou»
siderantes, conditionibus aaia nicbil accrescere, aed in dies
dampna sua multiplicatis doloribus augeri , victualia deficere,
et aensim in arto se coosfcitutos, legatos miserunt ad calipbam
Egy])ti et regem Damasci, ut afflictis aubveuirent velocius
so addentes, se pondus tormentorum ampliuB äuatinere non posse.
♦
2 geitijua D, boatium DH, 4 g in ginm »aperacr, H, 5 ac] boc D,
palacium regale D. 7 quem] quomodo i\ lüopidis D. U ditionem D.
13 quantum H. pogtquam D, 16 traet^verimt LK 18 macbinamm
confregenint quod valde cives D, 19 cessaverunt D. tiichilomitis D.
20 conflictia D. e om. \K 21 ac om« D, 22 in in intuleniDt bu-
perscr. H. Ascbalonite D. .IheroRolimitania ü. 23 Joppitia D. iic D.
24 non om* D. 28 senaim om. D, catiphnm D. 29 Egipti DR.
* lieber die errichtung dieser burg berichtet keine andere quelle.
105
anciatnr ititerea^ quod rex Dartiasci Dtjldequiinis Teniens ab ti«i
una parte et classis Babyloniorum ab altera totis viribus noh
vere obgidionem studeant. ünde nostri iiichil de contingenti-
bus obmittentey contfa civitatem expeditos equites in occiir-
ra regis Damasci et classeiu Venetonmi cootra naves Baby-
lonioram dirigere sagaciter ordinant Interim intelligentes
^nostri, quod rex Damasci ad subveniendnm properaus proce-
^Bere timait, cepto negoiio diebtis et noctibus acrius instant
' ad hostioDi afflictioneui. Interea iuvenes Tyri quidani nmchi- w/r. läTiJ
10 nis so^ttris igneni apponunt, sed unus de niimero fidelinjii me-
moria dignuä ascendens in altum igneni extinscit ; licet de mir-
ris et tiirribus alti» quasi signum ad sagittain densis iaculis
appetereiur, nulluni tarnen vnlnus accepit.
27. Dum hec apud Tynim aginitur, Balach, qui regem w.t. i». nj
16 Baldaiuum com aliis nobiiibua in custodia teiiuit^ Jerapoliin
abisedit et dotuiuum civitatis verbis pacificis ad se vocans oc-
^cidit in dolo, Unde Goscelinas senior comes Edessenua in-
^■Ugnationis zelo viriliter accensus, congretjsus cum Balach
^HrJctor victo caput ahscidit. Quod intelligenteH Tyrii ape Übe- w.r. ifi, ti
^Hationis penituij depu^ita median te rege Damasceno vite sue
^fbousutueruitt huiusmodi condiliaüibus u^i, quaiiiius salvis cor-
f ^poribus suis et uxnrum ac liberorum totiusque familie sue
cum äubatantia reruin mubiliuru civitate Christianis dedita libe-
I rum habereut egressum, nisi fartayse quibusdam allectis amore
26 naialis pairie placeret in Tyro permauere. Civitate igitur aw. t, w. i
tiostri.s recepta uon nisi quiuque modii frumf^nti in ea reperti
luut Introierunt aiitem orthodaxi iii. KaL luüi ^ anno mil- j
limo eentesimo vigeaimo quarto, Porro iuxta pactionis fideni
;e parte» civitatis regi, una Venetis obvenit.
i quod] uumquid D. advenieos D. 2 Biibiloniorum DH. altera
D. 8 obsidioiiein Bolvere D. 5 Babiloniorum I^H 6 ordi-
H et interim D. 8 incepto D. ac D, 9 inflictiooem D,
«(aibuadam H. 11 conscendens l>. 12 aigittam R IH operire-
tar D. multuiu DE. 14 Balac D. 15 Baldewinum fX 17 in
dolo occidit Ü. Goselnma H, 18 aicenaue P. Balac PH. 19 ca-
pud H, 22 acj et D. 25 igitur] gratia D. a otn. H. 26 reperti
corr. c reperta H. 28 tertio Ü. 29 advenit D.
Vielmehr Juli 7,
IV, T. Jf » IB
28. Eodem un»io rex Balduinus datis obBidibiis pro cen-
tiim milibiiB Michaelita rum a captivitate rediit über ^ Qiii inux
Antiüchenorrmi virtiite congrej^ata speraas liberationein obsi-
dum suüruBi, qiii pro ere alinno detinebantur, Alapiam obae-
dit* Sed iotelligens^ multituditiern hostium adventare Orien-
talium, regresflua est Antiocbiam infecto negotio. Interea
Bursequiüus *, inter Orientales potentisisimus » partes Antio-
cheoas igne vastavit et ^puliis. Rex vero, qui gemina sollici-
tudine regni videlicet et principatus trahebatur, anxius super-
veiiit cum mille et centym etjuitibus et diiobus milibus pedi-
tum, cum Diimerus htiatilis crevisset ad quindecim milia. Sed
virtute liegis regum victa ftigit pai-s iniruica ainbsis ut dici-
tur duobus milibus: de nostris viginti qtiatuor interempti sunt,
Rex de matmbiis aoluta pecunia liliam suam obsidem liberavit
feistinanter,
29. Per idem tempus rex potenter agebat in partibns
Daraascewis traheos aecimi predam maximani» Interim Baby-
lonii, qui quuter in anno Terram prontissionis invadere con-
sueverant, venerunt Ascaloneni« Hex auteni se coUocans in in-
sidiia expeditos niilitf^s preinisii, qui se hostibus ostendereni.
Unde factum est, üt Egyptii uiinus cauti nostrus persequeren-
tur usque ad robnr regis, ubi condnai sunt et occiai quad ra-
gin ta ceteris fugientibua Asculoriem.
30. Anno millesirao centesimo vigesimo sexto rex voce
preconia t4)tum robnr suum ad prelium v<icans contra Dolde-
qnioum» regem Damaacenonim^ proficiscitur ad locum*, in quo
doctor gentium vooem audisae dicitur: „Sauk, Satde^ quid
1 Hnno om. D. Baldewinua D, 2 Michalitam D. a ohl D.
3 AnthiocIieiiorDm DH, 4 detiue in ras. H, Halappiam H. 5 in-
telligenteB D. 6 est aupewcr, H, ABthiocbiam DH. 7 Berseqai-
nuB D. orteaiülea partas D. Antbiocbenas D, 9 anxiis D. 10 et
om« D, 11 advenipset D. 12 fuit H. 14 manibus hostium D,
17 Babilonii DH. 19 conBuernnt H. Äsclialom D. 21 Egriptii l»H,
22 robur corr. e robor H. 23 ABcbalooem D. Aecalonem conr. ex As-
calontem H. 24 tertio D. 25 prtconii PH. Dodelquinum D.
27 Säule corr, recent, man, e Salve H, Saule, Sanle etc. D.
* Nach W. T August 27 , richtiger August 29. - ßursequinus
arab. Aksonkor. ' Mergisafar nach W, T,, d. i. Merdßch Safar ö. v.
Damaficufi,
107
me ptrseqnmsf** Ubi rex exhortatione premisga — Dolde- um 3
quiniis similiter suos allocutus ad resisteiidiim pro patria et
piignanduni sagaciter hortahatnr. Exinde cougrease sunt acie«
nimi« hostiliter pngnantes pro suis animabus viriliter ab hora
5 diel teriia usque ad hnraiii decimani ancipiti diacrimine con-
tendeates pro victoria. Tandem Triuraphator in lerael inter-
pellante siciit credimus apostolo pro suis coiiflictiirn tern^inarit
per adverse partis fugauL Diciiiitiir autem in hoc hello ceci-
disse plus qnain duo milia, de nosliris viginti quatnor equites,
10 pedites octogintu sex pret^r eos, quos m regressu in quadnm
turri viülenter obtenta rex interfecit, scilicet nonaginta sex.
In alia vero tnrri, que defeiiKa non fuit, vigmti irivos com-
prebendifc. Cnnsequeriter comes Tripolitaima Pontius auxilio
regis impigri Kapharjeaiu ^ obsedit. et ad dedilionera coegit ir, t. i»,l
»Miltimo die Martii. "««ai
31. Interea Bursequinuß oppida cum siiburbanis Celessjrie w t. «^ »>
crudeliter invasit. Nomen Syrie quundofjue largius, quando- ».t. t». i
que strictius accipitur, Secundiim largam appellabioMem Syria
dicitur provinGiarum ext.eii8io, qne initium babet a Tigri fluvio
2" üsqm^ ad Egyptum et a ^^TÜcia usque ad Mare Hnbriim, ciiiiiö
ab inferior» parte inter Tigrim et Enfraten Me9op(>thamia sita
est et ex hoc nomen babet, quod inter duos fluvioe sita est. Po-
tamos eiiim Qrece^ Latine Huvius dicitur, que, quia Syrie pars
est, ideo plenimque in «cripturis Mesopotbamia Syrie nuncu-
26 patur. Post liaiic Cele.ssyrie regio ^ eiuadeiii pntentissima di-
stinctio, qua provincia continetur Antiochena, cui a se[)ten-
trioue utraque Cilicia contermina est, que eiusdem Syrie üunt
partes. Ab austrü vero Phenii^e coniungitur^ que in duas di-
1 Dodelquinufi D. 2 et pa^nandum pro patria ü. 4 pro buib
om. D. 7 pro auporacr. H. 8 dicitur D. 10 in 8U]ier»cr. H.
II iurri €orr c turci D. sciHcet oin. D» addit in marg. II. 12 de-
prehendit D. 13 Patitus D. 16 ßersequinu» D, opida [}. Celes-
airie DH, 17 i>t nomen D. 18 Slna H, 19 Tygn, g auperscr. li,
2Ü Ir:gipti DH. 21 ab ©m, H. Tigrum D, Tygrim R Eufratcm H-
22 quia D, 23 Ünvius plenimque H. Sine H. 25 Celeaaina Ü,
Celeeairie H potiäsima H 2(> plerumque om. H. qan. om. DU, An*
ibiocbeaa D. 27 est conterminata D. 28 Fheaici Dfi. coiungitur B.
' öitl. TOD AradttB, Hapbineh.
viditur, <|uarum prirtift oiaritima dicitur, ciiiim metropolis
Tyrus, a rivo Valönie', qu\ est sub Castro Margat ^ babeiü
inititim, tinem ad lapidem inciäutu, qin dicitur Districtuiii.
iuxtu vetustusäimam urbcm^ Cjiiam Tyrum antiqaam appellüiit
Altera vero Phenicis Libanica dicitur, cuius raetropolis est l)9r
T. »» mascus, que in propbetia dicitur, ut ibi; va^mt Syrit Dama^*
CUH. Sunt etiam jiarteifi Syrie utraque Arabia : prima« cxm&
mtitropolis est Boatnmi, secimda, cuius metropolis est Pt»tr»
deöerfci; sed et Syria Sobal eiubdem Syrie raaioria pars est,
10 cmu8 prima metropolis dicitur SobaL Nichilominus tres Pa-
lestiiie partes sunt eiusdem Syrie: priraa, cuius uietropolLi ert
Jerosolima« que proprie omicupatur Judea, secanda Cesareft
maritima, tertia Scyothopolis, que dicitur alio nomine Betb*
sam^ cuius hodie locum tenet Nazareth, que similiter et
j6 ipsa metropolis est* Idumea quoque eiubdem Sy rie ma-
ioris pars est, que uovissima ad Egyptum respicit. Ex pre-
dietis constai, quod quandoque dist rictius, quan-
doque largius Syria dicitur.
w.T. I». »ti 32, Porro rex intelligens, vastari Üelessyriam sine defea-
3" sioiie^ licet adventuni Egyptiorum suspectum baberet, yiciniori
tarnen occurrens neceBsitati ad partes lUas celerit^r accessil
et Bursequinum retrocedere coegit, qui postmodum a dom^^
sticis et faunliaribus interemptus occubuit. ^^|
1. II 33, Post hec Boamundus iunior rebus suis cum dnce
26 Apulie couipositis benigne receptus est a rege ßalduino, c«i
2 Tiros D. Valanie] i superscr. H, Marchut D, 3 ingciauin U.
4 vefcufttissimam corr. e vetuötimam H. antiquam Tirum D, 5 coi D.
6 propbetia Sjria D. capud H. 7 eius D. Syrie om DH. eniot
prima H. 8 metropolis om. D, eiuB U. 9 eed om. H, Syrie D.
10 nichiloniinus corr. e nicboloniinua H. Patestine om. H. 11 caloA
prima DH, est metropolis D. 12 Jheroflolima D. 13 Sertopölid D,
ScitbopoliB H. 14 que om. D. 15 est huiui^ D: 16 Egipttun DH.
17 <L|Uod quaBdof^ue targiys quandoque districtiuB dicitur D. 19 Oe^
lepsyriiim D» Celessiriam, « superscr. fl, 20 Egiptiorum DH, suitea
<leL epigtion H. 22 Bersequinum D. ^23 et a 0. familiaribus suis B.
2A BuamuBdu» D. 25 Bälde wino D. cum D.
' Vgl Röhricht in der ZeiUtlirift de« deutschen Pa1äst.-Yer. 10.
8. 36 ff. - Zwiflchen Laodicea und Äradus
109
Aßtiochiam reatituit curn c^mnibtis, que putng sni iuris erant.
Eidem etiam fiUam * snam secunrlo f^enitam itxorein rtedii Hie
^adolescens seqiienii vere oppiflum Caphanlam ' ribsedit, nee
^^aliciii de defensoribüR auin oculu8 eiüs pepercit.
|fi 34. Pretenuittentes i^itnr compendii causa, que mediis
annis gesta sunt, qula non videntiir memorie posteritatia mnl-
tum jirodesse, ad tricesimum annum stilum transferimus, cuiiis
viii, Idas Decembris rex et principe^ sui cum nm^^na malti-
tadine Chrißtiaiioi'uu» confusi redierunt ad propria, tempestate
10 multa iinbrium et veiifconim et nebiilanrm irapediti, ne Da-
mascum obsiderent vel de danipnis siimerent ottionem, que
pertaterftnt in hiis^ qoos ad victualia premiserant quereoda
in terram bostilem. Uli aiqnidem abinviceni diviai et ambu-
lantes incaute a Doldeqiiino * principe Daraasci fugati sunt
i& turpiter et occisi, preterea multi in eaptivitatem ducti. Post
hec dominus Alapie invasit Antiachenos, cui occurrit Boa-
muödus princep8 adolescens, qui castra ponens in locum, qui
dicitnr Pratum pallioruni, irruentibus subito in eum Alapinis
destittitus est a suis et ab hostibus confossns occubuit Cuias
«> relicta filia regis Jerusalem, mulier iiequam, libidine domi-
irnndi filiam unicam^ quam ex Boamundo susceperat, exhere-
ditare studuit; etiam proprium patrera venientem ob banc
cauBam non admisit. Sed rex per quosdam fidelea intromisscm
l m nrbem nialiciam filie compreasit et uepti *, cui principatus
^^Biirc debebatur, prudenter amsuluit. Deinde reversua Jeroso
r
^ 1 etiam D. ÄnthiochiaiD D in uxorem D. 3 vere sequenti D.
opidum D. obaedit] quod¥iol enter obttnuit, addit D. 6 qui ünte D.
8 principe« corr. e princepa H. magna] omni D. 10 ymbrium DM.
et ven.] ac D. 11 de om. H. ultionem Bumerent D, quam U*
13 querendo H. 14 Dodelquino D. Damasci corr, e Dammaeci D^
15 deducti D. IG Allapie D. Anthiochenos D, Antiochenoa corr ex
Amtioehenig H, ßuauiuQdua Lh 17 adolenBcens princepe D. 18 ir.
ruentibuB corr, er irruents H. OalupiDUB D, Alappini» H. 20 Jlieru«
aalem D, nequam mulier l>. libidini D. 21 Buamtindo 0« ex-
bcredare H, 22 x>atrem proprium D. 2ü rex superBcr, H. dam
saperacr H. intromisaas IX 24 Erurbem H,
* Alice, " Kafartab. " Tielmehr najch, deaaen tode «ein 8ohn
Tbik^lHcb-el-Molek Butii, vgl Wilkeu a. a. o. 2, b, 566. * Constatitia,
1127 -so
w. T. ta, 1B|
1130
W.T. jl. 1
W. T. 13, f a i
diein clausii extremuni vicesioia prima die mensb Au-
gusii aimo mille^imo centesimo trice^'^imo priino.
w. T, li, I J55. Successor autem regia defuncti Fulco, gener ijmim
i w. T. 14. »ex primogenita filia sua, Post iieratos coDatüs principiÄse An-
^^ 6 tiocheoe, ut ad secunda Diatrimonia convolans principatum oh-
^m tineret, |cuin| multos, etiam potentes, tomipisset, nee tamen
HTt^u,«-! nialicie sue fnictum reportaret, rex exercituiii duxit plüri*
^— ^ miim contra Turcos, qui ad nocnmentmn nostrum Eufraten
^H transierani et^ cum .securi ¥acarent in castria circa finem Ala*
^M 10 pie, ferociter in eoa irriiit, ipsos confecit et suos in diTisione
^"^ spoliarimi hilares rtlecit, ribi etiam perfidorum tria milia cee*
w. TvVi, » fuisse perhibentur. Post haue victoriani Raiiuando * de Allglia
latenter evocato filia priiicipia Antiocheni, iiiTenis Boamundi,
uxor tradittir excltisu niatre et delnaa, ijuia nuptias eiusdem
Iß promissionibijs falsis affectabat.
w t! u. I« 3^* Isdem temporibus ChriRtiuiii contra crebros exeuriui
^^ Ascalonitarnm, quos nutriebat rex Egjpti, constraxemnt ca*
^B struni Bersabee *, urbeiu videlir^t veterein et dirutam. Hie
^P locu» tempore üliorum Israel Terre promissionis ab auätro
r ao fuit tenninuB, sicut ab alia parte Dan aive Paneas, qae Ce-
I iiu« s.to garea Philippi noncupatur^ unde legitur: Coynoverunt omnts
I ü Ihn usqnr Bersahee^ quod fideUs Samuel prophrUt esssH
Domini Htc fuit puteus Abrahe, qui puteus septimtm dtctos
' w,T. M, u est. Post hec Pontius comes Tripolitanus captus est a prin-
.Ttu, Mcipe Daniiisci Bezeuge nomine. In terea Johannes Constantiuo-
poiitaiiUH Imperator Alexii filius cum exercitu maximo Elle*
spontum stve Bracbium sancti Georgii transiirit et poat ifciiiera
4 stid oto, D. poatdteraa D. 5 Anthiochie D. d in ad flu«
perscr. H. 6 ne H. 8 Thürcoa DH. 9 transierant L». 12 te-
feruntur D. 13 filia Buamundi D. Atbiocheni D. inveoU Boamtmdi
om. D, uxor iuTeniä BoaiDundi R, 14 et] ae D. eiusdeni iurenta D,
15 fakis promisaiotiibui» D. 16 bisdcm D. 1? A schal onitarum D.
Kgipti DH. 19 terre om D. 20 que de D. 21 cognovenmt om-
net a Dan usque Bei-atibee etc. D. 22 u, B, f S. p. e. D. H. 2^ Ha-
brae H. tepi] vivus D, tvus H. 2:^ Fontinus D. 25 Bexeageoe D.
nomine om. B. 26 Alexi R magno D. 27 sire aive D. Oeoril H.
' Raimund 8<jhn des grafen Wilhelm von Poitou. ' Die borg,
welche für das ulte Beerseba gehalten wurde, erhielt den nanten Qibelim-
<
I
I
longH Tarsum, prime Cilicie nietroiJüIinj, silji vendicHvit «icque
univeraam Ciliciam ab Aiitiocheno principe per annos qy ad ra-
gin ta quiete posseB^am violenter occupavit. Deinde progrediena
ciim exercitus aui miiltiiudine rivitatem obsedit Antiacbenam.
6 hl. Ab alia parte 8anguinus ' Christiaiiisrai perseciitor i
immanissiniiis Montetii Perratiim ' dupra civitatem liaphaneam
situm obsidione cioxit. Ad tanium pericultim rei invitatua
flicut impiger et socionioi consolator cum ouinibiis, quos ad-
ducere potuit, advenit. Quod intelligens SangninuÄ stationem
10 snam solvit et in angustis fancibua cimi rege pugnavit Rex
autem victus magis locorum difficultate quam bostium probitate
86 recepit in prestdiiim milla tarnen inferens vietualia, qne ca-
ätrensibttö erant rara. In eodem prelio multi de nostris cecide- ]
runt et preter alioa capü sunt viri nominati, Eaimiindus conies
11 Trii>olitanti8 et alii phires eqnestris ordinia. At rex in angustia '
conatitutuB misit ad patriarcham Jerosolimitanitm ooncios, ad'
Aniiochenum et Edeßsenom coraites^ ut velociter ipsi snccur-
rant et suis. Antiocheni salutem regia suo periculo antepo-
Qentea, licet imperator Constaiitinopolitanus in foribus eos ar-
30 geret, cum pairiarcha et aliis cupiis accelerant. Quod regem ^
latuit^ Sangiiiiio manifestatum fuit^ nnde verbis pacificis reifem
et 8U0S in summa necensitate crmstitntoB ad talem cnnditiouem
induxit, ut presidium ipsi traderent, eos vero liberos abire per-
mitteret, Tripolitanum etiani comitem et quoa in proximo
»6 prelio ceperat libertati pristine restitoeret, Hec pacta servata
sunt utrobiqiie, quia tam vieinnm liberutionis aiixilium rex
«
1 Tbarsum DH, Scilicie D, 2 Sciliciam D. Anthiocbeno D.
anno D, tmoa quadraginta alio atramento postea addit H. 3 quie-
tam H, occupavit auper deleto ohtinuit H. 4 Anthiocliiam D, An-
tiocenam alio atramento postea addit et o Buperscr. U. 5 Sanginua D.
Cbristiani^dimi D, perseqntor H. 8 anorum D. 0 Simgmus DH.
12 recepit corr, e recipit H. preaidio DH. nuL] in illara D, 1 3 bello D.
H multi capti «unt D. 15 equestTeä D. 16 JberoBolimitanum D.
17 Anthiocbeimm D. Edessanuni 0, 18 Anthiocheni D. »ui D,
preponentea D. 21 Sangino D. manifestum D* 22 neoeesita^
iem H. 23 traderent tpsi D.
1137
' Emadeddi Zenki, ' oder Barin bei Raphania. ' Richtiger;
ad AntiocbeDOm principem et EtleüaeDum comitem.
112
IUI -9
W- T- 14* :««*
Lt. 16» i
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b T. 1», 1
W,T. l6t3-4
1139
W, T, 18, 1
penitiis ignorabat. Statin» princepa AntiocheDus, ciitns res
artf> positft fuernnt, reversus invenit eivitatem su&m vexari per
imperatoris aßsultus. Porro viri pntdentes animadTerterutii, ni-
mis periciilosuai csae bellum inter Christianos gen et qood
res in eum casum venire posset, nt malum inde perveuiret in-
corrigibile, paceru reformaveniot int«r discordanies ita, quod
prmceps fidelitatem iuraret imperatori et eivitatem »b eo te-
neret portasque aperiret imperatori venienti sive irato sive
pacatü. liiis ita compositis Imperator hieniabat in Cilicia circa
TarsuiD in regione maritinm.
38. Veris aiitein redeunte tempore civitiitem quandam
Cesaram ^ obsedit, ad cuins castra Antiochenufl et Edesaenuä
comiies accesserunt, nbi princeps scacis et alii» vaniiaübaa
tnagis quam negociis belHcis intendebat, ideoqne gratiam im-
peratoris demernit in tantum, ut^ cuna civitaüi per morain capi
potuisset^ Imperator capto subiirbio et multo sanguine fufio
cives ad aniicabiles compositiones admitteret, ne civitas ad do-
minium principis perveniret» et sie accepta pecnnia Antim^hiiUD
profectus e.st et, iit decuit imperialem magnificentiam, a pa-
triarcha et clero et popiilo procegLsionaliter receptus eivitatem
introiit. Sed cum vellet in arce civitatis presidiiim ponere^
pfipulares Antiocheui crimen proditiotiis iniposuenint Edesseno
comiti; mc orta seditione qnibusdaiii etiam de fatnilia impe-j
ratoris truncatis imperaiar oratione preuiissa sedavit tnmultui;
et ante eivitatem castra sua collocaus post excusationes
prudentiürea Antiochenns factas red iit ad propria.
39, Post hec Sanguiiius de varüs bellorum sitccesaiboa |
elatiis cum multitudine gravi bellatorum usnrpari sibi regBi:
Daniascenuui disposiiit, Ainardus autem Damasci procurator
inferior viribus a rege Jerusalem ac principibns regni petena
1 ba ie ignorabat euperscr H. Äntbiocbenuß l>. i\ porro] tameti D.
•1 periculosUDi nimie D. geri in rasurü H. 5 veu.] inveiiire H. 9 bj«- ^
iimbat D. Scilicia D. lOTharauaiH. 12 Anthiochenus D. ISacha*
cia D. 17 doiti intim D. 18 veniret D, Anthiochiam D, 20 cum
clero D. 2 i introivit D, 22 Aitthiocheni D. 25 ante in rasara E
coilocQiis caatra $ua D. 26 Atitbiochenis D, Antiocbenafl H* 27 Sangi-
nun ih 29 dieponit t>. i in AinarduB Buperscr. H. au suie tigno ab>
brev, H. SO Jherasalem D.
Am Orontes, arab. Bazaa. vgl. Wilken a a. o, s. 659.
anxilium feduB prtidenter cum eis miit et preter alias cautio-
nes filios nobiliuni ubaides dedit adicieüs interpositis coiiditio-
nibns, quod si Paneadensem nrbeni expugnare valerent suis
et ipHorum viribus, quam »diiii Doldequinua violeiiter obtinnit, w. t. 15, a
eadem civitas in iura Cbristianoruni rediret, Gauguin iis tali JJ; J; JJ* J
federe territus ab iofeatatione Damascenoruni recessit. Paneasw t. i*,t-i«
igitur obsidioDe cingitur Ainardo regem fidel iter adiuvanie.
iijuibas adinncti sunt princeps Antiochemis et coTnt's Tripoli-
tan US, et post varia civiiim torraeota prefato procura tore Da-
1« maAceuo median t^^, ijui pactorum legeni iuviolabiJiter serva-
fit, rex per deditionem cmtateui sui iuris recepit. Hec est
Cesarea Philippit qiie Paneas et alio nomine Beiinas et in
libro Josue * Lesern Üan miuciipatur.
40. Post quatuor fere annos a tempore reversionis suew.T. la, 1»
16 Johannes imperator ÜonstantinopoHtamis it^rum cum exercitu
.•HO versus Autiochiam proticiscitiir et in via positiis iusisteiis ^^-t. 1«, «
t^nationis vanitati, dtini sagittnm luxieataru in aprum minus
caute dirigere niteretur, in manu propria vulniis accepit a
s^metipso. Et dorn auisilium haberet a niedicis, ut ainputata
' citius manu virus totum in ea remaneret, ne corporis inte-
riora corrumperet, respondisse dicitur, iodi^um esse, ut Ro-
manum Imperium una mann regeretur. Kmmanuelem igitar ^v
iuniorem filinm, qni tiinc in ca^**tris erat, heredem regni de-
ciaravit, ne acephaliis rediret exercitim, et sie rebus suis com-
positis diem riausit extremum''.
4L Interea contra excursus Ascalonitarum nostri duasn%T. i5,m*s
adbuc muuitiones constnixerunt^ de qiiibus cum Hei-sabee pln-
rimum rompressi sunt hostes. Post hec rei et regina spa- w . t, in. tr
t cum eis prudeot^r D 3 a ante d auperscr. D. ipsia D, 4 Do-
delquinufl D, 5 iure H. 6 Damascenorom corr. e DummaAceno-
mm H. 7 Aynardo D. 8 Atitbiochemia D. 11 ditionem D, de-
ditionem corr. e ditionem IT, 13 Joaue] reguni H. Leaedtin DH
nuncupatirr Lesedan D, e in nuncupatur superscr, H, 16 auo oiil i>^
Aüthiochiam D. ante insigteos del et H. 17 miau» corr r mnib H,
18 dirigere BuperBcr. H. 19 t in et auperscr H ciiperet Ü. ut om. D,
omputatar P. 20 manu et D, jx^st manu superacr. quia H. 2 t ut
•ftperscn VK 22 Emanaelem D. 26 exercituM D. Attcolonitaraiu T>H.
adhac duu« D. 28 aut D.
I
« Vgl. Job, 19, 47.
Oiiwat
Kaiier Kalojchaunes «tirbt 1143 april 8.
8
i
uiä— » oiandi cansa de Ptnlomaide sunt eji^essi. Sed rex admisso
equo dum fugientem leporem insequeretur, equo cesptiänUt
coDtritiim est caput ipsiiiB aelU super eum cadent^« ita qucwl
eerebrum per nares et üs et atires flueus mortem iitducerei
& vuliierato, anno gratie raillesimo rentesiino quadragesimo »e-
wfV,' I«! I cundo, IIL Iduß Navembris V Vm euceessii in regno Baidui-
nus tertius etatis sue anno tertio decimo.
w. T*iö. 4 "^2- Circa regis hnins initia Sangninus Edesaain metro-
polini Medoruui obsedit, que alio nomine dirta ♦5«i (iage».
n Comes hu ins civitatis in alio loco morabatur« inier quem et
principeni Antiochenüni iniraicitie iam fuerant manifest«^. Unde
propter odium persone princeps necessitati Christiane subvenire
w. T. 1«, fr recnsabat. Sanguinus autem per cuniculoa et occultos oaeatus
snffosso muro et fulcris igne combustis civitatem violenter
u intrfnvit eamqoe cepit in ore gladii criiore fideliuni - — neti eUli
nee sexui parcens — tyrannice fuso. Hec civitan ab apo^tolo
Thadeo conversa fidem Jhesu (Jhristi tenuit usque ad hec tem-
pora. In eadem nrbe corpus beati apostoli Thome dicitur esse
repositum, corpus eiiam Abagari regis, de cuius epistola SaU
»0 vatori niissa et alia a SaWatore reraissa Eusebiiis CesartenfiiH
epiäcopus in Ecclesiaatica Historia * scribit.
w T^nt,« ^*^* Bald u in US udbuc etatia tenere audiens cufitruni. cui
nomen erat Vallis Moysi * , in Syria Sobald a Turcis occttpa-
tnm fuiflse, collectis copiis niititaribus in Arabiam proüciacitur
!«6 ibique armornm virtnte vexatis atlversariiis qaod amtserat re-
cuperai u
44. Interea Sanguinus ultione divina |)ercu8sus a cubi-fl
1146
1 Tholomaida D, Pbtolomaida H. *2 dum am I\ leporem fu-
gientem D. inseqtieretur velocius U. 3 capnd H. 4 et ob om. 0.
G BaldciwinuB D, 7 eue om. D. 8 Sanginu« Thurcomni potenti^-
Himu8 D, 11 Anthiocheniim D. 12 Christianorum 1*. 14 buK-
t'oBBo D. tulcris" om. 1>, crh m ra«. H. coaibusto f». 17 Jhe«ii om. D,
18 Thomc apuatoli IX Ift Äbiari R 21 describit D, 22 Balde-
winus D. etiilis tenere adhuc D. cni Vallis nomen erat Moyai D
23 Thurciti DH.
^ W. T, giebt hier den todestag Ftilco» mit Idus N^ovembris, aber
XVI, 8 in übtireinstimmun^ mit 0.: IV« IduB Novembriii. ^ Lib. 1
eap. 13 in der »insgabe von Külti, 15S1. ^ Südlieli votu Todten Mc4^ni
i
cnlMriis suis interfectns occiibuit. Qui dum retiquit filioK, tu«-?
c|Uomm unus apud Mtisulam \ reliquus, cui nomeri Noraditios,
Bjnid Alapian» doiDinabatur. Noii mnito t^rnfKX'i» |>08t qnidaiii ^v. V*i\ «
(
potenti«sin)us Turrorura »atrapa iiiit^ federe ciim rege aug-
» geHHit Chrifttiains, iit armata manu Bostnmi adirent, cuioR
ipse custos fuit, promittens, quod in manu regia traderet illud.
Est auleXD Bostnmi ^ prime Arabie metropolis, quod alio no-
mine Buthseretb dicitur. Hoc CHasiliuin Sarraceiios non latuit; w. t. w, «
et cum nostra gens iter ageret^ itilidelium aggressione^ susti- f i
10 imit pericutosisaimas. Tandem cum multo hibore perveniens wt. i«, m'
ad castrum iotellexit, quod uxur prefati Tiirci illud in maiius
Tarcorum tradiderat. ünde rex uiaiori periculo suos reducere
studoit. Nftm hostes nee diebiis nee noctibiia requiem dabant
Christianis, sagitta» et alia niiasilia inntar grandinis in ens
i& iaculantes. Kfistri vera mortuos suos et sancäatos lumentis w. t. i«. ti|
imposaerunt^ ne dampna gravissima per strafa radavera , si
relieta iaeerent in viis, manifeste cognoscereiit hostes. Regio,
per quam transierunt Christiani , vepribas et frutectis et ear-
duis plena fuit , que eucct^ndentes inimici sitim laborantibiis
»• aoxerant et iiiAtar nebularum fiimiis t^xit gradientes, Nigralo
preierea fuliginis facies eorum fnscavit. In hac angiistia sup-
plieabant archiepiscopo Nazareiio'', qui Hgntim dominicum
baiulabat, ut pro eis oraret Deum. übi virtus orationis tarn
\ efidens miracitlura induxit, qood vis ventornm omnem illam
bi notestiam converteret in hostes. Stupent perfidi novitate mira-
cwli et singularem repntant nhristianomm tiduin, que tantoni
po^et a Deo suo beneticium impetrare. In hoc periculo cum w r. i
nostri dncem vie non haberent, qnidani, quem igiioramiis, imde
2 Masaul am D. 3 Halapiam D, Alappiam H. 4 ThurcorQm DH.
racceflaii D. @ Busaeret I). 1i nogtri, i in ras., gens om. H. age-
reat H, tigeret iter D. 11 ad castra »uper&cr. H. Thurci DH.
12 Tharcoruiii B| om. D, 1ü nee noctibas nee diebus \K 14 biia
aimilia Ü. 15 noBtri corr. e nnstri H, nostroa D. soos oni, D. 17 in
viiö om. D, 18 fruttecti» D. cardinig D. 19 anccedentea D, 21 fu-
ügo D» fulHgiais H 23 ipsia D. 25 converterit D. 27 poaait D,
28 vie om. l>.
^ Moaul. Die töboe Zenkis hidBsen Seifeddin und Nurredin. * Boira
oder Bostra. ' Robert.
8^
k
vent'nt ant quo poni rhicatiinj devenerit, a^^rainn ßdelium pre-
cassit perducena ad l(M?iiin, in quo copiain aquaruni inveoerunt
w.i. ie»N 45. HiiH malij^ acceait cladei Edessenoriii» , qui reman- ^
serant sub iago i^erfidoruni ^ postquam expugnati fnemni afl
B Sanguino. Cum enim com item Edessennm revocasssent in ci-
w.T.jo.ia-iövitatem, Noradinus congregata multitiidine fere omiiea extinxit.
w.T. m. TN comes tarnen fu^tivua eyasU. Has et alias mifuerias ChristiR* ■
nitas perpeasa prope per onane»* parte« Orientalen ah apostolic4i ~
sede postulavit auxilinm.
46. Sammus pontifex Ktigeuiiia compassns, at debiiit«
Onentaliiira fletibns predieat^res emisit» inter quoa heatns Bern- i
hardus tvlarevaüensis abbas extitit precipuus. Eo tempore i
.^i^iiacula crncis^ accepertint Conrad us Komuiiorutn ünperator
w. T, id, i«et Lothewiciis rex Francoriini , qui separatio] gradientes per]
ift Austriam ^ üngariam, tiuli^ariam et Greciaiu ' post tranaitüüi
EllijfHponti phirima pericula pussi suot et daiiipna, (Jonrad uj(
iniperator tendens Yconium in Bolitudinetn vastam devenit, ubil
congregata innomerahili miiltitodine Tnrcornm, cum etiani
w.T. 4ü, »i virtnaliiim paterentiir inopiam , de septuagiiita milibus lorica-
•-*« torum eqiiitum Bt numerasa ninlfcitudine pedituin vix decima
pars evasit aliis fanie, aliis gladio pereuntihus^ alüs in Tinculaj
coDiectifi, anno roillesimo centeRinio qnadragesimo sexto * fnense|
\v!T?te!'w Novembri. Imperator reversrus Conatantinopolim tandein iiavi
w, T, i«, t9 gando pervenit Jerosolimani, wbi magnitice receptns gloriosar
25 vinitavit sepnkhrum. Rex Fraocornra ^ubseciitus ituperatoreml
\v.T. 10. » sitniliter phiriraa dampna perpessus per hostium aggreasioueai
wl ?;!«!»*'* fajnem navigio pervenit Antiochiani. Indicitur autem com
solempniB apnd Ptolomaidem a regibns et aliia baronibiis cele*^
3 Ef^esBatioryni DH. 5 Sangino 0. Edeeaanum D, Edasunum H.
_ 6 NaradinuB D. 8 pcrpeaea in marg. H 11 post fletibas delel
Orientalen H. 12 Hn 11 superscr. H 13 imperator Eomanoriim D^
14 Ludowicu» D. 15 Hungariaui U. iTretiam D. 10 pericula om. t)J
et om. D. IS ti in multitudine superdcr. H Thureorum D. 19 mtJ
libas corr. e militibuB H. 21 peremptis D. 24 Jheroaolimam D|
25 sepulcrum D. aubaeqautus H, sabäeputusest D. 27 Anthiocbiani \\
et addit D: deitide ad ciTitutem eanctam loca religioaa visiiaturus.
I
I
117
br^nda. Hiiir tmctatiii prei*»r tres rpgi*K multi nnmiimti inter-
fuerunt viri; Theothiinis Portuensis episcopun apostolice sediB
legatus, Gwido saiicti Crisa^oni presbiter cardfinalis, aponto-
lice sedis legatus« Frethericiis dux Suevorum, adolescens post-
Ä raoduin imperator pcitentissimti», Theodericös comes Plandren-
Stö cum TDultis aliis.
47, Hü oiiines commiirii consilio namagciim adeaut per
Paneas et ojontem l^ibani aTiim milleaimo cfiTitemmo cjuadra-
gesimo sexio ^ Fortitndti Daiiiasci virgultiini eius servabat,
\if qiiod tarnen Christian! violeiiter irmiiipeiitea et otscupautes
aqua.s terrorem nimium et desperationem hostibus incn-sserimt.
Porro Dauiasc^ni iiichil itiiemptatiitn relinqaentes promisaa pe*
ciinia et solota. «lue tainen iüventa est reproba, quosdam de
filiis Belial, fjurtnim noniina Dens seit, comiperunt. He^e«
ifr autem persnast veneno proditionis a virguUo Damasci £ie tratis-
tnlemnt in partem civitatis alteram, ubi frustra laborantes
obsidione soluta inglorii redierunt; et sie imperator ac rex
Frftnconim iiichil in Terra promissionis gerentes memoria di-
j^iiini reversi .sunt ad propria,
10 48, Noradinus Interim cousidernns ("hristiatiurum paiici-
Utem principatuni Antiochi-'num * aggressus est in maltitydine
gravi. Princeps sicut vir impetuosus et inctuitus cum eo in
patentibus campis piignavit, nbi victus est et «jccisus, et cum
eo Rainald US comej^ de Mares^^ vir strennuus, cum multis aliis
SA occnbuit. Post hec Noradinu« Harench * owupavit. ipiam
II a q u e in h n d i e r im m d i e m r e c a p e r u r e nun v a 1 u i t
1 at in tractatui aapen»cr. H. regia D. inter eapertcr. H, viri inter-
fuerunt D, 2 Tbeorinua D. 3 Wjdu D 4 Fredericus D» 8 Ly-
batii D. 9 »eptimo D, aervabat oui. H. 10 que D. irrumppen-
ie» H. 13 que in raeura H. 15 \drg«lti D, 17 redierunt inglo-
rii D. 18 gerente« sujierscr, H, gerentei? in l'erra iiromisaionifl D.
20 Norandinus D, Coradimie H pamcitatem Christian r3ruiii D, 21 Ätio-
chenum D. 22 princep« autem D. ine ) in auperecr. H cum eo bei-
lum D. 23 pufe'navit auperacr. H, commigit D, 24 coraes om. D.
Demares D. strenuus OH. 25 Nonmdinas D.
lUT— fr
IUI}
\\\ T. 17 J
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w. r, IT, b
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W, 1', IT, 0
\\\ V. Jf, 10
» Vielmehr 1148.
Juni 29. * Man^pcl
tiocHa.
* Rainaond fürst von Antiochien stirbt 1149
im kgr. Araienien. * Harim östlich von An-
MAS
WT. 17, »i
W.T. IT. n
I
10
1163t
V.T. ir» 1«
tr&B
yr T. if. J»
W. T, 47, 90
Aot* 11
1117
W, T. 1», 11
C li r is fc i a ti i ta ». Edesi$eüui!( etiaiu cutiies * uoctiirtiutii tkr
agens et paiilulom divertens a s\m laptus est a latronibas el
Alapiam ductiis, ubi longo squalore carceria et catenaram pon-
dere pressus niiserabiliter exs}>iravit. Exiude ao^itn Ga^axn
pro parte reparaverunfc ipsauique militie Tempil sagaciter as*
signaverunt poösidendam. Ab illo autem tempore terrestrii
exercitus Egyptiorüm nosfcro« rarius infestare presumpsit
luterea Noradini putentia prevaUiit in tantinu, ut tres proviiicijü«,
que Antiocheno patriarclie subtecte fuerant, violenter occuparet,
qiias iisqiie in hodienuim diem Sarraceui detinent, Edesseoani
videlicet, Jerapolitaaam et Coriciensem **
49. Procedeiite tempore quidam nobiles Turcorum, cpii
Harioqnin ^ iiuiicupatitur, Jerusalem sibi bereditariu iure deberi
tlicebant jet] hortantü matre et ignaviam improperaate cum ar-
niata militia ad civitatem sanctam ascenderunt. Contra quos ia
luoiite Oliveti constitufros Jerosolimite sunt egreasi et
qnentes eos fiigitivos ii8que ad ?ada Jordanis et coDtein[»tis spoliis
(iccidisse dicuiitur ex eis qiiinque milia^ atino millesimo cente^imo
«jinnquagesiiuo secaudo. IX. Kai. Decetnbris.
50. De hac victuria popiihis fideliimi confortatns Aw<^-
lonem obsedit et per longaui moram defatigatus miiltu sanguiue
ab utraque pai'te fiiso tandem ci?e8 ad deditionem coegit anno
millesimo eentesimo qninqnagesimo quartu, XIL die mensis Au*^
gusti. Porro rex JeruBalem odio siie paupertatis contra fidem"
I
1 tiv euper^er, H« Edestjanua D, Edaäsanuä H. etiam om. D«^
2 diTert^nt'ea D. S Alappiam H. caihctiarura D. 5 pro part«!
om. D, ipaamqae ^ aasignavenint om. D. 7 Egiptionim DFLj
8 inde et D. Norandini D. iaterim D« 9 Anlhiocheno D. sabieoti D*J
occuparet corr. ex occnpavit H. 10 quoa D. Edessanam DH. 11 Cor*]
liciensem D. 12 ThtircoruDi D, 13 Arquin D. cognominabantof
qm D. JTierußalem D. deberi corr. e debere H. 14 ortante I>, 17 ooo-
teniUs D. 18 ab D. 21 Äschalonem 0. obäedit corr. ex abeedit R»f
fatigaitiB D. 22 coegit ad dedittouerii D, 25 quinquagesbno qui
in raaura H, quarto om. D. 24 Jher*iaalem D,
^ JoAcalin; er starb nacb neunjähriger gefaa genschaft * Koroi
in der grafaclt Edesäa ' W. T, Hiaroquin, .Vielleicht ist H&rioqii
£tt lesen, was der pluraliä des patronjinisehen adjeetiTi von Ortok ^
würde^ Wilken a. n. o. 3, abt. 2, s. 18 note 28. Der Ortokide hii
üutjsanieddin Timurtaach.
119
pnblicam et privatAtn reniens treugaiii vialavit, in qua Deiim
offendit et homines, i<1eoqae procedent^ tempore tnrpiter fu-
gaia» a Noradiiio pre^idiom in sola fn^a poiiens mnltos oobile»
et strennaos tunc amisit. Uainaldus etiatii eomes ^ Aotiochenus,
» qoi patFiarcham oielle linitiim muscarum punctionibus expnsuit,
in compensationem söi sceleris postmodom captivatiis est a Sar-
racenis et ignominiose ductiis Alapiara in horrore etiam
carceris inclusuf» penitendi äpatinm habuit
51. Sane ßaldainns rex diem clausit extreiiium anno mil-
\n lesiiDO centesimo äexagesiiiio secuudo, Cui successit Amalncu8
frater ipsius unictis, comea Joppetisis et AscatoTiitanes. Hie
eirca principium sui regni contra woldaeimi Egypti pu^navit ip-
stmiqtie devicit. Secundo etiaiu Egyptnui ingressus pro luagiia
parte voti sui compos effectiis erat. Noradiniis inte res tur-
16 pissitne fiigatus est, dum in terra Tripolitana deliciis vacarefc^.
Huius rictorie dncea fuerunt tTiselbertus de Lacis^, princeps
militie Tempil, et duo nominati viri, qui orationis causa Jero-
solimam ascenderant de Aquitania venientes, (laufridafi * et
Hugo de Linziaco ^ Hec antem leticia ( "linBtian<»rutii post- ,
I modum versa e*5t in luctiioi. Xam ciuu Noradinus ab ol)si-
dione caiasdam ca«tri metu nostre partis recessisset, qiii contra
eum profecti fuerant^ aolatis aciebus nimi'^ impefenose post i|j-
sum cucnrreriint; ipse vero prevalens Inctnosnni valde daoip-
nura nobia intnlit. Nain preter oecisns et spolia multa cmpti
sunt ea tempestate et Alapiam in captivitateni dncti viri iio-
uünati: Boamundu^ princepa Antiochenus, Rainaldiis^ comeü
1 qao D. B Norandlno D, Noradinus H, i strenuoä H* etiam
om. D, Anth lochen U0 D, 6 sceleria corr. e c«leria H. 7 H ala-
piam D, Alappiam H 8 concluaus D. 9 Baldwinos H. 10 AI-
narictts D| Almancua H. H Aschalonitanua D. 12 Egipti DB.
13 etiam am. D. Egiptmn DU, 16 victorie corr- © dictorie D. Laa-
ds D, 18 et Hugo superscr. H, 24 ociosoB D. 25 Halappiam H,
26 BuamunduB IX Anthiochenus I J. Renoldue D. TripolitaTiaBCOineB D,
* ViehDehr princeps. * B«im Kurde nachloas unweit Raphiinia.
* Niebt tempelmeiater» sondern procuratoi des ordeflshause« in Tripolia,
Wilken a. a. o. 3. abt. 2. «. 90, Röhricht im prograium des Hutubold-
Gymu. in Berlin 1886 s. 19. * comitis Engoliameneis frater (v. An*
gooletiie) nach W. T. ^ Linizy in Guieane. '^ Vielmehr Rainiuad,
wie auch W. T.
W.T. 18, 14
1154
W.T. II,
W,T. I», »8
IIAS
W.T, tS, H
W. T, 10. I
W, T, 10, &
\V. r. 19, T
SV, T. ti. «
«4.7 Tripolitanus, Cala-niniuiins ftiaiu Cilin*« prucuraU>r, i't Hugo
de Liiiziacu et alii mulii, anno millesimo t^nt^imo aeuge-
sitno quinto ^
r.T, li, in 52. In hnc tlesolatione militie Chrisiiune Noradinns Ce-
sareiini Philippi valluvit obsidione « que dedüa tuit ei anau
w.'j. itMi millesimo centesimo 86X&|](e8imo septimo*, Hii« ita gestis rei
w. T. iw.fl.nab Efcypta rediit victor Hnnuurn tributuui ex pacto [»ercipieiii*,
ISavar in regno Bafjylonis itinfirinatü et Siraciino '* pnnci|>e
militie Noradini viol enter eipiilso, Noradinns autem ymi an-
10 num captivitatis principis Antiocheni aceeptis obeidibtis lilü*-
rum in suum priniipattiin dimisit enm. Isdem tempi>ribaH
Siracunns qnandam mnnitionem fortisöiraani in Sidoniensi ter*
ritorio sitam, quam Caveam Tyri appellant, in «iiani poteska-
teni accepit corruptis ut dicitiir custodiUus. Eodem anno qoc-
l^ dam speluoca trans Jordanem in finibus Arabie militie Tempil
deputata i>roditorie ut fertur eidem Simcunu traditur.
w.T**»». i4 *^'^' Siracuniis it4?n]m colleciis Sarrarenorum copiis« per
w. r. I», ie äolitudinem in E^vptym proliciscitur. Est autem natiirH vi«*
ein^dem dewerti, ut violentia venti iion minus periculi per ter-
20 rani quam in mari itinerantiljn^ »oleat inferre. KleTataiii
^_ eiiiiu in quantitate naa^fna «terilem hareuam per maxirucNt cu-
^H mulos protcit earidejn viam impediens et hominum veatigia
^H deleua, itiuerantinm etiam oculos claudens et e<iHdeni obruens.
^"^ In hac tenipestate Siracunus pliirima dampna perpessoa pfo-
ceesit niehilominus.
54. Porro rex Jero»oliiDitaiui.s pacfconmi suorum non im-
memor cnm exercitü descendit in Egyj>lum per Peltisiuni civi-
w.T»i9» lÄ tatem famosam, que nunc Belbeis vocatur, et sie pervenit
•
1 Scilicie HD» c superacr, H, 5 obeedione D. 6 i4äptiiiio curr.
ex octavo H, octa?o D. 7 Egipto DH, in raaura H. 8 Htm^ DH
BabiloniB DH. 8iracuüo corr. e Saracuno H, Syritcuno D. lU fUi-
tiTitatis D^ Authiocheni D, obsidione D. 12 Rirftcunu» corr. m
Siracusanus H, Syraounu» D. Sydonensi D 15 quedam alia r|j©-
lufita D. lü eideiu oni D. SirHcuno corr. e Siracusano H, Syra-
cuno D. 17 Syracuniifl DH. 18 Egiptmu DH 20 elevatam corr
ex ilevutaai H, 21 traDquilUtate H. arenüni D 23 it^^nerAti-
tiuni H. 24 SyracunuB D, 27 Egiptuiu Dil.
^ « Wie fttich W. T, richtig U64. * Auch W. T., wahracheinlich
aber echon 1164. * Äa&d-edin-Scbirku*
a5
W.T. Ji, 14
121
irwm, que ciYÜag est caput reji^ni, magiiifi€i9 operibus Abco- ^,
rata, liabens iuxta se Babvloiiem, r|ue lingiia Arabica Mazer
ppellatur. Haue B a b y l o n e ni C a iii b y s e s d i c i t u r
onstriixisse. Cairiim vero modernb construxit tempori*
bi]0 Johar princeps militie Meeziciinalla, qui tunc in Afrira
'gnabat, postquftin tiominio sua siibiuj^^avit Epry|itiim. Alii
lerunt hanc ^.me Meniphim, qiiod ita reprobatur. Ultra Ni-
m enim quasi deceru miliaribiis apparet civiias ruinosa ve-
li^k» nobilitatis et eximie inagnitudinis ari^ümenta preferens,
nam etiam incole regionis Memphim veterem fuisse pro certo
ii«»everant Constructa e«t autem civitas Cairiim aiiiio ab
errore Mechemet trecentesimo quinquagesimo octavo.
^H 5r>. SiraciTTius niciit caniu.^ et astiitui^ Buvioni transiit ante y
^Kcüursum hoHtilinni legionuin. Quidaro auteui de suis com-
^Kirehenai simt a nustris antequam doiiiinutn suuxu sitbseqae-
^^rentiir, per quon miilta didicimuH de secretis udversarii^ pre-
9€rtim quod in solitudine, siciit prefati äiimus, niulta siiütiniiit
adversa. Forro Savar soldanuH iritelHgens adversariiim suuui ^
iara in terra Egypti potenter agenteui, regetii Jen)Holimitamiiii
LjMliodis qiiibiis potuit in terra Kgypii detinuii Unde inter
^^kgem et »oldannm paeta sunt renoYata, tributuni Htmiuirj) am-
^Biliatum. Ad relevandas autem cnraä expenRurum donat sta-
^Him re^^i aureorum duceiita milia, et. ut ürmiora 8int pacta,
j^Bjue inter regem et procuratorem Egypti fiierunt inita, nuntii
16 diriguntur ad caliphara.
5ü, Venientibns ergo nuntii« cum snidano t/ainun per ^
^^enebrosos nieatos, qnos Ettiiopum multitudo cum aruiis ub-
^Bervabat, ad niteriora sunt progressi. Deinde venenmt ad
^^P 1 Chairium D. cupud H. opibaä H. 2 Babilonem DH. Nii^a-
retb D, MasLel H» 3 vocatur D. BabiloDem DH. Cunibiseü DH,
4 Chftirum D, 5 MethezidiuaUii D. Affrica H. 6 doinino D. Egip*
tum DH. 7 qui D, Ö venaate D. 9 u»a^ ) nübilitati» H. 10 regio-
nU et D 11 aagervemnt D. Chairium D. 12 Mobomet D. l'l S^f-
racunuB D< post sicDt delet üic D. 15 a tiosiri» üiitem fl 17 quod
om. D, inulta corr e niilla H 18 Sanar DH. dotninam D. 19 iaiii
esM B, Egipti DH. ,Iberü»oliiiiitanuin D. 20 Eg \ owi. D, Egipti H.
21 no\d] calipbam H. et tributum D. ampl] addit D: ex^ohit boI-
anus. 22 donant D. *^3 ut et D, 24 Kg^ipti DH. 25 Vali-
um D. 26 Chairum D, 2ä flunt auperecr« H.
.T. 1^ lA
locH lucida HTibtis nobis igiKitis repleta, postiundtini ad alia
»monstris, quibus Ei»ro|m caret, referta. Demum perveniiint
ad pHlacium^ ubi calipha aureo »cdens süHo famittaribii» sti-
patus in niagnificentia secularis pompe, que aliornm regum
exe^dit gloriam, ise videndum oateiidit. Soldanu» ter prostra-
tue ad terram quasi supplex adorabat eum, et aadiens cansain
adventtis benigne reapondit et omnia pacta per absentes inita
porrtK^ta dextra preter niorem **olitinn nnda Rugoni Cesarieüs<i,
nuntio regia, tirmiter apprabavit nmnerihus» ut tantum prin-
vv. T. 19. jw eipem decuit^ largiier coUatis. Calipha interpretatnr •succes-
mr vel *here6\ eo quod locuni ieneat sni primi proph^.
Üicitnr etiam Mitilene \ quod interpretatur 'doiuinns noster'.
Idem calipha deliciin vacai et otio; negotiorum expere pro-
loratorem habet, qni iini versa adtniuistrat negotia tarnquam
alter Joseph ; hie [>otestatem gladii ab en tenens soldanus di-
w, T. 1*, »1 citiir. Prions noniinis liec ratio est, quod Mehemet, perverser
gentis iliiijs, proxiinuai snccessorem habuit qneodatii de r/i-
operatoribn» snis Bebecre nomine. Post quem in regno suo
succBSsit Homar, Halt autent qaintus ab eo plus strennuut«
ceteris in re militari precellens, ipsins Mehemet patruelin, suc-
cessor ipsiu8 dedignabatur appellari. Volebat enim niaior illo
propheta dici et ab hoiiiinibiiy haberi. Predicabat etiam pa-
blice, legen) per angelurii Gabrielem ad se, non ad Mehemet
transmiösam, sed errure deceptum Mehemet tradidisse divina
precepta, et huiusmodi exhortationibiis invenit populum, qui
sibi crederet. Unde soisma factum est ioter eos nsque in hti-
diernum diem, aliis asaerenfcibus, hiinc perversorem potiorem
füisae , aliis maiorem auctoritateui Mehemet coocedentibas.
1 locum lucidum IL 3 ealipbuH D. stipatus corr. e attpatifl H*
5 m corr, e si H. 6 suplex H. euni adoravit D. 10 caliphu« I>,
in rnarg. al man. nibr. atram,: digressio H. 12 Mitibileth I>. 13 ca^
Uphua 1), exspers H. 14 qui äiiperscr. H. amiuinistrat D. 15 h in
Joseph superBcr, H, Joaep D. 16 Pr,] ris in raaura H, 17 sacce»-
iorem proximuni l>. 18 Debetre D. Bebetre H. 19 ceteris «treu-
nuus D. 20 iure DH Meheraech LK 21 enim om. D. illo maior D.
22 et) enim D» ab — predicabat om. D. predicabat c!orr e predica-
bant H. 2^ exortationtbtifl D. 28 post auctoritatem delet aactori R.
' Mulene bei VV. 1\
123
Qui Mebeiiiet sequuntar, Suiini dicuutur, qai vero Bali, Sya n«?
iiominantur. Occiaus est predictns Bali et. optinuit pars ad-
versa principatum et füit penes seqüaces Mehemet motiarchia
in Oriente et alios cjoiitrarie opioitmis viros oppririiebaiit taui-
quam potestatetn liabeotes. De atirpe Huli descendii quidam
nomine Abdalls, (joi se vocavit Mehedi \ qu(*d interpretatur
^complanarm\ quasi uniTersa dirigeret ad quieteiiL Hie domi-
nabatur in Africa et erpugnavit Siciliam^ qui detet^itabatur
Mehemet et actus eins, Hali autem ataviiiii t^xtulit et se cali-
10 pham appellavit, Huius abnepos Ebiitherain cognooietito Hei-
inidinaila expugnavit Egyptum per Johar prrncipem militie
8ue, übi Caput regni cimstriixit civ^itatem (Jairum, qnod itUer-
pretatiir *vincens\ qiiasi doiiiini sui oiiinia vincentis futurum
es*^et douiicilium. Ab illo tempore usque ad calipham. cuius
i& iiieiitionem fecimus in pactis cum rege firmatifi, non defnit
raliphe eumlus de Baldach de pari contendens, etiani prefe*
rens se illi.
37. Riracumiü partem militie Bue ad depopiilandam insu* w.t.
)am Mehalecli rakit; quo rex intelleLk* filiujii soldani Themet
20 cum Miluoe de Flanci eo transmisit, ubi ririlifcer pugtiatum
est; sed victi sunt Turd, et qui gladios evadere potnernnt,
in flumine sunt snbmersi, Hanc inaulara uberrimam facit di- w.t. ig. t» 1
¥1810 Nili, qui quasi qiiütuor ostiis mari coniungitur ; prima
pars« que nos^tram Sjriani respicit^ ititer autiquissimas duas
a* urbes Tafuim * et Pharamiam^ uiare iugreditur, aecouda apud
l hemei in ras. D. Sutumi DE. 2 predictus oro. D. 3 Me-
betneth D. 5 potestate« D, HallJ li Bup^rscr, H 7 complanas D,
doimnabatur H. 8 Affrica DH. Sciciliam D. 9 hemet inrae, H.
^Mtanani H. ee om. H. caliphum B. 10 Hebuchemin D. 11 vi
^Wperscr. H. Egiptum HU Pericliar D. 12 ciipud H. Chaire corr.
e Chaere H. Chaere D, 14 «aliphum D. de qao D, U> ealipbo \).
de Bnliich emuluä D. contendens et D. se preferena D. 18 Syra-
dmus D, 19 Mühelet D, Mehelech H. BUum intellecto D. Boldani
corr, e soldanus H. Ch.] ch auperacr. H 20 Merlone D. eo] cotitra
eo« P* ante transmisit de!, misiö D. 21 sed om. D. Thurci D, qui
superscr, H. 22 facit addit in tu arg H, tÜvisi Nili facit D. 23 bo»
sliiA DU. coniungitur corr. e concingitur H. 24 respicit om, H.
intef aqaafi antiquidsimttö H. 25 Tafntin corr. videt e Taftim H.
• Almabadi. * TheneasiiB oder Tbennisus, * unweit des alten
Fdiueium.
u« Damiatum iirbt^ni antiqimm et nohilem, fcertia npud 8t-uri»»neiii \
w. r, 10, t4 qiiavtrt apücl Resith '. Omni:^ tractiis Egyptiftctis. 'qui Ethio-
f>yiii regioni continuari dicitiir, inier duas ^olitudiDes iacet hä-
ren onas |ieq)etua steriÜtate dftiupnata^f, Terrn vero iDtenacenä
^ et huumois ciiltibus aptä certiB temporibus ex hnbundantibtta
aquis Nili ubertate repletitr iDaxima. A Cairo inferind versiis
raaro planiora invt^niens loca excarsiis Nilus irrigans habet
iiberos. Alpxaiidria, qiie rejjfni civitas ultima, arentem cou-
tingit Libyani. A Cairo siirÄinn ultima civit»^is Egypti oc-
^^ ciirrit ChiTs, Ethiopie contigua, ubi harenosorum collium pa-
fcitiir anguötias. He<' pars irrigiii beneficiiim noii sentit, que
liu^na eoriim Seth appellutur. Terra pa^cualin *. ijue datti fuit
Jacob et tiliin suis, Syriaiii re^5picit. Regiu Elgypti treoenUs
»exagil» ta sex tani urbas rjimni suburbana Knibtis 9itts dicitur
»* Ciiercere.
w.T. 10, w 58. Gonimissum est prelium inter regem et Egyptias ab
Ulla parte et Siracmnim (uira Tiircia ab altera in locis ioe-
qualibus et harenosia in e<infinio terre ctilte et terre äierilis,
cui nötnen Heben*, ul>i pertinaciter pugnatnni est iisque ail
2u yettperam ita, ut neutri parti plena possit ascribi Tictoria.
Vioit rex et in fugara coovertit parteni illatu, io qua dux ho-
stinm certabat, Victns est rex ab alra parte, ubi Hugo CV
sariensts cum Saladino, conaanguioeo Siracuni, dimicabat Nox
tandeni pretium direniit. De parte Siracuni decrevisse dirun-
3ft tur mille qningenti, regis centiim capti vel occisi sunt. Tanta
vero niultitndo fuerat de parte Siracuni, iit de duodecim luili-
♦
1 Damiteam D. Stranonem D> 2 omni«! qaüitiiB D. EgipÜa-
cua R, Egiptitv^ocag, et antea det. apud D. 5 uberantibus D. 6 um-
xima Otti. I) Chairo D, Cayro H. 7 Nilus excuraas D, irrogaof D.
8 rivita« est D; contigit D. 9 Lybiam DH. Chairo D. E^^pti DEL
10 enoäoruin id ru£ura H, pharensorum D. 13 Egipti DH. 14 vex]
duii*i D. 15 tohercere H. 16 Egiptioa DH. !7 et) qaod D» Sy-
racuHiinujn U, Tluircifi DIT in swper deleto que H. eqüabiübot 0
18 iu| ei D, coiifitjio com c comünio H 19 expugmitum D. 20 past
ascribi deL poitöit H, 23 et2(i 8yracuiii D. 24 Suraetmi D, 2& nunt
om. D.
i
* Oatium SebeDnyttisuii) der alten. ' Hosette. * Ocflsen oder '
Ooseu, ?|;U Gen, 45, 10. * Vielmehr Beben, wie W. T,. Babein w
weit des alten HerinapaliB.
^Bu8 tiD^rem milin loricis tecU retVrHütiir et gwlei^, reliqua tria nfii-s
inter sagittarios coinpiiiabHiitur. AmbuDi decem aut imdecim
niilia dicitiir etiam habiiißse, qni pro more H\m laiiceis ute-
baniur Regia autem militia ad trfcent*»^ Heptimp^inU qua-
* tuor entimabatur preter tiircopulo8 et Kgyptio« molles et etiV
minaios, qui potius impedioiento fu«-rnnt bellat^jribiis quam
auxUio. Rex Cairimi reveraiis est receptis paulatim suis, qoi
per fügam vel sequelam de cr>nflietus tempestate fuerunt etapsi
Sirucuno dvitas Alexandria traclitur, in qua presidium posuitw.r.
10 SaladHium cum artimtis iniUe Irelinquens] : ip^e foris vagaba«
iur ad deditinnem quas poterat invitans. At rex Alexaudriam w.t. i«, «.
cum Saladino impiger obsedit intercipiens alimeuta, que de
»uperioribus pailibus Egypti deduci solebant ad civitatem.
Pomeria destruxit in circuitu, castnim Hgneuiu et altiim erexit,
ift ioroientis machinarum et alii« importur^itatibus cives uiolesta-
Vit nee eis requiem dedit. lutetligens Saladinus consilium
tnvium de civitate restltuendu soldaiio Siracuno hoc signiti-
cavit secretiiu». Qui cousiderana suosadversos cmus Bugonemw.T.jg^w-ü
Cesariensem, quem teiiebat captivum, mediatorem pacis desti-
*o navit. Rex et aoldauus conditionea acceptuverunt ; regi trium-
fdiatori civitan aperiiur, vexilluni ipsius in arce ponitun Si-
racunas per solitudiöem revertitnr, Rex cuui suis tempore
»ibi placito ?ictor ad siia remeavit.
59. Nulla pütentia longa e.st et plerunique
**Iabor iongevi temporis tatuo vel doloso subver-
titur vel concntittir consilio. Rex eiiim avaritie aue
consnlens et contra pactum veniens, qtaid caliplie spopouderat
in Egypto et «oldauo, i*eUisinam civitatem nichil tale tiraen-
tein crudeliter inva^itit et sanguine civium eam asperait. Htiius
11^8
W. T. 10, S - «
m
^ eX \K 4 autem am. D ad paucitatem treceutorum D. 5 esti-
Abantur D. tuicupiiloa H Kgiptios DH 6 qnnin in marg. H.
7 Cbainiiti Ü. S tetupeatate in marg. H. 9 Sjracuno D. Alexan-
drie H. 10 vag.] ba auperscr. IL 12 »oldano D 13 Egipti DH,
15 ta in iiuportunitatibua äuper»cr. H. IT uoldatio corr. e Saladino H.
Syracuno D. 18 adv,] o in nisora D. 19 captivtim tenebat D-
21 Syracunus D, 25 fwtuo corr, e fame H. 26 vel in marg* H, vel
concatitar om, D. avaritie onim D. 27 que H. califo D. apoapon-
derat D, 28 Egipto r*H\ PeluaiDüm civitatem um D. 29 sanguine
corr. e danguime H.
126
lRll-11
W, T. 10, 0
vv. T. sn, 1«
24)
W. T. »0, 10
W.T. 10, II
pmvi consilii dicitiir auctt*r fnisse Gerhertus maj^st**r Ho3|»i-
talis sancti JahaniiiH, militia vero Tempil huiusmoHi actibw
cooperari recusMvit. Savar repentino ruuiore facti regia oon-
»ternatns in haue «leliberaüoins partem declinavit, \\t regem
muneribuR placaret et interitu potentes de sua superstitione
lateuter in anxilium advociiret Nuntios igitur destinavit ad
Noradinum^ qfii ^andens de discordia confederatortiin Siracu-
nnm cnni auxiliatornm copia misit in Kgjriituni. Rex rert»
lento ^mdn Cairnm pervonit, cuiu» impetuni 8avar siispw-
tuin Habens conatituit p«cuniam, quam non de facili totnm
regniim cito persolvere poaset, videlicet vicesies centena milin
bisantiorinn, eentnm niilia dart faciens in continenti. Interea
ceriiiirutus est rex, Siracunum adventare com Turcis, unde »
retraxit a Cairo per miliare castra locans iuxta hortum Bai-
sami * ; et €nni vana spe aoliitinnis pecnnie residue per oct^»
di^s traheretnr a soldano, pavens pericnhim quod imminebat
per l'elusiuiii reverans est ad propria. ^iraeuQus vero roagni-
fice recpptus est a soldano, nee tarnen ferocitateni {^ect^ris U-
lins emoUire poterat; Savar nichil tale timentem imiiroTidom
sterni atatuit et eapite fcrnncari inssit. Deinde calipfae cod-
soetarn reverentiam t^xbibf^ns gladii potestatem aecepii ab en-
dem. Sed post annnni loortuns est. Cni snccessit Saladinu».
niiles st renn uns et ultra niodum liberalis. Calipha duos filios
Savar perimi iussit. Saladinus superiorera in Egypto non
Biiatinens calipliam cum omni generntione sua peremisse dici-
tiir, nini iorsitan aliqui neci Hubduiti fuiwseut latenter. Tbe-
1 Herbertus D, 3 Sanar DH. ante raniore del. timore D.
5 et om. D. 7 Nortindinum D. Sjraciuium D. 8 Egiptam DH,
9 Chairum D. Sanar DB. habena atitpectum D. 10 constitnit ei D.
U 1 in milia super^cr. H. 12 biaantenorum D. IS ante cerÜfi-
catas det faciens D* est om. D. Syracunnm D. TburcU 0,
H Chairo D. 16 (juod imuMnebat perieulum D. 17 Sjracuiius I».
IS est om. D. tarnen om. D. illiufl pectom D. 19 äaaar DH.
20 caliphe corr. e caliph^ H, calipho D. 23 Btrenuufl H. calipba
om. D, 24 Sanar OH. Egipto DH. 25 caliphum D. pe
corr e perimiHse U^ perituiaat: D. 26 fui&sent subducti D.
* Almatariyeh.
127
snoros repertos largitep inter milites dialribuii in tan tum. ni
in Opalen tisainio re^no ere gravaretur alieno,
60. Anno milIe.simo centesimo septuagesiüiio ' Manuel
Cotiütantinopolitauiia iniperator ml i^ccnpaoftuiu regtiuiii Egypti
mmt classem magnam, centtim quinquaginta galeas cum aliis
navibus equoa defereiitibuH, habentibiis etiam ponteni ad in-
greiisuin ei e^e.ssum, iiisuper dromones decem aut diiodecim
cum victualibuä aliisque ne€es8ariis, quibus« i*refecit viruiu in-
tlustriuiii et hyiusmodi negotiis exercitatum Mageldneam. Greci
i« it^itur, cum rege Jerosoliiuorum apml Ascalonem congregati,
mense Uctobri profecti sunt in Egjptum, ingri*dierites Nilnm
inter civitateni [TafniniJ et Pharaniiam metropolitanani
Taneos. Pharamia est nrbs antiquis^ima, niinc deßerta, qoe
raro incolitur habitator*^ Exinde Dainiat^irn [»ervenertmt prope
i& civitateni castra locanteä inter fluviuni et laciini vi, Kai. No-
^B|embri8. Turrim flumiiHH occupare mm valuenmt, inter quam
^^t civitateoi catena proteodebatur fortissinia, que clasai nega-
bat asceiisuiü. Composita sunt instruiuenta bellica, meatua
subterranei per äufibssionem protenst ; sed ianta multitudo li^ar-
ti racenurum .supervenit, quod frustratus est ChriHtiaiiöTura co-
uatud. Fameä etiam Orecos preuiebat nee Latinis tanta cibo-
roui erat copia, ut didtributtone facta sufficerent utriaque.
Palmanini caseos ^ rodebant pro aliinentis eis utentes. Innuper
L imbriuni taiitus superveuit fluxus, iit tentoria iiatare videren-
HlAor. Sex etiam galee Grecoruiu per naviculaiu ignem defe-
' rentera, cum inter navea hereret, conibusite sunt; ut soUici-
do regia ab aliiw propiiLsabat incendiunL Hiis oninibn« ne-
W.f»1
W. T. 10, IS
«»ct. H?
w
1 Interim D. 2 inopuilentisBrnio H. here D. 4 Egiijti DIL
5 qaiDq ] ix poat 1 postea addit H. t) deferentea D, jiontes D.
7 n in dromoneß aaperacr H, li Magelduncam D. 10 Jberoaoiimi-
toriuii D. Asclmlonam D, Ascalonam H, 11 Kgiptum DU. 12 metrop.]
i superaer. H, 13 Thaneos DH. 15 lacimi et fluvium D. vii. D.
17 ciitbena D. 21 copia erat cibarioiiim t). 22 satLsfectjrxiot D.
20 insüper om. D. 24 yuibriuDi tranBitye supervenii et taDtus fliixus D.
videbantüf D. 25 galee conr. e galeas H. navicula mira 0, n in
,em inperscr. H, 26 Bolicitudo D. 27 propaUane D.
^ Vielmehr noch 1169. ' Die stelle Ist unklar; naoh der am-
rlicheren darstellung Lei W. T. könnte man Tielleicht 'caaiaa* leien,
\msi voa palinbäumen.
128
cepsitatibns CMinciirrentibus per quasdani occnltas cM>ndition«B
"tt pax com|ionitiir. Noatri vero sicüt per terras et mare v<!üe-
rani, sie eodem iramite revertuntnr iu Syriaiu. Kim nuYi^u*
revertehantur , pxperti ienipestat^^ni validi&^imain pauci» ex*
r, ceptis coiifracti» navibus naufragiom paaai sunt cum dampn»
pliirimis,
w.Tiyi, tM f'^ Post hos casus iidversos accessit ira desuper commci'
v**n8 et concutierisS pf*r t4^rre motus terribiles, quales aiit^ vm
uon sunt, partes Phenicis et Celessyrie in Tyro et Tripoli.
10 Nee defnit Sarraceiiiw Ijec t-eiDpastaa in partibns Alapie. Pa-
leatine tuiir pepenit Dotiiimis per patientiatu et longaniQU-
taiem ad peniientiam eaui iiivitans.
w, T-««i. 10 U2. Post hec Saladinus congregatis ut dicitur quadraginta
milibus equitum Ihirum obsedit. E^t au tem Darum ^ in Yda-
n raea sitiuu. Asserunt autem :mtiqui , a Hrecis hunc loctim
bquondani fuiBse possessytn, unde Dai'nm dicunt iQter|ireiatTim
domus Greconnn, Saladinu.«; snburbinm potenter expugnairii
et iuolto sanguine fusf» presidium, in qno se super^titea rece-
w. T< »» w> perunt, acerrinie vexavit. Ideoqiie rex uecessitatis oompaMiooe
ao com pn laus cum deren tis qninquagiuta eqiiitibus et peditum
dnnbus niilibna conrpressis admodum cnneis inter confertiÄii-
inos hofites trntisieiis ca&tra locairit ant.e Darum et «Saladinunj
w.T. 10, «i recedere coegit. Qni protWtus est Gaza m. lüuc quoque rege
isequente Saladinns post plurima danipn». que no^tris intulit«
?f. regressns est in Kgyptum. — Per idem tempus martirio oo-
ronatus fiiit gliirioaus« pontifex Tboiuas * ('antuariensi^ arehi-
episcopue,
w**, 10, w 6:^. In provincia Tyrensi circa diocesim Autaradeaseni
qnidam poputiis mauet habeuB castella decem cum suis aiub-
1 cocurrentibuB H. 7 adveraos corr. ex adver'ius H, Adversut D.
9 Scelesgyrie, c attperscr. H. 10 Halapie D, Alappie H. 14 miU-
bü» corr. e militibus B. 15 sjniDi D 16 obsesaum H inter pre*
tatuTii fuiase D. 18 recepamnt eorr. e rfliquerant Ü. 19 acoer-
rime H, necesaitate compaiasionis D. 20 peditum et D. 21 oon-
fcirtisaimo* D, 23 sequent«? rege D, 2»5 est re>rre»fluß D. 26 Can-
thuariensU D. 28 addit at man. atram. rabr In marg H: De Ha»*
tieflftinis sicariis. Tyceiisi H. Atitafleronaem " '" ""
I
I
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arbnni«!, qni oomputantur ad nuDieruü» sexa^ntn miliura vel
amplins. Hü sunt Hasse^sini, quorum preceptor V'etulas dici-
' tur de moiitanis, cui in oninibos, etiani in atrocioribus, obe-
dhitit. Isti nieritftriiioi sihi fore repytant quem übet, ad quem
» mittuniur n vetulo, coltelUs interficere. A pueritia loqui
▼ a r i i s I i n g u i 8 d i d i c e r ii n t ; in u t r o q ue s e x n s i c a-
rii destinantur in habitn clericati, niaiiacbali,
I peregriDO, seciilari. Tedio longi temporis non aver-
L tuntiir nee titiiore mortis perficere quod conantiir. Hii anteni
B^Bon bereditario lure^ sed prerogativa meritoruni magiatnim
^^ibi preficiunt, quem 8 u b d j t i non v e r e n t u r i ii t e r-
r ficere, ai ex causis fueritat contra ipstim in-
dignati. Tribntarii sunt Tempi arüa armorum potentia co-
erciti. «Qni etian« It^gem Mehemet sttrictius quatö aüi Sarrn-
16 ceni »ervaverunt qnadringentis fere annis, qua postiiioduni
fipreta legem statnenint pro sue voluntatis arbitrio^^Ciim eiiim
e Wange Hcam veritatem in spiee reo t et sanam doctrinam upo-
Bt«>li, approbantes magis munditiam legis ewangelice qnam
spurcitiam perversi dogmatis Mehemet viniim bibere cepemnt
10 et carnem snilla^n comedere in conteioptnm erroris pristini.
AlTqiJandr> dixernnt et adhnc fanii 1 i ari te r ali-
qnihus auggeriint, quod, ai potenter prevalerent
a d V e r s u s S a r r a c e n o s, ad r i t u m n o s t r u m se t r a n s-
f e r r e non d u b i t a r e n t ; s e d q u n a m i m o i s t u d d i-
^ ii c a n t, p e n i t II a i g n o r a ni ii s. Nimcitim aHquando raiserunt
ad Analrirom regem secreta deferenteni , quem Teniplarius
quidaoi, qni speciales cum e o h a b e b a t t n i ni i c i 1 1 a b,
in conductu regis interfecit. Unde ideni maleficus a militia
Tempü tractatijß ignomirüose coniectus fuit in vincula.
64- Interim rex defuocbtis est anno niillesimo centesimo
ikfptuageäitno tertio. Eodt^in etiam anno Xoradinus rebns Im-
iiTo— a
n7s
W. T, «M, si«]
ÄsBeBBini D. 5 lingnia väriis loqui D, 6 «icarii rorr. e aic-
H» siccarii D. H t^mporia longi D. advertuütur D. II «ibi
om* D. \2 wed D, 13 Tempi ario mm D. eoHerciU H. 18 miin*
ditiiim magiB D* vindictam H. 19 spurcitia corr. e spurcisiBiam H«
«purciciaa IX docmfttia H. 20 contempnum IL 22 aliquibua -
potenter om. D* 24 ülud \l 26 Almaricuiu H, TeiDplariufi corr»
i e Tempi ariii H» Templaduufl D,
i^VH? i ro^tii^ exeniptus esL Iure sucoesmonis substitutus eftt r<^
filius siiuf^ BaMuiniis. Qui licet adhuc in pnerilibiis anuis
constitubis esset, signa t.araen lepre oomperta «unt in eo, qoe
v.V7ini procedentt* tempore pateeter enipenint. In hnins regis pri-
Ä tiiordiis a re^c Sicilie ilucentamm navium classic Alexandnam
clirectti fuit, iiichilque ibi proÜcieus post morain sex dieruru
coofusa rediit ad mittenteni.
ff, T. «I. « 65. Per idem tempuft ?^aladinus Negemediui filiiis, Sira-
aini nepos ex fratre, ignobili genere, sed consilio prü?i-
10 dus, militia strennuu», liberalitate precipaus, per solitudinem
profectus venit I ^aom.scum ad obtmenditm regnum Syrie vo-
ratione perfidoriira, qui filio Noradini ^ doinini sui adhuc irn-
pubere tVaiidulenter exberedato vunientem admiserunt. Deiiide
(»f?ssyrian]i ingressus Flamaii ^ dvitatem oa^upavit et i^ian iir-
if^ be8 pbirimas heredi domini sni debita*«, Alapiam etiam pn^-
simiptuüsus atlV^etavit» iit ibidem pueruin berede iii compreheD*
deret, sed ^pe ^aa tuoc frustratus tractus ad alia YOiu m\n
»V. T^ti, « ii> bac parte non est potitu». Intere^ filii Noradini patruiiit,
inter ürieiitäles poteiitissiniiis^ indigiiatiLs veheinenter contra
20 nm iiepotiB exheredatio»eni et ingratitudiiiem Saladiiii cum ar-
iimruni potentia et Spiritus indigTiatione festinaater advenit V
\i\€ tloiiiinus erat fatousissime civitatis Ninive et qiaoiidam
niaxime^ que ad predicationeiii Jone peDit^atiani egit, »ed ouiie
de.striicta est et cum habitatoribus jHuis ad ahuiu locurn traiis-
SÄ lata retenta dignitate pristina riioilö Mussiila dicitur. Nee ex
pju.s adveutu territus Saladiniis Ko.Ktrum, prira*» Arabie nietro-
poliiu, insiiper Eliopolim, que nunc Balbech appellatar, tra-
ditioTie civium introductus po^sedit et appropiana Alapie ctiiu
1 regij ei D. 2 BaldewiouB D, Baldevinus H. 5 Scieille D.
6 fait orn, D . superscr, H. Äeptein D, 8 Netnedmi 0. Synwiani I».
II Üamiiscum corr. e Damma«cam H. 14 Celi^wiriaTO BH 15 plu-
rinias occupavit D, rleUitas corr. e tle<litiiH H. Hrtlapi^il1l D, Alup-
piam H. 16 occupavit H« 18 Norttiidiiii IK 20 e^hereda-tioneiu
üin. D. 23 predictioneni 1}. 24 est et am. D. 21 Elyopolitti D* |
Mttlbecb DH 28 approinnans D, aiipropriaaH IL Alapi«* h, Hulap-
pie H
^ Kalelc al'fliileh - Hvuna am Orontes * Nicht der fdrvt Tom
Mosul iiaifeddiu selbüt, üuiMlem setti jtiiigertir lirudar A»eddiii Mü«ud
131
[>refat4> principe preliura comiiiisit* Jn quo cerUnüne siiperior uu-^h
tleficientibiis Ninivitis victoriftni obtipuit.
, (5ö. Eodem tempore Marmel ('onstaniinopüliianus inipe- w.t. *«, i
rator bostiliter contra Yconiui^i profectus, quanto maior erat
fi copiis et dignitatc, tant*"j ignominio^ius victuR in illo conatu
^■pravissime dampnificatös succubutt.
^K 67. Eadem terapestate Theodericiis * comes FlandrensiSw.rAüu-
Terrani promiasionia iDgre^sas panmi vel nichil utilitatis at-
tolit, et adorans in Jerusalem palinamqae, cormunnnate pere-
pio grinationis indicium, accipieuH ad propria rediit »hu* laude.
I 68* Saladinus p^tentia cregcens et viribus, traheiis exw.T.xi^a
Egypto et Syria copiosum niinis exercitum in canipestribus
Palestine grassabatur crudeliter incendiis, rapinis et hominuni
t'ladibus. Cum etiam ad moutüim transiturTis tinieretur, rex^* ^»«.1
if. JeriiHalem virtute divioa magis fretuB quam viribuB huiuauii^
obTiam processit tyranno. Sane conjmissiini est prelium vi-
ribus iiiiparibti8, seil auxilio de celo misso fugati sunt hostes ^,
quorntii tanta fuit niultitndo, ut veridica relatio viginti sex
niilia eqnitutn nnmeraret, gregariorum autem decem et octo
20 ruilia» de egregii» vero mille, qui onines croceis induti super
oricas Saladino coneolore« ad tutelam corporis eins tamiliariuH
jwftist^bant So!etit enim Turcüruiii satrape et maiores prin-
cipeä, qnos ipsi lingua arabica vocant eniiir, adolescentea sive
ex aucilliH uah»;^ sive emptos sive cafita in preliis mancipia
»Htudioüius alere et discipliua militari iustrnere diligenter, adni-
ti.H autcnn . proiit cninsque expetit meritum , dar«' stipi-ndi«,
I arg es etiaui possessioneB cnnterre. in duljiis eventibus belli i-
rum proprii conservandi corporis solent hiis curam conitnit-
l preL] cer tarnen D, posaedttt aed del. S, 2 Niniviit D. 3 Erna-
ini^l D, 4 ante qaanto de), et H« f) Jliemsalem D. palinam que D«
coinaumriiftte H. 10 e«t iudicium D, 12 Egiptu DH, Siiia H^
15 Jherusalein Ü. ubi tute \K iiia^ia qaain viribus fretus i). 17 au-
xiliuiu D. niiflsuiu est et D. Ib verediea H. 19 numeraret equi-
tuai D. aut D. 21 loric^^ corr. v loricia B 23 enim D. 24 an-
cillis corr, ex aDcivis H. capta corr. e capti H, 25 alant D. diU-
geniAT instruere D. 26 exigit D.
' Vielmehr Philipp, und nicht in derselben steit, sondern «rst 1177.
Schlacht bei ßelutiir unwiMt BetliHiiii uthn •Scythnpolis.
tl7H
W. T. 11» l«
W.T, 91» SO
V»T. tl, «3
W»T. il, U
I
tere et in istis speni victorie pnnere. Hos Lingua sua Yocani
Maraeluc. Hii, donec dominus eoruiii fugeret, in conflietn viri-
liter et iiiianimiter perstiterunt. Ex lioc aceidit^ ut aliis fu-
gientibus hii fere oiiineB ocouinberent Fugitivos peraeque* I
baotyr oostri nsque ail ooctis obsciiritat^m a loco, qui dicitur
Mons Gisardi, iisque ad paludem, t|ue vulgo dicitur Canne-
tum K Per duodecim niiliaria vel amplius fngati snnt hostos
et truiiCAti, Ohnattaoonim lucra et adversariorum dampna
non sufBciraus enumerare. De iiostris in priniü conflictu qoa-
tuor eqyites ceciderunt, de peditibiis pauci redpectu adver»H
partis. Atixiliatores regis yix eraiit trecenta septuaginta r|iun-
que, ut humano generi palam fieret, Deo non houiinibus hanc
fictoriani ascribi debere. Aherat enim cnra t*oniite Tripolis
tnno, qiti cfistrum Hareiifh fuiic obsederat, nmgistpr Hospi-
talis cum mia domo et pars Toa>^na militif» Templt, plurea etiam
alii* Facta est t^in glonoaa victoria vii. Kai. 1 »ec^mbria, die
feato Katharine virginia.
(59. In hoc bello divinitatis presentia patenter affnit, naiii
etiam elementa pro populo Dei piignabant CHjntra inaensaio^.
Seqneuti siquidem die ac dfceai continuie frigoris et inibniim
tanta su|)ervemt importunitas, itt equi priiia lassati omnino
deficereot et vis algoris lioraines extrngiieret, Ignari |>reieFea
locorum, cum se redire potarent ad propria, nostris occurre-
nmt ad captivitatem vel necem. Arabea insuper, infidum ge-
nug IrominumT qui vietos et fugitivog prn hostibus habere »c»-
lent, tiirpis hirri causa Laris^ accedentea, ubi inagnaiii paH^oi
exercitiis reliquerat i*>aladiinis, irruerunt in eos cladem nladibus
addentes et sie rrsitlumn lontMfi comrdit hiithns, Dicitur
etiam Saladiims canitdo iovectus per fugam evasiaae. Alti8*i-
1 poaere victorie D. S ut aliis ut aliis D. fungentibiiti D
ü ü] Board i D, Gisari H. qui D. Cainnetuni D, Cometutu H. 9 € in
de poaiea addit H ]0 equites om, D, 13 aascTibi D. 14 Härene I)^
15 pures H. 17 Katberine I), Kiiterine H, 18 n&in om. D. 20 con-
tinui cum deleto n D. ynibrium D. 23 so dm. R. 24 tieeessttate 1 K
'26 Lares D. 27 reliquerat exercitas aui D eum D. clades U.
28 bnicuß D. 29 interfectut D.
' W. T,: Caunetum esiurnelloruiTK etArenidkriübt
von GiiÄÄ.
SQdiieh
mus q\n Aicii: Gloriam mmm alt fr i ttou dabo, inaiores regni,
de quibiis est siipradictnTii, tH^loit adesse, ne stulta eogiiatio
vel temeraria Iwutio imütitudiiii victüriaiii ascriberet.
70. Dum hec aguntur, comes Tripolitanus et qüi cum^
» eo aberant otio vacante« et aleia in nbsidione uon profecerant,
7L Eodem tempore Frethericus imperator post vicesimum
annuni scismatis cutii Älexandro papa reeonciliatus est apiid
I Venetias V
72. Anno gracie miLlmrao fentesimo septuagesimo octav«»^ y
j^« coDgregatum est Rome concilium in basilica ConatantiEiana,
^■j|ue dicitur Lateranensis, trecentorum epi3CO|>oni?ii pontificatus
^^domini Alexandri anno vigesimn menae Martio,
73. l*er idem terapu-s rex quoddam castrum constnixit
super ripam Jordanis in loco, qui dicitur Vadimi Jacob, a quo
♦^ ipse de J^esopothniiiia rediens cum duabus turrais nuncio8 ad
I fmtrem misit. Exinde rex processit contra latrunculos, qui
delitentes circa vias an^ni8ta,s, per quas ipse transitiirus erat, '
timentes eins adventum, cum nostros incedere incaufciua aspi-
bcereot^ licet inviti et prius de ipsa vita desperantes, facti simt
in ipsa necessitate fortiare«, et exilientes subito re^em et suoh
vehementer artaverunt. ConstabulariuB autem cum magno im-
petn se ipsis in^esait regem prntegens, qui vix fuga c-lapsus
multos in eo discrimiue perdidit, Heufredum coiistabularinm
letaliter vuhieratum et rauitijs alios, Mense sequenti Saladiuua '
» crebro» in parte« Sidoni-s excursus faciens compulit regem co-
oatibus auiB occurrere; sed tninus cautua post priraos con-
grei^us, in quibus victor extitit, fugientes Sarracenos equitea ^
et pedites giioB persequi permisit, qui onusti apoliis, quasi iam
coDsuramato negotio nichil snperesset, secnri per loca varia
2 est in niarg. H, aupradictum est D, 3 asscriberet L», 4 agun*
tnr hec D. 5 aliis 0. 6 Fredericus [>. 7 reeonBiliatusi [>. 10 con-
MÜiutu D, II L Site ran um D. lii Marcii D; 13 caBÜum quod-
d&tD D. 15 ip&e dß superscr. 11, 17 ddirentea D. 18 incautiuB
incedere D. conapicerent D. 19 ipsa om* D. 20 in om, D. ne-
ceuit&te orgent«» D. ac D. 23 HenfrediiDi corr. ex Henffredimi H.
25 Sydoni» D, conatibud regem fl. 26 cuotufl corr. videtur ex in*
cautufl H, primua post D. 28 oneratia D. spolÜH «uis LX 29 com-
_«uiixinati H.
'Schon juni 1177. ' März H79. » vgl Gen. 33, 10.
134
un-9
um
ItHO
i T, IS, A
IIHI
, r. si, n
qini*srebant. (Juihus jht hoKtes snpervementes truucalis L-t
vincula coiiiectis rex in fti^aiii versus aiiiioonira suoruin fretus
auxilio se recepit in tuto. Alii fiigienies vi Nantes Scylhim
cecideriint in Charybdim, in angtistias videlicet scabrit
ropibiis öbsitas et (leiiitua exitum negatitibus se immergunt,
nbi nee ad anteriora procedere, neo nisi cum periculo mortia
in maims ho^tium redire dabatur. In hoc sinistro fortunanim
eventu captiis eat Amandiis ^ militie Ternidi maxister. Iiuitis ad-
versitatis iii dicitur auctoi% cnni miiltis alüs, Ipse vero in ear-
cerem detrnsns finem malorom mortem invenit. Ex hac Sala-
dinos elatns victoria ad cumnluin miseriarura nostre genib
Castro tu, de quo snpenns mentionem fmmiis, obsedit, violenter
cepit occisis Tempknis et aliis omnibns, qui in eios defeo-
sione reperti fuerunt,
74. Post hec classis Saladini ex Egypto veuiens prohi-
bitft fnit nocere ChristianiR in comitatu TripoHtano proptef
fedus, qnod Saladinus cum comite iara inierat. Sed apad Ära-
dos iosulnni iiaves collneaveninfc in tuto, cui contrapotiitur
Tortosa, que ex eo Antarados appL'llatur. In hac Petriiis apo-
i^tohis dicitur basilicani parvam in honore beate Virginis con-
stroxisse, qiie multo {lüimlorutn frequentatur accessu propkr
miraculorum, que ibidem tiunt^ evidentiam,
75. Murtuus eat Alexander papatu« sai anno vicesinio
tertio, cui siiccassit Lucius papa tertius. Eodern fere tempon?
Imperator Constantiuofujtitanua et Lothewicus rex Krancorum
defuncti sunt Mortuas est etiam filius Noradiai, quem Sala-
dinus hereditate pafcerna privaverat sola Alapia relictii.
76. lisdeni teüiporibne quidam heretici Man>uite cnca
inga Libani c^^mmorantes eccle.sie Dei abiurato errore simi
1 per Olli, 0. 2 vincuHs D, 3 et aJii D. Sillani D, Seillam'
4 CaribHiiii DU. aümbis D* 5 obaituroa D, <i tentoriti D. 7 d*-
batiir forr. e dabiibatur H. 8 magister *Jorr. e minieter H» 10 bi-
venit mortem D, M Lumulinii D. 13 defeiisionibuN l>. 15 Egipto DH.
17 Ärftdoa eorr ex Arabes H, 19 Torroaa D, Tortuosa H» ex eo] alia
nomine D. A trarados D. 20 be»^te om. D. 24 socsesait corr, e
succQ^essit H. 26 Ludewious D. 27 Halapia D« Halappi» II.
28 bÜBdem D, hisdem H. quibue D» Maranite D.
I
' Odo de äancto Amando.
II SS
>v . T. ni, 1 1
te, qu\ priiis »iogmatizaveraiifc^ in domin«» Jht»su (Uiristo
tman» iatitum volutitutem et operatimiei:
enmt et in arniis strennui.
77. Mortuo Manuele Greconim imperatore, [diun], quin
liiius eios Älexiu?, cui copukta fuit fiÜa ^ regis Francunim,
adhtic infra annos pubertatis constit*]tu8 fnerat, Alexius Proto-
^^»^vasto inl|^eriuIn procuraret, üreci udiam iiiveteratiitu, quod
^Hpooira Latino» fovebaiit, quos Manuel dilexii, fovit et exal-
' tiivit , ad consuiumatiatiem sceleris perducertj studebant» ideD-
10 qae Andronieiim, qiii Ponto preerat, iioo solom ad uialum La-
tinonini, sed etiam procyratoris uequiter invitabant. <|iii ve-
niens cum exercitii ina|?no ad urbem accesäit et secus Heüe-
sponteui e conspet-tu civitatis custra metatua uuivereitm Bithy-
iiiam occupavii. Ciiiusi prevalesceote potentia Protiisevasto w.t. n,
ih cafitu», privatua est oculia et ar^Jineatis virilibiis decurtatus.
Hoc tuimiltii Latiiii territi et a qiiibusdam de couiiiratoribus
preoioniti cum quadraginta quatuor galeia, quas in iirbe re-
cepeniDt, secesseruiit ad modieum, ut eventiira reram cognos- w. r, t», w
cerent evidentiiis. Greci superiureg in malitia ecclHsias Hhri- w. r. ta, «
»0 stianorum invaseruiit primo, deinde domos eorum destrueiites
in personais leligiosas et alias pramiscui sexus sevientee, in-
iites etiaoi crudeliter neci tradidenint cum direptiane sub-
Btantie. Quo iiitellectu qiii in galeis erant per Se^stoii et Aby-w, i. •<«»
dun et alia loca diBcurrenieH scelus sceleri, dampiia dainpui^
lA ۟tupeu8averiiiit InveiiienteK etiam circa ChrjvSOfiolim ac aLias -
urbes^ Macedonie giileas, qua« sibi associaverunt, classeni Orr-
\s terribitem circumdiixeruiit. Androoicu8 interim urbem pro
voti» obtineas puero Alexio, quem interfioere moliebanbur, re-
;vt?rentiam imperialem exbibuit, ut procurator imperii facilius
l reconaibaÜ D, docmatixaverimt DH. 2 tÄmen D. 6 erat
fronstitutuM l\ et pro Alexius D, ei Alexiun H. ProthoBeväötQ H.
Jl procura tnrea l). 12 F]lle:iponium D. 13 in conapectuni L). Hi-
thimiam D, Bithiniam H. 14 Protheaevaslo D Protliosevaato H.
15 li in viriiibüa üuperscr. H. 16 quibua dam D. de om. D. 17 qua-
dra^iota in ra» H, sexa^inta D. 21 relligiosaa H. 23 intellectu D.
.g«zton et Abidoii DH. 2b CiisHopolim D» Criaopolim H, *26 aano-
[ciavenint sibi D 28 moliel>atur H.
n
tb.
3a
conatmii ad effectuui |>erduceret. Acta sunt bec aiuio iiiiLle-
simo centesimo octuagesituu [secundoj *.
78. Inierea iiavis, que mille qningenioa peregrinos de-
ferebat, apud Damiatam periclitata n Saladiua coniiscata fuit
(Jui avaritie sue consiilens, ufc tarn res qoani personas liicri-
faceret, contra regem Jerosolimitanuiu uccasiones querebat re-
nunciandi treugia, que inter ipso« composite erant, et sie fe-
dere Bolutü per causas frivoles, quas nectebat» uavim retinuit
et homines. Saladinus post hec ex Egypto traxit exercitum
et Bolitudine per viginti dies tranken rsa decem miliaribus a
Monte regali conaedit At rex iuxta Petram deserti, que mi
in Sekunda Arabia, castra fixerat. Boätrum nietropolis sita
est in Arubia primae urbs vetuB, sed Petra deserti in secunda,
Mons regalis in tertia, Interim Sarraceni latenter excursnm
fecerunt in terminos iiostro^, invadentes Buriam, que est iuxta
Naitn sub nionte Tabor, et honiines cum rebuB suis igno-
nintes, reimiiniatnm fuisse treugis, in captivitatem traxerunt.
79. Erat in regione Suite trans Jordanem a Tiberiade
sede€im miliaribus diataus presidiuiii, quod dicebatur inexpng-
nabile. Hoc similiter aggressi sunt inimici crucis sumente&y
audatiam ex absentia regis ac roboris regni. Tbl fait spe-
lanca in latere cinusdam montis, cui subiectum erat immane
precipitium, a parte vero fiuperiori nnllus erat oinnino acces-
sus, ex ulio labere tan tum arta nimi« semita, per quam honiini
libero et ab omni onere expedito vix absque periculo iter pre-
beretar. Hie. locus tarn miinituö iutra quinque dies in ho-
stium transfertur pofcestatem; sed lompertuni est postea, inter-
veutu pecunie huc accidisse. Uex, qui Terrain proniLisionis in-
caute reliquerat indefenaam, nichil proficiens in occursu Sa-
ladini reversns est ad tontem Seplioritannm.
3 peregi-.] riroB D. i c^nfiacata fait a Salaiimo B. 7 faenuit D.
S frivola» D. neeciebat D. tenuit D. 9 Egipto DH. 10 nt D.
in ßolitudinem D, 12 caatra — Arabia oiii, D. 1:3 si D. Pet] per D,
de»erti licet D 15 üriam D. 16 Tbabor ÜH, 18 Syrie D. Tybe-
riade DH. 20 im' in niarg. poatea addit H. sumente« — montta om. D.
23 erat om, D» auperscr. H, 24 tant] terra D. 25 honere H, prc-
betur D. 26 tarn om. D, ^0 est superscr. H.
So zu ergfiDKan, daO. in der datierung W.T. folgt, Ihatsächlich 1 183*
80. HalaJiDus irtttTiui coiigrt*gHtH miliiia 6neH nosirod w. t! n, i«
liostiliter ingressus transiki Jordan e partes Scythopolitanas
invasit, Hec est HethsHii tertie Palf^stine metropolis, inter
Jordaneiii et montes Gelboe sÜä, Dicebatur aiitem a seiiiori-
6 bus Düstris, qiiod imii(|imni tnota Sarracenorum copia visa
ftierit simul in Palestina. 8ed quia Deo po88ibile est in paii-
ciiH multitudineni vinrere, pars noatra iuxta Djilifcar*?ni di^ci-
plitiam sullerter ordinata hostes viriliter resistentes invaait et
confecit non sfne mnlta ani sanguinis impensa, DiLumtur au-
jo tetn nostri septingenti tuiss^ etjunruin spssures, ex parte vero
adver&a viginti milia equitum. Hugo, Tripolitani cornitis pri-
vignus, cum Tiberiadeiisibus in hoc discrirnine couspicuus nie-
uiorian» meruit in benedictiMne Lurnniendaiidam- ijui licet eü-
set adoleacentiur* tarnen supra »^tatis illius vires cum acie, cui
16 preerat, tre« hostium cuneos violenter eif regit et in fiigam
canvertit. De principibns vero perfidortjm quidam interfecti
territos alios campum de>ierere t'ecerunt. Ko die dicitur tanta
ftiiwse caloris intemp*^ries, ut ab utraciue parte plures caumatis
exstingueret incommodnni, quam terri vorago .sterneret
2u 81. Saladinns ea c< infusione perturbatn.s re^idivu nositris w. t. »•, ir
rnoliebatnr gravaraina mandana frairi , quem in Egypto reli-
querat, ut jireparata velociter clas>se dirigeret eam Berithnm,
ipse vero cum ir-xpeditis veniens pqiiitibns (lazam et Aücalonem
cum aliii* Jndee mnnitionibns invaderet. Igitor adveeiente clasee
iftSiJadinuii Berithnm obsedit ab omni parte, telornm incom- w.r. «, it
modis et Siuttbssionibns defensoribiis eins requiem negan^t. Uli
nichilominu.s omne genns defensionia op|K>nebant* sed nimis
artati absque liberatoris auxilio resistere non valebant, Porio
rex Teraciter intelligens, exercitura Egy|)tiornm versus Darum
*
*2 parte« am. H. Scitopolitunaa D, Scitbopolifeanaa. ho fliiperscr. R.
Ji Betfliin D. ,5 Bostrieque D, 6 paucoB 0. R solerter D. 10 aep-
tingenti corr. e aeptuaginta IK e<piorum fuisse [>. 11 TripoUl ani
superscr. E. comea Tripolitani l>. J2 TylieriadenBibn» DH. 13 coni-
mendHüda D. 15 eflfregit superscr H» confregit D, convertit iti fa-
gam IK 17 fecit l). eaöe faiHse tanhi D. IB parte om. [K 19 ex-
tingueret D, eattingeret H 21 Egipto DH. 22 BeTittum Ü.
2a Aschalüuam D, AscalonBUi H. 25 Beiithtum f). t^lorum et auf-
foasiombuB iueommodi« D. 26 defenHtottibus D. 27 tiiniis corr*
ei animiit D« 2b aaxilio diu l). 29 figiptioruiu DH.
138
-M"tenderf% docrtwit hnstf'nr vtcininiviii [»olius ag^reddi pro Uh^
ratioiie Herithi, quam exercitu divisü utriqne periciilo miuuri
robore unu et eodem tempore intliscretiiis occorrere. Prepa-
ratis i)Jfitur de Accon ut Tyro tripiitn tribtis galeis in [»ropria
6 pei'«ouH itirien* ierretttri inipiger ad hostileä acies properiit.
Quo cüii^perbü Salnfiinus regln adventu territus absidioue scj-
luta turmas aliqiiantum cepit dividere, turres in circuitu non
valeut^s resisteru d<*iciens , msu].)er vineta cuui poiiieriis de-
strueiis, et sie ^uleas in Egjptum reniitUtns reversua t*8t ad
i(j propria.
'^, T. iK, it^ 82. f^ust hev mint vir vitxilantisaimus ei lalK>runi patieos
iioKirns cuDteoipneos am}iliare diäpoauit sui nominis famam,
ideofjiie Eii träte transito quasdain vi aruiata potenter eipug-
naiis, alias pecunia corrumpeiis iiominatis-simas urbes Mesopo-
Iß thamie, Ede8s;tm et Carraiii \ t^uo subiu^avit iiuiieno, Kt pn»-
cedendo tantiLs contraxit copias, quod Mussiile dominim ipsi
w. r. tt. so resistere non valebat, Sane rex et principos nostri merito in-
ditraati. quod eis Cdiitemptis hostis Eufraten tnmsierat, i»p*
portuiiitateiü ex absentia eins nacti per terra>t ho^tiles excur-
w, 1% »i, fi 8iim fecerunt iJeinde speliincaui, quam snperius coruineuuH
raviiiius iiobi?^ perditum ^, obHidioiie facta fatigatis usque ml
desperatiooeiH detensoribus per deditionem receperunt eandem*
83. Tyrann US voti sni compus et prospera nimi« mm
fortniia pompositis rebus in anbiecta sibi Mesopothamia vietur
ts revertitiir per GVdeysyriani intendens ad dnnuniuni Alapie, que
soln « i b i d e e r a t d e N «» r n il i o i d o m i n i o. Ille siqtti-
dem. qui Alapie presidebat, consideran^, quod frafcer eiu« Mu&-
snle dorwiinis longe putentior tante proaperitati resistere non
puterat, iiicoiifliiltis Alapinis iiiitis ciiiu Saladin*i pactis Ala-
l potius hoatem vicinioreui D. vicinorem H. 2 UoriÜiti D.
'S lireparittas D. 4 Thiro D- 5 hoBfes D. proparat D, 6 »d-
veDtuQi D. verituä D. U ante ^aleäs del deetruens D. hlgiptum DH.
U vigitantisgimuti vir D. IS Eafniteu D. quoadatii Dil. 14 aliog DU.
pecunia om D. 15 Car.] et alias addit Ü, \H Kufraten coir ex
Eofratem U üporfciiiiitaf<*in D 21 a nobia D, iJü d^f^ensoribu^i <50rr.
e defeii^ionem H. 23 tintaouäi D. 25 Celea«iri*iiii DH, Alappie H.
27 Halapie D, Halai^}^ie H- quod om. D. 29 Hahipiai» D, Hal.ip- '
piniA U, Balapiaui D^ Balapidani U.
' Hanau südlich voa Edes«a. * cap^ 1^,
189
n tradidit. Undt» nubi» |i«riüultim viciniüs et tiiimr cordii nw
Benins ftcceftsit, At prinrops Antiocheniis, cni *^ravior metiis
iiicumbebat ex host*? tarn vicino, treu^as cum ipso coiii]rf>suiL
84. Iiicomtuodis iiostris siccrerit invulesceiis regia morbus, «'.r. »»i
I ö qiii prociiratorem re^ni coinitem Joppeiisem ^ instituit, cum
Saladiiius contractis imdupit^ copiU' et ad ynguem antiatis per w, t. «, t«
Scythöpojitaoas ]Kirtes veniens ad footem Tubanie^, c|in ori*
^Ifhir ad radiceg montis Gelboe« coDRedit, Nostri aotem ad fon-
i tem Sephiintannm con^ret^ati Hobstiteniiit. Dein de procen-
»^» 84?rimt in campiim magnuni Ewdrelon et per acies nrdinatas
ad fonteiTi Tubanie progresMi sunt obviauj hosti. Quo cogniio
Saladinus fontem deseriiit. Quem occupantes iiostri, sive
pur ignaviaijj priricipis niilitie pre f ati G wid o-
nis 81 ve propter d i ff icu Uatena locoruui, in cjui-
ibbus 86 receperat SaladiniKs apnd Beth^an tiiore
San. castra viciea uoiuerunt atteiuptare.
85. Interim hostea per vim iieriniiiii^ invaseruiit, ittiidam
eiiam inonfcera Tabor preanmpserunt ascendere et Bcdegiaiu
hbeati Hplie vif>lare, f|y«Kl priiih inaiidifnm riierat. At reli-
lyiasi viri, ipii iuuniti<irem locum tenebant, vi armatn r*:'|>ui<*-
runt insolentes. Idem preäumptuosi deseendentee de uionte
Tabor montem illnm, cui Njizrireth rivitas adheret, asc^eiide-
' runt et territa.s umliere?! cum parvulis et 8enibu8 in eccli-^iam
beatt:* Virginis ne reci|>ere cnegerunt: nam viri bellatures abe-
I 'ih rarit in castris ('hristianorum coadtiiiati vel ad urbes niariti-
' mas se transttilerant. Discurreutes etiara de fastris SalHdini « T.i
, prahibebant acceasum ad castra tideliiiüL onde fames orta fnit
inter noatros, Mittiintur ergo legati ad urbes maritimas^ (pii
«
1 tradit D, et om, D. corda timore 0. 2 Anfehiochenas IX
4 ivccrevit am. D. -5 cum om. D. 6 confractis D. 7 Ercopoli-
tanas D, Sdtopolitana« H. parte« »uperscr, H. 8 inimtia om. M,
11 isti D, 13 ßttidonU [h \h Bei Hau D. 17 per viiii in rtis. IT,
purvurn I). 18 Thabor DH. sump^eruni D. 19 Helie] b jtirptnsir. II
rellijpofli H, 20 rcppulerunt H. 22 Thabor DH. Nnzaret M
iiÄceDderunt om, D. 23 et om, D, superaer. H. mulierculaB 1>. et|
«c D. seaib J multeribiiH H. in ecciesia ac aefiibu« D. 26 iraytule-
mot H, et D
' Goido, der scbwiiger dea k5ai^8. Heute Ain^jalud in der nülie
Yon Bethjiaa ^Scytbopolis). " Da« alte Je«reeL
w. T, as» iio
copiain victimliuni afferentes eitu famtnu repulenint. Quidam
Uiiiien sine conductti incautius venieotes comprehensi sunt cum
Harcinis. Rivus etiuiii Tubaiiie turn preier solitiun inveoieb»-
tur piäC08U8. Kutnur in ambiguo est, cjiiare militia nostra.
qne tunc pluritna fuit, et peditmu luagna copia permitteret
absque congressione tunnas hostiles tarn libere v^a^ri. Dicunt
qnidam, faani- diBslmulatioaem odio comitis Joppensis« cat satis
iiisnfficienfci rex euram regni coinmiBerat, prevaluidse. Post
pHUCOs anteni dies exercilus uterqne ad loca tiitiora discessit.
80. Vix elapao nipuse Saladinus reparatis copiig Craocuiit
obsedit, ciii iireerat de Castellione ' lüiinaldus, Huic 1ik?o pri-
stiiinni nonien erat Petra deserti, Applicans autem machiniit<
et obstdionem firmans sine interonsaiime lapides contorquebut
tunninit'nta Incorum concufciens ; et licet rastrnm naturaliter
Sit tiriyym, quia tarnen armoruni et viriliter reaistentium copia
tunc defuit, caatrenses pliirima dampoa pertiilerunt et tenrore«.
Kex interea, qui ex|»erimeiito certissime didic^mt, Gwidon^u
in aniniinistratione regni nun snfficere, potestatem dataiu re-
vuravit.
87, Baldiiiuiis puer quinquennis consensu cleri et popiili
regia dignitate dfclaratiir, inungitur et Corona tur. runies Tri-
politaniis * s t r e n n n n s et m a g n a n i ni u s ad edticendam et
reducendyni populnni Dei princeps constituitur. Acta sunt hec
anno iucarnationis doniiuice iiijUesimo cente^imoiictiigesimo tertio.
88, Interiuj Stdadinus octt» machinis erectij? ctmtorqueaa
lapides quasi tonitniuiu fieret, tprruit interiores, einjue ventum
erat, qnod eis pre riimio terrore confusis nee audentibus coin-
parere hostes predam. quam miseri cives in valluni« quod
presidio conterminuui suberat, introdoxerant, immiasis funibii^
1 renpulerunt H,
Wnie iK tarnen D.
1* dw8 8i3]jerscr. H,
12 anteni ) it;fittir D,
et quidam D. 2 tarnen Om. D. S THo*
l rumor etiam D. in om. D. abigoo I*.
10 copiis super deleto hostibas H. Eraccaui D.
Ifi et} ac D. 16 errorea D, 17 QuidonainD.
Widonem H, 18 CBße »ufficientem D. 20 Baldewinus D, Baldnvi-
nus H. ank' quiTiquennis delet quinque annis D, 26 eo quod I).
21 audientibaa D. compürare U. 2H quam predam D, 29 in*
trodaxerant am. H.
- Ruimuiid.
]mI 1, M
occiderent et divi^a raembratini animiiüa »ibi extra-
herent ad cibum indeinpnes. Coiiies vero Tripoiitaiius opera
laturua oVjsessis cum mültm ('hristianorum ad venu. Quod in-
I telligt^iiN Saladmus obsidioTie snlutti reversiKS est ad propria.
^H 89. Hactetins viroriim fortiutn gesta cum debitis titulo-T'-T. *»>«**.
^rtim preconiis et varios liellorum eventös qiianto potuimus
compendiosius proi^ecuti sinijus. De cetero tnateria iiiemoria
digiia deficit; annalium enim eonscriptores iion qualia optatit
ipsi, ged qualia ministrarit t^iupora matidare snient litteriH et
10 officio,
90. Hnnima potestas dimtiis honiUiiis^ patmdie et lotu^ani"
is habundans cum nmgim traitijuiUiUiir iudmd et rtim**?»*«^ ". i«
fift/j rt^i^rrrntia di'ipotut nos. Lento enim p^ressu ad vindic-
tam sni divina procedit irarundia, sed tarditat^m pene supplicii
i& nittgnitiidine compeo&at. yuoniaiii Dens patiens redditor est,
crucifixores suos \\er qnadraginla dnos annos exspectavii ad
penitentianu Indoratos autera per dnos ursos pimivit iisque
ad exterminium cum signo doloriß penani per prophetam di-
l^^iens: Ilfti, roHSoiahor snprr hosttltus mris rt rindiealHir de tni-
fSfimkis fufis, Post tempora IJrbani pape secundi Terram pro-
niissionis largo aangiiine martinira , freqöenti sudore coiif»:?s-
I Hornm reciiperatam reHti hierat rhristian in, qiii proeedente tem-
\H)re luxuria, super bia vite et avaritia in ttmtam prolapsi sunt
iiialitiam, nt siiscdarH eis üdvtrsarium^ cui resistere tion va-ntii«f u.iij
I tft lebant divinitatis ope destituti, vere miseri, qimrum vindicta
diflpprtur post urorteni, ut hi pfeif Und Ine prreaformn /^fonV/^A/o"» u«k«, u"
eiemalitLir. Porro non sioere pecratoribus ex seutentia pro-
prie vobinUtis diutius ocuhs divine mfiies^idis protmeurr, sed
adhuc in carne poBitis adhibere vindietam clementie diviiie mani-
tofestum est inditium. Propter peccata super terram multiplicata
m
I ante sibi delet nmmb Ü. assiBterent D. 3 latinis D. 4 »ol-
Uiinu9 D, Ü fjoteramus D, 7 persequuti U. 8 defecit H« d ipsi
om. DU. 11 divine Ih lü iudicat corr. e iudicant D. 13 non
enim lento D. 15 nuignitudini l*. eat redditor Ü. 16 sexaginta I>
anno» supenicr. H. expectavlt li. 17 autetn om ü iirsoi] Bcilicet
VeepaBianum et Tytum »uperacr aL man. sed coaetan, H. 18 extre*
minom L», 20 pape om, IK 2i miirtirum et confeBsoruni D.
22 reparatam D. 25 differtui vindiitn D. 21 peccatoribtia om. H.
30 multiplicata super terram L>.
U&7
\h
liqyitates patriiiy iiosti'ornin |iopiihKs orientHl
salem veneruiit m obprobrinni oimübiis, qiü per rircuitnni «*ii
fuerunt et filie CHUae oc^iisionales tanti periciiU.
91* Mortuo ' siq indem re^e leproso et puero ia reg«ni
elecii», cuiu8 supra meritionem fecirims, Jefimcto, quiä Huidü
com**8 Joppeusis iuutilis esse videluttur regno, niultorum emt
consiliimi , iit copula maritalta, qire infcer ipsum et re^inam,
sororem regis leprosi, roiitnicta fuerat, dissolveretur. (ter-
Iiftn1u8 iiutein, luilitie Teriipli magister» fovebat hoc mairtmo-
oiuiu asnerenn^, illicitum efi»e^ qtiod pro tali causa coniiigaH»
sr)cietaa di^iKolvoretur, Unde di^scordia satis evideita et ron-
tentin elfusu est super priiicipes. Kaiualdus etiani prioceps
Mimtis regalis infra ireiigaiii, c[ue cum S^iladino et caiu Qwi-
done fuenit inita, carvanaui inercatorimi venieiitera^ex Egypt«)
spoÜHvit (Uiiiique rex a Stilailiuo sufwr luic conveniretur t*t
rex principeii» luoneret, ut ablata restitneret, respondii, m cum
Sanracenis trengam habere noile. Et hoc facto commotitjä Sa-
hidinus Tiberiadem ol»sedit, et mittens septetn milia elect<onim
Turconim versus Atuon regioiies viistavit. Porro üerhardus
niilitie Tempil rnagiBter cum octoginta militibus ad tuendani
Nazareth properavii«, tui adiunct^is fiierat maj^ster HMspitaliH
et alii naqm^ ad nmiierinn ceutum qiiadragiiita milituru. lier-
hardu$ iste mile.s erat sirenTHms, sed iriipetiiosux et tetnerariu».
Qiü videiifet^ pueros et muHeres aliosque Chris^tianos dt* Naza-
reth raptivo8 ahduei, contra cntisilium prudentium mm con«i-
deraiLs hostiiini »mltitudinem et fidelitmi imiicitat^^m iinpra-
df^nter ordinatas acie« h^istües iiivasiL Ubi magister Hospi-
UiViH^ o*'4nibuii in prelto, Uerhardnn antem, illins temeritÄÜn
aiictor, per fiigam evasit, ^ed de tVatribus suis quidam occbi,
•
2 qui om. H. 3 et eccaaione» H. 5 Wido H» 8 Geiardti^ D.
U violaretur D. 12 etiam oiii D. 13 iiifra in m arg H. et] äcO.
cum om. I>. Huidotie legt? D, Widone H, U E^^ipto IlH \ü ui
rtupei-acr, H 18 TyberiH-douj H. ölectoiujn om, l). lÖ Thun-orutii l'H.
üerardtiH 1». 2ü miiit] Ü aupersiT. H. 21 fuit D. 22 Gerardu« U
2-S piMidentum 1> 27 onlinans {K hoste» D. 28 Gerardiu D.
' Dm tod<^jahr köaig Balduins IV. steht nicht fest» Wilken a. a.o.
H. 249, Kügler, t.i<jd€b. der Kr s. 187, l>iicaii^e« tes fam. d'auti^ Hier
». 24. ' Roger du Muulin odi*r de Mulenditio.
J
US
qniiiaiii capti discrimeit 8t*hitTiint. Factvirii fst hoc in prin-
ripio Mail ad Casale Roberti» Ideiu nia^iater proc^clente tem-
,|K»re ruipas snas omne.s san^i^iline luarlirii lavit: iiaiu in de-
iCeriHu turonis Saladini inter Accon H casale Accont-nsis epi-
scopi pro defen^ione (Jhristianitatis occiBnn occubnit
92. Poshiiodimi congregatus est exereitus Doraini ad fon-
tem Sephoritanuni, Saladinus ab altera paH^ copia^ contra xit et
Tiberiade tnnc relicta obviani venit ad prelintn, Quod comniis-
önm est in valle uon procul a Tiberiade distante, ubi rex vic-
Ros cujo niaioribn8 tnronem Hsttthi ascendit, Ubi coinprehen-
u» est cum principibns suis et aliis et in captivitaterii dnctna.
93. Anno ab incarnatione Domioi inillesirao centesimo
ctogesitno septimo inense Jnlio in die tranalationis sancti
Martini planctns et fietu.H orientalig ecilesre aiulitns est in
I ift terra Chri^tianoruni et plaga eins corda fideliiim Lrrnrissime
viilneravit Nam Tiberiade destrncta Arcon deditti fiiit victori,
et domina gentium^ princeps provinciarnna farta est snb tri-
bnto. Pro liberatione re^is et Gerhardi prenominati ma<ristri
Tempil, pancoram* etiam militnm miinita plnrimnni Ascalona
20 in Saladini transivit douiininm, deindf Heriihnm et tota tere
l^alestitia. Trbes etiani Phenicis nbtinuit, Sidoneni et alian.
\i Tyru8 et Tripolis in pote^tate rcmansernnt Chriatiunorunh
I y4. C'ladeui hanc gravissimani ainliens llrbanna papa ter-
L Ulis apud Ferrariam ibdore taetüs intnnaeciis et febre cor*
B^r^ptus migravit a seculo» Cni stibstitutus est tiregorius octa-
vn», vir vite venerabilis ac religione plenns, ^jni infra doo«
uienses transiit ad Dnminunu Uui (Ueniens pupu tertius s»ie-
ce8sit, qni predicatf>reH crucis per regna tran«»nisit Occidentis,
Fretherieim imfierator compassns eccleHie Uei crucem accepit
t1K7
2 Miii IK arasiiUi D.
stiauoruni D, 7 eonir
10 tiiro D, tyroTiem H. Hatti V.
ideiu — occubaJt «mi, D. 6 Dom, | Cbri-
coii KUperucr- H, 7 et 9 Tjberiade l)H,
ibidem [X U liuei est Jelc-t et
ca U, et inj et otu. l)» superscr If. 13 octavo H, Jalii h. 14 plan
iu rüüuni B. It» Tyberiatle I*, inmarjf. : Accon capitan lö prcDö-
ainatiGerardi D. magiiitrij Gerardi U U> railitum etiam l>- Aficba-
lona D, 20 ßerithtum II. oe I>. fere tota Ü. 21 Sydon D. alias
ifti oni* n. 22 Christ ianoruta remanatTunt IK 25 aiigranti t). ab
hoc l\ 2ü relligioiie li, 21 roigruvit \K J?» Fredeiieua D,
144
nw-«8 et cum eo filins ipsius dux Siievie Fr*^t.hericiis mlolescens in-
ilolis optime. Si^nati sunt preterea principps rej^ni Teutonici
pleriqup CLim inilitiim mültitudine copiosa*
95, Haladinus interfecto princip«^ liiiinaldo pojit mnllHiü
fi defetjsorum vt^xalionem Monteiii regalum et Craccnm ohtimiil
et sitiens totnni regmim Jerosolimitünmii Tyruni obsedit, quaai
capere non valiiit propter loci munitioneui. Nam miserator
Dominus Coiiradum Tdurchionem Montis Ferra ti tranMicisit, qui
cives ad (leditiuiiriu , ipiaiu t'aeere decrevisse dicimtur, pni-
10 denter cohibnit.
i»nr. yO. Dimi hec ajaruntur in partibiis Orientis, Philippns rei
Krancorum et Henricus rex Angloium bogtiliter iiiinis apud
Castrum Ilaul ' concnrrentes ordinatis binc in de niilittim et
sattdlituni aciebus pii^oain inire decreverant. Aderaut atiteoi
16 niincii sedis apost(>lire enteis predicntore^?, qiii saluberrimis per*
I« suasionibus trengam modi«"i teiiqioris interposueruiit, et inter
Gisortium ' et Thrie"* reges convenientes colloquium habuenint,
I'bi consilio Spiritus sancti familiariter u«i auibo salutifere
rriicis sigtioiii huriun'is suia affixenint; nW expHcari potest
a«i verbis gandium , intml ex hoc ortum fuit, quaudo ad concor-
cliam vi osculum i>acis redienmt. Unde barones utriusque
(v^nii et. niiiiures ip^torum exemjila aequentes cnicis aignaculura
alacriter siisceperutiL At Henrico Anglorum rege ante tem-
piis expeditiüiii.s rebus bnmanis exenipto snccessit Ricbarduü
a.'> ronies Pictaviensis erocesigMatiis in regne» fratribvia suis Hen-
rico * progenito et JotVedo * aefiindo genifo comite HrttaDnie *
iaiti defiinctis.
•
1 eo auperiair, ü» Frederic ua dux Suavie D, 2 pruieipe« prete-
rea D. Theotonie D» 3 plerumque D. 4 Raynaldo D. 6 Jbe-
roHoliiiiitanum regDum Ü, Tyriim om, D. 8 Conrad um corr. e Com*
radum \l 9 quam om. D. 13 Kabul P. et] ac L>. 14 decrmt D.
17 lUsartium K Thrie corr. e Tirie H. Tbirie D* 18 sancü Spiri-
tiiB D. faniiliariter uai om. D. 20 quando corr e poatqnam H, poit-
quam M. 23 Hinrico H, An^'lürum corr. ex Angulonim H. 24 Ri-
curdus U, 25 i in vi aupeiacr. H » PictaveDaia Ü 26 post^nito H.
I" auperscr, H, Gotfrido D. Hritanie [K Brittannie H.
' Chateaij-ltüux. * Giaora nw Pari«. "^ Trie. • »tirbi 1188,
" »liibt I18t3. ' BretagHL»,
97. Interim orientalis militia cum rege Gwidone &pnd Ty-
"inim coügrejjata Accon*?nsem civitatera obsedit cum sexcentia
^^ere militiliiis, anno millesimo ceiitesinio octoj?e>(imo nono, menst^
^■Aii^isto. Gratidis fiducta fideliiim^ qiiod cum tarn raodicn
Pr manu obsidioneni Acconitane civitatis tani audacter inchoa*
venint inter iiialleuni et incjadem, inter Scyllam et Charybdim
positi, quia Sarracenoruni moltitiido in civitate tenuiter ob-
[ sessa paucitateni nöstrara copiose supergresfla viribus viocere
poterat et nuiiiero, ab altera parte Saladinus de pluribiis rei^nia
if. co|»ias iontraxit, que terram occupaverunt iit locuste milites
Christi cingentes et obsidenteß, Nostri vero cum iam hostibus
in eontemptum venisaent propter raritatem bellatorum, «uper-
^^?enit in anxilio opportune clasais quioquagiota vel jjlnriiimcf.i
^hogonum ab aqnilone navigani» cum viro nobili Jacobo ilc
IE Avennia \ linde nulli fideliom venire potest in diibium, quin
Altisaimus täte auxilium conüdentibus in ipso tranamiserit. Ex
tunc milites Cbristi de auxilio divinitatis rertissimi obsidionem
firniaute« vallum modicum ad tutelam sui periculi fodenint et
bde antennis et irialis navium barcaa ac repagula prudenter ae
■lacriter composuprunt. Porro Saladinus intelligeus, auxilium
(ihriatianorura anginen tari, crebros impetuB fieri in eoa prece-
pit Sitniliter illi, qui civitatem tiiehaniur, prout teraporis op-
portunitag oiferebat, hostibus suis intentabant discriioen. Et
sie per Tarioa eventus belli tempus cnrrebat obaidionia. Ba-
ai rones autem occidentaliuni partium i^ruce signati transfretautes
L,..iaborantibus in obaidione Ptolomaidis ferebatit auxilium.
1 mil.J i in li euperscr. H, Guidone D, Widone H. Timm H.
8 ociaTO LK 4 cum om. H. 5 Aconitate D, audacter corr. ex aa-
daciter H, audaciter D. incobaverunt H. Ö mallium l). Sillam D,
Seil Iam H. Charibdim ÜH. 7 iirmiter D. 10 copiilÄ om, D.
congregarit D. 12 conteplutn H. per D. bellatorum raritatem D.
18 0 in opp. fluperscr. H, oportuno D. plurimi D, 14 viro om, f>.
15 Avernia D. nuUi corr. e nulhim D. poteet nemo D- quatinus D.
16 aox ] solatium D. misencorditer transmißerit D. 19 et] ac D.
»c rep.| et D. 20 Saladiim» rex D, auxilium corr. ex auxilio H.
21 aucmentari H, in eoa impetu« öeri D» 22 oportunitatia D.
23 intendebant i*. 26 laboraatibuß corr. e liberantibug H, laboran-
ies 0. Ptholomaidis DE.
p-
' Avesoea ixn depart. Nard^
OUtm.
lU
146
98. Frethericus iniperator inaguifirtim. proiit impermlem
dec^bat tonmam, trahens secnin appuratuni et bellatonira et»-
piam per Ungariarn protectus venit in Greciani: sed Matiud*
imperator <'onstuDtiin»j»olitanus transitum ipsiun j>er U'rram
f. suam impedire cunabatun ITjult^ Fivtherioiis prince}is nia^üa-
nimus per toi am liiemem raagnam partf^m Grecie potenter ab-
tinuit et possedit. DiscordiaTii etiam iniperatoruin anxit, qiiod
Manupl legatos Fretherici Hermann um MonasterienHein epi-
äcoptiui et alie>8 viros magnos captivos in Constantinopoli de-
lu tinuit; taudem pace refnnnata legati sunt dimiasi liberi, et
Mamiel per Eüespoututii peregriins copiosuni navigium prf-
buit, alia preterea commoda, ne Terre gancte <luitiu8 differ^tur
snbsidiuni.
%K Interea s<ddamis Yeonii mitltitudine Turcorum c<iif
tr* ^regata ad im])i^diiiitmtnTi) iiii]*erati»ri,«( et dampriiim iransnmii.
At iiuperatr»r per solitudiiieiD deviani^ fameni ac sitiru aliaque
periciila per aliipitit dies passns tandem per rupe« et scopuloü
pericutose descendens cum niaxima iactura iumentorum ad ter-
ram pervenit planam et opulentam. t^nia vero Sarraceui non
opinabantur per loca tarn invia et a |)ublica sttrata r^fiiota
Christianf>s velle vel |K)HSe descendere, cautelani niodicam re-
bus suis udhibueninfc. Frofecti aunt igitur ('hrintiani versu«
Yconi«m per loca palustria^ que vielen tia nimbi iiudiierai,
adeo(|ue de loricis et scutis viani sternere |)lerique ctimpelle-
bantur. Turctirum vero multitndo maxioia obviani proci-ssit
dv Yeonio, ae dux JrSuevie Frethericus adole.scens »peelabili^
et strenniius priores acies nostronim prf>cedebat iutrepidiiA,
1 Fredericna D, imperialem om« D. 2 coronam rlecebat D, co-
ronani superacr. IL bellorum H. 8 in om. H. 4 Coiis)t.aiitlno|ioli'
taniia imperator D. 5 FredericoB D. 6 totmn I). hyemetu D
c^ttinuit pofflnter D* 7 etiam om. D. 8 Fredmci D. 9 Conftan-
üfiDpoliui D. 10 dim 1881 aunt D. 11 navium H 15 et tfam|imim
om. D, 17 flies aliquo« D. etj ac D. 18 et cum D. 20 oppina-
btmiar H. 21 cautelam ande D. 23 jinbriani IX rooUierat corr.
e molliverat H. 24 adeoqne om, D> »cutis corr. e »cutis H, 25 Thar-
corum 0. 26 Fredericui« adoledcen« dux Sisevie D 27 et] ac D.
virorum D. proc] eb auperacr, H.
' Viiibnelir («aak*
14?
pater autem ipsiiis posteriorem custodiani tiiebfttur et ric viri-
liter spreta Tnrcorum miiltitudine Vconium hostiliter introie-
naut Porro civitatis liabit-atores cum uxüribu» et parvulis ne re-
ceperuut in presidio, IVmt ali<jiiot vero dies pax cooiposita fuit
& inti^r imperatoreni et soldanum, unde uoatri civitateDi egream
<y^stra metati sunt in suburbanis Yconii, tibi conimercia cum
Sarracenis haben tes iitilia equoB et iumeota sibi necessaria cum
aliis rebus sibi prefcio competenti comparavernot. Imperattvr
acceptis viginti cjuatiior obsidibus a soidano, qui Hpectabilrs
10 videbanttir et idonei, profectus iude processit versus Armeniam,
Sed riec fediis initum nee obsides dati profueriint, quoraiou!^
periculiim Turcomm imminentinra nostra gens evaderei Ideo-
qne rex decoUari iussit obsides pro parte. Cumque Turci
multiplicarentnr, contirmum ppricuhim Ohristianis imminebat
IS ITnde per vias, qnibus li^radiebantwr, imperator 5iicut vir pru-
dens et strennuus ordmati^ ariebns incedelrat ciistodiens siius
i>ec perinitteiis eos, licet multun» provocato», hostibiis incanfce
occurrere. Tali disciplina eqnites et pedite« proc€88erunt per
dies mnitos requiem non babeiit^s nisi nootibiis, qnibus per
8*1 soilit'itudineni excubiarura recreati quieveruut aliqoanfeuli^m.
Erat in hoc exercitn vir litteratus et faciTiidus cum aliis eo
clei^iaruni prelatis Sigelngus ' Herbipolensis episcf>pim^ qui ex-
hortationibu» et conaolationiby» castra Domini confortabat,
asperitatem viarum et hostioni instantiam saln briter Oßtendena
Ȁ [iTO Christo fore tolerandam, Tempus erat' estivnm, quo sole
k^nente le<)nem luluis sirdebat, imde niagia fatigati tandem ad
^Hr>t-ü tuta perveiierunt Armeiiie. Inippratnr arnioriiiiT ^ poiidfre
^Bressu^ et Ion gl sudoris ineommodo gravatus delectatus est
^V 1 iuebatar custodiam D, aic virorum D^ 2 spreta muUitudine
viriliter Thnroorutn D, 4 aliquo^i D. 5 ad civitatem D. egresei
iUQt pacifici ex D, 6 mnt in om. l>. 8 rebus aliie D. sibi odi. D.
lißte pretio deL ne H , coTiipetenti preUo D, 12 Thurcorum DH, in
marg H. Tiostra sub deletr» unde H 13 itnperntor IK iusöit tle-
collori D. Tbarci DH. 15 unde oui. iK siiperscr. 2 H» 19 aliquos l>.
2() iu>lidtndinem V. excub.J i äüperser. IL 22 crebm exbortationl'
baa D. 24 instantium D, 28 fatigatu» IV. gravatus om. Ü. etiam 1).
nn
I * Ricbüg Godefridtts; vgl, die einleitun^.
tf. E«1. I3M
' erat - ardebat aiiid
10*
148
specie turreiitis, quem trHrisiturns eriit; depositis vesiibiis nu-
das transnatare conabatur, s^d apertis poris corporis ti cm-
hmn aqua frigida subit<i intercltii^it vitalia, et sie princ^p® iU*«
Wts»i. 109 nobilis, impf^rfitor strenninm» miles providns, vir prudentia piv-
ctpuus (liom claiisit eztreTutim mense Au^iisto ' die doniinictu
Quis explicare valebit fletum nobiliutii, plancium milttiini, do-
lorem omniiim (le taiito dui-e perdito, in quo fnit eompletutn
jto*.ii-«, I quod scriptuEi est: Kninnm (f vonsiUiurunt^ tsio itt Ulis qmist
unus (*x iUis, quia tantaiii hiimilitatem militie Christiane tnagoi-
10 ficns imi»eraior exhibuit, nt etiam humiles de plebe frativa
appellarei, et si rota carri fracta iacebat inter eundam, substitit
et alios subsiaiere fecit, donec daiupno reparato sarcina pro-
cederet. Morti principis hoc accessit periculum, qiiod exer-
citus Ulm copiosus f actus acephalus per loca raria ae divisit
ir. Nam diix Suevie in oampestribus egrotabat Armenie, nt*c tnon-
tuiiu coiiaceiideri' valuit propter iufirmitatem, Maior tamt'i»
pars niultitudinis Antiothiani pervenit, ubi post longos labort^
et iiiiiltam famem , quam passa fuit in via, oUum et crapu-
lam secuta moribunda dimiunia decrevit; reaidui ciiin dtioe
Fretherico taudem perveneruiit Ptulomaidem, ubi etiam ipse
l^ij,i adolescen» maj^iie probitatia dieni clatisit extremum '.
100. Philij>pus rex Francorum et Richard us rex Anglorum
apud Messanara preparabaiit navigium. Rex Anglie a Tan-
credo, qui re^nuui Sicilie usnrpaverat, sororem saara * accepta
af. pecnnia prfj dotatione propter nuptias secuni duxit: qae Wille«
helmi regia iSicilie * quoodam uxor fuerat.
10 L Henriews primogenittis Fretherici patri succe-^sif de-
t'uucto^ qui dorainam Constantiani heredem regni Sicilie duxe-
2 corporis pari« D. 3 aubito nintia D. 4 providus milee stren-
nuus D. 5 Augusti D. Duraiui D, domiaico H, 6 plactuni B.
7 u-nte comptetum del. scriptum D, U iter D. eandem D. 12 i
in aHos auperscr. H. garrcina, ci tn ras. H. 16 firmitatia iaoomixio-
dum D, aateni D. 17 Anthiochiam D. 19 sequuta H. 20 Fre-
derico D. venerunt D, Ptholomaidam DH, et D. 22 rex Ricardu« D
23 a T.) archancredo H. 25 pecunia copiosa D. donatioae DH.
Willelmi D. 26 fuit D, 27 Hiiiricus ü. Frederici D, pater D.
28 dorn.] mi^ericordiaiD D^
' Friedrich L atirJ^t 11^0 juiii 10. ' Stirbt 1191 junuar 20.
^ Jühiiun» * Ötirlit 1189 iiovoiuber Iti.
149
rai uxoreni, ex r[uii gemiit doiuinum Friftbericum imperatorfm
Komanoruni et regem 8icilie.
102, Iiiterea qiii Aicon absederaiit aguniste ('hristi !"a-<T-
mejxi maximani alüjuaiido iiaasi, quandoque etiam arlversontiii
5 casmim in negotiis hellicia pulsabaotur inccnomodis. Nam
pret*?r iilia, que loDgum esset ennmerare, peditum milia mm
paiica, qiii ign avium et inertiatii eqiiitibus iiiiproperabant, et
ex: condicto po?*t niiiltaa stipplicationes et dissuasiunes maio-
niTii, quiburi experientiii talin m renim oota fnit, ad castra Sar-
10 racenorum tendebant Saladirius simalato metu retrocedere
8U0S precepit, peclites aiitem Eostri spoliis onuati, cum redire
cuperent, trimcati suut in tanta qiutntitate, ut Hiivius aanguine
permixtiis occi^or»jm rubricatas magis quam cernleas preten-
deret arjuas. Tandem rex Fraucoriim pervenit Accon ' et eri-
id gens machinaä contra turrim maledietam ' cioetibns et diebus
giue intermisftione tormeiita lapidum iactari precepit.
103. Interim rex Anglormn sponsam suam premittensef.
Bereiigariam, filiam regia Navarre *, et sororeni suam Tidimm
regnum Cypri rlominio Latinonim «nbicere atudebat inter enn-
y« dum. In hac in.su la Kirsactis dominabator CrrecuHf qui nun-
cio« premitteos et mnnera in mari flnctuantes reginas horta-
batur plurimum, iit regis in arida presto darentar adveutnin ;
aed ipae prudenti consilio recasabant applicare et poteatati
Grecorum se »ubicere. Caritati» exemplum postoris imitandtim
1» subiecta declarabit narratio. Eijdem tempore tres navea pere-
grinis replet« vi tenipe^tatis periclitate fnernnt in Cypro. Kir-
sacus omnes peregrinos decollari iussit. Cumqne ad supplicinm
ducerentur, satelles quidam Kirsaci natione Normannus ani-
mam snam pro ipsii* |K>8uit et admisao eqiio velociter accor-
3« rens lictoribus ex parte imperatoris precepit, ut in execntione
«
l Fredericani Ü, regem D 2 et| ac Ü. Scicilie U> 4 etiam
uro. D. 8 edielo qui D. 12 tmcidati D, trancati sunt in marg. H,
quantitate tanta D. 13 tenileas corr. e celureaa D. 18 Beregirum D.
Navarie H. 10 Cipri D- 20 GrecQs imula D. 21 reginaa in inari
fluctnantes D, 23 ut D. 25 declarabat D. 27 diioerentur ad
ßapplicium D. 28 Kirsaci corr e Kirsunii vel Kirgatii H, 29 oc-
currenfl D-
HfW-l
* Landet 1191 april 14,
B. die einleit ' ^ancho l.
1191
150
taiiti sceleris Äiibsistoreiit, consequenttT Latino;^ HlIcKutu}^, nt
|*er fugaiii et latibula vite stie oonsulerent, hortabBitir. Quo
comperto Kirsacus satellitem interfici precepit et timen« regi»
ailveiitum portum Limizunens^^ni ' qiiantum potait iMunire pro-
cura vit eqtiituTii et peditiiin C4>pi<»»as il»idem ordinaos aciea.
At rex Aiiglorum adveniens * genteiu suaiu aniiutam per bar*
cas litias asceiidere luandavit et ipse personaliter cum ais pe-
ditans hüstiles acies viriliter invasit ae confecit post pu^ain
in<»dici teniporis. Grecus autem fiigiens a facie persequenfcis«
uullura sibi tutum in insula reperire poterat habitAcnlnifl ;
nam rex aiectis equis de inari persecutus eiim piigtiavit ciira
ipso Eon longe a portu in locis caTiipe^tribus, ubi vicfciis ««i
secundo. Set! ad montana confugit congregaris auxiliatorw
tlrecos et Armenos, Rex properaas ad casirum Scelingia*
comprehHulit ilhid et in eo filiain Kirsaci cain suppellectite
miilta. Tertio coramissia fuit pugna inter FaDiagustam et Ni-
co^iam* Ubi victus Kirsacus se recepit in caatro firmissiimu
ipKjd Biiffavent* dicitiir. Nichilomimia rex illnd expugnavit
virttite umgiia rapiens in eo Kirsaeurn, et sie douiinio totiai>>
iimule potitus navigavit Ptolumaidem. Inter enndtim ver**
iiHvim magiiam de Babylon ia venientem, quam dromonem ap-
[»ellant, impugnavit vebementer, qne Accon ingressura fuit ad
sülatiiim obseasorum, refd^fta bellatnribus et armia, victualibu!«
ut igne ßreco et serpentibua vi vis ad toxicam conficieudutti.
Ilec dtntiiis inipu^nata et tnultum defensa tandem in proftin-
dum dimer8a cum büs, qiie portavit, omniuu periit»
-* 104. Post adventuin regis Anglormn^ ad exereittiiu Sar-
raceni dititina obsidione defatigati cognoscentes , SaUdinum
*
1 con auperäcr. H, aubeequenter tiubiunxit D. allocutus est D.
3 äütellii] it Kuperscr. H. 4 Limicenaem D. munire oui, D» 7 pe-
*!eB D* 8 viriliter viriliter D. 10 poterat reperire D. U per^-
<iuutii8 H> V> comprendit H. Kiraaci corr. e KiraaDi H- suppellec-
iili D 16 Fumagaaam DH* Nicossiam DH. 17 victus om. B,
Castro j presidio D. 20 Ptholomaidam DH. 21 Babilonia PH- a|i-j
pellaverant D. 22 expuguavit, ei super deleto et H. 2S solatinmf
corr. e sollatiuiii U. 24 et ign] et om D. snperecr. H. 25 mu\^
tum corr, e multa H. 26 di versa D.
I
I
* Limaflol « 1 191 Mai 6.
Norddstlich vod Nicosia, ^ Juni 8.
fCeriiiiai daa alte Kerausiia»
ISl
eaüi «olvere iioii po6se, c«>nsiliimj iletlitioni» inierinit, tiuia ma- ihm
chine re^is Früncortim iara viam tecerant per muruiii et regis
An^lie fama pluriraum eoa terrebat. Üesperatis ergo n^biis
huiasmodi pacta pro longa concertatione finienda composue-
miiti nt aperta civitate Christianis, ai SaLadirius lignum do-
minice cracis, quod in prelio perditum fuerat, e<Tlesie Dei re-
fttitueret, cum omnibus captivis, cpii in siia tent^bantiir piite-
ütate. liheri diniitterentnr defeosorea civitatis, sin autenif capi-
tibu8 truiicarentur, Noatm igitur urbem cmn victoria et gra-
iiarum actione ingredic^ntibas Saladiims ne retrahens ad diem
et lociim constitutum cum mnltitudine captivornm, quos ad-
düci itisserat, redtit. CleniB noster sperans, se dominicain re-
cepturum criicem , nudi« pedibiis et sacris ve^tibim processio-
naliter obviani venit, militia u;radatim incedebat armata , et
cum veraciter intellectum esset, crucem sanotam nequaquaoi
adei^e, rex Anglie inter acies Saladini et nostras captivos de-
collari iuasit non veritas Sarracenorum multitudioem j»re8en-
tem, K^icuperata est Accon civitas anno millesimo centesimo
nonage^tmo primo, nien^e Jiinio V
105. Rex Fmocorum in terram suaui rediit, comen Flan- ^f-
drensis* defuuctns est ibi et alü molti nobile^ in obsidionr
vel regressu mortui .^nnt. Saladinus urbes maritiraas iam de-
struxerat, unde babito cousilio rex Anglie pro Joppe repa-
randa Ptoloinaider>i egretlitur. Et ciini proofderet, multitiido
TuTCf^ruoi maxima congregata nostros ab omni parte iugiter
infestabat. 8ed po,st transituui fluniiuis Dintricti " cuui posk'-
riores acies riiuiis acriter urgHrerit ininiici, rex draconem, quo
pro vexillo utebatur, explieari iuHsit ordinans legione« ad pre-
1 non poBse eam solvere. 2 murum| viam D* 4 lon^a corr. e
longo H, longo D. tione in raaura H, certamine D, ßnlenda corr. e
fiigienda H, 5 aperta corr ex aperte H. 6 prodituiti D. 10 po«t
te delere vi«3etur et H. 13 crucem fore r<?cepturuin D. 15 non D.
16 Saladini oiii. D. noatroa D 19 uodecinio P; primo om. D,
Janii D. 20 comee euper deletc r&x. II 21 def.l mortuun 11.
22 iam vi (VI?) maritima» urbes dtjsiruxit D, 2o repparanJa H.
*24 Ptholomaidam D, Ptolomaidaiu H. imiltitudo maxima Tliurcorum D,
26 infeatabant D. 2B pro om. D. ordine» D.
' Die Übergabe erfolgte juli 12. - Uraf l'hilipp von Flandern
Btirbt 1191 junJ l, ' VgL einleitung.
tiity liuni, et JHxtfi ranale Bulcilt^rum * iui|>eluiu facialis m hni*lit«»
Hcies pugiia comruissa Saladini robur confecit. übi cecidit
occisus Jacobus vir Bobilis de Avetinis *. Exiiide rex Joppen
reparavit et Ascalonera, aed Francigene tilteriua euni sequi re-
ft cusabant, unde sine ipsis L>aruiii obsedit et per octo dies mo»
ram faciena vi cepit illud et destruxit, Fost Joppen mumtam
intellerit rex, carvanam niaximam ex E^pto Jerusalem tf»ii-
dere, in qua camelorutii iiuiltitiulo eopiosa species arornatiral**»
vf K.«, n»? et alias nierces precioaissimas ac inestimabiles deferebat. Quo
i<j cogiiito rex per exploratoreü de turone militttm ueque ad Gi-
ttern am rubeam cacurrit et, licet carvana custodiam baberei
Iac arniatorum stipata bret caterva. Tiriliter tarnen in eain
iiiipetiim faciens ipsam cepit et spolii^i mnltis lücupletavii ex-
ercitttm. Post hiiiu«iiiodi maguifica facta rex audiens, rpgt*iii
lÄ FraiicoriiTn terrara suam invasiase, preparato navigio apiid Aixron
redire disptisuit Aöcalona destructa sed in Joppe presidio posito.
106. Interim Saladinus eongregans exercitum Joppen ob-
sedit et erigens machinas prinio die sui adventu» tanta W
niolarium iiiuros con€Usait et pro partt' destruxit, quod despe-
80 rant^^s Joppite patriarcbani * et Albericum llemensein, qrioe
ibidem reliquerat liiclmrdo.^ rex pro pactin deditionis, emise-
runt ad priucipeni hostiuui. Hoc pericidum nunciatuoi esi
regi apnd Accon constituto; ipse vero compatiens Christiam-
iatis dainpno licet in procinetu iam mnet redeundi^ armatis
w galeis et aliis navibus ad liberationem profectiiii est in peri-
culo uiortia ])osit<irum. Sarraceni victores civitatem iani re-
pleverant, Christiani se receperunt in turone nicbil {tliud ex-
spectantes qnam morten) et servituteni perpetuaui. Rex im-
♦
1 Babaloruu (K)rr. e Bubulomm H. 2 Sal.] la soperBcr. H. de-
tecit H. 3 Aversis D. 4 reparavit om. D. Aächalonem D. Fraaet D.
7 cartanain in raa. H, carphanam D. Kgipto DH Jheraaalem D.
t-endere om. D, 8 es in itromaticttlea poölea addii H. aromaticA9 D.
9 prece« D. 10 Tbwrone D. 11 carphaiia D, haberel cuBtodiikm D.
12 hat! D, 13 etl ac: D. 16 Aacliolona D 17 interea D. 20 Jop-
pitem D. RemJ epiöCöpuni addit D. quem B 21 Richardat rex
om. D. pactione D, 22 e«t om. D, 27 thurone D.
^ In der näbe von Arsuf.
d Ulf Uli, stirbt 11^3,
^ Stirbt U9l »ept^mber H.
1S8
rüvisiis adveuit libemtor eorum de gentibiis iiacundiB, qui,
licet equos non addiiceret, jni|y;navit tarnen virilitier contra
niultttudiiieni perfidorura inniimerabilfiin quam violent^^r eiecit
de dvitate steril ens fugiente-s. (Jude propter horrorem et te-
6 toretn cadaverum castra metatus est extra miiros eitendi fa-
cieus tentoria pauci^sima. Saphadinus ^ quasi in pignus ami-
citie equuiB misit ei oris duri netjuiter exspectanSi ut regem
Bed8c>rem non valeiitetii refrenare iumentum inter hoßtiks acies
precipiiaret. Mane facto hostiuni mnUittulo tentoria regis cir-
10 ctimdedit. Qiii misaum a vtro doJuso dextrariuni non ignoranB
fraudem ascendit et per luedios hostes cum paucis precipiti
rursu civitateni introivit, ubi recepttiH est siciit angeliis Den^
qaia credebatiir esse perditus cum omnibns aliis, qni securn
pernoctaverant. Deinde ordiiians acfe^s pngtiavit cum Saladino
la ipsumque retrocedere coegit ml sfiatiiim miliari?« unius ad locnni,
qui Casale de piano' oinicnpatur; et sie f>opiiUis libenitiis
laudem dedit Deo, Patriarcha vero cum hÜK, ipu ante ad-
ventnm regis de salute sne gentis cum tjrranno tractaverant,
ab eodern retenti et supplicio deputati migravermii ad Do-
i-o minnm. Postea rex t(enerali treu«^a cum Saladino composita
transfretavit ' , sed tran^ieus per Älemanniam a duce Austrie
captus imperatori Henrico fuit presentatu«, qui tenens ipsum
in libera custodia honoravit pliirimum. Tandem pecuniam
acceptans ab eo ducenta videlicet milia rnartarum argen ti ili-
aa misit liberum. Nee longo tempore post Imperator profectus
in Apiiliam Salemum expiignavit poteuter. Panorniitanum pa-
latium ac totum regnura Sicilie aifn debitiim victoriosu^ ub-
iinuit. Quem eoranavit in Imperatoren i Celestinus papa.
^^B 2 addncerent D. 4 utide — paucietBiuia um. D, 5 iiiuroH au-
^^Benscr H. 9 regis oin. H, IQ circum dedit covv. e circmt dedit II.
^^^8 esae om D. illift D. 16 populuö Dei D, 17 laude« D. in D,
ante ante delet in H, IVt eo H. d^benti IL 21 md oin. D. Ale-
ttmniam D. 22 Hiurieo H, 24 videlicet dueenta D. marcharum Ü.
26 Appuliam H 28 obt.| addit D: Sic civitas «aiicta peccad» nostde
exij^entibuH [lernuinsit in pote-Late paganornm, Hanc hiatoriam cum
magna stili brevitate cotnpilavit uiagister OJiverua scolasticuu Colo-
un
* Brtider de« >?aladin.
Oktober i^.
- Jassur bei Joppe. -^ Die einschiffting
154
M97
^^ 107. YänUolla n'giim Jenisaleiij viventr Uwidone nitp5<H
Gonrailo marchioni de Monte ferrato, quem Hassesstni sicarii«
cultris interfecerunt in Tyro*; tertio nupsit Henrico Canaiin-
nie, qui per fenestrani lüriciilis carentem ex improviso cadeT]>«
^ exspiravit; quartii nupaii regi Ueimerico. Sybilla et Veabella
fuerunt sororea; Sybilla nupsit Gwidoni rej^i, Ysabella tmpsit
Ansfrido * de Tirraiiü, secundo nupsit Courado marchioni de
Moot^:? ferrato, et plus vixit Gwido rex quam Conradus.
11)8. Iniperatore Henrico in Sicilia constituto secunda ».*x-
10 peditio traiLsmarina titit ordiuata, in qua precipui fuerunt
regiii Teutunici barones, Conradus Magnntiue sedis arcbiepi-
scopuö et sancte ecclesie Romane cardinalis, Ounradiis* imp*-
rialis aule tmncellariua, Henricus comes Palatinug, Heunais
diix Bnibantie et plure^ alii, Qui conjjfrej^uti apud Accini
IQ marescalcnoj fecerunt Henricum de Caladin *, iustitiariutn op-
tioiiim^ düceiii autem Brabantie *, viriim strennuum, inodestuiD
et castuni, capitaneum elegeruni; et* sie per terram et mare
profecti sunt Berithiim plurinium eos urgente multitndine Tur-
corum iu via^ qui loontaiia tenentes s»»xis pugillaribus et sa-
30 gittarum grandine requieni uegabant progressiiriü. Berithenatn«
Sarraceni desperautes de civitatis defeusione se receperunt in
Castro inonitiasimo, et cum naves Christianorura advetitarent,
egresai sunt communiter de presidio ad claaaem considenm*
dam et nunierandara. Paiici vero Christiani captivi remani9e>
^6 runi intus, i^ui obseratis portis asceudernnt in arceni et »ignu
Christianitatis sue dato in a|>eL.ula venieutem exercitum ter-
restreui properare fecerünt. Quo mo Sarraceni fugerunt omne»,
♦
niensis aptid Damiatam et haue qua Sequilar attno tnillesimo daeente-
öimo decimo nono. PYnis hist. reg, in D,
1 Yflibella H, Widone H. 2 HtiflsesBini oorr. ex Hesseni H, *i-
rarüf^ corr. e «iccttriis H» ?i Tiro H Hinrico H. 5 ante regi M.
Hinrico et addit i«nst regi Heiioerico 2H 5 et 6 Sibilla H. 6 WU
doTii H SWidf> H, 9 Hinrko H Sicilia corr. e Sil ida H. 13 Hiu^
nciiB H. Paliitinus corr. e Palitinii» B 14 Brabantie corr. e Bra-
handle R 19 tenentea corr. e tennentes H, 25 po«t intua deLqui
reiuansemnt intus H. 27 fugerunt €orr e fugierunt H.
' kpvW 11U2. ■ HunfVid. " Binchof von Hilde«beim. * Kaldea
** Heinrieb von Brabant, ^ Von hier ab tat keine quelle uiehr nacli*
wei«bar.
155
H nie Dominus Bt^rithniii servis suis reHtitnit repletuiii victua-
libiis et aroiiä, anno millesiino centenimo nona^esirao secundo '.
109. Ex lioc niiracülü Christian i confi^rtati Tiirouem *
castruin munitissiraura obsedenint in lerra Zabulon et Nap-
ft talin)« fjöod defensores dedere volebant sub pactione vite et
restitiitinne quingentonim captivonim. Hanc ccmditionem re-
cuüabant T<^ntonici stalte nimis^ quia illi, qui fuerant in pre-
sidio castrt Beafort ' et aliarum ninnitiotuim 8idotiis, idem fe-
cissent. De sua ver»» virtute fallaciter fonfisi machinia et
»0 aliis instrumentis aggressi sunt cjistrum. Taudeni autfodientes
aiurum magnam eiu^ partem precipitaverunt; castrenses ni-
c'hiloruiuus viriliter se upposuerant introire volentibus, Pf »st
ho€ Sarraceni renovato deditionis tracfatn obsides dederoiit.
Sed sive severitateni Teutonicorum luetuenies, sive Babylonio-
u mm audientes adventum, relictis ob<iidibas motaveruntconsiliuni.
11<\ Interim raoHiuis est Imperator Henricus* in Mes^ana
in etate iuvenili, princeps valde discretu8 et lingua latina com-
j>et*jnter emditus relicto parvo filio nunc imjjeratoTe niagni-
fico. Iliis rumoribus adversin a^cessit eis, qui in obsidioue
*o Turonis raorabantnr. pericnluni advenientis exeixitn» in multt-
tudioe gravi Babyloniorum, nnde qni pacta ChriHtianitati phi-
rimnra |vri>futnra recosaverant inire, relictis castris et intirmi)-
mm nunierositate turpi tnga per noctem se recepernnt in Tyro,
metjye Febmario in purificatiuue beaie \ irginis. Sarraceni
2» himiliter eaden» norte |>er aliani viam fugeruut.
llh Hiis ita gestis urtum est scisraa iu im^jerio, nani
imperatrice defnncta cum dominuä Frethericus parvulns utro-
que parente foret orbwtus, nmltis etiam adversis casibm ex-
positn« nntriretnr in Sicilia, rpudaai de principibu?^ regni Ten-
A« ionici, quoruui preripuu.s fuii Adulfus Gcdoniensis archiepi.sco-
pu8, elegerunt in imperakuvm OttcmeuL Pictaviennem* coniiteni,
4t
7 a in quia superacn U 16 Hinricus H. 21 BaUilonionim IL
plurimoiii com e plnrimam H. 25 fugierunt II. 29 öiciba rorr.
e Silicia H. 3 1 Ottoueiu corr. ex Octoneiii H,
ni*i— «
' Vielmehr 1197, * Jetxt Tibnin. ' Nordöstlich von Tyrug,
* Stirbt 1197 ««ptaniber 27- * Oewöhnh'ch von Br;mTigchw«i|? gennnnL
vgl. wegen dieser bexeichnuiig Winkelmann, Phil. v. Schwaben u. Otlu
V. ßr. 1. 8 74 f
lt9B
156
n^H tilii Pbi1ip|>uin tliuurit Stu'vif. |iatniiini pueri, (|tifm t)i]iiluti)
manno« comes Palatinus de Qiiidelenbach * sedentem in con-
el&vi tempore miiiutiunis ^ue nichi) tale timerifcem netjuiter |
int^erfet-it ^, Cnius mortem Henricus de Caladin adeo pexwe-
f> cutiiB fuit, cpiod eiindem sicarium viriliter occidit.
112. Iniiocentiiiüi papa, qui successit GelesÜDO, favon*Tn
siium inipendifc Ottoni et euni Rome coronavii in iniperatomit
i|ui niinimn ingratiis benefactüri suo patrimonitiin saacti l*etri
staÜNi pi>8t Hceeptaiii coronam invaüit nee pepercit puero, ^
1«» Apuliam hostiliter ingressua Deuni et homines contra se pro-
vocavit. Ideotjue »uminna pontifex multis premissis ammo-
iiitioiiibiis exrommimicavit eum, deinde barones ab ipsiim fide-
iitate absoWit ut nie imperio perdito mortuas est in SAxonia
cum .sigiiis maxime contritioiiis.
»» 118. Iiiüoceiitius papa ingenio, iHcmidia, memoria pru-
lelleos erat, in iure ac lege Domini eruditus valde, aiagna-
nimus plunmom, qui contumatiam regiuii et altomm princi-
pum cum presserat; regem Francorum Philiivpuui iiicorem »nam.
.sororem vegis Danie, ijnam abiecerat ssuperducta Teutonica,
2*1 [»er iiiterdictum Prancie recipere coegit; Jahannem ri?gt?ni
Au^lie, qui udmittere recu«avit ad sedem Cantuarienaem car-
dinaieni snncte lioniane ecclesit' dominum Stephaniiiii vita et
acientia fiilgentem, per senteiitiani excoiumiTnicationia et iiiter-
dictum Atiglie in tantiim bimiiliavit, ut ipse et siiccessores sm
afi a sede aposfcolica regnum accipiant in perpetuuni cum annua
stdutione pecunie magne.
114. Temporibns eiuadem pc^ntificis populus aquilonaris.
qiii ambulabat in tenebris, vidit liicem magnam catholice fid^i,
Nam gens Livoniim, Estuuum, Prntonum variis erroribus de-
tio luaa ignorang Dei filium et incarnati verbi mysteriuni, nnmina
gentih'nm colebat, driades, amadriade«, oreades, napeas, hu-
mide«, satiroH et t'aunua. Sperabat enim sibi lucos, quos ,
niilla seeiiris violar«' presnuipsit, ubi fontej et arbores, mootea I
t e in Sue superacr. H. 4 Hinricua H. 5 persequutns ß
7 Ottoni corr. ex Octoni H. 10 Appaliam H. 19 Dacie H 26 »o-
lutione corr e eoluvo ü, 2Q bivoniim super deleto LaÜnovum li.
31 iunadr.J ad superacr. U«
* Wittekhack ' 1208 juni 21.
157
ei oolles^ rupes et valles venerabatur^ quasi illiquid virtutis et ii98-iiitj
auspitii reperiri possit in eis. Nunc auteni nanaiu doctrioam
»ecutu, all epif>ci»piim et pastoreni aniniaruin suanini con versa,
JhesiiTn Christum^ pontificibus suis obedieiia ecclesias edificat
n et frefjiientat, legibus Christianis pro nia|?Tia parte 8ubiecta,
Preterea Conötantioopolitana civitas scismatica in *liebus suis
exptignata in dominium transiit et potestatem fUimtianoruoi.
Insuper Tolosanum crmiitem, receptatorerii et defensorem he-
reticonrni , humiliavit et Albigenses hereticos per lar^as re-
in mtssiones catholicis indnltas ad nichilum detloxit. Quos primo
looi> per predicatores humiles et litte rato« ad orthodoxani fidem
redocere studuit, deinde (piasi contra ethnicos et publicanos
peregrinos armatos transmisit.
115* Amiramomelinus rex Cartha^^inis in tantam surrexit
tA olationeni, ut mLssis litteris blasfemia pleiiis generaliter orunes
Christi cultores ad conflictum invitar^^t, unde propter indul-
gentias a domino papa factas de duobus regnis Fraucie et
AngJie multitudo maxiuia conveuit apud Toietum ; stfl qui mi- m*m*.
nl^tii erant tton furrunf diijtti diem cnuflictus exspectare, nee
»«I placere Domino \ idebat ur, ut diaposita * elitus victuria multi-
ttidini bellatorum ascriberetur, et licet rex Castelle * liberalis-
»imus et niiles secundum etatis sue vires strennuus larga
manu stipetidia distribneret, reversi sunt tarnen ad propria
paucis remanentibus. Dux Auatrie' propter viarum intervalla
lÄ tarde venit nee aasequi diem belli valebat, Rex auiem Ca-
stelle, Arnigonie' et Navarre* in fide trinitatis et cum signo
unitatis transeiintes Portum^ obviaYerunt pnncipi perfidie, qui
licet eminetitiorem locom occu passet et numero equitum et
peditum Chriatianos uudtiplieiter vinceret^ nrtute tarnen di-
so vina f^uperatns, in bello fu^ratus evu^it cesia militibus Sarra-
*
1 venerabatur corr. e veneralianiur U. 3 sequuta H. 5 magna
corr. e magne H, 7 et superatr H. 8 Colosanmu H, 12 i in
ethnicos «uperacn H. 14 Amiramomeliiius v.ott, ex AmiraiiomelinUB H.
Carta^nia H» tantam corr. e taratam H. 26 Navarie H, 29 vin-
ceret corr. e veniret H
' AlfonB Vin. * Uopoh.1 VII , ' Jakob I. * Sancho TIL
fortiä. * Die »chJacbt wird gewölinlicb nach dem orte Navea de To-
ioflu genannt.
158
tm— 3 ceuoi'um jiinlti^ **t Hinis^is civibitibus m castris plurünis. Pac-
tum est bot' belhini atmt* inillesimo dneentf^simo diindecimu,
jMii »« xvi. dip Julii feria secnDda.
116. Post hanc ^loriosam victoriam ideni apostolkiii
f. orientali ecoAesie comjmssus pn^dicatores cnicis per re^a miMt ,
Opcideiitia cor appooens ad liberationeui Terre sancfce, oratio-l
nes geiierales instituit, coiiciliiim indixit in Lateran ensi basi*]
Hca anno iiiillesim*) durentt^siuio tertirnieeimo menae Noverabri.j
<vui interfiienuit ijiiadriii^eiiti et tredmnj epi^copi, abbatiiiiij
\*i et aliorimi prelatonim ecclesie iurba coiivpnit, que diiiumeraril
facile iion poterat, Ubi priiicipaliter ordinatuni fuit de hii«,i
ijue ad subsidiom Terre sancte pertinebant; terminiis etiam
generalis expeditiunis prefixus erat. Infra qaeui idem sutnniQ«
pontifex obdorniivit in Domino'. Vm siuTesi^it Houorius papa, ^
if. cpii de laiere suo niUit doininuin Pelagtuiu Albanensem epi- B
!4copiim apostolice sedis legal iiiy in transniarinas partes ctttii
pütestate magna. Magister Uabertii;^ tittili sancti Siephanij
in ('elici monte presbiter cardinalis et priaceps Rotnanus cumj
exereitu magno Homanoniru militum et popiilarium, eqnitum
^ et peditiim, arnionim apparatu magnißco ac victualiutn copta)
SP preparavit alacriter ad obRpquiuni Domini iiostri Jhesili
Christi, cni est honor et gloria et vir tu« et pot^ntia jK»r otnniaj
Hecula seculorum. Amen*
7 constituit et J. indixit corr. e infltitint H^ indixit quo celebinvit
in baeilicH LaterÄtienai J, Latteranensi H. 11 loerat J. 14 Hpt4v*1
riuB H. 16 tatuquam generalem apüstotice uedis li^gatum J. 17 Riio-1
[»ertuH J. 22 per o. a. s. H, miper oiUDein |ir]uci|iatuni et poteilateiti« ]
virtuteiii et dominationem J. 2;i amen am J,
' Stirbt 12lt> juli HJ.
IV.
Historia Damiatina.
161
Incipit historia Damiatena, cui magister Oli^erus pre-
cedentis efc buius operis compilator et sancte crucis
predicator interfuisse non dubitatar.
Proemium, Letetur mons Syon et exuUmt filie Jude ?■. 47, »
B propter iudicia tua Domine, Confiteantur Domino, quonmm
unagnipce fecit ; scribentes et predicantes annuncient niirabilia j««i. 1«,
Dei, qui mamlac'd sanctificatis suis et vocavit servos in ira Je«*!. 13,
sua exultmites non in propriis viribus, non in operUms iustüie, t». s. 5
que fecerunt ipsi, sed in gloria maiestatis eins, qui est in om- Kom. 1. «
10 niims henedidus in secuh. Terra enim, de gua oriebatur panis, Job n, 5
qui de celo descendit in loco nativitatis sue, ferro succisa est joh. «, S3
et munitionibus multis, quas inhabitabant perfidi; locus Sa- Job», 6
phiri, lapides tcrrc huius, quia fuit possessio patriarcharum,
alumpna prophetarum, doctrix apostoloriini, mater fidei, ffkhe .'ob«8. •
nillius aurum, quia sibi caritate coheserunt et religionis cu-
stodes nunquam in ea defuerunt; que quondam libera post
multos gemitus et crebra suspiria iam exultat in spe et de
*
1 incipit - dubitatur om. ZBFQPMAD, Z incipit: de magnificentia
dextere virtutis Dei opusculum Oliveri, F incipit: Incipit historia capbionis
Oamiete capitulum primum. 4 proemium om. ZBF6PMAD. etetur BP.
Sion H. 5 iudicium A. tua ora. GFAH. Domini FAH, Domine corr.
e Domini G. 6 annuncient om. PM. 7 eins ZBFG, Oomini P.
que ZA. servos suos ZAGM. 8 ezultantes corr. ex ezultentes ZH,
ex exultationes P. S) fecerint F, feciraus nos ZB. ipsi om. Z. mage-
statis P. est ponit super omnibus 1 H. 10 secula amen PM. enini
om. PM. 12 et] in BFGMA. Saphyii ZB. 13 hus G. eins P, om. M.
que Z 08 superscr. 2 H. 14 alumna M. 15 autem F. aurum in
hiig ZBFGPMAD. quia corr. ex qui H. qui ZFGPMAD. adheserunt ZM,
coadeserunt P. religiones AD, relligionis H. 16 in ea nunquam D.
que om. ZB. non libera FG, delibera PM. 17 genitus om. D. crebraj
longa P, longa M.
0UT«r. 11
IV IM, K boiiitHt^ liberatoris sui ronfisa gaiulL^ns gfiudebit rvfuotn virtia
peccatorum a mrtr iustorum. Sane que vidimus et andiTimus
et veraciter intellexiiniis, scribimus omnibiis orthodoxis absqiie
falsitatis ammixiione, ut quicqnid est virtutis usquam assurgat
a in landein Dei et gratianini actiones.
iti7 L Anno millesimo ducentesimo decimo äeptimu exspirante
treuga Christianorum et Sarracenorum in primo passap^o ge-
nerali pcist conciliiim Luteraneiise cungregatus est exercittis
Doioini in Accon copiosas cum tribus regibns Jerusalem \
'0 Üiigarie" et Cypri *, qui inystica niiinera secuni non deferentes
parimi e^enmt memoria dignum, Aß'nit diiic Au.^trie*"et diix
Meranie ^ cum multis comitibns et viris generosis ac railiti»
magna regi Teutonici. Aderant episcopi peregrini, archiepi-
scopiis Nicossiensis "^j Jorienais', Agrenensis^, Ungar iensü; ',
•
l gaadebit in re ZBF, gaudebit in remota O. 2 qui H« Sjre-
raciter om. H. ortodoris ZBfl , poat orthod. raeura A. 4 falsttA-
tatis P, admixtione ZB, amuüone et in marg. amistione P, amistioTie M,
amixtione A. quldq^uid ZPAD, quidquid eit uücjue ad virtutis fa^tlginm
aasurgat M. uaque virtutis P. 5 et in M, actionem H, addtt Z:
Hec de divinia virtutibua et peregrinis, addit F : Explicit prologtis. Ca-
pitulnm secundanh G anno gracie ZBM, anno igitur grade Füg.
qninto Gg. exspirante corr. es. eipugnante H* expirnnte BOPMAD.
7 Agarenorutn PM, Saraoenorum A. in om. Gg, precedenti Gg, pa»-
aaio Z. B Lat | addit Gg: qsiod celebratutii fuit a domino Innocentio papa
illina nominis tertii in Kai Novembriä. 9 Akon [corr, ex Akaron Z| ZB,
Aciion F, Acchon M, Acon A* copicjaua in Ackon Gg. JhenjsaJem ZD,
Jeruaalimitano Qg, Hierusalero M. 10 Hnngarie FPGM, Hnngar, A,
Hungari» D, Hnniraro, o in ras. H. et om. GPAD, Cipri G. mistioi
ZFOGgPADH. nmnera vel dona Gg. aecum om, ZBM, non secnm Gg.
non om. D. fei'entea G^, II AfFuit i^ciam ZB. Aiistrie vulgariter
OBtricbe P» Austrie volgariter Oatriche M. 12 Merannie ZB, Mara-
vie F, Navarrie com e Naravie G, Bavarie PM, Natavie A, Moravie l>,
Maranie H. gener.] nobilibua Gg. ac] et FH. 13 Thetitonici ZFOM«
Theathonici HP, Theotonici AT», aderant eiiam PM, arcbiepi^copt A.
14 Nycosaiensis et 7 miectensls etc. Z, Niccnsi^ienaiB F, Nichoaiensis QOg,
NycossyenBjB P, Nicosiensia A. Joi\] ais postea a<ldit 2 H, JorienuB
om. ZGgB, Jonennia et FA. Agr. om. ZGgBPM, Aygrenai^ F, et
Agrenaifl G, Agrensia A. Ungariensia om. ZGgB, Hungarie FM, Hnnga-
rienab GAH.
1
^ Jobann von Brienue, seit 1210 könig. ' Andreas, sobn Beins HL
(t 1196 april 20). ^ Hugo von Lusi^nan, seit 1206. * ICerxog Leo-
im
Baiocensis ^ Baveiibergensis *, Sicenais*, MotmsterieiiHis * et
Traiectensis ^ et cum fds vir potens et Dobilis, dominuR Qatthe-
rijs de Avennis*, qui reversus in passagio verDali quadragiiita
milites reliquit in aervitio Terre saiicte, quibus providit aunip-
i tua sufficieotes per annutn, Bavari insolenter et contra legem
peregrinorum se habuenint hortos et pomeria Chnstianonini
destrtieiido , eicieutes etiani de hosjiitiis suis religiosos, riec
hm content! Christiana^ interfecerunt Dux Aiistrie sicufc
princep» catholicns per oinnia Christo militavit.
j 2. Patriarclia Jerosolimitanus ^ cum magna hiimilitate
cleri et populi toi Jens reverenter vivifire crncis lignnm feria
ISIT
1 BaiocenexifiiB Z , Bayosenaia Gg. BabeDbergensis Z , Babergen-
MB BA, om, F^, Baveng^ergenBifl P, bergensis pofltea addit 2 H. Cy>
1 censlB, in marg. alia mau. : episcopus TjreBfiis Z, Ciceusia Gg, om. F,
corr. e Siccensis H. Manaateriensie P, 2 TraiameDsia Gg. nobili«
et potens ZB, i>otena et om. FGg. dominus om. ZBFGg, Waltbe-
nw ZGg, Öa!teru8 BFPD, GuaUerus GM. 3 Davenie U, Avena Gg,
Advedi OB in luarg. al. man. A venia GP, Aveflnes M» Avenis A, paa-
taio Z 4 reliqind ZG, aerv.] v auperacr. 2 H. aancte Terre PM.
Bumptus om, D, in aumptua F, suniptua providit Gg, 5 aafficientes
om* M. per annum om. Z. Bawari ZF, Bauverarii G, Bavari vero G,
Bavarii P, Bawarii A. insolierter P peregrinortim legem Z Chriatia-
nonitn PM. 6 ortos GGgH, in ortoa P. 7 eieientes — religioaol po-
niint post interfecerunt PM. etiam om. M. bospitio aao G^^ domibna
Buia PM «uis om, P, superscr, 2 B. relligioaoa H, 8 hia HGPM.
contempti A. occiderunt PM. HJcutJ tiiinquüm D. 9 omnia (auda-
biliter [corr f* laudabilita A] ZBFGPAO. Deo laudabiliter Gg, Cbriatn
laudabiliter M. 10 Jeniaalem BGg, Jberusalem Z, Jeroüolomitaniis H
hum.] devotione Gg, U mirifice sancfce crncis P.M.
Beap
id Vf., der scbon 12P2 in Spanien gekämpft hatte» vgl. Hist. reg.
eap. 115. * Herzog Otto von Meran, er kebrte vor junuar 1218 wie-
der heicn. * Euatorgius von Nicoaia. ' Biachor Peter von Haab.
* Thomai^ biscbof von Erlau» er stirbt aber nicbt wie cap, 16 gesagt
wird, »ondem ist aeptember 1219 aufgebroeben und heimgekehrt, Röh-
ricbt, Studien zur geach. d. fünften kreuzzuge« *?. 31. " Embiacbof
Bertbold von Kaloksa.
» Bischof Robert von Bayetix - Bi.?ehof Ekbert von Bamberg,
graf von Andecba ^ Bischof Engelbert von Zeit». * Bischof Otto
fon Mtineter graf von Wüdeehausen, er stirbt l'ilt^ märz 6 vor Ca«area,
vgl. cap. 7, Weatf. DB. II!, 63. * Hiacbof Ott*> IL berr »tur Lippe von
Utrecht. **' Weither von Ave^nea fd^'p, Nord). ' Radulfu»
»exta post festum nmnüini Sanctorum proffM^tus *^st ab Accon
in Castra Dümiiii , qiie precesserant ati UecordanaDi '. Hoc
aiitem diilce ligiiiim post Terraoi sanctaiii perdihÄiii reserva-
tum fuit ad hec tempora, Imminente siqnidem conflicin Sar-
6 racenorum ctuii Christianis tempore Saladini, siciit a senioribuB
accepiiiuis, crux secta fuit, pars ad prelium delata et ibidem
perdita *, pars reifer vata» que nunc exhibetun Cnm tali vexillo
ordiiiatis aciebiis processimus per planum Fabe^ imque ad
fontem Tiibanie * multum eo die lab«»raiites, et premissis ex-
i<) ploraioribus videniea ab adversarii.^ coocitari pulverem im-eiii
* fiiiMius, utriini contra noa an fiif/iendo properarent. Seqiienti
die per nioütes Gelboe, qoos habuiniiis ad dextram et paluikm
ad sinistram, profecti siimus Betlisanam *. nbi castru fixemt
adversarins ; sed metiiens tarn ordinate precedentis et tani co-
ir* |jiosi Dei viventis exercitus adventum tentoria tolleos et fu-
giens terram vastandam militibus Cliristi reliquit. üude Jor-
ifl danem tranif^eimtes in vigilia saneti Martini corpora noatra
pacifice luvinnis in eo et qnievinnis per bidinini ibidem copiam
victualinm et pabiili reperientes; deinde super litun maris Ga-
1 eexta feria PM, ff:^«tuni om. A, omniuui Sanctoram festtitti I>.
est om. B, iu marg. 2 H. Akaron Z» Akon B, AchoD F, Ackon Ög.
Aoolioa M, Äcon A. 2 caätnim A. qui A. Eecordaciam A. hie M.
ä autem om. A. 4 afüictu , et super delet. af acribit con 2 IL
Saracenorutii €iA. 5 soklani BH. Sahaladini F, Salahadini Hg, Sala-
djui A. sicud Gg Benioriobua A. 6 tvccepimuB a ««nionbii« I»,
crax Baiicta secta Gg. 8 Phabe Z. 9 Tabany« Gg, Trebauie M.
eodeiM PM. die om. G, 10 pul verein ab adversariis concitari GgPM.
pulverem condtari ZB. H utr.] au PM. sequeati igitur PM.
12 dexteram ZBFPMAD. L3 siniatrum PADH. fuimus A. Betbsaj-
dam Z, l^ethaaiflani ßll, Betsanam F, Bersanam Gg, Bethaniam PM,
Bethsaaiam A, ubi) vero (Tg. fixerant adversarii Gg. 14 sei P.
procedentes ZBA, procedentis FOM. copiose P. 15 ante Tirentit
delet exercitus A. adv. corr. ex adventus D. temptoria P. 16 Christi
iiiilitibuR Z. reTiquid ZBGA. inde PM. 17 Jordaaen F. trani^eiiDtefi
JordaBöin PM, 18 lavavitnu» pacifice FGPM. in Jordane ZB. ^t
om, AH. copiam — reperientes om. ZB, 19 reppenentes H. \iitu» FU.
märe P.
' Heute Chirbet kurdäne bbö. von Accoa. Eöhricht, Zeitschr, d- d.
Paltot -Ver. X, 2V2, - Bei Hittia 1187. " Al-Ffila. ' Ain Tabaön
westl von Nazaretli, Röhricht a. a. o. 284, ^ Beisari « ScyihopoUu,
ȟdwpstl. Yom See Tiberias,
165
lilee iret iiiansioii6«$ fecimu^s peiagraoteä loca, in quibim inir»-
bilia Salvator notier operari digtiatus corporali prest^ntia cum
htiajiuibns conversatiis est. CooBpeiimus Bethäaidam, civi-
tatem Andree et Petri , tuuc ad casale niodiciim redactam ;
h denionstrat;! sunt loca , tibi Christus discipulos äuos vocavit,
supra mare siccis pedibiiö ambulavit, tarbas pavit in deserto,
montem asceudit «olos orare, et locus, ubi cuui discipulis pc^st
resurrectionem manducavit ; et sie per Capharnaiim infirraos
tiostros et paupere« in iuraentis portantes reversi siinius Accon.
IQ 3. In »et'undo equitatn adivimus pedem montis Thabor,
priniü aquariim inopiam , posttuodum per defossionem copiani
invenientes. Desperabunt capitanei iioatri de montig ascensii,
donec pnero Öarraceno nunciante, castruni fore compreliensi-
bile, coosiliiiin inierunt. rrima vero doniinica adventuB Do-
la raioi, cudi legeretiir ewaugeliuoi : Ite ht rasteilum, qmd vontru i
vos ebi, patriarcha precessit cum signo trncis episcopis et clero
per clivuin montis orantibius et (malleiitibus. Licet mona pre-
raptiis sit undicjue et excelsus et quasi impossibilis ad ascen-
dendum extra »emitam tritam , milites tarnen et aatelHtes^
2 Salvatiir noster mirabilia di^aatua operari corporali presentia PM.
dignatus est et Gg. 3 aspeximus ZFGGgPMM). Bethsaydaüi IFGg^
Bethajdam P; 4 Petri et Andree ZB. nunc GGg. caaate corr. e
caAsale H, 5 sunt nobiö Gg, ubi om. 0. s in üh «uperscr. 2 H,
«HOS om. ZBFGGgPMAD 6 et aupi-a ZB. et ubi eupra PM, ambila-
vit P. 7 «olüs om. ZBFGGgPMAD. locum B, loca A, om, G|?.
ibi Gg. dicipuHs H, dincipulis auis FM. 8 mandudavit P. tunc PM.
Chapbaraaum, et h post c delet F, Caphernaum M. 9 nostroa et
om. D, et om. PMA, et paaperea oni. ZBFGGg u in pauperes au-
peracr. F'. Äkon De monte Thabor Z. Abon B. Acbon. Pro|arre»»ii»
Chrlfitianorum ad myntem Thabor Oapitulam tercium F^ Ackon. Ca.
pitulum fxii Gg, in Ae» on P, in Acchon M, Äcon A. 10 In] nota B-
»ecanda Z. Tabor F. 11 inopiam habente« Gg postmodtcum A,
poatea D. defenaionem PM. 12 venient«» A, a in deaperabant au-
perswir. P, Vi Sarracenico ZM. Saraceno GA. nnneianti P. mitti M.
ante caatrain PM* 14 prima die A. adventoa Dotnini om. Z. Ün-
mini oro. PM. 15 legitur corr. e legrutur Gg. evangelium FGBM.
qQod eet contra vob 6. econtra (}g. 16 voa otii. F. ]iroce8ait AD
«ancte erucis Gg, 17 deelivnm, de aAiii manu guperaer. P. decli-
vuin GgM, diTuiij A, moniia om. H, licet autem mons Z, licet om.
GgAH , «uper ntona »cribit cum 2 H. undique [serruptua et exceUus
fiit Z 18 et om, G. 19 »emittam P. atrictam PM
166
in ♦H]uit*^s et pedites viriliter ascentleniui. JubHunes rex Jeru-
stilem ciüii inilitiii Damiiii castellarium stravit et aniiraldam
nuiuii primo impetu; defensores castri, tjiii iotrepidi extra pur-
im ad defeiidendiim iiionteiii hostibua occurreruut, in ftigam
b convertit et stuporeiu. Sed rex quaiitiim meruit ascendendfj
tantum demeruit descendendo, deacendens enim ipso die do-
luinico et alios deacendere fticiens per indulturn spatium ani-
inavit incredulos; sed quo Dei iudicio vel principum cuusilio
exemtus Domiiii tunc descenderit et inglorius rec€»sserit igiio-
io ramus, hoc tanien acientes, qnod diTinoriim indicionini aliis^os
humane mentis ocyliia penetrare non potest. Miilti atitetn
#
l viriliter om. Gg. Job. autem rex Gg- Jberuaalem ZD, Hieroft*-
l©m M. 2 Doniini om. Gg, castellutn F, oastelUnum corr. e ca^Ul-
lantiixi H, ötravit caat^llaDum iinnm PM. ammiraldum ZA» admirtl-
diim BOPM, adtniralit)m F. ammiraüdum D, skdmiralduni castri cum
paucit^s Sarracenifl liabuit o1>vium, quem Eadolfas de Klecwri mites qui*
dam Saxonicus ag^reasug viriliter fltravit, aclmiriildani eti&m atimii
quid am M\ interfecernnt impetu primo Gg. 3 impetu primo ZßGg.
defenBores castri reliquos Gg. porta« qui G, 4 deffendt^odura P.
noBtria PM. occurrerunt corr. e concurrerunt G, corr. e oecurreren! P.
5 converai sunt ZBPM, couvertentes FGGg, convertens AH. set P. rtfx
iii iHiponitur ei qiuiiituin PM. meruit — tantum oni. D. 6 deac.]
twiduDt PM; Inclusis enim bostibus iafra caatrum turpiter reges Jeru-
salem et Oypri» magiater HoBpitaÜs et alii barones in partem montis
deliberaturi quid faceretxt secesserunt. Nobilis vero [om. M,| dox Au-
atrie non intcrfuit buic delil^erationi, quia ex altera part« monti« in-
credulos impugnabat et ad nos, qui in aummitate monti?j erainu», ascen-
dere de facili non valebat. npc magister Templi, qui remanserat infir*
mua in Accon [Acchon M]; cum vero magistro Hospitalifl fratre 6. de
Monte actito consulenti , que pars exercitus ad custoiiienda castra re-
diret et que pars in monte castrum obaideret, ad quod Libena et pa-
ratUÄ erat» quia de facili videbat\ir comprebensibil© et reddibile brevi
tempore» cum sine otfendiculo [ofendiculo P| ad insultum Decessaria
poBsent exigere, contradixerant alii et maxime com es Tripolis, dioeue
esae in periculo exercitum divinum; qua vero fide hoc consuluerit [con-
ttulerit P] coraea, et alii aasenBenint ei |ei alii — ei om- M], Deus novit
Et sie inipedita obßidionü ipsa dotninica rex et come^ ile»ceödente«
et alios deacendere facientes per induUuni ammavenint incredulos
deacendena — incredulos om» PM, auteni G. S quod Gg, 9 Dei ZP,
descenderit tunc P. et om, D. 10 boc — poteat om. Gg« qoo V
indictoruoi, in mai'g. alia man. iudiciorum P. abysaoa Zß» abysaum PM«
abisaum FD, abisaua GH. 11 oculos ZH. tarnen Üg.
ler
reiuplürii et Ilospitakrii ei quidaiii seculares in secuiido laontiii ^^)7
ensii, quando cantreiifles vires receperaiit, vuliierati sunt,
pauci morkiii. Credinius autem, Christum dotiiinum sibi
Soli htmc triumphum moiitiä reäervasse^ ijui cum paucis disci-
T' palis i))suxQ asceudit gloriam future resurrectionis ibidem de-
iiionstrando. Porro in primo et secundo equitatu maxiraam
luiiltitudinem captivoruni virorimi f^t mulierum, etiam parvii-
loruin Christiani secum adduxeruoL Episcopus autem Acco-
nefisiai * parvulos^ qoos [irecio vel prece obtinere potuit^ bapti-
»^> zavit et distribueos iiiter religioaas teminas litteris applicare
disposuit.
-t. [tt tertiü equitatu*, cui patriurcha cum signo cnicis
et sacri pnntifires non interfiierunfe, multa dainpna et iucom-
juoda tarn per latruiiciilofci tpiaiu liienii?» asperitate perpessi su-
»5mii«, presertim in vi^ilia nativitatis Üomini per viam, ubi »»•«-**
multi payperes et iiuuenta frigore perienint, ac ipsa Hacra
cte, in qua tempestatem terreätrem ventis et pluviia commo-
fl Hospitularij A. quidtim etiam ZBGg. «ecularea iiiilites H.
renses corr. e caatraenses H. 8 set P, pauci tarnen ZB. 4 hoc F,
reäervasÄe hunc montis triimiphtim P, resenraöae huiu» triam phum M.
Tuontis om. Gg observasae F, dicipulis H, 5 ipsum montera (lg,
ipaum Olli* A. et gloriam F. future otn. P, »tie M. re in reaurrectio-
lii» Biiperscr. H, 6 et] ac ZBGg. 7 ac BGGg. et ZBGgM, et etiam F.
8 Chmtiani otn, PM duaternnt ZPAD, duxerunt secum Gg, auteüi
Olli. B. Aconiensis Z, Akonensis R. Accoti P, Acchon M, Aeonenais A.
9 qnott potuit obtinere prcce vel precio PM. prece vel precio ZBFGAlK
potait obtinere ZBFGAB, babtizüvit H. 10 diatributoa Gg. relli-
gio»aa H. mulicre» P, ad litteraa Gg. 11 diaposoit Be equitatu
tercio cum vexillo vivifice crucia. Capital um quartum F. 12 crucis
auperacr. G. 13 aacri om. Gg. pontifices predicti PM. iiiterfuerunt
corr. ex interfecerant P» foeruat H. incomoda h\ H tum PM,
latronculoB P. quam per Z, tum PM. hyemia ZFtigPD, yemia A,
liyiemia, hy postea a<ldit 2 H. iisp.l inconimodo BFG, incomnio-
da Gg, aapitate A. 15 auafeintHinufi PM natalis GA. viam gra-
visaimatii ZB, ubi — perierant onu ZBFG O^, ubi — perierunt ponit
inter gravisaimam et in finibiia A. Iti u in paa^^erea superacr. P.
huc G. gacra om P, oocte sacra ZBF. 17 in qua om. PMAD, com-
inotam corr. e com omo tarn P.
' Jacob von Vitry. Vitriacenais,
(Sakif Arniinj.
* Der zug ging gegen Reaafort
iam MiiHtiiniiinns gravissirüani in finihiis Tyri ei Sidanis iuxt«
Sareptam.
ö 5, Post hec exercifcus Domini qnadrifariam divi&us est
Rex Ungurie et Cypri Tripolim profecti sunt, tibi rex Cypri
ft adolesceiituhi« diem clausit extremmn K Rex Üngarie hren
tempore cammuratuH cum magno dampDO Terre sancte reces-
sit, peregrinos etiam et galeas, dextrarios et iiimenU cniu
armis .secum traxit, multum ammonitus a patriarcha, nc sie
recederet; tamU^ni excommunicatus cum sua sequela coiittnnax
10 abiit Alia pars penegrieorara pigrorum ei timidorum el eo-
rum, qui procurabeiitea ad terraiu ort* pleno de habundaiiti»
temporal kl ni bibenmt, remausit in Accon. R«x vero Jeru-
salem et diix Aostrie cum Hospitalariis aancti Johannis et
t^piscopis sufpradictis et quibusdam alii« castrum in Cesarea
i& Palestlne brevi tempore viriliter et coustanter firnrnveruiii,
licet hostis adveutus frequetiter uunciaretur. Per hoc castram
1 experti sumtia PM, seviäBimam ZB, om. k, liri GA. e* om. F.
Sydoni» FGA xta in iuxta in rasura P. 2 addit Gg: oapitulam Ixiii
B quttdrifarie corr, e qaftdrifariara G, quadrifarie Gg, in quatlrifa-
rirtiu PDH, 4 reges P, rex — extrem um in marg. infer, G, Hunga-
rie FGPM, Hungtir A, üngarus D. (ipri et A. Cjpri in marg. H, not*?
TripoHni delet et H. profecti sunt auperscr B. Cipri AÜ. h Ho^ga-
rie FGM, HuD^ftriensis P, Huug* A, üngaru» D, 6 moraius Z. dani-
piio OKI. A, aanctel promisatoniB ZBFGGg 7 et om. P. galias cott,
e galeaB Q. et dextrarion F. 8 admouitua B, mouitua Gg. a pa-
triarclm om M. üe sie üuperucr, E, 9 excomunicatus e«t Z, excain-
municatuH est P, cum aua sequela excommunicatus F cam suU »e-
quneibijs Gg contumax abiit om. ZBFGGg. 10 alia corr. ex alia» H.
peregriüürum om. ZBGD. pigroriim om, FGgPMA. 11 ore] ne Gg.
abiiTidantisi M. 12 remauaerunt ZB, Akon ZB, Ackon (ig, Avoiie F,
ÄcxjboD M. Jberufialem ZD» de Jerusalem P. dei Hierasalem M. IS el
incliiua dux ZB, HoBpitalid ß. Hospitali PM, Hoapitaluriiä A. Johan-
nit baptiBt^a, Babenbergecibi, Ciceösi, Traiectensi et Moniisteriensi epi-
äcopi« Z, Bavenbergensit*, Cycensia, Traiecteiitti», Monuäterienais epbco-
porum Ggf Johannia. Babergense» Cicenae, Traiectenae et Monoett^
lienae episcopia B 14 aupTadictis oro- ZBGg. quidaiii aHi Og.
15 utiliter ZBF, et viriliter G^H coiiat | addit in marg. (xg: remaner«*..
16 hostilis Gg. adventua om. D. fVequeiiter corr. e frequeutaretar Z,
om, F. Poat G, Per — leparabitor um. ZBF, addit Z: De caetro Hlii D«t.
Hugo stirbt 1218 Januar 10. Hökricht, Studien :i^.
169
Deo üante civitas ipsa reparabitur. In basiUca principb apo-
stolorum festum ptirificatioiiis patriarcha. cum sex episcopis
solempniier c^lebravit. TeDiplarii vero cum dumino Gnlthero
de Avennis et pauci^ naxiliatoribas pere^inis et Hospitali de
6 domo TeutoDicorum üastrum peregrinorum, quod olim Distric-
tnm appellabatur, firmare ceperunt, Muod situm est in diocesi
Cesariensi inter Caypbas et Cesaream. Colus situs talis est.
6. Fromonctorium altura et amplum raari imminet mii-
nitum natnraliter scopulia ad aqtiilonem, occidentem et austrnm;
10 ver8U3 Orienten) turris est firma et dudum a Templariis edi-
ficata et posseasa tarn guerre quam treugartioi tempi^n*. Turris
aatein ibidem posita fuit olim propter latrunculos, qui iti via
stricta perej^nnis ascendentibus in Jerusalem et desceudentibiia
I ab ea insidiabantnr , baut longe distans a man, que propter
B^Yiam ätrictam Districtum appellabatur, Toto fere tempore,
I
1 Domino ü^. reeuperabatar Gg, recuperabitur P. 2 feeti-
vltat«m Z. patriarcha om. M. episcupin corr. ex epiacopas 2 H.
3 tiollenpiiiter BP, dolemaiter MD, aolletBDiter A. cel.] addit Gg: ibi
eütun hotnines duciB Austrie leonem interfecenint. cum domo Teuto-
uicorum ITheutonicorum B| et ZB. iJomino om. M, Walthero TiGg,
Jwaltero B, Gautero F, Uualterio G, Waltero P, Gualtero M, Gual-
A, Galtero D. 4 Aveni^ Zß, Avenis corr. ex Avemle G,
▼ena Gg, Adveoia P, Avesnes M. et — Teuton. «im. ZB. Hospitali
de om, G(?. 5 Teutbonicorum P, TheutoniGoruni GMA, Theotanico-
fum IK caätrum tilii D«?i ZBFGg. quod valgariter Stroj^t dicitiir, nuBC
Caetrum peregriDorum appellatur Gg. Distructum Ä, Distriotum nunc
aatem [om. ßF| castrum peregriaoruni appellatur ZBF. 6 i^ituin
om. D. djroce«! RGg. 7 ai in Ceäarien«i poatea aildit 2 fc£. Cay-
paa P, Caiphas GA. Ctiin^ — est om PM eat om. 0» addit F: De-
iptio cadtri filii Dei. ('apitulnin quintum. 8 promantoriuin BFD,
•omontoriiun GP, proin unitori am A, inmargiue: sitüäi castri filii Dei
|uod olim Di«trictum dicebatur 2 H, amplum et altum ZBFGAD,
limplum et laüim GgPM, ^ naturüliter nmnitum F. scopbu^i A,
SL-opuliä. Sttuä loci talia est PM. ante ad deleb bis naLuraliter D.
ad occidentem Z. 10 eat turria PM. olim iig. U gwerre ZGg,
12 auttjm om. Gg. ibidem om. Z, addit la marg. ideo Gg. olim po*
aita. fait Z. per B. latronculos M, 13 ascendentibus et deacenclen-
I^JibuÄ Jerusalem alt ea Gg. in om. P. Hiernaalem M, .Iherasalem D.
^^■l^elG. descendentein P« descentibmi D. 14 inaidiantur F. haud Gg,
^^ftttantem P 15 Dtatrictam Gg. appellatur FGg.
lits quo CesantMise castruiu tirmatuui est et cousuiLUUHttiiii, Tem-
plarii ex tmusverso |jr«>munctorii fodientes et taboninte^ per
sex htsbdomaiiahi taiiteni ad fu ildamen tum prirtuim pervenerunt,
ubi muriis antiquus, Bpissua *^i loti^ns apparnit. Invertt-a est
^ etiam ibi peconia m tnoneta modernis ignota, collafa benefieio
tilii Dei militibus suis ad alleviandos suiiiptus et labores» Deinde
in anteriore parte harenain todientes et deporiantes alius inti-
nis brevior iuvtrntus est, et inter raiirorirm planiciem fönte:*
acjiit» dufds lart^iter ebulliebant; lapidiira etiam et cenienti
10 cojjijim Dominus ministravit. Due turres edificabantiir ante
frunteni castri lapidibna qoadris et dolatis tante quantitativ,
ui lapis nnus vix a diiobus babalis in curru trahatur. Utra-
que turris centenoö habet pedes in longitudine. septuaginta
quatuor in latitudine. Spissitudo bioa« inchidit testiidine»,
>' altitndo plurimum ascendeus celsittidinera promiinctorii trans-
^^reditur. Inter duas tnrres murns novus et altas cum pro-
pngnacnlis consummatus est et miro artificio intrinsecus eqnites
I
I
I
l cantrnm Cesariejise F. post consQimuatuin delet est M, firmatuii]
ot cnnsumiufltinii est Z. 2 adverso MH. promuntorii FAD, promon-
torii ZBDÜPM. et deportantea laborantes PM 3 septem PM. i»er-
veneruiit primum Gj?, primuni om. H. veneraüt ZH. 4 antiquos
Olli. ZB* »Titiqiius et G, spißsus antiqiiu» Gg. et longuö spissus P, longas
et spissüs M. .S eiiim CjA, it>i om. ZBFGOg, etiam ibi om, PM. pec-
< Tinia P inj et Qg inter raoneta et niodernis rasura Z. niodernis ignotti
i>in B. B ^lii om, B, tidei Z. Dai iiliua patris P, Dei Hliis patrie M,
Dei filii A. militibuß suis om F, 7 anterior! GgFPMAD arenntu
ZFGGgMAD. efodientes^ P, effodientes M. 8 inventuä est brevior ZB»
brevior om, H, commurorum P\!, planicie Og. planieiain, in mErg.
al, man. est P. U tridaum ebulliebaut largiter Z. ibidem ebiiMiebant
largiter B, ibidem bvibundanter ebulliebant F, ibidem largiter ebüMie-
bant G, ebulliont higiter Gg. ebullieniat PM* etiain otn, B, et om. P.
10 luiniBtrabat B, ante ministravit delet de P. edificantor ZFGGgPAD.
11 quadratiii GgPM lati» Gg. 12 lupus 0. in cnmi om. Gg.
\Z centum corr. e ceotecies Gg. pedes habet ZBFGg. longitudinc
coir e longitudineuj P, latitudinem M, sexaginta tres H, 14 quat-
tnor orn. Z. latifcndine coit. e latitiidinem P^ longitudinem M, spissi-
tudo corr. e spissundo Og, pisaitudo P. testudines includit ZBFGg.
Ih altitado — transgreditur om. ZBFGGg. promontorii P, promtlB-
torii D, promontorii celaitudinem M. tranagreditur corr e tranagredia-
tur H. 16 item Z. altuß et novuK Gg, 17 consummatam !'. con-
fiumatus A, militea FP, mitiiee M.
I
m
aruiati ascendere possunt et Jesceodere. Item unirus alius i^i»
pAulo distnns a turriVms exteiiditur ab uno latere maris i\A
aliud jiiiteunj habeos aqiie vive inclusum. Promuiictoriiim ab
utroque latere muro cingitur alto et novo uaque ad riipes ;
ß Oratorium cum palatio et domibus plnrimis castrum includit.
Hoius f^dificii prima est iitilitas, qiiod conveotus Tempknorum
eductus de peccatrice et omni spurcitia pleua civitate Acam
in huiu8 ca^tri presidio residebit uaque ad reparationem mu-
njnim Jt>ru8alt»m, Territorium munitionis Iniins piacarii«, Ba-
»0 linis, lignis, pascuis, agris et Iierbis habundat, vinei.s plau-
tatis et plantaDdiß, faortis et pomeriis habitatores delectut.
Inter Accon et Jerusalem nulla est iriunitio, quam teneant
8arraeeni, unde de hut' caHtro novo pluritnum rlarapuiHcantur
iiureduli et Unntre divitio ipsos lugäiite loca culta deserere
}A cogmitur. Hübet hee atructura portum naturaiiter boiiuui^ qui
artificio adiutus pnterit esse melior; sex railiaribns^disiat a
kmonte Thabor, unde huius castri constructio presumitiir fuisse
causa destructioDts muintionis illius, quia in campo lougo et
l amiati per gradua PMAD. ascendere et descemJere postiuiit B.
iteram M. alias oiii. M. A aliuin UgD. aquam vivain Gg. exflu-
suni F. proiuontoriuiii ZÖPM, promuntoriuni FAD. 4 novo] tion Gg
ruppea P et uddit: etinter munuu australem [u superscr. P] et mate Bunt
duo putei aqtie dulcie copiain aque cat^tro exlnbentea^ addit M: etinter
niuniiii australem et uiare duo sunt putei aque dalds copiaia iiabeotes
lujuam Castro exhibentee, addit ßgi capitalutii Ixliii. 5 pluriiiUH et
altis ZHFG|?. caatruni oiu, U. 7 Akon ZB, Ackern Gg, Acun FA,
Acrhoti M. 8 in] ut A. predio F, residebunt Gg, reöidebifc corr, e
reüedebit P, reaidebat M« 9 Jheniaalera ZD, Hiernsalem M. sal.] mV
vh Z, palmia G<r, lignia silvia B 10 piucinis H. agris om. M. abua-
dat ZGM. yiniid M. 11 pomerüa ortis PM, ortis GGgH, hereditu-
tore», in marg al. man. habitatoribua F. 12 Inter - cognntur in
*^^' ^S Akon ZB, Ackoß G», Achon F, Acchon M, Acon A- Jlierti-
plem Z. Hierusiilem M. IH iSaraceni GGg, agareni PM. plurimi ZB.
lainnificantur M. 14 inrred. | Sarraceni PM. t^rror^ corr. e terro-
rem M, occulia B, inclita PM. \h cogentur F, addunt ZBFGGg:
inter Jheruaalem [Jerusalem GGg] et Jordanem [Jordanen F|. Portuiu
labet naturaliter bonom ZBFGGg, babet Ijec struciura portuiu habet
natural iter Hon um P. qui] cum M U\ adiutus artificio D. «listans G,
diatat corr. e diatan H. i7 nova constmctio ZB. 18 causa
fuisAe PM , cauna auperacr. 2 H. dentruetionis om. M. muiiitionie
om. Gg. et om, M,
' A
172
tsid lato^ (|ui iiiieriacei motitauis castri liuitis et diodüs Tbabtir\
nee arare uec ^emiuare iiec metere quisquam secure poierat
propter niettini habitantiom in eo.
7, Monasterieiisis episcopus apnd Ce*jaream obdormivit iü
fi Domino*. Magister Thoma« theologus et doctor boaus et opi-
nioiiis clare apod Caätruni tilii Dei diem clausit extrmnum'.
8. Post hec exercitiis Domini rediit in Accon. Episcopi i
Aleniannie et oiulti alii »e pivparabant ad transfretandnm breti (
te in pure in Terra prumissionis ctmimuruti. Exspectabatiir p««-
10 sagiu ni »ecundum et novum et raaxime classis ab aquilone re-
niens*, qup per angustum rnare Carthaginisü navi^atiira spera-
batur. A principio predicaiionis cnids Christi i>rovincia Co- .
loüiensis studio magno plurirais etiam siimptibus fere trecenia» 1
nave« prepanivit, qnariini quedam remanserunt, quedam Wj
tenipetstatis perierunt, sed maior pars pervenit ülixbonain • cnm
1 montatos Z. et] ac ZBFGGgA, et om. PMD. nee semin&re |
nee arare U, uec arare paterant nee metere seoure (ig. qulaquam otii>
ZFGGgPMÄD, in marg, 2 R posaunt ZB, poterant FGPMA, pote-)
runt D. 3 jiropter hüius castri presidium ZBFGGg* et addit F: Dfi
itiorte MoaasteriensLB episcopi. tiereditantium« in marg. habitantiam P^
Monasteriensie — extremum om. Gg, ob in obdormi?it saperscr D.
^»lagister bonaa, in rnarg, magister Z. 6 tbeologas corr e theologo-
mm H. et om. ZFGPMAD. oppininig H. 6 diem] defunctu» est ZBFG.
»tipremQm vel exlremum P, supremum M. 7 oat B, addit Z in marg, :
De reditu pcregrinoram in Akbon. ho€ Gg. Domini om. FGgM. re-
di\ A. Akon ZB, Achon F» Ackon Gg, Acchon M. 8 Alamantiie Z»
Allematmie P, Allemanie A, Alamäme D. et multi alii om. B. »e
om* B. propeiabant ZPM, preparanbant A, ante properabant delet
proph Z. 9 promissioni» in terra convertit in: in promiösionis terra H.
commoruti sunt Gg. expectabatur ZGGgA« passaium Z. 10 clanii
otn. Fl clansis A ab eorr. ex ad B. U Cartbagini Z, Karimgiais
BGg« Cartaginis FüPDH. navigare corr. e navigatur G, navigata M.
»pectabatur A. 12 principio om. F. craci&om. Ü. Christi om. ZBFGg.
13 plnrimiB in sumptibns P, in «umptibnu plurimis M, quadring^n-
fiis ZB trescenteB F» 14 quedam harum ZB, remaaxemiit P. in
tempe State Gg. 15 äet P, venit PMD. Lesebonam Z, Le«sebö*
nam FBG, Leschebonnm Gg, Ulixe bone civitatis Hyspanien^^ii P, Uli-
xibone civitatis Hispanienais M, cum - bellatorum om. P«
■ Erst 12P2 erbaut, Wilkeu a. a. o. 6, «.63. ' Vgl. cap, h 8 16^.
* Dieser ist weiter nicbt bekannt. * Vgl. daa genaiiere De itinef«
Frisonum liei Röhricht, Quiiiti b. s, S8, mtn, 59 ff. ^ Littabon,
173
inagua virtiite Ijdlatoruiii. Ibi orta est diacordia quibnsdam
volentibus procedere, aliis hiemare capieatibus in ob»idioiie
castri fortissimi, quod Alcacia' dicitur. Et sie classis divisa
est, pars apud üaietam et Coraetum hiemavit, pars alia oli-
f- sedit Alcaciam duos habeus capitaneos, comitem Willeheliümu
de HoHandia et comitem Georgium de Withe *. Captum est
hoc castrum per Teytonicos et Frisones, et cum adhiic essont
in obsidione congregata coetra eos Sarracenonim iiiaxima raul-
titndine, contra quam viriliter pii^navenmt Templarii et Spa-
*o tarii ' nini railitia regine Portiigalensis, vicfci sunt ^irtute di-
vina Sarraceni, rex eorom »mus üccisua est et cum eo plurinii
trucidati et iii capti?itatem ducti*.
\h Excitata fuit proviiicia Coloniensia ad obsequium Sal-
*
l discordia queda.ni A. dum in quibusdaiij supenier. H, quibuBdam
volentibua qnibusdatn nolentibus procedere ilg. 2 nalentibus k, pra-
cedere volentibus PM. alii A. hyemare ZBFü Gg^ yemare A. H Al-
chazia 2, Älcazia Ö, Alcatia Fü, Alkaz ilg, Akana A, Alcacia corr. ex
Alcalcia H. sie om. Gg- clasaiÄ in rasura P. 4 apud corr. ex a^d H.
Gayettim Zß, Gaetam FOPM, Getam Gg. Comenetum Z» Cborne-
tüiii F» Toroetom U, Cornerum P. byemavit ZBFGkFMB. et pars M.
r> Alchaz^iam Z^ Alcaziatu B, Alcaliam Fi.i , Alcaz, Gg, AlcanaiD A.
capitaneoä haben» ZB. Willelniuui eoiintem F, Wyllekinujii comi-
tem Gg. WiMelmum BF, GuilielmQm M, Uuilbelmum A, WUhel-
mmu D, 6 Iloylondia F» Hor]ondia G, HoUaot Gg, Hunssjtdia P,
Hunaadia M, Georgeuiii M. Jeorgium G. Widen ZB, Wyze F, We-
cben (}g, Wite GPM, in Withe h sulisur. IL est om, A. 7 Theuto-
nicö« BFGMH, Teutbonicos P, Teotbonicos A» Theotonicoa D. et Fri-
sonew om. ZBFGGgPMA. ad hec P, easent adliac D. es»et H. 8 con-
gregata est FiiBP>L ante eoa de] et omne?* Z. Saracenornju GA. Sar-
racenoiaai maxima maltitudo BFG. aiaxima multitudo Sarraceno-
nim GgPAK quüH Z, Spartarii et Templarii [et TempL om« BJ viri-
lii»ir pa^uaveruiit ZU, Hospitalarii Füg. Hopitalarii PM, Hospitula-
rü A, Spatarii saper deleto Hospitalarii H li> PortugaliH ZF, de
Port-egal Gg. Portügalia, et pro deleto gali» ponit in niarg.: lagiB ß,
Portugallie \K de virtute F. 11 Saraceni GA. ♦Sarraw^ni corr. e
iSarriictfna H, unus om» D, 12 trui-idati sunt ZßFAD. ductij P ad-
dit: De Hignin cruck mirabilibns in aere visitj, Gg addit; capitubiui Ixt.
13 CoIonienBis com e CollonienBie H. Jesu Christi Gg.
' Alc&^r do Sal am Rio Sado weatl. von Setabal. ^ Georg von
Wied, ein bruder des ewbiachofs f>ietricb von Trier, ROhrieht, Studien
Longaapatha. * lülft october 21
I3H-Ift
1,
vatoris muiidi per signa \ qne apiianiernnt in celo, Naiii in
provincift Cf>lonieiisi et in diocesi Mtituisteriea»! in villa Frisie
Bedeai* nieiise Main aexta fena ante Penthecosteo, cum preili-
camtnr cnix ibidem, triplex forma apparuit in aere, una Can-
dida vfTsiis aqnüoneni, alia versus meridiem eiiisdem coloris
et sceiTiatis, tertiti mediu cnlore colorata habens crucis pati-
biilum et fignram hominis in eo snspensam elevaiis hrachiis
et extensis cum fixione clavorum in manibus et pedibu» et
capite inclinato. Hec media fuit inter alias duas, in quibn^
non erat effigies humani corporis. Alia vice et slio Iöoo in
vilta Frisie Sytbfrshnsen ' tempore predirationis criiciss appa-
ruit luxta »olem crux cernlei coloris; hanc vidernnt plures
quam priorrn». Tertia fnit apparitio in diocesi Traiectensi in
viila Doccem *, ubi sanctus Bonifatius niartirizatus fuit. übi
in die martiris eiysdem cum multa milia convenisseni ad gta-
tionem eiu.sdem, apparuit crux magna et alba, acsi trabs ex
•
1 maadi om. OGg» 2 ColonienBiB in rasora H. in om. BF<HigPMD.
dyoceai Büg, dioceai Baperscr- H, Monaateriengi dicM?e«i Z. MoDa*
atiensi P. Frixie A, Hedon Frisie Z, üedom Friaie BFG, 3 Be-
den Gg, Beredui P, ßendtii M. niemmaj ZI*, feria &exta*BGg pentbe-
cOBten Z< penteclioatefi P, pentecostem M. i forma cruciaZnFGÖijjP.
in aere om. F, b adversos Z. eias P. 6 et om. Gg. cematis Z,
7.emalig B, tertio D. 7 in ea auperser. al. man. G, in ea (ig, in eo
om. PM. »uapen^a est Gg. 8 extautis Z inBxione GGgBMlK fibdoae
corr. ex ioßxione P. 10 erant P. vice, aed postea ai. man. addtt lo.
ergo: in celo Z- in alio loco F. 11 Phrisye F. SucherhÖ^en Z,
Siizerbasen B, Suzerhuse F. SutberhufleG, Suxenue Gg, Sutherhoseiu P,
Sutehüyaem xM , Sutherbusen A, Sutherhshueen, utramque h in hsh «ti-
perscr. H. cmciaj Christi H. 12 insta, in marg, al. man. ioxta P
crux iuxta aolem H» croculet F, rabei f), ceraleum colorem habens Gg.
plüs PM. \^ priorem corr e priores D. tertio Og, in dioc.Traieci
om* Gg. djoceai ZB, Traiectenai diocesi A. Traiectensinm Z, Traiac-
tenei F, Traiacensi G. 14 hoctum ZBÄ, Pocchum F^ Doctun ü.
Dockim Gg, qiiadam PM , Dookbem 0. in qua ZBFGGg. beatnä
ZBKUt\ om. Gg\f. Bonpfjxciufl GP. coronatus fuit [est PM] martim
[martyrio Z] ZBFÖGgPMAl>. 15 martirii Z, eiusdem martiri« PÜ,
magna PM, multa hominam milia Z, multa milia bominum B, mi-
licia GgPM. conveniaaefc PM, veniÄsent A. ad indictam [indictam MJ
atationem ZBFGGj^PMAP. ßtatioae M. 16 eiaedem om. ZBFGP>JAn,
alba et magna ZBFOQgPMAD. trabes Z.
I
I
Vgl brief I u, IL
Btidum.
Surbuis^n.
Dokkun
175
transver^ü trabis artificialiter compositÄ fiiisset. Hoc Signum iiii-h
vidimas omnen. Movebatur autem paulatim ab aquilotie ad
meridiem, Credimni^ autem, duas apparationes fittsse demon-
i^tratas, ut omuis aiiibignitas prime Vision is toUerehir, sicut
• dicit apostolus de resurrectione Christi^ quod visti-^ est 6V|>/if, icor^is,»^
podea undrcim npostnlis. dfiinh plus quapn quingmti'i fnih'thtis.
10. Aimo gratie miIle»irao tlucentesimo octavo decinio, ms
mense Martio applicare ceperurit ad portüm Accoii cogonea de Mir«
prorincia Coloniensi cum aliis paucis navibus de Uremensi et
» Treverensi provinciis. Tunc firmatum fuit consilium in cou-
cilio Lateranensi cum domino papa Innocentio bone recorda*
tionis habitum Rome de introduceuda militia Christianonmi
in terrara Egypti. Mense igitur Maio post UHceusiotiem Do-
mini preparatis cogonibus arnmtis galeis et aliis navibus one-
> ratis de Accoii profecti sunt Johannes rex Jerusalem, putri-
i
1 adverao Gg, traverso M. compcwita artificialiter fuißset ZB.
fuisset compoaita A, 2 omne« om. M, movebantar Gg. autem po-
st^a addit M. 3 itaque F. apparationea F. deinoustrataii eeae
[om. Gg, om. eed raaura B] a Deo ZBFUj? 4 tollerelur prime vi-
Gaionis g. aic F, sicud Gg. 5 ajt Gg. rexurrectione P, Christi re-
«nrrexione Gg. Zephe Gg. 6 daodecim ¥. apostolia om. Zß, disci-
palifl F, fratr.] Gg addit: Bimul» F addit: Qualiter exercitus Cbristia-
norum pervenit ad portum Damiete, addit in marg. Z : de navigacione
peregrinorum, 7 imo b, anno itaque Gg, anao igitur M, 8 Maio PM«
Marcii D. Akon ZB, Ackon Gg, ÄccoDeni.«nj FD. Acehon M, cocco-
nes ZB, coc-kones iig, cocgone« U. 9 provincie Coloniensis Gg. cum
— na7ibu8 om. D. nav] tanien ZBF, tantura Gg, iiavibu» om. GVL
de provincüa Bremensi et Treverenai H. 10 praviucia. et addit: oa-
pitufum Ixri Gg. tunc eicud Gg, tunc om- M, contirmatum ZPM.
caneilium A, consilium corr. e conciliuiu H. consilio GgL^ coiieilio
corr, e conailio H. 11 . l , in marg. al man. Innocentio F, Innoüen-
tio papa ZßFGg. 12 heiitum P, Henricum M. inducenda H. Chri-
st iaaa ZBFGGgP^JD, Chrifltiani A, \6 terr.i I\ Egipti BFtlADH.
ergo M, om. D. Maii D. iinte ZhGg, aÄcentionem H. 14 navibua
cocconibua ZB, kocgonibus Gg, cocgonibuH A, cocogonibüs, co super-
«cr, D. ante armatis delet preparatis M. caleia F» galeydia Gg. na-
viculis ZB. honeratia FPH. 15 profecti sunt de Ac, ZBFGGg,
AkoD ZB, Ackon G^» Acehon M. .loannes M, rex Johannes P. rex
auperacr. Z. de .Iherusaleni Z, Jeroaolimitanus B, Hieruaalem ^f, .Ihe-
niaalem D, ante Jerusalem delet de P.
tircha cum episcopis Nicossiensi, Bethlelieniitano, Acconensii
duce Äustrie, tribiis doniibus et copiosa multitudine Christin-
Doriim. Indicta fiiit collectio niivigantium apud Castrum filii
Dei, qtiod Peregrinorum dicitiir, sed flaute horea rege, duoe
et nia^atris doDioruni ad indictum lociiiii venientibns exerci-
tus Domini proaperis velis precessit tertio die perveniens ad
portum Damiate. Prefati autem duces, qiiia modicatn moram
ferernnt. in preuominato castro-, subsequi non poterant exer-
ciium iisque in sextuu\ diem ab exitu de porhi Accon. Malti
etiam, qui preparati non erant et moram aliqaantulam apiid
AccoD post primoa navigantes fecerimt, aut oranino reman?*«-
•
1 NycoaajeiiBe Z, NichonieiiBi G, Nichoaiensi Gg, Nicosaien« oorr,
e NicoaaienaibuB H. Bethleemilano FD, Beethlemensi (i, (lynindeno
PM, Acconenae ZGg^ Aconensi h\ Acconiensi corr. e Nico«»ieiiÄi H.
2 duci (ig, dux Austrie Z, dux Austrie preclari&Bimaa B, ZB poDuat
verba 8ua statim post res Jenisalen), trib.] Tnagistris Tempil et Hoapi-
taliuui i?ancti JohaiiBie et »Hncte Marie Tb eutonicorum et copiosa etc. F,
cum tribus domibu« G, et tribiaa doraibas Tempi ariorum, Hospitaliorom
et Teutuniorum Gg> H coUecta Z. Castrum peregrinorum F, caetmtn
Stroyt fig, 4 quod — dicittir om. ZBFGGg. set P. duce Austrie ZB*
r» poat doraorum delet domini H, in dictum tocum F. 6 propeiiB P
velit Z, preeessit, ubi pervenit ad portum Damiete tertio die non de-
scenden«, »ed biduo capitaneos expectana, Maiore« congrt^ati aiiiii ad
calaudram [caladiam P] Tempil, quid facerent [faceranfc F] delibera^
turi, quibuädam reditutn [redditum MJ suadcnbibuB, Tandem ad con-
fliliuni arehiepiacopi Nicoaaienais [ N icosBienensis P| et omni ba« ei eon«
cordantibus [conaentientibue M] capit^tieo eoinite [capite ^1] de Sare-
ponte applicuimns [aplic. P] ad portutn Damiete; boBtitem tenrani e&-
pimuä sine Banguinia impenaa, priuaquam capitanei in galeii seque-
rentur, qui eodem die cLrea horam nonam applicuerunt gratolaniei H
miranttf» noa figere temptoria [tentoria Mj conapicientes. Uli luitein,
qui modicam moram fecerunt in predicto Castro, noa usque ad sextum
diem ab excitu de i>orta Äccon [Accbon M] sabaequendo portum Da-
miete teuere non potuerunt; multi etiam [et M] nondum preparati
tproperati P] poat priiuos navigantes aut omnino remanserunt ireman-
xerunt P] vi ventorum repulni aut per niare quatuor vel plaribiu eb-
domatibua lactati vrx applicuerunt. Arcbiepiscopua etc. PM, 7 I da-
miete BG , Damyate Gg, moram modicam G fecerunt moram ZB,
ö fecerunt om. Ug predicto F, premunito A, exercitum Domini ZB,
excusatam Gg. 0 in] ad Z6F6(?gA. aecimdum Z. a porta Accon Og.
de] a F, Äkon Z, Akonensi B, Acconeusi FG. lU non Bapersor. Z,
^iliquam Z. apud — primos om, H. 11 Akon ZB, Accbon M. po»t
— Accon aL man, in marg, addit G, fceerant B. *
«
I
runt aut vi veiitorum repuLsi suot in Accon, aut per tres ?el
quatuor hebdomadas iactati jn?r mure moram fecerunt. Archi-
episcopns Kemeusis * et t^piscopus Lemovicensis * propter graves
aoDOs remanseruiit in Accoti. Leiuovicensis morttius est ibi,
6 Kemensis vero reversus in passagio sancte crucis obiit in via.
Applicantes autt^in ad portuoi Damiate elegeruot sibi capiia«-
Ttemn coiiiitem de Sareponte ^ et hostileoi terram cepermit,
aniequam rex et prenominati ducea subsequerentur, tertia feria
»ine isangiu'nis impensa. Cum eoini pauci Sarraceni occurre-
10 reut equites ad portum, Fnso quidanj fixo in terram dextro
genu sinistra mano eircumferens ancile dextra spiculum vibra-
vit ferreum. Intiiitus est emii Öarracemis existimane eum lu-
dere; sed subito eques cum eqiio percussus a Frisone interiit
vnB
cm
I de
1 in AocoD repulsi sUBt F. in om. A. Akon ZB, Ackom Gg,
AcoD A, Acchon M. aot om, Gg, aut — reman»eruDt in Accon om, ZB,
aut vel per A, vel per D. 2 epdomadai, e ßuperßcr, H. iactantea G.
ArchiepiacopiiB — in via om. Gg. 3 ReinenaiH 6^ Bremenais D. epi-
«copua om. D. Lemovicus G. propter om. FGPMAD. Buperacr. H.
4 annis FGPMAD: remanxerunt, in marg. aL man. remanaerunt P.
Acchon U, LemocenensiH epiacopua ZB, Lemovicuä G, Lemovicenais
iVi verba aolvii PM, et M addit in marg.: debita nature. 5 in pa«-
sagio Ipuöriaio Z] aancte crucis reversus ZBFPM. post reversiis delet
ett H. »ancte crocia in marg. 2 H. in via.] Nobia igitar, ut dictam eai»
ipplieantibns FrisuB quidam dextro genn in terram fixo et sinistra
lanu circomferente [circonf. P] ancile [ancille M], gpiculnm [apecu-
Inm M I ferreum vibravit illud et inlnitna Sarracenum anom dum lu-
deret percnasit; pauci autem de Sarraceniü* nobia occurrunt [occurre-
nint M] ad portum; »ed iato cadente aubito cum aquo aliiaque fugien-
tibua »ine iinpediuiento caätra metaü aumus [fuimus M | inter ütun
(littaa M] maria et ripam frippam V] tiuminis Nyli [Nilt M]. Hoc
etiam mirabile PM. t> portum maria FG. L>amiete BFG, Damyat« Gg.
eligerunt GgÄ. 7 Symoneni de Sareponte ZB, Sarbrucge Gg, Saire-
ponte A, Sarrepoiite GD, Sateponte H. 8 et om. D. feria tertiaZBGg.
9 auper aanguinia scrib^ al. man, eä'uaione G. autem Gg. Saraceni
equites 6g, Saraceni A. equitea occurrerent ZBFAD.
om. Qg. infixo teriam D, tixo gQnn in terram dextro Gg,
om. A. 11 genu dextro FD, dtxtro getiu et ainiiftra GH.
ZGGgAD, 12 8aracenu8 A. eatimaoa ZG. ipaum BA,
tixua Gg, interiit et om. ZFGGgAD.
10 equitea
in terram
vibrabat
13 trana-
* ErzbiÄcbof Alberich von Rheima stirbt 1218 dezember24 inPavia.
* Bischof Johann von Liioogeti. '^ 8iman IL von Saarbrücken.
^
et ad terram cor mit. Fugi(?ntibiis aliis absque oidiii imp-
mento castra metati sunt inter ütiis raaris et ripam flutuiob
Nili Chriätiani cuu) auiiiiiratione magna subsequentiam, quando
teiitoria tixa viilerunt. Hoc etiani mirabik' fecit Dens, quod
r. in primo adventu tluminis aqua coinunctu muri dulcis haurie-
baim% que postmodiim tnultis vicibus salsa fuit u»ique ad ea-
sale, quod distat a Damiata sursum fere per miliare. Modic4)
tempore post adventum Cbristianonim facta fuit eclipsis liaie
fere geiieralis, qiie licet ex rausis imturalÜius in pleniloniü
10 plerumque perveniat, quia tarnen 8alvatc»r dicit: Eruiit sigmi ■
,%i,tb\n solc f'i himi. hanc eclipsim contra Sarracenos interpretati
anmus qiiaei portendentem ipsorum detectuni, qui sibi lunam
attribimnt in decreroento Tel incremento luoe magnam vim
ponentes. Legitnr aiitem in (iuiiito Curtio \ qiiod cum Ale-
ift xander Macedo, totins maüena orl>i8, contra Darium et Ponim
de Grecia profectus esset in Asiani et acies hiac inde subii-
sterent ordioate, fact^ est eclipgiis Inne^ quam Alexander pro
1
I
1
l corruit ad terram ZBFGAH. aliis fiigientibus F: 2 casitra-
irietati n. 3 Nyli Z, aqua flüiinniB O. admiratione FBGAR magnii
om. ZB, cum magna admiratione i\g. 4 tenioria noaira l». Domi-
nus Gl), DoniinuH fecit P\K U aqua fluiuinit* ZPFMAD, aqua diluvii
ttuiiiinis n» aqua flumini« Nili Gg. itmcta PM. H «al»a fuit maliii
vicibus FGg. 7 Diiuiiata corr. e Dainiate Z, Damieta BF. aursam
om. M. fei'e om. Gg. modico autetn M^ 8 ante adventiam detei
temporis P. facti F. est H. ecljpsis Z. eklypRie Gg, lone om. PM.
H ex causis om. ZBFGGg, naturalittr ZBFGGg plen,] inter i et 1 raa. Z,
10 aiat in proveniat om. B. tnmen quia ZB. diiit ZB 11 luna et
Ktelli« B, luna etc. GgPM. eclyp^^im ZP. Sarüceno» A. 12 proteii-
dentem ijg, protendentem corr. ex: in pretendentem P, pretendentem M*
protendenteni D. 13 delrimento H. in crem eiato [in cremen to BP fiGg]
vel decremento ZBFGGgPMAD. lune om, Z. vira magnam ZBFGGgPAD.
14 ponentes corr. e potenent^a P, coiT. ex imponentes fl. eeiam ZliF,
enim Gg. in tercio iibio Z, tercio B, Curcioque Gg, Cardo GM» Cw-
iio H. cum esset Alexander profectus F. Allexander Gg. 15 Mo*
cedo B. orbia amlleus FGg, 16 profectu« de Greeia F. profectu-
nw G. Aayam ZfJg. bominum PM. inde otn. P, delet M. 17 est
om. Z. ecljpets ZP. procernena ZB» pro Qrecis om. Gg.
i
Vgl, Hb. IV cap. 10 der ausgäbe von Vogel, Leipstig 1880.
179
><*
4ft
Grecis contra Persas et Medos interpretatus snoa aniraavit et lai»
piignan» contra DariDm vicit ipsum*
iL Ttirris in media fluminis sita capieiKla fuit ante traii-
situm ip^ins. Frisones tanieii impatientes more transeantes
Nil um iumenta Sarracenomni tulerant et cupieiites in ulteriori
ripa castra nietari stÄbant pngnantes contra Sarracenos, qui
nbviaiii ipsis de civitatp processerunt. Revocati sunt per obe-
dientiani, quia nnn videbatnr principibna noBtris expedire, quod
turri» paganis repleta post tergiiin relinquert'tnr Christiann-
ram. Interim dux Äustrie <f^t Hospitale sancti Juliaonis duas
Bcalas preparavernnt super diios cogonee, Teiitonici vero et
Frisonpß tertiam navnm propugnaculis mnnieront castellulo in
summitate mali cnmpoaito absqiie scale siiapensione. Caput
eorum , dux et iudex fuit comes Adolftis de Monte ', vir no-
bilis et potens, frater Coloniensis archiej^iscopi, qui ante tur-
rim captam mortuus foit apud Daniiatam. Scale diicis t*t Ho-
spitulis contra tnrrinj directe sunt circa festimi sancti Johannis J«n« t«
1 et MedoB om. M. animavit suos ZGg. 2 eum ZBGgPVf, ad-
dit F: de machißis Christianorum ad turrim capiendani paratiB, arl-
dit Z: Do expu^ßatione turris, addit Gg: capitulum livii. 3 flum-|
Nyli ZP , Nili BFligM. posita ZB, 4 fluminis ZBFt.Ig, ipsius corr.
ex ipfiJÄ H. Fryßonea Gg. autem PA. more aolito F, niore aao PM,
«HO a]. inaa. in marg. P. 5 Nylum Z, Njlum transeuntes PM, 8ar*
taceniü Z, ^Saracenonim A. 6 parte fluminiä ZB, rippa P. caetra'
metari D, metari corr. e matari H. contra Saracenos pngnantcs A.
Saracenos (JA, 7 q in obviaiu superacr. H. ipsis om. H, sunt om. A,
tunt aatem ZBFGGgAlK inobedientiam A. 8 quia videbatar prin*
eiptbus nostrb nou expedire Gg. aostris om. GH, expedit« 0. 9 po-
«tergam G, Christianorum relioqueretur F» Agarennrum PM, 11 pre-
preparaverunt P, coccone» ZB, cocgone» GgAH. Theutoiiici GF, Ten-
thoniüi \\ Theuthoniei M, Theot^nici AD. 12 na?©m ZBGPM. pro*
pugnaculia om* D. muniveniiit VIA, preparavenint D. 13 aaper i
in mali aL man scrib. a G. capad GgPH. H dax Auatrie Gg. iu-
dex eornm PM, Adophua FP, Orlolfu» A, Ädolfua corr. ex Adalfus H.
de Berge Og. 15 turrem M. Ifj niorttiuü e!4t ibidem ZB, apud
Damiatum om, ZM « ante apml delet ante ttirrem cap M. achale Og<
dttci« Auatrie ZB, !T contra turrim om, PM. sunt directe ZB,
* Adolf V. von Berg» limder de« b, Engelbert, stirbt 1218 auguat 7
vor D&miette.
13*
180
Uli baptiate, Sarracenis eam defeudeiitilius viriliter. Hospitalario-
rmn acala confracta cimi malo cecidit bellatores suos precipi*
Uds, scala diicis simili inoAo eoDfracta eadem fere hora mi*
lites streaiiuüs et aniiatos ctirpore fleciduos securulam animaa
0 levavit ad celum glorioso martirio coronatos. E^yptii letati
vehementer subsannante.s levuverunt voceü timpanizanfces et buc-
cinis perstrepantes ; meror et tristitia Chriatianos inyasit. Na-
vis aut*^ni Teutrmicorum et Frisoiiuiii inter turriiu et eiWtattno
ancliaraiu iiabebat fixam dampiia phiriüia per ballistario», qui
1^ intus locati fuerant, inferens Egyptiia, presertim iUis, qui ata-
bant hl pmite inter civitateiu et torrim porrecto; ipsa vero
navia a bellutoribus civitatis, turriö et pontis iaculis et igne
Greco irapetebattir vehementius ; tandem igne correptji fuit;
et cuDi timerent Christiaiii, ne consumeretur onioino, defensores j
"f^ illius igueiii viriliter extirixerunt, et sie taudem sagitti^ tHiii
intus quam tbris quam in castellulo in snminitate niali col*
•
1 babti^te H, nddunt PM ; die dominica proitima [prima M] tab-
aequenti^ Saracenis A, Sarraceni [Saracetii (i\ turrim defenderant
viriliter Zßll, Sarraceni viriliter turrim defenderant F, eoni Q^,
defentlt^runt Gg. Interim dum pugnaretur Hospitalianoruni [Hospita-
Uoruni BJ scala ZB« Haspitaliorum G^A . scala HoBpitalariortim VWA
2 fracta PM, om. A, precipitans in ttuiaen F, 8 scala corr. e cala P,j
aecundo seala ZBGGg» secuijda aoala F^ ducin Atutrie Z. simili oorrJ
e siaiiliter M. confracta om. Z. 4 Btreimog FPH. secoDdum P,|
om. Gg. atiimos Gg, 5 celoa D, niartyrio M. €M>ronatos v^igiiitii
daoB iiuliie» ZB, corontita^ 6, Ef^[jtii BFGPAl>H. 6 subaanantfi GgOJ
tyropanizantes FGPM. 7 bücinis ZFGgAD. perstrepentea ZFOgP.
iiiüronuii F, et oiii. R iriv.) addit Gg; capitalum liviii. 8 Theuto- '
nicomiu FtJM, Teuthonicorum P, Tlieothonicürain A, Thöotonicorum D
et Frisonuni om, PM. turrem M. 9 anchoris (ancoria G] berebm
tixa ZFGGg. a-nchorum herebat [babebat?] tixa B, anchoriinn corr. er
imchoririam P, aucoram M. multa M. baliatarios Z(iP. lO Kgip-
tiis ZßFG.ADH, 11 ponte «uper deleto civitate 11. porrccle ßL
12 et tarriß PM, contis et Gg. iaculis et om. PM. et om. ZOPOOg.
IB Greco jgne GPAI. comipta Zß. eorrupta corr. ex correpU Gg, i-of-
recta P. 14 contsuiumaretur G» summetar P. vivo Gg, 15 viriliter
ignem P. extioxerant viriliter FGGg. 16 quam om. D, qujim eciaiii |
[tarn F, om. U] in castellulo »uperiori [om. B] perfomta [ora, h^G] malo \
♦jL'iam [om. U] et funibaa repleta [repletoZBF] cum magno Christiaai^
tatia lionore redacta fuit ad locum sue stacioni« ZBFG in om. ADII,
in eaatellulo üuperiori malo etiam fuiiibus repleto cum magno ChrisÜa*
iiitutiis lionore reduetu etiam intulit et tjuatinait navin üg, in bumnü' ^
181
locato, in funibus etiara licet tensis repleta cum ma^j^no Chri- m»
stianitatis honore ad locum sue stationis fuit redncta. Non
modica etiam dampna intulit et sustinuit navis una Templa-
rioram propugnaculis mnnita, que huius assultns tempore iuxta
6 tunrim habebatnr.
12. Nos vero considerantes, turrim capi non posse petra-
riaram vel trabuculomm ictibns (hoc enim multis diebus fuit
attemptatum), nee applicatione castri propter Suminis profun-
ditatem, neque fame propter civitatis vicinitatem, neque suf-
10 foBsione propter circumfluentis aque importunitatem, Domino
deraonstrante et architectum ' providente sumptibus Teuto-
nicorum et Frisonum eorumque labore duoa cogones con-
iunximus trabibus et funibus fortissime coherentes et aocia
compaginatione vacillandi periculum prohibentes , quatuor
15 malos et totidem antcnnas in eis ereximus, in summitate
castellulum iirmum asseribus et opere reticulato contextum
«
täte — repleta om. Gg, in summitate — funibus om. D, in summitate
mali in rasnra H.
1 etiam licet om. PM. 2 ad — dampna om. Gg. redacta P.
8 clamna M. 4 propugnaculis munita Templariorum ZBG. propug-
naculis munita om. FGg. iuxta om. A. 5 berebat ZBGGgM, babe-
bat FPAD. 6 considantes A. non posse capi ZB. petrarura Gg.
7 vel] et ZB. tribuculorum BG, traboklorum Gg, tributilorum M, tra-
bucculurum AD, trabuculorum corr. e trabululorum Z. et P, etiam M.
fuerat AD, atemptatum fuerat P. attentatum fuerat M. 8 tempta-
tum A. amplificatione ZB. 9 vinitatera Gg. neque — importuni-
tatem in marg. Gg. subfossione A, suffossione corr. e circumfossione 2H.
10 aque circumfluentiK ZBFGGgMA, aque circonfluentis P. aque om. D.
inoportunitatem F, vicinitatem \1. 11 dem.) providente ZB. arcbi-
tecto PM. vid.| demonstrante ZB. sumptua A. Theutonicorum FGM,
Teuthonicorum P, Theothonic oruni A, Theotonicorum D. 12 eorum
denique ZB, eorundemque FGgAD, eodemque P.M. que in eorumque
superscr. H. cocconos ZB, cocgones Gg, coggones D. 13 coniucxi-
mus H trabibus et om. F. et om. ('Gg. choerentes F, cboberentes G.
et om. H. 14 vacillando ZB. prohibentes periculum Z. quattuor M.
15 antemnas ZM, antempnaa FPD, antenas G, attempnas Gg. erexi-
mus in eis ZBFGOg. sumitate Gg. 16 castellum Z, castellum
unum PM. asseritur PM. to in reticulato superscr. IT. attextum Z,
contestum .M, contectum H.
» Nämlich Oliver selbst, vgl. Jac. Vitriac. 2, 292.
182
M^J» coUocante« ; contra umcliinaruui importiinitatem coriin v^ti-
viinus illud per circuitum et super tectum contra igneni Gre-
cum« 8iib cusiellulo fabricata fait seala funibus fortissimi^
suspensa et trigiiita cubitis ultra proram protensa. Opere
ft brevi tempore feliciter consuinmato invitati suot ad illud vi*
dendivm raaiores de exercitu, ut si quid deesset, quod sunipti-
bus vel luimano ingenin siippleri deberet, iüdtearent, et hc-
cepto responso^ quod tale opus ligneu ai nunquaui ante supt'f
aqtiam compasitam fuisset^ properaudum esse eonsideraviinus,
10 quia crebris machinarum ictibus pons pro magna parte de-
strucbus fuit, qui de civitate ducobat ad turrim bostes fidei.
■*u(. IT Sexta igitur feria ante festnm sancti BartholotiÄi iiudis pedi-
bus cum devotioiie gentis uostre ad sanctam cruceui proce*i-
sionem fecimus. Ubi implorato hnniilit^r uuxilio divino« nt
^ö res omni careret iiividia et vana iactantia, de qualibet nationc,
que tunc erat in exercitu, aliquos ad huius negotii execntio-
nem invntavimus, licet gens Teutonicoruni et Frisonum ad na-
ves implendas siifficeret wt regendas.
AMf> M 13, Die sancti Bartholoraei aexta feria, cum Nilus excre-
visset velieuienter et aquarum irapetus negotium plorimum
impediret^ rnm multa difficultate et periculo instrumeulurti
1 inoportumtatem F. coriis etidm F, coreiis G^g. 2 propter ZPH«
prapter vel contra F. 3 castellulo corr. e cast^llo P, fuit fabrioati
fuit Z, fait fabricata A. fortiadimig fuaibue ZBFGg. 4 cubitos Z,
catibus Gg, om. A. priorem Gg. Op.J per G 5 feliciter oin. F.
conauuiato GgMH. i) aliquid ZBFG, quid jiliquid Ctg. quis P. 7 rel|
aut ZGgB, om, G. ingeaio bumano Gg. supleri G. perfic«retur ZBPG,
prospiceretur <Jg- 8 reao et laouna P. d positum Z. positum saper
aquam B. iirobandam PM. esse om* Gg. 10 quod H. ictibuB ma-
chiuaram F, machinarum om. Gg. 11 Hti] addit G^' : capitulam Jxii.
12 aaticti om. H, ijcdibiia om. Z. 13 no^tre gentis PML>. Dei PM.
15 caret A. vana om- PM. qualibug Z. nat J gente ZBFGGgPMAD-
1(> lieg.] rei Z. 17 Teutonio ZB» Teutoaica Gg. Teuthoniconiai P,
T heu ton komm GMA, Theotonicorum D, Frisie et Theatonie F. Fri-
sie 6. sufüceret ad naves implendas et regendas ZBF, bufficeret ad
navea regetida« et implendas üg, addit F. De eaptione turrw a Cbri-
stianis. 19 die liquidem Gg. ßartolomei BA. feria seria ZBF.
Nylus ZBGg, vehementer excrevisset P, excusäet A. 20 vehemeot^r
om. M. impefcu ZBF. *2t impediretur ZB, multa tarnen ZFGGg.
ante difficultate rasura Z.
188
hoc contra torrentem a loco, in quo fabricatom fuerat, trahe-
batnr ad tarrim. Navis minor huins machine socia processit
veUficando. Glerici nudis pedibus per litus ambulabant sup-
plicantee. Cum ad turrim ventum esset, duplex illa compo-
s sitio ad latus occidentale non poterat converti, sed ascendendo
directe ad plagam aquilonarem applicabatur funibus et ancho-
ris tandem fixis, licet vis aquarum inundantium illud repellere
moliretur. Macbine sex vel plures directe fnerunt super turres
civitatis et collocate ad illud concutiendum, sed una perni-
10 ciosior aliis post paucos ictus conf racta quievit ; alle vero sine
intermisaione grandinis instar lapides emiserunt. Nee minori
periculo prior navis ad pedem turris coUocata substitit. Ignis
Orecus comrainus de turri fluminis et eminus de civitate ful-
minis instar veniens pavorem incutere potuit; sed per liquorem
ift acetosum et sabulum ac extinctoria sub ventum fuit laboranti-
bus. lacuit patriarcha ante lignum crucis prostratus in pul-
vere, stans nudis pedibus clerus indutus legitimis stolis da-
mavit in celum. Defensores turris extensis lanceis anteriorem
«
1 hoc insirumentum M. torentem P. fabricatum om. ZB. fuit H.
2 turrem IK}. naves Gg, navis minoribus P, navis una minori M.
huiuH om. PM. scitia F. precessib ZBFM. 3 clerici nostri ZB, cle-
rici corr. e clericis P. littua GgM. 4 est PM, fuisset D. dux (ig,
illa duplex PM, lex superscr. H. 5 pütuit PM. 6 directe ad pla-
iiam ad plagam A. aquilonalem Gg. ancoris (j. 7 fixum ZBFGGg.
vix A. illud om. Gg. repellere corr. e repelleret Z. 8 moUiretur G.
quinque H. eUcollocate super turres civitatis ZBFGg. 9 coUocare U.
illud opus F. set P. pernicior ZFD, promptior Gg, apernicior P, in
inifcio M. 10 iactus (»g. confracta fuit et quievit F, cumfracta qui-
evit P. Hed alie ZBG, alie autem sed alie F, sed alii Gg. 11 interm]
addit Gg: sevissime. grandinis instar om. Gg, ad instar grandinis FM,
ad istar grandinis P, grandinis istar A. non Gg. minori corr. e mi-
nora H. 1*2 navis prior B, prior om. F. collocata om. ZB. inter
ȟb et stitit delet stitit Z. 13 cominus BGGgD, comminuste P, quo-
minus A. de om. P. fluminis om. Z. ful.] fluminis ZAH, ad instar ful-
minis Gg. 14 poterit ü. per om Gg. litorem D. 15 accetosum P.
sablum, in marg al. miui. sabulum P. liac Gg, ac extinctoria om. l'M.
mecinctoria F. subventum est ignem extinguevo laborantibus PM.
lab] addit Gg: capitulum Ixx. 1(3 dominice crucis ZB 17 clerus
Dudis pedibus ZBFGGgPMAD. iiiduti Gg. legittimis ZGA, om. PM.
stola P. clamans Gg. lö deft'ensores P, defensoris A. exten-
tis Gg.
184
ni% pHrtetii scnle subter imxerunt oleo, deinHe ignem appoBuerunt.
qui eriipit in tiamma«. Ciimque Christiaiii, qui in ea fnerunt,
conciirrerefii ad i^is suffocationem, suo pondere caput aciJ<?
rkpressernnt in tantom, ut pous tiirnatilia fronti apposttus in-
ö clinaretur. Signifer diicis Aiistrio de aeala corruit, Sarra»eDi
vexiltum ducis tulernnt, BabyUmii se viciftse putantes vnd-
ferati sunt aerem nlaiiinre vexando. Christiani de equi^i di?-
Hcendentes ad aupplicationes se prostraverunt complosis roani-
hüs, rigatis vultibus dolorem, quem pro illis habuerunt, qai
1" discrimen sustiiiueriint in flurainis profimdo, et fcotius Christia-
nitatis dispeiidium protestando. Ad hanc popiili devokionem
et elevationem inanuuiii in celiim levavit rvcalam divina pieta«»
extinxerunt ignem fidelinm lacrime, et sie nostri restimptis
viribus cnin defensoribiis turris gladiis, sariasi«, clavis et alib
»^ instrumeDtis viriliter pngnaverunt. Miles ^ quidam iuvenil Lm»i-
diensis diocesis primus turrira asceudit; Friso quidam inven-
ciilua tenetus flagellnm, qiu> granimi excnti solet, sed twl pug-
nandum contiexione catenarum preparatura, ad dextram et si-
nistram fortissime percussit et quendam terienteni aigniim rro-
1 aubter om. Gg. i|ifnem ürecüra M. 2 eru in erupit super nw. t,
noatri Gg* fuerant G^ erant M, 8 accurrerent ZB, ad if^is s«ffo-
cationetii conciirrerunt Gg. capud PGgH. 4 post Og. tomati Og.
fronte Gg, fronti super deleto ponti H. 5 ex Og. Saraceni GA*
Sarraceni tulerunt, in marg, addit eadeui man.i vexUlam duci« Aa-
atrie Z. t> vexillam Og» duci» Austrie B, ducis om, M, Babilonii
/.HFGGgPDll, Babiloniis A. ncn puhantea P, 7 neitm corr. ex ai«?*
rem F. 8 sapplicationem Qg, «upticattoneä P. 9 nigatis GH, li-
gatis Gg. ipsiB Z. 10 saatiniierunt om. M. flumine ZBFGg. prof.]
protestando [corr. e probte tan do Z] ZBFGg. II diependium ora. PM.
protestando om. ZBF(tGcj, 12 et manu am in celum protanaionem Gg
scftlam corr. e 8ca!»^m P. i:i et exatinxerunt Z. lacrime fidelium ZBF.
lachrime M. aic om. H. noatris P. 14 deflFetisoribu« P. «amtisZH.
arisAis F, saxia G, ona. Gg, sanssis corr. e taricie R- 16 pugnaverufit
cominuB PM. Cum sie pugnaretur, milea Gg. 16 LeodieenMR B.
diocesif om. FH, dyocegls Gg. turrem ZBFGPM. 17 tenens ponunt
pOBt solet PM, qua A. sed] et PM. 18 carhenarum ZBFGGgPMAI).
ad '— sinistram om. Gg. dexteram ZBAD. et ad PA. 19 sig.] dnum H.
• Der ritter Heinrich, der Friefle Hajo von Fiwelgoo mit naoiea,
Eühricbt in Raumera Ta^cbeiibtich 1876 s. 76, L'Rstoire 328 nennt leii-
teren Litot (Luithold),
185
ceam soldani stravit, vexilliim ei abstulit. Alii poat alios suc- isis
cessenint superatis hostibus, quos resistentes duros senserant
et crudeles. O ineffabilis Dei pietas! 0 inexplicabilis Ghri-
stianoram hilaritas ! Post planctnm et luctum, post fletum et
ft gemitam gaudinm vidimus et trinmphum. Te Deum laudamus,
Benedidus dominus Dens Israel et alia cantica gratiarum altis
et pro gaudio cum lacrimis mixtis vocibus repetitis laudibus
decantayimas.
14. Interim Sarraceni, qui in interiore parte turris se
10 receperant , igne supposito superficiem turris combusserunt ;
yictores nostri calorem sustinere non valentes regressi sunt
snper^scalam. Pons vero, qui in inferiore parte operis pre-
paratus erat, demissus est ad pedem turris aquis profundis et
undique circumfluentibus angustuni. Malleis ferreis ianuam
ift aggressi sunt yictores defendentibus eam Sarracenis, qui erant
intrinsecus. Stabat utrumque opus immobile; asseres scale
pro parte discussi sunt et ambitus operis fortissimis fnnibus
compositus in multis locis perforatus est machinarum ictibus.
Ab hora nona ferie sexte usque ad horam deeimam sequentis A„g. ts
«• sabbati duravit hoc periculum. Opus autem reticulatum, ({uod
*
1 soldani croceum GgPM. et vex. F, ac vex. Gg. ei om. ZIJFGGgPMAl).
Boscessenint P. 2 restituenies D. senserunt G. 3 inineffabilis H. omni-
potentis pietas Dei Gg. inexpugnabilis F. 4 hylaritas ZOP, ylaritas F.
5 u in gaa snperscr. P. 6 Dens dominus A, Deu» om. G. Israel om. H,
Israel qui docet etc. P.M. 7 mixtis cum lacrimis D. lachrimis .M.
vocibus mixtis PM. 8 dec] addit Gg: capitulnm Ixxi. 9 Sara-
ceni A. in om. GP, post in delet valentes regressi sunt G. interiori-
bus ZBFGg, interiori G, inferiori M. interiore corr. ex interiorre H.
parte om. ZBFGGg, corr. e partis H. turris corr. e terris Z, crucis D.
10 se reeeperant superscr. 2 H. subposito Z. combuxerunt P. 11 sust.]
ferre Gg. 12 qui om. Z\^, qui qui I). interiori ZFGGgPMA, inte-
riore H. parte corr. e partes H. op. | turris H. 13 dimissus Gg, qui
demissus ad pedem turris est ZB, devulsus P. 14 profluentibus Gg,
circonfluentibus P. angustam GgP. ianuam om. H. 15 congressi PM,
agressi GH. deflendentibus FP. eam intrinsecus Sarracenis ZBF. Sa-
racenis GA. qui erant om. ZBFGg. It) utrimque F. 17 ante operis
delet Scale pro M. compositus postibus ZB, postibus compositus FGg.
18 in] et M. est om. ZBFGl), et .M. 19 hora corr. ox ora P. un-
decima Z. feria sexta M. nonam F. 20 dur.] stabat immobile ZB.
stabat F, stabant immobile G, stabat reticulatum immobile Gg. hoc po-
riculum om. ZBF, operis A, opus — quod om. Gg. retinaculura A.
186
scftlam prritegebai, integrun] periiiansit ciim castellu, in
atabant ballistarii et lapiduin iactatxires, quod tuebatur eoii"!
Tandem inchisi in turri e^lloqiiiitm petebant et sese sub pac-
tione vite dediderimt dtici Austrie preter illos, qui uovie pre-
ö ct^deiite precipites per feilest ras evasenmt turris auj^iistiatn,
quorum plures in fltimine submerai sunt et iuterfeeti, Captivi
vero nunierati sunt ad centum viros.
15* Ab illo die cnm confnai essent Habylonii et terrili
ft, ut putabatur, ad t'iisram parati^ principe.s nostri ad desi-
L>» diam et meHiam devolnti more suo differendi negotii causam
Si»c, i5t, 1 pretendebant, nee imitati sunt Jii dam Mach abevim, qui ridcns,
quod tttupns hnmhat ipstwi, hosiibus nou dabat requiem.
16. Cogones se preparabant ad recessttin. Fri^Honura * et
Teiitünicorum abiit maximu imiltitiido in passagio sancte crocis
instant!. Ad ilbul passagium venerunt ^ quidam Komani et
1 protegebat corr. e |>rott!gftbät P, corr. e |iroiegdt H perraaiijcit P.
cum Qm. ZK(;Gg, ciim caatello om B. caßtellum Z0i5g, castellulum F.
castdiülo r*M, 2 ata A. baliatarii Zt^FGPA. et oin H, et super
illud ZRFGOg. iftctores Ä, quod om. Z, qui GgPM. tuebantiir ZRUgPM.
inter tuebaniur et eos rasurA Z. 3 tandetn Samiceni in turn ouo-
cluai Gg. uai in inrlud in ras. Z. turr© G. ae GgPM. paoto B.
4 vite oin Og. dederunt ZHFMA, dnch Aastrie dedernnt Gg. ded^mnt
corr e dediderunt D, äi in ilodiderunt superscr FT. G. daci Austrie P.
precipites noete PM. precedente om. PM , precedenti H, % fene-
stram Z« tiiig.J m 8uper raüo tu (?) U, anguatiii« PM. ü 6uvio ZBGg
et — niimerati &unt om. D. 7 vero om. ZBF. suot om. H, 8 Ba-
bilonii ZBFGGgPADH. et superscr M. 9 et om. ZBGg, superser. H.
ad fugaiTi conversi vel parati F, ad fugam cotiverti parati P. desi-
dium Yj i ad inertiani et desidiam Gg IQ inhertiam \K devoluU
sunt ZHFGGg. more — pietendebant om. ZBFGGg, negociwtij PMD. ,
causaa FMAD. 12 iimabat, in marg. al. man, iiuminebat Og. euRi
ZB, am. n. podt requiem addit F: he rccesivu Fri^ODum et Teyto* |
nicortim i^t adventu uHorum nobilium, addit Gg: capituloin Ixxü.
in roccones ZB, kurgotie?? t»g, cocgones AD, po«l cogonea delet qui H.
preparabant se Z, U Theutonicoruui FiiA, Teutbooicorum P, Theo-
t-onum ib Tbeotonicorum D, to in Teatonicontm »uperscr. H, Teutoni-
coratu et Frisoaum kig. mtiltitudo mastiuia FGgPM. pagsaio Z. sancie |
om. F. crui'iä superarr. *2 H. 15 in inetanti ZB, paswiium Z, qoi-
dam om ZBFGGg.
' Vgl brief V.
des Instit 8, s. 206.
' August und September, vgl. Boogeweg, Mitt
187
ec Albanensitj episcopiiSf apostolice sedis legatus S ei cum
I ipso princeps Homanus ^ , postmodiim Burdegalensb ^ archi-
episcopus, qui utileni moram fecit, Andegavensi^i*, MantiiaTiii8*,
Uumanus, Salpenais '^ episcopi, deinde maxister Robertus ^ de
6 Corzim tituU sancti Stephan i in Ceüo nionte presbiter cardi*
nalis, Pa^is]eD8ig^ Girodt^nnis ^, Ag^enenais^^ üngrensis epi-
scopi, qoi mortui sunt ante transitiim fluminis in eabulo Da-
miate, cardinaüs Robertus aimiliter. Veoit etiam comes Ni-
verufiii.sis '\ qui imminente periculo cuni Christianorum reces-
to Sit scandalo. Cnraes de Marrhia ^* et comes BarrP^ et filiiis
1 bec] eos ZBG, illo« F, hoc MD et cum ipso — Salpetisis epiecopi
om. ZRFGGg. 2 eo PM. RomaTionim PM. porttiiiodum (venitpost-
modum M| — SalpensU epiiicopi poimnt post: Robertos aitniliter PM AD.
Bufdegalensiii corr. e Burclogaleosi» H. BTcbi6tjiBC4)pas om. ZBFH. epi-
acöpus AD. 3 ufcilem corr. e ntilem 2 H, poat Mantuaoua tUilet
Muntiantas H 4 Hnmaaensig P, Hunianensi^ M, Hitmanensis et K*
SalpaneoBiB A. de om G, de Corzim — ParisiensiB in inferiore marg*.
addit H. r, Coräon Z, Cortzun H, Corsun F, Corcon G, Ersori Gjf,
Corchim P» Corteon M, Corrum A- in eecleaia Btepiiani PSf. inonte
Celio PM. post preabiter tlelet Celio P. 6 Pariensis FGg. Oyrun-
dinensis Z, (^irundinensis B, Girundensis F, Garundinenai« Gsj. Gyrun-
deasiä GPM. Aggresais ZB. Agrensis GD, om, P Hungarenaie bT,
Ungarie Z, Hungarie B, Himgrenai» G, ÜBgariorum Gg, Hungarien-
m M» Hungerensi» A, Himgrenenai» eorr. ex Hurigreniensis H, episco-
pis F. 7 qui om. PM. ante IrtLnsitum fiuminia om> PM. H Da-
mjethe ZB, Damiete F, Damyate Gg. carclinalis liobertus ftimiliter
om. ZBGg. Bim. | addit P : venit t-t tunc temporis Burdegalensi» iirchi-
epi«cf»pU8, qui mnrum fecit utilem M]md Daniictam, et episcopus Au-
gttstensia et electus Brixensia, qui brevem moram fecerunt, Laecensis,
Mantuunus, Salpan^is episcopi, addit A: et cum ipso princep» Homanug.
et Fl'M. MuDereiieis D, Nivemietiai» Gg* Nivernensia corr. e Niveren-
•is U 9 disceaait B. 10 ante dcandalo delet et H, addit F; Venit
vero RanulphuB illuatria comts reatrie vir nobilia et potens regiii Anglie,
qui longam moram et nimia utilom fecit apad l'amietam, tan dem cum
favore tociu» exercitus recessit. CumeB — ud Dominum oni Gg de
om. F. Marcha ZBM, Marclj F. et om. Z, de Bar FM, iiatri D,
* Pelagiua Galvanik ein 8pauier von gebart, a. a. o. - Jakob
graf von Andria. ^ ErÄbi8ch<?f Wilhelm IL von Bordeaux. ' Bi-
schof Wilhelm von Anjou. * Bischof Heinrich von Mantua, * von
.Salpi, ?üd-ltalien. ' Robert von Cour^on oder Courfoit. • Erz-
biachof Peter von Parii^. ^ ErabiBchof Raimund von Gerooa, '^ Vgl.
zu cap. 1. *' liraf Herveus von Neveri landete okt 28, Bouquet 1^,
I2IB
eins, fvnipv Willelielnius de Carnijto, ma^ster militie TemplL
Herveus de Wirsone \ Iterius de Tocco *, Oliverus fiUus regia
An«;rIornm * et multi alii equestris ordinis et plebei Rpod Da-
niiatam diem cliiuaenmt extremum. Mnlii pro Christo niiir-
ß tires, pliires in Christo confensores npiid Damiatatn rebus hn-
manii* exeuipti inigmverunt ad Dominum.
j»w»,4;*,f) 17, Sapiens cordit et /ariis rohorv, qui fitcU miiiiuaUa H
jfli, 11, 1« itifitrfiMnifn cf tnirafnlia^ guorfmt non est nutnn^is^ qui rjp-
I eius) additF: ijut ibidem diem clausenint extreraum, cum fratre
Willhelmo de Camoto raagiatro milicie Tempil, veoit lunc Herv^ufi
Willehelmi Z, Willelrnua BP, GuilielmDs M. Wilhelmu8 AD. Corn#to A,
magiater — Wiraone oiu* D, 2 Henrictt» ZB. Virsone ZFA , Ur-
8one BG, Ursione PM» Wirzone corr. e Wir«öD H. Ytiriua Z. CocXc Z,
Cocce B» Tocte G, 'racei PM. Toke D. OHveriuä ZBG. 3 Anglic GPM,
eqßeßtri P, eqaestris corr, ex equestres 1», plebi Z. 4 Damietham Z
Daniietam ß, mortui sunt F, rebus huuianiä exempti mIgraTeraiit ad
Dominum M. 5 plur.| raulti Z, confeBsocea in Chriato ZB. Damietbatti Z.
Damietam BF. ii ad DomiDum migraverunt B. Dom] addii L: Oli-
verii epistola ad Engelbertuiu archiepiacopum Colon iensera de obsidtone
Damiete, addit V : Epiatola Olivei'i quomodo capta fait Damiata a Chri-
stianis, addii C: Oliv^erü epiatola ad Engelbertum archiepiacopum de
«■aptu, Oamiata et iift qiie vidit in Oriente, addit F: De morte Sapht-
dinj et assultibus Sarracenorum et de inundatione Nili et peste Chri-
atiania pernicioaa, incipiunt LlIVKC: Honorabilütus^ dominis suia Engel-
berte [Eigelberto Lj Colon iensi |corr. e Colonensi R] tircbiepii^copo,
maiori prepoaito, maiori decano ceteri»que prionbua totique clero Oli-
verue peccator» aervua enipticius crucia [in ras. Y] sie fom LVCE| dic-
tuB [in marp, R] Colonien^ia scolaatieuB [scboliMticaa V) per viam «m-
lytiH ad et*.^rne beatitudinic« consortiuni pervenire feliciter (feÜeiter per-
veuire L], itunpit N: Oliverua K. archiepiscopo Coloiiieasi, iticipii Cl :
De obaidione Damiate et quomodo capta est a Chriatianis. Noacant
univer?ii presentes Htteraa inapecturi boc totum fore proeessum exercitua
Christian! poRtquani in exercitu fuerant Damiate. 7 apiena B, ad-
dit Z : de morte 8apbadini et plaga perigrinomm. Sapiens — pugnabb
I»rn vobis om, OgVoKBu. facj operatur Z. magnalia et inscrutabiliii
et mirabilia tacit B. magna L, mirabilia, magnalia i»t inaerotabi*
lia PM. 8 miraoula N, et mirabilii om. CK».
*2B6 und kehrte mitte anguat heim. " Hugo von Lti Marcbe, atirbt
1219 aug. 11 (Job. v,TüIb. bei Röhricht Quinti b, i, Be. 131 K •' Hilo j
von Bar aur Seine f 1210 aug. 18 (a. a. o U und Sohn Walter, aein |
bruder Wilhelm von Chartrea, tonpelmeiater, atirbt vor Damtetie.
^ Vierzon. * Toucy. * Jobanna ohne Land.
189
celsos iudicai, qui patiU humiles in sublimii ipse magnificatus j^^^^^
est Bolus in obsidione Damiate. Non enim ut in aliis expe-
ditionibus contra Sarracenos diversis temporibus ordinatis per
humanuni consilium aut bellatorum minisierium , sed per se-
metipsum, quod peiere non presumpsit homo, per sue divini-
taiis potentiam mirabiliter operatus est ; non regibus nee aliis
principibas vel nationibus, sed nomini sao dans honorem, ut
in nobis peccatoribus completa sit promissio prophetica: Fa«? e^o«. i«. i
iacebüis et Vatnitius j/tM^nahii pro vobis.
» 18. Post captam siquidem turrim in profundo tluminis
Nili sitam Saphadinus ^ inveteratus dierum malorum dolore
tactus nimio, exheredator fratruelum suorum et Usurpator re-
gnorum Asie, mortaus est et sepultus in infemo. Postmodnm
1 ezcelfliB Z. sullimi N, sublime Z. ipse solus in obsidione magni-
ficatus est Gl, ipse solus magnificatus est in obsidione B. 2 est o in. P.
obsidione om. ZB. Damiete LF, Damjate E, Damietba Z, Damieta K.
sicut N in om. N. 8 Saracenos GA. div.J aliis N. 4 min] au-
xilinm LNRVECl. t in sei superscr. H. 5 quod hoc repetere non
presumpsit Gl. poterc A. per] propter Gl. 6 mirabiliter est opera-
tus LNRVEZH, est mirabiliter operatus Gl. nee) non LNRVKCIZBF.
aliis om. NZB, principibus aliis Gg. 7 et M, vel nationibus om. Z.
suo corr. e tuo Z , suo nouiini PM. hon.J glqjiam LNKVCIZBFG,
gloriam et honorem S\. ü in om. E. omnibus PM. prophetica sit
completa promissio (\. promissio illa prophetica N. 9 et om. Gl.
nobis N. 10 siq.] inquid F, om. VoKBu. turrem ZB. profunda VoKBu.
fluminis om. P, Nyli fluminis ZV'oKBu. 11 Nili om. W, Nily GlGg,
Nili superscr. H. sitam corr. ex iusitam H. SalphadinuH V, Setl'adi-
nus Gl, Saphadinus soldanus (ig. ^^eplledinus Vo, Sephadinus KBu.
malorum dierum Z. ante dolore delet die Z, dolore sicut asseritur
tactus nimio LNHVWEFGGgAl), dolore sie deuäseritur tactus nimio Gl,
dolore nimio sicut asseritur tactus PM, dolore nicut asdcritur tactus
ymmo ponit post Asie D. 12 tactus om. ZB. siquidem nimio ZM.
exhereditatorum Gl, exhereditator M, exheredator et peremptor VoKBu.
fratruelium GZPM, tratrum CKJgAVoKBu, t'ratruelium corr. 2 in marg.
e fructuum IJ. 8Uorii]n in marg. Vo. et om. Z. regnoi-um Usurpa-
tor VoKBu. I:{ Asye LRGIZD, om. GgVoKBu. est om. Cl. öepultns
est NGIM. in in inferuo superscr. Z. in infemo sepultus VoKBu. Post-
niodum in festo »ancti Hemetrii — a transfugit intelleximus. In cra-
stino autem ipso die sancti Dionisii — postea didicimus PM.
' Malik-al-Adil, stirbt nach Makrizi bei Röhricht, Beitrr. 1, 102
august 31. Von seineu zahlreichen söhnen sind hier besonders zu nen-
nen Malilk-al-Kamil, der sultan von Egyitttiii, und Malik-al-Muazzam,
190
in festo saneti Dinnysii Siirraceiii cum ja^aleis armatts inipro*
visi venientes et principia castrorimi, nW\ KomHiii tentoria fii»^
rant, invadetites tnodica manu Christi an orum repulsi sunt, rege
Johanne JiTusaleui viri liier ibidem py^naiite ad exhortationeni
Bethlphemihiiii episcopi, cum tier^oqueretnr reciirrentes celerit#»r
ad gakms, qui taiiien gladioj* perseqiientinm ac fluniinis vora-
Li. t% 4 ginem «^vadere non pütuenint. Sicut aiitem olim Egyptii in
aquis velienientibus Maris rnbri, sie in NiJo circiter md mWl*
q Hingen tos subniersi sunt, aicnt a Sarraceuis posti*a didieimui.
öki. w ^^^^ i" (e^io saneti I*pmetrii, qoi frater uterinu» beati Dio-
nysii fnissf* dicitur, sumino difumlo castra Templariornni in-
vasernnt hostes et inodiciim darnjinum nobis inferentea y>er ex-
peditofi equites tiostros fugati sunt ad pontein, quem procul
t saneti om. ZK Dyoniiii LRVZGgBH, Dionisü WGECirGAH.
Sftrraceni iterarn PM, Saraceni GA. com om. VoKBu, gladik L» g*»
lÜB Vf galeidia W, galeydi^ Gg, galeis et loricifi VoKBu. armaii
VoKBu inprovisu N. 2 et om. R, et — caütrorum om. PM. prio-
cip&lia W. Fomani Cl, tentoria Roman i PM. teotorio N. 3 iaw
deutet om. Z, Cbristianomm om. R« Gbmtianonim manu YoKBti^
rega ^ persequeretur om. LNRVWCECl/.BGngVoKBu 4 Hieruaa-
lem M , JherOBolimitaTio f>. exortationem P. 5 ßethlleem P. epi-
aco|ii Betbleem M^ Bi-thleemitaoi l>. perseqneretor ipse episcopu^
iUoa l*M. recurreQtiuüi VoKBn, recurrentes celeriter om. W, cel«nt^r
recurrent4?'i E, sceleriter ClGg, om. M. G galia* LV, galeidas W» |
gakjdas Gg. tarnen om LRNVWKC1ZBFOÖj?PMVoKBq. juite gla-
dioa delct galeos P. 7 non om, NWCEGPM, vix evadere potaerunt
GlQgVoKBu. siouti RW, et sicut a 8armcenia ijoatea didicimus ad
luille eirciter quingentomm nuinerum in Nilo sunt aubmcrai VoKBu
enhn W, ffxiiAu WCCIZBFtiUgADH. 8 rubei P. Nylo ClZGgP, «c
in Nilo in marg. 2 H. Bubmersi sunt (urciter ad [om. A) mtlle quin*
gentorum jquinque add. N] numerum LNRVWCKZBFGPMAD, drciter I
ad mille quingentorum numenim sunt submergi CIGg. 9 qaingenioft
Bubmersi in ra^. H. si( ut poatea Gl, «icud poatea Gg. Saracenii (»A,
did/| intellexiiima Gg. 10 mane N, om, VoKBu, in feftt<i antem
VoKfUi. qut beali Pbnisii frater [super, in marg. frater Vo] utpri-
üjuw fuisne dicitur VoKBu, ulerinuB om. D. sancU Z, Dyoniini
LNRVEZUUgMD, 11 fuisse om, EGgP, dicitur fuiiae D. legitiir PM.
Tempi] HoBpiUliornm W. 12 et om GJ, damnum M. nobi« rjamp-
nuiii Cl VoKBu, non F» eis Gg» inferentes nobi.s ZB. 13 sunt fo^att
[refagati VoKBuJ ponunt post coriatruxerant ClGgV^oKBu. quam Gl,
von den Christen, aucb Oliver» Goradinus genannt (vgl. hierzu Röhricht,
Beitr. ], s. 69 note 165), Herr von Damaacng,
191
n iiobis in suf>eriori parte fluminis construxerant, et ibidem
interempii sunt ad ntinierum quingetitorum, sicut a transfiig^is
intellexiniiis«
19, Porro qiiia mnlti de (lopiilo Cliriatiaiio placuerimt
ö Doiuinn^ nece^se fuit, ut teniptatio probaret eos, Jorma pro .
anguj^tia tempestatis in tnare miasiis et venire pi.scis conclusus
probatiis rediit ad aridam, Apngtolua tripUci naufniffio tri-
bulatus eyasit; populns Domioi premisj^o triduano ieiunio, quod
clerus in pane et aqua servavit obedient»'r, et multis proces-
^0 sionibtis ordinatis a venerabili domimi Pelagio Albanenni t^pi-
scopo, apogtolice sedi» legato, ternptari uieruit. Nam in vi-
gilia saiicti Andree apostoli media nocte intumnernnt fluctua
I luaris creseentes et exriirsnin terribilem facientes nsque ad
[ cantra ßeit^liuin , iili alm parte flavius inundaiis noa occnpavit
F
l Bup] inferiori parte L, in saniort parte 6g VoKBü, Baperiori corr.
c superiore H. et otn. ZB. 2 interfectt Clfig, ad fiiiiogentorum nu-
Dierum ibidem interfecti mni VoKßu. *icad Gg, «icut — intelleximtj«
om. VoBü. 3 int.) didicimuB Gg. 4 Porro qimm fquod (ig] pro*
oal Ipro culpa Gg] a nobis in Baiiiori parte fluminia construxerant pon-
tera quia mnlti ClGg, Et qaia tJbriatiani [Cristiani K ) populi multitudo
Deo placere probabatur huiuamodi tlajijelia nieruit casiigari VoKBa,
Chrisiiano oiu. Gg. Doiuiiio placuerunt <t. 5 tentatio R. probatio Cl,
temptatione P. teinptaret Cl, proberet D; illo» P.M. Jona» corr. e
Janes A. Jonas - Nam am, \'oKBü, 6 per angustiaa L, per angu-
tftia NPM, pre angustiu A, temptatos eat Z, temptatuÄ B, mari A,
misfius ent PM. in venire N. 7 redtliit P. arcoam Cl. tripulatus A.
8 vasit L, addit Gg: capitulum txjciii. permiaso R, promiaso Cl, tri-
duano ieiunio pi-emisso F, triduano prcnueuo ieiunio G. 9 serva?»! in
|>ane et aqua obedienter N , humiliter et obedienter in pane et aqua
servavit Z eervare D. obedienter servavit ClGg^ servavit et obedien-
ter B. 10 a venerabili Albanenni fpibcopo P. r». se. legato P, a ve-
nerabili AHhinensi epiact^po P. apOBtoHce «edi« l<^gato M venerabili
Olli. CL doinino oni. Z, dictia. in marg. al. iimii don»ino Gg. Pela-
giario F. Alhonensi LVCl, Albanenai eorr, ex Albanwnai« Z, 11 tem-
tari NL Vi ^anctij t^eati F, apoättdi om. Ol a media noct^ B, media
nocte om, H, nocte media VoKBu. intuniuemt Cl , tluctus intumue-
rtmt VoKBu. lo niarini VoKBu. eitcrescentes B^ excursus uaque ad
castra fidelium terribilitcr facientes et Bern per creacentea VoKBu. et
om. Cl, ut Z exciirguä Gg, terribiliter Cl Gg. U castrum A. ab
om, PM. illa L, alia vern ClGgVoKBu tiuminia LNR. inundana
um PM, noa om. HVoKBu.
192
1118 iucautos. Natabant tentoH.i, perierunt cibana, juscea flu?iale8 '
et inaritii se quasi nichil timentes cubiculis iiij^erebaot, quo«
nianibus cepimus, quibus taiuen carere deliciis voluimos. Et
iii^i consiliti Spiritus sancti ante provisum fuisset io fossato«
6 cjunii in alios osuh factum fuerat \ mare coniuDctuin flnmiiii
liiimiiies cum iumentis, navea cum aniiis et yictualibos de-
traxisset ad hostes. Nee tameu hoc perieulum evaserunt qua-
tiior rogones, super quoa editicata fuerant propugTiactila ad
capieiidain eivitateni, qiii uuu impetii cum qiiint-a navi, que
1« inter eos herebat, ad oppositam rii»aui vi ventorum precipitati
iiiitt' oculüs uoatros sunt igne Green combusti. Pepercit Do-j
minus operibus Frisonum et Teutoiiicorum, quibus turris capt
1 iDcautoti om, RP, in campos M, improvinos VoKBu temptoria P,
perieraiit U, periere YoKBn, cybaria P. p1u?ialeB A, *2 ae poaonl .
poat timenteH ClVoEßu. nihil M« om. A, cubiculis nustris Gg« mer«
g^baat C, quo L, pre C. 3 nianibtia noätris LNItV WCEGIGg, nostrii '
manibuB VoKBu. prendidimus VoKBu. quibus — voluimus om. VoKBo*
iiide R, cum Gg. deliciis carere WCIZBFGGginiAD. volumus Cl, oo- j
luimus corr. e nolumus Gg. vi nisi pietate ineffabili suiHDominua pe-
perciÄHCt in foBSiito VoKBu 4 sancti Spirilu» F. proluiiuin L iNwetl
ZBGPM. fosaatoa N. 5 quod taiiien LNRVWCEClZBG<:J|f VoKBu,
in) ad VZB. iunctum VoKBu. 7 detraxit Z, in bostem detraiiaset
VoKBti ubi N, quod tniuen perieulum VoKBu. quatoor illi c4>cgones,
aupcr quoB [equos Vo] ad ciipiendam rivitatem edißcata eunt propog-
nacula, nequiiquam evadere i>utuerunt [pot, evad. K], »ed com quinta
uavj, qu6 cum eis erat^ vi veutt^trum precipitati ad propositam ripani
ante oculoa nostros sunt igne Greco comhuati VoKBu. 8 cocconesj
LNHVVVCKZH, cochonea Cl, kocgonea Gg. cocgones AD. super quo*
ad capiendam eivitatmii edificata fuerant propugnacula ClGg qiuiA M,
om. GA. preparata PM. fuerat L, fuerant NRWC, enint Z. 9 qae M. j
uno corr, e vino G nave ZB. qui G, quem A, 10 ea« M, habe*
bat ClGA, lacuna E, habebatur F, ad om. H opositum F, oppoBi-
tum Gg. rippam P» iaventorum NCl, precipitari CL II noatros '
öculos M» sunt ora. L, igne combuBii Greco N* igni^ Greco iiunt com-
busti B. pepercii auteni ZB. peper^itiiue VoKBu. 12 Prisonura
(Fresonum K) et Teutonicorum [Theut. KVo] hiboribus VoKBu. FreÄO-
num NW, Teutonicorum et Friaoiiuni ZB. Theutontcorum LRVWFGMA,
Theuconicoruni N. Teotonicorum Cl» Teuthonum P, Tbeotonicorum U.
a quibuB L, quibus ca[ita fuerat tiirri« ClGg, quibuB in eapienda civi-
täte debudaverant VoKBu.
' Mitte Oktober bis ende november» vgl. Hoogeur«^ a. a. o. t. ^09. ;
> lA
fuerat Naves onerate, qae in portii maris stabant, riiptis re-
pent^ fimibus perieriint. Duravit hec tempestas per triduum
continuuti]. Quo elapso Daiiiiaiis, qui consolatur populum snum
in omni trilmlationc, imp<:rüvd wniis et muri stare faciens ip~
mm a fervore suo.
20. luvasit preterea moltos de exercitti quedam pestis*,
contra quam phisici nulluni ex arte sua remediura in venire
poterant, Dolor repentiniis pedes invasit et crura, et con-
in nctim caro corrupta gingivas et dentes obduxit masticandi
potentiam auferens; tibias horribilis nigredo fnscavit, et sie
longo tractu doloria afflicti cum patieiitia multa niigraveriant
ad Dominum pUirimi. Qnidam usque ad tempus vernale du-
rantes beneficio caloris evasernnt liberati.
M«uh, H, n
It Cur. t, 4
Jon. 1, lA
1 fuit Z. honerarie L. onerarie NVWCEGlYoKBü» honerate FP.
maria om. Gg, Btabat Vo. nipis L, repente ruptia B. 2 duravitqoe
[que oni. GgBu] per [add, in marg. Vo] triduum hec tempeatae conti*
Duam GgVoKBu, 5 coDsolans buob DomiDUa imperavit ventis et man
et reddjta est serenitas VoKBa qui om. NZGg. conBolatuB est aos in
omni NEP] tribulatione nostra fet in etiOg] LNRVWCEClZBFGGgPMAD.
4 man corr. e mare H. 5 forore NCIMD. 6 post-eaZ, etiam VoKBu.
mult08 — pedes invasit om, B. pe^tia quedam ^^ravis VoKBu. 7 qtiam
cODtra A, contra qaem E, nullum ex arte sua poterant pbisici reme-
diura invenire E, viai Gl, nuUum phjsici Z, physici nullam M, phisici
nuDum poterant inveniie remejium VoKBu. nullam W. exate sua Cl>
ex arte aua om. VoKBu. medelam W. poterant invenire ClGg.
B Dolor fliquidem pedea inTaait rejjentiauB F. et pedes Gg, iunctaras
cmriuBi VoKBu. et om. ClGg, et — corrupta om, D, et coniunctim
om* VoKBn. coniunctum CIA» <:oniuncti P. 9 caro eorum N. cor-
repta P. ginginaa VP, ginginnaa N, gjmgivas W, cingivaa ÜU ^^g^-
vofi B, gingivaa corr, e ginginaa H, ginguinas Vo. abduxit et Tj. ma-
itigandi N, 10 potententiam L, penitentiam C. potestatem P. tibiaa
qaoque W, tybias GgP. nigredo horribilia NZB. egritudo ClGgVoKBu.
8ca in fuj5C4vit in rasnra L, otfiiacavit P, obfuscavit M, circumduxifc D,
fuitavit Vo, 11 trahitu N. cum tnultapatientia LNRVCECIZBFGgVoKßu,
plurimi cum multa patientia W, migrarunt VoKßa, ad Dominum mi-
gravemnt N» muUi migraverunt ad Dominum ClOg. 12 ad Dominum
om. L. plurimi om VoKBu. quidam uut^m NRVWCEClZFGgVoKBu.
13 per beneficium E liberari L, liberati evaseruut W, evaserant pe-
riculum VoEBu, addit Gg: capitnlum txxiiü.
' Wohl Bkorbut, vgl P. Meyer in BibL de r«^c. de« cbartet 38, 547.
OllTer 13
194
iti8 21, Post diciam teaipestateiii naves paraban^lT^ ad tran-j
situm fliiminis , qne cum magno periculo sarsinn a^seeDdenies
ioter civitat-em et turrim captam macbiiiis et igne Greco cum
iaciilis plurimum sunt impedite. ünde accidit, ut una naTia
ß Teniplariornm * vi tarreotis rapta prope ripam cintatis preci»
pitaretur ad hostes, qui cum barbotis et uncis ferreis ipsam
impiignavernnt diutius ignem Grecum cum lapidibus desuper
de turribiis prüirientes; et cum sie prevalere non VAleretii
propter defensorum andaciam, certatim navini ai^cendentes pre-
1*» cipites in eani desceiiderunt ad Templarios. Ubi cum diutius
pugnaretur, tandem navis perforata (sive ab hostibus stre a
nostris incertum habeuius) profiindum petiit submergena Egyp-
tioa cum Christianis, adeo ut vix summitag muH apparerei
1 dommicam LB. naves corr. e navis H. parabaiuus F, para-
bantur corr, e parapantur 2 H, iterum parabaniur VoKBu. 2 cma fl
om. PM. Bursum am. L. ascendeatea bis scrib. E. 3 intu« inter CL '
et] ao KREGK. turrem WE. captam om. Gg. igue Greco et machi-
nü Z6. 4 plarimia Z, plunmi M. impediti M, Buat plurimum im- M
pedite ClGg. unaa cogo PM, navia om, A, tiavia in marg. 2 H, uoa |
ex navibua VoKBii, 5 vi om. KCL intarrentia R, inciirreatis Cl, in
torrentia fluonne [superaerd Gg, currenlia VoKBu. rapta corr. e rapte Q,
raptua PM» prope J in Gg* oivitaiie ripam LZ» rippam P. ante preci-
pitaretur delet p Z, prediceretur K» 6 barbatis NW, barboctis ClOg,
barbottifl DU* unccia N» vectia PM» undnis CtBu, vicini« Vo. ipaa (M.
impagnaverant C, prepugnaverunt M. impugnavenint - de^nper om. D.
diatiua om. VoEBu. cum lapidibua om, H» cam lapidibus ignem Gre*
cum Z. deauper om, VoBu. 8 de ora. CK prohicientea R, sed cum
sie W, sie corr. e ait Z. posaent WEZBGgVoKBu, posaunt Gl, 9 de-
fenaores audaeea ZB, detTensoram P. certam D» om. VoKBa. uaves Z.
naves corr. e nav^'m B, navem CIVoKBu, aaeendes L. 10 preoipite»
in eam om. VoKBu. ea H, aaceaderunt PM , descendentes Ä, ml
Templadoa deecenderunt ClGg» ad Templurios a^cenderunt VoKBu.
diutiaaime VoKBu. 11 pagnaretar corr. e pugnaverunt P. peribrata ^
Fuit M. sive om. PM. a nostris incertum in rasura L. 12 nescttur ■
VoBu» incertum habemus om, K, habemua, sed a nostris est credendnin 0,
habuimus, sed a nofitris credendum est PM. Egiptios CIZBFMADH,
Egiptjtios P. 13 ante adeo delet ut F. ut mali eommitas super
aquaa [aquam Eßu] vix appareret VoKBu. mali summitas H, mali
delet et superscr. navis G, super aquam appareret W, aparerei P.
' Hier ist woM ein chronologischer irrtum; der Verlust dieüe 8 Schif-
fes fallt ßchon in den an fang des november, vor den stürm jedenfa
vgl, Hoogeweg a. a, o. s. 210.
195
super aquanL Et siciifc Sumson plurcs ocddit morietts qtiam
untea vivus, aic et isti martires pliires aecum traxerunt in aque
vorag^nem, qtiam gladiis interficere potuiasent, Cives autem
Damiate criieiitain victoriam snam fere septeoi diebua planxe-
* riint, KxiTide pontem reparantcs aperturaiii adeo reliquernnt
angustam, ut naveB nostre sine periciilo ascendere iion poasent.
Teiitonici vero et Frisones zelo iuüte indignationis accensi crnii
minori navi, ciüus ministerio turris capta fuit^ quam Gallici
Sanrtam Matrem appellant, pontem viriliter invasermit, anxi-
10 lium non haben tes nisi de celo. Paiiciores ' autem viri quam
decem de gente predieta contra omnem fortitndinem Bah}^-
lonioruiD poutem ascendentes spectante nmltitudine Christia-
1 aqnaa Z, et om. N, sicud Gg, sie M. Sanfion LNRVCIPVoKBu*
Sanip^on FiMAD , SaTiisoin H. plure» mimiconim E. occ] stravit
LRKVWCEClZBFGGgPMAD. moriena plureß stravit VoKBu. mo-
riendo Zß , ante morien» delet mortuua M. 2 antea om. LHNVWC
EClZBFGGgPMÄDVoKBu. vivem LRNVWCEClZBFGÖgPMADVoKBu.
martjres NCIM, vere martyrea W, matres Vq. aecum om. GgH, traxe-
runt secuni B. tranierunt E, ex traxerunt Ger, aquariim BGg. 3 vo-
ragine FVoKBu» cum gladiia ZB. Cumqoe cives Damiate infortuniiim
BQum quinque diebiifl plajixitiäent VoKBti. 4 Damiete LBFP, Da-
miethe Z, Damyate EGg. sex ClBGg, diebus om. W, diebns saper
plaDxerunt acribit H. 5 adeo aperturam H. adeo om, PM. 6 an-
gustam corr, ex angusitiani R» superacr. H, sine magno periciilo ZB.
tranaire LNRVWCEClZBFGgVoKBu. possent] addit F: De poate
de«tructo a Chrietianis et fnga soldani et obaidione Damiete. 7 The-
tonici vero L, Theatonici vero RFMVoKBUi Teuthonici vero VP, Teo-
tonici vero Cl, Tbeutonici autem GÄ, Theotonici aiitem D. Freao-
ne% NWK. ante iuBte delet iusticie Z. accincti LNRVWCECIZBGPMAD.
cam minima navi Galia nuncupata Inoncupata Voj pontem YqKBu,
8 minor«? M, obgequio navia F, nave Z, om. Gg. misterio RZ, trans L,
tunriß in raaura P. fuit capta LR WC KZ BF. fiierat capta V, 9 mar-
tyrem NM^ maitirem FPA. appel laver ant Gl, vocant Z, appellave-
runt F sLiniliter R. invaserunt et L, invaeerunt conr* ex inveaerunt Z.
aaxilium — pauciorea autem om. VoKBu, 10 ante de delet deo M.
paucionea L, pauciorea autem quam decem viri GL autem superacr. L.
et viri non plurea quam 4ecem cum Dei auxilio contra omaem Babi-
loniorum multitudinem pontem VoKBu. 11 predictam Cl, pr<^dicta
cum fratre quodam doxima Teatonicorum ZB. ßabüoaiorum LWCEGIZ
BFGGgPVoK, de gente Babilonionam CL asceadeotes viriliter Z.
spectate R, cetu Christi ano apectante VoKBa,
» Wohl am die wende 121Ö/1Ü. vgl. a. a. o. 215.
13*
19IB
b*
isid-B noriim et hanr audaciam plurimiim extollente fregenint eon-
dem, et sie cum quatiior navibiis, super qna^ pons erat fon-
datus, reversi sunt cum triumpho, liberani viam et apertain
aursiiin velificantibns relinquentes.
ft 22, Hiis ita gestis Sarraceiii periculura, qnod eis im-
minebat, attendeiites ripara nobis appositam fossatis et ar^l-
loaa materiu com propugnaculis ligneis altis munierunt ma*
Chinas et pctrarias ibidem locantes nobis spem auferentes per
locum illnm traiiseundi. A casali vero, quod per miliare fere
10 distat a civitate, übi hec nova muiiitio terminabatur, per traDS-
versum flumiois navium immeraiones fecermit cum palis infixis
gurgiti. Nichilominus apostolice aedis legatus desiderium bo-
I
let]adM. probitatem VoKBu, plunmi R. extollen tesLRClGgPM,
exiollentem N, ante ext^illetiia delet exten den te A, extollente corr. ex
extollentes H. eundem om. VoKBu, addunt ZBt Sarraceni vero pon-
tem iueri [tueri pontem B] volentea iaculia et lapidibua armati accur-
rerunt Frater vero preclictus domua Teutonice celeriter primia venien-
tibus ad se duobua inBignitiä crocoifi banerifi [bameriis Z] accurrtt et
qualis fuH experimeDto erudeli i|iBia eomprobav'it. Kam unuui diii
[dire Z| vulneri« lesioiie sauciatum Fugere fecit, alteruni diu resistentem
mutiiis conBictatioEiibufl tandetu hiäsatDiii siravit et de ponte armis
oneratum in fluvium precipitavit exanimem. Fracto denique poote
et receptia quataor navibus, super quaa pona faadatua erat [erat pona
fundata» B], reversi Biint cum etc. 2 quattuor M. erat pona
LNRVWCEClFGGgVoKBu. fondatua U fundifcus Gg. 8 cum triam-
pbo reversi sunt VoKBu, vi.un liberam ClGgVoKßa. 4 sarsam om. E.
rel] addit üg: capitalum Ixxv. 5 bis NWCEZBFAD, hm ita gestio
om. VoKBu. itaque RWClZBGGgPM. Saraceni GA, Sarraceni poit hec
peric^Iuni aibi [iic Vo] imminenä attendentes YoEBu» eis om. L.
6 iminebat LG. ad ten deuten Z. rippam €1P. oppositam nobla W.
fugsatis corr. e fossam R. argiliosa E, argilosa terra maieria D.
7 ligneis et P. muniverunt LCD. 8 petranas LN. loeantes ibidem
LNRVWCEClBFGGg, per locum illum transeundi spem nobis auferre
geatiebant ?oK6u. atferentea Ä. per locum illum om. E, per illum
locum GB. 9 alium LR, transseundi Z. causali h, acaei €1, ca-
salia G. in caaale M quod a civitate per miliare fere suraum distat ZB.
fere per miliare PM> per om. DVoKBu, milliare R, miliario VoKBu.
10 bac Gg. rautatio L, muratio corr. e miratio Gg, monitio D. ter-
minabat H^ imminabatur VoKBu. tranaceuBUm N, transitum PM.
11 navi CK immensiorieg L, mersionea Gl, immersionem H. pulia
om. E. fixifl A. 12 in gurgiti A. nichilominu« vero CIGg, apoat^>-
lice vero sedia legatus VoKBu, deside deaideriuni H.
I
I
197
tiiHii habeD» obsideiidi civitatem naves superius congregataä
urgebat ad transitum, ünde cogones propiignacuHs et castel-
lalis, viris ettam urmatis mimiti cum galeis et aliis navibtis
Christo duce prescriptaa imnieraiones evaseruoL Hostus autera
6 dissimulato metu trea ordines armatorum stationi naviiim no-
stranam contraposueninL nnam peditum super ripain cum cJi-
peis, quos targias appelktit^ Imeariter ordinatani, secundam
post dorsum illorutii simileiii priori, tcrtiani equituni longara
^ et terribilem, ictibiis lapidiim et telorum pliiriniujn verantea
Bjftatiatiem Christiaeoruni. Sane nocte sollempnitatis sancte
^til^lie virginis et martiris, cum coadunatas esset populus
" fidelium, cjui sequenti die transiturus erat, pluvie et Tenti
fiuiltum discriminis et difficultatis addiderunt iiostris. Sed
fidelis Deus» qui non patitur mws tanphirl super iiVquod pof^-
1319
I üor. 10, la
1 babena om, Z, Habens bonum ClGgVoKBu. congregataa corr. e
coßgregataui N. 2 coccones LHVCEZB, coccone N, coggone» WBu,
cbonea Cl, cocgnne« GgADVo, coiones K. cum propagnaculis» cum
perscr G. ca«tellifl VoKBu. 3 et Qg, mtinitk LEClZGgVoKBu,
munite N, cum om. VoKBu ghidüs L, galiia V, galeyclis (yg. et aliia
om, ClGgVoKBn. navibus sequentibus LNRVWCECIZBFGGgVoKBu.
4 predictas N\VTM, pre^oriptos Qg, prescripta A, preacripta pencula
VoKBu. munitionea L» immer in immereionea ia rasura R^ in mer-
sionea P, in tranaionea VoKBu. invasRrunt R. etiam D. 5 disaimu-
lando N. armatoram om. N. nav.] inanuum Z 6 nostrarum otd. H.
compoauemnt OlFVoKBu peditum om. N, per clivum PM. rippam P,
cljpeis C, clippeia CIZ. 7 quaa GgD. targaa L» thargyas W, tar-
jjeaa H, tarctiiaa VoKBu, apellapt E. linealiter NFPM» linianter Cl,
Hgne autem Vo, lineanter GGgKBu, ordmavenint ClGgi ordinarunt
VoKBu. 8 deorsum Z* porum NGPM, om> Gg. longum Cl, lungam,
in marg. al man. longani P 9 et] ac Z. terribilem et A. ictibua
lapidibua et teli» ZB. ]»lurimuin om. ClGgYoKßu. vexando LNRVW
CEClZBGgPM, vexantibtiB F; vexantium VoKBu. 10 testationem L,
mane (jg. nocte] in festo aancte Agathe VoKBu. aollempnitatia om. PM.
11 ante Agathe delet agne Z. martjrria RCl. et martiris om. NWH,
Tirginiß et martiris om. VoKBu, quoad imatuii NR. 12 qui om. N,
qnia Ä. die aequenti VoKBu- transitus A, erat tranaiturua ClGgVoKBu.
venti corr. e Tentis P. 13 muUia A. et difficultatis om. ClQgVoKßu.
contulerunt VoBu. nostria om. ZBVo. 14 Sed piaa [prinaK] Dens re-
apiciena ad caatra anorom, quod aecundum caaaaa inferiores difficile
videbatur facilliinum effecit aue virtatia innovana miracala VoKBu,
■uos temptari non patitur CIGg, patietur N» tentari M. aupra Jf.
quod non poaauiit A.
198
sunt^ respiciens ad CBsbra servonim snorum quod seciinclam
inferiores causas difficüe fuerat vel impossibile convertit in
facilitatem et ^audium^ virtutis sue innovans tnirabilia* Post
mediam siqiiidem noctom taiitiiin pavoreni soldano Babyloni«
et satrapis eius incussit^ ut relictis caBtris etiam EgyptÜB igno-
rantibus, quos ad resistenduni ordinaverat, in sola fuga 8f»eni
ponerent ^ (iuidam apostata, qui multo tempore legem Chri-
stian orinii transgressus cum soldano militaverat, stans in rijia
GalHce damabat : „Quare nioramini? Quid Irepidatis? Quid
hesitatis ? Soldanus abiit, * Et hoc dicto se in navicnla Chri*
stianorum recipi postiilavit, ut in potestate ipsoruni positus
iidem dictis faceret. Summo igitur diluculo, cum inchoatnm
1 ad castra om, N. seniorura E. euorum in raa, F, superacr. Gg.
um. D, sec] sunt N, 2 causaa inferiores F. difficile vel impoaaibiJe
fuerat EZ. 3 in facuUatem NCiH, in gaudium et Mlaritatem ZB.
8U0 virtntifl LRVWCECIZBFGPM, aive virtutis NGg. miracula LNRV
WCEGlFGgPMA, 4 pavor eat R, pavorie C. sondano R. Babiloui«
LWEGGgADH, oui. N. et Babiloniia ZB, Babilonie F, Babylome PM-
5 et om. ZB, satrapes R, catenia Cl, satraphi« G, catervis VoKBu»
suis M* DoiuinuB iuc-usBit ZB. et L, etiam om. N, eüam igDorantibu«i
om. VoKBu. gyptÜB L, ignonintibuB etiam Egiptiis RV^WClZBFGGgAD,
ignoraotibuH Egyptiis N, ignorantibus et Egiptiis, ante ignorantibiw
addit aL man. in marg. nobis P, ignorantibus nobit et Egyptiis M.
6 ordinaverat corr. ex ordinaverant F, ordinaverant Gg, 7 ponerei
LNVWCECIZäDVoKBu, posuit PM, addit Gg: capitulum Ixxvi. qd-
dam autem NCJZBGgVoKBo, longo ZB, legem Chriatiaaomin longo
tempore N, mnlto iam tempore VoKBu. Christianoraro legem LR VW
CECIZBFGA, Christianam legem VoKBu. 8 ingressns N, irauügr«Ma»
fuerat ClGg, transgreauß P- cam om, GgH VoKBu. in littore rip« ZB.
a>ippa P» a ripa M. 9 Galice P, clamabat Gallice N. quid PM, trep.)
statia PM. quid lienitatis om. WZBPM. 10 esuritia CLYoKßu* ecc<s
»oldanuö W, aaldanus Gg. bec dicena W, quo dicto ZB, hoc di«to PM,
et oum boc dicto D se om, L, naviculam RCIF, navem VoKBa
21 ae recipi RM VoKBu. rogavit WH, puatulavit recipi N, ubi N.
et Gg. eorum NZBFGVoKBu. fidem faceret dicÜä Gg. faeeret fidem
dictia VCl, dictis ßdem faceret E, 12 Mane autem incboata |m*
choaio VoJ diei festi miaaa Gandeamua onmes in Domino, cum nuncia-
retur principibua soldannm fiigiaae Egyptios [Egiptioa E] qaoque re-
oeatisae nostri certatim VoKBu, igit.] itaque W. ergo Gg, diliculo P
cum incboatum esset officium miaso WN, cum inchoatum esset mis&e
^ Ueber die gründe dieaer flucht, die in den feindaeligkeiteo nnter
den 85fanen aJ-Adila lagen, s. Eoogeweg a. a. o. 216 ff.
esiet officium misBe diei festi |>er oratoria Christianorum :
GatideamHs omnes in Domino^ ounctata sunt hec legato, regi
et alii«. Itaque fnj^ientibtis Egyptiis iiostri certatim et ala-
criter absque omni impediiiieiito hostium et sanguinis impensa
ft tmnaierunt 8ed adeo limosa et profundioribus aquis difrtcilis
fnit ad applicandiim terra hostilis, ut vix equi sine sessoribns
et selli^i eiecti pojssent ascendere. Templarii preduces in aacensu
diei feati officium Q, cum inchoatum easet diet fest! ofBcium DAf cum
incboatum diei feati esset officmm H.
1 dicte M. Oratorium ClGg. 2 omnea in Domino om. L, addit
Ggi et^ et nuttciata L, nunciata in niarg. 2 IL hee om. Qg. legato,
duci Austrie, regi et Zß. 3 al] principibus addit iu marg. 2 H. et
ita CI, Egiptiia itaque fugientibua W. Egiptiia CECIZBFGADH, no-
stris P. et om. AÜH, alacrifcer et ADH. 4 omni om. VoKBu. ho-
eitum et aanguinis inipensu om. V'oKBu. sanguiDum Z. impenso E,
om, Cb impemioae Z. 5 Set P, aed quia, ut superiu^ relatutn est»
fosaatiü et limoaa materia cum propugnacalis hoatea municrani loca,
tanta in ascenau fuit dificuttaa, ut vix VoEHu, aq,| locia W. dißcilis F.
6 fuit ad applicatidum fuit Cl ampbandum N. apUcandutu P. tenrö
baaiilis Cl, terram boatileiu B, terre hoatili (ig. vix corr, ex in ex Og.
aÄcensoribui* P. 7 eiecti om. L, erecti Nß, eiectia FPM. Templarii
vero inter primos iiscendeotea eqaos erectia aignis cum quibusdam Ho-
dpttali» aiLticti Johannia fratribua et paucU aliU aeculanbuii nilÜtibna
versus civitatem cur^u [curauDi P ] propero festinantes» in partibua iUis.
ubi castra paganorum aederant. quoa ibi iuTenerunt naque ad [om. PJ
Cent um vigiuti tnicidantes instanter [inconatanter P], StrennuisaimuB
[corr, e atrennmximua P] aütem rex Jerusalem [Hieruaiilem M]» poat-
quam cum magiitro ei fralnbua HoapitaliBt cum comite Niveiiiensi de
fuga exercitua infideUum [inödeHs M] redivit» ubi primoa curaus in caa-
6iim expenderant, quosdam de maltjdicta familia ante portam ciTitatia
adhuc [ad hec P] renitente» adiit intrepide, quamvia cum modico co-
ntitatu. Hos ' fugat ei »Iravit alios omnesque potentes vertere terga
fuge claudit [aternit MJ in urbe fagans uaque ad introitum portarum
victorioao gladio non ceaaante. Verum Hospitalia aancti Jobaunia [Joan-
uis M] fratres cum predicto Nivernensi comite non quiescunt, qui cum
quibuadam ex noetria immacem hoHtium multitudinem in via, que ducit
ThaneoB, nudatii* mucronibus conacquentea plu» quam duo railia tra*
dant exitio [exilio P] occidente« alioa et in aquia [in aqiiia om. MJ
üliüs Bubmergentea. Kon glonabiiur ete, PM. precedeutea L, per
duces Ob daces Gg.
> Die Worte iHoa — fugaaa* bilden eiu distiohoa.
200
cf. IV KUif. 0,
f4{ 9, «. e.
equonim erectis signia prapero cursii ad civitatem festinare-
ruiii, sternentes perfidos, qui audacter de portis tfgresäi ve-
iiientibus occurrerunt. Non gloriahUur securis conira eum^ qui
st'cal in ea^ neque (\caliiibHur aerrn contra mm, qui trahU r«ri*.
Miraculum istud cui eqiiabimus vel cui cooiparabimus nisi ei,
quod legitur de Benadab^ rege Syrie, qni obsedit Samariam,
urtans eam plurimum, cui Doraitius tantiim immisit teirortiffi,
ut relictis castris tugeret? Et sicut per leprosos, qui erant
in iutroito porfce^ ilJa fuga Syrorum niiDciala fuit SamaritaDis,
ita per leprosum in anima, prefatuai videlicet apostatain, nun-
ciata fuit Egyj^jtiorura fuga; et sicut ille populus Samaritano*
rum spolia in castris Syrorum relicta coUegit, sie noster ex-
ercitus tentoria et mauubias fugientiiim diripuit; targias plu-
rimaB et oumes galeas cum barbotis et aliis nav^ibus, que infra
«
1 qüoriim L. eiectis Gl. prospero NZAH, proprio GD, perTici
VoBu, pemici K, fe«t,] pervenerunt ZB, festinant^r Cl, veniunt VoKBu.
2 infidos W, audaeiter LR, om. W. de om. ZB. 3 accurremiit Cl.
Non — relicta collegit om. VoKBu. gloriabantar P. 4 in ea] emn L
nee ZA. exaltabitur om. LNRVWClCEZBFGrSgPM wera L, s&rra P.
contra euin om, FGg, contra om, F\ trahentera in ea TM. trahftur N.
in ea [corr, ex eutn LJ LNRVWCECIZBFGAD . ante eam delet in H.
5 cui comparabimns vel cui equabimus M. equiparabimus W, equa-
bitur A. vel cui comparabiratis om. W. comparabitur Ä, 6 qui Z*
legimus M. Bcnadab corr. e Benedu-b Z, Benedab AD, rege super-
8Cr. H. Sirie CIPA. obaederat PM, Samariam corr. e Sjmariam Z.
7 aptauB Cl» arctans P\f. ei N, enm 6, tantara R, tarnen V, immisit
tantum ZB, contulit tan tum PM. 8 sie Z, om. Gg. pro G^, lepro-
8um ZBPPMADH. qtii — leprosnm om. G, erat ZBFPMAD. erat «u-
peracr. U. 9 intertitu Cl illic M. illifica {?), in marg. al. man. ülic
fuga P, nuucijita fuit ilia fnga ZB» Srnorum LRCl Sirorum WCEZBA,
Assiriorum F, om* H. fuit nunciata PM. Samarithanis Gg. 10 iit
ita Cl. in anima in marg. Z, itaque Gg* prefatum om. N, pref«-
tam C. prefati PM. apoatate NCPM. l] Egiptiorum CEWFGäDII,
Egyptiis horam N, fuga Egiptiorum ZBGg, fuga Egyptiorum fuga M-
et om. Gg. sicud Gg, ille om, ZB. 12 spoliia R. Syriorum LRCI,
suorum Z, Siriornm FG, Sirorum GgA* relicta om. PM. coUegit addit
in marg, 2 H. sie) nunc Cl, 13 et om. Gg. mannbia B» manu-
brias M, fugentium Cl lacuna L» diripiont V, dirupit CIZ, u in di-
ripuit superscr. P, diripuit corr, e diaripuit M, tarcbiaa VoKBu. pla-
rea PM. 14 omnea om. Gg. galias LV, om. VV» galeydaa Gg, cum]
in F, cum — casale om. Gg. barbatis K, barboctia Gl, et barbotofl ZB,
barböttie HVoBu. et] cum ZB.
1
901
vulj
m
le nsqiie ad civitatem inveniebaniur, cum aliis s|iolii8 vic-
tores occiipaverunt. Multi bellatores relictis uxoribus et par-
\nilis territi propter ioopinatum tratisitum de Damiata fogerunt.
Et sie per ginim ac lirniiter obspssa est civitas exercitu conti-
nuato per pontis compoaitionem utramque ripam contingentem.
23. Per desidiam autem et ioertiam eorum, quoriim no-
aiiaa Dens seit» faciuiD est, ut hostes resumptis viribus et
animis, ad?eiiiente etiam Coradioo ^ cum Alapinis et magna
1 oassale N* et u^que ad Z , uaque ad civitatem oto. PM. ad
om. A, invemebant Gg. spol.] liospitalis Pi bospitalig fratres M.
2 yictorea noatri ZB, occupaverant victores N* victores öm. Gg. ocu-
panint P. et] ac YWEFGADVoKßu, et parvulia territi am. L, et par-
vuHa om. H. parvuli P, filiis VoKRu» 3 territi om. W. propter
om. Gg, inopijnata.m L. Damieta LOS, Bamyata E^tg, Dumietha Z.
ierunt CDA, fogenint corr. e fugierant H» fugierunt de Dara.
lEZBGg, fugerunt de Dam, NVCEF, fugierant de Dam. CL 4 Et)
11 gynim NCGgPMD, giram Cl wc] et LRV , om. WGgYoKBu,
ae firmiter om. NZB obaessa corr. al. man. ex obJata G, est
om. M. civitiile M, poüt civitas addit Qgi eapitulum Ixivii, ad-
dünt PM: Igitiir diviso exercita nostro in duaa partes, unam Yide-
licet in sabnio ad cuatodiam tarn fluvii (|uam portus, alteram ad ob-
eidendam manitam [muniiem P] «rbem necesäario deputatas [depu-
tata M], Super impetuosaa et ir^vadiibilet* Ndi (Nyli F] iindas pontem
eonstruere neceBaitas nobis [nobia necess. M | imperavit, qui qiianto ne-
ceasarior tanto farcior in sumptti et labore plunmo; auper robustas
naves in tninaverfio Eumlnis ordinatoa faveate Domino constructus est
periculoaam diviaionem exercitiis uniena et ipaum flumeii reddena ini-
micia immeabile [om. P]. Et sie per gyrum finiiiter obsesaa civitale
exercitu continuato etc. exercitu exercitoi FG. exercitu — contingen-
tem om, LNRVlVCKClZBVoKBii, sed addunfc VoKBu: Sed qiiomodo
icriptam est [om- Vo]i Extretna ijaudii !uctus ocvupat |Prov, 14, 13],
sie et Td! auccesaibua etiam feücibus a caaibug adveraia. Agente si*
quidem quorundam falaoruro fratram perfidia factum est, ufc boates etc.
5 pontea G, pontem PM. compoaitioaem om, PM. ripam fluininis FAD,
rippam P. *> autem eorum et inertiam Cl. autem om. A. inher-
tiam B. eorum om. GgM. quorundam P. 7 novit Dominus PM.
ait Gg. factum eat poatea Z. hoatea poatmodum B. reaiimptibua F.
8 armis LRVBZ, advenientem L. etiam om. ZBGgVoKBn. Corra-
dino N. Halappinis LNVCE, Halaprinia R, Halapinia militibaa Gg,
Halapinis FMA, Alappinia ClDHVoBu, Alapperinia K cum LNRVWC
EClZGt et cum F, ac Gg. muliitudine magna B, maxima multitudine
> Vgl %n eap. 18,
12li»
iiiultittidiiitj lociun iüimi occir|iareüt', a quo nostri tranjiüiitir
niiraculosum fecerant, et sie nos obsideDtes ciFitatem ip«
periculosiiis obsederunt; et nisi per difinnm consilnim primn
casfcra, que erant inter mpre et flu^ium, retenta ftiisseut lua-
xime per Teutonicos et Frisones, portus iiobis ablains faisset
et negotium plurimimi periclitatoDi vaci Ilasset. üt aatem tiiJ-
raciilam transitiis iDagis claresceret i>c Boli Christo firmiter
ascriberetiir, ad tantam Sarraceni pervenenint temeritatem, nt
dilucnlo Babbati ante doinirjicam Oculi mei semper nobis tale
pericohnu iion previdentibiis cum gravi multitadine prophis
accedeutes usijoe in fossatiim se precipitarent, sed divino an-
xiliu ctini diimpno eqiiifcnm et peditum repulai sunt.
1 occupaverunt LUCIZB. m
2 mimculose CiG^. fecerunt NZ.
tat^m ipai ZB. obKedenies Gg,
S öbsiderunt L, obaideremns N.
prima om. PM. 4 que erant
obäidentes civitatüm Chmtianos periculosiaa obsiderent. et um etc*
VoKBu.
quo Z, miracitloämti traosiiani P)l.
nunc CK nos ouu D, ooa et cm-
civitatera obsidentes N, ipsius A.
niü corr. ex tibi Vo. aiixiliuin Cl
bis »crib. D. Nilum W. masim«
om. N, et maxime G. 5 Theutonicos LNRWFGM, Teutenicos CI.
Teutlionicos P, Theotonicos D, Frisones et Theutonicos VoKBu. a ao-
bis L. no Bupenscr. 2 H. subjatus ZB. 6 plurünum om. G. relidi-
tatum L. vacillosaet corr. o valillassetZ, vacÜlaret PM, fut^^et D, antf^
vaciUasHet delet fiusset, et receutiore manu [Rottendorfii?] addit et H^
Ut] cum Z» sed ut VoKBu. 7 miraculosus iransiius noster Ggy Iran-
aitos Diiraculum PM» nnraculum prefati [om. K] transitut coramenda-
retur et [ac KJ soli Christo ascriberetur VoKBu. magis om. LR. Chr.]
Deo GPM, 8 ascrüieretur victoria G, a33criberetarD, ascriberetur fir-
miterPMt Sarraceni ad tantam ZB. Saraceni GÄ. devenerunt Cl, te*
meritatetn perveneruni Gg^ devenere VoKBu. 9 aabati L^ om. Ä. ante
corr. a1. man. gx aut G, ante terciam quadragesime dominicam nobis lalin
[tale KJ non «UBpicantibus YoKBu. dominicam om. WZ, dominicam
que dicitur N, dominicam qua cantatur F. aeraper om. VZD, sempir
ad Dominum LNClGGgPMA. nobis om. G. 10 providentibua LPM.
cum gravi ^ precipitarent ponunt post repulai Äunt PM, multitudine
gravi LNRVWCEClZBFGGgPMVoKBu. propriua N. 11 acced^reot
et NRVWCECIFGOgPMADVoKBu, accederent L, ac€edunt et Z. u^que
om. MVoKBu. ad LR, m ipso ae foseato VoKBu. fossatum nostrumGg.
se] sed A. auxilio divino VoKEiu, 12 damno M, gravi dampno LNRV
WCEClGgVoKBu. equitea et pedites A. ped,] equorum LRVWCEClGg.
equorum suorum VoKBq. sunt om. P, sunt repuUi M, addit F: De
^ Mär2 3, vgl Hoogeweg a. a. o. 9, s. 249 f.
209
24. Abdo gratie milleeitno ducentesimo detimo iiono re-
gina civitatum Jerosolima, que videbaUir inexpugTiabiliter mu-
nita^ destructa est a Coradino, filio Sapliadini, foris et intus ^
Mari eins cum tiirribus redacti sunt in acervos lapidiim preter
« templum DomiDi ac tnrrim David. De glorioso «epulcbro de-
strueodo consiliura habiiernnt Sarraceni et per litteraa corami-
nati simt^ quas civibus Daoiiate transmiserunt ad ipsünim so-
latium; sed buic temeritati nemo preäuinpHit maiins apponere
propter loci reverentiam* Siciit enioi in Alcorano libro legis
»0 eorum scriptum habent, Jhesom Cbristnra doniinrjm nostrum
credunt de Maria virgine coiiceplum et natu in , quem sine
peccaio vixisse, prophetain et plu^ quaiu ptüphetam protestan-
*
destructione Jerusali^m a Coradino et irmptione in Christianoa facta*
addit in marg, Z : de deHtriittione nmronim.
1 (luingGDtesiino M, iiono decimo VoBu. 2 JheTOsolima RWEZ
DVoBoJ, Jberoaoljrma C, Jerosolimitauü ClOgP, Hiemsalem M, Jeru-
Baletn K. que — munita om, VoKBu. inejcpngnabilis NJ. 3 mu-
nita om. N. destrata L est suporscr. H. Koradiuo ZG^^ Caradia-
gio B. et filio J» Saffatlini Cl. Saphadmi corr e Saphadino P, filio
Saphadini om. Og, 88phadini filio VoKBu. et fom M. 4 et muri N.
eius funditu8 N, eias om. B, enim PM. in turribus W. cum turribus
om, Z, cam turribus preter templüin Domini ac turrim David [Da-
niel Gg] in acervos lapidum auot redacti ClGgVoKBu. propter F.
5 Domini om. N. ac| et NREZFPM. ttirrera ZB» «epulcro vero glo-
rioBO LWRt glorioso sepulcro NVCEZBPM» sepulcro Domini F, glorioao
sepalchro 6, Beptilcro Domioi glorioao ClGgVoKBu. ö destruendo corr.
e deatructo K, destituendo (jlVoBu. babuenint cousilium Gg, consilium
addit aL man, in marg. P, babueruni Sarraceni consilium M. habue-
rant LRC. ?araceni A. sed N, literas M, commilati R, 7 Da*
miete LßFG, Damiethe Z, Damjate Gg. ad ipsonim Bolatium trana-
miserunt ClGgVoKBu. solatium ipaorum F, 8 hec Z, temeritati
buic L. propter loci reverentiam nemo presumpait manas apponere
ClVoKBu man US apponere presurapsit PM. imponere ZGg. 9 rey.]
addit Gg; capitulum IxjtTriii, sicud Gg. enim om. G, post siciit enim
delet «icut enim H, in superscr. H» in Ubro Alcorano legis eorum G.
Alcborano WZ\f, Arconato, in marg. aL man. Alcorano P. legum
ClYoBu, legitur Gg, 10 acriptum om. G, hab.] est NB. habet Gg,
est et babent J. Jeeum WCECIK. dominum noairnm om, H. 11 na-
tum conceptum L, natum et conceptum WK, et natum auperacr. 2 H,
12 iussis86 Cl. ante propbetam delet peccatum G. et plus quam pro-
pbetam »uperacr. 2 H. pi ofitentur iNRWCECIGgVoKBu, confitentur V.
^ Mänc lU oder 25.
li(9
iur ; cecos illiiminasäe^ leprosos miindassef mortuos susctiasse
firmiter asserunk; verbiim et spiritura Dei et vivum ad celoe
Hscendisse uon discreduDt, Sed passionem et mortem, divinam
etiam naturaiii unitam liiimane nfttiire in Christo et iriniiatem
persona mm iiegaiit. Uiide verius heretici quain Sarraceni no-
tninari debereiit, sed uso» falsi Dominiä prevaluit Uiide qoando
tempore treugaruiu sapientes ipsoriim Jerosolyniain ascende*
bant» Codices ewangeliariuii sibi [lostulabant exhiberi et mm*
labantur et veiierabantwr propter munditiam legis, quam Chri-
stus docuit, et maxinie propter ewangelium Luce: Mksujn est
amfelits Gahrul^ quod litteratl inter eos sepiiis repetunt et rc-
traetatit. Lex atitem eonim^ quaui diabolo dictaote minUterio
Sergii uioiiachi ^ et apostate ac beretici Machometuft «Sarracenis
dedit Arabicß scriptam, a gladio cepit, per gladium tenetur
<
1 inondaase P. reauscitiisHe ZB » re supericr. Z. 2 assernni fir-
mitor N. Terbis N, i>er verbum B, verbum et B|)iritas Dei et om. VoKBn.
et ajiirituB Dei otn. N, et oni. CIZ, superscr. G» habuisse et Og viv ]
iinuiiT LV» iinicum P, nuncmm M« ad celos om. L. 3 non om.
VüKBu. credünt W» decrediint Ol, cof^noscunt VoKBu. 8et P, Sed
— prevaluit om. LNRVWCECiZBFGGgVoKBo. et om, J. 4 homanc
nature unitam A. et] ac PM* 5 Saraceni A. 6 falsi] siniilü PM.
unde et N, ex hoc .1. quando om. F. 7 treuguram Cl. Jheroioli-
mam RWEZDVoBuJ. Jeroaolimam LNVBFGGgPAH, Hierosolimam M.
OÄcenderunt Z. 8 et Codices LR evangeliura RVPM, evangelio-
rum F. «ibi postulabant exhiberi om. K. exiberi EO, oin. M, exhiberi
poafculabant ClVoBu. 9 et venerabantur om. PM, venerabant L. pro
muDditia G. mondiciam P. 10 dedit ClGgVoKBu, docuit Christui J.
et 001. J, et propter lectiouem maxime ewangelii VoKBu. evangeliara
RVFPM. Luce ubi legitur R. 11 Gabriel angelus LRVWCECIZBG
PMVoKHu, Gabriel nngelun a Deo etc. N, quam VoKBu. literati GMÜ.
eornm ZB » sepius inter eos F, sepius contra ipaos Z. reppetant Cl.
12 quam om, B. dyabolo GgDJ, diecipulo ClVoKBu, dictante dia-
bolo PM. ni in mimaterio auperscr. Z, mieterio Cl. 13 Sergi N,
Sergis Z, Sergii et P, Sorgum D. moachi CL et om. VoKBu. apo-
»tote Cl, ypoBtate D, ac] et GgVoKBu. Macometus RK, Mahome-
ins Gg. Sarracenue LH, Saracenis GA. U didicit G. hebraice J.
a om. Cl. et per gladia N, in gladio W, et gladio ZB, et per gl»-
diam PMA. ten.] lacuna N, teaet PM.
I
* Vgl die bemerkungen Röhrichta zum brief Olivera an al-Eamil
We«t4 Zeitflcbr. 10, e. 167.
et in gla^lio terminftbitur. Mnchometus iste illitteratas fuit,
sicut ipse testatur in Alcorano suo^ et qiie prenominatus he-
reticus dictavit, ipae promiilgavit et per comminationes obser-
vari statiiit. Liixurioaiis enim fuit et bellicosiis, ideoque de
A immunrlitia et ^anitafee legem tulit, quam canialiter viveiites iu
parte Yoluptatis firniiter observant. Et sicut leg(?m nostram
veritas et rauuditia niuniunt, ita errorem ipsonim tinior niuii-
danus et huoianus ac volupta^ carnalia firniissime custudiunt.
25. In die Painiarum aniii prescripti iuimici iiostri raulta
10 cotiiminatione preniij^sa, quod se ipsos vel nos onmes uua die
perderent, collecto terribili et innumerabili exercitu equitura
et peditum irnienint super nos undiqiie fos.satiiiu nostnim in-
I vadentes et maxinie poutera Ten^plarioriHa et ducis Austrie,
^^quem ipse cum Teutonicis defendere studuit, Ilösteg cum electi.s
F
] et om. LR. in gladium NE, per gUxdiuin ZB, terminabuntur N,
MacoTuelUÄ RK, Mahometüs Üg. bUteratus LNR¥WCERF(}, litt^ra-
tus Z. 2 ßic L, ßicud G. iste WCl, ille Gg. profitetiir LRVWCEGg,
Eprotestatar CIZBFPMADVoKBu, in Alcoramj suo profitetur N. Alchorano
WZM, Alchorano, in margr- al. man. Äcorano P. que om. ZM, (|tJod A
3 hereticiia om, N. iste ZB, per commiaatianes et vanitat-es legem ZB,
4 statuit observari ClYoKBa, obaervari om. ZB. luxuriosuö — lulit
^m. ZB. enim om. PM, et beilicoawa fuit PM. 5 iramondicia P,
Matuit LRVWCClZFGGgVoKBu, statuit legem E, quam — tiiiiniunt
om. Gg. carnatiter om. J. 6 voluntalia ClVoBu, obeervavit CL
7 verita*? bis acrib Z. immiitiiunt Fj, moniunt R, raunivit CIZFA et
ita Gg» ita et VoKBu. t errorem CIGg, errores B, error H. 8 inun-
dana D, mundaaua corr. e mundatua H. et ClGgVoBu carnaliter LR.
om. NH. firmiter ZGg. custodivit Cl, addit Z: De irrupdone barba«
rorura, addit 6g: capitulum Ixxix 9 1 in Tu ora. B. auno prö-
^■fecripio ClGgVoKBu. 10 qua VoKBu. vel] et VoKBu» una die vel mm
^^knnes Gg. nöa ipsos omncs N. omne« om. ClVoKBu. perderent iina
^Hlie P. 11 perderent om. M» et collecto LRW, coUet^tione GgPM,
^™iollocutione ClVoKBu. et] ac Z, om VoKBu innuraerabili equitum
I et pedituni contractu exercitu super no« imierunt VoKHu. 12 et]
A, et peditum om. Z» peditum ac equitum B. super noa irrue-
;nt Cl» irruerunt com ex irruereut H fossatum noatrum undique
ClGgVoKBu. 13 ante pontem dclet pontem Z. Templariorum et
om. ZB 14 quod N» quoniam F> qivani P, quem — dux Austrie
om. D. Theutonicia LNRVWCEPGMAVoKBu. leutbonicia P. defen-
dere optirae B. deffendere P, defendendam auaceperat VoKBu. boateB
vero (JlZBGgVoKBu, electia corr. ex elenLia H.
militibus de eqnis suis descendeniesi cum Chrisfianb atrociter
piignavenint Cecidenint hinc iiide mortui et rulnerati multi
tandem poiitem ascendeiites partem eins coiiibusserant. Dux
Aiistri*} precepit guis, ut ponte relicto aditum darent instauti- fl
bus et introitoiu ; sed uitrare non presumpserunt propter^mi- ^
litiam nnstraiiu que acied siias ordinuverat in sobsidiuni um-
tiitioties defendentiuiu. Mnlieres aqiiara et lapides, vinuiu et
panes bellatoribus intrepide minisirabant , orationi sacerdotes
insistebant, vnlnera sauciatnnnii ligaiites ac beuedicentes. Eo
die non est nobis datum spatiiun gestandi alias palmaa quam
balistas et arcua cum «agittis, lanceas et gladios cnoi clipeis,
adeo instabant et vexabant atrociter, qiii venerant ad perden-
1 militibu» corr. e railibua N. militibüs suis LNRVWCFXlZBFGGgPM,
equitibuB E. suis oni, LNRVWCKClZBGgVoKBu. attrociter ZG. 2 et
occiderunt Cl, et ceciderunt Gg, Hinc et inde muUia occiiis et plmi^
bna Yulneratis tau dem prevaluerunt adeo» qaod pontein a5cendent4:*s
partem eat eo conibusserunt | coiiibuxenint Yo] VoKBu. mortuis et vul-
neratis multia Cl. malti om, GgPM» 8 timdem prevaluerunt [ora Gj
adeo [adeos L], quod pontem ascendentes LNRVWCEGlZBFGGg, eia»
om, CKig. combuaterunt LRP. dax vero Aastrie Gg, dux atitem Au-
strie VoKHu, 4 Äuxtrie R. 5 et introituni om. WVoKBa, non
om. N. 6 suas acie« ClVoKBu. ordinaverant Z, ordinaverunt A«
ordinaverat corr, ex ordinaverant 0, in subaidium muniiioneB defen*
dentiam ordinaverat VoKBu. in om. PM. subaidium et K. 7 mn-
nitioniö Gg. defcodentibus Cl, deffendentiiim P» om. Gg etaddii: NnJ-
las itaque de nostris vacabat. aquam piioeä [panem GgK] et Tinuni
GgVoKBu. 8 panem NCECl, lapidea LB, paaem oorr. e paael R.
panem et viuum Z. bellatoribuB om. N, bellatorebua Et, bellatoiiba^
noBtris LRVWCEClGGgVoKBu, njinistrabaat bellatoribus nostrU intre-
pide ZB, nostris intrepide ministriLbant bellatoribus F. intrepide om. h,
minibtrabant intrepide NPM. 9 instabant ClVoKBu. aauciorum
LPVoKBu, at in «auciatorum «luperacr, H. et ligantes B, ligabant PM.
et ZBFÖA, om. F, Deum M. benefacieate^ Cl, benedicebant PM. eo-
dem Zf eadem PMt eo die pro palmis battstaa gesaimus et arcas prt>
ramid arborum, lanceaa et gladios cam clipeia talimua, adeo nos in-
Eitantisatme ^^exabant, qui ad perdendnni nos studio liberande civitatis
conYeneranfc VoKBu. 10 nobis datum om, LV, datum nobia WCZ, da-
tum otn. Cl, nobi? om. PM. gerendi FM. 11 baailicaa, in mat^. aL
man. balisiafi R, et om, ClGg. ambna U. lanceit clipeia et galeis W»
lanceis et gladüii D, et om. Cl. et gladios in rasura L. clipei« in
raaura B^ clypeiH C, clippeis ZCL 12 vexabant nos F. quod L.
convenerant LNRVWCEGg. pergendum R.
I
I
ä07
dum xim studio liberande civitatis ab ortu solis usqiie ad ho- i*»j>
rain fere deciniani; tandem defatigati retraxenint se tum daiupno
luaximo.
26. Instabat iam passa^ium vernale. Recessurus erat (lux
& Austrie \ qui per annum et diuädium fideüter Christo mili-
taverat, plenus devotione, hiimilitate, obedieiitia, lai'gitat«,
qui preter alios syniptus iiinomerabiles, tpios in negotiis bel-
licia ac privaiis eleniosinis fecerat, dornui Teutonictirum sex
niilia marcarHm argen ti vel aniplius ad coniparandum prediiim
lu creditnr contuliase et Castro Teniplarionini novo t|iiint|uaginta
marcas aiiri. Cui efciam cnmea Cestrie^ tjuiiigentas marcas
argenti donavit ad murorum et tiirriom firnmiiientuni.
•
1 DOS om. N. liberante E, Hberamli M. civitatibua L, civiiatem M.
Bed ab CL sie ab G^, ab ortu — toaximo om. VoKBu. 2 duodeci-
mani M, fatigati VG, oui. ZB, fng^ati PM, retraxenint se deratigati F-
trmxerunt ß, se letraxerunt H. cum maximo dami>no ZB. datDno ECM.
3 max.] addit F: Üe recesau duci« Austrie et bellis Chrißtianorum con-
tra Sarracenos et interitu plurimorum ex atraque parte ei piu-e vel
treaga a Sarracenis ultro oblatis, addit Gg: capituliiiii Ixxx. 4 in-
ftabant L. autem ZG. pa^aaiuiu Z, vernale passagiuii] ClVoKBü, re-
ce^imus R. 5 dinnt^ium conr. e deruedium L. fideliter om. F, Christo
fideliter KWCClZBGGgPMADVoKBu , Christi fideliter N, Christo rnUi-
taveiat fideliter E, 6 |>len.] piiiicepa devotione [devotus corr. c de-
votiane E] plenus, humilitate, obedicntia [hobediehtia H] , hirgitate
LNRVWCEGlGg, princepa devotione plenua, huiiiilitate, ohüdietitia et
largitate Deo gratufl VoKBu. et humilitate A birg.] paciencta Z. 7 qui
om. Z, inaamerabilea »umptus G. incomparahile« VoKBu. equos PM.
8 ac) et in F, et PM. poat privatis addit al. man. in marg. deducen-
di^ P, elemosynis WK, clericia PM, quas fecerat ZB, donuiii fecerat
duniui PM, feterat doiuui 8r\ncte Marie Theutoniuorum F. expenderat
VoKBu- duniiBO Gg. Tbeiitonicorum LNRWGMAVoKBu. Theutenico-
rum E, Teutbonicorum P, Theotonicorum D. sex] decem ZB, seplem P,
ducentaa M. 9 millia CK, om. PM. marcas VG, marcharum Wü
VoKBu, nninmorum C^ marcbaa PM. argenti om, M ad comparan-
dam predium om. EZB. presidium VoKBa. 10 et — firmamentum
om LNRVWCEClZBFGGgVoKBu, caatro in ras. H. novo superscr H.
11 nmnmorum C. marcbaö PM, marcas corr. e marcarum H. cum D.
Austrie PM. marchai) FMD. 12 an te argenti delet auri D. et] ac A.
fand amen tum PM.
' Nacb Gesta obaid. bei HOhrichi, Quinti h. s. bs. m. s. 90 den
5.inai, nach Job. v» Tulbia ibid. 127 ende april. * Graf Radulf von
»
208
II 19
Vmi I
27- In Kalendis Maii magna mnlHitido cepit recerüerel
peregrinorum nol>is in sunimo periciilo relictis, 8ed Pater
»'•, I«, 10 noster benignuis et iiiisericors^ dux et propugnator iioster, pro-
i ii^. u, ti kdor et defensor sperantium in se, cui facile est in paucisi
6 ^^kut hi muliis vinrny\ JhDisiis Christus, non permisit incredulos
siniul in noa irriiere, dooec novi recentesque peregrini cuui
copioso succiirsu super yeiurent : cnpia yictaalium et eqQoramj
uiitu lÜTino transniissa c<»ltecttoiiera fideliiim letificavit- Id-
K.i 1« staiirato igitur agonistamni Christi nnmero in feste asceosioniä I
lö Domini more suo per aqnas et per terram irnierunt j^erfidi
) Maü corr. e Maj^ H. magna multitudo peregriaarum cepit re<
cedere LNRVWCEGlZBFGGgPMAK, magiatra peregrinorum mulUtodo
cepit recedere VoBu. 2 nabis oin, E« ante iiobia «uper^cr, a G sn-
premo GlVoKßu rel.J constitutis corr; e constitutus N, derelicti» VoKBo.
sed om. Gg, raiaericor» et benignus Pater noster W. 3 noster oin.
NVoKBu. benignus et misericors om. L, misericors et benigntu M.
du%] Deua VoKßu. et om. Gg, et propnguator — Christus om. VoKBu.
pugnator M. noster am. Gg. 4 etj ac Gg, protector et om, GABH,
et defensor oua. W, defensor et protector M. or in defensor in ras, L
speratium Cl. cui] si^i PM. est oni, CIGM, in oni. Cl, 5 ut G,
«icud Gg. in] et M. Jhesus Chrißtus om. W, Christuß Jesus NVCZJ
BFPM, Jesus Cbiiritua Cl. Jhesus Christum dominus noitcr G. non corr.
e no8 Bi in [om« VoBu] incredulorum oppressione nos non permisit
[dimisit K] gravari [oro. K], donec novo milite roboratos victualium eUani |
equorum et aniioruni copia »uomm fidelium lettficaret conrentum ]
YoEBu. in nos simul incredulos Z. 6 dono P. decentesque R, re-
oentesque com e recedentesque F. tum D, cnm auccunau copioso ClGg.
7 supervenerunt LH, subvenirent Z, et equorum om. L, 8 nuctu L,
ante nutu delet mitti (?) Z. nobis transmidsa Z, transmisaam P. collec-
tione LRClGg, collocucionem corr, e collacucionem Z. Cbrlstianorum N»
poat fideliura addit al. man. noa Gg. 9 inetauiatio Cl, isti, in marg
hI. man. addit rapto P, iati igitur rapto M, itaque W. ag.] fidelium
LNHVWCEClBFGGgMVoKßu, om.Z. fidelium agonistarum R Christi
om. LNRVWCEClBFGGgPMVoKBu, numero inßdelium, inmarg fideZ,
die ClGgVoKBu. asaensiouia Cl, ascentionis H. lu in ore »uo Cl,
raore aolito F. per terram et aquam LNRVWCKClZRGgAOVoKBu,
per terram et per aquam FGPM, super nos irruenint perfid i ZB, ir-
ruerunt perfidi super nos Gg
ehester war bald nach der eroberung des kettenturmes gelniidei, vgl
cap. 16 die Varianten,
209
et mtiltoctHns sie attemptmifces prevÄlere noii valnerunt, parti-
culariter etiam uostros prop«* castra provin^abant, danipniti"
cant^s et flampnificati* Pridie vero Kalendas Au^usH omnern
quam habere poteraot adduceiitea copiam post diutinos assiil-
* tas tandem fbssatiim ecmtra militiam Tempil transeimtes et
licias violeiiter rumpentes nostros pedifces verterunt in fugani,
ade<j ut totus exercitus Christi an oruni iam periditaretur. Mi-
lites et equite» de Francia seculares i&r conati sunt ipsoB re-
pellere longius extra t'ossatum, sed non potnerunt. Sarraceni
l et om. ZB. multoties WCE, sie multotienB ClGgVoKBu. adteDip*
tantefl Z, attentantes CM. prevalere corr. e pre^alede Z valuerunt
nee poterant ZB, non potoemnt EPM, nequiverunt VoKBu. partim W,
particnlariter — habere poterant om. II 2 projyt^ [om. Z] castni
Doatros fnoata-a tifr] LNRVWCEClZG<jgPMAYoKBii. prope castra noa F.
provocontea Cl. 3 danipuificabatit CK dampnati G, damuificanteg et
damniticati M , ilampna fdamna K| inferentes Red amplioni recipieti-
tea VoKBii addunt poat daiDpnificati PM: Unde quadara die pedite«
nostri cadaver perfidi annatum ad modnm autem vivi [vi, in marg.
aL man, vivi PJ appodiaDte» erexerunt capud absciauni |abcitiuin P]
cum if)tiia [contorii« M] crinibus super cadaver colligantes et ad ia<;-
tam iaculi extra liciaa Sarraeeni» equitaiitibui^ relictum exposuertanL
i^uod viiientes Sarraceni septein, prinio tres« secundo quinque, tertio
äeptem siiiml irruerunt in cadaver itiortuutn, qaaai in andaoiam Chri-
atianorujD tot eedere volentea [corr, e volentium M] ; et a noatrie inde
coadunantibns fugenint inlidelea viao capite txuncato cum crine torto,
4 quam addurere priterant PM, quam poterant habere D, adduceute**
Olli. ZPiM , oopiam adducentea ClGgVoKßu, diuturnoü PM, asaultui
diutinos ClKBu, aisiiltoa diuturnoH Gg. aä^ultuä divinon Vo. 5 euu-
dem N, fossatum noatrura ZB, fosaatunj om, UADH, ante Terapli
delet nostram Z. et] ad VoKBu. fi licias om.W. liceaa ZBH, licia»
noutra« M. vehementer Gg, viriliter PM. irrumpentes WK. peditea
nostrot* LNUVWCKOlZBFGgPMVoKBu. vertunt C, in fugani verte-
nint ZB. 7 ad eii N. quod Qg. totna noater exercitus VoKBu.
ChriHtianorum om. VoKBu. iam om. CIZBA. periclitarentur N. 8 mi-
litea [vero add. ZßJ de Francia aecularee et equite» LNRVWCEZBFG
FMAK, nijlite« de Franda aeculares Cl, müitea etiam de Francia Gg,
res Johannes de Jhernsalenj et militea de Francia aeculareft Fi, rnilitea
de Fnmcia VoBu, aeculares ora. GgVoRu, tum Cl , tercio VoKBu.
eos NWCl VoKBu, iüoa B, om. Gg, 9 repellere CI, a foasato propel-
lere VoKBu. longiua om. F, longins extra fossatum om. VoKBn» con-
tra F. poterant ZBA, addit Gg: capituluiu Ixxxi. Sarrareuua L, 8a-
raceni autem G, Saraceni A,
I oiuer
u
210
V21B 8iqiiid**m iiitra nienia nostra fractis niiinit.i(inibiis li^neis equi
tum et p+'ditum acies ordinaverunt ; clamor ortns est itisul*
tantium, oraiüs muititudo eorum preparnvit seqnelam, tiiuidi-
tas aucta est Christianis^ {$ed Spiritus, qui induit GedeoTiem.
j«*i. T» i aniinavit Teinplarios. Magister Tempil cum rnarescnlc*» cet^ris-
que tratribu8, qui tunc aderant, per exitum atigustum impetii
facto viriliter m fugam convertit incredulo^. Domof^ Teuto-
nicorum et comites aliiqne milites de diversis nationibris vi-
«leiites Templi niilitiara ib periculo constitutnm lestiDaTiier per
i«i exitUB sibi coutrapositoj? tulerunt atixilieiu : sie pedite» Harra-
cenorum abiectia clipeis interficiabantiir preter eos, quos fuga
precipites percussoribus abstulit. Post eqiiites nostros e-gre«si
sunt peditea nostri. Per müdicum spatimii se retraxpnmt b<»-
1 iBter ClVoKBu, iuxta FM , intra meniii nostra otn. H« tio^tra
om. ND. fractiB om. L, nute fractis adütt nosins H, tnuniüotiibui
nostriB FGg, lineis Vo. 2 et] ac LRVWCEZFGGgPAVoKBu. or-
dinanint GZVoKßu, ordinaverant L, exortus N, ortos est cl)tmor A.
insultativüsCL 3 eorum muUitudo VoKBn. ipBorum LNRVWCEClög*
properavit M. sequelani UDde W. se iam R, loqnel&m C, se ad oe-
Viuendura Gg, om. YoK. timidaa Gg, acta L, auxta Z. orta VoKBu.
5 Templarios aniniavit FM. magister eiiim RWCZBVoKBa. mare*
acallo LNRWEFGPAlVoKBu, niarescaldo V, iiiaracalco ZBAD. mar-
Hchalco (jg, ante niarHcalco delet marescl A , mareacaico corr. e ma-
regBcalco H, 6 fratribus suis LNRVWCEClGgVoKBu. qui cum eoPü.
tunc oin. GgVoKBu. exercitum ZP, angostuin exitoni ClVoKBu^ angu-
aiiam exitum Gg, 7 viriliter facto Gg, viriliter oni. V^oKBu. in fa-
gani onu N, Thentonicorum LNItWKFGMA, Deutonicoraiti Cl, Teo-
thonicoruni P, Tlieotoiiiconim D, doutuä Teatonieorum et ipsonim §e-
quaces comitf^äqtie |que oiti. ßj aliiqiie unliteä ZB. 8 comitesque et
alii uiiJitea VoKBu. aliique milites mu. W, et alÜ tnilite» PM. parU*
bua VoKBu, 9 miliciaTii Templi ZBPM. fe«tinanter aibi per exi-
taa Z. 10 exeicituß Gl, compoßitoa M. sicque ClVoKBu. sed FM.
[leditou P, Sarracetti [corr. e SamicenoH] pedifefi Z, [ledites SarmceDi M,
Sarracenorum iieditc'n VoKBu. Saraoeiioruin GA. 11 clypej« C, cHp-
peia Z. inter in niH, L» interticittbaiiiur — precipites om, Gg, qui I*,
que F. fuga corr. e liga P- 12 preripite» ouk VoKBü. precDfl!§ori-
bus l^t et peroussoriUufl Gl, percuaaoribus colla prebuerunt Gg. posl
equitea et pedite« nostroa per modicum spacium Z, poet equites no^tTOrt
liediteö luodicum spacium B. equates Gl. egreöse R. 13 sant
üiri, FU, i in pedifces m ras. L, peditea super deleto equite« 2 H*
noHtri *>m. LNKVWCKCiGgVoKBu. ei per GIGgPM. et modko Utro-
pOre VoKBu. tiubtraxerunt se VoKBu.
i
{
211
stes, acie« hinc inde sabstitenint annat^, donec cre])usculuiii
ve&pertinum preliiiiii interemit. Sarraceni priores abierunt
Occisonim curpnra perfidoruni strata iacebaiit iuxta fossatuni
nostruüj plurima preter eos , qni saiiciati gra^nter vel leiiiter
5 redocti sunt ad castra. Sic salvavit Dens in Hie illa sperantes
in se per viriutem Templarionioi et eorutm, qiii ipsis coopp-
rati discrimini se coniniisHnml. Pauci de nostris iuterf'^^i
sunt et capti,
28. Instruniotita contra civitateni parata miiltiplici coiiatu
10 defensonini Damiate combusia sunt fere omnia. Pisaiii, Je-
1 BxibBtiteraiit LH, subatitit incedebant armate W, stiBtinuerunt
CTVoKRu, eustinuerunt Gg, suetiterunt P, subBtitenint corr. e «ubatine*
runt R antiati CIG, amane Gg. creposculutn a1. aian. corr. e crepu-
Inm G. 2 veepemum N, oro. VoKBu. prelium addit in roarg. 2 R
Saraceoi GA, et Sarraceni K, et Sarraceni quidem VoBu. ab,] receaae-
mnt ZBVoKBu. 3 occUotuto ötü. VoKBu. perfidorum om^ ZB, per
superacr. H. stratel R, r in strata aL man. ßuperecr. G, iunta P, iuita
— leniter om. VoKBu. fosaata F. 4 noatmm om LNRVWCEZFQ
GgPMAD, noatram plunma om. Cl leniter bia scrib, Z, leviter NWCEFO.
5 aant ad caaira reducti Gl, et mutti letaliter saucii ad caetra sunt re>
flucti VoKBu, caatrii perfidorum ZB. Sed Z» sie üalvavit — cömmiae-
rnnt ponunt poat capti VoKBu. Dominus LNRVWCECIZFGgM VoKBu,
in illa die 6^ sperante^ in se in die illa PM. illa om. VoKBa.
i> Tempbmonim et domua Teuilionicorum [Tbeutonicorum MJ PM. et
eorum in ras» L. qui om* D. ipai R, cum ipsia VCl cöoperti LP,
8unt cooperati A- 7 se om. CfZ, se discrimini commiaemnt GgVoKBu.
commiseranb LH. de nostris pauci PM. de bia acrib. L. interempti PM,
8 sunt Olli. A, interfecti et capti sunt Gl, capti sunt vel interfecti Gg,
et aliqui eorimi capti VoKBu. 0 Ingtrumenta contra civitatem pre-
parabi omnia preter 8Ca!as a defenaonbus eius Punt combusta VoKBu.
preparata LNRVWCKCI, facta parata F, preparata contra civitatem Gg.
maltiplici conatu om, LNEVWCEClZBFGg, 10 combueta sunt a de-
fensoribus eiua [om. F] fere omnia [omnia fere E] preter »calaa f preter
scaUi.8 om. 0] NVWCEFGGg, combusta sunt a defensoribu« eius preter
Bcalaa LR, combusia aunt a defenaoribus eiua omnia preter Bcalaa et
tuitione Cl , omnia combusia sunt fere a defeuäoribus eiu.^ preter sca-
laa Z, conibusta aunt fere OTiinia a defenaoribus eins preter acalaa ß,
fere omnia conibueta sunt F'M. Daunete P, omnia om. H. i4
[om. BJ Genueoaeri Piaani Venetiani LB, Jenuensea [Januensea NGgM
VoKBul Pisani [et WVoKBu] Venetiani NRVWCKÜgP M VoKBu , Ge-
nuenaea Pisani Venecianensea Z, JanueuHea Pi«ani Vütiitiani F, Pisani
Venetiaui Gl.
t»» nuenses» Venefeiani ' firmifei^r asserebant, se civitatem expu
j M««, 6, «s turos per quai.uor navea, sujier (|iia.s ncale peoclebant; srd ijm
nmi eranl dt (fenere virorum iHorum, per quf^s facta est salu-f
iv Israel ; volebant eniui aibi injüien faeere, cum tubis et cata-
6 millis et signis miiltin progresi«<i. Litgatu^ apostolicp »eclia
sumptus eis prebuit copiosos de commutii, rex H alii cordas
et anchor&s prout reqnirebant habiiudanter esihibiierunts. Ag*
gretlientes ita(|üe eivitatem j^riino die imiltos interfpcerunt et
vuliieravenint, et quanto sepius po^tnindum aasnUiini fecenint,
t^ tanto magiH muri firtnati sunt ligneis castellulis ac Hciis, de-
fensores etiaiu robustius et efficatiui^ se venientibuft opjmsut?*
ruut, et sie scale nmtilate per ignem ac pluries reparat** tan-
«
1 Januenaes PMD, Venitiani G. firroit^r om. WVoKBu. affirma-
bani II , eivitatem ae expti{^naturo8 promittebant VoKBu, se oni CL
ci?»J 8€€uritatem Cl. 2 qyattuor M. super aquas quas \T. Uli W»
tempori CL 3 gen 1 numera VoKBu. eorum viroruiia G, illorum ti-
rorum PM, »nlus facta est in Israel ZßPMD, facienda erat salua in
Israel UIVüKBu. est superacr. L, erat Gg, est in m&r^g. 2 U. 4 sibi
faoere nomen LNRVWCEClZßPMVoKBu, facere aibi notnen F. oaU-
tub NK, cande^is ZB, calamellla PM, calainillis corr. e calamilmiB R
5 multis Olli. VöKBu. progresai om. L. legatis Gg. quibtL) apostolice
seiUa legatua de conimnni ♦letlit sum|»ta8 copiosoa VoKBii. aedis apo-
stolice N. 6 de nonimuni suniptus prebuit eis [eis preb. Gg| copio-
808 ClGg. copioöos prebuit Z. anchoraa et cordae ZH, chordaa et an-
coras M. 7 ancoras RGP. petebant VoKBu. exbibuerunt babuti*
danter [abundanter M] LNRVWCEZBFüPM. eik] addit Gg: capilü-
luiu Ixxxii. 8 agreilieutea ZGH. prima G, interfecenmt multoa 7M
interf.] occiderunt WClVoKBu, 9 et out. Ol, aed VoKBa. quarU Gg.
aepiua aaaultus fecertint postuiodum N, sepiiid aH^uItuTii postmodum fC'
cerunt F, poatniodum sepiua MVuKBu. inaultum ClGgVoKBu. feoe-
raat U om. Z. 10 tanto magis om. L, tanto magia muri ligneis ea*
stelhiÜa ac liciia aunt üriiiati Gl, tanto magis ligneis caateVIolii iO
liciia muri tlrmati sunt Gg , tanto magia muri ligneia castellciLia me
Uciis a civibus fscivibuö Vo| fulciebantur VoKBa. ligneis corr. e lig»
niM H. acj et PM, alliuö {pro ac liciia] ZB, litua G. 11 deff<w*
Kitrea E et. | inde ZB, et A. et efficatina om. VoKBu. edificatioiti*
bus P» edißcatius M. »ic LR, contra se ClGgM. aupervenientibo«
VoKUu» opponebunt ClGgVoKBu. 12 etj utique W, ac Z. sie bii
acrib. Z, murilate L, mutilate corr. e murilate C» intitilale sunt Z. mih
tiaata G, inulÜitate Gg, per ignem mutilate VoKBu. ao] et RCIVoKB«
plurea ZQ.
■ Juli 8 nach Gesta ob«, a. %\ Job. v. Tulbia a^ 128.
213
dem infecto negaüo rediicte sunt ad ripam. Et sie veracit«r nm
deprehensum est, sola virtute divina Damiatam in luaniis Chri-
^«tianorum fore tradendam,
^B 19. No9 Tero in^ensati et immemores beneficiorum Dei
^^ac D)irftbi]iiim , que fecit \ provocammun oculos diiHnf: maic- »••» ■"
statin contra nos per desidiam maiorum et murmurationes mi-
Dorum. Fedites eqnitibns itiiproperabant ignaviam, equites
periculii peditam, quando contra Harracenus egrediebantur, dis-
Himulabant Uride iWtnni eat, ut communibus culpi« exigen*
»« tibufl in decoltatione sancti JohaimLs baptiste, licet vix inve-
nirentur, qui in custodia castrorum remanerent, navalem et
terrestrem exercitnni ^»drjcentes ad castra liabyloniorum ten-
deretuus inter mare et öuvimn, nbi dnlcis aqna reperiri non
1 infeeto R, negocio infecto ZB, ad ripam infecto negocio »unt
reducte GgVoKBu. dticte «unt F, redacte aiint G, aimt reducte CL
rippam P, ad ripam om. Cl. et om, L, et aic deprehensum est et iu*
tellectum veraciter PM, et lic depreheuBum {reprehenaum LZ] est et
|om, L, ac N] veraciter intellectum LNRYWCEClZBFGADVoKBu, et
deprehensum et veraciter inteUectüm Gg. 2 Dei virtute N. divina
oiu, N. Damietam LBP, Damietham Z. maau PM, arniia ClVoKBu.
3 fore] eaae WG, oui. D, tradeuda Lögt traliendam Z. 4 imme-
inore« etiam B, 5 ac — fecit om. OVoKBu, mirabiliiim eins Z.
proTocabamaa PM, provocavimus contra noa oculoa aiaieetatis divine
|eiua VoEBu] ClVoKBu, contra noa provocavinma öcutoa divine maie-
ötatis Gg. 6 et per ZBF. maiorum desidiam ClVoKBu, deaidiäm et
desideria PM. marraurationem ITN. iuoiorum W, 7 equitea Gg,
iniproperabant — egrediebantur om. L» in improperabant ante pro de*
let pre Z, improperabam CK 8 periculum ZB» pericala peditum dis*
»mulabant quaudo GiGg, pedittim pericula disaimulabant quundo Vo
KBu. contra noa Sarraceni Cl, Sarracenoa contra convertit B, Sara-
ceJttos GA, hostea VoKBü. congrediebantur N. 9 ut om, Cl omni-
baa Gg, coniunctia P, coniuncti sunt M. cailpi« P, exigentibuB culpis
LNKVWCEClZFGGgA. 10 beati ClGg, beati baptiate JotiannLa Vo
KBu. JoaDniB M. babtiüt*? H, vix inveniretur E, invenkentar vix A,
1 1 caätroruiii custodia ClGgVoKBu. 12 terreatrem corr. e terrestram
2 H. exitum G. exercitum equitnm ac [et F] pedituiii LRVWCEBFGg
VoKBq* exercitum peditum et equitum NCIZ. ad cEiatra om. Cl, ad
Babiloniorum castra VoKBu. ßabiloniorum LNCEClBFGQgPMADH.
Id non poteraut inveniri LNRVWC, repperiri non poterat ECL
« Vgb Psal 77, 11.
ijrifi püt<?rHi ad iHit^iuiufii. Ijisi vero 8ubkiis teiitrini^ lugaai
mulubatit, et cum processum fiü«»et a iiOBtris adei», quod ap-
pareret, adverstirios directa fronte iioUe confligere, capitanei
noatri lon^ni inienint conaüium, utrani procederent an redi-
ö reot; discnrs int+^r eos senteiitia fnit. Interim solnte sunt acies
pret^r ordinem tllDrnin, quos in disciplitia militari ligavit obe-
dientia. Eqiätes Cypri in dextro cornii coiistitnti «Snrmcenk
inciirsiim fueientihus a latere, timiditatem suam Oütendernnt
Italici peditos primo tugenuit, post ecis eqtiites de variis na-
10 tionibus et qiiidani Hostpitalarii sancti Johann iä legato Roman«
sedis et patriarcha, qui crucem baiulal>at, miiltum s*^<\ fnistra
sopplicantibuK, ut siibsisterent. Estus soliy erat veheraens,
pediteB armortini pondere preniebantur^ calorom auxit labor
vie, et qui secum vinum driitlerani^ in anguätia »iti^ büipbant
Hl illud purum propk-r defectum aquo. Hiis omnibus coDcurren-
«
1 pütatidutti Gorr. e opatandum Q. ipsia P. temptoriis HP,
2 ante ^imulabant delet fisi (?) Z, essent ZB. adeo om. N. qt WCi
ügMVoKBu. 3 ajjpurerent EC!» iippaieret corr ex appararet H, ad
verHario B, adversariuB A directo N, diversa P, nolle eonfligere di
recta fronte F velle N, confuiyjere NPM, confringoru CIB. capi
tane N. 4 nostri om. N, inbierunt Cl. iniere FVoKBu. an] vel ZB
h diacordia jnter eos facta fuit PM. discors erat inter eo» dij»con1ia
VoKBu. diacordia C)6g, intcrea ZB, iterum VoKBu suat soluta
VoKBu. sunt om. G. 6 iir<?ter in ras, B. ordtnem om. W, ordt*
nes QIF. indificiptinata ClVoBu. in obligata K, milituin CJGgVoKBu.
fegavit K. 7 Cipri LRVAP, Ciprini N, Ciprii EU, Apii Ci, iinU? Cy-
pri delet et Z. in om. N, dextrc N. constituti om. PM. J^arace-
nis QA. 8 incursu Cl. a latere facientibua ClVoKBu. a latere
om 6. prtmi timiditatem Gg, OBtetidunl N, ostendebant Z. 9 Tta-
lici LRV, Italyci Cl, Italice Gg. primi NRVCECIBFGGgVoKBii. pri-
niiqae W, tugiemnt WBAH, fuerunt K, fugerünt corr. e fagierunt ZD,
et puBt ClVoKBu. eoa om. F. var] diverBis NEPM. 10 et — Jo-
hannis om, E, Üospitalii W, Hospitalis P, Hoipitularü A» ta in Hospi*
talarii superaur. H. Joaunia M. legatus NGg. 11 Hom.] apobtolicü
NZCF^ Famann Gl, Romano Vo. qui t-rucem bainlabat in marg. B.
Imiulabat corr. e baiulat GH, baiolabat t'il>» baiulat M, baiubat Vo.
12 erat om. N. vehementer N, 13 pondere armorum M. calor N.
anxios N, anxit Vo. 14 detuferat LH, ßitis om, W. biberunt LNB
VWCEZBFGg, illud biliebant M, purum bibebiint illud Cl, bibebat H,
purum biberent illud VoBu, purum biberunt illud K. Ifi illud om. P.
pur.] parvum N, om. Gg. hie NHZMA, hac B. omnibu» om. PM,
uücurrentibufl F.
215
Kbns qui snbsisteiites se defentlernnt et post [jrirnitivos fii-
gientea anhelo cursu terga dedenint, extincti sunt sine viiloe-
ribus corruenteö. Rex vero cyiii Teniplariis et domo Teiito-
uicorum et Hospitalariis sancii Johannis et de Hollandia et de
B Witlie» de Sarebrugge et Cestrie comitibus, Galthero Bertoldi \
Francigenis et Pisanis comitibus aliisque railitibus itnpetum
p^^rsefjaentium sustiniiit. Kex igne Greco fere combustiis ftiik:
hü omoes pro muro fuerunt fugientibus. Quociens facies mim
1 auatinentea K» defecerunt N. et — dederunt om. ZB, pri-
mo« N. 2 onthelo R, hanelo F, anelo CIGP. et extincti ßunt F,
exterriti sant Gg. li cum Teutonicorum domo et Tfimplariia ZB, et
om. Gl. Tkeutonicorutii LNRWEFGMAVoKBu, Detiaiiicorüm Gl, Tm-
thonicnrum I\ Theot«)nicorum D. 4 Hospitalarii B, Hospitaliä P, Uo-
äpitati M. Joannk M, addiint hie LNRVWGE: Francigenia, ClVoKBu
Frandgene. et om. LKRVWCKClGgVoKBu , et Ceatrie et Hoihmdia
et de Withe et de Salabruge comitibu« F, Holondia NC, Horllaiida E,
Hoyandia corr. ex Hollandria Z, Boylandia G , Collandia ClVoKBu,
comes de Hollant Gj?. et om, LNEYWCECIGgVoKBu. 5 de om. PM.
Wertbe LRVW, Wite NG. Wetb« E, Wercia Gl, Widen ZB, Wechen Gg,
Wetift VoKBu .Sarreburge LEW, Sareburge V, Sarrebrugi^e N, Sarre-
btirgge C, Saiiihrugcs E, .Sab^burg Gl, et de Sarebniclie Z, et de Sare-
brucke B, et de 8alebruge G, Sarebrucge Gg, et San«brigie PM, Salm-
burch VoBu, Sarreburcb K, om. ABH. et om. LNRVWCEClVoKBu.
de Cestrie LRW, de Cestria VKClGgVoKBu, Ceffe C, Zestrie ZB. Ga-
»trie P. comitibys Francigene Gg. Galtero NRVWCEGPAD, Wal-
tUero Z. Waltero BFVt^KBu, WalLlierus Gl, Walter Gg, Gualtera M.
Bertoudi E, Bfirtoldo VH, Beardi Gl, Berchtoldo [Berctoldo B] de Bra-
bancia ZB, Bertolt Gg, Bertolt V, et Barotbolomeo M, Bernard i VoKBu,
Bertoldi, qui ajmd DaiiHalaiti poBt eaptionem civitati» diem clausrit
^ eitremutii, Reginaldo de Ponte Franc igeni», Piaaniö alirnque inilitibus F.
Francienis B, Francigeais conr. e Frucigenia G, Francigenifl et om.
'bic LNEVWGEGlGgVoKBu. et om. ZBGGgPMAD, auperacr H. Pi-
«aci CiVoKBu, Pygani Gg. comitibu« om, LR VWCEGIZBGGgMAD.
aliique niilites ClGc^VoKBa. inipetü« PiM. 7 saatituit R» nuatinue-
ruot CIGgHVoKBu. rex autem Gl, rex autein Jeroüoliuiitanug Jobannes
nomine Gg, rex vero PM, rex — fuit om. ZB, rex autem ignis^ Greci
coinbu^tione atlmodum e«t periclitatos VoKBu. 8 bi M. bü «jorr ex
bÜB H, fugerunt P, fuenint corr. e fugierunt H, fugientibufi fueruntZB.
quoeieni enim GIVoKBu. faciem auam B,
* Walther BeHboudi stirbt nicht in der gefangenßcbaft, vgl, Röb-
richt, Studien HB und 70. wo er *iiobiliä de Brabantia et dominus de
Machlinia' sieb nennt,
216
«tiy lioütibiis asten debaitt» toinens illi fugerunt, qimüdu rero gfii-
datiii} revertebaiitur , ictuR et tela inimicorum susiimieniiit
Capfei sunt in illa defensione Christianitatis Beliiacensis elec*
tua * et t'rater eins camerariim Francie et filius emn et vic^
h comes de Pulchru oionte ', frater Aodegavensis episcopi, cum
Johanne de Arcis*, viro iiobili et strenmm, Henriciis de Ülraa'
et alii miilti, qui trutidati sunt et in captivitatem ducti, Tf^iii-
plarii triginta treis iupti vel occisi .sunt cum marescalco Hospi-
♦
1 hoßtibuH om. PM, ostendebant bogiibus LNRVWCEClZBFOg,
ostendenmt hoBtibaa GMVoKBu. tociens om. LRNVWCEClZBFGgVo
KBu. Sarraceni PM, om, VoKBu. fugierunt LCCIZBA, fugeroüt corr.
e fuenant R, fugerunt omnea nee gravati revertebantur Gg, fugere oom-
pttlemnt VoKBu. gravati ClVoKBu, 2 tbela R. snatinuerunt ini-
micorum LRVWC^:ClZBFGGgPMVoKBii, 3 capti sunt autem B* iüä-
nibuß capti ClVoKBu, vero mauibus capti sunt Gg. ante defensione
delet die H. UhristiaTiitfttis om. B. electus Beluaceneis LNRVWCEF
GgVoKBu, dectus Beloacenai» Gl, electus [corr. in marg, ex epi^co-
pns Z] Beluensiä ZB, Beltiacensis episcopus D, electue scribit «nper eta
2 H. addit F: Ändreaa de Nantotio, frater eins Ticeromea Belli montia,
G altern s domiiii regia Francie camerarius et filina eins cum Johajui<:
de ÄrcÜB, addant PM: et frater eius Andreas de NantoHo, dominus
Ualterua camerariue regia Francie ei filiua ein» frater Andegaveoali
epiacopi vicecomes cmii domino Johanne [Joanne M] de Arcies. 4 et
Andrea« N, ein«] addit G: Andreas de Nantoilo, kameraritti Gg,
regia Francie WClGgVoKBu, rej^ia superacr. W, et — monte oni-
LNRVWCEClZliGgPMVoKBu. 5 Fulcro GD. Andeganensia Z, An-
dechanensis Gg. episc] addit N: acilicei vicecomea de sancta Susanna
{} .löbatines D. de snperöcr, Z. Darciee R, de Arceiis V, de Archb W,
de Arcus ECIF, de Axeia B, de Arci VoKBu- noK] Tenerabils PM,
et valde atrennuo NRVWCEClGGgPM, et BtrenuiBBimo VoKBu, Eein-
riciTs WCIB» et Hinricns Gg, Hinricua H. Henricna de Ulma om. P.
Ülmo VM, Ulme W, Hulma E, Dberna Gl, Halmo P. 7 qui om, N.
cruciati Gl» trucidatl et capti aunt ZB. aiint om. F. et om. Gg, vdP«
8 trig.] viginti NZ. trea] qualuor N, capti sunt vel occisi Z. mare-
tjcallo LNKCFGPMK, marescaldo V, marescalo E, mar8C4ilco ZGgBAD.
RoBpitalensi QU BospitalarÜB B, om. GPMH.
^ Erwählter Milo von lieauvais. * Walter von Belmont and
aobn vicegraf Radulf; einen anderen «v. Belmont* (de Hello monte)
unten cap. 49, * Arci« nur Aube. * Uelmen bei Coblent; er war
schon bei der einnähme von Gonetantinopel sugegen gewoBea, Chron.
reg. Colon, ed. Waitx 228,
217
talis sancti Johaimis * et quibusdam aliis fratribus eiiisdem i»i9
domt38. Nee evasit sine dampno domus Teutonicorum. Mi-
litia Tempil, que prima solet esse in congressu, ultima fuit
in regressu. Unde cum ad fossatnm nostrum novissima re-
5 direi, foria substitit, ut anteriores intra menia quantum pos-
sibile liiit reduceret. Persecutores ad captivos deducendos et
spolia colligenda tandem redierunt, sicut intelleximus post-
modum a Sarraceno, quingenta capita Ghristianorum soldano
presentantes. Meror nostros occupavit, sed nuUa desperatio.
10 Pro certo enim habemus, quod pena peccati fuit hec castigatio,
et minus erat in pena, quam exigeret culpa ipso temperante
vindictam , qui dieit anime peccatrici : Tu fomimUt e^ cum Jorem. s.
muUis ainatorUnis, tarnen revcrtere a<l me et eyo suscipiam te.
*
1 Joannis M. fratribus aliis E, aliis om. GlOgVoEBu. domus
eiusdem Zß. 2 nee sine dampno fuit E. damno MK. dominus Vo.
Theutonicorum LNRWEFGMAVoKBu, Deutonicorum Gl, Teuthonico-
mm P, Theotonicorum D, domus Teutonicorum sancte Marie quatuor
enim occisi sunt [capti fuerunt B] ZB. 3 qui Z. regressu W. fuit]
extitit ClVoKBu. 4 recessu WR, egressu H. nam ZB. novissime ZB,
novissimi P, ultima VoKBu. 5 redirent PM, redissent VoKBu. for-
tis RGl, fons G. subtitit L, sustitit REP, subsistunt Gg, ti in substitit
snperscr. H. exteriores quantum possibile foret [fuit Gl] intra meuia
noatra reduceret GlVoEBu, inter menia exteriores Gg. 6 reducerent
Qg. persequutores H, persecutores tandem [tantem Vo] ad GlGgYoEBu.
dacendos N, reducendos GlGgVoKBu. 7 ducenda L, ante collififenda
delet de Z, colligenda in ras. P, colligenda »poHa GlVoKRu. tandem
corr. e tantum H. si od (?) Gl, sicud Gg, sicut a Sarraceno pontmodum
intelleximus PM, sicut postmodum intelleximus et [om. KBu] a Sarra-
ceno VoKBu. 8 Sarracenis ZGg, Saraceno GA. quinquaginta CIZB
YoKBn. Ghristianorum capita VoKBu. 9 presentant Gg, represen-
tantes, per omnia autem computatos [computati Z] mille Ghristianos
pedites [peditum Z] illa die perdidimus et centum milite» ZB. ineror
et tristicia PMD. noster Gl. 10 habemus pro certo VoKBu enim
om. GIPMAH. habetur Gl. peccati om. H. 11 minor NGgVoKBu.
in om. NEVoKBu. exigeretur E. exegerat Z, exigerat B. in culpa
EBH. Ghristo E, ante ipso ras. /j, ipso — suscipiam te om. VoKBu.
tempore vindicem Z, tempore prenotato B. 12 qui — suscipiam te
om. B. anime peccatrici dicit Gl. peccanti G. tu om. M, in, sed de-
letum P. 13 amatoribus plurimis LNRVWGEGlGg, amatoribus nuil-
tis Z. tandem Gl, inde P. convertere Z. ego om. D. recipiam F.
' Aimar de Lajron, TEstoire 833.
I
ui militia i^ua hiciiioisa|
vR^«. i^ 3 a\h\ ilumpna sustiiiuerunt incrednli. Dies illa (Üfif trilndatimis]
ifostre fuü d increpationis divine. Sane miserator Dominus,
i'i. ;ö, in} qui n(/tt öbliviseUur misereri nvc mnünvJnt in int mm nUstri*
utit^.*l\ ^"ordia^ sua^ , qui im iribulatione pcceiäii dimillU, qui dizU dej
mu. I». 17 tait^ms lucem spleml€^€er(\ luctum nostrum convetiit in f/an
merorem in klitiam. Niim aoldanus iiniim' de captivis noetris^
niitteuH de jmce vel treiiga nobiscum tractare ctjpit, io quo
tractatu fossatuni noütrum et mimitioues aha» alacriter rep
10 ra vi Ullis,
30, Interim naiite Cliristiuriitatis proditore«? et cum eitj
lieregrini plurimi iiiagis se ipsos amaiites ijiuiui fratribiis com*
patiente« ank terr^piis ronsiieti passa^ii agdnista» Clineti in '
auniinu peritiilo reliViiteniut elevati.s veliH abieito purtu nolii«
»ö mesfcitiam , Babyluniis audaciniii contulenint, t|in tractatiim
l constat — divine oiii. N. qaod om. CL aua niilicia LBYWOE
ClZBFVoKBu, suilicia corr. e mi^licia H. 2 Bibi otii. ClVoKBa. daiünA
CEMK. hier,) adilH Gg: capitulum Ixxxiiii* Dies — divine oni. LRV
WCECIZBFOPMA, Dies - ia letitiam om. VoKBu. ditw in marg. \l
'^ taane PM, miserator et miaencors N, miserorom R, nii»erAtas 35B»
iiijaeriiiürü A. 4 «on superacr. F, uonom. Gg. oblivitscetur LUC. non Cl,j
contlnet NZF, coniiaebat PM. sua om. LNRVWCEClBGgAD. iDifl.]|
manus Gg, h auaa in marg, 2 H. ccata diiuittit postea addit Li
qui — aplenilGBcere om> W* facit ClGgM, tlicifc GP, duxti A, Idrigii'
Mplendesceie in tencbri» N. G menbrlB D. lumen LNRGg, «pleu-
lieacere lumen Z. iilendescere L, om CL 7 et nierorem WCI «ol-
danuni iu nostri» oni. U, 8 de treuga IIVCIF. nobiscum om. Cl.
üBpit tructarti V. 9 tractu L. i\\\&» munitionea Z, muaitiones noatjuil
aliäi« F, muniiione» nostras PM. alacriter om, W^ reparavimiiis 9\'a*1
criter LNRVCEZBFQGgPM, addit F; De intenniaso pacia tractatu, r«-
cessu quorundam Chnatianorum et de iingustiit. in Danueiu obdessorum« j
11 interea PMVoKBu. 12 plurinn peregrini Z. muUo niagiä ZB,]
«e ipsoB inagis VoKBu, ipHOs om. ZB. fratribus sais LR, 13 coa-
Bueti um. N, paaaagii consueti reeedeoteH ZH. 14 reperenint corr. e
leperiorunt P. relinquentes M, et *levaiig ClVoKBu. obiecto R, ahl
reptü, in mar;^. al man, abrepto P, ab arepto M, sidito VoKBii,
15 triii^ticiani M. Babiloniis LCEFGGgBPÄ, BabiloniB NCID, Babilo-
liis Z, tiltim. i in Babiloniis superscr. H. leticiam Z. tractum N.
* L'Eätoiro 338 nennt iba Legars, dca der dolmetacher Beirao be*
gleitete.
219
paciB iiiUfrniitieiifce» in vigilia Kauctomm (Jt>»me ei Damiani
et ^equenii die festo^ proximo ütiani sabimto cum galeis et^^i
harbotis per flumen , cum iiiaiigont'llis, tnr^is et frnticiboB
pro implendo tbssato per terram t'eritiite barbarica et irapetii
ö conaueto oos impetieruat. Hed durus bellator, trinmplmfor in * «•«' "♦
Tm'ael solita usus j^ratiu cantra siia defendit misso per mare
Öaverico de Mailion ^ cum galeis armatis et bellatoribos plu-
rimis in ipso necessitatis articulo, et nos clamantes in celuni
nee trepidantes ad preliiiru, ned viriliier resistente!} interfectos,
1» sauciatüs et confiisos ab insultu triduano recedere coegimus
ipsius viriute, qui aalvat .sperantes in sfe.
t^l. Interea civitas oksidiniie Irm^a, ferro, fanie et pesti-
<*■
1 ijiterinientefi EN, ^e intermiBcente« Cl. sanctorunj oiii, WZB,
sancti E. 2 festo om. CIPMVoKBu. in proiiino E, nL] et C, et
in ZB, in PM. galeidia W, galiis LV, galeydiü Gg. et om. RVWCE,
'S barboctie CIGg, barbocis Ä, barbottis DHVo, barbaitis K. awte per
delet et H. fl avium F. et cum CIGg, per terram autem cum VoEBu.
inäugonelliB L^ iiiangunellis KF, mangunnellisi VK, maguelli» WGg,
mangüU'Ub Cl , magoiielliB et Z, uiagitinellis et B, iiiaugonelliH et 1',
mangnnelHs i^t M, iiia*,foneIlid U, mauganolÜH VoBii. tbarcbüö VoKBu,
ei um. LNKV\VcECIZFUi;gVoKHu. frurlicibu« LWCE . fcrientibuH
CIVoKBu» fluctibu« Gg, fuetibus PA!» fruclibus H, per terram et frutieeä
[fraiticiboB Bj pro implendo foBäuto ZB. 4 ante pro delet et H.
impledo CK impleto Gg. et imiietu con&ueto om. VoKBu* 5 petie-
runt G. et triumphator LEW. 6 Ysrael Ggj Israhel M. sola» K.
iuäeus Cb öostra ClGgV'oKBu. dert'endit P. misgo nobis RVClVoKBu.
7 i^avarico NECIGP, Faverico Z* Savario F, Santerico Gg, Salvarico
MVoKHu. Mauliiui N, Malluiii W, Mallini« C, Malleum E, Mab leone
ClZBFVoKBu. MMeon FM, MaJleÜR G, Gjaltim Gg. Malliua D, Mal-
Uum H. gladik LV« galeidi^ W, gateia et B, galeydis Gg. armatis
in marg. M. 8 in om. N» tunc impoaito Cb tunc in ipso Gg. nee*
ceesitatiB EF, noalre necesaitatiß VoKBu. uos om. L, no» ad hec Vo
KBu. t- in celum superacr* P, 9 ne H, trepidentes U. apud F.
impetum LNKVWCEClZBGg VoKBu. set P, resistentes et repriiiien-
tea W, resißtentes illos PM» interfecti sauciati et eoufusi ClGgi iuter-
fecti Haueiati et combuati VoEBu. 10 aaucioa L, vulneraios saucia-
t08 ZB. hoatea tarnen recedere coegimus VoKBu. cogimua Cb cogun-
tur Gg. U in ipsius Gg. aalutat, in marg. ab man. salvat P, ante
salvat delet aperat M. eej addit Vo: de captione urbis Daniiate.
12 longa om. Zß, longe Gg. et fame Z. et om. ZM. peatilancia P,
pestilentia corr. e patientia H.
Savarj de Maoleon, vgl* Eöhricht» Studien a. 110.
iJC) leiiii»! gmviUir et ultni quam scribi pntcst ufflicta iu sola pace^
quam aoldEiTms ci¥ibus promisit, spem posuit Adeo enim in
ea faraes invaluerat, ut cibi desiderabiles deessent, panis cor-
ruptiis habuiidavit in ea. Durabilis non est annona Egypti
f' propter moUei^ glebaa, in quibus crescit, nUi superitis ciioi
paiie« Babylonis ariificiose servetur in annos; ei sicut audi-
vimus coctanuiu unum undecini bisantiis vendebatur in es.
Ex angtistia famis diversa morborum genera vexabant eos^
et inter cetera incouimoda, qae susiiiiuerunt, nocübus velut
10 aoriaia percuasi apertis oculis nicfail videre diceb&ntur. Sol-
danus de die in diem vanis proiuissionibus ipsos a dedttione
1 graviter arflicta et [om. Z] utra ZB. et cm. Gl, et oltra — poi- 1
est om. VoKBu, credi pote«t veUcribi PM. pomi LNBVWCEZBFgJ
poBaet Gl. in] ut LT. 2 civibua om, LH, promi«it cUibiia WE,]
qmbue speni L, eis spem Gg. enim om. GL in ea om. A« faioet in]
ea D. 3 invaluit LNRVWCEClZBFGgVoBu. iti?aluerat oorr, e p»-
valuerat M. ibi (1, desiderabileä cibi ZB. pania corrQptiu est habun-
rlancia in ea Z, panis corrupti habundantia fuit in ea B. c^^rmpti '
corr, e corruptua Vo, 4 abundaret YoKBu, in ea om. Gg- dum-
biÜB enim NHWE, neque enim durabiles eaae possunt Egyptie terr«J
frnges [om. K] propter VoKBu. inanna GL Egipti WCEGADH.]
propter] per Gl. glebas corr. e gelebae P. crescunt GlOgVoKBn. ni-
si] qui N, niai corr. e nee H^ nisi — anno» om, VoKBu. circa] aupr
PM. 6 Babilonis LNWZBFGGgADH» Babilonie i\ Babylonie M, oon-
aervettir LRVWCEZB, conaervatur N^ conserventur Gl, conservaretar F,1
conaervantur Qg. aicud Qg, ut VoKBu 7 cortanuni LVoK» eoc-
tum N , cottüTium W, C4>itanum C, contavum Z, cotaaum B» cogit
num lig. unum om. N, unum in ea VoKBu. undecim'om. Z, bitaa*
tÜB nndecim N, quadraginta C, daodecim ClGgVoKBu. bi£aiiUi8 E»
bicaucÜH Ol, bisaato Z, bisantios F, beaantios G, byuanciia Gg, biean*
Üifi öuperscr. 2 H. vendebatur corr. e vendebantur NG. ia ea om.
VoKBu. 8 ex inangUBtia Gg, ex angustia etiam V^oKRu. fame Ol.
diverBis morborum generibus vexabantur ita ut ex capitis exin&nitioiid j
viBus obscuraretur et plurimi eorum apertis iacentcs oculi« nicbil vide-
rcnt VoKBu, multoram L, genera morborum ZB. 9 et superacr. P»l
incojnoda h\ velud NZFGgAD, quasi P. 10 acrisi N, eclip« Cl,
aurii$ia PM , aerioBia A, acriaia GGgH. apertifique N, apertis oculis
om. PM, ante dieebantur delet videbantur Z, poterant PM. äoldanuaj
aut4?m Voßu. 10 de die in diem om. VoKBu. vanis eos promis«io-|
nibuB protrahenB decepit miseros a deditione dehortans VoKBu, im*^
pioB ZB, om. Gg. a deditioae om. B, ad deditionem GL
<
dehortatus decepit uüseros. Postreiiio Biiiein portas auas ob- lii»
»truxerunt intriasecus, ne aliqiii^ arl nos veiiienvi de snis miii-
^»ciaret nobis, qnomotlo dies afflictioiiis possedorimt eos. Si qiii
^Prero per posticiiim vel d*^ iimris ppr fnn*'S ovailerf potiienmt
ft inflati et fanielici emum suorum aiigu^tiam jirobabant e?i-
denier, lllis etiara, qui foris in exercitn Sarraceiionim uns
obsedenint. eopia panis et pubuli cepit decrescere, Nilim si-
qtitdenn qui |>ost festnm haiicti Johanni«^ fmptist^ iisaqnif» ad *Ü^lt**u
exalt^tioiiPii* nancte crucis Huhi exctrescen* rt Egyp^i pianirieiii
««'irrigare, hoc anno iiiore suu mm ascendit ad si^mmi, quod
poliere soleiit £gy[>tii, fted, prout inielleximus, magnam par-
^" l hortattja W. dehortans CU decitatus G, deortatas P. mii] addit
üg: caiiitulam Irxxv. denique VoKBu. autem om. LNHVWCEZBPGg
VfiKBu. äuaa om. W, civitatis VoKBu. 2 intrinaecu» am. VoKBo,
De nohh ab aliqu» egT«3Jente eoniui tiiinciareritur tticoiiiiaoda. Si qui
VoKBu. veniens ad noa LRW, veniret Gg, ante uunciaret delet ve-
nkne M, denunciaret CL :j nobi« om. LNRVWCEZF(iGgPAD.
quod W, quaniaui FD, afflicUonis corr, ex afflictionett H. poaaide-
ruot L, posaiderent RWCGg. possederiot E, posßidereiCl, fiossederat ZB,
I posaedii P, eoa poa»etlit M. eoa eorr. e noa H. quia GPA, qui corr.
^Le qoiä H. 4 vero om. D. qui C1, per niuroa latenter emisisi evadere
^^potuerunt VoKBu i>oaticutii Ll^JClGD. vel ffuperacr. 2 H. per fu-
nes de muri» Z, de uiaris diu, B. mar-] turre PM. per funes om. W,
per fioe« Gg. potuit PM. 5 inflatus et famelicus PiM, intiati et fa-
melici postea addit IL prohabant evidenter inopiam PM , angastiaB
evidenter indicabantVoKBu, probant LV. propalabant N, probaruntO,
evident*»r probabant CK probabant corr. e provocabant, \L »J llliii]
Exercitui [excercitu Vo, exercita K\ quoqae, qui foria noa obaidebat,
ptitiia ac [et K] pabuü copia cepit decreacere VoKBu- et G, etiaiii
om. PM, süperaer. H. fori» aos obninlerunt in exercitu Sarracenoruui D.
in exercitu in ra«. L, in exitu Z. Öaracenorum GA. 7 obaiderunt
LRWiJg, obaederaiit B. deficere ZG, addit F: de pace Cbmtiania in-
teriia oblata. Nylus CIZG^'P. 8 qui oiu. Z, qui estivo tenij>ore VoKBa.
pci«i — erucis öuu VqKBü. beati CL Joannia M. babtiate H. adj
in ZB. ^ Hoiebat VoKBu exetcere L, accre'scere F, ex in excre^
»cere auperacr H, excreHcena VoKBu. et om. Zß VoKBu. Egipti GIG
ADil. ci in planiciem auperacr. F, planiciem — aed om. ZB, ierras
VoKBn. 10 ante irrigare delet in D, morem aaum preteriena magnam
terre ]»artem areiitein reHquit^ que sno tempore nee arari nee aeminari
potuit VoKBa. 11 moL) conaueverant LNRV, conHueverunt WCEClGg,
yolent ponere F. Egiptii CIZBFGADH. set P. proiitj ut \\\ aiout ZB.
inleUexiiiiuujUH L, cnediinua P.M. taagDam om. Gg.
222
tem terre siccam reliquit, ijul" nee arari nee seminari [»oter
8U0 temjiore. Linde soldauus cariätiam timens et famem, etiani
aniore retinende Damiate talem pacem cum Coradinoi fratre
suo, Cliristianis obtuHt, at crncem sanctam, qne olim capt«
fuit m victona Saladini^ cum ctvitaie sancta et omnibus cap-
tivis, qni per regnnm Babylonis et DamaÄci vivi reperiri poi-
sent, sumptns etiam ad reparandos imiroe Jerusaleni redderet,
insnper regnuin Jerosolitniianiim totaliter restittieret preter
Oaecum ' et Montem renalem, pro qnibus rptinendis tributuni
obtiilit qüamdiu treuga dnraret. Sunt antem hec duo loca in
Arabia sita Septem munitiones fiimissinias babentia, per qne
1 terre om. LHZB. siccatam Og, reliqnid ZGAH. nee arari po
terat nee aemhiari Cl GQg, nee seniinari nee arari poterat Zß, pote-
rii N, 8U0 tempore poterat K, ante poterat delet potest P, 2 Oiide
30ldanu8 timens famem et retinere cupiens civitatem com fratre «no
Coradmo talem Chriatianis fCriatiania K] obtulit pacia factionem ul
VoKRu, castiam L, cariatam G, tüaena famera et caristiam Cl. cari-
steam Gg. etj vel W, e in et «uperscr, H. :i retinente Gg, retinendi
Damiatam PM. Damiete LB, eivitatem Damiate V^ Damiethe Z, civi-
tatis Damiate G, Daiiiyate Gg, I tamiade A» Damiate illectus W. fratre
8ÖÜ Coradiüo |Koradino Z] LNRVWCECIZBP, Coradiauo delet G, Coro-
dino corr. e Gorodano H, 4 Cknatianie om. PM. attulit PM, iiita*
Ht U, ut om. L. ianctam crncem PM, cnxcem eanciara a Cbrbtia*
nia olim perditam cum aancta civitate VoKBn. que in victoria Sala-
dini olim capta fuit V, 5 fuerat W, aoldani ClGgH, Salahadini
yPM. cum com ex in 2 H. aanctaj addiint P: Jerusalem» M: Hiem-
aaleni. captinia Z. om, D, 0 in regno Habylnnensi et Damasceno Vo
KBu. BabiloniB LWZBTO(JgADH, Baliilonie'NCP, Babylonie M. wp-
periri N. rjierirl P, pos«ent reperiri VoKBu< 7 etiam et Vo. repa-
randum PM. Jberuaalem ZDVo, Hiernaalem CM, om. Gg. redderent
LRC, reddere PM. B et insuper VoKBu. Jerosolimitanum tot«litf!r
restittieret regnnm N, ttitum regnnm Z. JherOBolimitanum CEZDVoKBu,
JeruBaleiii F, Hieroöolimitanum M. totaliter om. ZB. restituerent LR*
re«tituerent totaliter PM. 9 Cracnm LNRZ, Crakuni B, Cratnm £,
Krack um Gg, C rar cum eorr, e Crocenm H, Tractum K, regalem eorr.
e reglalem H, redimendia L, om. ClGgVoKBo, retineiulum G. 10 ob-
tuUt corr. ex obatubt h, optulit V, redderet VoKBu» ante quamdiu
delet qa Z, quantym <n autem om. Gg. loca] castra ZB. 11 Ara-
bea Gg. septem om. B, babentia ürmiHslinaä E, ftrmiaaimam Gg.
per om. et post que delet jier H, que quicunque tennerii, Jhemaalein
Erak und Montroyal oder Sclianbek 0. bez. aö. TOm Todten Heeren
223
negritiatores SarraceTioruui et pere^riuoniiii ipsiiruui Mecimm *
teüdentes vel ab ea revertentes transire solt-iit; et qui hec po-
jL^enter teiiuerit, JerusaleiB cum voluerit gradfer niniis cum
^Ipgris et vineis Jedere poterit» Hanc Cümpodtionein acceptan-
fi dam et ntilem Christianitati rex et Francigene et comes Cestrie
cum eapitaneis Teutonicoraiii cenanerunt pertiiiaciter; nee hoc
miranduin fuit, qiiia longe minori pace, que prhis oblata fue-
rat, coutenti fuissent, nisi sano consilio esset eis obviatuni.
I^e^atus autem cum patriarclia, archiepii^copis rt episcopiß,
10 Teraplariis et Hospitalarii« ac oninibus Italic eapitaneis mui-
[Jerusalem K] cum voluerit nocere potent et agros eius ac vineas le-
, dere valebÜ Est autem per ea mercatorum tarn Christianomm [Cri-
stianorum E] quam Sarracenicoram transitus tarn ad ips^runi inetas
tendentium quam ad nos redeuntitim VoKBu.
I Sarraceui Cl6g, Saracenorum GA. et etiam ¥, ad ipsorum Gl,
eorum D. Nequam L, Mediam N, hieqoaui corr. e Nequam R, Mec-
quam C, a Nequam V* iu Ktham B, Metam Gl, Mecam Gg. 2 rece*
dentes ZB. redire V, hec om. CIPPM. hoc ZD. Jherasalem ZD, Hie-
ruaalem CM* cum] et PM. gra?are GL 4 ?inei8 et agris ZB. le-
dere eoB PM, potuerit Z. Que pacia compoaitio regi Francigeniaque
comiti etiam Ceatrie cum eapitaneis et Theatonicis minus provisis [pro-
viöu Vo| et in po^terum non caventibus admodum primo grata fuib,
Bed saniori coBcilio eis [om. Vo) obvialum eat VoKBu. acceptandam
esse RVWCEClGgD, accipiendam esse N. 5 utilem esse ZBFAD,
humilem eaae G. Chriatianis F, et om. ZGgA. Francigene omnes V,
Francie corr. e Francigene Z, Francigine Gl, Franciene B, Francie OgA.
et om. LNHVWCEGIHFGOg. comes vero F, Ceffe C, Zeetrie ZB»
6 Teuthonicorum LPH, 'J iieiitonicorum liNWEFGMA» Teutuoiorum Gl.
Theotonicorum D. perLina«citer H, pacienter censyerunt ClGg. perti-
aaciter — fuiaBent om, ZB. 7 mirnm N, qui F, minore Gg, minori
^norr. e minora H. quam GlGg. 8 conterapti WC, cootempta Gg.
^^■•f^ent N, fuisäet Gg, nisi) ubi W, saniori CL consilio iu marg. 2 H.
^Kis esset LRVWCKZBGG^rAD, ei^ obviatum easet h\ ruissent eis PM.
^H«8 om. N, illia PM. üblatnm Gg, b in obviatum MUperncr. P. 9 au*
tarn om. Gg, cnim VoKBu, et patriarcha cum episcopi» et archiepi-
scopifi H. patriarcha cum L» patriarcha et FGAÜ. archiepiscopiK et
om. PM. et om, NWKFOgVoKBu. et epiHcopis om. ZB. 10 Tem*
plarii et Hosiatalani Gg. et om* VZPM* 'av B, et Hospitalariis om, F.
Hoapitulariis Ä. ac] cum W» et BVoKBu. Ytalic LRZiigPK, eapi-
tareiB K.
t
1S1!T
224
1SI9 tisque fiHis priideiitibua viris efficaciter se opposuit huic trac*
tattii rulionabiliter oateodens, ante omnia Daruiaiatu fore
capieQflaiiK Opiiiin diversa pejwrit tliscordiani , que dto
sedata fnit propter conimunein neceasitatpni. Interea solda-
^ nits umguiioi multitucliueni peilitmn elanculo per loca pahi-
siria mWii ad civitatem, t|Uorüm duc^nti quadraginta Christia-
nis dormientibiis licias fuenaii in^rifssi, dominica nocte posi
-5» festiiai oiiiniiim Saactnrnm , iaiidem per clomorem vi^iltiin
occisi saut et capM , quos ad ducentos et plures comfinta-
vimus,
Nor, ß 1^2* Noiiis Novenibris Salvatore miindi regnant*^ et do-
niiuo Pelagio Albanensi epkcopo apostolice si*di8 le^atiooe ao-
1 alikque umltiB Z. viria om. W, efficaciter ora, ClGgVoKBa.
huic Ihine H» hoc ZJ traotaiui [in fliiperecr F| se oppoauit LNRVWC
EZBFGÜgPiMADVoKHu 2 rat.] ra delet rasura B, rationabiliier
ae D, oatendeufl ex ratione Damiataui ante omnia |om. K] fore capiea-
dam VoKBu, ostendons corr. e seatendens CK Damictam LB. Damie-
tham Z, Daniyatam (^g. fore] esse WH. 3 excipien<]am Og. opi-
nio eüini B> oppinio FL repperit Zß, diHcordiani peperit V'oKBu, qiw»
prupter corimiDnem necessitateiu cito sedata fuit VoKBii 4 fnc-
rat W. necceamtaienj CIF, addit Gg: capituluiii Ixxxvi. inierim 7*.
HoldauuM am, ZB. 5 magna multitudine FG. peditum luultiUidinem
VoKBu. mifiit clanculo Gg. pal] carapestria V, planstra Cl. 6 ni
Sit de nocte F. ad civitatem om. Og, qao F. treeenti ZB, dnoeo-^
tifl Ci, ducenti et Gg, 7 dormientibiiii (Jhristianis dotninica aoeie
post featuiki omniuin Sanctoruiii urbem sunt ingrefisi. Novmimi ad |bit(
Yo\ dauiorem vigilantinm detonti sunt et occiai quos VoKBa. Kcea«
ZBB, Olli, LNUVWCECIGgPM. fuer.] ingvü^i sunt Z. fuerunt corr.i
p i'ugernnt P, fugerunt M. ingvessu N, düiiiinica in marg. pro deleta^
dicta H. noete om. W. 8 pre clamore RÜE» per ainorem F. vigi-
liuni C, vigilaiitium Cf, vigdutn curr. e vigilium G. 9 eeai LttC, re-
sidui occiai (lg, sunt] fuerunt CL captivos PM. quo« FPM. addu-
centes Ia ad fcrecentoH PM. phires] duoa H, et pluren om. Gg. eapti-
vavitnuB Gg, addit G: exceptio eaptivia , aildit Z; De captioae Da^ ^
iiiiatbe, addit F: De captione Damiete per Domini TolunUtein, addit fl
in niarg* 2 0; De taptione Daniiate. Ü nonaa LHVWCEZFGGgWAD,
nona CL igitui- nomia VoKBu. mondi El, et om* ClVoKBu. 12 Al-
berto W, ,P. M. Petro YoKBu- AlLonensi VW, Albanensi in marg. Z,
Albanenai episcopo om. E. legato RVClZBGgVoKBn. aollerter /RFA,
uoUempniter CIGgVoKBu.
lerter ac vigilanier fungente capta est Damiata absque dedi-
tione, sine defensione, sine violenta depredatione com tiimultu,
ut soll filio Dei ascribatur victoria, qiii populo suo ingressum
in Egyptum inspiravit et ibidem vires ministravit ; et cum
* caperetur ci?itas in oculis regis Babjlonis, more solito non
fuit ausiis Christi militea ad defensionem paratos per fosaatum
nostriim aggredi. Eodeni etiam tempore fliiviiig excrevit über-
rimis aquis fossatnm nostrura impleras. Ipse vero soldamie
confusuB propria castra combussit et fugit. Dens autem, qui
^^ tertia die aquas snb firmamento in locum onura congregavit,
ipse agoniatas snas per aquas maris ad portum Damiate per*
«
1 et NP, om, ClVoK, ac yigilauter om. W, viriliter RC, vigilante
ClVoKBu* BUggereBte Z, otn. Gg. fongeute [fulgente P] aolerter et vi-
gUanter PM, fuugente om. NClVoKBu, et addunt VoEBüi anno gracie
millesimo ducenteaiino nooo decimo. Damieta LB, Damietha Z, civi-
tas Damiete P, civitas Damiate M. aaque A. seditiane L. 2 Bive Gl,
et Bine H. aeu ClVoKBu. violentia ClGgVoKBu, sine depredatione
VoKBq. cam] vel VoKBa. 3 Deo G. aBcrihatur [aeacribatar V]
evidenter NVCEFGAD, aacriberetur evideater LR, ascribatiir |asBcri'
batar ZB] victoria evidenter CiZBGgPM» evidens Bscribatiir VoKBu.
pop.] primo W. ingreßso ClGg, in Egypto ingreaium PM, 4 Egip-
tiim CECIZFBGADH. a^pirayit VoKBu. et om. E. idem L. mon-
stravit €1, moatravit PM. et auperscr. H. cum in oculia regia Babj-
lonJB caperettxr civita« VoKBu. 5 ocul] conspectu ZB. regibua N.
Bftbilonia CEClZBFGGgADH, Babilonie P. Babylonie M. ioL] auo
HVoKBu. militea Christi non fnit auBus N. 6 fuit] eet VoKßa.
bellatorea Christi B. deffenaionem P. per] auper ZB, more suo per
fowatum VoKBü. 7 ingredi N. etiara om. PMVoKBu. die LH. et
daviuB excrevit M, excrevit fluvius A, excreacens V^oKBu, uberiusLR,
aberrimus EF, tyberiua N, aquia überrimus Cl, aquia uberrinÜB VoKBu.
8 noatram om. LNRVWCEClFGtigMADVoKBu. impievit VoKBu. aol-
danua om. LNRVWCEClGgVoKBu. 9" consultufl R, comfuBiiB H. ca-
stra propria LRVWCEGPMADK, castra Bua NZB. comboxit LP. con-
fugit D, qui om. l\ 10 in tercia die P, tertia die om. ZB. su-
per W, 8ub firmamento aquaa Gg. congregavit in locum unum LNR
VWCEClGgVoKBu, in loco uno congregavit Z, U ipae om. N, ipse
feria tercia menaia Maii agoniataa auos per aqaaa maria [per aq. mar,
om. K] perdüxit ad portum Damiate, eosdem feria tercia mensia Fe-
bruarü traduiit per Nilum lid obaidendam dvitatem» idem feria tercia
mensiö Novembria Damiatam cepit inter aquas sitam VoKßu. agomi-
staa Gg» 8008 corr. e suaa B. mortis ZB. perdüxit a^d portum Da-
miate LNRV WCEClGg. portam D. Damiete LB, Damiethe Z, Damyate Gg.
aUfer 15
226
1119 duxit inense Maio htm tertia^ eosdera transduxit per NilniB
ad obBidendam civitatem mense Februario feria tertia, id€m
c*5pit Damiatani iiiter aqiias eitaio nieiisa Novembri feria ier-
i**LiB, 8 tia*. Hanc urbem vitule comternanti, que tertio terre motu
ß subversa est, possümus assimikre; ^vitulain' appellamns propter
eins lasciviam. Piscibus enim, avibus et pasciiis, fnmiento,
hortis et pomeriis habiiiidavit negotiando, piriiticara exercendo.
Ap««. w, 40 Delitiis effloxit in culpa, pereffliixit in geheniia, sed una hora
vettit etus indiciunL ^Coesternaiitem^ diciraus, qnia quasi tertio
10 terre motu habitatores eius perierunt ipsa tarnen integra per-
manente. A örecis et Latinis pruno obse^sa fuit, qui ab ea
1 menae Maio feria tercia addiixit B. Mali in ras. Cl, Mayo 6M,
Mail D. tertia corr. e quitrta L, tercia feria P, eodem Gg^ eosdem —
tercia om. Z» tradiixit ND^ transdaiit in rasnra B* perdnxit IL per
om. B. Nylum GgP» 2 obsedendam Gg. feria tercia menae Fcbma-
rio R, Febniarii LD. tercia feria E. idem] ipae WF» iterum P» idcm
— tertia ponit poit assimilare N, idem — tertia om. OgH* 8 Dar
mietam LB, civitatem W, Damyatam E. Damietham Z. iiiter — ntam
om, P. NoTeinbriß CIP. 4 vintule P, utile, in marg. vitule H. con-
ternanti ZBGADH, conteraanti in rasura D, conatemate VoKBu, que
— subversa est oni. VoKBu. tertio] modo M. 5 asaimulare G, as
aignare M. vitulam corr. e vintulam P. propter boIb laaciTiam appel
lamD« El apellamua P, 6 laciß\^am L. eo quod piicibu«, aribua et
VoKBu. pascuiB et F. 7 pournerüs Gl, pomeriia in marg. aK man.
corr. e poraerii P. abundavit WCM, habimdet VoKBu, neg,] ne B,
pyraticaiii Wß, prauticain R, pyraticam maliciam VoKBu. excerceu
do R. 8 effulsit Ft, affluxit NZHGg, affluit M, culpa] opulentia Gg.
pereff'ulait R, per effluxum 0, refluxitCL lebennaLP, gehennam ClGgl).
aet GgP. ora L* 9 ema corr. ex eiusdem H. iudicium eiua LNVW
CEClZFBGGgPM VoKBu, indicium eiua R, iudicium inmarg. 2H. oon-
tenapnautem Gl, contemaiitem ZBGABH, coirteraaniem Vo, dicim.]
Denm PM. quasi om. M VoKBu. tertio ora. N, terre motu tercio 0«
terre raptu tertio FM, 10 eiua om. G. in treuga Gg, e in integra
auperacr. H, manente NRVWCEClGgPMA , remanente ZBVoKBu.
11 primol poBt G. fuit obaesaa LNRVWCEClZBGgVoKBu, fuit] ad-
dit 0: 8ub Almarito rege Jeroaolimitano. qui — defecenint om. G.
eadem Qg,
I
<
' Vgl. die aoaderbare öbereiiiatimniuiig dieser stelle mit Ibn^Ebal«
lik&n bei Röhricbt, Beitr. 2, a. 263»
defeceruni', deinde a Latiriis aub Amalrico rege Jerosolimitano,
qni non profecerunt \ hac vice tetüa lit^j- retjum ei Ihmintts
dominantium servis suis eam tradidit, Jhesus Christus, qui
vincit et regnat et imperat, qui semenÜH irrit/ua siccavU Egyp-
tiis^ qui cöfi/udit opt^antrs sericum d fnssum, pledmies et
iexmies subiilia, Tali duce Christi niilites Damiatam ingressi
plateas eins invenerunt stratas cadaveribus niortuorDni pesti-
lentia et fame deficientium, aurura et argentuiti inultum nimis,
paniios sericos Qegotiatonim in habundaßtia, äuppellectitem
Ltl9
W
t decemtint Gl, diBcesaenmi YoKBu. demuiD LROE, deiitde sub
Amalrico rege Jerosolimitano iterum a Latinis W. a Latini« sub om. N,
a Latinifl füit obsessa secimdo lub G, altis Gg, a LatiiiM foit A, post
Latinis delet Mt H. sub om. M. Ämaurico LR, Ammalrico V, Ama-
tricö W, Amamco C, Amelrico corr. ex Almerico Z, Almerico BP,
Altnarito G, Aimarico AlHVoKBu. Jeroaolimitaiio rege LR VW A, Jero-
saljiDitano rege CE, rege JheroBolimitaTio ZVo, rege UieroBolimitano M,
rege Jerosolamitano H» 2 hod] minime ClVoKBii^ non om. M. ac
ClGg, bac antem vice ZB» sed vice tercia VoKBu. tertio Gg. domi-
Tiua dominantium et rex regum H, et dominui dominantium om. B.
3 ipaam LNRVWCKClZBFüGgPM. Jeans Christus WCIK, Chriatua Je-
BUB CE» .lesu Chriato duce PM. Christus om. B. qui vincit, vivit et
regnat et imperat B, qui vivit et regnat et imperat Gg, qui vivit et
regnat et imperat et vincit PM, qui vincit et regnat, gloriatur et impe-
rat VoKBu, 4 et reg.] et om. NECIFAD. qui — subtilia om. VoKBu.
aeccat P, locavit M. Egiptiia ZHFADH. 5 qui] et PM. confidii U con-
fundit NCL «ericum om* Z, sericum et om. B, byasum LNKVWCGg,
busBum P. plectentes corr. e complectentea L. 6 C brist iani ZB,
Cbristiani militea LRVWClFGgVoKßu, militea Christi N. militea
om. ZB. Damietam LB^ Damietham Z, Damyatam Gg. multi id-
gressi B. 7 eins om. GGgH, invenenint corr. ex invenenerunt N,
om. D, mortuortim cadaveribua atratas invenerunt VoKBu. atrata ZF,
8 del] contritorum VoEBü. argentuni et aurum VoKßu. multum
om. BPMA. Si pauuüs et sericoa K. negociautium LKVC. abun-
dantia NM, in babuudantia om, VoKBu, addunt NVWCECIZBFGGg
VoKBu; veates preciosaa et ornatum [omamentum GgVo] seculi [om. ZB]
caum varia [om. N, vario ZB] supellectili [supellectile WEFK, suppel-
lectili ZB, auperiecttle G, auppellectuli Gg. superiectili VoJ in auper-
habundautia [insuper inhabentia B, inauper inhabutidantia Ol, insuper
habundantiam epecierum diversarum Wj. auppellectiiem '— auperha-
buodantia om. LN R VV^CECIZ BF GGg VoKBu.
1169, vgl. HiBi reg. cap* 60.
228
tii9
10
t Pttr, ft, •
yariam in siiperliabiindatia, Civitas hec preter naturalem 5i-
tum loci, quo munitur, triplini cincta eat raaro, turribna late-
riciis multis et magnis fortiasime firmata, clavis et antemurale
totiua Egypti, inter Ramasse et camp am Taneos sitaV, in terra^
nt conjcere possuimis, Gesseii, qnia pascualis est, quam pe-
tierunt ülii Israel a Pharaone tempore famis *.
33. Damiata! inclita in regnis^ famosa multnm in superbia
Babylonis, in mari dominatrix, Christianorum spoliatrix, in
ascensu persecutorimi tiiorum per paucas et modicas scalas
comprehensa, nunc humüiata es sub potmti manu Dei^ et
1 in Buperhabandantia in marg. infer. 2 H, in saperabuodatitla M,
additGg: capitulum lixxvii. hec civitas N. 2 loci om, G. qne Cl,
om. F. qui PM, comiiiiiiiitur F. inuro cincta est BZGP» muro cincta
et M, cingitur VoKBu. est om, FQg. latericiia corr, e latericia LH,
lateriosia N, latericis PVoKßu. 3 magnis et maltin ZB. maga.] ad*
dit Gg: munis medlus xxviü turrea habet forÜBsime &rmata«* fort.]
firmiasime BADH. firm,] preniata F, nrnnita PM. 4 Egipti NVWZ
BFGÄDH. infcer Hamesfle LNZBFPMÄD, inter R&mmesde V, iiit«r ter-
ram Jease W» in terram esse FiCU in terra Jessen Gg, et [om. K] iuier
terram Gesen IGesaen K] et campos Thaneos sita. lata est tenu Gesea
[Gessen K] pascaalis et uberrima quam petienint VoEBa. c&mpom
Thaneos NEVWGPMADH, Campunebaneos L, campum Chaneot CJ
catnpoB loca& Thaneos 01, campo Thancos Gg, Campotaneos Z, Campo- ^
thaneoa F. interea et ut GL 5 convincere R, cognoscere ClGg. con-
vicere GD, possimus Gl. Gessan N, Gerseti LEGPADH, Gesen C» Ger-
sejr Cl, Jessen Gg, om. Zß, Jeraen F. que ZBM. est superscr. H,
6 filii corr. c lilie H, larahel NM, Ysrael Gg, vel A, Jakob VoKBo.
h in Pharaone superscr. P, Pharat>ne tnnc N, Pharaone rege Kgipü
Cl¥oKBa, in tempore LNVH, tempore famia om. ClVoKBu. fam,]
rege N, addit F : De pestilencia que Damiete cives vastavit 7 Da-
mietaL, Damietha Z, Damiata Damiata VW CCIFGBPMA, Damyata Gg,
poat Damiata delet Damiata D. in regnis [terris B] famosa inclita
multum ZB. et famosa Vo. multum om. L, multnm formosa PM,
B Babilonis LNCEZBFGGgDHK, Babilonie P, Babylonie M. maris W, 1
9 assenan P» accessu ClGgVoKBu, in ascensu — tuorum om. W. per-
sequatorum H. auorum ClGgVoBu, per panco;^ et modicoa CL <lt
modicaa am. W. scollas R. 10 es comprehensa Z, comprehensa a
Bomania A, et nunc LßVZ, tunc C. es om. Z, est ClVoBu. Dei <
e Domini L. et — re versa es om. W.
' Ungenau, da Tania wie Raamsea südlich von Damiette liegen*
Vgl. Genes, 47,
229
adnltero, quem äiu tenuisti, proiecto ad priorem vinim tuurn
reversa es, et que prios parturiebaa spurios, amodo paries filios
legitimoa ad cultum filüDei firiniter a cultoribus Christi pos-
sessa* Acconensis epincopiis ex te primitifis amiiiarum Deo
aoWit parTuIos tuos, qoi in te reperti sunt ab ipso ritales,
etiam morti proxiDios baptismatis uoda sacramentaliter mon-
dando. Miiltiplices solvisti peiias, quia preter eos, qoi com*
prehensi sunt vivi in te , mortui tiii promisciii sexus a tem-
pore obHidionts in circuitu computantur ad triginta milia et
»ampliuB, quos aine ferro et igne Dominus percussit, amodo
suütinere dedigiiatus spurcitias in te commiäsas.
1 adnlterio Cl quam LP, quendiu N, quamdiu Cl pincto B,
tandem proiecto reversa e« ad aniatorem tuam priorem VoKBu, re-
Yersa ee ad viruro tu um priorem LNRVCEClZBFG^(>g. 2 quoa F, par-
turiebat L. «parrios Cl modo C, amoda Gg, aainodo P, ammodo ADH,
abhinc legitiiuog paries filios VoKBu, filios om. NE, le^timos filioB L.
3 legittimoa NZA. ad — pOBseaea om, VoKBu, firmiter om. Gg,
Christi cultoribuB B. 4 Acaron N, de hac re Archonensis Cl, Ako-
nensis ZB, AchoneriBis Gg, Accon P, Acchon M, Acborien8iB VoKBu.
episcopus iam LNRVWCEClZBFGßgVoKBa. te om. V, re CL ex te
om. F. animarum primitias ClVoKBu, Deo om. Z. 5 parvulis tuis N,
et panrulis buis Cl, et parvulis tuis Gg, et parvuloa tuoa etiam morti
proximoa et baptiftmatis unda [unde Vo] sacramentaliter emundando
vitales reddidit VoKBu. in te om. LNRVCEClGGg» reperti «unt in
te ZB, ab ipso reperti sunt G. ab ipso om. Cl. ut tabes E» vita lesi
mortui etiam proiimos Cl* vitalia e^ae propriia Gg. 6 propximos R.
babtiBmatis H unde Gg. inundando CE, emuitdando Cl, omnimodo Gg,
mutidando etiam morti proximoa renovando W. 7 multipliciter tuo-
rnm scelerum penag exsolviati, cum absque eis qui in te vivi sunt com-
prehensi xxx inteifectorum milia vel amplius computantur quoa VoKBu.
penaB eorum Gg. qui ClFGg. vivi comprelieoai nunt [om* P] in te
LNRVWCEClZFGGgPMAD. 8 tui om. NR. mortui tui om. ClGg,
9 obsidioniB tue ClGg. circiter ClGg, computantur om. N, ad trigiota
milia et ampliuB computantur Cl, circiter ad octoginta milia, eicud a
captivia refereotibu« didicimua, periertint in civitate, aani vero vel lan-
gwidi ad tria milia, quorum ccc spectabiles utriusque sexus ad redemp-
tionem captivomm nontrorum reservabantur. Capitulum Ixxxviii. Gg.
a LR, ad — commiBsaB om. Gg, triginta om. PM. mille M. 10 qaos
Dominus sine ferro vel igne percuasit Cl. sine om, Z. et] vel RNCE
ClBFV'oKBu. et igne om. LV, igne vel ferro, igne vel in marg. Z.
percuasit Dominus VoKBu. ammodo ZBÄ, om. VoKBur 11 suetinere Z,
apurcicias in te commitfsaa de cetero dedignatua sustinere VoKBu. de-
1119
230
IS19
34. Gaiideai igitiir universalis ecclesia digiias gratiamm
actiones referendo pro tali trium|iho, et noti solum pro Da»
iniata, sed pro destructa peniitiosa miinitione montis Thabor
et pro aditii libero in Jerosalem, ut reedificentur muri eius
ß tempore ab Altissimo proviso; pro Castro preterea filii Üei«
qüod magnis sumptibus mititia Tempil iitiliter et inexpugna-
biliter edificat, de quo superios plenins scriptum est. Letare,
prOYincia Coloineusis , exiilta et lauda, quoniam in navibas,
iiistriimeutis bellicis, bellatortbus et armis, victualibus et pe-
lö eimia maius aiixiliuiu tuliati quam residiium totius regni Ten-
tonici.
di^atus fluatiTiare NPM, dedignaris C, dedignatus amodo snstinere Ol,
de in dedignatuB superecr. H. Bpuiicicias L, aparcicias corr. e spuroii-
Biaa H.
1 üaudeat igitur universalis ecclesia pro tali triampho grate* refe-
rens Deo» qui vite et morti« habet imperium, cai est bonor^ virtus et
poteutia per infinita secula Beculonim [Beculoram secula K] amea Vo
KBa, — Finis mss. VoKBu. igitur om. Gg. universa H. digniis
Deo Cl. 2 rferendo P, gratiarum pro tali triiimpho referens actio-
nes GL naa] m Cl. Damietba Z, Damieta BO^ Damjata Gg. 3 per*
aitiosa corr, e pernitiose H, Tabor D. 4 pro om. LF. libero aditu N,
adito libero B. ad LRVWCEClZFiG» in matg. H. Jberusalem Z, fiie<
rusalem M. ut muri eius tempore ab Altissimo proviao reedificeotttr Cl.
edificentur FB, edificieutur Gg. eius] Jerusalem N. h preterea pro
Castro NGg, pro caatra B, prostrato CL fil] peregrino GPM. Dei
om. PM. quod m agnig [magis Cl] sumptibus edificat [edificavit ClGgD]
uiiliter [viriliter LNRFGPM] et [om. LH) inexpugnabiliter [in super-
8cr, Z, expugnabiliter GgJ milicia Tempil LNRVWCKClZFGGgPMAD-
7 qua PM, uude superius B, quo om. G. pleuius om, M, plenius in
prioribuB [corr. e superionbuB R, BuperioribuB E] litteris LNRYC£CIZ,
in prioribuB litteris ptenius B, superius in prioribus litteris plenins Og«
est expreasum Cl. Letare specialiter LNRVWCEClQg, Letaie spiri-
tualiter C, Letare — publice promulgavit [cap. 86] om. Gg, 8 Co- 1
loaensiB Cl, Coloniensisi Treverensie, Bremensi» Gg» sis in Coloniensii
snperacr* 2 H. — Finü ms, N. exuMate et landate Gg, et laada et
exultä M. quoiBodo LCECl. navibus corr. e novibuss H. 9 in in-
striniientiB Gg. et om. LRVWCKClZBGg, arrais pecunia [peccnniaB,
pecunia et HJ victualibua LEVWCEClZBGg. 10 maxime m&ins
ClGg, magis B. contullsti OlGg, intulisti D. totius om. ZBPM> Tbeu-
tonici LRWCEA , Teotonicorum Cl , Teutbonici P , Theutonicorum M.
Theotonici D. — Finis ms, W.
PMADH:
Tu autem, Coloiiia,
civitas sanctorunif que
in hortin habitas, inter
fi lilia wginiim^ rosas
martirmn, violas con-
feasorum, flecte gf^nua
cordis tili pro devotione
filianim tuamiu magni-
10 ficas gratiarum actio-
ne« altis vocibiis reso-
nando.
15
I
LRYCEClZBGg:
Ulustria imperator noster et rex
Sicilie ardenter exapectatiir a populo
Dei ad negotii felicem conaumniatio-
nem» Tu; Colonia, civitas sanctortim,
que in hortis rosarum martirum, lilio^ •'• *5*_"J* ••
mm virginiim, violarura confessoram,
nunc paee temporali per Yenerabilem
archiepiscpuin nostrum gaudens ha-
bitas, pro devotione filiaruin tnaruni
flecte genua cordis tui coram Altis-
simo, qui vite et mortis habet impe-
rium. NoU aUa sapere^ sed titne co- ««m. n, »
ram ipso^ vius tuas argue, ne Juror j<»*> u, u
irc Dei, qui stiUavit sttpf^r te, conver-iip«r»us4,t
^ tatur in grandinem, sed tranqiiillitate
^^^^^^^ temporum diu concessa ei, cui honor
^^^^^^^ est et excellentia, yirtus et potentia,
^^^H libera mente deBervias.
H^ 35, Ante captioneni Damiaie liber nobia apparuit Ära-
p bice acrifitus \ cuius autor se Juden ni vel Christianum vel Sar-
L racenum faisse negat in illo, Quisquia autem ille fiierit, pre-
4 hab.] hereditaa PM, 5 virgiuum lilia PNf, 6 tnartjnim M.
fiolas D, 12 roBonan^o H. 2 imperator et rex noster Gg. 3 8ci-
cilie LR, Sicylie E, Sycilie Z, espectatar R, eipectantur E, a populo
Dei desideratur B, ex«pectal»atur Gg-. 4 ad felicem negotii B. con-
firmationem CL 5 tu| Daroiata B et om. Tu — sanctorono» in Gg»
Colonie Gg. 6 qui L. ut qui B. mortis R. raaarum L, rosarum
et Cl. martirum om, ClGg, librorum L, lilium Gg. 7 violanim con*
fes80rum virginum Z. viduarum Gl. 8 in pace Z, 9 epiacopum Z.
10 iliorum tuorum ClZBGg. XI ienua L, cordis om. Cl tua Gl.
13 aede Ol. 14 illo L. argu« vias tuas E, dinge Z, dirige argue B.
15 ire om. Gg. sup.] in B. 16 sed] et GIGg. tranquillitate quiete B.
17 temponB L. diu om. B. ei om. CIt et — deaerviaa om. B. e«t ho-
nor ZClGg. 18 excellentia om. Cl, et eatcellentia om. Gg, 19] des,]
amen addit E, — Finis }fU8. LR VCECL 20 ante captionem — pu-
blice promulgavit [cap, 36] om. ZB, ante captionem — reservatur usus
[cap. 39] om. Gg. nobis om. D, corr. e nobilia H. 21 auctor MA.
22 fuiflse om. PM. ille om. PM,
VgL Rükricht, Quinti belli aacri as min. «. xliv W,
iflio dixit mala, que Saladiiiim populo Christiano crudeliier intulit
in destnictione Tiberiadis, in victoria, quam de Christianis
habiiit, quando ref^eni Jerusalem pt principes eius captivoe
duxit, civitatem sanctam possedit, Ascalonem destriixit et qao-
6 modo conabatur Tyrnm comprehendere, aed non profecit, et
alia miilia, qne peccata temporis illiiis loeraerunt. PredixH
etiam destmctionem liortorum palraefci Daroiate civitatis, quam
factam vidimus, quaudo librura hunc per interpretem inspexi-
miis, Addit etiam, Damiatam a Christianis fore capiendam;
1» Saladini nomen non ponit, sed per nigros oculos et crocea
vexilla ipsum desigiiat. hisoper predixit, quendam regem *
Chriatianorura Nubianoram Mecham civitatem debere deetriiere
et iissBL Machometi psendoprophete dispersa proicere et qiie-
dam alia, que nondum evenenuit, sed «i complefca fuerint, ad
Iß exaltationem Christian itatis et depressionem Agarenorum eve-
nient, Scimiia rjiiosdani gentiles ethnicos Spirituni i^anctum
in ore liabuisse, sed noo in corde et nianifestte de Christo pro*
phetasse, imde non miramur, si per canales lapideos pnrior
aqua definxit. Ad hoc fama disciirren.s per totum orbem, Da-
20 miatem a Christianis esse comprehensam, Georgianorom litt^
1 Sftlahadmaa PM, soldanua H. 2 Tyberyadis P, Tyberiadis D.
8 quam 1). Hierusalem M, Jheruaalem D, eiu« om. PMA, 4 civi-
tatem ipsam Biinctam PMAD, Aechalonem M. 5 Tirum PH. tur-
rim D« apreliendere P, apprehendere M. set P. 6 ilüas tempo-
TU PM, predixit bia Bcrib. PM. 7 etiam odi. PM, ortorum PDH.
et palineti PMA, om. D. civitatis Damiate M, Dainial^ne ctvitatiB A,
Damiatene civitatig D. 8 iaterpretes PMAD. 9 addidit PMAD,
ei] et M. 10 Salabadimi PM, soldaai H. sei P. ni«i H, 11 in-
guper etiam D. per quendam D. 12 Nubianorura om. D. civi-
tatem Sarracenorum D. deatmi D. 18 Mahometi A. dispergere D.
proicere om. D. 14 niidiam P. evenerunt corr. aL mao. ex eve-
niunt P. set P. fiunt, in niarg. aL man. fuerint P. ad superBcr. H*
Ib exultationem P, exbortationeni D. Christianortim D. deprei'essioDem ,
reaa in ras, P. Agarrenorum Ar Sarracenorum D, AgHrenorum corr. es
AgarrenoTum M. evenerunt D. 16 ethnicoR om. D. 17 habere in
ore PH, in ore om. D. prophetasse om. D. 18 canales al man« in
marg. P. aqua pnrior PMA, purior om, Ü. 19 defl.] pertraneit
PMAD. bec MA. triinBCurrena D. 20 literas M.
Ean.
Der könig David, vgl. cap. 55, in wabrlieit der Mongole Dschingit-
233
ras ' ad castra cathoUcomni mitti persiiasit, in quibus con- la^»
tinebatnr, quod indignata gens illa vel excitata rubore rege
convocante principes decrevit ei inravit, se obsessuram famo-
sam aliquam civitatera Sarracenorum, aUegans sibi vereGundum
& esse, qaod Franci de transraarinis partibii» et ultiniis terre
finibus venientes per mare spatiosum periculis plentim tarn
manitam civitafcem obsidiuiie longa cepissent, nisi et ipsi, qui-
bus erat faciliiis perfidos impugnare, Damascum vel aliuni lo-
com notiiinatora virtufce caperent armoriim. Sunt autem Geor-
10 giani cultores CJiristi Persis vicini longo terraniin tractu a
Terra promissioais distaotes, quorum dominium extenditur us-
que ad Caspios montes, in qüibus decem tribus incluse Anti-
chriati desiderant tempora; tunc enim ernmpent ma^nam stra-
gem facture. Qeorgiaiii bellicosi sunt homines hiibentesrasuram
i& in capite, clerici rotnndani^ laici qnadratam. Muli eres eoinim
equestris ordiiijs docte aiint ad prelium» Homines isti quaudo
ordinatis aciebus hoales sunt aggressuri, quiübet pugillareni
cucurbitam repletam vino pnro ebibit et statim adversarios
viriliter invadit — Computandnm esse non dubitamus inter
10 beneficia tutoris nostri Christi, quod a sicariiii persecutorum
majores uostros defendit in obsidione Damiate. Usitatimi si-
quidem habebant Hassessini et eorara preceptor VetnUis de
*
1 tranflmitti PMAD, 2 rubore om. PM, robore 0. rege eorum PM.
3 crevit in decrevit poateji addit in ras, 2 H. obfiesBuriim A. 4 ali-
qaam formoBam civitatem P, aliquam civitatem famoaam M, Sarace-
norum A. 5 fratrea PM. portubna P. 6 finibus terre D. 7 longa
obsidione M. 8 facilius erat PM. impugnarent et PM. Damaacum
corr. e Daamaacum H. aliam civitatem vel locara alinm PM* 10 Chr.]
addnnt PMi rilns babentes Grecorum. longe D. 12 Caspioa in raa, P,
inclufii H. 13 desiderant adventum Antiehristi PM. enim] etiam PM.
li facturi H. 16 docte corr. ex edocte M. 17 hoste» annt om, P,
aggresBuri sunt inimicoB M. agreasuri H, 18 pur] proutPM. velo-
ein« ebibit PMAD. 10 viriHter adversariofl M. invadant PI), non
dubitamuß eaae D, 20 beneliciatoris P, tut] aalvatori« M , um. P.
noBtri om PM, Jheau Cbristi PD, .Jesu Clirißti M, Chriati Jhesn A, aic-
cariia PMD, sicariiB corr. e siccariii* H. persequutorum H, om. PM.
21 deffendit P. Damiatbe, i superscr. P. ta in usilatum auperacr. al,
man. P, visitatum D, 22 ante »iquidem delet qnippe .M. ABBesini
corr. ex HaasesBini P^ ÄBaaeini M, Aaseaaini A.
Vgl, Wilken, Geacb. d. kreuzzügö 6, a. 297 nofce 27.
I
iaio moiitanis ctiltellos emittere contra Christianos ad intercipien-
dam vitam eoruin, qui negotium ChiistiaTiiiatis propensius pro-
cumbant. Nuui tempore treugamm filium Tripolitani comiiis^
aclolescentem spectabiloni in t'celesifi beate Virgin is apad Tor-
6 tnsam ante altare procumb entern nequiter interfecerunt, ande
militia Tempil non cessavit eos persequi pro tarn religiosa
emiinitate violata, donec hmniliarentur usque ad semtütem
tribnti; tria namque inilia bisantiorum annuatim TemplarUa ^
pei-solvynt |
lü 36. £iuadeni obsidioniß tempore rex Armenie Levo de-
functus est in seuectute bona ^. Mortnus est etiam soldanus mi
Ycunii ^, qui creditur baptizatus fuisse, qoi taute beniguiiati!» W
erat in Christianos, nt werrani haben» cum Sarracenis solri
luberet Christi cultorea, quos vinculatos invenit in munitioni-
j;* buSf qnas exptignavit, et in optione illorum posuit, utrnoi in
patriam suam redire vellent, an acceptis ab eo solid is sub ip»o
militare potius eligerent Idum Christianos in tantum fami-
liäres habebat, ut cnstodes sni corporis conatiiueret eosdeo),
licet pat-er ipsins a Ijascaro Greco fniaset interfectiis*. Manu*
ao tenuit etiam Miralim filium Saladini exhereditatum contra filios
1 cutellofl PA. iuterficiendam H. 2 eor.] ipsomm PM. H ca-
rabant H, treugarum tempore PMAD, tempore in marg. 2 H. ta in
TripoliUuii sQperscr. H. 4 beate corr. e öaiicte{?) H» Carchusam PM.
6 Tempil OTH, M. rellifj^ioBa H. 7 exanitate PM, 8 naitque F.
bisantinorutn D. IQ Armenie rex PM. Levo nomine PM. U in
terra sua PM. bona] addunt liic PM*. Melcbiserapb — TicttiB est a
Sarracenia. etiam om. PM. 12 Ycconii P, Icbouii M, tante corr.
e langte P. 13 gerram^ in luarg. al man. treugam P, treugam M.
guerram AD. habena — qnon in raa, H, haben» om. PM, Saraceoii A.
U iubere P, iubent D, 15 et] etiam H* in obaidione, in marg. al.
man. in obtione P, optione conr. ex iptione, in marg. man. Rotten dor^
fii in optione H. eorum MÄ, ipsornm LX 17 ante potins delet
vellent M. isdem M, 18 habnit PM, constrneret P, 19 Alasoana ?•
a Lascano M» a Lascoro H. 20 Miralyn corr. e Miralim P, Myrrn-
lyn My Miralum A, Salaliadini PM. exheredatiun ADH.
* Raimund» söhn Baldnins IV. von Antiocbia, wurde 1218 (?) in
Her Marienkircbe zu Tortosa (dem alten Aradua, arab.Tartüa) ermordet,
* Stirbt 1219. * Kai-Kaus el-Malik el-Ghaleb haeddin etirbt 1219.
* In der schlacht am Mäander frübjahr 1211 hatte Theodor Laacaria
den sultaa Kalkhoaru von Iconium getötet.
235
Sapbadinj, qiiantura caliphu» permittebat de Baldachi papa lais
sue gentis. Melchisoraph \ filiiis Saphadini, mnlta dampna
Temphiriis intulit, cum easeot in obaidione Damiate; combussit
eoim oppidum Castri albi ^ et turres rarinitus destrujot. Sed
5 cum rediret in terram siiam, victiis est a Sarraceiiia. Eisdem
temporibus Boamundus coiues TripülitAnus^ Antiochiam in-
gressus RupJnuui qiiendam coDsanguirietim suum de principatu
civitatis illius violeiiter eiecit magis eligens peccati temporalis
habere ioconditatein quaei affligi cum populo Christiano. Ußde
10 legatua apostoltc^e sedis excoriminuicatioiiis et iiiterdicti nen-
teutias in ipsum ac Tripolim et terrae, in quibus deliqiiit,
publice promulgavit.
37, Contrivit Ihmiinus bactdum inipiorurnj mnf regit cornu r"\"'i*
superborumy terrihilia ut co/^si/i /.-? super fdios kommum portas Pt. «. a
16 Damiate potenter aperuit. Ingredieiilibus nobiA occurrit fetor
intolerabilis, aspectus miserabiiia. Mortui vivos interfecerunt, vir
et uxor, pater et filius, dominus et servus se mutuia fetoribua
interemeront Non solum platee mortnia erant pleno, sed in
lomibus, in cubiculia, in leetnlis iacebant defnacti. Exstincto
f
l cbaliphua A, caliphua corr* e calipphuÄ H* permitebat P. Bai-
dac P, Bandaa M^ Baldah corr. e Caldah H. 2 MelcbiBemaphat PM»
Melcbiaeraf D« damna M. :i combuxit P. 4 opidum PADfl, aet P.
5 est rictus Ä. SaraceniB A» eisdem — pixiaiulgavit om. PM. 6 Boai-
mundua A, Boymiindua D^ Boamundus com e Boimucdufl H. Antbio*
ßliiaiii D. 7 quendam om. AD, 9 Chribt] Dei AD. 11 ac] et D.
©t] ac D, deliquid corr. e dereliquid H. 13 contrivit corr, e con-
tntam Z et addit iti niarg. : De iiigreaäu portarum, ipsorum G.
14 aiip.] iniquoriim BZ, Daoiiete B, Damietbe Z. 15 potenter om. Z,
ingre dient ib US itaque F. occurrit om, PM, fetor intolerabilia occur-
rit Z. intollerabilia M, 16 mortui corr. e mortuoa Z. int.] occide-
nint PM, 17 doininUB et servus, pater et filius GPM. aervua etdo*
minus D. fetore se mutuis Z, multia B. 18 interfecerunt ZG^ ante
interemerunt delet occiderunt M, erant mortuis PM. plene erant BZ,
sed et B. lü et in FP, et M, et in lectulis et in cubilibua BZ, cu»
bilibös G. et in BZ, et GMÄ, et om. R lectia FGPMAD.
* Malik al-Aacbraf, aobn des Malik iil-Adil, vgl. Wilken 6, a. 333—3
note. ' Cnatelblana oder Safita aö. von Aradua, vgL auch cap. 42,
wo richtig al-Maazzam als eroberer angegeben wird (anfang 1220).
• Boemund iV. 1219, vgl Du Gange a, a. o. «. 201 f.» 204.
236
liiti viro miilier impoten« surgere et sublevantis carens atixilio pu-
tredinem noti ferens exspiravit; filius iuxta patrem vel econ-
verso, ancilla inxta dominam vel vice versa languore defieiens
iacebat exstincta, Farvuli ptiia-uvt pmies, nee erat qui /ränge-
ret m, mfantes ad ubera matnim pendentes inter amplexus
raorientium oscifcabant. Delicaii divites iiiter acervos tritici
interierunt tarne deficientibus cibis, in quibus erant nutriti;
pepones et allia, cepas et attilia, pisces et volatilia, fructus
nrboruni et olera frustra desiderabaiit. Multitudo vulgi con-
tmcfca vel oris molestia diutius fatigata deficieus aruit. Com-
pletuiD est in ei« prophete vaticmium: Pro suavi odorejtior,
i quasi cadaver 2^HtridHm non hahehü consortium in sepultura.
Octogiuta ft*re milia, sicnt captivis referenfcilms didicimus, a
tempore, quo perfecta est obsidio, perierunt iu civitat^i3 exceptio
eis, quos sanos vel languidos itiveDimus quasi tria milia^ quo-
mm trecenti speetabiliores iitriiisqiie sexus ad redemptionem
captivorum nostrorum reservaiitur; alii mortui sunt post vic-
toriani, alii luagno precio venditi, alii baptizati sunt et Christo
donati.
1 et muliere Z. exurgere B, et om. PM. aullevuntia FO, ȟble-
vana P, aublevandi M. aax.] aolatio BZFQAD, sübaidio vel solatio PM,
2 earpiravit BPMD* iuxta om. G, ve!] et atiperscr. Z. econtrario 0.
3 ecouversa vice B, lanLfore FPA* 4 defuncta iacebant Z. exstincta
om B panem ZFAP. nee] et non ZGPM^ non F. frangeret corr. e
frangerat Z, faceret P. 5 matrie Z. pendentes moriebantur inter
amplexus osci taute» B. 6 oacitabant corr. e ocitabant F, vocitabant
PM. tritici corr. e tridici aut e tritlici H. 7 fame perierunt BZ,
Tarne om. F. ci in deficientibus superBcr. P, in om. BZ, in rasura Pr
nutriti erant BZ, 8 pepones -^ desidcrabant om. B. alicia G, aliaA,
cepe ZM, cephaa G. pisces om. Z. volatiHa et PM. fructus ^ olera
om. ZFG. 9 holera A. desiderantcs ZFGPMAD. contrecta G.
10 oris corr. e moris M, diutiua om. BZ. fatigata corr. e fatigatus P.
completum — ßepnltnra om, PM. 11 i in eia superacr. H 12 pn-
trescens F. iiabuit BZ, habeng F, habebia G. nep.] addit F: Numi^rtifl
eorum, qui perieriitit a principio obsidionis in civiiate. 13 fere om G.
miiia om. PM, ü captivis ZP. agnovirou» B, didiBcimu» P, 14 in]
a Z. 15 vel] et BZ. invenimus om. G. tria om. M. mille M,
tnilia et ampUus G. qnatuor Z. 16 cccl G. Bpectabilea G. roden-
cionem P. 17 alii corr. ex allii P. sunt om. ZP, sunt njortoi M.
18 precio magno BZ. baptizati Cbristo donat» «unt ZFGPMAD, oddit F:
De divitii« in oivitate repertis. sunt — donati om, B.
F
38, CiTitas hec gradatim murata primom murum habet lats
humiletn ad cust;odian] fossati^ secundum altiorem, tertium
emineiiHorem secondo. Miirus tuediua viginti octo turres habet
principalesi binas vel terüaa testudines cooiirientes, qiie omnes
ft remaoserunt ioiegre cum muris preter unam, qiie crebria icti-
bufi trabucci ducis Aiistrie concussa fuit aliquaniiiliim. Adeo
enim exercitns noster ad pigritiani resolutiis fuit, ut milites
otio dediti negligerent opiis Dei, vulgim ad tabernas et nego-
tiationes fraudulentas ae coDvertit, Gatti dno ad foäf^atum im-
10 plendiim tnagois »umptibus compositi fueruiit, quorum iinua
in custodia regis, alter in custodia Romaooruui cornbastiiB
fuit^ ctiJB adhuc potentem essent in armis custodes civitatis \
Fosse due subterranee facte fiienint ad suffodienda hindamenta
munitioniim ; sed labor ist«? frustratus fuit post expeDsas plü-
i& rimas. Sic Domiuus ciYitatem dare volnit integratti sine dam-
pno eapientiuoi eaiD et virtute. le comtauTie iuraviniTis omnes,
ut asportata de civitale spolia redderentor inter victores divi-
1 murata est BZ- hamilem muruni hiibet D, 2 ad custodien-
dam fosaatum EiZ. Becandi P, 3 superemuienciDruai BZ, emiitocio-
rem P. socandos BZ. vig.] triginta A. tarea P. 4 irinas D. ante
testndines d€*lei teatudines Z. cont.] habentes B» om. Z. 5 crebm
trabucoli [tribuculiB M] Templarioram ictibus concuBsa PM. 6 tri-
bocco BZ, trebucuH F, crebiicuH G. ducig] Tetnplarionim FG. ante
fuit delet fuit P. 7 enim om. (J. uoater exercitua G, resolutus ad
pigritiam fuit Z, 8 occio P, otio dediti om. B, dedit G. iiegglige-
reat G. Dei] Christi PM. vulgus autem PM. negotiationea corr, e
negotiatore« B. 9 frauduleutee BP^ fraudtiletitaa in ras, H. caii PM,
gatti A. 10 implendum ducti H. apositi B. II ad cnstodiam BZ.
alias BZ, ad cuatodiam BZ. 12 cum superscr* H. ie in armis bu-
peracr. P. civitatea D, civitatis corr. e civitatea H. 13 aubteranee G.
fracte F, facte in marg. H, 9ijbfodi<3nda F, suffbdenda PM. munitio-
num fundamenta Z. U iate om, G. frustatus Z. est PM. poßtj
propter U. multaa B, plurimaa et infinitas Z. 15 sie autem Z, sie
autem sine dampno capientium Dominua civitatem integram dare ?o-
Ittit B. voluit dare civitatem G, dare voluit civitatem PM. integram
debeltare voluit Z. damno M, 16 eam] tunc 2. in virtute Dei Z»
in Tirtate M, et virtute oui, ß, communi BZ. 17 absportata PM.
• Geata obs. 05, Lib, duelK 1&5, Job. v. Tulbia 129 setzen dies er-
eigniaa in den juli.
238
^
itf9 denda ; hocetiain siih anatbemate terribiU fuit preceptum a legai
sedis apostolice* Tranagressores perpetuo remanebunt infamea
cum Acbor*, qui furatus est de anathemate Jericho, conipa-
tandi. Verumtamon concupiscentia oculorum plures fures fecit
SuRCepiniüs tatiien ad iitilitatem rei piibhce magnam parteni
debtiaruiii Egypti in aiiro et argento, perlis et pomis ambre,
filis anreis eb- pbilarieriis variis, panois sericis prectosi^f sicut
•.la-M enunierat Isaias: />? die Ula atiftrvi ornamenta calciamenUmm
d lunulas et torques^ monilia et armiUas et mitral, discrinmmlia
10 et periscelidas H murmmlas et olfadoriola et inaures ei annulm ■
et fff^imias in fronte ptmdmtes et mutatoria et pallioln et Untca-
mina et ams vi specula et sitidoneB ei vMas et thrristra^ que
omniu dinuinerare nemo poterat Sed ad pondenmdum mul-
tum teraporia expendimu8. Que distribiita sunt per exercitujij
i^ Dnuiini cum annona, que reperta fuit in civitate.
1 et] autem B. sub om. H , sub anathemate fuit terribtU pre-
oeptom B, anatemate A, terribili anathemate H. preceptum fuit F.
doniino legato GPM. 2 apostolice Bedis PM. cuiüb mandati tTanfl-
gressores B. remanerent Z, reinanebant PMD« remauBerant H, 3 Ach
et roß. F» Acbor in ras. P^ li in Achor auperacr. A, Acor I), Achior in
raa. corr. ex Aohii H. furataa conr. e fuerat H. est] fuit ZFtlPMAD^
fuit furatau B, post fuit del, preoeptom G, est poatea addit H. ana-
temate A. Jhericbo Z, Jerico FG, Hiericho M» A concnpiscentiii
corr, e conciipescentia Z. plurimos FA, fecit fures PM^ cit in fedt
in ras H. 5 precipimua FiL tarnen] etiam D. ad om, D. pap-
Uce GP. S Egipti BZFQADH. plui BZ, pellisP. et] in BZ, mam-
bre B, am bris D. 7 in üHa BZ. et om. M, filacteiiis ZD, phUate-
riig GP, filaceriia A. »ericia et precioöis F. pretonsis Z. 8 Tiaias
BZFGPAD. in illa die ÜZGP, auferet [auferret G] Dominus BZFGSf.
calciamentorum oniamenta M. 9 linulas G, lividas P, et om, F,
et monilia ZB. et om, B, et oni, P.VI, mitras et ZPM, 10 et om. PM,
perichebdas FGMDH. pencelidas PA, et om. BG. et om. PM. ol-
faetoria tip, otfiictoriolia H. et om. BG» et anulos inaurefl PM» et —
mutatoria oui. F. in aares H. et annulos om. BZ, anulos GAB.
11 et otn. (f, tiiutatoria et om. BZ. paHia F. lintbeamina nZFGMAD.
12 et om, BPM. Bperubi« B. et om. BGPM, syndones ZMD. mitnw
ZB, virtaa (?) A. t^riatra BFMAOe, tematria G, ternstra P. 13 nu-
merare B^ enumerare Z, nemo dinumerave GM, nemo dinumerare nemo A.
14 temporis om. M. impendimaa ZFGPMA. 15 reperta corr. e »•
parata P. civ;] addit Z: De Tbani.'i, addit F: de captione Tamnis,
' Ygt Josue 7, wo indesa von der ateinigung det Acban im thale
Achor die rede ist; dacaelbe versehen Eist, de orta oap. 11«
39. Legatim Bpostolice sedis Damiaiam cum appendiciis
et pertiiientiia regno Jerosolimitano contulifc in perpetuum.
Maehiinieria Damiate per invocationem sancte et iodividue Tri-
nitjitis commutata est in ecclesiam bimte et gloriose Virginia
f^ Marie, In quadrum posita tanta fere eius latitudo quanta
longitudo consideratur. Colnmpnis sustentatur marmoreis cen-
tum quadraginta et ima, Septem porticiis habena et in medio
aperturam longam et latam, in qua j*yramis in raodum ciborii
sursnm ascendtt; extra latus occidentale coclea surgit in aitum
K> ad modum campanilis. Quatuor in ea principalia fandata sunt
altaria, titulatorium beate Marie primum, principis apostolorum
Petri secundum, sancte crucis tertium, beati Bartholomei, in
cnius festo turris fluminis capta fuit, cfiiartum. Inventi sunt
in Damiata trabncculi quatunr com ijefcrariis et mangonellis
16 plurimis, baliste cum torno fortisaime? manualium balistarum
et arcuum propter multitudinera nesciruus nunierum. Insnper
omne genug arniature fortium repertum ChristianitaÜ couser-
vatur. Aurum et argentum cum perlis et aliis rebus mubili*
bus non soluni inter clericos et tnilites, sed etiam inter sa-
ao tellites, niuliereg et pueros dividebatur propürtionaliter. Turres
civitatis cum domibus distribute sunt inter reLrna, qnorum
bellatores convenerant ad eius captionera, deducta primo loco,
lai»
1 Legatua — reservatur onua [cap. 39] om. BZFG. cum suiö ap-
pendicÜB [apendiciit P] PMAD, 2 pertinentüa omnibus P, Hieroao-
limitauo M, Jerosoloiuitano H. conresaifc P. im perpetuum P, 3 Ma-
cbomeria P, Machomeräam M, Mahumeria A, Manumeria D\ i in M si-
eb uro eria BTiperscr H. et iudividue oni. PW. 4 mutata PM, e«t
om. H. ecckßia M. beate et om. AD, et glarioac om. PM. Marie
virginiB F. 5 latitudo quanta longitudo eiuB M. G colamiii^ M.
i in marmoreis Boperfscr. H, 7 quiuquaginta PMD. et] aiiiius VM,
in medio habens PM. 8 longam corr. e lungam P, piramys atta P,
pyramis alta M, piramis H. in — dborii otn. PM. cyborii L\ f) et
extra AL>, extra — campanilis om. PM. 10 qtuiitiior M principa-
ba om, H. 11 tytulatörium PM, titularium A. Marie] Virginia PM.
12 Bartolomei A. 13 inventa H, 14 tribuculi PM. quattuor M.
15 corno PM, torne D, magDalium PM» 16 artiam B. 17 post
armature delet aurum et arge A. 18 pelÜB P. 19 etiam om, H.
20 dividebant M. proportionabililer P, proportianaliter corr. e propar-
tionabiliter H. 21 cmtatis corr» e civitatea AH, cum domibuB om,
_PMD. 22 deducta fuit PM, loco om, PM.
I
1119 ßicut oportnit et decuit, una tnrri, qne Romane foit assignara
ecciesie cum porta ipsins, que olim dieebatiir Babylonis, nunc
autem appellatur Romana, Alia etiam turris ardiiepiscopo re-
»ervatur Damiateno^ et sicat olim civitas Dei Tiventis Jemsalem
^ sancta capta fiiit ab hostibus nocte, sie Christiani Damiatani
ante diluciilum obtiniieiunt Instrumentom, quo capta fuit
turris fluminia, Teutonici et Frisones in commune donaTerunt,
de quo factus est pons novus inter civitatem et casirum, q«od
constniitur ad miininientum ripe civitati contraposite ; duo
>^ castellula composita sunt ad custodiam pontis de instnimento
eodem. Insuper de aliis arboribus, super quas scale pende-
baut, edificatiir apecula super altitudinem castri novi ad indi-
catidum portura longe navigantibus, Pons vetus^ qui mediante
iosula ütramqiie ripum contiugebat, oljaiilionis tempore multi-
" pliciter a Sarracenis fnerat attemptatu.s et a Cbristianis viri-
liter defensus, siio functiis officio ad altes reservatur usus.
40. Non minori miraculo immo maiori donaTit Dominus
«^ *» Christmnis castnim Tanis mense Novembri in fe^to beati Cle-
mentis, qui habet hrtbitaculuin sunra in man. Nam missi
^0 sunt exploratores numero quasi mille ?iri in navieulia per
1 sicat decüit et oportnit P, una turria »icut decuii et oportnit M-
terre P< Romane corr. e Romanu H. assignata foit D. Babilonia Fr
Babylon ica M, Babilonia ADH, nunc au lern om. PM. 3 turria etiam D.
4 ]>amiai43 PM, Damiaceno D* Hienigalem M, Jherusalem D. 5 ante
dilueulum Damiatam PM. 6 iorris Buminii capta fuit PM , tturii
capta foit Öuminis i>. 7 Teathonici \\ Theutonici MA, Theotonici D.
cum FrisonibuB PMAD» dedenjnt PM, 9 niunimentum corr, e mo-
nimeDtum H. 10 sunt in ras., ante sunt delet con H, eodem in-
strumento PM< 11 altis PMA. Ecata pendebat AD. 12 edifi-
cantur M. specula eorr, c apicula H. super corr, e stiperiora (?) H.
14 rippam R 15 Saraeenis A> attentatua M. 16 deffenaiia P, tm
om. PM, facto PM, ysua] additGg: capitulum Ixxxix. 17 ynimo D.
Jon] tradidit Gg. Dominum donavit BD. 18 Thants Chriatianit BZ.
ca^trum om. ZFGPAD , civitatem Gg« castrum Tbanis in marg. 2 H.
Tbannift FGÄ, Tamnjs Qg, Thanya P, Thanis MD. NoTembre Z, No-
vembria PD. in — mari om. P. beaii] sancti BZ, om. H. 19 qui
babitaculum suum [om. ß] babct in mari BZ, 20 faerunt Qg^ atmi
om. P, niii^si exploratores aunt Z. imploratores P. in numero D. inj
parfia navicuHe Gg.
I
I
I
I
1
I
241
parvuui fluviuin, qui fluYius Tanis appellatus est, ut de castalibua ttfi
tollerent sibi victualia et situm loci predicti diligenter explo-
rareiit. Parraceni, qiii erant in prasidio castri, visia Cbristia-
nis putantea totum exercitum adventare seratis portia fiige-
nint. Nüfltri vero solum Christum capitaneom ibidem ha-
bentes, erumpeetes claustra iütravenint castrum. Teatati sunt
nobis rede u Utes, se nimKUiam in piano fortiiis \idisse castniin:
Septem turrea habet firnaiasimas teatudinatas^ in 8a per per girura
duplici fossato et utroque mnrato cingitur habens antemiirale.
» Lacns se diffundit in latum per circaitum in tantuin, ut aditiis
eqiiitibus hienie sit impossibilis , estate difficilia adeo, ut per
nostrum exerGitutn obsidione nnmquam caperetur, Lacus pis-
cosua est valde, de cuius piBcariis soldano Babylonis aolve-
bantur annoatim quatoor milia marcarum argenti, aicut a
^ senioribus iudicatum est nobis; avibus insuper et salinis ha-
1 fluTiain panmm Gg. fluiBen BZ. qaod fqui B] RanmiB appet-
latur BZ. fluvius om. Gg. Thannis FGA, Tamiiys Gg, Thanya P, Tha-
nia Mt>, appellatur FGOgPMAD. cas.] villis BZ. 2 tolleret B, sibi
tollereut GgPM. öibi om. ZB, statuni G, predicti loci FGPM^ pre-
dicti om. D. 3 Saraceni GA. visia — adventare om. PM. 4 ad-
ventare exercitum G, advenire Qg. Serratia D. fugieront BZ AD, fu-
gernnt corr. e fugierunt H. 5 Christum bis acrib, D. cap] ducem
BZGg. ibidem om, GgA, babentee ibidem BZG. 6 erumpentea clau-
Bira om. Gg, tempta erumpentea M. ante clauatra delet: claustra in-
traverunt eastrum Z. castrum om. M. 7 pl.] palacio PM, fortitis
ca«trani vidiase BGGgPMAD^ castnim fortins vidisee Z, fortiua caatrum
perspexiaae F. 8 fortissimas ZA. teatudinea F, tesludinatae corr. e
festitodinataa B. deaaper FG, gyruni GgP. 9 dnpplici Z, duplici
corr. e duppUci H. utraque M, utroque aingolare habena antemii-
rale Og. 10 in latum om. BZ, in lacom M. ita ut Gg. auditua F,
additus D. 11 hyeme GGgPM, om. BZ. est autem adeo difficili«
ut BZ. 12 obaidione om, BP, nunquam obsidiooe Gg» corr, ex ob-
»edione H. tocua BZ, lacccua P, lacua iate iste D. piacbosua Gg.
13 piacorÜB B, piacatura Gg. aoldano corr. e soldanua F» aoldano Ba-
bylonis om. Z. Babilonis BZFG^^AOH, Babilonie G, in marg. al.
man. P, Babylonie M. solverentur BZ, annuatim quatuor milia mar«
caruM Bolvebatur Gg. 14 quattuor M. railia om, G. marcas QP,
marcbe M» marcbariam D. argenti om. GGg. sicut — est nobia om.
BZFGGg, aicut om. PM. qnibus G, inauper om. PM. salinua G.
abundat M.
oiifftf. 16
iii9 bundab, casalia imilta per circuitiim serviebant ei. Civitas ^
ante castmm maior Damiata, oliui faiuosa, nunc autem nü-
nosa, magiiitudinem tesiatiir e<lifi€iorum. II ec est Tanis, cniutl
*•■. »T, I* campi meminit propheta: Üoram patrihus eorum fecU tnim-
u,k\. tit,\i iiilia, et Ysaias: MuUi principe^ Tautvs, sapüntcs cotmlifim
Pimraonis dedetrunt consilium insipiens. Hec est Tanis, in qiia
lapidatiis asseritiir Jeremia*^, Destructa ^ enim Jerodolima »J
Bahjloiiiis et Godolia ab Ismahele iiiU'rtecto ^ reliquie popuü^
contra Cüiisilimn Jereiuie profeete sunt iti Egyptum Jeremiam
j«.iii.4ej>*-»fie<:um duceiitee, qui mansit cum eis in Tauis, H fadM» ed
1 per circuituin caaaUa ttiulta M. civdtas autein maior Damiaift
ante castrum olim famoaa 6 , civitas olim famosa maior Bamiata nd
caatnim modo redacta nunc est [etlam M] ruitiosa PM. 2 Damieta B,
Damifitha Z, 3 nmgnitudin^m — edificinrum om. BZFCiOg, magni*
tudiiie PM. teßtrttor om. PM. bec corr. ex huiua 2. est oül Z.
ThuDia BMD, Thanie Z, ThnnuiB FÄ, Tanmis Gg, Thaoja F. 4 cam-
pos FM. memiiut David propheta [David propheta meminit Z, memi-
nit propheta David F] in campothaneos et Ygaiafi BZF, meminit pro*
phetii David [David propheta Gg] et Ysayas Gög* coram — Teaiai
oni. BZFOGg» coram patribus etc. P, coriiin patribua eomm fecit mira-
bilia etc. M, coram patribus eorum etc. A, coram patribufl eorum fecit
jiiinibilia in terra E^ipti in campo TJianeoa D, coram p. e. f. m. H.
5 r»aiaB M, Thaneoa BPMAD, Thaneürum Z, Thanneoe FU, Tan-
neos Gg. 6 Pbaraoni B. consilium infiipiena dederunt, dederunt io
marg* 2 H. hec autem Thants esit B^ hec est autem ThauiH Z. Tban-
nia FÄ, Thania PMDH, Tarnnja Gg. 7 Jheremias Z, Hieremisu M.
deatructa autem ZGgP« deatructa enim olim G, deatnicta e?»t M. Je-
msalem B, oin. Z, Hierosolima M, 8 Babiiouiia BZGGgPAH- Bftbi-
loniß D. Godelia Z, Godol^^a P, Gotholia ADfl. ab] aub Z, om. Q.
Ysmaele FGÜ. Hjamaele P» Yamahele A, Hiamahele BH, HjBmaheleGg.
interfecte Z. 9 Jeremie conaitium» ante conailinm delet propoutum B,
Jberemie conailiura Z, consilium Jeremye P, consilium Hieremie M«
consilium Jeremie [corr. ex JeremeeJ A. profecti Z, prophete, in wax^.
al, man, profecti P, prophete interfecti öunt M. Egiptum ItZFGXIADH,
Jheremiiim Z, Hieremium M 10 Tbania BZMDII, Tbannis FGA^
Taminia Ggi Thanya F. et faetua — Tanis om. M. factum est ver«
bum BZ,
Vgl. Jerem. cap. 52. Der ganze paaaua von hier \m ^pelifit
ose' iat genommen aus Petrua Comroestor. Hist acolast fol. 162*3
Jerem.
I
I
243
^
m Dommi ad Jerennam in 2'anis : Sume lapides (p*andes ei itij
absconde ms in cripta, que est suh muro hiericio in porta dmnus
Pfmraunis etc. Postmodtjm locutus est eis Jeremias: Her fto*^ ■'•""•,?**
Domhms: Ego iuravi in nomine meo matjno, quin Ofnncs viri
Juda, qtn sunt in terra Egypti^ gludio ei famv pt^Umnt, donec
pefiitus consumetitUK Et insurrexit populu^ ad versus Jeremiam
et lapidavenint euTii lapidibiiB, quna absconderat Söb muro
latericio, Egyptii vero hoDoraveruiit prc>phet?im sepelientes
euni iuxta tiimulum regum memores beneficiorum, que presti-
terat Egypto. Oratione enim sua fiigaverat bestias aquaram,
quas Greci cocodrillos appellaot. Alexander auteni Macedo
Yeniens ad sepulchrum prophete cognoscens loci misterium
transtulit ipsum in Alexantlriam et sepelivtt gioriose. Coco-
drillos autem apud Dauiiatam iuvonimus et occidiums. Est
Eutern beätia erudelis, bomines et iumenta devorans^ apertis
0€ulifi solo YiBU ova 8ua foyet Exclusi puUi statim fugiuut
parenteiii tamquam hosteni; quoa enim rapere potest in mo-
mento glutit et devorat. ^
1 DoiDini om* FG. Jliereiniam Z^ Heremiam Gg, Hieremiam M.
Thaoiä BZD, ThauBia GA, Thanya P, in Thannis dicen^a F, in Tani«
otn. Gg, Bume tibi BZ. 2 abscondere Gg. in porta om. H.
3 etc, otn. Gg. ihereiniaö ZGg, Hieremiii» M, 4 doniinuii F^euj« PM,
ego ^ magno om. Z* quod BFGM , qui A, 5 in Egypto Gg.
Egipti BZFGADH, donec penitue bis acrib. Gg. 6 eonaumantur
BGgM, constimnientur ZF, consninmantur P. inaurrexerunt populi H.
adv*] in Z, contra Gg. Jhereaiiam Z, Hiereaiiam M. 7 cum Gg^ eum
om. F, postmiiro delet egip A. 8 Egiptii BZFGADH. vero om, BZMD.
or in honoraverunt BUperscr. H. Bepulcbrüiii BZ. II raemoreB —
Egypto om. PM. 10 Egypto RZEGÄHH. enim al. man. Bupenicr. P.
fugaveront Z. bestias — Greci om. PM. aquarum om. Z, II quo» Gg.
kokodrillos Gg. app.] vocant GGg, om. PM» addit F : De cocodrilUs et
distancia Tamnis a Damieta. Aliexander Gg. aut] vero F. 12 ee-
pulcrum PÄD* et cognoscena F. et agnoscens Gg* conogscens, ga ab
man, P. mysterium M. 13 ips.) eum BZ. Allexandriara GgA. glor.]
addit Gg: capitulam xc. kokodryllos Gg. 14 autem om. BZFPMAD.
invenimUB apud Dam ie tarn [Mamietbam ZJ BZ, Damjaiam Gg. occ]
interfecimaa BZFGGgPAlAD. If) beatia om, Z, cradelia bestia B,
bestia aqaosa P, bestia aqaatica M. deforans A. que solo viBU aper-
tia oculi.'j ova sua fovet PM. 16 visu corr. e viao 2 H, excluaia pul-
lia ZFGg, eipulBia pullia G. 17 x»är,] t^am^ al, man, BUperHcr. P» eam M.
tamq.J quasi B, post bostem deletis duobia verbia lacuaa H. enim om. B.
rapere om. Gg. statim PM. 18 devorat et transgluiit BZ. de?.]
16*
Iflfl
I
40. Distat Tanis a Damiata itinere diei tmiiis per tnare
versus Terrram proniia«ionis, iit facile sit de Accon ve\ de Da-
miata per mare vel per terram ?el flu vi um presidiuiu ibidem
ponere vel victnalia transraittere, Dampna multa Christiaaia
n intulit in obsidione Datiiiaie, quando naves ad no8 accedentefi
vel a nobis recedenteä vi ventoniin delate Buut iüuc. Nam
ante Tanis litiis maris arcuosiiin et importuosum dnarn £acit
atiipkmi et latum, in quem naves devolute sine vento laultuin
eis oportuno recedere non valent.
n> 41. Coradinus ex Egypto reversus in Pal^tinam Cesa-
riense castruiii nbsedit, qiiod erat in custodia regis, ac brevi
tempore cepit illud et destruxit defensoribus illius negligenter
agentibns, qui tarnen fere omnes evaserunt, quia libernm in*
troitum et exitum habebant per mare. Üeinde processit ad
ib Castrum fiili Dei cum toto sxxo exercitii, et considerans illud
ab omni parte sagaciter intellexit, quod comprehensibile non
addit Gg: ad raodum kcerte fortnam habet, quataor haben» cmra ciirta
ei großsa, capud quasi scrophe, magno« habet dentes, mandibalam so-
periorem movet, ad »oleni egreditur, abi quaiidoque iDterficitur, ad-
dunt PM: et cum cetera aiiimalia molam inoveut [fovent M] inferio-
rem» illud movet eontTa naturam 8U periorem*
1 distat autem F. Thanis BZMDH , Thannia FGA , Tamnls Qg.
TbanjB P. itinere diei unius a Damieiha Z. Damieta B, Damyata Gg.
itineie corr. ex itineris H. uniiia diei GPM. 2 sit in marg. 2^B.
Akon BZ, Acon F, Ackon Gg, Acchon M. de om, BZGGg, S Da-
mieta B» Damietha Z^ Damyata Gg. per mare vel per ierram vel pef
fluvium BF, vel per terram vel fluvium Z, per mare vel terram vel
fluvium 6AD, per mare vel terram Gg, per mare per terram fluvium P,
per mare per terram per fluvium M, ibidem om, GGg, 4 ponere
corr. e pauene Z, mittere G. damiia M. Cbristianis om. BZ, intulit
Chrititiani Gg, lutulit Chriatiania A. 5 Damiete B, Damlethe Z, Da^
myate Gg. accedentes Gg. 6 recedentes a nobi» PM. vi] aex, in
marg. al. man. vi G, delateacunt Z. illuc om. D 7 ante om. H,
Thanis BZMDH, Thaiuiia FGA » Tauinis Gg, Thanys F. littut M.
8uum Gg, aitum H, 8 quam B, quem corr. al. man. e quid G. mul-
tum eifl delet al man. Q. 9 eis om. PM. oportuno tempore Z. vaL]
Finis mss. ZGG*j, addit F: tinit, Mnis ms. F, 10 Coradus D. ei
Egypto om. PM . Egipto BADH- Cesariensem M. 11 ac] et P.M.
12 deffenaoribuB PH. ipsiua AF». neggligenter M. 14 habuerunt B.
accesBÜ PM. 15 ultim. i in filit euperscr. H. exercitu auo PM. de^
ftideraufl P, deaiderana obaidione M. 16 ab] ex M.
erat, insuper Templarios ad onine periculum paraioB invenit, ni^-^
qui caatruni victüalibus et omni arroatura fortiura imiiiierant,
Eodem tempore Templarii latrunciilos 8arraf.enorum ab Accon
repulenint viriliter oc:cidendo cjimsdaiii, quosdaru captivando.
ft Coradinus autetn aiixiliaoi pcatulabat a Sarracenis, ut ab ortu
soÜb venientes obsiderent Accon, quod efficere non poterat
propter inexorabileni discordiam principiira terre ipsomni Chri-
stiania plurimtim oportunam, quam caliphus, eorom papa, ao-
pire laboralvat,
lö 42- Anno verbi incarnati milleainio ducenteaimo vigesimo nun
CoradinuSt princeps Damasci, destruxit Saphet *, Fuit autem
hoc castram Teniplariorum firmissimura, quod Saladimis, fla-
gellum Christianorum, per longam obsidionem in tantura ar-
tavit, ut defensores fame deficieutes reqoisita licentia uiagistri
16 tnilitie Tempil redderent illud tyranno, Que vox, que potent
lingaa retexere nobia aine nobia inultiplicata Salvatoris bene-
ficia, quem bonitas inolita et dementia naturaliter iosita, ex-
Iriosecus etiam adveniens eccle^ie continuata supplicatio beni-
gniiatis acnlo respicere castra fidelium smivitate devotionis
9<» induxerunt! Ipsnm oratio lenit, lacrinia cogit, et cnius laudi
non auffielt obstupescena in corde conscientia, quomodo suffi-
♦
I p«riculum om. BD. 2 fortium aufficienter BAD. fortiter M.
mutuerant B, munfverant A. 3 Teplarii P» Templarii — ab in ra-
aura H, latrones PxM. Saraceiioruni A. Acchon M, Accon in marg, H.
4 reppulerunt M. qno«dam occidendo PM. alioa BPMAD. 5 Cora>
dinus corr. e Coridanua E. Saracenia A. ut om P, qiii M. 6 ve-
nientes om. D. obsederant PM. Akon B, Acchon M. eficere P. po*
terant P>1A, inexortabilem P, inorabilem D. 8 opportunaui D,
cbalyphuB P, calyphas M. papa ipBorum PM, papa eoiT* e ppapa H.
9 aepelire PM. laboravit BAD. 10 incarnationia Do mini PM. anto
ducentesimo delet quin M* 11 Coraclinns corr. e Coridanus H. foit
— hoc om. PM, 12 hoc] Saphet BAD. Templariorum om, PM. for-
tiBsimum BA. Salahadinua PM, 13 arctavit M. 15 tiranno A.
ne in que in ras. H. pot] valeat BAD, Itngna valeat PM, 16 no-
bis om. P. sive A» sine nobi» om. M. beneficia Salvatons PMD.
17 que B. inßta P. intrinsecus RMH. 18 efciam om.PM. continna B.
benignitae B, ti in benignitati^ »uperacr, H, 19 osculo D. sua?i*
tatie corr. e anavitatiB et poatea del. ocnlo H. 20 lenit oratio PM,
21 obtupescena P.
' Safita oder CaBtelbLans, vgl. zu eap. 96.
1 potOHt B, potent M. animus D, venamp tarnen BH, 2 co»*
cervari H. admirari M, 3 miracula PM. Tgrabel M, 4 circum-
euütea M, bucinis BD, 5 sepi] octavo H. Jhericho B, Jerico P,
Hiericho M. 7 et om. H. inhertea P, inerte« corr. ex inermes H.
8 nihilominus M, nicholominu8 H. HieruBaleni M, Jherusalem D.
9 Tabor BD, Thabor et M. 10 ante contm delet contra Damia*
tarn H. quoruiidam in ras. B. 11 Altisimus P. adiiuc P, adbnc
et M» ad hec Ä, 12 Thannis A, ThaniB DH, caetrum inexpugrnabÜe
Thanya [Thanis M) PM* victualium corr. e victialium P. 13 tes-
aauro P. obtulifc P. magna P. 14 in deserto plult P, in deBert«)
prebiiit M. ig.\ ergo PM. 15 ante eanctam delet suam B. 16 ei
om. M. äceptam P, 18 recedentes conr. e recendentes H. 19 cor-
rumpunt P, alter, d in reddituri siiperscr. B. iudici corr. e iadicii H,
iudici Chnato PM. nee decipi nee corrumpi [erumpi P] poteat PM.
20 votum ßdum nondnni [non PM] sunt execnti BPMA, votum suum
nondum eiecuti sunt Ü. 21 est om. PM, tiomini est D. Jobannis P,
Joannia M, bominia A. devorare A« 22 excusationem corr. ex exe-
cütionein H.
cere potest scribentis manus airt joqiientiä lingua? Verom-
tameti coacervare Übet et arunürari licet raodici temporis ini-
11 ff. rabilia, que descenderunt a Patre lüminum. Filii Israel pre-
aentes erant circueunteä cum archa l)omini dangen tes buccinis
IV et septimu die vociferantes, quaiido cecidernnt muri Jericho,
nt populus Domini liberum haberet ingressam. Nos aiitem
dormitaviraus ante Damiatam piisillanimes et inertes, ad otiiira
nnaiiimes et torpL'ntes; nichilominus ceciderant muri Jerusalem
et montis Thabor, Saphet et aliariim munitionnni nobis hosti*
10 liter adverBaiitium, insu per Damiatam contra voluntatem quo*
raudara Psendocliristianorum nobis donavit Altissimus, ad hoc
Tanis castrum inexpugnabile cum yictualium copia in ho^tili
terra de thesauro aue largitatis coutulit, qui raanna de celo
cnUoribiis suis pluit iu deaerto. Patet igitiir oranibus, hanc
16 peregrinationem satictam Deo gratam esse per evidentiam mi-
raculorum et acceptam. Erubescant et coufundantur, qai sti-
pendia summi Re>(i« recepenrnt ab ecclesia et negligenter mi-
li tan tes vel ante tempiis recedentes peregrinationem snam cor-
ruperuiit rationem reddituri iodici, qui nee corrumpi nee de-
ao cipi potest Excitentur pigri, qui nondum votum suum sunt J
10.« eiecuti. lluina fuim rst innuini dtv^ottire mndos d post votum "
reiradarf, Quam excusationem aÖerent in die tribulationis et
I
I
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247
auguatte, qui labores Bliorum abstulenmt ^ interficientes nni-
mas, qiias veri predicatores vivificaverunt, qui proprie consu-
lent€ä avaritie «igDacnlutii crucis de hiimeria miseromm, qoos
voti fecerunt transgressores, tulenint? Revertantiir etiam ad
6 mentem, quos accusat reattis, convincit conscientia pro eo, qood
falsfts cauaas paupertatis vel debilitatis allegando religionera
examinatorum circumveneriint, quia soliog Dei secuodiim veri-
tatem mt iudiciuni, Defraudatores antern elemosinanim, que
cojlate fnerunt in Terre sancte siiccursum, quia mentiti Spi-
10 ritui sancto cnlpas suas texerunt, cura Anania et Saphira •
portionem habitiiri peribunt et cum Juda, fnre pessimo et Do-
mini 8ui proditore, punientur gehennaliter, quia proditores
Christianitatis stipendia militantium sibi retinuerunt dantea
aninias pro rebus transitoriis, quarum furtum suggessit cupi-
16 dita^, ifiimeniores Jerusalem matris nostre, que prostrata ia-
cens in terra erigi desiderat a redeuntihus de captivitate Ba-
by lonica. Conaolare, ehäas Ihi^ quin naiiöne.s €j: longinquot^^^
ad ie venient' et munera deferenies adoraimnt Dominum in te;
maledicii rrunt^ qui conk-mpserunt fe, et condempnatij qui hlas-
ii^ fematwmnt t-e, Benrdidi tjaudvhunt^ qui reparaverint te. Tu
autent hiaberis in ßlis tuiji, d beati omnes^ qui dilujuwi te ei
gauäimt super pace tun.
1^20
n
l abstulerant corr. ex abstuleraiit H, 2 vi in vivificaverunt ru-
erscr. H. 3 dgna PM. predicationia et cruciß H. 4 Totis P» Toti
postea addit 2 H, 5 acusat P* quos vincit B, quoa BA, 6 cau-
sas om. PM. paupertates PM. religioiie M» relligionem H. 7 exami-
natorum in ras, B. circonvenenint P- 8 e«t om. M» antern om. PM.
elemotiittarum B, eleetnosinarum M. 0 «ancte om., in marg. al« mal*
n P. mentiti sunt PM. 10 Anaiiya P, Saphjra P, Sapphira M,
1 portionem conr* e portiorem P. peribiint corr. e perribunt H, et
om. B. 12 Dom-] deinde BH. suo D. proditores B. iebennalitor BP.
13 ante ChriHtiunitatie delet niili B. niilitimi H, 15 Hierusaletn M,
Jherusalpm D. iacet corr. e iacebat H, 16 in terra om. PM. deaiderat
corr, e desiderans H. redeuntibus de in nie. B. 17 Babilonica BADH,
Babilonie P, Babjlonie M. Dei] Doiiuiii PH. 18 Dominum oni. H.
19 erant om. H. contempserint BAD* dampnaii B^ dampnati — gau-
debunt in raa. B. 20 blaijplieiii averint Ä, fe in blaBfeinaverunt su-
perscr. H. reparavernnt PM, repparaverint corr. e repparaverunt H.
22 pacem tuam BPMADH.
Vgl Dzech. 23, 29. ^ Acta apoat. 5.
248
4*3. Faciam est vertenie anno, quando solent reges'
bella procedere, quod Johannes rex Jerusalem casira fideliim
reliquit* multaa causaa pretendens iid 6XCU8iitionem sui et festi-
natum reditum promiiteos, anteriorum oblitua ad posteriora
ft se convertit. Aperiente man tun Domino, qiii portuni Damiate
replevit ubertate frumenti, vini et olei adiuncta peregrinornm
et equorum copia nnmerosa, nt ad progrediendum in negotio
feliciter inchoato ouUa locum habt*at exciiäatio, superTeneruDt
in eexto passagto Mediolanensis ' et CVetensis archiepiscopi,
»0 Faventiiius ' et Eeginus * epiacopi et nuncii re^a Fretherici
defereiites Iitteras cum aureis bullis et adventum ipsius an-
nunciantes. Aderat Brictienais ^ episcopus et Italic niilitia oo-
piosa» Legatiia autem non sine magno gratie considerans pri-
vik'gio, diviijo munere sufficienter fuisse provisnm in omnibua,
Jf^ que requirebat negotii pruceasus, angebatiir dolore, qnia tem-
pus inutiliter preteriit et oportunitas tanta periit. ünde con^
vocatis maionbiis ipse primo loco, deinde Mediolauensis archi-
episcoptis et alii siiuiliter episcopi persuadere atudebant pro-
gressum contra soldanum, qni castra aua posnerat super Ni-
20 lum itinere diei unius a Damiata. Sed milites habita delibe-
ratione huic exhortationi contradixerunt lianc maxime causam
pretendentes, quia rex Jerusalem aberat pro sue roluntatia ar*
bitrio nee aliua princeps aderat, cui gens diveraarum nationum
1 actum B. est autem M. quo PM. 2 bellum P. quod ool
BPDH. Joannes M, Hienisalem M, Jherusalem D, 3 reliqmd BAH-
tum in festinatum in ras» H, 4 promitens P, 5 portam D, 6 aber-
tati D. vini frume^ti et olei PM. 8 babent B, haberei corr. ex
habebat H. 9 Coetensia H. 10 Favenenia BM, Faven«i« PB» F«k
nensis Ä, ReginensiB PM. Frederici PÄD, Federici M. 11 literai
PM, bullk au reis M. nunciantes A. — Finü ms, A. 12 episcopat
Bnctienai« PM. Ytalie P. 13 considerans non sine magno gratie
privilegio BPMD. 14 ßuficienter P. 15 angebantur B, angebatarD.
quod BPMLX 17 Medidlanensis P» 18 episcbopi P, persuadere
corr. e persuaudere H. atudentes PM. 19 Nylura P, 20 unias
diei PM. sei P, 22 quot! PM. HieruBalem M, Jherusalem D, pro
sue in soperior. marg, 2 H. 2ä princeps miliiaria BD, princepa mili*
tans PM. adveraorum B.
<
^ yEstoire 349 aetzt aeine abreiKe auf ostern, d. L man 29.
^ Erzbischof Heinrich von Mailand. ' Bischof Roland Yon Faensa.
* Bischof Nicolaus von Reggio. ^ Bischof Albert von Bresda.
249
obedire vellet ail ediicendum populum Domini; et sie concor-
dabant ad otium, ex quo mala mtiltiplicata sout in castris.
44. Mense Julio supervenit comea Matheiis de Apulia
cum octo galei.s, quarom doas corsarias iosidiaotes Christianis
ft cepit in via maris.
^^ 45, Erubeseat humane presymptionis temeritas, que de
^■boIs vel alienia viribus failaciter coiifisa patenter plerumque
confunditnr sicut in prefato coraite patuit, cuius adventum
precurrens fania crebris rumaribEs iiunciavit et quasi per eum
10 negotium procederet, uccasionibus dilatonis differebatiir pro-
gresauH. Sed periit memoria taute spei cum sonitu, iiec tarnen
per comitem stetit, quominus spes ad eiFectum perduceretnr
optatum^ cjuia teste legato voluntas eins prompta fuit, appa-
ratua etiam» quem adduxii et quem postmodum adiunxit, luxta
?ß militarem discipünam omnibus apparuifc magnificus. Preterea
moram in exercitu fecit utilem ac officio militis Christi com-
petentem. At postquam ipse pervenit Damiatani, legatiis cum
eis, qui maiorem zelum habere videbantiir de omni natione,
qne tunc in castris erat, ac ipso comite Matheo, qiiibus ex-
to pedire videbatur progressus contra regem Babylonis, consiliura
habuit. Deinde principes ac duce.s multitnrJinis convocavit et
in Aennone pubüco populum torpentem ac otio deditum exci-
tavit ad laborem. Sed maiores, presertim Francigene^ huic
persuasioni hoiieste contradixerunt, comitem de Arundello \
26 maiorem inter Anglicos, et nobiliores inter Teutonicost ad ini-
I 1 c in flic superBcr. B. 2 occium P. mult] plicata saut mala PM.
I ta m multiplicata Huperacr, H. 3 Julii D, Apulea B, Apulia corr.
I ex Apulea H. 5 mar.] addit Rottendor6ua in marg- H : liucueque
JacobuB de Vitriaco pag-- 1145 ^ — Finifi mss. PM* 6 erubescebat B.
de] in BD. 7 que in pitrumque postea addit H. 9 fama precar-
reiw BD, 10 differebatur progressns dilatorum B, 11 nee — com-
petentem om. D. IB prorate B. fuit om- B. 14 quod B. et et H.
quem om. B. 15 aparait B. 16 convenientem B, te in corape-
tentem superscr. H. 17 At] nam BD» 18 videbatur IL de] ex B*
! 20 Babilont» BDH, 21 et] etiain BD. 22 in publico Bermone B.
2S Francigene corr. e Francigeni B. 24 honeute perisaasioni BD,
contra diienint impndenter BD. 25 nobiliorem H. inter om, BD.
Tteotonicos D.
I ' Graf Wilhelm von ArundeL "^ Nftmlich in dem druck bei Bon-
gars^ GesUk Dei L
isto
ifto pediendmii le^ati propositiini efficaciter inducentes. Inter aui
frivülas causas regis Jobannis absentia allej^abatur frequeutius,
qui contra pactum simm, qiiod apud Accon peregrinis in Egyp-
tuüi navigatariö t'ecerat, ut vivua et sui iuris ipsos noa d&se-
6 reret., contra spoiisionem veniens rediit in Aircon, Christiatii-
tati^ Don agend ne^utium versus Armeniam se preparavit sc
iter arripnit Filiam enini Levonis ' Habens regis Armenie
defuncti nxorem regninn ut dicitur attVctavit regionis illio»,
sed spe sua frustratiis a barouibiis Aruieniorum nou est ad-
10 nai88ii8, Eodem fere t^^mpore regina cum parvulo filio regia
diem cbmsit extrem um. Riipiniis etiam princ^ps Antiocbenos
idem regnimi ap[»etebat^ quem catholicos, primaa nominale
geutis, in Thanjo civitate potenter obsedit; et comprehensus
et iocarceratuÄ ibidem vitam finivit, Favens autem iuniori
ir. tilie Levonis* regis, cui pater ante mortem suaui principe»
regiii iiirare fecit fidelitatem, catbolicos tempore niodico poit
defunctus est.
46. Legatus post crebras ammonitiones pnblicas etpriri
dolens tarn copiosum exercihim stationarium esse et non progr»-
5tö sivum et in proxiino passagio fore retrogradum, operatiotiis ex
emplo iandem alios ad sequelam cepit exhortari extendi facieo^
tentoria sua in loco campestri; sed in tan tum prevaluit contradictio
maiorum, ut etiam stipendiarii quidam Gallici et Teutonici, qai
soldos eins acceperant, procedendi laborem impedirent. Quorum
36 quidam excommvmicati, alii postmodum excominunicandi coiifusi
«
2 frivola B. abstmtia om. B. 'S Aken ß* Egiptunt BDU.
'l non superecr. U. 5 in ora. B. Akou B. 7 arripuit corr, ex
aripuit H. Leonia corr. e Lenonis H. regiii Armenie defonctf uxorem
habens BD. 9 baronibua corr. e baranonibua H- Armenoroiu B,
10 eodem — extrem tita om. BD. 12 petebat B, om, B. calholicon
BD, OB in ras, H. pri in primaa in ras. H. 13 Tarso B. et super-
8cr H, et — finivit om, BD. 11 autem om BD. 15 Leonis corr
e Lenonis H. princii>e8 com e princepa H Di catholioos — de-
fmictuH est om. BD. modico corr. e medicü FL 19 esse oni. H.
23 Tbeotoüici D. 24 aolidos D.
* König Johann war mit Stephanie, einer fcochter Leos H (f 1819) i
verheiratet und wollte.» in ihrem iiÄmen von Armenien beBit« ergreifen; !
es gelang ibm nicht. Wegen der abfahrt Johanns vgl. zu cap* 43.
' Isabella, vgl. auch cap. 88.
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I
rr»-^
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2S1
sunt et accepta stipendia pro rata t^mporis restituere eompelle- msio
bantur. Italici militas vaiia specircouivenenint relit^onem legati
promittentes progressionis auxilium, srd filii Efrem iHtendentss i*»'^'i>
d mitteitfes an um common sunt in dk hellL Aspicientes eiiim
6 manifeste legati coiistantiani et itmens contra soldaoum au*
daciani prescriptii contradictoribus consenserunt disRiiadenies
progressum, cum tarnen nee militum nee satelJitum copia de-
esset Christianis; habnodabant galee, preparate sunt barbotte,
aderat sagittariornin inynerosa mnltitiido, victualiura habun-
i^dantia, locns oportunns inter fluviuni a dextris et lacum a
Hinktris, quasi Dom iüus nobis loqueretur: i^uid vst^ quod ddmi ii«i. e, 4
ultra facere vinee niee et noti fecit ei ? an qaod exspedai% ut ja-
trrd uviis d fecit hhrHsca.s? Nam preter alia, que sufficienter
a Domino provisa fu<*runt ad expeditionis profectiim, aicut ab
)6 exploratoribus nostris didicimus, rex Babjlonia inodiciini tunc
habebat auxiliom et Boldewinonim^ adiuucta fuisset nobfa
multitudo nimia uxores et liberos obsides datura, si viriliter
egiflse Ghriatianos experimento didicissent, sicnt per litteras
eorum et nundos iiitelleximus. Et hoc probabile videbatiir,
Bio quia soldano serviant in iingaria; ipsi quidem olim domina-
bantur in terra Egypti, douec a Saladino potenter oppreasi
disperBi sunt per solitudinea deserti,
47. Legat US post multas fatigationes, quia voluntariam
dequelam noii babuit, presertini quia fluvius iam crevit^ re-
I tt gresaus est ad antiqua caatra in publico sermone multum sua-
dens auctoribus impedimenti, ne opus Dei feliciter inchoatum
l r in reUi^ionem in rft«. B, relligionem H, 3 KflPreni D, in.
et m. a c. 8. in d. b. H. 6 disuadentcs B. 8 inter preparate et
sunt raaura B. bsirbote corr. e barborte U. 0 iiderant H. victua-
üoriim B. in habundantia B. lO a| ad H. 11 nohl^ r>oiiiinus D.
ultra debui BD. 12 ei om- H. VA a Poraino aufficienter D 14 ad
BUperecr. H. 15 a in exploratoribus Buperscr. H. Babiloaia BDH.
16 Boidcwinonim BD, Boldewinorum corr. e BaUluFinornm H. 17 mul-
titudo nobis adiuncta fuisBet B, nobis maltitudo adiuncta faisset D*
nim] in via BD. 18 aic BD. per littera« et niineios eoruiu B.
20 qnod D. servivit H. Biquideni BD. darapnabantar B. 21 Eg^ipti
BDH, 24 presertim — crevit om. BD. 25 bublico H. 26 auct]
populo B.
' Beduiaen.
252
tt«o perficeretur, ut ae ipsos ditudicarent, ne a iudioe secretor
graviter iadicentiir.
48, Nullua enumerare valet corruptelam exercittis nostri
past Daiiiiat^m n Deo datarii et rauiiitionem Taneos snporaJ-
ö ditani. Inertes et effeiiimati commesaationibiis et ebrieiatibu^
fornicationibus et adulteriis, furtis et lacris pe^siniis iofectij
est populns. Postmodiim ^ quidam ex uostria profectt stmi
per dietam mmm in temim hostilein rediicentes captivoa, bo-
vei^ et eqyos, Deinde Teinplarii tuei suo speciali coinitatu
0 veloci Giirsu processerunt ad oppidnra niaritimum, qood Broil
dicitur, et adduxerimt spolia uvulta, camelos circiter centum,
capti?OB totidem, erjuas, nmlos, boves et asinus et capras, ?€
ates et auppellectilem niultam infra duos dies naturales reven
sed propter iuopiam aquanim multi eqiii cum molis defererud
6 in via, ipsi tarnen iiicolume^ regressi sunt, Domus Teutonic
cum miiltis aliis occurrit eis pre gandto, sed moram faeiens
post terguui ipsorum (ex qua causa non satis constat)« Teloces
equitan Tureoruni aggressionem contra eos fecenint super mare.
Territi vero de aliis nationibus fugerunt ab eis, sed Anglici
[0 et Flandrenses et Teutonici et Robertus de Bello monte' «^M
pervenientioni sustinuentni iiicursum, Preceptor et mar8calcii9
eiusdem domus cum aliis fratribus et militibus sectili ferme
vigiuti capti sunt, equi fugientinm et sese defendentiura inter-
fecti sunt multi, quia nostri non ad pugnam, sed ad excipif
2 graviter oiii. BD. iudicarentur B. 4 adeo B, Thaneo»
5 effeminati coit. ex effr*mati 2 H. ei) ac BD. pessimig corr. e
simum {?) H. 7 simt superscr. H. 10 ad oppiduin om, D. it
maritim um aiiperscr. B. Broyl B. 12 captivoa totidem om. D. ho-
vea muloa B. et capraa om. BD. 14 propter velocitatem ourttis
aquarom inopiam BD. equi multi BD> 15 tarnen om. D. reverst
Tbeotonica D* 18 Thurcorutn 0. agi-easionem H. super superscr.
\9 ante de delet de illia D. fugierunt BDH. 20 Flaijdren«ee et Tfl
tonici, Anglici et B, Flandrenaes et Theotcnici cura AngUcis D. et
— niont-e oni. D. 21 in ia incursum supericr, H. et occi« sunt voL
capti preceptor H» et occiai vel capti sunt preceptor D. et om.
marOBcaluö B. 24 excipiendam corr, ex accipiendam H.
' Im juli. Broii weatlich von Damiefcte, heute Burloa. ■ Nia
»u verwechaeln mit dem vicegraf RadulfuB, dem bruder des bischo
von Anjou, der am 211. auguat 1219 gefangen worden war, vgl cap.
253
dum Templarios ftierunt egressi idet>que baliatariis ei arcüariis
carebant.
49. Meiise Augosto applicuerunt Damiatam cjuatnordecim
galee a duce Venetorum transmiase pariter et armate, qiie
6 modicam utilitatem attulerunt Chri»tianis* Nam rex Babj-
loDis triginta ires armavit galeas eodeiii tempore, qiie nobiB
inestimabile dampnmn iiitulernnt. CeperiiDt enini navea mer-
catorum cum ijisis homiDibus, qoe victualia versus Damiatam
afferebant, peregrinos etiam captivos duxerunt naves Bpoliante«
10 et comborentes. In vaser tint insuper navem magnani^ que co-
mitem Henriciira de Zweriii ^ et alios nobiles Teutonicos de-
ferebat ad dos tendentes, sed ipsi viriliter se defenderunt et
multis piratis iiiterfectis et sauciatis evasenmt feliciter per-
dito scalandro uno de domo Teutooica cum liordeo» quem con-
16 sumpsit igiib Orecus.
50. Casum miserabilem hie interpoliere cogimur. Cornea
Tetheras de Cathzenellemboge ante tempus passagii cum magna
inultitiidine peregrinonim a nobis recessit multum exoratus et
ammonitiis a domino legato ^ oe navem illam asceoderet, ni
1 $9 profirisci vellet Thessalon icam, ned sine diminutione exereitns
I cum paucis iret in minor i vase. Ipse vero cum domino naWa
et multia peregrinia irrevocabiliter iter arripuiti ideoqiie lega-
tös apoj?tolice aedis navem lUam maledietam excommutiicabat
et omoes navigantes in ea. *iue prope Cyprum incidens in
1920
AugDfll
l arcarüa D. 3 Atigusti t). 4 YenotoruDi ß. 5 Babilonis
flDH. 6 dua» BD, trea superscr. H. 7 inhostile, sed hostile del.
et iii marg. al. mait. estüuabile B. 8 deferebaDt versus DaiDiatam BD,
9 comburetitea et apoliantes D, 10 navim BD. 11 Heinricum B,
Hiancum H. Zuerin B, Zwerin corr* e Werzin H. Teotonicoa in marg,
ul. lüari. Bt Iheotouicoö D* 12 tentendes H. defendebant B. 13 et]
ac BD. sauciatis corr, e aauaiatiu D. prodito D. 14 Ibeotonica D.
17 Tbotenia B, Retbenis H. Cazenellenboge B, Catzeiieltenboghen D.
miiUa D. 18 receaßit a nobia BD. 19 navim BDH. 20 TetJ^a-
loaicam B^ TbesBalaniam D. 2^ navim BD. excommunicavit ß.
24 im bis Bcribit D. Cipram BH.
' Graf Heinrich I. von Scbwerin, bekannt dureb die gefangennähme
des königs Waldemar von Dänemark 1223, vgl Mecklenburg. Jahrbb.
1848, 13, s. B. 815—8» ^ Diether IL von Kakenelleaibogen, er kehrte
1222 heim.
U
ifto piratas conibysta fuit,
frag US evasit
51. Qalee Venetor um et aliorum invifcate ad accelemndftm
iardius egre.s.se ssimt de portu Daraiate tendentes versus Be»-
h situm et Alexaiidriaru, poskjimm prescripto modo dampnifi^i
auJiius a Sarraceiiis.
^2. Coradiniis inertiam nostram cognoscens de Syria
gregavit exercituni et Jerusalem eivitatem Dei viventis ante de-
ätructam ampiiiis deatnixit, cisternas pHus repletas disaipavii,
11» coltimpoas roarmoreas asportari fecit Damascum et per montana
Palestioe gradieiis et campestria, arbores fructiferas et vineiw
vastavit» Templarii intelligentes, quod Castrum filii Dei vellet
obsidere, turrim IHatricti desertam in auperiori parte destruere
ceperitiit, Ipse vero |>üstmodum superveniens equavit eam sölo
iB succidi^s litirtuni poniit'eruiD airtepositiim, tandem obsedit ca«struui
cum Turcorum multitudine ordiuem iabernaculorum suonim ei-
iendens a fiumine usque ad salinas. Hane aiiiem sumpsit aa-
ktober (laciam ex eo, qu(nl intellexit, circa priocipium Üctobgs septi-
uium pas.^agiiim tarn iiiüdiciiin fui^se; iirm enim credioins tunc
20 cetitum miiites ctnii militaribus armis et equis in anxiliüm M
nostruni adveniase. Pnpuli autem Accon ad Daniiatam appli-
cuit maximu iiiultitudu per senteutiam ecclesiasticam de fini-
bus suis expulna. De illa vero immeroi^itate licentiati sunt
ad redituDi, de quorum paupertate nobis constare poialfc, alü
2R ad ciimuluüi sue perditionis sine li*ietitia» alü per fraudem ex*
torta licetitia redienint ad propria. Faiici vero, qaibus erat
mens sanior, ool)iscuni renian^erunt in exilt(»,
63. Coradintis obsidione firmata metnens excuräum ca-
strensium fossatum tiert iussit inter castrnm c^t sua fcentoria,
1
7 Siria H. 8 Jhemaalein D. ante ante delet obsedit U. 9 dii-
eipavit corr, e di»eipavit B, 11 campegtri B. 12 väst] cl«struxit WD
\2 vellent D. VA ante destruere delet deeertam H. \i ante eam
delet a B. 15 hört.] pomerium BD. po mit er um gm, BD, 16 mulU-
tudine Turcorum B, Thurcorum multitudine D. 17 saL] addit hie B;
circa Octobris principium , addit iiic D: circa prineipium OctoWis.
18 prineipium in marg. 2 H. circa prineipium Octobris om. hie B.
2€ centoa B* 21 nostruni om. D. ad in advenisse pottea addit \k
popnlarium D. ante U. adj ac B. 22 multitudo maxima BO^ ecle- j
siastieani IL 24 nobis om. D. 26 mens erat U. 28 finita B»
255
erigens trahucolum nniini, petrarias tres, maiigonellos quatoor»
diebna ac noctibus ictibus m ach i Damm muiritionem infestaiis,
sed de fcorribus novis ac miiro mwlio nei' unum lapidem de
sao loco movere valnit. Trabnciilus anteTii castri cum petraria
5 iuxta se p08ita ac matigouello trabuculum hostium ei petra-
riam concutiens fregit In palatio etiam Templarionini ibidem
quatuor milia bellatorum cottidie reficiebantiir preter illuSj qiii
propriis sumptibiis ad defensionem et pro vendendia victuali-
biiÄ de Accon advenerant, Legatus vero reginam Cypri ' ac
10 barones Sjrie Christianos per noncios et litteras festiiianter
invitavit ad sEbveniendura Christianitatis mimitioni, Magister
Templi cum probata iDilitia Teraplariorum licentiatus a le-
gato pro taota necessitate re versus ad eastrum cum Coradino
pijgnare diaposuit. Cyprenses vtTO milituiii ac sumptimm
16 tnagnam adduxeriint copiara; Tri pol ita im 9 * similiter et domi-
niia Berythi ^ Guido deöibellulo* ctuii atii« polania alacriter
se preparabaiit ad soccursiim. Qüod iDtelligens Coradinus
per exploratores et Christi anoram proditores necesaitate metus
compulsiis turpiter ab obsidione recessit, multym a castrensi-
n bus danipnilicatus tarn in hominibus quam in eqniy, Ipae
vero sicot süperb iis et arrogans comminatiis fuerat, ae caatrutu
comprehensurum per obsidionem longam; sed divina virtua
eum recedere coegit combuatis caatris propriis circa Novem*
1210
l trabueculum B, labernacahiin DH. tnaggonelia« 8, inagonel-
las H, 2 ictibuB ohk B, ictiboa machinarum om. D. 8 nonia B.
4 vaL] poterat B. trabucculus l\D. cu in tiabuculus süperscn H.
vero B. tnaggonello BH 5 trabueculum H» trabucoluni D. 6 con-
ctitienfl om. ß. cotifregit BD. ibidem om. BD. 7 cotidie B. ülo B.
9 Cipri D. 10 Sirie H. et] ac BD* t2 a domioo legato B, 14 pa-
gnare al. mim. postea addit B. Ciprenfle» B. vero] emin BD. ac]
et BD. 15 adduxL^rant D, TripoUtani BD. IG Gidu B. poloiiia BD,
polonü corr. e colonifi H. 17 u in Coradinus »upersLT. H. 18 et]
ac B. 20 üaiiipnificatua a na^treusibus BD. ante equis delet bomi-
oiboe D. 21 cominLnataa fuerat om B.
* Alice, die witwe dea 1218 gestorbenen königs Hugo (vgl cap- b),
eine tochter des grafen Heinrich von der Champiigne. * Boemund IV.»
zagleich fürst von Antiocbi«i, Du Cange n, a. o. s 203. ^ Johann
von Ibelia. * Zwiacben Tyruö and Berytua gelegen.
bris principium. De castri autem defensoribns molti sauciati,
pauci vero defuncti sunt Protegat Altissimus haue doiuum
in honorem filii Dei conötructam Sarraceoia odibilem^ Chri-
stiatii» amabilem tanqnam antemorale civitatis Accon ! Super
muh. «», «1 muros eius sit aiigelorum custodia t^que ad coftsumtruitwneni
^yh^tut^iisemdi ! Sane fidmiam imhemtis in doniino JJw^m^ qQoniam qni
cepit inimkos crocis couterere stabil is in gratia sua tempore
beneplaciti sni perficiet. lani eiüm ultioiiis divine certum per-
cepimus argimit^ntum, nam in obsidione castri, dicut ab ex*
t^ ploraioribua noatris didicimus et strata ]>er campos cadarera
visibiliter iwtellexioma, iriterfecti sunt ibidem tr^ ammiraii,
ducenti Mameloti in armis doctissimi ; arciiarioriim vero et in
machinis trahentiuia pereraptonim a balistariis nostris, qui
fuenmt treceuti^ niilla computatio fuit Uno etiam die inter-
" fecti sunt equi centum viginti magni precii, inter qiios erat
onuB qimiuordecim miübus dracmarum emptns, quem Seraphus
äoldaoua Alapie cuidam amiraldo pro miinere misit; aliomm
eqiiorum iiisuper et canielüritni plurima dampna suatiDueront
Sarraeeui,
54. Menae Novembri doinimis Frithericos, filius impera-
toris Henrici^ toronatiis fuit in imperatorem Rome sub Ho-
norio papa in magua concordia regni et sacerdotii ac pace
Romanortini, cruce signatua ad aubsidium Terre sancte prepa-
rans »e, premittens etiam dncem ßawarie \ qui venit Damia-
*
1 priucj iaittum BD. mülti sunt sauciati eed aullus mortans pns^
ter unum BD, 2 pauci — sunt oro. BD. 3 honore B. 4 Acoo-
nenäi» Bö. 5 comsummationeDi B. (> quoniam om. D. 7 itt «aa
gratia D. 8 perficiat B, 10 cadavera plurima t). 11 trea] qm-
ttjor BD, ammiraldi D. 12 ducoi^tn Mamelon al. man. poetea ad-
dit B. 14 nulla fiijt computatio B, nulla — interfecti Bunt ojii. D,
15 caiitam viginti equi B, centuni viginti om. D. vigiota H, emtj
fütt BD. 1<> uima in marg, U. cutu qtiatuordecim D. dragma-
rum BD. 17 ßold.] dominum Ü, oiu. B. Halapine B, Halappie corr.
ex Halappine, ha in raa. 11. aromLraldo D. pro munere om. D, alio*
rum etiam D. et om. D. 19 Sarr,] hie seqaaniur in B epistolae
aoldano Egypti et doctoribtis Egypti ab Olivere Bcrtptae; quae eequun-
tur in D vide in appendice in fiue hiütoriae Damiattnae posila«
20 Meuse — adducens copioBUm om. B.
^ Herzog Irudwig von Baiem,
I
£0
(
257
taiu anno Hiillesiinri rluceutesinio vigesimo primo in passajt^io
octavo cum Pattavensi episcopo ' , nmrchione de Hathc % eo-
mite Widone de Breveiina*, aliis iiobilibus mense Maio. Hiiic
düci cominisit vicem siiam iniperator, donec personaliter trans-
6 fretaret, Porro legatuB apostolice sedis eonsiderans temporis
oportuni tatein et otii dispendiuni iterum tractare cepit cnm
duce de negotiis beUicis, pro iiuibus promoveodis morani fecit
in Egypto. Inatitit preterea dux prefatus, nt castra aoldani
populus fidelinm aggrederetur, priysquani fluvins anlitoni au-
10 meret iocrementnm. llpde cominnni cünsilio baronuiii, mili-
tom ac populaniira explicare cepinius tentoria super Öuviuni
extra castra mense Junio in festo apostoloriioi Petri et Panli,
Deprebensum est aasertioiie Beliiacensis electi et aliorum, qui
in captivitate detinenlur, plarimorum eiiam relatione, quod,
lö 81 legatua non fuisset prepeditns per coDtradictionem eornm,
quorimi snpra mentionem fecirauB, sed, sicnt ordinaverat, con-
tra soldannni processisHet ante vel post increnientum flurninis,
tjgyptus in sorteni Christianorum deveniaset. Tunc enim ma-
iores Egypti discordabant a suldaoo, et sicnt Raab meretrix
so huinanitatem popolo Dei snpplicans pro ae et pro domo sna,
sie Egyptii enienia miserunt et munera nostris captivis in
Kairo snpplicantei^, ut eis niediantibns apnd Cbristianos vic-
ti>res misericordiara invenirent. In octava apostolornm feria
tertia legatiis preniisso tridnano ieiunio et coadnnato clern nn-
34 dis pedibus cnm archiepiscopis et epiacopig vexillum aabitifere
enteis processionaliter extra Damiatam detölit ad castra per
ascensum tlnminis callocata. In crasiino rex Johannes Da-
miatam rediit comitatum adducens copioaum.
^n\
P
k
2 Battavensi H, 6 tu in opportunitatem auperscr, H. B E^pto H.
0 agrederetur H. 10 consilio corr. e consilium H. 12 Junio super
de!et. Maio H. 13 apertione H. 18 Egiptus 11. 19 E^pti H,
21 Egiptii H. v in captivia auperscr. H 23 feria in marg. H.
^ — _
> Ulrich II. vou Paasau. stirbt aaf der heimkehr 1221 Oktober 80,
fgi Ann. Clunstroneoh. in Mon. Öerm. S8. IX» b. 023. ' Markgraf
Hermann von Baden ist gemeint (Röliricht, Tieitir. 2, 8. 365j. ^ Röh-
rk'htt Kej?^, rej<ni nieroa- a. 250 zu nr. 043 vermutet, dass er eine per-
mn ist mit Waltlior von Br^ne, dem neuen do« köni^^s Johann von Jß-
msaleni.
OllTCT, 1 7
k
258
tu 'aVi la '^*^" IncifiUtmctntHifJrha, dicit Dominus; rnr rv/cj /ti
j««i4«. 10 Meiim ^ est doiinnium in regnis hominum, mimlium i
ur^m, 49, t^skihit et ownis voluntas nun firt: mm c^t, qui reswtcrc vnl
i-r..» ti H *^ÖM* ***^^^' ^^^^^ ^'"^^ sapientia, iton vst pmdcntia, non est coii-'
eä,u iK n süium contra dispositimumi> voluniatis mec, Tamquam 9HommM
tum biahre sie est atü^ nie arhis iemirum, et tamqmim fßiUa\
mBm^. w» it roris antefumni, ([Ut* dcscendit in ierram. Quin dicet mi/ti, qui^
Ir.. M. »I yV-m^j.^ atd qui^ sMnt eontra iudtcium meum':f^ IfttHmi David}
10 sirtmm mmm, oleo sanäo meo unxi eum regem IiidoruQ], cui^
precepi iniiirias meas vitidicure, contra bestiam tot rapitiim in*
aiirgere, ciii contra regem Pf/rsarum victoriuni coDtnli, niagnam'
partem Asie pedibus eitis subieci, Rex Peraarum in mmiani
elatus superbiarn Asie monarcha esse vohiit, contra hunc re%
ift David^, quem dicunt filiiim Joliannis presbiteri, pri!nitia.s vicJ
torie tulit, deiBiIe reges alioä sibi subiugavit et regua, et Hicittl
faiiia celeberrima minciante didicimiis, non est poteststs super]
terram , que ipsi valeat resistere. Ei^ecutor creditur esse di-
vine vindicte^ malleus Asie.
2'> 56. Sane pöst captani Damiatarn legatus apostolice »«dia
recitari fecit in auribus miiltitiulinis aumnmtini et Interpret»»
tive libnmi Arabice öcriptiim, coius lonsiderantes et contem*
plantes [igaturam cum cartia vetustum inveniinus euDduiti. Qu
Liber Clementis* intitulatur, scripttis ut aiunt ab ore principii
3fr> apostolorum ab ipso Cleniento de rtivelationibus factis Petroj
inter resurrectionem et ascensionem a Domino. Incipit aiitein'
0 dispotioncm H. volutitatens B. 7 sie e^t sie est H. tecrarum j
Drbia B. 8 ante luceiu, em in ras. H. qui H 10 s. m. o. s. m.l
u. e. H. 11 weiiä iniuriaä B. 15 aute Jübannis delet hominis B.
18 cred] intelligitur B. 26 aacentioneiu H- a Dumino om. H.
» Vgl. Daniel 4, U. '^ Wol anapidung auf Daniel 7, * VgLj
zo cap. 35. * Den geniiueii titel gibt Jakob von Vitry a. a. o, tL 592*»:
*revelationea beati Petri apostoli a digcipula eiua Clomcntö in uno vo-j
lumine redacte\ Der inhalt aiimmt mit dem oben gegebenen im wtA
fientlielien überein, doch fehlt die »teile von dem jähre, in wetcbemi
oatern auf den 3. april füllt» die allerdings auch erst anf 1222 ^lassenl
würde. Im übrigen verweise ich durchaus auf E5h rieht, Qainti bellt
sacri srf. xlii note C».
259
Über ist*? n creatione nmiirli et terminatur in consuuimatione
gecnli, in quo precepta salutis et con«ilia legimtur. Interwerit
aiiiem pruphetias, qimntm qiiedam iaiii evidenter appiirent
Cf»mpleta» que<lain p6nd<f*nt rk* futuio. Inter aliaf* dicitiir, civi-
R tatom aqnof^nm a CbrisÜania fore capiendam cum civitate una
Egypti. Additiir eimm de Alex and rie captione nee tacettir
Damascnj», que »ervos Dei multiim criiriavit et criiciat. Ad-
ditur preterea de diiobus regibns, qiiorum uniis asseritnr ven-
turus ab Oriente, aliös* ah Occidente Jerosoliniam in illo anno,
10 quo pasrba ent tertio die Aprilis. Liber iste cum eo, cuiua
supra mentionem fecimns, etiam in multis concordat. Hiiic
prophetic littere plarimc de ?ictoria regia David Scripte cum
faina inter Christiano*^ et Sarracenos viilgata suffragantnr. Vi*
dimns etiain in iirginnentoni hoius rei captivris Christianos a
i& nnnciis regis David in Baldach li heratos, quos captr^s in nb-
mdione Damiate rex Baby Ion is caliplio niiserat pro ninnere.
57. XV L Kalendas Angnsti militia Christiana apnd Pha-
rascuni* cafiale diatans a Daiuiata tribna miliaribus congregata
per acies equituni ac tunnas ppfiituni decenter inst r acta pro-
to cedebat alacriter. Estimatores ?ero militie niiÜe diicentos nii-
merabant uiilitariter armatos cum equituturis ad tale negotium
peragendnm necessariis exceptis Turcopolis et aliis equitibus
nnnierosis, Feditnm annatornm rertom nnmenim investigare
ueqnivinms j^iropter eornni copiam, qnos Sarraceni locnstis com-
Mparabant, qnia niagnum terre apatiuni occöpavernnt, Sagit-
tariornni qnatnor iiiilia credimns convenis«e, qnornm quafii dnn
milia qningenti fuenint ad iioldos. Inter maiores uaves et
minores »excentas triginta coniputavirniia videlicet cogones tre-
1 consumatur H atiin in conäummatione superscr H. 3 qno-
rum H. 4 quodam B. 5 \um] tiova B. G Egipti BH» 7 que
oorr. e qui H. Bcrvoa Dei captivo» ß, adicitur B. 8 venturus conr.
6 venire B, 9 reliquus B. in Jerusalem B. 10 eo] libro B. uuIuä
— etiam om. «cd lacuna B. 12 littere pluriiiie prophetie convertit
in: prophetie littere plurime fl. 13 BufiVagatur H. 15 Bai ach FI.
It) BabiloniB H 17 xvv B. 18 congregate H- 2Unumerabat H.
2h ücctjpiiruiit B. aagitarionim B. 2ö milia superscr. H. 26 max*
cenlaa triginta in ras, H. trecj trea fl, tre in ras., ceutos in marg. H.
Mau würde 'alter' erwiirten.
Faroäkur, tiüdL von Damiette,
17*
n
ia«t centos ciiiii *raleis de<'em ei orto arniati»^ insnper scalandr*«»
tharidas, barbottos, corsarios et barcas onera cum victualibQjt
deferentes. Numerus hostium quasi septeui milia eqaitum nau-
ciabatiir a transfngis. Forma Castro rum tjilis erat. Fluviu3 a
dextris instar muri tiitelara prestitit naFibus coopertus, u parte j
sinistra peditea erant pro anteraorali liiieariter et quasi pro-
ca<«sionaliter incedeutee agraine denso. £quitum aciea trans-
versaliter a flumine iisque ad pedituin pluJanges proteiide-
bantur robur daiitea et accipientes ab eisdem, Sagittariis lan-
cearii firmiter coherebant impetum hostilem sustinenies deo- m
satis ac directis lanceis, si quando comminns irriiere prenuni-
sissent. Sic equis et equitibns provisum est provido eoiisilio,
ue sauciarentor inmenta, Viilgus inerme rum sarcmulis super ■
ripani flnuiinis gradiebatiir tutis«ime; clerici, pedites ac m«-
lieres aqimm deferebant remotioribus; peritiore8 contra versa-
cias perfider um in anteriori et posteriori custodia bostiles ex-
en rsua prudenter exceperunt. Edicto publice terribiliter cao-
tiim erat, ne qnis auteriorem aciera precedere vel posteriorem
subsequi ant acieni irnimpere qaolibet ausu presuuieret». Ex-
so ploratores hostium ab utraque parte fluminis oopias nosirasi
ronsiderantes et ordinem discipline militaris ammirantes dampna
uichilouiinus conabantur inferre, sed tanta aagittariurum obsti-
tit multitndo, ut eo die nullum de nostris captum^ de nostris
nullnm intelligercraus sauciatum, qui agmiui quadrato firmiter
afi adhesisset. Legatus niUitibus ac satellitibua larga manu hH- ^
pendia distribuit, naves armavit uec corpori suo nee rebus f
parcens ad opus per&cieudum, omnem quam poterat adhibens
cantebim una cum Johanne rege JeniSfilem et duce Hawarie,
archiepiseopis et episcopia uiagistrisque domorura , qui vigi-
ao lanter instabaiit et insudabaut negotio.
1 XYii. B, xviii. in ras. H. 2 barbotias H« om. B* curui-J
rias B. harcas B. H nunc delet et in ^narg. ponit numerus 2 H.
5 ti in prestitit auppracr, H. (i linealiter B. 10 firmiter lanc^arii II
11 coniinua H. presumpsisaent B. 13 inerme com ex inermis B.
15 paratiores B, verauciaa corr. e v^rearia-s B 16 fi in perfid orum \
Huperscr. H. etj ac B, exe ] aseultiis H. 21 nicbolominus H, 23 de |
nostna nullum oiu. B. 24 intelligeretnus vel B. agniiiii corr. ex ag-
nmi et antea del iicmini fl, 27 opus Dei H. 28 rege Johanno B,
po«t Johanne delet ro IL 29 etJ ac B. vigLlanter buic B.
261
58. XIIII. KulendaH Aii^imti niisit rux E^ypti robustiorem
et maiorem speciejii siie virtutis, quiuii tunc häbebat, qimtiior
iit videbatur ec|uituni iiiiliu, qui forinsecus girantes po[Hiliuii
Damini tiiuide siitis extremas peditum acies sagittis iiopetebant
f* eminns, quibu8 nostri viriliter restiteriint aguiiim sua propfcer
hnc niillateTiiis ryiiipentes. f*ost#ra die iiobis instabant acrius
et nostros [yluros sagittavS exuendere coegeruut. In hoc biduo
|mt»ci de Christianis leniter sauciati, paucissimi mortui spe-
rande victorie tiduciam hustibiis absiuknint. Qui di(? tertio
io ad dominiiin snuni reversi pacificum iiobis per Saremsac ^ ape-
ruuriuit progreasum ante noa tasalia comburentei^, V^erum-
ianiüD frumenti et hordi^i ac b.*^uuiinis, palearum otiam copiain
cum hriitorniH fnictibus invenimus, iiicolo cniii iiudieribua et
parvulis a facie virtutis Dei fugerunt com ni uniter,
*► 59. In vigilia saiiuti Jacobi ca»tra fiximus in capite in-
su b' triangnJo, tibi Nikis bifariam dividitiir antiqua ca>5trH sol-
dani separans a nostris, in c|Uibiii^ post captaut Üamiatain
ninram fecit In hoc loco fluvlus Taneos recedenK ab alveo
discedentt? Daiiiiatam insulam cum eo facit, que duodecim mi-
»* liaribus in loognm ])orr**cbi casalia multa super atpias sita
continet. Inter que nominata pre ceteriK et opulentiora sunt
au per ripaui ulteriorem Synion et Saremsac, in qnibus palatia
regis iiiagiiifica fuerunt, Hec insula appellationem nortita terra
Uamiata nuncupafcur; que vero trans tiuvium est, terra Ta-
u neos dicitur; qut» autem trans fluvium Damiate iatior inveni-
tur, Mahalech numinatur. Ultra tiuvium Taneos ad orientem
infra dietani uuaui incipit soÜtiido tteserti, in qua taiuen re-
peritur aqua per certas muusiones hominibus et iuraentis suf-
ficien», si tarnen amplietur fo8soriis. Terminatur aiitem ad
äw Darum et Gazam. Coutra uieridiem Babylon sita tt*rram E*^ypti
12X1
Juli 10
1 xiiii corr. e xviiii H, Egipti BH. 2 ut — extremas om B.
4 ext rem a« corr ex extrenians H. acie«^ peditiim B. 5 proppter H,
7 expendere sagittas B, 10 renisac in ras II, 11 \eraiii|*tamea H.
la et| ac B, 14 fugierunt BH. 18 Thaneoiä B. 19 fecit B. 22 ulte-
riorem ripam B. et om B. 24 terra oin. FT. Thaneos B. 26 Ma-
chalech B, Thaneos B, 28 repperitur iL 30 Babilon H. Egipti BH,
^ Sarain^ah.
BuiiyluiHaiH ii|»|H'lbirr facit, CiviUitis Im ins diN|hJ»iiiu If?
|icrtiiu triaiigulHiiir, Ipsa civitas Habvlou super NiluDi edi-
ficata dtstentHtiir in longum et latum habens plateas stricUa,
liabitatianes cotiipressas propter popularum frequeiitiam, in
c|ua Christianoruin plures auiit ecclesie et eonindeui nuiueroga
iijultitudo principi teiTe siib tributo servientiuin. In hac depo-
iniotur onera iiegotiatoruni venientiiim a Leeniannia^ Etbiopia,
Libya et Persidi* et alii-s regionibiis. A parte verBU:^ Daoiia-
tarn fere unius miliaris intervallo Kairuni editiciis ac plateis
»patiüsis distentum magniflcäs babet mansioaes, in qaibas ■
terre barunes civesijyi' iiobiliüre» coninK»rantur. Hec civitas
penitus non descendit super fluviimi isiciit Babylon, 8ed spa-
tiam iunoeis radieibus consitiim interponitiir* Porro in emi-
nentiori specula castnim regale conspiciinni nuignis tnrribus
compositum i^minet, et sie in muduni trianguli tripertita dis-
ponitiu" edificiunmi magnitiidü. Ab utixjqne veru latere ca&tri
de^cendit minus Kairuni et Babylnneni iucludenSt iniariacet
antem spatium sabulosum liiis tribus edificiis, in quo copiosos
iTsidere putesk exercitus.
60. luter Kairuui et Babylonem ecclma beate Marie de-
niünstratur, ubi cum puero Jbesu moram tecissc dicitnr. quandu
fugit in Egyptum et corruenint idoUi i^gypti* Katrum dibtat
a Damiata itinere triuni dierrim. A Kairo iisque ad hortum I
balisami distantia magni miliaris consideratur, qui terram ha*
35 l>ens sabulosani niuro dauditun P'ons est in niedio, de quo
irabit antiquoruoi relatio et fama celeberrima diYulgatur« glü-
ao
1 I^abiloniani BH. ti in civitatis euperacr. H. 2 Babilon BU,
sxihlh 2 H in marg, : äitttä Fabilonis in £gypio. 3 strictaB corr. 6 di-
«trictÄs B, 5 plurime H 6 sub tributo prindpi teiTe B, ante pnocipi
delei sub H. aub superscr, H. 7 a Loeniannia B» Alemania H.
8 Libia BH. a parte altera B, 9 ante niiliarib ilelet diei H. Kay-
rum B. 10 «paciosis con\ e «petiosia H, difitentiutn H. 12 non
penitus B. Babilon BH, 13 iuncceis B, 17 Kayriim B. Babilo
nem B. Babiloniatn H. 18 sabuluin spaciodutu B. sabuloBaia H.
bis ß. 20 Kayrani BJ. Habiloneiu B, Babiloiiiam H. Marie] virgi-
niH BJ, 22 Kgiptmn BH. tit «uper deleto quando H. ydola BJ.
Egipti tJH. Kajrum BJ. 23 «lier.] mUlit 2H in marg.: De orto bab
sami. Kayro B, 25 quo cuit, e «luoruiii Fl
' Diese beÄeithnuiig findet sich aunst nixgendH.
263
riosani Virgiiiem ipsuiu uratione sua |>rüduxi8sp uc jiannüs iii-
faiiiie Sulvatoris in eo lavisse. Oolitur autem hie hortiis in
iiKidimi vin^ariini. Triuicus luiiufei spissittidiiiem habet caielis,
virj^irlas a trunco pullnlantfs in altitudmeui unius cubiti ad
ft modiim Salicis, curtex subalbi coloris notlulosns ac rivulosiiH.
Sirobalsaüiuni dicitur eins lins^niim, carpobalsainimi semen,
Hlobubiimura fyliyra uioditum et preacutuiii ad similitiidinein
folii liquincie, opobalsainiiDi cuii! adiunctioiie* quia culttiies
corticeteniis virgas incidnnt, iiude biilsaoia generaHtar, iit per
lü ilbis paolatim ne coiligeiis hnmor di-^ciirrat; ope enim Grect?,
b caverua dicitur Latiiic. In untimiuo balaamuiiieolHgitur sie:
^ft contorquetitr vir^tda et uii^ne coot'ricatur et per Cücleam pre-
^V uciitam excipitiH- stilla, que repüiiitur in vasciilis; deinde ad
^m soleni excuquitur vij^iiiti dies, }M>stmodüiii ad ignem despii-
I ift iiiatiir; liquor vero dividitur per ampidlas, iiaoi de iiitegra
I substantia pnst depiiiationeni niodienni reuumet de balsaino
I II 011 luixto* Veu dito res autem et reveiiditore^ resiimm stdent
I appüiiere pineaiii vel terebintiimm et euiptores decipere» ideo-
qiie apud venditon'8 ran> purum invenitur, Soldanus i(»ter
i» ]u*incipeß orbie pn> iiiugiio miinere in atnpuHis dißtribtiere .solet
[ ilhid. Magister huius liorti Clirlstiaans e8t habens srdj sc Cliri*
^ft fitianos et Sarracetios miiiistros.
^M öl. IntVa Kairuni spatiuni triam niiliariam iiisida porri-
^V gitur in longiim et hitum, id>i Nilus aipias siuis bipertitu di-
r f^ vidit alveum implens a parte una Damiate, Reäsiti a parte
■
^^ 1 oratione sua ipeum BJ. 2 eodem J. autem om. RT, 3 me-
I dio J, »e m viaearina superscn H, 4 habet pullulantea J, 5 cor-
^^Ltex — coloriö om, .1» eolorb iubalbi B. noduloHUs corr. e modu!o-
^Kipas H. 6 deirobftlaamum J, 7 preacutum corr. e preaucutum H,
^^L8 liquoricH BJ, licoricii H. 0 cortit-enenus H. virgulas BJ. balaa-
^^ nium J. generatur J, 10 paulatim [paulautiiu J] cÜBcunrens huinor
I ao colUgat BJ, 11 Latbieoiu. J, autumptio B, auctumpno J. 12 con
superscr. B, conlVicatur corr, e confncetur H, 14 itev viginti clit-s BJ,
18 piiieani vel om. J. 10 aput B, vernlitores apud coiivertit H. ra-
rum H. solclimuB corr. e aa1danu8 2 H. 20 I in tiinpaUis superscr* H.
22 eij ac B. ante niiniatros delet habet H, 23 Kaymm B. in-
sula parte H. 24 NjIub B. ^aasj in »uo FL 25 e in alveum äuper-
scr H. Daiiiiat« a ptirte ima BJ, Reniti J.
«4
m itltem, lieMsituiij ' civitas fuit nuignii, iiiiiic ruiirosa, iiiter
Alexandriam et Damiatam, sed Alexandrie looge vicinior, di-
stans a Kairo duabui^ rlietis. Apud llessitum et supra fluviua
est latior, aqua profundior, portus traiiquillior quam DaDkiat-e;
& (jDeratas enini naves recipit et exercitum copiosum colUican?
putest in insulu preacripta. Iti cuius capite cum essemiis in
obsidione Dainiate^ aoldanu» fl avium a nobi^ auferre cupiens
et aqua^i eius in alveum refuudere multum frustraque conatus
poBt expeiisas plurimas natura simm reliquit deeursmu. Ä
lü Babylone superios usque Leemamiiain cultura terrarum ab
utraque parte fluminiä coartatur vastas haben» utrobique suli-
tudiBes. Leetuannia speciebus habundat aromaticis, quas per
E^yptum diversis regni tiegotiatoribus deferentibus transmittit.
62, Ultra Leeniaiiniam Ethiopia region^s habet latissi-
i& mm, populiim Christiauuiii iiniumerabilem partim sub regibu^
Cliristianis, partim sub duminio Sarracenurum cooBiitutom.
Hie sunt Nubiani, qui in sacrametito altaris et alüs divim's
ni'iiciiss Jacol)iitis suciantur eo excepto^ quod Nubiaui soti par-
Yuli« suis karacterem crucis igiiito ferro trifariam in fronte
2«' altriimecuH luxta ocula« imprimunt, nicbilomimts baptrzant.
II ii et illi litteram habeut üaldeam, in feruientatu conHciuiit,
iino digito «»igDaculum crncis faciunt; duas uaturas unitas di-
cuut in una natura Christi , forsitan nomen nature eqnivo-
cantes, ut seciindo loco nataram pro persona accipiant.
*
1 Rosa,] iiddit 2 H in marg. : De Reagito. r in niiiiosa euper ras- H.
2 Alexandriniiiu B. 3 Kairo B, duabu« [duobus J] magnia dieti» BJ,
5 onorataa corr. ex otiocratas H. recepit 6. 6 in *• decursum om. J.
8 in alveum Reseiti B. transfundere B, refadere corr. e retfatlert ß,
D ik? in clecursum in marg. H, addit in marg. 2 H: De Leenuinaiü.
10 Leemanniam corr. e Leomanniani H. 11 fluaiinis Nilia J, J3 Eg»p*
tum BHJ. deferentibus om. J. 14 ultra] addit in tnarg, 2 H: l>e
Ethiopia. 16 ChrißtiamB oni, H. 17 bi B, addit in marg. 2 H: De
Nubianis et Jacobini« ChristianiB et eoruni eoneuetudine. ante ia de*
let in aanc H. »acraniento altaris snperstn B. et in marg. H, alüs-
qne BJ, 18 an in Nubiani euperscn H, 19 curactereni B. saacie
crucia J. tritano .1. 20 nicholomintiB H. 21 bi B, lit^erani H.
Caldaicaru J, 22 bancte crucia J. uaitas om. J- 24 recipiant B|
addit in marg. 2 H: de Georgianis.
' Boeetta.
263
ITioeatu Viii^iiiein ipsuiii ortiiiont^ suii iirodtixis»«^ uc iianiius in-
faniie Salvatoris in en kvisse. Colitur auteni hie hortus in
^niofliioi vinearum, Traneos hiiiiiH spissitodiiieni habet caiilis,
virgulas a triinco piilUilantps in altitucHneiii iinius cubiti ad
ä modnra sab'cis, Corte x sabalbi coloris nodiilosiis ac rivulosiis.
Siroimlsamnni dicitnr eins lini^num, carpobalsamuiii .semen^
Hiobfil.Hiinmrn fulium tiiofltcurii et j» reacut um ad ^i^nlitndinenl
folii Jiquiricie, opobabaunim cum adiunctione, qiiia ciilt*ires
corticetenus virgas iiicidunt, niide balsaoia geiierantiir, ut per
Hl illas paniatiiu se culligeiiH humor discurrat; ope euim Grece,
cavema dicitor Latine. Iti autumno balsumum cüUigitur sie;
cuntorqiR*tnr virgida et nngne coiifricator et per cocleam pre-
Hcutam excipitiir slilla, cjue repmiitur in vaacnlis; deinde ad
soleni excot|uiiur viginii dies, pfsstmodum ad ignem deapn-
16 inaiur; liquor vero dividitnr f^er auipullas^ nani de integra
substantia jjost depiiratioiieni nKHlicuiu rem an et du bal^^arno
non niixto, Venditores anteni et revenditüre« resinam solent
apponcre pineam vol terebintinani et emptores decipere, ideo-
qtie apud vendikjres rar«» pururu iTivenitur. Soldaiins inter
fo principes orbis pro magno unmere in aoifjullis di&tribuere «ölet
illud. Magister buius horti Christian ris est babens snb se Cbri-
stianos et 8arracenos ministros.
61. Infra Kairum t^jiatiuni trimn niibarinm insida porri-
giinr in longuni et latnni, nbi Nilus aqua» suas hipertito di-
*& vidit alveum implens a parte una Daniiate, Ilessiti a parte
1 oratione bqä ipsum BJ. 2 eodero J. autem om. BJ. 3 mo-
dio J, ne in vinearuni »uperscr. H. 4 habet pullulatitßs J. 5 cor-
tex — coloris om. J. coloris subalbi D. nodalosus corr. e Eiodulo-
sua H. 6 dejrobalsamuni J, 7 preacutum corr. e pre aacut um H-
8 liquoricii BJ, Hcoricii H. ^ corticenenuB H, virgulas BJ. balsa-
mum J. generatur J. Uf paulatim [paulautim J] diacurrens humor
»Q colligat BJ. 11 Latineom.J. autumpno ß, auctampBO J. 12oon
supuracr. B, coofricatur corr. e confricetiir H. H per vigmti dies BJ,
18 pifieaui vel oiu. J. \9 aput B, venditores apud convertit H. ra-
ruiii H- tiolfltiiiug corr. e saldanus 2 U. 20 1 in ampalliä auperacr. 0.
22 flj ac \l ante minialros delet habet H. 23 Kayrum B. in-
sula parte H. 24 Nylus B. »uasj in buo H. 25 e in alveum super-
cr. H, Damiate a parte una HJ. Resiti J,
hiiiiH immm^ u coniniiiui aiiuona seorsiiiri tritiirant, i»iH)rsum
liiülunt et fiirinjun cünspersani aqua eo die, quo coiiHcere ¥0-
liioi coqius Uuniini, cum decantatioue psaluiornin ante alltvre
in jianeti) a/Jiiinm in forma Lritinc^rnni preparant cum rurigna
devot ione eelelirantes ; aeA in hoc sunt valde repreheusibilefi,
quod natale Douiiui iiobij^cum nou celebraDt ipso die arantes
et stnninantt^s et eoruni miilieres nt^nt ac carniinant. Dieiii
epififianie baptisterinm appellant; ca i^oleniptiitate ciiui iiiaxima
pypnli freqnentia conveniunt. Nutivitatein Dotuini cum epi
pliania celebrant dicinitt*«, eo die Dominum fuisse natutii« qod
revol litis aiioia fiiit baptizatus. Hü Komani.s lej^ibus se dictint
esse 8ubiecto8 et liabent cutholieou priinateni, cui jier omuia
ubediunt.
fi6. Apnd Antiothiam eonatitiiti Netjtorinrm, qiii propriam
ibidem liabent ecelesiam, diligenter examiijavinius, qui dicuat,
se credere duas iiuturas unitas in persona Christi, et beatatii
Virginem matreui Dei et hominis con fiten tu r ac ipsani ei Deuin
et honiinem [»eperisse, quod Nestorius negavit. Utrnra autein
«ic Corde credunt, sicnt ore confitentur» Deus novit*
07* Hvri litterHm et cantuni ac sacriticii ritnm habeiit
Green m, sed linguam communem cmn Sarrucenis Afabicam ia
eontraetibus et epistoÜs, qu;vs dirigunt.
68. Jacob ini per Egj^ptum circumciduntur pro tUMiuri
parte, seil qui inier MedoR et Persas eommorantur, baptismn
sunt contenti.
69. Russi linguam habent proprium, sed in divinis ofBciis
Grecis per omnia simitea inveniuntur. Hee Christianorum di-
♦
1 communi in tüa, H, 2 moliant J, 4 cuni fniigiiA oelebra-
tionia devotione J., 5 valde sant J. 6 naUiles J. 7 et sem.] ac BJ.
ae] t*t J. 6 ephiphanie 0. baptisteritim B. sollempniiate B» II hi B.
12 catliolico« B, kaibolicam J. 14 Apiid] addit in iiiarg. 2 H: D«
Nestoiinis lieretitiB apud Anthiocbiam. 16 unitaa ojn. J. 17 Dci]
ChriHti J. efc Deiim | et om. ßJ, postea addit H, 19 credani J. fii-
tentar B. 20 Siri H.T, addit in marg. 2!H: de Syri». 21 eUaoiinJ.
22 dirigunt com e dib^unt B. 23 Jac] addit in tuarg* 2H: De Ja-
cobinis. Egiptum BHJ. 24 inter Persas et HedoB BJ. 26 Rusai
addit in marj^^ 2 H: D« HuesiB. projiriaiu habent BJ. 27 per om
nia om. .T. h«.^ B, diveräitates Chnetianoruin J.
I
I
1
h
267
veröiUtes per tuUm A^iinm HarraceniH fiimt \ivnn\xU.\ ue geiis
iUa perfida per igiioraiitiaiu se valoat excusare,
70. Longatii digressiontim feciiuus nun sine causa, (jna-
tinua Egypti situs et flumini« decursus cum varieUte Chri-
IteitcolRrutn , qiii sunt in Äsia, üdelibiis evidentiiLs appureat.
"Kimc ad ürdiiieai bisturie reversi aspergamu3 liunc liWIluni
laiTinnü p laugen tes et lagen tes Christianitatis dam p mini et
fibprobrimii. Usque ad casale Sarcmaac, cuius supra nieiitio-
aeiii tociiüUB, magiimu ac famosuui* iitilis erat niilitie Christi
H» prü€essiis. Ideoi|iie «oklaiius eapta Daiiiiata prüde nter preca-
veos in futiiniui, quod accidere poterat, deötriixit illud cum
palatio suo speetaliili super Nilum «ito. Ultra lucutn istmii
fluvins ciirvatur atxjut* restringifcur et qiiidam rivulu;? ab in-
sola Mahalech veniens fliiit in eum et crescentibus aquia pro-
15 fnnditateni cum dilatutioiie suscipiens galeas aliaque vasa nie-
diocria valet inferre. Quem duces nostri videiites pariterqiie
coli tempnen tes preterierunt festinantes ad capiit iiiwule, l\>-
pulus etiam spe prede, quia falau lumciabatiir, soldanum ad
fugam preparari, properabat alacriter sicnt aves ad liiqueiim
10 et pisceö ad niegarim« Rex anteiii Babjlonis cerfeißiatim de
Saremsac post terguui relicto pedites et equites de regtio suo
presertim Kairo atque Alexaiidria coaduiiavit in occursum ad-
veiitantium, Unde captivi no«tri Cünsiderarites, Kairmn lia-
bitatoribns suis esse vacnataiii , consiünm inieruiit, ut in ad-
ith veiitii nostro turres camprehendereiit et ipsas adveiiieiitibuR
aperirei)t Sed divina dispositio, qne clementer amlwlt ijmni'
tum toiHpvdäorutH^ labores et dtdorea viticülatornm, per nostras
angustias liberavit eosdem,
7L Dum hec aguntur in Egypto, Seraphus^i rex civitatia
] At^jiitii J. ad mixte J. li non siutj cauaa fecimus B. quate-
nua H. 4 E^ipti HB, et] av ß. 5 ÄHyii B. 7 et] ac B. 8 eiiiua
— iaferi'C aL maa. B. 12 palatio coit. e piillatio H. istam curr. ex
iate 2 B. 13 rivus B. 14 Malieleeh H. 15 ia in dilatiitione üu-
peracr H. 17 capud BH, 20 Babilonis BH. certiticatus in marg.
2 H. de delet H. 22 in Kairo BJ. Kayro H. 23 Kayram ß. 24 esse
011U B. vacuiitam curr « viicutitmii H. 25 et superscr. H, ipsuB-
que B. venieiitibua B, 27 compeditorum Huper deleto captivorum B.
29 Egipto BH. ctvitati.^ ^uperscr. H, Hages civitates Medorum ik
l\, IUI, II
Mediirum Ru*j^es ', Coradinuü dunjimis Daniuöci cum principi-
bii.s de lluftuiaii* et Chamelii ^ congregttta de partibus Orieo-
tis ecjuitimi multitiidine maxitiia conveneruiit- apiid Chame-
laiiii linde tiiiior iiiaj^nu^ iiicussus erat Aatioclienw et Acco-
ueiisibus aliisi|ue iirbibuts maritiuns , qtiaruiu bellatores ab^
rant in expeditionem prufVcti* Siispi'ctaiu etiam habuit haue
collectioneni Castelliiiii albmii* in comitHtu Tripolitano, Diu
inidiurvKjue deliberabant prenoiniiiati principes, utrum persö-
iialiter subvtinirent in Egypto^ au exercitum dividerent Chri-
10 stiaiKiruiu obsideiidci aliqimm munitiotiem ipsonim, Urgebai
potHutiii regis David, qui vkior contra re^em Persarum in
tinibuH l'ersidie et Baldacb potenter agebat; propter boc ti-
mebani a finibus snis elongari. Congiderabaiit etiam cafitrum
Hospitaliorufu vel Teniplarioriiai de fiicili capi noii poase teni-
ifi poro piirvü. Prevahiit tun dem coosiliuin liortantiimi profe«"-
tum in Egyptiuii, niaxime qnia ipsornni frater in canielis cur-
sariis freqnenter nuncios misit anppHcans, ut TenireDt, ad-
inngeus, Cfirisitiaüas in tali locu consedisse, quem absque pe-
riculo relitiqnere iinn pusseut, ant si venientes prevab.Tc contra
w ipsos non valerent, salteiu pacem cum ipgis componereut Ha»
vires et tale consÜinm rt^gina Cypri ^ legato, fratres Hospitali^
et Tempil magistris suis conscripserunt dehortantes exitum
H naiuiata, vel si essent egressi, in lacis tntissimis sibi pro-
viderent Sed iam peccatis exigentibus omuium nostrum con-
" silinni sauum a prinnpibus nostris fnerat ekmgatom: sie Julius
Cesar ninltiplicittir premotütuä et Alexander Macedo per noctis
I
2 Caitiela B. congregata corr. e congregati 2 H. 3 Camelato B,
A incursus B, Antkiocenia BH. 5 Atbonensibu» B» Acsconendibo» corr-
ex Acconiensibas H. quorum H. 6 exiicditione B, 7 coHecUonem
corr. e collocutionein H- csiütrum B. 8 del.] laborabant H. principe«
|irenominati B, 9 Kgipto BH. Chrietianomm om. H. 10 niynitiO'
nein uliquaiii B. 14 vel auperacr. H, 15 profectum om. B. lö Egiv>*
hini BH. iViiter ipsoruin B, camelis et cursarii» B, 19 po»«.] od-
dit B; vel danqmo. ante prevalerc deL contra B. 20 ipsuB om. H,
ante pH<jetii deL cam U. ipsia corr. ex ipso B. 21 Cipri B. 2^ re*
greßßi B. prcviderent H, 25 elogatum H.
' Edessa. * Hatnah.
* Vgl. zu cap- 53,
' Emesaa.
Gastelblanfi, Safita.
quieiem premiiniiug canU-lani fitTtctrli corpoialts dt^meruerant itti
aclhibere. Ipse Dominus per Moysen dixit ad filios Israel :
^^Nolite asvcmtcrt' urtittr pnf^neii^ ^ iton vftitn sunt rtjhiscum^ Htn»m.H,$
^^tadalis coram inimieus vrstris. Nicliiltmimns ascenderunt ei
^» Ticti cecidenint Rex aiitem Johannes prt»fnndius rem consi-
deranSf oblatuiu sepius ab hostibiia couipositionem pofcius ac-
ceptandam quam longiori via populuui fidelium producttmi
forluitis casibus exponendum prüden ter osiendit. Sfd siminius
pontifex compomtionem aliqnam absque special! ecclesie Ro-
10 mane mandato prohibuit, imperator per liiteras aiiro biillataa
pacem vel treugam componi cnm Sarracenis inhibiiit.
72. Interea la^tra tirraaTiraus fossato profnudo; econtra
^^pars adversa mumm fecit de terra et alta propugnacula per
^Boppt^äitas ripafi atrinsque Snminis, cnllocans in eis machinas,
ir p^trarifts ac balistas cum tornr» grave dampnum hominibiis ft
^- iumenti.s ad potandom ednctis inferens. Adversariorum vires
^pentiidie creverunt, noster conventiis minoratus defluxit* Insta*
bat pasnagium, crevit timiditas eorum, qui patenter vel frau-
dulenter abennt*?s in campo nos deseruerunt. Navea etiam
ft. malte relapse öunt Damiatain pro victualibos adducendis, qne
redire non potueruni Nara decirao octavo die August i qua- A'»f. i»
tuor galee nostre capt»? vel in fluvium merse hostibus auda-
dam addiderunt. lam enini soldann^ pariem gnlearnm sua-
mm per rivum» cuiu» supra mentionem fecimus, infra castra
f( no^tra per insulam MabaU^cli in alveiim ttummia nobis ignu-
runtibua immeraerat iuterctudens viani nostris, ne descendere
valerent nee ascendere. Insu per ntramque ripam usque Oa-
miatani eontinua custodia callocata aagaciter armatorum mutti-
1 |>re in preiimnitus postea addit 2 H, dememerant corr e demn-
ruerat H. 2 ipse — ceciderunt in m&rg. infer. 2 H. per] ad H. 4 ni-
ehilomiDu.s corr. e nicbilarnimuj? H, nichilouiiniiB tiestituti graiiaTii Dei B,
8 exponendum eorr. ex ejponendo 2 H. ost] ceueuit B, osteodit super
ileleto coaauevit H. 9 com(iOHittODem fieri B. spec.J Spiritual i VL
mandato eceleaie Hoiimne B. 11 inibuit H. 12 eastra nostra B.
et!contra IL 13 muroiu lorr, e uiuro B. 10 adduetiä H. 20 quo B,
21 quatunr oiii. H. U» Malialeth B. 20 iniiiiiüerat B. 27 nee]
vel B. in niraque rjpa, in sfuperscr H. 28 annoröiu B. iiiultitudi-
aem Ei.
mincius luittere vel recipere nequiret»
73. Ab illo die, quo fluviiim ainisimu:«, frequenter uostri
coosiiies roll ven er out deliberanles» quid niagis exiiediret, ex-
sppctare guleas ab imperritorf! promissas in castris, an egredi
qiiücnitique dispendio propter virlualiimi diniiniitioneiii. Maior
pars consuluit egresstmi, qni periciilosior erat propter hoistium
adventuiii et aquarnni certissimuni impedimentum. Quidam
aufcem dp minoribiis, qiii vidit et audivit hec et rndi stilo seil
f «<« «. i; veraci deÄcripsit\ exempluni David proposuit, qui habens op-
tiünem in tribiis, quorum (|tiodlibet erat durum, ulh* Famem
Septem annnruni, iie€ ab hostibus vinci tribus mensibus, mi
qiiod erat regi commnne cum pauperibua elegit, pestilentiam
videlicet triiim dierum. 8ic iste consiilUis respondit, cum in-
i& Mrmifl et debilibus, ad qiios deferendos nee naves suffecenint
nee iumenta, in loco mimito auxiliuni exspectandiim esse, qno-
niam vietualia, ai solerter distnbuta fuissent, adhuc per ri-
ginti dies sufficere poterant* Verum tarnen hoc cousilinm non
fiiit ftcceptatnm^ sed egressus magis plaeuit et nocturnus. in
«0 lioc Pnttavensis episcopi * et Bawariorum prevaluit senteotia,
Artpn^i «13 74, VIL igitnr Kalendfti^i Soptetnbris prima noctis vigib'a,
t'uni deponerentur tentoria, homineB proprie voiuntatis iudi-
cinm rationia niillatenus sequentes ignem a[)posuerunt taber-
nacnlis prinii, deinde alii qnasi certatini hosHbus fugam pro-
5^5 [iriam luinciantes et Egyptios, qui imn membra sopori dede-
rant, ad nos persequeödos invitant^a, Eodem tempore Nilns
plenum iTicrementnm acceperat et plus aolito exuberantibusi
aqnis campos iufuderat. Prennminati etiani rege« ]»er desor
tum venientes siipra fluvinui Tatieos fipud Symonem, ubi pons
»« colloeatus erat, castra metati cjuieverunt. Accessit cladibnsj
1 et tantmn al uiaD. [»osbea addit ß. 3 illo nrgo die ß. 4 con«-
venerunt coiiaules B. 5 agrodi B. G victualia al. man. corr. dl
vielia B. 7 conaiiHt B, 11 inier tria B, 12 non ß» qiii nee H»J
13 pauperibus lioc B. 16 auxiliuin om. H. 17 sollerter B, 18 V6
rumptaujcri TT, 20 ßattavenais RH. ßatiwaronim B, Bavariorura H.*
22 dam B, 24 alii om. B. 25 aniiunciante» B. E^ptiiw« BH.
29 itiFenientei^ IJ. Tbaneo« H.
' 01i?er telbat ^ Vgl. %n cap. 54*
I
4
271
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20
tft
30
nostris, qiiod populii» ea die pluriniuin inehriutris vino, ctiius mi
habundantia deferri non jjoterat, sed gratis exposituin incautos
ingnrj3ritaverat^ soporatiis in castris reniannit aut per vinm
(irostratus excitari noluit, qui prn magna parte truncatn.s ant
captns a uobia defecit. Alii fluminis efflnxiones iioctnrnis te-
nebri» ingressi cinn linio profnndi niiserabititer hicbiti poat
alios remansenmt. Alii cadentes in navicnlas et pondere sno
nimis eas prementes subniersi sunt* Eadem noete cnnielos nc
niulos onera portantes, vasa videlicet argen tea, vestes et ten-
toria clivitüio et^ quod dispendiosina erat^ sagittas defensionia,
atiiisinms. Teniplarii niaximo periciilo sni po-streinam acieni
dncentes pro tutela precedentiiim sicut in armis parati sibi Ar-
Uliler cohesernnt. At hü, qiii preibant, diversas vias ingressi
sicut oves errantes per nocturna« tenebras ?agabanttir. Egyptii
per ignem et fumnm certificati de oostra fnga velociter snnt
nos insecuti et citius consecuti dampna, cpie non valemns ex-
pH care, Christi an is intulerunt Nee miiina pericnli vel dampni
sustinuerunt illi, tjui in navigio ptir alveum deHcendernnt Le-
gati na vis magnam partim infirmoruni cum victnalibtis defe-
rena instar castri viris armatis et sagittariis optime nitniita
coher*>ntes sibi natnralit<^r galeas protexit viriliter; niniia an-
tem properans forsitrvn propter impetuin torrentis elongata
dampnosiiis ab exercitu terrestri cibos nobis oportnno tempore
prehere non valnit. Porro onus de cogonibtis nostris bella-
toribus Teutonicis re^iletua niniis elongatna a cogone legnti
undiqne circnrndatua hostilibns galeis inimergenn unam ex eis
in profund um post iongam defensionem conibnstus consnmmavit
agonistas. Taptns e^t scahindrns legati nmlta bona temporalia
deferen«, et una galeuncula Teniplariorum, in qua quinqua-
ginta fuerunt baliate preter aliain arinatnram fortiimi, coni-
prehensa defecit a nobis. Quid moror in dampnoruro enume-
ratione, que nox lUa nobis intulit? Noctem ülam imiehrosus ^^\>
furho possidrat, non eompuidur in dichus aftni mr nnmertiur
3 remaasit in Ciistris i\^ 5 a uni. B, 0 egressi H. S eas
om. n. 9 et] ac B. 12 ^lenti B. 14 Egiptü BH. 15 sunt om, \k
16 innequoti H. conf^Gquati R !7 (laiupni vel pmculi B. 20 in-
star aL man. postea atldit B. 25 TheutoniPia B. 2»} uinlique —
legati Dui, U. 27 post] per B. 30 armaturam aliaai B,
1221 in moisihus. Sit nox ilht solitariH Her laude tUijmu In h
noctis priiicipio rex Egypti niissig velociter iinnciis rutnpi fecit
clauaona ripaviim, que gens illa calig * appellare »ölet, per
qnas iiobis iter esse debuit. Nox siia memorubilis est Egy|*-
r, tiis, nobis ista. Ritptis habiindanter ag^eribus aquariini s»u|ier-
habimdantia per conductiis seciuens declivilaiem receptacnlo-
rnni, arefactas longa siccitate glebas molliens in UtDum tena-
cissimuni, qni ungulas iuroentorum coniplexiia areani canipo-
rum satis fecit ineqnitabileni plurimumqne retimiit eqno€ et
10 equites.
Au«. IT 75. Circa lioram diei seqnentis ferie sexte pnmam appa-
ruit equitatiis Tunxjrutn terribilis et magnus nrgens nos a
latere dextro, galearom ascendentium atqne descendentium im-
portiniitas a latere siiiistm, Nigrormii (leditaniium phalanx utens
\% locis palystribns pro castro po^t tergnni instabat atrociterY
etiani ab anteriori parte superveniens adversariorunj cuneufl
reqtneiii negabat. In hac angustia rex Johannes impetuni
fecit in Turcos sibi contrapositos et aalvus ad suam aciem re-
dfit. Tempi arii cum Hospitali sancti Johannis^ qai iimc ipsis
Uli erant coniuncti, non ferentes importunitatem Ethiopum ip«oe
trunf antes iti alveuni sicut ranas saltare fecernnt eosdeni, et h
accniTentes alii sagittas raisenint post iilos, etiam applicare |
volentes ad nostre partis ripani repulerunt. Sic de maltitu-
dine magna nataiitiuni et Kaiiciatonim periisse referuiitnr cir-
sr» citer mille. Propter hunc casum pars adversa se retraxit ali-
quantülnm. Cumque progredi nobis non daretur^ rex patica
teiitoria^ que remanseraiit, explicari precepit, nichilominus per
iotiim illum diem nobis adheserunt adveraarii per sagittarios
I
% noctis superscr. H. Egipti BH. 8 ctausoiia corr. e clauBuria H.
caliph HH, h superscr, H, 4 Egiptiis BH. 6 habundaütia B, 12 Thor- _
corum ß. 14 Nigrorum om. 6. falanx bH. 15 canipo B< ante I
atrociter del. pro B. 18 Thurcoa B. saluvas B. 19 Hospitalanis B.
ipRia oin. H. 21 et m alveuni H, 23 reppwlerant H. 24 et] ac B.
perissie H. rc in rtjferuntur aoperacr. H. 27 nicliolomiDU« H. 28 diein
illum H.
^ So zu lesen trotz der hm. , vgl. Hamaker in Makriti iti Com- 1
iticnt.'it lat. tert. clasgiii instii. re^ii Bolg. Hl, ». 118, der daa ambi^chaj
wort gibt; auch L'Estoire 350 apricht von *ha1ige'.
acriter instantes, quibm pedites contraponent-e» pro vallo lasi
TIS eisdem usi, qui ftagittas advers um hob direct-as remise-
ruint. Efiuites nostri conti nao ponderf laborantes armorDin
peditibus presidio fnerunt, Nocte sequenti, sive maiidante sol-
I » dano sive rem ignorante , aggeres ubertim niperunt Egyptii
et aquaa immdare feceruiit super capita dormientium, et in
ascensn aurore, cum adhuc tenebre operirent terram, Ethiopesi a«^, ax
pedite» vener iint, qni flnminis voraginem evaserant, dampna
sua eupientes ulcisci; quasi locuste congrf^gati, licet pro maiori
parte nudi forent, in acies postremas irnieriint. Videres raoliri
\ fngam agmine den^o milites oostroä ac satellites, vulgus etiam
inerme timiditatem profiteri manifestim, sed aqnis et hoätibus
ondique clausi quo fugerent uon habebant, Marescalcus autem
Tempti cum acie sua^ quam dueebat, levato signo se convertit
I* ad persequentes ipsosque subsistere ct>egit ei retrocedere,
76. Ea tempestate vexatio daiis intellectum principes mul-
iitudinis nuncios pro traciatu pack mittere perauasit. Ai Im-
bertus procurat^ir malitie trahens secum quos öeducere potuit,
tranwivit ad liest es omnem statu m nostre uece.ssitatis exponens
90 soldano. Imbertus iste consiliis domini legati secretissimis in-
terease consuevit, multo tempore proditor peasimus. Nichilo-
minus soldanus nundos pacienter audivit ac pendente collo-
quio suos ab infestatione uostra subsistere precepit, Cumque
fratres eui et maxime doroiBus de Chamela, nomini Chrustiano
2Ä iiluriroum infestua, ipsiim dehortari conarentur a cowipositicme
dicentes^ Francos aquia undiqiie conclusos evadere non posse,
ipse sicut prudens et mansuetus magis compeodium pacia quam
sanguinis effusioneoi «itiens cum fratribus suis ac raaioribus
»jregni niiateriöni consilii sui habens regem Persaruni proposuit
I 1 vallo Bui>eracr. B. 2 fiUHUis corr, o feciinuä 2 H» reuiiserunt
borr. ex emi^erunt H. 5 uheriuft B. Egiptii BH, 8 venerunt om. H.
evftÄerunfc fi, lü viderej^ corr. e viilentes 2 H. 12 manifestam €orr.
e manifestuiii H, et hoßtibus oni. H. Ih tro m retrocedere superacr. B*
16 vexatia B, 17 nuncioi om* H, initere B. 18 Imbertua corr. ex
Imbertaa B^ YmbertuB H, pTocurak^r corr, e procreator H. 19 sta^
tum auperscr. 2 H, 20 secretisaimus B, aecretiBsitina corr. e certiaal-
mifl, secre in marg. 2 TT, 21 teiripore multo li nicholoraiuua H.
24 Kamela B, Camela H. 25 dehortari corr. e dehorbitari B. 2^ habj
tractaus B.
OliTor 18
274
fr in exemphim, qm nimis elatua animo propter multo9 eventna
ab ipso rege Bjibjlouis alüsque regibiis Asie servitutis sen sub-
iectionis ingum exegit, quem rex David campestri prelio ie-
vidt, Persidem abstulit, civitates maiimas et opuleDÜssiDias
(> destruxit. Post hec nimcii pacis ab utraqiie parte collocati,
sicut fieri solet in hmusTiiodi rebng, protraxerunt Degotitun per
Aut. f» totiim sabbatiim et diera domiiiieiim sequentem u^iie ad ?e-
speram niehil certi definientes.
Auf. »■ 77. Ip8t> vero die decollationis saucti JohaniiTS baptiate
\i} hora quasi duodecima nostra pars cibonim ac pabuli inopi»
aed aquarum copia graviter pressa elegit, honestius esse feli-
citer vivere vel fortiter in belle mori, quam turpiter in di-
liivjo perire. Sic omnibns Francis anirnatis ad pugDam ades
sunt Ordinate liiiu* inde bosliliter et terribiliter sese respi-
jß cientes. Turci vero considerantes , qiiia viocitur haut gratis
iugitlo, qui provocat hostem, paulatim sese retraxerunt a re-
gibus suis mandatum accipientes ; uox etiam instans preliiini
impedivit. Insu per tractatu pacifico pendente prodiiionis oota
timebatiir a prudeutibiis, si commtine bonum periculoäo mm- ^
20 perettir impetu, ■
«10 78, Tricesimu itaque die Angusti contrarietate reriim ad i
luctuosam redacta concrirdiain, Eg>'ptit> dedimus manus et As-
syriis, ut saturareniur pane, quos aquarum decuryua ciborura- ■
que defectus, noii arcus vel gladius sie humiliavit in hostili
as regione. Kes miranda, res stupenda, res ad notitiani futuro- _
mm transn»ittenda, uno eodemque tempore iustum divinitatis I
iudicium apparuit et niisericordi*' temperauientum in auxilio
oportuno patenter damit. Exigebiint vitidictam divine di-
stinctioniy magnitudo scelemm ac iiiultittido criminum, sed na^
30 turalia fons bonitatis, cui proprium est misereri semper et par
2 Babxlonia BH. Asye B, 4 t«fl in civitatca superacr. B. 8 dif-
fiöientes corr. e deffinientes H. 12 fortiter corr. efeliciter H. 18 di-
luivo B, 7 in diluvio superscr. H. 14 aunt orditiate hinc inde aciea B.
15 Thurci B. aut H. 16 se B. 17 «uib mandatuKi superacr. 2 H-
18 pendente corr, e pendentes H. 22 Egipto BH. manus corr. e
mannm B. 23 Assiriis H. re in satu rarem ur superacr. H. cxcuwüb B.
26 divinitatiff postea addit al man. B. 28 opportuno H. 29 distric«
tiQuie H. 39 fons in marg, B2H.
275
cerc, mitigavit insie severitAtis s€Dteniiam. Ad hoc iticidinius *•**
in pentnilijin, nt niediante misericordia claresceret miracnlQm.
D^nt,^ nrm rnU prrirc ^tam crrnfurnm, ^eä rriradans coßiM^ nu*^. i4,t€
ne pefiiUis <p*\ ahiexias est permi. Angelas magni consilü lo- j«b m, u
» qQens pro homine nnnm de similibtia interpellaTit pro nobis
annnnciatis hominis equitatem; licet enira peccatores simus,
baiiilante» tarnen cnicem reliquimn» domos ant parentes aut
uxores aat fratres ant sorores aüt filioa ant agros propter ip-
suiu^ qui iraseitur plaeidus, iudicat tranqniUus, flagellat be-
«^ nigns, verbera patris Habens nbera tnatris habet,
79. Conditionibus itaque pro arbitrio soldani compositis
confecta sunt ab ntraqne parte pactomm instrumenta, prestita
Aoletnpniter iuramenta, obside«? hinc inde nominaii. Ponens
ergo nianum deictram snidanös snper cartam, ciii snbscripserat,
ift iuravit in hunc modum: ^Ego Kernel, rex Babylonis, de puro
rorde et bona voluntate et absqiie interruptione iuro per Do*
minnro, per Doininura , per Dominum et legem meam» me
bona fide omnia firmiter observaturiim , que subiecta maniii
mee carta continet scripta; quod si non fecero, sim separat us
I so a iudicio futnro ac societate Mahuineth et profitear Patrem
et Filiom et Spirituni sanctnm.* In hunc modum iuraverunt
Seraphus et Coradinus et ipaorum spectabiliores ammirati.
EJcce quantis erroribus et contrarietatibus gens illa ceca labo-
rat: ter Denm nominat, sed ignorans niisterium trinitatis di-
15 Biinguere nonieu Pairis et Filii et Spiritus sancti ad cumulum
siie dampnationis abhorret. Si mala volimtate vel interrup-
tione forme sacramenti iiirant, diciint «e nou teneri, Huius-
modi \'ero pacta continebat icriptiira, ut veram cruceui cum
«
1 faoc duperacr. B. 2 in cvm, B. t> hom,] nobiB B, 8 ant fi-
lioB om- H. 13 Holleiiipniter B. 15 moduni coir. e in und um H, ego
corr. ex ergo H, addit in niarg. 2 H: lurameiitum soldani. Habilo-
nia BU, IG et] ac J. voluntate bona J. 17 per Deum [ter] J«
18 firmiter obaervaturum oninia BJ, observatixmm — ieparatus in
marg, H. timiiter corr. e firraitur H. mana J. 20 a J. Mahu-
mecb H, Machemetli .J. 21 flm, et a. r, quibua supponet 2: Pilium
ei Spiritum saDctum H. 22 Coradinus corr» e Coridanua H. et aü-
peracr> H, ipflorumque BJ. admirati J. 2i:S gt'iia — laborat om. J,
24 ignorftt IL 25 et f. et s» a. B. 26 cum interruptione BJ, rup
i| snper ras. H, 27 inrameDti B,
i
itfi omnibüs captivis quocumqiie tempore captis in regno Babj»
lonis vel in poteatate Coradiiii detentis Christianis restituerent
et recepta Daiiiiata cum suis appeiidiciis nos omnes cum om*
nibus rebus nostris rnobilibus liberos dimitterent et annorom
6 octo treugani inviolabiljfcer observarent. luraverunt maiores
nostri, se captivos omnes Sarracenos^ quoa in duobus regiiis
Egyjiti et JeruHaiem detiaebant, liberaturos cum restitutioDe
Damiate et observatione treuj^e, nisi rex coronattis veuiena
ipsam rumpere VL*llet. Insuper dati sunt obsidea viginti qua-
10 tuor^ quo» soldanus elegit, lf*gatugiy rex Jerusalem, dux Bä-
warie et tras magistri domoruiii cum aliis decem et octo. Vice
versa filius soldani, herea regni, et onus de fratribus suis,
de quorum numero sunt multi, et filii nobilium dati aiint oo-
bis usqiie ad reditnni ad Tiiroiiem * ac portum Damiaie.
IT. 80. Sciat omnis posteritas, nos sectindum ariicnlnm ne-
cessitatis commutationeiu optimam fecisse, qnando pro uua
civitate, quaoi Christianitas diu retinere non potuit, qaoniam
annona vel furiua iofra annum in ea corrunipitur et ipse do-
minus Egypti vix eam populäre fvotest, lignnm nostre redemp-
m tionis reddituin fnit et toi milia captivorum, in quorum ua*
mero nos ipsoa a maximo usque ad minimum Cümpntavimas,
pro}»rie libertati sunt restituta. Eraclius imperator Persidem
iugressus vix post quiiique annoe continuos ipsam expugnavit
et Coödroe perempto crucera doniinicam reportans Zachariatu
«5 patriarchani cum populo captivo Jerusalem triumphator r«-
duxit, Soldanus Alexandrinum patriarcham *, vinmi magne
religionis et maturitatis niorum, captivimi detinens noliis ascen*fl
dentibus per Nilnra absolutum a vinculis et squalore carc^ria "
liberum diniisit Hostes crucis in hac compositione se con-
30 fußos esse profitentur dicentes, se propriani civitateni Damia*
1 BabilontB BTL 2 Goradtni vott. e Coridani IL 6 vi in capü-
vo*? superscr, H, 7 Egipti BH , ante Egipti del. et H. libemturos i
corr* e liberatores IL 8 nisi in marg. H. 9 valeret H» dux] Finis |
fn». B. 18 ante uobis deL a H« 15 sciat corr. e seiet H. 19 Egipti lY.
20 redditum corr, e redidittim H. 22 restituti H. 24 re in repori&as
Buperscr. H. 27 reUigionis H,
^ Lag bei Datuiette, vgL Wilken a. a. o. 6, s, 244 anm, 95.
colauB.
Ni-
277
tarn recuperaase, Jerusalem et alias inünitiones regni digtiis- la*»
aimi destmxisae, Christianos vero castrura iinura inexpugna-
bile in ipsa Palestiiia iiimis eis nocivuiii ipsis invitis erexisse ^
Preterea si perempti fuissemus aiit omoibiis amissis incarce-
i rati, Damiata jfratis perdita reaiduum terre, quam teiient cul-
tores Christi, certisaimo titubasset periciilo. Uli siquidem,
qni remanserant in custodia Daraiate, cum audiisaent casus
noBtroa adversos, relicta ci?iiaie pro magna parte fagerunt et
non soliiiii illi, sed c|ui novi recentesque siipervenerant, au-
10 diente« famam sinistram redienint^, Comes de Malta* circa
finem Augusti Datniatam appHcuit cum galeia quadraginta* Aufu.i
Hospitalarios sancti Johannis et Templarioa rebus suis spolia-
verimt pirate, militem unum Dobilem ac religioaum fratrem
Tempil in defensione depositürum interfecerunt, aliuin fratrem
>^ militem Teutonicum vulneraverunt ad mortem.
8L Ante restitutionem Damiate soldanua exequi cepit
quod promiserat Nam electura Beluacensem et quosdam alios
capÜTOs Bolatos a vinculis ad castra sua mandavit adduci. Ma-
gister militie Templi et magister de domo Teutonica missi
sunt a principibus, ut iuxta coudictum et iurisiurandi religio-
nem civitatem redderent, Quod factum est absque magna dif-
ficultate*. Nam de superirenientibuß novis peregrinis vir potens
et strennnas et constans non est inventug, qni vellet vel posaet
post prefatos eventus eam retin ere.
lÄ 82, Regressa est igitur bestia in latihulum suum, in afitro J«*» •'>
suo morahtr, Si queritur, quare Damiata tarn cito redierit ad
incrednlos!, in prompto rauaa est: luxuriosa fuit, ambitiosa fuit,
seditiosa fuit; Deo preterea et hominibus nimis ingrata ex-
stitit. Nam ut alia prctermittara» donata celitus illa civitate
»0 in distributione divitiarnra, que in ipsa fuerunt reperte» nee
*
7 audiaseiit H. 8 fu hiermit H. 9 Boltim in marg. H. 11 ante
cum del. et H. 13 relligioaum H. 20 relligionem H. 22 de super-
venientibua corr. e deauper venieatibus H. 24 post superscr. E.
27 uriosa in raaüra H. 30 tüstributione €orr. e diBtributionein H.
' Vgl, oben cap» 6. ' Die Übergabe der stadt erfolgte am 8 Sep-
tember, ' HeinricL graf von Malta war mit anderen von kaiser
Friedrich geacbickt worden, Böhmer-Ficker 1715, * Vgl, dagegen
Chron- Turon. bei Bouquet 18, 302 ö".
li
278
'ia«i vetulä fuit exclosa nee poer decem annoram et supra; aoU
Christ^:) largitori bonorum portio fi^it negata, decima non 80-
lota. Romani (pioodaTii gentileä crateram auream Apollioi de-
ciDiarom nomine detlicavenmt ; filii Israd de spoliis hostiam
Domino poTtionem suam assignare conaneveraut ; filii Israel
I». «,w devicfcis Madiaoitis dixerunt Moysi: Offerimus in donariis Da*
wmt, (ßiod in pnäu auri potuimm inveT^ire, pt^iscdides, annu-
los^ armillas, dvirfrarioki, murenulas. In distributione turrinm
ac dumorum gern illa laudabilis, obediens et strennua \ que
10 u prineipio cum magna virtute Damiatam applicait, aut dqI*
lam habüit aortem aut vilem et ultimam, cum tarnen de classe
cogonuiTi, quoa adduxit, victualibus et armis castra fideliom
repleta fuissent, iurris flumiois capta, tranaitus ad oppositam
ripam preparatua , pons auperior ac inferior compositus, spe-
ui cula Tiimnis conatructa, xmmm fossati niunita. Contra talem
8«tN ip, II ingratitudiuem habet remodiuni, qiiooiam reddti D<ms merct-
dem servorura euoriim inestimabilem et deducet eos in via mi- 1
rabili.
83, Amator hominum, rex glorie, mundi salvator^ qui
20 sanctara habes scientiam et supra virtutem uniyeraam omoi*
potentiam, hos corripis, illos consolaris, saperbiam iiostram
bumilia»ti Damiatam ingratis auferendo, Armeniani et Antiu*
cUiam contra conafcns malorum hominnm misericorditer con-
servando. Nam qui in arce fuerunt, magnam cladem intüle-
u runt Cbrtstianitati, qui vero in ralte tunc erant, impietatem
cumulaTerunt iniquitati, quibiis concurrentibus presumptuose
contra tuam bonitatem ab una parte patenter apparuit tua
iustitia, ab alia oculos aperire volentibus enden ter claruit cod-
suete pietatis misericordia.
so 34. Rupinus quondaui dominus Antiochie, nobilia ralde
genere, sed pro defectu discretionis ad rerum magnarum gu-
3 Romani — dedictiveriint in marg, infer. H. 5 u in coasitav.
BUperscr, H. 7 pericelidefi H. anulos H, 9 geas] addit in morg.
2 H: scilicet Theuthoniconim provincie Coloniensia, obediena in maig.
2 H, 18 mlrab ] hie sequuntur in H epiatolae ab Olivero eoldano ei
doctaribufl Egypti scriptae. '28 apire H. ante conBiieie delet toa, H.
Nämlich die Frieaen.
279
10
16
^'
bernacula satis insufiicieDs, aiixilio mf^isiri Garint ' Hospi-
talis saticti Johannis et eorum, qiios ipse inducere potuit, Thar-
sam occiipavit impugnaTis Armenioa pro regni desiilerio» quod
TurcoinaDiios Vconii noti latuit, sed animati pro Christianorum
discordia catervatim irruerüßt in Arraetiiam, Üt autem assa*
raot et in animarum suarum periculo refenint maiores eius-
dem regni conquerendo, nuoieratis occisis et captivis per Sar-
racenos^ fngatis ijisuper de terra propter rerum suarum amis-
sionem, ea tempestate diniimitus erat Cliristianorum exercitua
in eadem regio ne ad vigitili ferme milia*
85. Super omnem igitor laudem taaiUi quantum valeo et
qnantuni dederis, adiciendo prosequar seqnentia.
86. Anno gratie millesimo ducentesimo vigesimo aecundo n«*
mense Maio factus est terre motiis magnus in Cypro, Lymocio, »«.i
Nicossia alüsque ItKsis eiuedem insnle, presertim in I*apho in
tan tum, ut ciFitas cum Castro penitus aubverteretur^ houiines
promiscui aexua, qui in ea reperti sunt tempore commotionis,
communiter eistincti, portus siccatus, nbi postniodum aque sive
fontes erüperuot,
87. Mense Innio einsdem anni Coradinus copiosnm con-
iraxit exercitum de Arabia, Palestina, Idtimea et Syria decem
milia equitum, qiiindecim milia peditum contra Guidonetn de
Biblio, qui aiciit homo vanus et malus participare nolebat
treugam generalem nee captivos Sarracenornm, quos tenebat,
reddere, et licet locomra difficultate et Christianorum auxilio
satia esset mnnitus, treugam tarnen iniit cum Coradmo sibi
dampnosam et nomini Cbristiano verecundam,
88. Einsdeni anni mense Jimio Philippus pner, filias Boa-
miindi principis Antiocheni, factus est nailea in Armenia ca-
puläta 81 bi matrimonialiter tilia Levonis ^ quondam regis Ar^
4t
1 iatis — auiilio in ras» H. iusufticiens corr. ex in»uffucienB H.
3 Armeno« corr. ex Armonioa H. 7 an numeroBie legendum? H Ly-
mocio corr. ex Lymoscio H. 15 in i] in ora. H. 20 ante anni delet
eiiiB H. 21 Siria H. 24 teugam E. 30 Antiodiem corr. ex An-
tiocbeae H.
issi-sa
Jual
^ Qarinus de Monte acute (Montagu) vgL Rdhricht, Zusätste u.
Verb, äu Du Gange, Les fam. d'outre mer a. 4. ' iBabella, tochter
Leoi li et 1^1^« vgl. cap. 30).
280
i9it menie et coronatus cum ea aolempiiiter in regem eiusdem re
Ciimque nuptie celebrarentur et ad tantum negotium locimft
convenirent Armenii, Turci de Yc^nio cum magna multitudine
terram eandem hostilitt^r sunt ingressi trucidantes quos repe-
ft rire poterant^ et predam miiltam secum trahentes. Aderai
eodem tempore Boaranndus, princeps Antiochenus et comes
Tripolitanns, qui, licet paucos Latinos secum tunc haberet, non
previdena hoc mahmi, indilate tarnen et streonue com filio
9U0 rege perseciitus est hostea per vias Inngas et asperas-raul-
10 tisque de ipsoruin numero occisis sicut vir strennuns et in
armis peritus extra terrainos Armenie fugavit eosdem. Post
hec Amienii castriim quoddam valde munitum, Sivilla ' no-
mine, situm in terminis Armenie et Turchie, quod soldanus
Yconii ipsis abstulerat post mortem Levonis, cum aliis qui-
i& busdam munitionibne recuperaverunt.
80, Interim Frethericus , imperator Romanorum et rex
Sicilie, quatuor galeas misit Accoh vocans regem, patriareham
et magistrum Hospitalis sancti Johaunis. Qui tranrfretaverunt
B«i.u raense Sejittnnbri [»roperantos ad ronciliuin Veronense^ quod
ao indictum fnerat a siimmo pontifice ac imperatore in festo sancti
yoT. n Martini, Keversus est eodem temj)ore cum prefatis principi-
bns domiims Pelagius Albanensis episcopus, apostolice sedis
legatus, Magister Tempil cnm militia domus eiusdem remanait
in Terra promissionis ad custodiam Christianitatis ex coosilio
tß baroimm commimi transmissia nimciis discretis et honestia ad
idem concilimu.
Appendix-
(extrema pars msci D, cf. sopra cap, 53>)
Hiis ita gestis peregrini nostri otio et crapula tori)enÄ
et lucria terrenis inliiantes contra se iram rhiinipotentis pro*
vocabant^ qui cum videret, noa de siisceptis beneficiis esse in-
»0 gratos, de accipiendis iiidicabat indignos. Verum quia nee
2 et superscr. H. 8 Thuroi H. 9 peraequatus H. 14 Leno-
nifi H* 17 Sicilie corr. e Cilide H.
Sihlia (SEmdakli?) vgl Rökricht, Beitr%e 2. 8. 197 note 104.
281
15
ii
potestaa nee triiimphiis sine Deo longa est, propter peccata
noBtra, que in diversis spurcitiis suis aiictorera nostre salutis
offenderant, acciditi iit quidaui filii Belial sub falsa religione
Christiaiie fidei dolose nobis suggesserunt, ut contra suldanum
cum tot<) robore noetri exercitiis proficisceremur , qui in vi-
cinia castra sua locaverat cum tanta multitudine paganorani
sicnt arena noaris^ que niimerari non potest Nos vero spe-
rantes, quod res Beret a domino Deo, commnni conailio pere-
grinonim propenivimos contra iniraicos fidci Damiatam minus
caiite sine defensiune relinqnentes. Post tridnnm vero cnm
scldanus videret fngam peregrinoruna, ex adverso fugara simu-
lahat et dolose nobis castra sna spolianda reliqnit et com for-
titndine totiue Egypti per aliani viam versus Daraiatani cu-
currit velociiis et in loco angusto infra civitatem et nos sna
castra firmavit, nt nee regressum nee cougresanm cum ipsa
habere possemns, Ec€e quam sobita mutatio dextre excebi!
Jam Deo propitio potenter regnavinius in terra Egypti, nunc
eo adversante inter Scyllam et Charybdim, inter famem et
sitim fluctuamns misere. Hec enira est dies iÜa, de qua scrip-
tum est: Dies illa dies irc etc* Tribiilatiooi^s et angustias
nostras et singula periciila mortia dolor et gemitus et iacri-
marxim aiicce me scribere non permittun t. Sed cum iiichil
nobis superesset nisi mors misera, omnea nna voce vociferati
SDmus in celum ad dominum nostrum Jhesum Christum hu-
militer veniam postulantes. Sed ille benignus, qui dicit : Nöio
mortem ptcmforum^ sed ut ma<fis couvtriuhir et v'waty frequen-
ter, cum iratus fuerit, miaericordie recordatur, idem iustus et
misericors, cum iam nos videret per penitentiam et fontem
lacrimariim sufiicienter esse purgatos, feroeitatem inimicorum
nostrorum adeo mitigavit, nt nobis fame iam defieientibus le-
gatos ad nos raitterent, qui nobiscum de pace et concordia
tractarent^ acilicet ut soldanus civitatem snam rectperet quiete
possidendam et nobis securom prestaret eondyctum ad eandem
cum omni integritate rerum et corpornm, naves et victualia
sufficienter miniatrando. Nos vero scientes, quod hec legatio
SüptlOB. 1, 1
£U. n, ti
5 perficißcemor D. 13 Egipti D. 15 ipeo D. 17 Egipti D.
18 8illam D. Caribdim IK 28 iam] aon D* 35 quoniam D.
282
10
a Deo procurata m% cum nabis nil aliud superesaet nisi mors
vel Perpetuum serntutis obprobrium, libeoter attiplexaÜ somus
Deo debitas gratiarum actiooes hamiliter reddeutag. Hec pacta
cum essent per obsideö et iuraiiienta firmiter confinn^ta, mU
dauus tanta circa nos pietate motuB eat, ut gratU oiuaem md-
titudinem nostram per multos dies refocillarei et reficeret;
tandem rebus nostris dispositiB et ordinatis, naves et etbaria
pro competenti pretiü cum secitro conductu bona fide procu-
ravit Quis dubitare potuit, quin a Deo processent tanta beui*
giiitas, tnansuetudo et misericordia ? Hü» quomm parentea,
filios et filias, fratrea et sorores diverais cruciatibus oecidiioüs,
bii, quomm substantiam distraximus et nudos de habitationi-
bug suis eiecimug, nos fatne loorientes suo cibo reficiebant ei
raultis beneficiis suis nos benigne pertractabant, cum in do-
minio et potestate eorum egaemus constituti. Cum ma^DO ita-
que dolore et planctu portum Damiate reliquimus et secuudum
diversas nationes dispersi siimus in obprobrium nostri sempi-
ternum.
Briefe.
M
I d j t *>
285
Brief an den grafen von Namur über dievorgäiige
in Friesland.
[1314 Juni.]
lllustri roniiti Namurcensi et iiobili uxori^eius 0(liveru8)
Colon iensis scolaaticus, apostolice sedia legatus, saltitem pre-
senteiii et futuram. Cum ensem mxia Occeanimi in fine pro-
f vincie Coloniensis in diocesi Moiiasteriensi , feria sexta ante
h Pentecosten Hnno gratie MCi-XlV et pro reverentia domni
pape nie cum essen t abbat<^s Ciaterciensis, f^remonstratetisis et
Cluniacensia ordinis et alii multi religiosi, feci decantari mis-
snm sollempniter de sancta cruce, Frincipium sermonis mei
erat: Absit wUrl gloria, Cnm multa hominum niilia et ran- o^i*«.!*''
10 lierum, qui ad sermooem conveoerant, sederent in prato extra
vi II am Frisie, que dicitiir Bethdum, et aer satis esset serenns,
apparuit nubes Candida et in ea crux alba sine hu man a ima-
gine ab aqnilone; pustea crnx alia ad austniui einsdem co-
ris et scematis; tereio crnx magna inter illas et snper illas,
15 media colore colorata, habens formam huniani corporis, nt
videbatiir» ad qiianitateni bominis, cnius nuda erat forma, Ca-
put babens sursum et pedes deorsiim, capnt incb'natum ad
hnmenim et bracbia non in directum extensa^ sed snrRuni ele-
vata. Clavi per umnus et pedes visibititer apparebant eo ace-
20 mate, quo apparet in eccleHia ab artifice parata. Et cum mnlti
ad criiceni recipiendam accurrerent, miles quid am, qui ante cm-
cem recusaverat accipere, tarnen una crure viaa statim crucem
accepit. Quidam de incolis terre hoc viao velociter ad rne
\ cod«; Namacan^ii^
lau currebftt dicens: ^Nanc Terra sancta recuperata est!* qü
prophetica certitudiüc preterituju poiiens pro futuro. Puella
quedam dives XI. annorum adoratura surrexit, sed compitlsft I
sedere a tiirba demonstravit matri sue et avie et multis cir-
ß cumsedentihos, qui multa veiieratione sursuin aspicientea ado-
rabaot, tjiiamdio siguum apparebat Durabat hec visio per
spatium con]peti»nti8 misse circa horam terciam. Hoc mira-
culnn» plores quam centum videruiit. Proredente tempore in
aüa statione eiusdem terre ' appaniit crux sine forma humani ^
10 corporis, babeiis colorera biris, nota contra solem, quam vidit fl
abbas de Valle sancti Petri * et monacus eius et pliire» de if
popiilo quam Betlidum. Deiiide in alia statione in die sancti
IV«? 5 BoDefacii apiid portum Frisie, qiti Dochiim nominatur, ubi
beatiLs Bonefacius martirio fiiit coronatus^ apparuit cnix magna*,
16 qui eramus in statione amplius quam decem milia, iit creditur.
Albi coloris erat ci-ux, que paiilatim movebatnr in aere, acsi
traheretur per funiciiliim, quasi iter demonstraret peregrinis
navigaturis ad Terram promissionis inter Europam et Aftri-
caiiu In gente autem illa, in qua bec contigerunt, cotupu-
w tantur 50 000 signatoruni, 8000 scotariornm et . . , . milia
loricatorum. Sciatis aiitem, tot naves preparari ad expeditio- ^
nem JesuCbristi» qnorl credinma de sola provincia Colon iensi ■
ampliu» quam trecentas naves onerarias profectnras, replendas
viris bellatoribiis, armis et victiialibus ac instrumentis beüicis« M
25 Hec autem scripsimus vobia^ qnoniam ad miliciam Jesu Cbriffti ■
Vobis salubriter et Terre sancte, ut speranius, utiliter signati
estLs, obnixe rogantes, ut cruce signatis propitii sitis et iudi-
cibu8| quos apnd Namurcum constituimus, favorabiles. Valete.
* Surhuizen, Hiat. Dam. cap. 9: Sutherahoaen. * Heisterbm^h im
Siebengel arge, "* Hier dürften wol die worte »qu«iii vidimue omne«*
oder dergl. audgefalleTi äeiii, wie acbon WybraDils in Moll en de Hoop-
ächeffer^ Studien en ßijdragen 2^ a. IU7 noie 2 yeriiiiitet
287
Brief an den kardinal Robert Yon CourQon Aber
die Yorgänge in Friesland.
• [1214 Juni.]
Cum seorsum a coUega meo mandatum apostolicum prout
potnit studiosius exsequerer pro revereniia siimmi pontificis
et mecum essent Cisterciensis, Premonstratensis, Cluniacensis
ordinis abbaies et alii malti religiosi in fine provincie Colo-
ft niensis, diocesi Monasteriensi, iuxta Oceanum in villa Frisie,
que dicitur Bedum , sexta feria ante Pentecostem feci solem- m.i le
niter decantari missam de sancta cruce. Ecclesia erat repleta
popalo, multi vero consederunt extra illam in prato ad au-
diendum verbum Dei. Finita missa circa horani tertiam sub
10 divo inchoavi sermonem: Mihi absü gloriari nisi in cruce Do- o^l e, i
mini nastri Jesu Christi. Et cum aer satis esset serenus, ap-
paruit nubes Candida et in ea poni crux alba versus aquilo-
nem, deinde ad austrnm alia eiusdem coloris et schematis,
tertio crux medio coloris colorata in eadem nube super eas
ift et inter eas, maior utraque, in qua visa est forma hominis
ad quantitatem humani corporis; prout visu cerni poterat,
corpus ac manus ac pedes et alia corporis lineamenta evidenter
apparebant, caput sursum, pedes deorsum, caput declinatum
humerum, clavi in pedibus et manibus affixi crucis patibulo,
20 scabellum sub pedibus, brachia vero non direete extensa, sed ele-
vata in patibulo crucis. Videbatur imago nuda eo schemate, quo
videretur in ecclesia ab artifice parata. Hoc signum videns qui-
dam laicus de incolis quasi prophetica certitudine ponens pre-
teritum pro futuro dixit: „Nunc Terra sancta recuperata est*,
>& et staiim crucem accepit. Quidam miles, qui diu nie secutus
fuerat ante, cruce visa sicut iniagine hu man a signum accepit.
Quedam puella dives duodecim annorum viso prescripto signo
adoratura surrexit matri sue et avie, religiöse admodum fe-
mine, aliisque que vidit testimonia demonstrans. Qui mira
so veneratione ac dileciione devotionis sursum iniendentes aspicie-
bant et quasi per spatium temporis, quo decantari poterat
*
3 et om. cod. cod.: Premonstrationimi. 30 cod.: aspiciebantur.
288
!
I
missa, plnrea quam centiim in eudeiii loco ista vidernnt di-
stincte et sunt tewtes fideles de visu. Hoc tempore stitnmi
potitificis domini Innocentii oßteiidit Altissimus, qai novit se- ■
Biitas mibiuiii, nmgtias et perfecta^ scieiitias, aono gratie 12l;i^
6 Post hanc visionem indubitatam signata sunt in illa gente
plus quam quindecim milia virorum.
3.
Relatio magistri OliTeri Coloiiiensis scolastici
expeditione Jherosoliiiiitana,
[121B ende augnat — aeptemberj
Venerabilibua hominis arehiepiscopo, prioribus et toti dem
Kolonien si servus crucis empticius Olivenis peccator, dictu<) Co* J
jo«. ««,10 loDiensis scolasticus, vitam bonam et exitooi felicem. LelnmmiW
10 cum Jherusalem et exuUiUe in ea omm,Sj t^ui düigitis eam, qnift
possessio pafcriarcharum , alumpna prophetarum, dactrix apo-
stoforum, qiioodani libera, poat niulta .suspiria^ jwst gemiiiis
et planctus iam respirat in spe, que adhnc captiva teneiur
in re. Sane que ociilis nostris vidimus et aiiribim audivioia.-;
»6 ac veraciter inteileximua vobis ad solatium acribere visiim fuit
ntile. I
HöV's Anno gracie m.** cr.^ xvii.** sexta feria poat festuni Om-
niym saiictorum patriarcba Jberosolinutanus cum magna de- ■
votione cleri et populi tollens vivifice criieis lignum profectwi? ^
so est ab Äcon in castra Domini, que iara preeeaserant Recor-
danam. Hoc autem dok-e lignum post Terram sanctain per-
ditam reverenter repositiini, diligenter servatuni est usqne a<l
hec tempora. Imininente siquidem conflictu Sarracenornm cum
Christiauis eogitaverunt pnidrtiter (/hristiani lignum in diiaa
25 partes dividere et parteui unani ad preliutn deferre, que ibi-
dem perdita fuit, et partem aliaui reservare, que nunc exhi- i
betur. Cui rex Ungarie et dux Austrie de loco castrorum pro-
gressi nudia pedibus occurrentes densctilati sunt eani. Cum
tali signo obviniu euntes soldano Babilonis, cuius filios Co-j
Vielmehr 1214,
Nor. 4
raditius iactaverat, se puguaturuni cütn Christianis, qiii Acon
fuerant congregati. Lieoqrie ordinatis aciebus ol>viam ipsi pro-
C€ssimus per planitn] Fabe iisqiie n(\ fontem Tubanie miiltum
ea die laboraiites ; preinissis eciam exploratoribus pulvis ascen-
ft dens a longe adversariorum motiim indicabat, sed incerti fui-
mus, utnim contra noa an fugiendo properarent. Sequetiti vero
die secus moiites Gelboe, quoa habiiimos ad dexteram et pa-
ludem ad sinistram, incedenteg venimns Betaaidam \ ubi
ca.stra fixerat adversarins. Sed triuni regiim, Ungarie ?ide-
iß licet, Jerosolimitani et Cipri iioii giistinens preseniiam fugiens
terram Chmtianis Tastaudam refiquifc. ünde Jordanem tran-
seuntes in vigiiia beati Martipi corpora uostra pacifice lavimus
et qöieTimus per biduuai, Deinde secus litns maris Galilee
tres mansiones feeimus^ peragranies loca, in qnibiis Salvator
15 Doster conrersatns est, aspicientes Uetsaidem, eivitatem Andree
et Pein, timc ad casale modicnm redactani* E>emonstrata sunt
loca, ubi Cbristos disciptilos vocavit et supra mare siccis pe-
dibud ambulavit. Desertum transivirnus et loca, ubi Dominus
turbas pavit et ubi cum discipulia po.st reguiTectiotiem Hiandn-
10 cavit, et sie per Capharnaum in iumenti» infirmos nostros por-
tÄntes reverai sumüs Acon cum preda et mtiltitudine caplivo-
rum. Episcopus autem Aconensis parvulos captivos, quoa prece
vel precio potuit optinere, baptizavit et distribuens inter reli-
^osas feminas litteris applicuit.
xi In secundn eqnitatu adi\^mus montem Thabor, ubi primo
aquarum inopiani^ postmodum per niorücaui fossiouem inve-
nientes copiam pabuli et Tictualiüm habuudaatiam habuimus;
ibique Sarracenum irapuberem ad nos descendentem baptiza-
vimus. Porro prima doriünica adventuB Domini per tubam
3K evangelice leetionis: Ite hi ntskUuni, tiuoil roatra vos tst^ glo- M*»ih*«»i
rioau8 aacensor montis eiusdem invitavit nos ad laborem. [^re-
cessit patriarcha cum ^exillo cruci^, episcnpis iofnlatis et clero
per cliFuni niontis orautibus et psallentibiis. Verum licet mona
ab omni parte preruptus ait et excelsus valde et qnasi impos-
Lfllibilis ad ascendendum extra semitam tritam, milites tarnen et
i>«^
r
satellites, equitea et pedites virtliter ascendentes primo inipetu
' Vielmehr Bethaanam zu lesen.
Olir».
19
290
0«s. M
Matth. u, n
it—u siraverunf: castellaTiuin iiniim et admirulfhim cum nlih miiltis,
qui [lortas castri egressi fnerant ad defensionein montis. Ve-
ten» Äutem in sfcuporem vc^rsis ac intra nienia recepti», qüo
honiinura consilio Tel Dei iudicio ab impngnatione castri de-
sierint et iiiglorii descenderint, ignoro. Hoc tantum scio, quod
divinoriim iiidicioriiin abissus humane meutis oculis penetrari
non poteat Veheraenter eciam opinor, Cliristum »ibi »oli
triruiTpbiini montis reservasse, quem cum paucis discipulvt
ascendit gloriam sue resurreetionis ibidem moustrando.
In tercio equitatu, ctii patriarcha cum signo cnicis et sacri
episcnpi non interfuerunt» multa dampa et incommoda tarn per
latrunculos atque furtivos incuisus quam hiemis asperitatem
perpessi sumus, presertim in vigilia nativitutis domini nostri
Jhesu Christi et nocte sequenti, in qua gravissimam temj^e-
statem snstinuimus. Que nisi ahremäa fuissd, propter in-
opiam lignorüni et vestinientonim penuriam magnam partem
exercitus extiuxisaet in finibns Tyri et Sydoais inxta Sareptam.
Post hec miücia Domini quadrifaria divisa est. Regen
Ungarie et Cipri cum magna multitndine peregrinorum et
dampno Terre promissionis Tripolim profecti sunt. Rex Cipri
adolescentulns modico tempore post in Tripoli mortuns est.
Älia pars exercitus pigrorum et tiuiidonuu et eorura, qui pro-
cumbentes ad terram pleno ore de habundantia teniporalium
bonorum biberuot, reniansernnt Acone usqiie ad passagium
vernale. Rex Jerosolimitanus et dux Anstrie cum Moiiaste-
riensi et Traiectensi aliisque episcopis castrum Cesariense l*a-
lestine aemidiruturn viriliter in brevi tirmaveriint, per quod
Deo dante eadeiu civitas recuperabitur. In basiliea prtncipid
apostolorum festum purifirationis patriarcha cum sex episcopis
sollempniter cdebravit, Tempi arii vero cum paucis auxilia-
toribus peregrinif* et hnspitali de domo Tlientnnicnrum Castrum
filii Dei, quod olim Distrietiim, nunc Castrum peregrinorum
a quibusdam appellatur, edificare ceperunt. Quod positnm est
in episcopatu Cesariensi inter Chayphas et Cesaream. Cuius
Situs talis est. Promunctorium magnum et altum man im-
minet munitum uaturaliti*r scopulis versus occidentem et an-
1
{
uis
1 corr. ex admiranduni W. 5 deacenderit W. 26 Traciectansi W,
291
Smm et septentrionem. Modico terre spacio turris ad orieo-
tem dudiim posita est, a Templariis edificata et posaessa tarn
fTwerre qnam treuganim tempore. Fiiit aiitem fmidata propter
latröDCuloa, qui in via stricta peregrinis ascendentibns in Jhe-
^ nisalem insidiabantun Proptin* haue causam Districtiim fuifc
appellaNtJi. Form toto fere tempore, quo Cesariense castrum
firuiavimus et consumtnavimus, Teraplarii ex adverso montis
fodientes uiagnisque sumptibus laborantes taütem ad funda-
mentiim primum pervenerunt^ ubi morus antiquus et spissus
jo et lon^us apparnit. Argen ti eciam raoneta modern is ignota in
vase fictili non modica ioventa est. Deinde in anteriori parte
fodientea aliom mumm priori breviorem invenimus. Postmo-
dum fontea novem largas aqua^s effundeutes aperti sunt Ibidem
eciam lapiduni et cementi copiam Dominus miniatravii Ante
'6 frontem caetri dne turres edificantur de lapidibus quadris tante
quantitatis, ut lapis unus vix a diiobna bubalia in curru traha-
tur. Longitudo turris centnm pedes habet et ampliiis, latitudo
septuaginta quatuor. ütracjue turris duas habebit testudinea,
secundura quas altitudo disponitur. Inter ntramque torrira
20 moru3 novus consnmmatiia est, et miro artificio equites armati
ascendere possnnt et descendere per gradus intrinsecua* Huius
editicii prima est utilitas, quod conventua Templariomra edii-
cendas de peccatrice et omni spurcitia plena ci vi täte Acon in
hiiius castri presidio manebit usque ad liberationera niatria
*5 fidei Jherusalem. Soldanus cum multitudine S^arracenorura hoc
castrum aggi'ediens, ut iiiicia munitioniim destrnerek vel occu»
paret, virtute AltiBsimi repulsus recessit. Castram hoc bonum
habet jKirtum, piacariis^ salinii?, Hgnis, paacui^s et agris ferti-
libus habuiidat^ nee est mult»m remotnm a monte Thabor.
30 TJnde creditur quedam causa fuisse deatrnctionis caatri Thabor
ab ip.sis Sarracenis facte, qiiia nee seminare nee metere secure
poteraiit propter liabitatores Castri filii Dei.
Anno gracie m^ cc**. xyli*". \ postquam coggones ad por-
tum Aconitanum applicuerunt, sine quibus non expediebat ex-
*
9 antiqas W, 15 fauteiii W. 20 consumatus W. 26 agre-
diens W. 34 Acontaniiiii W.
1318
I
Richtig 1218.
W
292
i»i8 ercitum navalem in Ej^iptum dirigere, rex et patriarcha cum
duce Austrie ac Templariis et llospitalariis consilio Spiritus
sancti, sicut rreflitiir, expeditioDem voverunt^ iuramento coii-
»* finnantes eandem. ünde accidit, iit in ascensione Domini.
f> quando naves ingredi debeliant iurati, ex insperato viginti tres
coggones subseqiientes applicareot. Porro cum cla^^sis ooü-
gregatio apiid predictum castruui indicta fuisset et maiores
lociiin ek diem observarent, classis ipsa Christo doce proepem
ventis nsa Daraiatam infra triduiim applicuit et absque Chri-
10 ßtianoriini sanguinis impeiisa terram hostilem viriliter occu-
pavit sine capitaneis, qiii paulisper morati propter dictam
caiigam noiidum ad\x^nerant, Fixa sunt teiitoria inter mare
et Nilum cum adniiratione magna subsequentinni. Incredibüe
Riqnideni videbattir, terram capi posse sine labore masimo et
n periculo, Erecta sunt postuiodnm instrumenta bellica contra
turrim Daroiafce faniosam, que caput unnm catene continebat,
reliqmim una twrris civitatis ad claudendum fiuvium, ne nares
ascenderent Christianorum. Sed preter spem nostram et ad-
Yersarioruni timoreni per partem alvei, que est inter turriin
to et terram versus castra militi*^ Christiane, galeide snrauni dacte
sunt, licet tnrris defensores iaculia et lapidibiia transitiizn pro-
hibere niterentor, Constructe sunt postmodum due scale super
du US coggunes; que cum traherentur ad turrim, et ut pnta*
batur turris per eas posse capi, cum dolore nostro niagoo et
J6 stultoriim blasphemia malus, in quo Süspensa fuit scala Hoapi-
talariorum, confractus cecidit cüra suo poudere. Et paulo post
scala ducis Austrie similiter decidit, tortes agonistas Christi
deorsum precipitans et per martirii palmam ad celos eleraiis.
Na vis vero tertia, quam de elemosinis preparari feciraus cum
80 propugnaculiH in circuitu, cum castelhilo munito in summitate
mall sine scala, quam verebamur snspendere, trnientes quod in
aliis accidit, eadem ^amen hora cum velo delata est ad pon-
tenj, ubi gravia dauipuji per baltstarios, quorom cnpiam con-
tinebat, Sarracenis intulit^ ex adverao machiimnmi ictns im-
iji portunos siistinuit; cum magno tarnen honore Christian itjitis»
licet igne Greco correpta fuisset, plena sagittis intus et foris,
16 capud W. 17 reliqum W. 32 liora corr. ex orra W.
293
ad locum suutu salTis omnibns, qui in ea pugnaverunt, ex-
ceptis paiicis toortöia et sauciatis» non sine admiratione mid-
torum rediicta quievit. Postmodom coosiderantes, quod turris
fortitudo nee niachiuis nee petrariis nee trabuculo nee Castro
propter aqne circumfliieutis profiinditatera , nee fame propter
vicinitatem civitatis, nee suffosBiono propter operis spiasitudinem
et angustiam inaule de facili posset capi , Deo nobis denion-
strante dnos cogL^ones compini^i fecimus et instar castri fortis-
simi conimuniri^ Theutonicorum «?t Frisonnm in hac re consilio
lo maxime usi et auxilio. In summitaie qnatuor malorum caatel-
lum ereximus talmlis in quadrnm compactum, opere reticulato
contextnm contra machinas, coriis obductum contra furorem
ignis; fiubtiis scala j^uspeusa fuit fortie et lata tante longitu-
dinia, ut triginta ciibitis prorani excederet. Adeoque firnium
et constimnmtuni opus appaniit^ ut ad peticioneni nostrani
principe^ exercitos nmicios suos dirigerent ad videndiim et in-
dicandum, ntrum alicjuid operi deesset, quod sumptibns ac
seusibuB emeudari debuiBset hniiianis. Qui conteniplante8 opns
intus et foris^ superius et itiferiiis, asserebant, se nunqiiam
aa tale ingeniom au per aquas de liguis editicatiim vidisse.
Interea Sarraceni auaa machinas contra taieni machinam
erexerunt ponte finminis tripliciter et ut putabant indissolu-
biliter contexto, 8eil beiiedictus Altissimus, qiii potentiam
SU am in arida demonstrat et per aqiiam, ictibus machinaram
n nostrarum comniutum per mergulum, qui noeturno labore sub
aquis fuucs fundamenta pontis retinentes sagaciter incidit,
pontem versus turrim dissolvit. Unde properandum erat, ante-
quam reparari posset. Itaque supplicatione processiooaliter
nudis plantis nsqoe ad lignum dominictira premissa cum ronlta
a» difficultate et peri€ulu dictum iristrumentum ad latus aquilo-
nare turris anelioris et funibus applicitnm sex machinarum
terribiies ictuä sustinuit continuon et iacida grandinis instar.
Nee miuon periculo navis etmi CHJsteüulo, de qua ruentionem
fecimus» ad pedem turris colloeata substitit. Virtute Theuto-
85 nicomm et Frisonum ab igne Greco, qui erainus et cominus
iniectus pavorem incutere potnit, per liqiioreni acetosum et
aulfoaione W. 16 nunctioa W. 26 cormnotam W,
294
isie
sa
sahnlam extinctiis tiraorem exciissit aH teiiipuii. laciiit pa-
triarchft proatratus ante lignum crucia in pnlvere, stans cleros
in ulbis nudis pedibus magiits vocibus clamans in celum. Cum
autem exireniitas scale iiini tiirrim attingeret, a defensoribus
ipsius ignis suppositns in Üaiunuis lucidas erupit. Cumque
Christiaüi concurrereot ad ignis suffocationem, stio pondere
Caput Scale depresserunt adeo , ut pons toriiatilis, qui rnaiuri
annexus fuerat, iiicliiiaretur et vir fortis ac bonns, qui signoni
ducis Aiifitrie gcstabat, corrueret glorioao martiria coronatus«
Sarraceni vero Signum cadentig tulerunt Babilonii »e vicisM i
putantes voces insultuntium geminabunt. Inclinata scala mi-
nante ruinani, flammis eciam terribiliter crescentibns et no$tris
iam dorsimi bostibus ostendentibns , exercitua Christianoruti]
complosis inanibni^ fletn rrgana facies et tiuidens pectora et
ad terrani prostratus Ftegem glorit» et gloriosam virginem Ma-
riaoi et specialiter sanctum Bartholomeum interpellando au-
xilinni diviDum precabatiir. Elevavit itaque scalam diTina
I»ieta8, et ad elevationeni raanuum in celum extinxenint ignem
fidi^lium lacrime. Sicque nostri resumptis viribus stantea in
scala, defensores tuiris gladüs, lanceis, sagiitis et aliis bellicia
iiistritmentis viriliter impugnaveruot. Miles qnidani iuTenis
Leodicenais dyocesis priinus torrein ascendit. Frisu qaidam
iuvencnlus flagello connexo catena ferrea ad dexterani et ad ■
sinistrani fortisaime percnssit. Alii pont alioa successenmt
superatis bostibus. 0 ineffabilis Dei pietas ! 0 inexplicabilis
Christianorum hilaritas! Post rugitiim et planctum gaudiani
vidimus et triunijduim, Tv Dt um lau(hifnus^ Benfdidu^ do-
ntinns Dens Ismd et alia cantica graciarum letis vocibus ex-
ultaotes. Currentibns nobis ad crucem sanctam rex festinns
de equo descendit et toto corjjore ante ipsam prostratus grates
Deo quantas potuit, non quantas debuit, triumpbatori Cbristo
Jhesu referebat exnitans. Et ecce Savraceni, qni in inferiori
parte tun-ia latebant, igne subposito superficiem eius ligneaml
combusserunt, Yictores oüstri vim ignis sustinere non valentea
regreasi sunt super scalam. Interim pons, qui in inferifi
1 locus corruptus est,
scribit, aed aemel dei et W.
7 capad W. 20 defeasoret tunis bUl
295
parte op^ris preparatua fuerat, demissus erat a turris pedem ins
angustura, per quem armati de na vi descendentes iiialleis fer-
reis ianuam turris aggressi suot, defendentibiis eaiu i5arracenis
intrinsecus* Stabat auteui utnimque instrixmentum super cog-
gones edificatum immobile anchoris et funibus fixum ab hora
noiia ferie sexte usqiie ad Loram decimaiii seqnentis sabati *"»• «*
conti nuis macbinanim ictibns exposituiu, Eesiliebant tarnen
lapides raagni a casieüo firmiösime rnunito, licet scala cum
inferiori Castro muitiplieiter coocuteretur, Tandem conclosi
a« in turri colloquiuüi petentes se dediderimt siib pacto vite.
Qnidatn tarnen se per fenestram precipitantes per fliiFium qui
enatare poterant evasenmt. Extiocti sunt in turri circiter
centnm captivi, luventa sunt in ea multa spolia , et tunc
demuni apparuit nobis fortitudo tnrrä intrinsecua multiplicifcer
n testiidinata. Gaudeamus igitur et exidtemus, quia clavis Et^ypti
nobis data est et precipimm cornu Babiloniürnm illic nobis
eat coUatum. Spes eciam maxima capiende civitatis promiasa
maxinie cum voce veritatis dicatur : Omtif: re/fnum in se di- 1-«»*. u, "
I vistim drsolahitur, Inter Sarracenos enira plus quam civilia
nbella geruntiir.
Geleitbrief Olivers für die heimkehrenden Friesen
an die geistlichkeit von Mesland,
Vor Damiette 1218, aeptember 14.
DilectiB in Christo amicis abbatibua, prioribus, prepositis,
decanis, plebanis et consulibus Frisie aervus empticius crocia
Oliverius dictus sclioljiäticus Coloniensis pacem amare^ terrara
pacificare et ad portum eterne salutis anhelare. Tt iHrnpfmitir i ii*t iht9
' in Israhdj a quo (httttm omnc opiimum et omne dotmm per- Jücot. i, it
fecfnm^ gentem vestram, devohim et iu laboribtis peregrinatio-
nis persevurantem magDificavit super terram, quadrigam ipsia
componens, in qua premium eternum premeriierunt et tuinam
temporalem, quam perdere tion possunt, si in cepto itinere per-
3 a^esfli W, 1 2 ©vasemiit auperacr. W.
xima corr. e maxime W.
16 illifl (?) W. 17 ma-
296
geveraverint usque in finem. Apiid Damiatam siquidetu htt-
militatem magnam ostendenint , largitatem, obedientiam et
audaciam, Sarracenia formidosi, Christianis chari. ünde foa
prelatos ecclesiarnni horfeamur et obsecramus in Christo, qua-
6 tenus siciit ex statuto Lateranensis concilii iniuriatore« eorum,
qui apud Damiatam sünt et faerint, per censuram ecclesiasti-
cam, quam patriarcha publice et nos contra malefactores pere-
grinoruii], raptores, fiires et alios fraudatores eleemosinanim
promiilgavimus, non negligatis. Et vos consales terre pre-
10 latis vestria in hac re non contradicatis, sed denunciatos vobis
iniuriatores cautins eviietia. Nara peregrinoa, quos Deus ex-
altavit, homines honorare tcnentur. Scriptum apud Damia-
tam in exaltatione sancie crucis.
5.
Epistola salutaris regi BabiloniB ab anctore hnins
^^ operis couscripta.
[1221 fleptember)
Conseqnetiter ad benignitatem ac libcralitatem tuam, Mechi
Merael, stiliim convertam et, quem viva voce uon possuin,
scriptis alloqui desidero* Utinam agnoscere^ divinitÄtem in
Christo et misteriura incarnationis intelligere valeres, mortem
^ Christi, quem vivum ad celos ascendisse confiteris, credere posses.
Nani in conceptione, nativitate, ascensione, futuro iudicio no-
biäcum concordas, Cliristom njaximum jjrophetaruni virumque
sanctissimum minquani peccasse nee peccare potuisse credis.
Loquelam Dei et aniraam Dei, quem tu dicis, ego verbum pa-
14 Epistola —fcomcnpta atramento rubro addit2H, om.B, prae*
bet T: Diaceptatio legis Christianorum et Sarracenonim ad eoldanam
Babilonie. 16 Cons.] incipit B: [Ijngratitudinis vicium evitare cupieos
ad Ubertatem tuani Melchikemel atilum convertam et^ incipit Tj Oli-
veriuB Dei gracia Paderbrunnenäis episcopuB Mechikemel eoldano Babi-
lonie omnino cognascere veritatem , quam in parte co^oscis ingrati-
tudinis viciutti evitare cupieDS ad benignitatem et lö ni in divini-
tatem «uperscr H. diviuitateni agiiosceres BT. 19 intelligere om. B,
valj curare» BT. 20 confiterie om. BT^ 21 ti et ate auperacr. H.
23 peccare corr, e peccasse H. credtü om. B, *M que 1\
297
tris appello, ipeum de alitu Dei in virgitiali ntero conceptum
ego de Spiritu sancto jjrofiteor; tu eum virtiitem Dei appel-
las, ego similiter. Cum simplicis iiatnre sit Dens et nicbil
sit in Deo, quod noo sit Deiiä, et ipse alitu Dei r*it conceptua,
con^stat, ipsum esse Deum; et flatus Dei nidiil aliud est quam
Spiritus sanctus, et loquela Di^i nichil aliud est quam verbum
Dei. Cum ergo sit verbum Dei (et in prindpio erat wrbumy Je»», i, i
quod erat apml Detim), utique Detis erat verbum, Gena tun
nos appellat incredulos, quia Deum unuTH in trinitate et triui-
10 tatem in unitate fideliter adonvraus. Tu quando psalmum
Davidiciiin decantas: Bene(iiad nos Jkn(s, Deus, Detis nosfa\ »'■*«•!«
beni'dicat nos Dem, ter Deum nominas, et licet ignorans verbi
virtutem, Deum trinum distinguis, Idololatrus nos appellas,
quia creaturam veneramur. Procul est a nobis idulolatria, quam
1« ius naturale probibet et lex Domioi detestatur. Theosebia
patrcm mjstrnnK qni fst in cdiSy colinms, veromque Deam la- m*"»« ». »
tria, que ipsi soli debetiir, adoramns, cruceui sanctam atque
alias imagines adoramua dulia, humanitatem Cbristi yperdulia,
Imagines littere sunt laicorum, i\ne eos nobia ad memoriam
lö revocani, quorum sunt imagines» devotionem excitant, et ex
eis nunquaui virtns egredituiv Judeis et Christianis certis-
sime constabut de imagine Salvatoris, cui Judei mulfcipli-
citer illuserunt, clavis eani confixerunt, deinde lancea militi«
aperuerunt latus eiu.s, de quo sanguis et aqua largittr efflu- ^f •»«*»*"*« .
n xertmt. Apud Berithum factum est hoc miraculnm, eccleaia
Dei celebrat illiid quolibet anno et nierito, quia omnes Judei,
qui tunc aderant in Beritho» cum uxoribus et parvulis ad bap-
tismum properavenmt. lusia Damascum in casali Sardenai
de ycona beate Virginia oleum babundanter stillat, quod gens
♦
1 alitu postea addit aL man. B. 4 Dei om. B. sit ooi. T.
5 Dei auperscr. H. 11 [»aviticum B. Deua om, B, superscr. H. 12 b,
n, d, H, et benedicit noi Di^as B. 13 idolatraa T. 14 creatorem T.
14 est oui, T. idolalria BTfl. lf> qui in celi^ est BT; veriitmjue corr.
ex iitnimque H. 18 alias sacras yoiagines BT. perydulia T. 19yma*
gines biß »crib. B. laicorum corr. e Latinorum II qtie etiani nobi» ad
memoriam revocaiit eOB ß. eos] etiam T. 21 nonnunquam BT. 22 yma-
gine B, 24 effluieniBt corr. ex effluiit H. 25 qu€ ecclesia Dei quo-
libet anno cekbrat B. 26 oinnis Judea B. 27 eraTit BT, 28 ca-
Bale U. iSarday B, Sardia ai T. 20 jchania i\
i
^ipwi
IV j
b
tiia negare non rM.^te9t, nee audet ibi (Minimorari Christi cu
toribu«. la templo Salomonico » quoil tui frequentant, iina-
gines t^rant duo Cherubin de lignb olivanitn, vesHti auro pu-
** rissimo et ex precepto Domini in sajictis sanctoriioi positi«
Eraiit itisuper Ifmuaili suptT Intures et duodecim boves, qui
'« T,ij> suslentabant mare eneuiu, rvsticula triginta cnbitorum arnftie-
hat illnd haben s aitrinsecus ordiiiem sculpturaniui striat'arum,
. *i*»In templo EzeehieHs in parietibus erant picte /(UvVv hominis d
11.8 facivs Imifis iuxia palmmn, Ipse Dominus procepit fi eri ser-
lü i)ent.eui eneum contra serpentea ignitos. Verum quia populus
t. le.* idololatriam in illo exercnib, Ezechias eum coufregit. Sugge-
ritnr tibi falso, nos beatani Virgineni et sanctas animas ado-
rare* Bciasqne ipsaui .sanctam et sancto» suppliciter rogamu^,
ut pro nobia ititerpellent^ in quibiis spem suffragii ponimUB
^ 7,' H wo» salntts, qiie in solo Üeo consistit. Artttm viam et anfjit-
dam portam demonstrat lex ewangelica, castitatem dooet; aa-
lus nobis est in castitate virginali vel coniugali vel viduali,
i 7,i»Tua lex phdmni hahd amplam, portam spaciosam, qtte duai
ad w/eroü, Nam contra nuptias, quas Dominus in paradiflO
«0 fecit, ubi uni viro feminam coninnxit unicam, qaatuur tixores
indulget assumendas propheta tnns cnni solenipnitate, concu-
binaä aine niimero. Preterea, qnod hiis deterins est, lex mor-
tis docet, neminem in sua re peccare posse. Hec perditionia
doctrina peccatnn) contra natnram et crudelitateni contra »er-
w V08 et ancilkn induxit. Docuit insuper tnns propheta, qnod*
qui inimiciim occidunt vel ab inimico occiduntur, paradisnni
1 comorari H. pro Ohrißti cultoribua T. cultoribuB corr, e cuato-
ribus IL 2 Qioni auperscr. 'l H. 3 Jherubim T. 5 subter BT, la-
tures corr. q luttiirtift H» poatea addit al. man. B, 6 in austentabant
HUpei-scr. ba H. 7 intrinaecus H. Bculpturarum corr. e BCTiltnrarum H.
histriatamm BTH, 9 in deserto fieri BT. 10 ignitoa aerpentes BT.
11 idolatrium BT. 12 quod noä T. adomrans T. 13 ijoveriaqüe
qiiod R, sciasqiie quod T, beatmii T, 16 nee salua BT, ante sala«
del. nee H. 17 est niai BT, 18 spaciosam corr. 6 apectosam H.
21 Bollenipnitate B. 23 peccii«ae T. posse om. T. 24 naturam m
ra«. H. 25 propbeta tuua BT,
' quod — tue legis ist genammen ans Sigeb. Oerablac, Moo, Germ.
VI, 328.
299
ingrediantiir, iocundiiatem paradisi cnnsütuens in corporalibus
deUeiis, ubi esse tres fliivios, vini, lactis et mellis, et commix-
tionem ferainanim asseruit in Alcorano libro tue legis, Verus
doctor mens dixit: In m/no cdorum urtjue iiuhtid neqite >iti- m.hii, m, sä .
beninty sed eruni sicui anffeliDei; futtira sunt enira aalvaudo-
mm corfmra post resurrectiODem, agilia, subtilia. fiilgida, im-
passibilia eorumque dt^licie non corporales sed spirituales in
cognitioue et dilectione ac fruitione Dei consistent. Preceptor «»tth. », t*
noster etiam inimicuni diligi lubet, doctor tiiun publice profi-
10 tetnr in libro suo, ipieni quidam Judeus et »Sergius monadius
apostata dictabant, se litteras ignorasse et gratiam miraculo-
nini non habuisse, sed coniminatns est legem auam contemp-
nentibus, quam celitus misaam per Galjrielem ardiangeluöi
dixit, contradicton.*8 gladio subingavit et bello. Salvator no-
"«* fiter, amor et desiderium meam^ Dominus noster et Dens noster,
itifirmu muHdi rirf/U^ ut coi{funderd fmiia ; apostoli sui, quos i cur. 1,17
rnisso Spiritii sancto in una hora omnem seien tiani et omnia
lingimrum genera doenit, quos propheta tun« viros albis vesti- ^et. ü, a-s
bus induioa appellat, profedi prtdimpertifit Dco cooperante e< n.r«, k, 10
w semionent cotißrmante ^rquitiithns mfnis, doamfes omnes ffrntes m*«»», »», ib
hapiuari in itomim Ftdris d Ftlii et Spirdt(.s iiandL Si gens
tna doctrinam Cbristi et predicatores eins publice admitteret,
ecclesia Dei giadjum verbi Dei libenter ei mitteret et ad con-
sortium fidei catbolice gaudena imitarei Sed qüoniam aliud
90 remedium non invenit contra potentiam Sarracenorum, lex ca-
tholiconim principuni gladio materiali ad defensiionem Christia-
nitatiö et iuris sui recuperatlonem licenter utitur Nam vim
1 ingrediuntiir T. temporalibDfl H. 2 difitii« H. ubi corr. ex
ibi H, ibi BT, vini corr. e vino H. 5 sed e. 8. a. d. H. 6 falffida
corr. e falligida H, om. T, 7 iiupaesibilia corr. ex impossibilia H.
eonini quod H. 8 et om. B, 13 quam €Orr. e quem H. H bello
am* T, 15 nost] meas ß, mens B. 16 ut fortia qoeque confunde-
ret B, ut fortia quandoque confunderet T. 17 unaj üla T. 18 ge-
nera linguarum BT. veatibufl albis BT. 19 predicavenint corr. e pro-
dieavertint H. Domino BT. s. c 8. a. H. 21 baptisantes eoB BT.
p. et f. et 8. B. H. 22 predicatorea corr. e predicationea H, predi-
catores übique BT. 23 gladium om. T, ante gladimn dei. verbum H.
ei BUperscr. H. 24 quoniam ip8a [eccleaia Dei T] aliud remedium
contra potentiam Sarraceuorum non inTenit BT.
vi repellere omnes leges et omnia iura permittimi. Terrain
promissioDis poasederunt Chrisbiaai longissimo tempore prias-
qyaui Malniiüeth Bürgeret ari regimen, qui * ex orphano et
inope sublimatiis fuit per connubiiim ciiiusdam o^gnate fiue
6 predivitis nomine Cadigam. Ipse testiiiiotiiiim iDiracularnm
et divinonini operum lucide perhibet Jhesii Christo in libro
joh. 7, 4t suo, aicnt to nosti , et merito, quia Hurnquam sie hcutus est
Mnitj.. 9, to 7^^>^iö, fiumqfftnn talis apparuit itf hrtwL Quaiido Christi an ua
efc Judeus et Sarracenus conveiiiunt ad colloqueDdiim de tri-
Jö bua lej^ibus, Christianus legem Mosaycam tue legi nierito pre-
fert, Jadeus legem Christi le^n Mahumeth veraciter anteponit,
Sarracenus legem Christi lege MiJ«ayca meliorem firmiter as-
serit ; sie coram maioribus tue gentis aliqiiando factum füisee
cognovimiia, Ecce duo testes alieni prorsus a nostra disciplina
^ nee a domo nostra prodeunfces, Judeus et Sarracenus, nostrani
legem extollunt, tue legis iion invenitiir uisi domesticus. Ipse
Mahumeth super omnes Christum domiiinm Marie filium ex-
tollit, tu, quem Dominna ingenio ditavit, patientia muliaque
urbanitate uioribusque laude dignis ornarit, Jbesum Christum
20 dominum nastruni sanctissimum viroruin, matrem eius virgi-
nem sancti8simani f»?minaruni jnofiteris, cui, cimi spirttum
emitteret, claunins voce magna gentilis centurio testimooium
M.tti». n. M perhibens ait : Vei'e filitk^ Bei erat iste, Daniel prophcta, quem
D«a. «, to t^y recipis, testimoiiiutn dat morfci Siilvatoris dicens; Occiddur
*i^ (Jhnstti^s, (1 HÖH ( rU populus tius^ (pii ipsum HttjaturiAH rat Cum
ergo ßanctissimua et perfectissimns fuerit, quod nemo negare
potent, cui omnes prophete testimouiuni perhibent, falsum di-
joh. 14, K cere non potnii At ipse dixit: Qui tue vidvt, vidd et patrifü
matm ; et rui'sum : E(fo vi pater iinum sumus; item: Hec €st
j^t». to, ao ;
1 omnia ODi. B. 3 Mabuinech H. regnum B. 4 fiiit pottea
addit B. 5 Candiga T. 6 Jhesa om. 'J'. 7 est) fiiit BT. 8 tA-
liter H. 9 convenenint H. 10 tue — firmiter om. T, 11 Mahomeh H.
12 meliorem lege Mosayca B. lege Mosayca corr. e legi Mo&ayco H,
13 aicut BT. 17 Mabumech H. oniues bominea BT, 18 muttiique
om. B. 22 enittteret in crace BT. testimoninm deitatis BT. 23 per-
liibena corr. e per habens B. 26 et] ac B. 27 quia B, quod T, falsum
super fim 2H. 28 videt me BT. videt om. H. 29 m. H. u. b. H*
1
I
I
I
* qui — Cadigam aus Sigeb. Gembb a. a. o.
§d coßftoscant te verum Dcum d quem mmsti Jhe-
Siim Christum. KemeL aiigeat Daraiiins bonum, quod in te
est, et auferat velanien teBebrariiiii ah oadis cordis tni^ ufc i
plenitodinem veritatis agnoseas. Ego servua eraptidiis crucis,
» tons libertiis, ntiiiqtiani ingratus ero toia beneficiia. A seculo
noD est aufütutn erga conclüsos ab hostium miiltitmiine tante
boDitatis exernplum. Ctini enim nos in tuis nianibus coiiclii-
sisset Domiiuia, non te «ensiiiiiis iy rann um vel dominum, sed
patrem in beneficiis, adiiitorem in periciiüs, socinra in capi-
10 taneis, patientem in nostris insolentiis, Maiores nostros in
castris tiiis obsides deliciis, qiiibus Egypius habundfit, iiisuper
largia muneribus, etiam runi fratribns tiiis corporali viaitacione
pfurimnm honorasti, nobis roinoribus in libera cnstndia po-
sitis (Xittidie yicena vel tricena niilia panuni cum pabiilo iu-
i& mentoTum gratis misisti. Induxisti victualium üommercia pre-
parans pontem et sicca ri faciens vias , qnas aqua fecerat in-
viag, DOS et iiostra ciistodiri iussisti siciä pupillam oimli. Si i
aberraverat iümentDm, redoctum ad castra reqniaito domino
locuni suum recepit. Infirnjos nostros cum debilibna ad por-
20 tum Damiate per terram et uquaui hiis siimptibus deferri pro-
curusti idque, quod biis omnibus maiu? est, im|iroperari nobis,
moveri super nos 8ui>saneantium capita vel aliquo signo deri-
eionis niolestari edicto terribih* prohilmisti. Intellexisse vide-
ris indignatioiiem Domini expressam per Ezecbieiem sie: Pro i
f& eo quod dimsti: Huge, enge super aauctuariutn mcnm^ t^uod
pollutum ('My H suptr terram meam Israel, quia draolata est,
d stqm' domum Judu, quoniam dudi in captivitatanj et eo
quod phinsisti pedr d ffavisa es ex toto aff'evtu super terram
Israel^ idcirro perdnm tf de terris et cmürrmn. Quis te do-
1 te solum verum B. 4. iu> i. c. H. 2 bontam al man. addit B.
3 est oni, BT. tenebrosum '\\ 4 ci in empticiua ßiiperacr. H. 7 con*
elaaisect corr e conclaasisset B. 1) et beneficiis cooperatorem T.
11 Egiptu« BHT. 12 visione H, 14 cotidie B, quotidie T. ric in
rasura H, tricena vel vicena BT. milia om. T, lö indulBisti BT.
19 recepit corr. e recipit H. 20 et guperacr, B, 21 et quod hia BT,
e«t] fuit BT. 22 nos om. U. 24 Ezechielera prophetam B, Ezechie*
lern prophetam dicenteni T, 25 qui-i B. 2»? auper om. H, quo-
niam BT. 27 quam T. tlucti sunt Bl\ et pro eo BT. 29 Israel
corr. ex Irslael B. d in idcirco Buperticr. H.
302
11 HO
f..i w.ti-wcuit verbum Ysaie dicentis: Suhfuanrnwit t^, rinjo ßia
post tr mptit nwvehii film JtrusulmL Cui f^vprobnisti d
fdasphmiasH d mpet' gwmi levasii meem tuam et kviisti cifti-i
tudinetn omlornm iuormn? Ad mndnm Israel f In mafml
scrvortmi tuorum vxprohrasti Domino, Recte appellatus
Kernel, quod iaterpret«tui' consiimraatus , quod in politieü
virtötibus rege» et principes antecedis, de hoc prpcipiie com-
niendaf)dus, quod immunis esse diceri« a crimine pessimo. qnd
gena tua laborat, publica? statuens epbebiariim aboniinatioae
et nudtiplicans offensiones in bfagnum ignis et suIphurU jm
haue vi tarn detrudenila. Studeas, obsecro, sapplico, stude con*
sumrware quod cepiati. Post liberationem captivoram restitaej
nobU Terrani sanctificatam, hereditatein Doniini, civitatem sanc
tani cum omni iure suo. Krater tuus, qui tenet eara^ va«?allii8
iB tiius est, nee tue valet reaistere voluntati. Hanc terraui con-i
sUt esse aervorum Christi. Jiidei, quoniam heredetu vin«
Maitii«», sg preaumpserunt oceidere, per Romanoa itnperaiorea Titum
n»ub. «, *i Vespasianum expulsi sunt Nam pattrfamilia^^ malos mnk pt
duJii vt rtiUHini suttnt locairii aUis nffricolis, qui rvddani fnjmc
tum trmporilms suis \n%ia, quod fnit predictnm: Auferetur a
nobis rcffimtn H dahiinr *jrfdi Jaiimti frudus eins. Bona fide
et iusto titulo aunimo pretore, hiiius rei auctore, possedemnt^
eam Christiani multia temporibus, donec ' Cosdroe, rex PeaN^|
sarum, ipsos violenter eiecit veniens Jerusalem, ubi virorum
undecira niilia peremit, lignum dtiminice crucis asportare pre-j
sumpsit, Zachariani patriarchaui <.'uui alii« captivis sectini traxit
♦
1 capud BH. 2 virgo filia BT. Jer.] Israel H. blaafem&sti
li tuam corr* e meam H, 6 interpretatur in rasura B. qaoniam Bl
politiciB corr. in marg. e polliticist et auper politicis scrib. : Bcilieet uf
banis 2 H. 8 eommeiiilamiia BT. 9 bianim poatea addit xd marg
2 H. 10 et] ac D. Bulfuria B. II suppt.] addont BT suadeo. stnd^
om. BT. 13 post nobis deL eara et addit in infer. marg. B: her
tatem Domini terram sanctificatam civitatem sanctam cum omni iure
auD tenet eaoi. hereditatem Domini terram sanctificatam T. Baoctam
in marg, H. 16 quem T, 17 T^tom B. 18 predidit B. 19 aliis
locavit BT. reddunt B. f. t b. H. 20 predictum fuit BT. 21 r.
et d. g. f. f. eius H» regntim Dei BT. 23 Choüdroe BT. 25 aspor-
tare corr. ex aaportari H. 26 patr.l captivum BT. secam om, H-
' Die gescbichtlieben daten ans Sigeb. Gembi a, a. o. », 8'^.
Ibid. 43
Syriam et Palestinam hello premens, Libyam et Egyptum in-
carsans cum Alexainiria vastavlt, et erant Sarraceni siib im-
perio PersaroDi, dorier Mahiimeth stirjk^ereL Postniodom vice
versa iiigiim tue legis Persas oppressit Eraclii tempore, qui
5 ca^ucem sanctam et ZacharJam cum aliis captivis Jerusalem re-
duxit. Machiimetk mortiio Ebubebeth successit in prujcipata;
inter Sarracenos et Homanos bellum implacabile surrexit, Iri-
dignati itaquf^ Sarraceni, quod togas noti acceperunt ab erario
imperatoris Eraclii , siciit alü milites, eventii vario com Ro-
10 manis conflixerunt. Ebubebeth defuncto Humar domiiiabatur,
qui templiim Domini, quod exstat hodie, a quibusdam dicitur
construxisse, alii dicunt ab Heleiia Constantiiii matre, alii ab
Eractio a Perside reverso. Sarraceni capta Damasco Phenicem
et Egyptnm occupant, Jenisalem biennio obsessam capiiint cum
16 Antiochia et 8yria totaque Perside. l*o9t hec Romani de Sar-
racenis dncenta milia perimunt. Sarraceni stolo uavium pene
triura milinm Constantinopolim triennio obgident, sed Bnlgares
ex eis triginta duo milia occiduiit, alii fame et frigore, peati-
lentia sine numero pereunt et sie ab ubsidione com quinque
fo navibns de tanta classe confusi redierunt. De Africa poat-
modüm ebullientes Hispanos longo bello veiaverunt, quibua
Karolua rex fnit presidio» innnmerabilem multitudinem eorum,
que suppiitabatur ad trecenta octoginta quinque milia, variis
aternens pr^liis, obsea^os etiam in Narbona dnos eonim reges
u cum moltis aliis iiiterfeiit; fngientes gladium profundum ma-
rin non e vaser an i. Postea Tnrci de Caspiis po^ti^^ erumpentes
Arnieniam infestant, quiims tarnen divina virtus non defuit
l Siriam H. ^reraena corr. e prevenieng H, Lybiara B, Libiiim HT.
Egipturn BHP. 3 Miihtimech H. 4 Persas om. T. Heraclii BT.
5 Zahariam, postea del. |irophetam H» patriarcham addant BT. (3 Ma-
hn ßieuh H. Ebuber 1'. 7 et tuuc inter RoinanoB et Sarracenos ß,
ini^T Romanos et 8arraceii08 T. 8 it>| siquidem BT. quia B, 9 He-
raclii BT, milites auper-^cr. H. li> conflnxerunt H. Ebebuth T,
def.] mortuo T. M extat BIL 13 Heraclio BT. a] de T. 14 Egip-
turn BHT. 15 et om. B. Siria R que om. BT. 16 navi B.
17 ante ConstantinopoUiu delet obsident B, 18 et om. B. lö ob-
Bideone B, 20 de tanta corr. e detenta H. recedunt BT. Alfrica BH,
22 magna» B, magnus rex T. 24 spoliis H. 2ö Tbnrci BH.
304
supplicantibus. Alit Siciliam iuvadentea Lippariam insnlant
va^taruiit et iisqiie ad poibim Romaotira venientes InstaDtia
Leonis pape cooperante aibi divina gratia gravi iurbine ven-
torum fere omnes perierunt. Mauri Beneventiuii occiipant,
6 Sarraceni Apiüiam et Calabriam vastantes Oalianiim raont^tfm
occupant ibique firmata munitione multas Italie urbes debel-
lant, qui per miliciam Johaonis pape eouserta pagiia in taa^H
tum sunt attriti^ ot ounies tnincati vel capti auccumbereii^'
mnltis asser eil iibus, apostolos Petrmii et Pallium in illa pugna
1^ yhos fuhse Christianis in auxilium. Urbs Jenuensis a 8ar
cenis ab Africa venientibus cum cla^^se capta in ore gladil
cum thesauris asportatis gravi ter nimis afflicta destniiiiiril
• »» » IluiusmofJi tnnporum Umipe^tuUbus longa cancertaiia facta est
itttfr dmunm David vi thtmttnt SanJis, Cum aut-era compIaciiilH
ei, qui culpa offenditur, penitentia placatur, qui nan cotUincht^t
in ira stm miscrkordias suas, unum de miooribus elegit^ Pe-
trum beremitam, quem preconem saluüs constituit ad eva
caudaui miliciam Cliristianam, et quamquara tere centum milid
peregriuorum per Greriaoi veuieutium a Turcoraaimis interu
1« merentur, nou tameu zelus Domini cessavit, donec per Qode
fridnm ducem Lotharingie fratremque eius Balduinum, post
modum reges Jerusalem, aliusque viros nmgnificos VIII. Idi
Julii tVria sexta * post annos cirtiter quadringenfcos viginti
ex quo sub Eraclio secunda vice capta iuit et possessa civitfw"
^ sancta a Sarraceuis, restituta est a Domino Christianis, qui^
extunc ierminos suos per multiplices succeflsua ampliavit fec^f
i**tr^i-iia ßumine Egijpti usqm ad ßnrium nmgnum Eufrakn iTxxtA
r«. 7 6^ 10
1 Cilioiam H. Lippanam BH. 2 Romanorum BH, 5 Galii^
num corr, e Galienvim H, OalUannm B. 6 muoitione iirmata B, mi
niiiojie formata T. Ytalie ü debellautes ü. 7 ante pugna de!
porta H, 8 atziti H. 10 e in Je superscr. B* Januensis i^orr. e
Munieosia B. LI Affrica BH. cum classe YenientibiiB BT, 13
certatio corr. e cousertatio H. 15 continebit corr. e contioebat
17 beremitam corr. ex hereditani 2 H. 2U Bomini doiiius B, 21
talringie B. ipstus BI. Bälde winiim H. 22 reges om. B, per r^ges
2^ sexta] addit T: in divisione scilicet apoat'Olonim* 24 HeracUo BT.
27 Egipti BH'r.
IT. 9
Vielmehr um 15 juli.
305
promTgäun] prophete, Nain Baldoimis cümes fuit EdRSsaiiiis,
que est iuxtci Eiifrateiu Processu teiiiporis, cum iterum multi-
plicarentiir pectata sup^r terram, putriiiis tims Saladimis et
pater tuus Christi anos eiecerunt de possessiunibus suis iü sola
Ä Tyro remanente cuUura Christi de tarn lato regno. Liquere
tibi potest ex premissis, ChriHtiaoorom hanc esse terraui^ quam
frater tuus teuet; pro Damiuta reddere volebas eaiii totam,
preter Moiitem regalem et Craccum cum suis pertinentiis et
appenditiia. Nosti, Montem regalem potioreni esse partem
ho regni et provinciam nobilfssimam ac metropolira ditiorem alii«
ad regnum Jerusalem pertinentibus, sine qua cum Cracco diu
retineri non potest civitas sancta. ünde principes nostri com-
positionem stabilem tecuui inire non poteraut. Destructuni
iaeet regnnra et quod bodie dimitteres, cras recipere valerta,
quando tibi placeret vel fratribus tiiis treugam rumpere, For-
sitan alii Chrisliano triumpbus iste aer?atar a Domino, quit'>i*»f^»»<«
dominatur in regnis honiioum, Ideoque multum ooatria et
tuis consiilis, si prudentie tue Studium efficax impeedere cu-
raveris ad perfectam pa<.'«m faciendam, quooiam legem Christi
servantes nullatenus diu dissimulare poaaimt suas ininrias et
exhereditationeni, presertim quia Coradinus exartores buos in
Jerusalem conatituit, qui j)eregrinos visitantes gloriosuni se-
piilchrum spoliant et male tractatit^ qui tributum solvere no-
bmt pi'opter obedientiam vel non possunt propter indigentiam.
Ista criidelitaH et venerabiliura locorum venalitas legibus di-
vinia et humanis contraria, bonis etiam moribus repugnafe.
Sapiens et potens Halomou rex Jerusalem post dedicationem "U"*m*
domus, quam edificavit altissimo principi, orationem fudit
etiam pro extraneis a poputo Israel de longo vel de propin-
1 ßalduinufi corr. e Ualduinus H, Baldewmus B. fait om. H. Edaa-
»antis H. 2 Eufratem H. processu igitur B» S Salaliadinus T.
4 eiec] inter e et r delet esae videt. fe B. oni superscr. H, 5 Tiro H.
LiqJ videri T. 7 tenet corr, e teuent H. volebas eam totaiu red-
dere T. 9 potioreni partem esse BT, 10 ac corr, e nee H. H per-
tinentibua Jerusalem BT. 18 conanliraaB T. 21 exberedatioBem B.
22 in Jerusalem om. H, 26 repugnant BT. 27 Salem on H. de-
dicianem B. 28 domu« om. T principi om, T. 29 longe HB,
vel saperscr H,
OlUrr. 30
306
iO
flotir. 4t 10
quo venieiitibas pere^rinis, qiioa gratis et libenter admisit
sanctura seculare propter iiomeii Domini ma^fnum, ut
natio, que sub oelo est, vitulos lahiorum off erat Dommo in
loco, quem Dominus pro salute generiB humani separatim ele-
git. Templiim Doniini nee cum precio nee sine precio nostxx»
intrare permittit frater tuus, sed tamquam incredulos et im-
raundos repellit. Vere vos esti» iiicretluli, qui Jhesvim Christum
de Spiritu sancto cooceptum et de virgine natum confiiemiüi
et tarnen filium Dei uegatis, quia rem sicut est non intae-
uiini propter durUiam vcstram d cor impcnävns. Nog trinum
Deum protiterimr et im um, trinum pers^oualiter, unuui ess^H
cialiter; unum Deum credimua, unum E>ominum, unom omni«
potentem, eterünm» iuvisibilem, incomprehensibilem, ineffabi*
lern, super omnem creaturam altissimum. Nam quod per super-
habundautiam dicitur, uni soli convenit: in sole radius est
calor et splendor, unicus tamen ab omnibus conspicitur, simili-
tudinem umi invenimus, et tu animalis hoiiio non percipis se-
creta divinitatis et misteriuui trinitatis, Coosortem Deo nul-
luni damns, sicut falso nobia imponitur, Que enim ronvenl
quod consoriium creature ad creatorem, teiuporalis ad eterm;
corruptionis ad incorruptitmem, visibilium ad invisibilta?
nam sYr/jrrr.v d inkUigfre.s ac Hovi^sima provideres! Quid
prosunt divitie, quid salutis afferunt divitie? TratLseuni
iiebd umhra. Queras ergo, que sursum sunt^ mpicis, ipie
imtd^ ncccdas cnmfiduruL corde contrito et himiiHato ad thrmtt
ffratie iudtcis benigui d pHt ah ni, ut veram tibi fideni osi
dat, mas tua^ diriffai ei omni tefnpore cottsUia tua iu ipstß ^
manmnL Nam mamfeste magnum est pidatis sacratne
quod manifvstntum vst in cariw, n^tificatum in spiritu^ appaf
*
S offerant H» Domino ojii. B, 5 noetroB om. B. 8 proflC
mini B. 9 denegatia B. 10 cordiß veatri B, M per in marg. 2 ft_
15 calor corr« e color H, radiua est calor om. 1\ simiütudinemi
creatnris BT, 21 Incorruptionem corr. e corruptionem ö. i
äibilium H. invisibilem BT. 22 a. n. p., super quibus 2: ac nc
äima provtdercB H, BJ addunt: Deus unus ac [om, T| solu» est
\illiufi coriRortio [consortia T] potefltniie, qut in trinitatis unitaie
mnndi ^ubernat iTn])enum i^npra omnem mai^niiudtnem, quam possft
hnmiina eätimacio comprehondere, 2^ prodßrunt B. delicie BT. 24 ^
Lud B. 25 tronum Ü. 2*1 tibi c^upctBür. H. 29 mnmtGsiMtn
807
angeliSj predicatum est gentilnis, creditum est in mundo, assump-
tum est in gloria.
6.
Item epistola salntaris doetoribns Egipti transmissa.
[1221 September.]
Ptolomeiis Philadelphias, rex quondam Egypti, studiosus
B et librorum cupidus erat; per septuaginta duos interpretes
transferri fecit legem Domini de Hebreo in Orecum, quam
apud se reposuit et successoribus reliquit. Ideoque post pre-
missa convertam articulum ad vos sapientes et mathematicos
Egypti et de scripturis, quas negare non potestis, studium
10 Yestrum conveniam, ut omnes ratione utentes Christianorum
fidem intelligant et vestras responsionas advertant. De Christi
divinitate et personarum trinitate redemptorisque mundi pas-
sione, que hactenus recasastis admittere, brevis assumatar as-
sertio auctoritate scriptnrarum firmiter sulfulta. Christus, qui M«tth. ö, n
16 nan venerat solvere legem sed adimplere^ octavo die circum-
cisas fait et baptizatus anno etatis sue tricesimo, agnus sine Lue. i,m
macula, ut vim regenerativam inferret aquis ; et sicut circum-
cisio fiuem in Christi circumcisione accepit, ita consecratio
baptismatis initium per baptismum Christi suscepit: circum-
^ cisio Signum erat baptismi, quo veniente significatio cessavit,
sicut flos precedit fructum, sed veniente fructu flos decidit.
Kedemptor noster temptari voluit; nee filium Dei temptatum cf.Hebr,a,i8
dicimus, sed virginis iiliuni, in quo plenitudo filii Dei consi- er. coi. i »
stebat. Si homo perfectus non vicisset illura, qui perfectum
»s hominem vicerat , victoria eins nobis prodesse non poterat ;
qui Ade victor exstiterat in paradiso, et qui vicerat mandu-
*
1 assuptum H. 2 in superscr. H. 3 Item — transmissa addit
rubr. atram. 2 H, om. BT. 4 Ptholoraeus H, Tolomeus B. filadelfus B.
Egipti BH. 5 ante duos delet II. H. 6 Grecum corr. e Greco H.
7 repposuit H. successoribus suis eam reliquit B. 9 Egipti BH. et
om. H. 10 convincam B. 12 etj ac B. 13 actenus H. 14 ritate
superscr., o in ras. H, auctoritatibus B. 10 sue etatis B. 17 aquis
conferret B. 20 qua H, quo B. significato B. 23 filium virginis B.
plenitudo corr. e plenitutdo B. 26 nam qui B. par.] addit B: ipse
temptator Do mini f actus est in deserto, et qui.
20*
Ib
la. »St *7
I «. 109. 1
P«. AO, IS
ciinteoi, victiis est a Domino ieiunaale. Tempfcataa est, iit
temjitatorem cum omnibus temptatioiiibus suis i*inceret; paaBug,
oi uiüversaa pa^sgiones comprimeret, morttuis, ut mortis im-
'■ periuni siibiugaret, qui peccatum non fedt, mc mvmüus est do-
lus in ort' mis. De Imc temptatione Zacbarias: Osietidit niichi
Jhesum saeerdokmt magnum skmkm coram atiydö Domini, H
Sathan sicihat a dextris nus, ut adversaretur ei, d ducU Do-
minus ad Sathan: Increpet in tc Domim^ Sathan. Nuraqiiid
mentiri potuit et se Deum dicere, si non enit, qui miracnla
fecit, que imllu8 alias facere potuit, cum Deus Hebreorum
numqiiam p&ssus sii, superbient^ de populo suo absque ali-
qua ^ravi plBga preterire? Nam ai Deus non esset et se Denm
diceret, mortuis vitam C4:mferre iion potinsset nee imperare
ventis et man» nisi dominus elementorum et princeps iotiua
creature. Pater dicit filio ; Füitu^ mais es tu d hodie gnnii k^
et filius patri: Ipse invomini nu\ pater nmi^f es. Item: Ex
utero ante ludfWnm genui te, et de Spiritu sancto: Spiritum
saneium tuum ne anfer a nie, et rurBum : Spiritu oris eius
omnis viHus eorunt, scüicet celorum. Intelligite que scribo:
noti ita generat pater filium, sicut homo homineiUi nam Deos
semper pater fuit, quia semper filiiis exstitit, cuius pater e^t;
non ergo ex accidenti sortitus eat hoc uonien , semp^r enira
pater et verbum et virtutem et sapientiam habuit. Verbum
dicimus Dei virtutem Deique sapientiam, que semper in patre
fuit. In corde iiatris hoc verbum semper fuisse, ipse Deus
pater evidenter expressit dicens ; Eructavit cor meum perhum
honuntj et ipaa Sapientia dicit: Ego mpimtia eo! orc AUissiwi
|w*ödti, c^o /eci, ut oriräur lux^ quafuio preparabat celos ade-
l eflt autem B. ut carr. ex titque H. 2 ams om. ß. 4 nee in.
est do. in 0. eins B. 5 Zct »uperser. H. 6 ante stantem del c B«
7 et 8 Satan B. 8 in auperser. ü. nunquid H. 11 ante de del.
super B. populo äuo posiea addit 2H. 14 princeps om« H. IS t
et h. g. t, H, tu et h, g. t et filius me. e* B. IG p. m. e. H* pater
mens 6B tu B. ex — genui te, et ilius patri : ipse B. 17 ante Inc.
g. t. H. ge. B. 18 tu. B. au. a me B« auf. a, m. H. eins om. H.
19 V. e. H. icilicet Mupemcr. H, id est B, 23 ante et deL habuit H«
verbum habuit et yirtutem babuit B. 24 et Dei B. 20 v. b. H»
ver. bo. B, 28 ego corr. ex ergo H.
I
I
I
309
JO
If.
\
mm ۟ ctwda romponnts. siabiUms montes, firman^ ter-
~fafn, ftuithns ßmnlna. Ergo cimi sine sapientia minqoaiii fuit'
et siiie virtiite, rjuis aiidet dic^re, hoc nouien Üeo ex tempore
advenisse, cum semper fuerit et sit pater, sooiper faerit et ait
fiüus, ciiius pater est? Profunda sunt bec et saliibria et sobrie
cogitanda, sobrie tractanda. Mich! ieipossibile est generafcionis
oteme scire secretuoi; super oninem sensu in est, ([um ptut I)n
exsuperat omneni stmstifH ; mens deficit, vox silet, uon mea tantum
sed angloruin; supra pote^tates etCheruliin etSeraphin snnt hec,
Midri scire licet, quod natus sit, disciitere non licet, queuiadmo-
dura uatus sit. Huc Paulus raptus ineffabilia dicit. Getieration^m
m4.s guis (^arra}ntY Habet gi^ueratiouis inunitate gloriara, qui
habet innsitate pot^statis gratiam. Temporaiis etiam generatio
filii ineuarrabiüa est. Sei vitrum sine sna et illiue leaione pe-
netrat, sie integra virginitate sol iustitie veuit in muudum, et,
ut sie nasceretnr. illum decuit, nobis profuit^ nt mundus uatus
nos raundaret, potenter natue nos infirmos roboraret. Partum
virginis duo prophete predixerunt» Ysaias: ^cce virgo condpid
et parief fiUunt, Jeremias : Norum fadd Domititts super ierram
m. C.i\^ Hie mulier nomen soxns est, non factnre. Ignotns
wakm per noraen proprium propheta eiuedem virginia nomen
eipressit. Nam in longevis Thracie muris homo quidam fo-
diens invenit lapiileam arclmm, <iuam cum exptjrgfisiset et
apperuisset, in veuit mortuum iacentem et litteras couglutinataa
» arcbe continontes hec : 'HJhristae nascetur de Maria virgine et
in eum credo. Sub Conatautiiio et Hirena imperatoribus , o
Bol^ iterum ine viiiebiB.*' Si haue prophetiara non admittitis,
quia legitur in Romana historia, duorum premissoruni prophe-
•
1 cum eo componens omuia B, c. e. c, c. H. 2 fußdans B. imm-
quani B. 3 ante nomen del, ver H. 5 «obrie tractanda in marg.
2 H, addit B; ac «ine oblfvione retinfinda. impOBsibile michi est B,
e«t BDperacr, TL 7 anprii B, 9 et om. B. 11 hec B. 17 natu«
superscr. H. noa om. B. 18 post prophete del. duo H. eonci. et
pa. t B, 19 et Jeremia» B. dominus super terram mu. cer. vi. gre-
mio uteri sui B, s. i. t. H, 20 fracture, r fluperscr, B. 21 pro-
pheta in partu virgini« eiuudeiii B , post propheta deL in partu H.
22 ev in longevis auperscr. 2 H, logiR ß. Trade BH. 2li archam
lapicleani B. cum superucr. 2 H. 24 repperit B. 20 Hyrene B,
^ Die stelle ist nicht correkt, vgl. die Vulgata.
f. TfoT. S, l»j
PM». *, T
iMl. M, 4
immh 7, 1«
Jorcni, Jl» a
310
turuiii tr-stinjouiiiTM siiffieit. Vestrp iHfris imctöribiis vos coß-
viiicani. Jliesuiu Christmii iDtiücoiiter vixiss^e, sanrie et iuste
et pie, ac iiiaxiDiis clarubsp virtutibiKs legis vestre Über pro-
fitetiir. lusta enini defensio est, qua comprflitur unusqubque
»e religirmis niictoritate convinci. Constat tTgo, legem qnam
dedit irreiirelieiisibilenj, honesfatu et salubrem esse, de qua
testinionia proferre possem sufficientia , sed vo^ negativ in
ewaiigelio scripta reperiri, qiie vestris observantiia contradi-
cuiit Epistolas Pauli non recipitis, qm saluberrima profert
Jo dociiiiienta et conversationeni nostram honestis infumiat disci-
Tn,i, u-üpHnis, ut sohrie et iuste fi pie rnvamns in hoc seatlo r^sprc--
fnntes hmtam .•?j)f*w« H advetttnm tjlorie mafftii Dei. Hebreonim,
Oreconini et Latin orum discipihm Moysen et prophetas fre-
quentant, probationes snas ex eis affertint, fundamenta stia-
ih rum assertionum in eis nierito poiiont. Ezechiel aecretortinj
Kn. 1. 1« Dei C011SC1118 ridit füittni h mtdio roU\ Bovnm testamentncTT
in veteri, riuod im um predicit fntnruni, ulind ostendit factum.
Consequens est, u^ passioneui Christi et pa^isioois circnmstan-
tias ex hiis, qiie olim predicta sunt, in medium producamus.
20 NiiUum vero vestre legis ex prophetanira verbis inYenimiifi
fundamentiim. Yaaias non ut propheta enigmatice, sed ut
ewangelista munifeste passionem Christi antepredixit, et qnia
duris cordibiis incredibilia de huinilitate Christi dictunis
erat, premisit: Quis credidü auditm fiosiro¥ Divin itatis autem
niagnitnttiiiem subinngens alt: (h^mrationetn nus quis cnarra-
hiiY De Juda proditore, qui fuit iinn« de dnodecim, ait Dand :
I".. 40» 111 i^hii eiMnit panes meos^ matfmfietmf super me supplaniatimienk.
»»ob, li, la De pucto proditionis inito cum Jud eis Zach arias: Appvndrttsnt
mercrdent mmm triginia argenteu. De reiectione pecunie idem:
#
1 Tere H. aüctoritaiibuB B. 2 convincam corr. e contineam H^
3 ac om, H* virt.] miraculiü B, 4 est Huperscr, H, om B. 5 relli-
gionia H, 5 ergo] igitur U, y repiieriri H, 9 que B. profe-
runi B 10 intomiant B, 11 et om K et] ac B. eeculo e. b. ^<
et a. g. iD, d, H , se. exp, be. «pein et adventom glorie mag, Dei B
15 eis] ipais B- 17 in in ras. H. 19 his B. deducanius B.
20 noatre H. 21 enicinatice H. 22 ante fonge B. 23 li in io-
credibilia superstr H. Christi filii Dei B, 27 mag. 8U. nie, sappl B,
m, ». 8. H. 28 Zachariaö ait B. apprenderunt B. 29 reiect.] e in
ie superscr.
I
311
Pro'ufvi ilhs In domiim Domini ad statuarium. Quod cai)tii8 ''«i.. u, 13
est in horto, Jeremias : Spiritu oris nostri Christt^s captas est '"»""• *» ^
in peccatis nostris. Quod ligatus ad indicium ductus est, Es-
dras ' : Vinxistis nie non simt patrmi^ gut liberavü vos de terra
ft Egypti^ et alibi : Comprehendamas iustum^ quoniam eontrarins ^v- «. «
est operilnis nostris. Cum tarnen volens venerit ad passioneni
in asello, Zacharias: ExidUi satis, filia Syon, itdnla, filia Jeru-^'^^y»- 9*9-10
salem^ ecee rex tuus ve^xit tihi iustus et sahxifor^ ipse pauper
ascendens super asinam H super pidlum filium asine, hquetur
10 pacem gentihus. Unde ipse dixit : Et quidem in hac die, que luc. w, 4s
ad pacem tihi, nunc autem ahsemidU^i sunt ah oculis tuis. Se-
qnitur : Potestas eins a mari usque ad mare et a ftumine usque z*«»»- p« i«
ad fines t^rre. Ductus autem ad Pilatum multipliciter est
illusus; Jeremias: In illusione factus sum populo huic; Job: Jorom. 6,«8
ib Aperuerunt super Wi' ora sua, exprohrantes percusseruyit ma- jobie, n
xillam meani, saturati sunt penis fneis; Jeremias: Dahit ^^er- Thr«. », m
ctämiti se mawülam, saturahitur opprohriis; Micheas: Percus- Midi. 8,1
serunt maxilhm iudicis Israel; Esdras': Clamantes ante tri-
hunal iudicis humiliasti me, sus2)ensum in ligno morti tradi-
io diMi me. Ligatus ad stipitem flagel latus est : Ysaias: Dorsum iwn. 6o,e
meum dedi in flagelhu maxilhs mens in palmas. faciefn meam
nan averti a confusione sputorum; disciplina pacis nostre super i"i »j, s
cum. Coronatus est spinis; Jeremias': Spinis peccatorum suo-
runi circunidf'derunt me populus hie: Ecclesiasticus : Multi fy- y-ceu». u, 6
2b ranni stde^'unt in ihrono et insuspieahilis portaint diadmia;
*
1 inj ad H 2 orto H. spiritua B. 3 ante ductus del. cap H.
5 Egipti HB. 6 venerit corr. e veniret H. ad passionem venerit B.
7 in om. H. satius B. 10 die tua B. 11 tibi] tuam H. abs. te
8. H, abs. 8. ab oc. t. B. 12 Potestas eius a. m. u. a. a. et a. f. u. H,
addit B: ad fines t. or. t. 13 ductus ante pontifices et Fylatum B.
post autem del. pontifex H. post Pilatum del. etiam H. 14 ias
postea addit 2 H. sum] est H^ et Job B. 15 aperueruerunt H.
16 et Jetemias B. 17 percutientibus B. maxilla B, m. s. 0. H. et
Micheas B. 18 in virga percusserunt B. et Esdras B. 19 humi.
liastis B. tradidistis B. 20 unde Ysaias B. dorsum — sputorum
om. B. 24 et Ecclesiasticus B. tiranni B.
' Nicht zu finden, vgl. Pseudo-Esdras IV, cap. 1, 5 — 7 u. 28, s.
Röhrichts ausgäbe s. 168. ^ Nicht zu constatieren. ^ desgl., vgl.
Röhricht a. a. o.
IV «I, IV
10
JmU «, Ht
fV a\ t.
hiw; coruou conniHvil cum noverca siia siiiaijfotra, gloria et bo-
nore pater eiius, alia Corona inater sua: Egnfiimini, filie Syon^ I
rit vidd4' regem Sakmonnn in diademate, quo coronavit mm
mater swi in dir drsponsationis illius; feria sexia coticeptns
est, et tunc desporisavit sibi ecciesiam. Tesiimouiiim contra
innocenteni ; David : lusurrexerutd in me festes inupii H mrii*
iUa e*st initpiitas sihi, Exspoliationem vestium in eodem : Di-
viserunt f>iln vestimnda mm H super vrstcm mcam mistruni
soHefH. Cnicein suara propriis Imiiieris portavit; Ysaias: Fac^i
tus est prinrijHdiLs super hnmerum v'ius; hec eat rlavis domus i
David posita stiptr hunttros cius. In l(x;o dampiiatorum cruci- ;
fixus est ; David : Propür verha hddorum tuorum ff/o ai^hdivi
viaji duras latroniü. Ideni de esca et feile et aceto : Dcderttnt j
in i'smni wmm fei et in siti mea potavernni me ticdo. De nia»
iiibus exttnisis in criice Abacuc: Conma in manil^ts eius, ubi i
fortior forteiu superavit, ante facietn eius iM mors. Morte cru-
cis tnnc furpissima condempnfwerunt etim, siciit scriptuoi est^
io libro Sapientie; jiunc autem criix a sopplicio latrouuuj trans*
ivit ad frontes imperatorum. In crnoe fodtrunt mantis mwyw 1
d pcdrs nicffs; diitmnerarmint ownm ossa mva. MoyRt*s in f)en-|
teronomio scripsit : ICrit rita fua pendcns ante ocfdofi tuos, ei twn ,
credes vitc tue. Aqua de latere salvaiuris fliixit; Ezechiel: Eccel
aqtie reiiundantes a latere dextroj que primo parm Jucrunt uaque
ad talos^ qnando baptixati sunt credentes de Judeis in Jeru-
Halem. Deinde aqua ad fjenaa crevit: bö|>tizftti sunt enini in
Jiidea, Saniaria, Antiochia; poatmoduui nstpie ad rcnes, oam
aque baptiami per totuni mimdiim Hnxernnt, ah utraquc pari€ \
2 UTitie: Egrediniini B. S Saletiiotiem H. qua H, co. 6. El
5 e«t om. H. 6 m. e. in. ßibi H, 7 expoliattonem H. in eodem
onu H. 8 ve«, B, v. m. et «. v. ni. m. s. H. mcam om. B. 9 sorte B.
auam om. B. tinde Yaaias B. 10 prinripötus eiu^ su, hu. eino B,
pnncipatus a. h, eiue II. domua om. BH. H bumenim B. 12 [vl,
tu. ego cuius vi B, la [corr. e lab.] t. e. c v. d. H, 13 item H.
T4 meam fei. et in ai, ma. po. me aceto B. in. f. et in s, m. p. m. a H*
15 in cruce om. H. ma. H. 16 eius om. B. 19 raeas om. B, I
20 et pedes et omnia oflsft eiu» dinumerabilia fecenint B, et p. b. o. o. ]
m. H. 22 tue om. B, unde Ezecbiel B. 24 sfid quando B. b;ipli'
:fiati coix e baptimtti H. 25 ad super deleto in H, 26 o in An-
tiochia ÄUperacr, H.
tf/trcfäis lirpui muUa^ umne litjnmn pomlfcrum insti» afftrem o*«. i. u
frudum, quin fmdus sunt in cilmm, nam per hoim opcra et
cxeuiplü {uiHciinur d folia bonf>ruai verborimi sunt in nutlici-
iianh Xere murtnim e«t in criice; Daniel: Ovciddur ChrisUis i».... »«, st«
"v d nun trit vius poptdm, qui mm ncffaturns ast; Doixiintis per
Ysaiam : PropU^ scelus populi nun ptrctissi ettm. Passtts est i^
et mortuu8 Ikms et homo imn in divinitate, sed humanitate.
Swl splendure suu arboreni circönifimdit; cum arbur ineidiiiir»
ictuiii ferientis ferri splendor solis tfxcipit priiisqoain pertinga-
1" tur ad ligmiiii, sed splendor a dolante nee incidi potest nee
separari; sie divinitas nee separari potuü nee incidi. Quod
auteni passioni subiacuit^ videlicet liumanitas , sit iit lif^auiii
et teneri potnit et ligari, vulnerari et pati. De sepultura eins
Jeremias: In sqmUura eius retnrisiTtii mortui ; ideoi*: 3Iörii-^f-^i>f*^'**^^
i^ fiairtTunt in hftttm vitam meam d lapiflrm posnern nt supvr mr.
A niorte teneri nou potuit, sed resiirrexit ; David: Non dahis i» »vta
sanäum tuum viäere mrruptionem; Micheas: Ne leieris, inimica »«"«=»' ▼. >
mta^ mipir me^ tpiia cmdi: consurfjmn, Premisaa prophetice
predicta in Jhesuin constat esse completa, sicat Matheiis et
«« Johannes, qui cum ips*.» arabiila^erunt et presente« ambulabant
et presentes oninia ridebant, quando in terris visua eat, citm
boniiiitbus conversatus est, in suis testantur ewangeliis: Lucas
siiuiliier, cuius laus est in ewangelio per onines ec€lesin8; item
Marcos, qui ab ore F*etri. apostaloriini principis, liec aiidivit
2ö et fidi^liter consrripsit. In hoc (rt/o rcrhum verum ejit , quod j^l. «♦ i»
olii seminaverunt, videlicet propbete, tdii messtu^runt, sei licet
apoj^toli* Ipsi mim proftdi predicavermd Domino cooperanle *i tc, tn, v/^
d svrmomm confirmank sequenfi^ms sifßni^, Si quas respon-
•
1 iut^tis scilicet H. atterentea B. 2 per bonorum operum ex*
empla ß. 4 unde Daniel B. 5 eins »nperäcr. B, qui nugatunii
est eom B. 6 euiii] e. H. 7 et om. B» auperscn H. rnortuuB eat B.
8 Soll addit in niarg. 2 H: comparacio humanitatis Christi paesibilis
et divinitatifi inpaBsibilis. IS el lij^ari potuit et teneri B 15 la-
cura mortis B. pofiuenint lapidem B. 16 surreiit B. 17 8. vi,
cornjptioiiis H< et Micheas B, 18 prophetice corr. o prophete H*
19 in Christo Jhesu B. 20 qai — conversatUB e«t om. B. 24 ])rin-
cipia apostoloruni H, 27 predicaverunt videlicet B. Doramo co. et
aar. con. se, &ig. [t. 28 seq.] b. b. H,
1
fe
Vgl. Röhricht a. a, o.
314
siüTii'S ItabfÜs rontru hi*€ iininiu, rescribite, nt vpritaft a»
UMik ?.vi tiiinis Mvi nnshi* clarius eluceecnt. Fides uostra siijpr ßrmam
piirmn fmidcita, k»stinioniis patriarchanini, j>ro|»hetÄnim, apo-j
stoloruiH vi iniraniloniüi iiioxpiii^tuibiliter vallatiir contra om-
11 Cor, io[\*'^''" (fltiftfdiHtw riioikiitem st' atlrn^^u-s vt*rittitnn et doctrinatuj
lüur, I. IN Cliri«ti. Verbum cruds permtMms tmi^mi duUUia fM^ Ali«
\h\A.u atU^'m, qui Hnlvi fitwt^ rirtvs Ihi est. Cnicifixiini crediriius, crti-|
.f. uom. i,ia dß^rnm pinJIrantus, cruciHxuni fjon eruheseimus. in cruce Do-|
mini Tiostri Jhesu Christi seniper et iibique gloriamor.
Brief an den <il)t von Prc^mootrö wegen des propstcsj
Ilerdericus von Schildwolde.
H224 raftr«.!
1" Veiierubilibus viria, tlomnü Conrado Premon st raten si ab-
bat! cuterisque abbatibus ac tüti capitubi Prerfion8trateQsi OH-
verus servus crucis enipticius, Colon iensis (.■ancellarius, para* fl
tum semper cum devotis orafcionibus obaequiiirih Cum ex man- ^
dato sedia apostolice Frisiaai Colonieusis provtncie peragrarenj,
10 duo8 in ea viros Premonstratensis habitus inveni. Alteri illo-
nun, vidolicet Emoni abbati ' Floridi Orti, a clern et populo
pleniini testinionium modestie ac laudabiliä vite perhibetur;
reliquus, Herdricus de Skeldwalda prepositns, iion solnm apud
populäres, verum etiani a bonis et gravi bus snflicienter infa-
^u mator. Officialia enim gerena negocium excomniunicat et ab-
solvit, ecclesia.s claudit et aperit pro precio, et quod abhomi«
nabilios est, baptismum parvolorum impedire nititur, quibus-
dam ecclosiiüf crisma uegando pro imitis vel paucoruni delicto J
hisi pecunia crisma rediuuitiir, IJec aiitem vobis significo, j
'^^ qiiia geiiteiu Friaanuni diligu» que fide stabilis et in armisJ
strennua iterum se preparat ad Terre saricte subsidiuni taiil'
2 flupra B. Ermaiii om. B. 6 quidem oni, U. est stuJtitia B.
7 Dei virtaa B. crucifixum corr. e orucifexuiu H» crucifixum credimtii
om. B. 9 nostri om, IJ.
^ Emo war damals propst ; er wurde nach Rainer eigenen an^be
erst 1225 mai 23 abt, vgl. Chron* s. 502.
315
in bellatoruin nunierosa niultiiudine, quam iiaviuin utili ac
uecessario mstanti expeditioni provido apparatu. Sane quo-
niam ordinem vestnim veneror et amo, excelleniie vestre reli-
gionis 8cribendo, quantum audire placet, caritative consulo,
b quatinus, si prenominati fratris vulnus fuerit medicabile, sicut
habitu, sie obedientia incorporetur homo. Alioqain imniedi-
cabile vulnas ense spiritualis gladii precidatnr, ne pars sincera
trabatur, et scandalum per genteni devotani et ad obsequium
Salvatoris ninndi promptam latius dilatatum grayius animanim
10 periculum inducat.
8.
Brief an seine begleiter in Friesland wegen förde-
rnng des kreuzzuges in seiner abwesenheit.
[1224 ende mai.]
Ad concilium donini Portuensis episcopi, 8(?dis apostolice
legati, pro negocio crucis principaliter nos oportiiit accedere.
Ideoque quia fidelitatem vestram et industriatii experimento
didicimus, ne^ocium crucis, quod nobis a sunirao pontifice
'ö commissum est, vobis tarn in Groninge quam per totsim Fri-
siam Monasterieusis diocesis committimus in absentia nostra,
sive in terra pacanda et armis deponendis, sive in causis signa-
torum. Quia si non omnes etc. ^
9.
Brief an die geistlichkeit Frieslands über den
günstigen fortgang der krfenzzugsbewegnngen.
[Köln, 1224 juni 2 — juli 14.]
Honorabilibus in Christo niis dilectissimis abbatibiis, pre-
20 positis, decanis, consulibus et populo Frisie Oliverus servus
empticius crucis, Coloniensis scolasticus, verbi crucis minister,
vitam bonam et exitum felicem. Laudans Dominum laudabo,
' Die gewöhnliche formel der päpstl. schreiben, die mit geringen
abweichungen folgenden ntohenden Wortlaut hat: Quia si non omnes
hiis exequendis potueritis interesse, duo vestrum ea nichilominus exequan-
tur. Die worte *quia — etc.' fehlen in der anderen hs. der chronik Emos.
S16
^audeiiH it) Domino guiiddio, miuriuiih miiinubo prüfectimiS
gucii crucis. Nam postqimm a vobiö recessi, laiidegnit
Tliiiriiigie ' , regia Ungarie * gener, miles iuvenis et in armid
strenimus^ divea ac potens, cruceni transuiarioaiu accepiti
A cum eo deceni couiites^ niilites etiam pkiriini et {lopolariuii
tiirba, que dinumerari non poiest Noiiim preterea vobis
citpia^ qiiod r^aiii cum irroviuda Brenninsi et Coloniensi na-
valem exercitiini i^reparant. Uiide vos nioneo, quatiinis con^-^
stantee et pürsjeverantes esse velitis in apparatu naviuni se^|
10 cundnm formara temporis, qtiani vobis prt^ecripsi, cum apud
VC18 essoni. Illiid etiana acitote, qiiod domuus Imperator de
Sarraceiiis 8id1ie trimiiphaviL
10,
Brief tiii den iiiagister Salomoü wegen der falschen^
kreiizprediger.
1225 Oktober — 1227 imgust.
MagiBtro Salomoni Oliyerius cardinalis. Constituti iti Rc
mana curia nuntii venerabilis in Chriato patris D. ' episcop
1. publice suut proiestati, quod idera a sex annis vel qiiinqiii*
prHeritis nullos omnino ad predicaudum in Teutoniam miserit
neque Sindraduui nee Henricum laicum ad id recipi fecerit
crucesignatiH Terre sancte pauperibus aut debilibus habentibu
citra deceui ve\ duodeciui raarcas, conimiitare volentibüs vota^
20 sua, cum 8Ui)er bis apud sedem ajKistolicani fnerit ditiainatii».
Cupiens igitur servos crucis Chriati pseudopropbetarum doo^|
trinia variis non abdiici, qoi prefati episcopi falsis litteris, ul
accepimufi, innituntur, sed et obstruere viam fraudis eis, dis-
cretionem vestram monemus attentius et roganius, qucnl bis
UÄ falsis predicatoribna largas indulj^entias facientibus oblitis sa<|H
lutis propi'ie cruce aigualorum vota fraudulenter coiuniutanti«^'
bua^ cum anctoritateni non habeant super bis, resistatig viri*
liter et potenter non periaiittcntes crucis negotium ab aliqui-
bus defraudari premonendo crucesignato» per Teutoniam uni-H
so Versal iter singuios et smgnlariter univeraos. (
' l»u<iwig IV, ^ Aadreas IL ' Wol nicht richtig statt
S(alomoiiiB).
VI.
Beilagen.
t -
319
Papst iDüocenz IIL beauftragt den dechant nnd
archidiakon yon Paris und den Kölner domsehola-
sticus Oliyer, den streit zwischen einem ßeimser
kanonich nnd dem Bemigiuskioster wegen gewisser
altäre zn entscheiden.
Lateran 1207 märz 26.
Tnnocentius .... decano et maiori archidiacono Pari-
siensi et O(livero) scolastico maioris ecclesie Coloniensis Pa-
risius commoranti saiutem et apostolicatu benedictioneni. Di-
lectis filiis D. Remensi canonico et N. monasterii sancti Re-
6 migii procuratore in nostra presentia constitiitis dilectum ii-
liura nostrura J. sanctorum Cosme et Damiani diaconum car-
dinaleni eis dedimus auditorem, in cuius presentia canonicas
proposuit meraoratus, quod bona memorie 6. Remensis archi-
episcopus ad petitionem decani et capituli Remensis ecclesie
10 auctoritate indulgentie ab apostolica sibi sede indiüte, ut sci-
licet altaria, decimas, redditus et alia, que bone memorie W.
predecessor ipsius monasteriis et quibusdam personis minus
licite duxerat concedenda, ad manum et potestatem suam ca-
nonice revocaret, altaria de Lovois, de Driencurte et de Vil-
16 lari in Silva ad Remensem ecclesiam de iure spectantia , que
dictus W. predecessor ipsius preter Remensium canonicorum
assensum ecclesie sancti Remigii pro sua voluntate contulerat,
de prudentum virorum consiiio revocavit; que cum idem G.
archiepiscopus dicto canonico eiusdem fidelitate ac devotione
20 pensatis postmodum concessisset, supi adicti monasterii monachi
ad nostram audientiam appellantes fructus ad altaria predicta
spectantes contra iustitiam occuparunt ; unde canonicus supra-
320
dkhis donaiionem de ipsis alturibn.s sibi failam auctoritaicil
apoätolica confinnari et fructus metlio tempore preceptos
eis sibi restiiiii postulavit, Procurator vero monasterii ei ad-
verso respondit, qiiod, cum memoiatus W. qaondatu Remensis
ß archiepiscopiis eideui iiiODasterio canonioe contulerit altaria
supradicta, et ipsa donatio postea fuerit auctontate sedis apo-
stolice conBrmata, e»dem altaria fere usque ad hec tempore
monasterium ipsum sine aliciiiua contradictione possedit; prop-
ter quod procurator ipse sollicite poatolabat^ ut monasteriam ^
10 ab impetitione canonici supradicti absolvere dignaremun Nos S
igitur [causam iätam] vestro duximus examini committen*
dam f per aposiolica scripta mandantes, quatinus tarn super
preiiiissis altaribös, quaDi super aliis altaribus et rebus aliis,
de quibu8 inter ipsum D. ac monasterium questio a^tari di* fl
IS noscitur, inquiratia plenius veritatem, et quod canonicum fuerit
appellatione postposita atatuatis t'aeieutes quod decreveritis per
censuram ecclesiasticam firmiter observari. Testes autem, qui ^
noniinati fuerunt^ si se gratia, odio vel timore traxerint, per
eandem districtionem appellatioue cessante cogatis veritati
ao teatimoiiium perhibere, nullis litteris obstantibus preter as-
sensum partium a sede apostolica impetratis. Qaod si hod
omnes hiis cxequendis potueritis iuteresse, doo vestrum nichilo*
minus exequantur,
Datum Laterani VII. Kalendas Aprilis, pontificatus noatri
'imno decimo.
Aue Varin, Archivea adminiBtrativeB de la ville de Reima t« 2, s. 461.
aro. XXX»
2,
Papst Innoeenz IIL beauftragt den biseliof toh Genf
nnd den abt von Bonnevatix, dafür zu sorgen, dass
der bischof Ton Grenoble dem magister Oliver die
kirche in Epcrnay mit ihren eiiikflnften zu ruhigem
besitz übergebe.
Rom, 9. Peter 1208 Januar aO.
Episcopn Gebermensi et abbati Bfruevaüis Viennensis dio-
321
cesis. Giim virtus mutuo sese diligat et. aspernari contraria
dinoscatur, si meritnm virtutis et gratie, quo dilectus filius
magister Oliverius noscitur preminere, venerabilis frater noster
Gratianopolitanus episcopus diligentius notavisset, profecto di-
6 lexisset illud in eo, qnod in ipso, quemadmodum in episcopo
decet esse, nee coropulisset eum ob illud ad nostram presen-
tiam laborare, quod contulisse sibi virtus qnidem esse videtur,
Vitium abstnlisse, presertim cum temperanter extra pauper-
tatem et citra divitias volens esse, apud ipsum pro sua ma-
10 luerit caritate necessario, quod sibi dederat, beneficio manere
contentus, quam nlibi pro virtutibus suis, que minime susti-
nerent eundem sustinere defectum, amplioribus abundare. Qua-
liter autem eum super ecclesia Aspernadi dudum sibi ab eo-
dem concessa post receptionem litterarum nostrarum, quas ei-
iB dem magistro de ipsius confirmatione concessimus, aggrava-
verit, non nos latet, qui verecundie sue parcentes exaggerare
nolumus quod est gestum, ne quod iustum est iuste agere
compellamur. ünde nos eidem episcopo per scripta nostra di-
stricte precipiendo mandavimus, ut dictam ecclesiam cum fruc-
20 tibus inde perceptis memorato magistro sine dilatione resig-
nans, permittat eum ob reverentiam apostolice sedis et nostram
sueque probitatis obtentu ipsam pacifice possidere. Ideoque
discretioni vestre per apostolica scripta precipiendo mandamus,
quateniis, si prefatus episcopus quod mandamus neglexerit ad-
25implere, vos eum ad id sublato cuiuslibet contradictionis et
appellatiouis obstaculo qua convenit districtione cogatis.
Datum Rome apud Sanctum Petrum IIL Kalendas Fe-
bruarii, [pontificatus nostri] anno decimo.
Baluzius, Epistolarum Innocentii III. toni. II. s. 120 nro. 201.
Migne, Opera Innocentii, IF, 1304.
OUTer. 21
ITT^
828
Namen-Begister,
Die Sterne bei der Seitenzahl bezeichnen die namen im kritischen apparat
und in den anmerkungen. — Das register ist lateinisch abgefasst, weil
es sich zum weitaus grösseren teil auf den lateinischen text Olivers
bezieht.
Aaron 6, 30-2.
Abacuc proph. 60-2, 312.
Abagarus rez 114.
A bar im mons 6.
Abdalla 123.
Abdias proph. 12, 42, 44-5, 50.
Abdingbof v. Paderborn.
Abdon index 36.
Abel 3, 7, 29.
Aber Cynei 35.
Abessan iudex 36.
Abibon 21.
Abilina 76.
Abinoe 11.
Abobi 71.
Aböl an t, Robert, clzxvii.
Abraham Ivii, 3, 4, 7, 11, 13, 14,
28-30, 60. A. puteus 110.
Absalom 39.
— canon. s. Vict. Paris, v. Paris.
Abya rex Jude 40-1.
Abyathar proph. 38.
Abjdos 135.
Abymelech rex 35.
Abyra 42.
Abyron 31.
Accaron, Philistea Ixxzii, 10, 11,
33, 36.
Accium 74.
Accon, Ptolomaisxxviii, xxxiy, Ixvi,
Ixviii, IxxT, Ixxxii-iii, xciii, ciii,
cxivTÜi, *cxx, cxxv, cxxviii-ix,
cxxxii, cxl, cxliii, clvii, clx-ii,
clxxiv, 6, 11, 69-71, 90, 94, 97, 99,
102, 114, 116, 138, 142-3, 145,
148-52. 154, 162, 164-5, *166, 168,
171-2, 175-7, 245, 250, 2546, 280,
288-91. ^ A-enses 268. — A-ensis
episcopus (Jacob, de Vitriaco)
167, 176, 229, 289. — casale
A-ensis episcopi cxy, 143.
Achab rex Israel 42-4, 47.
Achan »32, »238.
Achaz rex Jude 47, 52.
Achazias, Azarias rex Jude 46-7.
Achor 32, 238.
Acrisius 29.
Adam Ixxix, Ixxxv, 3, 307.
Adama 4.
Addo frater Emonis xix.
Adelheidis regina, uxor Balduini I.
xcvii.
Adherbal 72.
Adimarus v. Podiensis ep.
Adolfus V. Colon, archiep., Monte,
com es de, Tecklenburg, com de.
Adony bezech 33.
Adonyzech 32.
Adrian US, Elius, imp. 14, 77-8, 88.
21'
^^v ^^
^^m Adara 40.
Alexander Macedo. masfnns ci, 61-2^ ™
^H A(re<;h 43.
6ü'7, 71, 103, 178-9, 243, 268.
^H ÄfricM 6. 52, 120, 128, 286, äOS-4.
- papa UL 133-4. M
^^1 Agamemnon 36.
Alexandra 12, 67. 124-5, 130.24$fl
^^M Agareni 2:32, cf, Babylonii, Sarra-
254. 259, 264. 267, 303. — A*nuaH
^^H ceni, Turci.
Patriarch, Ntcolaus 276. ^M
^^M A|jfgem propb. 60, 63-5.
Alexis fiUa regis Balduim IL 10^^|
^^H Ageldemach 19.
— regln a Cypri v. Cjrp. ^M
^^M Agnes ßlia regis Fratia 135,
Alexius imp. Constant. 84, 99, UCkH
^^H Agrenenais t^p. Thamos 162. 16S.
— 61. Manuelis imp. 135, ^M
^H
— protoaevasto 135. ^^^B
^^1 Abia propb, 41,
Alfonsus rex Castelle v, Ca4|i^^^|
^^H Ahialon, Ayon* iudex 3d,
AUFüla V. Fabe plan. ^^H
^^H Ahiel V. BieL
Allacbiber 17. ^^H
^^H Ainardus procnr. Danrnsci v. Dam.
Ahimbadi v. Mebedi. ^^^H
^^1 Ain-^alüd v. Tubntiie i'oua.
Almatariyeb *12ß. ^^^H
^H Ain'üJS^Sultiln ^22.
AloHli xc, 102, cf. Babytonü, säi9
^^M Ain-TubaÜD v. Tubaiiie fon*.
raceni. ^M
^^H Aksonkor v. Bnrsequmus.
Alpes 12. B
^H Alapiacviii, cix, 106, 109, 110, U5,
Altena, com. Adolf de, v. Cotonfl
^^L llö-y, 128, 130, 134, 138-9, 256.
arcbiep. H
^^^^ft — A-e soblan. Serapbua 256. —
Altmannus scolast. Pnderb. v. Pad^f
^^^m A-Qi 10^, 13^, 20 L
Alverj\ia S3. ^M
^V Alba 30.
Amalecb 11. ^M
^H Albana 7,30.
Antalricoa rex JerusaL (Frater Bal^|
^^m AlbaneüHi^; episc. v, Pdagius.
duini mo cUxiv, 119-22. 124-7J|
^H Albaiii 4d.
129,227. - rex U. (de Lusigaano)
^^M Albericua Remecaia 152.
csxxiii, 154.
^^M ^ (Stadenais) clxüi.
Amandas mag. Tempil v.Templarii.
^^H — Hemens. arcbiep. v. Kern*
Al-Manaura Ixxxv, clv- ^_
^^H Albertus y. Bnctiena. epUcop, l*i-
Amasias rex Jude 46, 49. ^M
^^^^^m von i e episc.f M ag<] eb u rg. arch iep. ,
— sacerdos 49, 5&. ^^^H
^^^^P Paderb. abb. Abdi^gb., de Orla-
Amasis (Ems) xL ^^^|
^ nionde, Tdum fontium.
Amazones 36.
^^M Albigenses xvii, xx-xxii, xl, cxxxv,
Ambianensift (Amiens) decanu« Job,
Halgrin lii. fl
Ambri rex Israel 41, 42. ^
^m
^H Albiila 44.
^H Alcacia 173.
Amiramomelinug rex Cartbag. f*
^^H Al€biiTiiis pontif. 70.
AmoD, Ammon fil. David 38. 'S
^H Alemannia *xix, xx, ♦xxvii, xxxiv.
^H xxxviii» xl-i, cxviii, cxxxi, cxxxt.
— rex Jude 55.
^^m 153. — A*e episcopi 172.
— Ammoniie 36, 37, 44, 51 , 59. 6i^
^H Alexander 36.
AmaH proph. 22, 49. H
^H — fil. Aristoboli 73, frater Ari-
Anagnia lii. ^t
^K^ staboli 72, 75.
Aoanias 7, 247. ^^H
|^^^^^^^^^^89^^^^^^^^^^^^^^|
Anastaaiua imp. 78.
m und US 279-80, cf. quoque com. ^^^H
Anatbot 55.
Tripolit. — principattts 101, — ^^^|
Atjcus Marciua 56.
A-ena provinc. 107« — A-enl xcii, ^^^|
Andegavensis epitc Willehelma«
85, «88, 98, 100-1, 106, 109, 111-2, ^^M
cxlv, 187, 216.
268. — cf. PImath. ^^H
Andrea» apoutol J>, 10, 289,
Antiocbufl Alexander 70-1. Kpi- ^^^|
1 — V, du Nantolio, rex Ungarie.
pban. 62, 68-70. Eupator 70, ^^M
Andrift, comm Jacob, de, v: Eoma-
magnus 62, 68. Ponticua 71. ^^H
nua princ
Sotber 62. Theos 62. ^^1
Andronicoa 135.
Antipater 73, 75. ^^M
Angisos 7ti.
— ül Uerodis tetr, 73. ^^M
Aöglia xiii» xx, x1, cxxxv, 110, lüti^
Antoninuä imp. 77. ^^H
r ♦187. — A-e, An^lomm rex Jo-
Antonius, Marcaa 7S-4. ^^H
^_ bannes cxxxiv-v. 156-7, 188, 61.
Anxianua, ammir. Antiocbte v. ^^^|
^B Jobannis Oliverua 188. rex Hein-
Antiocb. ^^|
ricus cxxiv, 14-1, rex Richardua
Aod, Ajod M. ^H
xxxviii, cxv-vii,cxxiv'xxxi» clxxiv,
Apollo clxix, 278. ^^H
144, 148-53, ux» Berengaria cxxv-
Apollomus dux 69, 70. ^^H
vii, 149, fratrea Heinria ♦cxliv,
Apulia xxii, li, cv, cxxxiv, 96, 100, ^^^H
144, Godefridus et Willehelmu«
108, 153, 156, 304. — oomea de, ^^M
•cxliv, rex Willehelm, et fil.
Matheufl clii, elvi, 249. ^^H
Robertus 84. — A^ici 84, 249, 252.
Aqtiiggranmi] 17. ^^H
AngoulÖme v. Engolifira.
Aquitania 17, 119. ^^H
Anna nutrix Jesu IL
Arabia cvi. 5, 6, 29, 91, 98. 108, ^H
AnafriduH de Tiirone v, Tur.
U4-5, 120, 130. 136, 222. 279. V
Antaradoa 134. — A-ensia provinc.
— A-es Ixvii, civ, cvi, cxi, cxx, H
1 128.
cixxv-vi, cxliv, clx-*i, clxvi-vii, H
Anti Christus 9, 233,
8. 44, 46, 73-4, 89, 97, 101, 125» ^^ä
AntiKoniia 62.
132; cf. Sarraceni. — A-icas siniis ^^^|
- tll, Ariatoboli 73-4.
98. ^ A'um rex Aretbes 72, ^^H
— fi-ater Ariatoboli 71-2,
Ar ad US cvi, 134. ^^H
Antiochi 62.
Aragonie rex Jacobua cxxxvi, 157. ^M
Antiocbia Ixixvi, xcv, xcvü-viii,
Aram v. Haran. ^^^M
cv, cxi, cxxiv, 8. 30, 85-7, 93-4,
Araxes 63. ^^M
98, 106. 109, 111-3, 116, 148,
Ärbacea 50. ^^^H
235, 266, 278, 303, 312. vel
ArehadoB 7. ^^^H
Ematb vel Keblatha Ixxxvi, 49,
Arcbelaus 75, 76. ^^^|
A-e ammiratus AaxianuB 87. —
Arcis, Johannes de 216, ^^^|
arehidiac. Riiotbertua FreteMus
Aretbes rex Arabum v. Arabia. ^^^|
Iv. = patriarcha 101, 118-9. —
Argivi 29, ^^B
priüceps Kogerua xcv, 96, 98,
ArgOfl 35. H
^B 100. Boamunduscv.cviij, 108-11,
Ariatobolus 71-2, 76. ■
^" 119^20, 139. Raimundus 111'13,
-~ fil. Ariatoboli 72-3, 75. H
117, 119, BalduiEU« '2:^4. Rii-
Armenia cxxii, clxii, 87, 147-8, 250, H
pmua clix, 235, 250, 278. Boa-
1
278-80, 303, ■
H ^H
^H Armenie rex Levo clix, 234, 250»
Aulon (el Ghör) 8, cf. Gortha«,^^B
■ 279-80, eiaa filie habella 250.
AuraDitia 76. H
^B 279, Stepbunia 250. Pbilippns
AurelianuB imp. 77. ^^H
^1 279-80. - A-nii x%t, 86, 150,
Anreliua Alesander 77. ^^H
^m 250. 265-6, 270-80.
Auatri regina 39.
^H ArEoldiiB V. NarbonenB. arcbiep.
Aaatria 116. — A-e dnx Leopoldna j
^H Arntüfui 73.
xxii, xlix, Ixviii, Ixxv, cxxxvi fl
^^1 — patriarcb. Jerosol. v. Jerusal.
cxWiU, cl 158. 157. 162*3. •166, ■
^^1 Arphait ]xxx, 7,
168, 176, 179. 180, 184. 186, ■
^H Arpbuxat 60.
205-7, 237, 28S, 290. 292, 294. ~
^H Arrideua 62.
Avennis, Galtberua de 163, 169. .
^H Araamus 66.
Jacobus de exvi, cxxix, 145, 152. fl
^1 Arsuf ♦cxrk, Araotb 91-3, 99, *152.
AventinuB mons 56. ^^
^H Artab xcvü.
Ajmar de Layron ♦216-7. H
^^1 Artbaxerxes Longinianus 65. —
Ayod V. Aod. ^^H
^H Moemon, Asverus 65. — Ochug
Ayon V, Ahialon. ^^^|
^H 65-6. — V. Cambyaes,
A«a, Aaa, rex Jude 41, 42. 44* ^W
^H Arundelio, com.WOlehelnm« de 249.
Aiafael ▼. Haiael. ^^^H
^H Asa ¥. Aza.
Azaia ^^H
^^1 Asapb proph, 39.
Asariai propb. 4L ^^^|
^H Asar-eddin-^ehirku v, Siracanus.
— rex Jude t. Aobaxias. ^^^|
^M AscaloD, Ascalona cxv, 14, Z% äO,
Azeddin-Masud ♦130-1. ^^
^1 75, 89, 91*2, 95, 99, 103, 106,
Aätotum 70, 100. 102, cf. A«dod. M
^1 118, 127, 137. 143, 152, 232. -
H
^^^^ A-itanu8 comes 119. — A-ite 97*8,
^H
^^H
^^^^^ AacbaniviB rex Latin, 36-7.
Baal 34, 42. 47-S. ^^M
^H Asdod *91, et Azotum.
Baafta rex Israel 41 ^^^^
^H Aaer 29.
Ba^ein v. Beben. ^M
^H Aafaltidis lacua v. Mare mort.
Babylon, Babylonia xxx, lv*vi, H
■ Aaia 71, 178, 189, 267. 274. - A-e
Ixviii, cviii, 28, 29. 54, 56*9, 61-2, ■
^H rex T. David.
64, 67, 72, 89, 95, 120-1, 150, "
^1 Äaor 33,
220. 222, 22.5, 228. 241, 261-2.
^H Aupernadum (E^pernay) xxi*ii, 32L
276. — B-e rex v. Malik-al-
^1 Asaur 28, 51.
Kamil. — B-ii xcij, xcvi, 54, 58, j
■ -. Aasyria 28, 29. 5L - A-ü 28,
83. 90. 92-3, 95. 98, 100. 102-3. ■
^1 29, 50-3, 55, 60, 274.
105-6, 155, 184, 186. 195. 213, ■
^H Aatarotb v* CarDaim.
218, 242, 294-5, cf. Aloßli, Onen- H
^H Aaverufi v. Ärtbaxerxes, Cambjseä.
talea, Sarraceui, Turci. H
^1 Atbalia 47<8.
ßabylonie (Aaia) rex 274. ^^B
^H Athene 36.
Baebides 70. ^^H
^H Audimo ^cxxtü.
Baden t. Hatbe. ^^^|
^H Augusta V. Samaria civ.
Bagoaa y. Vagoana. H
^H Auguateoaiä episc. *187,
Baiocenaia epiac. Rober tua 163, 168. 1
^^M August US ceear 12, 74-6.
Balaam 5. H
327
Balac 5.
Balach 102, 105.
Balbech cf. HeliopoÜB.
Baldacli 123, 235, 259, 268.
Baldad 7.
Balduinus Antiocbie princ. v. Ant.
— princ. Edesse, frater Godefr. de
Bullione 85-7, 90, 94, 100.
— rex Jerosal. I. xci, zciü-v, cxvii»
viii, 6, 90-100, 304, nx. Adel-
heidis xcvii. — IL xcv, 100-2,
105-9. — 111. cv, clxxiv, 114-5,
117-9. — IV. civ, cxiii, 130-2,
134, 136-40, 142, ♦234. - V. cxiii,
140, 142-3, Boror Sybilla cxiii,
154.
Balezoara v. Segor.
Balthasar 50, 61.
Barac 11.
Barachia 17.
Bardowiek xxxix«
Barin, Mona ferratus 111.
Barri, comes Milo de, et fil. Galther.
cxlv. 187-8.
Barthol f US v. de Nangeio.
Barach 58.
— iudex 29, 35.
Baruht v. Berithus.
Bavenbergensis episc.Eksbertus xlix,
163, 168.
Bawari cxiii, 163, 270. — B-ie dux
Ludowicus Ixviii, 256-7, 260, 276.
Beafort, Beaufort (Sakif-Arnüm)
155, 167.
Bebecre 122.
Beben, Babein, Heben 124.
Becket, Thomas, v. Cantuar. archiep.
ßedem, Bedum, Betbdum clxiii,
174, 285-7.
Beiran »218.
Beit-Djebrin »21.
Bei 62.
Belbeis, Pelusium 120, 125-6.
Belgica ^x.
Belial 69, 117. — filü B. clv, 281.
Beiinas, Paneas, Dan, Cesarea
Philippi 8, 9, 13, 40, 110, 113,
117, 120.
Belli montis vicecom. v. Pulohro
monte, de.
Bello monte, Bobertus de 252.
Beluacensis com. Stephanus (rect.
Blesensis) 86. - electus Milo 216,
257, 277.
Belneir 131.
Belus 28.
Benadab rex Syrie v. Syria.
Benedictus v. Peterborough.
Beneventum 304.
Beniamin 15. — tribus 18, 33, 37,
40, 55. — B-ite 37.
Beer 5.
Berengaria fiL reg. Navarre, ux.
Rieh. reg. Angl. cxxv-vi, 149. —
fil. Alfons. reg. Castel. y. Gastel.
Berg V. Monte, de.
Berithus, Baruht Ixxxii, cvi, cxxxii,
6, 90, 93, 96, 99, 137-8, 143,
154-5, 297. — B-i dominus Guido
de Gibellulo 255. ~ Benses 154.
Bemhardus y. Clareyall. abbas, de
Horstmar, Paderb. episcop.. Bot-
tendorf.
— thesaurarius clxxyii.
Bersabee(Gibellim) 14, 43, 110, 113.
Bertholdi, Galtherus, nobil. de
Brabantia et domin. de Mach-
linia cxlvii, 215.
Bertholdns y. üngarie archiep.,
Zaringie com.
Bertrand US fil. com. Raimundi 96.
Bethagla 22.
Bethania 18, 50.
Bethdum y. Bedem.
Bethel, Luza 13, 14, 16, 30, 40,
45, 53.
Bethlehem, Effrata 14, 19, 22, 38,
75, 91. — B-itanus episc. 176, 190.
Radulfus cxxx. — B-ites 36.
Bethlemoth 49.
Betiioron 49, 50, 60.
Betheaida 9, »H, 165, 289,
ßethsames 37.
Betbaaua, Bethßan, Scythopolis 12,
108, 131, 1S7, 189, 164, 289.
Bethulia 10.
Betphage 18. 19.
Bezech 33.
Bezeuge, princeps Damasci^ v. Dam.
Biblio. Guido de 279,
Bidaforte, Gerhard, de, mag. Templi
V. Tempi.
Bwantienßis (BesaiiQOn) provinc.
xxxiv.
Bithynia 34, 135.
Bianca, fil, reg. Caatelle, ux. Ludow.
reg, Franc, v. Casfcel. et Franc-
Bleaenai» comei Stephan. 84, 86, 93,
Boamnndu8 84, 86, 88.
— V. Aiiiiocliie princ. Tripolitanua
com.
Boitzenburg ^s^xxix.
Böldewini 251.
Bonavallis xvi. xxi. — abbas Phil.
de Ottirbarg xxi, 320-1, cf. Colon.
canon.
Bonifacius, «anct» 174, 286.
Bonna xlvi. — B-sia prepos. Bruno
de Sayn xiv, v. archiep, Colon.
— decan. mag. Heinricua xxiv,
Boordiep xli.
Bosco, Wilhelmus de cxxvi.
ßoalrum, B Östron, Bosra, Biith-
»ereth cv-vi, 6, 8, 29, 108, 115,
130, 136,
Bovines xxiii.
Brabantia x, xxiv. — nobil de, \\
Bertholdi* — B-e dux Heinricua
cxxxii, 154.
Brachium 8. Georgii 110.
Brakel, gena de xxxvi. ^Heioricus
de, prepos. Busdorf. t. Paderb.
Bremenaia provinc* xli, clxxiii, 175,
♦230, 316.
Brene, Galtherua de *257.
Brenen ( Breb nen ) , Freth eric.
IxTiii,
Brevenna. Guido de 257.
Brictiensis epiae. Albertus 248,
Bntantii 84. — B-ie com. Jofredi
144.
Brixenaiß epiac. ♦187.
Broii 252.
Brundusium 84.
Bruno v. de Sayn,
Bruntwicenait com. Otto, ▼. Pict4t.
com,, Otto IV. imp.
ßrutua 73.
Buffnvent cxxvi-vii, 150.
Btilgaria 84, 116. — B-res 303,
ßiirchardua v. de Monte Sion«
ßurdegalensls archiep. Willebelno*
cxlv, 187.
Burgundie com. Stephan. 93.
dux Hugo cxxix.
Baria 136.
Buraequinus (Akaonkor) 106-8,
Busdorf y. Paderborn.
Buthaereth v. Boatrum.
Buzaa v. Gesarea.
Bttzi 59.
C (cf. K)
Cadiga SOG.
C ad um im v. Cyaoti.
Cftiphas 76, 90- 1, 169, 290.
Calabria 304,
Caladin (Kalden), Beinric. decani
cxxxiv, 154. 156; cf. Pappenbeii
Ca lamm an US procur. Cilicid 120,
Calatrava cxxxvL -
Calcedon «39. i
Caleph 4, 31, 33, 34. ^
Cakarie locus Ixxxi, 20-1, cf. GoU
gatha.
Cambjses c?iü, 68, 121, ?et Astg
vel Arthaxerxe« 64.
Caropanie comes UeiariGti« ,
Jerus, Gicxxiii, 154.
I
329
Candaira castrnm czzvii.
Gannetum 132.
Gantuariensis archiep. Thomas ciii^
128. — Stephan. Langton xnii,
czxxiv, 156.
Gapharda 109.
Gapharnaam 9, 165, 289.
Garacalla 77.
Gariatarba 3.
Gariathiarim 37.
Garinos imp. 77.
Garinthie dux xlix.
Garith 42.
Garmelit. ordo xv.
Garmelus mons 23, 42.
Garnaim (Astaroth Earnaim) 5.
Gamoto, Willeh. de, mag. Templi
V. Tempi. — Fulcherus de Ixxxix
88., xcix 88.,cxxiii, cxxvii, cxxxviii,
♦cxxxix.
Garosium 17.
Garra (Harran) 138.
Garthago 6, ♦36, 39.
— (nova, Garthagena) mare 172. —
rex vel Amiramomelinu8 Moha-
med-ben-Na8er cxxxv, 157.
Garus imp. 77.
Gasale Acconensis episc. cxv, 143.
— bubalorum cxxix, 152.
— de piano (Jazur) cxxx, 153.
— Roberti cxiv, 143.
Gaspii monte8 67, 233, 303.
Gassi US 73.
Gastelle rex Alfonsus cxxxvi, 157,
filie Berengaria et Bianca cxxxvi.
Gastellione, Rainaldus de cxiv, 140.
Gastrum album, Gastellum album,
Snphita, Saphet 235, 245-6, 268.
Castrum tilii Dei, C. peregrinorum
Ixxx, cxlii-iii, cl, 169-72, 176,
230, 244-5, 254-6, 277, 290-1, cf.
Districtum.
Gaetrum Raul cxxiv, 144.
Gastrum regale v. Mons regalis.
Gathmus 33-4.
Gathzenellemboge, com. Tetherus
de 253-4.
Cavea Tyri 120.
Gajn mons 23.
Gedar 9.
Gedron 19, 41, 88.
Gelessyria 107-8, 128, 130, 138.
Gelestinos papa III. xxxv, cxxxi,
clxxiv, 153, 156.
Gelius mons 55.
Geriton, Odo de *xix, Ixxvii, clxxi,
clxxxii.
Gesar, Jnlius 65, 73, 268.
Gesarea Palestine, Turris Stratonis,
Pyrgos Strat. xciii, •cxxviii,
cxlviii, 23, 74, 92, 99, 102, 108,
168-9, 172, 290. — G-iensis archi-
episc. xcv, xcvii, ♦lOO. Ensebius
114. — G-ensis episcopatos 290.
— G-ensis diocesis 169. — G-ense
castrum 170, 244, 290-1. — G-sis
Hugo 122, 124-5. - G-is fluvius
♦cxxviii.
-^ Philipp! V. Beiinas.
— (ad Grontem, Buzaa) 112.
Gesarius Heisterbac. xiii, xv, xvi,
cxxxv, clxxv-vi.
Gestrie comes Radulfus de cl, *187,
207-8, 215, 223.
Gethura 29.
Ghaldea 28, 59-61, 63. — Gh-i 28,
29, 51, 59, 65.
Gham 27.
Ghamela (Emessa) 268, 270, 273.
Ghana Galilee 11.
Chanaan 28, 34. Gh-nei 36.
Gharybdis cvii, cliv, 134, 145, 281.
Gherael 123.
Gherines castrnm (Kerinia) cxxvii.
Ghirbet kurdane v. Recordana.
Ghobar 59.
Ghora 31.
Ghristiani Ixii, Ixvi-viii, Ixxv, xc,
xcii, xciv, xcvi, civ, cxvii, cxxxiii,
cxliv, cxlviii, cliv-vii, *clxi,
330
clxviii-ix. clxxiv, 86-8, 90, 94-5,
97-8, 101-2, 104-5, HO, 112-3,
115, 117, 119, 127, in, 134-5,
139, 14L 143, 145-7, 151-2, 154-7,
162-3, 167. 175-6, 178-80. 184,
187, 190, 194-5, 1Ö7.9. 206-7.
209, 217. 222, 224, 228, 231-2,
234, 2404, 244, 249. 251, 253.
255, 257, 259, 261» 26S, 265. 268,
271. 276-7, 279, 288-9,292. 294,
296-7, 302. 304-6, et Fninci,
Latini.
Cbriatianus v. Olivn^ monach.
Clirysopolia 135.
ChuB 124,
Cbusan Rasathaini 34t
Chtitha 53.
Chiithei 53, 66.
Cilicia 66, 85. 107, HO. 112, 120,
— C-ie procurator Calammanus
120.
Cinaretb (KinaeretbjlO, cf. Tiberias.
Cisterdensis ordo xxi. — abbas
285, 287.
CiBterna rubea cxxx-i. 152,
Clarevallis abbaa ßernbardiia 116,
Clarus mom 83.
CJaudiuä imp. Ixxxvi, 77.
Clemens papa III. cxviii, clxxiv.
143.
Cleopatra 70, 74.
— ux. Herodis 74.
Cluaiacensis abbas 285, 287.
CoeteDsis archiep, v. Crefcent.
Coggeshale, Radiilf. cxiy,
Colonia xii-xvii, xxii-xxvü, xxxv,
xl-i, xliv-vi, Iviii, otli. cxliü,
cxlvi, cliii, clx, clxxüi, 231, 315.
— dioceei» xxiii-i?, xxvi-vii, xli.
— provincia xxxiv, 172-5, 230,
*278, 285-6, 314, 316. — archi-
epiacopi: Adolf, com. de Altena
xii-iv, xvi-vii, xxii-üi, xx7-?ii,
cxxxiv, 155. BruDO de Sayn
xiv, xxü Tbideric. de Hemaberg
xxii-iii, xxr-nL EngelbertntJ
com. de Monte xxüf xxvi-Tii,!
xxxTÜi-xt. xliT-7, xltx, lix, Ixi.
cxl, clxxi, 179. *188, 288. —
capituUim cxl. — decanus Got-
wimis xlv. — prepoa> Flngelbert»!
com. de Monte •liv, xvi, xxü,"
— scolastici: Godefridn^ xir*|
Oliveru« v. 0. Eeinenis xv. Bu-
dolfus xiii, xvi. — canonici : Phil.l
de Ottirburg xv. xxi, nbbas Bone- J
vaUis V. Bon. Werinboldus xr»]
— clerufi clxxi.
Colonia i. Andree decan, EnsfridutJ
XV. — prepos. Tbeodericus •xir, j
— canon- Godefridus xv,
— tk Apofltolorum decan. Herman-
nu8 xvi. — prepos. Thider. dej
Heinsberg xxii.
— 8. Guniberti prepos. Theodericn« '
*xiv.
— Dominicanorum prior Heinricua ^1
xviii. — lector Heinricus xviü- ^|
— 0. Gereonis prepos. TheodericuÄ
♦xiv. ^ clxorepisc. Widekindu« l vi.
— B. Marie ad gradua canon. Heinr.
Ratio vel Raitz xv.
— B, Pantaleon Ivi, Ixxvii. 'exlt.
Com modus imp. 77.
Conradus v. Hildeab. episc. Ma-
gimt. archiep., scolafit., de Mar-
burg, Montis ferrati marcblo,
Portuena. epiäc, Premonatr» ab*
bas. de Uracb.
— imp. 116, 117,
— rex 78.
Conatans imp. 78.
Constantia, neptia regia Baldiüni 11,
109,
— , herea Sicilie v. Sic,
— . ux. Heinrid imp. 148. 155.
Consta ntinopoHs xxiv. cii, cxvüi-ix,
12, 18, 21,90.116, 146, 157.303,
— C-taniw imp Alexiua 84-5,
96, 99» 110, Johannes , Kalo-
331
Johannes cy, 110-3, Emanoel
cxviii-ix, 113, 127, 131, 134-5, 146.
Constantinus imp. *16, 78, 303, 309.
— fil. Eraclii 78.
Gonstantiua imp. Ixzxv, 78.
Goradinus (Malik-al-Muazzam), do-
minus Damauci, Ixvii, cxxxviii,
♦187, 201, 203, 222, *235,244-5,
254-5, 268, 270, 275-6, 279, 302,
305.
Corbogat 87.
Coriciensis provinc. (Koros) 118.
Corozain 9.
Cornelius cent. 23, 300.
Cornerus, Herrn, clxxvii.
Cornetum 173.
Cortiniaco, Petrus cqm. de, ux. Jo-
lanta clxxi.
Corzim (Cour^on), Robertus de,
presb. Card. tit. s. Steph. in Celio
monte xviii, xix, xxiv, Ixxvii,
cxlv, clxxi, clxxxi, 158, 187, 287.
Cosdroe liv, 21, 78, 276, 302.
Graecum cxv, 140, 144, 222-3, 305.
Greta 70.
Gretensis archiep. 248.
Crocodilorum fluvius *cxxviii.
Culenborg *xliii.
Curtius, Quintus 178.
Cypris 73.
Cyprus cxi, cxxiv-?iii, cxxix, 103,
149, 214, 253, 279. ~ C-i rex
Hugo 162, *166. 168, 289-90. —
— C-i rgina Alexis 245, 268. —
C-enses 255.
Cyrene 34, 52.
Cyrus 61, 63-4.
Gysare terra 59.
Cyson, Cadumim 11, 35.
D
Dabir 33.
Dalmatia 84.
Damascus Ixvii-viii, Ixxx, 6, 7,
28-9, 43, 46, 52, 64, 66, 98, 101.
106, 108-9, 112, 117, 130, 222,
233, 254, 259, 297, 303. — D-i
princeps Doldequinus xci, 98, 100,
104-7, 109, 113. Bezeuge 110.
— D-i procur. Ainardus 112-3.
D-i domin. Goradinus y. Gor. —
D-eni 52, 96, 113. 117.
Damiata xxviii ss., xxxiii, li, Iviii-
Ixi, Ixvii-viii, Ixxvi, Ixxxiii-iv,
cvii-viii, cxxxvii, cxls8.,cxlvi-viii,
cli, cliv-vii, clx, clxiii, *clxiv,
clxviii-ix, clxxii, 59, 83, 99, 124,
127, 136, 176 SS., 261, 292-6, 301,
305.
Dan dvit. v. Beiinas.
-- fluv. 8, 97.
— tribus 59.
Dani xxxviii-ix, xli, clxxiii, 316.
-- D-e rex Waldemarus xxxviii-xl,
156. — regia filia (Jngeborg)
cxxxiv.
Daniel Ixxxvii, 57, 59-62, 67, 300,
313.
Danite 36.
Dannenberg, com. Volradiis de
xxxviii.
Darius Istasp. Ixxxvii, 50, 59, 61,
63-5. — Nothus 65-6. — Kodom.
178-9.
Darum cxxxi, 128, 137-8, 152, 261.
Dathan 31.
David rex, proph. 4, 12, 14, 15,
21-3, 37-41, 44,46-7, 49, 52, 54-5,
71, 242, 270, 310, 312-3. — D.
turris 88-9.
— rex Asie, Jndorum, fil. presb.
Johannis *232, 258-9, 268, 274.
Debbora 11, 29, 35, 50.
Decius 77.
Delfinatus (Dauphin^) xxi.
Demetrius 70. — fil. Demetrii 70.
Detmarus clxxvii.
Didimus castrum cxxvii.
832
Dido 6. 39.
Dieps 4*
Dina IS.
Dingeiit Gerla«, de, canon. Traiect.
V, Traiect.
Diocietiaiiüa 77»
DiospoHt, Lidda 14. 22.
DistnctuDn castr. •cxxviii, cxlvni,
169-72, 254, 290-1. — D-i tluvuig
cxxTÜi, cf. Castr. filii Dei.
Diatricttis fluv, 151.
— lapis loa
DjeTiiiin v, Geniiiinm.
Doccem^ Dochum xli» xlv-vi, 174-5,
286. — abbas chxii. Thiet-
wardus xlii, xliv, xlvi.
Doldequinus (ToghteMn); prinueps
Damasci y* Dam.
Bominicani XT, rviii, — D-orum
prior generalia Jordan, com. de
Eberat^io xviii.
Dominicüs, sanctus xviii, *xxiL
DoDaitianua 77,
Poaidifl 73, 75.
Dotbaim 10. 45.
Driencurte xix, 319-20.
Dächebaa v. Gabaatb.
Dacbingia-lvbati *232.
Duisburg xÜii. ^ Petnia de clxxvi.
Diiratiiim 84, 90,
E
Eberatein , com. Jordan, de xviü»
cf. Dominic. prior gener.
EbroQ V. Hebron.
Ebubebeth 303,
Ebutbemim eogn» Heiiiidinalla 123.
Ecbathanis, Susa (50.
Ecbertuu epiac. Bavenberg. ?. Bav*
EcclesiaBticus cxxiii. 311.
Ecke bar das de Aura Ixiii-iv^.
Edeasa, Ragt'a xcv, 59» 114, 138. —
E-e priDcepa ßalduinus xctIi,
85-fcJ7, 90, 94, lOüi 305. Gcw-
celinus cv, 94, 102, 105, 11 Mi
116, 118. — £*e rex Serapbtu
267-8, 270, 275. — E-enua archi
94. — E-eoa provioc. 118,
E-eni 100, 116.
Edom 7.
— V. Esaa.
Etfrata v. ßethlebem.
Etfrera filii 25L
Eglon 32, 34.
Eg3rptruaxvi,xvüi, xxviii, xxx,xxx^
Iviii-ix, IxTÜ, Isxir, Uxni-
Ixxxi, Ixxxiii, Ixxxv, Ixxxm
cix, cxiv, cxxxTÜ, cxxxix sa.,
clii-iv, clvüi, clx-ii, clxxi-ü
dxxviii-ii, clxxx-ii, 4. 13, 16.
29, 3Ü, 39,^40, 55-9. 62. 64
74, 83, 96; "99, 107, 108, 119-
131, 134, 130-8, 142, 152, 175.
220-1, 225, 228, 238, 242-4. 250-1.
♦256, 257, 259, 261-2, 2^,6-8, 276.
281. 292, 295, 3Ul, 303-4. SdS
311. — E-i rex HO, eT. MalüB
al-Kamil. — E-i caliyiha 104^ —
E-ii Ixxsv, 29, 106, 108, 118,
124-5, 137. 180. 190, 194, 108-9,
200, 221, 227, 243, 257, 27i
Elcliesi 51.
E 1 e u theropoli« ^2 1 ,
Elia V. .lerusalem.
Elias y. Hetiaa.
Elim V. BeHtü.
Eliphaz Tbemanites 7, 29.
Elisabeth mater Job. bapt 22.
Elleapootus r. Hell.
Eltbetus T. Mtdlestum*
Eljaehim, Jeconias, .Toacbim 56,
Elyasar, Elyezer, Eleatar, 7,
31, 68.
Emadeddia Zenki y. äang-omos.
EmaQuel, Manuel, imp. Contantt-
nop. V, Const.
Ematb, 49, 56, 58, 60. — Antiocbia
49.
Ematbia 73,
j
Emans 21.
Emdergau xli.
Emessa v. Cbamela.
Emo abbas Floridi Orti ▼. Flor. Ort
Endor 11.
Eneas 36-7,
Enenhus, gena de xxxvi.
Engaddi 23, 44.
Engelbertus v. Coloniens. archiep., '
prepos., Siciensis episc
EngeUberg monast. liv.
Engolismensis com. *119.
Ensfridas, decan. s. Andree v. Colon.
Epernej v. Asper nad am.
Ephraym 49.
Epiphanias Ixzxviii, 54, 59-60.
Eraclius imp. Ixvi, 16, 78, 276,
303-4.
Erasilua, Erofila 55.
Ereneides 64.
Erlaa v. Agrenensis.
Esau, Edom, Seyr 7, 29, 30.
Escilinas mons 58.
Esdras 64-6, 311.
Esdrelom 139.
Esther 65.
Estones cxxxiv, 156-7.
Ethiopia 41, 52, 99, 124, 262, 264,
272-3. — E-e rex Zaram 41. —
E-pes 89, 121, 124, cf. Nigri.
Eufrates xcv, xcvii, 56, 65-6, 85,
97-8, 107, 110, 138, 304-5.
Eugenius papa 116.
Eugesippas-Fretellus liii, Iv, Ixxix,
Ixxx, clxxix.
Europa xv, xxxiv, cxi, cxli, cxliv,
clvii, clx-i, 121, 286.
Eusebius episc. Cesariens. v. Cesarea.
Eustachius 7, 102.
Eustocbium 15, 60.
Eastorgius archiep. Nicossiens. v.
Nicossia.
Eutropolis 21.
Eva 3.
Ezechias rex Jude 32, 51-55, 298.
Ezechiel cviii, ♦oliv, 57-60, 103,
298, 301, 312.
Fabe planum 164, 289.
Fabius dux 52.
Famagusta cxxvi-vii, 150.
Farfar v. Pharphar.
Farmesum, prepos. Geiko xlvi. —
decan. ♦xlviii.
Faventinus episc. Rolandus 248.
Fei wert, prior de *xlviii.
Ferentinum xxxüi-iv, *lxviii.
Feroras 73.
Ferraria 143.
Ferrus 85.
Fivelgoo, Hayo de ♦184. cf. 294.
Flandria x, xxiv. Johannes de *x.
— F-ensis comes Robertus 84, 88,
90. Theodericus 117, 131. Philip-
pus clxxiv, 131, 151. Fes 252.
Florianus imp. 77.
Floridas Ortus, monast. xxxv, xxxix,
xliv. — abbas Emo xviii, xix,
xxxT, xxxix SS., IxxYÜi, clxxiv,
314, ♦315. — monach. Paulus
xliii-v.
Florus imp. 77.
Focas imp. 78.
Forum y. Medan.
Franci xxix, xcii, cxxxvi, 6, 8, 78,
85, 93, 95, 101, 233, 273-4, cf.
Latini, Christiani.
Francia xii, xvii, xix, xxi, xl,
cxxxv, cliii, 86, 156, 209. — F-e
rex Heinricus ♦84. Philippus
cxv-vii, cxxiv-v, cxxvii, cxxxiv,
clxxiv, 84, 144, 148-9, 151-2.
156-7. Luthewicus VIT. 116-7,
134-5. Luthewici VIII. ux. Blanka
cxxxvi. Luthew. IX. xviii. —
F-e camerarius Walth. de Pulchro
monte 216.
Francigene 152, 215, 223, 249.
834
Franeiscam xv.
Frau CO, acol. Paderb. v» Päd*
Fretherica« imp. I, ciir, cxV| cxvii-
XXV, clxxiv, 1:^3» Uii, 146-8, —
imp, !!♦ xiii, xxiii, xxv-vi, xxxiii-
iv, xxiviii^ xlix-li, lirii» Ixviii,
Ixit ci, cliv, elvi, dxii, 149, 155,
231, 248, 256-7, 209-70, 280, 316.
— dux Suevie v. Siie?.
— de Brenen v. Breoen*
Friaia xix, xx, xxiv, xxv, xxxv, xH-iii»
xlix» cxUii, cixiii, clxxi-iii» clxxv,
clxivifi, 174, 285-7, 295» 3.14-5*
Friao quidam xviti, 177, 184, 294.
— F-onea xxvii-ix, xliv, xlviii,
Hjlxxv, cxliv, *cxlv, clxix, clxxii,
17;i, 179-82. 18ö, 192, 195» 202,
240, 278, 298, 295-6, 314-5.
FriHingensU Otto xii.
Fulcherua v. Carnot
Ful<3o rex Jeros. ciii, clxxiv, 110-14.
Q
Gabaa 37,
Gabaath mons (Decbebaa). 18.
Gabfton 32, — G-ite 37,
Gabbatba 20,
Gabi Hin fl 73,
Gabriel arcbang. 61, 75, 122. 204.
299. — G*Us fons ♦U.
Gad proph. 38-9.
— tribu« 51, 59.
Gaddi 51.
Gaieta 173.
Gaiuä imp. hxxviii, 76.
Galaad 37. — G-itea 36.
Qalba imp. 77.
Ga]<?rnmntis 102.
Galerius irap. 78.
Galgiila 38, 34, 37.
Gttlianus moDs 304,
GalJeDua imp 77«
Galilea 8-11, 21, 51, 69, 72-3, 75-7,
96, 164-5.
Galilee mare 9, 10. 97, 289,
Genezaretb.
— , gallicantus 20«
Gallia 12. - G-i 68. — G-iei 195,
250>i, I
Qallua imp. 77. '
GaltheruB v. de Ayennis, de Bairi.
Bertboldif de ßrene, de Pulebro
monie,
Garinus de Monte ocuto mag.
HoBpit., V, Hospit.
Garizim mons. 14, 66-7*
Gaufridus de Linciuco v. Line.
Gaza 32-3, 67, 99, 118, 128, IS
137. 261.
Oebal mons 14,
Gebenoenats epiia xxi, 320*1*
Gedeon, Jerobaal, 35, 210.
Geiko prepoa. v. Farmesuna.
Gelboe montes 8, 12, 37, 137, 139/
164, 289.
Geldria xxiv.
Geminum (Djennin) 12.
Genesareth lOj of. Galilea mara.
Geon flttv. fGibon) xcrii, 99,
Georgiani xxx, 232-3, 265.
Georgius, beatas 22,
— com. de Withe v. Withe.
Gera 34.
Gerbertus mag. Hoapit, t. Ho«piU '
Gerbardtie v, de Bidaforte, Tempi.
mag., Xantens, abbas.
Gerinum (Jeareel) 139.
Germanufl, Bauet (sau GarmSDol
xlix-li, Ixviii.
Ges«en 124, 228.
el'GhÖr v. Aulon. Gorthoji.
Ghyrna ♦cxxvii.
Gibelet 6.
GibeHm Ixxxii, *110, of, ßenalwa,
Gibellalo, Guido de, dominus
Berjtbi v. Ber.
Gigas S8. — G-ante6 3, 27.
Gtbon mons 19.
— Iliifius V. Geon.
835
Girundensis, Oirodensis episc Rai-
munduB »ITe, 187.
Gisardi mons 182.
Giselbertus de Lacis, procur.Templi,
V. Tempi.
Gisortium cxziv, 144.
Godefridus ▼. Anglie princ, Colon.
scolast., 8. Andreecanon., Herbip.
episc, Volmestein, de.
— dux Lotharingie Ixzxv, 79, 84,
88, 304, rex Jerus. xcvi«7ii, clvii,
89, 90, 92, 100.
— cf. Jofredus.
Godolias 58, 59, 242.
Golgatha Ixxxi, 20, 100, cf. Cal-
varie loc.
Gomorra 4. — G-ei 28.
Gordianus imp. 77.
Gorgias 69.
Gorgo 34.
Gorthus (el Ghör) 8, cf. Aulon.
Goscelinus com. £d essen. ▼. Edessa.
Goti 84.
GoEan fluv. 53.
Gozwinns decanus Colon. ▼. Colon.
Granicus 66.
Gratianopolitanus episc. xxi, 821.
Gratianus imp. 78.
Grecia xcvii, cxviii, 33, 65, 67, 84,
116, 146, 178, 304. — G-i cxxxv,
♦8. 60-1, 68, 85-6, 127-8, 135,
149, 179, 226, ♦233, 243, 265, 310.
Gregorius Ixxxvii-viii, 61.
— papa Vlll. cxviii, 143. — papa
IX. lii.
Gr^noble v. Gratianop.
Groningen xxxix, xli, 315.
Groothuisen xl.
Gualo de s. Martino xlix.
Guido, Wido, Gwido s. Crieogoni
presb. Card. ap. sed. leg. 117.
— de Lusignano, rex Jerus. *cvii,
cxiii, cxv-vi, cxxvii, 145, 154,
ux. Sybilla cxiii, 154.
— V. de Brevenna, de Biblio, de
Gibellulo, Joppens. com.
Haaman (Hamah) 180, 268, 270.
Halgrin, Job., decan. Ambianens.
episc. Card. s. Sabine lii.
Hali califa 122-3.
Haman ▼. Haaman.
Hamborn, abbas de xliii-iv, xlvii.
Hameln xii.
Hannibal ▼. Roman, princ
Haraa, Aram 28.
Harekurt, Roger, de cxxvi.
Harencb (Harim) cviii, 117, 132.
Harioquin 118.
Harran v. Carra.
Hassessini cv, cix, 129, 154, 233-4
Hassumeddin-Timurtasch ^118.
Hathe, marchio Hermann, de 257.
Hathin ex, cxv, 143.
Hay 32.
Haya v. Ahia.
Haymarus monachus Iv, Ixv-vii,
Ixxiii-iv, cxlix, clxxviii, clxxx.
Hayo de Fivelgoo v. Fiv.
Hazael, AKabel, rex Syrie 43, 46-8.
Heben v. Beben.
Hebrei 40, 42, 50-1, 53-4, 61-2, 65,
310.
Hebron, Ebron Ixxxi, 3, 4, 14, ♦28,
29, 33, 60.
Heinricus imp. I-IV. 79. — V. Ixxxv,
79. — VI. xiii, Ixvi, cxxxi, cxxxiii,
148, 153-5,256.- Vli. xxxvi-ix.
— laicus 316.
— miles ♦184.
— V. Anglie rex, princeps, Bra-
bantie dux, de Calandin, Cam-
panie com., Colon, lector, prior
Dominic, Francor. rex, de Her-
fordia, Hoter, Kaik, Lotharing.
dux, Malta com. de, Mantuan.
episc, Mediolanens. archiepisc,
Olomoc. episc, Paderborn, scol.,
Palatinus com., de Pappenheim,
de ülma, Vallis s. Petri abbas,
Zwerin. com. de.
w
^H
^^H Heinibergt Thidertcaa de, propos.
Herodias 76. ^^H
^^m s. Apoätolt» po«tea an-hiep. Colon.,
Uerold, Johann, clxxd. ^^^H
^^H Vr Colon.
Herveus v. Niveraena. comesT^^I
^^H HeisteibHch v. Vallis 9, Petri,
Wirzone. ^M
^H tieta 41, 51.
Hiel, Ayel 42. ■
^H Helam 60, — Uete 60.
Hiempaal 72. ^*
^^H HelchJas 55.
Hierapolia, Jerap. 105. — H-tana
^H Helene 36.
provinc. IIB. ^m
Hieu 44. ■
^H — süDcta 14, 16, 21, 78, 303.
^^H Helia, Elia v. Jerusalem.
Hibirii» sancti, caatrum *cxxvii.
^H EeYM, Elias Uxxvi, 6, 23, *Sb, 42-5,
llildeihemensis epiac. Conrad Qt>^
^H 5Ü, la^.
imperialis aule cancetlar. xxü^|
^H lUtim, Elim 5, d9.
cxxxi-iii, 154. ^M
^^H Heliodorus 69«
Himmerod, abbas Herinannua X7i^|
^H Heliopolis, Balbech 130,
öircanus fil. Aristoboli 72-4. ^ cf^|
^H Uelleapontu» cxix. 6<>, 110, U(l,
Jobannes Htrc. ^M
^H
Hirene imp. 309. ^B
^M Helia€ii8 12, 22-3, 43-8, 50.
tliamael 59, 242. ^^H
^^H UelmarshauaeD, monast. ix.
Hiamahelite 10. SH
^^H HeliuidiDalla 123.
Hiapani 308.— H-a xxTiii, cxxict>8|^|
^H llelj iudex 37.
cxliii ^U
^H Ileinor 13.
FloUandia, co nies Will eli. dexxvii,^
^^H HeDiriduii, cotiatubul. regii Jertis«
xxviii, cxliii, 173» 215. ^^
^H
Holofernes 10, ^|
^^H Heracleonaa imp. 73.
Honiar califa 122, ^
^^»^ Ilerbipoiensia episc. Sigelogua (rect.
Honorius [IL papa xxxiii, xxxit.
^^^^^ GoderriduB) cxxii, 147. — prepos.
xxxviii, xl-i, xlv-vii, 1-li, Iv,
^^^^V Sigloua cx.xii. ^ canon* Salomon
cxixvii, cliv, 158, 256» 269.
^ lii, clxxiii, 316.
Horeb v. Oreb.
^H HGrculea 36, 60.
llartus balsami ( Alinatariyeb) ^ 126,^
^^H HercuUus Maximianiiä imp, 77*8.
262-3. ■
^^B Uerdericus prepoa« de ökeldwalda
Horsimar, Bernhard, de xlix. ^H
^H 7. Skeidw.
Hospitale s. Johanni«, Hospttaliiri^|
^^M üerfordia, Heiur. de ckxiv,
Ixxvi. cxiii, 167, 169, 179, I80S
^^M Heribertuij (rect. Heinric.) epiac«
* 199, 214-5, 233, 268, 272, 277^^
^^1 Olomoc. V* Olom.
29a — magiater 132, *176, »199,
^^B Hermannus t. Bonnenw. dec; Co-
280. GerbertuÄ 126. Roger, de
^^H Ion., deean, Apoat,; Comarita;
Molendino 142, Garinus de Monte
^^H Hatho, marchio de; Himmenrod,
acuto »leö, 279. — marcec
^^H abbas, Monaster. episc, de Salza
216-7,
^^1 Hermon moii9 IL
Hostilius, Tullus 55,
^H Eetodea Agrippa 1^, 14, 76. ~ H.
Hoter, üeinr. preceptor ord. 8. M&r^y
^^H Ascalonita vel tetrarcha 78, 75,
TeutoD. L fl
^^M — H, Antipas 74-5. — IL magnua
Hoveden, Roger, de cxiii. H
^H
Hugo Üeaariensia 122, 124*5^^^^B
^^^^^ 337 ^^^^^1
Hugo Magnua (VermandoU) 84. 88,
Jebuaeua 15, 80, 33, 38. ^^^^H
93. — cf. BurgLiiid, dux, Cvpri
■leconiaa v, Elyachim, ^^^^^B
rex, de Liiiziaco, de Marchia,
Jehu rex Israel 47, 50. ^^^|
Tiberias.
Jemelimucb 95-6. ^B
Humanua epiac. cxlv, 187.
Jenuenaia iirba 304. — J^ses ^clxTi, ^^^M
Humar 303.
9t, 94, 96, 211-12. ^^H
Hunesgoo pagus xl*
Jepte iudex 36» ^^^|
Hunfridas de Tarono v. Turono.
Jerapolia v. Hterapolis, ^^^|
Hoi 7.
Jeremias 55-60, 242-3, 309, 311, 313. ^^H
Jericho 8, 14, 22, 32, 34, 42, 45, ^^H
I (cf. Y)
58, 71-2, 238, 246. ^^H
Jerobaal r. Gedeon. ^^^|
J. Cosme et Damiani diacon. car-
Jei'oboam rex laraet L 13, 39-41, ^^^|
din. 319.
47-9. — 11. 49, 50, 59. ^^M
Jab«3 50.
Jeronymitd Ixxxvi, Ixxxviit, 4, 15, ^^^|
- Galaad 37,
38, 60-2. ■
Jabin rex 33-4.
Jerusalem xxiv, xxxii, li, liv, Ixvii, ^M
Jabocb 7.
Ixx, *lxxix, Ixxxi-ii, Ixxxr, Ixxxviü, ^H
Jacob Patriarch, 3^ 13, 15, 23, 28,
xcii, xc vii-viii, cxy , cxxix, cxxxviU, ^^^H
80, 83, 124. — J. tilii Ixxxi, 13-15,
dii, cliv, 6, 1249, 21-2, 32-^, ^^H
— J. foDß, pule 118 13, — vadam
37-41, 44. 46-59, 61, 63-5, 67-72, ^^H
, ci, 133. — cf. Jacoby«.
74, 77-9, 88-91, 93-7, 99, 101, ^^1
Jacobini 264, 2m.
108-10, 116, 118-9, 131, 142. 144, ^^M
Jacobite xxx, 53.
152, 169, 171, 203-4, 222-3, 230, ^^1
JacobiiB apoat 9, 11, 17, 18, 76,
232, 239-40. 246-7, 254, 259, 276-7, ^^M
1 — cf. Äcconeni*. episc, Arragon.
291. 302-5, 311-12. Helia, Elia ^^M
F rex, de Avenni«> Roman, prinoepa,
IL Jebiia, Jebusaletn 38. Salem ^^^|
Vitriaco de, — cf. Jacob.
U, 29, 38. Solima 29. Sion t. ^^H
JaduB 66-8.
Sion. — regea v, Ämalricus, Bai- ^^^H
Jahel 85.
diiinus, Campania^ Fulco, Code- ^^^H
Jahaziel proph. 44.
fridua, Guido, Jobaonea. — pa- ^^^H
Jambri 70.
triarche : lir, 100, 111. Zachariaa ^^H
.fanimlofl mona 56.
276, 302-3. Arnulf iia xcii, xcv, ^^^|
Jarras lOL
xcvii, odii, 95, 99. Badulfug ^^H
Jazur V, Caaale de piano.
Lxviii, cxxx, ^cxlii, elxxii, 163, ^M
Ibn-Khalikan '»'226.
165, 167, 169, 175-6, 182. 214, ^^M
Icoüium Jxvii. cix^ cxx, 116, 131,
223, 280, 288-90, 292, 294. - ^^M
146*7, 234, 279, 280. — J-i eol-
J-ite. J-itani 66, 73, 90-1, 100, ^^H
danna cix, cxx, 146. Kalkhosrn
^^1
et Kai-Kau8 el-Malik el-Ghaleb
Jeareel v. Gerinum. ^^^H
ItÄeddin '234.
Jesseniani 19, 20. ^^^B
Idumea 6-8, 29, 80, 45. 75, 108,
JeeuB frater Johaunia 66. ^H
128, 27Ö, — J-i 11, 75.
— gacerdoa 63, 65. ^^H
JebuB V, Jeruialem.
— Nave ^^M
Jebüialena v. Jeruaalem.
— Sirach 68. ^^H
OliTer,
^B
^^m 338 ^1
^^^ Jezabel U, 42-3, 47,
121, 123. ^^M
^^M Jexrahe), Zaraym U, VI, 47.
Jobel proph. 49. ^^^H
^H llia 52.
Joiada. Jorada 47-8. ^^^|
^H Imbertus 273.
Jolanta v. Cortiniac, ^^^B
^H Inacus 29.
Jonas proph. olxTÜi, 42, 50, 130, V
^H India 99. — I-dorum rex v. David.
191. ■
^^B InnoceotiuB pnpa IIL xiv« xviii,
Jonathas 12, 37. ^ t. Maebabena. M
^^B lix-xzvii, Ixii, Ixvi« Ixviii, Ixxivi
Joppe Ixzxix, icvi, cxxix-xxxi, 14, ■
^^H cxxxiii-yii, cl^utiT, clxxviii, 150,
22, 91-2, 94 5, 98-9, 102-3, 151-2. ■
^H 158, 175, 2t)5, 288, :jU>'2L
— J-en^^is com. Guido civ, 119, H
^^1 InoamiDatma VL liiit clxxix.
139-40, 142, 154- — J-emrit pa- ■
^m Joab 89.
triarch. Radulfua 152-3. — J-id ■
^H Joftchat, Sdlum 504, 56.
94, 104. ■
^^H Joachaz rex Israel 47-8.
Jor fluv. 8, 9, 97. ^^1
^^M Joachin rex Jude 57-9,
^^M
^^1 Joakim res Jude 56*7.
Jorada v, Joiada. ^^^|
^^1 Joafl res Israel 49.
Joram rex Israel 44-5, 47. ^^^|
^H Joathan 85.
— ^ res Jude 44-6, ^^^B
^H -r rex Jude 51-2.
Jordania 6uv. ci, 7, 8, 12, 22, M, fl
^^H Joas, Joabez, Joachaz, rex Jude 47-8.
42, 44-5, 70, 76, 91, 100, 118, ■
^H Job 7, 311.
120, 133, 136-7, 164, *171, $B9. ■
^^m Jofredufl com. liritaonie v. Brit
— Willehelmu» 96. -- v. Eber-
^H cf. Godefrid.
etein, com. de.
^^B Jobabez v, Joaz.
Joriensis epiecop. Petrua 162, 168.
^H Johannes apoit. 9, 11« 17, 76» 313.
Jomtphat rex Jude 18, 4h 4^-5. m
^H -- baptista 8, 12, 17, 22, 50.
-^ vallia 18-20, 88. ■
^^H — episc. Lemoviceasis v. Lern.
JotcelifiQB V. Goacel. H
^^m — de Flnndrla v. Flandria.
Joseph (egypt.) 10, 13. 30, 122. ■
^^m » imp. Gonstantinopol. ?. ConBt.
— pater Jesu 75. H
^^M — Machab^as v. Macb.
Joseph US historiogr. Ixxxviü, cvfii* H
^H — papa 304.
29. 35, 39, 46. 52, 60, 67, 09, 71, ■
^H — pontifex 66.
77. 103. ■
^H _ presbiter 258.
Josippua 73. H
^^1 — presbiter cardiu. tit a. Ste-
Joaiaa, JoEias rex Jude 12« 51, 55-6»
^^1 pbani ix.
Joaue 4, 31-3, 37, 42. _
^H -> rex Anglie v. AngL
Joxaba 47. ^^H
^H — rex Jeraial. Ixviii, Ixxiii, Ixxv-
Iram rex Tyri 10. ^^H
^^»^^ vi, cvii, cxxxvii, cxlvii-viii, diu,
Irene v, Hirene. ^^^H
^^H clxiv, 104, 162, 166, 16B, 175,
Uaac Patriarch. 3, 14, 28-30. ■
^^^V 190, «199, «209, 214.5, 22^, 248,
— imp. Constantiuop. 146. W
^V 250, 259-60, 269, 276, 289-90,
Isabella regina Jerua., ux. Frether.
^M 292, 294.
11. li. Ixviii, 154. H
^^M — Hircauus 71.
^ Qx. Ansfridi de Turono 151. 1
^^m — V. de Ards, Halgrin, Herold,
— filia regifl Artnenie Levoni« v. H
^^^^^ Longvifli Hothe, de XaDten.
Armem a. H
^^^ 339 ^^^^^^1
Tflftcbar triboi 49,
Kal-KauBeU Malik el-Gbaleb Izsed- ■
Inai 38, 40,
dm, soldan. Iconii v. Icon. ^M
Is&ias propk cviii, 18. 49, 51-4, 60,
Kalkhosru aold. Iconii v. Icon. ^M
63. 103, 242, 302, 3ft9-13*
Eaiii 23, 27. ■
hatham ^,
Kairus, Kairum xix, Iv-ri. 121-6, H
rait 29.
257, 262-4, 267. , ■
Isroahel v, Ulam.
Kalokia T. Ungrar, arcbiep. ^M
Israel 5, 7, 305. - I. filü hxxii,
KalojohanneÄ v. Conatantin., iiup. ^^^B
5, 6, 13, 22, 32-5, 37-9, 55, 65,
Kamp, monasi, xv. ^^^|
99, 228, 246, 269. 278. cf. Jndä.
Kappenberg, taonast. xHt. ^^^|
— terra, regn. H?, 29, 41 na., 50-1,
Karioth abbas 15. ^^^|
53, 59, 62-3, 67, 83,
Karlomannufl rex 78. ^^^|
Itali 9L
Karolua ca]?ua 17. ^^^H
Italia xcvii, cixxt, 8^* — I-e capi-
— magnus x, Ivi, 17, 78, 303. ^^H
tanei 223. arbea 3Ü4. — I-ici
Kernel 275, cf. Malik al-KamiL ^^M
tDilites 248, 25L pedttas 214.
Keraunia *cxxyii ^^^H
Iteriua de Tocce v. Tocce.
Kerinia v. Scelingis, Cberinea. ^^^|
Iturea 74, 76.
Kinneretb v. Cinaretb. ^^^|
Jüda liv, Ixuvii, 3, 4, 23, 33, 44,
Klrsakus cxiv-viü, 149-50* ^^^|
46, 50-1, 55-7, 60, 63, 70, 161.
Klarbols, moDast. xlir. ^^^|
Juda« *cxxv, 19, 20, 247, 310.
Klarkamp abbas de clxxii, ^^
— Mftcbabeus v. Macb.
Klecwri, Radulfus de cxlv^iii, *166. ^|
Judea 5, 10, 14, 15, 44, 54. 60-2.
KoroB V. Coriciena. provinc. ^M
64-5, 68-9, 72-3, 75*8, 108, 137,
KubbeL Käbl) v. Kabrata. H
312.
Kuik, comea Hermannus de •xliii. ^^^B
Judei diix, 7. 17, 20, 23. 31. 48-9,
KurÜD HatttD *9. ^^M
61-4, 67-8, 70, 73, 76-7, 83, 231.
^^^H
297, 310, 312, cf. Israel filii
Jngurtha Ixxxvii-viii. 72.
Julia 76.
^ gena 37, 48.
LacedemoD 36. ^^^H
Laebifl 32. ^^^H
Laciß, Giaelbertus de, procurator ^^^B
JuliacenÄiB come» Willehelra. xxii.
JulianuB apoat 12, 78.
Julius 48.
— fil. AMcanii 37.
— Oaar ?. Ceaar.
— Pro€uhifl 48.
Jüstinianus imp, IxxxT. Iß, 78. —
J. minor* 78,
Jufttiaus jmp. 78.
Jutta oppid, 22.
Tempil V. TempL ^^H
Lamecb 23, 27. ^^^|
liangobardia Ixviii, ^^^|
Langtoo, Stepbau., arcbiep. Can- ^H
tuar. r. Cant. ^^^M
Laodicea 91. ^^^H
LaomedoQ 36. ^^^H
Lapidotb 35. ^^^|
LaicariB, llieodor. 234, ^^H
Lateranus lii, 819-20. — L-ense ^M
conciJ. xxi7<vi. xzxt. cxxxiii» ^M
K (cf. C)
cxxxvi-?ii, civil. 133, l58, 162, ^^H
Kabrata (Kubbet Rahil) 16.
175, 265, 296. ^^1
^^^H
^^^^^B
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^1
^HI^H^^I
1
340 ^H
^^f^ Latini 62. 85. 127, ISß, H9, 150.
Lotharingie diix Godefridus 79, 847^^
^H 226-7, 265-6, 280, 310, et Chri-
88, 304, rex Jerus. 89, 90. 92. H
^^1 atiani Franci,
100. Heinriciis xxii. — L-i 88. H
^H Latini reges 36-41, 44, 43^50.
Lothevicua v, Ludewiciis. ^M
^^H Laurent! ua, beatua 21.
Lovois xix, 319-20. ^|
^H Lavinia $7.
Lucas ew. 313. j^^^H
^^H Layron, Äymar de ^216-7*
Luccenais episc *I87. ^^^H
^H Lazarus 18, 19.
Lncius papa IIL 134. ^^H
^^B Lebna (Lepna) 32.
Lucretta 64. ^^^|
^H Leemannia 262, 264.
LudolfuB y. Sudbem. ^H
^H Legars «218.
LudowicuB, Lothew. rex 78. — ^M
^^H L«moviceiiiia episc. Joliannes cxivil,
ptus 78. H
^H
— cf. Bawarie dux, Franooram rex, H
^^V Leo papa 304.
Thuring* landegr. ^M
^^H Leobiiis 29.
LugduDum Ixxxviii. ^M
^^H Leodinm xxiv, xxvii, *x:xxi¥» —
Luitbold V. Litot. ^^H
^^H L-ensia diacesie 184, 2d4.
Luza T. BeiheL ^^H
^^H Leopaldu3 dai Äustrie y. Auttria.
^^H
^^M Lepna v. Lebna.
^^H
^H Lesern Dan 113.
Lysias 69. ^^M
^H Leri tnbus 60. ^ L. filil 31.
^^^M
^H Levite 87, 40, 53, 67.
^^M
^^M Levo rex Armeoie v. Armema»
Maceda 32. ^^^
^H Libya 34, 121, 262, 303.
Macedonia 135. — M-erex Philippug^fl
^^m Libanus mone ixix, 6-9. 29, 108,
66; cl*. Alex. Mac. ^^^H
^H 117, 134, 265.
Maceronta 12. ^^^|
^^M Lidda v. DiospoliB.
Macliabeus, Johannes 69-71. — ^M
^^H Liesborn monast. liii-iv.
Jonathas 70-L — Judas 69, 70. "
^^M Limocium (LiniiiHol) cxxtü, 279.
186. — Matbatias 22. 69, — Si-
^^M Linnzunensis portus 150.
xnon 69-7 L - M-i Ixxxri, 22, 69.
^^M Linsjaco, Gaufridiis ei Hugo de
Machlinia, dominus de, v. Bertboldi.
^H
Macbometb, Mabumetna, Mehemeth H
^^B Lipparia ins. 304.
liv-v, Ixvi-vii, clü, clxri, 78. H
^H Lisania 76.
121-3, 129, 204*5, 232. 275, 298. ■
^^H Lissabon t. ülixbona.
300, 303. ■
^H Litot «184, cf. 294.
Macbometb • ben - Nasser r. Car* ^M
^^H Li ron es ex XX 17, 156-7.^ L-e episc.
thago. ^H
^^1 Albertus cxxxiv.
Macrinus imp. 77. ^M
^^M Longaapatba v, Spatarii.
Madian cixix, 60. -* M-ite 31. 35, H
^^H Longinus 20,
278. - M. rex Üreb 35, Zeb 35. H
^^m Longus, Jobannes clix?.
Magdalum 10. ^M
^^B Lopperstim monast. xWii. — decan.
Magdeburgensis provincia ixxiv, — H
^^M xivi, ^xlviii.
archiep. Albertus Ixviii. — canon. H
^^M Los, Cornea de *%,
TbJderic, de Somcrschenbnrg ^M
^H Lotb IxxxTÜ, 4, 5| 2a
^^^H
^^^^^^^^^^^^^ 341 ^^^^^^^^^^^^^1
Magedo, Maiedo 12. 47, 56.
Maria Magdalena 10. ^^^^^H
MageldocÄB cvii, 127.
— aoror Aaron 31. ^^^^^1
Mag! 64.
— &oror Laseari 18, 19. ^^H
MftgunUna provincm xxxiv. —
- virgQ 10, 14, 23. 75, 134, 294, ^M
archiep. xxiii, xxitvi, csxxi, Üou-
300, 309. ■
radös 154. — scolAdt. Conradue
Mariamne 73-75. ^U
ixii^ IxYi,
Mariengarten, abbates : Sigebardus ^M
Mahalech di, 123, 261, 267, 269.
xliti-iT, ilvi. Sibrandua *il?i, ^H
Mahumeth v, Macbom.
^^^1
Malik-al-Adil v. Sapbadiniis,
Marienibal monaat. xliii, xlri. ^^^|
Malik-at-Äfdal cxiv.
Marino Sanudo clxxviii. ^^^H
Malik-al-Aachraf t, Meltjhiseraph.
Marina Ixxxvii, 72. ^^^H
Malik-al-Kamil xxxii-iiii Ivii, Ixiiiit
Maroni te 134, 265, ^^H
Ixxviii, Ixxiv, cliv-viii, clx-ii,
Marailia ^^1
cliir, clxviii, clxxi), »ISO, 198,
Martha aoror Lasari 18, 19. ^^^|
218, 220, 222, 224-5, 249. 251,
Martina ^^M
253, 257. 259, 261, 264, 267,
Martino, Gualo de xlix, ^^^|
272-6, 281-2, 288, 2&6 89,
MaakeliniB, Oliver, de *x. ^^^H
Malik-al-Maazzam v. Coradinus.
Maapbat 37, 59. ^^M
Malik-al-Saleh 130.
Maaaagethe 63. ^^H
Mallion, Savericiia de 219.
Matbania v. Sedechiaa. ^^^H
Malta, com- Heinnc. de 277.
Matbatiaa y. Maehabeua, ^^^H
Mambre moos 4. — M, yallU 29.
Matbeca 73. ^^H
Mameluc, Mameloti 132, 256.
Matbeus apoat 46, 313. ^^H
Manaclien rex !«rael 51,
— com. Apulie v. Apulia. ^^^|
Manasses 66-7, — rex Jude 54*5.
— Paria cLxxvit ^^^H
— tribua 51.
Mauri ^^M
^K Mandulfus xci, 96.
Mauriciua imp. 78, ^^^|
^B ManHuH Torquaius 66.
Maxentiua imp. 78. ^^^H
Mantuaniis epi&c. Heinr. cxlv, 187.
Maximianue imp. 78. ^^^|
Manuel v, EmaoueL
Maximinua imp. 77. ^^^H
Marburg, Conradus de ]xvi.
xMaxer ^^H
Marchia (La Marche), comea Hugo
Meander *234. ^^H
de cxliv, 187.
Mecba 223, 232. ^^H
Marcus Aureliua imp. 77,
Mechi Kernel 296, cf. Malik-al- ^^H
— ewang, ^313,
Kamil. ■
Mardocheus 57.
Medan planic, Forum 8. ^M
Mare mortuum, diaboli, Bolitndinia,
Medi 29, 501, 53, 59, 60-1, 63. 94, H
Aafaltidia lacua 4, 5. 8, 12, 18,
114, 179, 266, 268. - M-orum ■
23, 49, 91.
rex Arbaces 50. ^M
— mediterran, xxvii.
Mediolanensis archiep. HeiBric 248» ^^H
1 — rubre m 5, 99, 107, 190,
Meezidinalla 121. ^^H
1 Mareon 42.
Mehalech v. MahaL ^^^|
f Marei, com. Rainaldua de 117.
Meinricna scol. Paderb. v. Päd, ^^^H
~ Margat 108.
Meinwerkua epiac Paderb, v. Päd. ^^^B
^^^^^^^^^^^H^^n
342 ^H
^^^^ Mehedi (Almabadi) 123.
Monte acuto, (Jarinuii de. nnäg^^H
^^H Mebemeth v. Machoioet.
HoBpitJil. V. Hodpit H
^H Melchtsedech, Sem Ixvi-vii, 11, 29,
Monte Sion, Burchardus de Ixix. H
^M 32, 38, 60,
Monti« ferrati marchio Conrado« H
^H MelchiBeraph 235.
cxxix, 144, 154. ■
^^M Mcmnon 36.
Moria mons 15. ^t
^^M Memphis civit. 121*
MorianensiB ecde«. 12. H
^H — imp. ^16,
Mothone 102. V
^H Menelaus 36.
Moysea 5, 6, 80-2, 44. 269, 278, ■
^^m Menko clxiiv.
310, 312. — M. valli» 5, 91, 114. ■
^^H Mensa 9.
Mabamed v. Maehomeib. ^^
^^m Mensaleh lacus ^cv.
Mulene v. Mitilene. ^M
^^1 Meranie diix cxxxtv. Oito 162.
MuBula dv, 115, 130. 138. ^^M
^^1 Mergin (Smerdifl) 64.
Mjrcene 29, 35. ^^H
^H Mergisftfar ( Merdsch-Safar) -"lOS.
^^H
^^B Merseburgenäia episc. xlix.
^H
^^H MesopotbaiBia xcv, ci, 7» 84, 85,
^M 04, 107, 183, 138.
Naama, Naamatbiißd 7* ^^^|
^H McBsana 143, 155.
Naaman 45. ^^^|
^H Meihuphis 16.
Naas ^^M
^H Mlcbae! 61.
Naboth 12, 43, 47. ^^H
^H Micheas propK 43, 52, 311» 313.
Nabucbodonosior ci, 16, 56-60, 63*4, ^M
^^^H Mtdl&ätuQ, EUbetus de xli.
Nabuzardan 16, 58. H
^^m Milo y. Harri, com. de, Beluac,
Nadap 41. ■
^^M elec, de Planci.
Naim ^^M
^^1 Minden ix. — episc. T biet mar. ix.
Nami 136. ^^M
^H Miralim 234.
Namurcum ixiv, 286. — N-eenrfT^H
^^H Mitileoe, Mulene 122.
com. xxiv, Ixxm, olxxi, 285. H
^H Moab, Moabite 5, 34, 44*5.
Heinric. *clxxi. H
^H Modin 22, 6ML
Nangeio, Bartbolpb. de Ixxxix. ^|
^^1 Moeltn xxxix.
Nantolio, Andreas de *216. H
^^M Molendino, Roger uq de, mag. Ho-
Naptalim v, Neptalim. H
^^H spitah V. HoBpit.
Narbona 803. — archiepiöc. Amol- ■
^H Moloch 18.
dus cxxxvi. ^M
^^H Monasterienais episcop. Hermann.
Nar Faläik cxxviii. ^^^|
^H cxix, 146. Otto 163, 168, 172,
Nathan propb. 39. ^^^H
^H 290. TbidericuB xli-iii, xW-yii.
Natbanael ^^H
^m — aioceaia 174, 285, 287, 315.
Naum propb. 51. ^^^|
^^H Mons angelorum, monast, h>.
Navarre rex Sancbo elf ii, 149, 157.
^^H MoDS ferratuH v. ßaria.
— regit filia Berengaria, ui.
^^1 MonB regali», Castrum regale cvi,
Rtchardi, t. Anglia. fl
^H cxv, 6, {>8>9, 136, 142, 14^, 222-8,
Naves de Tolosa cxxxvi, »157. ^
^^1 805. — princepa ßainaldns 142.
Naaareth Ixxxii-iii, criii, cxiv, 10,
^^M Monte, com. Adolftis de 179, —
11, 23, 75, 108, 139, 142. —
^^M com, Engel beriiis de v. Colon.
N-enuB 14, — N-emis arcbiep.
^^H prepos., arcbiep.
Hobertua 115. fl
^^^^^^^^^^^^^ 343 ^^^^^^^^^^^^^
Neapolis, Sichem Ixxxvf, 13, 14, 18,
NonnannuB quidam cix, cxxvi, ^|
28. 35, 40, 50, 97. - S-mite 35.
149-50. ^^M
Nechao 55-6.
Norrenaea 97. ^^^|
Nectanabu» 66.
Nova Ecclesia, abbaa J, de xliv, ^^^B
Negemedinus 130.
^Ä
Negroponte cxix.
Nubiani xxx, 232, 264. ^^M
Nebemias 65»
Niima Pompilius 54. ^^^H
Nemroth 28,
Numerianua irap. 77. ^^^H
Neofürite xxix, xxi, 265.
Numidia 99. ^^H
Neptalim •cxxxiii, 10, 37» 51, 58,
Nurreddin v. Noradinua, ^^^H
97. 155.
^^^1
Nero imp. 77.
^^H
Ner?a imp. 77.
^^H
Neatoriua 266. — N-ini xxx, 266.
ObethedoQ 37. ^^H
Neustadt a. R. *x.
Oceanua 2a^, 287. ^^H
NichaDor 70.
Ochoda« rex Israel 44, ^^H
Nicea xciv, 84-5, 93. — N-ena
Odo de 8. Aroaodo, nia^. Tempil ^M
aynodus 64.
V. IVmpl. — de Ceriton v, Cer. H
Nicodemus 21.
Oeaede, gen« de xxzvi. ^^^B
Nicolaaa Damasceniis Ixxxviii, 28*
OffeDatonia mona 18. ^^^H
— cf. AlexaDdr. patriarch., Re-
^^M
ginas epiac, Trivet
Ole. gena ^^M
Nicoasia cxxvi-vii, 150, 279. —
Oliva, monach. Cbriatianu« cxxxiv. ^^H
N-ensJa epiÄC. Euaiorgiua 162,
Olivier X. ■
168, 176.
Oliveraa *3, »lO, *13, ♦77, 83, 161, ■
Nigri 272, cf. Ethiopea,
*181, »256, *270. *278, 285««. ■
Nijkerk t. Nova Eccleaia.
origo xi. AccoD. xxii-iii. Colan. ^|
Nilu« xxii, 1 XXV- vi, cxl, cxlin-7,
xiv-vi, xxii-iii. Egjpt. zxviii aa., ^M
clv-vii, clxviii, 28-9, 99, 121,
c, cxl B8* in Friaia xviii-ix, xxxv, ^M
123-4. 127, ♦177,178 b«,, 182, 187,
ilviifg, cxliii, clxxi. in Italia ^M
189 8«., 221, 225-6,248,251,257,
xlix, L Minde ix, in Palestin. ^M
260-3, 267, 270-1, 276, 292-3. —
xxvii-viii» Paria, xvii-ix. Remia ^M
cf. Geon.
xix. Eome xxv-ti. contra AI- ^M
Niöive c, 28, 50-1, 53, 130, —
bigena. xx-i. contra Berderic. ^M
N-ite 181.
xlii aa. predicat. crucia xxiv-v, ^M
NiverneDäia come« Herveus Ixxvi,
xxxiv, xl-ii. acola&t. Paderborn. ^M
cxlv, 187, *199.
xii. acol. Colon, xii, *153. ♦188, ^|
Noa U, 23.
288, 295, 315. S19, 321. cancelJar. ■
Noaille«, GastoQ de cxi.
Colon. 314. electua, epiac. Pader- ^M
Nobe 37.
born. xxxv-viii. xlix, l, Ixxii, ^M
Noradtim«(Niirreddii3)lxvi, cii, civ,
clxiii, *296. epiac. cardin. s. Sa- ^M
115-20, 126, 129-31, 134, 138.
bin. l'ii. acriptor li, cix vi «a. ^U
Nordhauaen xxxvii-ix.
defunctua lii. ^U
Normannie comea Eoberfcua 84, 88,
— V. Anglie regia Job. fil., de ^U
■ 90. - N-i 84.
Maskelinia, de Pereael, de Sken- H
r
344 ^H
^^^^m cTelbeka, de SombrelTe, de Soten-
^^^^^ gern, de Tinibeke,
— Bußdorf, capitnlum xxxiri-vii,
^^^^ Oliveti njoüB Ixxx, 18, lö, 21» 28,
xxxix. prepos. Hcfcirtcuß de Bra-
^M 88, 118.
kel xxxvi-vii, xlix-
^H Olofernes 10.
Palatiuus comea fieinric. cxjlxÜi
^^m Olomecenensis (Ol mutz) episc Heri-
1&4. — er de Quidelenbacb.
^^M bertus (rect. Heinricu») 1?.
— mona 52.
^H Onjaa pontif. 68-9.
Palestiöii cxxxiii. elvi, 108, 127,
^H Oreb mom t>, 42-8.
131, 137, 143,244,254,277,279..
^^B — rex Matiiati. 35.
303. — cf. Terra sancta, pro-
^H Orestes 66.
mis^ionia.
^m Orientales 106, 130.
Paneas y, Beiinas.
^H Orlamiiode, Albertus de xxKviii,
Panormus 153, ^M^l
^^M Groan JebuBei 15, 38*
Papbus 279. ^^|
^^M Orosiufl cxxxviii.
Pappen heim, Heinric. de cxxxti.
^^m Osdagessen. gena de xilxvu
cf, Catadin. ,
^^1 Oaee proph. 49, 60.
Paran v. Pharan. ^^
^^M OsnaburgeDdU epiacop, Adolf« de
Pari«, Matbeuä clxxvü. ^^^|
^^M Tecklenburg xv, xvi.
Pari^atia 65, ^^H
^^m Ostergoo pagus xW.
Pariaiensia universitaa xvii-xix, xl^^
^H Ottia 56.
arcbiep. Petrua 187. — decan.
^M Othoniel 34.
et arcbidiac, xix, 319. — a. Victor.
^^m Ottirburg, Philipp, de v« BonevulHs
canon. Absalon xviii. — P-iua 3iy,
^^B abb., Colon, canon.
Fartbi 8, 74, 94.
^H Otto (^ Otho) imp. 77.
PaaclialiB papa IL 99.
^H - imp, L. 11.. lÜ. 79. -^ IV.xvi,
Patavia (Padoa) L
^^m xxii, xxtii; XXV, I55-6.
Patrimonium 8. Petri cxxxiv, 156.
^^^^^ — V. FnaiDgetjöia . Meranie diix»
Pattavensis (Paaaan) epiac, ülricvis
^^^^H Monaster. epiac, Pictav. com.,
257, 270.
^^^^H Quidelenbacb. de» Palatin, com.»
Paala 15, 60.
^^^^H Traiect. episc
Fauluß apoat. dxvüi, 77, 191, 205,
^^^^ Ozt^e propb. V, Oaee.
304. 309-10, cf. SauloB. - Dia-
^^M — rex Israel 51-3.
coniia Ixsxvi , Ixxxviii. — cf.
^H Osya rex Jude 29, 46» 49, 51.
Florid. ort- monacb., PetavitM,
^^^^^ Osjas rex Israel t. Zacharias.
Puteolan. ^J
Paueaniaa 66, fl
Pavia »177, ^
^^^H
^^t
^^Ä^ Faderborn xi, xü, xxxix, *lii. —
Pelagiua Älbanensia epiaoopus, mp»
^^^^H P-ensis dioc. xxiii. epiacopatus
öed. legatus xxx. xxxi, xlix,
^^^^H ix. — capitulutD 1. — episcopus
Ixxxv, cxlv, clv-vii, clxiv-vi, 158,
^^^^H MeinwerkuB ix. Bernhardiia 111.
187, 191, 212, 214, 223-4, 2S5, ■
^^^^H XXXV, *h Olivertis v. 0. — bco-
289, 248-51.253, 255. 257-8, 260. ■
^^^^1 last. Franco, Eeiaberua, Meinri*
268, 271, 278, 276, 280^1. ■
^^^^H cits, Altmannus, HeinricuB xi,
Pelusium v. Belbeia. H
^^^^H Oliveirus v. 0. — Abtliughofi
Pereäel, Oliver, de *x* ^^^B
f Perae Ixxxvii, 53, 61, 63-5, 68, 78.
Otto {^ Otto IV. imp.) xtii, xiv, V
L 87, 119, 233, 266, 268, 273, 3ü2-3.
cxxxiv. 155-6. Riebard US (= rex ^M
^P Peraeus 2Q, 34.
Angl) 144. Willehelm. cv. dB. ■
^ Pertie 'lö, 68-Ö, 85. 258. 262, 268>
•nO, eiu8 fiK Raimundus cv, 110. H
274, 276, 303.
Pilatus Ixxxviii, 20, 76-7. 3U. ^H
Pertinax, EliuB, imp* 77.
PippiDim rox Ixxx?, 78. ^^^|
( reruaia Ix vi.
— scripior clxxTÜi. ^^^f
Peterborougbp Beaed. de cxni.
Pimni 21142, 215. ^^M
Petra de»erti 72, 108, 136. 140.
Plauci, Milo de 123. ^^H
Petaviufl, Paaka li.
Podiensia epiac. AdimaruÄ 84, 88. ^^H
Petrus apost. 8-11, 17, 20, 23, 77,
Pompeluä 72-3. ^^|
1 134, 258, 289, 304, 313,
Ponte, KeginalduH de *215. ^^H
1 — Comme«tor Ixxxv-ix.
PontiuB Pilatus y, Pilatus. ^^H
1 — heremita 84, 87. 304.
— cum, Tripolitau. t. Tripol ^^^|
[ — cf, CortiniaCi Duisburg.
Pontus 77, 135. ^H
1 — cf Joneus- epiacop, Pari«ien8.
Portnensia et f Rufiue episc. Theo- ^^H
arcliiepjsc.
tbinua, apost. sed, legatua 117. H
Phücee rex Idrael 51-2,
Couradua de Urach xxxiv. xl-i, H
Fhaceia rex Israel hh
xlvi, xHx, clxxxiii, 313. H
^ Fbaramin 123. 127,
Portugal cxliii. ^ P-enati regina H
Pharan (Paran) 8.
173. ■
• Pharao 16. 228, 243.
PortiM (de MuDadel) cxxxvi, 157, ^^
Fbarasous 259,
Porua 178, ^^M
Pbarphar 7. 8, 30.
Posaugia, Foaovia, moDaat Ixir. ^^^^
Phargaliii •73.
Pijaselua 73,
Pratum palüorum 109, ^^H
Premonatratum monafit xix, xxxix, ^^H
Phenice. Pbeuicia Ixxxii, 6, 29, 107,
xliii. — P-enais abbaa 285. 287. V
1 128, 143, 303, Libamica 108. -
L Ph-ces 6,
Couradus xxxv, xliti-iv, clxxii, ^M
3)4, — capitulam generale xlvii. ^^H
^K Phenix 334.
ordo ^^^1
^r Phiyppus 11.
Priamus 36, ^^^|
1 — Ölius Herodia 74, 76.
ProbuB imp. 77. ^^H
' — imp, 77,
ProculuB, Julius 48. ^^^|
— rex xiii, xiv, cxxxiv.
Proaper ^^^|
— cf. Arraeiiie rex, Flandrens.
Protosevaato v Alexina. ^^^^
com,, Francor. rex, Macedoo, rex^
Provincie comea Raimundua 84, 88, ^^H
Ottirburg, de, Buevie dux.
93. - P-alea 88. ^H
Philiutea v. Accaron.
Prutonea cxxxir, 156-7. ^^H
Philiiitiiiu, PMListei. Philiatim 3,
Ftolomais v, Accou. ^^H
34, 36-7, 100.
Ptolomei 62. ^^M
Philomeliiini cxix.
Ptolomeus 69. 70. — Epiphaoefl ^^H
Philoätratus ci, 103.
62, 68. - Euergetes 62, 68. — ^^M
Phul 51.
Lagi 62, - Philadel pbua 62, 68, ■
Phyoea« 31, 37.
307. - Philopator 62. - Sother 67. ■
Pictavienais pagus 12, 17. — comea
— Lucceusts clxxvii. ^^H
^ 8« ^^^^1
^^m Pulchro moiil^> vice<k>in. Radulfus
Rmvennai Wibertas de xcvii. ^^H
^H de 216. — W altherns de, camerar.
Reate (Rieti) L ^^M
^H regifl Frande 216.
Rebecca 3, 29. ^^^
^^M PuLcolanus, Paulus clxxnti.
lieblatha ¥. Emath, Antiochta. H
^^m PyrgQB Strntonis v. Cesarea Palest.
Recabite 57. ^^M
Recordana 164, 288. ^^M
^b
Reginos episc. Nico) aus 248*
Reinerns. Reinberus v. Colon, «oo-
^^M QuarentensL deaert. 22,
laat. Paderborn, ftcol&ii.
^H Qaidelenbach (Witteisbach), cotnes
Remensis archiep, Albericus cxHx,
^H Pulatinua Otto de cxxxiv, 1&6.
152. 177. W. et G. 819*20. —
^^M QuintuB Gurtiu$ 17S.
canon. D. xix, 319-20. — *. Remi^ii
^^^^ Qdrinalia mona 58.
roonach, N. xix, 319-20.
— Albericui cxxx, 152.
^^^
Remon petra 37.
Remus 52.
^^^^Eaab v, JoHeDsis.
ttesitb, Ressitum 124. 254, 263-4.
^^^pEaab meretrtx P2, 257.
Rbenuö xxviii, *xHiL
^ Rabaaces 53,
Ehodanui xx?ii].
^H Ra4:ha 94.
Rbodu9 102.
^H Kachel 15, 9L
Richardua com. PtctaTtensii , rex
^^1 Radulf US V, Betbleem. episc. Ge^trie
Anglie v. AngL
^^H com., Coggeshale» Jerua. patri-
Eobertu» liii. — v. Äbolant, Änglie
^^m arch. . Joppens. putriarcb, , de
rejfii Wilb. filim , Balocensis
^^M Klccwrjy de Pulchro morate.
epiac, de Bello monte. de Coraim,
^H Ragea v. Edewa*
Flandriecom , Nazaren. arcbiep.,
^H Raguel 5d.
Normannie com. — cf. Ruotbertiui.
^^1 Raimundus v. Antioch. priac.« Giro*
Roboam rex Jade 40.
^^H deus, epiac , Pictav. com.^ Provinc«
ßocbetailie, flav. *cxxvi)i. ^h
^^M com., TrfpolitaD. com.
Hogel quercua 18. ^^^^
^^M ßaiualdtis v. Antiocbie pritic, de
Roger 0» cf. Atitiocb. princ , de
^^^^^ Caetallione^ com. de Mares, Montis
Harekurt, de Horeden, de Mo-
^^^^B reg, pnnc.i Tiberiad, princ.
lendino, de Wendower.
^^^^Haits V. Ratio.
Roland 118 *x. — epiac Faveotin.
^m RamaMe 228.
V. Fav.
^H Ramatha, Ramula Ixjcxtx, xcvii, 22,
Roma xiv,xxxvi,xliii-v, Ixviii, xc?ii.
^H 3S, 91» 93, 95.
civil, clv-vi, 14. 21. 48. 52, 56, 65,
^m Ramoth Galaad 4a, 47.
69, 70, 72. 74-8, 133, 156, 175, 256,
^M Rapbael 59.
32 U — R-anus princepa UanDi*
^H Haphanea 107. 111.
bal cxlv-vi, 158. — Jacobua 187.
^^^^Raais rex Syrie 51-2.
— R*anu» portua 304. — R-uni
^^^^H Ratio, Raits, UeinfM canon, s Mar,
Ixxxvii, clxix, 52. 54-6. 58, 60,
^ ad gradus v. Colon.
66-8, 72-4, 77, 83, 186, 190, 237,
^H Ratiftbonenaia epiaogpus zlix.
266, 278, 303.
^H^ Raul castrtim 144.
Romania cxix, 93,
j
347
Eomelia 51.
Romiilu« 48, 52-3, 73.
Rosette v, Renitb.
Rothe, Job. clxxyi.
Rottend otfi US, Bernhard, lii, Ixiii,
*202. ♦249.
Rüben tribug 49, 5L
RüdolfuB T. Colon. Bcoln^t*
tiufina V. Fortuensie,
llnfioiia hiatoriogr. ]xxxviii.
Euotbertua Fretellaa arcfeidiac,
Äntiocb, V, Ani.
Rupinus, princ Äutiocli, v, Ant
RusBi 266.
Sadcjch 40.
äaßta V. Castnim album.
Saifeddin "IBO-K
Sakif-Arnüm v. Beafort.
Saladinus xlii, civ, cvi, cviii, cxiv*
vii, cxxixxxxi» 124-6, 128,1304,
136-45, 149-53, 164, 222. 232,
234, 245. 251. 305.
Salem v, Jerusalem.
Salernum li, 153.
Salmana 35.
Saloma 73.
Salomon Ixxiv, 10, 16, 18-19, 21,
35, 3740, ^71. 305. 311. — S.
templutn 35.
— episcop. 316,
•— magister, canon. HerbipoL v.
Herb.
Salpenuis epiac. cxl?. 187.
Saltus locus 13.
Saka. Hermann, de Ixviii.
Sainaria terra 12, 53, 312.
— . Augnsta, Sebaste 12-13, 42-8,
50, 71, 200. :j12. — S-ite, S4ani,
13, 50, 53. 63, 66-7, 71, 200.
Samantana mulier 13. *lxxix.
Samgar 43.
Samir 36.
8amoa, Samia 55.
Sampsoti clviii, 36-7, 1Ö5.
Samuel iudex 37.
— propb. Ixxxrii, H, 38. HO,
Sanaballat (Sarabalia) 6(5, 67.
Sancho rex Navarre v, Nav.
ßaadakli v. Sivilla.
Sanguinas (Emadeddin Zenki) cv,
111-6.
Santiacberib 53.
Sanudo, Marino clxiviii,
Saphadiniis (Malik-al-Adit) Ixvii,
cxxiiii, cxlii, olivii, 153, •188.
189, »198, 203. 235, 291, 305.
Saphat 43.
Saphan 55.
Sapbet y. Caatrnm album*
Saphira 247.
Sara ux. Äbrab. 3. 60*
— fil, Ragueli« 59.
Saraballa v. Sanaballat.
Sardanapahis 29, 50-2.
Sardanicum oppid. 100-1.
Sardenai 297,
Saremsac, 261, 267.
Sarepta. Sarphet Ixxxü, 0, 42, 50.
168. 290.
Sarebrtigge, SarreponteT oomes Si-
mon de Ixxv, cxlvii, *176, 177, 215.
Sarraceni xxx-ii, xli, li, Iv. Uii,
Ixxv-vi, Ixxxv, Ixxxix. xc, xct,
xc¥iii, cviii, cxi?-vi. »cxi, cxxi,
cxxii, cxxx-iii, ♦cxlii. cxlvii,
cHv-v, civil, clix, clx, clxvi-viii,
cliiiii, 17, 29, 78-79, 83, 87-90.
92<3, 95-7, 100-8, 115. 118-20,
127-9, 133. 136-7, 142, 145-7.
151-2, 154-5. 157, 162, 166, 171,
173. 177, 179-80, 184-5, 189-90.
196, 2024, •207, 209-1 1 , 213-14,
221, 223, 231, 233-5, 240-1. 245,
254, 256, ^9, 263. 266-7, 269,
276, 279, 288-9, 291-6. 299, 303-4.
316, cf. ßabylonii, Orieotalee,
Turci,
p^
^H
^^^^ Sartich 28-9.
Severus imp. 77-8. ^^^B
^H 8aul rex 12, 35, 37-8.
Seyr mon» (ea-Schera) 7, 29, ^|
^H SauluB 7, 106, cf. Paulus.
— , Seiron v, Ksaci.
^H Sarar cii, cv, 120<U 126.
Sibrandua xlvi, cf. Mariengarten^^
^^H Bavericits de Mallion v. Mall.
abbaii. ^M
^^M Saxonia inferior x, — S-cas miles
Sichern v. Neapolia. ^^^M
^^M cilvio, ^166.
^M
^^M Sayn, Bruno de, prepoB. Bonneti^is,
Siciensis epiac Engel bertua 16i^H
^^m archiep. Colon, v. lionn., Ca) an.
168. m^
^H Scaurus 72.
Sicilia xli, Ixviii, cxxiv-v, cxxxi.
^^B Scelingia (Kerinia) cxxvi-vii, 150.
♦cxliv. clxxiii, 123, 148-9. 153-4»^^
^^H Schau bek v. Mona regalia.
158, 304, 316. — S-e rex Wille^
^^H ea* Schera v. Seyr.
heluKcxxv, 130, 148, cuius vtduaH
^H Sohildwolde v. Skeldw.
Jobanna cxxv, 148. Frethenc»^
^^H Scbwerin v. Zwerin,
V. Fretb, 11. imp. — herea Con-
^^H iSctpto ArrikaDkia 68.
fltantia cxiiv, i
^^M — Naaica 68.
Sidon cxv. 6, 33, 66, 90, 96-7, 99^
^H Scylla cvii, cliv, 134, Hh, 281.
102, 120» 133, 143. 155. 168. 2mH
^^H Scytbopolis v. tieibaana.
Sigebertiia Gemblacena. lix. •298,B
^^M Sebaate v, Samaria.
♦300, ♦302. ~
^^1 Seboim 4.
Sigebardua abbaa v. Marienji^ arten.
^^H Sedechias rex Jude, Maihania 16,
Sigelogua (rect. Godefridua), epitc
^H
Herbipol, v- Herbip, — prepoa* ^
^^H SegoFt Balesoara 4, 5.
Herbip. V. Herb. H
^H Segub 42.
Süoe fona zci, xcix, 18, 54* 8& H
^H Seifeddin ^115.
Silva 319, fl
^^M Seiroti T. Eaau.
Silvias Agrippa 44. — Amaliua50.
^H SeleucQs I., IL, III. 62. - tnaior
— Aremulua 48. — Athia 40. — ^
^M
Aventinua 49. — Capis 41. O&r-H
^^m Sellum, Joachat, rex Urael 50-1, 56.
penttua 44. — Egritina (Egiptiuf) V
^^H Sem V, Melobisedech.
40. — Eneaa 38. - Latinua 38-9. f
^H Semer 41.
Procaa 50. — Poafcumiw 37-8. —
^^H Semeyas proph, 40.
Tibennua 44. ^^i
^^M Semiramiä 29.
SimeoQ tribus 33, 51, 62. ^^^M
^H Sennaar 28.
— beattis ^^^^1
^H Sephor, Sephoria U, 50, — S-tanua
Simeonia mona 265. ^^^H
^H fona laa. 139, 143.
Simon iiiatua 68. ^^^|
^^M Seraphus v. Alapie aoldan., rex
— leprosoa 18. ^^^|
^m Edease.
— V. Macbabeua, Sarreponte^ ^M
^^^ SergiuB monach. clxvi, 204, 299,
com. de. ^M
^H Seron 69.
- caaale 261, 270. H
^H Servina Tallina 58.
Sina 42. ^^M
^^M Seaacb rex blgypti 40.
Sinai mona 5, 99. ^^^H
^H Seatoa 135.
Sindradas 316. ^^^|
^^L^ Selb 3, 124.
1
^1
Sion, Syon Ixxxi. 18, 20^1, 53^4,
Siisatum (Soest) xn. ^^^|
70, 83, 88, 161, 311-12. cf.
Satbersbuien 174. «286. ^^M
Jeniaal.
^^M
Siracunu« (Aaar-eddin-ScLirku) ci^
Sybilla iix. Guidonia regia, aoror ^^^B
cv, 121-6, 130.
regia Balduin. V. v. Guido, Bai* ^^^B
Sivilla 280.
^^^1
Skeldwalda monast xUil — pre-
Sycbar 13, 28. ^^H
pos. Herdricns de ili «*., clicxit-iii,
Sylo 14, 33, 37. - S^itea 41. ^^1
314-5.
Sjmeonia mons 265. ^^^|
Skendelbeka OUver. de *x.
Sjmon ca^ale 261, 270, ^^H
Smerdia v, Mergin.
Syna ixxxvii, xcv, xcvii, cii, cvi, ^^H
Sobftl 108.
cxi, 6-8, 29, 33-4, 43, 45-8, 51-2, ■
Sodoma 4. — S-ite 28,
62, 66, Ö8-71, 76, 85, •88, 107, ■
Sogdianua 65.
123-4, 128. 130-1, 254-5, 279, 30a. ■
Solima v. Jerusalem.
— S-e rex Benadab 43, 46, 200. H
SoHroai] 93.
RaaiQ 51-2. — S-i 6. 18, 43, 45-6. ■
5;ombrefle, OUver, de *x.
48» 86. 89, 200, 266. ^^B
SosierBcbenburg, com. Thideric. de
— Sobal cvi, 108, 114. ^^M
^^ V. Magdeburg, canon,
^H Sophar 7.
Syaara 34-5. ^^H
^^1
^H
SoÄjnis 74.
Sotengem, Oliver, de *x.
TacitTia imp. 77. ^^H
Sparfcarii 173.
Tafnim (Thenee^us) 123, 127, ^^1
Springirabach monast. xviii.
Tancredna xcvii, cxxiv, ♦cxxv. 90, ^H
Stephania fiL Levoni» regia Armen.
91, 94, 148. ■
V, Arm.
Tani« xxirii, Ixxxiv, cviii, cxlvi-vü, H
Stepbanus protomart, 21, 76.
clxviii, 55, 59, 127, «199, 228, ■
— V. Bleaena, com., Burguud, com,,
240-4, 246, 252. - T-eoa fluviua ■
Langton, C antrat, archiep.
241. 261, 270. - T-eoa terra 261. ■
Strojt •cxlviii, ♦176. cf. Diatrictum,
Tarpeia rupea Ixxxviii, 72. ^^^B
Sturio 124,
TarquiniuB 64. ^^^H
' Sudhem, Ludolfu« de Ijtxii.
— Priscua 56. ^^^H
Saevie dux Frethericua cxvüi, cxx,
— SuperbiiH 64. ^^^B
L cxxiv, 117, 144, 146-8. -- Phi-
Taurua moiiB 66. ^^H
1 lippas xiii, liv, cxxxtv, 156.
Tecklenburg, com. Adolf, de xv, ^^H
1 Suiia ISe,
xvi; cf. Oanab. epiac. ^^^fl
■ Saite« 7. 8.
Tecia virgo 12. ^^H
Sulla lixxvn, 72.
Teglaphataasar 51-2. V
Sunni 123,
Templarii, TempH mllitia cxiii, ^B
Surfm 29.
cxlvii. cli. 118-20, 126, 129, 132, ^Ä
Suia V. Ecbttthani«.
134, 167, 169-71, 173, 181, 190, ^H
Susan na 62.
194-5, 199, 205. 207, 209-11, ^H
— , vicecom, de, Rad. de Pulciiro
215-17, 223, 230, 284^5, «237, 245, ■
monte ♦216, cf. Pnlchro monte.
L
252-5, 268, 271-3, 277, 290-2. ^^M
SSO
Tempi artor; magiater AmandusCOdo
de s. Atuando) civ, 134* Ger-
hardna de Bidafortecxiii-v, H2-8,
Wülehelm.deCarnoto'166,^176,
188, 210. 255, 277, 280. - pro-
ciirator Giselbertus de Laiia 119.
marscalcua 210.
'J'erra promiasionia 3, 4, 98, 10*2-3,
HO, 117, 131, 136. 141, 172,233,
244, 286, 290. — T. aancta xxviü,
Ivii, cxxi?, cxstviii, cxxix, cxxxvi-
vii, cxl, cxlii, 146, 158, 164, 168,
247, 256, 28Ö-8, 314, 316, cf
Paleatina.
Tetberaa v* com. de Cathzenelletrib.
Teutonia xii, Ixvi, cxxxix, cxl, 316.
— T-ici x?iii, xxi, xxix, Ixiii,
cxix*xxi, cxxxiii, cxUt, 79, 88,
155. 173. 179-82, 186, 192, 195,
202, 205, 223, 240, 249, 250-3,
271, ♦278, 293. — T-i bellatorea
271. nobiles 253, atipendi&rii
250-1, T-um regnum 144, 1 54-5,
161i 230. — T-ca domuf.a. Marie
Teuiomcoruni domua 207, 210,
215, 217, 252-3, 29a -^ tratres
cxlvii-viii, *rJ6, 277. — magkter
•176, 277* Herrn, de Salsa Ixviii.
— maracalcu« et preceptor 252.
— preceptor Heiijr. Hoter I.
Tbabor monB Ixtü, cxWiii. 11, 35,
136, 139, 165-7. 171*2, 230, 246,
289-9 L
Thadeus apoat. 114.
Thad8ch-el-Molek ßusi ♦lOö; cf.
Bezeuge.
Thaledon 39.
Tb a mar 39,
Thamia clix, 77, 85, 111-2,250,279,
Tbebe (egypt) 33-4.
ThebDi rex larael 4U
Thecua 22.
Theman 7. 29, — T-ite« 7,
Tliene«au8 v. Tafuim.
Tbeodericua lvi<vii| Ixxxiv, Ixxxix.
Tbeoderioua v. Colon., prepos.'
Andree , prepos, n. Cumberti,
prepos. B. Gereon 18 : com. Fl and r.
Tbeodorufl v. Lascaris.
Theodosiua irop. 4, 78.
Tbeotbinus v, Portaent. epiüC.
Thersa 41-2, 51.
Tbesbet, Tbesbitea 35.
Tbessalonica 253.
Thiderjcus v. Ueitisberg, de; Mo-
nasteriena. epiac; Someracheo-
bürg, de; Treverena. arcbiep.
Tbietmarus v. Mindena. episc
Tbietwardus abbae v. Doooem.
Tbitardus milea xli.
Tbobias 53, 58-9, et ül Thobiaa 59.
Thola iudex 36,
Tbonia^ apoai. 21, 114,
— magiater, tbeologaa 172.
— V. Agreti. episc, Canthuan episc
Thracia *116, 309.
Thrie cxxiv, 144.
Thuringie landegrav, Ludowic. xU,
clxxiii, 316.
Tiberiaa civ, 10. 76, 101. 136.
142-3, 232. cf. Cinareth, — T-a-
denaea 137. — T-denaia princ,
Hugo 93-4, 96, 133, Rainaidus
142, cf. Montia regal. prine.
Tiberia *44,
Tiberiua imp. 10. 76,
— Constantinus imp. 78.
Tibnin v, Tiiro.
Tigri« 61, 107.
Timbeke, Oliver, de *x.
TimotheuB dux 69.
Titua imp. Ixxxr, IJ, ♦141, SOE.
l'occe, Iteriaa de 188.
Toghtekin v. Doldequiaua.
Tolbiacum (Zülpich) xli, xl?i,
Toletnm cxxxv, 157.
Tolosanua comea 157.
Torquatus t. Manlius.
Tortosa, Tortuea 93, 134, 234.
Trachonitia 29, 74, 76.
351
Trmianiu 77.
TraiecieDflis dioces. xxit, 174. —
epiac zliL Otto 163, 16d, 290.
canon. Gerlacos de THnge xtüL
TreTerensis proTinda zzziT, 175,
♦230. — diooesis xtüL — archiep.
ThidericQS ♦173.
Tripolia zcvii>yiii, 96, 99, 119, 128,
143, 168. 235. 290. — T-ani 96.
— T-anos comitatas 134, 268.
— T-anos comes Boamandns 235,
255, 280, cf. princ. Antioch.
Ponüns cv, 100, 107, HO. Rai-
mundus zcviii, ciii, ct-vü, cziii,
clzziF, 111-2, U9, 120, 132-3,
137, 140-2, 144, *166, 234.
Trium fontium , Alberic. IzzziT,
clzzvii.
Trivet, Nicolaus clzxni.
Troia 36.
Tryphon 71.
Tubanie fons 139-40, 164, 289.
Tnllus Hostilius 55.
Tnrchia cxz, 280.
Turci xci, xcv, xcvii, 85, 87,
89-90, 97-8, 100, 110, 114-6, 118,
123-4, 126, 131, 142. 146-7, 151,
154, 252, 254, 272, 280. 303. cf.
Alofili , ßabylonii , Sarraceni,
Orientales.
Turcomanni 304. — T-ua 279.
Turcopoli 259.
Turo (Tibnin) cxxxiii, 155, 276,278.
Tarono, Ansfridas (rect. Ilunfridas)
de 154, az. Isabella 154.
Turris Stratonis v. Cesarea Palest.
Tuscia Ixvi.
Tygria sancta ♦12.
TyruH, Sorh, Sors Izxxii, Ixxxix, xcix,
cvii-viii, cxv, cxxxiii, cxxxvii, 6,
10, 33, 35, 60, 66-67, 90, 9G-7,
103-105, 128, 138, 143-5, 154-5,
168, 232, 290, 305. — T. antiqaa
108. - T-i rex Iram 10. — T-ii 39,
97, 104-5. - T-ensisprovincia 128.
TTrus, Willehelmns de xcix t«.,
cxxTÜ, cxxxvii.
übbo Emmi OS clxxvi.
Clixbona (Lissabon) 172.
Utma, Heinric. de 816.
Ulricns t. Pattavens. episc
Ungaria cxviii, 84. 116, 146. »
ü-e arehiep. Bertholdns 162, 168,
187. — U-e rex Andreas xxviii,
cxl-i, »cxln, 162, 168, 288-90,
316. Bela *162.
ür Chaldeornm 29.
Uracb, Conradas de, v. Portaens.
episc.
as papa II. 83. — papa III.
Urbanas ^^^,„ ... w».
cxvii, clxxiv. 141, 143
ürias proph. 52, 56.
Vadam Jacob ci, 133.
Vagosus (Bagoas) 65-6.
Valanie rivas 108.
Valens imp. 78.
Valenti Dianas imp. 78.
Valerianus imp. 77.
Valerius procar. 76.
Vallis Josapbat 18-20, 88.
— lacrimaram 3.
— Moysis 5, 91, 114.
— 8. Petri (Heisterbach) xv , xvi,
xviii, 286. — abbas Heinricus
x?iii, 285, 287. — monach. Ce-
sariuB v. Ges.
Varlar monast. xliv, xlvii.
Venetie 133. — V-i, -ici, -tiani
xcvi, 6, 102-5, »211, 212,254.-
V-torum dux 253.
Vermandois y. Hugo Magnas.
VeroH 1 xviii.
Veronense concilium Ixviii, clxii,
280.
852
Vecpanaaui imp. 61, 77, *U\, 802.
VetnliM de montanis 189, 288-4.
Vienna (Vienne) 76. — V-ensit
diocesifl 820-1.
y]eDna(Wien), moiMuit.SootoTum lü.
VUlaris xiz, 810-20.
Yiminalis mons 58.
Vincentii, eoolei. sancti *li
Vincentlas Beloac. c]xxvii-¥iii.
yiielliiu imp. 76-7.
Yiiriaoo, Jacobos de xfii, *zzii,
ly-Yi, Izri, Izziii-iT, clzzTÜif
dzzz, of. Acoon. epitc.
Volmeiieiii, Godefr. de zvi.
Volradui, oomei de Dumenberg
T. Dannenb.
VoluBianua imp. 77.
Withe, com. Georgias de zzTiii,
czlüi, 178» 215.
Wittelabach t. Qnidelenbaoh.
Wittewierum ▼. FloridoB ortiu.
Worpenu dzzvi, dzzzii.
Wflnbarg t. Herbipolie.
Xanten, Jobannea de zzii, zzvi,
zzzir. — X-ensiB abbaa Ger-
bardus *zi¥.
Xerzee I. et IL 65.
Y(d^. I)
Yair. iudex 36.
Yen 45.
Waal «zliii
Waldemaras rex Danie v. Dan.
Waltherus v. Galterus.
Wascones 84, 88.
Wendower, Roger, de clxxvii.
Werinboldus v. Colon, canon.
Westfalia x.
Wibertus v. de Ravenna.
Widekindas chorep. s. Gereonis v.
Colon.
Wido V. Guido.
Wiggerus miles xli.
Willehelmus Jordanis 96.
— V. Andegav. episc; Arundello,
com. de; Anglie rex, princ. ;
Bosco de; Burdegal. archiep. ;
Carnoto, de; Hollandia, com.de;
Juliac. com. ; Pictav. com. ; Sici-
lie rex ; Tyrus, de.
Win jus xlv-vi.
Wirsone, Herveus de 188.
Z
Zabulon tribns *cxxxiii, 10, 51, 97,
155. — Z-ites 36.
Zacbarias fil. regis Achaz 52.
— fil. Barachie 17.
— pater Jahaziel proph. 44.
— ' pater Job. bapt. 17, 22, 75.
— patriarcb. Jerus. v. Jerus.
— propbeta 48, 60, 63-65, 303,
310-11.
— rex Israel (Ozyas) 49, 50, 65.
Zacheus 22.
Zambri 41.
Zaraym v. .Tezrabel.
Zaram rex Ethiopie v. Etb.
Zariugie comes Bertbold us xiii.
Zeb rex Madian. y. Mad.
Zeitz y. Siciens.
Zeno imp. 78.
Zorobabel 63-4.
Zwerin , com. Heinr. de xxxyiii,
Ixyiii, 253.
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5
_2005